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Galerie von Leon, nach Einstelldatum sortiert » zur erweiterten Suche
Blick auf den Plattensee
geschrieben von: Leon (830) am: 29.11.21, 14:20
Es gibt nur wenige Stellen an der Balatonnorduferstrecke, an der sich die Bahn gemeinsam mit dem Platensee abbilden lässt. Eine dieser Möglichkeiten bietet sich bei Alsöörs. Und was liegt aktuell näher, nach der Vorstellungen der beiden Museums-Nohabs M 61 010 und 020 auch die älteste bzw. zuerst in den Retro-Look umlackierte M 61 004 zu zeigen; diesen hatte sie 1993 anlässlich des 125jährigen Jubiläums der MAV erhalten. Dass die Lok bei einem tragischen Zugunglück am 04.06.99 ihr Leben aushauchte, dürfte hinlänglich bekannt sein; nur wenige Monate danach erschien bereits die M 61 020 im gleichen Outfit.
Hier sehen wir die M 61 004, wie sie am frühen Morgen des 15.06.1997 mit ihrem P 9717 bei Alsöörs entlang des Plattensees am Betrachter vorbeiprasselt. Erste Segler sind bereits unterwegs, und das tiefe, klare Licht lässt den See in einem Blauton erscheinen, den dieser am Tag nicht trägt. Bei hoher Sonne und meist etwas dunstiger Witterung erscheint der See eher in einem dreckig-hellblauen Farbton, was seinen Ursprung im eher sandig- sumpfigen Untergrund zu haben scheint.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 15.06.1997 Ort: Alsöörs [info] Land: Europa: Ungarn
BR: HU-M61 Fahrzeugeinsteller: MAV
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Am alten Bahnhof von Heimenkirch
geschrieben von: Leon (830) am: 26.11.21, 12:42
Bleiben wir noch einen Moment bei den Latz-218. Deutlich in der Überzahl war diese Lackierungsvariante im September 1996 im Allgäu, wo ein längerer Familienurlaub immer wieder Gelegenheiten zu Kurzausflügen an die Allgäubahn gegeben hat. Der Betrieb war zwar interessant, aber dennoch auf Dauer (die jüngere Generation wird jetzt schnappatmen..;-) ) irgendwie langweilig, denn es fuhren fast nur 218 vor Sanitärzügen, in die sich hin und wieder noch ein echter Silberling gemischt hat. Abwechslung versprachen die wenigen IC-Züge in Bezug auf ihr Wagenmaterial sowie ein nachmittäglicher Containerzug mit 212 vor 215 von Lindau, der aber lichtmäßig äußerst ungünstig unterwegs war. Also nahm man mit dem 218-Einerlei Vorlieb.
Heute bin ich froh, dort noch das eine oder andere Motiv abgehakt zu haben, aber die Gegend hat mich seitdem nie wieder gesehen. Dieser ganze Hype um die Allgäubahn ging irgendwie an mir vorbei, wobei ich keinesfalls in Abrede stelle, das von dort nicht zahllose tolle Fotos entstanden sind, die ihren Platz in der Galerie wohlverdient haben. Auch danach hat mich das Thema "218" bis heute nie so richtig abgeholt, weder in Niedersachsen noch an der Marschbahn. Vielleicht war die Baureihe früher zu sehr die Allzweckwaffe, denn man sah sie ja eigentlich überall. Vielleicht auch, weil man sie anfangs in altrot erlebt hat. Vielleicht auch, weil sie in der Hauptstadt außer vor ihrem kurzfristigen IC-Einsatz nach Hamburg einfach nicht präsent war. Wie dem auch sei: hier sehen wir eine sehr saubere Latz-Variante vor dem RE 4514, wie sie den damals noch brach liegenden Bahnhof von Heimenkirch durcheilt. Inzwischen wurde dort ein moderner Haltepunkt eingerichtet, dem die Bahnhofsgebäude auf Dauer nicht stand halten konnten.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 29.11.21, 13:56

Datum: 26.09.1996 Ort: Heimenkirch [info] Land: Bayern
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Noch eine Unvollendete
geschrieben von: Leon (830) am: 28.11.21, 15:47
Bleiben wir noch einen Moment bei den herrlichen Nohab-Rundnasen in Ungarn. Nachdem vor kurzem die M 61 020 in der Galerie präsentiert wurde, möchte ich als nächstes die M 61 010 vorstellen. Das Depot Tapolca hatte bereits mit der M 61 004 eine Rundnase in ihr historisches Outfit zurückversetzt, und parallel dazu wurde im Sommer 1997 die M 61 010 ebenfalls in einen etwas zu dunkelroten Farbtopf geworfen. Wir sehen sie hier am 04.06.1997, frisch lackiert mit Puffertellerwarnanstrich und umrandetem Räumer, wie sie bei Balatonaracs, kurz vor Balatonfüred, ihren S 9714 eine kleine Steigung hinaufzieht und dabei die typische Landschaft des Balatonnordufers passiert. Leichte Hügelketten mit verstreut liegenden Dörfern prägen das Bild, und die Strecke verläuft in meist kurviger Fahrt oberhalb des Plattensees.
So ganz fertig war die Lackierung noch nicht; es fehlt das Nohab-Emblem in dem Kreis auf der Front. Die Lok gehört heute der Nohab-Foundation.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia, stark beschnitten...;-)

Datum: 04.06.1997 Ort: Balatonaracs [info] Land: Europa: Ungarn
BR: HU-M61 Fahrzeugeinsteller: MAV
Kategorie: Bahn und Landschaft

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"Incognito" aufgehoben
geschrieben von: Leon (830) am: 27.11.21, 16:58
In die Galerie wurde just dieses Bild [www.drehscheibe-online.de] von der "neuen" Museumslok des Deot Tapolca aufgenommen. Es zeigt die M 61 020 noch ohne Betriebsnummer. Einen Monat später traf ich die Maschine im Rahmen eines Familienurlaubes am Balaton an und war ebenfalls überrascht, dass sie in diesem Outfit unterwegs war, zumal nach dem tragischen Unfall der M 61 004 zwischenzeitlich die M 61 010 mit einem historischen, aber etwas dunkleren Lack am Balaton unterwegs war. Aus Fachkreisen war jedoch zu hören, dass der Rotton der M 61 020 den ursprünglichen Farbton wohl am genauesten getroffen hat. Nun, im September 1999 waren mit der M 61 010 und der 020 genauso viel "historische" Rundnasen am Balaton unterwegs wie orangene; mir sind während des Urlaubs nur noch die M 61 001 und 006 über den Weg gelaufen. In den Jahren bis 1997 hat man am Balaton bis zu acht verschiedene M 61 erwischt. Und so sehen wir hier die M 61 020, wie sie am schwülwarmen 08.09.99 mit dem S 9705 den Bahnhof von Balatonfüzfö erreicht hat.
Wer heute noch Rundnasen am Balaton erleben will, dem sei das regelmäßig stattfindende Retro-Wochende am Balaton Anfang August empfohlen, zu welchem diese Maschinen planmäßige Personenzüge bespannen. Die Galerie kann davon ein sehr melodisches Lied singen...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 28.11.21, 15:33

Datum: 08.09.1999 Ort: Balatonfüzfö [info] Land: Europa: Ungarn
BR: HU-M61 Fahrzeugeinsteller: MAV
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Weiter Blick über den Südharz
geschrieben von: Leon (830) am: 25.11.21, 19:47
Oktober 1995...Noch liefen lokbespannte Züge im Wechsel mit 628 zwischen Northeim und Nordhausen, bespannt mit Braunschweiger 216. Viele dieser Maschinen hatten sich 1995 bereits "umorientiert", aber der Lack war meistens noch relativ jung und noch nicht so ausgeblichen. Dafür musste man zusehends mit sanitärfarbenen Wagen Vorlieb nehmen, nur ein, zwei Jahre vorher hat man hier Züge mit bundesdeutscher Bespannung vor ehemals volkseigenen Wagen erlebt, meist noch in grün oder grün-gelb. Nun, die Halberstädter wurden schnell modernisiert und bildeten danach farblich einheitliche Züge, meist mit drei Wagen. In dieser Form sehen wir hier am klaren Vormittag des 10.10.1995 eine 216, wie sie ihren RE 3665 oberhalb von Barbis gen Nordhausen zieht - scheinbar mühelos, denn der Zug befindet sich bereits auf der Osterhagener Rampe. Dampflokfreunden dürfte diese Rampe noch ein Begriff sein, als bis 1976 Lehrter 50 und Ottbergener 44 ihre Fracht gen "Eisernen Vorhang" zogen. Der Autor hat´s nur als Stippi erlebt, wenn Vatern am Lenkrad bald ausrastete, weil der Güterzug im Schritttempo erst am Bü in Barbis und anschließend an der Osterhagener Schranke vorbeikroch, während man selbst wie gebannt auf die Vorbeifahrt starrte und zum Schluss noch auf die übliche Schublok wartete..;-)

Die Zeiten sind leider lange vorbei. Auch mit Dieselbespannung machten die Züge eine gute Figur, wie wir hier nur einen Kilometer weiter sehen: [www.drehscheibe-online.de]. Und heute? 2 x por Woche kommt ein Dolomitzug aus Scharzfeld mit einer Dieseltraxx oder zwei G 1206 vorbei, fast lautlos...

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 10.10.1995 Ort: Barbis [info] Land: Niedersachsen
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Morgens in Lissendorf
geschrieben von: Leon (830) am: 24.11.21, 08:47
Naa, mal sehen, ob das Thema "Lätzchen" zieht..;-) Von unserem Eifel-Urlaub anno 1993 sind ja bereits zwei Aufnahmen aus Mürlenbach und Kyllburg in der Galerie enthalten. Ein weiteres Motiv auf der Eifelbahn fand sich von einer Brücke auf den Bahnhof von Lissendorf mit seinem Stellwerk. Von dem Motiv ist bereits diese sehr ansprechende Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie vorhanden, welche sogar noch zwei Jahre älter ist. Aber auch hier sieht man, wie das Ozeanblau/beige so langsam vom Orientrot verdrängt wird - auch wenn 1993 etwa die Hälfte der Züge auf der Eifelbahn noch mit o/b-215 bespannt wurden.
Wir stehen erneut auf der Brücke in Lissendorf und beobachten am Morgen des 29.06.93 die 215 136, wie sie sich soeben mit ihem N 6515 in Bewegung setzt.

Wie die Stelle heute aussieht, kann ich nur mutmaßen. Lt. Earth steht das Stellwerk noch, und neben ihm scheinen zwei Formsignale als Erinnerung an die mechanische Sicherungstechnik zu stehen. Vielleicht sehen wir hier ja mal ein aktuelles Foto...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 25.11.21, 19:58

Datum: 29.06.1993 Ort: Lissendorf [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 215,225 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Damals in Kyllburg
geschrieben von: Leon (830) am: 23.11.21, 13:25
"Damals" ist gut...;-) Wir sehen keine 215 in altrot, sondern "nur" eine Latz-Version. Diese Lackierung kam so ab Ende der 80er Jahre auf, hielt sich ein paar Jahre und ist heute schon fast wieder von den Gleisen verschwunden. Ich nehme mit dieser Aufnahme vom Sommer 1993 mal Anlass, an dieses Lackierungsschema zu erinnern, welches heute schon als "retro" gilt, zumindest im Zusammenhang mit dem Einsatz der RP-218.
Auch einige Privat-Russen hat es zwischenzeitlich in dieses Schema verschlagen, und man muss heute gestehen, dass es einigen Maschinen gar nicht so schlecht stand, wie beispielsweise der Bügelfalten-110. Bei Lokomotiven der Baureihen 212 oder 290 nahm man das Schema nur als Balken wahr; viel gemeiner wirkte später dagegen der verkehrsrote Balken an einer V 100.
Kommen wir zum Sommer 1993. Ein dreiwöchiger Sommerurlaub wurde zunächst in Bayern und anschließend im Moseltal sowie auf der Eifelstrecke verbracht. Auf letztgenannter Strecke war die Zeit der altroten 215 auch schon so gut wie vorbei, aber aus heutiger Sicht machte eine Latz-215 auch eine gute Figur, insbesondere wenn dann noch ozeanblau-beige Bm und ABm am Haken hingen. Aus dieser Garnitur bestand der E 3622, welchen die 215 129 soeben aus dem Tunnel in den Bahnhof Kyllburg gebracht hat.
Es gibt eine weitere, recht spitze Aufnahme in der Galerie, mit sehenswerter Traktion. Bei den Daten zu Google Earth bin ich auf ein Lebensmittelgeschäft mit Parkplatz gestoßen, welches es anno 1993 auf meinem Standpunkt noch nicht gab. Wir sehen sogar mein damaliges Fuzzmobil, welches ich dezent ins Bild gestellt habe, um ein anderes weißes Fahrzeug zu verdecken. Heute guckt man sich das Bild an und sagt: ooh, guck mal, ein oller Dreier..;-)

Naa, wer hat noch ein paar Latz-Loks für die Galerie in der Hinterhand...? :-)

Scan vom Fuji Velvia-6x6-Dia

Datum: 29.06.1993 Ort: Kyllburg [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 215,225 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Tiefe Novembersonne über Brandenburg
geschrieben von: Leon (830) am: 22.11.21, 19:14
Lange nix mehr vom Quenz-Verkehr gesehen...;-) Heute ging es am Vormittag mal wieder nach Brandenburg/ Havel, das gute Wetter ausnutzen. Kaum da, haben sich die ersten Quellwolken gebildet und schon fast zum Aufgeben gezwungen. Aber immer wieder taten sich Lücken auf, und da vor eineinhalb Stunden ein Russe ins Werk gefahren ist, musste der ja irgendwann wieder herauskommen. Nun, das Motiv an dem Bü hinter der Havelbrücke ist bereits zum Abwinken im Kasten, und ich werde bereits desöfteren darauf angesprochen, wie oft ich denn noch...;-)
In der Galerie ist bereits diese Aufnahme vom Güterbereich in Brandenburg-Altstadt enthalten: [www.drehscheibe-online.de] Man stand dort auf einer ehemaligen Baracke, welche in der Zwischenzeit dem Erdboden gleichgemacht wurde. Schade um den erhöhten Standpunkt. Aber dennoch lassen sich dort immer noch ganz brauchbare Aufnahmen machen. Gegen Mittag erschien dann eine der beiden ex RTS V 200.1 von BL24, die den "Wismar-Schrott" abholen sollte. Da die Lok im Bahnhof Altstadt anhielt, wusste man, dass der Russe mit seinem Mittagszug auf der eingleisigen Strecke vom Quenz unterwegs sein sollte, und die Wolkendecke zeigte tatsächlich einige größere Lücken. Nach einigen Minuten kreuzte der Zug dann auf und überraschte mit einer sehr ansprechenden Garnitur. Nach der Passage eines ODEG-646 ging es dann nach einer gefühlten Ewigkeit und bangen Blicken zum Himmel in der tiefen Novembersonne weiter Richtung Brandenburg Hbf.
Danach wurde die Zeit ein wenig mit der Staßenbahnfotografie verbracht; die Brandenburger Verkehrsbetriebe setzen noch eine größere Anzahl Tatra-Sänften ein. Aber rechtzeitig zur RTS-221 mit ihrem Schrottzug war man wieder an der Strecke...;-)

Datum: 22.11.2021 Ort: Brandenburg Altstadt [info] Land: Brandenburg
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Die Gruppen-Sechs
geschrieben von: Leon (830) am: 20.11.21, 17:31
ja, Ihr lest richtig: Gruppen-Sechs..;-) Honi soit qui mal y pense..! Wie oft haben wir die Lok natürlich mit dem deutlich anrüchigeren "Vergnügen" bezeichnet. Und erneut kurbeln wir die Zeit 30 Jahre zurück. Die Wende ist gerade her, und von Berlin aus sind in alle Himmelsrichtungen Dampfsonderzüge unterwegs gewesen. Man richtete den legendären "Gurkenzug" ein, einen dampfbespannten Eilzug von Nauen über die Stadtbahn nach Lübbenau. Rheinsberg wurde häufig angefahren, und am 15.09.91 mussten wir uns fast klonen, um all die Dampfsonderzüge abzupassen, die unterwegs sein sollten. Eine 44er fuhr von Berlin nach Lübbenau, die neue 65.10 der Berliner Eisenbahnfreunde war unterwegs, und vormittags rollte ein Dampfsonderzug auf der fast völlig unbekannten Strecke von Berlin über Mittenwalde nach Töpchin. Hier, auf den Gleisen der ehemaligen Königs Wusterhausen-Mittenwalde-Töpchiner Kleinbahn, war der Personenverkehr bereits seit 1973/74 verschwunden, aber der Güterverkehr lief noch bis zum 01.06.1997.

Zurück zu unserer Dampflok. Die 52 "4x6", wie sie auch gern genannt wurde, gehörte dem Bw Berlin-Schöneweide und hat bereits 1983 den Status der Traditionslok erhalten. Seitdem war sie vor zahlreichen Sonderzügen zu sehen, und anlässlich einer Hauptuntersuchung hat man ihr im RAW Meiningen einen Steif..äh..-rahmentender verpasst (Mein Gott, Gruppense.. reicht wohl nicht..;-) ). Dieser Tender diente bis dato als Wasserwagen in Köthen, und somit erhielt die Lok ein Outfit als echte Kriegslokomotive. Zusätzlich erhielt sie Frostschutzanbauten und passende Windleitbleche. In diesem Zustand sehen wir sie hier, wie sie mit ihrem Sonderzug auf halber Strecke zwischen Mittenwalde und Töpchin im Bahnhof Motzen angekommen ist. Man erkennt leider den Tender nur bei genauerem Hinsehen; ein weiteres Bild dieser Fuhre wird Gegenstand einer späteren Einstellung.
Und heute? Nach der Wende wurde es schnell ruhig um die Lok. Seit dem Ablauf der Kesselfrist im Juni 1994 hat die Lok als rollfähiges Exponat ihr Domizil weiterhin im Bw Schöneweide und wird von den Dampflokfreunden Berlin betreut.
Die Strecke von Mittenwalde nach "KW" oder Töpchin ist aber immer noch befahrbar. Wer sich den Spaß gönnt, mietet sich im Bahnhof Mittenwalde Ost eine Fahrraddraisine. Und los gehts! Vorbei am Bahnhof von Motzen zum Gruppense..(nee, pfui..!) an der Badestelle am gleichnamigen See...;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 15.09.1991 Ort: Motzen [info] Land: Brandenburg
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Das Eisenbahnromantikhotel
geschrieben von: Leon (830) am: 19.11.21, 17:07
Von der nördlichen Bahnhofseinfahrt von Meyenburg ist bereits diese leicht historische Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie enthalten. Entgegen der Gepflogenheiten schrauben wir heute die Zeit nicht zurück, sondern vor…;-) Am 27.04.20 führte eine Fototour in die Prignitz, und ( das wird jetzt wieder niemand glauben..;-) ) eher ein Zufall hat uns zu der Info geführt, dass an diesem Tag außer dem fest eingeplanten Prignitz-Güterzug mit der gelben 221 der EGP auch die blaue 221 unterwegs sein sollte: von Karow war eine lange Leine Ha-Wagen abzuholen und nach Wittenberge zu befördern. So ein Zug auf der herrlich-historischen Strecke von Karow über Plau, Ganzlin, Meyenburg und Pritzwalk war natürlich ein Muss, und ich hab´ mich schon gefragt, ob ich am Abend vorher einer älteren Dame über die Straße geholfen habe (oder sowas ähnliches..):-)
Von dem Zug ist bereits diese Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie enthalten, und beim Scrollen durch die Galerie bin ich über Jans Bild gestolpert. Daher schlage ich diese etwas aktuellere Aufnahme als Vergleich vor: der kleine Lokschuppen ist längst verschwunden, aber dafür steht etwa an dieser Stelle die ex-Neustrelitzer 50 3521 als Denkmalslok und garniert das Eisenbahnromantikhotel, welches sich in das Gebäude am Bahnübergang eingenistet hat und auf interessierte Übernachtungsgäste wartet.

Ansonsten hat sich an der Szene nicht viel geändert. Das Hl-Signal stand schon vor der Wende an der Stelle. PEG-Schienenbusse sind jedoch längst verschwunden, aber vielleicht erinnert sich noch einer an die Zeit, als hier ellenlange Güterzüge mit Güstrower Wummen bis nach Neustadt/ Dosse unterwegs waren und auf jedem Bahnhof ein längeres Rangierintermezzo hingelegt haben...(sic!)
Die Zeit der 50.40 vor diesen Zügen ist jedoch leider zuu lange her; da muss ich passen…

Datum: 27.04.2020 Ort: Meyenburg [info] Land: Brandenburg
BR: 220,221 (alle V200-west) Fahrzeugeinsteller: EGP
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Leute, macht die Fenster zu...!;-)
geschrieben von: Leon (830) am: 21.11.21, 10:46
Kommen wir noch einmal zurück nach Oschatz-Mügeln. Von der Strecke ist ja bereits eine Vielzahl von aktuellen und historischen Aufnahmen in der Galerie vorhanden, und ich möchte mit dieser Einstellung an den wohl interessantesten Güterzug auf dieser Strecke erinnern: die tägliche Doppelbespannung mit zwei IVk. Die letzte Leistung des Tages von Oschatz brach in der Regel am Nachmittag auf, und die dort eingesetzte Rangierlok wurde dann immer der weiteren IVk mit it ihrem Güterzug beigegeben. Und somit schraddelten dann beide Loks mit ihrer Güterwagenfuhre bimmelnd durch den Ort.
Diese Bespannung war häufig Fluch wie Segen. Je nachdem, wie der Wind stand, wurde die zweite Lok sowie der Zug häufig zugequalmt, und im Archiv lagern einige Vorbeifahrten, die trotz der eigentlich fotogenen Bespannung einfach nix taugen. Da freut man sich ob der Bespannung und muss dann fairerweise zugeben, dass bei der einen oder anderen Aufnahme nur eine Lok die bessere Wahl gewesen wäre. Am Nachmittag des 31.03.90 hat es jedoch geklappt: kurz nach der Wende war der planmäßige Normalspurdampf bereits Geschichte, aber es gab ja noch die Altbau-Elloks! Also wurde der Vormittag mit Eisenschweinen im Raum Leipzig verbracht, und nachmittags war man rechtzeitig für den "Doppelbespannten" in Oschatz. Wir sehen hier, wie die 99 1582 vor ihrer Schwestermaschine oberhalb der Döllnitz den Ort zuqualmt. Leute, holt die Wäsche rein und macht die Fenster zu...!;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 31.03.1990 Ort: Oschatz [info] Land: Sachsen
BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Entlang der Zwönitz
geschrieben von: Leon (830) am: 18.11.21, 18:46
Unsere Fototouren zu den Dampfzügen in Sachsen begannen häufig mit dem morgendlichen Nahgüterzug 65345 von Karl-Marx-Stadt nach Aue. Dieser Zug war regelmäßig mit einer Karl-Marx-Städter 50.35 bespannt und zeichnete sich durch seine hohe Zuverlässigkeit sowie durch häufige Rangierhalte aus. Die Strecke verlief hinter Karl-Marx-Stadt sehr kurvenreich entlang der Zwönitz, und meist wurden ausgedehnte Rangieraufenthalte in Einsiedel, Meinersdorf, Thalheim und Zwönitz eingelegt, was zu einer recht reichhaltigen Fotoausbeute führte. Oft blieben wir dem Zug nur bis Thalheim treu, weil anschließend der vormittägliche Nahgüterzug von Sankt Egidien nach Oelsnitz lockte. Die Rückfahrt dieses Zuges ab Aue blieb oft unbeobachtet, da die Lok wegen der zu kurzen Drehscheibe im Bw Aue nur Tender voran nach Karl-Marx-Stadt lief – bis auf die Ausnahme von Zwönitz, wo die Lok zur Bedienung diverser Anschlüsse den Zug umlaufen musste und somit wieder gut im Nachmittagslicht stand.
Der 24.04.1987 begann mit diesem Zug zunächst direkt am Zwönitzufer bei Einsiedel, und nach einem kurzen Rangieraufenthalt haben wir die Karl-Marx-Städter 50 3694 hinter Dittersdorf an einer kleinen Brücke über die Zwönitz erwartet. Wir sehen, wie die Lok ihre Fuhre majestätisch an uns vorbeiwuchtet. Nächster „Fotohalt“ war hinter Thalheim.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 24.04.1987 Ort: Dittersdorf [info] Land: Sachsen
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 18 Punkte

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Herbstliches Walthersdorf
geschrieben von: Leon (830) am: 16.11.21, 08:04
Walthersdorf – kennt keine Wutz. Gelegen an der Strecke Schlettau-Crottendorf - jetzt klingelts bei jedem, der bei der Reichsbahn den Dampfloks hinterherjagte..;-) Ob 86 1001, 1501 oder 1056…diverse Touren ins Erzgebirge hatten u.a. wenigstens einen Zug auf der Strecke Schlettau-Crottendorf im Programm; war es doch die letzte Strecke der Reichsbahn, wo die Baureihe 86 im planmäßigen Personenzugdienst unterwegs war, und dies bis 1988. Nach der Wende wurde es recht ruhig um die Strecke. Sie verlor Ende 1996 ihren Personenverkehr und wurde zum 01.06.99 stillgelegt. Heute verläuft ein Radweg auf der Trasse.
Am 11.10.90 entstand jedoch noch dieser klassische Beifang in einer Dampfzugpause auf der Fichtelbergbahn. Wir sehen die 110 875, wie sie ihre Bghw-Garnitur nebst "Blechbüchse" als P 19643 entlang der Gärten und Häuser von Waltersdorf gen Crottendorf zieht.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 11.10.1990 Ort: Walthersdorf [info] Land: Sachsen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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Ein Rollwagenzug nach Kemmlitz
geschrieben von: Leon (830) am: 15.11.21, 18:35
Durch die Galerie schwappt ja derzeit eine kleine "IVK-Welle", da mag ich noch ein historischen Bild von Oschatz-Mügeln nachlegen. Ende der 80er Jahre führten uns einige Touren zu dieser Bahn mit ihrem umfangreichen Güterverkehr, und vom 19.03.89 wurde bereits der nachmittägliche Güterzug von Mügeln nach Kemmlitz an dem bekannten Blick mit dem Schloss in Mügeln in die Galerie aufgenommen. Wir sind nach diesem Bild dem Zug hinterher und haben ihn in Nebitzschen wieder eingeholt. Damals war der heute wieder befahrene Abschnitt Richtung Glossen noch stillgelegt, und die Strecke nach Kemmlitz zog hinter Nebitzschen eine enge Kurve. Wir haben uns oberhalb dieser Kurve postiert und erleben, wie die gut gepflegte 99 1584 mit ihrer Fuhre Richtung Kemmlitz an uns vorbeischraddelt.
Nach dieser Aufnahme ging es schleunigst wieder nach Oschatz, dem nachmittäglichen Güterzug entgegen, welcher fast immer mit zwei Maschinen bespannt war. Aber auch hier gilt: coming soon..;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 19.03.1989 Ort: Nebitzschen [info] Land: Sachsen
BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Container für Annaberg
geschrieben von: Leon (830) am: 14.11.21, 20:35
Von unserer Herbst-Fototour zur ÜK-50 3145 wurde ja bereits dieses Bild [www.drehscheibe-online.de] dankenswerter Weise in die Galerie aufgenommen, und ich hatte ja im Bildtext darauf hingewiesen, dass unser Fototag noch nicht vorbei sein würde. Wir sind nach der Aufnahme vorsichtig von dem Baum wieder hinabgeklettert, und als nächstes stand eine Fotosession im Bw Aue an, wo sowohl die Altbau als auch die weitere an diesem Tag eingesetzte 50 von Karl-Marx-Stadt, die 50 3616, wieder mit Vorräten versorgt wurden. Die 3616 war morgens mit dem üblichen Nahgüterzug in Karl-Marx-Stadt über Zwönitz nach Aue aufgebrochen, und diverse Rangieraufenthalte sorgen hier für eine recht lange Fahrzeit. Da die Rückleistung der 3616 ab Aue Tender voran erfolgen sollte, wurde diesem Zug keine weitere Beachtung geschenkt - schon gar nicht, wenn etwa zeitgleich die Altbau als Tfzf. nach Schwarzenberg rollen sollte und von dort den fast schon legendären Containerzug nach Annaberg bespannen sollte, welcher bereits mit einigen Bildern in der Galerie vertreten ist. Was lag also näher, als nach einem gemütlichen Lz-Foto hinter Aue nach Markersbach zu fahren? Dort bestand die Möglichkeit, den Zug sowohl im Bahnhof als auch im Anschluss auf dem berühmten Viadukt zu fotografieren. Und so versammelten sich zahlreiche Fotofans aus Ost und West in Markersbach, um sich dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Nach einiger Wartezeit erschien dann die 50, am Haken den 61971 nach Annaberg. Der Zug stampfte durch den Bahnhof, und man hatte minutenlang die Gelegenheit, sich sorgfältig seinen Fotopunkt für den Viaduktblick zu suchen, während die 50 mit ihrer Containerfuhre die Steigung zum Viadukt in Angriff nahm und hier eine fast 180 Grad starke Kehre durchfahren musste. Schließlich polterte der Zug über den Viadukt, und man erkennt, dass bei der Reichsbahn nahezu jede Wagengattung herangezogen wurde, die auch nur im entferntesten für den Transport von Containern geeignet war. Wir lauschten dem Zug noch lange hinterher, bevor es dann wieder Richtung Heimat ging.
Das Markersbacher Viadukt -inzwischen längst restauriert- ist auch heute noch Ziel zahlreicher Dampflokfreunde, da hier recht häufig Sonderzüge des VSE verkehren, welche meist mit der vereinseigenen 50 3616 bespannt werden - eine Lok, die bereits oben schon erwähnt wurde, und von der wir noch eine Aufnahme vom Beginn dieses Tages sehen werden...Coming soon..;-)

Datum: 31.10.1987 Ort: Markersbach [info] Land: Sachsen
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 17 Punkte

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Beifang in Hartenstein
geschrieben von: Leon (830) am: 13.11.21, 16:13
Bleiben wir noch einen Moment auf der Strecke von Zwickau nach Aue. Allein zwei dampfbespannte Durchgangsgüterzüge von Zwickau, einer mit 50.35 des Bw Zwickau, der andere mit 50.35 der Est. Aue des Bw Karl-Marx-Stadt, haben uns Ende der 80er Jahre recht häufig zur Mittagszeit an diese Strecke gelockt. Man konnte zeitlich hervorragend vorher den Nahgüterzug von Sankt Egidien nach Oelsnitz einbauen und den Tag mit dem Nahgüter von Karl-Marx-Stadt nach Aue durchs Zwönitztal beginnen. Alternativ standen die beiden Sandzüge durchs Muldetal mit Glauchauer 50.35 an, m.a.W. irgendwo fuhr zeitlich passend immer ein Güterzug mit Dampflok umher.
Bei diesen Aktionen fiel naturgemäß der eine oder andere Beifang ab. So auch hier am 09.05.1987 in Hartenstein. Die Gefahr der Zwickauer Leistung nach Aue bestand darin, dass dieser Zug gerne mal Tender voran gen Aue unterwegs war. Und so kam uns auch an diesem Tag bei der Hinleistung nach Aue in Wiesenburg ein Tender entgegen...:-( Shit happens, aber es gab zwischendurch noch genügend andere Leistungen, so dass der Ärger schnell verflogen war. Im Gegenteil: da die Rückleistung ab Aue nunmehr richtig herum erfolgen würde, bestand die Herausforderung darin, eine geeignete Stelle mit Frontlicht zu finden. Eine Möglichkeit bestand in Hartenstein. Gar nicht soo spektakulär, aber hier gab es an der Ost-Einfahrt ein Signal und eine alte Fußgängerbrücke. Wir haben uns für den Dampfzug auf die Lauer gelegt, der sich an diesem Tag ziemlich Zeit gelassen hat, denn vorher kamen noch zwei Personenzüge von Schwarzenberg bzw. Johanngeorgenstadt vorbei. Einer mit V 100, der andere mit "Babelsbergerin". Nun, Loks der Baureihe 118 gab es damals wie Sand am Meer. Heute, über 30 Jahre später, schaut man in die Dia-Bestände und sagt sich: hey, eine saubere 118 mit durchgehendem Zierstreifen auf Zwickau-Aue - nicht minder wertvoll wie eine gewöhnliche 50.35...;-)
Und somit sehen wir hier die 118 711, wie sie den P 9632 von Schwarzenberg nach Zwickau befördert. Alltag im Erzgebirge anno 1987.
Dem Zug wird im Block die erwartete 50 3689 mit dem Ng 66326 von Aue folgen. Anschließend ging es weiter, rüber zum nachmittäglichen Nahgüter von St. Egidien nach Oelsnitz. Der Tag endete dann auf Cranzahl-Oberwiesenthal mit einem Rollwagenzug auf Schmalspurgleisen. Coming soon...;-)

Auch ohne Dampf: was würde man heute geben für reinen Planverkehr mit Babelberger Dicken vor Personenzügen im Erzgebirge...? ;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 09.05.1987 Ort: Hartenstein [info] Land: Sachsen
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Die Übergangskriegslok
geschrieben von: Leon (830) am: 12.11.21, 16:48
Wie bereits in der Einstellung der Signalbrücke in Wiesenburg angedeutet, galt unser Fototag am 31.10.1987 in erster Linie dem Dampfbetrieb zwischen Chemnitz, Zwickau und Aue. Der Tag begann mit dem morgendlichen Nahgüterzug von Chemnitz Richtung Aue über Zwönitz und führte dann zu einem Abstecher zur Strecke von St. Egidien nach Oelsnitz, von der von der berühmten Brücke in Lichtenstein von dem vormittäglichen Nahgüterzug bereits dieses Bild [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie aufgenommen wurde. Mittags haben wir uns dann in Wiesenburg versammelt, wo im Block nach dem bereits gezeigten Personenzug eine meiner persönlichen Lieblingsloks der Reichsbahn, die ÜK-50 3145 mit dem Dg 54309 von Zwickau nach Aue unterwegs sein sollte.
Nach dem Motiv an der Signalbrücke ging es weiter zum Tunnel hinter Schlema, immer in der Hoffnung, dass der Zug in Fährbrücke auf den Rand geht. Hinter Schlema ging die Strecke Richtung Aue durch einen Tunnel, um unmittelbar danach auf einer Kastenbrücke die Zwickauer Mulde zu überqueren. Von diesem Motiv ist bereits diese Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie enthalten. Kritischer war hingegen das Bild von der südöstlichen Seite: hier ging es einen Bahndamm hinunter, an welchem jedoch ein ziemlicher Baum stand, der mit etwas Geschick als erhöhter Fotostandpunkt genutzt werden sollte. Und somit sind an dem Tag drei Fotografen wie die armen Irren zunächst von Wiesenburg nach Schlema gekoffert, sind den Bahndamm emporgekrochen und anschließend auf einen sehr stabilen Ast entlanggehangelt; ein weiterer Ast galt als Armlehne. Die Lücke war groß genug, um von dort die Brücke ohne störende Äste ins Bild zu bekommen, wenn auch etwas eng. Die 50er Festbrennweite ließ leider nicht den Hang oberhalb des Tunnels komplett im Bild erscheinen. Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein, wie wir da auf halber Höhe in dem Baum hingen und auf den Dampfzug gewartet haben, der jeden Moment aus dem Tunnel herauskommen sollte.
Lange haben wir in dieser etwas verkrampften Position nicht gewartet. Mit der 50 3145 betritt die letzte damals bei der Reichsbahn planmäßig eingesetzte Übergangskriegslok der Baureihe 50 das Bild. Ausgeliefert im Jahr 1942, erkennt man an der Lok noch die etwas vereinfachte Bauart. Das zweite Führerstandsfenster wurde mit Sicherheit erst später eingebaut, und die Scheiben-Laufachse wurde mittlerweile auch durch Speichenräder ersetzt. Die Lok wirkte gepflegt und nicht zu blank und sah mit ihren weißen Pufferringen und dem Metallring um den Schornstein schon irgendwo majestätisch aus…
Bereits am 18.11.1987 wurde die Lok abgestellt und kurz danach z-gestellt. Ihre Ausmusterung erfolgte zum 24.06.1988 in Karl-Marx-Stadt, mit anschließender Verschrottung.

Unser 31.10.87 war noch lange nicht zu Ende. Es folgten zahllose Aufnahmen im Bw Aue, bevor es mit der Lok zum Containerzug nach Annaberg weiterging….Coming soon! ;-)

Datum: 31.10.1987 Ort: Schlema [info] Land: Sachsen
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Die Signalbrücke von Wiesenburg
geschrieben von: Leon (830) am: 11.11.21, 18:28
Ein weiteres Motiv, welches bereits mit mehreren Varianten in der Galerie vertreten ist, ist die Signalbrücke von Wiesenburg auf der Strecke Zwickau-Schwarzenberg. Diese Signalbrücke war beliebtes Motiv bis zur zweiten Hälfte der 80er Jahre für die Durchgangsgüterzüge von Zwickau nach Aue, welche mit Lokomotiven der Baureihe 50.35 bespannt wurden. Mehrmals waren wir für diese Leistungen vor Ort, und meistens wurden ellenlange Wagenschlangen befördert. Highlight war der Einsatz der Altbau-50 3145 in dieser Region im Oktober 1987. Am 31.10.1987 standen zahlreiche Fotografen an der Ausfahrt von Wiesenburg – aber nur wenige haben vorher auf die 112 791 mit ihrem P 3603 von Zwickau nach Johanngeorgenstadt draufgehalten.
Also sehen wir, wie die 112 ihren Zug auf dem Bahnhof unter der Signalbrücke hindurch beschleunigt. Einige Zeit später klimperten die Schranken wieder hinunter, und die „Altbau“ wird mit einem stattlichen Güterzug folgen. Danach ging das übliche Gehetze wieder los, denn die kurvenreiche Strecke entlang der Zwickauer Mulde erlaubte den Güterzügen kein hohes Tempo. Umso mehr wurde jedoch Gummi und Blech strapaziert, damit man den Zug vor Aue ein zweites Mal erwischt. Quod erat demonstrandum hinter Schlema am Tunnel und der Muldebrücke. Coming soon..;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 31.10.1987 Ort: Wiesenburg [info] Land: Sachsen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Fracht nach Benneckenstein
geschrieben von: Leon (830) am: 10.11.21, 10:57
Wir haben uns ja in der Galerie bereits mit dem Güterverkehr auf der Selketalbahn beschäftigt, ferner mit dem Rollbockverkehr nach Hasserode. Sehr bekannt war damals der Kohleverkehr von Nordhausen nach Silberhütte. Erinnert sei an legendäre Aufnahmen, wie meist zwei 99.72 unter voller Entfaltung ihre Fracht hinauf nach Stiege durchs Birkenmoor beförderten. Weitab jeglicher störender Geräuschkulisse konnte man hier die Bergfahrt der beiden arbeitenden Maschinen bereits lange vor der Vorbeifahrt akustisch genießen.
Viel unbekannter war hingegen eine weitere Güterzugleistung im Harz, welche ebenso regelmäßig von Wernigerode nach Benneckenstein unterwegs war. Hier war in den frühen Morgenstunden eine Fuhre Emils auf Rollwagen unterwegs, meist mit nur einer 99.72 bespannt, wobei hin und wieder auch Doppeltraktionen vorkamen.
Fast auf den Tag genau vor 32 Jahren, am 19.11.89 -kurz nach der Wende- haben wir diesem Zug bei tiefer Novembersonne kurz vor Sorge aufgelauert. Wir sehen hier, wie die 99 7237 mit dem 67071 den Bahnübergang der Straße Richtung Braunlage/ Hohegeiß passiert - die zum Zeitpunkt der Aufnahme noch gar nicht geöffnet war.
Die Aufnahme ist mit einer 85er Festbrennweite entstanden. Keine Sorge, wir stehen profilfrei..;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 19.11.1989 Ort: Sorge [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Die "Dicke" in Cranzahl
geschrieben von: Leon (830) am: 09.11.21, 19:08
Vom Viadukt in Cranzahl sind ja bereits einige sehr sehenswerte Aufnahmen in der Galerie enthalten – aber auf fast allen sehen wir die nachmittägliche Ansicht. Dass auch zum späten Vormittag Bilder von dem Viadukt möglich waren, zeigt diese Aufnahme, welche erneut als klassischer Beifang entstanden ist. Im Oktober 1990 führte mich eine Fototour zur Fichtelbergbahn, und wenn man schon mal vor Ort war, lag nichts näher, als in den Dampfzugpausen den normalen Planverkehr auf der Strecke von Annaberg nach Bärenstein abzulichten.
Nicht schlecht gestaunt habe ich, als dann zur Mittagszeit ein Personenzug aufkreuzte, der aus einer etwas hochwertigeren Garnitur bestand und mit einer „Babelsberger Dicken“ bespannt war.
Erst später habe ich mich mit dem Zug näher beschäftigt, und heute ist diese eine Aufnahme –historisch betrachtet- viel wertvoller als die zahlreichen Dampflokbilder, welche auf dieser sowie auf weiteren Touren zur Fichtelbergbahn entstanden sind. Wir sehen die „Starleistung“ der Baureihe 118 des Bw Leipzig Süd: den E 771 von Leipzig über Chemnitz und Annaberg nach Cranzahl, zurück als E 774. Leider hatte am 11.10.90 nur die 118 352 im Sparlack vor dem Zug Dienst, aber bereits im Jahr 1991 war diese sehenswerte Leistung aus dem Fahrplan verschwunden, und es fuhren nur noch „gewöhnliche“ Personenzüge mit V 100 über die Brücke.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 10.11.21, 15:46

Datum: 11.10.1990 Ort: Cranzahl [info] Land: Sachsen
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Idyllischer Reichsbahn-Alltag
geschrieben von: Leon (830) am: 08.11.21, 14:07
Zur Abwechslung gibt´s mal wieder ein bissel historischen Diesel...;-) Diese Aufnahme ist erneut als klassischer Beifang entstanden. Zum Ende der 80er Jahre führten uns zahlreiche Fototouren zu den Dampflokhochburgen der Reichsbahn. So auch hin und wieder zu den Leistungen durchs Muldetal, zu den Durchgangsgüterzügen von Zwickau nach Aue oder zu den meist enorm gut ausgelasteten Nahgüterzügen von St.Egidien nach Oelsnitz. Auf dieser idyllischen Nebenstrecke gab es täglich zwei Nahgüterzugpaare, die mit Loks der Baureihe 50.35 bespannt wurden. Meist endeten die Züge in Oelsnitz, aber hin und wieder waren auch Wagen bis Lugau zu befördern. Am 09.05.1987 war dies der Fall, und wir haben uns kurz hinter Oelsnitz auf die Lauer gelegt. Beim Warten entstand somit die Aufnahme eines damals ganz gewöhnlichen Personenzuges, bestehend aus zwei Bghw und einer V 100. Wir sehen hier somit die 112 880 vor dem P 19673 von St.Egidien nach Stollberg.
Eine Reko-50 wird diesem Zug folgen - aber die Wagenschlange, verbunden mit einer entsprechenden Dampfwolke, wird das Einfahrsignal im Hintergrund nicht mehr erkennen lassen. Also genießen wir die idyllische Vorbeifahrt eines ganz normalen Personenzuges der Reichsbahn.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 09.05.1987 Ort: Oelsnitz/ Erzgebirge [info] Land: Sachsen
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Damals in Stiege
geschrieben von: Leon (830) am: 07.11.21, 12:48
Die 99 5904 haben wir ja doch noch nicht gesehen..;-) Abgesehen von den Verlusten im ersten Weltkrieg wurden 1949 die im Harz befindlichen Mallet-Lokomotiven der NWE und GHE nach der Übernahme durch die DR mit den Nummern 99 5901 bis 5906 versehen. Während die 99 5905 bereits 1975 verschrottet wurde, waren die anderen fünf Loks im Harz weiterhin munter im Einsatz. Bereits 1989 erwischte es dann die 99 5904. Auf Grund ihres schlechten Allgemeinzustandes wurde sie im November 1989 als Ersatzteilspender in Görlitz für die Aufarbeitung der 99 5902 herangezogen; die Reste von ihr wurden 1990 verschrottet. Wir sahen sie letztmals im Oktober 1988.
Bereits bei unserer ersten Tour zur Selketalbahn am 05.10.1986, welche in erster Linie dem Einsatz der 99 6102 galt, waren neben dieser Lok auch die 99 5902 und 5904 im Selketal unterwegs. Ich möchte daher der Galerie diese, motivlich etwas weniger spektakuläre Aufnahme vorschlagen. Die Aufmerksamkeit gilt hier in erster Linie der Wagengarnitur. 99 5904 erreicht hier mit ihrer Fuhre aus noch nicht modernisierten Personenwagen sowie dem üblichen Packwagen sogleich den Bahnhof von Stiege.

Dieses Dia ist wieder eines von denen, dem man jahrzehntelang keine weitere Beachtung geschenkt hat. Damals war eine Mallet vor Personenzügen Alltag, und die Wagengarnituren hat man sich damals mit Anfang 20 nie so richtig angeschaut. Heute hingegen betrachtet man die Dias viel gründlicher und stolpert dann über solche Garnituren...;-) Und immer wieder der übliche Satz: "...hätte man damals viel öfters hinfahren müssen!"

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 05.10.1986 Ort: Stiege [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Wartburgblick mit Mallet
geschrieben von: Leon (830) am: 06.11.21, 22:54
Kommen wir zur 99 5901. Nachdem in der Galerie bereits die Mallet-Lokomotiven 99 5904 und 99 5906 vorgestellt wurden, loht auch ein Blick auf die 99 5901. Diese Lok war mit einem Baujahr von 1897 die erste Mallet, die von der Lokomotivfabrik Jung für die NWE gefertigt wurde. Zu DDR-Zeiten war sie zusammen mit der 99 5903 als betriebsfähige Lok für den Traditionszug vorgesehen und lief jahrelang im grünen Gewand unter ihrer ursprünglichen Betriebsnummer NWE 11. Seit 1998 hat sie eine schwarze Lackierung erhalten, ferner riesige Laternen, welche eher an eine polnische Lok erinnern, jedoch historisch bestimmt zutreffend sind.
Bis zur Wende war die Lok, wenn nicht gerad Dienste vor dem Traditionszug anstanden, häufig in ihrem grünen Gewand auf der Selketalbahn im Einsatz.

Am 11.02.89 war jedoch der Traditionszug von Wernigerode zur Eisfelder Talmühle zu bespannen, und wir sehen hier die Lok am Einfahrsignal von Eisfelder Talmühle. Rechts im Bild ist ein PKW eines Eisenacher Autoherstellers mit gleichnamiger Burg im Bild zu sehen.

Wenn die Kollision mit dem Schild nicht zu sehr ins Gewicht fällt (hoffentlich versaut mir keiner den Gag mit "dem" Wartburg..) , möchte ich hiermit die Serie um diese Aufnahme fortsetzen. Warum eine Auslösung vorher nicht vorhanden ist, kann aus heutiger Sicht nur mit einer hastigen Autoverfolgung erklärt werden...;-) Das Formsignal steht längst nicht mehr, ebensowenig die Telegrafenmasten.

Die Lok war bis 2018 betriebsfähig und soll einen Riss an einer Hallschen Kurbel haben. Als rollfähiges Exponat ist die Lok aber weiterhin bei der HSB erhalten.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 06.11.21, 22:57

Datum: 11.02.1989 Ort: Eisfelder Talmühle [info] Land: Thüringen
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 19 Punkte

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Rollbockverkehr in Hasserode
geschrieben von: Leon (830) am: 05.11.21, 19:45
Über den Einsatz der beiden ursprünglich für die Heerestechnische Versuchsanstalt gelieferten Dampflokomotiven wurde an dieser Stelle [www.drehscheibe-online.de] bereits eingegangen. Neben der 99 6102 war bis zum Beginn der 90er Jahre auch die 99 6101 als Rollbocklok in Wernigerode im Einsatz. Hier wurden einige Anschließer in Hasserode mit Güterwagen beliefert, welche im Gegensatz zum sonstigen Güterverkehr auf der Harzquerbahn nicht mit Rollwagen, sondern auf Rollböcken befördert wurden.
Die 99 6101 kam nach dem Abschluss der Versuchsfahrten im Harz, für die hinter dem Bahnhof Drei Annen Hohne ein ca. 500 m langes Testgleis parallel zur Brockenbahn verlegt wurde, dessen Trasse man heute noch erkennen kann, im Jahr 1917 als Nr. 6 zur NWE. 99 6102 folgte nach einem Zwischenspiel auf der Nassauischen Kleinbahn einige Jahre später. Da 99 6101 als Heißdampflok ausgeführt wurde, erhielt sie wegen der etwas größeren Zylinder und des Überhitzers als Masseausgleich etwas kleinere Wasserkästen. Beide Loks waren mit einer Achsfahrmasse von 11 t recht schwer, hatten aber bei einem Radsatzstand von nur 2500 mm im Vergleich zur Gesamtlänge der Lok von 7734 mm nur eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Dies reichte der ursprünglichen Verwendung als Heeresfeldbahnlok völlig aus. Im Harz waren beide Loks sowohl in Nordhausen als auch in Wernigerode überwiegend im Rollbockverkehr eingesetzt.

99 6101 war bis zum 09.03.92 vor den Güterzügen im Raum Wernigerode aktiv. Sie wurde im Anschluss der Interessengemeinschaft Harzer Schmalspurbahnen zur Pflege übergeben und im Jahr 1994 wieder aufgearbeitet. Nach mehreren Hauptuntersuchungen war die Lok lange vor Sonderzügen im Einsatz, bis sie im Jahr 2015 z-gestellt wurde. Seitdem hat sie ihr Domizil in der Wagenhalle in Wernigerode.

Am 27.03.1989 war sie jedoch noch im Rollbockverkehr unterwegs. Wir sehen sie hier kurz nach der Abfahrt in Hasserode. Auch wenn die Lok auf dem Bild nicht komplett in der Sonne ist, so sind jedoch die Rollböcke gut zu erkennen, auf denen die Güterwagen verladen wurden. Das Züglein pafft demnächst durch die Kirchstraße zurück zum Bahnhof Wernigerode.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia


Datum: 27.03.1989 Ort: Wernigerode Hasserode [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Einfahrt Harzgerode
geschrieben von: Leon (830) am: 04.11.21, 17:49
Kommen wir noch einmal zurück zur 99 5906 – der etwas anderen Harz-Mallet. Auf die Bauartunterschiede zu den Lokomotiven 99 5901 - 04 wurde ja bereits im Text zu diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] hingewiesen. Geliefert von der Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe, entstammt die 99 5906 einer Serie von sieben Mallet-Lokomotiven, aus welcher eine weitere Lok unter der Nummer 105 bei der Schweizer Museumsbahn Blonay-Chamby betriebsfähig erhalten wird. Diese Lok lief vorher unter gleicher Nummer auf der Kleinbahn Zell - Todnau. Klingelt´s? Von der Strecke Zell - Todnau stammt ursprünglich auch der zwischenzeitlich auf Langeoog eingesetzte Fuchs-Triebwagen 187 012, welcher im Jahr 1996 in den Harz kam – und über den man leider in den letzten Jahren überhaupt nichts mehr hört, außer, dass er mit einem umfangreichen Schaden bei den Fahrzeugwerken Miraustraße stehen soll.
Zurück zu unseren Mallets: die Lok 105 war im Sommer 2012 anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Schmalspurbahnen im Harz“ zu Gast, und 99 5906 steht nach einer Hauptuntersuchung in Meiningen seit Dezember 2017 wieder für Einsätze auf der Selketalbahn sowie für Sonderfahrten zur Verfügung.
Unser Fototag am 27.03.1989 begann mit dem „GmP-Kirchturmsumlauf“, der die Lok am Morgen mit dem Zug 69709 nach Harzgerode führte, wo sie kurz vor dem Endbahnhof erwartet wurde.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 27.03.1989 Ort: Harzgerode [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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"Fiffi" on Tour
geschrieben von: Leon (830) am: 03.11.21, 16:33
Vor kurzem wurde mit der Aufnahme der 99 6102 in Drahtzug ein recht seltener Fahrzeugeinsatz auf der Selketalbahn in die Galerie aufgenommen. Mit diesem Bild bei Sternhaus-Haferfeld möchte ich eine weitere Aufnahme dieser besonderen Traktion vorschlagen: wir stehen am Nachmittag des 05.10.1986 auf der bekannten Wiese unweit des Bahnüberganges am Haltepunkt und erwarten die 99 6102, nachdem die erste Aufnahme dieses Zuges bereits aus Gernrode im Kasten war.
Nach einer Weile kündigt sich der Zug an, und nach kurzem Halt geht es weiter Richtung Mägdesprung. Auf dem Sprung waren wir auch; dieser Zug sollte von uns bis Hasselfelde begleitet werden…;-)
Die Lok erhielt den Beinamen "Fiffi", nicht zu verwechseln mit "Pfiffi", der 99 6101...:-) Aber ich glaube, dieser Beiname war 1986 noch gar nicht vergeben.

Die Fotostelle damals: ein Andreaskreuz reichte, um den Autoverkehr auf die Kreuzung mit der Selketalbahn hinzuweisen. Telegrafenmasten säumen die Strecke, und im Hintergrund sehen wir einen Trabbi, der den ungesicherten Bü überquert.
Die Stelle heute: die Telegrafenmasten sind längst verschwunden. Das Andreaskreuz wurde durch eine moderne Schrankenanlage mit Ausleger und Blinklicht ersetzt. Der Fotopunkt ist aber heute noch umsetzbar, auch wenn meist „nur“ die ewige 99 6001 vorbeikommt.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia


Datum: 05.10.1986 Ort: Sternhaus-Haferfeld [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Seltener Einsatz im Harz
geschrieben von: Leon (830) am: 02.11.21, 19:02
Bleiben wir noch einen Moment im Selketal und kommen zu zwei Lokomotiven, die in der Galerie bislang nur fragmenthaft vertreten sind: den ex-Heeresfeldbahnlokomotiven 99 6101 und 6102.
Die beiden von Henschel an die Heerestechnische Prüfanstalt gelieferten Lokomotiven kamen 1917 und 1921 zur NWE. Auch wenn sich beide Loks optisch sehr ähneln, handelt es sich bei ihnen um unterschiedliche Lokomotiven: 99 6101 wurde als Heißdampflok, 99 6102 als Nassdampflok geliefert. Auffälligster Unterschied sind die etwas längeren Wasserkästen an der 99 6102.
Bis zur Wende wurde die 99 6101 häufig von Wernigerode aus im Rollbockverkehr nach Hasserode eingesetzt. 99 6102 lief uns bei unseren Fototouren nur ein einziges Mal über den Weg, doch sollte dies gezielt erfolgen: da die Personenzuggarnituren im Harz sukzessive auf Druckluftbremse umgestellt wurden, wurde bei der Lok im August 1986 ebenfalls ein Umbau von Saugluft- auf Druckluftbremse vorgenommen. Im Anschluss erfolgten Einsätze vor Personenzügen im Selketal. Dieses seltene Ereignis wollten wir uns nicht entgehen lassen, und somit führte uns eine Fototour am 05.10.1986 in den Harz. 99 6102 war für den P 14465 vorgesehen, welcher von Gernrode bis Hasselfelde führte und von uns fotografisch akribisch begleitet wurde.
Hier kommt uns die Lok mit ihrer Garnitur bei Drahtzug vor den herbstlich gefärbten Höhen des Harzes entgegen. Das Motiv heute: die Straße wurde saniert, hat einen Fußgängerweg erhalten. Moderne Laternen haben die alten Holz-Freileitungen ersetzt.
Der Einsatz der 99 6102 im Selketal währte nicht lange. Man hat festgestellt, dass die Lok mit ihren 11 Tonnen Achsfahrmasse für die Strecke zu schwer war; zugelassen waren hier nur 10 Tonnen. Somit durfte ein Einsatz nur mit Sondergenehmigung und mit maximal 10 Km/h erfolgen. Bereits Anfang November wurde die Lok wieder nach Wernigerode überführt. Die Lok kam nach der Wende in die Obhut des Vereins „Freundeskreis Selketalbahn e.V.“ und erhielt eine Kesselaufarbeitung mit anschließender Wiederinbetriebnahme im August 1997. Anschließend war sie mit Unterbrechungen bis zum endgültigen Ablauf der Kesselfrist im April 2008 im Einsatz. Eine notwendige Hauptuntersuchung erschien jedoch im Verhältnis zur Nutzung der Lok als zu teuer, und so wurde nur eine rollfähige Aufarbeitung beschlossen. Die Lok hat seit November 2019 ihr Domizil im Schuppen von Gernrode.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia


Datum: 05.10.1986 Ort: Drahtzug [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Ein PmG verlässt Alexisbad
geschrieben von: Leon (830) am: 01.11.21, 19:46
Am 27.03.89 führte uns eine Fototour in den Harz. Ziel war es, den ganz normalen Planverkehr auf der Harzquer- und Selketalbahn abzulichten. Und so haben wir uns am Nachmittag dieses Tages zunächst in Sternhaus-Haferfeld für den PmG 69717 auf die Lauer gelegt, welcher häufig -wie die Zugnummer schon verrät- einige Güterwagen mit sich führt. 99 5906 gab sich die Ehre, an diesem Tag eine echt schnuckelige Garnitur hinter sich durch das Selketal zu ziehen, und die Verfolgung dieser Fuhre war ihr gewiss. Von dem Zug ist ja vor kurzem bereits eine Aufnahme an dem Bahnübergang kurz vor Harzgerode in die Galerie aufgenommen worden, und was dieser Zug am Halen hatte, ist mir erst jetzt, nach über 30 Jahren, so richtig bewusst geworden. Damals: ja, eine Mallet fuhr eigentlich immer, früher sogar mehrere, und irgendetwas hing immer am Haken. Aber man hat sich damals nie so richtig die Mühe gemacht, sich mal die Garnitur anzuschauen. Heute buddelt man diese Dias wieder aus und staunt, was einem damals so über den Weg lief. Eine derartige Garnitur sieht man heute höchstens noch als Fotozug, aber meist -und man möge dies den Veranstaltern und Eigentümern der Garnituren nicht verübeln- sehen derartige Züge heute blitzblank aus. Die Patina, die der abgebildete Zug trägt, geht den heutigen Fotozügen bei aller Wertschätzung einfach verloren.
Und somit sehen wir einen ganz normalen PmG, wie er am Nachmittag des 27.03.1989 gen Harzgerode qualmt. Die Zeiten der berühmten Doppelausfahrt waren in Alexisbad aber auch schon damals vorbei.

Scan vom Fuji 100-Kleinbilddia

Datum: 27.03.1989 Ort: Alexisbad [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Fracht für Harzgerode
geschrieben von: Leon (830) am: 31.10.21, 17:11
Kommen wir nach Oschatz-Mügeln zu einer weiteren Schmalspurbahn, welche vor der Wende –wenn auch im geringen Maß- noch Güterverkehr betrieben hat: zur Selketalbahn. Hier gab es bis zum Beginn der 90er Jahre in den Nachmittagsstunden einen Zug von Gernrode nach Harzgerode, welcher im Kursbuch mit einer Güterzugnummer dargestellt wurde und häufig als „PmG“ verkehrte. Oft wurden dem Zug ein bis zwei Güterwagen beigegeben, aber diese Zugzusammenstellung mag ich der Galerie nicht vorenthalten: eine Mallet, ein vierachsiger sowie ein zweiachsiger offener Güterwagen, beide beladen, und für die Reisenden ein einzelner Personenwagen. Wir sehen hier diesen Zug mit seiner Nummer 69717, gezogen von der 99 5906, an einer klassischen Fotostelle der Selketalbahn kurz vor Harzgerode, welche heute in dieser Form nicht mehr umsetzbar ist. Man beachte auch den um die Ecke biegenden Ikarus…;-)
Dieses Motiv ist bereits zu einer völlig anderen Jahreszeit ebenso als historisches Zeitdokument in der Galerie enthalten: [www.drehscheibe-online.de] Man kann hier gut die Unterschiede zwischen der 99 5906 und den anderen Harz-Mallets erkennen. Die seinerzeit noch im Harz eingesetzten 99 5901 - 5904, gebaut von Jung, hatten in ihrem hinteren Triebwerk einen Außenrahmen. Die 99 5906, welche 1918 von der Maschiennfabrik Karlsruhe gebaut wurde und 1920 in den Harz kam, ist etwas länger als die Jung-Loks, hat dafür aber ein etwas niedrigeres Führerhaus. Beide Triebwerke der 99 5906 sind in einem innenrahmen gelagert. Ich lade daher zum Vergleich ein..!;-)

Scan vom Fuji 100-Kleinbilddia


Datum: 27.03.1989 Ort: Harzgerode [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Herbstlicher Innenring
geschrieben von: Leon (830) am: 30.10.21, 21:45
Der nachmittägliche Blick von der Hohenzollerndammbrücke am südlichen Berliner Innenring [www.drehscheibe-online.de] zeigt nicht nur das derzeit im Abbruch befindliche Heizkraftwerk Wilmersdorf, sondern im Hintergrund auch eine blaue, gebogene Fußgängerbrücke, genannt "hoher Bogen". Von dieser Brücke entstand am Mittag des 28.10.21 das Bild eines Vollzuges der Baureihe 485, wie er vor herbstlicher Kulisse in Richtung Neukölln fährt. Im Hintergrund ist der Funkturm zu erkennen, sowie das Haus des Rundfunks" vom RBB, das ICC und das Palais am Funkturm. Der "Silberturm", ein Bürogebäude eines Rentenversicherungsträgers, wird zunehmend durch das Wachstum eines Baumes verdeckt.
Es existiert bereits ein Bild von dieser Brücke in der Galerie, jedoch wurde erst vor einigen Jahren der Baumbestand zwischen der Stadtautobahn und der Trasse entfernt, so dass auch Aufnahmen von Güterzügen auf den parallelen Fernbahngleisen möglich wären. Problem: auf dieser Strecke fährt zur brauchbaren Mittagszeit kein planmäßiger Zug. Hin und wieder verirren sich Sonderleistungen au diese Strecke, oder es verkehrt mal eine Lz, welche an diesem Motiv jedoch recht fipsig wirkt. Man kann sich hier entweder die Beine in den Bauch stehen oder man kennt jemanden, der einen kennt, der weiß, wann hier mal ein Zug kommt.
Inzwischen hat sich die Natur den Grünstreifen wieder zurückerobert, so dass Bilder von Zügen auf den Fernbahngleisen so gut wie nicht mehr umsetzbar sind. Bleibt die Berliner S-Bahn, welche auf diesem Abschnitt des Südrings fast die gesamte Bandbreite ihres Triebfahrzeugparks einsetzt. So sind in rascher Folge Züge der Baureihen 480, 481 und 485 zu sehen. Komplett ins Bild passt somit der abgebildete Vollzug der Baureihe 485, welcher soeben den S-Bahnhof Hohenzollerndamm verlassen hat.


Datum: 28.10.2021 Ort: Berlin Wilmersdorf [info] Land: Berlin
BR: 485 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte
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Na, wer zieht den Kürzeren...? :-)
geschrieben von: Leon (830) am: 29.10.21, 19:50 Top 3 der Woche vom 07.11.21
Sanitäre Entspannung, gefunden oberhalb der Berliner Hochbahn an einem düsteren Februartag des Jahres 1992.

Ebenso schwieriger wie heiterer Scan vom Kleinbilddia.

Datum: 15.02.1992 Ort: Berlin [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 31 Punkte

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Auch damals bimmelte es in Oschatz
geschrieben von: Leon (830) am: 26.10.21, 18:37
Das jüngst in die Galerie aufgenommene Bild aus Oschatz war natürlich nur das Warm-up für diese Aufnahme vom 19.03.1989. Gleiche Stelle, nur eine Lok-Nummer weiter. Und dennoch liegen über 32 Jahre, eine Wende und diverse Wahlen zwischen beiden Aufnahmen. Der Verkehr auf der parallelen Straße war genauso ruhig. Eine Buschreihe links des Gleises war nicht erkennbar; der Blick auf das Einfahr-Formsignal völlig frei. Bimmelnd kommt uns die 99 1585 mit ihrer mittäglichen Fuhre nach Mügeln entgegen. Das Haus zur Rechten hat einen neuen Anstrich bekommen, und die Zahl der Antennen ist auf ein Minimum reduziert, dafür die allgegenwärtige Salatschüssel auf dem Dach. Auch die Litfaßsäule sucht man heute leider vergeblich.
Aber dem Wirken der Döllnitzbahn und des "Wilden Roberts" ist es zu verdanken, dass die Strecke sowie der Betrieb erhalten geblieben ist - auch wenn das Dreischienengleis -so, wie es aussieht- heutzutage schon lange kein normalspuriges Fahrzeug mehr gesehen hat...;-) 1989 waren alle drei Gleise noch blank.

Scan vom Fuji 100-Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 27.10.21, 07:41

Datum: 19.03.1989 Ort: Oschatz [info] Land: Sachsen
BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Bing-bing durch Oschatz
geschrieben von: Leon (830) am: 25.10.21, 21:05
In letzter Zeit sind ja einige Bilder der sächsischen IV K in die Galerie aufgenommen worden. Meine kleine Serie der Döllnitzbahn möchte ich mit diesem Bild fortsetzen. Es zeigt die 99 584 mit ihrer Museumszuggarnitur der Döllnitzbahn am Beginn ihrer Ortsdurchfahrt von Oschatz, aufgenommen am 09.10.21. Der Zug hat seine Reise nach Mügeln soeben erst begonnen und passiert hier einige renovierte Altbauten. Pfeifend und bimmelnd geht es durch den Ort, und man ahnt eigentlich nicht, dass sich hinter dem Buschwerk das Form-Einfahrsignal vom Bahnhof Oschatz befindet...;-)

Datum: 09.10.2021 Ort: Oschatz [info] Land: Sachsen
BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Döllnitzbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Herbst in Charlottenburg
geschrieben von: Leon (830) am: 24.10.21, 20:55
Anlässlich des Jubiläums "150 Jahre Berliner Ringbahn" war heute der VT 95 der Berliner Eisenbahnfreunde unterwegs. Ab Berlin-Lichtenberg wurden zwei Runden auf dem Innenring angeboten, welche in Lichtenberg begannen und den Schienenbus auf den Gleisen der Ringbahn über Gesundbrunnen, Westend, Halensee, Tempelhof und Neukölln führten. Hinter Neukölln wurde der Ring verlassen; es ging aber dennoch als ringförmige Fahrt über Schöneweide, das Ostendgestell und Biesdorfer Kreuz wieder nach Lichtenberg.
Wir sehen hier die zweite Runde des Tages auf der herbstlich eingerahmten Brücke über den Charlottenburger Verbindungskanal, kurz vor Jungfernheide. Knapp hinter einer parallel fahrenden S-Bahn brummt hier der VT 95 mit seinem erkennbar kürzeren Beiwagen über den Kanal.

Datum: 24.10.2021 Ort: Berlin Moabit [info] Land: Berlin
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: BEF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Volles Rohr nach Kemmlitz
geschrieben von: Leon (830) am: 23.10.21, 14:44
Bleiben wir noch einen Moment auf der Döllnitzbahn - ein Begriff, den die Bahn früher bei uns nie geführt hat. Es hieß eigenltich immer nur: wir sind auf "Oschatz-Mügeln".
Bemerkenswert war eigentlich immer, welche umfangreichen Beförderungsleistungen die Bahn früher erbracht hat. Meist waren täglich drei Güterzugpaare zwischen Oschatz und Kemmlitz unterwegs, und häufig hat man an den Tagen vier Loks der Baureihe IV K unter Dampf angetroffen.
Fotografenfreundlich gut im Licht war immer die nachmittägliche Leistung von Mügeln nach Kemmlitz. Hier sehen wir diesen Zug, wie er am 18.03.90 dieses markante Gebäude in Kemmlitz passiert. Die 99 1582 gibt alles, um ihre Fuhre in den nahen Bahnhof von Kemmlitz zu wuchten.
Das Gebäude existiert heute noch. Es ist renoviert, auf dem Dach befinden sich Solarplatten, und es beherbergt heutzutage ein Café. Das Motiv als solches -ganz simpel an einem Bahnübergang- ist aber mittlerweile deutlich zugewachsen.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 18.03.1990 Ort: Kemmlitz [info] Land: Sachsen
BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Ein Tatra-Großzug vor dem Hauptbahnhof
geschrieben von: Leon (830) am: 22.10.21, 17:20
Kommen wir zur Tram nach Magdeburg. Hier macht der Straßenbahnbetrieb in den letzten Jahren sowohl durch die Einsätze der letzten Tatra-T6A2-Einsätze wie auch durch die Übernahme einiger KT4D-Wagen aus Berlin von sich reden, wie die Galerie sehr umfänglich zeigt. Die Zeit der Tatra-Großraumwagen der Reihe T4D ist schon einige Zeit vorüber, aber auch hier enthält die Galerie einige sehenswerte Aufnahmen.
Schrauben wir die Zeit zurück auf den 29.10.1988 – einen Termin, den Dampflokenthusiasten noch in Erinnerung haben dürften, fuhr doch an dem Tag zum Anlass des Dampfabschiedes der Baureihe 50.35 des Bw Halberstadt mit seiner ESt. Oschersleben ein Abschiedszug von Magdeburg nach Thale. Bevor es in Magdeburg losging, ergab sich die Gelegenheit, sich vor dem sehenswerten Portal des Magdeburger Hauptbahnhofes den dort eingesetzten Tatra-T4D-Großzügen zu widmen.
Magdeburg war 1978 der erste Straßenbahnbetrieb der DDR, welcher über einen typenreinen Tatra-Wagenpark verfügte. Wir sehen hier einen der zahlreichen Großzüge, wie er auf der Linie 12 nach Westerhüsen im Einsatz ist. Tatra-T4D wurden nach Dresden, Leipzig, Halle und Magdeburg geliefert. Dresden und Halle übernahmen den Anstrich nach Prager Vorbild in Elfenbein/rot, Leipzig und Magdeburg entschieden sich für den elfenbeinfarbigen Anstrich. Leipzig wählte hierzu einen blauen Zierstreifen aus; Magdeburg hingegen für einen grünen Zierstreifen.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 29.10.1988 Ort: Magdeburg [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Straßenbahn Magdeburg
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Heute in Mügeln
geschrieben von: Leon (830) am: 21.10.21, 20:54
Vor kurzem wurde ja mit dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie der Motivklassiker der Döllnitzbahn am Schloss Ruhetal in Mügeln aufgenommen. Von meiner persönlichen „Zeitreise“ zur Strecke von Oschatz über Mügeln nach Kemmlitz hatte ich bereits berichtet. Als Galerievorschlag erfolgt nunmehr der fast gleiche Standpunkt, aufgenommen im Rahmen der Fahrtage des „Wilden Roberts“ am 09.10.21. Wiederum schraddelt mit der 99 584 die selbe IV K wie bereits 1989 auf den Betrachter zu, am Haken jedoch keine Güterwagen zum Kaolinwerk Kemmlitz, sondern eine nicht minder sehenswerte Personenzuggarnitur, wie sie bis zur Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts auf dem Mügelner Netz unterwegs war.
Wir sehen, wie sich im Laufe der gut 30 Jahre die Vegetation verändert hat und zur belaubten Jahreszeit nur noch den oberen Teil des Turmes vom Schloss Ruhetal in Mügeln freigibt. Drei Fotografen nehmen am 09.10.21 in etwas beengter Position auf recht wackeligen Leitern die Vorbeifahrt des Zuges auf seinem Weg nach Kemmlitz ab.
Ein weiterer Einst- und Jetzt-Vergleich dieser sehenswerten Schmalspurbahn wird folgen. Coming soon..! ;-)


Datum: 09.10.2021 Ort: Mügeln [info] Land: Sachsen
BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Döllnitzbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Damals in Mügeln
geschrieben von: Leon (830) am: 20.10.21, 13:52
Vor wenigen Wochen sollte uns eine Fototour ins herbstliche Elstertal führen. Ziel war es, den normalen Diesel-Planverkehr zwischen Gera und Greiz einzufangen. Leider breiteten sich zum Morgen südlich von Leipzig ausgedehnte Nebelfelder aus, die zum frühen Vormittag in eine fast geschlossene Wolkendecke übergingen. Wir haben dann unser Programm völlig umdisponiert, und es hieß, dass an diesem Wochenende auf dem "Wilden Robert" Musumszugeinsätze mit einer IV K stattfinden sollten. Nun gut, bevor man den Tag im Trüben verbringt, haben wir uns entschlossen, nach Mügeln zu fahren - einer Schmalspurbahn, die ich letztmalig im Jahr 1991 besucht habe, sprich vor 30 Jahren. Nun muss ich dazu sagen, dass das Thema "Dampf" für mich eigentlich gedanklich fast völlig abgeschlossen ist. Ich ließ mich auf den Vorschlag meiner Mitreisenden ein und dachte mir: machste mal eine Revival-Tour nach Mügeln, um zu sehen, was sich in 30 Jahren so alles verändert hat. Das Elstertal war für heute gedanklich abgehakt, und als erstes fiel mir die Ortsumgehung von Mügeln auf; mit einer Zufahrt zum Bahnhof, die ich völlig anders in Erinnerung hatte. Wir sind dann den Rest des Tages dem "Wilden Robert" treu geblieben, und der Tag lebte eigentlich nur von dem gefühlten Vorher-nachher-Vergleich. Der dort eingesetzte Zug mit seiner 99 584 sowie einigen Personenwagen, die teilweise eine DR-Beschriftung besaßen, sah schon recht ansprechend aus, auch wenn ich "Oschatz-Mügeln" nur mit Güterverkehr erlebt habe. Ich ließ dann den Tag mit seinem Museumsbetrieb, der wirklich urigen Lok und all dem Drumherum einfach auf mich wirken, einfach die Atmosphäre einfangen. Bei fast jedem Fotopunkt stellte ich mir die Frage: wie sah das auf deinen Dias zu Reichsbahnzeiten aus? Nun, als persönlicher Fan der Einst- und jetzt-Vergleiche in Verbindung mit der Gnade der frühen Geburt (...;-) ) habe ich zu Hause nach der Tour die Kleinbilddias herausgekramt - die ich bestimmt seit gefühlt 30 Jahren nicht in der Hand hatte, so weit ist das Thema weg.
Wir hatten auf der Rückfahrt eine recht kontroverse Diskussion nach dem "Wert" der heute entstandenen Aufnahmen. Natürlich sind diverse sehr ansprechende Aufnahmen entstanden. Aber der eigentliche Clou liegt zumindest für mich persönlich im Erleben einer Zeitreise und im Vergleich der vielfältigen Änderungen, sei es das Erscheinungsbild der Ortschaften, der Anstriche der Häuser, der Flut an Straßenschildern, der "Westwagen"...man kann gar nicht alles aufzählen.
Besonders beeindruckt hat mich, wie sehr der Klassiker der Strecke mit dem Schloss von Mügeln heutzutage zugewachsen ist - und wie wenig sich im Bw-Bereich von Mügeln mit seinen putzigen Stellwerken verändert hat. Ich darf daher zu einer Reise in den März 1989 einladen, einige Monate vor der Wende. Auch damals wurde der gesamte Tag auf Oschatz-Mügeln verbracht. Drollige kleine Loks mit ihrem Meyer-Triebwerk ziehen ihre Wagen zu diversen Anschließern, insbesondere zum Kaolin-Werk in Kemmlitz. Und bereits damals war die oben erwähnte 99 1584 im Einsatz, wie sie ihre Fuhre am Nachmittag des 19.03.89 am Schloss von Mügeln gen Kemmlitz zieht, vorbei an zwei Fotografen auf klapprigen Holzleitern...:-)

Die gleiche Nummer etliche Jahre später - aber auch schon von 2012: [www.drehscheibe-online.de]
Die Stelle heute: coming soon...;-)

Datum: 19.03.1989 Ort: Mügeln [info] Land: Sachsen
BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Der Herr der Zweiachser - die zwei Türme
geschrieben von: Leon (830) am: 19.10.21, 14:17
Kommen wir zur Straßenbahn Halberstadt. Dieser beschauliche Straßenbahnbetrieb mit seinen Linienführungen entlang herrlicher Fachwerkhäuser in der Vogtei und in der Gröperstraße machte in den letzten Jahren durch den Betrieb mit den neuen „Leolinern“ auf sich aufmerksam, welche außer in Halberstadt nur in Leipzig zu finden sind. Auch von den hier nach der Wende eingesetzten GT 4-Esslingern aus Stuttgart und Freiburg sind bereits zahlreiche sehenswerte Aufnahmen in der Galerie enthalten.
Schrauben wir die Zeit ein paar Jahre zurück in den April 1988. Der Betrieb wurde mit einem Sammelsurium an Gothaer Einrichtungs- und Zweirichtungswagen nebst Beiwagen sowie Reko-Wagen durchgeführt, teilweise mit Gothaern, die aus Cottbus nach Halberstadt abgegeben wurden und noch im rot-weißen Cottbusser Farbschema unterwegs waren. Am fast menschenleeren Sonntagmorgen des 10.04.1988 kommt uns unweit St. Martini, der ungewöhnlichen Kirche mit den zwei unterschiedlichen Türmen, mit der Betriebsnummer 28 ein einzelner Rekowagen auf dem Weg zum Holzmarkt entgegen. Der 10.04.88 war wieder so ein Tag, der in erster Linie der Dampftraktion mit den Halberstädter und Oscherslebener 50.35 galt. Aber den Reko-Zweiachser konnten wir uns vor der Kirchenkulisse in Halberstadt nicht entgehen lassen!

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 10.04.1988 Ort: Halberstadt [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Straßenbahn Halberstadt
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Der Bromberger
geschrieben von: Leon (830) am: 06.10.21, 20:13
Bei unseren Exkursionen zur Görlitzer Straßenbahn sind uns auch zwei Museumsfahrzeuge über den Weg gelaufen. Während im Depot ein historischer WUMAG-Wagen mit der Nummer 23 aus dem Jahr 1928 vor dem Schuppen stand, drehte ein viel älteres Fahrzeug seine Runden und kam uns unweit des Hauptbahnhofes vor die Linse: wir sehen hier den Museums-Triebwagen Nr. 29 von 1897, gebaut von der Firma Steinfurt in Königsberg mit Technik von AEG. Dieser Wagen wurde ursprünglich für die Straßenbahn der Stadt Bromberg (heute Bydgoszcz) angefertigt; baugleiche Wagen kamen nach Görlitz. Im Jahr 1905 fand in Görlitz die Niederschlesische Gewerbe- und Industrieausstellung statt, für die ein Zubringerverkehr eingerichtet wurde. Da die vorhanden Fahrzeuge nicht ausreichten, wurden Triebwagen von anderen Betrieben ausgeliehen. Nach dem Ende der Ausstellung verblieb der Bromberger Wagen in Görlitz und wurde später als Arbeitswagen eingesetzt. In dieser Funktion blieb er bis zum Ende der 60er Jahre, bevor er für die 900-Jahr-Feier der Stadt Görlitz im Jahr 1971 wieder weitgehend in den Ursprungszustand versetzt wurde. Seitdem ist er als historisches Fahrzeug im Besitz der Staßenbahn Görlitz und kommt bei besonderen Anlässen zum Einsatz.

Den WUMAG-Wagen mit der Nummer 23 fanden wir im Jahr 1991 in dem gleichen beigen Farbton vor, in dem auch die Gotha- und Rekowagen gehalten waren. Mittlerweile hat er eine deutlich auffälligere, zitronengelbe Farbe erhalten. Auch dieses Fahrzeug ist bei entsprechenden Anlässen immer wieder im Einsatz.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 13.04.1991 Ort: Görlitz [info] Land: Sachsen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Straßenbahn Görlitz
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Ein "Gothaer" zwischen Görlitzer Häuserfassaden
geschrieben von: Leon (830) am: 05.10.21, 17:42
Bleiben wir noch einen Moment in Görlitz und genießen die herrlichen Häuserfassaden. Hier durchfährt mit der Nummer 24 ein weiterer Gotha-T2-62-Einrichtungswagen nebst passendem Beiwagen die Kunnerwitzer Straße. Im Hintergrund liegt der Görlitzer Hauptbahnhof, dessen Gleisanlagen die Straßenbahn vor wenigen Augenblicken unterquert hat. Das Gespann ist am 13.04.91 auf der Linie 2 zur Landeskrone unterwegs. Damals existierten in Görlitz noch drei Linien, von denen die Linie 3 zur Virchowstraße nur mit Solo-Zweirichtungstriebwagen bedient wurde. Heute findet man in Görlitz zwei Linien, welche in der Innenstadt parallel laufen, sich an den Stadträndern jedoch teilen: die Linie 1 verläuft vom Einkaufs- und Gewerbepark "Neißepark" nach Weinhübel, die Linie 2 vom Neubaugebiet Königshufen zur Landeskrone.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 13.04.1991 Ort: Görlitz [info] Land: Sachsen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Straßenbahn Görlitz
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Im Gothaer Einrichtungswagen durch Görlitz
geschrieben von: Leon (830) am: 04.10.21, 14:36
Görlitz war und ist so eine Stadt, bei der sich an fast jeder Straßenecke ein neues Motiv mit herrlichen Altbauten auftut. Wir sehen hier ein Gespann, gebildet aus dem Gothaer Einrichtungswagen der Bauart T2-62 mit der Nummer 18, sowie einem Reko-Beiwagen. Von den T2-62 gab es bis zur Wendezeit in Görlitz 11 Wagen, von denen die letzten fünf erst 1977-84 aus Halle kamen. Das Gespann ist -noch im Stadtzentrum von Görlitz- auf der Biesnitzer Straße auf der Linie 2 zur Landeskrone unterwegs. Die Biesnitzer Straße wird sogleich in die Straße der Roten Armee übergehen, welche heute wieder Promenadenstraße heißt. Die Bebauung entlang der Straße wird von geschlossenen Häuserfassaden zu einer Allee mit einzeln stehenden Gebäuden wechseln, bevor sich an der Endstelle Landeskrone ein Gleisdreieck befindet.

Man beachte bei der Aufnahme vom 13.04.1991 nicht nur die diversen PKWs aus DDR-Produktion. Auch der mintgrüne VW Jetta ist mittlerweile aus dem Straßenbild fast völlig verschwunden und höchstens noch bei Oldtimer- und Youngstertreffen zu finden.
Leider ist von den Gotha- und Reko-Wagen in Görlitz kein Fahrzeug in den Museumsbestand der Straßenbahn aufgenommen worden. Dennoch finden sich als historische Fahrzeuge zwei sehr interessante Wagen im Bestand...;-) Coming soon!

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 13.04.1991 Ort: Görlitz [info] Land: Sachsen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Straßenbahn Görlitz
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Die Litfaßsäule an der Jägerkaserne
geschrieben von: Leon (830) am: 03.10.21, 11:41
Kehren wir wieder zurück nach Görlitz. Hier gab es nicht nur einen reichhaltigen Fahrzeugpark an Gotha-Einrichtungs- und Zweirichtungswagen mit Gothaer Beiwagen sowie Reko-Beiwagen, sondern auch einige Tatra-KT4D. Der erste Tatra-Wagen kam 1983 nach Görlitz, und mit der Erweiterung des Streckennetzes in das Neubaugebiet Königshufen wurde der Bestand an Tatra-Wagen ab 1987 sukzessive erhöht, teilweise durch Umsetzungen aus Erfurt und Cottbus.
Wir waren bei unseren Exkursionen zur Straßenbahn zunächst nur auf die Zweiachser fixiert. Somit ist dieses Bild tatsächlich ein "Beifang im Beifang", denn der Tag hatte eigentlich einige Dampfzüge mit der 03 001 und 01 2137 zwischen Dresden und Görlitz im Programm. Hier sehen wir bei unserem Abstecher zur Straßenbahn den KT4D 008 auf der Linie 1 zum Haus der Jugend, dem sogleich ein Gotha-Zweirichter folgen sollte. Der KT4D passiert das riesige Gebäude der Jägerkaserne, in welchem heute das Rathaus, die Stadtverwaltung sowie weitere Ämter untergebracht sind. Das Gebäude wurde zwischenzeitlich saniert, hat aber seine dunkle Fassade behalten, wenn auch das bereits in anderen Bildern erwähnte "Antennenballett" auf dem Turm nicht mehr existiert. Aber die alte Litfaßsäule steht heute noch - und man kann auch heutzutage mit modernisierten Tatras durch Görlitz fahren! Dort, wo der Fotograf steht, liegt heute ein Kreisverkehr. Aber das Motiv als solches ist auch heutzutage noch möglich.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 13.04.1991 Ort: Görlitz [info] Land: Sachsen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Straßenbahn Görlitz
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Rottluff
geschrieben von: Leon (830) am: 02.10.21, 19:32
Bleiben wir noch einen Moment in Karl-Marx-Stadt und kommen wir in die Außenbezirke. Hier dominieren weniger die herrlichen Häuserzeilen, sondern die Gegend ist eher durch Industriegebäude geprägt. Wir sehen erneut das Gespann aus dem Triebwagen 334 und seinem Beiwagen 584, wie es seine Endstelle in Rottluff erreicht hat und eine Brücke unterquert, über die eine Gleisverbindung von Wüstenbrand nach Küchwald führt. Dem Gespann folgt im Hintergrund ein Ikarus-Bus. Die Straßenbahn wird sogleich eine Wendeschleife durchfahren und die Rückfahrt zur Zentralhaltestelle antreten.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 10.05.1988 Ort: Chemnitz Rottluff [info] Land: Sachsen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Straßenbahn Karl-Marx-Stadt
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Das Tonnendach
geschrieben von: Leon (830) am: 30.09.21, 20:56
Nach der erfreulich positiven Resonanz auf die beiden Straßenbahnbilder aus DDR-Zeiten möchte ich die Serie fortsetzen, und wir bleiben noch einen Moment in Karl-Marx-Stadt. Am 10.05.1988 haben wir einige Stunden an der Linie 3 nach Rottluff verbracht, und es passiert natürlich das, was man immer wieder erlebt: man schaut sich seine Bilder viel zu selten an! Damals dachte ich mir: gut, haste ein paar alte Trambahnen erwischt, mal mit Gothaer Beiwagen, mal mit Vorkriegs-Beiwagen. Sehen ja eh alle gleich aus…Heute, 33 (!) Jahre später, schaut man sich die Bilder etwas genauer an. Nicht nur, um neben den Trambahnen auch weitere DDR-Relikte zu erspähen oder sich allein die Trabbis und Wartburgs anzuschauen, sondern bei genauerer Betrachtung stellt man auch fest, dass eben nicht alle Trams gleich aussehen. Haben wir beim vorigen Bild mit dem Wagen 334 einen Zweiachser der Serie 17 von 1929 von Busch/ Bautzen erwischt, so sehen wir hier mit dem Wagen 317 einen Zweiachser anderer Bauart der Serie 15, ebenfalls von Busch/ Bautzen aus dem Jahr 1928; damals die erste Serie in Chemnitz, welche mit Tonnendach abgeliefert wurde. Von seiner Gesamtlänge war die Serie 15 einen Tick kürzer als die Serie 17, aber dennoch bis zur Betriebseinstellung im November 1988 im Einsatz.
Das urige Tram-Gespann auf seinem Weg zur Zentralhaltestelle passiert hier soeben eine weitere fotogene Häuserzeile, und wir sehen eine Zusammenstellung aus Vorkriegstriebwagen und einem Gothaer Beiwagen T2-62, welcher für die Spurweite von 925 mm umgerüstet wurde.
Und wiederum fällt auf den Altbauten der Antennenwald auf. Dass ich damals die vorderen Antennen nicht komplett im Bild hatte – wer dachte 1988 an eine Galerie..? ;-) Darüber hinaus beweist dieses Bild, warum ein Kleinbildfotograf nie neben dem begleitenden Fotokollegen mit 6x6-Technik stehen darf. Doch diese Erkenntnis reifte erst ein paar Jahre später…

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 10.05.1988 Ort: Chemnitz [info] Land: Sachsen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Straßenbahn Karl-Marx-Stadt
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 22 Punkte

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Auf schmaler Spur durch Karl-Marx-Stadt
geschrieben von: Leon (830) am: 29.09.21, 17:40
Bleiben wir noch eine Weile bei den Straßenbahnbetrieben zu DDR-Zeiten. Eine der interessantesten Straßenbahnlinien, welche bis zum Schluss mit Vorkriegsfahrzeugen betrieben wurde, war in Chemnitz die Linie 3 nach Rottluff als Rest des ehemaligen 925mm-Netzes. Vom Betrieb der Straßenbahn Chemnitz auf Normalspurgleisen sind ja bereits einige sehenswerte Bilder in der Galerie enthalten. Längst vorbei ist jedoch der Betrieb auf einer sehr ungewöhnlichen Spurweite. Doch wie kam es dazu?
Im Jahr 1879 wurde der Auftrag zum Bau und Betrieb einer Pferdeeisenbahn an einen englischen Ingenieur vergeben, woraufhin eine Spurweite von drei englischen Fuß verwendet wurde; dies entspricht ca. 915 mm. Man stellte schnell fest, dass diese Spurweite recht unglücklich gewählt wurde, konnte sich dann aber nur auf eine Erweiterung um 10 mm einigen, so dass über Jahrzehnte in Chemnitz eine Spurweite von 925 mm bestand, für welche später von verschiedenen Firmen Straßenbahnfahrzeuge geliefert wurden. Erst in den 50er Jahren fing man an, erste Linien auf Normalspur umzuspuren, mit dem Ergebnis, dass die letzte Schmalspur-Straßenbahnlinie erst am 06.11.1988 eingestellt wurde. Da eine Lieferung modernerer Straßenbahn-Triebwagen in dieser ungewöhnlichen Spurweite technisch scheiterte, waren bis zur Betriebseinstellung noch die Vorkriegsfahrzeuge der Baujahre 1928/29 unterwegs. Lediglich einige Gotha-Beiwagen konnten für 925 mm bereit gestellt werden.
Eine Einreise führte uns im Mai 1988 in die Gegend um das damalige Karl-Marx-Stadt, natürlich zunächst zur 50.35 auf St. Egidien-Oelsnitz. Nachdem der Zug im Sack war, haben wir uns entschlossen, statt der sonst an dieser Stelle üblichen Verfolgung der Sandzüge im Muldetal einen Abstecher nach Karl-Marx-Stadt zu machen, um uns den 925mm-Betrieb anzuschauen. Herausgekommen sind diverse Aufnahmen von bereits damals 60 Jahre alten Straßenbahnen vor passender Kulisse.
Wir sehen ein Gespann aus dem Triebwagen Nr. 334, gebaut 1929 von Busch/ Bautzen mit AEG-Technik,und dem Beiwagen Nr. 584 aus der Sächsischen Waggonfabrik Werdau auf dem Weg nach Rottluff, wie es durch die Außenbezirke Richtung Endhaltestelle rumpelt. Auch wenn die Gleise seit der Betriebseinstellung im November 1988 längst demontiert sind, lässt sich über Tante Gugel der Fotopunkt in der Limbacher Straße an Hand der Häuserzeilen noch ausmachen. Und auch einige dieser Straßenbahnfahrzeuge sind heute noch im Straßenbahnmuseum im ehemaligen Depot Kappel zu bewundern.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 10.05.1988 Ort: Chemnitz [info] Land: Sachsen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Straßenbahn Karl-Marx-Stadt
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 22 Punkte

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Damals, auf der Linie 3 zur Virchowstraße
geschrieben von: Leon (830) am: 28.09.21, 18:35
Görlitz - bis heute bekannt für seine historische Altstadt. Häuser verschiedener Epochen und Architekturstile können hier bewundert werden. Dem Trambahn-Interessierten ist die Stadt an der polnischen Grenze bekannt für ihre Tatra-Einsätze. Wenngleich die Tatras heute alle mit Ganzreklame durch die Stadt kurven, gibt es mit den sehenswerten und restaurierten Häuserfassaden zahlreiche sehr ansprechende Motive.

Schrauben wir die Zeit zurück auf den September 1989. Nur noch wenige Wochen sollten bis zur Wende vergehen, "Birne" wird blühende Landschaften versprechen. Aber erinnern wir uns: Görlitz hatte bereits zu DDR-Zeiten eine sehenswerte Altstadt. Damals gab es nur ganz wenige Tatras in der Stadt. Auf den Linen rumpelten Gotha-Zweiachser in Ein- und Zweirichtungsversion über die Gleise, teilweise mit Reko-Beiwagen, vorbei an Häuserfassaden, auf welche heute der Filmpark Babelsberg voller Neid blicken würde. Und wir Eisenbahnfreunde? Früher galten fast alle sogenannten "Einreisen" der Dampftraktion. Aber gottseidank sind bei einigen Touren neben zahllosen 50.35 und 52.80 auch diverse Bilder von Straßenbahnen entstanden - aus heutiger Sicht u.U. sogar die interessanteren Zeitdokumente, zeigen sie doch den DDR-Alltag, wie er tatsächlich war. Was sehen wir? Einen Konsum-Lebensmittelladen. Einen Trabant P 50 oder 60. Zwei Motorräder, bei denen ich mir die Erkennung des Fabrikats aus Respekt nicht anmaße. Inmitten ein Gotha-Zweirichtungs-Zweiachser auf der Linie 3 zur Virchowstraße. Der Historiker findet mit Sicherheit noch weitere stilbildende Elemente.
Gotha-Wagen findet man heute noch in einigen Museumsbeständen - von den Straßenbahnbetrieben in Woltersdorf und der Kirnitzschtalbahn mal abgesehen. Aber die Kulissen sind nicht mehr da. Das quietschende Geräusch in den Kurven. Das Klingeln vor der Abfahrt. Alles hat seine Zeit...;-)

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 17.09.1989 Ort: Görlitz [info] Land: Sachsen
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Straßenbahn Görlitz
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 23 Punkte

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Ein Frecciabianca-Zug in Manarola
geschrieben von: Leon (830) am: 27.09.21, 19:40
Manarola...schon wieder, könnte man sagen. Nun, das Motiv ist bereits fünf Mal in der Galerie enthalten - aber bislang fast nur mit Güterzügen. Und just parallel mit den Ergebnissen von meinem Kurzurlaub zur ligurischen Küste taucht diese Aufnahme von Dennis auf: [www.drehscheibe-online.de] .Sie zeigt einen slowenischen Triebwagen der Reihe 310, welcher der dritten Bauserie der Pendolino-Triebzüge entstammt. Aus dieser Serie entstammten später auch die Cisalpino-Züge sowie weitere Züge für Finnland, Spanien, Portugal, Tschechien und Slowenien. Und eben aus dieser Bauserie stammt auch der abgebildete Triebzug der Baureihe ETR 460 von Trenitalia, welcher mittlerweile die aktuelle Frecciabianca-Lackierung erhalten hat und entlang der Küstenstrecke mehrmals täglich auf der Verbindung von Milano oder Torino nach Roma zu sehen ist. Hier rauscht am Abend des 11.09.21 der Frecciabianca-Zug 8620 von Roma Termini nach Milano Centrale durch den bekannten Ferienort von Cinque Terre.

Lokbespannten Reisezugverkehr sieht man an dieser Stelle nur noch in Form der E 464 mit ihren Wendezügen, wobei meinen Beobachtungen zufolge an der Küstenstrecke die Loks ausschließlich Richtung Genua vor den Zügen hängen. Die IC-Dienste werden meist aus den "Triebzügen" der E 414 gebildet, und bei den wenigen IC-Wendezügen benötigt man ein wenig Glück, damit der Zug mit der lokbespannten Seite ins Motiv fährt.

Datum: 11.09.2021 Ort: Manarola [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR460 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Sonnenaufgang in Zoagli
geschrieben von: Leon (830) am: 22.09.21, 21:12
Das Stadtviadukt von Zoagli ist bereits mit mehreren Aufnahmen in der Galerie enthalten. Eine recht ähnliche Aufnahme der Vormittagsansicht sehen wir auf diesem Bild: [www.drehscheibe-online.de] . Am Morgen des 12.09.21 kroch die Sonne jedoch erst Minuten vor der Vorbeifahrt eines IC-Zuges über den Berg, und man konnte quasi mitzittern, ob die Sonne bis zur geschätzten Vorbeifahrt gegen 08.30 Uhr den Gleisbereich des Viaduktes erreichen würde. Hier einen lokbespannten Zug zu erwischen gilt mittlerweile als ambitioniert und ist eigentlich nur mit einem Güterzug möglich. Die vormittäglichen Intercityzüge werden mit den Triebköpfen der Baureihe E 414 bespannt, und die Regionalzüge haben ihre E 464 auf der anderen Seite oder verkehren als "Rock". Und meinen Beobachtungen nach ist der Güterverkehr auf der ligurischen Küstenstrecke vormittags äußerst mager und lebt eigentlich erst zum Nachmittag auf. Daher mag für diesen Blick eine E 414 mit dem IC 651 von Milano Centrale nach Livorno Centrale herhalten, welche knapp nach vollständiger Ausleuchtung der Gleislage durchs Bild huschte - keine Minute zu früh..;-)

Datum: 12.09.2021 Ort: Zoagli [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E414 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Campomorone als Verlegenheitslösung
geschrieben von: Leon (830) am: 21.09.21, 17:46
Auf der Strecke über den Giovi-Pass von Genua ins Inland findet sich gleich hinter der Hafenstadt dieses mächtige Viadukt, welches bereits aus mehreren Perspektiven in sehenswerten Bildern in der Galerie enthalten ist. Natürlich stand dieses Motiv ganz oben auf der Hitliste unsers Kurzurlaubes. Daher wurde bereits der vormittägliche Blick auf das Viadukt in das Programm eingearbeitet. Dort angekommen, rollte zunächst eine Art Skl über die Brücke und ließ Böses ahnen. Nach einer Stunde vergeblicher Wartezeit ohne weiteren Zug sind wir wieder von dannen gezogen und haben unser Glück dann wieder an der Küstenstrecke probiert. In Zoagli trafen wir zwei italienische Hobbyfreunde, welche uns nach kurzer Recherche erklärt haben, dass der Verkehr über den Giovi-Pass an diesem Vormittag vorübergehend unterbrochen wurde und die Züge von Genua Richtung Norden die parallele Strecke über die Linea Vecchia dei Giovi nehmen würden, bevor der Verkehr ab mittags wieder über den Pass laufen würde...tolle Nummer; shit happens..:-( Also wurde nach Zoagli sowie dem Stadtviadukt von Recco das Viadukt am Nachmittag erneut aufgesucht, und bereits bei unserer Ankunft im Ort rauschte ein Zug über das Viadukt hinweg....läuft..! ;-) Jetzt ging es nur noch darum, den Weg zum erhöhten Aussichtspunkt zu finden. Die einspurige Serpentinenstraße nach oben sah natürlich so gut wie keine Haltebuchten vor. Irgendwann ergab sich dann aber eine Gelegenheit, das Fuzzmobil abzustellen und die letzten Meter per pedes zurückzulegen. Natürlich rauschte auf diesem Weg ein Kesselzug mit einer E 652 im aktuellen Lackschema über die Brücke, der gerade noch so eingefangen werden konnte. Einige Meter höher sind wir dann an dem Punkt angekommen, an welchem das Viadukt deutlich beeindruckender sichtbar war. Innerhalb einer gepflegten Stunde wurde dann auf so ziemlich alles draufgehalten, was über das Viadukt rauschte: Regios mit E 464, IC´s und Nachtzüge mit E402, weitere Güterzüge mit mehr oder weniger beschmierten Loks - aber alle Bilder hinterließen trotz der Imposanz den Eindruck, dass man auf Grund der hellen Häuser im Hintergrund drei Mal hingucken musste, was für eine Baureihe eigentlich gerade das Viadukt passiert hat. Und im Nachhinein hat mir der blaue Kesselzug gar nicht so schlecht gefallen, denn er hebt sich recht ansprechend vom grünen Hintergrund ab. Daher möchte ich ihn als Vergleichsbild zu dieser Aufnahme vorschlagen: [www.drehscheibe-online.de]

Zuletzt bearbeitet am 21.09.21, 17:48

Datum: 13.09.2021 Ort: Campomorone [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E652 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

2 Kommentare [»]
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