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Farben-, Schatten- und Wasserspiele
geschrieben von: claus_pusch (296) am: 19.01.22, 22:44
Der Abschnitt der "ligne des horlogers" von Besançon nach Le Locle, der dem Oberlauf des Doubs folgt, ist für nette Aufnahmen immer zu gebrauchen und wird aus gutem Grund schon durch eine Reihe von Galerie-Fotos gewürdigt. Im Herbst ist die jurassische Landschaft rund um die (ehemalige) Uhrmacherstadt Morteau durch die Farbenpracht der Vegetation natürlich besonders reizvoll. Allerdings hat man in dieser Jahreszeit dort - trotz einer Höhenlage um 750 m - vormittags oft mit Nebel zu kämpfen, und die Stunden, in denen nachmittags die Sonne ins Tal gelangt, sind auch nicht unbegrenzt.
Am späten Nachmittag des 26.10.2019 gab es östlich von Morteau noch einen letzten sonnenbeschienenen Gleisabschnitt, und mit TER 18112 La Chaux-de-Fonds - Besançon-Viotte war auch noch mit einer passenden Zugbewegung zu rechnen. Ich entschloss mich, den "Baleine"-Triebwagen am südlichen Doubs-Ufer abzupassen, wo zwar schon lange Schatten in den Talgrund reichten, die aber durch die Spiegelungen im Fluss etwas entschärft wurden. Dass der Zug mit einigen Minuten Verspätung aus der benachbarten Schweiz kam, hat die Sache dann sogar noch ein bisschen spannend gemacht...

Datum: 26.10.2019 Ort: Montlebon [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Colombage Normand
geschrieben von: Po12 (14) am: 19.01.22, 20:10
In Manéhouville bildet ein normannisches Fachwerkhaus die passende Kulisse für die Züge von Dieppe nach Rouen. Auf der Zielgeraden meines Sommerurlaubs 2011 (und nach einem verschatteten Versuch im Vorjahr ...) schien diesmal die Sonne und das erhoffte Bild konnte auf den Chip wandern.

Der B 82789/90 von TER Haute-Normandie, hier unterwegs als TER 51722 Dieppe - Rouen, ist der vorletzte gebaute BiBi und war zum Zeitpunkt der Aufnahme etwas mehr als ein Jahr alt.

Datum: 08.08.2011 Ort: Manéhouville [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-B 82500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Déviation (2)
geschrieben von: Po12 (14) am: 18.01.22, 22:15
Am Pfingstwochenende 2008 war die Strecke Longueau - Creil wegen Brückenarbeiten gesperrt. Der Pfingstreiseverkehr machte einen vollständigen SEV illusorisch, und so wurden einige Schnellzüge Richtung Boulogne über Tergnier umgeleitet, wo dann von/auf Ellok umgespannt wurde. Das bescherte dem Abschnitt zwischen Amiens und Tergnier noch einmal richtige Züge; früher gab es hier schon mal durchgehende Wagen bis Brindisi und Bukarest zu sehen ...

Im Bild sehen wir den stattlich langen 2022 Boulogne - Paris Nord, der gerade den aufgeräumten Bahnhof Chaulnes passiert. Zugloks sind die 67586 und die 67620 "Abbeville".

Datum: 10.05.2008 Ort: Chaulnes [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 67400 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Janville - ein Wintermotiv
geschrieben von: Po12 (14) am: 16.01.22, 22:17
Der Blick direkt auf die Zugspitze mit einer "neumodischen" BB-22200 in Janville ist in der Galerie schon vorhanden ...

Hier möchte ich den Blick vom gegenüberliegenden Kanalufer zeigen, der bei fehlendem Laub besser funktioniert. Die Aufnahme entstand Anfang April 2005, als von der Gare du Nord Richtung Amiens und Maubeuge noch die Jacquemins eingesetzt wurden. An diesem sonnigen Samstagmorgen war auch der Zug 2312 Cambrai - Paris zu fotografierbarer Zeit unterwegs, mit der 16042 an der Spitze.

Datum: 02.04.2005 Ort: Janville [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 16000 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Neu in der Normandie
geschrieben von: BGD (152) am: 15.01.22, 22:41
Über viele Jahre oder gar Jahrzehnte prägten die klassischen Nez-Cassé-Lokomotiven, die wie kaum ein anderer Fahrzeugtyp für die französische Eisenbahn stehen, den Verkehr in der Normandie. Mittlerweile kommen sie nur noch im Ausnahmefall zum Einsatz. Die Regel zwischen Paris und den größeren normannischen Küstenstädten wie Cherbourg und Le Havre bilden inzwischen die neuen "Omneo"-Triebzüge. Neu in der Galerie ist auch der imposante Viadukt in Mirville, der im Schatten des bekannten Viadukts in Barrentin liegt und nur wenige Bilder in den Seiten des weltweiten Netzes aufweist. Dabei schlägt er ihn größentechnisch eindeutig, ist aber aufgrund seiner Ost-West-Ausrichtung und der zugewachsenen Südseite deutlich schwieriger zu fotografieren. In den Sommermonaten gelangen die Sonnenstrahlen am Abend aber hinreichend genug auf die Nordseite des imposanten Bauwerks, wobei Ende Juli nur ein kurzes Zeitfenster zwischen ausreichender Seitenausleuchtung und beginnender Abschattung durch die Baumreihe am rechten Rand besteht.

Hinweis: An der Kamera war ein falsches Datum eingestellt. Das Foto ist 24h später aufgenommen worden.

Datum: 31.07.2021 Ort: Mirville [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-Z 55500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Last light for a Caravelle
geschrieben von: Po12 (14) am: 14.01.22, 23:05
Im Herbst 2005 lagen die Einsätze der Caravelles im Norden Frankreichs schon in den letzten Zügen; unmodernisierte Fahrzeuge in originalen Farben waren wie ein Sechser im Lotto.

Ein Einsatz fand am Sonntagabend mit einem Zugpaar Aulnoye - Busigny und zurück statt, das mit dreimaligem Umstieg (Aulnoye, Busigny, St. Quentin) eine zusätzliche Verbindung Jeumont - Paris anbot.

Kurz vor Sonnenuntergang am 14. November 2005 hatte der X 4534 gerade Aulnoye verlassen, als er sich in Sassegnies bei schönstem Abendlicht präsentierte.

(Und ein Bild dieser Baureihe im Plandienst fehlte bislang noch in der Galerie ...)

Datum: 14.11.2005 Ort: Sassegnies [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 4500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Stimmungen mit Zug

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Damals in ... Chalmaison
geschrieben von: Po12 (14) am: 13.01.22, 22:18
Vom Stadtrand von Paris bis Chalmaison durchquert die Ligne 4 die weitgehend flache Landschaft der Brie (Heimat des gleichnamigen Käses). Hier dreht die Strecke in einer weiten Linkskurve nach Osten und erreicht in Flamboin das Tal der Seine, dem die Strecke bis Troyes folgt.

Der Oktober 2011 begann warm und sonnig; am frühen Abend des 1. Oktober durcheilt die 72177 diese Kurve. Mit dem 1045 am Haken sind es von hier noch runde 400 Kilometer bis zum Zielbahnhof Mulhouse Ville, weitgehend unter Vollast.

Datum: 01.10.2011 Ort: Chalmaison [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-CC 72100 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Güterverkehr auf der Transversale
geschrieben von: Po12 (14) am: 12.01.22, 18:12
Hoch über der Ebene der Picardie thront auf einem einzeln stehenden Berg Laon mit seiner Kathedrale. Zu deren Füssen verläuft die Bahnstrecke Chalons-en-Champagne - Tergnier an den Resten des Depots entlang und ermöglicht als Querverbindung viele nützliche Anschlüsse zwischen Ost- und Nordfrankreich.

Spätnachmittags an einem Samstag im Oktober 2005 begegnete mir hier ein bunt gemischter Güterzug, den die 66480 und 66409 bespannten. Der Güterverkehr der SNCF hat seinen freien Fall seitdem weiter fortgesetzt, und mit der folgenden Schliessung zahlreicher Rangierbahnhöfe war diese Leistung damals schon auf der Liste der gefährdeten Arten.

Die führende 66480 war übrigens in früheren Zeiten Versuchskaninchen für Alstom-Drehstromantriebe und ist heute, nach zweimaliger Umlackierung (erst Fret-grün, jetzt Infra-gelb) und Modernisierung zur BB 69400 immer noch im Einsatzbestand.

Datum: 16.10.2005 Ort: Laon [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 66400 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Une ex-alsacienne dans le Quercy
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 08.01.22, 22:52
Das teils zerklüftete, teils liebliche Quercy am südwestlichen Rand des Zentralmassivs ist mit seinen gelblich schimmernden Felsformationen und verwunschenen Bruchsteinhäusern im selben Farbton, mit seinen verschlungenen Sträßlein und geschichtsträchtigen Orten eine überaus reizvolle Landschaft.

Nicht ganz einfach gemacht wird es allerdings dem Bahnfotografen, denn das Streckennetz der ländlichen Gegend ist durch (teils schon lange zurückliegende) Stilllegungen, inklusive landschaftlich wunderschöner Bahnlinien wie Cahors - Capdenac oder Souillac - Saint-Denis-près-Martel (gut, da gibt es immerhin noch Tourismusverkehr auf einem Teilstück), merklich ausgedünnt. Auf den verbliebenen Nebenbahnen dominieren "Baleines" den überschaubaren Regionalverkehr und auch die "POLT" ist in diesem Abschnitt nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Umso erfreulicher ist, dass SNCF Infra in der Gegend zwei seiner landesweit acht Etablissements Industriels des Voies (EIV) betreibt und somit ab und an für interessante Zugleistungen sorgt. Während in Brive die zentrale Instandhaltung aller SNCF-Draisinen stattfindet, befindet sich in Bretenoux an der Strecke von Saint-Denis-près-Martel nach Aurillac das Kompetenzzentrum für alles rund ums Thema Holz, vor allem also die Produktion von Holzschwellen, aber auch Bohlen für Bahnübergänge u.ä.

Mehr oder weniger regelmäßig wird das EIV Quercy-Corrèze, Site de Bretenoux von Brive aus angefahren. Zum Einsatz kommen in der Regel klassische Dieselloks der Reihen BB 67400 oder BB 69000 von SNCF Infra.

Am 17. Dezember 2021 war in den Morgenstunden ein solcher Zug eingelegt. Wir erwarteten ihn zwischen Saint-Denis-près-Martel und Vayrac, wobei die unerträglich langsam über die Bäume kletternde Dezembersonne es spannend machte. Kurz vor der Planzeit leuchtete der Felshang im Hintergrund im Sonnenlicht, während der kürzlich gerodete Bahndamm noch beängstigend stark von Schatten dominiert wurde. Glücklicherweise flatterte in diesen Minuten die Info aufs Handy, dass der erwartete Zug Brive mit etwa 30 Minuten Verspätung verlassen hatte... Das sollte also passen!

Und tatsächlich grummelte der anschwellende Klang des Dieselmotors erst durchs Tal, als sich die Schatten auf ein dekoratives Maß zurückgezogen hatten. Was dann letztlich als Infra 814718 (Brive-Estavel - Bretenoux-Biars) im Bildausschnitt auftauchte, sorgte ebenso für Zufriedenheit: Die blaue BB 67510 mit zweiachsigen Rungenwagen, wie sie im kommerziellen Güterverkehr längst ausgedient haben! Die Lok zählt dabei, wie Basti schnell erkannte, zu den langjährig im Dépôt Straßburg beheimateten Maschinen, die nach der Reduzierung des Elsässer Umlaufplans an die Infrastruktursparte abgegeben wurden.

Auf dem Berg im Hintergrund, dem Puy d'Issolud, lag übrigens nach dem heutigen Stand der Forschung das antike Oppidum Uxellodunum des gallischen Stamms der Kadurker. Dort schlug Julius Cäsar im Jahr 51 v.Chr. die letzte Schlacht seines Gallischen Krieges und setzte einen endgültigen Schlussstrich unter die Eroberung des „freien Galliens“. Weiter leben die Kadurker noch heute im Namen des Landstrichs - Denn das Quercy leitet sich vom lateinischen "Cadurci" ab.

PS: Graffiti auf der Lokflanke digital entfernt

Datum: 17.12.2021 Ort: Saint-Denis-près-Martel [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 67400 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Zwischen Aubrac und Causses
geschrieben von: Po12 (14) am: 08.01.22, 20:56
Der dünne Zugverkehr auf der Ligne des Causses (Béziers - Neussargues) passt zur ebenso spärlichen Besiedlung, aber leider nicht zur grandiosen Landschaft und Trassierung. Der TER von St. Chély d'Apcher nach Béziers ist hier der erste südwärts fahrende Zug des Tages; rund vier Stunden später wird der zweite und letzte Südfahrer für heute folgen.

Der AGC ist von den Hochflächen des Aubrac (im Bildhintergrund) ins Tal des Lot heruntergerollt, um dann über eine 30 Promille-Rampe hoch auf die Causse de Sévérac zu klettern.

Beim Einstellen des Bildes musste ich über den Aufnahmeort grübeln. Die benachbarten Weiler (Combelongue wäre passend) dürften das durchschnittliche Kartenwerk herausfordern; zum nächstgelegenen ehemaligen Bahnhof Tarnesque gibt es keine Siedlung mehr. Stattdessen habe ich den Gemeindeort angegeben: Saint Saturnin de Lenne ist ein Musterbeispiel für die Landflucht in der "province" Frankreichs: 2307 Einwohner in 1836, 284 Einwohner (und weiter abnehmend) in 2019.

Datum: 22.09.2016 Ort: Saint-Saturnin-de-Lenne [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-Z 27500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Zugvögel
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 05.01.22, 20:43
Zugvogel, der: Vogelart, deren Habitat sich regelmäßig in oder unmittelbar an Gleisanlagen befindet. Ideale klimatische Bedingungen für ihre Brutgebiete herrschen insbesondere über Schotter, Schienen oder Weichenstraßen. Nur selten verlassen sie ihr angestammtes Territorium, denn wohl fühlen sie sich nur dort, wo es Züge gibt.

So findet man es in jedem guten Lexikon. Na ja, oder so ähnlich... Irgendwie ;)

Auch wenn vielleicht doch alles ganz anders ist mit den Zugvögeln, hat auf dem Schornstein des Empfangsgebäudes von Sarralbe tatsächlich ein Storchenpaar sein Nest errichtet und kehrt Jahr für Jahr wieder dorthin zurück. Gemeinsam mit zahlreichen Artgenossen, die sich hier im äußersten Zipfel Lothringens angesiedelt haben. Ob am Bahnhof, auf Wohnhäusern, Strommasten, Straßenlaternen oder dem Kirchturm. Obwohl der Weißstorch doch eigentlich nur im benachbarten Elsass der inoffizielle Wappenvogel ist, scheint es ihnen auch im Département Moselle bestens zu gefallen. Die Homepage der Stadt beinhaltet sogar eine entsprechende Webcam [www.sarralbe.fr] Beim Schreiben dieser Zeilen war dort erstaunlicherweise "jemand zu Hause" ;) - Ich dachte bislang, Störche würden im Winter in den Süden fliegen...

Wenn man ein bisschen Glück hat, lassen sich die Tiere auch gemeinsam mit einem Zug einfangen. So am Morgen des 29. März 2021, als die BB 60115 gemeinsam mit einer Schwesterlok eine Leine Kesselwagen zum Ineos-Chemiewerk gebracht hat und nun vor dem beheizten Personalwarteraum im Erdgeschoss des Empfangsgebäudes, am Bahnsteig der ehemaligen direkten Strecke aus Sarreguemines, auf die Rückfahrt als FRET 431018 (Sarralbe - Woippy) wartet. Wenig später werden sich die Loks, wie so oft auch an diesem Tag ohne Last, über die abzweigende Weiche in Bewegung setzen und nach einem sofortigen Richtungswechsel den Rangierbahnhof vor den Toren von Metz ansteuern.

Das Schwellenkreuz im Vordergrund hingegen macht deutlich, dass es in diese Richtung nicht mehr weiter geht. Es handelt sich um die Reste der Strecke nach Bénestroff und von dort aus weiter über Château-Salins nach Champigneulles (Nancy), die im Abschnitt Sarralbe - Bénestroff im Jahr 1970 ihren Personenverkehr verloren hat. Bis Anfang des neuen Jahrtausends wurde noch ein kleines Reststück zum Gleisanschluss Sécométal/Secofab in Rech im Güterverkehr befahren, doch auch das ist inzwischen längst passé. Einziger verbliebener Güterkunde im einstigen Linienkreuz von Sarralbe ist heute Ineos (ehemals Solvay).

Architektonisch ist auch das Bahnhofsgebäude selbst interessant. Errichtet wurde es in nämlich in zwei Etappen. Die vom Betrachter aus gesehen vorderen Gebäudeteile mit dem Dachfirst parallel zur Gleisachse sind einer der "belgischen" Bahnhofsbauten, wie sie in Lothringen an einigen wenigen Bahnlinien realisiert wurden, deren Bau infolge der Weigerung der Compagnie de l'Est zur Nutzung der ihr zuvor erteilten Konzessionen an die Chemins de fer de l’État belge übertragen wurde. Da Belgien im deutsch-französischen Krieg 1870/71 neutral war, konnten die unter deren Ägide begonnenen Strecken samt Bahnbauten auch unter deutscher Verwaltung fertiggestellt werden. 1877/78 ergänzten die nunmehrigen Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen (EL) das Ensemble um einen größeren Sandsteinbau inklusive eines repräsentativen Turms (im Bild links), der seitdem der höchste Teil des Gebäudes ist und sogar das Storchennest überragt. ;)

(Mehr zu den Bahnhofsbauten im Elsass und dem lothringischen Département Moselle findet sich im neuen EK-Buch "Eisenbahngeschichte Elsass-Lothringen" auf S. 242 ff.)

Datum: 29.03.2021 Ort: Sarralbe [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 60000 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Wihr-au-Val-Soultzbach-les-Bains
geschrieben von: claus_pusch (296) am: 05.01.22, 13:20
Ja, so lang und reich an Bindestrichen ist der Name des Haltepunkts, den der SNCF-AGC soeben als TER 831534 Colmar-Metzeral bedient hat, tatsächlich. Früher gab es hier noch ein Ausweich- und ein Ladegleis, an dessen Stelle heute Bahnpendler bahnsteignah parken können (was am Tag meines Besuchs aber kaum genutzt wurde). Im Hintergrund erkennt man den Winzerort Walbach, der - analog zu Soultzbach und Wihr-au-Val - auch über einen ziemlich ortsfernen Hp an der Münstertalbahn verfügt, sowie auf der Höhe einige Häuser der (einstigen) Sommerfrische Trois-Epis.

Datum: 22.10.2021 Ort: Soultzbach-les-Bains [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 76500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Lokbespannt nach Le Havre
geschrieben von: Jens Naber (440) am: 03.01.22, 20:25
Vermutlich zählt die Strecke von Mantes-la-Jolie nach Le Havre landschaftlich nicht unbedingt zu den spektakulärsten Linien in Frankreich, vielerorts dichter Bewuchs erschwert die Motivsuche zusätzlich. Im Jahr 2020 bot sie jedoch noch einen ziemlich interessanten Verkehr, denn nahezu alle Leistungen der stündlich verkehrenden TER aus Paris verkehrten lokbespannt mit den damals akut bedrohten BB 15000 und wahlweise Corail-Wagen oder V2N-Garnituren. Das lockte in der zweiten Tageshälfte des 06. August 2020 an die Piste und ein paar Möglichkeiten gibt es immerhin doch. Als Tagesabschluss hatten wir den TER 3125 Paris-St-Lazare - Le Havre bei Motteville auf dem Zettel: Mit einer neunteiligen V2N-Garnitur war BB 15044 an diesem Abend sicherlich nicht unterfordert, als sie auf ihrer Fahrt Richtung Atlantik mit einiger Verspätung ein Bahnwärterhaus und ein deutsch-französisches Fotografen-Tripple passierte. Heute haben nagelneue "Omneo"-Triebwagen von Bombardier die "nez cassés" in der Normandie überwiegend abgelöst.

Datum: 06.08.2020 Ort: Motteville [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 15000 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Les volcans enneigés
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 02.01.22, 17:05
Anfang bis Mitte Dezember 2021 sorgten mehrere Tiefdruckgebiete in fast allen Gebirgen Frankreichs, von den Pyrenäen bis ins Jura, für teils ergiebige Schneefälle. Nicht anders war das auch im Massif Central, wobei mit der auf den Schnee folgenden Sonne rasch auch milde Temperaturen einsetzten, die die weiße Pracht vielerorts dahin schmelzen ließen. Nur in den höheren Lagen der Vulkanberge der Auvergne hatte sich auch über die Monatsmitte hinaus noch ein winterliches Landschaftsbild gehalten.

Grund genug für einen kleinen Abstecher an die Bahnlinie Aurillac - Neussargues - Arvant, wenn man ohnehin in der Gegend ist! Denn im Abschnitt um den Scheitelpunkt Le Lioran, wo sich auch ein ausgedehntes Wintersportgebiet erstreckt, erreicht die Strecke immerhin Höhen um 1150 Meter.

Le Lioran hat der aus X 73675 im aktuellen AURA-Design und einem weiteren "Wal" in neutraler TER-Livrée gebildete TER 873843 (Neussargues - Aurillac), Anschlusszug für das Überbleibsel des Causses-Schnellzuges "Aubrac", am 17. Dezember 2021 bereits hinter sich gelassen, als er - stetig bergab fahrend - über den Viaduc d'Elbarat dem nächsten Halt in Saint-Jacques-des-Blats entgegen rollt. Unmittelbar links von uns, die wir nach strapaziöser Suche am durch Schnee und Matsch extrem rutschigen Hang gerade noch rechtzeitig zur Zugdurchfahrt einen passenden Standort inmitten des dichten Bewuchses gefunden hatten, befand sich früher der Haltepunkt Puy Griou, wobei das Stationsgebäude heute noch als Wohnhaus erhalten ist.

Das Landschaftspanorama der weißen Gipfel dominiert indes der gleichnamige Phonolitkegel, dessen markante Spitze bis auf 1694 Meter ansteigt. Er ist einer der zentralen Berge der auf vulkanische Aktivität vor Jahrmillionen zurückgehenden Monts du Cantal, wobei sich die Wissenschaft offenbar streitet, ob es sich um einen erodierten Schlot des vorzeitlichen Cantal-Vulkans handelt oder er erst nach der eruptiven Phase der Gegend entstanden ist.

Datum: 17.12.2021 Ort: Saint-Jacques-des-Blats [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Le viaduc de Longueville
geschrieben von: Po12 (14) am: 31.12.21, 17:24
In der Einfahrt des Bahnhofs Longueville findet sich - von Paris kommend - das erste größere Kunstbauwerk der Ligne 4.

Als ich im Herbst 2011 eine Tour entlang der Strecke unternahm, stand die Eröffnung der LGV Rhin-Rhône kurz bevor. Noch hatten die Intercités ihren Startbahnhof in Mulhouse und eine beachtliche Länge, doch das sollte sich in Kürze ändern.

Am 1. Oktober 2011 stört eine CC-72100 mit dem CIC 1040 aus Mulhouse den Samstagnachmittag nur kurz, als sie auf dem Heimweg nach Paris das Tal der Voulzie überquert.

Datum: 01.10.2011 Ort: Longueville [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-CC 72100 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Déviation
geschrieben von: Po12 (14) am: 28.12.21, 23:11
Auf der Rückkehr aus der Auvergne blieb ich im Mai 2014 traditionsgemäß für eine Nacht an der Ligne 4 hängen, bevor ich die restliche Strecke nach Hause unter die Räder nahm. SNCF Infra verleitete mich dann aber dazu, von Chaumont aus entlang der Ligne 10 Richtung St. Dizier vorzudringen: Die Schnellzüge nach Osten wurden wegen Bauarbeiten im Raum Paris über die Ligne 1 Paris - Strasbourg geleitet, um dann ab Blesme durch das Marnetal Chaumont zu erreichen.

Nette Abwechslung, denn der planmäßige Einsatz der CC-72100 vor ein paar kurzen Zügen nach Reims lag schon ein paar Jahre zurück.

Die 72158 hat hier mit dem 1043 nach Belfort gerade den Tunnel de Provenchères auf Höhe der namensgebenden Ortschaft passiert.

Datum: 04.05.2014 Ort: Provenchères-sur-Marne [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-CC 72100 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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La dernière ligne droite
geschrieben von: Po12 (14) am: 27.12.21, 22:31
Die Schnellzüge der Ligne 4 haben die Zielgerade in der Regel mit dem letzten Zwischenhalt in Troyes erreicht. Hier hat die 72130 gerade den Rangierbahnhof von Troyes, La Chapelle-Saint Luc, passiert und beschleunigt nun ihren Zug 1848 aus Belfort für die letzte Etappe nach Paris.

Datum: 15.08.2013 Ort: Barberey-St. Sulpice [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-CC 72100 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Abschiedsvorstellung
geschrieben von: Po12 (14) am: 26.12.21, 22:08
Am letzten Märzwochenende 2017 endete der planmäßige Einsatz der CC-72100 auf der Ligne 4 Paris - Belfort. Einige Bilder davon (und aus früheren Zeiten) sind bereits in der Galerie zu finden; der Blick auf die Ausfart des ehemaligen Bahnhofs von Charmoy war aber in den Jahren zuvor nie so schön freigeschnitten.

Datum: 26.03.2017 Ort: Charmoy [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-CC 72100 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 0 Punkte

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Une gare au milieu de nulle part
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 26.12.21, 12:47
Nichts ungewöhnliches sind Landbahnhöfe, die - der Doppel- oder gar Mehrfachname deutet es in der Regel schon an - der Erschließung mehrerer Orte in der Umgebung dien(t)en, sei es aus geografischen Gegebenheiten oder weil sich ein eigener Bahnhof für jeden Ort wirtschaftlich einfach nicht lohnte. In Frankreich können die namensgebenden Siedlungen mitunter auch mal arg weit abseits der Bahnlinie liegen. Besonders drastisch zeigt sich dies am Beispiel des Bahnhofs Châteauneuf-Bujaleuf im Verlauf der Strecke Limoges - Meymac (- Ussel). Rund acht Straßenkilometer sind es von dort aus ins Zentrum des 1500 Einwohner-Örtchens Châteauneuf-la-Forêt, schlappe sechs kurvenreiche Kilometer nach Bujaleuf (821 Einwohner).

Da verwundert es fast ein bisschen, dass noch 2021 Züge in dem kleinen Landbahnhof halten - Und für französische Nebenbahnverhältnisse gar nicht mal so wenige. Acht Zugpaare sind es unter der Woche, am Wochenende etwas weniger. Auch wenn Châteauneuf-Bujaleuf mittlerweile als point d'arrêt non géré (PANG) betrieben wird, also ohne örtliches Personal, hat er sich viel von seinem Charme vergangener Zeiten bewahrt. Ein äußerlich gepflegtes Empfangsgebäude und auf dem gegenüber liegenden Bahnsteig ein typisches Wartehäuschen, dahinter ein zur Laderampe führendes Nebengleis, ein Wasserkran samt (im Bild nicht sichtbarem) Wasserturm und sogar eine mechanische Vollschranke hat bis ins 21. Jahrhundert überlebt, wenngleich ihr Nutzen ohne zugehörigen Bahnübergang (der ist übrigens selbst auf den ältesten mir bekannten Luftaufnahmen aus den 60er Jahren nicht mehr erkennbar) als reiner Bahnsteigzugang äußerst begrenzt ist...

Als am 18. Dezember 2021 der X 73717 als TER 868602 (Limoges - Ussel) einen Halt einlegte, schaute nur der Zugbegleiter einmal kurz aus einer der Türen hervor. Fahrgastwechsel gab es an diesem Wintersamstagvormittag nicht, sodass schnell wieder Ruhe zwischen den Feldern und Wäldern des Limousins einkehrte, nachdem der Triebwagen unter freundlichem Gruß des Lokführers an die beiden Fotografen davon gebrummt war.

PS: Weißer Farbklecks auf der Front, wohl ein verunglücktes Tag, weggepixelt

Datum: 18.12.2021 Ort: Châteauneuf-Bujaleuf [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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€tang 4000
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 15.12.21, 15:23 sternsternstern Top 3 der Woche vom 26.12.21
Zu den wohl ungewöhnlichsten Anschlussgleisen im Hexagon gehört zweifelsohne dasjenige des Lafarge-Zementwerks im südfranzösischen Port-la-Nouvelle (vgl. [www.drehscheibe-online.de] ). Es zweigt am nordwestlichen Bahnhofskopf von den Hauptgleisen ab und führt in einem engen Bogen mitten hinein in die Lagunenlandschaft der Étangs, vorbei an Fischerhütten und deren in buntesten Farben schillernden Booten. Als Lagerraum hat - wenn ich das Objekt in Bildmitte richtig deute - sogar der Aufbau eines ehemaligen Kühlwagens in dem illustren Sammelsurium überlebt...

Nachdem die ITE (das steht für "Installation Terminale Embranchée", das französische Äquivalent zum Anschlussgleis) über ein Jahrzehnt ungenutzt und dem Verfall und Bewuchs preisgegeben war, erweckte Lafarge sie Ende 2016 wieder zum Leben. Hintergrund war die zeitgleiche Reduzierung der Unternehmensaktivität am Standort La Couronne bei Angoulême, wo seit Anfang 2017 nur noch die Zementmühle (Broyage) zur Zerkleinerung des bereits zuvor gebrannten Zementklinkers in Betrieb ist. Letzterer wird seitdem per Bahn vom Standort Port-la-Nouvelle aus zugeführt. [www.railpassion.fr]

Mit der Durchführung der zwei- bis dreimal pro Woche stattfindenden Transporte ist Europorte betraut, wobei vor den 1.500 Tonnen schweren Zügen aufgrund der nötigen Rangierarbeiten an den Endbahnhöfen - u.a. auf "unserem" Anschlussgleis - trotz des komplett elektrifizierten Hauptlaufs eine der beindruckenden Euro 4000-Großdieselloks des Unternehmens zum Einsatz gelangt.

Am Morgen des 23. September 2021 war €4034 pünktlich mit dem Leerzug 60201 (Angoulême - Port-la-Nouvelle) am Zielbahnhof eingetroffen. Keine zehn Minuten nach der Ankunft - die Rangiercrew war extrem fix - drückte sie die Wagenschlange bereits quer durch die Lagune in Richtung der Beladestelle auf dem Werksgelände, wo ebenso rasch die Beladung mit Klinker abgewickelt werden und der Vollzug sich noch im Laufe des Vormittags wieder auf die Rückreise machen wird.

Datum: 23.09.2021 Ort: Port-la-Nouvelle [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-EURO 4000 Fahrzeugeinsteller: Europorte
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 19 Punkte

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Deux Bordelaises en vacances
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 12.12.21, 18:01
Seit jeher und noch bis vor wenigen Jahren erlebte die Strecke nach Briançon, wo rund um die nach eigenen Angaben (die einer eingehenden Prüfung allerdings nicht standhalten ;)) höchstgelegene Stadt Europas eine Vielzahl von Pisten auf Wintersportler wartet, in den Monaten Dezember bis März einen teils ausgeprägten Saisonverkehr. Insbesondere galt dies bis zuletzt für die Wochenenden, an denen in Paris die Schulferien begannen und zahlreiche Familien an der Gare d'Austerlitz den Liegewagen in die französischen Alpen enterten. Seit der Saison 2016/17 sind die zusätzlichen Sonderzüge allerdings Geschichte. Nur der planmäßige Nachtzug wird seitdem noch um etliche Wagen verstärkt.

Am ersten Märzwochenende 2013 hingegen waren in der Nacht von Freitag auf Samstag nicht weniger als vier Nachtzüge von Paris nach Briançon unterwegs und boten dem Ansturm an Ski- und Snowboardtouristen auf dem Weg zu den Pisten an Dévoluy, Queyras und Pelvoux eine Alternative zu den chronisch verstopften Straßen. Einer davon war Lunéa 5825 (Paris Austerlitz - Briançon), dessen lange Wagenschlange am Morgen des 2. März 2013 über den imposanten, bis zu 53 Meter hohen Viaduc de la Selle vor den Toren von Gap rollte. Beobachtet vom Portal des gleichnamigen Tunnels aus.

Für die Traktion zuständig waren BB 67424 und BB 67496, die eine weitere Besonderheit der „Pointes hivernales“ verdeutlichen. Um den gegenüber dem Normalbetrieb deutlich gestiegenen Lokbedarf abdecken zu können, sammelte man neben den Maschinen aus dem Stammdépôt Chambéry im ganzen Land weitere BB 67400 ein und spendierte ihnen ein paar Wochen Alpenluft. Die beiden gezeigten Loks waren eigens aus Bordeaux (STF Aquitaine) angereist und für die Dauer der Saisonverkehre in Portes-lès-Valence stationiert.

Eine andere Sichtweise auf den Viadukt mit blauer 67300er-UM: [www.drehscheibe-online.de]

Datum: 02.03.2013 Ort: Gap [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 67400 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Winter in Méjean
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 11.12.21, 18:58 sternsternstern Top 3 der Woche vom 26.12.21
Eine Katze huscht über die leere Straße, die Sport- und Fischerboote wippen im geschützten Hafenbecken sanft auf und ab, während der Wind immer wieder massive Wolken aus dem Landesinneren bis an die Küste trägt. Nur wenige Ausflügler verirren sich in die Calanque-Landschaft, das Bistro "Le Mange Tout" wenige Meter von der Kaikante entfernt hat geschlossen. Winter in Méjean.

Völlig anders als in der Sommersaison, wenn die Côte Bleue - der westlich von Marseille am Steilhang der Chaîne de l’Estaque gelegene Küstenstreifen - Bade- und Bootstouristen, Taucher und Küstenwanderer anzieht und sich die geparkten Autos entlang der schmalen Straßen aufreihen, zeigt sie sich außerhalb der warmen Jahreszeit ziemlich ruhig. Zwei deutsche Fotografen sind am 3. März 2014 trotzdem dort und machen einen kleinen Spaziergang über den "Sentier des Douaniers" in Richtung Cap Méjean.

Schier unvermeidlich fällt der Blick dabei natürlich auch auf den Viaduc de Méjean, eine der unzähligen Brücken im Verlauf der Bahnstrecke von L'Estaque über Martigues nach Miramas. ;) In einem lichten Moment brummte ein vierteiliger B 81500 als TER 879740 (Marseille-St-Charles - Miramas) in Richtung der "Ville cheminote".

Datum: 03.03.2014 Ort: Méjean [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-B 81500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 26 Punkte

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Neue Schienen, neuer Schotter, neuer Schnee
geschrieben von: claus_pusch (296) am: 04.12.21, 20:47
Das Herbstquartal 2021 wurde genutzt, um den Gleiskörper der elsässischen Strecke Colmar - Neuf Brisach (Volgelsheim) von Grund auf zu erneuern. Zum Zeitpunkt der Aufnahme waren diese Arbeiten bereits weit fortgeschritten. Der "locotracteur" Y8302 mit seiner erfreulich sauberen Wagengarnitur verteilt bei Sundhoffen neuen Schotter, die ersetzten Gleisjoche liegen noch am Bahndamm herum. Die Vogesenhöhen im Hintergrund wurden in der Nacht zuvor bildbereichernd mit einer Portion Neuschnee bedacht.
Die Instandsetzungsmaßnahmen, die ein Finanzvolumen von 7,8 Millionen EUR haben sollen, als Vorboten einer längerfristig ins Auge gefassten Wiederherstellung der Strecke bis Breisach deuten zu wollen, wäre vermutlich etwas sehr optimistisch; primär geht es darum, den nach wie vor nicht unerheblichen Güterverkehr zum Colmarer Rheinhafen und der dortigen Industriezone zu sichern.

Datum: 03.12.2021 Ort: Sundhoffen [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-Y 8000 Fahrzeugeinsteller: Akiem
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Cathédrale de la Sarre
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 03.12.21, 17:43
Aus dem einstmaligen Bahnknoten Sarralbe, von dem heute nur noch wenig übrig geblieben ist, sind mittlerweile bereits einige Fotos in der Galerie enthalten. Keines jedoch zeigt das von weit her sichtbare Wahrzeichen der Stadt, die katholische Pfarrkirche Saint Martin, landläufig als "Cathédrale de la Sarre" bezeichnet. Auch wenn es mangels zugehörigem Bischof keine "echte" Kathedrale ist, lassen die gemessen an der Größe der Stadt imposanten Dimensionen keine Zweifel aufkommen, wo der Beiname herrührt. Erbaut wurde sie im neogotischen Stil in den Jahren 1904 bis 1907, als Sarralbe - wie das gesamte Département Moselle - unter dem deutschen Namen Saaralben zum "Reichsland Elsaß-Lothringen" gehörte und damit Teil des Kaiserreichs war. Als Baumaterial diente der rosafarbene Vogesensandstein. An weiteren Details der wechselvollen Geschichte der Kirche Interessierten sei dieses kurze Video empfohlen: [www.youtube.com]

Mit dem Bahnverkehr zusammen festhalten lässt sich die Cathédrale de la Sarre am besten in den Wintermonaten, wenn die Vegetation entlang der ehemaligen Strecke nach Sarreguemines über Hambach, die heute nur noch auf wenigen Hundertmetern als Anschlussgleis zum Solvay/Ineos-Chemiewerk befahren wird, einen relativ freien Blick ermöglicht. Die Lücke passt nicht nur längenmäßig ideal für eine solo fahrende Lok, diese ist auch aus einem anderen Grund an dieser Stelle praktisch zwingend: Wenn Last am Zughaken ist, befinden sich die Wagen - auf der Hinfahrt geschoben - nämlich stets rechts der Lok, was naturgemäß wenig fotogen ist...

Am 24. März 2021 hatte ich Glück, dass die DE18 309 von CFL Cargo, eine von insgesamt elf 2017 an die Tochtergesellschaft der luxemburgischen Staatsbahnen gelieferten Maschinen dieses Vossloh-Typs, "haut le pied" nach Sarralbe gekommen war, um dort ein knappes Dutzend leerer Propen/Propylen-Kesselwagen abzuholen und im Verlauf des Vormittags über die "Ligne 9" nach Hausbergen zu bringen.

Datum: 24.03.2021 Ort: Sarralbe [info] Land: Europa: Frankreich
BR: LU-DE18 Fahrzeugeinsteller: CFL
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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La vedette de la Bosse
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 29.11.21, 12:46
Der zuletzt vorgestellte Blick ( -> [www.drehscheibe-online.de] ) funktioniert ebenso gut in der Gegenrichtung und zählt vom Portal des Tunnel du Cul-de-Brey n°2 aus wohl zu den klassischen Motiven der "Ligne de la Bosse" Dijon - Vallorbe. Aufmerksame Betrachter des vorangegangenen Fotos werden bereits erahnen, dass der Standort ebenfalls recht "delikat" ist und gutes Schuhwerk voraussetzt... Ich war an diesem Tag jedenfalls nicht böse drum, einen Motivator zur Seite zu haben, der sicheren Schrittes vorangegangen ist. ;)

Hat man sich aber nach einer kurzen ausgesetzten Passage erst einmal mitsamt hausgemachter Éclairs aus der örtlichen Bäckerei bequem über dem Tunnel eingerichtet, steht einem entspannten Warten auf den Starzug der Strecke, den theoretisch jeden Werktag verkehrenden Getreide(leer)zug aus Italien nach Gevrey, nichts mehr entgegen.

Dass das Wort "theoretisch" besonders hervorzuheben ist, habe ich glaube ich an dieser Stelle schon mehrfach unter Bildern des vormittäglichen Gegenzuges geschrieben. Denn wie es sich für einen Star gehört, ist der "Céréalier" eine echte Diva, die sich mitunter rar macht und durch Fernbleiben glänzt. ;) Am 23. Oktober 2021 war er jedoch in beiden Fahrtrichtungen mit Last eingelegt und die Hinfahrt des Vollzuges in Richtung Schweiz/Italien auch bereits eingesackt.

Der Status der Rückfahrt machte es im Tagesverlauf indes spannend: Zunächst war sie mit respektablen 518 Minuten Verspätung erst am Morgen statt bereits am Vorabend im italienisch-schweizerischen Grenzbahnhof Domo II eingetrudelt und ich sah das geplante Foto am Roche du Feu vor dem geistigen Auge schon scheitern... Die SBB zeigten sich aber sportlich und beförderten den Zug umgehend weiter nach Vallorbe, wo das Prima-Doppel aus BB 27067 und 27094 bereits für den finalen SNCF-Abschnitt wartete. Letztlich war der Zug dann ab Vallorbe sogar mit verfrühter Abfahrt im System und sorgte nun aus dem genau gegenteiligen Grund als ein paar Stunden zuvor für latenten Stress, aber im Endeffekt klappte alles zur vollsten Zufriedenheit, als um kurz nach halb vier FRET 47620 ([Busca -] Vallorbe - Gevrey) mit Achtungspfiff aus dem Tunnel du Cul-de-Brey n°3 rollte und gemächlich talwärts bremste.

Datum: 23.10.2021 Ort: Mesnay [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 27000 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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La montée vers le plateau
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 28.11.21, 18:48 sternsternstern Top 3 der Woche vom 12.12.21
Ehe die Reise durch die abwechslungsreichen Landschaften des französischen Juras führt, muss die Bahnstrecke Dijon/Dole - Vallorbe zunächst einmal einen beachtlichen Höhenunterschied überwinden, um von der Saône-Niederung das "Plateau jurassien" zu erreichen. Der kurvenreiche Anstieg beginnt direkt hinter dem Abzweigbahnhof Mouchard auf 287 Metern über dem Meeresspiegel. In rascher Folge wechseln sich fortan bis Andelot (636m) zahllose Tunnels mit kurzen offenen Abschnitten, Viadukten und Einschnitten ab. Besonders eindrücklich ist dabei die Passage der Felsklippen des Roche du Feu oberhalb des Städtchens Arbois mittels gleich dreier Tunnels, der schlicht durchnummerierten Tunnels du Cul-de-Brey eins bis drei.

Aus dem nur 35 Meter langen Tunnel du Cul-de-Brey n°2 taucht am 19. Oktober 2020 gerade der "Baleine" X 73567 als TER 895511 (Dole - Saint-Claude) ans Tageslicht, um wenige Augenblicke später schon wieder in den längsten der drei Tunnels, den immerhin 328 Meter messenden Tunnel du Cul-de-Brey n°3, hinein zu rollen. Das allerdings nicht, ohne von mir mit flinkem Auslösefinger für die Nachwelt verewigt worden zu sein...;)

Von meinem Ausguck in schwindelerregender Höhe, mit respektvoll-angemessenem Abstand zur Felskante, eröffnet sich hinter dem in sein herbstliches Gewand getauchten Wald auch ein weiter Blick zurück auf die Ebene, die der Zug im vorangegangenen Streckenverlauf durchfahren hat. Jahreszeittypisch nicht ohne verschieden hohe Nebel- und Dunstschichten, für die die Flüsse Loue, Doubs und Saône sorgen.

Datum: 19.10.2020 Ort: Mesnay [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 20 Punkte

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Opfer des Fortschritts...
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 21.11.21, 16:30
... wurde die Telegrafenleitung, die entlang der "Ligne des horlogers" (dt. "Strecke der Uhrmacher"; eine Hommage an die Handwerkstradition der Gegend) zwischen Morteau und der Staatsgrenze F/CH noch erstaunlich lange überdauert hat, im Zuge der grundlegenden Sanierung der Strecke im Jahr 2021. So begrüßenswert wie nötig diese auch war, so schade ist es für den Fotografen, dass wieder ein Stück alter Eisenbahn weniger als willkommene Motivbeigabe existiert. Einen guten Über- und interessanten Einblick hinsichtlich der Arbeiten bietet folgendes Video des ausführenden Unternehmens Colas Rail: [www.youtube.com]

Noch im alten, aufgrund langjährig nur minimaler Instandhaltung zugleich aber auch erbarmungswürdigen, Zustand befand sich die Strecke am 26. Oktober 2019, als ich an einem Feldwegübergang etwas außerhalb von Morteau den X 73752, unterwegs als TER 18112 (La Chaux-de-Fonds - Besançon), im späten Licht des fortgeschrittenen Herbstnachmittags fotografierte.

Der links oben auf dem Bergkamm erkennbare Sendemast markiert übrigens zugleich den Verlauf der Grenze zur Eidgenossenschaft.

PS: Eine rückseitig zwischen Zug und Telegrafenmast hervorstechende Signaltafel hinter dem Gleis habe ich digital entfernt.

Datum: 26.10.2019 Ort: Morteau [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Bögen schlagen
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 12.11.21, 17:41
Nachdem Nils [www.drehscheibe-online.de] , [www.drehscheibe-online.de] und Jan [www.drehscheibe-online.de] auf dieser Welle kürzlich gleich mehrere Aufnahmen der niederländischen "Nez cassé"-Derivate gezeigt haben, hat Yannick den Bogen zu den marokkanischen Vertretern der "gebrochenen Nasen" geschlagen: [www.drehscheibe-online.de] Zwischenzeitlich ist auch noch die portugiesische Reihe 1900 in Diensten von Medway hinzugekommen: [www.drehscheibe-online.de] .

Was liegt also näher, als die Reise im Mutterland des charakteristischen Designs fortzusetzen, wo Paul Arzens sich in den Sechzigerjahren von der Silhouette eines Sprinters auf dem Startblock inspirieren ließ, als er die ikonische Formgebung schuf? Vielleicht hat der ein oder andere ja zukünftig auch noch etwas aus Slowenien, Belgien oder aber die portugiesische E-Version beizusteuern? Südkorea oder der kurzzeitige Testbetrieb der dort als "french fry" bekannt gewordenen CC 21003 bei Amtrak in den USA wären dann natürlich die absolute Kür...;)

Auf der Suche nach einem auch jahreszeitlich passenden Motiv bin ich im Archiv auf diese Aufnahme aus der Normandie vom 9. Oktober 2018 gestoßen. Apropos Bogenschlagen: Derlei gleich 27 benötigten die Erbauer des großen Viadukts von Barentin, um zwischen 1844 und 1847 (!) die Querung des vom Flüsslein Austreberthe geschaffenen Tals zu realisieren. Die Arbeitskraft, die vor 175 Jahren für das gigantische, vollständig aus roten Ziegelsteinen errichtete Bauwerk aufgewendet werden musste, lässt sich heute nur schwer ermessen... Dass die erste Version kurz vor der geplanten Eröffnung in sich zusammenbrach, ist heute nur noch eine Randnotiz der Geschichte! Versuch Nummer 2 trägt den dichten Verkehr der Strecke Paris - Le Havre seitdem anstandslos.

Zum Aufnahmezeitpunkt waren die Intercités auf den beiden Normandie-Magistralen noch fest in der Hand der BB 15000, wobei nach Rouen und Le Havre - anders als in Richtung Caen, Cherbourg und Trouville - in aller Regel Wendezüge mit entsprechend ausgerüsteten Loks zum Einsatz kamen. So zeigt der aus der BB 15042 und Corail-Wagen im Design der Région Haute-Normandie bestehende INT 3128 (Le Havre - Paris Saint Lazare) das Bild, wie es in der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts typisch für die Strecke war. 2020/21 erfolgte dann die praktisch vollständige Ablösung durch neu gelieferte Omneo-Triebwagen.

Datum: 09.10.2018 Ort: Barentin [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 15000 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Bonjour Jura!
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 07.11.21, 19:01 sternsternstern Top 3 der Woche vom 21.11.21
In den frühen Morgenstunden verschwimmen auf den Hochplateaus des französischen Juras schon einmal die Jahreszeiten. Auch im Frühjahr und Herbst sind knackige Minusgrade, teils gepaart mit einer schon oder noch in winterliches Gewand gekleideten Landschaft, dann an der Tagesordnung. So zeigte das Thermometer am 23. Oktober 2021 um kurz nach acht zünftige 6 Grad unter Null an, als ich mit hoch aufgestelltem Mantelkragen und ein bisschen Fingergymnastik auf einer Waldwegbrücke im Forêt de la Joux, der mit seinen mächtigen bis zu 50 Meter hohen Nadelbäumen beindruckt, auf den ersten (und an diesem Tag wegen Bauarbeiten in Dijon auch einzigen) TGV von Lausanne nach Paris wartete.

So war ich froh, dass schon wenige Minuten nach Sonnenaufgang und damit absolut pünktlich die funkelnden Spitzenlichter des Euroduplex, wie er seit Ende 2019 auf dieser Relation eingesetzt wird, in der reifüberzogenen Landschaft auftauchten. Neben dem Heulen der Triebköpfe klang bei der Vorbeifahrt des TGV 9264 (Lausanne - Paris Lyon) noch ein ganz anderes Geräusch mit: Das Kratzen des Stromabnehmers an der vereisten Fahrleitung, die die Funken nur so sprühen ließ!

Während der Zug sogleich den (ehemaligen) Bahnhof Boujailles, der heute nur noch als Überleitstelle vom zwei- in den eingleisigen Abschnitt fungiert, passieren und sich mittels zahlreicher Kurven der Saône-Niederung entgegen winden wird, blicken wir - durch das Teleobjektiv verdichtet - über die vom Reif bedeckten Weiden und einige Ställe hinweg weit in den Jura hinein. Die am weitesten hinten gelegene Gebirgskette befindet sich dabei bereits auf Schweizer Territorium. Die höchste sichtbare Erhebung müsste der 1607 Meter hohe Chasseron im Waadtländer Jura oberhalb von Yverdon sein.

Datum: 23.10.2021 Ort: Boujailles [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-TGV 2N2 Euroduplex Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 43 Punkte

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Les vestiges de la Transvosgienne
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 03.11.21, 12:39
Folgt man von Séléstat kommend dem Tal der Flüsse Giessen und Lièpvrette in die Vogesen, begleitet einen auf der Reise ein Schienenstrang, der seine Glanzzeit längst hinter sich hat und nunmehr vollständig in Vergessenheit zu geraten droht.

Im Dezember 1864 von Sélestat zunächst bis Sainte-Marie-aux-Mines eröffnet, erfolgte erst über 70 Jahre später die Verlängerung bis nach Lesseux-Frapelle an der Strecke Straßburg - Saint-Dié. Mit der Eröffnung dieses Abschnitts, der mit dem Tunnel de Sainte-Marie-aux-Mines (6872 m) den lange Jahre über längsten Eisenbahntunnel Frankreichs umfasste, entstand am 8. August 1937 eine dritte Vogesenquerung, die unter anderem direkte Züge von Nancy über Saint-Dié nach Colmar ermöglichte.

Doch schnell hatten sich die verkehrspolitischen Prioritäten verschoben. Weitere ehrgeizige Gebirgsquerungen in unmittelbarer Nähe, von Cornimont nach Metzeral sowie von Bussang nach Wesserling an der Strecke Mulhouse - Kruth, wurden gar nicht erst realisiert, obwohl teilweise bereits mit ihrem Bau begonnen worden war. So kam es im Jahr 1973 auch zur Stilllegung der Verlängerung "unserer" Strecke nach Lesseux - Frapelle, damit der Tunnel zukünftig dem Straßenverkehr dienen konnte. Eine Funktion, die er noch heute erfüllt.

Der Nimbus der durchgehenden "Ligne transvosgienne" war also nach wenigen Jahrzehnten verschwunden und mit der jetzt wieder auf Sélestat - Sainte-Marie-aux-Mines begrenzten Stichstrecke ging es zügig bergab: Januar 1980 Verlagerung des Personenverkehrs auf die Straße, zehn Jahre später Einstellung des Güter- und damit des Gesamtverkehrs zwischen Bois-l'Abbesse und Sainte-Marie, Abbau und Umwandlung in einen Fahrradweg.

Noch bis ins Jahr 2017 durchgehalten hat einzig das Reststück von Sélestat bis zur Zone Industrielle in Bois-l'Abbesse kurz hinter dem Bahnhof La Vancelle, wo bis zuletzt der Hygieneartikelhersteller Hartmann für ein regelmäßiges Verkehrsaufkommen sorgte. Für den Eisenbahnfreund ein besonderes Schmankerl war bis Ende 2012 der Einsatz eines Locotracteurs für die Bedienung, schon damals ein Anachronismus, der in den letzten Jahren zugunsten der BB 75000 (zuerst noch von SNCF Fret, dann vom privaten EVU Sécurail) aufgegeben wurde. Wie so oft waren es gravierende Oberbaumängel infolge unzureichenden Streckenunterhalts, die Anfang 2018 zur finalen Stilllegung führten. Auf eine Finanzierung der etwaigen Sanierung konnten sich die beteiligten Akteure leider nicht einigen. Dem Vernehmen nach knüpfte SNCF Réseau diese an die Bedingung, dass der Kunde die volle Summe allein aufbringt...

Als ich am 20. September 2012 erst- und leider auch letztmals zu Betriebszeiten vor Ort war, ahnte ich davon noch nichts und erfreute mich am orangefarbenen Y 8083, der mit drei für den Hartmann-Standort in Belleville-sur-Saône bestimmten Schiebewandwagen als FRET 432215 (La Vancelle - Sélestat) bei Val-de-Villé unterwegs war. Im Hintergrund erheben sich die schon leicht "angeherbstelten" Vogesen mit dem 856 Meter hohen Altenberg, der am auf seiner Spitze errichteten Sendeturm für das Fernsehen leicht erkennbar ist.

Datum: 20.09.2012 Ort: Val-de-Villé [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-Y 8000 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Wählerische Wiederkäuer
geschrieben von: claus_pusch (296) am: 01.11.21, 11:40
Am Hasenberg im elsässischen Griesbach gibt es eine unbewaldete Fläche, die in den Sommermonaten regelmäßig mit Milchvieh beweidet wird. Nun sind Kühe aber keine Ziegen und fressen beileibe nicht alles, was ihnen vors Maul gerät. Vor allem um Hochwachsendes, Stacheliges und Hartes machen sie einen weiten Bogen. Dementsprechend verwildert sieht die Weide im Vordergrund aus, während unten ein AGC als TER 831546 Colmar-Metzeral zwischen den Stationen von Soultzbach-les-Bains und Gunsbach-Griesbach durchs Tal rollt. Im Hintergrund sind Wihr-au-Val und Walbach zu erkennen, die letzten vom Weinbau geprägten Gemeinden im Münstertal.

Datum: 22.10.2021 Ort: Griesbach-au-Val [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 76500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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À la limite météorologique
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 31.10.21, 18:03
Wie an dieser Stelle bereits berichtet [www.drehscheibe-online.de] , zeigte sich der vorletzte Sonntag zumindest in den tieferen Lagen Ostfrankreichs ausgesprochen nebelverhangen. So kam es, dass sich rund um den Col de Saales in den Vogesen im Tagesverlauf recht freundliches Wetter mit einem Mix aus Sonne und Wolken einstellte, rundherum hingegen der Nebel sich den ganzen Tag über nicht lichten sollte.

Besonders deutlich wurde dieses Wetterphänomen, als ich zum Ausklang der Fototour wieder einmal an der kleinen Kapelle im Wald oberhalb von Bourg-Bruche Stellung bezog, um den abendlichen Leerreisezug W 754570 (Rothau - Saint-Dié) abzupassen, mit dem die doppelte RRR-Garnitur, die am Montagmorgen den ersten Pendlerzug der Woche nach Straßburg bildet, in die Sous-préfecture des Départements Vosges zugeführt wird.

Während auf meiner Seite der Wetterscheide, die sich rund um den Climont - mit 965 Metern einer der höheren Berge der mittleren Vogesen - ausgebildet hatte, die Oktobersonne noch einmal alles gab, um die Herbstfarben zum leuchten zu bringen, waberte über den Col de la Steige links des Berges immer stärker der aus der Rheinebene heraufziehende Hochnebel hinein und sorgte für eine beinahe surreale Stimmung, als die BB 67591 mit dem erwarteten Zug durch den Haltepunkt rollte.

PS: Einen "spiddeligen" Strauch am Bahndamm auf Höhe der Lok habe ich nachträglich entfernt.

Datum: 17.10.2021 Ort: Bourg-Bruche [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 67400 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Sémaphores à Lauterbourg
geschrieben von: Kuhi (146) am: 27.10.21, 21:03
In der Nordausfahrt des französischen Grenzbahnhofs Lauterbourg finden sich auch heute noch vier Sémaphoren des Typs ex-AL (Alsace-Lorraine), welche die Ausfahrt in Richtung Wörth (Rhein) signalisieren. Die Signale zeigen als Fahrtbegriff nur VL, so dass beim zweiten Signal von Gleis C ein TIV-R 30 km/h angebracht ist. Für das äußere Gleis B gelten die 30 km/h bereits ab dem Einfahrsignal.

Planmäßig erreichen neben den Zügen der SNCF aus Strasbourg kommend auch DB-Züge der Bienwaldbahn von Wörth (Rhein) den Grenzbahnhof. Während man in Richtung Hauptstadt des Département Bas-Rhin bei Lücken von bis zu 4-Stunden schon nicht mehr von einem Taktfahrplan sprechen kann, fahren die Züge auf der Bienwaldbahn hingegen annähernd im Stundentakt.
Am letzten Sonntag war 643 014 bei bestem Wetter für den Pendel nach Lauterbourg eingeteilt und erreicht hier soeben sein Ziel auf Gleis B.


Da die Schatten bei der Einfahrt bereits etwas zu weit reichten, wurde die Uhr für den Schattenwurf eine halbe Stunde zurückgedreht.

Datum: 24.10.2021 Ort: Lauterbourg [info] Land: Europa: Frankreich
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Festival des couleurs
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 25.10.21, 17:05
Besonders reizvoll, vielleicht am aller schönsten, ist es im Jura im Oktober, wenn der Wald in den schillerndsten Farben zu leuchten beginnt. Dass dieses Naturschauspiel allerdings nicht nur von Woche zu Woche, von Tag zu Tag unterschiedlich ausgeprägt ist, sondern sich mitunter auch an ein und demselben Tag innerhalb weniger Kilometer schlagartig verstärken oder aber praktisch verschwinden kann, haben wir erst kürzlich wieder bemerkt. Je nachdem, in welchem Tal es einen besonders strengen Frost gab, über das Jahr hinweg etwas weniger Niederschlag gefallen ist oder ein erster von Westen heranziehender Herbststurm seine Angriffsfläche gefunden hat...

Insofern hatten Yannick und ich am 29. Oktober 2016 einfach ein bisschen Glück, als wir - auf der Flucht vor dem Nebel an der "Ligne 4" - im Tal des oberen Doubs zwischen Morteau und Gilley praktisch Idealbedingungen vorfanden. Kurz bevor die Sonne gegen 17 Uhr bereits hinter den umliegenden Berghängen verschwand, bahnte sich noch das Doppel aus den beiden mit dem schweizerischen Zugsicherungssystem Integra-Signum ausgestatteten X 73752 und X 73753 als internationaler TER 96422 (La Chaux-de-Fonds - Besançon) pfeifend seinen Weg durch das herbstliche Festival der Farben. Kurz vor Colombière passierte es dabei einen urigen Bahnübergang, der ausschließlich als Zufahrt zu einer Weide dient.

Im Jahr 2021 waren derartige Fotos auf der "Ligne des horlogers" leider nicht möglich, da die Strecke seit März und noch bis zum kommenden Wochenende komplett gesperrt ist, um dringend notwendige Sanierungsarbeiten durchzuführen. Aber spätestens im nächsten Jahr hat man dann wieder die Gelegenheit - oder vielleicht bleibt ja noch ein bisschen Laub bis in den November hinein an den Bäumen. :)

Datum: 29.10.2016 Ort: Colombière [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Licht und Schatten
geschrieben von: claus_pusch (296) am: 23.10.21, 23:09
...sind willkommene Zutaten für das 'letzte Bild' eines Fototages. Beides war noch ausreichend vorhanden, als AGC X76530 als TER831547 Metzeral-Colmar durch die Reben zwischen Turckheim und Logelbach fuhr. Diese Nebenbahn weist einen für französischen Verhältnisse ziemlich dichten Fahrplan auf. Ein Grund dafür ist, dass um die Jahrtausendwende versucht wurde, möglichst viel Schülerverkehr auf die Schiene zu holen, wofür sogar zwei neue Haltepunkte in unmittelbarer Nähe zu großen Schulen errichtet wurden. Eine davon ist das hinter dem Triebwagen erkennbare, nach Lazarus von Schwendi (einem für den Oberrheinraum wichtigen Staatsmann des 16. Jahrhunderts) benannte Schulzentrum, für das man den am linken Bildrand zu erahnenden Hp Ingersheim-Cité-Scolaire eingerichtet hat. Oben am schon beschatteten Hang ist die Siedlung Hunabuhl zu erkennen, die zwischen 1899 und 1937 durch die elektrische Bergbahn Turckheim - Trois-Epis bedient wurde.

Datum: 22.10.2021 Ort: Logelbach [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 76500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Frommes am Fahrbahnrand
geschrieben von: claus_pusch (296) am: 21.10.21, 22:25
Das Elsass ist traditionell hinsichtlich der Konfessionen eher durchmischt, aber bei Moosch im Thurtal hat vor allem die katholische Volksfrömmigkeit ihre Spuren in der Landschaft hinterlassen. Direkt an der Durchgangsstraße steht ein sehr gut erhaltenes Wegekreuz, und auf dem Hügel im Hintergrund, den die Landkarten als 'Baechelruecken' ausweisen, der lokal aber mit 'Colline de la Vierge' beschildert ist, findet sich eine (auf dem Foto leider kaum erkennbare) vergoldete Marienstatue. Weniger andächtig als vielmehr flott durchquert der "Walfisch" X73661, noch mit der Beklebung der ehem. Region Champagne-Ardenne versehen, als TER 832810 Thann St-Jacques-Kruth die Szenerie.

Datum: 16.10.2021 Ort: Moosch [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Bis hierher und nicht weiter
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 21.10.21, 20:51
Bereits vor einiger Zeit hatte ich an dieser Stelle die einstmals knapp 150 Kilometer lange Bahnstrecke von Lérouville über Verdun nach Pont-Maugis bei Sedan bildlich vorgestellt: [www.drehscheibe-online.de] Personenzüge befahren die "LS" (für Lérouville - Sedan) schon seit gut einem halben Jahrhundert nicht mehr, aber auch der Güterverkehr wurde in den letzten Jahrzehnten stetig zurückgefahren - Und damit fielen immer mehr Abschnitte der bis 1998 noch in gesamter Länge als Strategische Bahn eingestuften Linie im Hügelland zwischen Argonnen und Ardennen völlig in den Dornröschenschlaf. Vom nördlichen Streckenbeginn aus ging es seit Beginn der Siebzigerjahre noch bis Stenay, wo eine Papierfabrik für ein gewisses Aufkommen sorgte und zusammen mit ArcelorMittal in Mouzon lange Jahre den Fortbestand der Strecke sicherte. Im Zuge eines der für den Güterverkehr in der Fläche fatalen "Plans fret" der SNCF änderte sich dies zu Beginn des neuen Jahrtausends: 2007 stellte die Staatsbahn den Coilverkehr nach Mouzon ein, zwei Jahre später die Kohle- und Kaolintransporte zur Papierfabrik nach Stenay.

Seit Ende 2011 wanderten wenigstens die Coils wieder zurück auf die Schiene, diesmal allerdings mit CFL Cargo als ausführendem Transportunternehmen. Mehrmals die Woche bedient die Tochter der luxemburgischen Staatsbahn seitdem die im Bahnhof von Mouzon an der alten Ladestraße errichtete Umschlaghalle. Für den weitere Streckenverlauf südwärts in Richtung Stenay hingegen fand sich seit dem Rückzug der SNCF 2009 kein Prinz mehr, der die Linie wachküsste... Ein am ehemaligen Hausbahnsteig in Mouzon installierter Prellbock sorgt für klare Verhältnisse!

Am 18. November 2018 ist die MRCE-Mietlok G1206 1276 015 mit dem sonntäglichen 62567 aus Hagondange angekommen, hat die beladenen Wagen an der Ladestraße zugestellt (Die schweren Stahlrollen werden nun für die "letzten Meile" einzeln von Lastwagen übernommen, da die auf einer Flussinsel gelegen Fertigungsstätte keinen eigenen Gleisanschluss besitzt) und rollt nun beim Umsetzen bis nahe an das aktuelle Streckenende heran, ehe es mit den Leerwagen als 62568 zurück nach Ébange gehen wird. Das Empfangsgebäude indes wurde kürzlich saniert und wird von der Gemeinde für bahnfremde Zwecke genutzt. Ein Foto, das Pascal Dumont an selber Stelle vor knapp 20 Jahren aufgenommen hat, sei allen Freunden von "Einst und jetzt"-Vergleichen empfohlen: [www.flickr.com]

PS: Einen hinter der Lok hervor lugenden Mast hat aus ästhetischen Gründen die virtuelle Flex erfasst...;)

Datum: 18.11.2018 Ort: Mouzon [info] Land: Europa: Frankreich
BR: 271,277 (alle Vossloh-Mittelführerstandsloks) Fahrzeugeinsteller: MRCE
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Où es-tu soleil?
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 20.10.21, 17:49 sternsternstern Top 3 der Woche vom 31.10.21
Am vergangenen Wochenende, 16./17. Oktober 2021, bescherte das Hochdruckgebiet Philine dem deutschen Südwesten und den angrenzenden Regionen Ostfrankreichs zwar ruhiges Herbstwetter. Mit der Sonne war das aber schon eine ganz andere Geschichte... Entlang des Oberrheins hatte sich, wie allzu oft, massiv ausufernder Hochnebel gebildet, der jegliche Fotoambitionen im Keim erstickte. Und auch ansonsten macht ein Sonntagsausflug unter der trüben Dunstglocke doch nicht so richtig Spaß. Also musste irgendwie an Höhe gewonnen werden, um möglicherweise doch ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen. Da zumindest ein bisschen Eisenbahn dabei sein sollte, war die Auswahl an möglichen Zielen naturgemäß recht begrenzt, sodass ich mich letztlich an die Strecke Straßburg - Saint-Dié aufmachte, wo ich mir auf immerhin rund 550 Metern Höhe noch am ehesten Chancen auf Sonne ausrechnete!

Tja, was soll ich sagen: Der (Hoch-)Nebel war am Sonntag ungewöhnlich stark ausgeprägt und trotz einiger marginal hellerer Momente legte ich die gesamte Strecke bis zum Col de Saales letztlich in der Düsternis zurück. Ganz oben dann aber ein wunderbares Spektakel, als die Morgensonne durch den Nebel brach und bei klirrender Kälte um den Gefrierpunkt frische Vogesenwaldluft geschnuppert werden konnte! Leider beschränkte sich das vorerst aber wirklich auf ein winziges Nebelloch in Saales selbst. Schon wenige Kilometer weiter, wo sich die Strecke in Richtung Saint-Dié herabzuwinden beginnt, stocherte ich wieder im tristen Grau. Aber auf der Waldwegbrücke unweit des Weilers Le Houssot wollte ich dennoch bis zur nächsten Zugfahrt warten, denn irgendwie schien mir weit oben doch ein schwacher Schimmer über dem Nebel zu liegen. Ohnehin ist es - mitten im Wald gelegen - ein wunderbarer Platz zum Verweilen.

Der Nebel machte es spannend, aber rechtzeitig zum TER 831861 (Saint-Dié - Strasbourg) gab er den Blick ein Stück weit frei und zog sich vornehm in den Hintergrund zurück. Was wollte ich - in Kombination mit den Herbstfarben - mehr...? Nach diesem Auftakt blieb ich dann den ganzen Tag über im Umkreis weniger Kilometer, wo neben dem sonntags dünnen Bahnverkehr auch zahllose Wanderrouten entdeckt werden wollen. :)

Datum: 17.10.2021 Ort: Le Houssot [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 76500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 30 Punkte

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[FR] Variation du Moulin de la Bouëxière
geschrieben von: Jochen Schüler (68) am: 16.10.21, 19:50
Von mir wird die DSO Galerie sehr als Anregung für eigene Fototouren geschätzt. So auch auf meiner Dienstreise nach Rennes. Am Wochenende war Zeit, sich die Umgebung von Rennes anzusehen. Angelockt von Julians schönem Motiv [www.drehscheibe-online.de] fuhr ich ins Tal der Vilaine zwischen Rennes und Redon. Mir war ja klar, dass die Danseuses ausgetanzt hatten, jedoch sollten auch modernere Züge an der Moulin de la Bouëxière die Anreise wert sein.

Doch vor Ort zeigte sich, dass ich mir die nassen Füße in der taugetränkten Wiese umsonst geholt hatte. Der freie Abschnitt an der Stützmauer war in nur vier Jahren durch zwei große Büsche verwachsen und das Motiv so nicht mehr umsetzbar. Aber nördlich von der Moulin de la Bouëxière gab es eine weitere Stützmauer, die noch nicht zugewuchert war. Weiter südlich stehend konnte man über die volle Breite des Stauwehrs die Mühle und Zug, wenn auch nicht gerade formatfüllend, vereinen. Der Haken dabei war, das eine Lücke in der Baumreihe an der Mühle für eine schöne Beleuchtung sorgte. An meiner Stützmauer war die Baumreihe natürlich geschlossen und dort standen die höchsten Bäume, die noch lange Schatten auf die hintere Stützmauer warfen. Erst gegen 10:00 war das Motiv leidlich beleuchtet. Die Doppeltraktion Z 21 500 als TER nach Nantes, habe ich versemmelt, da die Züge schneller um die Ecke kamen, als ich mein E-Book zur Seite und die Kamera hochreißen konnte. Und danach zog Schmodder rein ich in Richtung Rennes ab.

Die nächsten Tage war dann schlechtes Wetter angesagt und ich musste ja auch arbeiten. Die Schmach ließ mich nicht ruhen, so dass ich am nächsten sonnendurchfluteten Morgen, dem Donnerstagmorgen, die Zeit vor der nächsten Spätschicht nutzte und nochmal dorthin fuhr. Nach der Nebelauflösung machte ich einige Aufnahmen. Die weißen TGVs und grauen Z 56 500 hoben sich trotz bestem Licht nicht richtig ab. Daher zeige ich euch hier den TER 858329 Rennes – Nantes, der um 11:44 vorbeikam.

Die Aufnahme zeigt auch ein neues Fahrzeug für die Galerie, einen Z 21 500 in Pays de la Loire Lackierung. 57 Z TER wurden 2003 bis 2004 als 200km/h schnelle dreiteilige Zweisystemtriebwagen gebaut. Sie erinnern nicht zufällig an die Staubsauger der Baureihe X 72 500, stammen sie doch aus der gleichen Zeit und aus dem gleichen Haus.

Datum: 29.09.2021 Ort: Guichen-Bourg-des-Comptes [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-Z 21500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Frühaufstehen zwecklos
geschrieben von: claus_pusch (296) am: 15.10.21, 23:30
Ende September braucht die Sonne im elsässischen Münstertal schon Zeit, um sich über die Vogesenhänge zu kämpfen, und so war die Wiese in Griesbach, die Jens auf diesem Bild aus ganz anderer Perspektive in Szene gesetzt hat, um kurz nach 8 Uhr die erste Stelle im mittleren Abschnitt der Strecke Colmar-Metzeral, an der ein Sonnenbild gelingen konnte. Es zeigt AGC X76533 als TER 831509, der gerade das Stadtgebiet von Munster hinter sich lässt. Im Hintergrund sind links die Gipfel des Petit Hohneck und des Hohneck (1363 m) mit ihren bewuchsfreien Hochweiden zu erkennen sowie rechts der Gazon-du-Faing, der dem Tal eine felsige, von Gletschern geformte Flanke zeigt. Dazwischen liegt auf 1139 m Höhe der Schlucht-Pass; dieser war zwischen 1907 und 1915 von Munster aus mit einer elektrischen, teils mit Zahnstange ausgestatteten Schmalspurbahn erreichbar - vermutlich die Strecke öffentlichen Verkehrs mit der kürzesten Betriebsdauer im gesamten Elsass.

Datum: 24.09.2021 Ort: Griesbach-au-Val [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 76500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Verfahren?
geschrieben von: Biebermühlbahner (168) am: 30.09.21, 15:22
Nicht ganz - aber es wirkt ein wenig so. Dokumentationen von ICEs mit älterer französischer Infrastruktur sind rar, da sie fast nur auf den neuen LGVs unterwegs sind. Eine Ausnahme bilden da nur jene ICEs welche von Frankfurt über Kaiserslautern nach Paris fahren, da wird ab Saarbrücken ganz planmäßig ein Stück "Altstrecke" genutzt (Strasbourg - Vendenheim lasse ich mal nicht gelten für die südliche Route). Das ist hier aber nicht der Fall: Mehrere Monate lang konnte die LGV Est in ihrem östlichsten Abschnitt im Jahr 2020 aufgrund eines Erdrutsches, welcher hinsichtlich der Umstände glücklicherweise nur ein eher glimpfliches Zugunglück hervorbrachte, nicht befahren werden. Somit hieß es auch für den hier abgebildeten ICE 9574 von Stuttgart nach Paris: Ab über Saverne nach Baudrecourt. Hier passiert er gerade den Bahnhof Lutzelbourg im Vogesen-Durchstich.

Datum: 22.07.2020 Ort: Lutzelbourg [info] Land: Europa: Frankreich
BR: 407 (Siemens Velaro D) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Thann oder: Die Illusion vom perfekten Bild
geschrieben von: claus_pusch (296) am: 29.09.21, 01:28
Es gibt Fotostellen, wo das perfekte Bild einfach nicht gelingen will.
Ende der 1970er Jahre wurde an der elsässischen Thurtalbahn von Lutterbach nach Kruth ein neuer Haltepunkt "Thann Nord" eingerichtet, der unmittelbar vor einem kurzen Tunnel lag. Vom Tunnelportal konnte man am späteren Nachmittag den Hp gut fotografieren und hatte zudem die gotische Stiftskirche Saint-Thiébaut, das unumstrittene Wahrzeichen von Thann, genau in der Gleisachse. Man konnte aber auch am Hang ein wenig höher klettern, um eine seitliche Sicht auf die Züge zu erlangen. Wie sich dies im Juli 1995 darstellte, ist hier zu sehen.
Die Situation änderte sich in den 2000er Jahren deutlich: Im Zuge des Projekts "Tram-train Mulhouse Vallée de la Thur" wurde das Streckenstück bis Thann Nord - jetzt bezeichnet als "Thann Saint-Jacques" nach dem gegenüberliegenden Krankenhaus - elektrifiziert und der Hp zum Bahnhof ausgebaut, in dem man von der Tram in die Dieseltriebwagen umsteigen können sollte, die weiterhin den oberen Streckenabschnitt bedienen. Der Tunnel wurde aufgeschlitzt, der Hang teilweise abgetragen, um Platz für das neue Gleis zu gewinnen.
Im August 2018 suchte ich Thann Saint-Jacques nach vielen Jahren wieder auf, um das Motiv mit digitaler Technik umzusetzen. Der seitliche Blick von 1995 war inzwischen durch Baumwuchs an der Strecke und am Hang nicht mehr möglich, ich musste auf eine nur prekär zugängliche Stelle näher an der Station ausweichen, von wo man zwar das Saint-Thiébaut-Münster auch ganz gut mit ins Bild bekam, aber z.B. die Ruine Engelbourg und die Vogesenberge nicht mehr. Aber gut - man nimmt, was man kriegt... Kurz darauf passierte AGC X76709 als Zug Kruth-Mulhouse die Station, allerdings ohne Tramanschluss (dieser besteht in der nachmittäglichen Rush Hour erst im "Hauptbahnhof" von Thann). Nun ist ein Nachschuss immer nur zweite Wahl, daher blieb ich auf dem Posten, denn wenige Minuten später sollte ein anderer Triebwagen das Tal heraufkommen. Unbegreiflicherweise wurde dieser aber über das hintere Gleis geleitet - also nichts mit dem perfekten Bild. Deshalb nahm ich mir vor, bei anderer Gelegenheit nochmal zu kommen, und zwar dann, wenn auf dem hinteren Gleis eine Tram warten würde, so dass der Triebwagen nach Kruth gezwungen wäre, auf dem "richtigen" Gleis einzufahren. Ein paar Wochen später unternahm ich diesen nächsten Versuch, allerdings war es an jenem Tag deutlich dunstiger und der Ergebnis wieder nicht perfekt. Also stand für irgendwann später nochmal ein Besuch an...
Im September 2021 hielt ich den richtigen Moment für diesen neuerlichen Versuch für gekommen, wurde aber vor Ort schwer enttäuscht: offenbar waren die Eigentümer der Häuser im Vordergrund vom Straßenlärm und von den Zügen (und vielleicht auch von den wartenden Reisenden, die vom Bahnsteig einen Panoramablick in ihren Garten hatten) derart genervt, dass sie zwischenzeitlich einen meterhohen Lattenzaun entlang der Grundstücksgrenze zum Gleis aufgestellt hatten. Damit war das Motiv Thann Saint-Jacques endgültig verbaut und für mich klar, dass ich davon keine perfekte Version mehr würde machen können - weswegen ich hier letztlich doch das Bild "zweiter Wahl" von 2018 vorschlagen möchte. Darauf sind noch ein paar nicht uninteressante Details zu sehen, z.B. der alte jüdische Friedhof direkt neben der Bahn, die Grand-Cru-Lage des Rangen, der Turm der alten Kirche Saint-Dominique im Nachbarort Vieux-Thann, der aus den Bäumen ragt, und dahinter am Horizont die Berge des Südschwarzwalds.

Bildmanipulation: ein aufdringlicher weißer Lieferwagen auf Höhe des Triebwagen-Mittelteils wurde elektronisch aus dem Verkehr gezogen.

Datum: 20.08.2018 Ort: Thann [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 76500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Unter der Festung von Sierck - 2. Versuch
geschrieben von: Jörg der Saarländer (32) am: 14.09.21, 20:34
An der Obermoselstrecke von Trier nach Thionville liegt kurz hinter der französischen Grenze das Städtchen Sierck-les-Bains mit seiner imposanten Burganlage aus dem 10. oder 11. Jahrhundert.
Die frisch lackierte 185 039 fährt am 11. September 2021 mit dem 41208 von Duisburg-Ruhrort Hafen nach Perrigny Triage unter der in der Abendsonne strahlenden Festung ins Landesinnere.

Aufgrund der Anregungen beim ersten Versuch habe ich die Helligkeit reduziert, Tiefen und Lichter neu bewertet und die Rottöne neutralisiert.
So dürfte die Lok wieder verkehrsrot sein statt der Telekom zu gehören ;-)

Zuletzt bearbeitet am 15.09.21, 12:51

Datum: 11.09.2021 Ort: Sierck-les-Bains [info] Land: Europa: Frankreich
BR: 185 (Bombardier TRAXX F140 AC1/2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Naviland de l'est
geschrieben von: Jens Naber (440) am: 12.09.21, 20:58
Wer regelmäßig mit der Kamera im Elsass unterwegs ist, kommt früher oder später am „Naviland“ nicht vorbei: Ein Containerzug, der sich an Werktagen abends von Strasbourg auf den Weg in Richtung Lyon macht. Das Besondere an diesem Zug ist, dass man an ihm eine relativ hohe Chance auf eine „nez cassé“-Maschine hat, die sich im Nordosten Frankreichs im Güterverkehr ansonsten ausgesprochen rar machen. Der Haken war jedoch immer seine späte Fahrplanlage, erst gegen 19:30/20:00 Uhr war er normalerweise an den bekannten Motiven entlang der Ligne 1 unterwegs – selbst an den längsten Tagen des Jahres oftmals zu spät, wenn man nicht gerade in Hochfelden stehen wollte. So hatte man über einige Jahre also einen sehr fotogenen und sogar ziemlich zuverlässigen Zug, aber leider keine große Motivauswahl...

Ausgesprochen willkommen war daher die Info, dass er in diesem Fahrplanjahr rund eine Stunde früher verkehren sollte. Nachdem im diesjährigen „Sommer“ verfügbare Zeit und Sonnenschein lange nicht zusammenpassen wollten, hat es Anfang September dann doch endlich mal noch mit einem Sprung über die Grenze geklappt. Für Motive in den Vogesen ist zu diesem Zeitpunkt die Jahreszeit zwar bereits zu weit fortgeschritten, aber den bekannten Kanal bei Steinbourg wollte ich dann doch mal probieren – und tatsächlich ging der Plan am 01. September 2021 wie erhofft auf: Kurz bevor die Schatten das Gleis erreichten, ist BB 22389 im schicken livrée „béton“ mit dem abendlichen Naviland 50630 Strasbourg Port-du-Rhin – Vénissieux-Voyageurs entlang des Canal de la Marne au Rhin zwischen Dettwiller und Steinbourg unterwegs und sorgt für den erhofften Abschluss eines sonnigen Spätsommertages.

Datum: 01.09.2021 Ort: Steinbourg [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 22200 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Abendsonne im Münstertal
geschrieben von: claus_pusch (296) am: 10.09.21, 21:00
Die elsässische Nebenbahn von Colmar nach Metzeral durchfährt das Tal des Flüsschens Fecht, besser bekannt unter der Bezeichnung "Vallée de Munster" nach dem Hauptort, der auch einem aromatischen Weichkäse seinen Namen gegeben hat. Munster ist auch das Ziel des abendlichen TER 831562, der von AGC X76621 (mit sichtbar lädiertem Frontlack) gefahren wird. Der Triebwagen hat eben den Hp Walbach-La Forge durchfahren und wird gleich die unter einem Baum versteckten Reste militärischer Anlagen aus kriegerischen Zeiten passieren. Auf dem Bergkegel im Hintergrund ist der Bergfried der Ruine Pflixbourg sichtbar, der - wie eine touristische Webseite treffend formuliert - wie ein Leuchtturm über dem Tal der Fecht wacht, aber nicht bestiegen werden kann (was ihn leider als Standort für Bahnfotos in der Morgensonne untauglich macht...).

Datum: 01.09.2021 Ort: Walbach [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 76500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Mit blauer Lok durchs Elsass
geschrieben von: Voreifel-218er (30) am: 08.09.21, 19:06
Noch zweimal am Tag, morgens und nachmittags, erreicht eine Straßburger Pielstick-Diesellok den Bahnhof Lauterbourg an der Grenze zu Rheinlad-Pfalz. Die Strecke verläuft durch flache Landschaft, welche jedoch durch die Abwechslung von Feldern, Wiesen und Wäldchen durchaus ihren Reiz hat.

Am 1. September dieses Jahres war BB 67603 für die morgendliche Runde eingeteilt. Nachdem sie kurz zuvor mit den ersten Sonnenstrahlen den Lauterburger Bahnhof verlassen hatte, schob sie ihre klassische RRR-Garnitur als TER30709 durch die mit Morgentau bedeckten Wiesen und Felder zurück in Richtung Straßburg. Vom Rande eines kleinen Wäldchens aus (in dem es übrigens von Stechmücken nur so wimmelt…) konnte sie dabei auf dem Kamerachip verewigt werden.

Datum: 01.09.2021 Ort: Lauterbourg [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 67400 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Im Tal der Doux, oder knapp 200m Höhenmeter bergab
geschrieben von: CC7109 (28) am: 05.09.21, 15:56
Die schöne französische Touristenbahn "Chemin de Fer du Vivarais" bietet neben den bekannten Vélorail-Fahrten auch touristische Fahrten mit Dampflokomotiven an. Eine dieser Fahrten nennt sich "Train des Gorges" und befährt dabei nur die Teilstrecke von Tournan-sur-Rhône bis zum kleinen Bahnhof Colombier-le-Vieux, wo die Lok gedreht wird. Meistens wird dafür die betriebsfähige Mallet mit der Nummer 403 eingesetzt, die im Jahre 1903 von der schweizerischen Firma SLM in Winterthur gebaut wurde und an die originale Bahngesellschaft dieser Strecke, die Compagnie de Chemin de Fer Départementaux, kurz CFD, geliefert wurde. Da die Zugänglichkeit des Talbodens und die Sicht von dort auf die Bahnlinie sehr eingeschränkt sind, war eine lange Online-Recherche per Google-Earth vorausgegangen. Letztendlich bin ich fündig geworden und habe dann diese Stelle, in der Nähe des namensgebenden "Château de Mordane" aufgesucht. Immerhin müssen für diesen Fotostandpunkt knapp 200m nach unten und später ebenso wieder bergauf überwunden werden. Aber ich denke die Mühe hat sich gelohnt.


Zuletzt bearbeitet am 05.09.21, 15:57

Datum: 25.08.2021 Ort: Colombier-le-Vieux [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-030-030T Fahrzeugeinsteller: SNCFV
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Jussey
geschrieben von: HSU (103) am: 28.08.21, 18:24
... besser kurz vor Jussey sehen wir hier CC 72140 mit dem IC 1645 nach Vesoul.
Wir befinden uns im "Niemandsland" zwischen den Flüssen Saone und Amance - quasi der Rennstrecke der Linie 4 in Frankreich im Abschnitt zwischen Chaumont und Vesoul. Die CC 72100 können in diesem Abschnitt auf maximale Geschwindigkeit beschleunigen und alle Leistung aus den Pielstick-Motoren herausholen.



Datum: 27.09.2014 Ort: Jussey [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-CC 72100 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Colombier
geschrieben von: HSU (103) am: 27.08.21, 17:28
So konnte jeder Tag an der Linie 4 in Frankreich beginnen. Gleich der erste IC nach Paris (IC 1742) mit 2 Lokomotiven, wenn die restlichen Züge auch noch fahren, dann wird es ein feiner Tag.
Am 27.09.2014 paßte letztlich alles - keine Bauarbeiten, keine sonstigen Ausfälle und dauerhaft schönes Wetter. Lediglich die im Bild ersichtliche CC 72084 ließ sich nicht mehr blicken.

Datum: 27.09.2014 Ort: Colombier [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-CC 72100 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Détourné sous le Pont Napoléon
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 19.08.21, 21:48
Zwei mal pro Woche wird das zur Saarstahl-Gruppe gehörende Drahtziehwerk in Port-d'Atelier, im Département Haute-Saône an der "Ligne 4" gelegen, dessen Produkte für Heftklammern, Schutzmasken, Glasfaserleitungen, Drähte für die Automobilindustrie und vieles mehr Verwendung finden, per Bahn mit Rohstoffen versorgt: [www.youtube.com] .

Die aus Deutschland kommenden, mit Drahtrollen beladenen Wagen werden durch CFL Cargo France über den Knotenbahnhof Blainville vor den Toren von Nancy in der Regel via "Ligne 15" und Culmont-Chalindrey angeliefert. Da diese Strecke in den letzten Jahren unter der Woche aber immer wieder für Bauarbeiten gesperrt war, wurde der Zug mittwochs an gewissen Daten über Épinal und Lure umgeleitet, wo ansonsten planmäßig kein Güterverkehr mehr stattfindet und nur wenige Male am Tag ein einsamer Baleine durch die Wälder der Vogesen rollt.

Der 10. Mai 2017 war einer dieser Tage. Aufhänger unserer Tour waren eigentlich die anberaumten Fahrten des Unkrautspritzzuges über die wunderschöne Strecke Molsheim – Saint-Dié, aber auch den CFL-Umleiter ein paar Kilometer weiter südwestlich nahmen wir am Nachmittag natürlich gerne mit. Nördlich von Xertigny erwarteten Urs, Basti und ich BB 75109 mit dem 61801 (Blainville-Damelevières - Port-d'Atelier) unterhalb des eindrücklichen „Pont Napoléon“ – Unter Beobachtung eines geradezu manisch aufmerksamen Anwohners, der in uns böse „écolos“ ausgemacht haben wollte, die mit ihren Kameras doch bestimmt Vorbereitungen für eine Protestaktion (mindestens, wenn nicht gar Sabotage!) eines dort vielleicht alle Jubeljahre einmal vorbei kommenden Kastortransports trafen…;) Die Erklärung, dass da gleich nur ein paar umgeleitete Drahtrollen vorbei scheppern würden, stellte ihn ersichtlich nicht zufrieden. Unsere Kennzeichen habe er sich jedenfalls notiert, ließ uns der mutmaßliche Le Pen-Anhänger zum Abschied wissen. Gehört haben wir natürlich in dieser Sache nichts mehr!

Datum: 10.05.2017 Ort: Xertigny [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 75000 Fahrzeugeinsteller: Akiem
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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