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"Hallisches Tor"
geschrieben von: Itzenplitz (44) am: 06.09.18, 13:00
Die Berliner Hochbahn im Stadtbezirk Kreuzberg, seit dem Jahre 1902 in Betrieb, hat vielerlei Änderungen im Laufe ihrer Existenz durchlaufen. Neben zahlreichen Neubauten ihrer Bahnhöfe und Viadukte, wechselten auch die Namen einiger Stationen im Veraufe der Zeit. Aber bemerkenswert dabei sind einige Kuriositäten in der Schreibweise. Neben der Station "Kottbusser Tor" mit "K", gleichwohl sich die namensgebende Stadt Cottbus mit "C" schreibt, gibt es auch den Bahnhof "Hallesches Tor", dessen Schreibweise zeitweise sogar Gegenstand heftiger journalistischer Auseinandersetzungen war. Doch der Reihe nach.

1902 wurde der Bahnhof "Hallesches Thor" im Renaissance-Stil eröffnet, doch von seinem einstigen Schmuck ist wenig geblieben. Lediglich die Bahnhofshalle präsentiert sich uns bis heute in der Ursprungsausführung. Benannt wurde der Bahnhof nach einem der drei Tore, die zwischen 1732 bis 1734 im Zuge der Stadterweiterung entstanden. Um aber auch einen verkehrsthematischen Bezug zum einstmaligen Anhalter Bahnhof herzustellen, der sich ganz in der Nähe befand, wurde der Name bewusst gewählt.

Im Rahmen der Orthografischen Konferenz 1901 verlor der Bahnhof sein "h" und hieß fortan "nur" noch Hallesches Tor (wie bekannt, behielt einzig der "Thron" sein "h", da Kaiser Wilhelm II. energischsten Protest einlegte und verkündete, er lasse sich sein "h" im Thron nicht stehlen). Doch die kuriose Schreibweise "Hallesches" bleib. Warum kurios? Nun, es gibt die Regel, dass bei Substantiven, wenn aus ihnen ein Eigenschaftswort abgewandelt wird, das Schluss-"e" zu einem "i" wird. Arthur Krontal schrieb dazu in der Vossischen Zeitung 1928: "[Das] ist den zuständigen Herren ja bekannt. Sie sprechen ja auch von Goethe und dem goethischen Geist, von der Hölle und dem hollischen Feuer, von der Stadt Halle und von der Stiftung des Hallischen Waisenhauses. Auf den Berliner Straßenschildern aber vermeiden sie ängstlich die richtige Wortbildung "Hallisches Tor" und lassen dafür die, jedes gesunde Sprachempfinden störende Aufschrift "Hallesches Tor" setzen. Ihr juristisches Genauigkeitsbedürfnis befürchtet eben, irgendein Idiot könne aus der richtigen Aufschrift "Hallisches Tor" den falschen Schluss ziehen, dass die Stadt "Halli" heißt."
PS: Der Duden lässt mittlerweile beide Schreibweisen zu. Der Zeitgeist eben....

Zum Photo: Die Aufnahme entstand in den späten Abendstunden des 3. Septembers und zeigt einen Zug (Baureihe A3L71) der Linie 1 auf seinem Weg zur Haltestelle Uhlandstraße.


Datum: 03.09.2018 Ort: U-Bf. Hallesches Tor [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Van Siclen Avenue
geschrieben von: Itzenplitz (44) am: 24.08.18, 13:22
In den 1970er Jahren setzte ein rasanter und beispielloser Niedergang der New York City Subway ein. Sinkende Fahrgastzahlen und steigende Defizite führten 1975 zu einem faktischen Bankrott der Betreibergesellschaft MTA. Ein rigider Sparkurs wurde eingeleitet, in dessen Folge man alle Investitionen einstellte und Reparaturen an Infrastruktur und Fahrzeuge auf das absolut Notwendigste zurückfuhr. Generalreparaturen fanden gar nicht mehr statt. Es kam, wie es kommen musste: Fahrzeuge und Betriebsanlagen verfielen. Die Situation verschärfte sich durch die Gewerkschaftspolitik, die 1968 eine Pensionierung nach nur 20(!) Dienstjahren durchsetzte und sich fortan ein Drittel aller Mitarbeiter in den Ruhestand versetzen ließ. Es häuften sich Zugausfälle, Verspätungen und Unfälle. Die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge sank auf ganze 10% des Normalwerts, und fast die Hälfte des Streckennetzes bestand aus Langsamfahrstellen. Der Niedergang zieht das Gesindel an: Schießereien, Mord, Raub und Diebstahl beherrschten die Szenerien der U-Bahn, Vandalismus an Bahnhöfen und Fahrzeugen dominierten das Erscheinungsbild. Der New Yorker vermied eine Fahrt mit der Subway so gut es ging.

Erst in den 1980er Jahren wurde ein milliardenschweres Sanierungspaket geschnürt; zudem begünstigte der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt die finanzielle Situation. Auch die "Null-Toleranz-Politik" gegenüber der Kriminalität des seit 1994 regierenden Bürgermeisters Rudolph Giuliani machten aus der New York City Subway wieder ein annehmbares Nahverkehrsmittel, in dem man sich sicher fühlen kann. Heute präsentiert sich die Subway als ein zuverlässiges und leistungsfähiges System, auch wenn es noch viel zu tun gibt.

Im Zuge der Modernisierung erhielten alle(!) Fahrzeuge auch eine richtig gut funktionierende Klimaanlage, die für Erfrischung sorgt. In diesen Tagen des "Rekordsommers" hierzulande klingt das wie ein Märchen aus fernen Landen.

Zum Photo: Ein Budd-Car (Baureihe R32) befährt den Bahnhof Van Siclen Avenue (BMT Jamaica Line) in den Abendstunden eines wunderschönen Mai-Tages. Die raren Sitzmöglichkeiten auf den Bahnsteigen erzwingen Alternativen, die eifrig genutzt werden.


Datum: 25.05.2018 Ort: Van Siclen Avenue, New York, USA Land: Übersee: Nordamerika
BR: US-R32 Fahrzeugeinsteller: MTA
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Astoria Ditmars Boulevard
geschrieben von: Itzenplitz (44) am: 20.08.18, 19:54
Die Haltestelle Astoria Ditmars Boulevard ist die Endstation der Broadway Line (Linien N & W) im New Yorker Stadtteil Queens. Die Haltestelle quert hier eine massive Eisenbahnüberführung. Am Tag der Aufnahme war es ziemlich heiß gewesen, doch der große Schattenspender machte das Warten auf die extrem kühl klimatisierte U-Bahn erträglich.


Auf dem Photo ist ein Zug der Baureihe R160 zu sehen, der auf der Linie N unterwegs ist.

Datum: 23.05.2018 Ort: Astoria Ditmars Boulevard, New York, USA Land: Übersee: Nordamerika
BR: US-R160 Fahrzeugeinsteller: MTA
Kategorie: Menschen bei der Bahn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Gallery Place-Chinatown
geschrieben von: Itzenplitz (44) am: 15.08.18, 18:24
Die Gestaltung der unterirdischen Metrostationen in Washington D.C. folgt zwar streng einheitlichen Vorgaben, so dass sich alle Stationen gleichen, aber sie bieten eine faszinierende Architektur und spannende Einblicke, die sich fotografisch gut in Szene setzen lassen. Auf dem Photo ist der Umsteigebahnhof Gallery Place-Chinatown zu sehen, an dem sich die Red Line und die Green & Yellow Line kreuzen. Der Blick geht von der Verteilerpassage hin zum Bahnsteig der Green & Yellow Line.

Weitere Infos zur Washingtoner Metro: [www.drehscheibe-online.de]

Datum: 18.05.2018 Ort: Washington, D.C., USA Land: Übersee: Nordamerika
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: WMATA
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Tiefergelegt
geschrieben von: Itzenplitz (44) am: 10.08.18, 15:34
Tiefergelegt - im doppelten Sinne des Wortes. Die Leipziger S-Bahn fährt seit dem Jahre 2013 durch den sogenannten City-Tunnel, der den Leipziger Hauptbahnhof und den Bayrischen Bahnhof miteinander verbindet. Geplant war das ganze ja schon seit dem Jahre 1892, als eine Unterpflasterbahn die genannten Bahnhöfe einander näher bringen sollte. Daraus wurde nichts. Bei der Errichtung des Leipziger Hauptbahnhofs 1913 waren die Tunnelideen schon gereifter, so dass eine Einfahrtrampe und ein 710 m langer Tunnel nebst Bahnsteigen unter den Gleisen 22 und 23 aus Richtung Dresden kommend errichtet wurden. Beide Weltkriege vereitelten die vollständige Umsetzung. 1994 wurden die Pläne wieder aufgenommen und führten schließlich zur Vollendung dieses im wahren Sinne des Wortes "Jahrhundertprojekts". Und wie man sieht, hat es sich am Ende doch gelohnt.

Tiefergelegt scheint auch die Baureihe 442 - im urbanen Sprachgebrauch der Eisenbahnfreunde auch Hamsterbacke genannt. Ihre sehr tiefsitzenden Klapprampen ("Klara") ermöglichen niedrige Bahnsteigkanten, so dass Gleise und Bahnsteig bei flüchtigem Blick fast auf einer Höhe miteinander verschmelzen.

Datum: 06.07.2018 Ort: Leipzig Hauptbahnhof [info] Land: Sachsen
BR: 442 (Bombardier Talent 2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Menschen bei der Bahn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Union Station Washington D.C.
geschrieben von: Itzenplitz (44) am: 06.08.18, 15:31
Die Union Station ist der Hauptbahnhof von Washington D.C. und befindet sich im Zentrum der Stadt. Der Bahnhof ist als Kopfbahnhof konzipiert worden. Mit seiner Hauptfassade ist das Empfangsgebäude zum Capitol hin ausgerichtet. Das 1907 eröffnete Empfangsgebäude wurde vom Architekten Daniel Burnham im Stile des Neoklassizismus errichtet. Bis zum Bau des Gebäudes besaß Washington nur Bahnhöfe einzelner Bahngesellschaften, deren Zufahrtsgleise teilweise im öffentlichen Straßenraum verliefen, was im angehenden 20. Jahrhundert keinesfalls mehr zeitgemäß war. Daraufhin errichteten die Pennsylvania Railroad und die Baltimore and Ohio Railroad den neuen Hauptbahnhof.

In der Gestaltung lässt das antike Rom grüßen: Die Hauptfassade ist nach Motiven des Konstantinbogens, ein dreitoriger Triumphbogen in Rom, gestaltet und misst mehr als 200 Meter. Die Haupthalle ist den Diokletiansthermen nachempfunden und mehr als 30 Meter hoch. In der Haupthalle sind zahlreiche Figürliche Dekorationen im Stil der Beaux-Arts, Blattgold und Marmor verwendet worden. Die Ausstattung ist beeindruckend und unterstreicht die einstmalige Bedeutung der Eisenbahn in den USA. Insgesamt verfügt die Union Station über zwei Ebenen, 18 Bahnsteige mit 22 Gleisen.

Von 1981 bis 1989 wurde der Bahnhof grundlegend erneuert. Der Bau wurde als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft. Das Empfangsgebäude gehört heute einem gemeinnützigen Unternehmen, und zwar der Union Station Redevelopment Corporation, die es an die Ashkenazy Acquisition Corporation verpachtet.

Die Union Station wird durch die Metrolinie "Red Line" bedient.

Datum: 17.05.2018 Ort: Washington, D.C., USA Land: Übersee: Nordamerika
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: Ashkenazy Acquisition Corporation
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Raus ins Jrüne
geschrieben von: Itzenplitz (44) am: 03.08.18, 13:13
"Raus ins Jrüne" sagt der Berliner, wenn er dem Großstadtspektakel entflieht und sich inmitten der Botanik Erholung verschafft. Dazu muss man in Berlin allerdings die Stadtgrenzen keinesfalls überschreiten. Die ehemals "Wilmersdorf-Dahlemer Schnellbahn" genannte Linie 3 verkehrt ungefähr zur Hälfte in einem Einschnitt und "entführt" den Fahrgast in sattes Grün, vorbei an dörflichen Idyllen und architektonischen Glanzpunkten. Die Haltestelle Dahlem-Dorf ist so ein Glanzpunkt, denn schon das Empfangsgebäude mit seinem reetgedeckten Fachwerkhaus lässt eher den Eindruck entstehen, man befände sich irgendwo auf dem "platten Land" in Norddeutschland, aber nicht inmitten der märkischen Großstadt Berlin.


Passend dazu verkehrte nach über einem Jahr endlich wieder der Traditionszug der Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn e.V., um dem vielstrapazierten Begriff der Eisenbahnromantik ein gegenständliches Momentum zu verschaffen. Auf dem Photo verlässt der 1926 in der "Waggon- und Maschinenfabrik Aktien-Gesellschaft vorm. Busch" gebaute Triebwagen vom Typ AI die Haltestelle Dahlem-Dorf in Richtung Breitenbachplatz, dem Endziel der nachmittäglichen Sonderfahrt. Diese fand großen Anklang beim Publikum, denn der Zug war trotz der Gluthitze stets voll besetzt. Der Photograph zog es dennoch vor, das Spektakel an der "frischen" Luft zu beobachten und die eine oder andere Szene auf Speicherkarte zu bannen.

Datum: 29.07.2018 Ort: U-Bf. Dahlem-Dorf [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Hewes Street
geschrieben von: Itzenplitz (44) am: 27.07.18, 17:20
Ein szenetypisches Bild von der New York City Subway. Der Elevated Line- (Hochbahn-) Abschnitt der Nassau Street Line zwischen den Stationen Marcy- und Myrtle Avenue wurde dreigleisig ausgebaut, um den Betrieb von Express- und Local-Zügen zu ermöglichen. Auf dem Photo ist ein Wagenzug, bestehend aus "Budd Cars" (Baureihe R32), zu sehen, der, von Marcy Avenue kommend, in die Station Hewes Street einfährt. Im Hintergrund ist die gewaltige Williamsburg Bridge zu sehen, die auch von den Zügen der BMT Nassau Street- und IND Sixth Avenue Line befahren wird. Unmittelbar hinter der Brücke verschwindet die Subway in den Untergrund Mannhattens. Die Williamsburg Bridge wurde 1903 eröffnet und war, nach der Brooklyn Bridge, die zweite Hängebrücke über den East River.

Datum: 25.05.2018 Ort: Hewes Street, New York, USA Land: Übersee: Nordamerika
BR: US-R32 Fahrzeugeinsteller: MTA
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Auf engstem Raum
geschrieben von: Itzenplitz (44) am: 24.07.18, 16:46
Auf engstem Raum teilen sich vielerorts in New York City Wohngebiete und Infrastruktur den urbanen Siedlungsraum. Wie auf dem Photo zu erkennen, reichen die Häuserzeilen oft bis unmittelbar an die Viaduktanlagen der Elevated Lines (Hochbahnen) heran. Die Geräuschkulisse ist dabei bemerkenswert, da auf moderne Schallisolierungen im Gleisbett oder verschweißte Schienenstöße großzügig verzichtet wird. Das ist noch "echte" Eisenbahn wie in Großmutters Zeiten. Für die Anwohner sicherlich ein schwacher Trost. Für den Eisenbahnliebhaber dagegen auch ein akustisches Eldorado.

Zum Photo: Im Bahnhof Myrtle Avenue, der sich im New Yorker Stadtteil Brooklyn befindet, vereinen sich die BMT Nassau Street Line (Linien J und Z - in Brooklyn auch Jamaica Line genannt) und der Streckenast der Linie M der IND Sixth Avenue Line. Bis zum Jahre 2010 war die Linie M Bestandteil der Jamaica Line, doch im genannten Jahre wechselte die Linienfarbe von Braun auf Orange. Ab der Station Myrtle Avenue verkehren die Züge der Linien J und Z bis zur Station Marcy Avenue als Expresszüge auf einem gesonderten dritten Gleis. Somit ergibt sich eine ansonsten vom Express- und Local-Betrieb auf vier Gleisen abweichende Betriebsführung. Rechts im Bilde ist das mittlere Express-Gleis zu erkennen, auf dem die genannten Züge in beiden Richtungen verkehren. Kompliziert, aber funktioniert, sofern alles pünktlich fährt.


Der Abschnitt zwischen Marcy- und Myrtle Avenue wurde am 17. Januar 1916 eröffnet. Bis auf das Blindenleitsystem der Bahnsteigkanten und farblichen Ausbesserungen hat sich architektonisch seit dem nicht viel getan. Das gilt im Allgemeinen für die gesamte New York City Subway, die sich größtenteils immer noch im Zustand aus der jeweiligen Eröffnungszeit offenbart, was nicht unbedingt dem Ruf derselben förderlich war und ist. Nach Schätzungen der New York Times würde eine vollständige Restaurierung des Netzes mit nahezu 100 Milliarden US-Dollar zu Buche schlagen.

Links auf dem Photo ist ein Zug der Baureihe R160 (Alstom/Kawasaki) zu erkennen, der die Linie M in Richtung Mannhatten befährt, rechts dagegen ein Zug der Baureihe R42, die in den Jahren 1969 bis 1970 von St- Louis Car gebaut wurden, sich aber nicht als der "große Wurf" erwiesen und in naher Zukunft durch die Baureihe R211 ersetzt wird und somit noch vor den R32, die zwar älter, aber robuster sind. Der R42 befährt in entgegengesetzter Richtung die Linie Z, die ab diesem Bahnhof wieder vom Express- zum gewöhnlichen Local Train wird.



Zuletzt bearbeitet am 27.07.18, 16:56

Datum: 25.05.2018 Ort: Myrtle Avenue, New York, USA Land: Übersee: Nordamerika
BR: US-R160/R42 Fahrzeugeinsteller: MTA
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Budd on the move
geschrieben von: Itzenplitz (44) am: 21.07.18, 15:51
Die Station Broadway Junction im New Yorker Stadtteil Brooklyn ist ein Bahnhof der Superlative. Dem Fahrgast offenbart sich eine grandiose und schier unüberschaubare Eisenbahnkulisse. Insgesamt kreuzen sich hier drei Subway-Linien: eine unterirdische, die IND Eighth Avenue Line, und zwei "Elevated Lines" (Hochbahnen), und zwar die BMT Jamaica Line sowie die BMT Canarsie Line. Zudem befindet sich inmitten des großen Komplexes ein Depot. Da sowohl zwischen den Elevated Lines Gleisverbindungen bestehen als auch direkt ins Depot, entstand in Broadway Junction eine Gleisinfrastruktur, die es in sich hat. Viadukte, enge Gleisradien und steile Rampen beherrschen das Szenario - und das alles auf relativ engem Raum. Man müsste schon eine Vogelperspektive einnehmen, um die Gesamtheit der Anlage zu erfassen. Wer die New Yorker Subway besuchen möchte, sollte diesen Bahnhofskomplex auf keinen Fall auslassen.

Zum Photo: Vom Bahnsteig der BMT Canarsie Line hinab entstand dieses Bild und zeigt einen auf der unteren Ebene der Station Broadway Junction einfahrenden Zug der Jamaica Line (Linie J), die offiziell auch BMT Nassau Street Line genannt wird. Dabei unterquert der Wagenzug das Verbindungsgleis von der Nassau Street Line zum Depot.


Auch der Triebwagen ist einer näheren Betrachtung wert: Es handelt sich hierbei um die Baureihe R32, die gleichsam die ältesten Fahrzeuge der New York City Subway stellt. Gebaut wurden diese Wagen im Jahre 1964 von der Budd Company in Philadelphia. Bekannt wurde diese Firma vor allem durch ihre schon seit 1935 aus blankpoliertem Stahl hergestellten Personenwagen und U-Bahnzüge, deren Langlebigkeit und Robustheit in den USA geradezu legendär sind. Und der R32 belegt diese Legende! Ursprünglich sollten diese Wagen schon seit mindestens zehn Jahren ausgemustert sein, doch seine Nachfolgemodelle der Typen R42 und R46 erwiesen sich dem R32 in Sachen Zuverlässigkeit und Robustheit als so deutlich unterlegen, dass der "Budd Car" einem VW-Käfer gleich einfach weiter rollt und rollt und rollt...

Im Laufe der Zeit unterzog man die Budd-Cars einer Modernisierung. Dabei verloren sie leider ihre zwei Fenster der Zugzielanzeiger auf Rollband, die sich auf der oberen Stirnfront befanden. Diese wurden durch eine mittig sitzende digitale Anzeige für die Linienbezeichnung ersetzt, was die Front ein wenig nackt aussehen lässt. Nichts destotrotz stahlen diese archaisch wirkenden Wagen immer noch den alten Charme der New Yorker U-Bahn aus, wie man ihn beispielsweise aus dem Thriller "The Taking of Pelham One Two Three" (deutscher Titel: "Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123") mit Walter Matthau und Robert Shaw kennt.

PS: Für alle Plain Spotter - das Flugzeug oben links im Bilde könnte eine Boeing 747 auf dem Weg zum John-F.-Kennedy-Flughafen sein.

Zuletzt bearbeitet am 24.07.18, 02:48

Datum: 25.05.2018 Ort: Broadway Junction, New York, USA Land: Übersee: Nordamerika
BR: US-R32 Fahrzeugeinsteller: MTA
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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