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Mit HANS unterwegs
geschrieben von: hbmn158 (503) am: 23.01.22, 13:03
Die Hanseatische Eisenbahn GmbH fährt im Auftrag des Landes Brandenburg Nahverkehrsleistungen auf einigen Nebenstrecken in der Prignitz. Zum Einsatz kommen die DWA-LVT/S der Baureihe 672, die Ende der neunziger Jahre in Bautzen gebaut worden sind. Ein zweiachsiger Schienenbus mit zeitgemäßem Niederflurteil und durchaus modernem Design, dazu trägt sicherlich auch die fernseherähnliche Front bei.
Sie bestreiten u.a. den Gesamtverkehr auf der RB73 von Neustadt/Dosse nach Kyritz, hier verlässt LVT-S 672 920 als RB 62032 den Baumtunnel bei Heinrichsfelde.


Datum: 18.09.2020 Ort: Heinrichsfelde [info] Land: Brandenburg
BR: 672 (DWA LVT/S) Fahrzeugeinsteller: HANS
Kategorie: Stimmungen mit Zug

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Abgestellte Güterwagen...
geschrieben von: ODEG (47) am: 22.01.22, 18:55
... bieten manchmal interessante Details und Fotoperspektiven. Hier ein sichtlich angejahrter Achslagerdeckel eines Eas-Wagens.

Zuletzt bearbeitet am 22.01.22, 18:55

Datum: 25.08.2020 Ort: Rüdersdorf [info] Land: Brandenburg
BR: Güterwagen Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stillleben

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Nach Sonnenuntergang am BAR
geschrieben von: Leon (874) am: 17.01.22, 19:24
Nach gefühlt ...zig Wochen der Tristesse kam heute nachmittag im Berliner Umland endlich mal wieder die Sonne raus. Und was macht man? Man geht in den Keller, holt einen Pinsel und entstaubt erst einmal die Knipse..;-) Nun wollte ich kurz vor dem Sonnenuntergang nicht noch Zeit durch längeres Herumgegurke verlieren, und somit ging es kurzerhand an den BAR - einer Strecke, die mich im vergangenen Jahr nur noch selten gesehen hat. Bei Saarmund gab es eine Stelle, welche sich durch eine größere Lücke im Bewuchs für Gegenlichtaufnahmen eignet. Also kurzerhand hinjestellt und abjewartet, irjendwat wird schon kommen, wa? . Denkste...!
Zwischen zwei Hamstern kamen aus der Gegenrichtung gefühlt acht Züge, aber ins Bild sollte außer zwei Lz-Fahrten einfach nichts kommen. Der Himmel wurde immer violetter und dunkler, und nach einer Stunde Wartezeit in der Kälte hatte ich die Nase voll, zumal das Licht nun völlig weg war. Fazit: zwei Hamster, ein paar Lz-Fuhren, viel bunten Kram gesehen.
Im Nachhinein hat mir der zweite Hamster mit seinem Lichtspiel gar nicht so schlecht gefallen. Da bin ich mal neugierig, was die Kollegen von so einem Bild halten...;-)

Datum: 17.01.2022 Ort: Saarmund [info] Land: Brandenburg
BR: 442 (Bombardier Talent 2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug

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Ein Fleckchen Sonne...
geschrieben von: ODEG (47) am: 17.01.22, 18:42
... war am Abend des 13.07.2020 noch in der Brandenburger Karl-Marx-Straße zu finden. Die in der S-Kurve verlaufenden Gleise liegen hier seit 1912, nachdem die erste Linie der Stadt bereits 1897 eröffnet worden war. Der KTNF "178" ist auf dem Weg zur Anton-Saefkow-Allee, die (damals natürlich noch nicht nach dem Widerstandskämpfer benannt) ebenfalls 1912 erreicht wurde. Die schemenhaft erkennbare, im Sichtabstand folgende Duewag-Bahn aus den 1990er-Jahren dagegen rollt als Linie 6 Richtung Hohenstücken Nord, diese Linie gibt es erst seit 1979. Die beiden Bahnen fahren auf dem Abschnitt Nicolaiplatz - August-Bebel-Str. direkt hintereinander her. An der Station Fontanestraße, die die Züge auf dem Bild bald erreichen, wird gleich ein Umstiegshalt für die Reisenden der beiden Linien eingelegt.
Nur im Sommer sind in einem gewissen Zeitfenster hier Bilder der nordfahrenden Züge möglich, allerdings ist dann natürlich ein Großteil der Gebäude verschattet.

Zuletzt bearbeitet am 17.01.22, 18:44

Datum: 13.07.2020 Ort: Brandenburg [info] Land: Brandenburg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: VBBr
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Spannende Illusion
geschrieben von: Toaster 480 (370) am: 16.01.22, 12:31
Es ist eine fast perfekte Illusion, die an der Machnower Schleuse tagtäglich geboten wird. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat auf seiner Website einen gelungenen Text zur Geschichte der Linie 96 und des Wagens 3587 veröffentlicht, den ich an dieser Stelle mal voll zitieren möchte:

"Mit der Gründung der Aktiengesellschaft Dampfstraßenbahn Groß-Lichterfelde – Seehof –Teltow 1888 nahm die Geschichte der Straßenbahn in der Stadt Teltow ihre Fahrt auf. Bereits 2 Jahre nach Inbetriebnahme der 5,2 km langen Strecke Groß-Lichterfelde - Teltow kam es zur Verlängerung der Schienenspur bis nach Stahnsdorf. Dem nicht genug. 1905 endeten dann die Gleise an der Machnower Schleuse in Kleinmachnow. Ab 1930 nannte sich die Bahnlinie *Linie 96*, nun mit dem Streckenverlauf Berlin Behrenstraße – Tempelhof –Lichterfelde.Ost – Seehof Teltow – Stahnsdorf – Machnower Schleuse. Nach dem Mauerbau wurde am 31.10.1961 der Betrieb des Teltower Streckenabschnittes eingestellt.
Auf der ehemaligen Straßenbahn-Linie 96 kam unsere heutige Museumsbahn Nummer 3587 zum Einsatz. 1927 als Mitteleinstiegs-Triebwagen entwickelt, gehörte die Bahn zu einer Serie von Triebwagen, die wegen Sicherheitsmängel nur kurze Zeit zum Zuge kommen konnten. Technisch überholt und mit neuem Namen TM 36 versehen, erfolgte erst 1936 der Einsatz auf den Straßenbahnschienen in Berlin. Sie rollten bis Anfang der 1970er Jahre. Zehn Jahre später nahmen die Berliner Eisenbahnfreunde diesen Wagen in ihren Museumsbestand auf. 1996 überführte man ihn nach Teltow. Dort restauriert, wurde die schmucke Bahn 1999 an der Ecke Elbestr./Wesertr. aufgestellt. 2009 erhielt der Triebwagen eine neue Bestimmung. Auf historischen Boden an der Endhaltestelle Machnower Schleuse umgesetzt, dient TM 36 Nummer 3587 heute als Informationszentrum zum Thema Verkehrsanbindung in unserer Region."
[www.potsdam-mittelmark.de]

Der Wagen ist von April bis Oktober an Samstagen und Sonntagen zwischen 13.00 - 18.00 Uhr durch den örtlichen Heimatverein für Besucher geöffnet. Spannend ist jedoch die automatisch einschaltende Beleuchtung (innen + außen), die ihm an 365 Tagen im Jahr Leben einhaucht. Man könnte meinen, die Straßenbahn ist wirklich betriebsbereit, obwohl weder Personal noch Schienen oder gar eine Oberleitung vorhanden sind. Es erstaunt mich sowieso, dass sich der Wagen trotz Abstellung im eher unbelebten öffentlichen Raum in solch hervorragenden Restaurationszustand befindet. Hoffentlich bleibt das noch lange so der Fall.
Standort- und Beleuchtungssituation sind nicht ganz optimal, unmittelbar hinter meiner Position beginnen Buschwerk sowie ein Parkplatz mit Absperrbrettern; die Lichtquellen von der Straße werfen Baumschatten auf den Wagen. Mit viel Weitwinkel (und irgendwann vielleicht mal mit zusätzlichen Scheinwerfern) ergibt sich jedoch ein schönes Motiv mit der Machnower Schleuse und dem realistisch beleuchteten Wagen zur blauen Stunde, das in Zeiten mangelnder Sonderfahrten ein wenig Straßenbahn-Nostalgie erlebbar macht.

Datum: 15.01.2022 Ort: Kleinmachnow [info] Land: Brandenburg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Heimatverein Teltow
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Abfahrt in Albrechtshof
geschrieben von: Leon (874) am: 14.01.22, 20:49
Kommen wir noch einmal zurück zum Bahnhof Albrechtshof, dem Endpunkt der damaligen KBS 134 von Nauen. Dieser Bahnhof wurde in der Galerie mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] erstmals vorgestellt.
Wir sehen erneut einen Doppelstock-Gliederzug, welcher soeben mit seiner 242 161 als P 11322 den Bahnhof Albrechtshof in Richtung Falkensee verlässt, um nach Nauen zu gelangen. Damals fuhren die Wendezüge ab Albrechtshof entweder bis Nauen, oder sie stellten mit einem Laufweg über Falkenhagen nach Birkenwerder einen Anschluss zum Außenring her.

Grundsätzlich wurde –wie auch in dieser Aufnahme- in Albrechtshof der nördliche Bahnsteig genutzt. Nur wenn dieser belegt war oder aber eine nicht wendezugfähige Garnitur eingesetzt wurde, diente das südliche Gleis zur Lokumfahrung.
Wendezuggarnituren mit Doppelstockwagen wurden auf dieser Strecke nur bis zum Anfang der 90er Jahre eingesetzt. Der Verkehrsrückgang auf der Schiene sorgte später dafür, dass eine Ferkeltaxe für das Reisendenaufkommen völlig ausreichte. Im Zuge des Ausbaues der Berlin-Hamburger Bahn verschwand Mitte der 90er Jahre der Fahrdraht, und vorübergehend übernahm die Dieseltraktion die Verkehre zwischen Nauen, Falkenhagen und Falkensee.

Warum in Albrechtshof bei völlig gerader Strecke aus der ehemaligen Berliner Richtung ein derart hohes Formsignal installiert wurde, wird mir ein Rätsel bleiben.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 03.10.1990 Ort: Albrechtshof [info] Land: Brandenburg
BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte
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Ein Doppelstock-Gliederzug von 1970
geschrieben von: Leon (874) am: 11.01.22, 11:04
Bleiben wir noch einen Moment beim Wendezugverkehr auf der ehemaligen KBS 134 nach Albrechtshof. Dieser Verkehr wurde mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] vorgestellt, und wir sehen erneut eine Doppelstock-Gliederzuggarnitur, die von einem Holzroller soeben aus dem Bahnhof Falkensee nach Albrechtshof geschoben wird. Diese fünfteiligen Gliederzüge aus dem Jahr 1970 sind Weiterentwicklungen des erstmals im Jahr 1957 gebauten Typs, welche sowohl mit als auch ohne Wendezugeinrichtung für die Ballungsräume zwischen Leipzig und Halle, für die Stadtschnellbahnen in Dresden und Magdeburg sowie für den Sputnik-Verkehr auf dem Berliner Außenring beschafft wurden. Insgesamt wurden 31 Gliederzüge dieses Typs geliefert; ihr Einsatz endete Mitte der 90er Jahre. Im Vergleich zu den Wagen von 1957 lag der Fensterbereich im Oberstock vollständig in der Dachschräge.

Der Bahnhof von Falkensee ist heute nicht mehr wiederzuerkennen. Das hübsche Stellwerk ist genauso dem Ausbau der Strecke von Berlin nach Hamburg zum Opfer gefallen wie alle weiteren im Bild sichtbaren Bahnanlagen.
Zum BIld: man kann es zerren, wie man will: das linke Gleis bleibt nur angerissen...:-(

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 03.10.1990 Ort: Falkensee [info] Land: Brandenburg
BR: Steuerwagen (außer von Triebwagen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 16 Punkte

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Kummersdorf Gut
geschrieben von: Leon (874) am: 09.01.22, 12:36
Mit dieser Aufnahme aus Kummersdorf Gut möchte ich die Vorstellung der Kaiserlich Preußischen Militär- Eisenbahn abschließen. Es zeigt die 112 599, welche wir bereits an diesem Tag in Rehagen-Klausdorf [www.drehscheibe-online.de] gesehen haben. In Kummersdorf befand sich der ehemalige Artillerie-Schießplatz, welcher später sowohl im Dritten Reich als auch in der Zeit danach für die sowjetischen Truppen eine Rolle als Militärstandort spielte. Der Zug passiert am 19.01.91 das abgesperrte Militärgelände, und obwohl im Hintergrund eine weitere V 100 mit einigen Güterwagen beschäftigt ist, ist der Bahnhof Kummersdorf Gut durchgeschaltet.
Und heute seufzt man über die Fehler, die man damals gemacht hat: um die weitere V 100 mit ihrem Güterzug hat man sich damals nicht weiter gekümmert. Hier hieß es nur: Russenkaserne - anschleichen, Bild machen, und weg! Ob die Russen sich 1991 für einen einsamen Eisenbahnfotografen überhaupt interessiert hätten...?

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 19.01.1991 Ort: Kummersdorf Gut [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Doppeltelegraphenmasten bei Herrensee
geschrieben von: Der Rollbahner (215) am: 09.01.22, 17:01
Auf ihrem Weg von Küstrin-Kietz in die deutsche Hauptstadt passiert RB 5818 mit 219 018 nahe des Haltepunktes Herrensee ein Birkenwäldchen.

Scan vom Fuji Sensia KB-Dia

Datum: 26.01.2002 Ort: Rehfelde-Herrensee [info] Land: Brandenburg
BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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"Käferkurve"
geschrieben von: Toaster 480 (370) am: 07.01.22, 19:13
Ab Ende der 1990er Jahren wurden die Pläne zur Erweiterung des nördlichen Potsdamer Straßenbahnnetzes mit der Anbindung des Stadtteils Bornstedt sowie des damaligen BUGA-Geländes realisiert. Der Anschluss an das ehemalige Gleisdreieck am Kapellenberg gestaltete sich dabei - durch die Entdeckung von Exemplaren der stark bedrohten Käferart "Großer Eichenbock" auf der ursprünglich geplanten Trasse - recht schwierig. Als Lösung wurde eine S-Kurve umgesetzt, welche zunächst in einem 180-Grad-Bogen die russische Kolonie tangiert um dann in einer scharfen Gegenkurve in die heutige Kiepenheuerallee einzubiegen. Das angrenzende Gelände war bis vor wenigen Jahren noch eine Großbaustelle, heute existiert dort ein neuer Stadtteil welcher über die Äste der Linien 92 (Bornstedt) und 96 (Campus Jungfernsee) optimal angebunden ist.

Die frühere Ost-Berliner Tatra KT4D-Traktion 219 523+219 528 (in Potsdam nun 149+249) durchquert hier den spannenden 180-Grad Halbkreis in der "Käferkurve" zwischen den Haltestellen "Russische Kolonie" und "Am Schragen". Links beginnt der Kapellenberg, in dessen Gehölz sich hoffentlich noch heute der Große Eichenbock wohlfühlt.
Das Motiv habe ich auch mit Hochlicht ohne Schatten auf den Fahrzeugen im Archiv, allerdings finde ich die tiefe Wintersonne mit den leider daraus resultierenden langen Schatten ansprechender.

Zuletzt bearbeitet am 07.01.22, 23:25

Datum: 06.01.2022 Ort: Potsdam [info] Land: Brandenburg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Verkehrsbetrieb Stadtwerke Potsdam
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Der Fünf-Minuten-Zug
geschrieben von: Leon (874) am: 07.01.22, 06:57
Willkommen auf der wohl kürzesten Strecke Deutschlands mit eigener KBS-Nummer! Die Rede ist von der ehemaligen KBS 118 von Blankenfelde nach Mahlow. Die Strecke war nur 1 x lang hinfallen lang und verband zwei Bahnhöfe: nämlich Mahlow und Blankenfelde, ohne Zwischenhalt.
Doch was steckte hinter dieser Bonsai-Verbindung? Nun, Mahlow war vor dem Mauerbau S-Bahnstation der S-Bahn nach Rangsdorf, im Süden von Berlin. Durch den Bau der Bauer wurde die Verbindung 1961 unterbrochen. Zunächst wurden Züge von Wünsdorf kommend über Rangsdorf nach Norden bis Mahlow verlängert, jedoch später hinter Blankenfelde auf den südlichen Berliner Außenring Richtung Schönefeld geführt. Zur Anbindung von Mahlow wurde auf der Trasse der ehemaligen S-Bahn eine Dieselstrecke nach Mahlow eingerichtet, nur wenige Kilometer lang. Anfangs verkehrten auf dieser Strecke V 15 mit Triebwagen-Beiwagen, später Ferkeltaxen. Die Fahrtzeit betrug fünf Minuten.
Ein derartiges Exemplar sehen wir hier, wie es am 19.01.1991 den Bahnübergang der Trebbiner Straße in Mahlow passiert.

Die Stelle heute: nach der Wende wurde Anfang den 90er der S-Bahn-Verkehr von Blankenfelde Richtung Hauptstadt wieder aufgenommen. Die Ferkeltaxe fuhr letztmalig am 16.09.91. Heute verkehrt hier die S 2 im 20-Minuten-Takt. Der Bahnübergang ist noch vorhanden, aber die Szene vom Januar 1991 ist nicht mehr wiederzuerkennen.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 19.01.1991 Ort: Mahlow [info] Land: Brandenburg
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Endstelle "Kapellenberg"
geschrieben von: Toaster 480 (370) am: 06.01.22, 21:26
Im Jahr 1963 wurde das Potsdamer Straßenbahnnetz im nördlichen Stadtgebiet bis zum Kapellenberg verlängert, auf dem die Alexander-Newski-Gedächtniskirche thront. Der russisch-orthodoxe Sakralbau ist nicht die einzige Reminiszenz in diesem Bereich, denn am Fuße des Hügels liegt die Russische Kolonie Alexandrowka. Sie "wurde 1826 bis 1827 auf Wunsch Friedrich Wilhelm III. zum Gedenken an seinen verstorbenen Freund Zar Alexander I. angelegt. Die im russischen Stil erbauten Holzhäuser waren Heimat von russischen Sängern, die nach der Rückkehr aus dem Krieg als Geschenk des Zaren am königlichen Hof blieben." ( [www.potsdam.de] )

Heute verkehren die Straßenbahnlinien 92 und 96 über das ehemalige Gleisdreieck hinaus bis nach Bornstedt bzw. zum Campus Jungfernsee. Die Tatra KT4D-Traktion 161+159 ist hier soeben am Fuße des Kapellenberges in der "Käferkurve" entlang gedüst und verlässt nun die Haltestelle Puschkinallee, um entlang der russischen Kolonie (linkerseits) Richtung Innenstadt zu gelangen. Sie ist auf der Linie 92 von Bornstedt, Kirschallee nach Kirchsteigfeld, Marie-Juchacz-Straße unterwegs. Alle heute noch im Potsdamer Betriebseinsatz befindlichen Tatra KT4D wurden ursprünglich nach Berlin geliefert und waren dort im Einsatz, wurden jedoch noch vor dem Mauerfall im Jahr 1989 von der hiesigen BVB aufgrund mangelnder Stromversorgung des Netzes nach Potsdam abgegeben. Dementsprechend durchliefen sie nach der Wende ein völlig anderes Modernisierungsprogramm als die BVG-Tatras und sind heute nicht mehr als ex Berliner erkennbar. Die hier zu sehende ex BVB-Traktion 219 534+219 537 stellt außerdem eine Besonderheit dar, denn bei der Potsdamer Tatra-Modernisierung wurde unterschieden in zukünftig führende und geführte Wagen. Letztere bekamen nur einen minimalistisch ausgestatteten Führerraum und sind damit nicht an der Spitze oder solo einsetzbar. In der Regel sind in Potsdam feste Traktion - gebildet aus führendem (100er Nummer) und geführtem (200er Nummer) Wagen - unterwegs, diejenige auf dem Bild besteht jedoch aus zwei vollständig einsatzfähigen Triebwagen.

Datum: 06.01.2022 Ort: Potsdam [info] Land: Brandenburg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Verkehrsbetrieb Stadtwerke Potsdam
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Sperenberg
geschrieben von: Leon (874) am: 04.01.22, 22:32
Ein weiteres wahrhaftes Monstrum an Bahnhofsgebäude entlang der KPME steht in Sperenberg. Dieser Bahnhof diente zur Mitte der neunziger Jahre als Kreuzungsbahnhof. Wir sehen, wie die 202 417 am 01.08.1995 soeben ihre Garnitur aus zwei Halberstädtern und einem Modernisierungs-Packwagen im Bahnhof von Sperenberg Richtung Jüterbog in Bewegung setzt, während im Hintergrund der Gegenzug Richtung Zossen entschwindet. Schwer zu erkennen, aber der Bahnhof war mit russischen EZMG-Signalen ausgestattet.
In der Nähe von Sperenberg lag ein zuletzt von den sojetischen Streitkräften genutzter Militärflughafen, welcher bis zu deren Abzug im Jahr 1994 eine zentrale Rolle spielte. Zwischendurch war das Gelände als Standort für den BER im Gespräch. Die Argumente verliefen querbeet über die geringe Lärmbelästigung auf Grund der Lage in einem Waldgebiet bis zu der zu großen Entfernung von der Hauptstadt oder einer Konkurrenz zum Flughafen Leipzig. Letztendlich konnte sich der Standort in Sperenberg nicht durchsetzen.

Die letzte 202 verließ den Bahnhof im Jahr 1996. Anschließend wurde bis April 1998 noch ein bescheidener Restbetrieb mit einer Ferkeltaxe aufrecht erhalten. Nach jahrelangem Verfall wurde das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude zwischenzeitlich von zwei Niederländern erworben und als Kunst- und Kulturbahnhof genutzt.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 01.08.1995 Ort: Sperenberg [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Schönefeld (Kr. Luckenwalde)
geschrieben von: Leon (874) am: 03.01.22, 17:07
Bleiben wir noch für ein paar Bilder auf der Königlich Preußischen Militär-Eisenbahn. Wie bereits berichtet, wurde diese Strecke für die Anbindung eines Artillerie-Schießplatzes bei Kummersdorf Gut errichtet und später bis nach Jüterbog verlängert. Auf dem letzteren Stück findet sich der Bahnhof Schönefeld - nicht zu verwechseln mit dem Schönefeld bei Berlin (mit Provinz-Landeplatz, auch BER genannt...) oder dem fotografischen Hotspot Leipzig-Schönefeld. Ein kleinerer Ort gleichen Namens, der aber den Zusatz "Kreis Luckenwalde" trägt. Und in diesem Schönefeld (Kr. Luckenwalde) ist am Abend des 01.08.95 die 202 255 mit ihrer Fuhre aus zwei Halberstädtern und einem Modernisierungs-Gepäckwagen zum Stehen gekommen. Gleich geht´s weiter ins nahe Jüterbog.

Es gibt Motive, die man in seinem Leben nur an einem einzigen Tag gemacht hat. Am besagten Tag führte eine nachmittägliche Fototour zu den beiden Nebenstrecken nach Jüterbog, und für zwei Züge lag der Bahnhof Schönefeld gut im Licht; man kommt direkt daran vorbei, wenn man von Kummersdorf Richtung Jüterbog die Strecke abklappert. Seitdem war ich nur ein einziges Mal dort, vor zwei Jahren. Das Gebäude steht noch, sieht fast noch so aus wie vor bald 30 Jahren. Auch die Gleise sind noch vorhanden und werden für eine Draisinenbahn von Zossen bis ins nahe Jänickendorf genutzt.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia - mit entfernter Leitung quer durchs Bild.

Datum: 01.08.1995 Ort: Schönefeld (Kr. Luckenwalde) [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Nachtaufnahmen
geschrieben von: Dirk Wenzel (88) am: 03.01.22, 13:38
sind hier im Forum eher weniger vertreten.
Vielleicht kann ich das ja ein bißchen ändern...

Herausgesucht habe ich ein sicher nicht einfaches Exemplar - warum auch?
ORWO UT18 war bei Tageslicht eigentlich immer "sehr speziell",
bei NA allerdings relativ zahm (je nach erwischter Charge).

Da der Kater ob der vorabendlichen Lehrlingswohnheim-Party an diesem Morgen nicht ganz so schlimm war,
hatten wir uns vor Beginn der Berufsschule zum Bahnhof geschleppt, um den morgentliche Arbeiterpersonenzug
von Wittenberge nach Salzwedel abzulichten.


Zweiteinstellung unter Berücksichtigung der Hinweise des AWT.
Den Grünstich habe ich nur leicht verringert, aus meiner Sicht sollte das Ausgangsmaterial
schon noch erkennbar sein.

Zuletzt bearbeitet am 03.01.22, 16:37

Datum: 17.10.1983 Ort: Wittenberge [info] Land: Brandenburg
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Kleiner Zug vor großem Bahnhof
geschrieben von: Leon (874) am: 02.01.22, 12:18
Vom Bahnhof Rehagen-Klausdorf -gelegen an der ehemaligen Königlich Preußischen Militär-Eisenbahn- wurde jüngst dieses Bild in die Galerie aufgenommen: [www.drehscheibe-online.de]. Wie berichtet, gestaltete sich das Fotografieren nach der Wende immer mit einem mulmigen Gefühl, weil sich in unmittelbarer Nähe des Standortes ein Militärgelände befand, welches von den sowjetischen Streitkräften genutzt wurde. Das Gelände wurde südlich des Bahnhofes mit einer Brücke verbunden, welche ausschließlich durch die Sowjets genutzt wurde. Nach dem offiziellen Abzug der Russen wurde dann mit mehr Schiss als Vaterlandsliebe erstmals diese Brücke betreten – um festzustellen, ob wirklich jaa alle weg sind..:-0 – und mit der Erkenntnis, dass der Blick von dort mindestens ebenso gut aussieht wie von unten…;-) Somit entstanden in diesem Bahnhof auch Mitte der 90er Jahre einige Aufnahmen mit der unverwüstlichen V 100 von einem erhöhten Standpunkt.
Bis zum 02.06.96 wurden lokbespannte Wagenzüge zwischen Zossen und Jüterbog eingesetzt. Danach bestand nur noch ein Restbetrieb bis Sperenberg, und für den Fahrgastverkehr reichte eine einteilige Ferkeltaxe völlig aus. Dieser Betrieb sollte aber auch nur bis zum 18.04.98 andauern. Wenige Tage vor der Betriebseinstellung entstand diese Aufnahme des 772 353 als RB 16239 auf der KBS 206.31 nach Sperenberg.
Die Russen waren längst weg, und auf dem ehemaligen Militärgelände ist nach umfangreicher Entsorgung und Rekonstruktion mittlerweile das Wohngebiet "Busenberg" (sic..!) entstanden, mit sehenswertem Wasserturm.

Der Bahnhof von Rehagen-Klausdorf ist heute immer noch eine Reise wert. Auf dem Bahnhofsgelände ist ein Schlafwagenhotel eingerichtet worden. Zwei ehemalige russische Schlafwagen sind von ihrem ursprünglichen Standort beim "Alten Lager" bei Jüterbog per Tieflader nach Rehagen-Klausorf verbracht worden und laden Interessierte zur Übernachtung ein!

Datum: 29.03.1998 Ort: Rehagen-Klausdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Auf der Königlich Preußischen Militär-Eisenbahn
geschrieben von: Leon (874) am: 31.12.21, 13:22
Eine Strecke, die bislang ebenfalls noch nicht ihren Weg in die Galerie gefunden hat, ist die Bahnlinie von Zossen nach Jüterbog, im Kreis Teltow-Fläming gelegen. Sie ist Teil der ehemaligen Königlich Preußischen Militär-Eisenbahn von (Berlin-)Schöneberg nach Kummersdorf, welche 1874 eröffnet wurde. Zur Anbindung an einen Artillerie-Schießplatz bei Kummersdorf wurde parallel zur Dresdener Bahn eine eingleisige Strecke errichtet, welche vom preußischen Heer betrieben wurde und in Zossen von der Dresdener Bahn abzweigte. 1897 erfolgte die Verlängerung von Kummersdorf bis Jüterbog. Nach dem Versailler Vertrag kam die Strecke unter die Obhut der Deutschen Reichsbahn und diente zivilen Zwecken; das Gleis neben der Dresdener Bahn wurde alsbald abgebaut.
In den 90er Jahren wurde der Personenverkehr zwischen Zossen und Jüterbog aus Reisezügen mit unterschiedlichem Wagenmaterial gebildet, meist bespannt mit V 100. Gelegentlich kamen auch Babelsbergerinnen vom Bw Jüterbog auf dieser Strecke zum Einsatz.

Der Personenverkehr endete zwischen Sperenberg und Jüterbog am 02.06.96; bis zum 18.04.98 wurde noch ein Restbetrieb mit einer Ferkeltaxe zwischen Zossen und Sperenberg angeboten.
Heute wird ein Teilstück der Strecke ab Zossen als Draisinenbahn betrieben. Die gesamte Strecke einschließlich aller Bahnhofs- und Nebengebäude steht unter Denkmalschutz; an die Zeit der Militäreisenbahn erinnert eine Ausstellung im Bahnhof Sperenberg.

Bemerkenswert und mit Sicherheit auf die historische Vergangenheit zurückzuführen ist die Imposanz der Bahnhofsgebäude. Der Bahnhof von Rehagen-Klausdorf erinnert eher an eine Burg.
Im Bereich des Bahnhofes wurde ab 1920 ein Bataillon Eisenbahnpioniere stationiert. Dieses Gelände wurde ab 1945 von den sowjetischen Streitkräften abgeriegelt und genutzt.
Südlich des Bahnhofs Rehagen-Klausorf befindet sich eine Brücke, welche bis in die Nachwendejahre die Bereiche dieses Geländes westlich und östlich der Bahntrasse miteinander verband. Man hatte schon einen ziemlichen Klops in der Hose, als man unmittelbar unter der Brücke in Sichtweite der Streitkräfte des „Großen Bruders“ seine Leiter im Gleisbereich des Bahnhofs postierte, um die V 100 mit ihrem Personenzug von Zossen abzulichten. Aber nix passierte; kein Schuss fiel. Die Russen waren eher mit sich selbst beschäftigt. Und so wurde -auf einer wackeligen Holzleiter stehend- am Mittag des 19.01.1991 die 112 599 mit ihrem P 15711 von Zossen nach Jüterbog bei der Einfahrt in den Bahnhof Rehagen-Klausdorf mit seinem imposanten Bahnhofsgebäude abgepasst.

Silvester-Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia. Kommt alle gut ´rüber! ;-)

Datum: 19.01.1991 Ort: Rehagen-Klausdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte
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Goldbroiler mit Sonnenbrand
geschrieben von: Leon (874) am: 23.12.21, 08:26
Vor kurzem hat Frank ein orientrotes Dreibein in der Galerie gezeigt. Hier kommt das Pendant aus der anderen Ecke der Republik! ;-) Bereits 1998 war der Stern der Goldbroiler schon arg am Sinken, und nur wenige Exemplare der einst über 1000 Loks sind in den orientroten Farbtopf gefallen. Hier wartet am 14.05.98 die 345 046 im Bahnhof von Heiligengrabe auf eine Zugkreuzung mit einer mintfarbenen Ferkeltaxe - eine Szene, die mit diesem Bild sehr schön dargstellt ist: [www.drehscheibe-online.de] Was war das früher für ein ansehnlicher Bahnhof: gepflegte Bahnanlagen, Formsignale, Telegrafenmasten, Spannwerke. Und selbst der Fahrdienstleiter hat die Wahl seines PKWs dem orientroten Farbschema des Unternehmens Zukunft angepasst...;-)

Heiligengrabe heute: ein verlassenes, halb zugekrautetes und graffitiertes Gebäude, an welchem auf einem einzigen Gleis ein 648 als RE 6 vorbeikommt.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 14.05.1998 Ort: Heiligengrabe [info] Land: Brandenburg
BR: 344-347 (alle V60-ost) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Wo liegt Döbern ?
geschrieben von: Leon (874) am: 21.12.21, 17:34
Wer mit dem PKW von Cottbus die Ortschaft Döbern erreicht, dem fällt zunächst die Glaspyramide des Verkaufspavillons eines Glaswerkes auf. Skurrile Skulpturen ergänzen diese Anlage, in welcher das Glaswerk seine Produkte präsentiert. Man hat gar nicht bemerkt, dass man kurz vorher eine ehemalige Bahntrasse überquert hat. Die Trasse stammt von der bereits 1998 stillgelegten Strecke von Forst nach Weißwasser, welche einst in erster Linie zur Anbindung verschiedener Industriebetriebe –insbesondere Glaswerke- angelegt wurde und am 27.09.1996 ihren Schienenpersonenverkehr verlor.
Am 17.09.1989 führte uns eine Fototour zur Schmalspurbahn nach Zittau. Als wir den Bahnübergang dieser Strecke mit Stellwerk und Industriekulisse überquert haben, wurde ein Fotohalt zur Pflicht. Ein Blick ins Kursbuch ergab, dass sehr zeitnah ein Zug aus Forst auftauchen sollte. Nach kurzer Wartezeit erschien dann eine 112 mit einer Doppelstockgarnitur in rehbraunen Farben, und die Szene war im Kasten. Weiter ging es Richtung Zittau.
Heute, nach über 30 Jahren, sind immer noch Dampflokomotiven Richtung Oybin und Jonsdorf unterwegs. Das Stellwerk in Döbern steht noch. Es ist als Ruine inmitten einer Baumgruppe auf der völlig zugewucherten Trasse kaum noch zu erkennen. Und auch die Galerie hat bislang von dieser eher unbekannten Strecke zwischen dem äußersten Südosten von Brandenburg und Sachsen bislang noch keine Notiz genommen.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 17.09.1989 Ort: Döbern [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Ein Biest im Schnee...
geschrieben von: Bastian (6) am: 14.12.21, 21:39
...steht mit 400t neuen VTG leer-Kesseln auf der Freien Strecke und wartet darauf dass sich das vor ihm liegende Sbk wieder auf "Ks1" stellt und er seine Reise nach Stendell vorsetzten kann.

Da wir hier im Norden nicht sonderlich Oft den Schnee genießen können wollte ich euch hier mal etwas außergewöhnliches zeigen und nicht ein "langweiliges" Schneebild aus Berlin-Neukölln. Ich hoffe dass es euch trotz der unüblichen Perspektive und Umsetzung trotzdem gefällt.

In diesem Sinne - euch allen frohe Weihnachten!


Bildmanipulation: Ich habe die Oberleitung und einen Oberleitungsmast aus dem Bild entfernt um das Gefühl der "goldenen Mitte" zu verstärken.

Zuletzt bearbeitet am 15.12.21, 00:15

Datum: 10.12.2021 Ort: bei Angermünde [info] Land: Brandenburg
BR: 159 (Stadler Eurodual) Fahrzeugeinsteller: BSAS
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Ein Tiger in Brandenburg
geschrieben von: 232 531 (21) am: 02.12.21, 15:44
... würde im Normalfall vermutlich für einiges Aufsehen sorgen. Am 14. Mai 2020 waren es jedoch nur wenige, mit Kameras ausgestattete Tierfreunde, die sich fast schon gefährlich nah an das Exemplar herantrauten.
Der Tiger mit der Halsbandnummer 250 007 war an diesem Tag bei Berger Bau in Werneuchen zugange. Dieser Anschließer war für längere Zeit die einzige Quelle für Güterverkehr auf dem verbleibenden Ast der Wriezener Bahn und wird von verschiedenen EVU bedient, mehr dazu habe ich in einem anderen Galeriebeitrag bereits erläutert: [www.drehscheibe-online.de]
Seit November 2020 ist KGT jedoch stolzer Besitzer des Teilstückes nach Tiefensee und führt seit einigen Monaten, oft auch mehr als einmal die Woche, Fahrten dorthin durch.

Da an diesem Mai-Tag der Raps entlang der Strecke in voller Blüte stand, wurde sich für das Motiv an der Seefelder "Tunnelausfahrt" entschieden, da hier eines dieser leuchtend gelben Felder zu finden war.
Ein wenig bibbern mussten wir nach einem Blick in den Himmel, doch als das Brüllen des Raubtiers zu hören war, war die Sonne zur Stelle und beleuchtete den DGS 95280 auf der Fahrt nach Mühlberg (Elbe).

Datum: 14.05.2020 Ort: Seefeld (Mark) [info] Land: Brandenburg
BR: 250 (Bombardier DE-AC33C Blue Tiger) Fahrzeugeinsteller: ITL
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Damals in Pirschheide
geschrieben von: Leon (874) am: 30.11.21, 13:19
Gleiches Thema - andere Traktionsart..;-) Kommen wir mal von den landschaftlichen Höhepunkten des Alsenz- oder Nahetals oder der Eifel in die Niederungen des Berliner Außenrings...;-) Hier waren ja vor kanpp 25 Jahren so gut wie alle erdenklichen Lackierungsvarianten anzutreffen, und auch die Baureihenauswahl war noch eine ganz andere als heute. Es gab noch Energiecontainer und Holzroller. Letztere sorgten mit ihren Kirchturmsgüterzügen ab Seddin immer wieder für Abwechslung, denn es gab Varianten in bordeauxrot mit dicker oder dünner Bauchbinde, ganz selten noch mit grauem Dach - und es gab eine kleine Handvoll Latz-Loks. Zu ihnen gehörte die Seddiner 142 124. Der Umlaufplan der Seddiner Holzroller beinhaltete tagsüber mehrere Nahgüterzüge zum Rbf. Wustermark. Vor einem derartigen Zug sehen wir hier diese Lok, wie sie durch den Bahnhof Potsdam-Pirschheide rauscht.
Ich bin mir nicht mehr sicher, ob der Bahnhof zum damaligen Zeitpunkt noch Verkehrshalt für Personenzüge war. Zumindest sind die mittleren vier Gleise noch blank. Wie der Bahnhof heute ausshieht, ist in mehreren Versionen in der Galerie enthalten. Als Beispiel mag dieses Bild dienen: [www.drehscheibe-online.de].

Zum BIld: jaa, die Lampe. Ich stehe mit der 80er Festbrennweite der Rollei am Bahnsteigende. Die Frage war, welche Laterne man durchtrennt. Geht man dichter ran, ist zu viel vom Zug im Schatten. That´s life...
Es ist auch heute noch möglich, genau von dieser Stelle Aufnahmen zu machen. Evtl. mal ein Fall für spätere Einstellungen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 13.09.1997 Ort: Potsdam Pirschheide [info] Land: Brandenburg
BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Der ganze Stolz von DB Regio NO
geschrieben von: Bf Dorf Mecklenburg (7) am: 30.11.21, 16:59
Am 29.10.2021 kündigte sich recht früh 112 101 für den RE5 an. Während des Tages war für die besagte Uhrzeit Sonne angesetzt, also direkt nach der Arbeit los und schnell an die Strecke. Es ging ins "Schweineohr" um den RE5 auf seiner Fahrt Richtung Berlin Südkreuz festzuhalten. Nach einer langen Wanderungen im Dreieck und etlichen abgewehrten Zeckenattacken fand ich eine vernünftige Stelle und ganz in der Nähe auch vier weitere zufällig getroffene Fotografen. So rollt 112 101 mit dem RE5 nach Rostock Hbf durchs herbstliche Berliner Umland an 5 zufriedenen Fotografen vorbei.



Datum: 29.10.2021 Ort: Großbeeren [info] Land: Brandenburg
BR: 112 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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Das ehemalige Empfangsgebäude von Neuruppin
geschrieben von: Der Rollbahner (215) am: 27.11.21, 21:38
Noch nicht in der Galerie vertreten ist das eindrucksvolle Empfangsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Neuruppin; auch „Kremmener Bahnhof“ und bis 1960 gar „Neuruppiner Hauptbahnhof“ genannt. Gebaut im Stile der märkischen Backsteingotik, wurde das Gebäude nach dem Ausbau der Strecke Hennigsdorf-Neuruppin (= erster Bauabschnitt des „Prignitz-Expresses“, u.a. auf eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h) zugunsten des neu errichteten Haltepunktes Neuruppin West im Jahre 2000 für Fahrgäste geschlossen und einer bahnfremden Nutzung zugeführt.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die Strecke in Richtung Hennigsdorf wegen des Streckenausbaus gesperrt und wurde per Regionalexpress-Bus bedient. Währenddessen wartet 772 118-6 mit 972 718-1 gegen 15:30 Uhr (vermutlich) auf die Rückfahrt nach Wittstock (Dosse).

Scan vom Fuji KB-Dia

Datum: 21.06.1998 Ort: Neuruppin [info] Land: Brandenburg
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Drahtrollen...
geschrieben von: ODEG (47) am: 24.11.21, 18:13 sternsternstern Top 3 der Woche vom 05.12.21
... versendet das Stahlwerk Brandenburg in Zügen des Einzelwagenverkehrs von Brandenburg-Altstadt Quenz nach Seddin. Dort werden die Wagen für Empfänger in den verschiedensten Regionen auf die entsprechenden EZ-Züge verteilt.
Auf dem Bild hat einer der Züge aus Brandenburg in wenigen Minuten sein Ziel erreicht und der Nachschuss offenbart einen Blick auf die Ladung.

Datum: 10.10.2016 Ort: Ferch [info] Land: Brandenburg
BR: Güterwagen Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 19 Punkte

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Tiefe Novembersonne über Brandenburg
geschrieben von: Leon (874) am: 22.11.21, 19:14
Lange nix mehr vom Quenz-Verkehr gesehen...;-) Heute ging es am Vormittag mal wieder nach Brandenburg/ Havel, das gute Wetter ausnutzen. Kaum da, haben sich die ersten Quellwolken gebildet und schon fast zum Aufgeben gezwungen. Aber immer wieder taten sich Lücken auf, und da vor eineinhalb Stunden ein Russe ins Werk gefahren ist, musste der ja irgendwann wieder herauskommen. Nun, das Motiv an dem Bü hinter der Havelbrücke ist bereits zum Abwinken im Kasten, und ich werde bereits desöfteren darauf angesprochen, wie oft ich denn noch...;-)
In der Galerie ist bereits diese Aufnahme vom Güterbereich in Brandenburg-Altstadt enthalten: [www.drehscheibe-online.de] Man stand dort auf einer ehemaligen Baracke, welche in der Zwischenzeit dem Erdboden gleichgemacht wurde. Schade um den erhöhten Standpunkt. Aber dennoch lassen sich dort immer noch ganz brauchbare Aufnahmen machen. Gegen Mittag erschien dann eine der beiden ex RTS V 200.1 von BL24, die den "Wismar-Schrott" abholen sollte. Da die Lok im Bahnhof Altstadt anhielt, wusste man, dass der Russe mit seinem Mittagszug auf der eingleisigen Strecke vom Quenz unterwegs sein sollte, und die Wolkendecke zeigte tatsächlich einige größere Lücken. Nach einigen Minuten kreuzte der Zug dann auf und überraschte mit einer sehr ansprechenden Garnitur. Nach der Passage eines ODEG-646 ging es dann nach einer gefühlten Ewigkeit und bangen Blicken zum Himmel in der tiefen Novembersonne weiter Richtung Brandenburg Hbf.
Danach wurde die Zeit ein wenig mit der Staßenbahnfotografie verbracht; die Brandenburger Verkehrsbetriebe setzen noch eine größere Anzahl Tatra-Sänften ein. Aber rechtzeitig zur RTS-221 mit ihrem Schrottzug war man wieder an der Strecke...;-)

Datum: 22.11.2021 Ort: Brandenburg Altstadt [info] Land: Brandenburg
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Hoch und höher in Seelow-Gusow
geschrieben von: Der Rollbahner (215) am: 21.11.21, 10:35
Nirgendwo schienen die Telegraphenmasten der Ostbahn (KBS 209.26) dem Himmel näher zu kommen, als an der Westausfahrt des Bahnhofs Seelow-Gusow. Eine gute Gelegenheit für ein Foto ergab sich im Oktober 2008, als die Verkehre aus und nach Polen nicht über Frankfurt (Oder) gefahren werden konnten. Um die Schatten möglichst kurz fallen zu lassen, musste es der mittags verkehrende Umleiterzug EC 446 (Berlin-Warszawa-Express), hier mit 233 264-1, während seiner Fahrt in die deutsche Hauptstadt sein.

Der nötige Sicherheitsabstand zu den Gleisen wurde eingehalten.

Manipulation: Einige Zweige auf halber Höhe des linken Bildrandes mussten digital gestutzt werden.

Scan vom Fuji Sensia KB-Dia

Zuletzt bearbeitet am 22.11.21, 18:19

Datum: 21.10.2008 Ort: Seelow-Gusow [info] Land: Brandenburg
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Die Gruppen-Sechs
geschrieben von: Leon (874) am: 20.11.21, 17:31
ja, Ihr lest richtig: Gruppen-Sechs..;-) Honi soit qui mal y pense..! Wie oft haben wir die Lok natürlich mit dem deutlich anrüchigeren "Vergnügen" bezeichnet. Und erneut kurbeln wir die Zeit 30 Jahre zurück. Die Wende ist gerade her, und von Berlin aus sind in alle Himmelsrichtungen Dampfsonderzüge unterwegs gewesen. Man richtete den legendären "Gurkenzug" ein, einen dampfbespannten Eilzug von Nauen über die Stadtbahn nach Lübbenau. Rheinsberg wurde häufig angefahren, und am 15.09.91 mussten wir uns fast klonen, um all die Dampfsonderzüge abzupassen, die unterwegs sein sollten. Eine 44er fuhr von Berlin nach Lübbenau, die neue 65.10 der Berliner Eisenbahnfreunde war unterwegs, und vormittags rollte ein Dampfsonderzug auf der fast völlig unbekannten Strecke von Berlin über Mittenwalde nach Töpchin. Hier, auf den Gleisen der ehemaligen Königs Wusterhausen-Mittenwalde-Töpchiner Kleinbahn, war der Personenverkehr bereits seit 1973/74 verschwunden, aber der Güterverkehr lief noch bis zum 01.06.1997.

Zurück zu unserer Dampflok. Die 52 "4x6", wie sie auch gern genannt wurde, gehörte dem Bw Berlin-Schöneweide und hat bereits 1983 den Status der Traditionslok erhalten. Seitdem war sie vor zahlreichen Sonderzügen zu sehen, und anlässlich einer Hauptuntersuchung hat man ihr im RAW Meiningen einen Steif..äh..-rahmentender verpasst (Mein Gott, Gruppense.. reicht wohl nicht..;-) ). Dieser Tender diente bis dato als Wasserwagen in Köthen, und somit erhielt die Lok ein Outfit als echte Kriegslokomotive. Zusätzlich erhielt sie Frostschutzanbauten und passende Windleitbleche. In diesem Zustand sehen wir sie hier, wie sie mit ihrem Sonderzug auf halber Strecke zwischen Mittenwalde und Töpchin im Bahnhof Motzen angekommen ist. Man erkennt leider den Tender nur bei genauerem Hinsehen; ein weiteres Bild dieser Fuhre wird Gegenstand einer späteren Einstellung.
Und heute? Nach der Wende wurde es schnell ruhig um die Lok. Seit dem Ablauf der Kesselfrist im Juni 1994 hat die Lok als rollfähiges Exponat ihr Domizil weiterhin im Bw Schöneweide und wird von den Dampflokfreunden Berlin betreut.
Die Strecke von Mittenwalde nach "KW" oder Töpchin ist aber immer noch befahrbar. Wer sich den Spaß gönnt, mietet sich im Bahnhof Mittenwalde Ost eine Fahrraddraisine. Und los gehts! Vorbei am Bahnhof von Motzen zum Gruppense..(nee, pfui..!) an der Badestelle am gleichnamigen See...;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 15.09.1991 Ort: Motzen [info] Land: Brandenburg
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Das Eisenbahnromantikhotel
geschrieben von: Leon (874) am: 19.11.21, 17:07
Von der nördlichen Bahnhofseinfahrt von Meyenburg ist bereits diese leicht historische Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie enthalten. Entgegen der Gepflogenheiten schrauben wir heute die Zeit nicht zurück, sondern vor…;-) Am 27.04.20 führte eine Fototour in die Prignitz, und ( das wird jetzt wieder niemand glauben..;-) ) eher ein Zufall hat uns zu der Info geführt, dass an diesem Tag außer dem fest eingeplanten Prignitz-Güterzug mit der gelben 221 der EGP auch die blaue 221 unterwegs sein sollte: von Karow war eine lange Leine Ha-Wagen abzuholen und nach Wittenberge zu befördern. So ein Zug auf der herrlich-historischen Strecke von Karow über Plau, Ganzlin, Meyenburg und Pritzwalk war natürlich ein Muss, und ich hab´ mich schon gefragt, ob ich am Abend vorher einer älteren Dame über die Straße geholfen habe (oder sowas ähnliches..):-)
Von dem Zug ist bereits diese Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie enthalten, und beim Scrollen durch die Galerie bin ich über Jans Bild gestolpert. Daher schlage ich diese etwas aktuellere Aufnahme als Vergleich vor: der kleine Lokschuppen ist längst verschwunden, aber dafür steht etwa an dieser Stelle die ex-Neustrelitzer 50 3521 als Denkmalslok und garniert das Eisenbahnromantikhotel, welches sich in das Gebäude am Bahnübergang eingenistet hat und auf interessierte Übernachtungsgäste wartet.

Ansonsten hat sich an der Szene nicht viel geändert. Das Hl-Signal stand schon vor der Wende an der Stelle. PEG-Schienenbusse sind jedoch längst verschwunden, aber vielleicht erinnert sich noch einer an die Zeit, als hier ellenlange Güterzüge mit Güstrower Wummen bis nach Neustadt/ Dosse unterwegs waren und auf jedem Bahnhof ein längeres Rangierintermezzo hingelegt haben...(sic!)
Die Zeit der 50.40 vor diesen Zügen ist jedoch leider zuu lange her; da muss ich passen…

Datum: 27.04.2020 Ort: Meyenburg [info] Land: Brandenburg
BR: 220,221 (alle V200-west) Fahrzeugeinsteller: EGP
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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"Biene Maja"
geschrieben von: Toaster 480 (370) am: 29.10.21, 13:57
Von den drei 1995 aus dem slowakischen Košice übernommenen Tatra KT8D5 ist heute noch einer im modernisierten Zustand mit Niederlfurmittelteil (KT8D5.RN2S) bei der Strausberger Eisenbahn vorhanden. Seit der Inbetriebnahme von zwei aus der Berliner Flexity-Serie adaptierten Fahrzeugen im Jahr 2013 werden die Tatra-Wagen im Plandienst nicht mehr benötigt, allerdings kommt es immer wieder zu Reserve-Einsätzen des nunmehr einzigen Tatra-Achtachsers in Deutschland oder Sondereinsätzen des bis heute im Bestand befindlichen Tatra-Einzelstücks T6C5.
Im Bereich der Großwohnsiedlung Hegermühle ist der - aufgrund seiner neuen gelb-schwarzen Farbgebung - "Biene Maja" genannte Triebwagen in bunter Herbst-Atmosphäre auf dem Weg in die Vorstadt zum Bahnhof an der Ostbahn.

Datum: 28.10.2021 Ort: Strausberg [info] Land: Brandenburg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Strausberger Eisenbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Anziehungskraft
geschrieben von: Toaster 480 (370) am: 28.10.21, 21:46
Man glaubt kaum welch "magische" Anziehungskraft der aktuelle HVZ-Einsatz des Tatra-Einzelstücks T6C5 in Strausberg auf die Fotografenszene ausübt. Am heutigen goldenen Herbsttag war - neben etlichen Fotografen an der Strecke - auch eine große ausländische Reisegruppe unterwegs, die sich an den Wendestellen ausgiebig mit dem Fahrzeug verewigte.
Im letzten Licht des Tages auf der letzten Runde des Tages ist der kleine Sonderling hier an der Lindenpromenade in der Strausberger Vorstadt unterwegs.

Datum: 28.10.2021 Ort: Strausberg [info] Land: Brandenburg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Strausberger Eisenbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Herbst am Berliner Außenring
geschrieben von: Toaster 480 (370) am: 24.10.21, 11:21
Aufgrund des BER-Desasters war die Neubaustrecke Flughafen Schönefeld - BER Terminal 1-2 der Berliner S-Bahn nur eine Last, die über Jahre hinweg Millionen von Euro für sogenannte "Belüftungsfahrten" des Tunnelabschnitts verschlungen hat. In den letzten Monaten vor der Eröffnung des BER und somit auch der neuen Strecke im Oktober 2020 war sie jedoch ideal für die Inbetriebnahme der neuen Fahrzeuggeneration (BR 483 und 484). Dort boten sich ideale Bedingungen, um die Züge abseits des planmäßigen Betriebs auf Herz und Nieren 24 Stunden am Tag zu testen. Ein Jahr später kommen sie durch die Verlagerung des Einsatzes auf die S45 aktuell planmäßig mit Fahrgästen auf diese Strecke - vom Südkreuz geht es nun über den Berliner Innenring und die Görlitzer Bahn zum Außenring, wo wenig später die Terminals 1-2 des BER erreicht werden. Im neuen Bahnhof Waßmannsdorf bietet die nördliche Einfahrt eine schöne Fotokurve für Portraitaufnahmen, wie hier mit viel Herbststimmung im Hintergrund. Aufgrund von Signalen und Kameras hinter den Bahnsteigenden und einem riesigen Strommast im Hintergrund bleibt nicht viel Raum für den Bildausschnitt, mit etwas Verrenkungen kann man das "Gerümpel" aber einigermaßen ausblenden. Unterwegs sind hier 483 001 und 484 001.

Kurioserweise werden aktuell schon die Serienfahrzeuge ausgeliefert, durften aber bislang vor Sommer 2022 aus komplizierten vertraglichen Gründen nicht eingesetzt werden. Der aktuell abweichende Einsatz der Vorserienzüge auf der S45 (statt S47) könnte jedoch schon der erste Schritt gegen diesen Bürokratie-Irrsinn sein. Das Wetter und die Szene der Berliner Kriminellen lassen die neuen Züge im abgestellten Zustand sicher nicht bis Sommer 2022 wie neu aussehen.

Datum: 23.10.2021 Ort: Waßmannsdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 483 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Prignitzer Waschküche
geschrieben von: Jan vdBk (741) am: 19.10.21, 19:08
Die Bedienung des Holzwerkes in Liebenthal war äußerst zügig vonstatten gegangen. Die zwei anwesenden Fotografen hätten nichts dagegen gehabt, wenn der Zug dem Nebel ein wenig länger Zeit zum Auflösen gegeben hätte. Aber es ist ja bekanntlich, wie es ist. Und so kam der 53058 bereits eine Stunde vor Plan aus dem Holzwerk gefahren, um die letzten Kilometer seiner Fahrt nach Wittstock unter die Räder zu nehmen. Als Traktion war ausnahmsweise einer der beiden EGP Diesel-Vectrons eingeteilt.

Datum: 02.12.2020 Ort: Liebenthal [info] Land: Brandenburg
BR: 247 (Siemens Vectron DE) Fahrzeugeinsteller: EGP
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Die Einsamkeit der Uckermark
geschrieben von: Andreas Burow (323) am: 19.10.21, 16:56
Aus der idyllischen Uckermark finden sich schon einige Fotos in der Galerie, auch von dieser Fototour, die Jan vdBk und mich gemeinsam im Herbst vor 20 Jahren nach Brandenburg führte. Besonders morgens vermittelten die kühlen, dunstigen Herbsttage eine ganz eigene Melancholie, die man auch auf den Bildern nachfühlen kann. Vielleicht ist es aber auch nur die eigene Erinnerung, die sich bei der digitalen Aufarbeitung wieder einstellte, das ist schwer zu sagen.

Um die recht früh verkehrende RB 5916 zu fotografieren, wählten wir damals zwei unterschiedliche Perspektiven. Die eine (in der Galerie allerdings mit Güterzug) sah etwa -> so aus. Die hier gezeigte Perspektive betont hingegen mehr die zentralen Objekte Zug und Telegrafenmast und etwas weniger die umgebende, einsame Landschaft. Vom tiefen Standpunkt und dem leichten 85er Tele versprach ich mir eine größere Dynamik; der Dunst verlieh der Szenerie eine leicht mystische Stimmung. Bleibt nur zu hoffen, dass die Digitalisierung der analogen Vorlage einigermaßen gerecht wird und dass die eigenen Eindrücke auch für den Betrachter erfahrbar werden.


Scan vom KB-Dia, Fuji Velvia 50

Datum: 20.10.2001 Ort: Petershagen [info] Land: Brandenburg
BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Strausberger Besonderheiten
geschrieben von: Toaster 480 (370) am: 15.10.21, 19:19
Nicht nur der hier bereits vorgestellte Tatra T6C5 aus New Orleans gehört zu den Besonderheiten, die Strausberg zu einem interessanten Straßenbahnbetrieb machen. Die Betreiberin heißt bis heute Strausberger Eisenbahn und gehört zu den drei Berliner Umlandbetrieben, die jeweils nur aus einer Strecke bestehen. Im Gegensatz zur Schöneicher-Rüdersdorfer bzw. Woltersdorfer Straßenbahn fand in Strausberg jedoch bis 2005 Güterverkehr mit Anschluss an das DB-Netz (Ostbahn) statt. Der Gleisanschluss inklusive Güterverkehr sind Geschichte, trotzdem ist die Strausberger Eisenbahn heute kein reiner Straßenbahnbetrieb, denn sie betreibt nach wie vor die elektrische Strausseefähre als letzte Oberleitungsfähre in Deutschland. Im Planverkehr werden zwei kurze Flexity Berlin eingesetzt, die aus dem Berliner Großauftrag geliefert werden konnten. Zudem dient ein modernisierter Tatra KT8D5 als Reservewagen, der an meinem Besuchstag sogar ebenfalls unterwegs war. Von den ursprünglich drei 1995 aus Košice übernommenen Fahrzeugen dieses Typs wurden alle nach der Flexity-Lieferung in Prag modernisiert, wobei nur einer zurück nach Strausberg kam und somit ebenfalls ein Einzelstück in Deutschland ist.
Auf dem Bild ist die kurze Betriebsstrecke zum Hof hinter der Endstation Lustgarten zu sehen. Auf der Linienstrecke geht es dann nur noch ein kurzes Stück als "klassische Straßenbahn" weiter, der Rest hat durch den eigenen Gleiskörper und autarke Abschnitte noch den Charakter der alten Güterbahn. Durch den aktuellen "S-Bahn Ersatzverkehr" in Form von verstärkten Doppelfahrten ist es überhaupt möglich, im besten Nachmittagslicht regelmäßig Straßenbahnen auf der Betriebsstrecke aufzunehmen. Das Tatra-Einzelstück macht die Angelegenheit zu einem Erlebnis.

Datum: 13.10.2021 Ort: Strausberg [info] Land: Brandenburg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Strausberger Eisenbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Weltweites Einzelstück
geschrieben von: Toaster 480 (370) am: 13.10.21, 22:45
Eines der letzten Tatra-Fabrikate war der Typ T6C5 Ende der 1990er Jahre, welcher tatsächlich für den amerikanischen Markt bestimmt war. Es entstand zunächst ein Exemplar, das probeweise in New Orleans (USA) unterwegs war, jedoch aufgrund von Mängeln und der Insolvenz von ČKD-Tatra ein Einzelstück bliebt. 2003 gelangte der Wagen zur "Strausberger Eisenbahn", wird jedoch nur sehr selten eingesetzt. Der aktuelle "S-Bahn Ersatzverkehr" in Form einer verstärkten Doppelfahrt alle 40 Minuten in der HVZ sorgt für den wohl größten Auftritt dieses Wagens in seiner Strausberger Zeit. Seit 1970 ist die Strecke durch die Altstadt (im Hintergrund) stillgelegt und mittlerweile abgebaut. Die einzige Möglichkeit, die Wagen als "klassische Straßenbahn" umsetzen, bietet sich nur noch im Bereich der Endstation Lustgarten bzw. der Betriebshofzufahrt (rechts um die Ecke). Das Unikat kommt hier vom Vorplatz des Betriebshofs, wo er seine Wendezeit genommen hat, und macht sich nun bereit für die Verstärkerfahrt zum Bahnhof Strausberg an der Ostbahn.

Datum: 13.10.2021 Ort: Strausberg [info] Land: Brandenburg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Strausberger Eisenbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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232 527 bei herlichstem Herbstwetter
geschrieben von: Zugfan2000 (3) am: 11.10.21, 18:35
232 527 passierte mit einem vollen Schotterzug aus Schwarzkollm nach Roßlau den Bahnübergang in Peickwitz.

Datum: 07.10.2021 Ort: Peickwitz [info] Land: Brandenburg
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: D-WFL
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Mit Klaus durch die Uckermark
geschrieben von: 232 531 (21) am: 23.09.21, 17:32
Class, Glas, Klaus oder wie auch immer man den Zweitakt-Dackel aus dem Hause EMD nennen möchte, ist eine umstrittene Baureihe unter Fotografen. Als besonders Formschön kann man benanntes Fahrzeug nicht bezeichnen und dass er in einigen Regionen die Großdiesel russischen Ursprungs (teils) abgelöst hat, bzw. ablösen soll, macht die Geschichte nicht besser.
Aber nun zurück zum Bild. Die Strecke zwischen Templin und Britz ist einer der wenigen Schienenstränge in Berlin und Brandenburg mit planmäßigem Personenverkehr, auf dem man noch Nebenbahnromantik genießen kann. Auch, wenn in Templin nach dem Umbau alles andere als Nebenbahnromantik, wie ich sie bezeichnen würde, zu finden ist, besitzt der Rest der Strecke östlich von Templin noch alte Signal- und Sicherungstechnik, die Bahnhöfe sind besetzt, teils stehen noch Telegrafenmasten und besonders zügig geht es auch nicht voran.
Bis vor einiger Zeit (ich meine Ende 2016) gab es auf der Strecke, um genau zu sein nach Milmersdorf, eine Übergabe mit 298, jedoch seitdem keinen regelmäßigen Güterverkehr mehr. Die Umleiter fahren bei Sperrungen auf der Kesselpiste aktuell immer über Strasburg und Freightliner von Milmersdorf aus über Templin - Im Normalfall zumindest. Zum Umbau des Bahnhofes Templin wurden die unregelmäßig fahrenden Freightliner-Züge über Joachimsthal gelenkt (teils jetzt immer noch). Einen Güterzug auf dieser Strecke konnte ich mir nicht entgehen lassen und so ging es an einem Nachmittag im Mai letzten Jahres in die uckermärkische Einöde. Zwar lag die Leistung für die meisten Motive eher ungünstig im Licht, bei Friedrichswalde fand sich jedoch ein Abschnitt mit Frontlicht. Nachdem mich zwei Hobbykollgen dankenswerter Weise mit dem Auto eingesammelt hatten, mussten wir an der Stelle noch recht lange warten und es wurde schon eng mit dem Licht, als Klaus die Stille durchbrach und mit dem DGS 56126 an uns vorbeizog.

Zuletzt bearbeitet am 23.09.21, 19:41

Datum: 08.05.2020 Ort: Friedrichswalde [info] Land: Brandenburg
BR: 266 (alle EMD Series 66) Fahrzeugeinsteller: FPL
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Eine Sänfte in der Havelstadt
geschrieben von: Leon (874) am: 07.09.21, 18:45
Die Stadt Brandenburg an der Havel besteht zugegebenermaßen aus mehr als nur aus dem Verkehr zum Quenz..;-) Es gibt eine Straßenbahn, auf welcher werktags noch diverse Tatra-Sänften unterwegs sind. Die meisten von ihnen sind jedoch an den Seitenwänden mehr oder weniger mit Werbungen versehen. Gestern führte eine kurze Stippvisite in die Havelstadt, und da die GDL für eine weitgehende Betriebsruhe auf den Gleisen zum Quenz gesorgt hat, wurde als Ersatzprogramm ein Thema ausgebuddelt, welches ich eigentlich bereits seit Jahren bis auf wenige, besondere Termine ad acta gelegt hatte: Trambahnen. Und hier holte mich die Vergangenheit mit der 6x6-Knipse wieder ein: während mit jener das Fotografieren von Gebäuden nahezu problemlos möglich war, musste ich nunmehr etwas umdenken und über den Rechner zunächst erst einmal die stürzenden Linien beseitigen..:-) Herausgekommen sei ein Bild, welches bewusst keine Frontausleuchtung aufweist, aber hierdurch in meinen Augen recht plastisch wirkt. Um die Ecke biegt die Sänfte mit der Nummer 185 auf ihrem Weg aus der Innenstadt in nördlichere Gefilde.
Interessant mag der Vergleich mit diesem Bild aus dem November 2016 sein, nur ein paar Meter weiter entstanden: [www.drehscheibe-online.de]. Man sieht auch hier, wie der Betrieb mit barrierefreien Einstiegen und Haltestellen modernisiert wird.

Datum: 06.09.2021 Ort: Brandenburg Havel [info] Land: Brandenburg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: VBBr
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Überraschung am Südring
geschrieben von: Leon (874) am: 04.09.21, 20:27
Ahrensdorf bei Saarmund ist so eine Stelle am südlichen Außenring, die sich hin und wieder für einen gepflegten Feierabendfuzz lohnt. Dann, wenn das Wetter weitere Fototouren nicht zulässt oder man nur wenig Zeit hat - oder wenn man sich einfach mal von ein paar Güterzügen am BAR berieseln lassen will, denn die Zugdichte ist auf diesem Abschnitt, wo die Anhalter Bahn, die Dresdener Bahn, die Görlitzer Bahn und die Strecke von Frankfurt/Oder gebündelt auf Seddin zulaufen oder weiter zum Westring geführt werden, recht hoch. Nicht umsonst gelten die Fotopunkte von Ahrensdorf, Nudow und Saarmund bei weitem nicht zu den motivlichen Höhepunkten am BAR (so es denn welche gibt...;-) ), werden aber dennoch von der Fangemeinde der Region an manchen Tagen regelrecht überflutet.
Am 31.08.21 war so ein Tag, an dem ein kleineres Zeitfenster zur Verfügung stand. Nur 10 Minuten Anreise und ein Himmel voller Quellwolken ließen dennoch auf ein paar Fotos hoffen. Bei meiner Ankunft im Ort rauschte gerad der übliche Hamster Richtung Saarmund vorbei, also ging es hastig einige hundert Meter Richtung Strecke, denn so gut wie immer folgte den Hamstern irgendein Güterzug. Und siehe da: ich war noch gar nicht ganz angekommen, da rauschte es von hinten, und ebenso unerwartet wie über die üblichen Messengerdienste nicht angekündigte 221 147 der Flex Bahndienstleistungen GmbH betrat die Bühne, im Schlepp eine giftgrün-neongelbe tschechische Getreidewagengarnitur, leide etwas beschmiert.
Ich bin kein wirklicher Freund von Diesel unter Draht, aber bei der Fuhre ging ein Gefühl wie ein kleiner Junge beim erfolgreichen Äppelklauen durch den Kopf! Nach der gelben und blauen Variante der Prignitz, der "schwatten Liebe" sowie den beiden ex RTS-221 auf dem Quenz war dies die sechste ex-Bundesbahn-221, die mir in den letzten zwei Jahren vor die Linse fuhr. Bald mehr, als man Ende der 80er Jahre im Kohlenpott eingesammelt hat...

Datum: 31.08.2021 Ort: Ahrensdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 220,221 (alle V200-west) Fahrzeugeinsteller: Flex Bahndienstleistungen GmbH
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Ein kalter Morgen...
geschrieben von: ODEG (47) am: 04.09.21, 18:58
... war am 14.02.2017 im brandenburgischen Brück zu erleben. Morgens gegen 07.00 Uhr, als ich am Bahnhof aus dem Zug stieg, lag noch eisiger Nebel über den Feldern und Sumpfwiesen, doch langsam lichtete er sich. Zum Glück rechtzeitig, um die von der Anschlussbedienung zurückkehrende Übergabe zu beleuchten.
Es handelt sich bei der Bedienfahrt Seddin - Brück nicht nur um eine der letzten Streckenleistungen der Bundesbahn-V60 von DB Cargo in den neuen Bundesländern, sondern mittlerweile auch um eine der letzten in ganz Deutschland. Lange Zeit sichere Leistungen wie die Übergaben Senftenberg - Straßgräbchen=Bernsdorf oder Landshut - Wörth sind inzwischen mehr oder weniger fest in der Hand von 294 und 261.
Doch auch von Seddin aus ist immer öfter die Konkurrenz in Form der größeren und stärkeren 298 im Plan nach Brück im Einsatz.
An meinem Besuchstag jedoch war die zum Aufnahmezeitpunkt 54 Jahre alte 363 132 unterwegs, um einen einzelnen H-Wagen zum Rangierbahnhof zu bringen. Hier rangiert sie gerade vom Anschlussgleis in den Bahnhof zurück, während auf dem Feld noch die Spuren der kalten Nacht sichtbar sind.


Datum: 14.02.2017 Ort: Brück [info] Land: Brandenburg
BR: 360-365 (alle V60-West) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
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Zeittsprung bei der NEB
geschrieben von: Vorsignalwiederholer (2) am: 29.08.21, 18:10
Vor zwei Wochen, am 14. August 2021 sollte auf der von der NEB betriebenen Strecke von Fürstenwalde (Spree) nach Bad Saarow Klinikum, den ganzen Tag im Planverkehr eine alte Ferkeltaxe der Deutschen Reichsbahn, die Baureihe 172 601 fahren. Betrieben wird dieser alte Schinenbus von der Hafenbahn Neustrelitz, die ihn für diese Sonerfahrten nach Fürstenwalde überführten.

Hier konnte ich 172 601 an der Spitze südlich von dem Haltepunkt Fürstenwalde-Süd auf ein paar Feldern aufnehmen, wie er als DPN 61215 nach Bad Saarow fährt.

-ein Autobahnabfahrtsschild wurde digital entfernt-

Datum: 14.08.2021 Ort: Fürstenwalde-Süd [info] Land: Brandenburg
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: NEB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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WFL 202 483 mit dem DPE 32537 in Schönerlinde...
geschrieben von: 155 258 (4) am: 17.08.21, 19:25
...auf der Fahrt von Groß Schönebeck nach Berlin Lichtenberg. Die Fahrt wurde von den Berliner Eisenbahnfreunden aus Basdorf organisiert, und bestand aus einer V100 (Ost) sowie ein paar Donnerbüchsen und Reko - Wagen der Deutschen Reichsbahn, eine Komposition, welche wohl nie so auf der Heidekrautbahn zu sehen war.

Datum: 15.08.2021 Ort: Schönerlinde [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: WFL
Kategorie: Hochstativ
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Der Bahnhof Werneuchen im Abendlicht
geschrieben von: Der Rollbahner (215) am: 14.08.21, 08:50
Eine schöne Nebenbahnatmosphäre verbreitete der Bahnhof Werneuchen an der Wriezener Bahn an einem Augustabend im Jahre 1999. Obwohl sich RB 38978 hinter vielen Schildern und Masten zu verstecken suchte, wagte ich einen Schnappschuss von der gegen 19:00 Uhr im warmen Abendlicht auf die Rückfahrt nach Ahrensfelde wartenden Regionalbahn. Als Lokomotiven waren beteiligt 202 488 und 169 (SL).

Scan vom Fuji KB-Dia

Zweiter Versuch: Bild etwas nach rechts gedreht, Farben bei etwas stärkerer Zurücknahme der Gelbtöne entsättigt

Datum: 24.08.1999 Ort: Werneuchen [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Durch den Wald...
geschrieben von: ODEG (47) am: 12.08.21, 20:40
...führt der östliche Streckenteil der Woltersdorfer Straßenbahn. Die nur 5,6 Kilometer lange Strecke verbindet seit 1913 den S-Bahnhof Rahnsdorf mit dem Örtchen Woltersdorf, seines Zeichens kleinste deutsche Kommune mit eigener Straßenbahn (laut Wikipedia).
Noch immer kommen auf dieser Straßenbahn Gotha-Wagen aus DDR-Produktion zum Einsatz, womit der Betrieb neben der Kirnitzschtalbahn und der Naumburger Straßenbahn zu den letzten Betrieben, die diese Wagen mehr oder weniger im Regelbetrieb laufen lassen, wobei Naumburg durchaus auch als Museumsbetrieb durchgehen könnte.
Erst vor kurzem (Anfang 2020) erhielt die benachbarte Schöneiche-Rüdersdorfer Straßenbahn (SRS) den Auftrag zur Betriebsführung, die bisher in Eigenregie abgewickelt worden war.
Mittelfristig wird im Zusammenhang mit den steigenden Anforderungen an die Barrierefreiheit auch in Woltersdorf die Ära der alten Wagen jedoch zu Ende gehen. Eine entsprechende Ausschreibung wurde kürzlich veröffentlicht.
Noch allerdings rumpeln die alten kleinen Wagen durch den Wald, wie hier der "33" (Gotha, Baujahr 1957), der am heißen 25.07.2020 gerade die Landesgrenze Berlin - Brandenburg passiert. An diesem Tag war ich (schande über mich) erstmalig überhaupt hier, obwohl ich nun schon seit über einem Jahrzehnt in der Region mein Unwesen treibe...
Der Standort des Fotografen befindet sich hinter der Ausweiche und liegt außerhalb des Gleisbereichs!

Zuletzt bearbeitet am 12.08.21, 20:44

Datum: 25.07.2020 Ort: Woltersdorf [info] Land: Brandenburg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: SRS
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Ausrücken im ehemaligen Bw Angermünde
geschrieben von: Saenkil (16) am: 08.08.21, 19:18
Das Bahnbetriebswerk Angermünde ist Vielen durch die Einsätze der Baureihe 50.50 ein Begriff. Mittlerweile sind die Anlagen wie fast überall obsolet - heutzutage warten Lokomotiven bekanntermaßen unter freiem Himmel auf den nächsten Einsatz. So konnte ich die 155 078 nach einer kleinen Regen-Wäsche zum Dienst übernehmen, während mein Kollege mit seiner 132 068 bereits fleißig einen Kesselzug nach Stendell befeuert.

Datum: 22.05.2021 Ort: Angermünde [info] Land: Brandenburg
BR: 155 Fahrzeugeinsteller: LEG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Das Oderbruch und sein Schiffshebewerk
geschrieben von: Leon (874) am: 06.08.21, 20:15
Wohl nur wenige Stellen lassen eine Umsetzung der Strecke durch das Oderbruch derart zu, dass der Name "Oderbruch" tatsächlich seiner Bedeutung gerecht wird. In Niederfinow, östlich von Eberswalde gelegen, liegt eigentlich somit der fotografisch interessanteste Abschnitt der Oderbruchbahn, welche als eingleisige Strecke von Eberswalde über Bad Freienwalde und Wriezen bis nach Frankfurt/ Oder führt. Von Berlin kommend, führt einen der Weg durch den Barnim, vorbei am Sydower Fließ (sic...!) - und plötzlich gelangt man bei Niederfinow fast an einen schroffen Abgrund, hinunter ins Oderbruch. Von den Hängen lassen sich mehrere Blickwinkel auf die Oderbruchbahn einfangen, wie u.a. diese Aufnahme mit einem Triebwagen der Baureihe 628 zeigt: [www.drehscheibe-online.de].
Wir stehen diesmal fast an der gleichen Stelle wie auf der anderen Aufnahme, drehen uns nur in die andere Richtung. Wiederum betritt ein 628 die Bühne, noch in dem ursprünglichen Sanitär-Outfit. Wir schreiben den 26.10.96, ein paar Jahre vor der anderen Aufnahme. Der Verkehr war seinerzeit ein Mischbetrieb aus Reisezügen mit V 100 und Triebwagen der Baureihe 628 im Wechsel. Heute wird der Verkehr mit Regioshuttles der Niederbarnimer Eisenbahn abgewickelt, und zwischendurch war auch die ODEG als Betreiber aktiv. Die die Strecke säumenden Telegrafenmasten sind mittlerweile verschwunden.

Auf dieser Aufnahme ist im Hintergrund das -alte- Schiffshebewerk von Niederfinow zu sehen. Auf der Aufnahme sieht es recht unspektakulär aus, aber ein Besuch wird zwingend empfohlen! Das Hebewerk überwindet eine Höhe von 36 Metern und gilt als technisches Denkmal, und die Imposanz ist umso beeindruckender, je dichter man sich dem Werk nähert. Empfohlen wird eine Fahrt mit einem kleinen Passagierschiff, welches das Hebewerk passiert.
Zwischenzeitlich wurde neben dem alten Schiffshebewerk ein kompletter Neubau errichtet, der eigentlich längst in Betrieb gehen sollte. Der Bau hat sich jedoch verzögert, und mit der Aufnahme eines Probebetriebes ist im Herbst dieses Jahres zu rechnen. Das neue Werk wird das alte komplett ersetzen und ist im Zuge des Ausbaus der Oder-Havel-Wasserstraße für deutlich längere Schiffe und Schubverbände vorgesehen. Bislang mussten mehrteilige Schubverbände vor der Passage des Werkes in ihre einzelnen Schuten aufgeteilt und einzeln durch das Hebewerk geschoben und gezogen werden. Hierzu gab es früher eine elektrisch betriebene Treidelbahn, an die noch heute eine kleine Denkmalslok am Schiffshebewerk erinnert.

Scan vom Fuji velvia 6x6-Dia

Datum: 26.10.1996 Ort: Niederfinow [info] Land: Brandenburg
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Die Kreuzung...
geschrieben von: ODEG (47) am: 29.07.21, 19:23
zwischen Straßenbahnlinie 1 (Brandenburg Hbf - Anton-Saefkow-Allee) und RB51 (Brandenburg Hbf - Rathenow) in Brandenburg-Görden ist eine der wenigen in Deutschland, wo sich Straßenbahn und Vollbahn mit Personenverkehr noch niveaugleich kreuzen.
Um ein Bild mit beiden Verkehrsmitteln zu machen, muss man allerdings etwas Glück haben, da die Straßenbahn oftmals schon vor dem Zug die Kreuzung passiert hat. Am Abend des 26.06.2020 klappte jedoch alles, und der KTNF6 "172" musste die Durchfahrt des 646 045 nach Rathenow abwarten.
Aufgrund der lokalen Gegebenheiten musste ein relativ knapper Bildausschnitt gewählt werden.

Datum: 26.06.2020 Ort: Brandenburg-Görden [info] Land: Brandenburg
BR: 646 (alle Stadler GTW-Bauarten) Fahrzeugeinsteller: ODEG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 15 Punkte

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Nebenbahnstimmung
geschrieben von: forbidden.spotter_ (16) am: 22.07.21, 13:16
Mit den Kesselwagen nach Hamburg war am Abend Vectron der ITL in Stendell gegen 19Uhr gemeldet, erst fuhr einer Vectron der Ecco ab nach Regensburg, dahinter konnte Captrain folgen und hier bei der Einfahrt in Passow(Uckermark) mit der lokaler See und schöner Nebenbahn Stimmung aufgenommen werden.

Datum: 28.06.2021 Ort: Passow (Uckermark) [info] Land: Brandenburg
BR: 193 (Siemens Vectron) Fahrzeugeinsteller: ITL
Kategorie: Drohne
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MEG 156 003 mit Schrottzug in Priort...
geschrieben von: 155 258 (4) am: 16.07.21, 21:50
...auf dem Weg von Rostock Seehafen nach Leipzig Engelsdorf. Eingereiht in diesen Zug waren zahlreiche Loks der Baureihe 155 aber auch einige 151er, von vorne bis hinten bestand die Reihung aus; 155 232, 155 039, 151 064, 151 055, 155 229, ,155 055 155 108, 155 015, 151 142, 155 261, 151 012, 151 132 und 151 140, wo von einige schon soweit ausgeschlachtet wurden, das selbst die Pantografen schon nicht mehr auf dem Wagenkasten montiert waren.
Parallel dazu zog 187 134 einen Mischer das Regelgleis lang in Richtung Seddin.

Datum: 27.04.2021 Ort: Priort [info] Land: Brandenburg
BR: 156 Fahrzeugeinsteller: MEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
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