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Ein Hauch von Winter an der Spree geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 10.02.26, 12:22 |
Bleiben wir im Berlin der Nachwendejahre. Bunte Züge prägten die Stadtbahn, und sie waren bis auf die ICE allesamt lokbespannt! Eine enorme Baureihenvielfalt tummelte sich damals auf den Gleisen. Die Fernzüge waren in der Hand der 103, 112.0, 112.1 oder 120, später der 101. Vor Nacht- und Turnuszügen sah man auch die Baureihen 110, 111 oder 155. Den Verkehr nach Polen wickelten die Knödelpressen ab. Und vor den Regios sah man ausschließlich Sicken in allen Varianten und Farbgebungen. Auch die Zuggarnituren waren bunt: von der früheren Reichsbahnfarbe über mint bis verkehrsrot war alles dabei, und die Fernzüge teilten sich auf in Interregios oder IC-Züge. Vivat Epoche V...;-)
Kommen wir an eine recht häufig fotografierte Spreebrücke in Berlin-Moabit. Die meisten Aufnahmen entstehen hier mit einem Tele-Objektiv von der Brücke der Paulstraße. Aber man kann auch etwas dichter herangehen, wie auf dieser Aufnahme vom 31.01.2021: [www.drehscheibe-online.de]. Kurbeln wir die Zeit auf den Tag genau 22 Jahre zurück: wir schreiben den 31.01.99. Die Stadt war leicht mit Schnee überzuckert, und wir stehen erneut am Spreeufer, nur ein paar Bäume weiter. Eine 112.1 schiebt sich ins Bild, noch in orientrot mit Latz. Der zweite Wagen verrät den Zug: am Haken hängt der EC 175 "Comenius" von Hamburg nach Budapest, mit seinen herrlichen ungarischen Wagen. Als Fotograf fällt man an dieser Stelle auf: direkt links neben uns befinden sich die Anlagen vom Schloss Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten. Die Polizei patrouilliert, nimmt Notiz vom Fotografen und lässt gewähren. Eisenbahnfotografen gelten als harmlos...;-) Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 31.01.1999 Ort: Berlin Bellevue [info] Land: Berlin BR: 112 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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Mietskasernen und Brandschutzmauern geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 08.02.26, 13:54 |
Zwischen Mietskasernen und Brandschutzmauern verlief in Berlin der östliche Innenring zwischen den Bahnhöfen Prenzlauer Allee und dem Grenzstreifen an der Bösebrücke. Am 13.06.89 war der Prenzlauer Berg für mich noch "drüben", und anlässlich irgend einer Veranstaltung ging es in jene Richtung, mit einem Abstecher zur Brücke der Dunckerstraße, von welcher kürzlich in die Gegenrichtung dieser Blick [www.drehscheibe-online.de] gezeigt wurde. Nun, hier sehen wir den Blick auf den S-Bahnhof Prenzlauer Allee, dessen 1891/92 erbautes Empfangsgebäude im Klinkerstil im Hintergrund zu erkennen ist. Im Bahnhof ist soeben ein Stadtbahner im Hauptstadtlack eingetroffen und es geht gleich weiter Richtung Ostkreuz.
Die Gleise im Vordergrund wurden zu jenem Zeitpunkt gerade saniert und für die Elektrifizierung vorbereitet. Berühmt ist der Fotopunkt aus früheren Zeiten, als hier noch die Schnellzüge Richtung Ostsee mit ölgefeuerten Stralsunder 03.10 vorbeikamen. Lang ist´s her... Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 13.06.1989 Ort: Berlin Prenzlauer Allee [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 12 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Blick von der Kynastbrücke zur Wendezeit geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 07.02.26, 17:24 |
Wie sehr sich Berlin in den letzten 30 Jahren verändert hat, kann man an zahllosen Orten in der Hauptstadt beobachten. Insbesondere von den Brücken östlich vom Ostbahnhof lässt sich die Veränderung des Stadtbildes kaum in Worte fassen. Warschauer Brücke, Modersohnbrücke, Kynastbrücke - die Bilder, die hier die Jahrzehnte durchstreifen, erzählen Geschichten.
Der Blick von der Kynastbrücke, unmittelbar neben dem oberen Ringbahnsteig am Bahnhof Ostkreuz gelegen, ist schon desöfteren in der Galerie gezeigt worden. Interessant ist hier im Vergleich zu heute, wie sehr sich hier nach dem Umbau die Lage der S-Bahn-Gleise geändert hat - und welche Gebäude heute noch stehen und welche nicht. Kommen wir in den Spätsommer 1990. Die Rücktour einer Fotoaktion auf der Schöneiche-Rüdersdorfer Straßenbahn führte quer durch die Stadt, mit einer Knipspause an der Kynastbrücke. Der Stadtbahner war damals noch sehr präsent. Hier sehen wir einen Vollzug auf der Zuggruppe G zur Friedrichstraße im "Hauptstadtlack". Bereits Anfang der 90er Jahre war bei den Stadtbahnern der Reichsbahn diese Lackierung häufiger vertreten als der ursprüngliche Farbton in Rot/Ocker, und es gab mitunter Züge, welche aus Vierteln beider Lackierungsvarianten bestanden. Völlig bunt wurde es dann nach der Wende, als Stadtbahner der BVG mit den Reichsbahnzügen im gemeinsamen Zugverband liefen. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 02.09.1990 Ort: Berlin Ostkreuz [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Im Humboldthain geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 01.02.26, 11:33 |
Der Humboldthain. Ein Volkspark in Berlin-Gesundbrunnen, im Bezirk Wedding. Ein geschichtsträchtiger Ort, über den kürzlich an dieser Stelle [www.drehscheibe-online.de] berichtet wurde. Die S-Bahn umrundet an seiner Nordwestseite den Park, und wir stehen auf der Brücke der Grenzstraße unweit des gleichnamigen S-Bahnhofes und beobachten im Herbst 1988 einen ausfahrenden Stadtbahner auf der S 1, welcher demnächst in den Nord-Süd-Tunnel einfahren wird. Auf diesem Bild haben wir die Brücke der Grenzstraße im Hintergrund: [www.drehscheibe-online.de]
Wir sehen die Gleise der S-Bahn und rechts daneben noch die Trasse zum Stettiner Bahnhof. Früher tobte auf der Trasse das Leben, mit Urlauberzügen Richtung Ostseeküste, deren Weg im Stettiner Bahnhof begann. Im Herbst 1988 erkennen wir man gerade noch ein Gleis, welches sogar eine Stromschiene besaß, für die Anbindung eines Werkes der S-Bahn auf dem Gelände des früheren Stettiner Bahnhofs, später in Nordbahnhof umbenannt - nur, damit kein falscher Eindruck gegenüber den Folgen des 2. Weltkrieges aufkommt... Die gleiche Szene 20 Jahre später. Die Natur erobert, wo sie kann. [www.drehscheibe-online.de] Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 22.10.1988 Ort: Berlin Humboldthain [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Morgens in Gesundbrunnen geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 31.01.26, 13:09 |
Machen wir weiter mit ein bissel Berlin-Geschichte..;-)
Bereits einige Bilder sind aus Berlin-Gesundbrunnen in die Galerie gelangt. Aktuelle wie historische. Jetzt ein einzelnes Bild zu verlinken wäre den übrigen Bildern nicht gerecht. Daher empfehle ich dem geneigten und interessiertem Berlin-Besucher die Lektüre sämtlicher Bildtexte. Wir schreiben den 16.06.88. Ein früher Juni-Morgen, welcher in erster Linie dem Franzosenzug diente, welcher hier 3 x pro Woche morgens gegen 7 Uhr aufzukreuzen pflegte. Als Beifang entstand an jenem Morgen die Aufnahme einer S 2 nach Frohnau, wie sie soeben den Bahnhof Gesundbrunnen verlässt. Wir sehen links daneben die beiden weiteren Bahnsteige: in der Mitte, fast vollständig von der Natur zurückerobert, der Bahnsteig für die Vorort-und Fernzüge, welche vom Stettiner Bahnhof kommend, ihren Weg in Richtung Ostseebäder eingeschlagen haben. Links daneben der ehemalige Ringbahnsteig. Was muss hier früher los gewesen sein...? Genau: das, was in etwa heute los ist, wenn man auf der Swinemünder Brücke steht und sich den Verkehr anschaut. Im Juni 1988 kam alle zehn Minuten eine S-Bahn - und sonst nur der Franzosenzug sowie der überschaubare Güterverkehr nach Schönholz und Tegel - auf einem einzigen Gleis. Was sehen wir noch? Links im Hintergrund erkennen wir ein metallenes Denkmal auf einem Hügel. Hierhinter verbirgt sich der Humboldthain, benannt nach dem großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Das Denkmal wurde zur Erinnerung an die deutsche Einheit aufgestellt und zeigt zwei getrennte Hälften, welche von einem Ring zusammengehalten werden und somit die Symbolik der Teilung Deutschlands darstellen. Aber worauf steht das Denkmal? Nun, spulen wir die Zeit in den zweiten Weltkrieg zurück. Hier entstand Anfang der 40er Jahre ein hoher Flakturm sowie daneben ein Leitturm zur Verteidigung der Stadt gegen Luftangriffe der Alliierten. Innerhalb des Turms existiert eine siebenetagige Bunkeranlage, welche heutzutage besichtigt werden kann. Der Hügel um die Türme herum entstand erst nach dem 2. Weltkrieg als Trümmerberg, und die Bunker wurden nach dem Krieg nie gesprengt. Und jetzt kommt wieder die Eisenbahn ins Spiel: Gesundbrunnen war damals in der französischen Besatzungszone, und die Franzosen wollten vermeiden, dass durch die Sprengung die unmittelbar darunter liegenden Gleise der Reichsbahn beeinträchtigt werden, sprich: man wollte die russische Besatzungsmacht nicht unnötig provozieren. Wir verdanken somit mitten in der Stadt dieses sehenswerte Denkmal deutscher Geschichte, und ich kann nur jedem Berlin-Besucher empfehlen, den etwas mühsamen Anstieg über diverse Treppen hoch zum Bunkerplateau auf sich zu nehmen. Allein der Blick auf die Stadt entschädigt! Scan vom Fuji-Kleinbilddia. Einige wirklich unästhetische Baukräne wurden digital zu Fall gebracht. Datum: 16.06.1988 Ort: Berlin Gesundbrunnen [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Berlin Wollankstraße geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 29.01.26, 16:52 |
Berlin, Bahnhof Wollankstraße, im April 1988. Die ersten Sonnenstrahlen laden zu einer Radtour ein. Es geht quer durch die Innenstadt, hoch Richtung Wedding. Hier und da entstehen ein paar Fotos entlang der Stadtbahn und der Nord-Süd-Strecke. Die Wollankstraße endet jäh an der S-Bahn-Trasse, es geht nicht weiter. Hinter der Trasse liegt Berlin-Pankow, ganz nah dran und doch so weit weg. Man glaubt, das Quietschen der Räder der Reko-Straßenbahnen zu hören, welche "drüben" ihre Kreise ziehen.
Die Trasse der S-Bahn liegt hier erhöht an der Nordbahn, und sie war ein politisches Kuriosum: der Bahnhof lag bereits auf Ost-Berliner Gebiet, hatte jedoch nur einen einzigen Zugang von Berlin (West). Reisende wurden auf diese Situation hingewiesen. Unmittelbar hinter dem Bahnhof lag der Grenzstreifen. Ein weiteres Kuriosum bestand darin, dass der Bahnhof auch nach Übernahme der West-Berliner S-Bahn durch die BVG zur Reichsbahndirektion Berlin gehörte; die Personale in Reichsbahnuniform kamen bis zur Wiedervereinigung aus Ost-Berlin. Wir beobachten einen einfahrenden Stadtbahner der BVG. Auch die parkenden Autos sind heutzutage einen Blick wert. Die Wollankstraße heute: wie selbstverständlich fährt man unter der S-Bahn-Trasse vom Wedding nach Pankow. Kaum einer erinnert sich hier an die kuriose Situation vor der Wende. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 17.04.1988 Ort: Berlin Wedding [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 11 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Grau in grau geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 28.01.26, 17:40 |
Berlin Prenzlauer Berg. Ein diesiger Märztag anno 1987. Graue Häuserschluchten umgeben mich; man hat den Eindruck, alle Gebäude tragen den gleichen Farbton. Es riecht etwas nach Braunkohle. Ich stehe etwas verstohlen auf der Brücke der Dunckerstraße und beobachte den S-Bahnbetrieb auf dem östlichen Innenring. Passanten huschen vorbei. Die meisten nehmen keine Notiz von dem Fotografen, einige beäugen einen höchstens etwas neugierig. Hinter mir ist der S-Bahnhof Prenzlauer Allee. Alle Nasenlang kommen S-Bahnen vorbei, und gleich einer der ersten Züge, die ich erwische, ist der Prototyp des Bankierszuges. Er entschwindet Richtung Schönhauer Allee, und ich denke mir: der kommt demnächst wieder zurück. Bingo! Treffer für das nachfolgende Motiv am S-Bahnhof, wo hinter mir der Verkehr auf der Prenzlauer Allee tobt. Es sollte jenes Bild entstehen [www.drehscheibe-online.de], und dem Bankierszug folgte sogleich ein weiteres Schmankerl in Form eines noch nicht modernisierten Triebzuges der Baureihe 277, noch mit alter Kopfform.
Infos zum Bankierszug bitte ich dem verlinkten Bild zu entnehmen. Der Tag führte mich kreuz und quer durch den "anderen" Teil der Hauptstadt, immer auf der Suche nach den besonderen, noch nicht modernisierten Fahrzeugen der Baureihen 276 und 277. Ob mich jemand beobachtet hat? Ob sich ein "Organ" für den klassenfeindlichen Fotografen interessiert hat. Abends, bei der "Ausreise" (was für Wörter , heutzutage...) am Bahnhof und Grenzübergang Friedrichstraße war ich einer von vielen Bürgern von "drüben". Und machen wir uns nichts vor: eine gewisse Erleichterung war immer zu spüren, wenn man in die S-Bahn Richtung Berlin-Wannsee stieg, so mit Anfang 20, alleine im "Osten". Unvorstellbar... Scan vom Fuji 100 Kleinbilddia Datum: 15.03.1987 Ort: Berlin Prenzlauer Allee [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte |
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Mitten auf der Dresdener Bahn geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 26.01.26, 11:18 |
Machen wir eine Zeitreise in die 80er Jahre des alten "West-Berlins". Die S-Bahn war in der Hand der BVG, und man hatte seine drei Linien. Es gab zu jener Zeit bei den Triebwagen nur eine Bauform, den "Stadtbahner" der Baureihe 275. Entweder kam er einem in ocker/rot entgegen oder in dem etwas gelberen BVG-Senfton.
Hier mal eine Aufnahme der S 2 von Frohnau nach Lichtenrade, welche -wohnortbedingt- fotografisch etwas seltener besucht wurde als die Wannsee- oder Stadtbahn. Aber am 07.02.86, vor fast genau 40 Jahren, gab es mal einen Fotostop in Berlin-Mariendorf, unweit des ehemaligen Gaswerkes, von welchem wir im Hintergrund einen der wuchtigen Gasspeicher erkennen. Wir befinden uns auf einem schmalen Fußweg zu einer Laubenkolonie und blicken einem Stadtbahner auf seinem Weg nach Frohnau hinterher. Jahrzehnte später: genau dort, wo wir standen, donnert jetzt der Fernverkehr nach Dresden oder der Airport-Express zum Flughafen Berlin-Brandenburg durch. Die Dresdener Bahn ist seit kurzem wieder eröffnet, und die Züge sieht man hinter den meterhohen Schallschutzwänden nicht. Die Laubenpieper gibt es nicht mehr, ebenso wenig das Gaswerk Mariendorf geschweige den Stadtbahner. Wir erkennen auf dem Bild im Hintergrund einen Anschluss zu einem Tanklager - und dieser Anschluss war Thema jener Aufnahmen, auf welchen die Bauarbeiten auf der Dresdener Bahn gerade im Gange waren: [www.drehscheibe-online.de], [www.drehscheibe-online.de]. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 07.02.1986 Ort: Berlin Mariendorf [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Neue Bahn, "Alttechnik" und eine Illusion geschrieben von: Jan vdBk (1052) am: 23.01.26, 19:09 |
Es gibt in Berlin nicht mehr viele Betriebsstellen, die nicht per ESTW aus den Betriebszentralen von Fern- und S-Bahn gesteuert werden. Der Bahnhof Berlin-Schöneweide hat sie noch, die "Alttechnik", also die alte Signaltechnik mit örtlich bedienten Hl-Signalen. Auch nachdem die Bahnsteige einer Kernsanierung unterzogen worden sind und vorbildlich mit den historischen Überdachungen wiedererrichtet wurden und die Berliner S-Bahn inzwischen ihre neueste Fahrzeuggeneration ins Rennen schickt, werden die Signale von Stellwerken vor Ort gesteuert. Prächtigster Blickfang der alten Signaltechnik ist das Stellwerk Swn am nördlichen Ende der Bahnsteige. Und fast könnte man denken, dass von dort auch anno 2026 der Verkehr noch geregelt wird. Doch das Stellwerk ist bereits seit 2019 außer Betrieb und der Fdl sitzt in einem Container, der hier gerade von der einfahrenden S47 nach Spindlersfeld verborgen wird. Datum: 19.01.2026 Ort: Berlin-Schöneweide [info] Land: Berlin BR: 483 Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Eis über der Spree geschrieben von: KBS443 (592) am: 13.01.26, 12:24 |
Nur bei laublosen Bedingungen ist diese Lücke in der Bebauung für eine Aufnahme des Zugverkehrs tauglich. Gestern war das allerdings nicht mein Hauptanlass, den die gänzlich zugefrorene Oberfläche der Spree war durchaus aufsehenerregender. In der passenden Länge passierte einer der mittlerweile auf der Stadtbahn ziemlich häufig anzutreffenden Treibwagen der ODEG den Bildausschnitt. Datum: 11.01.2026 Ort: Berlin Friedrichstraße [info] Land: Berlin BR: 445 (Stadler KISS) Fahrzeugeinsteller: ODEG Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Schon wieder Neukölln? geschrieben von: t_s_f (8) am: 11.01.26, 03:42 |
Die Geschichten aus Neukölln sind eigentlich alle erzählt - Der Blick von der Hertabrücke mit den vielen Formsignalen. Bekannt, schön und doch schon mehrfach in der Galerie vertreten. Ist man so wie ich erst kürzlich nach Berlin gezogen und wollte einfach nur mal eben ein paar Bilder von der S-Bahn und den Formsignalen machen, fällt einem auf den ersten Blick gar nicht unbedingt eine wesentliche Veränderung an besagter Fotostelle auf: Unübersehbar wurde ein Gebäude hochgezogen, welches eine gewisse Ähnlichkeit mit der in Frankfurt am Main stehenden Europäischen Zentralbank hat (findet zumindest der Fotograf, der bis vor kurzem noch in besagter Stadt viele Jahre gelebt hat). Es handelt sich um den Estrel-Tower, welcher seit 2021 im Bau ist und nach Fertigstellung als Hotelturm der Estrel-Hotels dienen soll. Er liegt an der berühmten Sonnenallee.
Und etwas weiteres ist mir aufgefallen: Im Sommer verbogen hinter Gebüsch und Bäumen lässt sich in der kalten Jahreszeit auch die Feuerwache Neukölln gut auf dem Foto erkennen. Bereits seit über 100 Jahren bekommt der Bürger im Brennpunkt Neukölln von hier aus Hilfe. Ikonisch sind an diesem Gebäude auch die Fensterläden. Leider ziert schon seit vielen Jahren ein unschönes Graffiti die Seitenwand der Feuerwache. Datum: 21.11.2025 Ort: Neukölln [info] Land: Berlin BR: 481 Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 2 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Woltersdorfer Winter Wonderland geschrieben von: Todd (7) am: 08.12.25, 13:33 |
Im Februar 2025 war auf der Woltersdorfer Straßenbahn das Ende der regulären Einsätze der inzwischen historisch anmutenden Gotha Triebwagen eingeläutet. Am Tag der Aufnahme dieses Fotos war schon einer der neu gelieferten modernen Triebwagen im Einsatz und so nutzte ich während eines Aufenthaltes in Berlin die Chance, die schönen alten Wagen noch einmal zu fotografieren. Und siehe da: Das Wetter spielte mit und zauberte eine Winterlandschaft wie aus dem Bilderbuch, die allerdings leider nur für ein paar Stunden hielt. Schon bald wurde aus dem herrlichen Weiß ein grauer Matsch, was dieses Bild zum Glück noch nicht zu erkennen gibt. Datum: 14.02.2025 Ort: Rahnsdorf [info] Land: Berlin BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: SRS Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 9 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Zahlensalat in Rostkruste mit Elaskonsoße geschrieben von: bahnmotive (40) am: 10.10.25, 11:43 |
Ein Stück vom B-Radsatz der S 10, als 17 008 im Berliner Technikmuseum. Je nachdem, wie die Radsätze bewegt werden, sieht man die Schlagzahlen auf den Radsätzen mal mehr, mal weniger. Die Lok ist Baujahr 1911. Die Kuppelachse kam dann wohl 1912 dazu ..... :-)
Die Reflektion vom Blitz wurde etwas nachbelichtet. Datum: 10.12.2014 Ort: berlin [info] Land: Berlin BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Preußische Staatsbahn Kategorie: Stillleben Top 3 der Woche: 5 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Am Bahnübergang Ahrensfelde geschrieben von: emef am: 27.09.25, 02:54 |
Am frühen Morgen des 25.09.2025 überquert der erste Zug der Regionalbahnlinie RB25 den Bahnübergang über die Ahrensfelder Chaussee in Richtung Ostkreuz. Der aus Werneuchen kommende Batterietriebwagen vom Typ Siemens Mireo Plus B der Niederbarnimer Eisenbahn hat die Fahrzeugnummer NEB 563 041. Datum: 25.09.2025 Ort: Berlin, Ahrensfelder Chaussee [info] Land: Berlin BR: 563 (Siemens Mireo plus B/H) Fahrzeugeinsteller: NEB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Form und Farbe geschrieben von: SeBB (206) am: 25.09.25, 18:51 |
Jede Baureihe der Berliner S-Bahn hat ihr eigenes charakteristisches Gesicht. Angefangen bei den "Stadtbahnern" und "Rundköpfen", über die "Coladosen", "Toaster", "Taucher"- oder auch "Klobrillen" bis zu den "Lichtschaltern". Überwiegend gemeinsam ist ihnen die Farbgebung bordeauxrot/ocker, abgesehen von einigen offiziellen Farbexperimenten und inoffiziellen temporären Lackierungen ;)
In der Halle von Berlin Ostbahnhof trafen sich hier der "Toaster", der auf der Linie S3 eine Bahnsteigwende vollzog, sowie die "Klobrille". Datum: 19.09.2025 Ort: Berlin Ostbahnhof [info] Land: Berlin BR: 480 Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven Top 3 der Woche: 17 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Zementierte Teilung geschrieben von: railpixel (599) am: 24.09.25, 13:53 |
Im Berliner Nordbahnhof erinnert eine ständige Ausstellung an die Teilung der Stadt und ihre Grenz- und Geisterbahnhöfe. Am 19. Februar 2017 habe ich eines der Bilddokumente mit der einfahrenden S-Bahn 481 181-6 fotografiert.
Mein Selbstportrait, die Spiegelung im Zug, habe ich euch erspart :). Datum: 19.02.2017 Ort: Berlin Nordbahnhof [info] Land: Berlin BR: 470,471 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven Top 3 der Woche: 13 Punkte 5 Kommentare [»] |
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Wannsee- und Stammbahn in Berlin-Lichterfelde West geschrieben von: Der Rollbahner (330) am: 17.09.25, 16:05 |
Bis zum Brand eines Wagens der Baureihe 480 im Nord-Süd Tunnel (Anhalter Bahnhof), am 10. August 2004, verkehrten die "Toaster" auch auf der S-Bahn-Linie S1 zwischen Oranienburg und Berlin-Wannsee. Das Bild zeigt eine 3/4 -Garnitur, in nördlicher Richtung fahrend, als "Nachschuß" bei der Einfahrt in den S-Bahnhof Berlin-Lichterfelde West.
Gleichzeitig setzt sich im benachbarten, der 1838 zwischen Potsdam und Berlin eröffneten Preußischen Stammbahn zugerechneten, Güterbahnhof die Ludmilla 232 577-7 an den Ford-Zug des Zulieferers Visteon aus dem Industriegebiet am Zehlendorfer Stichkanal, um ihn ca. eine Stunde später, gegen 17:30 Uhr, nach Wannsee zu befördern. Zuvor war die im Hintergrund sichtbare V60 West (= Dreibein) für die Zusammenstellung und Abholung dieses Zuges über die Goerzbahn, entlang des Dahlemer Weges, verantwortlich gewesen. Die Personen im Gleis haben mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas mit der nur wenige Tage nach dieser Aufnahme startenden Generalsanierung und Streckensperrung der Neuen Wannseebahn, zwischen den S-Bahnhöfen Sundgauer Straße und Anhalter Bahnhof, zu tun. Die Neue Wannseebahn, zwischen Berlin, Steglitz und Zehlendorf als separate Vorortbahn parallel zur alten Stammstrecke gebaut, ist deutlich jünger als diese und wurde 1891 in Betrieb genommen. Scan vom Fuji KB-Dia Datum: 23.05.2001 Ort: Berlin-Lichterfelde West [info] Land: Berlin BR: 480 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Berliner Unterwelten geschrieben von: Martin Brosow (81) am: 29.08.25, 10:42 |
Fahrzeug- und Fahrgastfluss. Das sich ewig alle paar Minuten wiederholende Spiel im U-Bahnhaltepunkt Bernauer Straße in Berlin. Datum: 22.08.2025 Ort: Bernauer Straße [info] Land: Berlin BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 10 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Ein 762er Steuerwagen in Ruhleben geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 11.07.25, 12:40 |
Steuerwagen stehen ja eher weniger im Fokus der Eisenbahnfreunde, und machen wir uns nichts vor: meist gehen die Mundwinkel nach unten, wenn statt der erhofften Wunschbespannung ein Steuerwagen aufkreuzt.
Aber es gibt Ausnahmen, meist verbunden mit der Seltenheit eines Fahrzeuges. Ein Karlsruher oder Wittenberger Kopf gilt inzwischen als Kult, von den legendären Hasenkästen ganz zu schweigen. Fast unbemerkt, aber dennoch auf dem absterbenden Ast sind Steuerwagen der Gattung 761 und 762. In der Galerie kaum vertreten, und auch im eigenen Berlin-Brandenburger Revier nur noch selten anzutreffen. Kürzlich erschien sogar in hiesigen Foren die Nachricht, dass auf dem RE 3 von Stralsund ein 762er Steuerwagen auf die Hauptstadt zurollt. So weit ist es schon, dass ein Steuerwagen eine Meldung wert ist! ;-) Nun, von der gemischtklassigen und klimatisierten Unterbauart 762 gab es wohl nur 30 Stück, im Gegensatz zu 68 Exemplaren des DBbzf 761. Hier kommt uns auf der RB 10 von Berlin-Südkreuz nach Nauen in Berlin-Ruhleben ein 762er Steuerwagen entgegen, und seien wir ehrlich: eigentlich waren wir eher auf die 143 am anderen Ende der Garnitur scharf ! Das Bild entstand dann auch eher aus einer Laune heraus, zwischen diversen ICE, ODEG- und sonstigen Triebwagen der DB. Und heute, vier Jahre später: eines von an einer Hand abzählbaren Bilder eines 762er Steuerwagens. Wer weiß, wie lange es diese Wagen noch gibt...;-) Datum: 01.10.2021 Ort: Berlin Ruhleben [info] Land: Berlin BR: Steuerwagen (außer von Triebwagen) Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 5 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Bei den Laubenpiepern von Ruhleben geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 10.07.25, 12:39 |
Landschaft oder Infrastruktur? Berlin ist grüner, als man denkt...;-) Wir stehen am Rande einer Kleingartenkolonie in Berlin-Ruhleben, unweit des Heizkraftwerkes Reuter West. Rechts im Hintergrund dümpelt die Spree vorüber, und im Hintergrund sind verschiedene Industriebetriebe erkennbar. Unter uns verlaufen die Gleisanlagen vom Bahnhof Spandau bzw. dem Güterbahnhof Ruhleben Richtung Moabit oder Grunewald. Was an Fern- und Regionalzügen vom Berliner Hauptbahnhof (tief) in westlicher Richtung unterwegs ist, muss hier vorbei - und entsprechend hoch ist die Zugdichte. ICEs und Regionalbahnen wechseln sich in rascher Folge ab, und der optische Höhepunkt sind die Eurocities von Hamburg Richtung Prag mit ihren sehr ansprechenden Garnituren. Und somit fegt an uns am späten Vormittag des 06.09.20 die 193 293 der CD mit ihrem EC 379 Richtung Hauptbahnhof (tief) vorbei.
Bereits zwei Jahre später hat sich die Natur diese Sichtachse wieder zurückerobert. Ob der Blick heute noch -oder wieder- möglich ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Datum: 06.09.2020 Ort: Berlin Ruhleben [info] Land: Berlin BR: CZ-193 Fahrzeugeinsteller: CD Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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Licht und Schatten geschrieben von: KBS443 (592) am: 10.07.25, 12:09 |
Die starke Auslastung entlang der Stadtbahn in Berlins Mitte selbst an Sonntagen ist auf ein starkes Touristenaufkommen zurückzuführen. An diesen Tagen war zusätzlich noch die Fernbahn wegen Bauarbeiten gesperrt und so war es nicht der erste Versuch, der zum gewünschten Ergebnis unter der Bahnhofshalle am Hackeschen Markt geführt hat. Nur als der Rückstau auf den Gleisen zu unmittelbar hintereinander fahrenden Zügen geführt hat, war der Bahnsteig beim zweiten Zug dann leer genug, um das Licht Schatten Spiel festzuhalten. Zuletzt bearbeitet am 18.07.25, 16:59 Datum: 14.06.2025 Ort: Berlin Hackescher Markt [info] Land: Berlin BR: 481 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 7 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Der Himmel über Berlin vor über 30 Jahren geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 08.07.25, 14:36 |
Bevor wir uns mit diesem Bild beschäftigen, werfen wir einen Blick auf diese Aufnahme aus dem Jahr 2013: [www.drehscheibe-online.de]. Jenes Bild ist am 05.06.2013 entstanden - und wir spulen mal die Zeit zurück in den Juni 1994, sprich fast auf den Tag genau 19 Jahre vorher: Bereits damals haben wir an heißen Tagen den Himmel über Berlin aus 125 Metern Höhe genossen. Wir stehen auf der Aussichtsplattform des Funkturms und blicken auf die Stadtbahn. Der Fahrdraht ist hier bereits montiert, aber der Großteil der Züge obliegt noch der Dieseltraktion. Damals war die Baureihe 219 noch aktiv, und wir sehen hier ein U-Boot, wie es seine Interregio-Leergarnitur vom Abstellbahnhof Grunewald zum Bahnhof Zoologischer Garten schiebt.
Auf den ersten Blick hat sich nicht soo viel verändert in den 19 Jahren. Oder doch? Im Jahr 1994 gab es noch den Güterbahnhof Halensee im Hintergrund, gesichert durch mehrere Formsignale. Später wurde auf dem Gelände ein riesiger Baumarkt errichtet, welcher im Jahr 2013 noch im Bau war. Diverse Hausfassaden haben im Laufe der Jahre einen neuen Anstrich erhalten, oder auf die oberste Etage wurde ein Loft draufgesetzt. Auf der Ringbahn dominierte die "Cola-Dose" der Baureihe 485, und ein Exemplar ist auch in der unteren Halle des Bahnhofs Westkreuz erkennbar. Der Stellwerksturm am Bahnhof war noch vorhanden, und der geneigte Betrachter wird noch viele weitere Unterschiede entdecken. Wiederum einige Jahre später ist im Sommer 2019 diese Aufnahme entstanden: [www.drehscheibe-online.de]. Der Baumarkt ist fertig, und es wurden noch einige weitere Fassaden renoviert. Und wir sehen den Zug, der aktuell die Bildberichte bei DSO prägt wie kein weiterer Zug in Berlin: den Kaffeezug. Ab August gibt´s auf dem südlichen Innenring nur noch Tee...:-( Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia, entsättigt, aufgewärmt. Datum: 20.06.1994 Ort: Berlin Funkturm [info] Land: Berlin BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 8 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Auf einen Kaffee nach Neukölln geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 15.06.25, 21:32 |
Wenn man den Auguren traut, soll es dem letzten planmäßigen Güterzug auf dem nicht elektrifizierten Abschnitt des Innenrings in Berlin ab Anfang August an den Kragen gehen. Ab dann ist vorgesehen, dass der Zug nicht mehr nach Berlin-Neukölln um Güterbahnhof Treptow geführt wird, sondern zum Terminal in den Berliner Westhafen. Von dort erfolgt die weitere Reise der Container per LKW (sic!) zur Kaffeerösterei nach Neukölln. Wer den chronisch verstopften Berliner Stadtring kennt, der zudem für eine längere Zeit durch den Abriss zweier Brücken in Westend stark gehandicapt ist, kann sich die Ernsthaftigkeit dieses Vorhabens nur schwer vermitteln lassen. Na, warten wir ab, ob wir tatsächlich ab August auf dem Stadtring den LKW mit ihren 20`- Containern im Stau zuwinken können.
Noch ist der Kaffeezug jedenfalls noch fast jeden Werktag zu erleben. Während die Hinleistung ab Seddin meist bereits deutlich vor 6.00 Uhr morgens am Ziel ist, erfolgt die Rückfahrt meist zwischen 17 und 18 Uhr. Eingesetzt werden derzeit sowohl die neuen 249 als auch wie bisher die 298, und immer wieder kommt auch eine der wenigen V 90 von Seddin zum Zuge. Am 11.06.25 war es erneut die 294 574, welche wir schon von dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] aus Berlin-Wannsee kennen. Im Hintergrund erhebt sich der monströse Estrel Tower, mit 176 Metern wird er das höchste Hochhaus von Berlin. Zum Vergleich: die Aussichtsplattform auf dem Funkturm am Messegelände misst nur lumpige 125 Meter... Datum: 11.06.2025 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin BR: 294 (alle V90-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 10 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Warten auf Godot geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 06.06.25, 12:32 |
Der südliche Berliner Innenring. Wie ein gallisches Dorf hält sich hier seit Jahrzehnten ein bislang nicht elektrifizierter Abschnitt zwischen Berlin-Grunewald über Halensee, Tempelhof und Neukölln, um dahinter in Baumschulenweg wieder den Fahrdraht zu erreichen. Einziger planmäßig auf dieser Strecke verkehrender Zug ist der bereits schon desöfteren in der Galerie gezeigte "Kaffeezug", welcher auch regelmäßiges Thema bei den Bild-Sichtungen bei DSO ist. Ansonsten verkehren nur Sonderleistungen - oder es verirrt sich mal eine Lz oder ein Bauzug auf diese Strecke.
Nun waren in der laufenden Woche Bauarbeiten auf dem südlichen Berliner Außenring, verbunden mit der Hoffnung, dass wenigstens aus diesem Anlass mal ein dieselbespannter Güterzug über den Innenring geleitet werden würde. Hin und wieder erfährt man ja "aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen", dass eine Sonderleistung fährt - oder es kommt das Phänomen des Zufalls zum Tragen. Parallel zu den Fernbahngleisen verläuft die Berliner S-Bahn. Hier sind natürlich regelmäßig Zugfahrten zu beobachten, aber auf diesem Abschnitt des Innenrings verkehren seit geraumer Zeit nur noch "Lichtschalter". Und spätestens nach zwei Vorbeifahrten wird es langweilig - weil: haste einen, haste alle...! ;-) Pustekuchen...! Natürlich hat sich während meines ca. 90minütigen Aufenthaltes außer einer schnöden G 1206 als Lz aus der Gegenrichtung nix brauchbares blicken lassen - aber wir vergleichen mal dieses Bild mit einer Aufnahme aus dem Sommer 1988: [www.drehscheibe-online.de]. Auch damals kam "nur" eine Lz in Form einer Babelsbergerin - aber das Umfeld hat sich erheblich gewandelt! Sogar die Busse auf der Halenseebrücke sind moderner geworden...;-) Viel Spaß beim Wimmeln...! Datum: 03.06.2025 Ort: Berlin Wilmersdorf [info] Land: Berlin BR: 484 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Ein kurzes Innehalten am Rosinenbomber geschrieben von: Der Rollbahner (330) am: 08.05.25, 15:00 |
Seit dem 8.Mai 1999 hängt die Douglas C-47 Skytrain am Gebäude des Deutschen Technikmuseums in Berlin-Kreuzberg. Das markante Wahrzeichen soll an die Versorgung der Westsektoren per Luftbrücke während der Berlin-Blockade 1948/49 erinnern.
Ziemlich passend dazu verläuft die nahe U-Bahntrasse hier in Hochlage und sollte aufmerksamen Fahrgästen eine gute Aussicht auf den Rosinenbomber bieten. Fast scheint es so, als würde der Zug in Richtung Warschauer Str. gerade aus einem BVG-Bürogebäude herausfahren. Tatsächlich wird die Bahn aber in wenigen Sekunden den Landwehrkanal überquert haben, während der momentan für einen Augenblick ruhende Straßenverkehr dann wieder Stoßstange an Stoßstange das Tempelhofer Ufer füllen dürfte. Datum: 01.04.2012 Ort: Berlin-Kreuzberg [info] Land: Berlin BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 9 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Das höchst seltene Wunschmotiv geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 30.03.25, 15:02 |
Am 22.03.2025 veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn (AGU) eine einzigartige Sonderfahrt mit dem historischen AI-Dreiwagenzug im Stil der 1930er Jahre vom Klein- ins Großprofil. Ausgangspunkt der Fahrt war der U-Bahnhof Olympia-Stadion, in dessen historischem Stillwerk sich das Berliner U-Bahnmuseum befindet.
Ab dem heutigen U-Bahnhof Mohrenstraße ging es auf den Spuren früherer Überführungsfahrten durch den „Klostertunnel“ – inklusive Stromabnehmer-Umbau – zur Betriebswerkstatt Friedrichsfelde (Großprofil). Der „Klostertunnel“ wurde zum 50jährigen Jubiläum der Berliner U-Bahn im Jahr 1952 eröffnet und ermöglichte die Gleisverbindung der auf Ost-Berliner Gebiet liegenden Strecken A (U-Bahnhof Kosterstraße / Kleinprofil) und E (Kehranlange Alexanderplatz / Großprofil). Nach dem Mauerbau wurde er intensiv genutzt, um Kleinprofilwagen zur einzigen U-Bahn-Betriebswerkstatt in Friedrichsfelde bzw. von dort zurück ins Kleinprofil zu bringen. Die öffentliche Sonderfahrt endete in der Betriebswerkstatt Friedrichsfelde, anschließend fuhr der Zug die gesamte Strecke als geschlossene Sonderfahrt zurück. Nach diesem höchst seltenen Ausflug ins Großprofilnetz nahm der historische AI wieder seine Abstellposition in der Betriebswerkstatt Grunewald ein. Seit etlichen Jahren hatte ich das bekannte Motiv am Gleisdreieck mit dem markanten ex-Reichsbahn-Gebäude (Flügelrad) und dem 30er Jahre AI im Kopf. Doch der historische Zug fährt nur alle Jubeljahre an dieser Stelle vorbei - und wenn dann war in den vergangenen Jahren nicht solch ein Traumwetter sowie der passende Sonnenstand. Auf der Rückfahrt des Zuges gelang dieses Foto nun endlich! Datum: 22.03.2025 Ort: Berlin Gleisdreieck [info] Land: Berlin BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 9 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Feierabend geschrieben von: Rainer.Patzig (124) am: 19.03.25, 09:11 |
Obwohl es noch nicht einmal 17:00 ist, setzen die ersten Züge U1 / U3 an der Warschauer Straße aus. Dazu kommen sie auf dem eher weniger genutzten Außenbahnsteig an und werden über eine Sägefahrt in die Halle zur "Nachtruhe" und oftmals auch kleinen Wartung bugsiert. Sonst sind, zumindestens im Winter, die Tore zu.
Der hier zu sehende Zug ist ein HK 06, gebaut 2006 von Bombardier. Er zählt zu den moderneren Baureihen im Kleinprofil. Ansonsten kann man auf der U1 / U3 so ziemlich alles antreffen, was an Kleinprofilzügen der BVG fahrfähig ist. Der Verkehrsbetrieb hat Fahrzeugmangel und fährt, was er hat. Datum: 08.01.2024 Ort: Warschauer Straße [info] Land: Berlin BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 14 Punkte 6 Kommentare [»] |
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Kein Interesse an der Straßenbahn Woltersdorf ... geschrieben von: 118 766 (4) am: 23.02.25, 14:49 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 09.03.25 |
... hatte ein Wildschweinrotte im Berliner Stadtwald nahe der Waldweiche. Während Tw 27 auf die Kreuzung wartete, eilten rund 25 Schwarzkittel quer durch den Wald. Zuletzt bearbeitet am 23.02.25, 23:17 Datum: 20.02.2025 Ort: Waldweiche (an der Grenze zw. Berlin und Woltersdo [info] Land: Berlin BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Woltersdorfer Straßenbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 24 Punkte 5 Kommentare [»] |
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Auf einen Bordeaux nach Berlin-Spindlersfeld ! geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 21.02.25, 20:14 |
Zur Zeit sorgt ja die Delta-Rail mit ihren "Ladies" im Berlin-Brandenburger Raum für Furore, denn eine Lok nach der anderen verlässt die heiligen Hallen des AW Dessau in der historischen Lackierung.
Es gab aber mal eine Zeit, in der bordeauxrote 143 Alltag waren. Nicht ganz so häufig waren Mitte der 90er Jahre hingegen bordeauxrote 155. Es gab noch diverse Loks davon in dieser Farbgebung, auch in orientrot mit Latz, aber es ging dann sehr schnell, bis der Großteil dieser Baureihe im verkehrsroten Design umherfuhr. Nach dem offiziellen Ende dieser Baureihe bei der DB sind aber immer noch zahlreiche Loks bei privaten Anbietern unterwegs, und erfreulich viele zeigen sich im historischen Gewand in bordeaux oder orientrot. Am 07.05.1997 war es jedoch noch ein ganz normaler Güterzug, welcher hier abends in nördliche Richtung in Berlin-Spindlersfeld über die Spree poltert. Ein Motiv, welches seinerzeit noch aus diversen Richtungen umsetzbar war und auch heute noch zu begeistern mag - auch wenn der waagerechte Blechträger der Brücke inzwischen hoffnungslos mit Graffiti beschmiert ist. Die Galerie zeigt die Metamorphose der Brücke in ihrer vollen Detailtreue. P.S.: ....unbeschmierte H- und Ha- Wagen. Heute unvorstellbar... Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 07.05.1997 Ort: Berlin Spindlersfeld [info] Land: Berlin BR: 155 Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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Frostiger Morgen am Ostkreuz geschrieben von: KED Halle (11) am: 18.02.25, 00:27 |
Eigentlich hätte ich gar nicht hier sein sollen. Ich war auf dem Weg nach Frankfurt an der Oder. Aber aufgrund mutwillig beschädigter Signalkabel am Abzweig Ostendgestell fuhren die RE 1 mit Umleitung über Karower Kreuz eher nach Zufallsprinzip. Die EC fuhren teilweise gar nicht ab Berlin, da auch in Polen ein Rechnerstellwerk schwächelte.
Also versuchte ich es mit der S-Bahn bis Erkner, um dann mal weiter zu schauen. Nachdem ich in Ostkreuz natürlich erstmal die falsche Treppe nahm und dem Toaster noch beim Ausfahren zuschauen konnte, war die nächste S3 wegen Reparatur am Fahrzeug im Ausfall. So wurde die Zeit ein wenig zum Fotografieren genutzt. Das Überwerfungsbauwerk im Vorfeld ist mit seinen Rampen ein interessantes Motiv und schon mehrfach in der Galerie vertreten. Im Zuge vom Umbau des Ostkreuzes wurde es errichtet, womit aus dem Linien-Betrieb der S-Bahnen unten ein Richtungsbetrieb wurde. Den Blick vom Bahnsteig aus an einem frostigen Wintermorgen gibt's bisher noch nicht in der Galerie. Datum: 14.02.2025 Ort: Berlin [info] Land: Berlin BR: 480 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 16 Punkte 9 Kommentare [»] |
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Mit gesenkten Pantos über den Innenring geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 31.01.25, 17:41 |
Auch im Berliner Raum waren bis zur Mitte der 90er Jahre noch Holzroller zu sehen, sowohl von Seddin aus entlang des BAR sowie auf der Kanonenbahn als auch auf diversen Strecken kreuz und quer durch die Stadt. Häufig waren Loks der Baureihe 242 auf dem Innenring zu sehen, u.a. vor Güterzügen von und zum Containerbahnhof Frankfurter Allee oder vom Güterbahnhof Schöneweide. Hier verkehrte recht zuverlässig ein Güterzug in den Nachmittagsstunden in westliche Richtung, um dann am noch längst nicht fertiggestellten Nordkreuz Richtung Pankow Heinersdorf abzubiegen; geradeaus Richtung Gesundbrunnen ging es noch nicht. Schöneweide, Frankfurter Allee, Pankow Heinersdorf...Güterbahnhöfe, welche längst stillgelegt wurden; deren Flächen teilweise überbaut wurden.
Eine Fotostelle fand sich am Innenring zwischen den S-Bahnhöfen Prenzlauer Allee und Greifswalder Straße, etwa auf der Höhe des ehemaligen Gaswerkes. Hier ließen sich sowohl Züge auf den Fernbahngleisen als auch S-Bahn-Züge in beide Richtungen beobachten, je nach Sonnenstand. Am Nachmittag des 21.08.91 kommt uns hier die 242 156 entgegen und hat ihren Stromabnehmer bereits abgesenkt, um in wenigen Augenblicken die recht niedrige Brücke unter der Prenzlauer Allee zu passieren. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 21.08.1991 Ort: Berlin Prenzlauer Allee [info] Land: Berlin BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Klobrille, Toaster und Pickelhaube am Rostkreuz geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 22.01.25, 20:53 Bild des Tages vom 23.01.26 |
Für (fast) alles haben wir Berliner Spitznamen. Und trotzdem trifft man hier, wo zahlreiche Berliner Spezialitäten aufeinandertreffen, keine Berliner. Doch - mich! Denn Hipsters liebster Sunset-Spot ist für S-Bahn Fans ein wahres Paradies. Im besten Winterlicht ließen sich an einem herrlichen Sonnentag BR481 (Klobrille), BR480 (Toaster), der Wasserturm (Pickelhaube) und das neue Ostkreuz (Rostkreuz) gemeinsam ablichten. Datum: 19.01.2025 Ort: Berlin Ostkreuz [info] Land: Berlin BR: 481 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 5 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Schnee und Sonne in Berlin... geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 12.01.25, 18:06 |
...ist eine höchst seltene und dokumentierungspflichtige Situation. So ließ sich ein Wolkenloch am Westkreuz dazu nutzen, mal die Perspektive von ganz oben umzusetzen. Normalerweise machen die Betonsteine der Fußweg-Mauer einen unattraktiven Teil des Bildes aus, im vereisten Zustand dagegen wirken sie bereichernd. Die Art des Zuges war in diesem Moment egal, Hauptsache es kam etwas. Und es kam eine modernisierte sowie sehr saubere "Klobrille". Mittlerweile sieht man dort eigentlich nur noch Vollzüge der neuesten BR483/484, dieser 3/4-Zug 481 war eine aufgrund von Bauarbeiten umgeleitete S25 aus Hennigsdorf. Datum: 12.01.2025 Ort: Berlin Westkreuz [info] Land: Berlin BR: 481 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 2 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Motivwiederholung geschrieben von: Vesko (788) am: 30.12.24, 21:09 |
Railview von DSO-Galerie zeigt auf einen Blick, welche Motivmöglichkeiten in den Regionen und Städten möglich sind. Seit es dieses Tool gibt, gehe ich etwas anders an die Motivplanung heran - andere Nutzer der DSO-Galerie sicherlich ebenfalls. Früher wurde im Internet und vor Ort zeitaufwändig gesucht. Heute ist innerhalb weniger Minuten eine Tendenz da, wo es potentiell brauchbare Motive gibt. Trotz des Effizienzgewinns sollte man die Augen offen haben für Motive und Perspektiven, die es in der DSO-Galerie noch nicht zu sehen gibt.
Eine völlig neue Fotostelle oder Perspektive zu finden ist inzwischen schwierig geworden - dank der zahlreichen Hobbykollegen, die bereits viel fotografiert haben und weiterhin fleißig fotografieren. Ein Zeichen für die Motivsättigung ist ebenfalls, wenn man sich dabei erwischt, die eigenen Motive zu wiederholen. Ich war am 21.09.2024 im Berliner Hauptbahnhof und mir war bewusst, dass ich vor mehr als sechs Jahren eine ähnliche Perspektive aufgenommen hatte: [www.drehscheibe-online.de], So überlegte ich, ob mir eine andere, neue Motividee einfällt. Nach sorgfältiger Erwägung entschied ich mich aber, die Motividee zu wiederholen - weil keine Alternative denselben WOW-Effekt versprach. Eine Motivwiederholung also. Wenig einfallsreich, aber solide und bewährt. Aber, vielleicht ist bei jemand anderem mehr Einfallsreichtum. Vielleicht entdeckt jemand von Euch eine ähnlich schöne Perspektive am Berliner Hauptbahnhof, mit oder ohne Spiegelung. Gerne lasse ich mich überraschen. Datum: 21.09.2024 Ort: Berlin Hbf [info] Land: Berlin BR: 146 Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 17 Punkte 6 Kommentare [»] |
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Am Tag der Deutschen Einheit geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 18.12.24, 16:46 |
Jüngst wurde ja von Rainer diese grandiose Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] von der Warschauer Brücke in Berlin in die Galerie aufgenommen. Grund genug, diese Aufnahme volley zu nehmen und die Zeit zurück zu spulen auf den Tag der Deutschen Einheit 1987. Der gleiche Blick - die gleiche Brücke. Aber zwischen den Bildern liegen Welten...!
Was sich seitdem dort verändert hat, würde den Platz für einen Bildtitel sprengen; man könnte ein Buch darüber verfassen. Nur so viel: es gab damals noch den Wriezener Güterbahnhof, welcher gern für das Abstellen von Reisezügen genutzt wurde, die über ein Verbindungsgleis von Berlin-Lichtenberg den Bahnhof erreicht haben. In der Nähe lag das RAW "Franz Stenzer", zuletzt zuständig für Kühlwagen. Heute befindet sich dort mit dem sogenannten RAW-Gelände ein großes Kultur-, Sport- und Veranstaltungsgelände, und ich behaupte mal, dass die überwiegende Mehrheit der Besucher dieser Stätte nicht weiß, wofür das Kürzel "RAW" überhaupt steht...;-) Wir stehen am 17.06.1987 auf der Warschauer Brücke - einem Tag, der damals für die "Wessis" noch Feiertag war und somit für einen Besuch nach "drüben" genutzt wurde. Auf dem Gelände des Wriezener Güterbahnhofes wurde nach dem Jahr 1985 auch im Jahr 1987 eine vielbeachtete Fahrzeugausstellung der Deutschen Reichsbahn präsentiert, und das who is who an Traditionslokomotiven wurde dort ausgestellt. Natürlich war die Dampftraktion vertreten, aber auch diverse Altbauelloks sowie Dieselloks wurden ausgestellt, zudem diverse historische Wagen. Die Tenderlokomotiven 94 1292, 65 1049 sowie die 64 007 waren abwechselnd mit dem Veltener Traditions-Personenzug unterwegs nach Tiefensee. Wir sehen hier die Ausfahrt des Zuges, und ich lade zum Wimmeln ein...!;-) Die 64 007 wurde bereits wenige Monate später wegen irreparabler Kesselschäden außer Betrieb genommen. Die Lok ist heute noch vorhanden und wird vom Verein "Mecklenburgische Eisenbahnfreunde Schwerin e.V." betreut und ist Exponat im dortigen Museum. Den Brand im Museum am 21.06.23 hat die Lok überlebt. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 17.06.1987 Ort: Berlin Warschauer Straße [info] Land: Berlin BR: 060-098 (Tenderlokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 7 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Glühlampen und Holzklasse geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 16.12.24, 17:04 |
Naa, wer möchte da nicht sofort einsteigen und eine Zeitreise starten..? ;-)
Bei der Übernahme der Betriebsrechte der S-Bahn durch die BVG standen 114 betriebsfähige Viertelzüge für das Netz in Berlin (West) zur Verfügung. Davon wiesen 29 Viertel eine Glühlampenbeleuchtung auf; der Rest besaß Leuchtstoffröhren. Wir nehmen Platz auf den Holzsitzen, welche gar nicht mal so unbequem waren, und genießen das sonore Singen der Fahrmotoren sowie das Geräusch der Bremsanlage, wenn der Zug im Bahnhof zum Stehen kommt -ein Geräusch, als ob jemand pfeifend ausatmet. Man lauscht der kaum verständlichen Abfertigung über Funk und schaut bei der Fahrt auf Hinterhöfe, Fassaden, Industriegebiete - oder genießt den Grunewald bei der endlosen Fahrt entlang der Avus von Nikolassee zum gleichnamigen Bahnhof. Man rauscht über die Stadtbahn, vorbei an geschichtsträchtigen Bauten. Die Halle vom Bahnhof Zoo. Die Siegessäule, die "schwangere Auster", der Reichstag. Friedrichstraße, dann der Dom, das Rote Rathaus, der Alex. Dann die Passage entlang der Spree, bis wir in die imposanten Hallen des Ostbahnhofes einrollen. Die Fenster in den "Stadtbahnern" konnten geöffnet werden. "Nicht hinauslehnen" stand in vier Sprachen auf einem kleinen Schild auf dem Fensterbrett. So war er, der Stadtbahner in Berlin. Vom Politikum in Berlin (West) zum Kultobjekt... Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 1987 Ort: Berlin [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Frostiger Abend geschrieben von: Rainer.Patzig (124) am: 16.12.24, 08:50 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 29.12.24 |
Schnee gab es nicht, aber frisch war es schon, und auf der Warschauer Brücke pfiff der Wind. Langsam wurde es dunkel an diesem Januartag. Zumindest der rege S-Bahnbetrieb belebte hier den Abend.
Manipulation: Ich habe die sich in den Vordergrund drängende Lagerhalle auf der rechten Seite etwas abgedunkelt. So wirkt sie für mich harmonischer. Datum: 08.01.2024 Ort: Berlin Warschauer Straße [info] Land: Berlin BR: 481 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 33 Punkte 16 Kommentare [»] |
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Westkreuz geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 15.12.24, 10:34 |
So, wie es in Berlin ein Ostkreuz gibt -über welches bereits ein eigenes Buch verfasst wurde- , gibt es das Nordkreuz im Bereich der Bösebrücke / Behmstraße, es gibt den S- und Fernbahnhof Südkreuz - und den Kreuzungsbahnhof Westkreuz.
Ist so ähnlich wie bei Monopoly, nur dass es hier Kreuze und keine Bahnhöfe gibt...;-) Rücken wir also zum Westkreuz vor - aber nicht über Los...! :-) Am S-Bahnhof Westkreuz trifft die Ringbahn auf die Stadtbahn, und bereits einige sehenswerte Aufnahmen von diesem Bahnhof sind in der Galerie enthalten. Nehmen wir also dieses Bild volley [www.drehscheibe-online.de] und kurbeln die Zeit in die guten alten Achtziger zurück. Man lebte in Berlin (West) und nicht in Westberlin (!). Birne war Kanzler, "Ebse" Diepgen war Regierender, und hinter der Mauer war "drüben". Die S-Bahn fuhr bereits unter BVG-Regie, und bis auf einen Wannseebahn-Beiwagen waren auf dem Westnetz nur "Stadtbahner" unterwegs. Und von denen gab es noch 20 nicht modernisierte Viertel, die bereits erwähnten "Passviertel". Züge ohne Sifa, aber mit Steuerleitung, d.h. sie konnten nur zwischen den bereits modernisierten Vierteln "eingepasst" werden, daher der Name. Sie bestachen durch ihre Oberwagenlaternen und besaßen nur einen Frontscheinwerfer - und waren für unsere Generation so etwas wie die "Ur-S-Bahn". Im Frühjahr 1987 wurde in Berlin die 750jahr-Feier begangen, hüben wie drüben. Aus diesem Anlass fand am 26.04.1987 auf dem Kurfürstendamm ein vielbeachteter Auto- und Buskorso statt, und auf der Stadtbahn war ein "Hörnerzug" zwischen den Bahnhöfen Zoologischer Garten und Grunewald unterwegs. Natürlich war da die hiesige Fangemeinde aus dem Häuschen, und jedes Treppenhaus, jedes Dach, jede Brücke musste für ein Foto dieser herrlichen Fuhre herhalten. Sic: [www.drehscheibe-online.de] Wir stehen hier auf der Brücke der Halenseestraße und blicken auf den Bahnhof Westkreuz. Der Dreiviertelzug, bestehend aus den Vierteln 275 753, 737 und 625, rollt soeben von Grunewald kommend in den Bahnhof ein. Über die dustere Brücke rumpelte seinerzeit der Güterverkehr von Ruhleben oder "HuL" Richtung Grunewald oder Neukölln, und wir erkennen noch das Stellwerk "Wk", mit einer Höhe von 20 Metern über den Stadtbahngleisen der höchste Stellwerksturm Berlins. Wegen Problemen mit dem Untergrund neigte sich das Gebäude im Laufe der Zeit nach vorne und musste im Jahr 1993 abgerissen werden. Die Neigung ist hier im Vergleich zu dem danebenstehenden Gebäude erkennbar. Der Ersatz der Brücke der Gütergleise erfolgte im Jahr 2004. So, bissel Stadtgeschichte...;-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 26.04.1987 Ort: Berlin Westkreuz [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Entlang der Wannseebahn geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 14.12.24, 10:28 |
Bleiben wir noch einen Moment auf der Wannseebahn - deren Vorstadtcharakter hier ganz gut sichtbar wird. Links und rechts hinter den Bäumen befinden sich zwei ausgedehnte Wohngebiete, welche über eine Fußgängerbrücke miteinander verbunden sind. Von dieser Brücke hat man einen Blick auf die Trassen der Wannseebahn und der parallelen Stammbahn, welche früher von Potsdam schnurgeradeaus über Dreilinden und Düppel-Kleinmachnow Richtung Zehlendorf verlief und dann parallel zur Wannseebahn bis zum Potsdamer Bahnhof in Berlin geführt wurde. Das Gleis der Stammbahn wurde zum Aufnahmezeitpunkt für den Militär- und Güterverkehr nach Lichterfelde West genutzt, und wir sehen hier das Einfahrsignal für diesen Bahnhof. Das verkrautete Vorsignal dürfte sich schon lange nicht mehr bewegt haben, denn hinter dem Bahnhof fand Richtung Steglitz so gut wie kein Verkehr mehr statt. Aber in Lichterfelde West war der Verkehr nicht unerheblich und forderte werktags immer einen Goldbroiler als Rangierlok sowie einen weiteren für die Bedienung diverser Anschließer am Ende der Goerzbahn in Zehlendorf Süd.
Auf der parallelen Wannseebahn ist ein "Stadtbahner" auf der S 1 unterwegs und hat soeben den im Hintergrund erkennbaren S-Bahnhof Sundgauer Straße verlassen - welcher ebenfalls die Brademannsche Handschrift zeigt, welche wir schon von verschiedenen Stellwerken kennen gelernt haben. Man beachte auch die Propangasflaschen für die Beleuchtung des Hauptsignals. Relikte vergangener Zeiten... Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 13.05.1988 Ort: Berlin Sundgauer Straße [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 3 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Neulich, am S-Bahnhof Feuerbachstraße geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 11.12.24, 13:13 |
Wie bereits mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] berichtet, stand das letzte Septemberwochenende des Jahres 1988 ganz im Zeichen des 150jährigen Jubiläums der Bahnstrecke von Berlin nach Potsdam. Zu diesem Anlass waren auf der S 1 von Berlin-Wannsee zum Anhalter Bahnhof sowohl die beiden Prototypen der Baureihe 480 als auch ein „Hörnerzug“ der Baureihe 275 unterwegs. Diese Züge wurden mangels Zugbahnfunk hin und wieder als „Passviertel“ zur Verstärkung in der Zugmitte eingesetzt und bestachen durch ihr historisches Outfit mit nur einer Stirnlampe und den herrlichen Oberwagenlaternen. Furore brachte die (Wieder-)Eröffnung der Wannseebahn im Jahr 1985, als derartige Züge monatelang als Halbzug im Fahrgastbetrieb verkehrten und auf den S-Bahnhöfen „manuell“ (mit Kelle !) abgefertigt werden mussten.
Heute finden sich noch wenige Exemplare dieser Bauart im Besitz des Vereins „Historische S-Bahn e.V.“, aber am letzten Septemberwochenende ´88 sorgte dieser Halbzug für Aufsehen, welcher auf der S 1 lief und somit von der lokalen Fangemeinde akribisch verfolgt wurde. Hier sehen wir diesen Zug, wie er soeben am S-Bahnhof Feuerbachstraße einen kurzen Halt eingelegt hat, um seinen Weg Richtung Anhalter Bahnhof fortzusetzen. Ein Zug, welcher uns am 24. und 25.09.88 den ganzen Tag beschäftigt hat. Den S-Bahnhof Feuerbachstraße haben wir hier [www.drehscheibe-online.de] schon gesehen. Als Vergleich ein Zug der Reihe 275 in der damals aktuellen Version, noch in der rot-ockerfarbigen Version anstelle des „Sandgelbs“ der BVG. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 25.09.1988 Ort: Berlin Feuerbachstraße [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 5 Punkte |
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Brandschutzmauern geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 10.12.24, 17:22 |
Brandschutzmauern. Mietskasernen. Ein Formsignal zeigt Halt auf einem Gleis, über welches seit Jahren kein Zug mehr gefahren ist. Brücken erinnern an die Gleise, die hier einst mal lagen und zum Anhalter und Potsdamer Bahnhof geführt haben. Die Natur holt sich ihr Terrain wieder zurück und lässt nur Platz für die beiden S-Bahn-Gleise der Wannseebahn.
September 1988. Wir stehen auf dem verlassenen oberen Bahnsteig des S-Bahnhofes Berlin-Schöneberg, am Ende einer großen Bahnsteighalle entlang der damals noch brach liegenden Ringbahn. Niemand außer Eisenbahnfreunden oder Obdachlosen traute sich hierher in diese einsame Welt inmitten der Hauptstadt. Einer Welt für sich... Unten, auf dem Wannseebahnsteig des Kreuzungsbahnhofes Schöneberg, rollt ein Zug der Baureihe 275 ein. Nach kurzem Halt geht die Reise Richtung Anhalter Bahnhof weiter, das typische Singen der Fahrmotoren hallt an den kahlen Wänden wider. Anhalter Bahnhof. Ein Name voller Ehrfurcht, Respekt und Sehnsucht. Stolze Schnellzüge begannen und endeten dort. Der Henschel-Wegmann-Zug zum Beispiel. Heute erinnert nur noch die Ruine des Portikus an längst vergangene Zeiten, als man von hier noch ins "Anhaltinische" fuhr, oder nach Dresden. Anhalter Bahnhof, unten. Der Endpunkt unseres 275 auf der S 1... Die Wende kam erst ein gutes Jahr später, und wie besoffen grölte jeder das Wort "Wahnsinn"...! Berlin, wie haste dir verändert... Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 24.09.1988 Ort: Berlin Schöneberg [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 11 Punkte |
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Baumschulenweg geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 09.12.24, 16:29 |
Bleiben wir noch einen Moment bei der Berliner S-Bahn. Das denkmalgeschützte Stellwerk "Wsk" in Berlin-Wannsee vom Architekten Richard Brademann [www.drehscheibe-online.de] wurde schon desöfteren in der Galerie gezeigt. Die gleiche Bauform fand sich "drüben" auf dem S-Bahnhof Baumschulenweg. Dieser Bahnhof, gelegen an der Görlitzer Bahn, hatte früher auch einen Vorortbahnsteig. Wir befinden uns auf diesem Bahnsteig und beobachten den Verkehr auf den benachbarten S-Bahn-Gleisen. Ein Zug der Baureihe 276.1 (modernisierter 275) auf der Zuggruppe K Richtung Schönefeld rollt ein und wird nach kurzem Halt seinen Weg zum folgenden Bahnhof Schöneweide fortsetzen.
Wir schreiben den 15.03.1987 - einer von zwei Tagen, welche im März 1987 ganz der S-Bahn in der Hauptstadt der DDR gewidmet wurden. Leider trübte es sich an jenem Tag ab mittags etwas ein, aber noch kam genug Sonne durch, um die Szenerie zu beleuchten, und irgendwie passt es auch zu dem gesamten Flair. Man beachte den Braunkohlenbriketthaufen vor dem Stellwerk. Baumschulenweg heute: einen Vorort- oder Fernbahnsteig gibt es nicht mehr. Aber das Stellwerk hat die Modernisierungen überlebt, wobei die Bahnsteige verkürzt und etwas nach Nordwesten verlagert wurden. Die Gleisführungen und Bahnsteigbelegungen wurden mittlerweile geändert, weil sich hinter dem Bahnhof nunmehr die Strecken trennen Richtung Neukölln oder Richtung Plänterwald / Treptower Park. Früher befand sich ein weiterer Bahnsteig für nordwärts fahrende Züge im Bild nicht sichtbar etwas versetzt hinter dem S-Bahnsteig. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 15.03.1987 Ort: Berlin Baumschulenweg [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 10 Punkte 1 Kommentar [»] |
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VEB Berliner Bremsenwerk geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 08.12.24, 10:55 |
"VEB Berliner Bremsenwerk" stand in großen Lettern am Turm des mächtigen Fabrikgebäudes in der Hirschberger Straße in Berlin Lichtenberg. Früher hieß das Unternehmen "Knorr-Bremse".
Bleiben wir nach der Aufnahme vom Treptower Park [www.drehscheibe-online.de] noch einem Moment beim 10.03.1987 - einem Tag, der von mir von morgens bis abends fast ausschließlich der S-Bahn in "drüben" gewidmet wurde. Man konnte für wenige Mark eine Tageskarte erwerben, mit der man dann kreuz und quer auf dem Netz der S-Bahn unterwegs war. Viele Bilder entstanden auf S-Bahnhöfen oder von Brücken entlang des Innenrings. So auch diese Aufnahme, entstanden vom Ende des Ringbahnsteiges im Bahnhof Ostkreuz. Rechts erkennen wir die Fernbahngleise, welche entweder geradeaus entlang des Rings verlaufen oder hinter dem Turm nach rechts zum Bahnhof Lichtenberg abzweigen. Wir sehen einen damals ganz gewöhnlichen Zug der Zuggruppe K nach Schönefeld, gebildet aus einem Vollzug (sprich: vier Viertel, acht Wagen) der Baureihe 276.1 im Hauptstadtlack - ehemalige Stadtbahn- oder Wannseebahnwagen der Baureihe 275, welche sich in den 80er Jahren im RAW Schöneweide einem umfassenden Umbauprogramm mit neuer, gerader Kopfform mit nur noch zwei Fenstern unterzogen haben. Nicht zu verwechseln mit den modernisierten 277, welche eine ähnliche, aber eher runde Kopfform erhielten. VEB Berliner Bremsenwerk, 10.03.87...ich hätte NIE gedacht, dass dieses Gebäude Jahre später zu einem riesigen Bürogebäude umgebaut und erheblich erweitert wurde, in das für einige Jahre mein späterer Arbeitgeber einziehen würde und somit vorübergehend für diverse Fotomöglichkeiten sorgen würde. Heute ist das Gebäude wieder entmietet und steht somit anderen Brötchengebern zur Verfügung. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 10.03.1987 Ort: Berlin Ostkreuz [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 7 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Neulich, am Treptower Park geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 07.12.24, 10:21 |
Vor kurzem wurde dieses Bild aus Berlin vom Weihnachtszug [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie aufgenommen. Kurbeln wir die Zeit zurück in den März 1987. Die gleiche Stelle, die gleiche Baureihe - ein Stadtbahner.
Im März 1987 wurden zwei Tage mal nicht mit "Einreisen" zu den Dampflokhochburgen der Deutschen Reichsbahn unternommen, sondern es ging nach "Ostberlin" (pfui..;-) ), um den ganzen Tag damit zu verbringen, den damals hochinteressanten S-Bahn-Betrieb einzufangen. Im "Westen" gab es nur die Stadtbahner, aber "drüben" rollte alles vor die Linse, was es noch an Baureihen gab: ebenfalls die Stadtbahner, im Hauptstadtlack oder noch, wie hier, im ursprünglichen Lack. Es gab noch 277 mit ihrer ursprünglichen runden Kopfform, es gab den Prototyp der Baureihe 270, es gab den "Suppenzug" oder die "Bouletten-Susi", als Peenemünde-Viertel zur Versorgung der Personale auf den Bahnsteigen unterwegs. Es gab noch den Wannseebahnwagen mit seiner besonderen Kopfform, den Bankierszug der Baureihe 276 und natürlich zahllose modernisierte 277 oder 276.1. Sprich: man stellte sich irgendwohin, und jeder Zug war eine andere Baureihe oder Farbvariante. Und nicht zu verachten: der Beifang auf den Fernbahngleisen nebenbei. Damals kam ich mir irgendwie mulmig vor, als 22jähriger allein über den Grenzübergang Friedrichstraße in den anderen Teil, sprich in die "Hauptstadt der DDR" einzureisen. Würde man mich beobachten? Mit zwei Minoltas um den Hals fiel man sofort auf, Klamotten hin oder her. Gestalten in viel zu engen, braunen Lederjacken sah man überall. Oder war es immer der Gleiche...? Aber man tat ja nicht wirklich etwas verbotenes. Die Tage verliefen völlig harmlos, und mit zahlreichen belichteten Filmen ging es über den "Tränenpalast" wieder nach Hause nach Nikolassee. Heute schmunzelt man drüber, aber irgendwie war es eine geile Zeit, damals... Und auf diese Weise entstand das Bild eines gewöhnlichen Stadtbahners, wie er auf der Zuggruppe "Otto" die Spreebrücke überquert und sogleich den S-Bahnhof Treptower Park erreicht. Ich lade zum Vergleich ein...! ;-) Das Bild ist steinalt und sieht auch genauso alt aus. Hier geht´s mir einfach um den Vergleich. Ich hätte es ohne die Steilvorlage nie herausgekramt. Datum: 10.03.1987 Ort: Berlin Treptower Park [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 8 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Reisen mit der Eisenbahn geschrieben von: NAch (813) am: 03.12.24, 19:28 |
Der Transitverkehr von Berlin Richtung Westen sollte Devisen einbringen.
Werbung dafür durfte aber keine Devisen kosten. Das Brückengeländer am Bahnhof Zoo war ein idealer Spot, die VdeR [de.wikipedia.org] konnte dazu wohl keine Rechnung stellen. Die Aufmachung der Werbung und vor allem der Inhalt - es waren andere Zeiten damals. Kein Autoverkehr, am Sonntagmorgen noch erklärlich, nur eine Autokante habe ich aus dem Bild entfernt. Datum: 24.03.1984 Ort: Zoo [info] Land: Berlin BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven Top 3 der Woche: 8 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Weihnachtszug über der Spree geschrieben von: KBS443 (592) am: 03.12.24, 09:00 |
Olli hat ja schon vorgelegt und die vormittägliche Runde des Weihnachtszugs am Bahnhof Halensee gezeigt [www.drehscheibe-online.de] , gerne wäre ich da auch schon vor Ort gewesen, aber mein ICE fuhr nur wenige Minuten vor seiner Aufnahme über die im Hintergrund befindliche Stadtbahn. Am Nachmittag stapelte sich eine kleine Fotografenrunde am Bahnsteigende am Treptower Park, damit auch alle irgendwie einen Blick vorbei an den Signalen erhaschen können. Über die Dekoration gab es vor Ort schon den ein oder anderen kritischen Kommentar, ich finde man sollte froh sein die historischen Fahrzeuge überhaupt wieder erleben zu können.
Drei, teils angeschnittene, Baukräne habe ich digital entfernt. Datum: 01.12.2024 Ort: Berlin Treptower Park [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Historische S-Bahn e.V. Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 6 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Eine halbe Stunde nachdem die Sonne hinter dem Horizont der Hauptstadt verschwunden ist, zeigt sich der Himmel immernoch verfärbt und sorgt in Kombination mit der im Kunstlicht erstrahlten Bahnhofshalle für eine interessante Lichtstimmung. Mit etwa einer halben Stunde Verspätung durchfährt der von 193 936 angeführte IC 145 aus Amsterdam Lijnwerkplaats Zuid nach Berlin Rummelsburg (Rgba) den Bahnhof Friedrichstraße, auf den letzten Kilometern zum Zielbahnhof im Fahrgastbetrieb - Berlin Ostbahnhof. Zuletzt bearbeitet am 28.01.25, 22:37 Datum: 01.12.2024 Ort: Berlin Friedrichstraße [info] Land: Berlin BR: 193 (Siemens Vectron) Fahrzeugeinsteller: ELL Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 19 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Der Weihnachtszug geschrieben von: Olli Sydow (1718) am: 01.12.24, 22:25 |
So langsam kommt ja die besinnliche Zeit ins Rollen. Zahlreiche Sonderzüge klappern diverse Weihnachtsmärkte ab, historische Straßenbahnen kurven geschmückt durch zahlreiche Städte, und auch in Berlin ist seit dem letzten Jahr nach endlos langer Abstinenz wieder ein historischer S-Bahn-Zug unterwegs. Der Zug ist als sogenannter "Halbzug" unterwegs, bestehend aus zwei Vierteln. Das eine Viertel ist ein "Stadtbahner" der Baureihe 275, das andere Viertel ist ein ET 167 aus den 30er Jahren. Beide Viertel sind derzeit die einzigen betriebsfähigen Fahrzeuge des Vereins "Historische S-Bahn e.V.", welcher eine größere und ansehnliche Fahrzeugflotte besitzt, die im Depot in Erkner untergebracht ist.
An allen Adventswochenenden ist der Zug samstags und sonntags mit jeweils drei Fahrten unterwegs - und es sind alle Fahrten ausverkauft ! Es spricht für das Interesse der Berliner an "ihrer" S-Bahn. Hier werden Erinnerungen wach, und der typische Sound der Fahrmotoren klingt wieder ins Ohr und lässt die Vergangenheit wieder aufleben, in der man mit den Zügen zur Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen oder einfach um des Fahrens Willen seine Runden über das Schienennetz gedreht hat. Am Wochenende 30.11./ 01.12.24 war wohl so ziemlich alles aus dem Häuschen. Es herrschte glasklares und kaltes Spätherbstwetter, aber man musste ganz schön zirkeln, welche Motive in der Hauptstadt noch umsetzbar waren oder bereits in den Schatten versanken. Hier stehen wir in Berlin-Halensee auf der Kurfürstendammbrücke und beobachten den weihnachtlich geschmückten Halbzug, wie er aus der Verbindungskurve der Stadtbahn kommt und sich im Bahnhof Halensee in den Südring einfädeln wird. Datum: 01.12.2024 Ort: Berlin Halensee [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Historische S-Bahn e.V. Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Mythos Ostkreuz geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 27.11.24, 19:52 |
Die tiefstehende Wintersonne kommt auch in Ecken, die sonst eher im Dunkeln bleiben. So auch am Ostkreuz, wo die wuchtigen Pfeiler der modernen Betonklotz-Architektur mit attraktiven Beklebungen versehen wurden. Der Mythos lebt also weiter. Datum: 27.11.2024 Ort: Berlin Ostkreuz [info] Land: Berlin BR: 481 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven Top 3 der Woche: 8 Punkte 2 Kommentare [»] |
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'n Ochse in Steinis Garten geschrieben von: Vinne (1098) am: 17.11.24, 17:00 Bild des Tages vom 09.10.25 |
Tags zuvor war "Sleepy Joe" zu Gast in der Bundeshauptstadt Berlin und auch bei "Steini" zu Besuch. Somit war der Bereich rund um den Amtssitz des Bundespräsidenten und seine "Datsche" Bellevue mehr Alcatraz als Berlin Mitte.
Und der Samstag danach? Tja, vereinzelt standen oder lagen noch Barrikaden rund um die Regierungsgebäude, ansonsten war Berlin wieder Berlin. Touristen, Baustellen, Sehenswürdigkeiten und die Spree. Im Zuge eines Familienwochenendes war das Thema Eisenbahnfotografie natürlich erneut nur Randnotiz, aber da man sich mal Steinis Hütte genauer ansehen wollte, stiegen wir "zufällig" in Bellevue aus und liefen unter herrlichem Herbstlaub zur Gartenpforte. Während sich 75 % der Reisegruppe dem akkurat gemähten Rasen des Vorplatzes widmeten, bog ich fix linkerhand ab, war doch der nächste RE 2 nach Cottbus im Anflug. Vor der Kulisse des 87 m hohen Kirchturms der Heilandskirche in Berlin-Moabit rollte dann 182 006 wie gewünscht durch die Szenerie - check! Danach wackelten wir quer durchs Regierungsviertel, ehe wir irgendwann in einem Café am Hackeschen Markt landeten. So richtig viel Motivation für Bahnbilder hatte ich da dann aber auch nicht mehr, sodass der Ochse in Steinis Garten das Bild des Tages blieb. Datum: 19.10.2024 Ort: Berlin Bellevue [info] Land: Berlin BR: 182 (Siemens ES64U2) Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 6 Punkte |
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