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Galerie von Leon, nach Einstelldatum sortiert » zur erweiterten Suche
Campomorone als Verlegenheitslösung
geschrieben von: Leon (781) am: 21.09.21, 17:46
Auf der Strecke über den Giovi-Pass von Genua ins Inland findet sich gleich hinter der Hafenstadt dieses mächtige Viadukt, welches bereits aus mehreren Perspektiven in sehenswerten Bildern in der Galerie enthalten ist. Natürlich stand dieses Motiv ganz oben auf der Hitliste unsers Kurzurlaubes. Daher wurde bereits der vormittägliche Blick auf das Viadukt in das Programm eingearbeitet. Dort angekommen, rollte zunächst eine Art Skl über die Brücke und ließ Böses ahnen. Nach einer Stunde vergeblicher Wartezeit ohne weiteren Zug sind wir wieder von dannen gezogen und haben unser Glück dann wieder an der Küstenstrecke probiert. In Zoagli trafen wir zwei italienische Hobbyfreunde, welche uns nach kurzer Recherche erklärt haben, dass der Verkehr über den Giovi-Pass an diesem Vormittag vorübergehend unterbrochen wurde und die Züge von Genua Richtung Norden die parallele Strecke über die Linea Vecchia dei Giovi nehmen würden, bevor der Verkehr ab mittags wieder über den Pass laufen würde...tolle Nummer; shit happens..:-( Also wurde nach Zoagli sowie dem Stadtviadukt von Recco das Viadukt am Nachmittag erneut aufgesucht, und bereits bei unserer Ankunft im Ort rauschte ein Zug über das Viadukt hinweg....läuft..! ;-) Jetzt ging es nur noch darum, den Weg zum erhöhten Aussichtspunkt zu finden. Die einspurige Serpentinenstraße nach oben sah natürlich so gut wie keine Haltebuchten vor. Irgendwann ergab sich dann aber eine Gelegenheit, das Fuzzmobil abzustellen und die letzten Meter per pedes zurückzulegen. Natürlich rauschte auf diesem Weg ein Kesselzug mit einer E 652 im aktuellen Lackschema über die Brücke, der gerade noch so eingefangen werden konnte. Einige Meter höher sind wir dann an dem Punkt angekommen, an welchem das Viadukt deutlich beeindruckender sichtbar war. Innerhalb einer gepflegten Stunde wurde dann auf so ziemlich alles draufgehalten, was über das Viadukt rauschte: Regios mit E 464, IC´s und Nachtzüge mit E402, weitere Güterzüge mit mehr oder weniger beschmierten Loks - aber alle Bilder hinterließen trotz der Imposanz den Eindruck, dass man auf Grund der hellen Häuser im Hintergrund drei Mal hingucken musste, was für eine Baureihe eigentlich gerade das Viadukt passiert hat. Und im Nachhinein hat mir der blaue Kesselzug gar nicht so schlecht gefallen, denn er hebt sich recht ansprechend vom grünen Hintergrund ab. Daher möchte ich ihn als Vergleichsbild zu dieser Aufnahme vorschlagen: [www.drehscheibe-online.de]

Zuletzt bearbeitet am 21.09.21, 17:48

Datum: 13.09.2021 Ort: Campomorone [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E652 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Intercity-Verkehr in Zoagli
geschrieben von: Leon (781) am: 20.09.21, 11:49
Wer die ligurische Küstenstrecke besucht, kommt in der Regel nicht um Zoagli herum. Hier lässt sich -wie wir bereits mehrfach in der Galerie gesehen haben- ein Stadtviadukt von mehreren Seiten umsetzen, und wenn man wie bei dieser Aufnahme nur wenig vom Viadukt sieht, so ist es immer noch die Häuserkulisse in Verbindung mit den Ausläufern des Strandes, was verdeutlicht, wie dicht hier die Trasse zwischen Genua und La Spezia am Meer entlangläuft.
Bei unserem Kurztrip durfte Zoagli nicht fehlen, und auch mit diesem Bild möchte ich ein Fahrzeug vorstellen, welches zwar bereits in der Frecciabianca-Lackierung in der Galerie vertreten ist, jedoch noch nicht in der aktuellen Intercity-Lackierung. Wir sehen eine E 414, welche aus der ersten Serie des ETR 500 hervorgegangen ist und nunmehr mit gewöhnlichen IC-Wagen unterwegs ist. Meist sind zwei E 414-Triebköpfe an den Zugenden eingesetzt, es ist aber auch die Reihung Triebkopf-IC-Wagen-IC-Steuerwagen möglich.
Warum ein Nachschuss? Gut, mit führendem Tfz. fahren die Züge auf dem für sie linken Gleis, aber die Laterne im Vordergrund ermöglicht nur eine etwas dichtere Variante, die aber durchaus ihre gleichwertige Berechtigung hat. Geht man an dieser Stelle ein paar Meter weiter hach hinten bzw. oben, ergibt sich dieser etwas weitere Blick.
Und somit rauscht hier soeben der IC 666 nach Milano Centrale durch Zoagli. Der junge Mann im Vordergrund steht als tourbegleitendes Familienmitglied als Namenspate für meinen Usernamen bei DSO bereit...;-)

Datum: 13.09.2021 Ort: Zoagli [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E414 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Eine "verkappte" Lok vor IC-Zügen in Ligurien
geschrieben von: Leon (781) am: 19.09.21, 22:35
Natürlich darf bei einem Besuch der ligurischen Küstenstrecke der Ort Monterosso al Mare nicht fehlen. Hier hat man -wie die Galerie ziegt- einen traumhaften Blick auf die Strecke von zwei verschiedenen Positionen. Besonders beeindruckend ist der Blick von der Stelle, welche bereits im jahr 2007 ihren verdienten Weg in die Galerie gefunden hat, noch dazu mit einem "Caimano": [www.drehscheibe-online.de]
Der Blick ist heute immer noch möglich, aber die Zeit der Caimani vor IC-Zügen ist auf der ligurischen Küstenstrecke längst vorbei, und auch die XPMR-Farbgebung gehört hier bis auf wenige Ausnahmen der Vergangenheit an. Die IC-Züge an der Küstenstrecke präsentieren sich entweder als Triebzüge mit einer "Lok" der Baureihe E 414, welche aus den ehemaligen ETR 500 der ersten Serie hervorgegangen ist, oder aber als Wendezüge mit Lokomotiven der Baureihe E401, welche bis zum Sommer 2019 aus ehemaligen E 402 A umgebaut wurden und -analog zu den E 464- einen Führerstand zugunsten eines Gummiwulst-Wagenüberganges eingebüßt haben. Während früher die E402A so aussahen: [www.drehscheibe-online.de], präsentieren sie sich nunmehr in der dargestellten Form. Nach dem Umbau als E 401 bezeichnet, sind sie bislang noch nicht in der Galerie enthalten. Auch die Wagen der IC-Züge sind komplett im neuen Look in weiß mit rotem Streifen unterwegs, die XPMR-Farbgebung ist hier nur noch vereinzelt im Regional- oder Güterverkehr anzutreffen.
Am Nachmittag des 12.09.21 war ich froh, dass der IC 610 von Salerno nach Torino Porta Nuova "richtig" herum aus dem Tunnel heraus kam.

Datum: 12.09.2021 Ort: Monterosso al Mare [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E401 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft

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The Rock
geschrieben von: Leon (781) am: 18.09.21, 19:08
Nein, hier geht es weder um den bekannten Action-Darsteller mit selbigem Spitznamen noch um einen legendären Kinofilm mit einem leider bereits verstorbenen Schauspieler schottischer Herkunft, sondern um die "Wachablösung" zu diesem Bild: [www.drehscheibe-online.de]. War damals noch die formschöne Baureihe Ale 801/940 auf der Linea vecchia dei Giovi im Einsatz, so teilen sich mittlerweile Wendezuggarnituren mit E 464 mit einer völlig neuen Produktion aus dem Hause Hitachi Rail Italy (vormals Ansaldo/ Breda) den Regionalverkehr.
Aber der Reihe nach: ein Kurzurlaub in Ligurien versprach nur drei Tage Sonne, d.h. es bestand keine Gelegenheit, irgendwelche neuen Motive zu suchen, sondern eher zunächst die "Basics" einzusammeln, wobei sich die DS-Railview-Funktion als zum wiederholten Mal sehr tour-bereichernd herausstellen sollte. Also ging es vom Flughafen Mailand-Malpensa mit dem Mietauto auf dem Weg Richtung Genua zunächst durch diese landschaftlich ungemein reizvolle Schlucht, und erstes Motiv war der Ort Isola del Cantone, natürlich mit Umsetzung in beide Richtungen. Während vorher bei den nordwärts fahrenden Zügen natürlich die Graffiti-Schäden die Oberhand hatten (willkommen in Italien..!), ging es eher lustlos zu der besagten Brücke, in der Hoffnung auf irgendeinen Güterzug, welcher nicht seinen Weg durch den parallelen Tunnel finden sollte, denn ansonsten war ja nur ein Wendezug-Steuerwagen zu erwarten. Umso erstaunter war ich, als plötzlich dieser graue Fünfteiler aufkreuzte, den ich vorher noch nie auf dem Schirm hatte- und welcher als Baureihe in der Galerie bislang fehlt.
Hitachi hat diesen Triebwagen mit dem Beinamen "Rock" (welcher auch am Fahrzeug angeschrieben ist) in vier-, fünf- und sechsteiligen Versionen im Angebot. Ausgeliefert für Trenitalia seit dem Jahr 2019, ist die fünfteilige Version mit insgesamt 125 Fahrzeugen die meistgebaute Version des "Rock", und allein 28 Fahrzeuge sind für Ligurien vorgesehen und sowohl auf der Küstenstrecke als auch auf dieser Strecke bereits munter im Einsatz. Und somit sehen wir einen ETR 521, wie er soeben den Fotografen auf der luftig hohen Brücke überrascht und in wenigen Augenblicken den Haltepunkt von Isola del Cantone erreicht.
Nach diesem Bild ging es weiter an die Küstenstrecke, denn Zoagli und Manarola standen für diesen Tag auch noch auf dem Programm! ;-)

Datum: 2021 Ort: Isola del cantone [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR521 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Ein Freccia Bianca in Recco
geschrieben von: Leon (781) am: 17.09.21, 17:24
Von der ligurischen Küstenstadt Recco mit ihrem Stadtviadukt ist bereits diese Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie enthalten. Grund genug, um "abzustauben" und dieses Motiv auf die Liste der "Mussmanhaben-Bilder" eines Kurzurlaubes an die Ligurische Küste zu setzen...;-) Gesagt - getan! In Recco angekommen, zeigte sich, dass der Blick auf den Viadukt auch einige hundert Meter weiter rechts umsetzbar ist. Und somit wurde an dieser Stelle eine Weile Position bezogen und auf alles draufgehalten, was über den Viadukt polterte. Als formatfüllend bot sich dann dieser Freccia Bianca an, der sich als Pendolino 8619 auf seinem Weg von Milano Centrale nach Roma Termini auf dem Viadukt in voller Länge präsentierte.

Zuletzt bearbeitet am 17.09.21, 19:50

Datum: 13.09.2021 Ort: Recco [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR460 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Eine Sänfte in der Havelstadt
geschrieben von: Leon (781) am: 07.09.21, 18:45
Die Stadt Brandenburg an der Havel besteht zugegebenermaßen aus mehr als nur aus dem Verkehr zum Quenz..;-) Es gibt eine Straßenbahn, auf welcher werktags noch diverse Tatra-Sänften unterwegs sind. Die meisten von ihnen sind jedoch an den Seitenwänden mehr oder weniger mit Werbungen versehen. Gestern führte eine kurze Stippvisite in die Havelstadt, und da die GDL für eine weitgehende Betriebsruhe auf den Gleisen zum Quenz gesorgt hat, wurde als Ersatzprogramm ein Thema ausgebuddelt, welches ich eigentlich bereits seit Jahren bis auf wenige, besondere Termine ad acta gelegt hatte: Trambahnen. Und hier holte mich die Vergangenheit mit der 6x6-Knipse wieder ein: während mit jener das Fotografieren von Gebäuden nahezu problemlos möglich war, musste ich nunmehr etwas umdenken und über den Rechner zunächst erst einmal die stürzenden Linien beseitigen..:-) Herausgekommen sei ein Bild, welches bewusst keine Frontausleuchtung aufweist, aber hierdurch in meinen Augen recht plastisch wirkt. Um die Ecke biegt die Sänfte mit der Nummer 185 auf ihrem Weg aus der Innenstadt in nördlichere Gefilde.
Interessant mag der Vergleich mit diesem Bild aus dem November 2016 sein, nur ein paar Meter weiter entstanden: [www.drehscheibe-online.de]. Man sieht auch hier, wie der Betrieb mit barrierefreien Einstiegen und Haltestellen modernisiert wird.

Datum: 06.09.2021 Ort: Brandenburg Havel [info] Land: Brandenburg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: VBBr
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Entlang der Rench
geschrieben von: Leon (781) am: 06.09.21, 18:58
Bleiben wir noch einen Moment im Renchtal. Unsere Fototour anno 1994 führte uns in den südlichen Schwarzwald, und auf der Strecke von Offenburg nach Bad Griesbach wurde damals der Gesamtverkehr noch mit Schienenbussen der Baureihe 796 abgewickelt. Bei Hubacker verläuft die Strecke genau neben der Rench, und wir schauen dem Gespann aus dem 796 757 sowie den beiden 996 225 und 725 nach, wie sie als N 4729 gen Offenburg rollen.
Die Stelle habe ich leider nur als Nachschuss, aber ich hoffe, dass dies dem Bild ebensowenig schadet wie die drei Freileitungen im Himmel.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 27.03.1994 Ort: Hubacker [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Vorfrühling im Renchtal
geschrieben von: Leon (781) am: 05.09.21, 19:09
Ende März 1994 führte uns eine mehrtägige Fototour in den Schwarzwald. Ziel waren in erster Linie die Einsätze der DB-Schienenbusse im Renchtal sowie im Raum Tübingen, ferner die Baureihe 627 im Kinzigtal sowie im Raum Freudenstadt. Ein stabiles Hoch sorgte damals für mehrtägigen Sonnenschein, und somit wanderten im Renchtal zahlreiche Motive auf den Rollfilm. Zunächst erst einmal die "Basics", u.a. in Form des Viaduktes vor Bad Griesbach, aber wir klapperten auch diverse andere Hänge ab, immer auf der Suche nach dem Blick ins Tal und auf die herrliche Strecke. Besonders hat mir hier der nachmittägliche Blick auf den Streckenabschnitt gleich hinter dem Bahnhof von Bad Griesbach gefallen. Die Bahn überquert hier nacheinander die Rench sowie die Bundesstraße, und man hat einen weiten Blick in das Tal. Protagonisten waren am 27.03.94 der 796 757 mit seinen 996 225 und 725 als N 4733 nach Offenburg.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 27.03.1994 Ort: Bad Griesbach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 16 Punkte

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Überraschung am Südring
geschrieben von: Leon (781) am: 04.09.21, 20:27
Ahrensdorf bei Saarmund ist so eine Stelle am südlichen Außenring, die sich hin und wieder für einen gepflegten Feierabendfuzz lohnt. Dann, wenn das Wetter weitere Fototouren nicht zulässt oder man nur wenig Zeit hat - oder wenn man sich einfach mal von ein paar Güterzügen am BAR berieseln lassen will, denn die Zugdichte ist auf diesem Abschnitt, wo die Anhalter Bahn, die Dresdener Bahn, die Görlitzer Bahn und die Strecke von Frankfurt/Oder gebündelt auf Seddin zulaufen oder weiter zum Westring geführt werden, recht hoch. Nicht umsonst gelten die Fotopunkte von Ahrensdorf, Nudow und Saarmund bei weitem nicht zu den motivlichen Höhepunkten am BAR (so es denn welche gibt...;-) ), werden aber dennoch von der Fangemeinde der Region an manchen Tagen regelrecht überflutet.
Am 31.08.21 war so ein Tag, an dem ein kleineres Zeitfenster zur Verfügung stand. Nur 10 Minuten Anreise und ein Himmel voller Quellwolken ließen dennoch auf ein paar Fotos hoffen. Bei meiner Ankunft im Ort rauschte gerad der übliche Hamster Richtung Saarmund vorbei, also ging es hastig einige hundert Meter Richtung Strecke, denn so gut wie immer folgte den Hamstern irgendein Güterzug. Und siehe da: ich war noch gar nicht ganz angekommen, da rauschte es von hinten, und ebenso unerwartet wie über die üblichen Messengerdienste nicht angekündigte 221 147 der Flex Bahndienstleistungen GmbH betrat die Bühne, im Schlepp eine giftgrün-neongelbe tschechische Getreidewagengarnitur, leide etwas beschmiert.
Ich bin kein wirklicher Freund von Diesel unter Draht, aber bei der Fuhre ging ein Gefühl wie ein kleiner Junge beim erfolgreichen Äppelklauen durch den Kopf! Nach der gelben und blauen Variante der Prignitz, der "schwatten Liebe" sowie den beiden ex RTS-221 auf dem Quenz war dies die sechste ex-Bundesbahn-221, die mir in den letzten zwei Jahren vor die Linse fuhr. Bald mehr, als man Ende der 80er Jahre im Kohlenpott eingesammelt hat...

Datum: 31.08.2021 Ort: Ahrensdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 220,221 (alle V200-west) Fahrzeugeinsteller: Flex Bahndienstleistungen GmbH
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Von Rahden nach Uchte vor 25 Jahren
geschrieben von: Leon (781) am: 31.08.21, 20:47
Vor kurzem wurde in die Galerie dieses Bild des Museumszugbetriebes auf der Strecke von Rahden nach Uchte aufgenommen: [www.drehscheibe-online.de]. Bleiben wir noch einen Moment auf dieser Bahn und sehen hier eine typische Streckenszene dieser Gegend: flaches Land bestimmt das Bild; einige Bewässerungsgräben verlaufen in Streckennähe und geben hier kurz hinter Rahden den landwirtschaftlich genutzten Charakter der Gegend wieder.
Unser Museumszug, bestehend aus dem Triebwagen T 2 sowie dem Beiwagen 822 der Museumseisenbahn Minden, kommt uns kurz hinter Rahden auf seinem Weg nach Uchte entgegen.

Ich habe versucht, auf Railview die Fotostelle ausfindig zu machen. Nach 25 Jahren hat sich aber auch hier das Landschaftsbild verändert. Weniger wegen der Vegetation, sondern eher aufgrund der "elektrischen" Felder. Damals standen -wenn auch ohne Drähte- noch die Telegrafenmasten. Heute ist zumindest auf Earth hiervon nichts mehr zu sehen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia


Datum: 25.08.1996 Ort: Rahden [info] Land: Nordrhein-Westfalen
BR: 6XDE (sonstige deutsche Verbrennungstriebwagen) Fahrzeugeinsteller: MEM
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Mit Dampf über den Teutoburger Wald
geschrieben von: Leon (781) am: 30.08.21, 18:41
Bis heute bleibt mir ein Kurzurlaub um den 01.05.1986 haften. Seit Mitte der 80er Jahre führten mich ...nennnen wir sie: beziehungstechnische Gründe für viele Jahre in die Region Osnabrück, und da der Fokus damals noch nicht so sehr auf den DB-Strecken lag, ergab es sich, dass ich dort fast sämtliche Museumseisenbahnen besucht habe. Häufige Ziele waren die Museumszüge auf der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn, der Wittlager Kreisbahn, der Mindener Kreisbahn - aber besonders hat es mir der Dampfbetrieb auf den Gleisen der Teutoburger-Wald-Eisenbahn sowie-etwas seltener- der WLE angetan, denn dort verkehrten die Museumszüge mit "richtigen" Loks, sprich: ehemaligen Reichsbahn- oder Bundesbahnloks.
Das Wochenende um den 01.05.86 versprach neben Bombenwetter über mehrere Tage auch Dampf über der TWE sowie der Georgsmarienhütten-Eisenbahn. Klassischer Beifang -im genauen Gegensatz zu heute-war der Dieselbetrieb auf der Hasenbahn sowie der Strecke nach Oldenburg sowie ein bissel Privatbahn-Diesel auf der Tecklenburger Nordbahn, eher aus einer Laune herus, weil kein Dampf fuhr...:-( Leider fielen hiervon aus heutiger Sicht viel zu wenig Fotos ab, aber damals musste der Dampf "noch aus der Hose kommen"...:-)
Und so wurde der gesamte 01.Mai mit der Verfolgung eine grandiosen Sonderzuges verbracht, welcher fast ausschließlich aus Vierachsern der Gruppen 30 und 36 bestand. Bespannt wurde der Zug ab Gütersloh mit der 38 1772 des EK, welcher diese Lok jahrelang auf der TWE und WLE eingesetzt hat. Ab Lengerich wurde der Zug noch um die 24 009 ergänzt, welche seinerzeit ebenfalls dem EK gehörte. Die Tour ging dann über den Hauptkamm des Teutoburger Waldes nach Ibbenbüren, und für die Fotografen wurde dann noch eine Fotofahrt mit fünf Vierachsern und beiden Loks bis nach Tecklenburg und zurück eingelegt, um die fotografisch besten Motive bei Brochterbeck einzufangen. Zum Nachmittag ging es dann mit vereinten Kräften wieder von Ibbenbüren bis Lengerich, wo die 24 abkuppelte und der 38 die Beförderung des Zuges bis Gütersloh alleine oblag, um dann in den Abendstunden die Garnitur wieder nach Lengerich zurückzuwuchten.

Wir sehen hier die 38 und die 24, wie sie ihre Garnitur als Fotofahrt hinter Brochterbeck über die Höhen des Teutoburger Waldes befördern. Der Tag sollte noch lange dauern und einen restlos zufriedenen Verfolger hinterlassen. Nur zwei Tage später ging es wieder in die Region, fahrende "Teekessel" der Museumsbahn Minden auf den Gleisen der Georgsmarienhüttenbahn scheuchen.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 01.05.1986 Ort: Brochterbeck [info] Land: Nordrhein-Westfalen
BR: 020-039 (Personenzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: EK-Verlag
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Museumsverkehr auf Rahden-Uchte vor 25 Jahren
geschrieben von: Leon (781) am: 27.08.21, 17:11
Bislang als weißer Fleck auf der Landkarte der Galerie präsentiert sich die Strecke von Rahden nach Uchte. Auf dieser betreibt heutzutage der Betreiberverein Museumsbahn Rahden-Uchte e.V. einen Museumsverkehr und setzt auf der Strecke historische Dieseltriebwagen ein, in erster Linie eine Uerdinger Schienenbusgarnitur. Der Verein hat sich als eigenständige Gruppe zum 01.01.2003 von der Museumseisenbahn Minden abgekapselt, welche bislang für die Durchführung der Museumsfahrten gesorgt hat. Heute betreibt die MEM Museumszüge auf einem Teilstück der Mindener Kreisbahn sowie auf der Wittlager Kreisbahn.
Im Sommer 1996 war auf der Strecke von Rahden nach Uchte noch die MEM aktiv und hat auf ihrer Strecke ein ebenso ungewöhnliche wie interessantes Triebwagen-Gespann eingesetzt: der Triebwagen mit der Nummer T 2 kam bereits im Jahr 1984 zur MEM und war ursprünglich als VT 22 auf der Moerser Kreisbahn unterwegs. Dort wurde er als Eigenkonstruktion in Gemeinschaftsproduktion mit der Uerdinger Waggonfabrik auf einem alten Beiwagenuntergestell aufgebaut und erhielt einen Unterflurmotor von Büssing. Er war auf der Moerser Kreisbahn in verschienden Farben unterwegs, zuletzt in rot. Über den Umweg über den Bürgerverein zur Förderung des Schienenverkehrs Lüdenscheid kam er nach Minden und erhielt hier seine "triebwagengerechte" Lackierung sowie die Nummer T 2. Er wurde mit zwei Beiwagen dem neuen, nunmehr eigenständigen Verein in Rahden überlassen.
Die beiden Beiwagen sind nicht minder interessant, und von ihnen sehen wir hier den VB 822, welcher im Jahr 1978 von der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn an die MEM für den Einsatz auf der Wittlager Kreisbahn abgegeben wurde. Die BOE erhielt den Wagen im Jahr 1961, nachdem er seit seiner Ausmusterung als VB 140 036 im AW Nürnberg abgestellt war. Unter dieser Nummer wurde er 1933 als BCPostv-32a/35 an die DRG geliefert, als einer von zwei Beiwagen mit Postraum aus der seinerzeit 16 Wagen umfassenden Lieferung dieses Bauloses. Der weitere Beiwagen, welcher 1978 von der BOE an die MEM abgegeben wurde, ist der VB 825, ex VB 140 105.

Wir sehen hier den T 2 sowie den VB 822 abfahrbereit im Bahnhof Uchte, gelegen an der Strecke von Rahden über Uchte nach Nienburg. Diese Strecke verlor bereits 1968 ihren Personenverkehr. Während der westliche Teil von Rahden bis Uchte von den Museumszügen befahren wird, ist auf dem östlichen Teil zwischen Nienburg und Liebenau noch reger Güterverkehr zu beobachten, wie die Galerie in sehr ausführlicher Form zeigt. Lediglich das Streckenstück zwischen Uchte und Steyerberg wurde inzwischen abgebaut.

Wem der Triebwagen auf der Aufnahme einen Tick zu weit weg ist: zur Abfahrt kam -natürlich- die Wolke vom Dienst...

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 25.08.1996 Ort: Uchte [info] Land: Niedersachsen
BR: 6XDE (sonstige deutsche Verbrennungstriebwagen) Fahrzeugeinsteller: MEM
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Auf der Märkischen Kleinbahn
geschrieben von: Leon (781) am: 26.08.21, 19:40
Die Galerie enthält bereits einige Aufnahmen von der Goerzbahn in Berlin-Lichterfelde – aber keine zeigt bislang den Museumsbetrieb des Vereins „AG Märkische Kleinbahn“, welcher bereits seit 40 Jahren besteht und sein Domizil im Lokschuppen von Schönow im äußersten Südwesten von Berlin-Lichterfelde hat.
Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, verschiedene Eisenbahnfahrzeuge meist betriebsfähig aufzuarbeiten und anlässlich von Museumsfahrtagen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Hierzu gehören insbesondere Kleinlokomotiven, Draisinen und Rottenkraftwagen. Darüber hinaus verfügt der Verein auch über mehrere interessante Personen- und Güterwagen. Ferner werden auf dem Vereinsgelände verschiedene Exponate der Eisenbahntechnik museal erhalten.
Erste und zugleich interessanteste Lok der MKB ist die Kö 0128, eine Kleinlokomotive der Leistungsklasse I in der Einheitsbauart von 1934, welche von Gmeinder in Mosbach geliefert wurde und vor ihrer Ausmusterung im Jahr 1980 bei der Casseler Basalt Industrie im Einsatz war, bevor sie im Jahr 1981 zur MKB nach Berlin kam. Die Lok wurde bei der MKB weitgehend im Ablieferungszustand betriebsfähig aufgearbeitet und besitzt noch ihren Originalmotor. Nach mehreren Hauptuntersuchungen –zuletzt im September 2016- ist die Lok weiterhin betriebsfähig und kommt anlässlich der Museumsfahrtage zum Einsatz auf der Goerzbahn.
Diese Aufnahme der Lok aus dem Jahr 1989 zeigt sie auf dem Museumsgelände vor einem kleinen historischen Güterzug, auf welchen ebenfalls näher eingegangen werden soll: neben dem im Bild leider verschatteten Stückgutwagen der Zehlendorfer Eisenbahn und Hafen AG in der Bauform des G 10 sehen wir einen von der MKB von der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn im Juli 1989 erworbenen Kesselwagen. Dieser hat kein direktes Vorbild, sondern wurde aus einem ehemaligen Kesselwagen-Untergestell und einem Druckgaskessel aufgebaut. Der Wagen kam in grauer Farbgebung von der NME und erhielt bei der MKB 1990 einen grünen Anstrich, bevor er im Jahr 2006 wieder mit neuen Anschriften in grau präsentiert wurde. Mit seinem kurzen Achsstand von nur 4 m und seiner Länge von 9,05 m passt er optisch gut hinter die Kö. Auch die weiteren Güterwagen der MKB –u.a. ein „Oppeln“ sowie ein Wärmeschutzwagen der Mönchshof-Brauerei Kulmbach sind einen Besuch dieser ebenso versteckten wie liebevollen Kleinbahn wert!

Scan vom Fuji 100-Kleinbilddia


Datum: 07.1989 Ort: Berlin Schönow [info] Land: Berlin
BR: 3XX (sonstige Kleinloks) Fahrzeugeinsteller: AG Märkische Kleinbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Berlin grüßt die OHE !
geschrieben von: Leon (781) am: 25.08.21, 18:48
Vor einiger Zeit habe ich aus Berlin verschiedene Werkbahnen vorgestellt. Und vor kurzem sind in der Galerie diverse Bilder von der Fotofahrt der AVL-MaK-Lok auf den Gleisen der Osthannoverschen Eisenbahn erschienen. Spannen wir also mal einen Bogen von Berlin zur OHE..;-)
Die OHE (nicht zu verwechseln mit der Osthavelländischen Eisenbahn mit Sitz in Berlin-Spandau..!) hat nach dem Krieg einige ehemalige Wehrmachtsdieselloks in ihren Bestand übernommen, u.a. eine V20-Type, gebaut 1941 von der BMAG. Diese Lok lief bei der OHE unter der Nummer DL 00601 und wurde im Jahr 1953 im Tausch gegen einen Triebwagen an die Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn abgegeben. Der Triebwagen wurde durch zurückgehende Verkehre hier nicht mehr benötigt und erhielt bei der OHE die Nummer GDT 0514. Die Diesellok hielt sich jedoch fast 40 Jahre bei der NME und erhielt hier die Nummer ML 00601. Auffallend ist, dass dieses Nummernschema, welches von der OHE übernommen wurde, auch später auf alle weiteren Dieselloks der NME übertragen wurde.
Unsere ML 00601 wurde in Berlin zuletzt häufig vor Sonderverkehren mit ehemaligen Deutsche-Weinstraße-Wagen auf den Gleisen der NME eingesetzt, bevor sie von den Verkehrsfreunden Lüneburg im Jahr 1992 wieder auf die Gleise der OHE zurückgeholt wurde. Während der GDT 0514 im Jahr 1975 ausgemustert und anschließend verschrottet wurde, ist die Lokomotive –wieder mit ihrer alten Nummer DL 00601 versehen- immer noch im Bestand des AVL. Derzeit unterzieht sie sich einer Hauptuntersuchung, wird aber im Anschluss wieder vor Museumszügen auf dem Netz der OHE zu sehen sein.
Auf dem Bild sehen wir die Lok noch in den Diensten der NME, wie sie an einem leider recht matschigen Sommertag des Jahres 1989 mit einer Garnitur ehemaliger Umbau-Dreiachser soeben das Gleis zum ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof befährt.

Zuletzt bearbeitet am 25.08.21, 18:50

Datum: 10.06.1989 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: NME
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Mint in Münchhausen
geschrieben von: Leon (781) am: 21.08.21, 11:37
Im Zuge der leichten Mint-Welle, mit der derzeit einige 628 durch die Galerie schwappen, bin ich auf einige Aufnahmen einer Fototour aus dem März 1994 gestoßen. Bereits im Spätsommer 1993 führte eine Tour zu den Strecken zwischen Kassel und Marburg, um die letzten Schienenbuseinsätze zu dokumentieren. So zum Beispiel auch an die Strecke von Marburg nach Frankenberg, auf der die 798 noch rege im Einsatz waren. Bereits bei jener Tour war der Blick auf den Bahnhof von Münchhausen fester Programmbestandteil. Nur ein halbes Jahr später war es mit der 798-Herrlichkeit vorbei, 628 haben den Gesamtverkehr im Wetschafttal übernommen. Aber dennoch waren einige 798 auf der Strecke von Marburg Richtung Bad Laasphe unterwegs oder endeten bereits in Wetter, nur wenige Kilometer von Münchhausen entfernt. Grund genug, im März 1994 erneut eine Tour in diese Gegend ins "Nordhessesche" zu unternehmen. Quasi als Beifang ist erneut der Blick auf den Bahnhof von Münchhausen entstanden, diesmal mit dem 628 320 als N 8457. Der überwiegende Teil dieser Fototour wurde dann jedoch auf der Strecke Richtung Bad Laasphe verbracht, auf der sich die Schienenbusse den Dienst mit 212-geführten Silberlinggarnituren teilten.
Welchen Wert nunmehr die mintfarbenen 628 erhalten würden, sieht man erst 27 Jahre später.

Scan vom Fuji velvia 6x6-Dia

Datum: 11.03.1994 Ort: Münchhausen [info] Land: Hessen
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Das kongeniale Vorprogramm
geschrieben von: Leon (781) am: 17.08.21, 20:52
Von der Fotofahrt der MaK-Stangenlok 46-01 der Verkehrsfreunde Lüneburg sind ja jüngst drei Bilder in die Galerie aufgenommen worden, welche insgesamt die typische Gegend der Lüneburger Heide gut darstellen. Landwirtschaftliche Flächen wechseln häufig mit Heide und Waldgebieten. Die ehemaligen Bahnhofsgebäude sind heute oft in privater Hand. Hier haben wir ein typisches Beispiel im einstigen Bahnhof von Drögennindorf. Diese Aufnahme entstand bereits einen Tag vor der eigentlichen Fotofahrt, welche in Soltau gestartet ist. Da die Lok sowie einige Güterwagen irgendwie vom Vereinssitz in Lüneburg nach Soltau überführt werden mussten, ergab sich sozusagen als "Vorspeise" am Nachmittag des 14.08.21 eine weitere Fotofahrt, an der aber seltsamer Weise neben mir nur zwei weitere Fotografen teilnehmen wollten. Und so ging es fast als exklusive Privatfahrt von Lüneburg mit einigen Güterwagen rüber nach Soltau. Dank gutem "Draht" zum Lokführer ergaben sich auch an diesem Tag diverse Fotomöglichkeiten, und es war gar nicht so einfach, gleichzeitig als Fahrer, Kartenleser, whatsapp-Leser und Ortsunkundiger in einer für mich fast unbekannten Gegend dem Zug zu folgen und sozusagen aus der Hüfte brauchbare Fotostellen zu finden bzw. den Infos zu folgen, man war eigentlich ständig "on the wire".
Eine Fotomöglichkeit ergab sich dann hier im Bahnhof von Drögennindorf. Der Zug kullert langsam auf den Bü zu, und die Lok -wohlgemerkt Baujahr 1955- kuttert dann in ihrem unverwechselbaren Sound über die Straße hinweg. Ein Stück weiter gab es in Amelinghausen sogar noch einen offiziellen Beförderungsauftrag seitens der hvle, denn von Amelinghausen war aus einem längeren Zugverband ein bestimmter Taschenwagen aus dem Stillstandsmanagement mit nach Soltau zu befördern. Diese Rangierarbeit auf zwei Gleisen mit nur einer Weiche und einem von Hand zu bedienenen Bü war eine etwas größere Aktion und rief neben zwei Fotografen auch das halbe Dorf zusammen! Rangierarbeiten an einem Samstag Abend hatte man hier anscheinend schon eine Weile nicht mehr gesehen, und so ließen sich auch einige Anwohner zu einem Handybild verleiten. Genervt waren höchstens diverse Autofahrer, denn die Rangierarbeit erforderte einige Sägefahrten, was zu entsprechend längeren Schließzeiten des Bü´s führte und an die berüchtigte Schranke der F 5 in Karstädt erinnerte, die jeder Benutzer der alten Transitstrecke kennen dürfte..;-)
Das Züglein kam dann am Abend in Soltau an und wurde für den Folgetag noch um einige Kesselwagen verlängert, welche in Soltau umherstanden bzw. noch auf einem weiteren Bahnhof entlang der Strecke eingesammelt wurden.

Datum: 14.08.2021 Ort: Drögennindorf [info] Land: Niedersachsen
BR: 3264,3265 (alle MaK-Stangenloks) Fahrzeugeinsteller: AVL
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Mit einem MaK-Klassiker durch die Lüneburger Heide
geschrieben von: Leon (781) am: 16.08.21, 10:09
Am 15.08.21 fand eine Fotofahrt der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg mit ihrer MaK-Stangenlok 46-01 auf den Gleisen der OHE statt. Befahren wurde die Strecke von Soltau über Beckedorf nach Munster und zurück. Geboten wurde ein Güterzug im Stil der späten Epoche III oder frühen Epoche IV.
Die Tour hat vorab einiges an Nerven gekostet und stand kurz vor der terminlichen Verschiebung, da die Wetterberichte alles andere als rosig waren. War zunächst brauchbares Wetter angesagt, so wurde dies mit gebetsmühlenartiger Deutlichkeit immer weiter nach unten korrigiert - um dann ganz kurzfristig doch noch einen mehr als brauchbaren Tag hervorzuzaubern. Und somit gelang durch gute Organisation, einer wohlwollenden Disziplin der Gruppe sowie dem nötigen Quentchen Glück eine Fotoaktion, die keine Wünsche mehr offen ließ und durchweg zufriedene Gesichter hinterließ.
Wir sehen hier die 46-01, wie sie ihre illustre Fuhre hinter Beckedorf durch einen Baumtunnel gezogen hat und in der herrlichen, kiefernumsäumten Landschaft der Lüneburger Heide bei Dohnsen Positur bezogen hat.

Zuletzt bearbeitet am 16.08.21, 19:00

Datum: 15.08.2021 Ort: Dohnsen [info] Land: Niedersachsen
BR: 3264,3265 (alle MaK-Stangenloks) Fahrzeugeinsteller: AVL
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Über die Lamone
geschrieben von: Leon (781) am: 13.08.21, 21:28
Von unserer Fototour nach Italien im Mai 1998 sind ja bereits einige Aufnahmen in die Galerie gewandert. Ursprüngliches Anliegen der Tour war eine Fotoaktion auf verschiedenen Nebenstrecken in Italien mit dampfgeführten Personen- und Güterzügen. Für den 06.05.98 war der Einsatz der 740.143 vor einem Güterzug auf der Strecke von Faenza nach Crespino del Lamone vorgesehen, einer dieser 1´D-Maschinen, die für die FS in großer Stückzahl gebaut wurden. Die Strecke nach Crespino del Lamone, in der Provinz Ravenna gelegen, ist bereits desöfteren schon Thema in der Galerie gewesen und besticht durch eine hochinteressante Streckenführung über mehrere Viadukte und durch zahllose Tunnel.
Ein Viadukt befand sich in der Ortslage von Sant´Eufemia, welches den im Bild nicht sichtbaren Fluss Lamone überspannt. Wir sind Zeuge, wie die 740 mit ihrem Fotogüterzug über das Viadukt rauscht.
Der Tag hatte für uns noch weitere zahlreiche Fotomöglichkeiten im Gepäck, die jedoch aus heutiger Sicht teilweise sehr unter Hochlicht leiden, was sich natürlich mit einer pechschwarzen Dampflok besonders bemerkbar gemacht hat. Dennoch ist die Strecke auch heute noch wegen ihrer Trassenführung eine Reise wert, auch wenn die damals im Personenzugdienst eingesetzten Dieseltriebwagen der Baureihe Aln 668 längst durch modernere Fahrzeuge abgelöst wurden.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 06.05.1998 Ort: Sant´Eufemia [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-740 Fahrzeugeinsteller: FS
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Über die Schlossbachklamm
geschrieben von: Leon (781) am: 12.08.21, 10:17
Nur wenige Motive aus unserem südlichen Nachbarland haben mir damals derart imponiert wie der Blick auf die Brücke über die Schlossbachklamm, im Verlauf der Karwendelbahn zu finden. Bereits einige Aufnahmen dieser Brücke sind in der Galerie zu finden, jedoch noch nicht dieser Blick auf einen bergwärts fahrenden Zug. Ja, es gab einmal lokbespannte Züge auf der Karwendelbahn, und in den 80er und 90er Jahren führten mich diverse Urlaube nach Österreich, und wenn es nach Tirol ging, standen regelmäßig der Brenner und die Karwendelbahn auf dem Programm.
Um dieses Motiv zu erreichen, ist eine kleine Wanderung erforderlich. Ausgehend vom Bahnhof von Leithen bei Seefeld (an dem man sein Auto abstellen kann...;-) ) geht ein Wanderweg in Richtung Schlossbachklamm, und dann heißt es: "I´m walking". Ca. 20 - 30 Minuten dauert die Tour. Wenn man den damals sehr unauffälligen Beschilderungen folgt, kommt man an diesen Ausblick. Im Sommer 1993 war der Verkehr auf der Karwendelbahn noch weitgehend lokbespannt, und die Züge wurden von 1044 oder -noch interessanter- von 1042 bespannt. Man hörte die Züge, von Innsbruck kommend, am gegenüberliegenden Berghang bereits die Strecke erklimmen, bevor sie kurz im 721,5 m langen Schlossbachtunnel verschwanden, um sich anschließend auf der Schlossbachbrücke zu präsentieren.
Man kann den Fußweg auch in die Klamm hinabsteigen und sieht die Züge dann in schwindelerregender Höhe darüber hinwegfahren. Jenseits des Schlossbaches geht es wieder den Berg hinauf zu diesem Ausblick: [www.drehscheibe-online.de]. Auf unserem Bild sehen wir die 1042.619 im Valousek-Design, wie sie vor ihrem E 1884 die Schlossbachklamm überquert.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 21.08.1993 Ort: Hochzirl [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1042 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Blick zur Rieserfernergruppe
geschrieben von: Leon (781) am: 09.08.21, 21:10
Weit schweift der Blick oberhalb von Bruneck, dem größten Ort des Pustertals. Wir sehen im Hintergrund die Rieserfernergruppe, im Naturpark Rieserferner-Ahrn gelegen. Die Gruppe gehört zu den Hohen Tauern und liegt mehrheitlich in Südtirol, grenzt jedoch schon an Österreich. Höchster Berg der Rieserfernergruppe ist der Hochgall, mit 3.436 Metern.
Wir sind im Jahr 1996, fast auf den Tag genau vor 25 Jahren. Der Personenverkehr im Pustertal liegt mehrheitlich in der Hand der urigen Zigarren der Baureihe Ale 840, die hier wahlweise mit Steuerwagen der Reihe Le 640 oder auch gebildet aus zwei Triebwagen unterwegs sind. Meist war jedoch die Einheit Ale plus Le plus Ale anzutreffen. Der Verkehr im Pustertal wurde aufgelockert durch einige wenige Reisezüge mit E 424 sowie einen saisonalen Nachtzug nach Innichen, meist bespannt mit E 633 oder E 652. Dazu kommen die Korridorzüge der ÖBB von Lienz nach Innsbruck, bespannt mit Dieselloks der Baureihe 2043.
Wir stehen oberhalb von Bruneck und beobachten, wie eine Einheit aus zwei Ale 840 und einem Le 640 in der Mitte die langgezogene Kurve vor Bruneck passiert. Der Zug ist als R 5419 nach Innichen unterwegs.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 17.08.1996 Ort: Bruneck / Brunico [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-Ale840 Fahrzeugeinsteller: FS
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Deiva Marina
geschrieben von: Leon (781) am: 08.08.21, 13:15
Anfang Mai 1998 führte uns unsere Italien-Tour Richtung Cinque Terre, und der 08.05. begann mit einem Blick auf den Bahnhof von Deiva Marina, gelegen an der ligurischen Küstenstrecke zwischen La Spezia und Sestri Levante. Von einer Anhöhe hat man hier morgens einen Blick auf den Bahnhof, die Ausläufer der Stadt und das Meer. Den Bahnhof durcheilt eine E 444 R mit ihrem IR 2043 nach La Spezia. Der Zug überquert soeben den Torrente Derva, einem Flußlauf aus dem Hinterland, welcher nach heftigen Regenfällen als Sturzbach in das Meer führt und entsprechend breit angelegt ist. An unserem Tag führte er jedoch nur wenig Wasser.
Den Vortag haben wir bereits mit dem wohl berühmtesten Fotopunkt der ligurischen Küstenstrecke, dem abendlichen Blick auf den Bahnhof von Manarola, ausklingen lassen, und bis zum Mittag dieses Tages wollte noch die Ortsdurchfahrt von Zoagli "eingesammelt" werden, bevor es dann zum Tortona-Dreieck mit seinen urigen Altbau-Triebwagen weitergehen sollte.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 08.05.1998 Ort: Deiva Marina [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E444R Fahrzeugeinsteller: FS
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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An der Schmiedekindsmühle
geschrieben von: Leon (781) am: 07.08.21, 14:51
Eigenltich ist es eine Sünde, diese doch sehr bekannte Stelle im Südharz für einen sanitärfarbenen 628 zu verplempern...! Zahllose Fotografen hat es zum Ende der Dampf-Ära an diese Stelle gezogen, um mitzuerleben, wie die letzten Lehrter 50 oder Ottbergener 44 mit ihren Güterzügen Richtung "Eisernem Vorhang" die Osterhagener Rampe hinaufkrochen. Selbst nach dem Ende der Dampfzeit benötigte man meist zwei Diesellokomotiven, um die schweren Transitgüterzüge Richtung Ellrich zu wuchten, wie dieses Bild zeigt: [www.drehscheibe-online.de]. Und auch ohne Güterverkehr war der Personenverkehr auf der damalige KBS 245 sehr abwechslungsreich. Über 216- (oder sogar 220-)bespannte Eilzüge über 613, 614, 634 bis hin zum Hildesheimer Akku reichte das Portfolio, und nach der Wende ging es weiter mit der DR-Baureihe 204 bis hin zu den legendären "Babelsberger Dicken". Ich staune, dass bis auf den oben gezeigten Güterzug bislang kein weiteres Bild von diesem Südharz-Klassiker an der Blockstelle Bartolfelde in der Galerie vorhanden ist. Also muss wenigstens ein mintfarbener 628 her, aufgenommen am 03.05.95 als E 6735 nach Nordhausen.
Nach einem Intermezzo der "Zäpfchen" der Baureihe 642 wird der Gesamtverkehr heute von der Baureihe 648 abgewickelt. Planmäßiger Güterverkehr findet nur noch in Form der Bedienung des Dolomitwerkes in Scharzfeld statt, wenn 2 x pro Woche eine Diesel-Traxx oder zwei Captrain-G 1206 ihre Silowagen an dieser Stelle eher geräuscharm gen Osterhagen ziehen. Und ganz selten verirrt sich auch mal ein Holzzug nach Herzberg über diese Strecke.

Datum: 03.05.1995 Ort: Barbis [info] Land: Niedersachsen
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Das Oderbruch und sein Schiffshebewerk
geschrieben von: Leon (781) am: 06.08.21, 20:15
Wohl nur wenige Stellen lassen eine Umsetzung der Strecke durch das Oderbruch derart zu, dass der Name "Oderbruch" tatsächlich seiner Bedeutung gerecht wird. In Niederfinow, östlich von Eberswalde gelegen, liegt eigentlich somit der fotografisch interessanteste Abschnitt der Oderbruchbahn, welche als eingleisige Strecke von Eberswalde über Bad Freienwalde und Wriezen bis nach Frankfurt/ Oder führt. Von Berlin kommend, führt einen der Weg durch den Barnim, vorbei am Sydower Fließ (sic...!) - und plötzlich gelangt man bei Niederfinow fast an einen schroffen Abgrund, hinunter ins Oderbruch. Von den Hängen lassen sich mehrere Blickwinkel auf die Oderbruchbahn einfangen, wie u.a. diese Aufnahme mit einem Triebwagen der Baureihe 628 zeigt: [www.drehscheibe-online.de].
Wir stehen diesmal fast an der gleichen Stelle wie auf der anderen Aufnahme, drehen uns nur in die andere Richtung. Wiederum betritt ein 628 die Bühne, noch in dem ursprünglichen Sanitär-Outfit. Wir schreiben den 26.10.96, ein paar Jahre vor der anderen Aufnahme. Der Verkehr war seinerzeit ein Mischbetrieb aus Reisezügen mit V 100 und Triebwagen der Baureihe 628 im Wechsel. Heute wird der Verkehr mit Regioshuttles der Niederbarnimer Eisenbahn abgewickelt, und zwischendurch war auch die ODEG als Betreiber aktiv. Die die Strecke säumenden Telegrafenmasten sind mittlerweile verschwunden.

Auf dieser Aufnahme ist im Hintergrund das -alte- Schiffshebewerk von Niederfinow zu sehen. Auf der Aufnahme sieht es recht unspektakulär aus, aber ein Besuch wird zwingend empfohlen! Das Hebewerk überwindet eine Höhe von 36 Metern und gilt als technisches Denkmal, und die Imposanz ist umso beeindruckender, je dichter man sich dem Werk nähert. Empfohlen wird eine Fahrt mit einem kleinen Passagierschiff, welches das Hebewerk passiert.
Zwischenzeitlich wurde neben dem alten Schiffshebewerk ein kompletter Neubau errichtet, der eigentlich längst in Betrieb gehen sollte. Der Bau hat sich jedoch verzögert, und mit der Aufnahme eines Probebetriebes ist im Herbst dieses Jahres zu rechnen. Das neue Werk wird das alte komplett ersetzen und ist im Zuge des Ausbaus der Oder-Havel-Wasserstraße für deutlich längere Schiffe und Schubverbände vorgesehen. Bislang mussten mehrteilige Schubverbände vor der Passage des Werkes in ihre einzelnen Schuten aufgeteilt und einzeln durch das Hebewerk geschoben und gezogen werden. Hierzu gab es früher eine elektrisch betriebene Treidelbahn, an die noch heute eine kleine Denkmalslok am Schiffshebewerk erinnert.

Scan vom Fuji velvia 6x6-Dia

Datum: 26.10.1996 Ort: Niederfinow [info] Land: Brandenburg
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Zörbig an der Saftbahn
geschrieben von: Leon (781) am: 04.08.21, 18:24
Stumsdorf? Kennt jemand noch Stumsdorf? Kurbeln wir die Zeit einige wenige Jahre zurück, als Köthen noch hip war. Heerscharen von Fotografen zog es vor wenigen Jahren nach Köthen, um das damalige Bahnhofsflair mit all seinen Stellwerken und Formsignalen einzufangen. Und wer schon in Köthen war, hat auch meistens in den Vormittagsstunden etwas südlicher von Köthen den Bahnübergang und das Stellwerk von Stumsdorf "mitgenommen", gell..? ( [www.drehscheibe-online.de].
Aber wer kennt noch die Saftbahn? Eine Nebenbahn von Bitterfeld nach Stumsdorf, zum Schluss unter der Strecken-Nr. 252 im Kursbuch zu finden, zu DDR-Zeiten als KBS 523. Der letzte Personenzug fuhr hier Ende September 2002; der Güterverkehr wurde bereits 1995 eingestellt - und zehn Jahre später zwischen Zörbig und Bitterfeld im Zuge der Errichtung einer Bioethanolanlage wieder eröffnet.
Der 17.10.99 war ein eher lustloser bis durchwachsener Tag voller Quellwolken. Man fuhr eigentlich nur durch Sachsen-Anhalt von einem Wolkenloch zum anderen, und so entstand am späten Nachmittag eher aus einer Laune heraus das Bild des 628 596, wie er soeben als RB 37491 den Bahnhof von Zörbig verlässt. Zu der Zeit fuhren in der Börde noch Ferkeltaxis, und ein 628 war höchstens dazu da, der Strecke von Bitterfeld nach Stumsdorf keine weitere Beachtung mehr zu schenken...
Heute, über 20 Jahre später: meine einzige Aufnahme dieser Strecke, die mit ihren gut 20 Kilometern Länge bislang noch nicht den Eingang in die Galerie gefunden hat.

Wieso eigentlich Saftbahn? Den Namen bekam sie vom Volksmund, wegen des auf ihr transportierten Zuckerrübensirups der Zuckerfabrik Radegast, gelegen an der längst stillgelegten Dessau-Radegast-Köthener Schmalspurbahn, welche für die Zuckerfabrik zwischen Radegast und Zörbig sogar als Dreischienengleis ausgeführt wurde.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 17.10.1999 Ort: Zörbig [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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Die Etsch, der Rosengarten und eine Zigarre
geschrieben von: Leon (781) am: 02.08.21, 16:56
Kommen wir noch einmal zu den urtümlichen Elektrotriebwagen der FS zurück. Wir haben ja bereits den Nachschuss auf ein Gespann der italienischen Baureihe Ale 840/Le 640 bei Siebeneich gesehen ( [www.drehscheibe-online.de] , und auf dieser Brücke über die Etsch drehen wir uns mal um 180 Grad herum und erhalten diesen Blick. Drei Tage nach dem verlinkten Bild habe ich diese Stelle erneut aufgesucht. Wir sehen wiederum einen der wenigen Züge von Bozen nach Meran (wenn nicht sogar den einzigen...), welcher damals noch aus dieser Baureihe gebildet wurde. Im Vordergrund fließt gemächlich die Etsch, und hinter dem Zug erhebt sich -zwischen den Bergen zu erkennen- majestätisch der Rosengarten, eines der bekanntesten Massive der Dolomiten. Wir erblicken die fast 3.000 m hohe Rosengartenspitze und links davon die nicht ganz so hohen Vajolet-Türme. Oberhalb von Bozen gelegen, bilden sie zusammen mit dem Schlern ein atemberaubendes Panorama, welches auch oft den Hintergrund von Aufnahmen der Rittnerbahn bildet.
Ziemlich in der Bildmitte befindet sich eine Halle, über deren Ästhetik man streiten kann. Ich hatte ursprünglich vor, dieses Motiv mit einem Wendezug und einer hellgrauen E 424 zu zeigen, die in ihrer Farbgebung in der Galerie noch fehlt. Der Zug in seiner hellen Farbgebung hebt sich aber so gar nicht gegen die Halle ab, so dass ich doch auf die Zigarre zurückgegriffen habe, die hier gegen die Halle einen deutlich besseren Kontrast erzielt.
Das Motiv heute, 25 Jahre später: die Halle ist noch vorhanden, aber selbst von der heute an dieser Stelle gelegenen, deutlich höheren Brücke kaum noch zu erkennen. Dichter Bewuchs vor und hinter den Gleisen verhindern hier jedes Foto bzw. lassen nur etwas verkrampfte und sehr spitze Aufnahmen der hier heutzutage verkehrenden Triebwagen zu, wobei hier ein fast schnellstraßenmäßig ausgebauter Fahrradweg neben den Gleisen das Bild dominiert.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 02.08.21, 17:01

Datum: 16.08.1996 Ort: Siebeneich / Settequerce [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-Ale840 Fahrzeugeinsteller: FS
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Leicht getarnt Richtung Trentino
geschrieben von: Leon (781) am: 01.08.21, 15:04
Der diesjährige Südtirol-Urlaub mit der Familie ergab an einigen Tagen ein paar Stunden Hobby- und Freizeit an der Brennerstrecke. Von diesen Tagen sind bereits einige Aufnahmen in die Galerie aufgenommen worden, und ich möchte hiermit noch ein weiteres Bild nachlegen, welches zwischen Branzoll und Auer entstanden ist.
Die Brennerstrecke hielt für mich einige Werbelokomotiven verschiedener Bahnunternehmen bereit, die man aus der heimischen Mark Brandenburg eher weniger kennt. Hier sehen wir die beiden Vectronen 193 278 und 283 der TXL vor einem Klv-Zug Richtung Trentino vorüberziehen. Die TXL bespannt auch einige Züge vor der Haustür, mit dem Laufweg von Rostock Richtung Italien. Jedoch sieht man vor diesen Zügen nur selten ein farbenfrohes Exemplar, während derartige Züge und Loks auf der Brennerstrecke an der Tagesordnung sind. Und wenn man dann gegenrechnet, wie flächendeckend beschmiert die wenigen Lokomotiven der Mercitalia sind, die noch die Brennerstrecke passieren, kann man sich an diese fahrenden Litfaßsäulen der TXL &. Co. tatsächlich gewöhnen...;-)
Und irgendwie war trotz Werbelok an den Tagen immer der Wurm drin: kam ein Zug mit mehr als einer Lok, so hing garantiert die dunkle oder sogar schwarze MRCE-Variante vorne. Diverse Züge gingen ins Netz, bei denen man zunächst früh über einen unbekannten Farbtupfer war, und bei genauerem Hinsehen sah man dann als Vorspann ein schwarzes Ungetüm. Man könnte ein Lied von singen...

Datum: 09.07.2021 Ort: Auer / Ora [info] Land: Europa: Italien
BR: 193 (Siemens Vectron) Fahrzeugeinsteller: TXL
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Gut getarnt
geschrieben von: Leon (781) am: 31.07.21, 14:28 Top 3 der Woche vom 15.08.21
Zum Thema "628 in mint" ist mir diese Aufnahme vom Dezember 1995 in die Finger gekommen. Von diesem Tag -wie ich ihn wettermäßig danach nie wieder erlebt habe- sind bereits mehrere Bilder in der Galerie enthalten. Eisige Temperaturen sowie eine recht hohe Luftfeuchtigkeit sorgten dafür, dass sich der Raureif den ganzen Tag über auf den Bäumen hielt.
Ziel waren die Nebenstrecken der Mecklenburgischen Schweiz, welche allesamt kurz vor der Stilllegung standen, insbesondere die Strecke von Teterow nach Gnoien. Der Abstecher zum Bahnhof von Teterow kann daher nur als Lückenfüller bezeichnet werden, insbesondere, wenn dann als Eilzug nach Güstrow ein mintfarbener 628 auftauchte, der auch noch graffitiert war. Dennoch wollten wir das Bahnhofsensemble verewigen. Dass im Hintergrund noch eine stattliche Anzahl Formsignale stand, für die man heutzutage in vergleichbarer Anzahl nach Zeitz fahren müsste, haben wir damals nicht einmal zur Kenntnis genommen. Nun, der Triebwagen hat sich in seiner Farbe hervorragend den Farben der Umgebung angepasst, und wäre nicht Nils´ Bild [www.drehscheibe-online.de] som September 2014, wäre mir auch entgangen, dass das Bahnhofsgebäude zwischenzeitlich renoviert wurde.
Jedenfalls haben wir uns an diesem Tag nach dieser Aufnahme wieder der Baureihe 202 mit ihren dampfbeheizten Reisezugwagen gewidmet. Dass zwischenzeitlich an dem Tag sogar mehrere 628 in mint auf den Film gewandert sind ( [www.drehscheibe-online.de] ), zeigt letztendlich nur, wie gering damals die Reisezugdichte auf den Nebenstrecken war...:-) Aber mit irgendwas musste man sich ja beschäftigen; soo viele Sonnenstunden hatte der Tag nicht.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 30.12.1995 Ort: Teterow [info] Land: Mecklenburg-Vorpommern
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 16 Punkte

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Überraschung in Novi Ligure
geschrieben von: Leon (781) am: 27.07.21, 20:10
Kommen wir noch einmal zu den italienischen „Zigarren“ zurück. Neben den Triebzügen der Baureihe Ale 840 sind wir bei unserem Italien-Urlaub anno 1998 noch auf eine weitere Baureihe gestoßen, die den Ale 840 täuschend ähnlich aussah. Wir wussten um diverse Triebwagen-Einsätze im Tortona-Dreieck, m.a.W. einer dreieckigen Form von Strecken zwischen Tortona, Alessandria und Novi Ligure.
Wir unternahmen eine Stippvisite zum Bahnhof von Novi Ligure. Kaum angekommen, erreichte den Bahnhof ein Ale 840, und eine weitere Zigarre sollte sich in wenigen Augenblicken in Bewegung setzen. Da motivlich nur eine Bahnhofsausfahrt mit Baumblüte und Wasserturm in Betracht kam, sind wir zum Bahnsteigende gehastet und haben die Ausfahrt der Zigarre dokumentiert. Wir wunderten uns nur, will wir den Eindruck hatten, dass das Gefährt einen Tick anders aussah als bislang bekannt. Und siehe da: erwischt haben wir einen Ale 540; eine etwas andere Baureihe, die keiner von uns inhaltlich auf dem Schirm hatte.

Hinter dem Ale 540 verbirgt sich ein Triebwagen, der dem Ale 840 zwar äußerlich ähnelte, jedoch konzeptionell für den Fernverkehr ausgelegt war. Ursprünglich entstand diese Bauart als reine Erste-Klasse-Variante des Ale 660, welcher als Fernverkehrstriebwagen in der 1. Und 2. Klasse ausgeliefert wurde. Gefertigt wurden die Ale 660/ 540 erst in den Jahren 1955 bis 1957, im Gegensatz zu den Ale 840, welche als reine Nahverkehrstriebwagen bereits ab 1949 gebaut wurden. Die Ale 540/660 hatten eine leicht andere Kopfform als die Ale 840 und besaßen auch etwas größere Fenster. Wir haben nicht schlecht gestaunt, dass wir eher aus Zufall eine für uns völlig neue Baureihe erwischt haben. Die ursprüngliche Erste-Klasse-Einrichtung der Ale 540 erinnert heutzutage an Parallelen zum deutschen 613. Hier hatte das Reisen in einem ehemaligen Erste-Klasse-Abteil im Nahverkehr einen besonderen Charme! Einen Ale 660 haben wir in unserem Italien-Urlaub leider nicht zu Gesicht bekommen, und mit dieser Aufnahme würde auch die Baureihe Ale 540 erstmals in die Galerie einziehen. Vielleicht finden sich ja im Kreis der User noch weitere Italien-Freunde, die dieses Kapitel der italienischen Zigarren mit weiteren sehenswerten Bildern anreichern könnten...;-)

Datum: 08.05.1998 Ort: Novi Ligure [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-Ale540 Fahrzeugeinsteller: FS
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Blick vom Schloss Rochlitz
geschrieben von: Leon (781) am: 29.07.21, 17:49 Top 3 der Woche vom 08.08.21
Zur Zeit ist in der Galerie ja irgendwie der mintfarbene 628 en vogue. Ein Fahrzeug, welches heutzutage begeistert, aber auch mindestens zur Diskussion anregt, was die etwas ältere Generation unter uns anbelangt – waren diese Fahrzeuge in den 80ern doch der Grund für die Abstellung der guten alten V 100 oder des 798. Oft ging damals ein Stöhnen durch die Hobbykollegen, wenn anstelle eines erhofften altroten Gefährts eine sanitärfarbene „Pappkiste“ die Bühne betrat. Dennoch wurde meistens wenigstens der sogenannte „Anwesenheitsschuss“ gemacht. Anlass genug, mal in die Mottenkiste zu greifen und den damaligen „Beifang“ nach galerietauglichen Bildern zu durchforsten...
Nach der Wende hat sich der Einsatz dieser Baureihe auch die neuen Länder ausgedehnt. Man sah sie auf Hauptstrecken in der Mecklenburgischen Schweiz, auf Nebenstrecken in Sachsen-Anhalt, wie z.B. auf Bitterfeld-Zerbst oder Quedlinburg-Frose, aber auch in Sachsen. Kommen wir somit zu einem Motiv, welches seltsamerweise in der Galerie noch fehlt: dem Blick vom Turm des Schlosses von Rochlitz auf den gleichnamigen Ort und die Zwickauer Mulde. Ein alter Klassiker, der in keiner Sammlung von Bildern der dampfgeführten Sandzüge im Muldetal fehlen durfte. Nach der Wende führte mich im Herbst 1994 eine Fototour erneut nach Rochlitz. Die Sandzüge waren längst verschwunden, aber es fuhren noch lokbespannte Reisezüge mit V100, und diese waren „zersetzt“ mit eben jenen Pappkisten...
Zum Fotostandpunkt folgendes Szenario: man konnte einen der beiden Türme des Schlosses besichtigen. Eine knarzende Holztreppe führte im Inneren des Turmes nach oben zu einem Fenster. Nur stand man nicht einfach an einem Fenster, sondern im Mittelalter haben die Zimmerer und Handwerker noch dicke Mauern errichtet, mit dem Ergebnis, dass man in einer Art waagerechter Scharte liegt, die ca. 70-80 cm breit ist. Man öffnet also ein Fenster und beugt sich, halb liegend, heraus. Unter einem liegt das Ortsbild. Dann hängt man sich die Knipse sicherheitshalber um den Hals, muss sich aber weit hinausbeugen, denn man schaut ja bei der Rollei durch einen Lichtschacht von oben in das Teil hinein! Es muss göttlich ausgesehen haben, wie man da mehr im Fensterrahmen lag als stand, tief unter einem der Burggraben bzw. das Ufer der Mulde..;-) Ob es da seinerzeit Opfer gegeben hat, ist nicht überliefert. Es waren unter mir weder verweste Leichenteile noch zerschellte Kamerareste zu erspähen...
Und somit entstand aus luftiger Höhe der Blick auf einen 628, wie er soeben die Zwickauer Mulde überquert.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 18.10.1994 Ort: Rochlitz [info] Land: Sachsen
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 20 Punkte

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Oldtimer auf der LFI
geschrieben von: Leon (781) am: 25.07.21, 20:10
Kommen wir zu einer Bahn, die dafür bekannt ist, auf ihren Strecken früher wahrhaft exotische Fahrzeuge eingesetzt zu haben: die Rede ist von der La Ferroviaria Italiana-kurz: LFI-, welche vom Ausgangspunkt Arezzo -in der östlichen Toskana gelegen- zwei Strecken nach Sinalunga und Stia betreibt. Während heute der Betrieb mit modernen Triebwagen abgewickelt wird, waren bei unserem Besuch anno Mai 1998 noch hochinteressante Altbau-Triebwagen unterwegs. Unser primäres Interesse galt damals den bei dieser Bahn eingesetzten ex-FS-Elektrolokomotiven der Baureihe E 626, von denen an diesem Tag die E 626 223 im Güterzugdienst eingesetzt wurde und mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] ihren Einzug in die Galerie fand.
Nicht minder interessant, jedoch von uns leider etwas vernachlässigt war der Personenverkehr, welcher auf der Strecke nach Stia aus einem älteren Triebwagenzug sowie einem Wendezug bestand, den eine mir bis dato völlig unbekannte Lokomotive beförderte. Genau genommen handelt es sich bei dem vierachsigen Gefährt um einen Gepäcktriebwagen aus den 20er Jahren, den die LFI von der längst stillgelegten Eisenbahn von Bibiano nach Agordo übernommen hat, welche unter dem Namen Socièta Anonima Industriale Ferroviaria, kurz SAIF, firmierte. Von dieser Bahn gelangten vier Gepäcktriebwagen zur LFI, von denen zunächst die Fahrzeuge mit der Nummer EDz 11 und 14 eingesetzt wurden. Der Aufbau der beiden Triebwagen EDz 12 und 13 erfolgte erst zum Beginn der 80er Jahre.
Wir sehen hier den Gepäcktriebwagen EDz13, wie er mit seiner Wendezuggarnitur bei Bibbiena am Betrachter vorbeifährt. Das Bild ist eigenltich ein "Beifang", denn wir waren in entgegengesetzter Richtung hinter dem Güterzug mit seiner E 626 hinterher, als uns diese Fuhre entgegen kam und unbedingt verewigt werden musste.
Diese Gepäcktriebwagen haben sich bei der LFI sehr lange gehalten und wurden später modernisiert und mit einem völlig kunterbunten Farbschema versehen, wie einige Bilder au den Jahren 2011/12 zeigen. Ob sie dort noch vorhanden sind, entzieht sich leider meiner Kenntnis.
Auch das Motiv hat sich inzwischen völlig verändert. Dort, wo der Zug in die Kurve geht, wurde inzwischen die Strecke überbaut und ein Kreisverkehr zu einer Umgehungsstraße des Ortes angelegt.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 25.07.21, 20:26

Datum: 07.05.1998 Ort: Bibbiena [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-EDz Fahrzeugeinsteller: La Ferroviaria Italiana
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Blick auf das Capo Milazzo
geschrieben von: Leon (781) am: 24.07.21, 22:59
Bleiben wir noch einen Moment auf Sizilien. Etwas weiter östlich von Gioiosa Marea liegt der Ort San Giorgio, von welchem bereits dieses Bild [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie aufgenommen wurde. Ein paar hunder Meter weiter hat man diesen Blick auf den Ort San Giorgio. Wir sehen rechts im Hintergrund die Ausläufer des Capo di Milazzo, von welchem man in fast alle Richtungen einen herrlichen Blick genießen kann, nicht nur auf die Inselgruppe der Liparen. Wir erkennen die heilige Stätte des Santuaria Sant´Antonio di Capo Milazzo, und von dort gelangt man mithilfe eines halbstündigen Fußmarsches inmitten von alten, knorrigen Olivenbäumen über ein Hochplateau und erreicht einen Aussichtspunkt nach dem anderen.
Ganz im Hintergrund ist dank der klaren Sicht die Küste des Festlandes oberhalb von Reggio Calabria zu sehen. Im Vordergrund rauscht, leicht versteckt, ein Regionalzug mit seiner E 464 vorbei. Die Lok schiebt ihre Garnitur in den nahen Haltepunkt von San Giorgio.

Datum: 26.07.2018 Ort: San Giorgio [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Ein Wimmelbild aus Sizilien
geschrieben von: Leon (781) am: 23.07.21, 20:20
Einen Blick mag ich der Galerie von unserem Sommerurlaub anno 2018 nicht vorenthalten: den von der Frühstücksterrasse unseres Quartiers oberhalb von Gioiosa Marea auf den gleichnamigen Ort mit Bahnhof und der Strecke am Nordufer Siziliens. Wir hatten ein einsames, nur über abenteuerliche Straßen erreichbares Quartier mit toller sizilianischer Küche und einem atenberaubenden Ausblick. An klaren Tagen waren per Tele nachmittags derartige Aufnahmen auf die Bahnstrecke möglich, und so war es kein Wunder, dass ich da oben selbst beim Gang zum Pool meistens die Knipse irgendwo dabei hatte. Zum Frühstück gab es schon mal fast die Genickstarre, und man wählte den Platz am Tisch natürlich mit Blick auf die Trasse. Der Rest der Familie sowie die wenigen weiteren Gäste incl. des Hotelpersonals amüsierten sich bald über mein Treiben - denn es könnte ja tatsächlich irgendwann mal der ultimative Zug aus dem Tunnel kommen..;-)
Eigentlich benötigt man für so einen Blick einen langen, auffallend bunten Zug. Aber Güterzüge waren hier Mangelware; nur an einem einzigen Morgen kam ein Güterzug mit E 652 vorbei, der allerdings lichtmäßig eher suboptimal ausfiel. Selbst die IC´s und Nachtzüge bestanden nur aus vier Wagen, also werfen wir den Blick auf einen typisch italinenischen Regionalzug mit E 464, wie er soeben in den Bahnhof von Gioiosa Marea einläuft. Rechts neben dem Bahnhof erkennt man schwach einige gelbe Werksloks deutscher Herkunft, u.a. eine DHG 500 o.ä.
Der Zug wird nach seinem Halt in einer langgezogenen Kurve seinen Weg in westliche Richtung fortsetzen, wobei hier die Strecke recht zugewachsen war und nur kurze Lücken auf maximal zwei Loklängen zuließ.
Viel Spaß beim Wimmeln...:-)

Datum: 20.07.2018 Ort: Gioiosa Marea [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Entlang der Nordküste Siziliens
geschrieben von: Leon (781) am: 22.07.21, 22:36
Kommen wir noch einmal zum Sizilien-Urlaub vor drei Jahren zurück. Wir hatten uns an der Nordküste oberhalb von Gioiosa Marea einquartiert, und eigenltich hatte man zwischen dem Familienprogramm immer wieder Zeitfenster für das Hobby eingebaut, insbesondere in den Nachmittagsstunden, wenn ein ICN sowie ein IC in relativ dichter Folge gen Palermo unterwegs waren, bespannt mit den damals schon in die Jahre gekommenen Caimani. Ob diese Baureihe auch heute noch vor den Reisezügen auf Sizilien anzutreffen ist, entzieht sich meiner Kenntnis; bereits vor drei Jahren war eine Ablösung schon im Gespräch.

Unweit von Gioiosa fanden sich diverse Fotomöglichkeiten mit der nahen Küste im Hintergrund. Einige Aufnahmen von diesem Abschnitt sind ja bereits in die Galerie gewandert. Hier stehen wir oberhalb der Strecke und beobachten die E 656 033, wie sie mit ihrer Nachtzuggarnitur ein altes Bahnwärterhaus passiert. Der Ort Gioiosa liegt im Hintergrund. Für diesen Zug benötigte man regelmäßig eine gewisse Ausdauer, denn Pünktlichkeit war nie sein Ding. Aber das Warten in der Nachmittagshitze wurde belohnt, als der Zug dann endlich aus dem weit im Hintergrund liegenden Tunnel unterhalb des Felsens an der Küste auftauchte. Meist war auf der eingleisigen Strecke noch eine Zugkreuzung abzuwarten, aber dann ging es rasch weiter Richtung Palermo.

Datum: 21.07.2018 Ort: Gioiosa Marea [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Zigarre gefällig...?
geschrieben von: Leon (781) am: 21.07.21, 18:11 Top 3 der Woche vom 01.08.21
August 1996. Ein Fotourlaub in Südtirol, um die letzten Einsätze der "Zigarren" der italienischen Baureihe Ale840 einzufangen. Einquartiert haben wir uns oben auf dem Ritten, und somit ist auch ein wenig "Beifang" auf der Rittnerbahn entstanden. Während aber die alten Triebwagen auf dem Ritten immer noch einsatzbereit sind, gehören die "Zigarren" längst der Vergangenheit an.
Haupteinsatzgebiet war die damals noch nicht lange elektrifizierte Strecke durch das Pustertal, und Pflicht war eigentlich das Motiv mit der Franzensfeste und der Brücke, welches bereits in der Galerie enthalten ist: [www.drehscheibe-online.de] Einige weitere Einsätze der "Zigarren" lagen auf der Strecke durchs Eisacktal bis Bozen, und nur wenige Regionalzüge wurden durch das Etschtal bis Meran mit diesen Triebwagen erbracht. Hierzu zählte eine nachmittägliche Leistung, welche man bei Siebeneich von einer Brücke über die Etsch in beide Richtungen aufnehmen konnte. Wenn man bedenkt, dass außer einigen Zigarren der Rest des Regionalverkehrs nach Meran mit Wendezügen und E 424 erbracht wurde, die man damals nur am Rande wahr nahm...da die Lok Richtung Meran hing, hebe ich mir das Motiv mit Blick Richtung Bozen für eine spätere Einstellung auf. Lichtmäßig fand ich auch den Nachschuss mit der plastischen Garnitur aus zwei Ale840 und dem Mittelwagen Le640 und den Wolken, die sich wie Watte um die Berghänge wickelten, im Nachhinein viel interessanter.
Warum ich damals bei der Aufnahme auf die Burgruine Maultasch verzichtet habe, kann ich mir nur durch den etwas höheren Busch erklären. Eine etwas dichtere Aufnahme an einem anderen Tag zeigt den gleichen Zug mit Burg, aber Busch im Zug.
Der Vergleich mit heute: [www.drehscheibe-online.de] Der Bewuchs verhindert jede Aufnahme vom anderen Ufer. Die flache Brücke ist einer erheblich höheren Konstruktion gewichen. Den Radweg gab es damals schon, aber vermutlich eher als Feldweg. Viel Spaß beim Hin- und Herswitchen..;-)

Scan vom eiskalt-blauen Fuji Velvia 50 -6x6-Dia, der hier schon in etwas wärmere Farben getaucht wurde

Zuletzt bearbeitet am 21.07.21, 18:12

Datum: 13.08.1996 Ort: Siebeneich / Settequerce [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-Ale840 Fahrzeugeinsteller: FS
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 17 Punkte

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Ein privater Konkurrent im Etschtal
geschrieben von: Leon (781) am: 20.07.21, 19:12
Neben den beiden jüngst in der Galerie gezeigten Triebwagenbaureihen ETR 500 und ETR 600 begeistert die Strecke durch den Trentino und das Etschtal mit einer dritten Triebwagenbaureihe, welche für das private italienische Eisenbahnunternehmen "Italo - Nuovo Trasporto Viaggiatori" unterwegs ist. Wir sehen hier einen ETR 675, wie er auf seinem Weg nach Bozen soeben die Felswand von Salorno passiert hat und am Betrachter vorbei Richtung Bozen rauscht. 45 min. später wird ihm ein ETR 500 mit gleichem Ziel folgen. Drei elegante Schnelltriebwagenbaureihen lassen fast vergessen, dass außer den mit der Baureihe 464 bespannten Wendezügen so gut wie keine weiteren lokbespannten Reisezüge im Etschtal unterwegs sind. Beim Anblick der Züge wird einem bewusst, welches optische Optimierungspotenzial in der deutschen ICE-Flotte steckt...;-)

Das Bild entstand ziemlich zur Mittagszeit. Ich hoffe aber, dass das klare Wetter in Verbindung mit dem doch recht bekannten Motiv sowie dem digitalen "finish" dafür sorgt, dass der Hochlichtcharakter in den Hintergrund rückt - zumal diese Baureihe erst mit einem weiteren BIld in der Galerie vertreten ist...:-)

Datum: 11.07.2021 Ort: Salorno [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR675 Fahrzeugeinsteller: Italo-NTV
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Ein roter Pfeil im Etschtal
geschrieben von: Leon (781) am: 19.07.21, 14:57
Neben den vor kurzem in der Galerie gezeigten Schnelltriebwagen der Baureihe ETR 600 sind im Etschtal die "frecciarossa" der Baureihe ETR 500 unterwegs. Wir sehen hier einen derartigen "roten Pfeil", wie er im gemächlichen Tempo von Bozen Richtung Trentino unterwegs ist. Es handelt sich um ein Fahrzeug der zweiten Bauserie, bei dem eine völlig anders gestaltete Front der Triebköpfe als bei der ersten Bauserie auffällt, welche in der Galerie bislang leider fehlt. Mit ihren elf Mittelwagen sind diese Züge endlos lang und geben in der Gegend eine gute Figur ab.
Als Motiv wurde die Wein- und Obstplantage zwischen Kurtinig und Salorno gewählt - eine Stelle für die ganz faulen Säcke unter uns: man parkt sein Auto unweit der Straße, steht am Straßenrand derselben und kann in beide Richtungen Fotos machen...wahlweise mit Frontlicht, wie auf dem vor kurzem gezeigten Bild mit dem Deutz-Diesel zu sehen war, oder mit plastischem Streiflicht. Der Zug wird in wenigen Augenblicken die massive Felswand von Salorno passieren.

Zuletzt bearbeitet am 20.07.21, 19:45

Datum: 12.07.2021 Ort: Kurtinig / Cortina sulla Strada del Vino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR500 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Ein Entenschnabel auf der Brennerbahn
geschrieben von: Leon (781) am: 18.07.21, 19:54
Man möge mir den etwas despektierlichen Ausdruck für diesen italienischen Schnelltriebwagen verzeihen..;-) in Wirklichkeit nennen sich diese Züge "Frecciargento", auf deutsch Silberpfeile. Als Baureihe ETR 600 unterwegs, teilen sie sich den Schnellverkehr zwischen Bozen und Rom mit den kongenial formschönen "Frecciarossa" der Baureihe ETR 500, welche als "rote Pfeile" unterwegs sind. Das Ganze wird noch garniert durch eine weitere Schnelltriebwagenbaureihe, der Reihe ETR 675 des privaten Eisenbahnunternehmens Italo, so dass täglich drei verschiedene und optisch sehr ansprechende Schnelltriebwagen auf der Brennerbahn anzutreffen sind.
Wir sehen hier einen Silberpfeil der Reihe ETR 600, wie er noch im gemächlichen Tempo im Etschtal bei Branzoll unterwges ist. Seine Reise nach Rom hat der Triebzug in Bozen vor einigen Minuten erst begonnen.

Zuletzt bearbeitet am 19.07.21, 15:14

Datum: 09.07.2021 Ort: Branzoll / Bronzolo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR600 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Bunte Züge im Etschtal
geschrieben von: Leon (781) am: 16.07.21, 20:23
Als ich das letzte Mal im Etschtal auf Fotopirsch ging, fuhren zwischen Bozen und Meran noch wahlweise Wendezüge mit grauen E 424 oder "Zigarren" der Reihe ALe 840. Heute, über 20 Jahre später, ist der Verkehr im Etschtal geprägt durch den Einsatz von bunten Triebwagen der Reihen ETR 170 (Flirt) und 524. Die erstgenannte -leider sehr lichtfressende- Baureihe läuft hier i.d.R. von Meran über Bozen zum Bahnhof Brenner und zurück.
Die Strecke zwischen Bozen und Meran verläuft meist direkt an der Etsch, und Fotomotive sind durch einen dichten Bewuchs der Strecke rar gesät. Vor 20 Jahren gab es bei Siebeneich eine Fotomöglichkeit vom Ufer der Etsch, und diese Stelle wollte ich ausprobieren. Über die parallele Schnellstraße konnte man erblicken, dass sich die Lage dort in den letzten 20 Jahren sehr gewandelt hat: eine Brücke eines Feldweges überspannt die Bahn, und parallel zur Bahntrasse wurde ein Fahrradweg angelegt. Wir stehen am Mittag des 09.07.21 auf dieser Brücke und blicken ins Etschtal Richtung Meran. Von einem Felssporn grüßt die Burgruine Maultasch, und die Ortskulisse mit Kirche gehört zur Ortschaft Terlan. Der ETR 170 hat vor gut 20 Minuten Meran verlassen und wird in wenigen Augenblicken in Siebeneich halten.
Das Bild schreit geradezu nach einem historischen Vergleich mit "Zigarre"..;-) coming soon!

Datum: 09.07.2021 Ort: Siebeneich / Settequerce [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR170 Fahrzeugeinsteller: SAD
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Eine alte Bekannte
geschrieben von: Leon (781) am: 15.07.21, 20:36
Der diesjährige Familien-Sommerurlaub führte uns nach Südtirol, genauer gesagt: nach Meran. Neben dem üblichen Sightseeing gab es immer wieder Freiräume für Fotoexkursionen. Und so ging es wenigstens stundenweise mehrmals zur Brennerstrecke. Pflichtmotiv waren die Felswände bei Salorno, die bereits aus diversen Blickwinkeln schon häufig in der Galerie gelandet sind.
In diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] wird gemutmaßt, dass der Bewuchs unterhalb der Strecke ein Foto sehr beeinträchtigen könnte. Nun, der Blick vom Straßenrand geht über die Apfel- und Weinplantagen hinweg auf die Strecke. Neben zahllosen Regionalbahnen, gebildet aus diversen bunten Triebwagen-Baureihen sowie den üblichen Wendezügen mit E 464 (welche sich hier jedoch auf der anderen Seite des Zuges befinden) sowie dem bereits gezeigten ÖBB-Intercity mit 1216 sowie einem Güterzug mit beschmierter E 494 hat mir dieser Bauzug besonders imponiert: Italien war schon häufig ein dankbarer Abnehmer deutscher Diesellok-Technik, und wir sehen hier die ehemalige Lok 1 der Georgsmarienhütten-Eisenbahn, welche mir bereits 1986 in Hasbergen über den Weg gelaufen ist. Auf der Bildfläche erscheint eine Deutz DG 1000 BBM aus dem Jahr 1965 (!), welche bis 1998 auf der GME im Einsatz war und nach mehreren Intermezzos bei der KEG sowie der Neusser Eisenbahn nach einer Hauptuntersuchung im Februar 2020 nunmehr für das Unternehmen Ing. De Aloe Construzioni in Brescia unterwegs ist und mir hier -vom Baujahr her fast auf Augenhöhe..;-) - vor der imposanten Felswand von Salorno mit einem Bauzug in nördliche Richtung vor die Linse fuhr. Eine beschmierte E 494 war da schon fast vergessen...:-)

Datum: 12.07.2021 Ort: Kurtinig / Cortina sulla Strada del Vino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-DG 1000 BBM Fahrzeugeinsteller: Ing. De Aloe Construzioni
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Harakiri in Metzelthin
geschrieben von: Leon (781) am: 02.07.21, 08:41
Eine Landstraße zwischen Neuruppin und Neustadt/ Dosse. Der Durchgangsverkehr wird umgeleitet; nur Anlieger dürfen passieren. Ein Bü mit WSSB-Schrankenanlage. Auf der Bahnstrecke von Neustadt/ Dosse nach Neuruppin ist der Reiseverkehr schon lange eingestellt, aber bis zu drei Mal pro Woche ist der "Bullinger" zum gleichnamigen Holzwerk unterwegs. Der Zug rollt bis an den Bü heran, stoppt kurz. Bäume verdecken für entgegenkommende Fahrzeuge die Sicht auf den Zug. Mit Schritttempo geht es dann über den Bü. Niemand betätigt die WSSB-Anlage, niemand sichert per Fahne den Bü. Der "mobile Schrankenwärter", der hier schon desöfteren Thema war, wartet derweil einige Kilometer an der etwas mehr befahrenen Umleitungsstraße, um dort den Bü zu sichern.
Szene einer Nebenbahn in Brandenburg, auf der noch Güterverkehr existiert...;-)

Datum: 28.06.2021 Ort: Metzelthin [info] Land: Brandenburg
BR: 298 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Walsleben heute
geschrieben von: Leon (781) am: 01.07.21, 22:26
In der Galerie befindet sich diese sehr ansprechende Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] vom Bahnhof Walsleben, gelegen an der Strecke von Neuruppin nach Wittstock. Seinerzeit befand sich der Haltepunkt noch auf Höhe des Bahnhofsgebäudes von 1898, heute wurde im Zuge des Ausbaus des Prignitzexpress ein neuer Haltepunkt einige hundert Meter weiter südlich errichtet. Das alte Bahnhofsgebäude befindet sich inzwischen in Privatbesitz und wird seitdem hervorragend gepflegt, auch wenn es zwischenzeitlich seine Holzverschalung im oberen Stockwerk verloren hat, jedoch nunmehr mit einer interessanten Fachwerkarchitektur aufwarten kann. Drehen wir entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten heute die Zeit nicht zurück, sondern vor und vergleichen die oben genannte Aufnahme von der Jahrtausendwende mit der aktuellen Variante. Der Prignitz-Express kommt in Form eines 648 angekullert, welcher in wenigen Augenblicken im neuen Haltepunkt von Walsleben einige Fahrgäste auf seinem Weg nach Neuruppin aufnehmen wird.
Der Bahnhof hat nach der Wende Berühmtheit erlangt, denn er diente als Drehort für den Film "Der Trinker" mit dem großartigen Harald Juhnke. Wer ihn kennt, wird sich an folgenden Witz erinnern: Aufmacher in der Zeitung mit den großen Buchstaben: "Juhnke trinkt nicht mehr..!" (Aber auch nicht weniger..!)..;-) Gott hab´ ihn selig!

Datum: 28.06.2021 Ort: Walsleben [info] Land: Brandenburg
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Ein Gehöft im Ammerland
geschrieben von: Leon (781) am: 29.06.21, 20:28
Bleiben wir noch einen Moment auf der Kleinbahn Bad Zwischenahn - Edewechterdamm. Die kurze Stichstrecke Richtung Deyekamp im Süden von Edewecht bot zwei Gelegenheiten, die Übergabe mit typischen niedersächsischen Gehöften abzulichten. Kurz nach diesem Motiv [www.drehscheibe-online.de] bot sich nur wenige 100 Meter weiter erneut diese Fotomöglichkeit, bei der die "Edwecht II" mit ihrer kurzen Fuhre aus Gbs-Wagen ein typisches Gebäude dieser Gegend passiert. Sie wird die beiden Wagen in einem nahen Anschluss gegen andere Wagen austauschen und diese an die restliche Garnitur herandrücken, welche derweil unweit der Vehnebrücke abgestellt wurde. Dann geht es zum Endpunkt der Strecke Richtung Edewechterdamm.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 06.08.1986 Ort: Edewecht [info] Land: Niedersachsen
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: Kleinbahn Zwischenahn - Edewecht ZE
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Morgens in Gottberg
geschrieben von: Leon (781) am: 28.06.21, 14:18
Bereits mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] wurde auf die Verkehre zum Holzwerk Bullinger hingewiesen, insbesondere auf das mit einigen Ambitionen verbundene Unterfangen, sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt mit Wagenlast zu erwischen.
Für heute war sowohl Fracht für die Hinleistung angezeigt als auch Wagenmaterial für die Rückfahrt. Also wurde der Wecker auf vier Uhr gestellt, denn man wusste nie so genau, wann sich der Zug von Berlin-Ruhleben in Neustadt/ Dosse auf die Dieselstrecke Richtung Werder / Neuruppin begeben würde. Da auf der Strecke -von Ausnahmen abgesehen- bis auf die Übergabe zu Bullinger kein Zug verkehrt, können die Fahrzeiten hier sehr variabel ausfallen. Üblich sind Abfahrten in Neustadt/ Dosse zwischen 06.00 Uhr und 06.30 Uhr, m.a.W. ein Zug für die langen Tage. Auf der Anreise wurde kurz ein Blick in das Holzwerk in Werder geworfen: einige Rungenwagen standen zur Abholung bereit, aber der Zug war noch nicht da. Also ging es ihm entgegen, und immer wurde an den Bahnübergängen Ausschau gehalten, ob bereits der "mobile Schrankenwärter" schon bereit stand, den wir aus diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] schon kennen! Aber bislang war noch kein Personal zu sehen, also weiter! Gegen 06.00 Uhr wurde kurz vor Bückwitz Position bezogen, und nach einiger Wartezeit trötete es dann erleichternd in der Ferne, und die sehr ausgeblichene 298 325 betrat mit diversen Ha- Wagen die Bühne. An der Straße Richtung Neuruppin ging dann an den Bahnübergängen wieder das bekannte Katz- und Maus-Spiel zwischen Zug und Schrankenwärter los, und hier, kurz vor Werder, passiert der Zug den ehemaligen Bahnhof Gottberg, an dem schon lange kein Personenzug mehr hält. Das Holzwerk ist gleich erreicht, und nach einem ca. einstündigen Rangiermanöver ging es mit den leeren Rungenwagen wieder gen Neustadt/ Dosse.
Auf dem oben gezeigten Bild ist in Neustadt/ Dosse noch das Bahnhofsgebäude der Städtebahn zu sehen. Bereits im Bildtext wurde erwähnt, dass dieses Gebäude leider nicht mehr steht. Eine heutige Stippvisite ergab die Bestätigung. Da braucht keiner mehr für ein Bild hinfahren; es sieht nur noch grauenhaft aus. Da, wo einst das Gebäude stand, wurde zwischenzeitlich ein Parkplatz vergrößert...

Datum: 28.06.2021 Ort: Gottberg [info] Land: Brandenburg
BR: 298 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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In JUNGen Jahren über die Vehne
geschrieben von: Leon (781) am: 27.06.21, 11:01
Vork kurzem wurde ja mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] an den Güterverkehr auf der Kleinbahn Bad Zwischenahn-Edewechterdamm erinnert. Bis 1991 war hier werktags eine Jung-Lok unterwegs. Wer den Streckenverlauf erkunden möchte, dem sei heute ein Fahrradweg empfohlen, welcher nach der Betriebseinstellung auf der Trasse errichtet wurde.
Am 06.08.1986 war jedoch noch die "Edewecht II" unterwegs. Wir sehen sie hier, wie sie soeben die Vehne überquert, einem Fließgewässer im niedersächsischen Landkreis Ammerland. Die Lok befördert einige Güterwagen von Bad Zwischenahn nach Edewechterdamm und wird gleich zwei Wagen abkuppeln, um sie zu einem nahen Anschluss im Süden von Edewecht zu befördern. Dieser Anschluss war über eine Stichstrecke zu erreichen, die von der Trasse Richtung Edewechterdamm abzweigt und heute noch in ihrem Verlauf erkennbar ist.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 06.08.1986 Ort: Edewecht [info] Land: Niedersachsen
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: Kleinbahn Zwischenahn - Edewecht ZE
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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So JUNG kommen wir nie weider zusammen
geschrieben von: Leon (781) am: 26.06.21, 13:39
Bleiben wir noch eine Weile bei den Lokomotiven aus dem Hause Jung. Eine Bahn, die bislang nur mit diesem einen Bild [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie vertreten ist, ist die Kleinbahn Bad Zwischenahn-Edewechterdamm, welche bis 1991 im Güterverkehr betrieben wurde und zu diesem Zweck eine Jung R 30 C mit dem Namen "Edewecht II" aus dem Jahr 1959 eingesetzt hat. Bis zur Einstellung des Betriebes im Jahr 1991 war die Lok auf dieser Bahn eingesetzt und wurde anschließend an die Ahaus-Alstätter Eisenbahn abgegeben. Von dort gelang sie über die Hochwaldbahn an einen Eisenbahndienstleister in Hermeskeil und soll im Sommer 2013 verschrottet worden sein.
Die angebildete Aufnahme hat mich zunächst in tiefes Nachdenken vesetzt. Im Rahmen eines Familienurlaubes im Sommer 1986 habe ich die Bahn besucht, jedoch die Aufnahmen schlampiger Weise nie beschriftet. Ein Blick auf Google Earth zeigt heute noch den Streckenverlauf zwischen Bad Zwischenahn und Edewechterdamm, auf dessen Trasse heute ein Radweg verläuft. Es war mir unmöglich, einige Motive zuzuordnen, da der Streckenverlauf früher fast ohne engere Gleisbögen auskam. Das Notizbuch aus dem Jahr 1986 half dann weiter: dort war verzeichnet, dass von dem eigentlichen Streckenverlauf kurz hinter Edewecht ein Anschluss in Deyekamp bedient wurde. Dieser Trassenverlauf ist heute noch über Earth auszumachen, und das typisch niedersächsische Bauernhaus ist heute noch vorhanden.
Am 06.08.1986 ist die "Edewecht II" mit zwei Gbs auf dem Weg zum Anschluss nach Deyekamp, welcher sich jedoch heute nicht mehr rekonstruieren lässt, da sich auf dem Gelände in Edewecht Süd eine größere Industrieansiedlung breit gemacht hat. 35 Jahre hinterlassen ihre Spuren..;-)

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 06.08.1986 Ort: Edewecht [info] Land: Niedersachsen
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: Kleinbahn Zwischenahn - Edewecht ZE
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte
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Anschlussbedienung in Berlin-Neukölln
geschrieben von: Leon (781) am: 25.06.21, 18:55
Kommen wir zu einer weiteren Privatbahn in Berlin, welche auf ihrer Stammstrecke in Berlin-Neukölln heutzutagen nur noch einen einzigen Kunden bedient: die Industriebahn-Gesellschaft Berlin, vormals Industrie- und Hafenbahn Neukölln. Diese Bahn hat ihren Übergabebahnhof im Güterbahnhof Neukölln-Treptow, welcher sich trotz des Namens "Treptow" vor dem Mauerfall auf westlicher Seite befand. Früher wurden über ein recht verzweigtes Gleisnetz mit mehreren Spitzkehren diverse Anschließer bedient, u.a. sogar das Hotel Estrel sowie der Neuköllner Hafen. Zu diesem Zweck unterhielt die Bahn mehrere interessante Dieselloks, u.a. aus dem Hause Jung. Sie besaß nacheinander zwei Jung RK 20 B, zwischendurch eine Henschel DHG 700 C sowie lange Jahre eine RC 43 C, ebenfalls von Jung. Von dieser Loktype wurden nur fünf Lokomotiven gebaut, von denen eine im Jahr 1970 fabrikneu als DL 5 an die Industriebahn Neukölln geliefert wurde. Wir sehen hier diese Lok, wie sie soeben in der Lahnstraße in Neukölln einen eingezäunten Bereich verlässt, in welchem jahrelang Fahrzeuge für das Deutsche Technikmuseum hinterstellt waren. U.a. stand auf diesem Gelände jahrelang die 01 173 unter freiem Himmel abgestellt, welche ursprünglich für das Technikmuseum vorgesehen war, aber heute als Leihgabe von den Ulmer Eisnebahnfreunden betreut wird. Ferner sehen wir im Bild eine österreichische Dampf-Schneeschleuder, welche sich inzwischen im Museumsbestand des DTM befindet. Die DL 5 verlässt hier das Gelände und benötigt mehrere "Sägefahrten", bevor sie ihr -damaliges- Depot in der Dieselstraße erreichen wird, welches heute jedoch längst nicht mehr besteht, sondern Opfer des Ausbaus der Berliner Stadtautobahn wurde. Seitdem nutzt die IGB das Depot der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn.
Das abgebildete Gleis wird heute nicht mehr bedient. Es endet kurz vor der Straßeneinmündung als Stumpfgleis, auf welchem heutzutage die Wageneinheiten für den berühmten "Kaffeezug" kehren, auf ihrem Weg zur Kaffeerösterei in der Nobelstraße, dem einzigen Anschießer der Bahn, welcher stabil 4 - 5 Mal pro Woche Rohkaffee in 20`-Containern erhält.
Unsere DL 5 war bis Dezember 1994 bei der IGB im Einsatz, von wo sie an die benachbarte NME abgegeben wurde, welche sie bis Juli 2020 als NME 00612 eingesetzt hat. Heute ist die Lok im Bestand der Misburger Hafengesellschaft mbH in Hannover-Misburg.
Wenn nicht gerade ein moderneres Fahrzeug angemietet wurde, befördert den Kaffeezug heutzutage die DL 8 der IGB, eine 60 Jahre alte (!) ML 700 C von Krauss-Maffei aus dem Jahr 1961.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 20.06.1989 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: Industriebahn-Gesellschaft Berlin
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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Morgens am Westhafen
geschrieben von: Leon (781) am: 23.06.21, 20:44
Seit einiger Zeit ist im Berliner Westhafen im Bezirk Moabit eine neue Cargo-Leistung zu beobachten. Bei Bedarf fallen Schrott-Transporte zum Stahl-und Walzwerk Quenz an, welche in Ea-Wagen befördert werden, bespannt mit einer Lok der Baureihe 298. Leere Wagen werden hierzu aus Berlin-Ruhleben zum Güterbahnhof Moabit gebracht und anschließend von der 298 in den Hafenbereich gedrückt, wo sie von einer Behala-Lok übernommen werden. Die 298 fährt anschließend Lz zurück nach Ruhleben oder nimmt die vollen Wagen mit, wobei sie sie aus dem Westhafengelände zunächst in östliche Richtung hinausschiebt, um dann in einer Spitzkehre auf der Höhe des ehemaligen Hamburger und Lehrter Güterbahnhofs die Fahrtrichtung gen Ruhleben zu wechseln. Interessant ist also nur die Bereitstellung der leeren Wagen. Problem: der Zug darf nicht zu früh kommen, denn dann ist der Gleisbereich noch abgeschattet. Kommt er zu spät, wirft ein Schornstein eines Vattenfall-Kraftwerkes seinen Schatten für 15 Minuten in die Gleisanlagen, und danach ist das Licht in der Achse. Halbwegs gut geklappt hat es am 14.06.21. Wir sehen die 298, wie sie ihre leere Ea-Wagenfuhre in das Übergabegleis zur Behala schiebt. Im Hintergrund erhebt sich das Verwaltungsgebäude des Westhafens, und ein Containerzug, bespannt mit einem EGP-Smartron an der anderen Seite, steht bereit, damit ihn eine Behala-G 1700 hinausschiebt, damit er -auf dem Bild ganz hinten links auf Höhe des Stellwerkes- in den stromführenden Abschnitt gelangt.
Neu im Bild ist der Lokschuppen der Behala in einer nicht sehr fotogenen Blech-Architektur. Ein Vergleich mit früheren Zeiten wird folgen...;-)

Datum: 14.06.2021 Ort: Berlin Westhafen [info] Land: Berlin
BR: 298 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte
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Die Leerkohle in der Stubenrauchstraße
geschrieben von: Leon (781) am: 22.06.21, 18:46
Bleiben wir noch einen Moment auf der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn. Bereits mit dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] haben wir eine typische Betreibssituation der NME gesehen, wenn der Leer-Kohlenzug nach der Entladung vom Heizkraftwerk Rudow wieder zum Übergabebahnhof Berlin-Neukölln fährt. Vor den Kohlezügen kamen in den 80er Jahren so gut wie alle Loks zum Einsatz, die im Bestand der NME gewesen sind. Selbst die urigen Jung-Stangenloks der Reihe R 40 C/ R 42 C waren vor diesen Zügen zu sehen.
Ende 1986 und Anfang 1987 kamen bei der NME mit den Betriebsnummern ML 00606 und 00607 zwei neue Henschel-Loks der Bauart M 700C zum Einsatz, welche vorher beim Thyssen Edelstahlwerk Witten / Ruhr tätig waren. Wir sehen hier die ML 00607, wie sie am 05.03.1988 mit ihrem Leer-Kohlenzug in Richtung Übergabebahnhof Neukölln unterwegs ist und in langsamem Tempo durch die Stubenrauchstraße in Berlin-Rudow rollt. Ihre Schwestermaschine mit der Nummer ML 00606 ist heute noch bei der NME im Einsatz und mit viel Glück ebenfalls in der Stubenrauchstraße mit einem Kesselzug zum dortigen Tanklager anzutreffen.

Scan vom Fuji Klienbilddia, komplett neu gescannt, aufgehellt, geschärft, unten etwas beschnitten, Rotstich beseitigt. Tja, die Wolke...ein Opfer der seinerzeit üblichen Festbrennweite. Und eines von vielen BIldern, welches ab 1992 zum Formatwechsel geführt hat.

Datum: 05.03.1988 Ort: Berlin Rudow [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Zwischen Mietskasernen und Gaslaternen hindurch
geschrieben von: Leon (781) am: 15.06.21, 16:06
Mietskasernen, alte Gaslaternen - und zwischendurch ein Gleis, auf dem uns eine weitere Jung-Lok der Osthavelländischen Eisenbahn entgegen kommt. Vor kurzem wurde ein Bild in die Galerie aufgenommen, welches eine Jung R 60 D zeigt. Hier sehen wir mit der Lok 5 die weitere zum Zeitpunkt Mitte der 80er Jahre von der OHE noch eingesetzte Lok dieser Reihe, in ansprechender roter Lackierung und Jung-Emblem. Sie ist soeben von der Streitstraße in Berlin-Hakenfelde in die Rauchstraße abgebogen, um hier einige Anschließer zu bedienen. Werkbahn-Idylle in Berlin (West) Mitte der Achtziger..;-)

Die Stelle heute: die Schneise der Trasse der Bahn ist heute noch zu erkennen, jedoch haben inzwischen mannshohe Bäume die Trasse in Beschlag genommen. Und auch die alten Gaslaternen sind hier leider längst verschwunden.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 17.07.1985 Ort: Berlin Hakenfelde [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: Osthavelländische Eisenbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

3 Kommentare [»]
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Auf der Industriebahn Hakenfelde
geschrieben von: Leon (781) am: 14.06.21, 22:50
Neben der kürzlich in der Galerie erwähnten Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn gibt es im Bezirk Berlin-Spandau eine weitere Privatbahn, welche in den 80er Jahren noch einen recht umfangreichen Güterverkehr abwickelte. Die Rede ist von der Osthavelländischen Eisenbahn, heute hvle, mit Sitz im Bahnhof Berlin Johannesstift. Auch hier mag ich mir den historischen Abriss verkneifen und verweise auf das HiFo oder die einschlägige Literatur. Neben der NME bestach in den 80er Jahren auch die OHE durch einen seltenen und fotogenen Fuhrpark an Diesellokomotiven verschiedenener Hersteller. Hervorzuheben waren diverse Lokomotiven aus dem Hause Jung, und hier insbesondere die Reihe R 60 D, von denen eine Lok heute noch bei der OHE erhalten geblieben sein soll; von einer weiteren Lok ist heute nur noch der Torso als Ersatzteilspender in Berlin-Johannesstift vorhanden. Von der R 60 D wurden in den 60er Jahren von Jung insgesamt nur fünf Lokomotiven gebaut, von denen drei zur OHE kamen. Sie waren vierachsig ausgeführt und hatten einen dieselhydraulischen Stangenantrieb mit Blindwelle.
Hinter dem Bahnhof Berlin Johannesstift sieht es heute so aus: [www.drehscheibe-online.de]. In den 80er Jahren lagen hier jedoch noch Gleise, und die Bahn hatte verschiedene Anschließer zu bedienen, u.a. das Kraftwerk Oberhavel mit Kohle, ein Tanklager mit Kesselzügen sowie mehrere Kunden entlang der Industriebahn Hakenfelde. Auf dieser ist am 22.03.1985 die Lok 6 unterwegs, eine der beiden damals bei der Bahn noch im Einsatz befindlichen Jung R 60 D. Wir sehen sie hier, wie sie entlang der Streitstraße in Berlin-Hakenfelde zu ihrem nächsten Anschließer rollt, nachdem bereits einige Wagen auf einem Anschlussgleis in der nahen Rauchstraße übergeben wurden.
Die Gegend heute: man muss genau hinschauen, um zu erkennen, dass hier jemals Gleise lagen. Die Straße rechts im Bild mit ihren "Oldtimern" verspürte vor der Wende kaum Kraftfahrzeugverkehr. Heute geht es hier Richtung Nieder Neuendorf oder zur Wasserstadt Spandau. Auch "Autobushaltestellen" sehen in Berlin heute völlig anders aus...;-)

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 16.06.21, 08:29

Datum: 22.03.1985 Ort: Berlin Hakenfelde [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: Osthavelländische Eisenbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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