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Endlich möglich!
geschrieben von: Toaster 480 (351) am: 23.10.21, 19:06
Seit dem 01.01.2021 ist neueste Berliner S-Bahn Generation der Baureihen 483 (zweiteilig) und 484 (vierteilig) im planmäßigen Einsatz. Bislang wurde sie weitestgehend auf der S47 (Hermannstraße - Spindlersfeld) eingesetzt, mit kurzem und wohl einmaligem Gastspiel auf der Stadtbahn als S3X. Nun ist die S45 (Südkreuz - Flughafen BER Terminal 1-2) hinzugekommen und bringt die Züge nun planmäßig auf ihre alte Teststrecke zwischen Schönefeld und BER sowie um zwei Ringbahnstationen weiter westlich. Somit ist eines meiner Lieblingsmotive an der südlichen Ringbahn, die alte Anflugbefeuerung für die Landebahn 09R des ehemaligen Flughafens Tempelhof, nun auch mit der "Neuen" umsetzbar, wie hier mit 483 003 + 484 003 in herbstlicher Stimmung.

Datum: 23.10.2021 Ort: Berlin Tempelhof [info] Land: Berlin
BR: 484 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Den Glanz vergangener Tage...
geschrieben von: Toaster 480 (351) am: 14.10.21, 19:13
...kann man aktuell wortwörtlich im Deutschen Technikmuseum Berlin erleben. Noch bis Ende Oktober 2021 ist der historische Triebzug VT 11.5 des DB-Museums dort zu Gast und steht für Besichtigungen bereit.
"Mit dem Zug zwischen europäischen Hauptstädten zu reisen, das war in den 1950er Jahren Luxus. Entsprechend üppig waren die Züge des „Trans Europ Express“ (TEE) ausgestattet: außen mit markant gerundeten Formen, innen mit viel Platz, Plüsch und holzverkleideten Wänden."
[technikmuseum.berlin]

Datum: 13.10.2021 Ort: Berlin Technikmuseum [info] Land: Berlin
BR: 601 (histor. VT11.5) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Sonderfahrten zum Jubiläum
geschrieben von: Toaster 480 (351) am: 29.08.21, 12:36
Am 28.08.2021 wurde das 111jährige Jubiläum der Straßenbahnverbindung von Friedrichshagen (heute zu Berlin) nach Schöneiche nachgefeiert. Als Zubringer zum Tag der offenen Tür auf dem Betriebshof verkehrten zusätzlich der ex Heidelberger Duewag GT6 Nr. 47 sowie der "Eigenbau-Reko" Nr. 73. Letzterer entstand 1964 als "Rekonstruktion" anhand altbrauchbarer Teile mit Orientierung an die Lindner-Vorkriegstriebwagen. Die Plattformen wurden aus dem Raw Schöneweide (dortige Produktion von Rekowagen für Berlin) bezogen, daher die große Ähnlichkeit zu diesen in der ehemaligen DDR weit verbreiteten Fahrzeugen bzw. den Gotha-Wagen - vom Fahrkomfort her anhand der 4 Achsen auf zwei Drehgestellen jedoch nicht zu vergleichen. Da die heutige Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn einen Teil ihrer Strecke im Bundesland Berlin hat, sind in Berlin-Friedrichshagen diverse "exotische" Straßenbahnfahrzeuge unabhängig von der BVG auf Meterspur unterwegs, wie hier der beschriebene Wagen.

Datum: 28.08.2021 Ort: Berlin Friedrichshagen [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: SRS
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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Sanierung im S-Bahnhof Berlin-Lichterfelde West
geschrieben von: Der Rollbahner (203) am: 28.08.21, 10:10
Für die Sanierung der Wannseebahn (S-Bahnlinie 1) war zum Zeitpunkt der Aufnahme der Abschnitt zwischen Sundgauer Straße und Anhalter Bahnhof komplett gesperrt worden. Dafür zeigte sich im Bahnhof Lichterfelde West auch einmal ein Vertreter der ehemaligen Reichsbahn-V 60, wo doch zu Zeiten des hier über die Reste der Stammbahn verkehrenden bzw. rangierenden Ford-Autologistikzuges jahrelang das westliche Pendant die Bahnhofsgleise dominierte.

Scan vom Fuji Sensia KB-Dia


Zuletzt bearbeitet am 15.09.21, 06:39

Datum: 27.07.2001 Ort: Berlin-Lichterfelde West [info] Land: Berlin
BR: 344-347 (alle V60-ost) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte
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Auf der Märkischen Kleinbahn
geschrieben von: Leon (796) am: 26.08.21, 19:40
Die Galerie enthält bereits einige Aufnahmen von der Goerzbahn in Berlin-Lichterfelde – aber keine zeigt bislang den Museumsbetrieb des Vereins „AG Märkische Kleinbahn“, welcher bereits seit 40 Jahren besteht und sein Domizil im Lokschuppen von Schönow im äußersten Südwesten von Berlin-Lichterfelde hat.
Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, verschiedene Eisenbahnfahrzeuge meist betriebsfähig aufzuarbeiten und anlässlich von Museumsfahrtagen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Hierzu gehören insbesondere Kleinlokomotiven, Draisinen und Rottenkraftwagen. Darüber hinaus verfügt der Verein auch über mehrere interessante Personen- und Güterwagen. Ferner werden auf dem Vereinsgelände verschiedene Exponate der Eisenbahntechnik museal erhalten.
Erste und zugleich interessanteste Lok der MKB ist die Kö 0128, eine Kleinlokomotive der Leistungsklasse I in der Einheitsbauart von 1934, welche von Gmeinder in Mosbach geliefert wurde und vor ihrer Ausmusterung im Jahr 1980 bei der Casseler Basalt Industrie im Einsatz war, bevor sie im Jahr 1981 zur MKB nach Berlin kam. Die Lok wurde bei der MKB weitgehend im Ablieferungszustand betriebsfähig aufgearbeitet und besitzt noch ihren Originalmotor. Nach mehreren Hauptuntersuchungen –zuletzt im September 2016- ist die Lok weiterhin betriebsfähig und kommt anlässlich der Museumsfahrtage zum Einsatz auf der Goerzbahn.
Diese Aufnahme der Lok aus dem Jahr 1989 zeigt sie auf dem Museumsgelände vor einem kleinen historischen Güterzug, auf welchen ebenfalls näher eingegangen werden soll: neben dem im Bild leider verschatteten Stückgutwagen der Zehlendorfer Eisenbahn und Hafen AG in der Bauform des G 10 sehen wir einen von der MKB von der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn im Juli 1989 erworbenen Kesselwagen. Dieser hat kein direktes Vorbild, sondern wurde aus einem ehemaligen Kesselwagen-Untergestell und einem Druckgaskessel aufgebaut. Der Wagen kam in grauer Farbgebung von der NME und erhielt bei der MKB 1990 einen grünen Anstrich, bevor er im Jahr 2006 wieder mit neuen Anschriften in grau präsentiert wurde. Mit seinem kurzen Achsstand von nur 4 m und seiner Länge von 9,05 m passt er optisch gut hinter die Kö. Auch die weiteren Güterwagen der MKB –u.a. ein „Oppeln“ sowie ein Wärmeschutzwagen der Mönchshof-Brauerei Kulmbach sind einen Besuch dieser ebenso versteckten wie liebevollen Kleinbahn wert!

Scan vom Fuji 100-Kleinbilddia


Datum: 07.1989 Ort: Berlin Schönow [info] Land: Berlin
BR: 3XX (sonstige Kleinloks) Fahrzeugeinsteller: AG Märkische Kleinbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Berlin grüßt die OHE !
geschrieben von: Leon (796) am: 25.08.21, 18:48
Vor einiger Zeit habe ich aus Berlin verschiedene Werkbahnen vorgestellt. Und vor kurzem sind in der Galerie diverse Bilder von der Fotofahrt der AVL-MaK-Lok auf den Gleisen der Osthannoverschen Eisenbahn erschienen. Spannen wir also mal einen Bogen von Berlin zur OHE..;-)
Die OHE (nicht zu verwechseln mit der Osthavelländischen Eisenbahn mit Sitz in Berlin-Spandau..!) hat nach dem Krieg einige ehemalige Wehrmachtsdieselloks in ihren Bestand übernommen, u.a. eine V20-Type, gebaut 1941 von der BMAG. Diese Lok lief bei der OHE unter der Nummer DL 00601 und wurde im Jahr 1953 im Tausch gegen einen Triebwagen an die Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn abgegeben. Der Triebwagen wurde durch zurückgehende Verkehre hier nicht mehr benötigt und erhielt bei der OHE die Nummer GDT 0514. Die Diesellok hielt sich jedoch fast 40 Jahre bei der NME und erhielt hier die Nummer ML 00601. Auffallend ist, dass dieses Nummernschema, welches von der OHE übernommen wurde, auch später auf alle weiteren Dieselloks der NME übertragen wurde.
Unsere ML 00601 wurde in Berlin zuletzt häufig vor Sonderverkehren mit ehemaligen Deutsche-Weinstraße-Wagen auf den Gleisen der NME eingesetzt, bevor sie von den Verkehrsfreunden Lüneburg im Jahr 1992 wieder auf die Gleise der OHE zurückgeholt wurde. Während der GDT 0514 im Jahr 1975 ausgemustert und anschließend verschrottet wurde, ist die Lokomotive –wieder mit ihrer alten Nummer DL 00601 versehen- immer noch im Bestand des AVL. Derzeit unterzieht sie sich einer Hauptuntersuchung, wird aber im Anschluss wieder vor Museumszügen auf dem Netz der OHE zu sehen sein.
Auf dem Bild sehen wir die Lok noch in den Diensten der NME, wie sie an einem leider recht matschigen Sommertag des Jahres 1989 mit einer Garnitur ehemaliger Umbau-Dreiachser soeben das Gleis zum ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof befährt.

Zuletzt bearbeitet am 25.08.21, 18:50

Datum: 10.06.1989 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: NME
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Ein "Toaster" am schrumpfenden Riesen
geschrieben von: Der Rollbahner (203) am: 15.08.21, 09:13
Bald wird das ehemalige Heizkraftwerk Wilmersdorf aus dem Berliner Stadtbild verschwunden sein. Um der entstehenden Lücke wenigstens teilweise zuvorzukommen, nutzte ich spontan einen sonnigen Augustabend und dokumentierte, was noch übrig war.

Es sollte unbedingt noch die ebenfalls Berlin-typische S-Bahn-Baureihe 480 mit aufs Bild, aber entweder spielte die Sonne nicht richtig mit, oder die vorbeirollenden Züge waren doch arg graffitiverschmiert.

So wartete ich geduldig auf dem "Hohen Bogen". Erst ein paar Minuten nach 19:00 Uhr, als die immer länger werdenden Schatten leider schon die Wagen erreichten, wurde ich schlussendlich doch mit einem “sauberen“ Toaster belohnt.

Datum: 14.08.2021 Ort: Berlin-Wilmersdorf [info] Land: Berlin
BR: 480 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Berliner Glaspaläste
geschrieben von: SeBB (154) am: 11.08.21, 13:14
Die Bahnhöfe entlang der Berliner Stadtbahn präsentieren sich häufig mit imposanten Hallenkonstruktionen. Eine davon steht am Alexanderplatz.

Datum: 31.08.2015 Ort: Berlin, Alexanderplatz [info] Land: Berlin
BR: 481 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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Alle Jahre wieder
geschrieben von: 232 531 (18) am: 12.08.21, 16:46
... kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch dir Zeit der Hanse Sail. Diese Veranstaltung lockt seit 1991 Besucher nach Rostock und da die ja auch irgendwie hinkommen müssen, gibt es Sonderzüge, aus allen Ecken des Landes. Einige fahren dabei auch über Berlin, wie dieses Jahr der aus Leipzig kommende Sonderzug. Dieser wurde von der letztgebauten 155, 155 273, gezogen, was die erste große Fahrt seit langer Zeit für den Container war. In Lichtenberg wurde dieser Zug dann mit dem vom LDC aus Cottbus vereinigt. Der Kapitän zur See von der blauen Schüssel legte auf dem Weg zur Hanse Sail unter der Spindlersfelder Brücke kurz nach Sonnenaufgang einen kleinen Nahrungsbeschaffungshalt ein und positionierte sich 20 Sekunden, bevor der Zug als DPE 74899 mit 112 139 am Schluss kam, wunderbar im Bild. Zwar existiert bereits eine sehr ähnliche Perspektive in der Galerie, jedoch bei vollkommen anderer Lichtstimmung, weshalb ich dieses Bild trotzdem Vorschlagen möchte.


- Einige Graffiti auf der Brücke wurden entfernt -

Datum: 07.08.2021 Ort: Berlin Spindlersfelder Brücke [info] Land: Berlin
BR: 155 Fahrzeugeinsteller: Halle P
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Wandel der Beschilderungen
geschrieben von: Toaster 480 (351) am: 01.08.21, 17:15
Als Teil der neuartigen Ausstellung "Von A bis J" stehen sich im Deutschen Technikmuseum Berlin u.a. der älteste erhaltene Berliner U-Bahnwagen sowie das Mockup-Modell der neuesten U-Bahn-Generation gegenüber. Eine spannende Idee wie ich finde, so lassen sich die Entwicklungen der letzten gut 120 Jahre im Detail studieren...

Datum: 01.08.2021 Ort: Berlin Technikmuseum [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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"Kunst du mit zu den Sternen?"
geschrieben von: Toaster 480 (351) am: 09.07.21, 16:23
Nachdem der Berliner U5-Lückenschluss zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz bereits am 04.12.2020 in Betrieb ging, wurde am heutigen 09.07.2021 der bislang noch durchfahrende U-Bahnhof Museumsinsel eröffnet. Bauverzögerungen waren der Grund, nun sind alle neuen U5-Stationen öffentlich am Netz. Der erste planmäßig haltende Zug war um 11:01 wieder ein IK20-Doppel (5075+5069, Kleinprofilzug, angepasst für den Einsatz im Großprofil). Zur Feier des Tages hat der H-Zug 5002 jeweils an den Enden beidseitig eine Sonderbelebung im Stil des BVG-Marketings bekommen, die auf den imposanten Sternenhimmel des Architekten Max Dudler (inspiriert durch Karl Friedrich Schinkel) des neuen U-Bahnhofs hinweist. Die seitliche Beklebung zusammen mit dem Original umzusetzen - zudem am Tag der Eröffnung bei großem Andrang - war gar nicht so einfach, das Ergebnis ist hier zu sehen.

Datum: 09.07.2021 Ort: Berlin Museumsinsel [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Ein Hähnchen auf der Heidekrautbahn
geschrieben von: 232 531 (18) am: 03.07.21, 13:21
Die Heidekrautbahn ist zwar einigermaßen interessant und führt durch typische Brandenburger Landschaft, jedoch besteht der Großteil des Verkehrs aus den NEB-Triebwagen, die nach Schmachtenhagen, bzw. Groß Schönebeck fahren. Groß Schönebeck gilt dabei als Tor zur Schorfheide, wodurch die Bahn ihren Namen erhielt.
Nur SAR in Schönerlinde und Stadler in Wilhelmsruh sorgen für etwas Abwechslung. Seit jedoch die Fahrten von und zu Stadler mit Alstom 1001 gefahren werden, ist zumindest dieser Punkt uninteressanter geworden- Bis vor kurzem erst RailAdventure, dann PRESS ebenfalls Fahrten für Stadler übernommen haben. Letztere düsten einige Zeit mit V100 hin und her, noch interessanter wurde es jedoch, als Anfang der Woche statt einer V100 eine V60 Ost den Zug bespannen sollte. Am Montag machte ich leider nur die Fahrt mit den Kuppelwagen, doch der Goldbroiler stand weiterhin in Basdorf und so ergab sich heute die zweite Chance auf ein Bild einer Überführung, in diesem Fall mit 483 010 im Schlepp.

106 756 der PRESS zieht den DGS 95099 durch die Brandenburger Sandbüchse nach Velten.

- Ein Hochspannungsmast wurde entfernt -

Zuletzt bearbeitet am 03.07.21, 16:08

Datum: 02.07.2021 Ort: Französisch Buchholz [info] Land: Berlin
BR: 344-347 (alle V60-ost) Fahrzeugeinsteller: PRESS
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Endlich wieder die Schätze besuchen!
geschrieben von: Toaster 480 (351) am: 26.06.21, 20:17
Nach fast zwei Jahren fanden am heutigen 26.06.2021 endlich wieder offizielle Führungen durch die historische Straßenbahn-Fahrzeugsammlung der BVG im Betriebshof Köpenick statt. Durchgeführt wurden sie wie immer von den fleißigen Ehrenamtlichen des DVN - Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin. Bis auf wenige Bewegungs- und Charterfahrten schlummern die Fahrzeuge ebenfalls schon fast zwei Jahre vor sich hin, die letzte öffentliche Themenfahrt war im November 2019. Nun warten die historischen Schätze sehnsüchtig auf Ihre Fans, ob es dieses Jahr noch was wird bleibt abzuwarten.
Zu sehen sind hier die eher moderneren Vertreter der Sammlung, von links nach rechts: KT4D 219 481-3, T6A2m 5117, Gotha-Großraumwagen 218 001-2 und KT4Dtm 7011.

Datum: 26.06.2021 Ort: Berlin Köpenick [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Anschlussbedienung in Berlin-Neukölln
geschrieben von: Leon (796) am: 25.06.21, 18:55
Kommen wir zu einer weiteren Privatbahn in Berlin, welche auf ihrer Stammstrecke in Berlin-Neukölln heutzutagen nur noch einen einzigen Kunden bedient: die Industriebahn-Gesellschaft Berlin, vormals Industrie- und Hafenbahn Neukölln. Diese Bahn hat ihren Übergabebahnhof im Güterbahnhof Neukölln-Treptow, welcher sich trotz des Namens "Treptow" vor dem Mauerfall auf westlicher Seite befand. Früher wurden über ein recht verzweigtes Gleisnetz mit mehreren Spitzkehren diverse Anschließer bedient, u.a. sogar das Hotel Estrel sowie der Neuköllner Hafen. Zu diesem Zweck unterhielt die Bahn mehrere interessante Dieselloks, u.a. aus dem Hause Jung. Sie besaß nacheinander zwei Jung RK 20 B, zwischendurch eine Henschel DHG 700 C sowie lange Jahre eine RC 43 C, ebenfalls von Jung. Von dieser Loktype wurden nur fünf Lokomotiven gebaut, von denen eine im Jahr 1970 fabrikneu als DL 5 an die Industriebahn Neukölln geliefert wurde. Wir sehen hier diese Lok, wie sie soeben in der Lahnstraße in Neukölln einen eingezäunten Bereich verlässt, in welchem jahrelang Fahrzeuge für das Deutsche Technikmuseum hinterstellt waren. U.a. stand auf diesem Gelände jahrelang die 01 173 unter freiem Himmel abgestellt, welche ursprünglich für das Technikmuseum vorgesehen war, aber heute als Leihgabe von den Ulmer Eisnebahnfreunden betreut wird. Ferner sehen wir im Bild eine österreichische Dampf-Schneeschleuder, welche sich inzwischen im Museumsbestand des DTM befindet. Die DL 5 verlässt hier das Gelände und benötigt mehrere "Sägefahrten", bevor sie ihr -damaliges- Depot in der Dieselstraße erreichen wird, welches heute jedoch längst nicht mehr besteht, sondern Opfer des Ausbaus der Berliner Stadtautobahn wurde. Seitdem nutzt die IGB das Depot der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn.
Das abgebildete Gleis wird heute nicht mehr bedient. Es endet kurz vor der Straßeneinmündung als Stumpfgleis, auf welchem heutzutage die Wageneinheiten für den berühmten "Kaffeezug" kehren, auf ihrem Weg zur Kaffeerösterei in der Nobelstraße, dem einzigen Anschießer der Bahn, welcher stabil 4 - 5 Mal pro Woche Rohkaffee in 20`-Containern erhält.
Unsere DL 5 war bis Dezember 1994 bei der IGB im Einsatz, von wo sie an die benachbarte NME abgegeben wurde, welche sie bis Juli 2020 als NME 00612 eingesetzt hat. Heute ist die Lok im Bestand der Misburger Hafengesellschaft mbH in Hannover-Misburg.
Wenn nicht gerade ein moderneres Fahrzeug angemietet wurde, befördert den Kaffeezug heutzutage die DL 8 der IGB, eine 60 Jahre alte (!) ML 700 C von Krauss-Maffei aus dem Jahr 1961.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 20.06.1989 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: Industriebahn-Gesellschaft Berlin
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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Morgens am Westhafen
geschrieben von: Leon (796) am: 23.06.21, 20:44
Seit einiger Zeit ist im Berliner Westhafen im Bezirk Moabit eine neue Cargo-Leistung zu beobachten. Bei Bedarf fallen Schrott-Transporte zum Stahl-und Walzwerk Quenz an, welche in Ea-Wagen befördert werden, bespannt mit einer Lok der Baureihe 298. Leere Wagen werden hierzu aus Berlin-Ruhleben zum Güterbahnhof Moabit gebracht und anschließend von der 298 in den Hafenbereich gedrückt, wo sie von einer Behala-Lok übernommen werden. Die 298 fährt anschließend Lz zurück nach Ruhleben oder nimmt die vollen Wagen mit, wobei sie sie aus dem Westhafengelände zunächst in östliche Richtung hinausschiebt, um dann in einer Spitzkehre auf der Höhe des ehemaligen Hamburger und Lehrter Güterbahnhofs die Fahrtrichtung gen Ruhleben zu wechseln. Interessant ist also nur die Bereitstellung der leeren Wagen. Problem: der Zug darf nicht zu früh kommen, denn dann ist der Gleisbereich noch abgeschattet. Kommt er zu spät, wirft ein Schornstein eines Vattenfall-Kraftwerkes seinen Schatten für 15 Minuten in die Gleisanlagen, und danach ist das Licht in der Achse. Halbwegs gut geklappt hat es am 14.06.21. Wir sehen die 298, wie sie ihre leere Ea-Wagenfuhre in das Übergabegleis zur Behala schiebt. Im Hintergrund erhebt sich das Verwaltungsgebäude des Westhafens, und ein Containerzug, bespannt mit einem EGP-Smartron an der anderen Seite, steht bereit, damit ihn eine Behala-G 1700 hinausschiebt, damit er -auf dem Bild ganz hinten links auf Höhe des Stellwerkes- in den stromführenden Abschnitt gelangt.
Neu im Bild ist der Lokschuppen der Behala in einer nicht sehr fotogenen Blech-Architektur. Ein Vergleich mit früheren Zeiten wird folgen...;-)

Datum: 14.06.2021 Ort: Berlin Westhafen [info] Land: Berlin
BR: 298 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte
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Die Leerkohle in der Stubenrauchstraße
geschrieben von: Leon (796) am: 22.06.21, 18:46
Bleiben wir noch einen Moment auf der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn. Bereits mit dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] haben wir eine typische Betreibssituation der NME gesehen, wenn der Leer-Kohlenzug nach der Entladung vom Heizkraftwerk Rudow wieder zum Übergabebahnhof Berlin-Neukölln fährt. Vor den Kohlezügen kamen in den 80er Jahren so gut wie alle Loks zum Einsatz, die im Bestand der NME gewesen sind. Selbst die urigen Jung-Stangenloks der Reihe R 40 C/ R 42 C waren vor diesen Zügen zu sehen.
Ende 1986 und Anfang 1987 kamen bei der NME mit den Betriebsnummern ML 00606 und 00607 zwei neue Henschel-Loks der Bauart M 700C zum Einsatz, welche vorher beim Thyssen Edelstahlwerk Witten / Ruhr tätig waren. Wir sehen hier die ML 00607, wie sie am 05.03.1988 mit ihrem Leer-Kohlenzug in Richtung Übergabebahnhof Neukölln unterwegs ist und in langsamem Tempo durch die Stubenrauchstraße in Berlin-Rudow rollt. Ihre Schwestermaschine mit der Nummer ML 00606 ist heute noch bei der NME im Einsatz und mit viel Glück ebenfalls in der Stubenrauchstraße mit einem Kesselzug zum dortigen Tanklager anzutreffen.

Scan vom Fuji Klienbilddia, komplett neu gescannt, aufgehellt, geschärft, unten etwas beschnitten, Rotstich beseitigt. Tja, die Wolke...ein Opfer der seinerzeit üblichen Festbrennweite. Und eines von vielen BIldern, welches ab 1992 zum Formatwechsel geführt hat.

Datum: 05.03.1988 Ort: Berlin Rudow [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Railadvanture im Abzweig
geschrieben von: Vorsignalwiederholer (2) am: 17.06.21, 16:47
Im März und April diesen Jahres ereigneten sich des öfteren Fahrten, bei denen ein Lok der Baureihe 111 von railadvanture Kuppelwagen von der polnischen Grenze in Fankfurt (Oder) nach Braunschweig überführte. So eine Fahrt eigeignete sich auch am 30. März, als eine railadvanture 111 hier gerade die Strecke Berlin-Frankfurt (Oder)-Guben verlässt und durch den Berliner Stadtforst fährt, um schließlich auf den südlichen Berliner Außenring abzubiegen.

Railadvanture 111 029 mit Kupplungswagen als DbZ 92907 auf dem Weg nach Braunschweig

Datum: 30.03.2021 Ort: Wuhlheide [info] Land: Berlin
BR: 111 Fahrzeugeinsteller: RADVE
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Zwischen Mietskasernen und Gaslaternen hindurch
geschrieben von: Leon (796) am: 15.06.21, 16:06
Mietskasernen, alte Gaslaternen - und zwischendurch ein Gleis, auf dem uns eine weitere Jung-Lok der Osthavelländischen Eisenbahn entgegen kommt. Vor kurzem wurde ein Bild in die Galerie aufgenommen, welches eine Jung R 60 D zeigt. Hier sehen wir mit der Lok 5 die weitere zum Zeitpunkt Mitte der 80er Jahre von der OHE noch eingesetzte Lok dieser Reihe, in ansprechender roter Lackierung und Jung-Emblem. Sie ist soeben von der Streitstraße in Berlin-Hakenfelde in die Rauchstraße abgebogen, um hier einige Anschließer zu bedienen. Werkbahn-Idylle in Berlin (West) Mitte der Achtziger..;-)

Die Stelle heute: die Schneise der Trasse der Bahn ist heute noch zu erkennen, jedoch haben inzwischen mannshohe Bäume die Trasse in Beschlag genommen. Und auch die alten Gaslaternen sind hier leider längst verschwunden.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 17.07.1985 Ort: Berlin Hakenfelde [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: Osthavelländische Eisenbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

3 Kommentare [»]
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Auf der Industriebahn Hakenfelde
geschrieben von: Leon (796) am: 14.06.21, 22:50
Neben der kürzlich in der Galerie erwähnten Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn gibt es im Bezirk Berlin-Spandau eine weitere Privatbahn, welche in den 80er Jahren noch einen recht umfangreichen Güterverkehr abwickelte. Die Rede ist von der Osthavelländischen Eisenbahn, heute hvle, mit Sitz im Bahnhof Berlin Johannesstift. Auch hier mag ich mir den historischen Abriss verkneifen und verweise auf das HiFo oder die einschlägige Literatur. Neben der NME bestach in den 80er Jahren auch die OHE durch einen seltenen und fotogenen Fuhrpark an Diesellokomotiven verschiedenener Hersteller. Hervorzuheben waren diverse Lokomotiven aus dem Hause Jung, und hier insbesondere die Reihe R 60 D, von denen eine Lok heute noch bei der OHE erhalten geblieben sein soll; von einer weiteren Lok ist heute nur noch der Torso als Ersatzteilspender in Berlin-Johannesstift vorhanden. Von der R 60 D wurden in den 60er Jahren von Jung insgesamt nur fünf Lokomotiven gebaut, von denen drei zur OHE kamen. Sie waren vierachsig ausgeführt und hatten einen dieselhydraulischen Stangenantrieb mit Blindwelle.
Hinter dem Bahnhof Berlin Johannesstift sieht es heute so aus: [www.drehscheibe-online.de]. In den 80er Jahren lagen hier jedoch noch Gleise, und die Bahn hatte verschiedene Anschließer zu bedienen, u.a. das Kraftwerk Oberhavel mit Kohle, ein Tanklager mit Kesselzügen sowie mehrere Kunden entlang der Industriebahn Hakenfelde. Auf dieser ist am 22.03.1985 die Lok 6 unterwegs, eine der beiden damals bei der Bahn noch im Einsatz befindlichen Jung R 60 D. Wir sehen sie hier, wie sie entlang der Streitstraße in Berlin-Hakenfelde zu ihrem nächsten Anschließer rollt, nachdem bereits einige Wagen auf einem Anschlussgleis in der nahen Rauchstraße übergeben wurden.
Die Gegend heute: man muss genau hinschauen, um zu erkennen, dass hier jemals Gleise lagen. Die Straße rechts im Bild mit ihren "Oldtimern" verspürte vor der Wende kaum Kraftfahrzeugverkehr. Heute geht es hier Richtung Nieder Neuendorf oder zur Wasserstadt Spandau. Auch "Autobushaltestellen" sehen in Berlin heute völlig anders aus...;-)

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 16.06.21, 08:29

Datum: 22.03.1985 Ort: Berlin Hakenfelde [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: Osthavelländische Eisenbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Kohle für Rudow
geschrieben von: Leon (796) am: 13.06.21, 15:32
Sie fehlt bislang völlig in der Galerie - die Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn in Berlin. Dabei hat diese Privatbahn bis heute noch einige Transportaufgaben im Südosten der Stadt zu erfüllen, wenn auch leider bei weitem nicht mehr in dem Umfang wie früher. Dabei hat und hatte die Bahn einen hochinteressanten Triebfahrzeugpark vorzuweisen, auf den ich in der nächsten Zeit eingehen möchte.
Eine geschichtliche Abhandlung der Bahn überlasse ich den Experten im HiFo oder verweise auf einschlägige Literatur. Aber Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts (..wie sich das anhört..;-) ) gab es eine Phase, in der man neben der Vielfalt an Reichsbahnloks in Berlin (West) auch die Privatbahnen entdeckt hat - und von denen gab es einige in der Stadt: neben der NME die Industriebahn Neukölln, die Osthavelländische Eisenbahn in Spandau, die Behala mit ihren Bahnen im Westhafen und in Spandau, die Rhenus WTAG mit ihren MaK-Loks für die Kesselzüge zum Tanklager auf der Insel Eiswerder, die Post mit ihren Bundesbahn-V60, die elektrische Siemensbahn mit ihren kuriosen Lokomotiven und viele andere mehr. Ein Thema, welches in der Galerie reich zu beackern ist - aber nach und nach.

Bleiben wir bei der NME. Eine der wichtigsten Transportaufgaben der Bahn war der Kohleverkehr zum Heizkraftwerk Rudow. Dieses war von 1963 bis 2004 in Betrieb und diente der Wärmeversorgung der Gropiusstadt. Der Abriss des Kraftwerkes zog sich bis zum Jahr 2008 hin, und heute ist auf dem Gelände des Kraftwerkes am Teltowkanal eine Wohnsiedlung entstanden.
Die Kohlezüge zum Kraftwerk verkehrten seinerzeit sechs Mal wöchentlich, d.h. man hatte sogar ein Fotoprogramm für den Samstag. Wir stehen hier in Berlin-Rudow an der Stubenrauchstraße Ecke Kanalstraße. Vor der Wende endete die Stubenrauchstraße ein paar hundert Meter weiter kurz vor dem Teltowkanal. Eine Buslinie hatte hier ihre Endstelle, und wir sehen einen pausierenden SD-Bus.
Zwischen einem Tanklager liegt das Gleis zum ehemaligen Kraftwerk, und um die Ecke kommt mit der Lok ML 00605 eine ML 700 C von Krauss-Maffei, welche 1965 fabrikneu an die NME geliefert wurde und auch heute noch im Einsatzbestand ist, wenn auch technisch modernisiert und in oranger Farbgebung. Am 04.06.1988 kam sie jedoch noch in ihrer grünen Ursprungslackierung daher, am Haken den Leer-Kohlenzug, welchen sie zurück zum Übergabebahnhof Berlin-Neukölln bringen wird, wo ihn eine Reichsbahnlok übernehmen wird.

Die Stubenrauchstraße heute: im Hintergrund besteht eine Auffahrt zur Stadtautobahn A 113, und eine derart leere Straße ist hier heutzutage völlig undenkbar. Die Kohlezüge sind Geschichte, ebenso Übergaben zu diversen Firmen in der Kanalstraße, zu denen im Rücken des Betrachters ein weiteres Gleis abknickte, aber Verkehr zu dem im Hintergrund sichtbaren Tanklager der TBG Beteiligungsgesellschaft gibt es fallweise heutzutage immer noch - und vielleicht kommt auch die ML 00605 mit einem Kesselzug vorbei...;-)

Scan vom Fuji Velvia Kleinbilddia

Datum: 04.06.1988 Ort: Berlin Rudow [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Ostbahn Knicker
geschrieben von: Bastian (3) am: 09.06.21, 08:59
Schon ein paar Tage her ist die regelmäßige Leistung des Ostbahn-knickers mit 232. Heute ist diese Leistung leider nicht mehr zu sehen, da der Güterverkehr über die Ostbahn eingestellt wurde.

Da man aus der Wuhlheide eigentlich fast immer die gleichen Motive sieht, dachte ich mir damals "man kann ja auch mal neues versuchen" und bin auf den Schornstein der alten Bude geklettert (nachmachen auf eigene Gefahr), um den Russen in seiner vollen Größe gut ablichten zu können.

Hier passiert die 232 294 mit den bekannten Knickkesselwagen den alten BÜ des ehemaligen Rbf Wuhlheide gen Seddin.

Zuletzt bearbeitet am 09.06.21, 09:00

Datum: 13.07.2020 Ort: biesdorf [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte
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Die Dachluke
geschrieben von: Leon (796) am: 27.05.21, 09:20
Werte User; mit dem „Franzosenzug“ im Berlin zur Wendezeit sind wir noch nicht durch…;-) Wie bereits berichtet, ist damals so mancher Dienstag, Donnerstag und Samstag diesem Zug gewidmet worden, der durch seine sehenswerte Wagengarnitur bestach und von Tegel bis Kohlhasenbrück, später Potsdam an so manchem Motiv vorbeifuhr. Hauptspielwiese für uns waren jedoch der Wedding sowie die zahlreichen Stellen in Moabit.
Und wenn ich in einem früheren Bildtext erwähnt habe, dass vor uns kein Hausdach im Wedding sicher war, möchte ich mit diesem Bild diese Aussage untermauern: es gab damals noch zahlreiche Altbauten, deren Hausflure einfach offen waren und keine Gegensprechanlage besaßen. Es gab völlig verstaubte Dachböden, deren Türen nicht verschlossen waren – so sie denn überhaupt ein Schloss besaßen. Und es gab die passenden Dachluken, aus denen man einen Blick auf die Bahntrasse hatte! ;-) Und somit entstand am 15.08.91 das Bild auf den damals noch brach liegenden S-Bahnhof Wedding, welchen soeben der „Franzosenzug“ passiert, bespannt mit der 110 122. Dahinter liegen die typischen Berliner Mietskasernen, und man erkennt gegenüber die Art der Dachgestaltung mit den Luken, in welcher sich der Fotograf gerade befindet.
Unten sehen wir noch einen typischen Berliner Doppeldecker-Bus der Bauart DE (DE = Doppeldecker im Einmannbetrieb ohne Schaffner. Ältere Bauarten der Bauart D2U waren mit Fahrer und Schaffner unterwegs). Und die Berliner Lebensmittelkette „Reichelt“ ist längst von einem größeren Konzern geschluckt worden.
Heute sind derartige Bilder so gut wie unmöglich. Altbauten ohne Gegensprechanlagen sind selbst im Wedding nicht mehr zu finden, und offene Dachböden dürften ebenfalls der Vergangenheit angehören. Wie herrlich unbeschwert und gleichzeitig spannend das Fotografieren zu jener Zeit war..! ;-)

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 15.08.1991 Ort: Berlin Wedding [info] Land: Berlin
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Die passende Lok für die Lücke
geschrieben von: Leon (796) am: 21.05.21, 23:03
Die kleine Brücke über den Teltowkanal in Berlin-Kohlhasenbrück war bereits schon desöfteren in der Galerie zu sehen, und insbesondere der morgendliche Blick von der parallelen Straße Richtung Düppeler Forst lässt bei Windstille sehr ansprechende Spiegelungen zu. Nachmittags ist die Brücke ebenfalls umsetzbar, jedoch ist dieses Unterfangen wesentlich ambitionierter. Zum einen muss nachmittags ein lokbespannter Zug in Richtung Potsdam kommen, womit der RE 1 mit seinen Tauri oder 112 wegen der Lokstellung in Richtung Stadt schon mal ausscheidet. Dann darf die Lok wegen der sehr kleinen Lücke nicht zu lang sein; ein Russe oder eine 152 wären fatal. Einziger Zug, der hier die Bedingungen erfüllt, ist der nachmittägliche „Kaffeezug“, welcher bereits schon mehrmals in der Galerie Thema war. Dieser hat zwar für die Lücke die passend kurze 298 als Zuglok, darf aber wegen des Sonnenstandes sowie einiger schattenwerfender Bäume weder zu früh noch zu spät kommen. Selten ist er vor 16.40 Uhr hier, aber hin und wieder erst nach 18 Uhr.
Darüber hinaus ist das Motiv recht ungemütlich: man steht genau unter der Brücke der parallelen S-Bahn, welche alle paar Minuten mit einem ohrenbetäubenden Gedröhne über einen drüberrauscht, und man hat in diesen Momenten so gut wie keine akustische Vorwarnung, ob parallel evtl. ein Zug kommt. Darüber hinaus ist insbesondere bei gutem Wetter –und nur dann steht man hier- ein recht umfangreicher Schiffsverkehr der Freizeit- und Berufskapitäne zu beobachten, d.h. es ist zwar an keine Spiegelung zu denken, wohl aber an eine Kombination aus Boot und Zug.
Am Nachmittag des 19.05.21 hat jedenfalls alles geklappt: die Wolken haben mitgespielt, und gegen 17.20 Uhr war ein kurzes Rauschen zu vernehmen, und der Kaffeezug dröhnte mit seiner 298 321 über den Teltowkanal gen Seddin.


Datum: 19.05.2021 Ort: Berlin Kohlhasenbrück [info] Land: Berlin
BR: 298 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte
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Entlang maroder Gleise über den Hohenzollernkanal
geschrieben von: Leon (796) am: 20.05.21, 22:12
Ein weiteres Motiv, mit welchem ich aber nicht schon wieder unseren legendären „Franzosenzug“ zeigen möchte, bot sich vorübergehend in Berlin Moabit im Bereich der ehemaligen Brücke über den Hohenzollernkanal am Friedrich-Krause-Ufer. Hier lagen im Berlin zur Wendezeit noch drei Gleise: die beiden vorderen gehörten zur damals noch brach liegenden Ringbahn, und auf dem hinteren Gleis wurde der Verkehr von Tegel und Schönholz Richtung Moabit abgewickelt.
Im Sommer 1988 wurde parallel zur Bahntrasse ein Verwaltungsgebäude errichtet, welches uns zum Ende der Bauphase als Aussichtspunkt diente…;-) An Nachmittagen hatte man von hier einen guten Blick auf die Brücke sowie die Strecke von Tegel. Und es gab neben dem Franzosenzug werktags einen weiteren, dem Franzosenzug nachfolgenden Güterzug, mit dem der in Tegel für Rangierarbeiten vorgehaltene Goldbroiler der Baureihe 106 wieder Richtung Grunewald zurückkehrte. Und es gab Zugaben in Form des Leer-Kohlenzuges vom Kraftwerk Lübars, welcher ebenfalls hin und wieder mit wechselnden Bespannungen über diese Strecke verkehrte. Am 26.07.1988 folgten dem Franzosenzug demzufolge zwei Züge, von denen zuerst die 106 266 mit einer Reihe Fal-Wagen herankullerte. Diesem Zug sollte eine weitere 106 mit der abendlichen Tegel-Übergabe folgen.
Im Hintergrund sehen wir neben der typischen Mietskasernenkulisse die bereits aus anderen Bildern erwähnten silbernen Bauten des Schering-Konzerns.

Die Szene heute: über hochmoderne Betonbrücken rauscht die S- Bahn auf dem "Ring" im Minutentakt vorbei, parallel dazu die elektrifizierte und zweigleisige Strecke von Moabit Richtung Gesundbrunnen, welche vornehmlich dem Güterverkehr dient. Das Ganze wird überragt vom Overfly, der Brücke mit der Strecke von Gesundbrunnen Richtung Hauptbahnhof.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 26.07.1988 Ort: Berlin Moabit [info] Land: Berlin
BR: 344-347 (alle V60-ost) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Das westliche Einfahrsignal von Neukölln
geschrieben von: 232 531 (18) am: 20.05.21, 19:25
... ist ein bereits mehrfach umgesetztes Motiv mit dem morgendlichen Kaffeezug, welches auch hier in der Galerie vertreten ist [www.drehscheibe-online.de] . Wenn die Sonne südlich des Gleises steht, aber noch kein Frontschatten ist, fährt jedoch nur selten ein Zug. Gestern ergab sich für mich die Möglichkeit einen dieser wenigen Züge zu fotografieren. Aktuell wird Neukölln als Zwischenlager für Schotterzüge für eine Gleisbaustelle in der Nähe genutzt und solch ein Zug sollte die Gelegenheit zur Umsetzung bieten. Die Wolken machten es zu einem Krimi, doch im richtigen Moment sollte sich ein passendes Wolkenloch auftun und das Motiv ausleuchten.
232 535 der WFL zieht den Vollschotterzug als DGV 91730 in den Zielbahnhof Neukölln und wird anschließend als T-Fahrt nach Wustermark fahren.


- Ein Lampenkopf wurde digital entfernt -

Zuletzt bearbeitet am 20.05.21, 20:54

Datum: 19.05.2021 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: WFL
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Grünes Berlin
geschrieben von: Leon (796) am: 19.05.21, 14:51
Et jrünt so jrün..klingt berlinerisch, isset aba nich. "Jrün" saacht hier keen Mensch. Aber Berlin ist tatsächlich grüner (nicht nur politisch..;-) ), als die meisten glauben. Tiergarten, Grunewald, Müggelberge, Volkspark Rehberge...überall gibt es erholsame Waldgebiete, teils mitten in der Stadt.
Den Eindruck einer grünen Stadt hat man auch im Hochsommer von diesem Fotostandpunkt: wir blicken auf die eingleisige Verbindungsstrecke zwischen Berlin-Charlottenburg und Berlin-Spandau. Früher nur dem "Interzonenverkehr" von und nach Hamburg mit drei bis vier Zugpaaren pro Tag vorbehalten, hat sich nach der Wende der Zugbetrieb auf diesem Abschnitt deutlich ausgeweitet. Seit Herbst 1990 wurde ein Regionalverkehr zwischen Charlottenburg und Nauen eingerichtet, welcher zunächst mit LVT, ab Sommer 1991 dann mit Wendezügen und Wustermarker 118 bestritten wurde. Hier kamen dann neben recht bekannten Loks endlich auch einmal völlig neue Fahrzeuge der Baureihen 118.1 und 5 vor. Wir sahen u.a. die ehemaligen Regierungszugloks 118 548, 550 und 552, und gänzlich unbekannt war die 118.1. Mit der 118 133 kam im Sommer 1991 eine äußerlich sehr gepflegte Lok dieser Bauart aus Cottbus nach Berlin und wurde vom Bw Ostbahnhof bald nach Wustermark weitergereicht, wo sie zum 01.10.1993 z.gestellt wurde.
Am 02.07.91 sehen wir sie, wie sie ihren Doppelstock-Gliederzug gen Nauen zieht. Im Hintergrund erkennt man u.a. die Spitze des Wasserturms Charlottenburg II.

So, und bevor jetzt alle die Brücke suchen, auf der der Fotograf steht: wir stehen -natürlich völlig semi-legal- auf dem gesicherten Laufsteg der Brücke des Verbindungsgleises vom Güterbahnhof Ruhleben zum Kraftwerk Reuter, welches hinter uns hinter einer Spundwand verläuft. Zur Wendezeit haben wir hier so manche Stunden verbracht, weil man von dem Steg nicht nur das Gleis von Charlottenburg sah, sondern auch die beiden Gleise von Moabit und von Grunewald über "Chag", welche ab Fürstenbrunn parallel verliefen -und über welche nachmittags so mancher Güterzug gen Westen rollte.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 02.07.1991 Ort: Berlin Ruhleben [info] Land: Berlin
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Morbider Charme im Eichkamp
geschrieben von: Leon (796) am: 18.05.21, 10:10
Bleiben wir noch eine Weile bei den formschönen "Babelsbergerinnen" und erinnern wir an die Zeit nach der Wende, als die ersten Regionalverbindungen von Berlin nach Brandenburg eingerichtet wurden. Wie berichtet, wurde nach einem Beginn mit Ferkeltaxen ab Sommer 1991 der Pendel zwischen Nauen und Berlin-Charlottenburg auf Wendezüge mit Wustermarker 118 umgestellt. Hing die Lok zunächst in westliche Richtung, so wurde im Laufe des Frühjahrs 1992 die Richtung gewechselt, und es konnten somit neue Motive mit den Wendezügen umgesetzt werden. Hierzu gehörte der Bahnhof Eichkamp, heute "Messe Süd". Dieser lag damals noch im Dornröschenschlaf, und der Fernverkehr teilte sich mit dem Regionalverkehr die eingleisige Verbindung zwischen Spandau und Charlottenburg. Heute liegen hier zwei dicht belegte elektrifizierte Gleise, und nebenan hält die S-Bahn nach Spandau.
Am 20.05.1992 rauscht hingegen die 228 788 mit einer vierteiligen Doppelstockgarnitur mit Schrägdach unter der typischen Gewächshausarchitektur hindurch. Die Lok kam erst im Mai 1991 aus Jüterbog nach Wustermark und verließ dann diesen Standort im Juli 1993 Richtung Nordhausen. Nach ihrer z-Stellung im Juli 1998 wechselte sie als "205" zur MEG und ist seit 2008 als Leihgabe beim Thüringer Eisenbahnverein in Weimar mit ihrer alten Nummer 118 788 zu bewundern.

Scan vom Fuji RDP 100 6x6-Dia

Datum: 20.05.1992 Ort: Berlin Eichkamp [info] Land: Berlin
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 16 Punkte

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Der Berliner Westhafen
geschrieben von: 232 531 (18) am: 17.05.21, 17:37
... ist der größte Hafen Berlins. Gut, das ist jetzt nicht unbedingt ein schwer zu erlangender Titel in der weit bekannten Hafenstadt Berlin :P, jedoch spielt er im Güterumschlag für die Versorgung der Hauptstadt eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Der ehemals zweitgrößte Binnenhafen Deutschlands wurde im zweiten Weltkrieg stark zerstört, jedoch relativ schnell wieder in die Gänge gebracht. Seitdem hat sich sein Erscheinungsbild jedoch etwas verändert. 2001 wurde ein Hafenbecken zugeschüttet und darauf eine Container-Verladestation erreichtet, die heute ein wichtiges Standbein des Westhafen ist.
Der Zugverkehr besteht aus Kohlezügen für das Kraftwerk Moabit, Containerzügen für das erwähnte Terminal, Kesselzügen, hin und wieder Baustoffzügen von ITL oder Freightliner und Schrottzügen. Letztere werden seit kurzem recht häufig von DB Cargo als Sonderleistungs-Übergabe gefahren. Diese sollte an diesem Tag auch fotografiert werden. Also recht früh raus, sodass man einige Zeit vor der normalen Ankunftszeit da ist, die Planzeit wurde die letzten Male nicht eingehalten, sondern immer ungefähr zur selben Zeit mit Verspätung gefahren, warum sollte es dann heute anders sein? Und siehe da. Kaum ist man aus dem Haus, ist der EZK 68361 nach Westhafen mit Verfrühung unterwegs. Klasse... Um nicht umsonst früh aufgestanden zu sein, ging es trotzdem zum Westhafen. So wurde zwar aus der 298 nichts, aber immerhin konnte dieses Bild beider BEHALA G1700 entstehen, wovon eine den leeren Schrottzug zur Beladung rangiert.

Datum: 10.05.2021 Ort: Berlin Moabit [info] Land: Berlin
BR: 271,277 (alle Vossloh-Mittelführerstandsloks) Fahrzeugeinsteller: BEHALA
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Auf in die Hauptstadt, der Sonne entgegen!
geschrieben von: Leon (796) am: 16.05.21, 13:29
Kommen wir wieder zu den "Dicken" in die Hauptstadt zurück..;-) Kurz nach der Wende wurde zur Bewältigung der Verkehrsströme aus dem Umland ein Vorortverkehr mit Wendezügen aufgenommen. Zunächst auf der Strecke von Berlin-Wannsee nach Potsdam, später auch auf der Strecke von Berlin-Charlottenburg über Spandau nach Nauen. Eingesetzt wurden sowohl vierteilige Doppelstockeinheiten -wahlweise mit gerader oder gewölbter Dach-Stirnfront- als auch fünfteilige Gliederzüge. Der Einsatz von Berlin-Charlottenburg nach Nauen begann zunächst mit Ferkeltaxen, bevor ab Sommer 1991 die mit der Baureihe 118 bespannten Wendezüge zum Einsatz kamen. Siehe auch hier: [www.drehscheibe-online.de] Und endlich kamen neue, für uns völlig unbekannte 118 in die Stadt, insbesondere 118.1 und 118.5 in der vierachsigen Version. Später wurde dieser Vorortverkehr nach Berlin-Jungfernheide und danach zum Westkreuz geführt, wobei die grünen Doppelstockzüge entfielen und modernisierte Halberstädter mit je einer Lok an den Zugenden verkehrten. Der Einsatz der "Dicken" entfiel auch zugunsten der Baureihe 201 oder 202.
Am Morgen des 15.05.1992 stehen wir morgens auf einer Fußgängerbrücke in Berlin-Staaken und blicken einem Gliederzug hinterher, den die 228 168 Richtung City schiebt. Im Hintergrund geht über der Stadt die Sonne auf, und wir erkennen links den Kühlturm des Kraftwerkes Reuter West, den Turm vom Spandauer Rathaus, weitere Schornsteine. Wer genau hinsieht, erkennt zwischen den Schornsteinen den Fernsehturm.
Und es wurde gebaut in dieser Zeit...;-)

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 15.05.1992 Ort: Berlin Staaken [info] Land: Berlin
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Die geteilte Stadt
geschrieben von: Leon (796) am: 07.05.21, 12:02
In welche Kategorie soll man dieses Bild einstellen? "Bahn und Landschaft" wäre verklärend. "Zug schräg von vorne" würde der Sache nicht gerecht. Nennen wir es so unpolitisch wie möglich "Bahn und Infrastruktur"...
Wir stehen auf der Bösebrücke in Berlin, auch Bornholmer Brücke genannt. Der Grenzübergang Bornholmer Straße ist fußläufig zu erreichen. Wir befinden uns noch auf der Westseite der Brücke, werden aber ob unserer Kamera von den nahen "Organen" bereits mehr als kritisch beäugt. Es gab mehrere Orte in Berlin, an denen man die Eisenbahn so hautnah mit den Grenzanlagen einfangen konnte, aber an keinem Ort hatte man die Mauer so formatfüllend im Bild wie an dieser Stelle...
Wir stehen im Berliner Wedding und blicken nach Norden. Rechts sind Teile von Berlin Pankow zu erkennen. Wir schreiben den 25.07.1989. Nur noch wenige Monate liegen vor dem Ereignis, für welches sich seinerzeit der Begriff "Wahnsinn" eingeprägt hat. Heute liegt hier das elektrifizierte Nordkreuz, und Züge fahren wie selbstverständlich von Pankow und Karow kommend Richtung Gesundbrunnen, und im Rücken des Betrachters rollen Züge über den nördlichen Innenring. Über die Bornholmer Brücke verläuft die Tram bis zum Virchow-Klinikum.

Und damals? Damals bespannte mit der 118 705 endlich mal eine Vertreterin dieser Baureihe mit durchgehendem Zierstreifen den Franzosenzug. Im August 1987 hochmotorisiert und von 118 305 in 118 705 umgenummert und seinerzeit immer im Berliner Raum beheimatet, bespannt sie hier den Zug der französischen Alliierten entlang dieses Monstrums, welches für uns vorher jahrzehntelang unser Leben geprägt hat, welches die Stadt geteilt hat, Schicksale zerstört hat, Leben genommen hat.
Wenige Monate später wird ein positiver Wahnsinn dieser Art von Wahnsinn ein Ende bereiten...

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 25.07.1989 Ort: Berlin Wedding [info] Land: Berlin
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 17 Punkte

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Wer ist dicker...? :-)
geschrieben von: Leon (796) am: 05.05.21, 13:44
Der Franzosenzug lässt uns noch nicht los..! ;-) Einen Zug, der uns im Berlin der Vorwendezeit jahrelang beschäftigt hat, mit nur ein bis zwei Bildern in der Galerie zu würdigen, würde der Sache nicht gerecht werden..!
Erneut stehen wir Spalier, diesmal am Nachmittag des 09.07.1988. Als Motiv dient die beeindruckende Kulisse des Gaswerkes Berlin Charlottenburg II. Bis zur Umstellung auf Erdgas existierten in Berlin 33 Gaswerke, von denen heute keines mehr existiert. Das Stadtbild wurde damals von fast 120 Gasbehältern unterschiedlichster Ausführung geprägt, von denen heute nur noch wenige vorhanden sind. Der bekannteste von ihnen ist neben den ehemaligen riesigen Behältern am Bahnhof Prenzlauer Allee der Gasometer in Schöneberg, welcher heute noch weithin sichtbar ist und als technisches Denkmal erhalten bleibt.
Unser Zug passiert soeben die beiden riesigen Kugel-Hochdruckbehälter, welche in den Jahren 1974 und 1977 errichtet wurden. Sie hatten eine Höhe von 50 m, einen Durchmesser von 40 m und galten mit ihrem Fassungsvermögen von 317.000 Kubikmetern als damals größte Kugel-Hochdruckbehälter der Welt. Einer von ihnen unterzog sich zum Aufnahmezeitpunkt einer Revision.
Nach Stilllegung des Gaswerkes blieben die Behälter noch bis zum April 2007 erhalten. Als einziges Baudenkmal des ehemaligen Charlottenburger Gaswerkes ist der rechts im Bild sichtbare denkmalgeschützte Reservoirturm vorhanden.
Auch der im Hintergrund sichtbare Niederdruck-Gasbehälter, welcher bereits hier [www.drehscheibe-online.de] Pate stand, ist leider im jahr 1995 abgerissen worden. Die Lok mit ihrer Nummer 118 705 wird uns jedoch in wenigen Tagen erneut beschäftigen...;-)
Kommen wir zu "unserer" 118 207 zurück. Am 09.07.88 gab es mal keine Verfolgungsfahrt, dafür jedoch noch die Hoffnung auf einige weitere Vorbeifahrten. Wir wollten das Sonnenglück bei einem derartigen Himmel einfach noch weiter ausreizen. Ob es geklappt hat, kann ich erst beantworten, wenn die Büchse der Pandora mit der Baureihe 106 geöffnet wird...

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 09.07.1988 Ort: Berlin Moabit [info] Land: Berlin
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Der Franzosenzug in Gesundbrunnen
geschrieben von: Leon (796) am: 04.05.21, 19:02
Bleiben wir doch noch ein bischen bei dem legendären Franzosenzug in Berlin! Vor kurzem wurde ein Bild von diesem Zug von der Putlitzbrücke in Moabit in die Galerie aufgenommen [www.drehscheibe-online.de] , zu welchem ich berichtet habe, welche hanebüchenden Aktionen wir seinerzeit angestellt haben, um diesen Zug nicht nur ein Mal pro Tour zu erwischen...;-) Am 04.09.1986 -ein Donnerstag mit üblichem Berufsverkehr- verkehrte vor diesem Zug mit der 118 253 eine Lok außerhalb unserer "Freunde" 118 207 und 312. Seitlicher Zierstreifen, gut im Lack - Grund genug, den Zug durch Berlin zu scheuchen! ;-) Ein erstes Bild gelang auf einer Brücke kurz hinter dem damaligen Bahnhof Gesundbrunnen. Wir blicken auf die Brücke der Badstraße und sehen noch das alte Empfangsgebäude des Bahnhofes, dahinter die "Millionenbrücke", welche hier [www.drehscheibe-online.de] bereits Thema war. Hinter der Millionenbrücke erkennt man einen recht markanten Kirchturm. Dieser stand seinerzeit noch im "Osten" der Stadt und gehört zur St. Augustinus-Kirche in der Dänenstraße im Prenzelberg. Damals nur über den nahen Grenzübergang Bornholmer Straße erreichbar, heute eine S-Bahn-Station auf der Ringbahn weiter!
Nun, nach der Aufnahme auf den Bahnhof Gesundbrunnen mit seinen brach liegenden S-Bahn-Gleisen ging es weiter zur Beusselbrücke. Günstige Ampelphasen und eine gewisse Chuzpe hinter dem Steuer ermöglichten dann diese Aufnahme: [www.drehscheibe-online.de] . Die Beusselstraße liegt ganz in der Nähe der Stadtautobahn, und das Notizbuch von 1986 vermerkt zu dem Zug zwei weitere Shots in Grunewald und bei Hühner-Hugo im Düppeler Forst...:-) Ja, mit Anfang 20 war man noch schneller auf den Beinen und dazu versehen mit einer Mischung aus unbedarft und verrückt! Und es gab noch keinen Führerschein auf Probe...:-)

118 253 verließ leider unsere Jagdgründe zum 08.01.87 und wurde von Wustermark an das Bw Görlitz abgegeben.

Scan vom Fuji Kleinbilddia, verschärfte Version...;-)

Datum: 04.09.1986 Ort: Berlin Gesundbrunnen [info] Land: Berlin
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Unterhalb der Humboldthöhe
geschrieben von: Der Rollbahner (203) am: 04.05.21, 14:05
Im Humboldthain haben die im Jahre 1941 errichteten Bunkerkolosse vielen Berlinern während des Zweiten Weltkrieges Zuflucht vor den Fliegerbomben der Alliierten geboten. Heute sind die mit Trümmern und Schutt verfüllten und eher an Hügel denn an Ruinen erinnernden Gebäudereste als "Humboldthöhe" ein beliebter Aussichtspunkt im Stadtteil Wedding.

Im Jahre 2003 ließ sich über das frische Frühlingsgrün des Parks hinweg ein brauchbarer Blick auf die in direkter Nähe verlaufenden Gleisanlagen vom und zum Bahnhof Gesundbrunnen erhaschen. Ein etwa zu 1/8 verdeckter Vollzug der Ringbahn, in Gestalt der S-Bahn Baureihe 485, wird diesen in Kürze erreicht und anschließend seine Fahrt höchstwahrscheinlich in Richtung Schönhauser Allee fortgesetzt haben.

Scan vom Fuji KB-Dia

Zweiter Vorschlag: Bild gerade gerichtet und nachgeschärft.

Manipulation: Der nah am Zug stehende Baum wurde im Gleisbereich minimal gestutzt.

Datum: 02.05.2003 Ort: Berlin-Wedding [info] Land: Berlin
BR: 485 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Geheime Fracht in Wannsee
geschrieben von: Leon (796) am: 01.05.21, 15:16
Im Berlin (West) vor der Wende verkehrten hin und wieder Militärzüge zur Versorgung der Alliierten. Sowohl nach Tegel zu den Franzosen wie auch nach Lichterfelde West zu den Amis waren Güterzüge unterwegs, welche jedoch meist in den Tagesrandlagen verkehrten und die Eigenschaft besaßen, sehr scheu zu sein. Entweder erwischte man so einen Zug durch Zufall, oder man kannte einen, der einen kannte, der dann wusste, wann so ein Zug unterwegs war. Am 18.06.89 war so ein Tag, und "unsere" 118 312 hatte die Aufgabe, vom Militärbahnhof der amerikanischen Streitkräfte in Lichterfelde West einen Güterzug abzuholen. Diesen Zügen wurden immer ein bis zwei Begleitwagen ("Caboose") beigegeben, wie sie hier im Zugverband zu erkennen sind. Ansonsten standen diese Wagen oft im Bahnhof Lichterfelde West abgestellt und waren vom gegenüberliegenden S-Bahnhof gut zu fotografieren. Das Fotografieren dieser Züge war nicht wirklich verboten, wurde jedoch nicht gern gesehen, und hin und wieder kam es zu Diskussionen mit der Polizei, wenn man sich mit einer Kamera bewaffnet auf der Brücke des Dahlemer Weges in Lichterfelde befand. Nun, zu der damaligen Zeit (Ronald Reagan war Präsi..."Mr. Gorbatschow, tear down this wall...") war bei den Amis die Angst vor Terroranschlägen recht hoch, und als Fotograf wurde man mindestens kritisch beäugt.
Auf dem ellenlangen Fernbahnsteig des Bahnhofs Wannsee hatte man eine gute Gelegenheit, den Zug in seiner vollen Länge zu erwischen. Man erkennt einen der typischen Begleitwagen, und die 118 312 rollt langsam in den Bahnhof ein. Der dunkle Qualm links gehört zu einer anfahrenden Ludmilla vor einem "Interzonenzug" Richtung Zoologischer Garten.

Der Bahnhof heute: den langen Fernbahnsteig gibt es noch immer, aber kaum ein Zug ist so lang, als dass er die volle Länge des Bahnsteiges in Anspruch nehmen würde. Die Formsignale sind längst verschwunden, es hängt Fahrdraht. Wer genau hinsieht, erkennt auf dem Bild zwischen den Signalen noch das Dach und den Giebel des Stellwerkes "Wot" (Wannsee Ostturm). Dieses Stellwerk steht seit Jahren ungenutzt leer und soll demnächst abgerissen werden.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 18.06.1989 Ort: Berlin Wannsee [info] Land: Berlin
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Exotisch in Berlin
geschrieben von: Toaster 480 (351) am: 29.04.21, 19:16
Neben Deutschlands größtem Straßenbahnnetz gibt es mit der Woltersdorfer bzw. Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn auch zwei autarke Strecken in Berlin. Letztere sogar abweichend in der Meterspur und mit exotischen Fahrzeugen, wie z.B. den ex Heidelberger GT6 und nun den Artic-Niederflurbahnen. Wagen 52, der 2018 gebraucht aus Helsinki/Finnland übernommen wurde, erreicht hier den S-Bahnhof Berlin-Friedrichshagen.

Datum: 27.04.2021 Ort: Berlin Friedrichshagen [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: SRS
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Berlins meistfotografierter Militärzug
geschrieben von: Leon (796) am: 29.04.21, 10:07
Bleiben wir doch noch ein bischen im Westteil von Berlin vor der Wende. Vor kurzem wurde dieser Blick von der Putlitzbrücke in Moabit [www.drehscheibe-online.de] vorgestellt. Wir stehen erneut auf der Putlitzbrücke, diesmal im Herbst 1988. Bereits bei dem Bild zum Stellwerk "Chag" bin ich auf die Einsätze der Baureihe 118 der ESt. Grunewald des Bw Wustermark eingegangen und hatte von den beiden schon mit uns befreundeten "Landplagen" 118 207 und 312 berichtet. Nun, wir sehen hier mit der 118 207 den weiteren Langweiler dieser Baureihe, der uns in Berlin im Prinzip überall hin verfolgte und sogar bis ins Havelland treu blieb..[www.drehscheibe-online.de]. Und wir sehen einen der damals berühmtesten Züge, die seinerzeit jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag durch die Stadt fuhren: den "Franzosenzug", einen Reisezug für die französischen Alliierten, welcher von Berlin-Tegel nach Strasbourg verkehrte, mit Lokwechsel von Dicker auf Russen in Potsdam Stadt und weiterem Laufweg über die Magistrale. Dieser Zug hat uns im Prinzip ständig beschäftigt; kein Hausdach im Wedding mit Blick auf die Strecke, das vor uns sicher war; keine riskanten Auto-Aktionen, die es seinerzeit ermöglichten, den Zug insbesondere samstags mehrmals in der Stadt zu erwischen. Ein Motiv im Wedding, dann die Brücke der Kantstraße und danach irgendwo in Wannsee, über die Avus gekoffert, waren eigentlich Standard. Heutzutage völlig undenkbar, aber damals galten neben einer recht langsamen Geschwindigkeit des Zuges auch andere Gesetze, und man war noch ein wenig verrückter...;-)
Nun, am 04.10.1988 fiel der Blick auf diesen Zug, an der Spitze die "ewige" 118 207. Links erkennen wir das Gleis gen "HuL", unser Zug aus Tegel erhält zwei Flügel in den Güterbahnhof Moabit, und das befahrene rechte Gleis daneben ermöglicht mit einer Spitzkehre den Weg zum Westhafen.
Im Hintergrund sehen wir erneut die beiden Silbertürme von Schering, dem damals größten Pillendreher der Stadt.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 04.10.1988 Ort: Berlin Moabit [info] Land: Berlin
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Weiter geht's
geschrieben von: Toaster 480 (351) am: 28.04.21, 20:11
Die Berliner Tatras fahren unermüdlich weiter, aktuell planmäßig auf den M6-Verstärkern. U.a. am 27.04.21 verirrte sich auch mal wieder eine KT4D-Traktion auf die M8(E), welche hier soeben das Wohngebiet "Fennpfuhl" durchquert hat. Von der Autohölle an der Kreuzung Landsberger Allee/Karl-Lade-Straße/Oderbruchstraße ist hier dank der Ampelschaltung glücklicherweise nichts zu erkennen. Die Traktion 6004+6041 hat von Ahrensfelde/Stadtgrenze kommend ihr Ziel Wendeschleife Virchowstraße fast erreicht.

Datum: 27.04.2021 Ort: Berlin Fennpfuhl [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Damals bei "Chag", unter der Ringbahn hindurch
geschrieben von: Leon (796) am: 28.04.21, 11:55
Bereits mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] habe ich das Stellwerk "Chag" in Berlin-Charlottenburg vorgestellt. Dieser beliebte Fotopunkt war insbesondere vor der Wende häufige Anlaufstelle für Güterzüge insbesondere aus der Richtung Moabit oder Tegel. Während auf der Aufnahme mit der 130 ein Zug gezeigt wurde, welcher von Ruhleben in Richtung Innenring fährt, kommt dieser Zug bereits auf den Gleisen des Innenrings in Richtung Grunewald oder weiter Richtung Neukölln.
Wir sehen die "ewige" 118 312 - eine der beiden Loks der Baureihe 118 der ESt. Grunewald des Bw Wustermark, die seinerzeit nahezu täglich im Einsatz war. Zusammen mit der 118 207 sorgte sie zwar für die Omnipräsenz der "Babelsberger Dicken", aber irgendwann kam auch eine gewisse Langeweile auf, weil einem immer die beiden gleichen Dicken vor die Linse fuhren. Interessanter wurde dies erst, als das Bw Wustermark Ende der 80er Jahre neue, für uns bislang unbekannte Dicke nach Berlin (West) geschickt hat - und wenigstens waren mit 118 578, 619 und 705 auch einige Exemplare mit durchgehendem Zierstreifen dabei!
Wir sehen hier den bereits aus Berlin-Gesundbrunnen bekannten Tegel-Zug, wie er das Stellwerk "Chag" passiert und soeben unter den damals noch ungenutzten Gleisen der Ring-S-Bahn hindurchfährt. Grunewald ist gleich erreicht!

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 11.07.1989 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Historischer Blick von der Putlitzbrücke in Moabit
geschrieben von: Leon (796) am: 25.04.21, 18:13
Vor einer Weile hatten wir in Berlin (West) die V 100 am Wickel. Bereits mit zwei weiteren Bildern wurde in der Galerie der Einsatz der Baureihe 110 der DR vor Güterzügen erwähnt. Neben der 110 074 und 110 020 war als ditte im Bunde die 110 005 zu erleben. Alle drei Loks erfreuten seinerzeit die wenigen Fotografen, die Mitte bis Ende der 80er Jahre den ganz normalen Planbetrieb im Westen der Stadt einfangen wollten.
Bislang fehlt in der Galerie der nachmittägliche Blick von der Putlitzbrücke in Berlin-Moabit. Hier hatte man einen Blick auf zwei Gleise: das nördliche ging zum Güterbahnhof "HuL", und das südliche nahm den Verkehr Richtung Tegel und Schönholz auf. Ein drittes, im Bild nicht sichtbares Gleis führte zum Westhafen. Hinter dem Rücken des Fotografen liegt der Güterbahnhof Moabit, und die Sicherung der Einfahrt aus östlicher Richtung besorgten zwei Formsignale, die wir auf dem Bild auch sehen. Während Bilder von Zügen aus Tegel eher eine Angelegenheit für den früheren Nachmittag waren, bot sich das Gleis von "HuL" erst zum späten Nachmittag oder frühen Abend an. Den Bahnhof verließen werktags regelmäßig drei Züge des Klv mit Wechselpritschen sowie der bereits in der Galerie gezeigte Leer-Sandzug. Letzterer kommt uns am frühen Abend des 05.07.89 als Lgo 59194 entgegen, bespannt mit der 110 005.
Die beiden futuristisch-silbernen Gebäude im Hintergrund gehören zum damaligen Schering-Konzern, welcher später von Bayer übernommen wurde.
Damit man annähernd eine Vorstellung davon hat, inwieweit sich der Blick von der Putlitzbrücke geändert hat, sie auf dieses deutlich aktuellere Foto hingewiesen. [www.drehscheibe-online.de] Hier kommt uns ein IC vom Hauptbahnhof entgegen. Berlin hatte seinerzeit auch einen "Hauptbahnhof". Aber der lag ganz woanders...;-)

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 05.07.1989 Ort: Berlin Moabit [info] Land: Berlin
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Tigeralarm im Spektepark
geschrieben von: 52 8195 (122) am: 23.04.21, 22:03
Gelegentlich streifen Tiger durch die Grünanlagen des Spektegürtels am westlichen Rand der Hauptstadt. Da sie sich aber nur in dem 1435mm breiten Käfig der ehemaligen Bötzow-Bahn bewegen können steht keine Notwendigkeit die Bevölkerung zu evakuieren. So brauchte sich auch der Fotograf keine Sorgen machen angefallen zu werden, als V330.6 mit ihren Schüttgutwagen an ihm vorbeirollte.

Datum: 23.04.2021 Ort: Berlin, Spektepark [info] Land: Berlin
BR: 250 (Bombardier DE-AC33C Blue Tiger) Fahrzeugeinsteller: HVLE
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Einen Umweg...
geschrieben von: rene (787) am: 22.04.21, 18:14
... gab es am 23. Juni 2020 für Güterzug DGS 95152.

In 2020 waren die Güterzüge die zwischen der Tesla Baustelle in Freienbrink und Elsterwerda fuhren und beliebtes Motiv und so nutzte ich das sommerliche Wetter am 23. Juni um diesen Zug fotografieren zu können.
Mein Ziel war die Spindlersfelder Brücke und ich war überpünktlich vor Ort.
Allerdings war klar - nach einer halben Stunde warten ohne auch nur einen einzigen Zug gesehen zu haben - das etwas nicht richtig war.
Das Problem? Eine Oberleitungsstörung und dazu gehörende Streckensperre!

Statt den direkten Weg musste der Güterzug über Lichtenberg, Ostkreuz und Schöneweide fahren damit ab den Grünauer Kreuz wieder über die normale Strecke gefahren werden konnte. Dies wurde deutlich länger dauern und so machte ich mich gemütlich auf den Weg nach Altglienicke.
Nach gut zwei Stunden warten kam dann endlich die hübsche EGP 247 906 mit DGS 95152 nach Elsterwerda vorbei gefahren und hatte ich mein Bild im Kasten...


Datum: 23.06.2020 Ort: Berlin Altglienicke [info] Land: Berlin
BR: 247 (Siemens Vectron DE) Fahrzeugeinsteller: EGP
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Berlin blüht
geschrieben von: Toaster 480 (351) am: 21.04.21, 19:24
Einen weiteren Frühling erleben aktuell die letzten verbliebenen Vertreter der modernisierten Berliner Tatra KT4D Straßenbahnen, deren Einsatz sich - nach einem kleinen Einbruch in den Osterferien - nunmehr auf der M6(E) stabilisiert hat. Irgendwie möchte sich die BVG von diesen "Legenden" nicht richtig trennen, auch wenn von den im Februar verlauteten Corona-Zusatzfahrten auf den Linien M5 und M8 nichts mehr wahrzunehmen ist. Die M6-Verstärkerlinie zwischen der Schleife Virchowstraße (für Landsberger Allee/Petersburger Straße) und S-Bahnhof Marzahn ist leider sehr unfotogen, interessante Fotostellen muss man schon genauer suchen. So trifft es sich gut, dass die Verstärker-Kurse beim Ausrücken zur Mittagszeit zwischen Betriebshof Marzahn und S Marzahn ein Stück der "normalen" M6 und somit die lange Gerade an der Marzahner Promenade befahren, an der gerade die Bäume blühen. Zu sehen ist die Traktion 6172+6046 auf dem Weg Richtung Ringbahn.

Datum: 21.04.2021 Ort: Berlin Marzahn [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Eher ruhig
geschrieben von: rene (787) am: 19.04.21, 13:59
In Spandau gibt es neben der S-Bahn (welche in 10-Minuten-Takt ankommt und abfährt), unzählige ICEs von und zum Hbf und die üblichen Regionalzüge (ODEG Triebwagen oder lokgezogene Doppelstockzüge) auch noch die stündliche Verbindung nach Wittenberge als RE 6 mit Triebwagen der Baureihe 648.
Der Kontrast mit der Hektik wenn die mehreren 100 Meter langen ICE Züge halten oder bei der RE 2, RE 4 oder RB 14 - wo die Menschenmassen versuchen schnellstmöglich ein- oder auszusteigen - könnte dabei nicht größer sein.
Eher ruhig geht es nämlich zu wenn der Triebwagen aus Gesundbrunnen kurz hält. Es steigen höchstens ein handvoll Leute ein und spätestens nach einer Minute geht es dann weiter in die Prignitz.

Am 16. Oktober 2020 war ich zur blauen Stunde in Spandau und nutzte die Minute Aufenhalt des RE 6 um ein Bild von Triebwagen 648 618 zu machen, welcher an dem Tag übrigens nicht in die Prignitz fuhr, aber Neuruppin Seedamm in Ostprignitz-Ruppin als Ziel hatte...

Jetzt gerade...

Datum: 16.10.2020 Ort: Berlin Spandau [info] Land: Berlin
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Ungewohnte Traktion über die Spree
geschrieben von: Leon (796) am: 17.04.21, 15:56
Bereits mit dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] habe ich auf den Einsatz der Baureihe 210.4 im Berlin-Verkehr hingewiesen. Hier wurden in der Zeit von 1996 bis 1998 12 Lokomotiven der Baureihe 218 auf eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ertüchtigt und vor den Intercities von Hamburg nach Berlin eingesetzt. In Anlehnung an die früheren Gasturbinenloks der Buareihe 210 und deren Höchstgeschwindigkeit erhielten die Lokomotiven die Baureihenbereichnung 210.4.
Für die ludmillengewöhnten Berliner war ein Anblick einer Doppeltraktion der Baureihe 218/ 210 in der Hauptstadt schon etwas besonderes. Bereits einige Jahre vorher sorgten die aus der 219 "hochgejazzten" 229 vor diversen IC-Zügen für Furore, aber die Baureihe 218 hatte in Berlin vorher nur ein kurzes Intermezzo vor den ersten Interregiozügen zum Bahnhof Zoologischer Garten, welche später von der Baureihe 219 übernommen wurden. Für Freunde der Dieseltraktion waren in Berlin die Jahre nach der Wende extrem abwechslungsreich...;-)

Der Umlaufplan der Buareihe 218.4 beinhaltete auch einen Leerreise-IC, welcher morgens über die Spindlersfelder Brücke geführt wurde. Nun ist diese Brücke bereits mit 11 Bildern in der Galerie vertreten, aber alle Bilder sind entweder von der parallel verlaufenden Spindlersfelder Straße aufgenommen oder zeigen im Hintergrund diese Straße bzw. die parallele Wilhelm-Spinder-Brücke.
1997 war von dieser Straßenverbindung westlich von Köpenick noch nichts zu sehen; allein die Eisenbahnbrücke überspannt hier die Spree. Am nahezu windstillen und ruhigen Morgen des 20.04.1997 -fast auf den Tag genau vor 24 Jahren- wartet der Fotograf auf das typische Röhren der beiden 218. Wir sind Zeuge, wie sich die beiden Maschinen vor ihrer IC-Garnitur in der Spree spiegeln und die Stadt Richtung Grunewald /Bahnhof Zoo einmal fast umrunden werden.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 17.04.21, 16:05

Datum: 20.04.1997 Ort: Berlin Spindlersfelder Brücke [info] Land: Berlin
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Gesundbrunnen und die Millionenbrücke
geschrieben von: Leon (796) am: 14.04.21, 14:02
Kommen wir zurück nach Berlin zu Reichsbahnzeiten. Vor einigen Wochen wurde in der Galerie von mir der Einsatz der Baureihe V100 in Berlin (West) thematisiert, und ein weiterer Zug, der seit Sommer 1988 von dieser Baureihe übernommenn wurde, war der "Tegel-Zug", ein Nahgüterzug von Berlin-Tegel nach Grunewald, welcher in den frühen Nachmittagsstunden verkehrte. Er war nicht der einzige Zug auf der Strecke nach Tegel; es gab auch Übergaben nach Schönholz und Reinickendorf mit der Baureihe 106 oder den berühmten "Franzosenzug". Ferner Kohleverkehre zum Kraftwerk Lübars oder Ganzzüge mit Brammen zum Walzwerk von Thyssen, welche meist mit der Baureihe 118 bespannt wurden; teilweise in Doppeltraktion.
Aber ein Foto-Nachmittag im Berliner Wedding oder in Moabit fing meistens mit diesem Zug an. Hier sehen wir ihn an einer Stelle, die heute nicht mehr wiederzuerkennen ist. Wir stehen auf der Brücke der Brunnenstraße, welche den damaligen Bahnhof Gesundbrunnen überspannt hat. Unter uns rauscht die 110 074 mit ihrer Fuhre aus Tegel hindurch. Der Zug hat soeben die Swinemünder Brücke passiert, welche im Volksmund ob ihrer horrenden Baukosten auch "Millionenbrücke" genannt wird; sie war zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung im Jahr 1905 die damals längste und teuerste Brücke in Berlin.

Bis auf den S-Bahnsteig waren damals alle weiteren Bahnsteige verwaist, und das Gleis, auf dem sich der Zug befindet, war das einzige benutzte Gleis mit Ausnahme der S-Bahn-Gleise. Wer genau hinsieht, erkennt zwischen den Büschen im Hintergrund einen S-Bahn-Zug der Baureihe 275 im BVG-Lack mit Werbung.

Gesundbrunnen heute: ein Einkaufszentrum mit Gleisanschluss...

Scan vom Fuji-Kleinbilddia


Datum: 20.07.1988 Ort: Berlin Gesundbrunnen [info] Land: Berlin
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Klassiker aus anderem Winkel
geschrieben von: Toaster 480 (351) am: 03.04.21, 14:26
Der Blick von der Kurfürstendammbrücke in Berlin-Halensee in Richtung Funkturm und ICC ist ein bekannter Klassiker. Allerdings fahren die Züge tagsüber in der Regel an dem (mittlerweile historischen) Stellwerk entlang, weshalb dieses Motiv meist spitzwinklig umgesetzt wird. Durch den temporär planmäßigen Betrieb auf der Südringkurve zum Bahnhof Charlottenburg, die eigentlich nur nachts befahren wird, lässt sich nun der Blick auf die anliegende Häuserzeile umsetzen. Es trifft sich gut, dass auf der S46 planmäßig Vollzüge der Baureihe 485 eingesetzt werden, welche die Kurvenfahrt gut zur Geltung bringen. Nebenbei ist diese "Ost-Baureihe" mittlerweile auf dem absteigenden Ast und sonst nur noch auf den östlichen Ringzulaufstrecken zu finden. Der Zug ist als S46 von Charlottenburg nach Königs Wusterhausen unterwegs.

Datum: 02.04.2021 Ort: Berlin Halensee [info] Land: Berlin
BR: 485 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Unbekanntes Idyll
geschrieben von: Toaster 480 (351) am: 02.04.21, 19:59
Aufgrund von Bauarbeiten auf der westlichen Ringbahn verkehrt die Linie S46 aktuell von Halensee kommend über die tagsüber planmäßig nicht genutzte Südringkurve zum Bahnhof Charlottenburg. Diese Fahrten finden zudem mit Zügen der Baureihe 485 statt, die im Jahr 2023 ausgemustert und mangels ZBS nur noch auf den Zulaufstrecken der Ringbahn eingesetzt werden. Ein Vollzug der Baureihe 485 durchfährt hier auf der Südringkurve ein kleines Lauben-Idyll mitten in Berlin. Aufgrund des seltenen Verkehrs auf dieser Strecke sowies der ungewöhnlichen (aber öffentlichen!) Erreichbarkeit der Fotostelle, war mir dieses Motiv bislang unbekannt - eine echte Überraschung.

Datum: 02.04.2021 Ort: Berlin Südringkurve [info] Land: Berlin
BR: 485 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Ein U-Boot in Neukölln
geschrieben von: 232 531 (18) am: 29.03.21, 22:15
... ist weder im nahe gelegenen Teltowkanal, noch auf dem südlichen Berliner Innenring häufig anzutreffen.
Bereits im letzten Bild habe ich eine seltene Fuhre auf dem genannten Streckenabschnitt gezeigt und möchte mit diesem Bild nun daran anknüpfen. Neukölln ist auf der Strecke mit der Nummer 6170 ein wirklicher Fotografenhotspot. Der Blick von der Hertabrücke mit den Formsignalen im Vordergrund ist hundertfach im Internet zu finden und auch in der Galerie nicht nur einmal vertreten. Die Ausfahrsignale nach Osten wurden hingegen bisher kaum umgesetzt und auch in der Galerie ist dieses Motiv noch nicht vertreten.
Das könnte auch daran liegen, dass dort eigentlich "Betreten verboten" ist. Doch wenn man die Mitarbeiter des dortigen Getränkehandels freundlich fragt, ist auch das kein Problem und so wurde sich heute für das Unterseeboot auf Schienen dort platziert.
229 181, eine ehemalige Bahnbaulok, die seit 2015 bei CLR ein neues Zuhause gefunden hat, zieht einige Facs als DGV 91957 durch Berlin Neukölln nach Tempelhof.

Datum: 29.03.2021 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: CLR
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Am Gasometer
geschrieben von: Leon (796) am: 28.03.21, 16:24
Ein extrem beliebtes Motiv zur Vorwendezeit war für uns in Berlin (West) der Gasometer des Gaswerkes Berlin-Charlottenburg. Alles, was an Zugen von Tegel, Moabit oder "HuL" Richtung Grunewald bzw. Seddin musste, kam hier vorbei. Einer der drei Klv-Züge von HuL, der Franzosenzug sowie der Leer-Sandzug waren hier eine sichere Beute, ferner diverse Übergaben mit Goldbroilern.
Neben der kürzlich in der Galerie gezeigten 110 074 kam ab Sommer 1988 auch die 110 020 vor diversen Güterzügen in Berlin zum Einsatz. Am 21.06.89 hatte sie Dienst vor dem bereits mit einer 130 in HuL gezeigten Leer-Sandzug und passiert soeben die Gasometeranlagen des Gaswerkes.
Außer einem unter Denkmalschutz stehenden Wasserturm ist heute von den Anlagen des Gaswerkes nichts mehr übrig.
Auch Form-Vorsignale waren damals bei der DR noch alltäglich, kamen aber in einer deutlich geringeren Anzahl als im Vergleich zur DB vor. Heutzutagen muss man Form-Vorsignale auf dem Gebiet der ehemaligen DR mit der Lupe suchen...
Das Motiv ist vor Jahren bereits schon einmal mit einer "Dicken" in die Galerie aufgenommen worden: [www.drehscheibe-online.de]. Nun der Verleich mit einer V 100.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 21.06.1989 Ort: Berlin Moabit [info] Land: Berlin
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Ein seltener Gast auf dem südlichen Innenring
geschrieben von: 232 531 (18) am: 27.03.21, 20:40
... kündigte sich im August 2020 an. Der Verkehr auf dem südlichen Innenring ist grundlegend nicht sehr abwechslungsreich, was sich auch hier in der Galerie widerspiegelt. Vor allem zwischen Südkreuz und Westkreuz/Grunewald ist es meist entweder der Kaffeezug oder die S-Bahn, die gezeigt werden. Hin und wieder verirren sich aber auch andere Züge privater Eisenbahnunternehmen auf diesen Streckenabschnitt (aktuell vor allem aufgrund von Bauarbeiten bei Golm). Recht regelmäßig alle 1-2 Wochen, meist jedoch an verschiedenen Wochentagen, fährt BELog von Neukölln nach Sachsendorf. Hierzu wird der Zug von der NME nach Neukölln gefahren und dort dann von einer G2000 oder G1700 bespannt. An jenem Tag, an dem das Bild entstand, war es jedoch 232 173, die den Zug bespannte und da zum Glück auch das Wetter mitspielte, ging es zum Hohenzollerndamm, um die nicht allzu oft vertretene Kombination aus einer Ludmilla und Faccns-Wagen zu dokumentieren. 232 173 zieht den DGS 56045 nach Sachsendorf bei Calbe und wird in kürze den südlichen Innenring verlassen.

Das Motiv ist zwar in ähnlicher Form bereits hier vertreten, aber da die anderen Bilder bereits rund 2 Jahre alt sind und um ein wenig mehr Abwechslung in der Galerie vom südlichen Innenring zu zeigen, wollte ich das Bild trotzdem einfach mal vorschlagen.

- Ein Stromkasten wurde entfernt -

Datum: 19.08.2020 Ort: Berlin Wilmersdorf [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: TRG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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