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Circumetnea - V
geschrieben von: Julian en voyage (309) am: 09.11.19, 18:34
- Fortsetzung zu [www.drehscheibe-online.de] -

Zwischen Lavafeldern und verlassenen Wein- und Obstgärten finden sich entlang der Circumetnea auch immer wieder die Ruinen alter Gutshöfe, Scheunen und Lagerschuppen, die - wenn nicht bereits wieder von der Vegetation zurückerobert oder als Müllkippe missbraucht - aus ihrem Inneren den ein oder anderen interessanten Blickwinkel auf die Bahn erlauben.

Nur wenige Meter vom letzten Foto meiner FCE-Serie entfernt bietet sich durch einen längst seiner Funktion beraubten Türrahmen diese Aussicht auf den nachmittäglichen Zug 26 (Riposto - Randazzo) und die Weinberge (Tipp für Freunde schwerer Rotweine: Der vorzügliche Nerello Mascalese "O’scuru o’scuru" der Kooperative Al Cantàra von 2016!) bis hin nach Castiglione di Sicilia.

Dessen sehenswerter Ortskern thront oberhalb der Alcantara-Schlucht auf einem Bergsporn und ist leider heute - anders als die Fraktion Solicchiata, deren Bahnhof der Triebwagen vor wenigen Minuten verlassen hat - nicht mehr per Bahn erreichbar. Der betreffende, aufwendig trassierte Abschnitt der Circumetnea wurde schon 1961 stillgelegt und ab Linguaglossa durch eine erheblich kürzere Variante ersetzt. 1994 folgte schließlich auch die Einstellung des regulären Personenverkehrs auf der Regelspurstrecke Alcantara - Randazzo, die Castiglione ebenfalls bediente. Letztere blickt möglicherweise aber einer Renaissance im Ausflugsverkehr entgegen, wobei derartige Pläne gerade in Süditalien mit einer gehörigen Portion Skepsis zu genießen sind, obgleich auf Basis eines entsprechenden Gesetzes zur Förderung und Wiederbelebung des touristischen Bahnverkehrs in den letzten Jahren doch teils beachtliche Leistungen erbracht wurden...

Datum: 13.09.2019 Ort: Solicchiata [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ADe Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven

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Mare blu profondo
geschrieben von: Julian en voyage (309) am: 10.11.19, 01:23
Die Italo-Charts mit ihren wenig tief schürfenden, aber eingängigen Sommerhits waren ständiger Begleiter während der Urlaubstage, die wir zum Ende einer wetterbedingt etwas arg kreuz und quer über den Stiefel verlaufenden Fototour an der Ionischen Küste in Kalabrien verbrachten. Besungen wurde unter anderem - wie sollte es bei gut 7500 Küstenkilometern auch anders sein - das tief blaue, die Sehnsucht weckende Meer.

Einen herrlichen Ausblick auf dessen schier unendliche Weite hat man abends in Bova Marina, nur wenige Kilometer vom südlichsten Punkt des italienischen Festlands am Capo Spartivento entfernt.

Und rein zufällig mogelt sich dort auch noch die Eisenbahn ins Bild, in Form der Ferrovia Jonica, die Reggio di Calabria stets der Küste folgend mit Taranto verbindet.

Während nördlich von Catanzaro die Elektrifizierungsarbeiten bereits auf Hochtouren laufen, ist hier unten ganz im Süden noch alles beim Alten und Dieselfahrzeuge werden noch ein paar Jahre in passendem Umfeld das Bild prägen, ehe auch hier die Bagger anrücken. Neben den beiden IC-Zugpaaren mit D445 und ein paar wenigen "Swing" aus dem Hause PESA sind das vor allem die ALn 663. Hier im Bild ALn 663 1193 als Regionale 22496 (Reggio di Calabria - Roccella Jonica).

Datum: 09.09.2019 Ort: Bova Marina [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn663 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Der kleine Lavaflitzer
geschrieben von: Jan vdBk (578) am: 05.11.19, 17:59
Nachdem gerade die FCE vermehrt in der Galerie gezeigt wird, will ich auf die "Welle" ebenfalls aufspringen. Und da ich erst durch eine der Voreinstellungen erfahren habe, dass die formschönsten Triebwagen, die RALn64, abgestellt wurden, "muss" ich natürlich ein Bild von denen zeigen. Wir sehen RALn64 06 als Treno 26 in den Lavafeldern oberhalb von Bronte. Die Lavafelder machen die Ferrovia Circumetnea zu etwas einzigartigem, und immer wieder lassen sich neue Perspektiven zwischen dem scharfkantigen Basaltgestein finden.

Datum: 03.11.2017 Ort: Bronte [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-RALn64 Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Italienisch Bergün
geschrieben von: Nagercoil (41) am: 04.11.19, 20:25
Mein Namensvetter "en voyage" erwähnte kürzlich hier
[www.drehscheibe-online.de]
dass die letzten RALn 64 bei der Circumetnea aus dem Dienst geschieden seien. Das animierte mich, mal wieder ein Bild einzustellen, schließlich hatte ich im Frühjahr das Glück offenbar noch rechtzeitig auf Sizilien gewesen zu sein und konnte ein paar dieser schicken Triebwagen im Einsatz erleben.
==
EDIT: Julian hat natürlich Recht, das hier ist ein ADe. Habe ich mich wohl vorschnell von der (schicken) Farbe täuschen lassen ;-)
==
Da ich ausschließlich mit der Bahn unterwegs war, sind zwar kaum spektakuläre Landschaftsbilder entstanden. Doch die Kurven um den Bahnhof Bronte hatten bzw. haben zumindest den Charme, dass ich im Anschluss an diese Aufnahme und nach einem kleinen Sprint denselben Zug noch ein zweites Mal erwischen "eine Ebene höher" erwischen konnte. Daher der Titel, weil mich die Situation an die Albulabahn erinnerte :-)

Zuletzt bearbeitet am 10.11.19, 18:24

Datum: 03.2019 Ort: Bronte [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ADe Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Circumetnea - IV
geschrieben von: Julian en voyage (309) am: 03.11.19, 00:32
- Fortsetzung zu [www.drehscheibe-online.de] -

Fünf Jahre waren seit meinem letzten Besuch bei der Ferrovia Circumetnea, jener Schmalspurbahn, die den Ätna auf Sizilien einmal (fast) umrundet, vergangen, als ich im September 2019 wieder für knapp zwei Wochen auf der größten Mittelmeerinsel weilte. Einiges hat sich seitdem verändert: Die Neubautriebwagen "Vulcano" von Newag sind längst ins Rollen gekommen, die letzten RALn 64 im Gegenzug jüngst aus dem Betriebsdienst ausgeschieden, ein beachtlicher Teil der ADe modernisiert und in die neuen weiß-grünen Unternehmensfarben getaucht sowie (leider) ein systematischer Bruch aller Zugläufe in Randazzo etabliert. Aber großen Spaß macht die kleine 950mm-Bahn nach wie vor - Sowohl aus Mitfahrer- als auch aus Fotografen-Perspektive! :)

In letzterer Eigenschaft übte ich mich am Abend des 13. September 2019, als ich bei Solicchiata den Zug 29 (Randazzo - Riposto), der die letzte Bahnverbindung des Tages runter an die Küste darstellt, erwartete. So nervenaufreibend wie faszinierend war das Wechselspiel aus Licht und Schatten, das die Wolken, die sich rund um den in meinem Rücken liegenden Ätna mal wieder gebildet hatten, auf die Landschaft projizierten. Schlussendlich klappte es haarscharf mit der Sonne, als der modernisierte ADe pfeifend und quietschend zwischen verlassenen Landgütern, Steinmäuerchen und Wolkenschatten auf die Bühne trat. Im Tal unterhalb der ebenfalls vom Licht- und Schattenspiel marmorierten Hänge, die die südlichsten Ausläufer der wild-schönen Monti Nèbrodi bilden, liegt - rechts im Bild - der Ort Mojo Alcantara, dahinter der Monte Mojo, ein erloschener Vulkankrater.

Nach dem geglückten Foto ging es zufrieden in eine urige Pizzeria in einer Nebenstraße von Francavilla di Sicilia, wo der Abend mit Pizza und einem "Messina", dem Getränk, das sie vor Ort als "Birra di Sicilia" bezeichnen und auf das man in Ermangelung eines Moretti oder - noch besser - einer birra artigianale zurückgreift, beschlossen wurde...;)

Datum: 13.09.2019 Ort: Solicchiata [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ADe Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Agrarland
geschrieben von: Julian en voyage (309) am: 01.11.19, 15:09
Hierzulande denkt man bei Italien, seit jeher nicht nur im Sommer Traumziel der Deutschen, zuerst an ausgedehnte Strände, pittoreske Orte und spektakuläre Steilküsten, vielleicht noch an die Berggipfel der Dolomiten oder das Landhaus in der Toskana. Doch gerade im Norden zeigt sich das Land häufig von einer anderen Seite, der landwirtschaftlich geprägten nämlich. Und das sind dort in der Regel nicht Wein- und Olivenanbau! Vom Fuße der Alpen über die Poebene bis nach Venetien und in die Romagna dominieren weitgehend flache Korn-, Mais- und Reisfelder das Landschaftsbild.

Fotografisch können diese Gegenden - obwohl von einem Bahnnetz durchzogen, das so dicht ist, wie kaum wo anders im Land - einen schier zur Verzweiflung treiben, denn prägnante (Landschafts-)Motive springen nicht gerade häufig ins Auge. Da muss man dann eben die Ansprüche etwas herunter schrauben und sich auf die Suche nach den eher moderaten Hinguckern machen. Sitzt man dann erstmal am Rande eines vor sich hin glucksenden Bewässerungskanals im Schatten des zum Motiv auserkorenen Baums und wartet auf den Zug, so erliegt man früher oder später doch dem durchaus vorhandenen, wenngleich diskreten Charme des von Höfen und Baumreihen durchzogenen Landstrichs...

Am Morgen des 11. Oktober 2019 spielte mir zudem das Glück in die Hand, denn die morgendliche Übergabe von Busca nach Cuneo war - wie ich nach einem überhasteten Besuch am Bahnhof, wo die im Leerlauf vor sich hin brummende D 445 1018 auch weit nach der Planabfahrt noch stand, festgestellt hatte - mit etwa einer Stunde Verspätung unterwegs, sodass die Herbstsonne noch genug Zeit hatte, sich über den Horizont zu schieben und wenigstens teilweise gegen den Dunst anzukämpfen.

Bei Roata Rossi, kurz vor der Bivio Madonna dell'Olmo, wo die Strecke aus Richtung Saluzzo/Verzuolo/Busca sich mit der elektrifizierten Linie aus Fossano und der stillgelegten aus Mondovì vereinigt, hatte ich einen der oben zitierten Plätze gefunden. Nach kurzer Wartezeit zog die 1975 gebaute Maschine mit ihrem bunten Sammelsurium aus Getreidewagen als TRA (= Tradotta/Übergabe) 39727 (Busca - Cuneo) vorbei.

Dieser Verkehr von Mercitalia Rail für den Stärke-, Futtermittel- und Rohalkoholhersteller Sedamyl ist erst im Spätsommer 2019 wieder angelaufen, sodass es trotz des Wegfalls vieler Verkehre zur Papierfabrik Burgo in Verzuolo, wo der Produktionsprozess derzeit von Holz auf Altpapier als Grundstoff umgestellt wird, auch für Freunde von Staatsbahn-Dieseln spannend in dieser Ecke des Piemonts bleiben dürfte! Darüber hinaus erreichen auch private EVU (v. a. die SNCF-Tochter Captrain Italia und RTC) weiterhin mit Ganzzügen den Bahnhof Busca.

PS: Falls sich jemand fragen sollte, was das orangefarbene "Etwas" unterhalb der Zweige des Baums ist - Da segelt gerade ein Blatt zu Boden! Angesichts des glücklichen (?) Zufalls, dass das pünktlich zur Zugdurchfahrt geschah, habe ich es mal im Bild gelassen, auch wenn davon in der vorliegenden Auflösung nicht viel zu erkennen ist...;)

Zuletzt bearbeitet am 02.11.19, 15:19

Datum: 11.10.2019 Ort: Roata Rossi [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Finisce l'egemonia dei Minuetti
geschrieben von: Julian en voyage (309) am: 31.10.19, 21:55 Top 3 der Woche vom 10.11.19
Die letzten Jahre über waren die Diesel-Minuetti der Reihe ALn 501 die unangefochtenen Herrscher im Regionalverkehr nach Aosta. Zunächst noch im klassischen XMPR-Farbschema verdrängten sie D 445 und ALn 663, nun werden sie - zwischenzeitlich neu beklebt - selbst zu Verdrängten.

Anfang Oktober 2019 nahmen die neuen Stadler-Zweikrafttriebwagen der Reihe BTR 813 ihren Dienst im Aostatal auf und ermöglichen erstmals Direktverbindungen von Aosta in den Turiner Stadttunnel, der für Diesel-Fahrzeuge Tabu ist. Doch bislang sind die Anfänge eher zaghaft... Die Kinderkrankheiten der neuen Fahrzeuge sind noch nicht vollends ausgemerzt und ohnehin stehen derzeit nicht genug zur Verfügung, um den Gesamtverkehr zu übernehmen.

Noch wird die Mehrheit der Züge also mit Minuetti gefahren - Umsteigezwang in Ivrea inklusive. Aber es ist eine bröckelnde Vorherrschaft, die weitere Expansion der Stadler-Triebwagen nur noch eine Frage der Zeit...

Am Nachmittag des 11. Oktober 2019 legt sich Regionale 4025 (Ivrea - Aosta) bei Parleaz, zwischen Châtillon und Chambave gelegen, in die Kurve. Während sich im Tal die Herbstfarben langsam ausbreiten, grüßen aus dem Hintergrund die mächtigen, hier knapp 3000 Meter hohen Gipfel der Alpi Pennine, die südlichsten Ausläufer der Walliser Alpen.

Datum: 11.10.2019 Ort: Parleaz [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn501 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 17 Punkte

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Dove si trova Aldebaran...?
geschrieben von: Julian en voyage (309) am: 30.10.19, 17:55
...in Valtellina! ;)

Nun ja, es kommt dabei wie so häufig auf die Betrachtungsweise an. Denn "an sich" liegt Aldebaran natürlich nicht im Veltlin, sondern in etwa 67 Lichtjahren Entfernung zur Erde im Sternbild Stier. "Der Hauptstern ist ein Roter Riese der Spektralklasse K5 und der Leuchtkraftklasse III" formuliert Wikipedia nüchtern.

Doch offenbar regt der Stern zur mannigfaltigen Rezeption an. Schon im alten Persien ehrte man Aldebaran als einen der vier Himmelswächter, rechts-esoterische Verschwörungstheoretiker à la Axel Stoll sahen in ihm die Heimat der "Arier" und attestierten den Nazis transmediale Kontakte zu den - freilich fiktiven - Aldebaranern. Und auch der italienische Bahninfrastrukturbetreiber Rete Ferroviaria Italiana (RFI) hat einen in Florenz beheimateten Messwagen auf den Namen Aldebaran getauft, in zweiter Auflage mittlerweile als "Aldebaran 2" unterwegs.

Und so schließt sich der Kreis wieder: Am 16. und 17. Oktober 2019 war eben jener Messwagen nämlich im Veltlin (italienisch: Valtellina) und am Comer See zu Gast! Da für die Traktion üblicherweise zwei "Caimani" der aussterbenden Reihe E 656 herangezogen werden, wagte ich trotz latent unsicherer Wetterprognose die Anreise aus Süddeutschland. Es sollte sich lohnen...:)

Nachdem ich in aller Herrgottsfrühe bereits in Sondrio am Bahnhof gecheckt hatte, ob der Messzug wirklich bereit stand, postierte ich mich ein wenig talabwärts auf der Straßenbrücke unweit des Bahnhofs San Pietro Berbenno. Nach der Kreuzung mit dem ersten werktäglichen Mineralwasser-Leerzug nach Tirano beschleunigte das exklusive Gespann aus E 656 570 (erst Ende 2018 von Mercitalia Rail an RFI abgegeben), dem Messwagen "Aldebaran 2", einem Gran Confort-Wagen erster Klasse und E 656 565 am Zugschluss als NCL 97475 (Sondrio - Colico) unter Caimano-typischer Geräuschentwickung und rumpelte aus dem Ausweichgleis auf die freie Strecke. Das erste Foto war also schon mal eingetütet!

PS: Einen Pkw, der seine Schnauze frech von links unten ins Bild streckte, habe ich elektronisch entfernt.

Datum: 17.10.2019 Ort: San Pietro Berbenno [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: RFI
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Ventotto: Der Klassiker in Mailand
geschrieben von: Michael Ulbricht (14) am: 19.10.19, 21:49
Die "Ventotto" (Achtundzwanzig) wurden ab 1928 in mehr als 500 Exemplaren nach einem Entwurf des amerikanischen Verkehrsexperten Peter Witt für die Straßenbahn in Mailand beschafft. Auch heute sind davon noch etwa 100 Fahrzeuge im täglichen Einsatz, ein Teil davon sogar in einem ansprechenden historischen Zustand. Wir sehen hier in der Via Cordusio, nahe des Doms, keinen Museumswagen und keine Sonderfahrt für Touristen, sondern eine ganz gewöhnliche Straßenbahn im Regelbetrieb! Wir sind hier im realen Leben des Jahres 2019 - bella ciao...

Datum: 12.10.2019 Ort: Mailand [info] Land: Europa: Italien
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: ATM
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Wolken über Pietra Ligure
geschrieben von: Bundesheertaurus (58) am: 19.10.19, 23:08
Aufgrund der Enge zwischen dem Ligurischen Meer, der zahlreichen Badeorte und der größenteils parallel zur Bahnstrecke Genua - Ventimiglia laufenden Via Aureglia ist die Bahnstrecke zwischen Vado Ligure und Andora auf einer Länge von knapp 32 Kilometer weiterhin eingleisig, der Betrieb ist daher ziemlich verspätungsanfällig. 2016 nahm die RFI den ersten Teil ihrer Neubaustrecke zwischen Andora und San Lorenzo al Mare in Betrieb, seither hat sich die Reisezeit zwischen Genua und Ventimiglia massiv verkürzt, die zahlreichen beliebten Badeorte entlang der ligurischen Küste sind seither vom Bahnverkehr abgeschnitten, da die Strecke im Hinterland größtenteils in Tunneln verläuft. Mittels eingerichteten Buspendel erreicht man heute sein Ziel am Meer. Langfristig soll auch das letzte Nadelöhr zwischen Vado Ligure und Andora beseitigt werden, die Strecke soll auch hier ins Hinterland verlegt sowie zweigleisig ausgebaut werden. Es wird ihr dann wie dem Streckenabschnitt Andora - San Lorenzo al Mare ergehen, die Trasse wird zum Großteil durch Tunnel geführt, man hat keinen Blick mehr auf das neben der Bahn erstreckende Ligurische Meer, die einst landschaftlich reizvollste Strecke Italiens hat ihren landschaftlichen Reiz dann komplett verloren.
Nachdem man bei Albenga bereits den ersten Thello nach Nizza bildlich festgehalten hatte, sollte es für den zwei Stunden verkehrenden IC 1535 an den Strand von Pietra Ligure gehen. Bei der Ankunft zogen bereits die ersten größeren Wolken aus den ligurischen Alpen in Richtung Küste, das zittern begann, da der Zug auch bereits mehrere Minuten Verspätung gesammelt hatte. Es waren bereits einige Wolken über die Fotografen hinweg gezogen, als man den Zug bei Borgio Verezzi das erste Mal sehen konnte. Es sollte noch mehre Minuten dauern und zahlreiche Nerven kosten, bis die Genueser E444 109 mit dem aus FS Wagen gebildeten IC 1535 (Milano Centrale - Ventimiglia) schließlich in einer kleinen Wolkenlücke kurz hinter dem Bahnhof von Pietra Ligure aufgenommen werden konnte.

Datum: 19.02.2016 Ort: Loano [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E444R Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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