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Winter in Milbitz
geschrieben von: Leon (869) am: 16.01.22, 10:18
Nur wenige Wochenenden sind mir so nachhaltig in Erinnerung geblieben wie jenes Ende Januar 1993. Wolkenloser Himmel und tiefster Winter versprachen eine reichhaltige Fotoausbeute an Dieselzügen der späten Epoche IV im Thüringer Wald. Kommen wir noch einmal zur Strecke von Arnstadt nach Saalfeld, welche von uns nicht umsonst ein weiteres Mal im Herbst 1994 besucht wurde (vgl. Railviev).
Eines meiner persönlichen Lieblingsmotive ist die Umrundung der kleinen Ortschaft Milbitz, zwischen Paulinzella und Rudelsburg gelegen. Von einem Hang hat man einen grandiosen Ausblick auf die Strecke und das dahinter liegende Ortsbild. Während hier die Herbstversion mit einem blitzsauberen U-Boot mitsamt ebenso ansprechender Bghw-Garnitur ins Netz ging [www.drehscheibe-online.de] , entstand am Mittag des 31.01.93 ein paar Büsche weiter die Aufnahme eines weiteren U-Bootes mit seiner Garnitur aus Halberstädtern sowie einem ABme, ebenfalls auf dem Weg nach Saalfeld.
Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia


Datum: 31.01.1993 Ort: Milbitz [info] Land: Thüringen
BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug

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Nur der Mann im Mond schaut zu
geschrieben von: Leon (869) am: 15.01.22, 11:05
...muss er auch, denn alle anderen machen Bilder..;-) Wie so häufig endete eine Fototour zu den Altbau-Elloks im Raum Leipzig zur Nachwendezeit an der Muldebrücke in Wurzen. Das Eisenschwein von Dresden war schon lange durch und wäre an dieser Stelle nicht umsetzbar gewesen, aber dennoch haben wir den Tag an den Muldeauen ausklingen lassen und auf alles draufgehauen, was über die Brücke polterte. Diesmal ist es kein Holzroller, welcher begeistert, sondern eher die Lady mit ihrer Garnitur aus rehbraunen Doppelstock-Einzelwagen, welche auf der Linie B des Leipziger Stadtschnellbahnverkehrs zwischen Wurzen und Leipzig Hbf. im Einsatz war. Hier wurde die Keksstadt Wurzen etwa stündlich mit Leipzig verbunden, verdichtet um einen weiteren Takt ab Borsdorf mit Zügen von Trebsen.
Natürlich kam an dem Tag auch ein Holzroller, aber statt einer Garnitur von Flachwagen habe ich dann doch dem Doppelstockzug den Vortritt gelassen.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 18.03.1990 Ort: Wurzen [info] Land: Sachsen
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Abfahrt in Albrechtshof
geschrieben von: Leon (869) am: 14.01.22, 20:49
Kommen wir noch einmal zurück zum Bahnhof Albrechtshof, dem Endpunkt der damaligen KBS 134 von Nauen. Dieser Bahnhof wurde in der Galerie mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] erstmals vorgestellt.
Wir sehen erneut einen Doppelstock-Gliederzug, welcher soeben mit seiner 242 161 als P 11322 den Bahnhof Albrechtshof in Richtung Falkensee verlässt, um nach Nauen zu gelangen. Damals fuhren die Wendezüge ab Albrechtshof entweder bis Nauen, oder sie stellten mit einem Laufweg über Falkenhagen nach Birkenwerder einen Anschluss zum Außenring her.

Grundsätzlich wurde –wie auch in dieser Aufnahme- in Albrechtshof der nördliche Bahnsteig genutzt. Nur wenn dieser belegt war oder aber eine nicht wendezugfähige Garnitur eingesetzt wurde, diente das südliche Gleis zur Lokumfahrung.
Wendezuggarnituren mit Doppelstockwagen wurden auf dieser Strecke nur bis zum Anfang der 90er Jahre eingesetzt. Der Verkehrsrückgang auf der Schiene sorgte später dafür, dass eine Ferkeltaxe für das Reisendenaufkommen völlig ausreichte. Im Zuge des Ausbaues der Berlin-Hamburger Bahn verschwand Mitte der 90er Jahre der Fahrdraht, und vorübergehend übernahm die Dieseltraktion die Verkehre zwischen Nauen, Falkenhagen und Falkensee.

Warum in Albrechtshof bei völlig gerader Strecke aus der ehemaligen Berliner Richtung ein derart hohes Formsignal installiert wurde, wird mir ein Rätsel bleiben.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 03.10.1990 Ort: Albrechtshof [info] Land: Brandenburg
BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Die Enttäuschung
geschrieben von: Leon (869) am: 13.01.22, 19:34
Mann, was waren wir damals stinkig! Auf der Jagd nach Altbau-Elloks wollten wir unbedingt das bereits damals recht bekannte Motiv in Leipzig-Möckern mit dem mittäglichen Personenzug von Leipzig nach Großkorbetha (oder Weißenfels?) umsetzen. Planmäßig eine Aufgabe für eine 244. Was kommt um die Ecke? Ein Holzroller..! Pffft :-(
Ja, damit musste man leben, dass in dem nur wenige Tage umfassenden Umlaufplan der 244 immer wieder mal modernes Zeug eingesetzt wurde. Wenigstens war an dem Tag eine weitere 244-Leistung ab dem Bayerischen Bahnhof zu Leipzig stabil. Ferner gingen einige Eisenschweine ins Netz.

Und heute? Heute ist man froh über eine Reichsbahn-211 mit Bghw-Garnitur vor ansprechender Kulisse!;-)

Dieses Motiv ist bereits mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie enthalten – wobei auf den enorm hohen Unterhaltungswert des sich diesem Bild anschließenden Threads hingewiesen werden soll…;-)

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 04.02.1989 Ort: Leipzig Möckern [info] Land: Sachsen
BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Planmäßiger Vorspann
geschrieben von: Leon (869) am: 12.01.22, 17:18
Beackern wir einen Moment das Thema Holzroller. Diese damals eher unscheinbare "DR-Allerweltswaffe" war eigentlich auf nahezu allen elektrifizierten Strecken der Reichsbahn anzutreffen und erfreute sich gegen Ende ihrer Einsatzzeit -und auch darüber hinaus- einer ungeahnten Beliebtheit. Leider sind diese urigen Maschinen mit ihren vielfältigen Lackierungsvarianten und Bauformen (Art der Lüfter, dicker Balken, dünner Balken, graues Dach, Latz oder sogar noch in grün usw.) viel zu schnell von den Gleisen verschwunden. Diverse Maschinen haben jedoch erfreulicher Weise überlebt und sind -teils mit wieder historischer Lackierung- immer wieder auf den Schienen zu sehen. Erinnert sei beispielsweise an die im "Grundierungs-Lack" und mit Scandlines-Werbung versehenen Loks vor dem Malmö-Express oder den Kanarienvogel der PEG. Wenigstens können heutzutage mehrere Varianten beim Thüringer Eisenbahnverein in Weimar besichtigt werden.
Und es ist immer wieder der Beifang, der heutzutage aufblicken lässt. Am 24.03.90 führte eine Fototour zur Weißeritztalbahn. In den Zugpausen habe ich mir -eher aus Langeweile- mal den Hauptstreckenbetrieb angeschaut, der durch den Ort Freital verlief. Zahlreiche Güterzüge waren mir in Erinnerung, oft bespannt mit zwei Elloks. Hintergrund ist auf der Strecke von Dresden nach Chemnitz die Rampe hinter Tharandt rauf zum Tunnel Edle Krone. Kurz hinter dem Tunnel liegt mit einer Neigung von 1:37 das steilste Stück der Strecke, und die Trasse steigt von Freital binnen 15 Kilometern um 250 Meter hinter dem Bahnhof Klingenberg-Colmnitz. Viele Kunstbauten mussten errichtet werden; hingewiesen sei auf die Viadukte in Colmnitz, Niederbobritzsch, Muldenhütten, Frankenstein oder im weiteren Verlauf das Hetzdorfer Viadukt.
Eine Zugpause führte mich zu einer Brücke der Strecke über die Wilde Weißeritz, südlich von Tharandt gelegen. Vier Dias sind in vielleicht 30 Minuten entstanden: ein Personenzug mit 242, mit grauem Dach und Doppelstock-Gliederzug. Ein Güterzug mit 2 x 250. Einer mit Holzroller vor 250, was damals planmäßig so war. In die Gegenrichtung eine 243 mit einem Vorkriegs-Packwagen hinter der Lok. Was hätte man den ganzen Tag auf der E-Piste an Fotos machen können! Die Weißeritztalbahn haben wir mindestens 5-6 Mal besucht; die fährt noch heute...
Also freuen wir uns über einen Holzroller als planmäßigem Vorspann vor einer 250, wie sie durch das enge Tal der Wilden Weißeritz mit ihrem Güterzug den Berg hoch zum Tunnel Edle Krone hinaufkoffern!

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 24.03.1990 Ort: Tharandt [info] Land: Sachsen
BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Ein Doppelstock-Gliederzug von 1970
geschrieben von: Leon (869) am: 11.01.22, 11:04
Bleiben wir noch einen Moment beim Wendezugverkehr auf der ehemaligen KBS 134 nach Albrechtshof. Dieser Verkehr wurde mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] vorgestellt, und wir sehen erneut eine Doppelstock-Gliederzuggarnitur, die von einem Holzroller soeben aus dem Bahnhof Falkensee nach Albrechtshof geschoben wird. Diese fünfteiligen Gliederzüge aus dem Jahr 1970 sind Weiterentwicklungen des erstmals im Jahr 1957 gebauten Typs, welche sowohl mit als auch ohne Wendezugeinrichtung für die Ballungsräume zwischen Leipzig und Halle, für die Stadtschnellbahnen in Dresden und Magdeburg sowie für den Sputnik-Verkehr auf dem Berliner Außenring beschafft wurden. Insgesamt wurden 31 Gliederzüge dieses Typs geliefert; ihr Einsatz endete Mitte der 90er Jahre. Im Vergleich zu den Wagen von 1957 lag der Fensterbereich im Oberstock vollständig in der Dachschräge.

Der Bahnhof von Falkensee ist heute nicht mehr wiederzuerkennen. Das hübsche Stellwerk ist genauso dem Ausbau der Strecke von Berlin nach Hamburg zum Opfer gefallen wie alle weiteren im Bild sichtbaren Bahnanlagen.
Zum BIld: man kann es zerren, wie man will: das linke Gleis bleibt nur angerissen...:-(

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 03.10.1990 Ort: Falkensee [info] Land: Brandenburg
BR: Steuerwagen (außer von Triebwagen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 16 Punkte

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Endstation Albrechtshof
geschrieben von: Leon (869) am: 10.01.22, 14:05
Endstation Albrechtshof - diesen Ort dürften außerhalb des Berlin-Brandenburger Dunstkreises nur die wenigsten unter uns kennen. Hierhinter verbirgt sich ein Ortsteil von Falkensee, welcher heute zu Berlin gehört. Urspünglich verlief durch Albrechtshof die Berlin-Hamburger Bahn. Später wurde ein Vorortverkehr nach Nauen eingerichtet. Nach dem Krieg wurde von der Gemeinde Falkensee die Anbindung an das Berliner S-Bahn-Netz gewünscht. Diesem Wunsch wurde entsprochen, und im Sommer 1951 konnte der elektrische S-Bahn-Betrieb über Berlin-Spandau West hinaus über Albrechtshof nach Falkensee aufgenomen werden werden - jedoch nur auf dem nördlichen Gleis; das südliche fiel den Reparationsleistungen zum Opfer. Diese Situation bestand bis zum Mauerbau im August 1961: der Verkehr zwischen Spandau West und Albrechtshof wurde unterbrochen, und für eine kurze Zeit bestand ein Inselbetrieb zwischen Albrechtshof und Falkensee. Nach wenigen Monaten wurde dieser Inselbetrieb eingestellt, und die Vorortzüge von Nauen endeten in Albrechtshof. Anfang der 80er Jahre wurde die Strecke bis Albrechtshof eneut elektrifiziert, aber von "oben". Zum Einsatz kamen Wendezüge, welche jedoch in erster Linie zum Bahnhof Falkenhagen geleitet wurden, um dort den Anschluss an den Verkehr auf dem Berliner Außenring herzustellen (Stichwort: "Sputnik-Züge"). Einige Züge wurden bis Birkenwerder geführt, und es gab durchgehende Züge von Albrechtshof mit einer nördlichen Stadtumrundung bis Berlin-Lichtenberg. Dementsprechend "bunt" war das Zugangebot.
Die Züge Richtung Falkenhagen wurden meist aus Doppelstockeinheiten gebildet, wobei bis in die Nachwendejahre hinein sogar noch fünfteilige Doppelstock-Gliederzüge eingesetzt wurden, bespannt mit Holzrollern der Baureihen 211 und 242.
Einen derartigen Zug sehen wir hier am 1. Tag der Deutschen Einheit. Es war ein wunderschöner Herbsttag, welcher seinem Namen alle Ehre machte, denn meine Aufzeichnungen verraten, dass ich mich an diesem Tag ausschließlich um die Schienenverbindungen zwischen Berlin und dem westlichen Umland gekümmert habe - und mir auch erstmals diesen urigen Wendezugbetrieb mit seinen Holzrollern zu Gemüte gefürt habe. Dass es bei den grünen Doppelstockzügen mehrere Varianten gab, war mir bis dahin völlig unbekannt - und heute stolpert man über so mache Zuggarnitur, die einem damals gar nicht so bewusst gewesen ist.
Grüne Doppelstock-Gliederzüge kannte ich nach der Wende nur auf dem S-Bahn-Vorläuferverkehr von Berlin-Wannsee nach Potsdam oder Nauen nach Berlin-Charlottenburg. Nach wenigen Jahren waren diese Wagen Geschichte.
Am 03.10.1990 sehen wir hier im Bahnhof Albrechtshof die 242 159 mit ihrer herrlichen Garnitur zur Abfahrt bereit stehen. Formsignale sichern die Ausfahrt, und kurz hinter dem Bahnhof geht es auf eingleisiger Strecke Richtung Westen.
P.S. die hohen Bahnsteige mit einer Oberkante von 96 cm lassen sich auf den ehemaligen S-Bahnverkehr nach Falkensee zurückführen.

Datum: 03.10.1990 Ort: Albrechtshof [info] Land: Berlin
BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Kummersdorf Gut
geschrieben von: Leon (869) am: 09.01.22, 12:36
Mit dieser Aufnahme aus Kummersdorf Gut möchte ich die Vorstellung der Kaiserlich Preußischen Militär- Eisenbahn abschließen. Es zeigt die 112 599, welche wir bereits an diesem Tag in Rehagen-Klausdorf [www.drehscheibe-online.de] gesehen haben. In Kummersdorf befand sich der ehemalige Artillerie-Schießplatz, welcher später sowohl im Dritten Reich als auch in der Zeit danach für die sowjetischen Truppen eine Rolle als Militärstandort spielte. Der Zug passiert am 19.01.91 das abgesperrte Militärgelände, und obwohl im Hintergrund eine weitere V 100 mit einigen Güterwagen beschäftigt ist, ist der Bahnhof Kummersdorf Gut durchgeschaltet.
Und heute seufzt man über die Fehler, die man damals gemacht hat: um die weitere V 100 mit ihrem Güterzug hat man sich damals nicht weiter gekümmert. Hier hieß es nur: Russenkaserne - anschleichen, Bild machen, und weg! Ob die Russen sich 1991 für einen einsamen Eisenbahnfotografen überhaupt interessiert hätten...?

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 19.01.1991 Ort: Kummersdorf Gut [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Der Fünf-Minuten-Zug
geschrieben von: Leon (869) am: 07.01.22, 06:57
Willkommen auf der wohl kürzesten Strecke Deutschlands mit eigener KBS-Nummer! Die Rede ist von der ehemaligen KBS 118 von Blankenfelde nach Mahlow. Die Strecke war nur 1 x lang hinfallen lang und verband zwei Bahnhöfe: nämlich Mahlow und Blankenfelde, ohne Zwischenhalt.
Doch was steckte hinter dieser Bonsai-Verbindung? Nun, Mahlow war vor dem Mauerbau S-Bahnstation der S-Bahn nach Rangsdorf, im Süden von Berlin. Durch den Bau der Bauer wurde die Verbindung 1961 unterbrochen. Zunächst wurden Züge von Wünsdorf kommend über Rangsdorf nach Norden bis Mahlow verlängert, jedoch später hinter Blankenfelde auf den südlichen Berliner Außenring Richtung Schönefeld geführt. Zur Anbindung von Mahlow wurde auf der Trasse der ehemaligen S-Bahn eine Dieselstrecke nach Mahlow eingerichtet, nur wenige Kilometer lang. Anfangs verkehrten auf dieser Strecke V 15 mit Triebwagen-Beiwagen, später Ferkeltaxen. Die Fahrtzeit betrug fünf Minuten.
Ein derartiges Exemplar sehen wir hier, wie es am 19.01.1991 den Bahnübergang der Trebbiner Straße in Mahlow passiert.

Die Stelle heute: nach der Wende wurde Anfang den 90er der S-Bahn-Verkehr von Blankenfelde Richtung Hauptstadt wieder aufgenommen. Die Ferkeltaxe fuhr letztmalig am 16.09.91. Heute verkehrt hier die S 2 im 20-Minuten-Takt. Der Bahnübergang ist noch vorhanden, aber die Szene vom Januar 1991 ist nicht mehr wiederzuerkennen.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 19.01.1991 Ort: Mahlow [info] Land: Brandenburg
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Nachtaufnahmen
geschrieben von: Dirk Wenzel (87) am: 03.01.22, 13:38
sind hier im Forum eher weniger vertreten.
Vielleicht kann ich das ja ein bißchen ändern...

Herausgesucht habe ich ein sicher nicht einfaches Exemplar - warum auch?
ORWO UT18 war bei Tageslicht eigentlich immer "sehr speziell",
bei NA allerdings relativ zahm (je nach erwischter Charge).

Da der Kater ob der vorabendlichen Lehrlingswohnheim-Party an diesem Morgen nicht ganz so schlimm war,
hatten wir uns vor Beginn der Berufsschule zum Bahnhof geschleppt, um den morgentliche Arbeiterpersonenzug
von Wittenberge nach Salzwedel abzulichten.


Zweiteinstellung unter Berücksichtigung der Hinweise des AWT.
Den Grünstich habe ich nur leicht verringert, aus meiner Sicht sollte das Ausgangsmaterial
schon noch erkennbar sein.

Zuletzt bearbeitet am 03.01.22, 16:37

Datum: 17.10.1983 Ort: Wittenberge [info] Land: Brandenburg
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Winter in Quittelsdorf
geschrieben von: Leon (869) am: 01.01.22, 17:00
Von dem schneereichen Wochenende Ende Januar 1993 sind ja bereits einige Aufnahmen in die Galerie gewandert. Den ersten Bildvorschlag des Jahres 2022 möchte ich daher diesem Wochenende vor fast 29 Jahren widmen und knüpfe an dieses Bild aus Quittelsdorf an: [www.drehscheibe-online.de]. Wir befinden uns am 31.01.93 auf der im Hintergrund sichtbaren Brücke und beobachten die 232 134, wie sie mit ihrem P 7418 von Saalfeld nach Arnstadt unter uns vorüberzieht.
Während am Vortag die Babelsberger Dicken auf dem Rennsteig, dem Friedberg und auf der Strecke nach Großbreitenbach Thema waren, haben wir den Folgetag auf der Strecke von Rudolstadt nach Arnstadt verbracht. Gewöhnliche Personenzüge mit Ludmillen und U-Booten war der Lohn - Züge mit Garnituren, die man heute leider vergeblich sucht. Aber wir haben ja die Galerie, der man all diese Zeitzeugnisse in loser Folge anvertrauen kann..;-)
Also, werte User, werte Kollegen: auf ein hoffentlich ereignisreiches Jahr 2022! Der Einsteller freut sich über zahlreiche aktuelle und historische Bildvorschläge...;-) Und von diesem Wochenende im Januar ´93..wie sagt man..? Coming soon!;-)

Scan vom Fuji RDP 100 6x6-Dia

Datum: 31.01.1993 Ort: Quittelsdorf [info] Land: Thüringen
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Auf der Königlich Preußischen Militär-Eisenbahn
geschrieben von: Leon (869) am: 31.12.21, 13:22
Eine Strecke, die bislang ebenfalls noch nicht ihren Weg in die Galerie gefunden hat, ist die Bahnlinie von Zossen nach Jüterbog, im Kreis Teltow-Fläming gelegen. Sie ist Teil der ehemaligen Königlich Preußischen Militär-Eisenbahn von (Berlin-)Schöneberg nach Kummersdorf, welche 1874 eröffnet wurde. Zur Anbindung an einen Artillerie-Schießplatz bei Kummersdorf wurde parallel zur Dresdener Bahn eine eingleisige Strecke errichtet, welche vom preußischen Heer betrieben wurde und in Zossen von der Dresdener Bahn abzweigte. 1897 erfolgte die Verlängerung von Kummersdorf bis Jüterbog. Nach dem Versailler Vertrag kam die Strecke unter die Obhut der Deutschen Reichsbahn und diente zivilen Zwecken; das Gleis neben der Dresdener Bahn wurde alsbald abgebaut.
In den 90er Jahren wurde der Personenverkehr zwischen Zossen und Jüterbog aus Reisezügen mit unterschiedlichem Wagenmaterial gebildet, meist bespannt mit V 100. Gelegentlich kamen auch Babelsbergerinnen vom Bw Jüterbog auf dieser Strecke zum Einsatz.

Der Personenverkehr endete zwischen Sperenberg und Jüterbog am 02.06.96; bis zum 18.04.98 wurde noch ein Restbetrieb mit einer Ferkeltaxe zwischen Zossen und Sperenberg angeboten.
Heute wird ein Teilstück der Strecke ab Zossen als Draisinenbahn betrieben. Die gesamte Strecke einschließlich aller Bahnhofs- und Nebengebäude steht unter Denkmalschutz; an die Zeit der Militäreisenbahn erinnert eine Ausstellung im Bahnhof Sperenberg.

Bemerkenswert und mit Sicherheit auf die historische Vergangenheit zurückzuführen ist die Imposanz der Bahnhofsgebäude. Der Bahnhof von Rehagen-Klausdorf erinnert eher an eine Burg.
Im Bereich des Bahnhofes wurde ab 1920 ein Bataillon Eisenbahnpioniere stationiert. Dieses Gelände wurde ab 1945 von den sowjetischen Streitkräften abgeriegelt und genutzt.
Südlich des Bahnhofs Rehagen-Klausorf befindet sich eine Brücke, welche bis in die Nachwendejahre die Bereiche dieses Geländes westlich und östlich der Bahntrasse miteinander verband. Man hatte schon einen ziemlichen Klops in der Hose, als man unmittelbar unter der Brücke in Sichtweite der Streitkräfte des „Großen Bruders“ seine Leiter im Gleisbereich des Bahnhofs postierte, um die V 100 mit ihrem Personenzug von Zossen abzulichten. Aber nix passierte; kein Schuss fiel. Die Russen waren eher mit sich selbst beschäftigt. Und so wurde -auf einer wackeligen Holzleiter stehend- am Mittag des 19.01.1991 die 112 599 mit ihrem P 15711 von Zossen nach Jüterbog bei der Einfahrt in den Bahnhof Rehagen-Klausdorf mit seinem imposanten Bahnhofsgebäude abgepasst.

Silvester-Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia. Kommt alle gut ´rüber! ;-)

Datum: 19.01.1991 Ort: Rehagen-Klausdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte
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Die Steilstrecke
geschrieben von: Leon (869) am: 29.12.21, 17:32
Eine weitere Strecke, die in der Galerie bislang fehlt, ist die Steilstrecke von Suhl über den Friedberg nach Schleusingen. Eröffnet als Zahnradbahn im Jahr 1911, erfolgte die Umstellung auf Adhäsionsbetrieb im Jahr 1928 mit dem Einsatz der T 16.1. Ab 1974 übernahm dann die dicke Babelsbergerin den Verkehr. Diese war in der Lage, über die immerhin steilste Adhäsionsbahn Europas mit 7,06 % Gefälle eine Last von 155 Tonnen anzufahren, gegenüber 120 Tonnen bei der Baureihe 94. Der Einsatz der Dicken endete 1995, anschließend übernahm bis zum 31.05.1997 die Baureihe 213 den Verkehr mit einem Wendezug-Steuerwagen.
Markantes Motiv auf dieser Strecke war das Viadukt oberhalb von Hirschbach. Am sonnigen und schneereichen 30.01.1993 überquert die 228 746 mit dem N 14987 das Viadukt. Schleusingen ist bald erreicht.

Seit der Betriebseinstellung gibt es immer wieder Bestrebungen um den Erhalt der Strecke, welche heute immerhin als Baugleis nutzbar ist. Verschiedene Interessengruppen, u.a. die Rennsteigbahn, bemühen sich um die Reaktivierung und touristische Nutzung der Strecke. Vielleicht wird man irgendwann wieder das Schnaufen der T 16.1 über dem Friedberg hören können.

Scan vom Fuji RDP 100 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 31.12.21, 12:19

Datum: 30.01.1993 Ort: Hirschbach [info] Land: Thüringen
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 24 Punkte

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Der Mommelsteinblitz
geschrieben von: Leon (869) am: 28.12.21, 16:25
Kommen wir zu einer Strecke, die in der DSO-Galerie bislang noch nicht stattfindet: dem Mommelsteinblitz. Hierhinter verbirgt sich eine Nebenbahn von Schmalkalden nach Kleinschmalkalden, welche früher bis Brotterode verlief. In Prinzip waren es zwei Bahnstrecken: die im Jahr 1893 eröffnete Strecke von Schmalkalden über Floh-Seligenthal nach Kleinschmalkalden, an welche sich mit einer Spitzkehre im Jahr 1898 die Kreisbahn Kleinschmalkalden-Brotterode angeschlossen hat. Während der Verkehr nach Brotterode bereits Mitte der 60er Jahre eingestellt wurde, wurde die Strecke bis Kleinschmalkalden noch bis zum 30.10.96 im Personenverkehr betrieben.
Nach der Einstellung des Personenverkehrs wurden die Gleise 2001/02 demontiert. Auf der Trasse verläuft heute der Mommelstein-Radweg, welcher auch Teile der ehemaligen Strecke von Kleinschmalkalden bis Brotterode umfasst und zu dem namengebenden Mommelsteinfelsen führt, einem Aussichtsfelsen in 703 Metern Höhe.

Ende Januar 1993 war in Thüringen Bilderbuchwetter: mehrere wolkenlose Tage mit Schnee bescherten eine reichhaltige Fotoausbeute. Wir sehen hier am Nachmittag des 30.01.1993 die 202 169 mit ihrer Garnitur aus einem Bghw sowie einem zweiachsigen Packwagen, wie sie als N 14896 zur Abfahrt in Kleinschmalkalden bereit steht.

Der Ort Kleinschmalkalden hieß von 1946 bis 1990 Pappenheim, zur Erinnerung an einen in der NS-Zeit ermordeten jüdischen SPD-Politiker. Bei jeglicher Wertschätzung der Erinnerung sei ungeachtet der historischen Vergangenheit an Fotos des Bahnhofsgebäudes erinnert, bei welchem Freunde des gepflegten Wortwitzes ihren Trabant unter das damalige Bahnhofsschild gestellt haben…;-)

Scan vom Fuji RDP 100 6x6-Dia

Datum: 30.01.1993 Ort: Kleinschmalkalden [info] Land: Thüringen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Morgens in Lengenfeld (1991)
geschrieben von: Hubertusviadukt (19) am: 24.12.21, 11:25

Das in Thüringen an der sogenannten „Kanonenbahn“ Leinefelde – Eschwege gelegene imposante Viadukt bei Lengenfeld (unterm Stein) kann heute immer noch befahren werden, wenn auch nur von Draisinen im Tourismusverkehr.
Im Frühjahr 1991 wurde es dagegen noch regelmäßig befahren, wenn die (seltenen) Personenzüge nach/von Geismar verkehrten. Zu sehen ist (DR) 112 640 mit ihrem kurzen Personenzug gegen 8.00 Uhr morgens. Der Nebel aus dem nahegelegenen Werratal hatte sich gerade noch rechtzeitig aufgelöst. Schade, dass ich damals dem Packwagen unmittelbar hinter der Lok kein eigenes Bild gewidmet habe.
Der Personenverkehr fand hier noch bis zum 31. Dezember 1992 statt. Danach lief die Betriebsgenehmigung für das Viadukt aus (was der Nutzung für Draisinen nicht entgegensteht).

Mehr Bilder rund um Lengenfeld? [www.drehscheibe-online.de] !

Ich habe bereits ein BIld vom Viadukt eingestellt, aber von einem anderen Standort aus fotografiert, und außerdem einen Tag später:
[www.drehscheibe-online.de]

Datum: 18.05.1991 Ort: Lengenfeld [info] Land: Thüringen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Wo liegt Döbern ?
geschrieben von: Leon (869) am: 21.12.21, 17:34
Wer mit dem PKW von Cottbus die Ortschaft Döbern erreicht, dem fällt zunächst die Glaspyramide des Verkaufspavillons eines Glaswerkes auf. Skurrile Skulpturen ergänzen diese Anlage, in welcher das Glaswerk seine Produkte präsentiert. Man hat gar nicht bemerkt, dass man kurz vorher eine ehemalige Bahntrasse überquert hat. Die Trasse stammt von der bereits 1998 stillgelegten Strecke von Forst nach Weißwasser, welche einst in erster Linie zur Anbindung verschiedener Industriebetriebe –insbesondere Glaswerke- angelegt wurde und am 27.09.1996 ihren Schienenpersonenverkehr verlor.
Am 17.09.1989 führte uns eine Fototour zur Schmalspurbahn nach Zittau. Als wir den Bahnübergang dieser Strecke mit Stellwerk und Industriekulisse überquert haben, wurde ein Fotohalt zur Pflicht. Ein Blick ins Kursbuch ergab, dass sehr zeitnah ein Zug aus Forst auftauchen sollte. Nach kurzer Wartezeit erschien dann eine 112 mit einer Doppelstockgarnitur in rehbraunen Farben, und die Szene war im Kasten. Weiter ging es Richtung Zittau.
Heute, nach über 30 Jahren, sind immer noch Dampflokomotiven Richtung Oybin und Jonsdorf unterwegs. Das Stellwerk in Döbern steht noch. Es ist als Ruine inmitten einer Baumgruppe auf der völlig zugewucherten Trasse kaum noch zu erkennen. Und auch die Galerie hat bislang von dieser eher unbekannten Strecke zwischen dem äußersten Südosten von Brandenburg und Sachsen bislang noch keine Notiz genommen.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 17.09.1989 Ort: Döbern [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Wer kennt Obhausen ?
geschrieben von: Leon (869) am: 17.12.21, 19:34
Ein altes Bahnhofsgebäude mit Laderampe. Telegrafenleitungen. Ein Kreuzungsgleis, welches schon lange kein Zug mehr benutzt hat. Ein „Beförderungsfall“ wartet auf die Ankunft des N 15557 von Röblingen am See nach Querfurt. Eine 112 rumpelt in den Bahnhof von Obhausen, am Haken einen dreiachsigen Reko-Packwagen sowie zwei Bghw. Der Zug wird den Reisenden ins das nahe gelegene Querfurt bringen, von welchem Umsteigemöglichkeiten nach Vitzenburg oder aber nach Merseburg bestehen. Alltag kurz nach der Wende im Mai 1991.
Die Bahnstrecke Röbligen am See-Querfurt heute: befahren wird nur noch der Abschnitt von Röblingen nach Schraplau, wo ein Kalkwerk im Güterverkehr bedient wird. Der Rest bis Querfurt liegt brach, seit der Personenverkehr –zuletzt von der Burgenlandbahn betrieben- im Dezember 2003 eingestellt wurde. Die Trasse ist noch vorhanden, sie verlief in kurvenförmiger Lage entlang der Weida.
Querfurt wird heute nur noch von Merseburg aus angefahren; der Abschnitt bis zur Unstrutbahn nach Vitzenburg verlor bereits Ende 1998 seinen Personenverkehr.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia



Datum: 08.05.1991 Ort: Obhausen [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Über den Dächern von Lengenfeld I (1991)
geschrieben von: Hubertusviadukt (19) am: 18.12.21, 12:17
In einer weiten 180-Grad-Kurve umfährt die "strategische Bahn" von Leinefelde nach Geismar (und früher weiter nach Eschwege) die Ortschaft Lengenfeld unterm Stein, einschließlich des dortigen markanten Viadukts. Am Mittag des 18.05.1991 rollt 112 640 als 18 565 gemächlich bergab und wird gleich dieses Viadukt erreichen. Im Vordergrund die katholische Kirche, mit innerorts gelegenem Friedhof.

Zuletzt bearbeitet am 19.12.21, 12:11

Datum: 18.05.1991 Ort: Lengenfeld [info] Land: Thüringen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Frühmorgens im Eichsfeld (Geismar, 1991)
geschrieben von: Hubertusviadukt (19) am: 17.12.21, 16:07
Eigentlich war der Abend davor bei meiner Eichsfelder Verwandtschaft (die man endlich besuchen konnte) feuchtfröhlich und ganz schön "lang" geworden, und das Bett war warm und kuschelig. Aber die Wettervorhersage versprach nach Nebelaufösung eigentlich einen Morgen mit viel Sonne. Weswegen ich meinen "inneren Schweinehund" doch überwand und mit dem Argument, ich müsse ja sowieso im Ort Brötchen holen, das Haus so früh verlassen konnte. Doch vor dem eigentlichen Primärziel, einem Bild des Richtung Norden fahrenden Zug auf dem Lengenfelder Viadukt, besuchte ich schnell noch für ein Standbild den Bahnhof von Geismar. Dieser liegt der Topografie geschuldet weit entfernt vom eigentlichen Ortskern.

Und dieses Bild, mit viel Bahnhof und keinen Fahrgästen, möchte ich heute für die Galerie vorschlagen. Wir sehen am 18.05.1991 Lok 112 640 als 18564.

Heute liegen hier zwar noch Gleise, aber es fahren allenfalls Draisinen. Immerhin ..



Zuletzt bearbeitet am 17.12.21, 16:08

Datum: 18.05.1991 Ort: Geismar [info] Land: Thüringen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Die Abschiedsfahrt der Eisenschweine
geschrieben von: Leon (869) am: 09.12.21, 18:44
In letzter Zeit sind ja einige interessante Aufnahmen der Baureihe E 94 in die Galerie aufgenommen worden. An dieses Thema möchte ich kurz anknüpfen mit einer Aufnahme der Abschiedsfahrt dieser Baureihe beim Bw Leipzig-Engelsdorf.
Am 15.12.1990 schickte Engelsdorf sein letztes, bis August 1990 noch planmäßig eingesetztes Eisenschwein zusammen mit der Traditionslok auf eine Rundreise von Leipzig über Altenburg, Chemnitz und Dresden und wieder retour nach Leipzig. Trotz übelstem Winterwetter haben wir versucht, den Zug zu begleiten. Erste Aufnahmen entstanden morgens in der imposanten Halle des Leipziger Hauptbahnhofes. Dann ging es über verschneite Straßen zur Muldebrücke nach Glauchau sowie anschließend zum Hetzdorfer Viadukt, wohlgemerkt bei Wetter „sechzigstel/2,8“. Dementsprechend „dokumentarisch“ waren die beiden…nennen wir sie: Tageslichtaufnahmen. Umso mehr haben wir uns am Nachmittag den Standaufnahmen in der Halle vom Dresdener Hbf. gewidmet, bevor die Tour in der Halle des Leipziger Hauptbahnhofes ein Ende finden sollte – und mit ihr das Ende der Eisenschweine bei der Deutschen Reichsbahn.
Hier sehen wir den Abschiedszug, wie er in der Halle des Dresdener Hauptbahnhofes auf seine Weiterfahrt gen Leipzig wartet. An der Spitze hängt die Traditionslok E 94 056, dahinter die 254 106.

Gegen den Lichtstrahl, der durchaus an Szenen aus „Star Wars“ erinnert, war mit der Stativbelichtung im Kleinbilddia kein Ankommen. Ich hoffe aber, dass die Hallenbeleuchtung nicht zu sehr überstrahlt. Selbst der damals farbunempfindliche Agfa vermochte in der Halle von Dresden die eiskalte Neonbeleuchtung nicht zu kompensieren; ein Fuji hätte hier farbliche „Unterwasseraufnahmen“ produziert.

Beide Eisenschweine sind bis heute noch erhalten: die E 94 056 steht als rollfähiges Exponat auf dem Museumsgleis des Leipziger Hauptbahnhofes – an dem Ort, wo die Geschichte der Baureihe E 94 offiziell zu Ende ging. 254 106 hat einen Platz im Schuppen des Thüringer Eisenbahnvereins in Weimar gefunden.

Scan vom Agfa-100 Kleinbilddia

Datum: 15.12.1990 Ort: Dresden [info] Land: Sachsen
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Die Gruppen-Sechs
geschrieben von: Leon (869) am: 20.11.21, 17:31
ja, Ihr lest richtig: Gruppen-Sechs..;-) Honi soit qui mal y pense..! Wie oft haben wir die Lok natürlich mit dem deutlich anrüchigeren "Vergnügen" bezeichnet. Und erneut kurbeln wir die Zeit 30 Jahre zurück. Die Wende ist gerade her, und von Berlin aus sind in alle Himmelsrichtungen Dampfsonderzüge unterwegs gewesen. Man richtete den legendären "Gurkenzug" ein, einen dampfbespannten Eilzug von Nauen über die Stadtbahn nach Lübbenau. Rheinsberg wurde häufig angefahren, und am 15.09.91 mussten wir uns fast klonen, um all die Dampfsonderzüge abzupassen, die unterwegs sein sollten. Eine 44er fuhr von Berlin nach Lübbenau, die neue 65.10 der Berliner Eisenbahnfreunde war unterwegs, und vormittags rollte ein Dampfsonderzug auf der fast völlig unbekannten Strecke von Berlin über Mittenwalde nach Töpchin. Hier, auf den Gleisen der ehemaligen Königs Wusterhausen-Mittenwalde-Töpchiner Kleinbahn, war der Personenverkehr bereits seit 1973/74 verschwunden, aber der Güterverkehr lief noch bis zum 01.06.1997.

Zurück zu unserer Dampflok. Die 52 "4x6", wie sie auch gern genannt wurde, gehörte dem Bw Berlin-Schöneweide und hat bereits 1983 den Status der Traditionslok erhalten. Seitdem war sie vor zahlreichen Sonderzügen zu sehen, und anlässlich einer Hauptuntersuchung hat man ihr im RAW Meiningen einen Steif..äh..-rahmentender verpasst (Mein Gott, Gruppense.. reicht wohl nicht..;-) ). Dieser Tender diente bis dato als Wasserwagen in Köthen, und somit erhielt die Lok ein Outfit als echte Kriegslokomotive. Zusätzlich erhielt sie Frostschutzanbauten und passende Windleitbleche. In diesem Zustand sehen wir sie hier, wie sie mit ihrem Sonderzug auf halber Strecke zwischen Mittenwalde und Töpchin im Bahnhof Motzen angekommen ist. Man erkennt leider den Tender nur bei genauerem Hinsehen; ein weiteres Bild dieser Fuhre wird Gegenstand einer späteren Einstellung.
Und heute? Nach der Wende wurde es schnell ruhig um die Lok. Seit dem Ablauf der Kesselfrist im Juni 1994 hat die Lok als rollfähiges Exponat ihr Domizil weiterhin im Bw Schöneweide und wird von den Dampflokfreunden Berlin betreut.
Die Strecke von Mittenwalde nach "KW" oder Töpchin ist aber immer noch befahrbar. Wer sich den Spaß gönnt, mietet sich im Bahnhof Mittenwalde Ost eine Fahrraddraisine. Und los gehts! Vorbei am Bahnhof von Motzen zum Gruppense..(nee, pfui..!) an der Badestelle am gleichnamigen See...;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 15.09.1991 Ort: Motzen [info] Land: Brandenburg
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Leute, macht die Fenster zu...!;-)
geschrieben von: Leon (869) am: 21.11.21, 10:46
Kommen wir noch einmal zurück nach Oschatz-Mügeln. Von der Strecke ist ja bereits eine Vielzahl von aktuellen und historischen Aufnahmen in der Galerie vorhanden, und ich möchte mit dieser Einstellung an den wohl interessantesten Güterzug auf dieser Strecke erinnern: die tägliche Doppelbespannung mit zwei IVk. Die letzte Leistung des Tages von Oschatz brach in der Regel am Nachmittag auf, und die dort eingesetzte Rangierlok wurde dann immer der weiteren IVk mit it ihrem Güterzug beigegeben. Und somit schraddelten dann beide Loks mit ihrer Güterwagenfuhre bimmelnd durch den Ort.
Diese Bespannung war häufig Fluch wie Segen. Je nachdem, wie der Wind stand, wurde die zweite Lok sowie der Zug häufig zugequalmt, und im Archiv lagern einige Vorbeifahrten, die trotz der eigentlich fotogenen Bespannung einfach nix taugen. Da freut man sich ob der Bespannung und muss dann fairerweise zugeben, dass bei der einen oder anderen Aufnahme nur eine Lok die bessere Wahl gewesen wäre. Am Nachmittag des 31.03.90 hat es jedoch geklappt: kurz nach der Wende war der planmäßige Normalspurdampf bereits Geschichte, aber es gab ja noch die Altbau-Elloks! Also wurde der Vormittag mit Eisenschweinen im Raum Leipzig verbracht, und nachmittags war man rechtzeitig für den "Doppelbespannten" in Oschatz. Wir sehen hier, wie die 99 1582 vor ihrer Schwestermaschine oberhalb der Döllnitz den Ort zuqualmt. Leute, holt die Wäsche rein und macht die Fenster zu...!;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 31.03.1990 Ort: Oschatz [info] Land: Sachsen
BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Entlang der Zwönitz
geschrieben von: Leon (869) am: 18.11.21, 18:46
Unsere Fototouren zu den Dampfzügen in Sachsen begannen häufig mit dem morgendlichen Nahgüterzug 65345 von Karl-Marx-Stadt nach Aue. Dieser Zug war regelmäßig mit einer Karl-Marx-Städter 50.35 bespannt und zeichnete sich durch seine hohe Zuverlässigkeit sowie durch häufige Rangierhalte aus. Die Strecke verlief hinter Karl-Marx-Stadt sehr kurvenreich entlang der Zwönitz, und meist wurden ausgedehnte Rangieraufenthalte in Einsiedel, Meinersdorf, Thalheim und Zwönitz eingelegt, was zu einer recht reichhaltigen Fotoausbeute führte. Oft blieben wir dem Zug nur bis Thalheim treu, weil anschließend der vormittägliche Nahgüterzug von Sankt Egidien nach Oelsnitz lockte. Die Rückfahrt dieses Zuges ab Aue blieb oft unbeobachtet, da die Lok wegen der zu kurzen Drehscheibe im Bw Aue nur Tender voran nach Karl-Marx-Stadt lief – bis auf die Ausnahme von Zwönitz, wo die Lok zur Bedienung diverser Anschlüsse den Zug umlaufen musste und somit wieder gut im Nachmittagslicht stand.
Der 24.04.1987 begann mit diesem Zug zunächst direkt am Zwönitzufer bei Einsiedel, und nach einem kurzen Rangieraufenthalt haben wir die Karl-Marx-Städter 50 3694 hinter Dittersdorf an einer kleinen Brücke über die Zwönitz erwartet. Wir sehen, wie die Lok ihre Fuhre majestätisch an uns vorbeiwuchtet. Nächster „Fotohalt“ war hinter Thalheim.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 24.04.1987 Ort: Dittersdorf [info] Land: Sachsen
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Herbstliches Walthersdorf
geschrieben von: Leon (869) am: 16.11.21, 08:04
Walthersdorf – kennt keine Wutz. Gelegen an der Strecke Schlettau-Crottendorf - jetzt klingelts bei jedem, der bei der Reichsbahn den Dampfloks hinterherjagte..;-) Ob 86 1001, 1501 oder 1056…diverse Touren ins Erzgebirge hatten u.a. wenigstens einen Zug auf der Strecke Schlettau-Crottendorf im Programm; war es doch die letzte Strecke der Reichsbahn, wo die Baureihe 86 im planmäßigen Personenzugdienst unterwegs war, und dies bis 1988. Nach der Wende wurde es recht ruhig um die Strecke. Sie verlor Ende 1996 ihren Personenverkehr und wurde zum 01.06.99 stillgelegt. Heute verläuft ein Radweg auf der Trasse.
Am 11.10.90 entstand jedoch noch dieser klassische Beifang in einer Dampfzugpause auf der Fichtelbergbahn. Wir sehen die 110 875, wie sie ihre Bghw-Garnitur nebst "Blechbüchse" als P 19643 entlang der Gärten und Häuser von Waltersdorf gen Crottendorf zieht.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 11.10.1990 Ort: Walthersdorf [info] Land: Sachsen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Ein Rollwagenzug nach Kemmlitz
geschrieben von: Leon (869) am: 15.11.21, 18:35
Durch die Galerie schwappt ja derzeit eine kleine "IVK-Welle", da mag ich noch ein historischen Bild von Oschatz-Mügeln nachlegen. Ende der 80er Jahre führten uns einige Touren zu dieser Bahn mit ihrem umfangreichen Güterverkehr, und vom 19.03.89 wurde bereits der nachmittägliche Güterzug von Mügeln nach Kemmlitz an dem bekannten Blick mit dem Schloss in Mügeln in die Galerie aufgenommen. Wir sind nach diesem Bild dem Zug hinterher und haben ihn in Nebitzschen wieder eingeholt. Damals war der heute wieder befahrene Abschnitt Richtung Glossen noch stillgelegt, und die Strecke nach Kemmlitz zog hinter Nebitzschen eine enge Kurve. Wir haben uns oberhalb dieser Kurve postiert und erleben, wie die gut gepflegte 99 1584 mit ihrer Fuhre Richtung Kemmlitz an uns vorbeischraddelt.
Nach dieser Aufnahme ging es schleunigst wieder nach Oschatz, dem nachmittäglichen Güterzug entgegen, welcher fast immer mit zwei Maschinen bespannt war. Aber auch hier gilt: coming soon..;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 19.03.1989 Ort: Nebitzschen [info] Land: Sachsen
BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Container für Annaberg
geschrieben von: Leon (869) am: 14.11.21, 20:35
Von unserer Herbst-Fototour zur ÜK-50 3145 wurde ja bereits dieses Bild [www.drehscheibe-online.de] dankenswerter Weise in die Galerie aufgenommen, und ich hatte ja im Bildtext darauf hingewiesen, dass unser Fototag noch nicht vorbei sein würde. Wir sind nach der Aufnahme vorsichtig von dem Baum wieder hinabgeklettert, und als nächstes stand eine Fotosession im Bw Aue an, wo sowohl die Altbau als auch die weitere an diesem Tag eingesetzte 50 von Karl-Marx-Stadt, die 50 3616, wieder mit Vorräten versorgt wurden. Die 3616 war morgens mit dem üblichen Nahgüterzug in Karl-Marx-Stadt über Zwönitz nach Aue aufgebrochen, und diverse Rangieraufenthalte sorgen hier für eine recht lange Fahrzeit. Da die Rückleistung der 3616 ab Aue Tender voran erfolgen sollte, wurde diesem Zug keine weitere Beachtung geschenkt - schon gar nicht, wenn etwa zeitgleich die Altbau als Tfzf. nach Schwarzenberg rollen sollte und von dort den fast schon legendären Containerzug nach Annaberg bespannen sollte, welcher bereits mit einigen Bildern in der Galerie vertreten ist. Was lag also näher, als nach einem gemütlichen Lz-Foto hinter Aue nach Markersbach zu fahren? Dort bestand die Möglichkeit, den Zug sowohl im Bahnhof als auch im Anschluss auf dem berühmten Viadukt zu fotografieren. Und so versammelten sich zahlreiche Fotofans aus Ost und West in Markersbach, um sich dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Nach einiger Wartezeit erschien dann die 50, am Haken den 61971 nach Annaberg. Der Zug stampfte durch den Bahnhof, und man hatte minutenlang die Gelegenheit, sich sorgfältig seinen Fotopunkt für den Viaduktblick zu suchen, während die 50 mit ihrer Containerfuhre die Steigung zum Viadukt in Angriff nahm und hier eine fast 180 Grad starke Kehre durchfahren musste. Schließlich polterte der Zug über den Viadukt, und man erkennt, dass bei der Reichsbahn nahezu jede Wagengattung herangezogen wurde, die auch nur im entferntesten für den Transport von Containern geeignet war. Wir lauschten dem Zug noch lange hinterher, bevor es dann wieder Richtung Heimat ging.
Das Markersbacher Viadukt -inzwischen längst restauriert- ist auch heute noch Ziel zahlreicher Dampflokfreunde, da hier recht häufig Sonderzüge des VSE verkehren, welche meist mit der vereinseigenen 50 3616 bespannt werden - eine Lok, die bereits oben schon erwähnt wurde, und von der wir noch eine Aufnahme vom Beginn dieses Tages sehen werden...Coming soon..;-)

Datum: 31.10.1987 Ort: Markersbach [info] Land: Sachsen
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Beifang in Hartenstein
geschrieben von: Leon (869) am: 13.11.21, 16:13
Bleiben wir noch einen Moment auf der Strecke von Zwickau nach Aue. Allein zwei dampfbespannte Durchgangsgüterzüge von Zwickau, einer mit 50.35 des Bw Zwickau, der andere mit 50.35 der Est. Aue des Bw Karl-Marx-Stadt, haben uns Ende der 80er Jahre recht häufig zur Mittagszeit an diese Strecke gelockt. Man konnte zeitlich hervorragend vorher den Nahgüterzug von Sankt Egidien nach Oelsnitz einbauen und den Tag mit dem Nahgüter von Karl-Marx-Stadt nach Aue durchs Zwönitztal beginnen. Alternativ standen die beiden Sandzüge durchs Muldetal mit Glauchauer 50.35 an, m.a.W. irgendwo fuhr zeitlich passend immer ein Güterzug mit Dampflok umher.
Bei diesen Aktionen fiel naturgemäß der eine oder andere Beifang ab. So auch hier am 09.05.1987 in Hartenstein. Die Gefahr der Zwickauer Leistung nach Aue bestand darin, dass dieser Zug gerne mal Tender voran gen Aue unterwegs war. Und so kam uns auch an diesem Tag bei der Hinleistung nach Aue in Wiesenburg ein Tender entgegen...:-( Shit happens, aber es gab zwischendurch noch genügend andere Leistungen, so dass der Ärger schnell verflogen war. Im Gegenteil: da die Rückleistung ab Aue nunmehr richtig herum erfolgen würde, bestand die Herausforderung darin, eine geeignete Stelle mit Frontlicht zu finden. Eine Möglichkeit bestand in Hartenstein. Gar nicht soo spektakulär, aber hier gab es an der Ost-Einfahrt ein Signal und eine alte Fußgängerbrücke. Wir haben uns für den Dampfzug auf die Lauer gelegt, der sich an diesem Tag ziemlich Zeit gelassen hat, denn vorher kamen noch zwei Personenzüge von Schwarzenberg bzw. Johanngeorgenstadt vorbei. Einer mit V 100, der andere mit "Babelsbergerin". Nun, Loks der Baureihe 118 gab es damals wie Sand am Meer. Heute, über 30 Jahre später, schaut man in die Dia-Bestände und sagt sich: hey, eine saubere 118 mit durchgehendem Zierstreifen auf Zwickau-Aue - nicht minder wertvoll wie eine gewöhnliche 50.35...;-)
Und somit sehen wir hier die 118 711, wie sie den P 9632 von Schwarzenberg nach Zwickau befördert. Alltag im Erzgebirge anno 1987.
Dem Zug wird im Block die erwartete 50 3689 mit dem Ng 66326 von Aue folgen. Anschließend ging es weiter, rüber zum nachmittäglichen Nahgüter von St. Egidien nach Oelsnitz. Der Tag endete dann auf Cranzahl-Oberwiesenthal mit einem Rollwagenzug auf Schmalspurgleisen. Coming soon...;-)

Auch ohne Dampf: was würde man heute geben für reinen Planverkehr mit Babelberger Dicken vor Personenzügen im Erzgebirge...? ;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 09.05.1987 Ort: Hartenstein [info] Land: Sachsen
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Die Übergangskriegslok
geschrieben von: Leon (869) am: 12.11.21, 16:48
Wie bereits in der Einstellung der Signalbrücke in Wiesenburg angedeutet, galt unser Fototag am 31.10.1987 in erster Linie dem Dampfbetrieb zwischen Chemnitz, Zwickau und Aue. Der Tag begann mit dem morgendlichen Nahgüterzug von Chemnitz Richtung Aue über Zwönitz und führte dann zu einem Abstecher zur Strecke von St. Egidien nach Oelsnitz, von der von der berühmten Brücke in Lichtenstein von dem vormittäglichen Nahgüterzug bereits dieses Bild [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie aufgenommen wurde. Mittags haben wir uns dann in Wiesenburg versammelt, wo im Block nach dem bereits gezeigten Personenzug eine meiner persönlichen Lieblingsloks der Reichsbahn, die ÜK-50 3145 mit dem Dg 54309 von Zwickau nach Aue unterwegs sein sollte.
Nach dem Motiv an der Signalbrücke ging es weiter zum Tunnel hinter Schlema, immer in der Hoffnung, dass der Zug in Fährbrücke auf den Rand geht. Hinter Schlema ging die Strecke Richtung Aue durch einen Tunnel, um unmittelbar danach auf einer Kastenbrücke die Zwickauer Mulde zu überqueren. Von diesem Motiv ist bereits diese Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie enthalten. Kritischer war hingegen das Bild von der südöstlichen Seite: hier ging es einen Bahndamm hinunter, an welchem jedoch ein ziemlicher Baum stand, der mit etwas Geschick als erhöhter Fotostandpunkt genutzt werden sollte. Und somit sind an dem Tag drei Fotografen wie die armen Irren zunächst von Wiesenburg nach Schlema gekoffert, sind den Bahndamm emporgekrochen und anschließend auf einen sehr stabilen Ast entlanggehangelt; ein weiterer Ast galt als Armlehne. Die Lücke war groß genug, um von dort die Brücke ohne störende Äste ins Bild zu bekommen, wenn auch etwas eng. Die 50er Festbrennweite ließ leider nicht den Hang oberhalb des Tunnels komplett im Bild erscheinen. Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein, wie wir da auf halber Höhe in dem Baum hingen und auf den Dampfzug gewartet haben, der jeden Moment aus dem Tunnel herauskommen sollte.
Lange haben wir in dieser etwas verkrampften Position nicht gewartet. Mit der 50 3145 betritt die letzte damals bei der Reichsbahn planmäßig eingesetzte Übergangskriegslok der Baureihe 50 das Bild. Ausgeliefert im Jahr 1942, erkennt man an der Lok noch die etwas vereinfachte Bauart. Das zweite Führerstandsfenster wurde mit Sicherheit erst später eingebaut, und die Scheiben-Laufachse wurde mittlerweile auch durch Speichenräder ersetzt. Die Lok wirkte gepflegt und nicht zu blank und sah mit ihren weißen Pufferringen und dem Metallring um den Schornstein schon irgendwo majestätisch aus…
Bereits am 18.11.1987 wurde die Lok abgestellt und kurz danach z-gestellt. Ihre Ausmusterung erfolgte zum 24.06.1988 in Karl-Marx-Stadt, mit anschließender Verschrottung.

Unser 31.10.87 war noch lange nicht zu Ende. Es folgten zahllose Aufnahmen im Bw Aue, bevor es mit der Lok zum Containerzug nach Annaberg weiterging….Coming soon! ;-)

Datum: 31.10.1987 Ort: Schlema [info] Land: Sachsen
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Die Signalbrücke von Wiesenburg
geschrieben von: Leon (869) am: 11.11.21, 18:28
Ein weiteres Motiv, welches bereits mit mehreren Varianten in der Galerie vertreten ist, ist die Signalbrücke von Wiesenburg auf der Strecke Zwickau-Schwarzenberg. Diese Signalbrücke war beliebtes Motiv bis zur zweiten Hälfte der 80er Jahre für die Durchgangsgüterzüge von Zwickau nach Aue, welche mit Lokomotiven der Baureihe 50.35 bespannt wurden. Mehrmals waren wir für diese Leistungen vor Ort, und meistens wurden ellenlange Wagenschlangen befördert. Highlight war der Einsatz der Altbau-50 3145 in dieser Region im Oktober 1987. Am 31.10.1987 standen zahlreiche Fotografen an der Ausfahrt von Wiesenburg – aber nur wenige haben vorher auf die 112 791 mit ihrem P 3603 von Zwickau nach Johanngeorgenstadt draufgehalten.
Also sehen wir, wie die 112 ihren Zug auf dem Bahnhof unter der Signalbrücke hindurch beschleunigt. Einige Zeit später klimperten die Schranken wieder hinunter, und die „Altbau“ wird mit einem stattlichen Güterzug folgen. Danach ging das übliche Gehetze wieder los, denn die kurvenreiche Strecke entlang der Zwickauer Mulde erlaubte den Güterzügen kein hohes Tempo. Umso mehr wurde jedoch Gummi und Blech strapaziert, damit man den Zug vor Aue ein zweites Mal erwischt. Quod erat demonstrandum hinter Schlema am Tunnel und der Muldebrücke. Coming soon..;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 31.10.1987 Ort: Wiesenburg [info] Land: Sachsen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Fracht nach Benneckenstein
geschrieben von: Leon (869) am: 10.11.21, 10:57
Wir haben uns ja in der Galerie bereits mit dem Güterverkehr auf der Selketalbahn beschäftigt, ferner mit dem Rollbockverkehr nach Hasserode. Sehr bekannt war damals der Kohleverkehr von Nordhausen nach Silberhütte. Erinnert sei an legendäre Aufnahmen, wie meist zwei 99.72 unter voller Entfaltung ihre Fracht hinauf nach Stiege durchs Birkenmoor beförderten. Weitab jeglicher störender Geräuschkulisse konnte man hier die Bergfahrt der beiden arbeitenden Maschinen bereits lange vor der Vorbeifahrt akustisch genießen.
Viel unbekannter war hingegen eine weitere Güterzugleistung im Harz, welche ebenso regelmäßig von Wernigerode nach Benneckenstein unterwegs war. Hier war in den frühen Morgenstunden eine Fuhre Emils auf Rollwagen unterwegs, meist mit nur einer 99.72 bespannt, wobei hin und wieder auch Doppeltraktionen vorkamen.
Fast auf den Tag genau vor 32 Jahren, am 19.11.89 -kurz nach der Wende- haben wir diesem Zug bei tiefer Novembersonne kurz vor Sorge aufgelauert. Wir sehen hier, wie die 99 7237 mit dem 67071 den Bahnübergang der Straße Richtung Braunlage/ Hohegeiß passiert - die zum Zeitpunkt der Aufnahme noch gar nicht geöffnet war.
Die Aufnahme ist mit einer 85er Festbrennweite entstanden. Keine Sorge, wir stehen profilfrei..;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 19.11.1989 Ort: Sorge [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Die "Dicke" in Cranzahl
geschrieben von: Leon (869) am: 09.11.21, 19:08
Vom Viadukt in Cranzahl sind ja bereits einige sehr sehenswerte Aufnahmen in der Galerie enthalten – aber auf fast allen sehen wir die nachmittägliche Ansicht. Dass auch zum späten Vormittag Bilder von dem Viadukt möglich waren, zeigt diese Aufnahme, welche erneut als klassischer Beifang entstanden ist. Im Oktober 1990 führte mich eine Fototour zur Fichtelbergbahn, und wenn man schon mal vor Ort war, lag nichts näher, als in den Dampfzugpausen den normalen Planverkehr auf der Strecke von Annaberg nach Bärenstein abzulichten.
Nicht schlecht gestaunt habe ich, als dann zur Mittagszeit ein Personenzug aufkreuzte, der aus einer etwas hochwertigeren Garnitur bestand und mit einer „Babelsberger Dicken“ bespannt war.
Erst später habe ich mich mit dem Zug näher beschäftigt, und heute ist diese eine Aufnahme –historisch betrachtet- viel wertvoller als die zahlreichen Dampflokbilder, welche auf dieser sowie auf weiteren Touren zur Fichtelbergbahn entstanden sind. Wir sehen die „Starleistung“ der Baureihe 118 des Bw Leipzig Süd: den E 771 von Leipzig über Chemnitz und Annaberg nach Cranzahl, zurück als E 774. Leider hatte am 11.10.90 nur die 118 352 im Sparlack vor dem Zug Dienst, aber bereits im Jahr 1991 war diese sehenswerte Leistung aus dem Fahrplan verschwunden, und es fuhren nur noch „gewöhnliche“ Personenzüge mit V 100 über die Brücke.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 10.11.21, 15:46

Datum: 11.10.1990 Ort: Cranzahl [info] Land: Sachsen
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Idyllischer Reichsbahn-Alltag
geschrieben von: Leon (869) am: 08.11.21, 14:07
Zur Abwechslung gibt´s mal wieder ein bissel historischen Diesel...;-) Diese Aufnahme ist erneut als klassischer Beifang entstanden. Zum Ende der 80er Jahre führten uns zahlreiche Fototouren zu den Dampflokhochburgen der Reichsbahn. So auch hin und wieder zu den Leistungen durchs Muldetal, zu den Durchgangsgüterzügen von Zwickau nach Aue oder zu den meist enorm gut ausgelasteten Nahgüterzügen von St.Egidien nach Oelsnitz. Auf dieser idyllischen Nebenstrecke gab es täglich zwei Nahgüterzugpaare, die mit Loks der Baureihe 50.35 bespannt wurden. Meist endeten die Züge in Oelsnitz, aber hin und wieder waren auch Wagen bis Lugau zu befördern. Am 09.05.1987 war dies der Fall, und wir haben uns kurz hinter Oelsnitz auf die Lauer gelegt. Beim Warten entstand somit die Aufnahme eines damals ganz gewöhnlichen Personenzuges, bestehend aus zwei Bghw und einer V 100. Wir sehen hier somit die 112 880 vor dem P 19673 von St.Egidien nach Stollberg.
Eine Reko-50 wird diesem Zug folgen - aber die Wagenschlange, verbunden mit einer entsprechenden Dampfwolke, wird das Einfahrsignal im Hintergrund nicht mehr erkennen lassen. Also genießen wir die idyllische Vorbeifahrt eines ganz normalen Personenzuges der Reichsbahn.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 09.05.1987 Ort: Oelsnitz/ Erzgebirge [info] Land: Sachsen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Damals in Stiege
geschrieben von: Leon (869) am: 07.11.21, 12:48
Die 99 5904 haben wir ja doch noch nicht gesehen..;-) Abgesehen von den Verlusten im ersten Weltkrieg wurden 1949 die im Harz befindlichen Mallet-Lokomotiven der NWE und GHE nach der Übernahme durch die DR mit den Nummern 99 5901 bis 5906 versehen. Während die 99 5905 bereits 1975 verschrottet wurde, waren die anderen fünf Loks im Harz weiterhin munter im Einsatz. Bereits 1989 erwischte es dann die 99 5904. Auf Grund ihres schlechten Allgemeinzustandes wurde sie im November 1989 als Ersatzteilspender in Görlitz für die Aufarbeitung der 99 5902 herangezogen; die Reste von ihr wurden 1990 verschrottet. Wir sahen sie letztmals im Oktober 1988.
Bereits bei unserer ersten Tour zur Selketalbahn am 05.10.1986, welche in erster Linie dem Einsatz der 99 6102 galt, waren neben dieser Lok auch die 99 5902 und 5904 im Selketal unterwegs. Ich möchte daher der Galerie diese, motivlich etwas weniger spektakuläre Aufnahme vorschlagen. Die Aufmerksamkeit gilt hier in erster Linie der Wagengarnitur. 99 5904 erreicht hier mit ihrer Fuhre aus noch nicht modernisierten Personenwagen sowie dem üblichen Packwagen sogleich den Bahnhof von Stiege.

Dieses Dia ist wieder eines von denen, dem man jahrzehntelang keine weitere Beachtung geschenkt hat. Damals war eine Mallet vor Personenzügen Alltag, und die Wagengarnituren hat man sich damals mit Anfang 20 nie so richtig angeschaut. Heute hingegen betrachtet man die Dias viel gründlicher und stolpert dann über solche Garnituren...;-) Und immer wieder der übliche Satz: "...hätte man damals viel öfters hinfahren müssen!"

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 05.10.1986 Ort: Stiege [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Wartburgblick mit Mallet
geschrieben von: Leon (869) am: 06.11.21, 22:54
Kommen wir zur 99 5901. Nachdem in der Galerie bereits die Mallet-Lokomotiven 99 5904 und 99 5906 vorgestellt wurden, loht auch ein Blick auf die 99 5901. Diese Lok war mit einem Baujahr von 1897 die erste Mallet, die von der Lokomotivfabrik Jung für die NWE gefertigt wurde. Zu DDR-Zeiten war sie zusammen mit der 99 5903 als betriebsfähige Lok für den Traditionszug vorgesehen und lief jahrelang im grünen Gewand unter ihrer ursprünglichen Betriebsnummer NWE 11. Seit 1998 hat sie eine schwarze Lackierung erhalten, ferner riesige Laternen, welche eher an eine polnische Lok erinnern, jedoch historisch bestimmt zutreffend sind.
Bis zur Wende war die Lok, wenn nicht gerad Dienste vor dem Traditionszug anstanden, häufig in ihrem grünen Gewand auf der Selketalbahn im Einsatz.

Am 11.02.89 war jedoch der Traditionszug von Wernigerode zur Eisfelder Talmühle zu bespannen, und wir sehen hier die Lok am Einfahrsignal von Eisfelder Talmühle. Rechts im Bild ist ein PKW eines Eisenacher Autoherstellers mit gleichnamiger Burg im Bild zu sehen.

Wenn die Kollision mit dem Schild nicht zu sehr ins Gewicht fällt (hoffentlich versaut mir keiner den Gag mit "dem" Wartburg..) , möchte ich hiermit die Serie um diese Aufnahme fortsetzen. Warum eine Auslösung vorher nicht vorhanden ist, kann aus heutiger Sicht nur mit einer hastigen Autoverfolgung erklärt werden...;-) Das Formsignal steht längst nicht mehr, ebensowenig die Telegrafenmasten.

Die Lok war bis 2018 betriebsfähig und soll einen Riss an einer Hallschen Kurbel haben. Als rollfähiges Exponat ist die Lok aber weiterhin bei der HSB erhalten.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 06.11.21, 22:57

Datum: 11.02.1989 Ort: Eisfelder Talmühle [info] Land: Thüringen
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Rollbockverkehr in Hasserode
geschrieben von: Leon (869) am: 05.11.21, 19:45
Über den Einsatz der beiden ursprünglich für die Heerestechnische Versuchsanstalt gelieferten Dampflokomotiven wurde an dieser Stelle [www.drehscheibe-online.de] bereits eingegangen. Neben der 99 6102 war bis zum Beginn der 90er Jahre auch die 99 6101 als Rollbocklok in Wernigerode im Einsatz. Hier wurden einige Anschließer in Hasserode mit Güterwagen beliefert, welche im Gegensatz zum sonstigen Güterverkehr auf der Harzquerbahn nicht mit Rollwagen, sondern auf Rollböcken befördert wurden.
Die 99 6101 kam nach dem Abschluss der Versuchsfahrten im Harz, für die hinter dem Bahnhof Drei Annen Hohne ein ca. 500 m langes Testgleis parallel zur Brockenbahn verlegt wurde, dessen Trasse man heute noch erkennen kann, im Jahr 1917 als Nr. 6 zur NWE. 99 6102 folgte nach einem Zwischenspiel auf der Nassauischen Kleinbahn einige Jahre später. Da 99 6101 als Heißdampflok ausgeführt wurde, erhielt sie wegen der etwas größeren Zylinder und des Überhitzers als Masseausgleich etwas kleinere Wasserkästen. Beide Loks waren mit einer Achsfahrmasse von 11 t recht schwer, hatten aber bei einem Radsatzstand von nur 2500 mm im Vergleich zur Gesamtlänge der Lok von 7734 mm nur eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Dies reichte der ursprünglichen Verwendung als Heeresfeldbahnlok völlig aus. Im Harz waren beide Loks sowohl in Nordhausen als auch in Wernigerode überwiegend im Rollbockverkehr eingesetzt.

99 6101 war bis zum 09.03.92 vor den Güterzügen im Raum Wernigerode aktiv. Sie wurde im Anschluss der Interessengemeinschaft Harzer Schmalspurbahnen zur Pflege übergeben und im Jahr 1994 wieder aufgearbeitet. Nach mehreren Hauptuntersuchungen war die Lok lange vor Sonderzügen im Einsatz, bis sie im Jahr 2015 z-gestellt wurde. Seitdem hat sie ihr Domizil in der Wagenhalle in Wernigerode.

Am 27.03.1989 war sie jedoch noch im Rollbockverkehr unterwegs. Wir sehen sie hier kurz nach der Abfahrt in Hasserode. Auch wenn die Lok auf dem Bild nicht komplett in der Sonne ist, so sind jedoch die Rollböcke gut zu erkennen, auf denen die Güterwagen verladen wurden. Das Züglein pafft demnächst durch die Kirchstraße zurück zum Bahnhof Wernigerode.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia


Datum: 27.03.1989 Ort: Wernigerode Hasserode [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Einfahrt Harzgerode
geschrieben von: Leon (869) am: 04.11.21, 17:49
Kommen wir noch einmal zurück zur 99 5906 – der etwas anderen Harz-Mallet. Auf die Bauartunterschiede zu den Lokomotiven 99 5901 - 04 wurde ja bereits im Text zu diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] hingewiesen. Geliefert von der Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe, entstammt die 99 5906 einer Serie von sieben Mallet-Lokomotiven, aus welcher eine weitere Lok unter der Nummer 105 bei der Schweizer Museumsbahn Blonay-Chamby betriebsfähig erhalten wird. Diese Lok lief vorher unter gleicher Nummer auf der Kleinbahn Zell - Todnau. Klingelt´s? Von der Strecke Zell - Todnau stammt ursprünglich auch der zwischenzeitlich auf Langeoog eingesetzte Fuchs-Triebwagen 187 012, welcher im Jahr 1996 in den Harz kam – und über den man leider in den letzten Jahren überhaupt nichts mehr hört, außer, dass er mit einem umfangreichen Schaden bei den Fahrzeugwerken Miraustraße stehen soll.
Zurück zu unseren Mallets: die Lok 105 war im Sommer 2012 anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Schmalspurbahnen im Harz“ zu Gast, und 99 5906 steht nach einer Hauptuntersuchung in Meiningen seit Dezember 2017 wieder für Einsätze auf der Selketalbahn sowie für Sonderfahrten zur Verfügung.
Unser Fototag am 27.03.1989 begann mit dem „GmP-Kirchturmsumlauf“, der die Lok am Morgen mit dem Zug 69709 nach Harzgerode führte, wo sie kurz vor dem Endbahnhof erwartet wurde.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 27.03.1989 Ort: Harzgerode [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
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"Fiffi" on Tour
geschrieben von: Leon (869) am: 03.11.21, 16:33
Vor kurzem wurde mit der Aufnahme der 99 6102 in Drahtzug ein recht seltener Fahrzeugeinsatz auf der Selketalbahn in die Galerie aufgenommen. Mit diesem Bild bei Sternhaus-Haferfeld möchte ich eine weitere Aufnahme dieser besonderen Traktion vorschlagen: wir stehen am Nachmittag des 05.10.1986 auf der bekannten Wiese unweit des Bahnüberganges am Haltepunkt und erwarten die 99 6102, nachdem die erste Aufnahme dieses Zuges bereits aus Gernrode im Kasten war.
Nach einer Weile kündigt sich der Zug an, und nach kurzem Halt geht es weiter Richtung Mägdesprung. Auf dem Sprung waren wir auch; dieser Zug sollte von uns bis Hasselfelde begleitet werden…;-)
Die Lok erhielt den Beinamen "Fiffi", nicht zu verwechseln mit "Pfiffi", der 99 6101...:-) Aber ich glaube, dieser Beiname war 1986 noch gar nicht vergeben.

Die Fotostelle damals: ein Andreaskreuz reichte, um den Autoverkehr auf die Kreuzung mit der Selketalbahn hinzuweisen. Telegrafenmasten säumen die Strecke, und im Hintergrund sehen wir einen Trabbi, der den ungesicherten Bü überquert.
Die Stelle heute: die Telegrafenmasten sind längst verschwunden. Das Andreaskreuz wurde durch eine moderne Schrankenanlage mit Ausleger und Blinklicht ersetzt. Der Fotopunkt ist aber heute noch umsetzbar, auch wenn meist „nur“ die ewige 99 6001 vorbeikommt.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia


Datum: 05.10.1986 Ort: Sternhaus-Haferfeld [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Seltener Einsatz im Harz
geschrieben von: Leon (869) am: 02.11.21, 19:02
Bleiben wir noch einen Moment im Selketal und kommen zu zwei Lokomotiven, die in der Galerie bislang nur fragmenthaft vertreten sind: den ex-Heeresfeldbahnlokomotiven 99 6101 und 6102.
Die beiden von Henschel an die Heerestechnische Prüfanstalt gelieferten Lokomotiven kamen 1917 und 1921 zur NWE. Auch wenn sich beide Loks optisch sehr ähneln, handelt es sich bei ihnen um unterschiedliche Lokomotiven: 99 6101 wurde als Heißdampflok, 99 6102 als Nassdampflok geliefert. Auffälligster Unterschied sind die etwas längeren Wasserkästen an der 99 6102.
Bis zur Wende wurde die 99 6101 häufig von Wernigerode aus im Rollbockverkehr nach Hasserode eingesetzt. 99 6102 lief uns bei unseren Fototouren nur ein einziges Mal über den Weg, doch sollte dies gezielt erfolgen: da die Personenzuggarnituren im Harz sukzessive auf Druckluftbremse umgestellt wurden, wurde bei der Lok im August 1986 ebenfalls ein Umbau von Saugluft- auf Druckluftbremse vorgenommen. Im Anschluss erfolgten Einsätze vor Personenzügen im Selketal. Dieses seltene Ereignis wollten wir uns nicht entgehen lassen, und somit führte uns eine Fototour am 05.10.1986 in den Harz. 99 6102 war für den P 14465 vorgesehen, welcher von Gernrode bis Hasselfelde führte und von uns fotografisch akribisch begleitet wurde.
Hier kommt uns die Lok mit ihrer Garnitur bei Drahtzug vor den herbstlich gefärbten Höhen des Harzes entgegen. Das Motiv heute: die Straße wurde saniert, hat einen Fußgängerweg erhalten. Moderne Laternen haben die alten Holz-Freileitungen ersetzt.
Der Einsatz der 99 6102 im Selketal währte nicht lange. Man hat festgestellt, dass die Lok mit ihren 11 Tonnen Achsfahrmasse für die Strecke zu schwer war; zugelassen waren hier nur 10 Tonnen. Somit durfte ein Einsatz nur mit Sondergenehmigung und mit maximal 10 Km/h erfolgen. Bereits Anfang November wurde die Lok wieder nach Wernigerode überführt. Die Lok kam nach der Wende in die Obhut des Vereins „Freundeskreis Selketalbahn e.V.“ und erhielt eine Kesselaufarbeitung mit anschließender Wiederinbetriebnahme im August 1997. Anschließend war sie mit Unterbrechungen bis zum endgültigen Ablauf der Kesselfrist im April 2008 im Einsatz. Eine notwendige Hauptuntersuchung erschien jedoch im Verhältnis zur Nutzung der Lok als zu teuer, und so wurde nur eine rollfähige Aufarbeitung beschlossen. Die Lok hat seit November 2019 ihr Domizil im Schuppen von Gernrode.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia


Datum: 05.10.1986 Ort: Drahtzug [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Ein PmG verlässt Alexisbad
geschrieben von: Leon (869) am: 01.11.21, 19:46
Am 27.03.89 führte uns eine Fototour in den Harz. Ziel war es, den ganz normalen Planverkehr auf der Harzquer- und Selketalbahn abzulichten. Und so haben wir uns am Nachmittag dieses Tages zunächst in Sternhaus-Haferfeld für den PmG 69717 auf die Lauer gelegt, welcher häufig -wie die Zugnummer schon verrät- einige Güterwagen mit sich führt. 99 5906 gab sich die Ehre, an diesem Tag eine echt schnuckelige Garnitur hinter sich durch das Selketal zu ziehen, und die Verfolgung dieser Fuhre war ihr gewiss. Von dem Zug ist ja vor kurzem bereits eine Aufnahme an dem Bahnübergang kurz vor Harzgerode in die Galerie aufgenommen worden, und was dieser Zug am Halen hatte, ist mir erst jetzt, nach über 30 Jahren, so richtig bewusst geworden. Damals: ja, eine Mallet fuhr eigentlich immer, früher sogar mehrere, und irgendetwas hing immer am Haken. Aber man hat sich damals nie so richtig die Mühe gemacht, sich mal die Garnitur anzuschauen. Heute buddelt man diese Dias wieder aus und staunt, was einem damals so über den Weg lief. Eine derartige Garnitur sieht man heute höchstens noch als Fotozug, aber meist -und man möge dies den Veranstaltern und Eigentümern der Garnituren nicht verübeln- sehen derartige Züge heute blitzblank aus. Die Patina, die der abgebildete Zug trägt, geht den heutigen Fotozügen bei aller Wertschätzung einfach verloren.
Und somit sehen wir einen ganz normalen PmG, wie er am Nachmittag des 27.03.1989 gen Harzgerode qualmt. Die Zeiten der berühmten Doppelausfahrt waren in Alexisbad aber auch schon damals vorbei.

Scan vom Fuji 100-Kleinbilddia

Datum: 27.03.1989 Ort: Alexisbad [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Ein Schotterzug im Bahnhof Collmen-Böhlitz
geschrieben von: Der Rollbahner (214) am: 30.10.21, 10:00
Nachdem der schienengebundene Personenverkehr auf der Nebenbahn zwischen Wurzen und Eilenburg bereits im Jahre 1978 eingestellt worden war, gab es Anfang der 1990er Jahre noch regen Anschlussverkehr von und zu den in Streckennähe gelegenen Steinbrüchen.

Im Bahnhof von Collmen-Böhlitz steht an einem schwülheißen Sommertag des Jahres 1992 ein Schotterzug mit 232 673-4 abfahrbereit am seinerzeit noch besetzten hölzernen Bahnhofsgebäude, in dem sich der Lokführer vor der Rückfahrt nach Eilenburg noch einen kleinen Kaffeeplausch gönnt.

Östlich vom Zug ist ein Steinbruch der Quarzporphyrwerke Böhlitz zu erkennen.

Scan vom Fuji KB-Dia

Zweiter Versuch mit digitaler Elimination eines vorne hinter der Lok aufragenden Lampenmastes, sowie weniger Magenta und Rottönen.

Datum: 17.07.1992 Ort: Collmen-Böhlitz [info] Land: Sachsen
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Fracht für Harzgerode
geschrieben von: Leon (869) am: 31.10.21, 17:11
Kommen wir nach Oschatz-Mügeln zu einer weiteren Schmalspurbahn, welche vor der Wende –wenn auch im geringen Maß- noch Güterverkehr betrieben hat: zur Selketalbahn. Hier gab es bis zum Beginn der 90er Jahre in den Nachmittagsstunden einen Zug von Gernrode nach Harzgerode, welcher im Kursbuch mit einer Güterzugnummer dargestellt wurde und häufig als „PmG“ verkehrte. Oft wurden dem Zug ein bis zwei Güterwagen beigegeben, aber diese Zugzusammenstellung mag ich der Galerie nicht vorenthalten: eine Mallet, ein vierachsiger sowie ein zweiachsiger offener Güterwagen, beide beladen, und für die Reisenden ein einzelner Personenwagen. Wir sehen hier diesen Zug mit seiner Nummer 69717, gezogen von der 99 5906, an einer klassischen Fotostelle der Selketalbahn kurz vor Harzgerode, welche heute in dieser Form nicht mehr umsetzbar ist. Man beachte auch den um die Ecke biegenden Ikarus…;-)
Dieses Motiv ist bereits zu einer völlig anderen Jahreszeit ebenso als historisches Zeitdokument in der Galerie enthalten: [www.drehscheibe-online.de] Man kann hier gut die Unterschiede zwischen der 99 5906 und den anderen Harz-Mallets erkennen. Die seinerzeit noch im Harz eingesetzten 99 5901 - 5904, gebaut von Jung, hatten in ihrem hinteren Triebwerk einen Außenrahmen. Die 99 5906, welche 1918 von der Maschiennfabrik Karlsruhe gebaut wurde und 1920 in den Harz kam, ist etwas länger als die Jung-Loks, hat dafür aber ein etwas niedrigeres Führerhaus. Beide Triebwerke der 99 5906 sind in einem innenrahmen gelagert. Ich lade daher zum Vergleich ein..!;-)

Scan vom Fuji 100-Kleinbilddia


Datum: 27.03.1989 Ort: Harzgerode [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Den Gernroder Berg...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1025) am: 31.10.21, 09:09
...befahren heute nur noch Züge der Harzer Schmalspurbahnen. Die Strecke, einst Teil der
Bahnlinie Frose–Quedlinburg, wurde 2004 stillgelegt. Den Abschnitt Quedlinburg - Gernrode
hingegen hat man 2006 auf 1000 mm umgespurt und somit das Netz der HSB um 8,5 km er-
weitert. Im Mai 1992 war alles noch beim alten als 65 1049 mit dem N 8409 von Quedlinburg
nach Aschersleben im Rahmen einer Plandampfveranstaltung den Berg befuhr.
(Scan vom 6x6 Dia)

Zuletzt bearbeitet am 31.10.21, 09:10

Datum: 22.05.1992 Ort: Gernrode [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 060-098 (Tenderlokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Auch damals bimmelte es in Oschatz
geschrieben von: Leon (869) am: 26.10.21, 18:37
Das jüngst in die Galerie aufgenommene Bild aus Oschatz war natürlich nur das Warm-up für diese Aufnahme vom 19.03.1989. Gleiche Stelle, nur eine Lok-Nummer weiter. Und dennoch liegen über 32 Jahre, eine Wende und diverse Wahlen zwischen beiden Aufnahmen. Der Verkehr auf der parallelen Straße war genauso ruhig. Eine Buschreihe links des Gleises war nicht erkennbar; der Blick auf das Einfahr-Formsignal völlig frei. Bimmelnd kommt uns die 99 1585 mit ihrer mittäglichen Fuhre nach Mügeln entgegen. Das Haus zur Rechten hat einen neuen Anstrich bekommen, und die Zahl der Antennen ist auf ein Minimum reduziert, dafür die allgegenwärtige Salatschüssel auf dem Dach. Auch die Litfaßsäule sucht man heute leider vergeblich.
Aber dem Wirken der Döllnitzbahn und des "Wilden Roberts" ist es zu verdanken, dass die Strecke sowie der Betrieb erhalten geblieben ist - auch wenn das Dreischienengleis -so, wie es aussieht- heutzutage schon lange kein normalspuriges Fahrzeug mehr gesehen hat...;-) 1989 waren alle drei Gleise noch blank.

Scan vom Fuji 100-Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 27.10.21, 07:41

Datum: 19.03.1989 Ort: Oschatz [info] Land: Sachsen
BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Ein Haltepunkt im Kornfeld
geschrieben von: Der Rollbahner (214) am: 22.10.21, 20:00
Gradlinig nordwärts führt die Bahnlinie von Eilenburg-Ost nach Bad Düben. Kurz vor der Kurstadt streift die Bahn den östlichen Rand des Dorfes Pristäblich, wo zum Zeitpunkt der Aufnahme und ziemlich abseits von jeglicher Wohnbebauung, ein unbesetzter und auch sonst verlassen wirkender Haltepunkt vergeblich auf Fahrgäste wartete. Das einst liebevoll aus Backsteinen errichtete und seinerzeit äußerlich noch immer recht ansehnliche Wartehäuschen beherbergte im ansonsten leeren Innenraum einige Schwalbennester, nebst den Hinterlassenschaften der jüngsten Aufzucht.

Einzig der überraschend neu wirkende Bahnsteig und das blank gefahrene Gleis ließen vor der gegen 20:30 Uhr stattfindenden Ankunft von N 5248 nach Lutherstadt Wittenberg auf eine aktive Bahnstrecke schließen.

Als Zuglok glänzte 204 328-9 in der Abendsonne.

Scan vom Fuji KB-Dia

Manipulation: Mit dem tiefen Sonnenstand geriet auch mein langer Schatten aufs Bild. Da das Kornfeld im Vordergrund für die Wirkung der Aufnahme dazugehört, blieb mir statt einer Bildbeschneidung nur eine digitale Büßerstunde und das Wegstempeln des fotografischen Sündenfalls.

Zweiter Versuch ohne Violettstich.

Datum: 19.07.1992 Ort: Pristäblich (Gemeinde Laußig) [info] Land: Sachsen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Volles Rohr nach Kemmlitz
geschrieben von: Leon (869) am: 23.10.21, 14:44
Bleiben wir noch einen Moment auf der Döllnitzbahn - ein Begriff, den die Bahn früher bei uns nie geführt hat. Es hieß eigenltich immer nur: wir sind auf "Oschatz-Mügeln".
Bemerkenswert war eigentlich immer, welche umfangreichen Beförderungsleistungen die Bahn früher erbracht hat. Meist waren täglich drei Güterzugpaare zwischen Oschatz und Kemmlitz unterwegs, und häufig hat man an den Tagen vier Loks der Baureihe IV K unter Dampf angetroffen.
Fotografenfreundlich gut im Licht war immer die nachmittägliche Leistung von Mügeln nach Kemmlitz. Hier sehen wir diesen Zug, wie er am 18.03.90 dieses markante Gebäude in Kemmlitz passiert. Die 99 1582 gibt alles, um ihre Fuhre in den nahen Bahnhof von Kemmlitz zu wuchten.
Das Gebäude existiert heute noch. Es ist renoviert, auf dem Dach befinden sich Solarplatten, und es beherbergt heutzutage ein Café. Das Motiv als solches -ganz simpel an einem Bahnübergang- ist aber mittlerweile deutlich zugewachsen.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 18.03.1990 Ort: Kemmlitz [info] Land: Sachsen
BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Damals in Mügeln
geschrieben von: Leon (869) am: 20.10.21, 13:52
Vor wenigen Wochen sollte uns eine Fototour ins herbstliche Elstertal führen. Ziel war es, den normalen Diesel-Planverkehr zwischen Gera und Greiz einzufangen. Leider breiteten sich zum Morgen südlich von Leipzig ausgedehnte Nebelfelder aus, die zum frühen Vormittag in eine fast geschlossene Wolkendecke übergingen. Wir haben dann unser Programm völlig umdisponiert, und es hieß, dass an diesem Wochenende auf dem "Wilden Robert" Musumszugeinsätze mit einer IV K stattfinden sollten. Nun gut, bevor man den Tag im Trüben verbringt, haben wir uns entschlossen, nach Mügeln zu fahren - einer Schmalspurbahn, die ich letztmalig im Jahr 1991 besucht habe, sprich vor 30 Jahren. Nun muss ich dazu sagen, dass das Thema "Dampf" für mich eigentlich gedanklich fast völlig abgeschlossen ist. Ich ließ mich auf den Vorschlag meiner Mitreisenden ein und dachte mir: machste mal eine Revival-Tour nach Mügeln, um zu sehen, was sich in 30 Jahren so alles verändert hat. Das Elstertal war für heute gedanklich abgehakt, und als erstes fiel mir die Ortsumgehung von Mügeln auf; mit einer Zufahrt zum Bahnhof, die ich völlig anders in Erinnerung hatte. Wir sind dann den Rest des Tages dem "Wilden Robert" treu geblieben, und der Tag lebte eigentlich nur von dem gefühlten Vorher-nachher-Vergleich. Der dort eingesetzte Zug mit seiner 99 584 sowie einigen Personenwagen, die teilweise eine DR-Beschriftung besaßen, sah schon recht ansprechend aus, auch wenn ich "Oschatz-Mügeln" nur mit Güterverkehr erlebt habe. Ich ließ dann den Tag mit seinem Museumsbetrieb, der wirklich urigen Lok und all dem Drumherum einfach auf mich wirken, einfach die Atmosphäre einfangen. Bei fast jedem Fotopunkt stellte ich mir die Frage: wie sah das auf deinen Dias zu Reichsbahnzeiten aus? Nun, als persönlicher Fan der Einst- und jetzt-Vergleiche in Verbindung mit der Gnade der frühen Geburt (...;-) ) habe ich zu Hause nach der Tour die Kleinbilddias herausgekramt - die ich bestimmt seit gefühlt 30 Jahren nicht in der Hand hatte, so weit ist das Thema weg.
Wir hatten auf der Rückfahrt eine recht kontroverse Diskussion nach dem "Wert" der heute entstandenen Aufnahmen. Natürlich sind diverse sehr ansprechende Aufnahmen entstanden. Aber der eigentliche Clou liegt zumindest für mich persönlich im Erleben einer Zeitreise und im Vergleich der vielfältigen Änderungen, sei es das Erscheinungsbild der Ortschaften, der Anstriche der Häuser, der Flut an Straßenschildern, der "Westwagen"...man kann gar nicht alles aufzählen.
Besonders beeindruckt hat mich, wie sehr der Klassiker der Strecke mit dem Schloss von Mügeln heutzutage zugewachsen ist - und wie wenig sich im Bw-Bereich von Mügeln mit seinen putzigen Stellwerken verändert hat. Ich darf daher zu einer Reise in den März 1989 einladen, einige Monate vor der Wende. Auch damals wurde der gesamte Tag auf Oschatz-Mügeln verbracht. Drollige kleine Loks mit ihrem Meyer-Triebwerk ziehen ihre Wagen zu diversen Anschließern, insbesondere zum Kaolin-Werk in Kemmlitz. Und bereits damals war die oben erwähnte 99 1584 im Einsatz, wie sie ihre Fuhre am Nachmittag des 19.03.89 am Schloss von Mügeln gen Kemmlitz zieht, vorbei an zwei Fotografen auf klapprigen Holzleitern...:-)

Die gleiche Nummer etliche Jahre später - aber auch schon von 2012: [www.drehscheibe-online.de]
Die Stelle heute: coming soon...;-)

Datum: 19.03.1989 Ort: Mügeln [info] Land: Sachsen
BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Die alte Schule in Remschütz...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1025) am: 01.08.21, 13:14
...einem Ortsteil von Saalfeld mit dem kleinen Glockentürmchen auf dem Dach war und ist ein
beliebtes Motiv auf der Saalebahn. Meistens wurde die Schule für Züge nordwärts genutzt, aber
auch in entgegengesetzter Richtung ließ sich die Schule motivmäßig umsetzen. So geschehen im
August 1993 als im Rahmen einer Plandampfveranstaltung um Saalfeld 01 2137 mit dem N 7315,
Naumburg - Saalfeld, Remschütz soeben verlassen hat.

Datum: 14.08.1993 Ort: Remschütz [info] Land: Thüringen
BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Mit Volldampf...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1025) am: 29.07.21, 14:46
...ist hier bei Mechterstädt 01 2137 mit dem D 2653 von Eisenach nach Erfurt unterwegs.
Die Dampfbespannung im Mai 1993 erfolgte im Rahmen der Veranstaltung "Frühlings-
Plandampf in Thüringen".
(Scan vom 6 x 6 Dia)

Zuletzt bearbeitet am 29.07.21, 14:49

Datum: 09.05.1993 Ort: Mechterstädt [info] Land: Thüringen
BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Das Aquädukt bei Leina...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1025) am: 26.07.21, 12:33
...in der Nähe von Sundhausen an der Bahnstrecke Erfurt - Eisenach wurde 1847 erbaut. Über dieses Aquädukt
führt der Leinakanal, ein mittelalterliches künstliches Fließgewässer, das die Stadt Gotha seit dem Mittelalter
und bis heute noch mit Wasser aus dem Thüringer Wald versorgt. 1995 wurde die darunter liegende Bahnstrecke
verlegt und für die Kreuzung des Leinakanals ein sogenanntes Dükerbauwerk errichtet. Bei einem Plandampf
anlässlich des Jubläums "1250 Jahre Erfurt" im Juni 1992 konnte 01 531 mit dem D 2753 von Bebra nach Erfurt
an dem ungewöhnlichen Bauwerk dokumentiert werden.
(Scan vom 6 x 6 Dia; Zweiteinstellung)


Datum: 27.06.1992 Ort: Sundhausen [info] Land: Thüringen
BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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„Die preußische P 8“...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1025) am: 18.07.21, 08:40
...bei ihrer Entwicklung zunächst als Schnellzuglok geplant und in fast 3500 Exemplaren
an die KPEV und die DRG geliefert war eine sehr erfolgreiche Konstruktion. Bei der Deut-
schen Reichsbahn in der DDR standen sie bis 1972 im Einsatz. 38 1182 wurde wurde am
30.Juni 1969 abgestellt und dem Verkehrsmuseum Dresden übergeben. Im Mai 1981 erhielt
sie im RAW Meiningen eine Haupuntersuchung und wurde dem Bw Gera als Traditionslok
zugeteilt. Als solche stand sie bis 1999 im Einsatz, so auch im Mai 1992 bei einer Plandampf-
veranstaltung um Saalfeld. Hier im Bild passiert sie mit dem N 8015 von Gera nach Saalfeld
eine alte Feldwegbrücke bei Krölpa-Ranis.
(Scan vom 6 x 6 Dia)

Zuletzt bearbeitet am 18.07.21, 08:51

Datum: 08.05.1992 Ort: Krölpa-Ranis [info] Land: Thüringen
BR: 020-039 (Personenzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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