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Die doppelte 232...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1030) am: 23.01.22, 19:48
...nämlich 232 232 mit der RB 7828 von Meiningen nach Eisenach beim Halt
im Bahnhof Förtha. Das Bild entstand während einer Plandampfveranstaltung
im Februar 1998 ganz nebenbei...
(Scan vom 4,5x6 Dia)

Datum: 13.02.1998 Ort: Förtha [info] Land: Thüringen
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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DABgbuzf760
geschrieben von: Leon (874) am: 23.01.22, 18:17
Bleiben wir noch einen kleinen Moment bei den Steuerwagen der Deutschen Reichsbahn. Die letzte Neuentwicklung der DR auf diesem Gebiet waren die DABgbuzf760 als Weiterentwicklung der Steuerwagen mit der senkrechten Front. Gebaut von der Waggonbau Görlitz in einem Umfang von 100 Stück ab dem Jahr 1992, fielen sie neben der schrägen Front auch durch die hier erstmals gekrümmten Fenster im Oberdeck auf; hier wurde der Dachbereich für mehr Bewegungsfreiheit erweitert. Man erkennt dies bei dem roten Fahrzeug im Vergleich zu dem dahinter laufenden Fahrzeug mit gerader Dachschräge.
Wir stehen hier am 01.05.98 in Bad Dürrenberg und harren der Dinge, die uns vor die Linse fahren sollten. Dass zeitgleich zwei Züge mit Steuerwagen aufkreuzen sollten, nahmen wir damals nur mit einem Achselzucken hin - erneut ein Bild, welches fast für die Tonne gedacht war und nur aus einer Laune heraus fast 24 Jahre lang in der bereits erwähnten "Doppelten-Kiste" vor sich hinrottete.
Heuite sind diese Wagen bei der DB bereits Geschichte, aber die WFL setzt diesen Typ noch vor seiner Dosto-Garnitur ein. Hier ein etwas aktuelleres Bild, bei dem der unterschiedliche Oberdecktyp der eingesetzten Wagen gut erkennbar ist: [www.drehscheibe-online.de]
Zum Bild: RB 7221 trifft RB 7220 in Bad Dürrenberg, gelegen zwischen Leipzig und Weißenfels.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 01.05.1998 Ort: Bad Dürrenberg [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: Steuerwagen (außer von Triebwagen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Nächtlicher Münsterblick
geschrieben von: Hannes Ortlieb (459) am: 23.01.22, 09:25
Ein Foto der Linie 2 mit dem Blick auf den noch höchsten Kirchturm der Welt in der Donaumetropole zu verbinden, hatte ich schon länger im Hinterkopf. Nach dem Wegzug war dieses Vorhaben aber nicht mehr ganz so einfach umsetzbar. Ein abendlicher Einkauf und ausreichend Zeit im Anschluss boten die Möglichkeit, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Die im Vorjahr erworbene neue Kamera sollte das Ganze auch bei Nacht noch besser umsetzbar machen. Der erste Anlaufpunkt war dann die Kienlesbergbrücke, die die Verbindung zwischen der Innenstadt und den Hängen der Alb bildet und quer über den nördlichen Bahnhofskopf des Hauptbahnhofs mit den Gleisen nach Stuttgart und Ulm führt. Sie ist nachts beleuchtet und bot so auch ausreichend Helligkeit für die sie nutzenden Bahnen.

Diese Bühne betrat als erstes das älteste derzeit regulär eingesetzte Fahrzeug im Fahrgastbetrieb, Combino Nr. 41 "Albrecht Berblinger" (Schneider von Ulm), das auch schon bald 20 Jahre alt ist. Rechts im Bild die Firmenzentrale des Betreibers Stadtwerke Ulm und daneben dann das weltberühmte Ulmer Münster. Der "Heiligenschein" an einem der Türme hinter dem Kirchenschiff kommt von einem angestrahlten Baugerüst. Links im Bild noch die über 100 Jahre alte Neutorbrücke.

Datum: 14.01.2022 Ort: Ulm - Kienlesberg [info] Land: Baden-Württemberg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: SWU
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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(Fast) Alles beim Alten
geschrieben von: Benedikt Groh (448) am: 23.01.22, 09:57
Nachdem die bisher in der Galerie gezeigten Bilder vom Offenbacher Hauptbahnhof alle an der 20 Jahre Grenze kratzen oder diese bereits längst überschritten haben möchte ich ergänzend eine etwas aktuellere Aufnahme vorschlagen. Ganz so viel hat sich allerdings nicht geändert: zwar ist der Blick auf die Christuskirche im Vergleich zu Andreas' Version ein wenig zugewachsen, aber sieht man einmal von den Ks Signalen ab halten sich die bisherigen Modernisierungsbemühungen doch einigermaßen in Grenzen. Und so kann man auch heute noch die Kombination aus lokbespanntem Regionalverkehr und alten Bahnsteigen in der Lederstadt bildlich festhalten.

Datum: 01.10.2021 Ort: Offenbach [info] Land: Hessen
BR: 114 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Zu früh dran
geschrieben von: claus_pusch (297) am: 22.01.22, 19:11
Anfang September 2021 nutzte ich eine Autofahrt ins Rheinland, um am südlichen Abschnitt der Westerwaldbahn einen Zwischenstopp einzulegen. Dabei kam ich auch nach Niederzeuzheim. Für die klassischen Motive südlich des Bahnhofs, nämlich den Ortsblick wie in diesem Bild von MDC oder die Wegbrücke wie in dieser Aufnahme von Frank, war ich zu früh dran - also musste ein anderer Standort her, und den fand ich in Streckenkilometer 13,4 direkt am Bahnhof auf Höhe des strecken- und regionstypischen hübschen Empfangsgebäudes.
Nicht zu früh, sondern mit einer geringfügigen Verspätung und sichtbaren Emissionen beschleunigt ein HLB-LINT als RB 61707 Siegen-Limburg in Richtung Hadamar.

Datum: 02.09.2021 Ort: Niederzeuzheim [info] Land: Hessen
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: HLB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Sonntags in den heiligen Hallen des AW Nürnberg
geschrieben von: Andreas T (490) am: 22.01.22, 15:23
Mein heutiger Bildvorschlag aus dem Jahr 1980 hätte alternativ auch heißen können: "Dumm gedacht - Glück gehabt - gut gemacht".

Im Herbst Dezember 1980 hatte ich mich gemäß Weisung meiner Eltern durch die Tanzschule gequält. Und neben den wöchentlichen Tanzstunden und dem Abschlussball gab es auch das Angebot eines preisgünstigen gemeinsamen Busausflugs. Diesmal sollte es zum Christkindels-Weihnachtsmarkt nach Nürnberg gehen - stinklangweilig.

Wobei - gab es nicht in Nürnberg noch Interessantes aus dem Bereich Eisenbahn? Altbauloks wie die 118, Triebwagen wie die 432er und überhaupt Dieselfahrzeuge? Könnte man nicht einfach die Busfahrt mitmachen, sich vor Ort absetzen und statt Weihnachtsmarkt ein wenig Eisenbahn-Abenteuer suchen? Warum eigentlich nicht ...

Und so meldeten sich mein Kumpel Harald I. und ich zur Busfahrt am Sonntag, den 07.12.1980, ohne sinnhaften Plan oder Informationen, halt eine Fahrt "ins Blaue", genauer wegen des Winterwetters "ins Weiße". Aber es kam dann erst einmal so, wie man es bei fehlender Planung und Information erwarten konnte: Den Hautbahnhof zu finden war nicht sonderlich kompliziert, er war aber nicht sonderlich fotogen. Die Idee, das Bw Nürnberg zu finden und aufzusuchen, gelang uns auch mit vertretbarem Aufwand, dort standen immerhin ein paar 118er herum, wenn auch im schlechten Licht. Aber bis zur abendlichen Rückfahrt des Busses war noch viel Zeit.
Ich weiß gar nicht mehr, wer damals auf die Schnapsidee kam, nach dem Bw auch mal das Aw Nürnberg aufzusuchen. Was damals neben dem AW Bremen für die Instandsetzung aller Dieselfahrzeuge zuständig war. Irgendwo musste es ja liegen. Mittels Telefonbuch fanden wir die Adresse und am Hauptbahnhof auch auf der Übersichtskarte dessen tatsächliche Lage im Süden Nürnbergs. Mit der U-Bahn durchaus erreichbar.
Aber nur zur Erinnerung: Wir waren sonntags unterwegs, und hatten die irrsinnige Idee, unangemeldet ein Ausbesserungswerk aufzusuchen! Es kam also so, wie es zu erwarten war: Vor einem menschenleeren Werkstor standen wir, und wussten: Wir haben keine Chance.

Aber es ist wie immer im Leben: Wenn du keine Chance hast, musst du sie nutzen. Während wir vor dem Tor standen, frierend, und nachdenkend, was wir jetzt unternehmen sollten, bewegte sich etwas auf dem Gelände. Ein Mitarbeiter des Wachschutzes auf dem Gelände, damals nannte man das wohl noch "Pförtner", erschien in unserem Blickfeld, offenbar durch die beiden merkwürdigen Gestalten vor dem Tor neugierig geworden. Und machte den "Fehler", und zu fragen, was wir sonntags hier vor dem Tor zu suchen hätten. Jedenfalls hatte er letztlich so viel Mitleid mit uns beiden, dass er - entgegen jeder Dienstvorschrift - uns erlaubte, ihn auf seinem nächsten Kontrollgang durch das leere Betriebsgelände zu begleiten, unter der Bedingung, eng bei ihm zu bleiben, nichts anzufassen und ihn nicht zu verpetzen - was wir dankend zusagten.

Und so erhielten wir eine Privatführung durch das menschenleere Gelände, auf dem außen eine Vielzahl abgestellter 220er und 602-Triebköpfe zu finden waren, und in den Hallen selbst instand zu setzende Fahrzeuge vorrangig der Baureihe 218, aber durchaus auch 221er (die erste Lok dieser Baureihe, die ich zu sehen bekommen habe) und eine schmalspurige 251 aus Ochsenhausen. Stellvertretend möchte ich von allen damals entstandenen Bildern hier aus den "heiligen Hallen" die in Aufarbeitung befindliche (edit) 221 145 zeigen. Ein sensationelles Erlebnis für uns.

Ich denke, nach über 40 Jahren verletze ich mein damaliges Versprechen nicht mehr, diesen mitfühlenden und hilfsbereiten Menschen zu verpetzen, und möchte Euch an diesem Abenteuer teilhaben lassen. Auf dem Rückweg zum Bus begegnete uns übrigens zu unserer Überraschung im Hauptbahnhof - gerade wegfahrend - sogar als Sonderzug noch eine Doppelgarnitur des 403 in alter IC-Lackierung.

Harald hatte übrigens schon bald sein Interesse an der Eisenbahn verloren, und sich lieber dem Tanz und den Damen zugewendet ...

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)


Zuletzt bearbeitet am 23.01.22, 22:00

Datum: 07.12.1980 Ort: Nürnberg Aw [info] Land: Bayern
BR: 220,221 (alle V200-west) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Hofheim - vom Kultbahnhof zum Museum
geschrieben von: Der Rollbahner (215) am: 20.01.22, 19:44
Das „Hofheimerle“ steht als Nt 7873 im Endbahnhof zur Abfahrt bereit und wird vom Fahrpersonal beim Zugleiter in Haßfurt angekündigt.

Im darauffolgenden Kalenderjahr wurde auf dieser reizvollen Nebenbahn nicht nur der Betrieb mit Schienenbussen eingestellt, sondern, trotz anhaltenden Protestes aus der Bevölkerung, quasi im Handstreich gleich die gesamte Strecke stillgelegt.

Geblieben ist nach dem Abbau der Gleise das seit dem Jahre 1976 vom ehemaligen Bahnhofsvorsteher Emil Lehmann und seiner Frau liebevoll eingerichtete Museum, in dem die verschiedensten Eisenbahnrelikte besichtigt werden können.

Scan vom Fuji KB-Dia

Manipulation: Ein am Bahnübergang geparktes Auto wurde digital umgesetzt.

Datum: 18.01.1994 Ort: Hofheim (Ufr) [info] Land: Bayern
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Senftöpfe über der Saale
geschrieben von: Leon (874) am: 20.01.22, 16:34
Bernburg...eigentlich ein Wallfahrtsort für Ludmilla-Freunde. Bereits zahlreiche Fototouren haben in den vergangenen Jahren in dieses Diesellokparadies geführt.

In den Jahren nach der Wende wurde Bernburg eigentlich nur am Rande wahrgenommen. Die Strecken- Farb- und Baureihenvielfalt war viel zu groß, als dass man den Fokus nur auf diesen einen Ort legte. Telegrafenmasten, Formsignale, lokbespannte Personenzüge...all das gab es noch in Hülle und Fülle, und es ging eher um besondere Motive als um besondere Bespannungen.
Der 30.06.95 war so ein Tag, an dem man kreuz und quer durch Sachsen-Anhalt gurkte und ein Motiv nach dem anderen abhakte. Irgendwann am Nachmittag ging es auch nach Bernburg. Der erste Zug, der kam, war dieser geschobene Wendezug mit seiner V 100. Eigentlich ein no-go...Auf Wendezüge waren wir damals überhaupt nicht scharf; es musste schon ein lokbespannter Zug in der richtigen Richtung sein. Wenig später kam die Regionalbahn nach Calbe: ebenfalls eine V 100 mit einem lumpigen Wagen. Typisch für die Zeit Mitte der 90er Jahre.
Nun, der Ein-Wagen-Zug wurde gerahmt, der Wendezug landete in der "Doppelten"-Kiste, weil jahrelang ein Rähmchen teurer war als der "Wert" eines Steuerwagens.

So, nun sind inzwischen über 25 Jahre vergangen. Das Dia lag immer noch in der Kiste, und ich mache keinen Hehl draus, dass ich es zwischendurch sogar fast wegwerfen wollte...;-) Was sehen wir heute? Eine Senftopf-Garnitur mit Steuerwagen! Geliefert ab Anfang der 70er Jahre von Görlitz mit einem Volumen von 672 Wagen. Anfangs in grün, aber ab 1979 wurde für diese Wagen das rehbraune Farbschema eingeführt, später eine besondere Version für die Sputniks auf dem Berliner Außenring. Nach der Wende zunächst teilmodernisiert und bis Mitte der 90er Jahre u.a. auf dem Rennsteig im Einsatz. Später vollmodernisiert, mit neuen Türen, Inneneinrichtungen und zusätzlichen Fenstern. Bis in dieses Jahrtausend im Einsatz, erkennbar an den "geraden" Dachschrägen bzw. Fenstern im Obergeschoss.

Daran sieht man, dass gewisse Themen kommen und gehen. Bilder, die man früher fast in die Tonne getreten hat, erhalten Jahrzehnte später eine völlig andere Bedeutung. Was lernen wir daraus? Werfe nie ein Dia weg, bis du dir nicht völlig sicher bist, dass du es später nicht bereust...;-)

In diesem Sinne: Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 21.01.22, 08:39

Datum: 30.06.1995 Ort: Bernburg [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: Steuerwagen (außer von Triebwagen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Frühling in Laurenburg an der unteren Lahn (1988)
geschrieben von: Andreas T (490) am: 20.01.22, 18:29
An einem herrlichen Frühlingstag und mit geradezu "explodierender" Vegetation begegnete uns in Laurenburg - damals noch mit Formsignalen - die beige-türkise 216 195 auf dem Weg Richtung Koblenz.

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)

Zuletzt bearbeitet am 20.01.22, 18:29

Datum: 24.04.1988 Ort: Laurenburg [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Kohle für Küchwald...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1030) am: 20.01.22, 13:24
...wurde vor 21 Jahren natürlich noch mit 2 "Russen" in Doppeltraktion von Profen
nach Chemnitz gefahren. Auch war der Bahnhof Narsdorf gleismäßig noch vollständig
erhalten, heute sind die Gleise auf der Ostseite des Empfangsgebäudes - ehemalige
Strecke nach Rochlitz - verschwunden und der Bahnhof selber nur noch ein Haltepunkt,
der sich nun gleich hinter dem hier sichtbaren Bahnübergang befindet. 232 701 und
232 118 mit dem KC 64242 nach Küchwald verlassen nach erfolgter Kreuzung mit
einem Regionalexpress den Bahnhof.
(Scan vom 4,5x6 Dia)

Zuletzt bearbeitet am 20.01.22, 13:31

Datum: 10.02.2001 Ort: Narsdorf [info] Land: Sachsen
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Badewanne über der Obra
geschrieben von: Philosoph (524) am: 20.01.22, 08:10
Nach einigen Jahren ohne Personenverkehr verkehrten im Jahr 2013 ausschließlich am Wochenende zwei Zugpaare auf der landschaftlich sehr reizvollen Strecke zwischen Rzepin und Międzyrzecz. Wie so oft liegt auch bei dieser Strecke ein großes Problem darin, dass die Bahnhöfe der sowieso schon recht kleinen Ortschaften meist weit außerhalb liegen. Am 17.08.2013 überquert der einer umgedrehten Badewanne nicht unähnliche Stammtriebwagen SA 105 - 104 der Strecke auf seinen Weg nach Rzepin die malerisch gelegene Brücke über den / die Obra (?) .

Datum: 17.08.2013 Ort: Międzyrzecki [info] Land: Europa: Polen
BR: PL-SA 105 Fahrzeugeinsteller: Przewozy Regionalne (PR)
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Leipzig Knautnaundorf
geschrieben von: Tomasz Borys (5) am: 19.01.22, 22:18
Die Ludmilla 232-701 zieht am letztem Tag des Jahres 2021 den DGS 95317 Leipzig Plagwitz Gbf. - Zeitz Gbf. dem Ziel entgegen. Der Zug kamm vorher mit E-Lok aus Breclav nach L.Plagwitz, wo es auf V-Traktion umgespannt wurde.

Datum: 31.12.2021 Ort: Knautnaundorf [info] Land: Sachsen
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Vorfrühlings-Abends an der Eifelquerbahn (1981)
geschrieben von: Andreas T (490) am: 19.01.22, 19:42
Mittlerweile genießt die Eifelquerbahn von Mayen nach Gerolstein wieder mehr Aufmerksamkeit, nachdem sie 10 Jahre lang in den Dornröschenschlaf versunken war - jedenfalls im Abschnitt Kaisersesch bis Gerolstein. Aber seit einiger Zeit wird über eine Reaktivierung - für Museumsfahrten oder Planverkehr - nachgedacht, und das Hochwasser-Elend spielt jetzt auch eine Rolle: Die Strecke soill freigeschnitten werden, um die defekten Triebwagen aus Gerolstein abzutransportieren und Bauzugfahrten zu ermöglichen.

Als wir am 14.04.1981 auf der Rückfahrt von einem Besuch an der Strecke nach Hellenthal (natürlich mit Abstecher nach Olef) wieder auf dem Heimweg waren, wollten wir die abendliche Zugleistung auf der Eifelquerbahn natürlich "mitnehmen". Meine beiden Brüder entschlossen sich zu einem Streckenbild. Ich wollte aber lieber den Unterwegsbahnhof Laubach-Müllenbach dokumentieren. Weswegen wir uns eben für diesen Zug trennten.

Und so entstand dieses vorfrühlingshafte Bild mit 211 220 als 7278 und (symptomatisch) einem einzelnen Fahrgast. Wobei ich mic h immer wieder an den vielen verschiedenen Grüntönen erfreuen kann, von den frischen Blättern, den Vierachser-Umbauwagen und dem Opel (?).

Schauen wir mal, wann hier endlich wieder ein Planzug verkehrt ...


Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)


Datum: 14.04.1981 Ort: Laubach-Müllenbach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 211,212,214 (alle V100-West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Kruft im Morgenlicht
geschrieben von: Nils (571) am: 19.01.22, 15:11
Ein klarer Märztag ist gerade angebrochen, als am 15.03.2012 628 303 das Weststellwerk von Kruft auf dem Weg von Kaisersesch nach Andernach passiert. Die Infrastruktur dürfte bis heute überlebt haben, während die 628 mittlerweile durch LINT ersetzt worden sind.

Scan vom KB-Dia Fuji Provia 100F

Datum: 15.03.2012 Ort: Kruft [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Déviation (2)
geschrieben von: Po12 (14) am: 18.01.22, 22:15
Am Pfingstwochenende 2008 war die Strecke Longueau - Creil wegen Brückenarbeiten gesperrt. Der Pfingstreiseverkehr machte einen vollständigen SEV illusorisch, und so wurden einige Schnellzüge Richtung Boulogne über Tergnier umgeleitet, wo dann von/auf Ellok umgespannt wurde. Das bescherte dem Abschnitt zwischen Amiens und Tergnier noch einmal richtige Züge; früher gab es hier schon mal durchgehende Wagen bis Brindisi und Bukarest zu sehen ...

Im Bild sehen wir den stattlich langen 2022 Boulogne - Paris Nord, der gerade den aufgeräumten Bahnhof Chaulnes passiert. Zugloks sind die 67586 und die 67620 "Abbeville".

Datum: 10.05.2008 Ort: Chaulnes [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 67400 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Die südlichen Einfahrsignale...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1030) am: 18.01.22, 12:44
...des Bahnhofs Wünschendorf, links das der Elstertalbahn aus Richtung Greiz und rechts
das der Strecke aus Werdau. Im Januar 1999 war letzteres noch in Betrieb aber der schlechte
Zustand der Gleise zwischen Wünschendorf und Werdau führten am 30. Mai 1999 hier zur Ein-
stellung des Personenverkehrs. Heute ist die hier sichtbare Strecke total zugewachsen und
kaum noch erkennbar. Mit dem RE 3359 von Erfurt nach Greiz hat 232 212 eben den Bahnhof
Wünschendorf verlassen und wird gleich die Weiße Elster überqueren.
(Scan vom 4,5x6 Dia)

Zuletzt bearbeitet am 18.01.22, 12:48

Datum: 31.01.1999 Ort: Wünschendorf [info] Land: Thüringen
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Geschichte
geschrieben von: Yannick S. (812) am: 17.01.22, 23:00
Ein über viele Jahre hinweg beliebtes Motiv in der Oberpfalz war der Verladebunker des Schotterwerks Pechbrunn. Doch wurde die Abbaulizenz des Schotterwerkes nicht verlängert, sodass am 07.07.2020 der allerletzte beladene Schotterzug Pechbrunn verlassen hat. Seitdem sind die Gleisanlagen rund um die Verladeanlage verwaist. Erstaunlich schnell hat man nun Tabula rasa gemacht, denn seit einigen Tagen wird der Verladebunker abgerissen, sodass dieses Motiv ein für alle mal Geschichte ist. Ebenfalls zeitnah Geschichte werden die Züge des Alex hier sein, am 22.12.2021 war aber alles noch beim Alten; zumindest auf den ersten Blick, denn die Abrissbagger waren bereits außerhalb des Bildausschnittes dabei ein Nebengebäude platt zu machen.

Datum: 22.12.2021 Ort: Pechbrunn [info] Land: Bayern
BR: 223,253 (alle Eurorunner-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DLB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Dienstfahrt vorbei am bayerischen Kubus
geschrieben von: Christian Bartels (296) am: 17.01.22, 13:55
Kurz vor 10 Uhr am 7.4.2020 biegt ein gemischtes Doppel aus "langem" und "kurzem" Lint mit 622 549 an der Spitze um die Ecke und durcheilt wenige Momente später als Dienstfahrt - vermutlich Personalschulung - den Bahnhof von Rückersdorf in Mittelfranken. Robust und trutzig steht dort das Empfangsgebäude, das in typischer Kubusbauweise errichtet wurde, wie so viele andere Bahnhöge an der KBS 860 auch.
Das Bild entstand von der Fußgängerüberführung aus am ausgestreckten Arm, um über die Bahnsteigbeleuchtung im Vordergrund zu kommen.
Zum Glück stand Anfang April die Sonne schon hoch genug, die Bäume hingegen waren noch laublos und haben so austreichend vollständig sonnige Stellen auf den Bahnhofsgleisen ermöglicht.

Datum: 07.04.2020 Ort: Rückersdorf [info] Land: Bayern
BR: 622 (Alstom LINT 54) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Endstation Dürkopp Tor 6
geschrieben von: Hannes Ortlieb (459) am: 16.01.22, 10:52
Normalerweise liegen die Endstationen im Bielefelder Stadtbahnnetz weit außerhalb des Zentrums, da Durchmesserlinien angeboten werden. Durch ein Ungleichgewicht an Außenästen und da es anscheinend keinen Grund, einen Ast mit zwei Linien zu bedienen, existiert in der Innenstadt die Endhaltestelle Dürkopp Tor 6, die aus einem simplen Stumpfgleis mit Bahnsteig und unmittelbar davor liegender Weiche besteht. Zum Zeitpunkt der Aufnahme endete dort noch die Linie 4 vom Lohmannshof kommend, zum 1.8. wurde ein Tausch der Linienäste von 3 und 4 durchgeführt, seither endet dort die Linie 3 aus Babenhausen Süd. Grund war, dass nach einem Ausbau der Strecke nach Stieghorst dort auch reine Hochflurfahrzeuge verkehren können, so dass die neueren Vamos dort hauptsächlich zum Einsatz kommen sollen, deren Revier bisher v.a. die Linie 4 war. Die Realität schaut derweil doch öfters anders aus.

Am 31.3.21 war der Vamos-Einsatz auf der 4 jedoch stabil und so fuhr der Kurs mit Wagen 5003 führend im besten Abendlicht an der Endstation ab gen Lohmannshof.

Datum: 31.03.2021 Ort: Bielefeld - Dürkopp Tor 6 [info] Land: Nordrhein-Westfalen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: MoBiel
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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An der nördichen Ausfahrt von Schleusingen
geschrieben von: Der Rollbahner (215) am: 16.01.22, 12:45
Nach der südlichen möchte ich auch gern die nördliche Ausfahrt des Bahnhofes Schleusingen zeigen, wo während meines Besuches gerade 228 748-0 rangierte.

Scan vom Fuji KB-Dia

Zuletzt bearbeitet am 16.01.22, 19:21

Datum: 21.04.1997 Ort: Schleusingen [info] Land: Thüringen
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Ein markanter Bahnhof
geschrieben von: Andreas Burow (323) am: 16.01.22, 16:58
In der Galerie bislang nicht vertreten ist das markante Empfangsgebäude von Klein-Umstadt. Zwar ist der ehemalige Bahnhof heute nur noch ein Haltepunkt ohne Nebengleise, der gut gepflegte Sandsteinbau erinnert mit seinen interessanten Details jedoch noch immer an bessere Eisenbahn-Zeiten. Im winterlichen Abendlicht passiert hier ein zweiteiliger Itino mit der Zugnummer VIA 25144 die Bahnanlagen ohne Halt.

BM: der graue Schaltkasten auf dem Bahnsteig wurde digital ein wenig gesäubert.


Scan vom KB-Dia, Fuji Provia 100F

Datum: 14.02.2021 Ort: Klein-Umstadt [info] Land: Hessen
BR: 615 (Bombardier Itino) Fahrzeugeinsteller: VIAS
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Anfang Januar 2002 gab es viel Schnee...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1030) am: 16.01.22, 07:59
...und das nicht nur in den Bergen, nein bis ins Flachland herunter hatte Frau Holle
für eine ordentliche Schneedecke gesorgt. Im oberen Bahnhof von Wittgensdorf, der
damals noch seine hölzerne Bahnsteigüberdachung besaß, erwartete ich den Kohlezug
KC 64247 von Profen nach Chemnitz-Küchwald, Zugloks waren 232 531 und 232 403.

Zuletzt bearbeitet am 16.01.22, 08:00

Datum: 05.01.2002 Ort: Wittgensdorf [info] Land: Sachsen
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Mit einer Bundesbahn-V 100 nach Schleusingen
geschrieben von: Der Rollbahner (215) am: 15.01.22, 10:13
Bald nach der Wiedervereinigung wurden die Steilstreckenlokomotiven der ehemaligen Deutschen Bundesbahn auch am und hinauf zum Rennsteig im Thüringer Wald eingesetzt.

Das Foto zeigt, wie eine Regionalbahn aus Themar gegen 15:10 Uhr von 213 335 in den Bahnhof von Schleusingen geschoben wird.

Bild vom Fuji KB-Dia

Manipulation: Am rechten Bildrand waren knapp über dem Horizont „abgeschnittene“ Lampenteile sichtbar, bevor sie digital gelöscht wurden.

Datum: 21.04.1997 Ort: Schleusingen [info] Land: Thüringen
BR: 211,212,214 (alle V100-West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Nur der Mann im Mond schaut zu
geschrieben von: Leon (874) am: 15.01.22, 11:05
...muss er auch, denn alle anderen machen Bilder..;-) Wie so häufig endete eine Fototour zu den Altbau-Elloks im Raum Leipzig zur Nachwendezeit an der Muldebrücke in Wurzen. Das Eisenschwein von Dresden war schon lange durch und wäre an dieser Stelle nicht umsetzbar gewesen, aber dennoch haben wir den Tag an den Muldeauen ausklingen lassen und auf alles draufgehauen, was über die Brücke polterte. Diesmal ist es kein Holzroller, welcher begeistert, sondern eher die Lady mit ihrer Garnitur aus rehbraunen Doppelstock-Einzelwagen, welche auf der Linie B des Leipziger Stadtschnellbahnverkehrs zwischen Wurzen und Leipzig Hbf. im Einsatz war. Hier wurde die Keksstadt Wurzen etwa stündlich mit Leipzig verbunden, verdichtet um einen weiteren Takt ab Borsdorf mit Zügen von Trebsen.
Natürlich kam an dem Tag auch ein Holzroller, aber statt einer Garnitur von Flachwagen habe ich dann doch dem Doppelstockzug den Vortritt gelassen.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 18.03.1990 Ort: Wurzen [info] Land: Sachsen
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Die Talquerung von Epfenhofen
geschrieben von: mavo (190) am: 13.01.22, 16:56
Ein Meisterwerk der Brückenbaukunst ist sicherlich das von 1888-1890 erbaute Viadukt bei Epfenhofen, welches auch als "Talquerung" bezeichnet wird.
Die bei Krupp in Essen gebaute Brücke wurde in Segmenten nach Epfenhofen transportiert und vor Ort zusammengebaut.
Im Sommer 2021 befährt sie ein Museumszug der Sauschwänzlebahn der von der Lok 052 988 gezogen wurde.

Zuletzt bearbeitet am 19.01.22, 09:29

Datum: 13.08.2021 Ort: Epfenhofen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Sauschwänzlebahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Abfahrt in Albrechtshof
geschrieben von: Leon (874) am: 14.01.22, 20:49
Kommen wir noch einmal zurück zum Bahnhof Albrechtshof, dem Endpunkt der damaligen KBS 134 von Nauen. Dieser Bahnhof wurde in der Galerie mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] erstmals vorgestellt.
Wir sehen erneut einen Doppelstock-Gliederzug, welcher soeben mit seiner 242 161 als P 11322 den Bahnhof Albrechtshof in Richtung Falkensee verlässt, um nach Nauen zu gelangen. Damals fuhren die Wendezüge ab Albrechtshof entweder bis Nauen, oder sie stellten mit einem Laufweg über Falkenhagen nach Birkenwerder einen Anschluss zum Außenring her.

Grundsätzlich wurde –wie auch in dieser Aufnahme- in Albrechtshof der nördliche Bahnsteig genutzt. Nur wenn dieser belegt war oder aber eine nicht wendezugfähige Garnitur eingesetzt wurde, diente das südliche Gleis zur Lokumfahrung.
Wendezuggarnituren mit Doppelstockwagen wurden auf dieser Strecke nur bis zum Anfang der 90er Jahre eingesetzt. Der Verkehrsrückgang auf der Schiene sorgte später dafür, dass eine Ferkeltaxe für das Reisendenaufkommen völlig ausreichte. Im Zuge des Ausbaues der Berlin-Hamburger Bahn verschwand Mitte der 90er Jahre der Fahrdraht, und vorübergehend übernahm die Dieseltraktion die Verkehre zwischen Nauen, Falkenhagen und Falkensee.

Warum in Albrechtshof bei völlig gerader Strecke aus der ehemaligen Berliner Richtung ein derart hohes Formsignal installiert wurde, wird mir ein Rätsel bleiben.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 03.10.1990 Ort: Albrechtshof [info] Land: Brandenburg
BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Nachts im City-Tunnel
geschrieben von: 245 017-9 (98) am: 14.01.22, 15:10 sternsternstern Top 3 der Woche vom 23.01.22
Jedes Jahr steht mindestens ein Mal auf jeder DB-Strecke eine Fahrt mit Messzug an. Für diese Fahrten werden verschiedene Fahrzeuge von DB Netz eingesetzt. Für Strecken mit niedriger Höchstgeschwindigkeit ist in Hanau der Zug 725/726 002 beheimatet. Es handelt sich um den Motorwagen 725 002, welcher 1974 aus 798 676 umgebaut wurde sowie um den Messwagen 726 002, welcher dafür neu gebaut wurde. Die Einheit ist seit 2019 die letzte aktive Schienenbuseinheit bei den Messzügen. Sie erhielt im Jahr 2017 eine Neulackierung und befindet sich seitdem entsprechend äußerlich in einem Top-Zustand. Seit nunmehr 48 Jahren fährt dieser Zug jedes Jahr über sämtliche Strecken mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 90km/h. Doch damit ist zum 19.01.2022 Schluss, hat das Gespann doch an diesem Tag Fristablauf und bekommt von DB Netz keine weitere Revision.

Zu den Einsatzstrecken zählt bisweilen neben Dieselstrecken auch der Frankfurter S-Bahn Tunnel. So kam es in der Nacht vom 12. auf den 13. Januar 2022 wieder zu Messfahrten auf der Strecke, wo man faktisch nur die Baureihen 423 und 430 sieht. Geplant waren die Fahrten ein letztes Mal mit dem Schienenbus! Komme was wolle, die Nacht wird nicht geschlafen. Nachdem bereits vier Bilder im Kasten waren ging es für die Einheit ein letztes Mal von Frankfurt Hbf (Tief) durch den Tunnel bis nach Hanau in den Feierabend. Dank äußerst kooperativem Tf (Beste Grüße an dieser Stelle an das komplette Zugpersonal!) wurde kurz fotogen angehalten, bevor der Sound des Schienenbusses den Tunnel ein letztes Mal atemberaubend beschallte.

Datum: 13.01.2022 Ort: Frankfurt-Ostend [info] Land: Hessen
BR: 724,725,726 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Einzelwagenverkehr nach Versmold
geschrieben von: Hannes Ortlieb (459) am: 13.01.22, 20:16
NE-Bahnen müssen sich ja öfters den Vorwurf anhören, nur die Rosinen des Ganzzugverkehrs herauszupicken. Hinter manch modernem Namen steckt dann aber doch eine traditionsreiche Gesellschaft wie im Falle des EVU Captrain Deutschland CargoWest GmbH die Teutoburger Wald-Eisenbahn, die heute noch als Infrastrukturgesellschaft aktiv ist. Der Betrieb auf der Stammstrecke ist leider recht überschaubar, aber doch noch vorhanden und auch alte TWE-Loks dürfen sich hier noch ihr Brot verdienen. So macht sich gleich die V100PA V132 mit der dreimal wöchentlich verkehrenden Übergabe nach Versmold zum Kronkorkenhersteller Brüninghaus auf den Weg, gerade so haben die ersten Sonnenstrahlen das Bahnhofsgelände von Gütersloh Nord erreicht. Typischerweise ist der Bahnhof gut gefüllt mit Rungenwagen, auf denen Stahlprodukte auf den Weitertransport warten, teils in Direktzügen bis nach Frankreich.

Zuletzt bearbeitet am 17.01.22, 20:22

Datum: 31.03.2021 Ort: Gütersloh Nord [info] Land: Nordrhein-Westfalen
BR: 211,212,214 (alle V100-West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Captrain
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Die Enttäuschung
geschrieben von: Leon (874) am: 13.01.22, 19:34
Mann, was waren wir damals stinkig! Auf der Jagd nach Altbau-Elloks wollten wir unbedingt das bereits damals recht bekannte Motiv in Leipzig-Möckern mit dem mittäglichen Personenzug von Leipzig nach Großkorbetha (oder Weißenfels?) umsetzen. Planmäßig eine Aufgabe für eine 244. Was kommt um die Ecke? Ein Holzroller..! Pffft :-(
Ja, damit musste man leben, dass in dem nur wenige Tage umfassenden Umlaufplan der 244 immer wieder mal modernes Zeug eingesetzt wurde. Wenigstens war an dem Tag eine weitere 244-Leistung ab dem Bayerischen Bahnhof zu Leipzig stabil. Ferner gingen einige Eisenschweine ins Netz.

Und heute? Heute ist man froh über eine Reichsbahn-211 mit Bghw-Garnitur vor ansprechender Kulisse!;-)

Dieses Motiv ist bereits mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie enthalten – wobei auf den enorm hohen Unterhaltungswert des sich diesem Bild anschließenden Threads hingewiesen werden soll…;-)

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 04.02.1989 Ort: Leipzig Möckern [info] Land: Sachsen
BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Der letzte (2)
geschrieben von: Der Bimmelbahner (197) am: 12.01.22, 14:59
Hláska Strojírna unweit Slaný ist die letzte mit Personal besetzte Zugfolgestelle an einer tschechischen Dieselpiste. Ich hatte das Konglomerat "prähistorischer" Eisenbahninfrastruktur schon einmal in der Hochsommerversion mit dem Heckeneillzug präsentiert, möchte nun aber noch einmal die Herbstvariante mit der bekannten Sonderbüchse nachreichen. 809 281 passiert grüßend und gegrüßt werdend mit Os 9714 (Kralupy nad Vltavou - Louny) das schmucke Stück Erde. (Das Signal war noch nie gerade. Der Blick von der Leiter leicht nach unten, verstärkt den Eindruck aber noch.)




Datum: 09.10.2021 Ort: Slaný [info] Land: Europa: Tschechien
BR: CZ-810 Fahrzeugeinsteller: CD
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Doppeltelegraphenmasten an der KBS 175
geschrieben von: Der Rollbahner (215) am: 11.01.22, 18:14
Am Morgen nach einer eiskalten Nacht ist RB 5309 aus Bützow auf der KBS 175 zwischen Teterow und Malchin bei Remplin unterwegs.

Scan vom Fuji KB-Dia

Zweiter Versuch: Fahrzeug nachgeschärft; Strauchwerk vor dem (in Fahrtrichtung) linken Puffer entfernt.

Datum: 21.01.1996 Ort: Remplin [info] Land: Mecklenburg-Vorpommern
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Der Zwickauer Hauptbahnhof...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1030) am: 12.01.22, 07:22
...hat sich bis heute weitgehend sein "Reichsbahnflair" erhalten. Dazu gehören auch
die Formsignale die bis jetzt zuverlässig ihren Dienst tun. Anfang 1996 war dies alles
noch eine Selbstverständlichkeit, nicht aber das die Regionalbahn 5611 nach Plauen
an diesem Tag auch einen ehemaligen Städteexpresswagen mitführte. Bei herrlichstem
Winterwetter beschleunigt 232 085 den Zug aus dem Bahnhof heraus.
(Scan vom 4,5x6 Dia)

Zuletzt bearbeitet am 12.01.22, 19:28

Datum: 06.01.1996 Ort: Zwickau [info] Land: Sachsen
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Ein Doppelstock-Gliederzug von 1970
geschrieben von: Leon (874) am: 11.01.22, 11:04
Bleiben wir noch einen Moment beim Wendezugverkehr auf der ehemaligen KBS 134 nach Albrechtshof. Dieser Verkehr wurde mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] vorgestellt, und wir sehen erneut eine Doppelstock-Gliederzuggarnitur, die von einem Holzroller soeben aus dem Bahnhof Falkensee nach Albrechtshof geschoben wird. Diese fünfteiligen Gliederzüge aus dem Jahr 1970 sind Weiterentwicklungen des erstmals im Jahr 1957 gebauten Typs, welche sowohl mit als auch ohne Wendezugeinrichtung für die Ballungsräume zwischen Leipzig und Halle, für die Stadtschnellbahnen in Dresden und Magdeburg sowie für den Sputnik-Verkehr auf dem Berliner Außenring beschafft wurden. Insgesamt wurden 31 Gliederzüge dieses Typs geliefert; ihr Einsatz endete Mitte der 90er Jahre. Im Vergleich zu den Wagen von 1957 lag der Fensterbereich im Oberstock vollständig in der Dachschräge.

Der Bahnhof von Falkensee ist heute nicht mehr wiederzuerkennen. Das hübsche Stellwerk ist genauso dem Ausbau der Strecke von Berlin nach Hamburg zum Opfer gefallen wie alle weiteren im Bild sichtbaren Bahnanlagen.
Zum BIld: man kann es zerren, wie man will: das linke Gleis bleibt nur angerissen...:-(

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 03.10.1990 Ort: Falkensee [info] Land: Brandenburg
BR: Steuerwagen (außer von Triebwagen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Endstation Albrechtshof
geschrieben von: Leon (874) am: 10.01.22, 14:05
Endstation Albrechtshof - diesen Ort dürften außerhalb des Berlin-Brandenburger Dunstkreises nur die wenigsten unter uns kennen. Hierhinter verbirgt sich ein Ortsteil von Falkensee, welcher heute zu Berlin gehört. Urspünglich verlief durch Albrechtshof die Berlin-Hamburger Bahn. Später wurde ein Vorortverkehr nach Nauen eingerichtet. Nach dem Krieg wurde von der Gemeinde Falkensee die Anbindung an das Berliner S-Bahn-Netz gewünscht. Diesem Wunsch wurde entsprochen, und im Sommer 1951 konnte der elektrische S-Bahn-Betrieb über Berlin-Spandau West hinaus über Albrechtshof nach Falkensee aufgenomen werden werden - jedoch nur auf dem nördlichen Gleis; das südliche fiel den Reparationsleistungen zum Opfer. Diese Situation bestand bis zum Mauerbau im August 1961: der Verkehr zwischen Spandau West und Albrechtshof wurde unterbrochen, und für eine kurze Zeit bestand ein Inselbetrieb zwischen Albrechtshof und Falkensee. Nach wenigen Monaten wurde dieser Inselbetrieb eingestellt, und die Vorortzüge von Nauen endeten in Albrechtshof. Anfang der 80er Jahre wurde die Strecke bis Albrechtshof eneut elektrifiziert, aber von "oben". Zum Einsatz kamen Wendezüge, welche jedoch in erster Linie zum Bahnhof Falkenhagen geleitet wurden, um dort den Anschluss an den Verkehr auf dem Berliner Außenring herzustellen (Stichwort: "Sputnik-Züge"). Einige Züge wurden bis Birkenwerder geführt, und es gab durchgehende Züge von Albrechtshof mit einer nördlichen Stadtumrundung bis Berlin-Lichtenberg. Dementsprechend "bunt" war das Zugangebot.
Die Züge Richtung Falkenhagen wurden meist aus Doppelstockeinheiten gebildet, wobei bis in die Nachwendejahre hinein sogar noch fünfteilige Doppelstock-Gliederzüge eingesetzt wurden, bespannt mit Holzrollern der Baureihen 211 und 242.
Einen derartigen Zug sehen wir hier am 1. Tag der Deutschen Einheit. Es war ein wunderschöner Herbsttag, welcher seinem Namen alle Ehre machte, denn meine Aufzeichnungen verraten, dass ich mich an diesem Tag ausschließlich um die Schienenverbindungen zwischen Berlin und dem westlichen Umland gekümmert habe - und mir auch erstmals diesen urigen Wendezugbetrieb mit seinen Holzrollern zu Gemüte gefürt habe. Dass es bei den grünen Doppelstockzügen mehrere Varianten gab, war mir bis dahin völlig unbekannt - und heute stolpert man über so mache Zuggarnitur, die einem damals gar nicht so bewusst gewesen ist.
Grüne Doppelstock-Gliederzüge kannte ich nach der Wende nur auf dem S-Bahn-Vorläuferverkehr von Berlin-Wannsee nach Potsdam oder Nauen nach Berlin-Charlottenburg. Nach wenigen Jahren waren diese Wagen Geschichte.
Am 03.10.1990 sehen wir hier im Bahnhof Albrechtshof die 242 159 mit ihrer herrlichen Garnitur zur Abfahrt bereit stehen. Formsignale sichern die Ausfahrt, und kurz hinter dem Bahnhof geht es auf eingleisiger Strecke Richtung Westen.
P.S. die hohen Bahnsteige mit einer Oberkante von 96 cm lassen sich auf den ehemaligen S-Bahnverkehr nach Falkensee zurückführen.

Datum: 03.10.1990 Ort: Albrechtshof [info] Land: Berlin
BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Hirschaid wie es früher einmal war
geschrieben von: Hansdampf23 (4) am: 10.01.22, 00:41
Mit nur zwei Wagen Anhängelast braust E18 047 am südlichen Stellwerk von Hirschaid auf den Weg nach Nürnberg vorbei. Die E18 047 hat erst als Museumslok ihre permanente Heimat Franken verlassen.

Zuletzt bearbeitet am 10.01.22, 06:46

Datum: 25.11.2013 Ort: Hirschaid [info] Land: Bayern
BR: 118,119 (histor. E18, E19) Fahrzeugeinsteller: DB Museum
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Kummersdorf Gut
geschrieben von: Leon (874) am: 09.01.22, 12:36
Mit dieser Aufnahme aus Kummersdorf Gut möchte ich die Vorstellung der Kaiserlich Preußischen Militär- Eisenbahn abschließen. Es zeigt die 112 599, welche wir bereits an diesem Tag in Rehagen-Klausdorf [www.drehscheibe-online.de] gesehen haben. In Kummersdorf befand sich der ehemalige Artillerie-Schießplatz, welcher später sowohl im Dritten Reich als auch in der Zeit danach für die sowjetischen Truppen eine Rolle als Militärstandort spielte. Der Zug passiert am 19.01.91 das abgesperrte Militärgelände, und obwohl im Hintergrund eine weitere V 100 mit einigen Güterwagen beschäftigt ist, ist der Bahnhof Kummersdorf Gut durchgeschaltet.
Und heute seufzt man über die Fehler, die man damals gemacht hat: um die weitere V 100 mit ihrem Güterzug hat man sich damals nicht weiter gekümmert. Hier hieß es nur: Russenkaserne - anschleichen, Bild machen, und weg! Ob die Russen sich 1991 für einen einsamen Eisenbahnfotografen überhaupt interessiert hätten...?

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 19.01.1991 Ort: Kummersdorf Gut [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Doppeltelegraphenmasten bei Herrensee
geschrieben von: Der Rollbahner (215) am: 09.01.22, 17:01
Auf ihrem Weg von Küstrin-Kietz in die deutsche Hauptstadt passiert RB 5818 mit 219 018 nahe des Haltepunktes Herrensee ein Birkenwäldchen.

Scan vom Fuji Sensia KB-Dia

Datum: 26.01.2002 Ort: Rehfelde-Herrensee [info] Land: Brandenburg
BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Die Brücken von Québec
geschrieben von: claus_pusch (297) am: 08.01.22, 22:55
Da bei mir witterungsbedingt im Moment keine neuen Fotos entstehen, möchte ich hier ein Bild aus den Tiefen meines Digital-Archivs vorschlagen, das ich schon lange auf der To-do-Liste hatte. Es entstand 2013 und zeigt VIA Rail-Zug 23 Québec-Montréal, geführt von "Genesis" 908, kurz nach dem Überqueren des Sankt-Lorenz-Stroms zwischen Sainte-Foi und Charny etwas südlich der Stadt Québec. Hinter dem Zug erhebt sich die 1970 fertiggestellte, 1 km lange Pierre-Laporte-Brücke, die die Autobahn 73 über den Fluss trägt. Die eisenbahnkundlich interessantere Infrastruktur ist aber natürlich der "Pont de Québec", den der Zug gerade verlässt, auch wenn diese historische Brücke aus dieser Perspektive weniger beeindruckend wirkt.
Dieses Bauwerk entstand zwischen 1900 und 1917 als einzige Eisenbahnbrücke über den Sankt-Lorenz-Fluss nördlich von Montréal. Der Ortsname "Québec" stammt aus der örtlichen Algonkin-Sprache und bedeutet "der Ort, wo sich der Fluss verengt", und dies gilt im Besonderen für diese Stelle bei Sainte-Foi, die sich für den Brückenbau anbot. Dieser stand allerdings unter keinem guten Stern; 1907 und 1916 kam es zu tragischen Einstürzen bereits fertiggestellter Brückenteile, insgesamt waren 89 Tote zu beklagen. Ursprünglich trug die Brücke zwei Bahngleise und seitlich davon Fußwege; 1929 wurde eine erste Fahrbahn für Straßenfahrzeuge zwischen den Gleisen angelegt. Heute ist nurmehr ein Gleis übrig geblieben, das hauptsächlich von den VIA-Reisezügen blank gerieben wird. Seit 1995 steht das Bauwerk als Nationaldenkmal unter Schutz; es gehörte bisher der Bahngesellschaft Canadian National/Canadien National (CN), die sich auch um den Unterhalt kümmern musste, soll nun aber vom kanadischen Bundesstaat übernommen werden. Angesichts ihrer technischen und historischen Bedeutung ist die Geschichte dieser Brücke in der Fachliteratur bestens aufgearbeitet, insbesondere in den 2001 erschienenen Büchern "The Bridge at Québec" von William D. Middleton und "Le Pont de Québec" von Michel L'Hébreux; letzteres kann man bei Google Books online lesen.

Ich bin mir bewusst, dass das Foto (mindestens) zwei Schwachpunkte aufweist: zum Einen sieht man viel Autoverkehr. Um diesen ohne Retusche zu reduzieren, müsste man sich an einem Sonntagmorgen an dieser Stelle einfinden, aber dazu hatte ich leider nie die Möglichkeit. Zum Anderen stören die Schranken an der Einfahrt im Vordergrund (die sich senken, falls beide Fahrspuren für den Nord-Süd-Verkehr freigegeben werden), besonders die rechte. Diese mit Photoshop eliminieren zu wollen hätte aber zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt. Daher habe ich es beim Wegstempeln einer Straßenlaterne, die der Lokfront etwas zu sehr auf die Pelle gerückt ist, belassen. Die EXIF-Zeit war nicht auf Kanada eingestellt, das Bild entstand morgens.

Datum: 28.05.2013 Ort: Saint-Nicolas, Québec, Kanada Land: Übersee: Nordamerika
BR: CA-GE P42DC Fahrzeugeinsteller: VIA
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Mehr Blockstelle als Bahnhof
geschrieben von: joni2171 (71) am: 07.01.22, 19:06
Der Bahnhof von Reuden an der Bahnstrecke von Leipzig nach Zeitz hat seine Bedeutung als solcher längst verloren. Personenzüge halten bereits seit über 10 Jahren nicht mehr hier und auch für den Güterverkehr ist der Bahnhof nicht mehr relevant. Betrieblich gesehen ist es zwar noch ein Bahnhof, aber rangiert oder das Gleis gewechselt wird hier im Normalfall nicht.
Unbeirrt davon zieht DB 233 636 einen gemischten Güterzug nach Zeitz an den südlichen Wartezeichen des Bahnhofs vorbei und wird bereits in wenigen Minuten Zeitz erreichen.

Datum: 06.01.2022 Ort: Reuden [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Der Fünf-Minuten-Zug
geschrieben von: Leon (874) am: 07.01.22, 06:57
Willkommen auf der wohl kürzesten Strecke Deutschlands mit eigener KBS-Nummer! Die Rede ist von der ehemaligen KBS 118 von Blankenfelde nach Mahlow. Die Strecke war nur 1 x lang hinfallen lang und verband zwei Bahnhöfe: nämlich Mahlow und Blankenfelde, ohne Zwischenhalt.
Doch was steckte hinter dieser Bonsai-Verbindung? Nun, Mahlow war vor dem Mauerbau S-Bahnstation der S-Bahn nach Rangsdorf, im Süden von Berlin. Durch den Bau der Bauer wurde die Verbindung 1961 unterbrochen. Zunächst wurden Züge von Wünsdorf kommend über Rangsdorf nach Norden bis Mahlow verlängert, jedoch später hinter Blankenfelde auf den südlichen Berliner Außenring Richtung Schönefeld geführt. Zur Anbindung von Mahlow wurde auf der Trasse der ehemaligen S-Bahn eine Dieselstrecke nach Mahlow eingerichtet, nur wenige Kilometer lang. Anfangs verkehrten auf dieser Strecke V 15 mit Triebwagen-Beiwagen, später Ferkeltaxen. Die Fahrtzeit betrug fünf Minuten.
Ein derartiges Exemplar sehen wir hier, wie es am 19.01.1991 den Bahnübergang der Trebbiner Straße in Mahlow passiert.

Die Stelle heute: nach der Wende wurde Anfang den 90er der S-Bahn-Verkehr von Blankenfelde Richtung Hauptstadt wieder aufgenommen. Die Ferkeltaxe fuhr letztmalig am 16.09.91. Heute verkehrt hier die S 2 im 20-Minuten-Takt. Der Bahnübergang ist noch vorhanden, aber die Szene vom Januar 1991 ist nicht mehr wiederzuerkennen.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 19.01.1991 Ort: Mahlow [info] Land: Brandenburg
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Der letzte Herbst in der Idylle
geschrieben von: km 106,5 (246) am: 07.01.22, 00:37
Die Tage der Formsignal-Romantik in Neustadt neigen sich leider dem Ende zu.
Im Frühjahr/Sommer 2022 soll ein Bau-ESTW die altgediente Technik im Güterbahnhof ablösen,
da mit der Sperrung der Vogelfluglinie auch das Stellwerk Pf in Puttgarden außer Betrieb geht.
Diese steuert bis dato auch die Bahnhöfe südlich von Neustadt die aber noch angefahren werden.
Im Oktober sind die beiden Stellwerk aber noch in Betrieb und so passieren 648 341 und 350 das südliche Einfahrsignal der Neustäder Güterbahnhofes

Datum: 23.10.2021 Ort: Neustadt in Holstein [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Heimersheim
geschrieben von: Philosoph (524) am: 06.01.22, 10:50
Der ehemalige Bahnhof und heutige Haltepunkt Heimersheim besaß bis zum Hochwasser im Jahr 2021 für mich eines der schönsten Empfangsgebäude der Ahrtalbahn. Aber nicht nur das Empfangsgebäude sondern der ebenfalls nahezu im Originalzustand erhaltene Güterschuppen ist sehenswert. Etwas irritiert bin ich über den (vermeintlichen) Lokschuppen im Vordergrund. Mehr als drei Gleise hat der Bahnhof Heimersheim wohl nie gehabt. Zwar gab es im Bereich zwischen Heimersheim und Ahrweiler einst zahlreiche Anschließer, aber als Standort für eine Bahnhofslok hätten sich wohl eher die Bahnhöfe Neuenahr oder Ahrweiler angeboten. Vielleicht kann ja jemand etwas dazu beitragen. 620 531 verlässt den Haltepunkt nach kurzem Halt in Richtung Ahrbrück.

Und heute? Nach dem Hochwasser war hier ein Trümmerfeld. Einzig das EG hat zum Glück standgehalten. Gleise, Bahnsteig und Fußgängerbrücke wurden weggespült. Mittlerweile wurde das rechte Gleis nebst Notbahnsteig wieder aufgebaut.

Datum: 10.09.2016 Ort: Heimersheim [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 620 (Alstom LINT 81) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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"lost places" in den Wäldern
geschrieben von: jutei (579) am: 05.01.22, 20:33
rings um Pstraze (Strans) sind häufig Ziel diverser Fotografen, welche sehr gekonnt verlassene Plätze in ganz Europa ablichten - SU46-047 hat als Bestimmungsort aber durchaus noch aktive Geländeareale mit Laderampen des ehemaligen kaiserlichen Übungsplatzes zwischen Swietoszow (Neuhammer) am Queis & Lesznogorne (Ober Leschen) am Bobr zum Ziel.


[de.wikibrief.org]

[polenjournal.de]

[www.opencaching.de]

[www.flickr.com]

[www.ebay.de]

Datum: 05.06.2018 Ort: Malomice Bf Mallmitz [info] Land: Europa: Polen
BR: PL-SU-46 Fahrzeugeinsteller: PKP
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Zugvögel
geschrieben von: Julian en voyage (419) am: 05.01.22, 20:43
Zugvogel, der: Vogelart, deren Habitat sich regelmäßig in oder unmittelbar an Gleisanlagen befindet. Ideale klimatische Bedingungen für ihre Brutgebiete herrschen insbesondere über Schotter, Schienen oder Weichenstraßen. Nur selten verlassen sie ihr angestammtes Territorium, denn wohl fühlen sie sich nur dort, wo es Züge gibt.

So findet man es in jedem guten Lexikon. Na ja, oder so ähnlich... Irgendwie ;)

Auch wenn vielleicht doch alles ganz anders ist mit den Zugvögeln, hat auf dem Schornstein des Empfangsgebäudes von Sarralbe tatsächlich ein Storchenpaar sein Nest errichtet und kehrt Jahr für Jahr wieder dorthin zurück. Gemeinsam mit zahlreichen Artgenossen, die sich hier im äußersten Zipfel Lothringens angesiedelt haben. Ob am Bahnhof, auf Wohnhäusern, Strommasten, Straßenlaternen oder dem Kirchturm. Obwohl der Weißstorch doch eigentlich nur im benachbarten Elsass der inoffizielle Wappenvogel ist, scheint es ihnen auch im Département Moselle bestens zu gefallen. Die Homepage der Stadt beinhaltet sogar eine entsprechende Webcam [www.sarralbe.fr] Beim Schreiben dieser Zeilen war dort erstaunlicherweise "jemand zu Hause" ;) - Ich dachte bislang, Störche würden im Winter in den Süden fliegen...

Wenn man ein bisschen Glück hat, lassen sich die Tiere auch gemeinsam mit einem Zug einfangen. So am Morgen des 29. März 2021, als die BB 60115 gemeinsam mit einer Schwesterlok eine Leine Kesselwagen zum Ineos-Chemiewerk gebracht hat und nun vor dem beheizten Personalwarteraum im Erdgeschoss des Empfangsgebäudes, am Bahnsteig der ehemaligen direkten Strecke aus Sarreguemines, auf die Rückfahrt als FRET 431018 (Sarralbe - Woippy) wartet. Wenig später werden sich die Loks, wie so oft auch an diesem Tag ohne Last, über die abzweigende Weiche in Bewegung setzen und nach einem sofortigen Richtungswechsel den Rangierbahnhof vor den Toren von Metz ansteuern.

Das Schwellenkreuz im Vordergrund hingegen macht deutlich, dass es in diese Richtung nicht mehr weiter geht. Es handelt sich um die Reste der Strecke nach Bénestroff und von dort aus weiter über Château-Salins nach Champigneulles (Nancy), die im Abschnitt Sarralbe - Bénestroff im Jahr 1970 ihren Personenverkehr verloren hat. Bis Anfang des neuen Jahrtausends wurde noch ein kleines Reststück zum Gleisanschluss Sécométal/Secofab in Rech im Güterverkehr befahren, doch auch das ist inzwischen längst passé. Einziger verbliebener Güterkunde im einstigen Linienkreuz von Sarralbe ist heute Ineos (ehemals Solvay).

Architektonisch ist auch das Bahnhofsgebäude selbst interessant. Errichtet wurde es in nämlich in zwei Etappen. Die vom Betrachter aus gesehen vorderen Gebäudeteile mit dem Dachfirst parallel zur Gleisachse sind einer der "belgischen" Bahnhofsbauten, wie sie in Lothringen an einigen wenigen Bahnlinien realisiert wurden, deren Bau infolge der Weigerung der Compagnie de l'Est zur Nutzung der ihr zuvor erteilten Konzessionen an die Chemins de fer de l’État belge übertragen wurde. Da Belgien im deutsch-französischen Krieg 1870/71 neutral war, konnten die unter deren Ägide begonnenen Strecken samt Bahnbauten auch unter deutscher Verwaltung fertiggestellt werden. 1877/78 ergänzten die nunmehrigen Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen (EL) das Ensemble um einen größeren Sandsteinbau inklusive eines repräsentativen Turms (im Bild links), der seitdem der höchste Teil des Gebäudes ist und sogar das Storchennest überragt. ;)

(Mehr zu den Bahnhofsbauten im Elsass und dem lothringischen Département Moselle findet sich im neuen EK-Buch "Eisenbahngeschichte Elsass-Lothringen" auf S. 242 ff.)

Datum: 29.03.2021 Ort: Sarralbe [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-BB 60000 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Sperenberg
geschrieben von: Leon (874) am: 04.01.22, 22:32
Ein weiteres wahrhaftes Monstrum an Bahnhofsgebäude entlang der KPME steht in Sperenberg. Dieser Bahnhof diente zur Mitte der neunziger Jahre als Kreuzungsbahnhof. Wir sehen, wie die 202 417 am 01.08.1995 soeben ihre Garnitur aus zwei Halberstädtern und einem Modernisierungs-Packwagen im Bahnhof von Sperenberg Richtung Jüterbog in Bewegung setzt, während im Hintergrund der Gegenzug Richtung Zossen entschwindet. Schwer zu erkennen, aber der Bahnhof war mit russischen EZMG-Signalen ausgestattet.
In der Nähe von Sperenberg lag ein zuletzt von den sojetischen Streitkräften genutzter Militärflughafen, welcher bis zu deren Abzug im Jahr 1994 eine zentrale Rolle spielte. Zwischendurch war das Gelände als Standort für den BER im Gespräch. Die Argumente verliefen querbeet über die geringe Lärmbelästigung auf Grund der Lage in einem Waldgebiet bis zu der zu großen Entfernung von der Hauptstadt oder einer Konkurrenz zum Flughafen Leipzig. Letztendlich konnte sich der Standort in Sperenberg nicht durchsetzen.

Die letzte 202 verließ den Bahnhof im Jahr 1996. Anschließend wurde bis April 1998 noch ein bescheidener Restbetrieb mit einer Ferkeltaxe aufrecht erhalten. Nach jahrelangem Verfall wurde das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude zwischenzeitlich von zwei Niederländern erworben und als Kunst- und Kulturbahnhof genutzt.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 01.08.1995 Ort: Sperenberg [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Verlängerung
geschrieben von: 99 741 (137) am: 04.01.22, 15:52
Ursprünlich plante die tschechische Eisenbahnverwaltung die historische Signaltechnik in Krupá im vergangenen November zu ersetzen. Aus mir nicht bekannten Gründen wurden die Modernisierungsmaßnahme allerdings verschoben - nun soll es den letzten Formsignalen der Region im Frühjahr 2022 an den Kragen gehen.

Datum: 10.10.2021 Ort: Krupá [info] Land: Europa: Tschechien
BR: CZ-854 Fahrzeugeinsteller: ČD
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Durchgeschaltet
geschrieben von: 245 017-9 (98) am: 04.01.22, 18:18
Vor fast genau fünf Jahren bestimmten die Triebwagen der Baureihe 628 den Verkehr auf den Strecken der Kurhessenbahn von Marburg aus. Gelegentlich gesellte sich ein GTW hinzu. Die Strecke der R94 (Marburg - Erndtebrück) war fast vollständig mit Formsignalen ausgestattet. Einigerorts standen auch noch Telegrafenmasten. Kurzum, im Jahr 2017 war die Welt auf der Kurhessenbahn noch in Ordnung. Eine betriebliche Besonderheit bot der Bahnhof Buchenau (Lahn). Außerhalb der wenigen Werktäglichen Zugkreuzungen war das Stellwerk nämlich unbesetzt und alle Signale des Durchgehenden Hauptgleises wurden in Stellung Hp1 verriegelt. So konnte man das Einfahrsignal Anton fast ausschließlich in der Stellung Hp1 fotografieren.

Ende Januar 2017 gab es die Kombination Schnee und Sonne und so ging es zur R94 Fotos machen. Neben den top gepflegten Ur-Kurhessenbahn 628 war auch der völlig abgeranzte 628 597 unterwegs, der natürlich an den Topmotiven vorbeikommen musste. Keine Ahnung, wo man den seinerzeit ausgegraben hat, lange war er jedenfalls nicht für die KHB unterwegs.

Alle, die sich diese betriebliche Besonderheit anschauen möchten, muss ich leider nach Mittel-Gründau vertrösten. In Buchenau strahlen seit kurzer Zeit Ks-Signale gesteuert von einem ESTW. Die Stellwerkstechnik ist also ebenso wie die Baureihe 628 gänzlich verschwunden. Auch in Sarnau befinden sich keine Formsignale mehr. Sehr schade um die mir positiv in Erinnerung bleibende Strecke...

Datum: 28.01.2017 Ort: Buchenau (Lahn) [info] Land: Hessen
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Schönefeld (Kr. Luckenwalde)
geschrieben von: Leon (874) am: 03.01.22, 17:07
Bleiben wir noch für ein paar Bilder auf der Königlich Preußischen Militär-Eisenbahn. Wie bereits berichtet, wurde diese Strecke für die Anbindung eines Artillerie-Schießplatzes bei Kummersdorf Gut errichtet und später bis nach Jüterbog verlängert. Auf dem letzteren Stück findet sich der Bahnhof Schönefeld - nicht zu verwechseln mit dem Schönefeld bei Berlin (mit Provinz-Landeplatz, auch BER genannt...) oder dem fotografischen Hotspot Leipzig-Schönefeld. Ein kleinerer Ort gleichen Namens, der aber den Zusatz "Kreis Luckenwalde" trägt. Und in diesem Schönefeld (Kr. Luckenwalde) ist am Abend des 01.08.95 die 202 255 mit ihrer Fuhre aus zwei Halberstädtern und einem Modernisierungs-Gepäckwagen zum Stehen gekommen. Gleich geht´s weiter ins nahe Jüterbog.

Es gibt Motive, die man in seinem Leben nur an einem einzigen Tag gemacht hat. Am besagten Tag führte eine nachmittägliche Fototour zu den beiden Nebenstrecken nach Jüterbog, und für zwei Züge lag der Bahnhof Schönefeld gut im Licht; man kommt direkt daran vorbei, wenn man von Kummersdorf Richtung Jüterbog die Strecke abklappert. Seitdem war ich nur ein einziges Mal dort, vor zwei Jahren. Das Gebäude steht noch, sieht fast noch so aus wie vor bald 30 Jahren. Auch die Gleise sind noch vorhanden und werden für eine Draisinenbahn von Zossen bis ins nahe Jänickendorf genutzt.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia - mit entfernter Leitung quer durchs Bild.

Datum: 01.08.1995 Ort: Schönefeld (Kr. Luckenwalde) [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Klassisches Ambiente in Mengen
geschrieben von: Hannes Ortlieb (459) am: 01.01.22, 18:41
Wohl inzwischen einer der wenigen Bahnhöfe in Deutschland, die sich in den letzten Jahrzehnten kaum verändert haben, ist der Bahnhof von Mengen an der Strecke Sigmaringen - Herbertingen - Ulm. Neben der mechanischen Sicherungstechnik sind auch noch anscheinend alle Nebengleise vorhanden und eine Spedition betreibt noch eine Ladegleis. Dazu vergleichsweise modern ist 644 043, der als RE 3222 nach Donaueschingen am Nachmittag des 20. Februars den Bahnhof in den letzten Sonnenstrahlen des Tages verlässt.

Zuletzt bearbeitet am 03.01.22, 10:21

Datum: 20.02.2021 Ort: Mengen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Kleiner Zug vor großem Bahnhof
geschrieben von: Leon (874) am: 02.01.22, 12:18
Vom Bahnhof Rehagen-Klausdorf -gelegen an der ehemaligen Königlich Preußischen Militär-Eisenbahn- wurde jüngst dieses Bild in die Galerie aufgenommen: [www.drehscheibe-online.de]. Wie berichtet, gestaltete sich das Fotografieren nach der Wende immer mit einem mulmigen Gefühl, weil sich in unmittelbarer Nähe des Standortes ein Militärgelände befand, welches von den sowjetischen Streitkräften genutzt wurde. Das Gelände wurde südlich des Bahnhofes mit einer Brücke verbunden, welche ausschließlich durch die Sowjets genutzt wurde. Nach dem offiziellen Abzug der Russen wurde dann mit mehr Schiss als Vaterlandsliebe erstmals diese Brücke betreten – um festzustellen, ob wirklich jaa alle weg sind..:-0 – und mit der Erkenntnis, dass der Blick von dort mindestens ebenso gut aussieht wie von unten…;-) Somit entstanden in diesem Bahnhof auch Mitte der 90er Jahre einige Aufnahmen mit der unverwüstlichen V 100 von einem erhöhten Standpunkt.
Bis zum 02.06.96 wurden lokbespannte Wagenzüge zwischen Zossen und Jüterbog eingesetzt. Danach bestand nur noch ein Restbetrieb bis Sperenberg, und für den Fahrgastverkehr reichte eine einteilige Ferkeltaxe völlig aus. Dieser Betrieb sollte aber auch nur bis zum 18.04.98 andauern. Wenige Tage vor der Betriebseinstellung entstand diese Aufnahme des 772 353 als RB 16239 auf der KBS 206.31 nach Sperenberg.
Die Russen waren längst weg, und auf dem ehemaligen Militärgelände ist nach umfangreicher Entsorgung und Rekonstruktion mittlerweile das Wohngebiet "Busenberg" (sic..!) entstanden, mit sehenswertem Wasserturm.

Der Bahnhof von Rehagen-Klausdorf ist heute immer noch eine Reise wert. Auf dem Bahnhofsgelände ist ein Schlafwagenhotel eingerichtet worden. Zwei ehemalige russische Schlafwagen sind von ihrem ursprünglichen Standort beim "Alten Lager" bei Jüterbog per Tieflader nach Rehagen-Klausorf verbracht worden und laden Interessierte zur Übernachtung ein!

Datum: 29.03.1998 Ort: Rehagen-Klausdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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