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Kalte Mischung im Schaumburger Land
geschrieben von: Vinne (882) am: 30.01.23, 20:43
Der Februar 2021 wird mir sicherlich noch einige Zeit im fotografischen Gedächtnis bleiben, konnte man hier doch rund um das zweite Februarwochenende ein Winterwonderland der feinsten Güte in Niedersachsen erleben.
Drei Tage lang wurde der Rüsselsheimer Renner durch die weiße Pracht zu diversen Fotostellen geprügelt, wobei der Samstagmorgen mit satten -20 °C rund um Stadthagen sicherlich der anspruchsvollste Moment war.

Am Nachmittag des 13. Februars hatte sich die Rauhreifstimmung zwar weitgehend verzogen, eisig war es auf der Brücke bei Vornhagen, wo am frühen Morgen die ersten Sonnenstrahlen bereits für Westfahrer genutzt wurden, auch am Nachmittag noch. Da tat der aufkommende Wind dann sein Übriges, während auf der Schiene allmählich die Wochenendflaute begann.

Hinten im Bahnhof von Lindhorst stand über mehrere Minuten eine sichtbar verkehrsrote Lok mit einem Gemischtwarenladen, die im dichten Personenverkehr auf eine Lücke warten musste. Nachdem die "Weiße Flotte" ihre Bahnen westwärts gezogen hatte, durfte dann auch die Fuhre von "Stalingrad" (Seelze Rbf) in die "Vorhölle" (Hagen-Vorhalle Rbf) in See stechen.
Bespannt war dieser durchaus akzeptabel zusammengestellte EZ durch 185 005 und damit einen der "Drehstrom-Veteranen", schließlich rollt die Maschine auch schon seit knapp 22 Jahren über Deutschlands Gleise.

Ein wenig harrte ich dann noch auf der Brücke aus, ehe ich noch die Perspektive aus "Flughöhe Null" umsetzte. Danach ging es gut gefrostet ins Auto und dank Heizung einigermaßen angenehm heimwärts.

Datum: 13.02.2021 Ort: Vornhagen [info] Land: Niedersachsen
BR: 185 (Bombardier TRAXX F140 AC1/2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Kiffer, Schnee und die Kirche
geschrieben von: Vinne (882) am: 14.01.23, 10:35
Der "Kiffer-IC" hat seinen Namen nicht von ungefähr, wenngleich die Fahrtrichtung von IC 146 von Berlin Hbf nach Amsterdam Centraal eher weniger der Transport- bzw. Schmuggelrichtung des in den Niederlanden gängigen "Stoffs" darstellt. 101 021 hatte an diesem saukalten Februartag die Traktion inne, drumherum lag - thematisch passend - genügend Schnee.

Als Motiv neben zwei knorrigen und just vom Rauhreif befreiten Bäumen auf Höhe Neu-Seggebruch fiel dabei der Blick in die nähere Umgebung, in der die Kirche Seggebruch - so der vollständige und maximal spannende Name für einen Sakralbau - eine durchaus markante Landmarke darstellt.
Auf den "Stoff" kommt die hiesige Kirchengemeinde dabei wohl eher nicht, denn im evangelisch-lutherischen ist der Einsatz, z.B. von Weihrauch, ja nicht unbedingt an der Tagesordnung.

Anders sieht das natürlich bei der katholischen Fraktion aus, die insbesondere in der schneereichen Winterzeit ja genügend Anlässe bereithält, um der versammelten Glaubensgemeinschaft die Rübe vollzudampfen.

Auf genau dieses Gefühl werden sich sicherlich auch diverse Fahrgäste im gezeigten Zug vorbereitet haben, während eine handvoll Fotografen völlig sachlich und frei von sinneserweiternden Stoffen - so jedenfalls meine Vermutung - die Fuhre bei der Durchfahrt aufnahm.




Datum: 13.02.2021 Ort: Neu-Seggebruch [info] Land: Niedersachsen
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Gefrosteter Anschlussbahnhof
geschrieben von: Vinne (882) am: 09.01.23, 17:54
Der Januar 2017 bot am Kamm des Erzgebirges vor allem auf der tschechischen Seite ein Winterwonderland feinster Güte auf.

Nachdem ein halbes Jahr zuvor mein erster Besuch an der Strecke zwischen Česká Lípa und Liberec stattfand und vor allem dem "Manipulak" Mn 86120 von Brniště für die Fahrt nach Děčín galt, sollte das Programm bei herrlichem Schnee wiederholt werden.

Für dieses Unterfangen wurde frühmorgens die Reise bei "Corsa-Tours" in Laubegast gebucht, über Königstein und durch das Elbtal - die Autobahn war noch nicht fertig - ging es dann nach Tschechien rüber. Ab Hřensko erfolgte eine Abenteuerfahrt feinster Güte bei bis zu -20 °C und die ständige Frage an mich selbst, ob ich entweder bescheuert bin oder einfach völlig ignorant gegenüber jeglichen Umweltbedingungen, denn Straßenbegrenzungen und Konsorten waren auf den Teilabschnitten bis Česká Kamenice und zwischen Nový Bor und dem Zielbahnhof nur rudimentär vorhanden.

Egal, es hatte sich gelohnt, denn der kleine Eisbrecher aus Rüsselsheim tat seinen Dienst (und das bis heute!) und spuckte mich auf der Zufahrt zum Bahnhofsgebäude aus, die Fahrt weitab der Hauptstraße traute ich dann doch nicht ganz. Bereits beim Einbiegen konnte ich das gewünschte Brillen-Doppel aus 750 061 und der "Blitzbrille" 753 301 bereits mit den Zwiebelwagen erblicken - der Zug war also bereits gebildet.
Dabei haben die Wagen ihr Ziel bzw. ihren Start in Strហpod Ralskem im Uranbergwerk, welches bis 1996 aktiv förderte und nun saniert wird.
Das Personal hingegen war noch lange nicht auf ihren Rennern und wärmte sich lieber beim Bahnhofsvorstand auf.
Zeit also genug, eine passende Position zu finden, um die Vorbeifahrt von 844 028 aufzunehmen, der als Regio von Liberec kommend ebenfalls in Richtung Elbe von dannen beschleunigte.

Die Ausfahrt wartete ich dann nicht mehr ab, sondern fuhr eine Stelle bei Velký Grunov an, das Bild gibt es bereits hier zu sehen.

Herrliche Erinnerungen kommen jedes Mal wieder beim Betrachten dieser "Schneegroßkampftage" hoch, da waren einige Tage volles Winterprogramm geboten. Ein Erlebnis, was beim aktuellen Dauergrau und Regen im Januar 2023 zumindest in Norddeutschland nicht in minimalen Fünkchen auftritt.

Datum: 19.01.2017 Ort: Brniště [info] Land: Europa: Tschechien
BR: CZ-750 Fahrzeugeinsteller: ČD
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 10 Punkte
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Vor Thüringen erstmal Inselurlaub
geschrieben von: Vinne (882) am: 06.01.23, 16:15
246 011 bzw. 246 049 der Pressnitztalbahn hat inzwischen einen festen Platz in den Umlaufplänen des DB-Konzerns.
Mein letztes Bild zeigte die Lok ja nun in ihrem neuen "Stammrevier" in Thüringen.

Egal ob an schweren Intercitys zwischen Itzehoe und Westerland (Sylt), an Doppelstockwagen als Verstärker-RE 6 auf die Insel der schönen und reichen Deutschen oder eben ganz schnöde mit einer Handvoll Intercitywagen auf der "MDV" zwischen Weimar und Gera - die blaue Diesel-TRAXX rollt gefühlt überall dort, wo Not im Fuhrpark ist.

So zuckelte die Maschine im Jahr 2021 in der zweiten Jahreshälfte zuverlässig über die Marschbahn und hatte dort zumeist die genannten Doppelstockwagen am Haken, was ein durchaus fotogenes Bild abgab - sofern die DB Gebrauchtzug-Schachteln denn nicht gleich wieder als Leinwand herhalten mussten.

Während des Sylt-Urlaubs im Herbst ließ sich die Lok zwei Mal von mir ablichten, stets mit sauberen Parks behangen.

Zur großen Überraschung kam am letzten Urlaubstag sogar ein "Sixpack" zum Einsatz, was auf dem hohen Damm zwischen Morsum und Keitum unter typischem "Marschbahnhimmel" das gewünschte Resultat abgab.

Datum: 28.09.2021 Ort: Keitum [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 246 (Bombardier TRAXX P160) Fahrzeugeinsteller: Pressnitztalbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Die Gerade der Holzlandbahn
geschrieben von: Vinne (882) am: 04.01.23, 20:56
Zwischen Weimar und Gera nimmt die Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) ihren Weg über die "Holzlandbahn".

Hier wurden seit der Wiedervereinigung diverse Abschnitte wieder oder erstmals zweigleisig ausgebaut, sodass hier inzwischen dichter Taktverkehr mit den Regionalbahnen der Erfurter Bahn und den Regionalexpress-Verbindungen von Göttingen über Erfurt, Weimar, Jena und Gera nach Altenburg, Glauchau oder Greiz möglich sind.
Wegen der steigenden Nachfrage hat hier inzwischen seit 2018 auch der Fernverkehr sein Zuhause, mit verhältnismäßig kurzen Intercity-Garnituren aus maximal fünf Wagen werden zwischen Gera und Nordrhein-Westfalen umsteigefreie Verbindungen angeboten.
Da auf den Abschnitten ab Weimar die Spannung spendende Strippe weiter auf Realisierung wartet, müssen ab der Weltkulturerbestadt die Dieselmotoren ackern. Während hierfür eigentlich immer die DB-Fernverkehr 245 ran mussten, wurden selbige wegen Eigenbedarf im Herbst 2022 wieder zurück an die heimische Nordseeküste nach Niebüll beordert - eine Ersatzlok mal außenvorgelassen. Ihre Nachfolge sollten eigentlich die HVLE-246 antreten, dieses Geschäft kam aber nicht zustande.
Also griff sich "DB FV" die nächste Option in Form der Pressnitztalbahn-246 011, unternehmensintern als 246 049 bezeichnet.

Bereits im September wurde dem "Dieselschlump" bei der Zuführung des sonntäglichen Leerreisezuges aus Leipzig bei Caaschwitz aufgelauert, nun sollte die erste Regelleistung des Tages als IC 2152 auf der Agenda stehen.

Auf der ewig langen Geraden östlich vor Großschwabhausen, auf der die Züge die Steigung aus dem Saaletal bis zum Bahnhof Großschwabhausen zu kämpfen haben, wurde die Fuhre dann verhaftet. Mit etwa 325 Metern erreichen sie im genannten Bahnhof ihren Scheitelpunkt auf der Ilm-Saale-Platte, anschließend geht es bis Weimar wieder bergab.

Datum: 13.11.2022 Ort: Großschwabhausen [info] Land: Thüringen
BR: 246 (Bombardier TRAXX P160) Fahrzeugeinsteller: Pressnitztalbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Nebelgrenze und Stress pur
geschrieben von: Vinne (882) am: 03.01.23, 19:31
Mitte November stand in Neuhof (Kr Fulda) die jährliche Hauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft DREHSCHEIBE e.V. an. Am folgenden Montag hatte ich ein Seminar im DB Trainingszentrum im Leipziger Hbf, sodass ich den Sonntag für den entspannten Transfer dorthin nutzte.

Die Wetterprognosen waren insbesondere für den Bereich der "MDV" zwischen Weimar, Jena und Gera höchst vielversprechend, sodass ich dieses Gebiet ansteuern wollte.

Von Hessen aus fuhr ich durch eine herrliche Herbstlandschaft über die A4 ostwärts, hatte kurz vor Eisenach einen wunderbaren Blick in das nebelverhangene Werratal und anschließend die "Nebelarschbombe" auf die Werratalbrücke. Danach zog ich entlang den Höhen des Thüringer Waldes an Gotha und später an der Landeshauptstadt Erfurt vorbei, ungetrübter Sonnenschein pflasterte den Weg.
Dann kam ich aber in Kleinschwabhausen an und wurde Opfer der Nebelküche namens Thüringer Becken. Aus diesem schwabberte die Pampe derartig unberechenbar ins Motiv, da war nur Hoffen und Beten angesagt. Immerhin kam Viertel vor Zwölf die Erfurter Bahn wie gewünscht durch das Motiv gebrummt, die Nebelbank tat rund einen Kilometer entfernt in Ruhe ihr Ding und verdunkelte Lehnstedt den ganzen Tag.

So hockte ich gut gelaunt auf meiner Brücke und wartete auf den nächsten Regionalexpress, der schließlich keine halbe Stunde später aufkreuzen sollte - da würde sich ja der Nebel entweder halten oder heben.

Denkste! Pünktlich um "High Noon" gab es die so richtig fette Packung Schmock auf die "Zwölf". Zwischen "ich seh nix" und "jetzt der Zug" war binnen Sekunden jede Gefühlslage zu erleben. Blöd nur, dass der Mumpf inzwischen nicht mehr in Sichtweite war, sondern um mich herum. Das konnte ja nur ein absoluter Griff ins Klo werden.

Nun, irgendwie, keine Ahnung wie, es ging sich aus.

Als 612 101 und 173 als RE 3 nach Altenburg bzw. Greiz um die Häuser kurvten, gab es genau dort, wo das Wackeldackeldoppel sitzen sollte, volle Beleuchtung.
Wo der Nebelschatten genau anfängt, ist hinter dem Swinger-Duo gut zu erkennen, die Hektometertafel ist fast komplett düster, auch der Acker rechts liegt zum Teil von den Sonnenstrahlen getrennt.
Da ich selbst zum Zeitpunkt der Auslösung voll in der Suppe stand, konnte ich das Glück kaum fassen.

In der Folge bespielte ich die Gerade rund um Großschwabhausen, denn nur hier, rund um den Brechpunkt der Strecke, hatte der Nebel nur geringe Chancen.

Kleinschwabhausen war da schon längst in der Waschtrommel gefangen.

Datum: 13.11.2022 Ort: Kleinschwabhausen [info] Land: Thüringen
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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KLV-Schlange vor der Marienburg
geschrieben von: Vinne (882) am: 29.12.22, 20:32
Im Januar und Februar 2021 schlug der Winter mit voller Wucht im norddeutschen Tiefland ein, sodass auch rund um Hannover einiges an weißer Pracht zusammenkam.

Reihenweise riss die Verkehrsinfrastruktur die Flossen hoch, ganz vorne war natürlich auch wieder die DB Netz AG am Start, die es vor allem im Vorharz auf eine erquickliche Anzahl an Totalausfalltagen brachte.

Städte wie Goslar und Bad Harzburg waren in einer ihrer touristischen Hochfrequenzzeiten gar nicht über die Schiene erreichbar, ehe nach quälend langen Stunden und Tagen Schneepflüge und Schneeschleudern bis dorthin vordringen konnten.

Aber auch der Kernnetz der Bahn hatte einige Strecken in Vollsperrung, so auch die Rennbahn zwischen Hannover und Göttingen. Somit waren alle Fernzüge und der Güterverkehr wieder auf der alten Nord-Süd-Strecke unter dem Schloss Marienburg bei Nordstemmen zu erleben.
Dieses wurde bei herrlichem Winterwetter natürlich entsprechend ausgekostet, wobei der erste Besuchstag nur einen einzigen Güterzug zu verzeichnen hatte, es lief halt auch dort erst seeeeehr zäh an.

Der Sonntag hingegen hatte aber einiges in Petto, leider auch, wie so oft bei schmelzendem Schnee und steigender Luftfeuchte, einige Schlonzwolken. Nachdem ich am frühen Nachmittag erst schon abbrechen wollte, zog ich doch durch, saß das Schlonzfeld aus und wurde in der sinkenden Wintersonne mit ein paar netten Fuhren belohnt.

Zum krönenden Abschluss rollte dann wieder die Lokomotion/Kombiverkehr 185 664 mit dem bekannten "PanEuropa / Terratrans"-KLV aus Bremen-Grolland kommend durch die Fotokurve. Mit etwas Teleeinsatz kamen sowohl die Hütte von "Prinz Piss" als auch der Zugschluss in der Ferne gut zur Geltung.
Gut gefröstelt war danach dann die Heimfahrt angesagt.

Datum: 14.02.2021 Ort: Burgstemmen [info] Land: Niedersachsen
BR: 185 (Bombardier TRAXX F140 AC1/2) Fahrzeugeinsteller: Lokomotion
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 8 Punkte
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Rotes Salz im goldenen Herbst
geschrieben von: Vinne (882) am: 23.12.22, 13:19
Der weiter Bogen von Hermannspiegel bietet wirklich zu fast jeder Tages- und Jahreszeit eine Möglichkeit, den vielfältigen Verkehr auf der Nord-Süd-Strecke festzuhalten.

Auch der 11. November 2022 machte für diese These keine Ausnahme und bewies mit der Herbstfärbung und dem immer flacher werdenden Licht, wie schön die Landschaft im Haunetal doch sein kann.

Während der Verkehr in Richtung Süden durch unpassende Bespannungen, Leerwagenschäden oder Gegenzüge zur genau unpassenden Zeit immer zur Herausforderung mutierte, rollten die fotogenen Züge sowieso in Richtung Bebra an dem kleinen Weiler vorbei.

So beschloss ich irgendwann jedem Nordfahrer gezielt die Aufmerksamkeit zu schenken, schließlich konnten sich die Züge auch in dieser Perspektive hervorragend vor dem Hintergrund abheben, die passende Farbe natürlich vorausgesetzt.
In genau dieses "Wunschraster" fuhr dann 185 144 mit ihrem verkehrsroten Kalisalzzug, der gewünschte und erhoffte Abschluss für einen tollen Herbstfototag.

Datum: 11.11.2022 Ort: Hermannspiegel [info] Land: Hessen
BR: 185 (Bombardier TRAXX F140 AC1/2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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"Normaler" Herbst im Haunetal
geschrieben von: Vinne (882) am: 22.12.22, 12:58
Zum Vorlauf auf die DS-Jahreshauptversammlung lag das Haunetal auf dem Anreiseweg und so war es bei dem Wetter ein logisches Unterfangen, rund um Hermannspiegel und Haunetal-Neukirchen den Tag fotografisch zu verdödeln.

Zum Nachmittag hin wurde der Hang bei Hermannspiegel erklommen, um dort dem vielfältigen Güter- und Reisezugverkehr zu fröhnen. Irgendwie wurde es aber mehr Enttäuschung als befürchtet, denn entweder kamen alle fotogenen Fahrten aus dem Süden, wurden entweder mit Gegenzügen versemmelt oder hatten wie im Fall des Flixtrains eine schwarze unfotogene Lok an der Spitze.

Und so war es zum Glück der Segen des Fahrplans, dass die ICE-Verbindungen aus Osten inzwischen auch mit den LDV-ICE 1 gefahren werden, wodurch sich die schicken Rennbahnpioniere auch auf der alten Nord-Süd-Strecke blicken lassen.

Als ICE 597 Berlin-Gesundbrunnen – München Hbf tourt ein solcher Zug hier durch die bekannte Region und wird alsbald den nächsten Halt in Fulda erreichen.

Datum: 11.11.2022 Ort: Hermannspiegel [info] Land: Hessen
BR: 401 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Kalte Sicke flach, schnelle Sicke hochkant
geschrieben von: Vinne (882) am: 20.12.22, 10:08
Bleiben wir noch für einen Moment bei dem neuen Starzug in der Region Hannover, gebildet aus der DB Gebrauchtzug-112 139 und dem WFL-Doppelstockwagenpark mit alten DR-Wagen, darunter auch einer "Schrankwand" vom Typ DABbuzfa.

Nachdem der erste Tag den Klassiker in Adelheidsdorf, einen misslungenen Versuch im Tiergarten sowie zwei Schüsse in Lehrte beinhaltete, sollte es am Sonntagvormittag noch einmal auf die Garnitur losgehen, denn es drohte sowohl ein Wetterumschwung als auch der Verlust der kalten Winterstimmung.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lässt sich die Leistung mit der Lok auf der Seite Lehrte ab Celle kommend nur um 10 Uhr umsetzen, davor und danach gibt es entweder kein Licht oder kein ausreichendes Seitenlicht. Daher sollte es am Sonntagmorgen die Variante in Burgdorf an der Ortsumfahrung sein, wobei der klassische Blick von der Brücke aus wegen der doch noch sehr dominanten Schatten auf dem Feld verworfen wurde - man muss ja noch Ziele haben!
Stattdessen ging es auf "Flughöhe Null" rauf auf den gefrorenen Acker, sodass wenig später die schnellen Sicken der bereits an die DB AG ausgelieferten Maschine mit den gefrorenen Sicken des Ackers bildlich wie gewünscht festgehalten werden konnten.

Der Neuversuch im Tiergarten wurde danach gar nicht erst versucht, der Mumpf aus Westen hatte kurz nach der Aufnahme der S7 bereits die Überhand.

Datum: 18.12.2022 Ort: Burgdorf [info] Land: Niedersachsen
BR: 112 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte
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WFL-S-Bahn im Eisenbahnerknoten
geschrieben von: Vinne (882) am: 18.12.22, 16:58
Rund ein Dutzend Stellwerke der Bauformen Jüdel, VES und Einheit hatten bis zum 22. März 1986 die Hoheit über den Eisenbahnknoten Lehrte im Osten der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover.

Die zu- und ablaufenden Strecken nach Hannover, Celle, Berlin, Braunschweig und Hildesheim forderten hier eine heute kaum vorstellbare Anzahl von Eisenbahnern, die den Betrieb hier zu Regeln hatten.

Inzwischen hat das SpDr S600-Stellwerk diese Dienste mit seinen Fahrdienstleitern längst übernommen und auch noch dank Fernsteuerung die Betriebsstellen in Burgdorf und Ehlershausen unter seinen Fittichen.

Geblieben ist dem Bahnhof das heutige Lehrstellwerk "Lpf", also das alte Fahrdienstleiterstellwerk des Personenbahnhofs, gelegen im Keil zwischen den Gleisdreieckschenkeln nördlich der Bahnsteige. Der Modelleisenbahnverein Lehrte e.V. hat sich dem Erhalt von Norddeutschlands größtem und ältesten mechanischen Stellwerk verschrieben, mit Baujahr 1895 inzwischen also über 100 Jahre alt!

Viele Fahrzeugtypen haben seine Mauern in der langwährenden Existenz schon passiert, seit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022 passiert hier auch der WFL-Ersatzzug auf der S-Bahnlinie S7 die Szenerie.

Grund genug, mit der Kamera an Gleis 11 aktiv zu werden, schließlich ergab sich bei herrlichem Winterwetter mit flachem Licht die Chance, die Einfahrt von 112 139 mit ihrem Doppelstockwagenpark auf dem passenden Gleis umzusetzen.
Die Wintersonne schmiss natürlich einiges an Schatten in den Bereich, sodass ein Kompromiss bei der Auslösung gefunden und im Nachgang ein markanter Schatten auf der Lokseite beseitigt werden musste.

Sogleich erreicht der Zug den Bahnsteig an Gleis 14, wo der Richtungswechsel vollzogen wird, ehe es dann geschoben weiter nach Celle geht.

Datum: 13.12.2022 Ort: Lehrte [info] Land: Niedersachsen
BR: 112 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Eiskalter Ersatzverkehr
geschrieben von: Vinne (882) am: 16.12.22, 20:08
Seit dem Fahrplanwechsel am vergangenen Sonntag ist die Region Hannover um zwei fotogene Neuigkeiten im Eisenbahnsektor reicher.
Weil es Transdev Hannover auch zum dritten Stichtag in Folge und damit seit rund einem Jahr nicht auf die Kette bekommt, den Fahrplan zuverlässig, regelmäßig und mit der geforderten Anzahl an Fahrzeugen abzuwickeln, gibt es nun erneut ein umfangreiches Ersatzkonzept rund um die Landeshauptstadt Niedersachsens zu bestaunen.

Weil die "Hildesheimer", also die Triebwagen der Baureihe 425.5 (425 271 - 283), noch im Refit befindlich sind und auch die firmeneigenen FLIRT 3 XL entweder defekt, zur Wartung "jwd" weilen oder wegen Graffiti-Punks nicht im Einsatz... äähhh... natürlich fahren alle völlig zugesauten Wagen fröhlich durch die Lande... Egal, zurück zum Argument. Jedenfalls fehlen Fahrzeuge!
Also hat man sich bundesweit umgesehen und immerhin ein paar ähnliche Triebwagen gefunden, die in Form von zwei MRB-Coradia Continental über die Linien gondeln. Auch die Bayerische Regiobahn hat mit FLIRT 3 schon an der Leine ausgeholfen.

Für die S3 gab es bis zum Fahrplanwechsel dabei sogar noch den guten alten lokbespannten Wagenpark in Form von WFL-n-Wagen zu erleben, die durch eine DB Gebrauchtzug-112 zwischen Hildesheim, Lehrte und Hannover Hbf traktioniert wurden.
Diese Leistung ist zwar Geschichte, aber wie jeder gute Fahrplanwechsel es inzwischen so in Deutschland in sich hatte, klingelten die Telefone bei TRI, WFL und Konsorten auch mit Hannoveraner Nummer auf dem Display, wobei der Wedler Franz zum Zuschlag kam.
Während es im Westen von Hannover bis zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni - so jedenfalls das Ziel - auf der S 51 einen "Kamelpark" mit WFL-Dosto und den genannten n-Wagen zu erleben gibt, derzeit übrigens von der "Europa"-112 mit der Ordnungsnummer 006 befeuert, rödelt es im Osten von Hannover tagtäglich und auch außerhalb des Berufsverkehrs noch fotogener.
Denn dort hat die WFL einen herrlichen DR-Doppelstock-Park ins Rennen geschickt, vorne gesteuert aus einer "Schrankwand", hinten geschoben durch die erwähnte DB Gebrauchtzug 112, freundlicherweise sogar derzeit das "Lätzchen" 112 139. Eine komplett verkehrsrote Ersatzlok stand am 15. Dezember übrigens in Celle abgestellt.
Bislang zieht die Lok stets nach Lehrte, was auch das absolute S7-Topmotiv bei Adelheidsdorf für eine Aufnahme des Zuges qualifiziert.

Genau an jener Stelle fanden sich dann auch am erst dritten Betriebstag zum frühen ar***-kalten Morgen bei knapp -12 °C auch fünf wackere Fotografen ein, um kurz nach "Zehne" der ersten Südfahrt im feinsten flachen Wintermorgenlicht die Kamera entgegenzurecken.
Pünktlich vor dem letzten abziehenden Hochnebel-Schlonz-Gemisch senkte sich der Schrankenbaum in Sichtweite und die herrliche Garnitur gondelte entlang der "Neuen Aue" in Richtung Eisenbahnerstadt Lehrte.

Danach sollte die nächste Runde bebildert werden, im Tiergarten Anderten wurde das avisierte Motiv allerdings durch einen ICE versaut. Nunja, zwei Chancen bestanden danach ja noch.

Datum: 13.12.2022 Ort: Adelheidsdorf [info] Land: Niedersachsen
BR: 112 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Bunte Züge - der tschechische Weg
geschrieben von: Vinne (882) am: 11.12.22, 16:23
Auch ich möchte dem bunten Treiben der letzten Tage hier einen Ergänzungsvorschlag bereiten und habe dafür etwas im Archiv gekramt.

Denn während das Gros der hier vorgeschlagenen und gezeigten Bilder durch verschiedene Bahngesellschaften in den verschiedensten Nachtzugvarianten ausgemacht wird, hatte die České dráhy den "Farbpalettenstyle" rund um das Jahr 2015 auch ohne fremde Hilfe nahezu perfektioniert.

Im Zuge diverser Angebotsausweitungen im Inlandsverkehr erwarb die ČD bei den österreichischen Nachbarn in Form der ÖBB zahlreiche klimatisierte Reisezugwagen, die ebendort durch die neuen RailJets arbeitslos wurden.

Die Fahrzeuge gelangten dabei auch auf die internationalen Verbindungen und so auch auf die EuroCitys nach Dresden, Berlin und Hamburg. Aus Hamburg-Altona waren am Besuchstag im Elbtal als EC 173 "Porta Bohemica" dabei fast alle Farbgebungen unterwegs, die ein ČD-EuroCity zu dieser Zeit mitführen konnte.
Von vorne nach hinten sehen wir vom Hang in Königstein:

371 201 "Gottlieb" in der Sonderbeklebung für die InnoTrans 2014 im Stil der tschechischen Landesflagge, den "Schleuderwagen" von DB Fernverkehr für die Fahrradbeförderung, zwei ehemalige ÖBB-Bpmz im letzten Design, ein erster ČD-Wagen in Najbrt 1.0-Lackierung (keine Zierlinien am Dach), einen ČD-Wagen im alten orangenen Design für den internationalen Verkehr, wieder einen Najbrt-1.0-Wagen, den Speisewagen, bereits im Najbrt 2.0-Design mit Zierlinie und blauem Dach und nochmal einen orangenen bzw. Najbrt 1.0-Wagen.

Da konnte man schon fast verrückt werden. Im Inlandsverkehr der ČD gab es zu allem Überfluss sogar noch alte Valousek-Varianten zu erleben, bunte Zeiten bei den Nachbarn eben.

Datum: 25.03.2015 Ort: Königstein [info] Land: Sachsen
BR: CZ-371 Fahrzeugeinsteller: ČD
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Haunetal-Variante im Herbst
geschrieben von: Vinne (882) am: 09.12.22, 18:35
Die lange Gerade im Haunetal zwischen Odensachsen und Haunetal-Neukirchen wurde hier in der Galerie schon einige Male vorzüglich bebildert, zum Teil mit atemberaubenden Nebelstimmungen.

Im Vorfeld zur DREHSCHEIBE-Jahreshauptversammlung zog die Nord-Fraktion ebenfalls auf der Anreise nach Neuhof (Kr Fulda) ihre Bahnen an der Nord-Süd-Strecke, wobei sich der Nordredakteur dem norddeutschen Grundsatz auch in Hessen verpflichtet fühlte und so die vorhandene Vegetation für die notwendige Höhe im Bild heranzog.

Den passenden Streckenabschnitt zwischen Herbstlaub und Bäumen neben der Bundesstraße wusste dabei 411 068 als ICE 1652 von Dresden Hbf nach Wiesbaden Hbf zu füllen.

Anschließend wurde weiter vor Ort variiert, danach ging es klassisch nochmal nach Hermannspiegel.

Überarbeitet, sowohl vom Bildausschnitt als auch von den Farben. Für den größeren Bildbereich wurde die digitale Astschere ein paar Mal angesetzt.

Datum: 11.11.2022 Ort: Haunetal-Neukirchen [info] Land: Hessen
BR: 411,415 (alle ICE-T-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 0 Punkte

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Letztmals flaches Licht für Rot
geschrieben von: Vinne (882) am: 05.12.22, 20:42
Zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2022 verlor die S-Bahn Hannover die noch verbliebenen Leistungen im "Westnetz" rund um die niedersächsische Landeshauptstadt an die Transdev Hannover GmbH, die seitdem den Gesamtbetrieb mit ihren neuen FLIRT 3 XL ableistet. Sofern man denn Triebfahrzeuge, Triebfahrzeugführer sowie - so scheint es jedenfalls - Lust und Laune hat. Denn mittlerweile ist eine verkehrende S-Bahn rund um die Leine gefühlt so selten wie ein Sechser im Lotto. Kein Wunder also, dass inzwischen mehrere Ersatzfahrzeuge ihr Unwesen rings um den Telemax treiben und auch in Zukunft so tun werden.

Im Frühjahr dieses allmählich dahinschwindenden Jahres war die Welt westlich von Hannover aber noch "verkehrsrot in Ordnung" und fest in der Hand der Elektroquietschies der Baureihen 424 und 425. Während letztgenannte Baureihe erst mit den Netzerweiterungen nach Paderborn und Hildesheim die Schienenköpfe in Niedersachsen unter die Radreifen nehmen durfte, waren die 424 als "EXPO-Bahnen" der Grundstein für das Sausebahnnetz.

Umso mehr war ich an diesem herrlichen Februartag höchst darüber erfreut, dass nicht nur zwei seltene Exemplare ohne allzu heftige Graffitisauerei vor die Linse kullerten, sondern diese mit 424 021 und 027 noch zwei "Originale" waren.

Irgendwie waren sie dann doch immer "nur da", hier und da ärgere ich mich inzwischen, dass man nicht mehr Bilder der S-Bahnen ins Archiv geschossen hat.

Also, kümmert euch auch um das vermeintlich unscheinbar-alltägliche vor der Tür, irgendwann ist's weg.

Datum: 26.02.2022 Ort: Vörie [info] Land: Niedersachsen
BR: 424 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 0 Punkte
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Erdölbomber auf Ackerdampf
geschrieben von: Vinne (882) am: 01.12.22, 20:52
Der bekannte Erdölzug EZK 50760 von Barenburg nach Holthausen (Ems), beladen mit dem schwarzen Gold aus der Förderstätte von Exxon Mobil, ist vor allem im Winterhalbjahr mit dem flachen Licht ein herrlicher Zug an tollen Nebenbahnmotiven im Rest des einst so stolzen Sulinger Kreuzes.

Auf seiner Fahrt von der Quelle zur Raffinerie muss der Zug nicht nur in Sulingen Kopf machen, sondern auch in Diepholz den Traktionswechsel über sich ergehen lassen. Für das erste Stück der Reise war an diesem Besuchstag die V 90 mit der Nummer 294 870 zuständig, die sogar noch die alten "railion logistics"-Logos durch die Gegend trägt.

Der erste Hauptschuss sollte am Sulinger Einfahrsignal "Berta" erfolgen, an dem sich bereits einige Fotografen tummelten, bevor der Zug überhaupt den Weg aus Barenburg angetreten hatte.

Nach einigem Fachsimpeln und Motivpeilen ertönte dann aus Süden der erhoffte Pfiff des Rangierhobels und zeitgleich hoben sich die letzten Nebel- bzw. Verdunstungsschwaden über dem frisch umgepflügten Acker.

Zusammen mit dem extrem achsigen Licht und der daraus entstehenden Reflexion und Spiegelung auf den Kesselwagen wagte ich also einfach den Schuss auf den Zug, der soeben den letzten Feldwegübergang vor dem zweiten Sulinger Einfahrsignal passiert.

Anschließend kehrte wieder für einige Zeit Ruhe ein, ehe aus dem Bahnhof der hochdrehende Motor lautstark die Abfahrt vermeldete und das gewünschte Bild mit dem Formsignal entstehen konnte. Dieses gibt es bereits in der Galerie mit der zugehörigen Folgegeschichte zu lesen.

Um das Ambiente ein wenig aufzuhübschen wurde damals, noch ohne Wissen der heutigen Situation, die örtliche Energieversorgung aus dem Himmel in Teilen temporär digital abgebaut.

Datum: 20.12.2021 Ort: Sulingen [info] Land: Niedersachsen
BR: 294 (alle V90-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Hopferauer Bäckerrunden (Teil 4)
geschrieben von: Vinne (882) am: 28.11.22, 20:09
Wie im dritten Teil meiner kleinen "Semmelsammelrundenreihe" beschrieben gab es im Sommerurlaub in Hopferau zu Beginn des Aufenthalts durchaus Bestrebungen, die lokalen Bäckereien aufzusuchen und für das gemeinsame Frühstück frische Brötchen zu organisieren.
Mangels erwünschter Qualität, als "Preuße" ist man da einfach anderes gewöhnt, das Laugengebäck einmal außen vor gelassen, war ab Tag vier dann die alternative Versorgung sichergestellt. Am letzten ganzen Urlaubstag wollte ich dann aber doch noch ein Morgenmotiv mit dem bekannten 8:30 Uhr-Umlauf umsetzen, sodass ich zumindest für frische (und echt gute) Brezn nochmals den Corsa durch die grünen Wiesen des Ostallgäus scheuchen musste.

Quasi einen Bahnübergang weiter als zu Beginn der kleinen Serie nahm ich dann auch den Protagonisten des ersten "Semmelschusses" auf. Mit 620 174 konnte dann wie gewünscht der blaue Himmel, das Verkehrszeichen für den links nicht mehr sichtbaren Bahnübergang und vor allem die Dorfkulisse von Reinertshof zusammengefügt werden.

Danach gab es dann das letzte Frühstück auf unserem Balkon, wieder mit Blick auf Berge, Hopfensee und irgendwann auch den zurückdieselnden LINT. Keine 24 h später waren wir dann im strömenden Regen schon wieder auf der A7 auf Heimreise, zurück zu "unseren" Brötchen.

Mit diesen vier Bildern war der Urlaub natürlich noch nicht vollständig erzählt, aber das gibt es dann zu gegebener Zeit hier in diesem Theater.

Datum: 30.08.2022 Ort: Reinertshof [info] Land: Bayern
BR: 620 (Alstom LINT 81) Fahrzeugeinsteller: BRB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Hopferauer Bäckerrunden (Teil 3)
geschrieben von: Vinne (882) am: 23.11.22, 18:37
Wie im vorherigen Bild meiner kleinen "Frühstücksserie" geschrieben ging es mit den in Weizern erworbenen Backwaren nach dem ersten Bild von 620 176 nicht direkt zurück in die Unterkunft, sondern zu einem weiteren Motiv östlich von Hopferau.
In Sichtweite zur Unterkunft, gelegen direkt oberhalb von der rechten Tür des Mittelwagens, war unser Urlaubsdomizil selbst Motiv, genauso wie der direkt dahinter gelegene Isenberch mit den Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg.
Links davon erheben sich die Zwillingsgipfel von Edelsberg (1630 m) und Alpspitz (1575 m).

Und auch die bereits bekannte Nebenrolle der Allgäuer Wiesen zeigt sich hier erneut in einer weiteren Facette, nämlich frisch mit Gülle getüncht und daher vor Ort auch ohne genaues Hinsehen eindeutig spürbar.

Nach dem Bild ging es dann aber wirklich in die vis-à-vis gelegene Unterkunft zum Frühstück. Und auch hier galt wieder, als der Alstom-Brummer wieder in Richtung Augsburg unterwegs war, saßen wir schon längst auf dem Balkon.
Übrigens ließ sich nach bereits diesem Bild eine Tendenz erkennen, sodass ich im weiteren Urlaubsverlauf nur noch einmal losfuhr, richtig gute Brötchen, so im "Preußen-Stil", gab es hier einfach nicht zu holen...

Zuletzt bearbeitet am 23.11.22, 18:40

Datum: 25.08.2022 Ort: Hopferau [info] Land: Bayern
BR: 620 (Alstom LINT 81) Fahrzeugeinsteller: BRB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Hopferauer Bäckerrunden (Teil 2)
geschrieben von: Vinne (882) am: 22.11.22, 19:57
Nachdem am Vortag die erste Backstube der Region einer Testung unterzogen war, gab ich am Folgetag wieder sehr gerne den "Semmelboten" für das gemeinsame Frühstück.

Neu versuchte ich mich aber an einer Bäckerei in Weizern, sodass es von Hopferau aus ein Stück nordwärts gehen musste. Vorbei am Kreuzungsbahnhof Weizern-Hopferau erreichte ich das nicht unbekannte Motiv am nördlichen Dorfrand von Weizern, um hier erneut auf den Kurs mit Kreuzung in genanntem Bahnhof um 8:27 Uhr aufzunehmen, quasi die perfekte Zeit kurz vor dem Frühstück.

Vor Ort war es vom Sonnenstand her nötig, den erwarteten LINT 81 bereits hinten im Bogen auszulösen. Dass die Kapelle St. Sebastian zu diesem Zeitpunkt noch keine Vollausleuchtung erfahren würde, war hingegen genauso klar. Passenderweise zeigt das vorliegende Bild aber sehr gut einen weiteren Zustand der Allgäuer Wiesen zu dieser Jahreszeit, denn neben den vollständig gemähten Flächen sehen wir beidseits des Zuges das Gras "gezettet" (links) sowie in den "Schwaden" rechts. Glücklicherweise passten sich die Bahnen auf der rechten Wiese genau dem Streckenverlauf an.

Kurz nach dem Bild vom daherkurvenden 620 176 ging es mit den Backwaren dann wieder zurück in die Ferienwohnung, vielleicht auch nicht auf dem direktesten Wege. Das zeigt uns dann aber vielleicht das nächste Bild dieser Mini-Serie.

Datum: 25.08.2022 Ort: Weizern (Hopferau) [info] Land: Bayern
BR: 620 (Alstom LINT 81) Fahrzeugeinsteller: BRB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Hopferauer Bäckerrunden (Teil 1)
geschrieben von: Vinne (882) am: 21.11.22, 17:05
Der Sommerurlaub 2022 wurde im wunderschönen Hopferau in Sichtweite zur Bahnstrecke von Marktoberdorf nach Füssen verbracht. Nachdem zu Monatsbeginn das blöde Virus noch voll eingeschlagen war, gab es somit immerhin originale ostallgäuer Landluft direkt vor dem Balkon, Aussicht auf Bahnstrecke, Berge und Hopfensee inklusive.

Dass die unbeschrankten Bahnübergänge entlang der Strecke in Kombination mit den Typhonen der BRB-LINT bei der Holden nur überschaubare Gegenliebe erzeugen würden, war bei der Buchung der Unterkunft in dem Maße nicht wirklich abzusehen, nervig waren die Schachteln der Bayerischen Regiobahn in den Nachtstunden aber dann hier und da doch schon. In Kombination mit den stechenden und blutrünstigen Fliegedingern in der FeWo nicht die beste Voraussetzung für Erholung pur.

Immerhin gab Petrus alles, um uns eine wunderschöne Zeit an den Alpen zu bereiten und schickte bis auf eine Ausnahme stets bajuwarisches Weiß-Blau ans Firmament, passend zu den Triebwagen vor der Haustüre.

Zurück aber zu den schlafmindernden Faktoren. Da man sich ja im Urlaub befand gab es für den Morgen in der Regel nur ein geplantes Vorhaben: Frühstück auf dem Balkon in Angesicht der aufgehenden Sonne und dem herrlichen Panorama. Die notwendige Verpflegung in Teigform sollte dabei tagesscharf erworben werden und als guter Partner übernimmt man diese Gänge natürlich gerne.
Aaaaaber im Sinne von praktisch angelegtem Interessenausgleich und der Tatsache von maximal kurzen Anreisewegen zu Fotostellen in der Umgebung konnte dieses Vorhaben dankenswerterweise im reinen Eigeninteresse "optimiert" werden. Eineinhalb Tage Vorlauf reichten für den "Semmelboten" aus, um das Fahrzeugkonzept der BRB einigermaßen zu durchschauen, sodass man sich direkt auf die fotogenen Leistungen stürzen konnte, die zum Morgen mit solo verkehrenden LINT 81 aus Augsburg kommend im Allgäu aufschlugen.
Die Ferienwohnung bot dabei übrigens immer die praktische Tatsache der akustischen Vormeldung des nordwärts fahrenden Gegenzuges, sodass nach dessen Typhon am Reinertshof entspannt losgezügelt werden konnte. Also Ohren auf, Schlüssel geschnappt, eben zum Reinertshof gefahren, 620 174 neben der frisch gemähten Wiese aufgenommen, zum Bäcker, zurück in die Wohnung. Knapp 20 Minuten Aufwand für Bild und Brötchen, klingt nach einem fairen Deal. Anschließend gab es das erwähnte Frühstück auf dem Balkon, bei dem die Rückfahrt des Alstom-Triebwagens entspannt aus sitzender Position fast schon ignoriert werden konnte.

Weil aber mehrere Vertriebsstellen in der Umgebung in Frage kamen, musste ich die Tage, leiiiiiiiiiider, nochmals morgen los. Von diesen Runden aber demnächst mehr.

Datum: 24.08.2022 Ort: Reinertshof [info] Land: Bayern
BR: 620 (Alstom LINT 81) Fahrzeugeinsteller: BRB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Frostige Gaskessel in die Heide
geschrieben von: Vinne (882) am: 20.11.22, 21:02
Klirrend kalt war es am Morgen bei Kirchlinteln, als 261 083 mit ihrem EZK 53671 von Bremen Rbf nach Visselhövede an den kurz zuvor arbeitslos gewordenen Telegrafenmasten ostwärts vorbei zieht.

Es sollte der letzte Wintereinbruch für diese Übergabeverkehre unter der Regie von DB Cargo sein, denn seit dem Frühjahr erreichen die Gaskesselwagen den Anschluss der Stadt Visselhövede aus Richtung Soltau, zumeist hinter einer HVLE-G 1600 BB.

Nach der Durchfahrt der Gravita wurden die Pferde wieder gesattelt, sollte es doch direkt zum Barenburger Kesselzug gehen, von dessen Fahrt dieses Tages hier ja bereits einige Bilder zu sehen sind.

Datum: 20.12.2021 Ort: Kirchlinteln [info] Land: Niedersachsen
BR: 261 (Voith Gravita 10BB) Fahrzeugeinsteller: DB
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Mittagspause vor den Seminarräumen
geschrieben von: Vinne (882) am: 09.11.22, 19:23
Praktischerweise hat DB Training ihre Leipziger Räumlichkeiten im Westflügel des repräsentativen Einkaufscentrums mit Gleisanschluss verortet.

Somit haben alle Seminarteilnehmer in den (Mittags-) Pausen eine Fülle von Optionen der Versorgung jeglicher Form, was (leider) auch dazu beiträgt, dass die Leipziger DB-Kantine - zumindest nach eigenen Erfahrungen und diversen Berichten von Kollegen - keinen einfachen Stand hat.

Alternativ kann man die Kulinarik zum Sonnenhöchststand auch gepflegt ignorieren und bereits beim Frühstück eine ausreichende Basis legen, die es dann ermöglicht, die üppig angesetzte Schulungsunterbrechung für einen kleinen Mittagsspaziergang mit der Kamera zu nutzen.
Zwischen der genannten Westhalle und dem Willy-Brandt-Platz galt es in herbstlicher Atmosphäre nun dem regen Treiben der Leipziger Verkehrsbetriebe zu frönen, die hier mit wenigen Ausnahmen jede Straßenbahnlinie vorbeiführen.
Mit dem NGTW6L-Doppel aus 1304 und 1308 gelang dann auch der gewünschte Schuss bei der Einfahrt in die Goethestraße, als die beiden "Eigengewächse" als Linie 7 nach Sommerfeld soeben die Haltestelle vor dem größten Kopfbahnhof Europas verlassen haben. Wenige Bahnen später war dann doch noch Zeit für einen kleinen "Quick-and-dirty-Snack" vom "Güldenen M", ehe es im Trainingszentrum weiter ging.

Datum: 20.10.2022 Ort: Leipzig Hbf [info] Land: Sachsen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Leipziger Verkehrsbetriebe
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Pferdestangen mit Panzerstangen
geschrieben von: Vinne (882) am: 08.11.22, 17:38
Der Herbsturlaub 2022 stand auf der Insel Rügen vor allem im Zeichen von Familie und maximaler Erholung. Nachdem in den vergangenen Jahren diverse Motive entlang der Rügenschen Bäderbahn abgeklappert wurden, war heuer die Motivation für ausgiebige Kleinbahntouren auch nicht wirklich gegeben.

Und so entstand das einzige Bild mit König Dampf auf der Rücktour von der Halbinsel Mönchgut zwischen Sellin Ost und Sellin West, wo uns mit 99 4011, dem "Panzer", der 17 Uhr-Bäderpendel über den Weg fuhr.

Der linke Bildabschnitt mit dem Baum wurde derartig gewählt, um dem - natürlich genau dort - stehenden Lieferwagen nicht noch mehr Präsenz gönnen zu müssen.

Die Vierbeiner auf ihrer Koppel sind zum Vierkuppler sichtbar ignorant eingestellt, auch ihre Hindernisse lassen sie kalt.

Datum: 04.10.2022 Ort: Sellin [info] Land: Mecklenburg-Vorpommern
BR: 099 Fahrzeugeinsteller: RüBB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Walk-By-Fuzz vor'm Seminar
geschrieben von: Vinne (882) am: 03.11.22, 08:41
Mitte Oktober war für mich von Donnerstag bis Freitag ein Seminar in Leipzig angesagt. Veranstaltungsort war das Trainingszentrum im örtlichen Einkaufscen... ähh Hauptbahnhof, residiert wurde entspannt im Intercity-Hotel in Sichtweite.

Wegen der Wettervorhersagen wurde präventiv mal die Kamera mitgenommen, denn das Seminar sollte erst um 9 Uhr starten und die Mittagspause war auch opulent angesetzt.

Somit erblickte ich glücklicherweise direkt am Morgen blauen Himmel vom Fenster aus, sodass ich zeitig zum Frühstücksbuffet schlenderte, denn damit konnte ich perfekt zum Sonnenaufgang den regen Straßenbahnverkehr der Leipziger Verkehrsbetriebe zwischen Goerdelerring und Hauptbahnhof zu beobachten.

Kompliziert wurde das Vorhaben allerdings durch den Schatten des Wintergartenhochhauses südöstlich vom Hauptbahnhof, dessen 31 Etagen den Bereich zwischen Hotel und Haltestellenanlage konsequent abdunkelten. Somit war es zwingend notwendig, eine Bahn nach Gleis 2 als Sujet abzuwarten, denn nur dort war auf dem Platz noch eine ausreichend lange ausgeleuchtete Lücke vorhanden.
Mit dem NGTW6L "Leoliner"-Doppel aus TW 1339 und 1317 konnte dann bereits um 8:29 Uhr ein Haken an das Vorhaben gesetzt werden. Als Linie 3 ging es für die beiden Leipziger Eigengewächse an diesem Morgen nach Taucha.
Bereits der folgende NGT10XL als 1E nach Schönefeld hatte keine ausreichende Sonnenlücke mehr zur Verfügung.

Zufrieden wurden nun die fehlenden Meter zum Seminar angetreten, in der Mittagspause ging es dann fotografisch weiter - davon in Kürze mehr.

Datum: 20.10.2022 Ort: Leipzig Hauptbahnhof [info] Land: Sachsen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Leipziger Verkehrsbetriebe
Kategorie: Zug schräg von vorn
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106 weg, 34 über
geschrieben von: Vinne (882) am: 02.11.22, 20:14
Bereits seit 106 Kilometern rödeln die zwei Busmotoren von 650 274 a.k.a. VT 335 der Erfurter Bahn unter den beiden Führerständen, um die "Ratte" als RE 12 von Leipzig Hbf nach Saalfeld (Saale) zu befeuern.

Höchster Fahrkomfort wird den RegioShuttlen ja nicht gerade nachgesagt, umso beeindruckender dürften die "Leistungen" der Fahrgäste sein, die sich die Verbindung vom größten Kopfbahnhof Europas zum einstigen Dampflokparadies am Saalebogen antun. Noch weiter geht es mit den Stadler-Produkten allerdings bei Bedarf noch nach Hof und Blankenstein.

Für Eisenbahnfreunde bietet die Verbindung entlang der Weißen Elster und durch die Orlasenke aber diverse feine Motive, denn fast durchgehend regiert hier noch die DR-Alttechnik über die Betriebsstellen.

Knauthain, Zauschwitz, Zeitz, Caaschwitz, Triptis, Pößneck o.B. und wie sie alle heißen - WSSB, Hl-Signale und oder Formsignale dominieren die Strecke. Zwischen Triptis und Neustadt (Orla) gibt es darüber hinaus auch noch eine intakte Telegrafenleitung zu beobachten, die zum starken Teleeinsatz einlud, um den genannten Triebwagen abzulichten.

Noch 34 Kilometer wird der "Schienenbus der 2000er" durch Thüringen brummeln, der Zugbegleiter wird bis dahin vermutlich weiterhin den entspannten Platz neben dem Triebfahrzeugführer besetzen und die Fahrt genießen.

Datum: 24.09.2022 Ort: Dreitzsch [info] Land: Thüringen
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: Erfurter Bahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Einfahrt Wünschendorf
geschrieben von: Vinne (882) am: 01.11.22, 17:51
Wünschendorf ist auch 2022 noch ein Formsignalparadies im Gebiet der ehemaligen Deutschen Reichsbahn. Wenngleich die Elstertalbahn von Gera nach Weischlitz mittlerweile hier die einzige aktive Strecke ist und auf selbiger der Planverkehr nur noch durch moderne Triebwagen dominiert wird, kann der geneigte Eisenbahnfreund hier noch fotografisch das eine oder andere schicke Bild zaubern.
Prädestiniert für jenes Vorhaben sind dabei die zweistündlich verkehrenden Regionalexpressleistungen von DB Regio von Gera nach Greiz, die durch die Baureihe 612 abgedeckt werden.

Das siebte Fahrzeug der jüngsten "DB-Wackeldackel" cruist hier mit gemächlichem Tempo am Wärterstellwerk W1 und dessen Ausfahrsignalen "Emil", "Friedrich" und "Gustav" vorbei zum Fahrgasthalt am alten Bahnsteig.

Wie die Ausfahrt nur wenige Augenblicke später aussah, könnt ihr ebenfalls hier in der Galerie betrachten, wenn ihr Jans Bild anklickt.

Parallel zur Flucht des hinten entschwindenden Anschlussgleises zum lokalen Dolomitwerk entschwand bis zum 1. Mai 1997 die "WMC"-Linie von Werdau über Wünschendorf nach Weida und weiter nach Mehltheuer, deren Gleise 2012 den Weg zum Verwerter antraten. Nachdem auch die Strecke nach Werdau seit dem 15. November 2000 stillgelegt ist, hat Wünschendorf heute nur noch "Normalocharakter". Vielleicht erweckt jemand dereinst ja die Strecke nach Werdau wieder aus ihrem Dornröschenschlaf, sowohl 612 007, "W1" und auch die drei Formsignalen wären im Falle des Falles wohl keine aktiven Zeitzeugen mehr.

Datum: 24.09.2022 Ort: Wünschendorf / Elster [info] Land: Thüringen
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Wal an Land mit Flügeln
geschrieben von: Vinne (882) am: 31.10.22, 19:29
Während der Anreise von Hannover nach Gera lag das Formsignalparadies von Zeitz zwangsläufig auf dem Weg. Während die klassischen Ansichten im Bahnhof noch etwas zurückgestellt werden mussten, gab es mit dem Mittagsumlauf von Wal 11 die Chance, die Einfahrsignale des Personenbahnhofs gebührend in Szene zu setzen.

Am Streckenzusammenlauf der Bahnlinien aus Weißenfels, Leipzig und Tröglitz wurde somit Position bezogen. Kurz darauf hob sich der Hp 1-Flügel von "Cäsar" und das Bild von 641 011 konnte wie gewünscht entstehen.

Im Anschluss wurden weitere regionaltypische Motive abgehandelt, eine herrliche Ecke mit toller Eisenbahntechnik in unserem Land.

Datum: 23.09.2022 Ort: Zeitz [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 641 (Alstom Coradia A TER / Walfisch) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Lass' mal vor'm Frühstück kesseln!
geschrieben von: Vinne (882) am: 13.10.22, 19:37
Samstagmorgen, 6:45 Uhr, Egenstedt im Innerstetal südlich von Hildesheim. Nur ein paar Autos, die über die B 243 zwischen Hildesheim und Groß Düngen in den Tag düsen.

Und eine Handvoll Fotografen, die unweit des örtlichen Kirchturms auf dem Feldweg auf das warten, was in Form eines spannenden Hilfszugeinsatzes rund eine Stunde später passieren sollte.

Wieso aber nun 6:45 Uhr? Nun, da gibt es an Samstagen ja noch die Übergabe von Hannover-Linden nach Hildesheim Gbf und weiter nach Derneburg und Bad Salzdetfurth. Während letztgenanntes Ziel mit den Wagen für das K+S-Werk erst auf der zweiten Runde gefahren wird, zuckeln die Kesselwagen für die Ausbesserung bei der Firma HAW Linings GmbH in Bornum am Harz gewöhnlich fast zwei Stunden früher nach Derneburg, um dort auf die Anschlussbahn überzugehen.

Mit dem Wissen, dass auch gerne einmal kräftig vor Plan "Vorgang" sein kann, stapelten sich die Leitern eben bereits vor dem ersten Hahnenkrähen auf dem Stoppelfeld parallel zur Goslarer Dieselpiste.

Wie auf Ansage "schrankte" es dann im Windschatten des vorausfahrenden start-648, um den Fahrweg für 261 075 mit EK 53745 zu sichern. Mit zwei grauen VTG-Kesseln hobelte die Gravita wie gewünscht im allerfeinsten Sommermorgenlicht durch das Motiv. Zwei LINT-Fahrten und einige Fachsimpelei später nahte dann die ersehnte V 90, dazu aber später mehr.

Datum: 13.08.2022 Ort: Egenstedt [info] Land: Niedersachsen
BR: 261 (Voith Gravita 10BB) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Beleuchtungskrimi zum Tagesabschluss
geschrieben von: Vinne (882) am: 10.10.22, 16:40
Der 22. Juni 2022 dürfte beim OHE-Zugleiter und den anwesenden Fotografen gut in Erinnerung bleiben, bebte an diesem Tag das Schienennetz in der Heide doch so richtig.

Von Celle aus war wie gewohnt die Übergabe auf der Lachtetalbahn in Richtung Lachendorf unterwegs - soweit, so gut!

Die richtige "Party" fand an diesem Tag allerdings nördlich von dieser Strecke statt, denn für Winsen, Hambostel, Lührsbockel, Dethlingen sowie Bergen Lagerbahnhof waren Züge im Ausgang angekündigt. Dabei gingen aus dem Lagerbahnhof sogar deren zwei Militärzüge auf die Reise, hinzu kam noch die "Standard-Übergabe" aus Walsrode und Visselhövede, die den Tagesabschluss bilden sollte - der Winsener Zug kam einfach nicht rechtzeitig vor Sonnenuntergang durch.
Somit war die ToDo-Liste wie folgt gestrickt: Militärzug 1, Lok solo für Militärzug 2, Leerkies aus Hambostel, Kies aus Lührsbockel, Übergabe aus Dethlingen, Militärzug 2, Walsrode-Übergabe. Also sieben Zugfahrten, die teilweise mehrfach zu erlegen waren.

Als kleiner "Muntermacher" mutierte dann aber eine kleine Betra auf dem OHE- bzw. SInON-Netz, die dazu führte, dass 295 950 mit dem genannten Zug ewig zwischen Soltau und Bergen unterwegs war. Und so fiel die Sonne unermüdlich westlich von Huxahl in den sanften Höhenzug und sorgte mit den Bäumen entlang der Landstraße nach Beckedorf für vollständige Finsternis im Vordergrund.
Aber so wollte es dieser zweitlängste Tag des Jahres, dass die Glühmurmel noch so langsam fiel, dass sie sogar noch unterhalb der Alleebäume hindurchscheinen konnte und den Verlauf des kleinen Feldwegs hin zur Strecke wieder mit Licht versorgte.
Zum Glück erfolgte mit dieser Aufhellung in der Ferne der sehnlichst erwartete Pfiff der MaK G 1600 BB in HVLE-Diensten, sodass Augenblicke später das gewünschte Bild der herrlich zusammengestellten Übergabe in das Archiv wandern konnte.

Danach war Feierabend, vollständig zufrieden nach einem völlig irren Zugangebot im Kleinbahnnetz - das wird so schnell nicht vergessen!

Datum: 22.06.2022 Ort: Huxahl [info] Land: Niedersachsen
BR: 294 (alle V90-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: HVLE
Kategorie: Zug schräg von vorn
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HVLE-Kontrast zum Diestener Grün
geschrieben von: Vinne (882) am: 29.09.22, 16:44
Das Motiv am westlichen Dorfrand von Diesten an der OHE-Strecke von Celle nach Bergen und Soltau ist mit den Höfen vor allem in der laublosen Zeit und im flachen Herbst- und Winterlicht vorzüglich umzusetzen. Ein Beweisbild dafür bietet die Galerie mit einem Militärzug bereits.

Weniger gerne wird hingegen der Blick von der kleinen Anhöhe ein Stück weiter umgesetzt, da hier die Militärzüge, vor allem in den Sommermonaten, durch die von Natur aus dafür ausgelegte Lackierung des Transportguts kaum auffallen. Es wirkt dann gemeinhin so, als führe nur eine verkehrsrote oder weiße Lok durch das Bild.

Am 22. Juni 2022 ergab sich durch ein extrem dichtes Zugprogramm auf der südlichen OHE aber auf einmal die berechtigte Hoffnung, dieses Motiv mit einem kontrastreichen Zug aufzunehmen und gleichzeitig selbigen dafür zu instrumentalisieren, die unterschiedlichen Grüntöne als passenden "Rahmen" zu missbrauchen.
Zwischen Farbnuancen von Gemüsefeld, Maisfeld und Gewächsen trat dann der erwartete HVLE-Schotterzug aus Hambostel wie gewünscht auf die Bühne. Am Haken der durch das Orange ohnehin auffälligen 203 616, bei der HVLE als V 160.8 geführt, rollte die herrliche Schlange von firmeneigenen Schotterwagen in die Szenerie.

Zufrieden konnte nun ein Haken an dieses Motiv gesetzt werden, wenngleich der Wunsch natürlich im Hinterkopf bleibt, eine vergleichbare Leistung vielleicht auch bei spannenderer Vegetationsfärbung und niedrigerem Bewuchs zu erleben.

Datum: 22.06.2022 Ort: Diesten [info] Land: Niedersachsen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: HVLE
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Seltener 2022er-Strike am Werk
geschrieben von: Vinne (882) am: 27.09.22, 21:18
Das Jahr 2022 war für die Hannoveraner Güterumgehungsbahn aus meinen persönlichen Erinnerungen ein Jahr des Stillstands. Ständig zuckte die Infrastruktur herum, vor allem Wunstorf und die Blockstrecke südlich Hannovers machte technisch des Öfteren einen gehörigen Strich durch die Rechnung aller hier verkehrenden EVU.

Persönlich versuchte ich mich zwischen dem 14. Juni 2022 und dem 24. Juli 2022 insgesamt an vier Abenden am Hochsommermotiv des Misburger Betonwerkes, um schlussendlich keine zwanzig Bilder zustande zu bringen. Sicher, ein Sonntag schlug in der Statistik grundsätzlich schon mal negativ ein, an den übrigen Tagen war allerdings maximaler Schwergang zu beobachten.

Rekordhalter war dabei ein HSL-Güterzug, der knappe 50 Minuten am Zwischensignal stand, quasi keine hundert Meter vom Auslösepunkt entfernt. Und das natürlich genau im Top-Zeitfenster. Der Tf von der Heide-Übergabe im Bahnhofsgleis hinter dem Stellwerk "Mf" hatte da aus Frust und wegen drohender Arbeitszeitüberschreitung seine Gravita längst abgerüstet und zu Fuß den Weg zur S-Bahn angetreten.

Und so ging der Fotosommer 2022 was das Nachmittagsprogramm in Misburg angeht nicht als der goldene in meine Fotogeschichte ein.

Wenige Lichtblicke gab es rund um den Stau zum Glück und der erste Versuch ergab sogleich das hier gezeigte Bild von 152 166, die mit ihrer Übergabe von Braunschweig Rbf in Richtung Seelze Rbf unterwegs war. Inwiefern dieser Zug westlich von Misburg über die GUB "geflutscht" ist, oder ob es vor "Stalingrad" mal wieder klemmte, ist mir nicht überliefert.

Immerhin hatte man im Sommer wegen Gleiserneuerungen die Brombeerhecke zwischen Sandweg und Gleis fotogen gestutzt, der Schwellenstapel linkerhand sollte rund zwölf Tage später den Einbau im "Botanikgleis" im Vordergrund erfahren.

Datum: 14.06.2022 Ort: Hannover-Misburg [info] Land: Niedersachsen
BR: 152 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Das Bild zur Vormeldung
geschrieben von: Vinne (882) am: 25.09.22, 19:26
Benedikt hat ja mit seinem Bild aus Pößneck, zu sehen unter [www.drehscheibe-online.de], den Könitzer Schrottzug herrlich mit Empfangsgebäude und Formsignalen auf der einst so bedeutsamen Strecke von Leipzig nach Probstzella dokumentiert.

Von den damals verkehrenden, zum teil international laufenden, Reisezügen ist heute rein gar nichts mehr übrig geblieben, die Erfurter Bahn dieselt hier heute mit RegioShuttle solo durch die Orlasenke.

Lokbespannt geht es heute nur noch regional im Güterverkehr "hoch her", wobei diese Frachtverkehre zumindest zwischen Gera und Saalfeld im Wesentlichen durch das Stahlwerk Thüringen, bis 1995 als Maxhütte Unterwellenborn geführt, verursacht werden.
Hier wird die Bedienung allerdings primär über den Knoten Saalfeld durchgeführt, sodass selbst im genannten Streckenabschnitt der östliche Teil kaum Regelgüterverkehr erlebt. Die Ausnahme ist aber der Stahlzug eben zu jenem Werk, der auf seinem Weg aus Tschechien die Strecke erst via Meltheuer in Weida erricht, dort kopfmacht und westwärts dieselt.

An der Zugspitze findet sich in der Regel eine Lok der Baureihe 285, die allerdings bei Ausfall oder Werkstattaufenthalt gerne durch eigene V 100 des Stahlwerks ersetzt wird.

Noch mehr Glück brachte dieser Tag insofern mit sich, dass der Zug nicht seinen Regelweg fahren konnte, sondern unter mehrmaligem Kopfmachen den Weg von Tschechien ins Zielgebiet fand.
Die daraus entstandene Verspätung ermöglichte damit den Kirchblich zu Dreitzsch, der durch die Telegrafenleitung und die Kilometersteine zusätzlich aufgepeppt wird.

Mit 203 013 (a.k.a. 203-29) sowie 203 003 (a.k.a. 203-28) in der feschen orange-blauen Lackierung rollt der Zug durch das genannte Motiv.

Kurz danach wurde zufrieden die Meldung nach Pößneck abgesetzt, ehe auch dort "gediegen gezettelt" werden durfte.

Datum: 24.09.2022 Ort: Dreitzsch [info] Land: Thüringen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Stahlwerke Thüringen
Kategorie: Zug schräg von vorn
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35,1 Kilometer Eisenbahngeschichte in der Börde
geschrieben von: Vinne (882) am: 22.09.22, 19:59
1843, also vor 179 Jahren (!!!), eröffnete die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft die gleichnamige Bahnstrecke mit Verlauf über die Bördestadt Oschersleben.

Während Oschersleben seinerseits eine nicht minder spannende Geschichte hat, unter anderem den Status als Kreisstadt von 1816 bis 2007, sowie inzwischen ein Mekka für Motorsportfans mit ihrer Arena ist, widmen wir uns hier dann doch lieber dem historisch bedeutsamen Schienenstrang.

35,1 Kilometer hat 218 451 zum Aufnahmezeitpunkt mit ihrem RE 21-Ersatzzug bereits seit Magdeburg Hbf zurückgelegt. Der Startbahnhof entstand in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts allerdings erst rund 30 Jahre nach Betriebsaufnahme, bis dahin begann die Reise an den Harz am Schleinufer im sogenannten Elbbahnhof. Selbiger wurde inzwischen durch ein hochpreisiges Neubaugebiet überbaut, in dem man der alten verkehrlichen Bedeutung aber an vielen Stellen ein Gesicht gibt und unter anderem Schienenstücke integriert hat.

Zurück in die Börde, wo unsere Strecke am Aufnahmeort bereits den alten Bahnhof Langenweddingen passiert hat. Eben jene Verkehrsstation ist ihrerseits mit der Eisenbahngeschichte der DDR so negativ verbunden, wie keine andere, ereignete sich dort 1967 doch der schwerste Eisenbahnunfall des Landes, bei dem eine Verkettung unglücklicher Umstände zu einer Kollision von 22 022 (danke für den Hinweis!) mit einem Tanklastwagen führte, was 94 Todesopfer forderte.
Weitere eisenbahngeschichtliche Orte folgen für unseren Ersatzzug in Kürze, denn mit dem Bahnhof Oschersleben wird sogleich der alte Grenzbahnhof zwischen Königreich Preußen und Herzogtum Braunschweig erreicht. Für Dampflokfreunde ist Oschersleben nicht minder wichtig, endete hier 1988 doch final der Planeinsatz der "großen Schwarzen" auf deutschen Regelspurgleisen.
Mit der nächsten Betriebsstelle Hordorf erlangte die Strecke 2011 erneut einen traurigen Eintrag in die Geschichtsbücher, als ein VPS-Güterzug das Halt zeigende Blocksignal aus Richtung Halberstadt ungebremst überfuhr und mit dem entgegen kommenden HarzElbeExpress fatal kollidierte und zehn Menschenleben forderte.
Aber immerhin bewahrheitete sich mit diesem "Blutzoll" wieder einmal die Eisenbahnerweisheit, dass alle Richtlinien und Regelwerke auf Blut geschrieben sind. Als Folge des Unfalls erfuhr die EBO im Juli des Folgejahres ihre wohl markanteste Änderung der jüngsten Vergangenheit, welche die Ausrüstung aller deutschen Haupt- und nahezu aller Nebenbahnen mit punktförmiger Zugbeeinflussung bis zum 31.12.2014 vorschrieb.

Ob die Fahrgäste im Zug sich nur annähernd dieser Geschichte bewusst sind? Vielleicht dem "Geräuschfreund" am ersten offenen Fenster, der im Augenblick der Vorbeifahrt aber sicherlich eher dem sonoren Rödeln des TB 11 in der Maschine lauscht und den Fotografen am Rande wahrnimmt.

Eisenbahngeschichte ist einfach toll und jederzeit der Rahmen unserer Bilder - macht euch dessen stets bewusst, was vermeintlich unscheinbare Strecken für unser Hobby bedeuten!

Zuletzt bearbeitet am 23.09.22, 20:58

Datum: 10.06.2022 Ort: Oschersleben (Börde) [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: Lappwaldbahn Cargo
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9 €-Wendezug am Harzrand
geschrieben von: Vinne (882) am: 21.09.22, 20:06
Direkt am Nordharz wandelt sich das Mittelgebirge hin in die weiten Ebenen und sanften Hügel, die auch Ackerbau ermöglichen.

Dies ist auch unmittelbar am westlichen Ortsrand von Ilsenburg zu erleben, wo sich die Bahnstrecke nach Vienenburg, im übrigen hinter dem im Hintergrund sichtbaren Wald die letzte Neubaustrecke der Deutschen Bundesbahn, genau durch die ersten Felder schlängelt.

Im Juni 2022 war nicht nur die Blüte des Klatschmohns entlang und in den Getreidefeldern voll im Gange, auch das 9 €-Ticket erlebte seine erste Blütephase. Hierfür ließ Abellio Rail Mitteldeutschland die meisten Fahrten des RE 21 zwischen Magdeburg, Halberstadt und Goslar durch lokbespannte Garnituren ersetzen, welche die unternehmenseigenen 1648 für andere Verstärkungsdienste freisetzten.

Die Garnituren wurden zu Beginn von 218 472 und 451 bespannt, wobei wir letztgenannte Maschine der Lappwaldbahn Cargo hier beobachten können, wie sie ihre "Buntlinge" am bekannten Motiv in Richtung Niedersachsen schiebt.

Datum: 10.06.2022 Ort: Ilsenburg [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: Lappwaldbahn Cargo
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9 € und Zwo-Achtzehn im Vorharz
geschrieben von: Vinne (882) am: 20.09.22, 16:16
Zum Juni 2022 startete das 9 €-Ticket auch für Abellio Rail Mitteldeutschland und auf deren Linien RE 4 und RE 21. Selbige düsen ab Halberstadt von Halle (Saale) und Magdeburg kommend im alternierenden Stundentakt bis in die Harzstadt Goslar und stellen somit die Verbindung von Saale und Elbe zur alten Kaiserpfalz her.

In Erwartung erhöhter Fahrgastströme, vor allem auch im Berufsverkehr, zog "ABRM" die unternehmerische Konsequenz, dass man vom RE 21 fast alle Umläufe frei von LINT 41 schaufelte, um die Alstom-Geräte auf anderen Linien als "Bonusrucksack" an Schwesterfahrzeuge zu kuppeln.

Für den RE 21 musste somit eine kurzfristige Ersatzlösung her, die man in den Häusern Power Rail, Lappwaldbahn Cargo und GfF bzw. WEE in Form von Loks der Baureihe 218 und n-Wagen fand.

Während für die Fahrgäste damit jegliche Barrierefreiheit flöten ging, jubilierten die Heerscharen an Fotografen natürlich, den auf einmal wurde am Nordharz als Bonus zu den HVLE-/VPS-Güterzügen auch wieder lokbespannter Regionalverkehr angeboten! Jessas, da musste man natürlich dabei sein!
Wegen der Verkehrstage von Montag bis Freitag war klar, dass das Gleitzeitkonto dafür einen auf den Deckel erhalten musste, was in Angesicht einer verlockenden Wetterprognose zum 10. Juni aber herzlich gerne in Kauf genommen wurde.
Für den ersten "Achtzehner-Run" um 11:05 Uhr ab Goslar schlug das nahende Hochlicht natürlich bereits dezent ein, bei Wennerode galt es aber, den Anstieg vom Okertal in Vienenburg hinauf auf die kleine Ebene an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu dokumentieren.
Wie von der Tarantel gestochen zündete der Maschinist der "Lappland-Windmühle" dann nach dem Fahrplanhalt in Vienenburg den MTU 12V 956 TB11 von 218 451 durch, die zwölfpfeifige Orgel gab den längst so gewohnten Klang von sich und mit pfeifendem Turbolader rebellierte das Gerät nach wenigen Augenblicken dann auch sichtbar in der Ferne ums Eck. Augenblicke später gelang das gezeigte Bild, der Bauernhof rechts fügte sich passend zu den kleinen Fotowölkchen mit ins Sommerbild ein.

Danach war es Zeit für die "Power-Blondine", dazu aber später mehr.

Datum: 10.06.2022 Ort: Wennerode [info] Land: Niedersachsen
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: Lappwaldbahn Cargo
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Vorharz-Sommermorgen mit Übergabe
geschrieben von: Vinne (882) am: 19.09.22, 16:19
Der Bahnhof von Langelsheim weist die signaltechnische Besonderheit auf, dass er die meiste Zeit über vollständig durchgeschaltet ist. Dabei zeigen alle Ein- und Ausfahrsignale ausnahmslos Hp 1 "Fahrt", unabhängig davon, ob ein Zug zu erwarten ist oder soeben gefahren ist.
Blocktechnisch ist in diesem Zustand zwischen Goslar und Neuekrug-Hahausen "nichts". Diese Situation ändert sich stets dann, wenn in Langelsheim die Jüdel-Stellwerke "Lw" als Wärterstellwerk und "Lof" als Fahrdienstleiterstellwerk wirklich "Betrieb" machen müssen. Mit der Besetzung, unter anderem für die Güterverkehre zur Chemetall als größtem Industriekunden des Ortes, werden die Signale allesamt in Grundstellung gesetzt.
Nur in diesem Zeitfenster gibt es daher die Chance, am Einfahrvorsignal aus Richtung Goslar am Blinklicht-Bahnübergang passende Bilder mit "Spiegelei" anzufertigen.
Nachdem die Übergabe mit 261 083 in Goslar eingetroffen sein wird und der Streckenblock in Grundstellung ist, wird die Durchschaltung wieder eingerichtet und das "Ei gewendet".

Dann ist wieder für einen Tag bahnbetriebliche Ruhe in Langelsheim, es sei denn, es kommt dann doch ein Holzzug oder anderweitiger Güterverkehr dazwischen.

Eine Grasfläche rund um einen Kabelschrank wurde mit etwas digitalem Pflanzendünger für beschleunigtes Wachstum beglückt.

Datum: 10.06.2022 Ort: Astfeld [info] Land: Niedersachsen
BR: 261 (Voith Gravita 10BB) Fahrzeugeinsteller: DB
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Sommermorgen mit Dürüm am Nordharz
geschrieben von: Vinne (882) am: 18.09.22, 21:52
Zum Juni startete bekanntermaßen die Gültigkeit des 9 €-Tickets. Aus diesem Grund war von Hannover aus das erklärte Ziel, den 218-Ersatzverkehr von Abellio zwischen Magdeburg, Halberstadt und Goslar zu bebildern.

Da diese Verkehre ausschließlich unter der Woche verkehrten, musste hier ein wenig am Gleitzeitkonto gedreht werden, um dem Bürodienst entkommen zu können. Allerdings brummelte die erste Achtzehner auch erst um 11 Uhr in Sichtweite der Kaiserpfalz am Harz entlang.
Als entspanntes Vorprogramm bot es sich daher an, frühmorgens bereits auf die verkehrsroten LINT 41 des Harz-Weser-Netzes und auf die Langelsheim-Übergabe loszugieren.

Erster Programmpunkt war daher um zwanzig nach Acht die RB von Herzberg (Harz) nach Braunschweig Hbf. Unter der Woche im Berufsverkehr und auch im 9 €-Ticket-Verkehr kommen und kamen die 648 dabei im fotogenen 82 m-Doppel daher, wie 648 271 und 274 nördlich von Neuekrug-Hahausen zu beweisen wissen.

In den nächsten Minuten wird die Fuhre dem rechts sichtbaren Höhenzug der Nauer Berge folgen, Nauen, Lutter am Barenberge sowie Neuwallmoden passieren und danach im Knotenbahnhof Salzgitter-Ringelheim den nächsten Fahrgasthalt vollziehen.

Zum Glück war die "Dönerfolie" im Führerstand an diesem Morgen tatsächlich zum "Dürüm" gerollt und nicht wie beim Verzehr einer klassischen Dönertasche fetzenartig vor der Scheibe verteilt.

Datum: 10.06.2022 Ort: Neuekrug-Hahausen [info] Land: Niedersachsen
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
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Alte Bahn, alter Bahnsteig, alte 1
geschrieben von: Vinne (882) am: 14.09.22, 18:35
Seit die letzten Bahnsteige im Verlauf der Linien 2 und 8 der hannoverschen üstra auf Hochbahnsteige umgebaut wurden, ausgenommen die Rethener Stationen, sind die alten "Stadtbahnpioniere" der Reihe TW 6000 von der Nord-Süd-Achse, auch als B-Strecke bezeichnet, vollständig verschwunden.
Während die Linie 1 seit einigen Jahren fest in der Hand der "Silberpfeile" TW 2000 und TW 2500 ist, hat die Linie 2 sowie die Messelinie 8 bis vor geraumer Zeit eigentlich alles gesehen, was im Fuhrpark so vorhanden ist.

Die genannte Infrastrukturmaßnahme hat die "Grünen" jedoch auch hier fast ausschließlich in Sonderdienste verdrängt, vor allem der TW 3000 hat hier nun das Regiment federführend übernommen.

Nach Langenhagen gibt es aber auch im Jahr 2022 noch zwischen Büttnerstraße, wo die "Zwo" zur Alten Heide abzweigt, bis hin zur Angerstraße das Territorium zu erleben, was dem 3000er gar nicht schmeckt: Haltestellen mit Pflasterbelag auf "Flughöhe Null".
Entgegen des noch älteren Baustils in Hannover mit Bahnsteigplatten im Schachbrettmuster gibt es hier durchgehend rote Ziegel als passenden Kontrast zu den alten grünen Haltestellenhäuschen.

Um das Flair des ursprünglichen Stadtbahnbetriebs auch wieder in die Stadt in Hannovers Norden zu bringen, wurde TW 6163 im Rahmen einer Fotosonderfahrt als Solowagen genau hierhin geschickt.
An der Angerstraße entstand auf der Rückfahrt in die Landeshauptstadt dabei das erste Bild, welches zudem noch die Anordnung des Bahnsteigs im Gleisbogen vortrefflich dokumentiert. Auch dies ist mit den Hochbahnsteigen nur in begrenztem Maße wegen der nicht vorhandenen Spaltüberbrückung der Fahrzeuge möglich.

Sicherlich kein klassisches Infrastrukturmotiv der Eisenbahnfotografie, aber eben auch ein Teil der Stadtbahngeschichte Hannovers.


Datum: 15.05.2022 Ort: Langenhagen Angerstraße [info] Land: Niedersachsen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: üstra
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Alte Zeile, alte Bahn, alte 17
geschrieben von: Vinne (882) am: 08.09.22, 18:51
Jahrelang verband die Linie 17 den Aegidientorplatz über den Bahnhofsvorplatz des Hauptbahnhofs und den Goetheplatz mit Ricklingen und der dortigen Endhaltestelle Wallensteinstraße.

Während die Endhaltestelle auch heute noch von den Solo-Triebwagen angefahren wird, hat die Innenstadtstrecke, auch als D-Strecke im Netz der üstra geführt, zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit dem Projekt "Zehn Siebzehn" die größte Veränderung erfahren, als der neue Ast vom Hautpbahnhof bzw. der Rosenstraße zum ZOB gebaut wurde.
Damit entfiel die "nervenaufreibende" Querung des Bahnhofsplatzes und der weitere Linienweg über den Thielenplatz zum "Aegi".

Aber auch ab diesem Zeitpunkt rollten federführend hier die TW 6000 aus dem Hause LHB durch die Landeshauptstadt, während die Linie 10 nun endlich, dank vergrößerter Gleisabstände, mit den "Silberpfeilen" der Reihen TW 2000 und 2500 bedient werden konnte.
Auf der 17 hingegen war der Solo-Wagen weiterhin das Mittel der Wahl, in Ermangelung von durchgehend vorhandenen Hochbahnsteigen, zuletzt in der Humboldtstraße, sowie TW 2000 als Einzelfahrern war es eine sichere Bank für die "Grünen".

Seit dem die Barrierefreiheit durchgehend hergestellt ist, kann die üstra hier nun auch ihre jüngsten Flaggschiffe der Reihe TW 3000 einsetzen.
Damit endete der jahrzehntelange Einsatz der TW 6000 im Innenstadtbereich, die Achtachser gibt es hier planmäßig nicht mehr zu sehen.

Im Rahmen einer Fotosonderfahrt lebte der alte Einsatz der genannten Fahrzeuge im Mai 2022 noch einmal auf, TW 6163 zuckelte wie "damals" durch Mitte, Calenberger Neustadt, Linden und Ricklingen. Dabei ging es im Verlauf der Auestraße auch über einen der noch verbliebenen echten "Straßenbahnabschnitte", vorbei an einer richtig fotogenen Fassade, dessen hinterer Teil zum alten Lindener Rathaus gehört.
In der Ferne "grüßt" ein Teil des Ihme-Zentrums, quasi der bauliche Gegenspieler.
Gleich geht es dann am Allerweg "stadtbahnmäßig" weiter.

Datum: 15.05.2022 Ort: Hannover Auestraße [info] Land: Niedersachsen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: üstra
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Elektrodino auf Raps
geschrieben von: Vinne (882) am: 06.09.22, 20:34
Nachdem das Woltorfer Rapsfeld im Jahr 2022 endlich auf "meinem" Fotoacker am alten Bahnhof zur Blüte kam, musste unbedingt jegliche Chance genutzt werden, um die gelbe Pracht bildlich festzuhalten.

Am neunten Maitag war ich erneut zum Nachmittag hin ins "Wohnzimmer" gedüst, schließlich war mit 151 125 einer der wieder reaktivierten "Elektrosaurier" in DB Cargo-Beständen an der Übergabe aus Beddingen nach Seelze Rbf zugange.

Als Auflockerung für das Bild sollten die Bäume der Allee mit ins Bild integriert werden, wodurch aber natürlich auch der Baumkronenschatten mit in Kauf genommen werden musste.

Immerhin war der Himmel nicht durchgehend "langweilig" blau gefärbt, als der Fahrdienstleiter in Peine planmäßig die Fahrstraße für die Fuhre einstellte und das Bild wie gewünscht entstehen konnte.

Datum: 09.05.2022 Ort: Woltorf [info] Land: Niedersachsen
BR: 151 Fahrzeugeinsteller: DB
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Noch einmal S-Bahn-Rot im Dickicht
geschrieben von: Vinne (882) am: 05.09.22, 21:09
Mittlerweile ist der Betreiberwechsel in Hannovers S-Bahn-Netz rund drei Monate her. Die Deutsche Bahn musste zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni auch das verbliebene "Westnetz" an die Transdev Hannover GmbH abgeben, womit auch das fotografisch attraktive Verkehrsrot der "Quietschies" der Baureihen 424 und 425 verschwunden ist.
Auch fahrzeugseitig ging mit dem Wechsel zu den neuen FLIRT 3 XL von Stadler der Einsatz der "Hannoveraner" zu Ende, die 40 "EXPO-Quietschies" der Baureihe 424 waren extra als Variante der Baureihe 425 für 760 mm Einstiegshöhe geliefert worden.
Für das "Außennetz" westlich von Hameln nach Paderborn erhielten sie zwei Jahre später Verstärkung durch die sechs "Vario-425", die mit ihren Trittstufen auch die damals noch niedrigen Bahnsteige nach "NRW" bedienen konnten. Zu guter Letzt gelangten mit den 13 "Hildesheimer" 425.5 die letzten fabrikneuen Triebwagen nach Hannover, sie werden auch zukünftig den Fahrzeugpark von "TDH" beehren und werden gegenwärtig dafür revisioniert.
Weitere 425 folgten aus übrigen Einsatzstellen in Deutschland und wurden angepasst, unter anderem durch Entfall der Trittstufen im Eingangsbereich. Nur rund eineinhalb Jahre währte der Einsatz der letzten Splittergattung, die in Form von sechs "425 Plus" an die Leine gelangte und eigentlich nur den beschriebenen Umbau der 425.5 absichern sollten.

Und somit gelang bei Bissendorf im Mai, also rund einen Monat vor Betriebsschluss, ein Bild aus der Kombination "last to first", als der "Plus-Quietschie" 425 056 seinen "Hannoveraner" 424 021 als S4 nach Bennemühlen führt.

Optisch konnte man die Quietschie-Gattungen seit einiger Zeit auch dank des Lackzustands gut unterscheiden, sofern nicht das regionaltypische Kreativdesign einiger Unverbesserlicher zum Einsatz kam. Während vorne der Lack auch eher "plus" ist, zeigt sich der Expo-Wagen wie zahlreiche verbliebene Pavillons: ausgeblichen und mit Graffiti.

S-Bahn-Hannover in der "Nachspielzeit" des Betreiberwechsels, zum Ende der Übergangsfrist zwischen Dezember 2021 und Sommer 2022, da war viel Glück für ein derartiges Erscheinungsbild gefragt.

Datum: 03.05.2022 Ort: Bissendorf (Langenhagen) [info] Land: Niedersachsen
BR: 425 Fahrzeugeinsteller: DB
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Teppich-RE auf Raps
geschrieben von: Vinne (882) am: 04.09.22, 18:58
Zum Frühjahr 2022 erwuchs am alten Woltorfer Bahnhof eeeeeeendlich (aus meiner Sicht) nach fünf Jahren warten ein Rapsfeld auf dem fotogen umsetzbaren Südacker.

Leider kränkelten zum Blühzeitraum der Feldfrüchte die "Teppich-RE" in Form der Intercity 2 der Deutschen Bahn durch eine nicht vorhersehbare Stellung, sodass nie klar war, selbst nach den Onlineauskünften, ob nun die TRAXX P160 AC2 der Baureihe 146 zuerst die Front aus den Baumreihen zu stecken vermochte oder wieder ein TWINDEXX-Steuerwagen die Zugspitze inne hatte.

Für die sichere Umsetzung einer der nachmittäglichen Leistungen nach Leipzig wählte ich daher die pragmatische Variante und schoss quer über den Acker, wodurch ich den Zug quasi auf Raps bettete.

Datum: 28.04.2022 Ort: Woltorf [info] Land: Niedersachsen
BR: 146 Fahrzeugeinsteller: DB
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Nie mehr mit dem Express zum Strand
geschrieben von: Vinne (882) am: 02.09.22, 14:23
Am 30. August 2022 verlor die nördliche Vogelfluglinie ab Neustadt (Holst) ihren Schienenpersonennah- und -Fernverkehr für die nächsten Jahre bis zur Inbetriebnahme der neuen Hinterlandanbindung der "Festen Fehmarnbeltquerung" (FBQ).
Damit endete nun auch das Kapitel des planmäßigen Einsatzes der Baureihe 218 vor den Intercity- und Strand-Express-Leistungen zwischen Hamburg, Lübeck und Fehmarn.

Im April 2022 läutete ich im Rahmen des diesjährigen Osterurlaubs in Grömitz meine Abschiedswoche ein, wobei auch das bekannte Motiv des Blinklicht-Bahnübergangs zwischen Gut Wintershagen und der Steilküste zwischen Sierksdorf und Neustadt (Holst) auf dem Programm stand.
Hier konnte der nachmittägliche "Strand-Express-Schieber" mit 218 473 passend in Szene gesetzt werden. Über dem dritten Wagen erhebt sich in der Ferne das Hochhaus in Travemünde als sichtbare Landmarke.
Sogleich wird der Zug am Fuße des Hansa-Parks den nächsten Halt erreichen.

Mittlerweile und auch künftig erreichen alle Bahnfahrer die Lübecker Bucht nur noch im LINT 41 der DB Regio, derzeit noch im NAH.SH-Punktedesign oder mit der Beklebung der Transferflotte für die Akku-Netze, ab dem Fahrplanwechsel übernehmen dann die im Landesdesign gestalteten Fahrzeuge für das Netz Ost.

Datum: 18.04.2022 Ort: Gut Wintershagen [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
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Feinste Bundesbahntechnik in Göhl
geschrieben von: Vinne (882) am: 20.08.22, 12:30
Die Vogelfluglinie wird zwischen Ratekau und Puttgarden auf Fehmarn noch bis zum 30. August 2022 weitgehend durch das Streckenstellwerk Puttgarden "Pzf" gesteuert und überwacht.
Ausnahmen sind der Bahnhof Timmendorfer Strand und die mechanischen Stellwerk des Güterbahnhofs Neustadt (Holst), in denen noch Fahrdienstleiter vor Ort ihren Dienst tun. Mit den nun drohenden Bauarbeiten für die neue Hinterlandanbindung der "Festen Fehmarnbeltquerung" (FBQ) geht die alte international einst sehr bedeutsame Verbindung durch Ostholstein nördlich von Neustadt (Holst) außer Betrieb.
Da von Fehmarn kommend das Streckenfernsteuerkabel von "Pzf" damit einhergehend auch über den Jordan wandert, benötigt es für die Zeit der Bauarbeiten für die "Bäderbahn" bis Lübeck eine Ersatzlösung, die in Form eines "Baustellen-ESTW" hergerichtet wird. Die Steuerung hierfür übernimmt künftig der Fahrdienstleiter in Timmendorfer Strand, der neben "seinem" Dr S2-Stellwerk dann auch am Rechner Zug- und Rangierstraßen per Mausklick einstellen darf.

Bis es soweit ist, sei allen Freunden alter "Bundesbahn-LST" noch ein Besuch an der Strecke empfohlen, denn hier finden sich nahezu überall noch die H/V-Lichtsignale der allerersten Generation. Im Kreuzungsbahnhof von Göhl nutzte ich für den vormittäglichen Strandexpress unter der Führung von 218 470 das Ausfahrsignal "Nordpol 2" als Motiv. Pau hat den Schuss in der Gegenrichtung mit dem Nachmittags-IC vor kurzem hier gezeigt, sodass ich als Ergänzung jetzt die Rückseite des Lichtsignals prägnant in Szene setzen möchte. Wir sehen am Signalfuß einen Schaltkasten der wirklich alten Bauform, nichts in Form der heute bekannten und gängigen weißen Kunststoffkästen, sondern "nur echt aus Metall". Der Signalschirm besticht durch "freie Verkabelung" am Rücken zu den einzelnen Signallampen, LED-Technik und Platinen im Schirm sind hier noch etwas für spätere Generationen.

Noch ein Satz abschließend zur Sicherungstechnik der Strecke, geliehen von stellwerke.info:

"Die Fernsteuerzentrale ist ein Drucktastenrelaisstellwerk (...) der Fa Siemens & Halske (...). Sie arbeitet mit den einzelnen Bahnhofsstellwerken der Bauformen DrS2 und SpDrS59 (...). Die signaltechnische Einrichtung zur Sicherung der Fahrwege ist nur in den örtlichen Stellwerken vorhanden."

Dabei ist "Pzf" gar kein echtes SpDr S59, sondern eine "Frickellösung" feinster Güte. Deswegen klappern hier bis heute auch Signalrelais, die herstellerseitig längst nicht mehr nachgeliefert bzw. unterstützt werden. Und so gibt es auf Fehmarn inzwischen die Regelung, dass die meisten Relais nur noch eine begrenzte Zeit arbeiten dürfen, ehe sie in Handarbeit entnommen, gereinigt und wieder als Reserve für ihre Kollegen bereitgestellt werden.
Rund eineinhalb Wochen noch, dann klackt es im Relaisraum von "Pzf" und in den Dr S2-Stellwerken entlang der Vogelfluglinie zum letzten Mal - das Aus für die letzte klassische Fernsteuerstrecke der DB.

Datum: 18.04.2022 Ort: Göhl [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Noch einmal durch bestellte Felder
geschrieben von: Vinne (882) am: 18.08.22, 17:10
Bevor die Vogelfluglinie im Frühjahr und Frühsommer 2022 die gebührende finale "Rapseskalation" entlang ihres Bahndamms erleben durfte war rund um das Osterwochenende die sanfte Hügellandschaft Ostholsteins noch in ihrer Vorbereitungsphase.

Nichtsdestoweniger war der Fehmarn-IC auch da schon das Fotomotiv erster Wahl, bespannt wurde er in dieser Zeit sehr zuverlässig von der Railsystems RP-Leihlok 218 402 "Pidder Lüng".

Die Urlaubswoche nutzte ich, sofern Zeitfenster vorhanden waren, um einige Wunschmotive umzusetzen.

Zwischen Seekamp und Neukirchen gelang also diese Ansicht von bekannter Stelle von IC 2413, wie er soeben den "Pass" bezwungen hat und nun südwärts durch die weiten Felder rollt.

Zum 30. August 2022 ist hier Ende mit dem Bahnbetrieb, Ostholsteins bestellte Felder, das wird aus dem Zugfenster in dieser Qualität erst wieder unter Oberleitung und auf der Neubaustrecke zu erleben sein - wann auch immer das sein mag.

Datum: 18.04.2022 Ort: Sütel [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: Railsystems RP
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Fünfmal Flügel(n), einmal Vereinigen
geschrieben von: Vinne (882) am: 17.08.22, 16:14
Noch bis zum 30. August 2022, also noch rund zwei Wochen, kann man in Neustadt (Holst) Gbf im Zweistundentakt das fröhliche Flügeln und Vereinigen der RBSH-LINT 41 der DB erleben.
Als RB 85 zuckeln die Alstom-Triebwagen bis zum genannten Stichtag noch bis auf die größte Insel Schleswig-Holsteins, namentlich Fehmarn.

Auf dem Hinweg wirft man dabei am Ende der Lübecker Bucht den rückwärtigen "Ballast" ab, der sich dann getrennt die wenigen Meter zur Endstation am Neustädter Hafen macht.

In Gegenrichtung ließ sich das Spektakel rund um das Osterwochenende am Fahrdienstleiterstellwerk "Nn" noch weitgehend ungestört von jeglichen Bauarbeiten für das "Baustellen-ESTW" erleben. Zwischen dem kleinen Stellwerk in der Größenordnung eines Schrankenpostens und dem "Flügeltriumvirat Nordpol 7 - 9" brummelt 648 345, bereits in Transferflotten-Lackierung in Hinblick auf die startenden "Akku-Netze", als erster Zugteil aus Puttgarden kommend nach Gleis 8. Im Rücken des Fotografen wird "der Gerät" sogleich hinter dem dort aufgestellten Lichtsperrsignal halten, welches dem kurz darauf folgenden zweiten Zugteil als Zielsignal dienen wird.

Anschließend wird dank Scharfenbergkupplung aus "zwei mach eins" betrieben und gemeinsam in die Marzipanstadt abgefahren.

Für ungestörten Blick auf den 648 habe ich, passend zu den ohnehin laufenden Bauarbeiten, eine Hektometertafel mit dem digitalen Zweiwegebagger "empfindlich" erwischt.

Datum: 17.04.2022 Ort: Neustadt (Holst) [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
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Hasselburger Frühlingsvariante
geschrieben von: Vinne (882) am: 28.07.22, 12:41
Am Ostersamstag 2022 ging es, wie bereits im Bild vom Strandexpress in Ratekau beschrieben, in den Osterurlaub nach Grömitz.

Um einigermaßen zeitgleich mit dem Rest der Truppe vor Ort zu sein, verlagerte ich meine fotografischen Aktivitäten zum frühen Nachmittag an die Nordeinfahrt des Kreuzungsbahnhofs Hasselburg, wo die Vogelfluglinie parallel zur Kremper Au verläuft.
Bekannt ist das Motiv in der Regel mit der Umsetzung des hiesigen Einfahrsignals A, wobei ich, in Erwartung des nachmittäglichen "Schiebers" des Intercitys, etwas weiter hinten Position bezog, um den Nachschuss mit der bereits leicht "fiebrigen" Buschreihe und einem markanten Baum aufzunehmen.
Praktischerweise saßen die letzten Fotoquellwolken des Tages auch über den Bauernhöfen von Sibstin, sodass es klar war, den Bildausschnitt auch um diese typisch holsteinischen Gebäudekomplexe mit ins Bild zu nehmen.
Vor dem linken Hof, nur "echt" mit grün beblechter Scheune, liegen die typischen Silagehaufen, bedeckt durch weiße Plastikfolie und beschwert durch alte Reifen. Zwei Windenergieanlagen runden den Hintergrund ab.

Bevor aber erneut 218 402 zum Zielobjekt werden sollte, gab mir die Zuglänge etwas Bauchschmerzen ob des linken Bildrandes. Schließlich würde der Steuerwagen bereits in Richtung Fehmarn wohl hinter den Büschen verschwinden.
Und daher zeigt das hier vorgeschlagene Bild der Szenerie den viel praktischeren Zug, der in Form des "Transferflotten-Duos" 648 366 und 350 zur Kreuzung in den Bahnhof dieselt.

Es war der erste, einzige und letzte Frühling, der in dieser Kombination erlebbar war. Mal sehen, was ab dem 1. September 2022 hier Phase sein wird...

Datum: 16.04.2022 Ort: Hasselburg [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
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Noch genau fünf Wochen "Berta"
geschrieben von: Vinne (882) am: 27.07.22, 21:26
Zum Zeitpunkt, zu dem ich diese Bildbeschreibung verfasse, hat die "alte" Vogelfluglinie zwischen Lübeck und Puttgarden auf Fehmarn noch genau fünf Wochen in ihrer Existenz vor sich.

Zum 31. August 2022 fallen hier letztmals die Relais der alten Fernsteuerstrecke vom Zentralstellwerk "Pzf" in Puttgarden ab und auch im Neustädter Güterbahnhof werden Fahrdienstleiter und Weichenwärter an diesem Tage die Hebelbänke und Blockfelder final bedienen.

Danach gibt es erstmal eine kleine Schaffenspause, ehe das neue "Baustellen-ESTW" den Betrieb in Timmendorfer Strand aufnimmt und seinerseits mit Ausnahme des Bahnhofs "vor der Haustür" die verbliebene Bäderbahn zwischen Bad Schwartau und Neustadt unter seine Fittiche nehmen wird.
Hierfür wurden bereits vor kurzem die benötigten Ks-Signale aufgestellt, so auch das neue Einfahrsignal in Neustadt, genau vor dem alten Einfahrsignal "Berta".

Insofern ist die hier gezeigte, klassische Ansicht des Einfahrsignals inzwischen historisch. Bleiben wird der Einsatz von LINT 41-Triebwagen, wenngleich ab der Betriebsaufnahme der Akku-Netze und des neuen Verkehrsvertrags hier "nur" die vollständig im NAH.SH-Design lackierten 648 101 ff. zum Einsatz kommen sollen. Somit wird auch die Zeit der "Transferflotten"-LINT gezählt sein, von denen 648 336 und 350 nun auf Sierksdorf zudieseln.

Fünf Wochen noch, dann ist hier eine weitere Eisenbahnepoche in Deutschland vorbei.

Datum: 16.04.2022 Ort: Neustadt (Holst) [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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TB11-Start zum Abschiedsbesuch
geschrieben von: Vinne (882) am: 25.07.22, 19:39
Das Jahr 2022 markiert, sofern nichts unvorhergesehenes passiert, das Ende des durchgehenden Eisenbahnverkehrs auf der klassischen Vogelfluglinie von Hamburg über Lübeck und Puttgarden nach Dänemark.
Während der Trajekt von Puttgarden nach Rødby Færge bereits im Dezember 2019 sein Ende fand, verkehren noch bis zum 31. August Regionalbahnen und saisonale Regionalexpress- sowie Intercityverkehre entlang der Lübecker Bucht, durch Ostholsteins Hügelland und über den Kleiderbügel auf Deutschlands drittgrößte Insel.

Tatsächlich habe ich als "Holsteiner Jung" seit meinen fotografischen Anfängen diese Dieselstrecke im Osten meines Heimatbundeslandes größtenteils verschmäht. Schließlich zog ich als "Marschbahnkind" 2010 weg, Tagestouren aus Krefeld, München oder Dresden waren nicht zu realisieren, Heimatbesuche seitdem oft nur zeitlich knapp bemessen oder wettertechnisch nicht nutzbar. Und wenn Petrus da passendes im Köcher hatte, dann spendierte die DB auf der Marschbahn stets das spannendere Programm, seien es die Ersatzgarnituren beim Chaos um die Married-Pair-Wagen oder eben alle Varianten bunter 218er.

Und so dauerte es irgendwie bis "kurz vor knapp", ehe ich mich dann doch, nicht zuletzt durch viele Fotokollegen motiviert, aufraffen konnte, um 2018 (!!!) tatsächlich erstmals an der Ostküste vorstellig zu werden. Anschließend verfiel das Interesse wieder in einen Dornröschenschlaf, den 2021 dann 218 447 wachküssen konnte.

2022 gab es nun das unmissverständliche "Zeichen" für gehobene Aktivität, als es mit der Familie meiner Freundin für eine Woche nach Grömitz in den Osterurlaub gehen sollte. Da ließ es sich natürlich leicht argumentieren, für die begrenzte Anzahl spannender Züge hier und da den Stöpsel aus gemeinsamen Aktivitäten zu ziehen und zielgerichtet hier und da den Kameraauslöser zu betätigen.
Weil ich selbst noch eine Woche Urlaub "Vorsprung" hatte, konnte ich auch den Anreisetag entspannt für Fotos nutzen und gleichzeitig stressfrei morgens aus der alten Heimat ablegen.
Während sich der Tross aus Niedersachsen also über A7 und A1 im Pulk diverser Urlaubsreisender nordwärts kämpfte, hatte ich längst den Hügel am Betriebsbahnhof Ratekau erklommen, die Leiter platziert und die Ohren gespitzt.
Ziel Nummer eins waren natürlich die Strandexpress-Umläufe, im Urlaubszeitraum mit 218 470 bespannt, sowie die Fehmarn-IC, die vorrangig mit 218 402 "Pidder Lüng" geführt waren.

Und so gab Petrus für mich auch an der Ostküste alles, um das Kapitel Vogelfluglinie auch für mich zu einem versöhnlichen Ende zu bringen.
Pünktlich auf die Minute wummerte der Zeit meines Lebens in die Ohren eingeprägte Sound des 12 V 956 TB 11 aus den Hutzen der erstgenannten Lok aus Richtung Lübeck, angelegt, abgedrückt, Urlaubsstart gelungen.

Natürlich hatte ich nun noch einige andere "Must-have"-Motive auf dem Zettel, sicherlich in diesem Kreis allesamt bekannt. Aber vielleicht werden selbige hier ja auch noch Teil der Galerie.

Nun geht es aber erstmal nordwärts, dem Strandexpress hinterher.

Die verdammt fotogene Rapssaison 2022 an der Vogelfluglinie war mir dann "traditionell" wieder vorenthalten, aber zum Glück hat es hier ja diverse Werke von Kollegen im Fundus der Galerie - und alles geht eh nie!

Datum: 16.04.2022 Ort: Ratekau [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Rohöltransport zwischen Feld und Flur
geschrieben von: Vinne (882) am: 21.07.22, 15:52
Zwischen Sulingen und Diepholz verläuft der Westast des "Sulinger Kreuzes" recht unspektakulär durch die weite Landschaft Niedersachsens.

Parallel zur Bundesstraße 214 rumpeln hier ab und zu die Rohölzüge von Barenburger Werk von ExxonMobil in Richtung Holthausen (Ems), in der Regel traktioniert durch Loks der V 90-Familie.

Hinter Barver war EZ 50760 mit 294 960 inzwischen zum dritten Mal eingeholt, sodass das gezeigte Motiv zwischen den Feld und Bauernhof, eingerahmt von einem Baum, der den schnöden blauen Himmel etwas auflockert, umgesetzt werden.

Datum: 21.03.2022 Ort: Barver [info] Land: Niedersachsen
BR: 294 (alle V90-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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