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"Re: Ein Feuerwerk der Farben"
geschrieben von: MAT (4) am: 02.12.21, 22:19
Als Erwiederung auf das "Feuerwerk der Farben" von Frank H vom 26.11.2021 möchte ich hier den Blick in die Gegenrichtung zeigen.
WRS 225 004 fährt nach einem zweitägigen Hunsrückquerbahnausflug am Abend des 4. Juni 2021 wieder heim gen Karlsruhe. Eine halbe Stunde zuvor passierte sie mit ihren 5 (überaus hässlichen) E-Wagen noch als für lange Zeit letzte Zugfahrt das Einfahrtsignal G und schlängelte sich zum Fahrtrichtungswechsel in den Langenlonsheimer Bahnhof. Interessant ist die Kilometrierung km 1,0. Das ist doch niemals ein Kilometer bis zur heutigen Abzweigweiche der Strecke nach Stromberg von der Nahestrecke! Vermutlich ist die angegebene Entfernung darauf zurückzuführen, dass einst ein "drittes" Streckengleis bis zum ehemaligen Hunsrückbahnsteig führte (der war südlich des heutigen Bahnsteig 1), an dem die Kilometrierung der Hunsrückquerbahn begann.

Datum: 04.06.2021 Ort: Langenlonsheim [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 215,225 Fahrzeugeinsteller: WRS
Kategorie: Zug schräg von vorn

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Coladose
geschrieben von: Frank H (332) am: 03.12.21, 20:36
Ich habe zwar keine ungarischen NOHABS in meinem Archiv, aber andere runde Loks, sogar mit Latz ;)

Doch eines vorweg: die nachfolgenden Worte können dezente Spuren an Subjektivität enthalten, doch ich habe die Vergewaltigung der 103 ins orientrote Farbschema immer als die größte Designsünde an einer Lokomotive seit dem Jahr 1835 empfunden! „Rollende Coladose“ war noch eine sehr wohlwollende Bezeichnung!

Eine 103 musste bordeauxrot-beige sein, basta, und die Momente, in denen ich trotzdem ausgelöst habe, waren mehr dem dokumentarischen Pflichtbewusstsein als der inneren Überzeugung geschuldet. Nur so ist es dann auch zu erklären, dass für die 103 212 in Rheindiebach, noch dazu mit Beule, ein Dia geopfert wurde, ein klassischer Beifang am letzten Einsatztag der Lufthansa – 403.

Und heute? Wieder so ein Bild, über das ich recht froh bin, nicht nur wegen der immerhin noch mit Pufferhülsen und originalem DB – Keks ausgestatteten 103, auch der Wagenpark des vermeintlichen Eurocities in den vielfältigsten Farbvarianten ist eine längere Betrachtung wert. Auch den Blick über den Rhein auf die Ortschaft Lorchhausen kann man an dieser Stelle, Dank der mittlerweile ordentlich gewachsenen Bäume, nicht mehr so unbeschwert genießen, wobei sich die katholische Kirche St. Bonifatius schon damals sehr gut gegen den Hintergrund getarnt zeigte.

Viele Jahre später fuhr mir an dieser Stelle dann eine 103 vor die Linse, die meinen Vorstellungen schon eher entsprach, lustigerweise wieder mit österreichischen Wagen am Haken: [www.drehscheibe-online.de]

Mit diesem Bildvorschlag sollen die „Latzwochen“ in der Galerie um eine weitere Baureihe ergänzt werden. Wer möchte den Ball weiterspielen?


Scan vom Kodachrome 64 KB - Dia

Zuletzt bearbeitet am 05.12.21, 11:54

Datum: 22.05.1993 Ort: Rheindiebach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 103 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Unterhalb der wuchtigen Felsklippe Rossstein
geschrieben von: Sammelschiene (14) am: 02.12.21, 20:21
befinden sich die sehenswerten Tunnelportale des Roßsteintunnel. Neben den vielen beeindruckenden Burgen und Schlössern des Rheintales gibt es auch Kleinode, die bei all den Superlativen nicht mithalten können. So sieht es mit der namenlosen Kapelle oberhalb jener Tunnelportale aus. Sie soll hier auch einmal erwähnt sein. Als Fabrtupfer wurde der alltägliche Regionalexpress verwendet, der an diesem Tag zur Sicherheit gleich mal zwei Lokomotiven verpasst bekommen hatte. Leider war der Angler ganz rechts im Bild kamerascheu. Ich konnte ihn nicht mit ins Bild mit einbauen. Es blieben nur die beiden Angelruten.

Bei den Positionsdaten weiß ich nicht, wie ich mich festlegen soll. Standort ist Oberwesel. Motiv Gemeindegebiet von Kaub.

Scan vom Kleinbild-Dia

Zuletzt bearbeitet am 02.12.21, 20:23

Datum: 13.10.2001 Ort: Kaub [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Ausflugspappe in der Südwestpfalz
geschrieben von: 215 082-9 (380) am: 30.11.21, 17:37
Auf der Wieslauterbahn findet nur saisonal und dann lediglich an drei Tagen in der Woche Verkehr auf der Schiene statt.

Am 24. Oktober 2021 stattete ich der Nebenbahn auch mal einen Besuch ab, da das herbstliche Umfeld und die weder zu hoch, noch zu tief stehende Sonne einen rundum gelingenden Tag versprachen.

Eines meiner Wunschmotive war der Felsblick nahe Dahn Reichenbach, welcher jedoch ganz schön zugewachsen war. Zum Glück hatte ich noch über eine Stunde Zeit und so wurde der große Busch an der Brücke mit großer Mühe weggeholzt, worüber sich dann auch die anderen anwesenden Fotografen erfreuten ;-)

Gegen viertel nach eins betrat dann der recht ausgeblichene 628 453 die Bühne. Er pendelte nach seiner Ankunft aus Karlsruhe bis zum Nachmittag zwischen Bundenthal und Hinterweidenthal. Hier als RB 12325 Bundenthal-Rumbach - Hinterweidenthal Ost.

Datum: 24.10.2021 Ort: Dahn Reichenbach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Den Berg hinauf, vorbei am gelben Blütenmeer!
geschrieben von: JH-Eifel (31) am: 30.11.21, 18:12
Im Oktober 2021 feierte die Meterspurige Bahn ihr 120-jähriges Jubiläum im Angedenken an die Eröffnung der ersten Streckenabschnitte am 14.01.1901. Ich würdigte dieses Jubiläum bereits mit dem Bild der D1 auf dem Oberzissener Viadukt, am Abend des gleichen Tages: [www.drehscheibe-online.de] Die heute 17,5 Kilometer langen Vulkan-Express-Strecke (Brohl-Engeln), welche in Oberzissen in einen steilen Streckenabschnitt (1:20) übergeht ist eine der steilsten Adhäsionsbahnen in Deutschland. Beim Bahnhof Englen wurden vom Rhein an etwa 400 Höhenmeter überwunden. Auf dem heute letzten steilen Bergabschnitt hatten bei diesem Jubiläum die Dieselloks das Sagen. Sehr gut zu erkennen ist, wie sich die D5 mit Ihrem P55 nahe des kleinen Örtchens Fußhölle, die Steigung zwischen Brenk und Engeln (Kempenich) hinaufkämpft. Die Steigung hinauf in die Vulkaneifel ist auf dem Bild durch die Seitenansicht deutlich zu erkennen.

Am Sonntag, den 10. Oktober 2021, um 12:51 Uhr brummte die Henschel D5 (Fabriknummer 31004) zum jetzigen Endbahnhof Engeln hinauf. Die vierachsigen Loks nutzen die Gleise und Räder weniger ab, als die kleinen Stangenloks. Seit dem 24.09 2008 ist diese vierachsige Lok mit Ihren 1.200 PS auf der Borhltalbahn im Einsatz. Vor allem bei dem auf der Borhltalbahn bis Brenk noch vorkommenden Phonolith-Güterverkehr bestand großer Bedarf an einer solchen leistungsfähigen Lokomotive. Die hier genutzte D5 wurde vorher bei der staatlichen spanischen Schmalspurgesellschaft FEVE eingesetzt. Somit ist die in Kassel gebaute Maschine, nach einem langen Spanien-Urlaub wieder zurück in Deutschland. Hier kann sie dabei beobachtet werden, wie sie mit einen Touristenzug des Vulkanexpress den Berg hinaufschleicht. Der Fotograf steht dabei auf einem kleinen Hügel und Blick über ein gelbes Blumenmeer Richtung Norden.

Nach getaner Arbeit gönnte ich mir dann eine der leckeren Bratwürste am Endhaltepunkt, wobei ich noch einen Hobbykollegen traf. Danach widmete ich mich der Rückfahrt des Zuges


Datum: 10.10.2021 Ort: Engeln (Kempenich) [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 299 (alle deutschen Schmalspur-Dieselloks) Fahrzeugeinsteller: BEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Morgens im Westerwald
geschrieben von: Der Weinheimer (51) am: 30.11.21, 17:02
Knapp eine Stunde nach Sonnenaufgang, rauscht das Gravita Doppel, gebildet aus 261 054-1 und 261 057-4, an einem ruhigen Samstagmorgen über das Niedererbacher Viadukt. Tonwagen nach Limburg gibt es an diesem Tag keine zu befördern.
Die Fahrt nach Limburg ist dennoch notwendig, denn es muss für kommende Dienste getankt werden.


Zuletzt bearbeitet am 30.11.21, 17:11

Datum: 04.09.2021 Ort: Niedererbach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 261 (Voith Gravita 10BB) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Drohne
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Der Blick auf den Rotenfels
geschrieben von: Frank H (332) am: 29.11.21, 19:55
… von den Nahewiesen bei Ebernburg auf die Bahnstrecke ist schon lange nicht mehr ungehindert möglich, zu sehr ist die Vegetation hier in die Höhe geschossen. Allenfalls eine Drohne vermag hier Abhilfe zu schaffen, wie in der vorletzten Ausgabe der Drehscheibe hervorragend zu sehen war.

Im Jahr 1989 war dies noch anders, auch wenn sich an der Stützmauer das Grünzeug schon in Position gebracht hat. Dennoch konnte man noch eine ausreichend große Lücke entdecken, die den Blick auf die latztragende 218 381, ein paar von ihr gezogene Silberlinge und natürlich auf die westlichen Ausläufer des Rotenfels freigab.

Noch strahlt die 218 wie ein Putzeimer, heute wissen wir, dass der Glanz nicht allzu lange halten sollte. Immerhin hat sie diese Farbepoche hinter sich gelassen und trägt, nach Verkauf an RP Railsystems, nun wieder ihr originales beige-türkises Farbkleid, sogar inklusive des bei ihrer Ablieferung vorhandenen türkisenen Dachs. Die Nordlichter unter uns Eisenbahnfotografen werden es, angesichts der häufigen Einsätze auf der Marschbahn, zu schätzen wissen ;)

Nach der Alsenzbahn möchte ich die orientalischen Wochen nun auch mit einem Bild von der Nahestrecke ergänzen. Und ein paar Scans liegen sogar noch „auf Halde“ …


Scan vom Kodachrome 64 KB - Dia

Datum: 01.05.1989 Ort: Bad Münster am Stein - Ebernburg [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Ein Lätzchen fürs Spiegelei
geschrieben von: Frank H (332) am: 28.11.21, 12:30
Ollis Aufruf zu einer Beteiligung an den „orientalischen Wochen“ in der Galerie möchte ich gerne nachkommen:

Mit dieser Farbgebung hatte ich ja irgendwie so meine Probleme, erst recht, als der Lack schon wenige Jahre nach dem Auftragen vom leuchtenden Rot zum verranzten schweinchenrosa mutierte. Frisch aus der Revision konnte man die Loks ja anschauen, auch wenn der dominante, weiße Frontlatz schon sehr gewöhnungsbedürftig war.

Der tief in mir verwurzelten Vorliebe für die altrote Farbe bei Dieselloks war es geschuldet, dass mein Hauptaugenmerk natürlich auf die Exemplare gerichtet war, die noch im originalen Outfit verblieben waren. Zum Glück habe ich aber auch bei Vertretern der neuen Zeit abgedrückt, und zu meinem Erstaunen habe ich beim Sichten meiner Sammlung nach Latzloks doch so manchen Beifang entdeckt, den ich in keinster Weise mehr geistig präsent hatte.

So freue ich mich auch, ein Foto der noch recht frisch aussehenden 218 372 vor dem aus einem Behelfspackwagen und mehreren beige-türkisen Schnellzugwagen gebildeten E 3272, aufgenommen am 5. Oktober 1989 auf der Alsenzbahn bei Dielkirchen, zeigen zu können. Noch haben die neuen Produktfarben und erst recht nicht der fünf Jahre später eingeführte Magerkeks die Vorherrschaft übernommen, ein Bild quasi „zwischen den Epochen“.

Natürlich war der Anlass des Ausflugs die von der altroten 212 113 beförderte Übergabe, von der schon ein Bild in die Galerie gewandert ist [www.drehscheibe-online.de].
Den hier gezeigten Zug möchte ich aber auch nicht missen, zumal auch das Dielkirchener Spiegelei mit dokumentiert wurde.

Wer hätte das mal gedacht?


Scan vom Kodachrome 64 KB - Dia

Datum: 05.10.1989 Ort: Dielkirchen [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Ein Feuerwerk der Farben
geschrieben von: Frank H (332) am: 26.11.21, 17:29
Herbstfärbung ist ja was Schönes, aber Herbstfärbung im Streif- , bzw. Gegenlicht bringt die bunten Blätter meiner Ansicht nach erst Recht so richtig zum Leuchten.

Als es, nach einem grauen Vormittag, am 1. November diesen Jahres nochmal für einen kurzen Moment stellenweise aufriss, probierte ich mein Glück in Langenlonsheim, am Abzweig der Hunsrückbahn von der Nahestrecke. Eigentlich war die Perspektive in Richtung Bahnhof mit Sonne im Rücken geplant, doch der Blick nach Süden hatte unverkennbar auch seinen Reiz.

Zwar stand die Sonne jahreszeittypisch schon tief, doch kurz bevor die Schatten das Gleis vollständig erreichten, konnte ein 643 auf seinem Weg nach Bingerbrück mitten im Farbenfeuerwerk festgehalten werden. Im Hintergrund erkennt man schwach die ehemalige Überführung der Hunsrückbahn, die an dieser Stelle kreuzungsfrei in die Hauptstrecke eingefädelt wurde. Für derlei Aufwand ist jedoch schon lange kein Bedarf mehr, selbst wenn der Schienenverkehr in den Hunsrück jemals wieder aufgenommen werden sollte. Daher darf die Natur dort wohl auch weiterhin im Herbst ihr prächtiges Farbkleid zeigen.



Hinweis zur Bildmanipulation: Zweiteinstellung, Schatten auf dem Zug nun weitgehend entfernt. Der Frontschatten ist bei dem Sonnenstand unumgänglich, fällt aber m.E. bei dem dominierenden Schwarz der Front nicht über die Maßen auf.

Hinweis zum Aufnahmestandpunkt: Es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr, da das Gleis der Hunsrückbahn aktuell nicht befahren wird und ausreichend Abstand zur Hauptstrecke gegeben war!


Datum: 01.11.2021 Ort: Langenlonsheim [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Von den Toten auferstanden
geschrieben von: Yannick S. (801) am: 26.11.21, 15:20
Nachdem im Zellertal im September 2017 der Ausflugsverkehr aufgrund mangelhafter Gleisanlagen eingestellt wurde, ist es sehr ruhig auf den Gleisen zwischen Monsheim und Langmeil geworden. Ein kleines Wunder war daher die Ankündigung, dass am 22. und 23. November ein Schotterzug im Anmarsch sei, der insgesamt etwa 1300 Tonnen Schotter verteilen sollte. Der erste Zug hier seit 4 Jahren!
Als dann auch noch für den Dienstag Topwetter angesagt wurde, gab es nach der Frühschicht kein Halten mehr.

Ein letzter fast völlig von Büschen verdeckter Wagen wurde digital abgekuppelt.

Datum: 23.11.2021 Ort: Standenbühl [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: MZE
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Morgens in Lissendorf
geschrieben von: Leon (839) am: 24.11.21, 08:47
Naa, mal sehen, ob das Thema "Lätzchen" zieht..;-) Von unserem Eifel-Urlaub anno 1993 sind ja bereits zwei Aufnahmen aus Mürlenbach und Kyllburg in der Galerie enthalten. Ein weiteres Motiv auf der Eifelbahn fand sich von einer Brücke auf den Bahnhof von Lissendorf mit seinem Stellwerk. Von dem Motiv ist bereits diese sehr ansprechende Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie vorhanden, welche sogar noch zwei Jahre älter ist. Aber auch hier sieht man, wie das Ozeanblau/beige so langsam vom Orientrot verdrängt wird - auch wenn 1993 etwa die Hälfte der Züge auf der Eifelbahn noch mit o/b-215 bespannt wurden.
Wir stehen erneut auf der Brücke in Lissendorf und beobachten am Morgen des 29.06.93 die 215 136, wie sie sich soeben mit ihem N 6515 in Bewegung setzt.

Wie die Stelle heute aussieht, kann ich nur mutmaßen. Lt. Earth steht das Stellwerk noch, und neben ihm scheinen zwei Formsignale als Erinnerung an die mechanische Sicherungstechnik zu stehen. Vielleicht sehen wir hier ja mal ein aktuelles Foto...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 25.11.21, 19:58

Datum: 29.06.1993 Ort: Lissendorf [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 215,225 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Pilgerzug in Dausenau (1988)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 23.11.21, 18:04
Bei diesem Bild habe ich nicht selbst ausgelöst, insoweit ein lieber Dank an mein "wandelndes Stativ" ...

Eigentlich wollten wir zu viert am Vormittag des 24.04.1988 über die Lahn hinweg Planzüge fotografieren, welche den Bahnhof Dausenau in dem ab hier eingleisigen Abschnitt in Richtung Limburg verließen und dabei auch das dortige Form-Einfahrsignal passierten. Es zeigte sich für uns aber relativ schnell, dass ein einzelner Busch den freien Blick auf das Gleis erheblich störte. Und weil uns damals die Skrupel fehlten, die wir heute dabei hätten, war klar: Der Busch muss weg. Weil ja eine hinreichend lange Zugpause angesagt war, meldete ich mich freiwillig und machte mich mit einer kleinen Klappsäge (intern von uns scherzhaft "Bellingrodts Buschtod" genannt) auf den Weg, um für spätere Fotos für eine freie Fotoschussbahn zu sorgen.
Und während ich am Gleis schuftete und am Busch sägte, entglitten mir die Gesichtszüge: Es brummte und rauschte, und völlig überraschend dieselte in besten Licht eine altrote 215 mit einer unfassbar langen Reihe von Silberlingen an mir vorbei. Keine Chance für mich, selbst ein Bild zu machen. Da half nur eins: Sich flach auf den Boden werfen und wenigstens den Anderen ein Bild ohne meine störende Person ermöglichen - übrigens mit Erfolg.

Als ich nach getaner (unanständiger) Arbeit wieder bei den Anderen war, hellten sich meine Gesichtszüge schon wieder etwas auf, denn mit meiner Zweitkamera hatte mein "wandelndes Stativ" dankenswerterweise zumindest ein Bild versucht. Und richtig zufrieden war ich, als ich eine Woche später das Ergebnis dieses "Notschusses" in den Händen hielt: Ein zwar verdrehtes, aber durchaus brauchbares Bild - super!

Der Tag blieb übrigens erfolgreich, die Rückleistung dieses Pilgerzugs aus Trier lichteten wir später am Abend in Niederlahnstein mit Burg Lahneck ab ( [www.abload.de] ), jetzt wussten wir ja, dass es diese Sonderleistung gab (Pilgerzug von Trier nach Obernhof und zurück) und konnten uns entsprechend darauf einrichten.

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64), mit notwendiger Bilddrehung und digitaler Nachbearbeitung.

Mein "wandelndes Stativ" steht übrigens gerade (ein drittel Jahrhundert später) in unserer Küche und kümmert sich um das Abendessen....

Zuletzt bearbeitet am 23.11.21, 18:19

Datum: 24.04.1988 Ort: Dausenau [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 215,225 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Damals in Kyllburg
geschrieben von: Leon (839) am: 23.11.21, 13:25
"Damals" ist gut...;-) Wir sehen keine 215 in altrot, sondern "nur" eine Latz-Version. Diese Lackierung kam so ab Ende der 80er Jahre auf, hielt sich ein paar Jahre und ist heute schon fast wieder von den Gleisen verschwunden. Ich nehme mit dieser Aufnahme vom Sommer 1993 mal Anlass, an dieses Lackierungsschema zu erinnern, welches heute schon als "retro" gilt, zumindest im Zusammenhang mit dem Einsatz der RP-218.
Auch einige Privat-Russen hat es zwischenzeitlich in dieses Schema verschlagen, und man muss heute gestehen, dass es einigen Maschinen gar nicht so schlecht stand, wie beispielsweise der Bügelfalten-110. Bei Lokomotiven der Baureihen 212 oder 290 nahm man das Schema nur als Balken wahr; viel gemeiner wirkte später dagegen der verkehrsrote Balken an einer V 100.
Kommen wir zum Sommer 1993. Ein dreiwöchiger Sommerurlaub wurde zunächst in Bayern und anschließend im Moseltal sowie auf der Eifelstrecke verbracht. Auf letztgenannter Strecke war die Zeit der altroten 215 auch schon so gut wie vorbei, aber aus heutiger Sicht machte eine Latz-215 auch eine gute Figur, insbesondere wenn dann noch ozeanblau-beige Bm und ABm am Haken hingen. Aus dieser Garnitur bestand der E 3622, welchen die 215 129 soeben aus dem Tunnel in den Bahnhof Kyllburg gebracht hat.
Es gibt eine weitere, recht spitze Aufnahme in der Galerie, mit sehenswerter Traktion. Bei den Daten zu Google Earth bin ich auf ein Lebensmittelgeschäft mit Parkplatz gestoßen, welches es anno 1993 auf meinem Standpunkt noch nicht gab. Wir sehen sogar mein damaliges Fuzzmobil, welches ich dezent ins Bild gestellt habe, um ein anderes weißes Fahrzeug zu verdecken. Heute guckt man sich das Bild an und sagt: ooh, guck mal, ein oller Dreier..;-)

Naa, wer hat noch ein paar Latz-Loks für die Galerie in der Hinterhand...? :-)

Scan vom Fuji Velvia-6x6-Dia

Datum: 29.06.1993 Ort: Kyllburg [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 215,225 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Der Baum von Edesheim
geschrieben von: hamburgspotter (7) am: 19.11.21, 08:28
Bereits einige Bilder in der Galerie zeigen diesen leicht verkrüppelt wirkenden Baum südlich von Edesheim. Diese Bilder sind alle am Vormittag entstanden, jedoch stellt der Baum auch ein nettes Motiv für abendliche Nordfahrer dar. 642 103 war an einem angenehmen Sommerabend als RB 12418 von Karlsruhe nach Neustadt unterwegs und erreicht wenig später seinen nächsten Halt Edesheim.

Datum: 07.07.2021 Ort: Edesheim (Pfalz) [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 642 (Siemens Desiro Classic) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Lindwürmer im Hunsrück II
geschrieben von: Frank H (332) am: 16.11.21, 19:13
Als Ergänzung zu einem vorigen Galeriebild [www.drehscheibe-online.de] möchte ich noch eine weitere Aufnahme von den „Demo-Zügen“ des 11. Oktober 1986 vorschlagen. Wie schon beschrieben, fuhren an diesem Tag insgesamt fünf Sonderzüge – aus Konstanz, Düsseldorf, Hannover und gleich zwei aus Hamburg – Unmengen an Teilnehmern zur großen Demonstration gegen die Atomraketen in den Hunsrück, über Strecken, die seit mehreren Jahren keinen Personenzug mehr gesehen hatten.

Kurz vor Simmern konnten wir eines der wenigen Wolkenlöcher des dunstigen Tages abpassen, um den aus 15 (!) Silberlingen und zwei 218 gebildeten D 20248 abzulichten. Das eigentliche Abenteuer sollte aber, wie es Andreas in seinem Kommentar zur ersten Aufnahme angedeutet hat, noch folgen:

Eine solche Veranstaltung ging natürlich nicht ohne ein Großaufgebot an Polizei vonstatten. Schon weit vor der US – Basis waren mehrere Mannschaften aufgefahren, um zu verhindern, dass weniger friedliche gestimmte Zeitgenossen die Demo für ihre Zwecke missbrauchten.

Nach der gezeigten Aufnahme fuhren wir gleich weiter zum nächsten Motiv – und prompt in die erste Kontrolle. Zum Glück hatte ich ein Schreiben der Lokalzeitung dabei, auf dem bestätigt wurde, dass ich einen Bericht über die Hunsrückbahn schreiben sollte (was auch tatsächlich erfolgt ist), doch dieser wurde natürlich, inklusive unser aller Personalien, akribisch geprüft. Das Herz ist mir aber definitiv in die Hose gerutscht als das Auto noch durchsucht wurde und im Kofferraum die Grabungsausrüstung meines Vaters, einem begeisterten Fossiliensammler, in Form von Spitzhacke, Spaten und sonstigem „Großgerät“ zum Vorschein kam, ohne dass ich davon zuvor etwas wusste.

Offenbar konnten wir die Beamten aber doch noch von der Harmlosigkeit unseres Handelns überzeugen, außer dem Verlust eines Motives während der Überprüfung war kein weiterer Schaden zu beklagen. Den verpassten Zug haben wir in Alterkülz noch erwischt, wo wir allerdings erst nach dem Foto unser Ansinnen der nächsten Polizeikontrolle erklärten. Wir waren ja schon geübt …

Rückblickend bleibt die Erinnerung an eine sehr ungewöhnliche, aber im Ergebnis absolut lohnende Fototour. Und ein ziemlich breites Grinsen ;)


Scan vom Kodachrome 64 KB - Dia

Datum: 11.10.1986 Ort: Simmern [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Weltkulturerbe
geschrieben von: claus_pusch (285) am: 12.11.21, 22:58
Mit diesem Titel darf sich jetzt Bad Ems schmücken, das ihn im Sommer 2021 als eines der "Great Spas of Europe" verliehen bekommen hat. Diese Auszeichnung bezieht sich auf die prächtigen Hotelbauten, Villen und Kuranlagen der Belle Epoque, mit denen das (frühere) Weltbad an der Lahn aufwarten kann. Aber Bad Ems besitzt auch sehenswerte historische Industriearchitektur, wie das hier gezeigte ehem. Elektrizitätswerk, das direkt am Hp Bad Ems West liegt. Es wurde vor 120 Jahren für die Gruben Malberg und Lindenbach der "Emser Blei- und Silberwerk AG" erbaut, die am Ende des 2. Weltkriegs allerdings "abgesoffen" sind. Heute beherbergt der prächtige Backsteinbau im Erdgeschoss einen Supermarkt, wovon sicher auch die Fahrgäste, die hier ein- und aussteigen, profitieren. 643 033 passiert das historische Gebäude als Zug der "Lahn-Eifel-Bahn", die zum Zeitpunkt der Aufnahme nur zwischen Nassau und Mayen verkehrte, da das mittlere Teilstück der Lahntalbahn wegen Bauarbeiten gesperrt war.
Wenn man den Spazierweg entlanggeht, der am rechten Bildrand hinter den Büschen von Bad Ems West in Richtung des Emser Hbf verläuft, kommt man an einem weiteren Technikdenkmal vorbei, der schön renovierten Talstation der ehem. Malbergbahn, die zwischen 1887 und 1979 als Wasserbalast-Bahn die Verbindung zum Malberg-Gipfel herstellte.

Datum: 06.08.2020 Ort: Bad Ems [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Lindwürmer im Hunsrück
geschrieben von: Frank H (332) am: 13.11.21, 11:14
So wie heute der Klimawandel mit all seinen schon sichtbaren oder noch zu befürchtenden Folgen das Tagesthema (neben der Pandemie) beherrscht, so waren die Achtziger Jahre vom nuklearen Wettrüsten dominiert. Nato - Doppelbeschluss, Pershing II, SS 20, Ronald Reagan – das sind die Synonyme, die meiner Generation wohl noch sehr geläufig sein dürften.

In der ganzen alten Bundesrepublik fanden damals regelmäßig Demonstrationen für die Abrüstung statt, eine der größten davon am 11. Oktober 1986 nahe der US – Raketenbasis bei Hasselbach, gelegen im ansonsten idyllischen Hunsrück.

In einer für heute unvergleichbaren Aktion schicke die Deutsche Bundesbahn eine ganze Reihe, bis zu 15 Wagen lange Sonderzüge über die Hunsrückbahn nach Kastellaun. Die Strecke war zu diesem Zeitpunkt zwischen Simmern bis Emmelshausen schon drei Jahre für den Personenverkehr stillgelegt, aber noch von werktäglichen Übergaben befahren. Das Bw Kaiserslautern kratzte alle verfügbaren 218 seines Bestandes zusammen und bespannte die Züge im Sandwichverfahren, mindestens zehn Loks wurden hierfür benötigt.

Aus Platzgründen wurden die Leerparks bis zur Rückfahrt einfach auf der freien Strecke jenseits von Kastellaun, einer nach dem anderen, abgestellt, und so sehen wir den D 27045 mit der 218 371 und einer weiteren Maschine am Zugende vor einem Feldwegübergang bei Gammelshausen. Über der hinteren Lok spitzt schon der D 25277 heraus, der nur wenige Meter dahinter geparkt wurde.

Zu unserer Freude fielen am Nachmittag dieses doch recht dunstigen Tages noch ein paar Sonnenstrahlen auf dieses Spektakel. Eine solche Auslastung dürfte die Strecke weder zuvor noch danach je wieder erlebt haben, und heute kann man nur noch mit dem Fahrrad auf den Spuren der „Lindwürmer“ rollen. Das Wichtigste aber: wenige Jahre später setzte eine Phase der Entspannung ein, welche die Raketen im Hunsrück verschwinden ließ. Wie sehr würde ich mir, für eine ganze Reihe an Themen, solch eine Renaissance der Vernunft auch für heute wünschen!


Scan vom Kodachrome 64 KB – Dia, Railview - Eintrag mehr gemutmaßt als gesichert

Datum: 11.10.1986 Ort: Gammelshausen [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Es keimet die Saat und die Hoffnung ist groß
geschrieben von: JH-Eifel (31) am: 11.11.21, 23:58
,,Es keimet die Saat und die Hoffnung ist groß" … , heißt es in dem Hambacher Lied, welches mit den Worten endet: ,,Frisch auf, Patrioten, den Berg hinauf! -Wir pflanzen die Freiheit, das Vaterland auf." Wir befinden uns also an einem geschichtsträchtigen Ort!

Das Ziel der morgendlichen Exkursion war jedoch deutlich profaner, als im oben zitierten historischen Hambacher Lied. Den Berg hinauf musste an diesem Morgen auch Niemand und solche weltbedeutenden revolutionäre Reden, wie sie beim Hambacher Fest gehalten wurden, hatten die anwesenden Fotografen auch nicht vor. Aber die Hoffnung, dass keine Wolken die Sonne trübe und der RE6 auch wirklich (wie zu dieser Zeit an Werktagen oft üblich) mit dem 628er Fahrzeugen bestückt war. Damit gab es mal wieder ein wenig Abwechslung im 642/643 Verkehr.

So standen zwei Fotografen am frühen Morgen des 30.11.2020 in großer Erwartung auf ein schönes Foto, bei kühlen Temperaturen, in den flachen Weingärten unterhalb des Hambacher Schlosses. Meine vorherigen Versuche diese Szene mit Sonne und 628 umzusetzen, scheiterten einige Tage vorher an Wolken und Nebel. Am 30. November 2020 Tag sollte es aber klappen:

Um 09:11 Uhr durcheilte das 628 Tripple aus 628 470, 628 455, 628 473 mit RE12008 von Karlsruhe nach Neustadt Weinstraße den Bahnkilometer 3,8 bei Neustadt Weinstraße, um wenig später in der Gegenrichtung wieder nach Karlsruhe zu fahren. Die 628er wurden dann aber noch an weiteren Fotopunkten aufgenommen. Lange waren diese Fahrzeuge hier heimisch und nun gelten sie bereits als Besonderheit. Ein Lok-bespannter Zug wäre mir natürlich noch lieber gewesen, doch reichte der 628-Einsatz als Motivation der Region wieder einen Besuch abzustatten.

Vom ausgewählten Fotostandpunkt aus sieht man über die KBS 676, mit Blick nach Westen, auf das Pfälzer Bergland. Hinter dem Zug ist die Kath. St. Remigius Kirche von Diedesfeld zu sehen. Am Rechten Bildrand zeigt sich das berühmte Hambacher Schloss. Zu diesem Schloss habe ich eine persönliche Beziehung, weil ich dort bereits ein öffentliches Bundeswehr-Gelöbnis mit der Bundeskanzlerin mit organisiert habe. Zudem ist dieses Schloss bedeutsam für die deutsche Geschichte und es prägt die Region.

Früher stand auf dem Platz des Schlosses die Kästenburg, welche im Mittelalter erbaut wurde. Der Ursprung geht auf das 11. Jahrhundert zurück. 1842 wurde die Ruine von dem königstreuen Eigentümer dem bayrischen Kronprinzen (Maximilian II) vermacht. Das Gebäude wurde daraufhin Maxburg bezeichnet. Der Wiederaufbau begann 1844. Seither wurde die Burg als Schloss betitelt. Lange blieb das Schloss jedoch eine Bauruine. Das heute als Hambacher Schloss bekannte Gebäude ist ein Symbol der deutschen Demokratie und Freiheitsgeschichte.

Am 27. Mai 1832 trafen sich dort ca. 30.000 Menschen aus verschiedenen Schichten und Ländern. Sie folgte dem Ruf zum Hambacher Fest. Besonders für Studentenverbindungen gilt bis heute noch das Hambacher Schloss, als nationales Freiheitsdenkmal. Nachdem es massive Spannungen zwischen den Fürsten und Bürgern in vielen europäischen Gebieten gab, war nach dem Wartburgfest 1817 auch in der Pfalz eine revolutionäre Stimmung zu spüren. Insbesondere, da die Region stark durch den französieren Freiheitsgedanken geprägt war. In der liberalen Pfalz, welche zu dieser Zeit zum Königreich Bayern gehörte, wurden die revolutionären Stimmungen deutlicher. Die Regierung beschnitt die Freiheitsrechte der Bürger immer stärker und das Zollsystem belastete den Weinbau. Wirtschaftliche Not, Freiheitsliebe und der aufkommende Nationalgedanke führten dann hier auch zu einem vom Wartburgfest 1817 inspirierten Treffen, angespornt durch die neue franz. Juli-Revolution von 1830. Da dieses nationalliberal freiheitliche Fest anfangs verboten werden sollte, führte dies (nach der Erlaubnis zur Durchführung) zu einem noch größeren und populäreren Fest. Es waren neben Studenten und Professoren auch Handwerker und Tagelöhner anwesend. Auf der Zusammenkunft wurden politische Reden geschwungen: Neben der angestrebten Beseitigung der Fürstenherrschaft wurden die Vorstellungen nach Grundrechten und einem Nationalstaat gestärkt. Nach dem Fest verstärkte die Regierung die Repressionen und stationierte mehr Soldaten in der Region. Das Hambacher Fest war ein Grund für die weitere Einschränkung der Freiheitsrechte in deren zehn Artikel zur „Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung im Deutschen Bund“. Jedoch später endeten diese Spannungen in der Revolution von 1848/49 und in den bürgerlichen Freiheitsrechten. Die heutigen Nationalfarben Deutschlands prägten maßgeblich das Bild beim Hambacher Fest. Seit 2015 wurde das Hambacher Schloss von der Europäischen Kommission zum Europäischen Kulturerbe benannt.

Im Grunde vereint das Bild alles was die Bahnregion ausmacht: Den dort lange typischen 628, Weingärten, die Pfälzer Berge und das Hambacher Schloss!

Zuletzt bearbeitet am 12.11.21, 09:45

Datum: 30.11.2020 Ort: Neustadt Weinstraße [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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110 452 am Kernkraftwerk in Mülheim-Kärlich (1981)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 10.11.21, 18:09
Das Kernkraftwerk in Mülheim-Kärlich - das hier am 18.04.1981 die imposante Kulisse für die blaue 110 452 bot - hatte ein kurze und traurige Geschichte. Wegen eines groben Planungsfehlers - man errichtet kein Kernkraftwerk auf einer Erdbebengefährdeten Spalte im Untergrund - musste es noch während des Probebetriebs wieder stillgelegt werden. Mittlerweile ist es weitgehend zurück gebaut, insbesondere der markante Kühlturm ist mittlerweile abgerissen.

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)


Datum: 18.04.1981 Ort: Mülheim-Kärlich [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 110,112,113,114 (West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Am Sonnenberg
geschrieben von: JH-Eifel (31) am: 08.11.21, 21:13
Am heutigen Tag (08.11.2021) konnte der Tagesschau die Meldung entnommen werden: ,,Vier Monate nach Flutkatastrophe - Abschnitt der Bahn im Ahrtal freigegeben". Damit ist der erste Abschnitt der KBS 477 (Ahrtalbahn) bis Ahrweiler wieder befahrbar. Nach der Flut ein großer Fortschritt, auch wenn der restliche Teil der Ahrstrecke noch lange Zeit bis zur vollständigen Instandsetzung benötigen wird. Jedoch auch ohne Flut veränderte diese Bahnstrecke seit einigen Jahren Ihr Gesicht: Die typischen Telegraphenmasten sind wie vor einigen Jahren nicht mehr überall anzutreffen. Im Jahre 2013 sah das Gesicht der Strecke und der Fahrzeugeinsatz noch etwas anders aus: [www.drehscheibe-online.de]

Am 11.02.2021 prägten aber immerhin noch die alten Formsignale die Strecke, als der DB-Regio 622 003 (Vavero) der Linie RB30 mit RB10868 um 17:21 Uhr das westliche Einfahrvorsignal bei Bahnkilometer 5,5 in Bad Bodendorf passierte. Passend zum Namen der nahen Straße (Am Sonnenberg) strahlte an diesem Abend ungehindert das winterliche Sonnenlicht auf den zu dieser Zeit noch bis Ahrbrück durchfahrenden Zug. Zu diesem Zeitpunkt konnte keiner ahnen, dass wenige Monate später der Bahnverkehr unwetterbedingt eingestellt werden musste. So konnte ich aus den Büschen heraus noch ungehindert ein Alltagsbild machen. Anders als auf diesem Bild können die Züge aber bis zur Instandsetzung der restlichen Strecke nicht bis Ahrbrück fahren. Dennoch können wenigstens auf dem hier dokumentierten Streckenabschnitt wieder Züge fahren.

Zuletzt bearbeitet am 10.11.21, 23:49

Datum: 11.02.2021 Ort: Bad Bodendorf [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 620 (Alstom LINT 81) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Nuancierte Herbstlandschaft
geschrieben von: Jan vdBk (731) am: 08.11.21, 17:32
Es geht nochmal in die berühmte Fotokurve von Herxheim am Berg. Nachmittags hat man hier die erhöhten Standpunkte, vormittags muss man den Brummer zur Hilfe nehmen. RB 13331 kommt aus Richtung Grünstadt angerollt und wird in Kürze am Haltepunkt Herxheim am Berg halten.
Zufällig zeigen meine beiden Galerieeinstellungen von dieser Fotokurve nun die Baureihe 623, die ich an diesem Tag genau diese zwei Male gesehen habe und die damit die große Ausnahme bildete. Alle anderen Fahrten wurden durch Baureihe 622, also den langen LINT, bestritten.

Datum: 24.10.2021 Ort: Herxheim am Berg [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 623 (Alstom LINT 41 neue Kopfform) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Drohne
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Nur eine 110er (1980)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 07.11.21, 20:44
Damals belangloser Planbetrieb: Am 18.04.1981 rollt die blaue 110 457 mit ihren Schnellzug (unbekannter Zugnummer) über die Moselbrücke in Koblenz und wird gleich den dortigen Hauptbahnhof erreichen.

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)

Zuletzt bearbeitet am 08.11.21, 12:00

Datum: 18.04.1981 Ort: Koblenz [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 110,112,113,114 (West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Brohltalbahn Dampf 2017
geschrieben von: Walter Brück (53) am: 06.11.21, 18:13
Am 24.09.2017 besuchte die Historische Eisenbahn Frankfurt die Brohltalbahn zu einer Sonderfahrt nach Engeln. Am Nachmittag fuhr die 11sm Mallet dann noch einmal, da für die Sonderfahrt bereits angeheizt, als "Schnupper-Dampf" nach Oberzissen. Bei sonnigem Herbstwetter begegnete mir der Zug an einem Waldweg-Bü zwischen Brohl und dem Bad Tönissteiner Viadukt.


Zuletzt bearbeitet am 06.11.21, 18:17

Datum: 24.09.2017 Ort: Brohl-Lützing [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 0XDE (sonstige deutsche Dampflokbaureihen) Fahrzeugeinsteller: DEV
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Die Grundlage
geschrieben von: NAch (762) am: 01.11.21, 18:10
Wer stellt sicher, dass Züge fahren können?
Neben vielen anderen Teilen diese drei Schrauben.
Es sind sehr viele davon erforderlich und meistens sind sie unbeachtet.
Heute - beim Warten auf den Zug- leuchtete mich eine ganze Reihe an.
Die Reihe der Markierungsnägel als Gegengleich des Schattenwurfs gaben den Ausschlag für dieses Bild.


Datum: 01.11.2021 Ort: Bingen [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: ./.
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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"Kreuzung" in Kreuzberg (2017)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 02.11.21, 18:45
Während einer Tour unter anderem mit meinem Kumpel Frank besuchten wir nachmittags auch Kreuzberg, den betrieblichen Mittelpunkt an der hinteren Ahrtalbahn. Auf der Höhe des früheren Bahnbetriebeswerkes (an die Reste des Lokschuppens kann ich mich sogar noch erinnern) fotografierten wir die dortigen südlichen Ausfahrsignale, als 620 049 und 620 549 als RB 11159 vorbeidieselten. Im Hintergrund abgestellt - und deswegen kein echtes Kreuzungsbild - stehen nicht nur 620 017 + 620 517, sondern wegen einer Sonderfahrt auch eine fünfteilige Schienenbusgarnitur.


Zuletzt bearbeitet am 05.11.21, 11:12

Datum: 15.10.2017 Ort: Kreuzberg [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 620 (Alstom LINT 81) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Das große Leuchten
geschrieben von: Jan vdBk (731) am: 01.11.21, 19:22
Es ist schon beachtlich, wie dicht die Nadeln von Railview an dieser einen Fotokurve in der Pfalz gesät sind, auf der sich nur immer wieder die gleichen Triebwagen bewegen, alle halbe Stunde, immer hin und her. Diese Bilder waren auch der Grund, diese Weinberge mal zu besuchen. Vor allem lockte das tief goldene Leuchten der Reben eben zu dieser Jahreszeit auf vielen Bildern. So war ich dann doch etwas enttäuscht, wie grün das noch alles vor Ort war. Schön blöd, wenn man eine Woche zu früh dran ist, aber es passte halt gerade so gut. So traute ich mich dann auch erst gar nicht, nun das x-te Bild von hier beizusteuern. Aber nachdem Benedikt gestern wieder damit angefangen hat (aus seinem wirklich tiefgoldgelben Fundus von 2020), will ich auch mal. Am Ortsrand von Herxheim am Berg unweit des Friedhofs stehend fällt der weite Blick über eine Landschaft, die halt noch nicht in Honigfarben leuchtet, die aber doch schon eine wunderschöne Nuancierung in allen Farben des Herbstes zeigt. Und die 622er in Rheinland-Pfalz Lackierung (von der DB betrieben mit roten Köpfen) fügen sich sehr harmonisch in die Landschaft hinein. Weniger harmonisch stellt sich der Hintergrund dar: In der Rheinebene wird Energie produziert.

Datum: 24.10.2021 Ort: Herxheim am Berg [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 623 (Alstom LINT 41 neue Kopfform) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Glück gehabt!
geschrieben von: Frank H (332) am: 01.11.21, 07:32
Im Anschluss eine recht erfolgreiche, samstägliche Shoppingtour durch Mannheim (Happy wife, happy life…) konnte ich die Liebste davon überzeugen, dass ich auch etwas später beim noch geplanten Verwandtenbesuch in der Pfalz erscheinen und den strahlenden Sonnenschein für einen Blitzbesuch in Winden ausnutzen könnte.

Soweit der Plan, aaaaber: ich hatte ganz und gar nicht damit gerechnet, kurz hinter Landau mit einer kompakten Hochnebelpampe konfrontiert zu werden, die alle Pläne, rote Triebwagen und rot-weiße Signale bei schönstem Herbstlicht aufzunehmen, erst mal zunichtemachte! Blöd gelaufen!

Einzelne zarte Aufhellungen im Westen ergaben dann immerhin ein Alibifoto des Personenzuges nach Bad Bergzabern irgendwo im Nichts, und ich wollte schon wieder aufbrechen, als in der Ferne der Raiffeisenspeicher am Bahnhof Winden ein paar Sonnenstrahlen abbekam. Also wurde doch noch der Bahnhof angesteuert, und nach zwei vergeblichen Versuchen klarte es dann tatsächlich doch noch ein Stück auf, wenn auch eine Stunde später als ursprünglich geplant.

Natürlich hätte ich gerne weniger Schatten im Bild gehabt, und angesichts der Jahreszeit hätte auch die Herbstfärbung etwas intensiver ausfallen dürfen, aber immerhin beleben die letzten Nebelschwaden am Himmel das mühsame Unterfangen. Also kein Grund zum Lamentieren, da hätte auch weniger bei rausspringen können! Und lange werden die südpfälzischen Signale auch nicht mehr klappern, die Löffel vom N2 haben ja schon Probleme, wieder in die 90° Endstellung zu fallen.

So gesehen wurde es auch in fotografischer Hinsicht ein erfolgreicher Samstag, nicht nur für „happy wife“ ;)


Aufnahme vom nördlichen Bahnsteigende aus

Datum: 16.10.2021 Ort: Winden (Pfalz) [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Ein LINT im Rebenmeer
geschrieben von: Benedikt Groh (441) am: 31.10.21, 19:04
Auf den Tag genau vor fünf Jahren war das Wetter bedeutend einladender als heute, so dass damals eine Tour in die Weinberge bei Bad Dürkheim unternommen wurde. Statt der 628er drehten zwar nun LINTe auf der Pfälzischen Nordbahn ihre Runden, aber angesichts der prächtigen Laubfärbung der Reben war dieser Umstand völlig nebensächlich. Am ersten Werktag nach der Zeitumstellung näherte sich die Sonne bereits am späten Nachmittag dem Horizont, so dass inmitten der länger werdenden Schatten ein paar letzte Bilder rund um Herxheim gemacht wurden.

Datum: 31.10.2016 Ort: Dackenheim [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 622 (Alstom LINT 54) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Ein Schweizer Produkt
geschrieben von: Detlef Klein (296) am: 28.10.21, 20:55
Ein Schweizer Produkt in deutschen Diensten. Ein Flirt des Herstellers Stadler (CH) ist unter der Flagge der Deutschen Bahn für vier Verkehrsverbünde unterwegs.

Datum: 18.05.2018 Ort: Koblenz [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 427,428,429 (Stadler FLIRT) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Überraschung am Hubertus Viadukt
geschrieben von: JH-Eifel (31) am: 27.10.21, 01:38 Top 3 der Woche vom 07.11.21
Die teilweise stillgelegte Hunsrückbahn (KBS 479) von Boppard nach Simmern weist in dem noch bis Emmelshausen befahrenen Abschnitt eine Steigung von bis zu 60 Promille auf: [www.drehscheibe-online.de] Früher war die Strecke mit einer Zahnstange versehen, später konnte sie mit steilstreckentauglichen Fahrzeugen auch ohne Zahnradantrieb betrieben werden. Der Steilstreckenabschnitt, welcher von der linken Rheinstrecke abzweigt, wurde um neunzehnhundert von der Firma Grün & Bilfinger errichtet. 2008 wurde die Strecke nochmals saniert. Das imposanteste Bauwerk ist der Hubertus Viadukt bei Bahnkilometer 49,6. Der Viadukt überspannt das über die gleichnamige Schlucht, in einer Kurve. Die Brücke war zu seiner Errichtung mit 50m Höhe einer der höchsten Steinbogenviadukte in Deutschland. Der mit Eisengittern gesäumte Viadukt wurde aus Rotsandsteinquadern aus der Necker Region erbaut. Es gibt sechs Öffnungen mit einer Länge von 150 Metern. Die Unterseiten wurden mit Backsteinen verblendet. Alle zwei Pfeiler ragt ein steinernes Brüstungsstück nach oben hervor.

Es gibt in der Galerie schon einige Bilder von diesem Imposanten Steilstreckenbauwerk. Dabei präsentiert es sich im bunten Herbstlaub am besten:
[www.drehscheibe-online.de] In letzter Zeit ist die Fahrzeugvielfallt jedoch geringer geworden und es sind dort dauerhaft die modernen Stadler-Steilstrecken-Triebwagen anzutreffen. [www.drehscheibe-online.de] Auf alten Bildern finden sich Lokomotiven der Baureihe 213 (bis 1995) [www.drehscheibe-online.de] V160 (215 und 218 (bis 2011) auch Schienenbusse auf dem Viadukt: [www.drehscheibe-online.de] Diese Roten Brummer waren hier ebenso lange alltäglich. Zu allen Zeiten war das Bauwerk nicht nur bei Eisenbahnfreunden ein beliebtes Fotomotiv. Dies ist auch nicht verwunderlich, den entlang der Wanderwege um den Viadukt stehen sogar Tafeln, welche den Wanderer auf die Strecke und das Bauwerk hinweisen. Sogar die Fahrzeiten der Brückenüberquerung sind angegeben. Wie praktisch. Auf den Tafeln heißt es: ,,Wunderschöne Fotomotive - nicht nur für den Eisenbahn Fan... Und immer dann, wenn ein Triebfahrzeug die Strecke befährt, ist der Blick auf das Gleis besonders ,fotogen´ .Die modernen blauweißen Regioschuttel der Transdev passieren den Hubertus Viadukt zu folgenden Zeiten…"

Am Tag meiner Aufnahme passierten die angesprochenen Regioshuttel, jedoch nur morgens und wieder ab Nachmittags dieses Bauwerk. Es gab eine Überraschung. Im Zeitfenster von ca. 11 bis 13 Uhr. Auf der RB37 wurden zwei Berg- und Talfahrten durch ein historisches Fahrzeug ersetzt: 796 766 und 796 752 der EVG erbrachte zusammengekuppelt die angesprochenen Leistungen. Diese beiden Triebwagen kennen Steilstrecken ja gut aus Ihrer Heimat Linz – Kalenborn: [www.drehscheibe-online.de] Auf dem Bild zu sehen ist am Dienstag, den 26.10.2021 um 12:11 Uhr die Leistung VEN88010. Was wohl die Fahrgäste zu ihrer ungewöhnlichen Beförderung gesagt haben? Zum Glück war auch ein kleiner Trupp Fotografen anwesend. Nach dem steilen Aufstieg der Wanderwege hofften wir auf den Lohn unserer Mühen. Ich erfuhr kurzfristig von dieser Aktion und musste mich sehr beeilen noch rechtzeitig am Motiv zu sein. Zum Glück war der Weg mit dem Auto nicht allzu weit, aber es musste ja zeitliche auch der Aufstieg zum Motiv noch rechtzeitig gemeistert werden. Hatte ich dort zwar schon 215er und 218 aufgenommen, so wollte ich mir einen Schienenbus auf dem Viadukt nicht entgehen lassen. Das Wetter war jedoch mehr Glückssache, dafür hatte der Wald eine wunderbare bunte Herbststimmung. Leider nicht bei allen Fahrten konnten die Fotografen das Wolkenlotto gewinnen. Die im Bild gezeigte Fahrt brachte das gewünschte Sonnenbild mit dem seltenen Gast auf dieser Strecke. Das Fahrzeug erinnert nicht ohne Grund an alte Zeiten, da es als besondere Überraschung für einen Lokführer eingesetzt wurde, welcher seine letzte Schicht vor dem Ruhestand angetreten hatte. Ihm von dieser Stelle, unbekannter Weise, auch alles Gute.

Von einer Lichtung zwischen den Bäumen nahe der Liesenfeld Hütte konnten drei Fotografen dieses für die heutigen Tage besondere Bild machen, welches die älteren Betrachter an vergangene Zeiten erinnert. Meine Begleiter verschwanden relativ zügig nach diesem Foto. Ich erwies ich dann noch dem modernen Nachfolger meine Ehre und würdigte diese mit zwei weiteren Bildern bis ich mich wieder auf den Heimweg machte. Im Anschluss gilt mein Dank den Organisatoren und dem Tippgeber. auch wenn es sehr kurzfristig war konnte ich dort noch ein passables Fotoergebnis produzieren.


Zuletzt bearbeitet am 28.10.21, 12:51

Datum: 26.10.2021 Ort: Boppard [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: EVG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 33 Punkte

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Am nördlichen ESig von Dernau (2016)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 22.10.21, 10:21
Auf diesem Bild vom 24.08.2021 fließt die Ahr friedlich vor dem nördlichen Einfahrsignal von Dernau entlang. Das Signal zeigt Hp2, weil gerade 620531 + 620 031 als RB 11864 von Remagen kommend in den Bahnhof Dernau einfahren und dort wenden werden.
Im Hintergrund sind übrigens nicht nur die örtliche Kirche, sondern auch am Hang die Stützmauern der nie fertig gestellten "Strategischen Bahn" zu erkennen.

Dass die Ahr, wenn sie die ihr aufgezwungenen Wassermassen nicht mehr fassen kann, ganz anders, geradezu brutal sein kann, hat der Sommer 2021 bewiesen. Die auf dem Bild sichtbare Straßenbrücke stürzte dabei ein. Weswegen auf Höhe des Signals provisorisch erst eine Panzer-Klappbrücke und dann eine Hilfsbrücke errichtet werden mussten: [test.sendungverpasst.de] .

Mir ist bewusst, dass fotografisch an dieses Motiv eigentlich eine kurze Zuggarnitur, welche ganz in die Lücke passt, gehört. Aber freuen wir uns doch lieber, dass der Zugverkehr so stark genutzt wurde, dass damals kurze Garnituren nicht in Betracht kamen.





Zuletzt bearbeitet am 22.10.21, 15:38

Datum: 24.08.2016 Ort: Dernau [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 620 (Alstom LINT 81) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Und jetzt nochmal in bunt!
geschrieben von: Frank H (332) am: 22.10.21, 18:00
Gemäß meiner Ankündigung vor zwei Jahren [www.drehscheibe-online.de] bin ich noch eine Aufnahme aus dem Alsenztal schuldig, bei der die volle Pracht der Herbstfärbung zur Geltung kommt, welche bei der genannten Aufnahme schon ein Opfer der Herbststürme geworden war.

Heute war es schließlich soweit, der sonnige, aber kalte Vormittag konnte genutzt werden, um einen fetten Haken an dieses Motiv zur Herbstzeit zu setzen. Und mit einem verkehrsroten Talent fand sich auch das passende Fahrzeug, um mich vollends zufriedenzustellen.

Ich schlage hiermit die dritte Variante dieser Stelle für die Galerie vor, auch eine Frühjahrszene wurde schon gezeigt [www.drehscheibe-online.de]. Fehlt noch die von Christian angeregte Winterszene mit Schnee, der in unseren Breiten jedoch sehr selten geworden ist. Nun mag sich jeder seinen persönlichen Favoriten raussuchen, wobei ich offen zugeben muss, die erstgenannte Aufnahme mit den fast schon homogenen Brauntönen hat für mich die Nase einen Hauch vorne. Auf jeden Fall kann ich mich aber, auch nach 40 Jahren Eisenbahnfotografie, immer wieder aufs Neue für den Wandel der Jahreszeiten begeistern!

Datum: 22.10.2021 Ort: Hochstätten (Pfalz) [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Zug"kreuzung" in Dernau (2016)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 21.10.21, 16:16
Was wie eine Zugkreuzung aussieht, ist natürlich keine: Am 24.08.2016 steht links abfahrbereit die Pendelleistung von Dernau nach Remagen (620 031 + 620 531 als RB 11873), während rechts die Leistung von Remagen nach Ahrbrück (620 502 + 620 002 als RB 11110) ein- und später weiterfährt. Egal, es sieht halt wie eine Kreuzung aus ....

Hoffen wir, dass hier bald wieder Züge fahren.

Zuletzt bearbeitet am 21.10.21, 16:17

Datum: 24.08.2016 Ort: Dernau [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 620 (Alstom LINT 81) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Der kleine Viadukt des Vulkanepress beim Jubiläum
geschrieben von: JH-Eifel (31) am: 21.10.21, 02:13
In Oberzissen beginnt ein Zug des Vulkan-Express mit dem Bergaufstieg und überquert dabei ein kleines Viadukt.

Zum Jubiläum 120 Jahre Brohltalbahn (Brohl - Engeln) [vulkan-express.de] gab es ein vielfältiges Programm auf der ca. 24 Kilometer langen 1000mm Schmalspurstrecke. [www.drehscheibe-online.de]

Die Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft aus Köln (Tochtergesellschaft von Lenz & Co) hatte am 19.08.1895 eine Konzession zum Bau der Brohltalbahn bekommen. Baubeginn war 1898. Da die Bahn keinen militärischen Nutzen versprach, hatte das Königreich Preußen kein Interesse den Bahnbau staatlich zu fördern. So entstand eine privat betriebene Eisenbahn. Heute ist die touristische Nutzung [www.drehscheibe-online.de] am offensichtlichsten, jedoch wurde die Bahn hauptsächliche für den Güterverkehr errichtet. Kurz vor der Jahrhundertwende war am Schellkopf bei Brenk [www.drehscheibe-online.de] mit dem Abbau des Minerals Phonolith (für die Glasindustrie) begonnen worden. Der Personenverkehr spielte eine untergeordnete Rolle. Am 01.05.1901 fuhr ein Zug nach Weibern. Am 7.01.1902 wurde das letzte Stück bis Kempenich/ Engeln eingeweiht. [www.drehscheibe-online.de] Ab Oberzissen beginnt der steilste Abschnitt der Brohltalbahn mit 1:20 (5%) Steigung. Dieser Abschnitt wurde bis 1934 als Zahnradbahn (System "Abt") betrieben und ist bis Engeln bei Kempenich 5,5 Kilometer lang. Im Bahnhof Oberzissen endet die Talstrecke [www.drehscheibe-online.de]. Der Ort Oberzissen zählt grob 1.100 Einwohner und hier wurden in der Vergangenheit große Mengen an Basalt auf die Bahn umgeladen. Der Basalt wurde von Oberdürnbach mit Förderbändern und Seilbahnen zur Schmalspurbahn transportiert. In Oberzissen gab es am 31.10.1907 einen Eisenbahnunfall bei dem ein GmP mit zu großer Geschwindigkeit den Bahndamm hinab stürzte und fünf Menschen mit in den Tod riss.

Auf der gesamten Schmalspurbahn gibt es Kunstbauwerke in Form von einem Tunnel und zwei Viadukten. Das Tönnisteiner Viadukt ist dabei das größere und bekanntere Viadukt. [www.drehscheibe-online.de] [www.drehscheibe-online.de] Im angesprochenen Ort Oberzissen steht bei der Ackerstraße das zweite Viadukt. Das in meinem Bild zusehende Oberzissner Viadukt wurde bis 2004 renoviert.

Auf dem Bild zieht am Sonntag den 10.10.2021 die erste Brohltalbahn-Diesellok mit der Bezeichnung D1 [www.drehscheibe-online.de] (Fabriknummer 26528), den aus mehreren Personenwagen bestehenden, P63 nach Engeln. Mit maximal 28 km/h zieht die 32 t wiegende kleine Diesellok den Zug nach Engeln. Die Lok wurde im Dortmunder Orenstein & Koppel Werk im Jahre 1965 gebaut und sorgte zusammen mit der gleichalten D2 für die Traktionswechsel bei der Brohltalbahn. Die Lokomotive besitzt einem Deutz BF 12L714 Motor.

Im Bahnhof Oberzissen wurde der Zug von der BEG-Dampflok auf Diesel umgespannt, um den restlichen Berg zu erklimmen. Der P63 verkehrte später als die sonst üblichen Personenzüge der Brohltalbahn und machte sich noch um 16:43 auf den Weg nach oben. Bei schöner Herbstabendstimmung präsentiert sich die Zugkomposition den Fotografen.


Zuletzt bearbeitet am 21.10.21, 15:27

Datum: 10.10.2021 Ort: Oberzissen [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 2XDE (sonstige deutsche Diesellokbaureihen) Fahrzeugeinsteller: BEG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Brohltalbahn 120 Jahre
geschrieben von: Walter Brück (53) am: 20.10.21, 16:02
Am zweiten Oktober-Wochenende 2021 feierte die Brohltalbahn mit einem großen Bahnfest das Jubiläum "120 Jahre Brohltalbahn". Anlässlich des runden Geburtstags wurde im Stundentakt gefahren. Im Einsatz war u.a. die Gastlok HOYA des DEV aus Bruchhausen-Vilsen, für mich Anlass genug, die Veranstaltung am 09.10.2021 zu besuchen. Zum Glück hat das Wetter bestens mitgespielt, so dass ein paar schöne Fotos entstanden sind, wie z.B. hier mit der HOYA auf dem Bad Tönissteiner Viadukt. Das Licht war zwar noch nicht ganz rum, was aber von der malerischen Dampfwolke vor strahlend blauem Himmel für meinen Geschmack mehr als wettgemacht wird. Leider konnte man am Mittag bei der zweiten Bergfahrt der HOYA an gleicher Stelle bei besserer Ausleuchtung den Dampf mit der Lupe suchen, siehe Bild [www.schmalspuralbum.de], was bei dem schönen Wetter aber auch nicht anders zu erwarten war.


Datum: 09.10.2021 Ort: Bad Tönisstein [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 0XDE (sonstige deutsche Dampflokbaureihen) Fahrzeugeinsteller: DEV
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Verkehrsrot vergeht, Landschaft besteht…
geschrieben von: Frank H (332) am: 20.10.21, 11:04
Die Abwandlung der in ländlichen Gegenden zuweilen gerne angeführten, scherzhaften (?) „Lebensweisheit“ für eheliche Verbindungen („Liebe vergeht, Hektar besteht“) kam mir in den Sinn, als ich das schöne Wetter am 9. Oktober nicht ungenutzt verstreichen lassen wollte und mich mal wieder dazu „aufraffte“, der Nahebahn einen Besuch abzustatten.

Seit der Übernahme durch den Vlexx habe ich mich, obwohl die Strecke in meinem unmittelbarsten Einzugsgebiet liegt, dort recht rar gemacht, was vor allem an der für meinen Geschmack recht tristen Farbgebung der dort eingesetzten Triebwagen gehört. Vielleicht spielt aber auch das noch mit 212, 218 und Silberlingen gefüllte Archiv eine Rolle, welches zudem noch aufzeigt, wie viele Motive mit den Jahren zugewachsen und mehr oder weniger verloren sind.

So ganz kann ich aber dann doch nicht aus meiner Haut, und schöne Stellen findet man auch heute noch ohne Frage im Nahetal, wie hier zwischen Niederhausen und Boos. Auf dem Bild sieht man nicht nur das ehemalige Staatsweingut und nun in Privatbesitz befindliche „Gut Hermannsberg“, sondern im Tal auch den ehemaligen Bahnhof Oberhausen – Duchroth der schon lange abgebauten, zweigleisigen Hauptstrecke Bad Münster – Odernheim – Lauterecken – Altenglan – Homburg/Saar. Kaum zu glauben, dass hier mal internationale, von 01ern gezogene Schnellzüge verkehrten!

Das Motiv wurde kürzlich von Yannick mit einem der im Nahetal mittlerweile sehr seltenen Güterzüge gezeigt, ich möchte nun als Ergänzung die aktuelle Triebwagengeneration vorschlagen.


Hinweis zur Bildmanipulation: zwei unvorteilhaft glänzende Aluprofile im Weinberg wurden digital entfernt

Datum: 09.10.2021 Ort: Niederhausen / Nahe [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 622 (Alstom LINT 54) Fahrzeugeinsteller: Vlexx
Kategorie: Bahn und Landschaft
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216 130 in Dausenau (1988)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 19.10.21, 20:02
Am Mittag des 23.04.1988 steht 216 130 mit dem N 6928 abfahrbereit im Bahnhof Dausenau. Sie hat gerade den eingleisigen Abschnitt zwischen Nassau und Dausenau verlassen, jetzt geht es bis kurz vor Niederlahnstein wieder zweigleisig weiter. Als dieses Bild entstand, gab es hier noch Formsignale und mechanische Stellwerktechnik.

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)

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Zuletzt bearbeitet am 20.10.21, 13:02

Datum: 23.04.1988 Ort: Dausenau [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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216 199 bei der Einfahrt nach Bad Ems (1988)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 18.10.21, 21:04
Am Morgen des 23.04.1988 rollt 216 199 als E 3750 gleich in den Bahnhof von Bad Ems (mit seiner niedlichen, den im Vordergrund sichtbaren Schatten werfenden Bahnhofshalle) ein und passiert dabei das damals noch existente Zwergsignal.

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)

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Zuletzt bearbeitet am 19.10.21, 19:23

Datum: 23.04.1988 Ort: Bad Ems [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Mittags in Fachingen (1988)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 17.10.21, 21:28
Am Mittag des 23.04.1988 hat N 6920, gebildet aus 216 187 und zwei Mitteleinstiegs-Eilzugwagen, den Tunnel bei Fachingen verlassen und passiert auf dem Weg nach Koblenz das dortige Bahnhofsgebäude. Gleich wird die Garnitur über die dortige Lahnbrücke rumpeln.

Früher wurde man günstigstenfalls belächelt, wenn man freiwillig beige-türkis fotografierte :-)

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)

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Zuletzt bearbeitet am 18.10.21, 18:19

Datum: 23.04.1988 Ort: Fachingen [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Der IC 2024 mal andersherum
geschrieben von: 218 420 (2) am: 16.10.21, 23:11
Am heutigen 16. Oktober war der IC 2024 mal wieder in umgekehrter Reihenfolge unterwegs
und konnte so gezogen von 101 093 im goldenen Herbstlicht bei Gau-Algesheim umgesetzt werden.
Die Stelle dürfte von 'unten' recht bekannt sein, ich habe sie heute mal von etwas weiter oben mit Hochstativ umgesetzt ;-)

Datum: 16.10.2021 Ort: Gau-Algesheim [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Hochstativ
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Die Schatten werden länger (Kruft 2021)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 14.10.21, 08:07
Es ist nicht zu leugnen: Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, die Tage werden kürzer und die Schatten werden länger. Was unsereins aber nicht davon abhalten darf, die wenigen sonnigen Tage zu nutzen. Ich war jedenfalls bei "Kaiserwetter" am späten Nachmittag des 10.10.2021 am westlichen Einfahrsignal von Kruft (gelegen zwischen Andernach und Mayen) und habe dort unter anderem die Triebwagengarnitur 643 033 + 643 533 als RB 12620 im warmen Abendlicht erwischt.

Nur zur Erinnerung: An dieser Strecke gibt es aktuell mit Kruft, Mendig und Mayen Ost nicht nur drei Stationen mit Formsignalen, sondern auch einen relativ abwechselungsreichen Triebwagenverkehr mit 640, 643 und 648, zweimal pro Stunde und Richtung. Nur die Straßenbahn fährt häufiger :-)

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Zuletzt bearbeitet am 18.10.21, 13:29

Datum: 10.10.2021 Ort: Kruft [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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216 137 in Dausenau (1988)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 13.10.21, 17:07
Der an der Lahn gelegene Ort Dausenau und sein östlich gelegener Streckenabschnitt ist/war deswegen fotografisch spannend, weil hier die Strecke Richtung Limburg so weit nach Süden schwenkt, dass hier zuerst am Tag - mittags - die Züge mit ihrer Front in die Sonne geraten. Und der Ort einen hübschen historischen Hintergrund bildet.

Genau aus diesem Grund haben wir am 23.04.1988 den N 6825 mit der altroten 216 137 an dieser Stelle abgelichtet.

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Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)

Zuletzt bearbeitet am 14.10.21, 08:09

Datum: 23.04.1988 Ort: Dausenau [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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216 199 an der Russischen Kapelle in Bad Ems 1988
geschrieben von: Andreas T (478) am: 11.10.21, 19:57
An einem herrlichen sonnigen Frühlingstag passiert die altrote, wendezugfähige 216 199 mit E 3758 die in Bad Ems gelegene, markante Russisch-Orthodoxe Kapelle "St. Alexandra".

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)

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Zuletzt bearbeitet am 19.10.21, 08:03

Datum: 23.04.1988 Ort: Bad Ems [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Lahn-Idylle bei Nievern (1988)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 07.10.21, 10:14
Im Streckenverlauf zwischen Bad Ems und Niederlahnstein ist es kompliziert, die Eisenbahn und die Lahn gemeinsam sinnvoll in einem Bild zusammenzubringen. Das aus meiner Sicht schönste Motiv ist (war?) der Blick zwischen Nievern und Miellen, bei dem vor der Ortskulisse links die ersten Industriegebäude von Fachbach und (damals) auch das dortige Form-Vorsignal sichtbar sind.

Ob es heute noch den Bolzplatz am Lahnufer gibt, auf dem sich die örtliche Jugend austoben kann, oder wurden doch zu viele Bälle in die Lahn verschossen? Die Anzahl der Radfahrer dürfte jedenfalls heute höher liegen ....

Am Nachmittag des 23.04.1988 begegnete und dort eine unbekannte 216, mit N 6932 auf dem Weg nach Koblenz.

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64).

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Zuletzt bearbeitet am 07.10.21, 10:24

Datum: 23.04.1988 Ort: Nievern [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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150 028 unterhalb der Marksburg (1988)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 01.10.21, 22:24
Auf dem Weg Richtung Norden hat 150 028 am 23.04.1988 gerade die Marksburg und das südlich Form-Einfahrsignal von Oberlahnstein passiert.

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)

Zuletzt bearbeitet am 03.10.21, 11:06

Datum: 23.04.1988 Ort: Oberlahnstein [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 150 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Alles drauf…
geschrieben von: Frank H (332) am: 26.09.21, 16:59
Für viele, die wie ich, der „post – Wasserkocher – noch - Bundesbahn“ – Generation angehörten, vereinte eine Szene, wie ich sie heute zeigte, eigentlich alles, was das eisenbahnfotografische Herz begehrte: altrote Lok, nebenbahntypische Übergabe, Formsignale, schöne Ortskulisse mit Kirchturm, und das Ganze noch mit Sonne.

Einen ganzen Tag voller solcher Optionen erlebten Andreas T, ein weiterer Kollege und ich vor fast genau 35 Jahren im nordpfälzer Bergland , als wir einen herrlichen Spätsommertag von morgens bis abends ein Bild nach dem anderen machen konnten. Zusätzlich zur werktäglichen Übergabe von Einsiedlerhof nach Meisenheim fuhren noch Akkutriebwagen der Baureihe 515 und einzelne lokbespannte Nahverkehrszüge, einer davon sogar mit einer weiteren altroten V 100.

Die 211 082 vom Bw Kaiserslautern hat nach einer Rangier – und Mittagspause in Lauterecken – Grumbach mit der sehr kurzen Üg 67101 gerade die Rückreise angetreten, wird aber in den folgenden Stunden noch einige Wagen auf den Unterwegsbahnhöfen einsammeln.

Leider sind diese Zeiten lange vorbei, die Infrastruktur gibt solch einen Betrieb nicht mehr her, und viele Motive sind mit den Jahren auch hoffnungslos zugewachsen. Schade eigentlich, so eine Tour wie an jenem Septembertag würde ich gerne nochmal machen!


Scan vom Kodachrome 64 KB - Dia

Datum: 29.09.1986 Ort: Lauterecken - Grumbach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 211,212,214 (alle V100-West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Doppel-Haltepunkt Kövenig
geschrieben von: Biebermühlbahner (166) am: 26.09.21, 14:16
Zur Verkürzung der Wartezeit für Autofahrer am Bahnübergang ist der Haltepunkt Kövenig etwas besonders angelegt: Für jede Richtung gibt es einen Bahnsteig unmittelbar hinter dem Bahnübergang in Fahrtrichtung. Ob diese Bauweise hier hinsichtlich des eher überschaubaren Straßenverkehrs und der "nur" im Stundentakt fahrenden Bahn im verschlafenen Kövenig wirklich notwendig ist...? Zumindest diskutabel, aber es ist eben da und schaden tut's auch nicht.
650 131 durchfährt hier gerade Bahnsteig 1, um an Bahnsteig 2 zu halten. Der Fahrgastwechsel war danach überschaubar, wie auch die Anzahl der wartenden Autos am Bahnübergang: 0.
Im Gewimmel von Masten und Laternen findet sich hier auch noch einer der wenigen (vielleicht auch der letzte?) verbliebenen Telegrafenmasten der Strecke.

Datum: 02.09.2021 Ort: Kövenig [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: Rhenus Veniro
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Aussicht vom Ex-Haltepunkt
geschrieben von: Biebermühlbahner (166) am: 25.09.21, 18:22
Es wird wohl durchaus schlimmere Blickwinkel von Haltepunkten geben als diesen hier, nur hält hier schon lange kein Zug mehr. Es geht um den ehemaligen Haltepunkt Burg(Mosel), dessen zugehöriger Ort auf der anderen Seite der Mosel liegt, was ohne Brücke natürlich wenig hilfreich ist. Ein kleiner Schotter-Erd-Hügel auf ebendiesem bietet dafür einen netten Blick auf die Strecke, hier präsentiert mit 650 131.

Datum: 02.09.2021 Ort: Reil [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: Rhenus Veniro
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Lebensraum
geschrieben von: Frank H (332) am: 21.09.21, 19:24
Ihre Aufgabe für die Bahn in der Zeit des Wirtschaftswunders hat die Neubaudampflok 82 008 längst erfüllt, nun dient sie nicht nur als Museumsexponat, sondern auch als Lebensraum für eine offenbar ebenfalls bahnaffine Spezies. Ob der achtbeinigen Konstrukteurin jedoch bewusst war, wo sie ihre filigrane Falle gewebt hat, zweifele ich eher an.

Nach mittlerweile gefühlt unzähligen Traxxen, Vectronen und Talenten war diese Szene, die ich zufällig im DB – Museum Koblenz entdeckte, eine willkommene Abwechslung zu der von mir üblicherweise praktizierten Art der Eisenbahnfotografie. Manchmal tut es eben doch gut, auch mal über den Objektivrand hinaus zu schauen, und wenn es nur mal ins Triebwerk einer ollen Dampflok ist…


Umwandlung der Aufnahme in Schwarzweiß mit Silver Efex Pro

Datum: 04.09.2021 Ort: Koblenz -Lützel [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 060-098 (Tenderlokomotiven) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stillleben
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Die zwei Ahrbrücken bei Marienthal (2010)
geschrieben von: Andreas T (478) am: 19.09.21, 10:59
Auf der Höhe der Ortschaft Marienthal überquert(e) die Ahrtalbahn mittels zweier Brücken den gleichnamigen Fluss. Wir sehen 218 137 als RB 12709 auf dem Weg von Dernau nach Remagen, wie sie am Morgen des 05.05.2010 auf die östliche der beiden Brücken fährt. Hinter dem Zug im weiteren Streckenverlauf erkennt man die westliche Brücke, das Vorsignal zum Einfahrsignal von Dernau und auf dessen Höhe die Reste des früheren Haltepunkts Marienthal.

Zuletzt bearbeitet am 19.09.21, 11:49

Datum: 05.05.2010 Ort: Dernau [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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