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22Uhr22 ab Paddington
geschrieben von: Itzenplitz (46) am: 28.10.18, 12:16
Die eisenbahnaffinen Freunde der schrulligen Miss Marple - nur "echt" mit der unvergesslichen Margaret Rutherford - verbinden mit dem Bahnhof Paddington sicherlich ein besonderes Filmerlebnis. Im Film "16Uhr50 ab Paddington" betritt gleich zu Anfang des Abenteuers unsere Heldin den Bahnsteig des Bahnhofes Paddington, und dem Zuschauer offenbart sich die herrliche Eisenbahnwelt der englischen Dampflokzeit.

Seitdem hat sich die Eisenbahnwelt mehrfach gewandelt, aber das alte Flair hat sich hier in Paddington Station ganz gut erhalten. Fast scheint es so, als würden einem die alte resolute Dame und ihr tapferer Begleiter Mister Stringer über den Weg laufen. Aber das ist lange her. Geblieben ist hingegen die wahrlich imperiale Bahnhofshalle, die ein beeindruckendes Zeugnis der Baukunst des Victorianischen Zeitalters ist. Eröffnet wurde der Bahnhof im Jahre 1854; Betreiber war die Great Western Railway. Interessanterweise ließen sich die verantwortlichen Architekten unter anderem auch vom damaligen Münchener Hauptbahnhof inspirieren. Das verglaste Dach wurde ursprünglich von vier Reihen schmiedeeieserner Stützen getragen, wobei die vierte Reihe erst 1915 ergänzt wurde. Zwischen 1922 und 1924 wurden diese Stützen durch Nachbildungen aus Stahl ersetzt.


Heute verkehren vom Bahnhof Paddington hauptsächlich die Züge der Great Western Railway in Richtung Bristol, Südengland, Südwales und in die westlichen Londoner Vororte. Die Züge des Heathrow Express und des Heathrow Connect starten ebenfalls von Paddington Station. Insgesamt vier U-Bahnlinien kreuzen und tangieren den Bahnhof auf zwei Stationen. Die sich im Bau befindliche Elisabeth Line wird hier hinkünftig ebenfalls diesen Bahnhof bedienen.


Die sich rechts im Bild befindliche dominierende Bahnhofsuhr zeigte zum Zeitpunkt der Aufnahme die "Greenwich Mean Time" 22:22 Uhr an. Sie dominiert zweifellos das Ambiente der Bahnsteighalle und ist ein imposanter Blickfang. Die hohe Taktfolge der ankommenden Züge war für die spätabendliche Zeit bemerkenswert gewesen. Es lohnt sich also, während eines London-Urlaubs zu dieser Stunde dem Bahnhof einen Besuch abzustatten und das rollende Treiben auf "Zelluloid", wie Miss Marple sagen würde, festzuhalten.


Zuletzt bearbeitet am 31.10.18, 13:12

Datum: 15.10.2018 Ort: Paddington Station [info] Land: Europa: Großbritannien
BR: GB-Class 332 Fahrzeugeinsteller: Great Western Railway
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Paddington Station
geschrieben von: Itzenplitz (46) am: 24.10.18, 11:51
Die Britischen Eisenbahnen zählen inhaltlich nicht unbedingt zu meinen Themenschwerpunkten. Deshalb war ich ziemlich überrascht, die alten "Intercity 125" während meines London-Besuches zu entdecken, denn ich vermutete, dass diese Züge, deren "jüngste" Exemplare nun mittlerweile auch schon 36 Jahre auf dem Buckel haben, längst aus dem Verkehr gezogen seien. In Deutschland kaum vorstellbar, dass im hochwertigen Schnellverkehr solche "Oldies" zum Einsatz kämen. Aber ein Blick in die einschlägige Literatur offenbart, dass diese Züge bei diversen englischen Eisenbahnverwaltungen noch rege im Einsatz stehen, so auch bei der Great Western Railway, die vom Bahnhof Paddington aus den Süden Englands, Südwales und die westlichen Londoner Vororte bedient. Doch der geneigte Eisenbahnfreund wird noch lange Freude an diesen Zügen haben, denn an ein Einsatzende ist noch lange nicht zu denken. Erst 2030 sollen die letzten Züge endgültig in Rente gehen. Dann werden diese Züge über fünfzig Jahre lang im Einsatz gestanden haben. Für einen doch modernen Hochgeschwindigkeitszug eine beeindruckende Einsatzzeit.

In den späten Abendstunden "posierte" dann auch ein herrliches Exemplar dieses "High Speed Trains" vor der mächtigen Bahnhofshalle des Bahnhofes Paddington. Da die Bahnsteigsperren zu dieser Stunde geöffnet waren, war es kein Problem gewesen, ohne gültige Fahrkarte den Bahnsteig zu betreten, um dieses und natürlich noch viele andere Photos zu schießen. Auch das Bahnpersonal verfolgte unser Treiben mit Wohlwollen und der typisch englischen Gelassenheit.

Zuletzt bearbeitet am 24.10.18, 11:58

Datum: 15.10.2018 Ort: Paddington Station, London, England [info] Land: Europa: Großbritannien
BR: GB-class 43 Fahrzeugeinsteller: Great Western Railway
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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"Hallisches Tor"
geschrieben von: Itzenplitz (46) am: 06.09.18, 13:00
Die Berliner Hochbahn im Stadtbezirk Kreuzberg, seit dem Jahre 1902 in Betrieb, hat vielerlei Änderungen im Laufe ihrer Existenz durchlaufen. Neben zahlreichen Neubauten ihrer Bahnhöfe und Viadukte, wechselten auch die Namen einiger Stationen im Veraufe der Zeit. Aber bemerkenswert dabei sind einige Kuriositäten in der Schreibweise. Neben der Station "Kottbusser Tor" mit "K", gleichwohl sich die namensgebende Stadt Cottbus mit "C" schreibt, gibt es auch den Bahnhof "Hallesches Tor", dessen Schreibweise zeitweise sogar Gegenstand heftiger journalistischer Auseinandersetzungen war. Doch der Reihe nach.

1902 wurde der Bahnhof "Hallesches Thor" im Renaissance-Stil eröffnet, doch von seinem einstigen Schmuck ist wenig geblieben. Lediglich die Bahnhofshalle präsentiert sich uns bis heute in der Ursprungsausführung. Benannt wurde der Bahnhof nach einem der drei Tore, die zwischen 1732 bis 1734 im Zuge der Stadterweiterung entstanden. Um aber auch einen verkehrsthematischen Bezug zum einstmaligen Anhalter Bahnhof herzustellen, der sich ganz in der Nähe befand, wurde der Name bewusst gewählt.

Im Rahmen der Orthografischen Konferenz 1901 verlor der Bahnhof sein "h" und hieß fortan "nur" noch Hallesches Tor (wie bekannt, behielt einzig der "Thron" sein "h", da Kaiser Wilhelm II. energischsten Protest einlegte und verkündete, er lasse sich sein "h" im Thron nicht stehlen). Doch die kuriose Schreibweise "Hallesches" bleib. Warum kurios? Nun, es gibt die Regel, dass bei Substantiven, wenn aus ihnen ein Eigenschaftswort abgewandelt wird, das Schluss-"e" zu einem "i" wird. Arthur Krontal schrieb dazu in der Vossischen Zeitung 1928: "[Das] ist den zuständigen Herren ja bekannt. Sie sprechen ja auch von Goethe und dem goethischen Geist, von der Hölle und dem hollischen Feuer, von der Stadt Halle und von der Stiftung des Hallischen Waisenhauses. Auf den Berliner Straßenschildern aber vermeiden sie ängstlich die richtige Wortbildung "Hallisches Tor" und lassen dafür die, jedes gesunde Sprachempfinden störende Aufschrift "Hallesches Tor" setzen. Ihr juristisches Genauigkeitsbedürfnis befürchtet eben, irgendein Idiot könne aus der richtigen Aufschrift "Hallisches Tor" den falschen Schluss ziehen, dass die Stadt "Halli" heißt."
PS: Der Duden lässt mittlerweile beide Schreibweisen zu. Der Zeitgeist eben....

Zum Photo: Die Aufnahme entstand in den späten Abendstunden des 3. Septembers und zeigt einen Zug (Baureihe A3L71) der Linie 1 auf seinem Weg zur Haltestelle Uhlandstraße.


Datum: 03.09.2018 Ort: U-Bf. Hallesches Tor [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Van Siclen Avenue
geschrieben von: Itzenplitz (46) am: 24.08.18, 13:22
In den 1970er Jahren setzte ein rasanter und beispielloser Niedergang der New York City Subway ein. Sinkende Fahrgastzahlen und steigende Defizite führten 1975 zu einem faktischen Bankrott der Betreibergesellschaft MTA. Ein rigider Sparkurs wurde eingeleitet, in dessen Folge man alle Investitionen einstellte und Reparaturen an Infrastruktur und Fahrzeuge auf das absolut Notwendigste zurückfuhr. Generalreparaturen fanden gar nicht mehr statt. Es kam, wie es kommen musste: Fahrzeuge und Betriebsanlagen verfielen. Die Situation verschärfte sich durch die Gewerkschaftspolitik, die 1968 eine Pensionierung nach nur 20(!) Dienstjahren durchsetzte und sich fortan ein Drittel aller Mitarbeiter in den Ruhestand versetzen ließ. Es häuften sich Zugausfälle, Verspätungen und Unfälle. Die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge sank auf ganze 10% des Normalwerts, und fast die Hälfte des Streckennetzes bestand aus Langsamfahrstellen. Der Niedergang zieht das Gesindel an: Schießereien, Mord, Raub und Diebstahl beherrschten die Szenerien der U-Bahn, Vandalismus an Bahnhöfen und Fahrzeugen dominierten das Erscheinungsbild. Der New Yorker vermied eine Fahrt mit der Subway so gut es ging.

Erst in den 1980er Jahren wurde ein milliardenschweres Sanierungspaket geschnürt; zudem begünstigte der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt die finanzielle Situation. Auch die "Null-Toleranz-Politik" gegenüber der Kriminalität des seit 1994 regierenden Bürgermeisters Rudolph Giuliani machten aus der New York City Subway wieder ein annehmbares Nahverkehrsmittel, in dem man sich sicher fühlen kann. Heute präsentiert sich die Subway als ein zuverlässiges und leistungsfähiges System, auch wenn es noch viel zu tun gibt.

Im Zuge der Modernisierung erhielten alle(!) Fahrzeuge auch eine richtig gut funktionierende Klimaanlage, die für Erfrischung sorgt. In diesen Tagen des "Rekordsommers" hierzulande klingt das wie ein Märchen aus fernen Landen.

Zum Photo: Ein Budd-Car (Baureihe R32) befährt den Bahnhof Van Siclen Avenue (BMT Jamaica Line) in den Abendstunden eines wunderschönen Mai-Tages. Die raren Sitzmöglichkeiten auf den Bahnsteigen erzwingen Alternativen, die eifrig genutzt werden.


Datum: 25.05.2018 Ort: Van Siclen Avenue, New York, USA Land: Übersee: Nordamerika
BR: US-R32 Fahrzeugeinsteller: MTA
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Astoria Ditmars Boulevard
geschrieben von: Itzenplitz (46) am: 20.08.18, 19:54
Die Haltestelle Astoria Ditmars Boulevard ist die Endstation der Broadway Line (Linien N & W) im New Yorker Stadtteil Queens. Die Haltestelle quert hier eine massive Eisenbahnüberführung. Am Tag der Aufnahme war es ziemlich heiß gewesen, doch der große Schattenspender machte das Warten auf die extrem kühl klimatisierte U-Bahn erträglich.


Auf dem Photo ist ein Zug der Baureihe R160 zu sehen, der auf der Linie N unterwegs ist.

Datum: 23.05.2018 Ort: Astoria Ditmars Boulevard, New York, USA Land: Übersee: Nordamerika
BR: US-R160 Fahrzeugeinsteller: MTA
Kategorie: Menschen bei der Bahn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Gallery Place-Chinatown
geschrieben von: Itzenplitz (46) am: 15.08.18, 18:24
Die Gestaltung der unterirdischen Metrostationen in Washington D.C. folgt zwar streng einheitlichen Vorgaben, so dass sich alle Stationen gleichen, aber sie bieten eine faszinierende Architektur und spannende Einblicke, die sich fotografisch gut in Szene setzen lassen. Auf dem Photo ist der Umsteigebahnhof Gallery Place-Chinatown zu sehen, an dem sich die Red Line und die Green & Yellow Line kreuzen. Der Blick geht von der Verteilerpassage hin zum Bahnsteig der Green & Yellow Line.

Weitere Infos zur Washingtoner Metro: [www.drehscheibe-online.de]

Datum: 18.05.2018 Ort: Washington, D.C., USA Land: Übersee: Nordamerika
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: WMATA
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Tiefergelegt
geschrieben von: Itzenplitz (46) am: 10.08.18, 15:34
Tiefergelegt - im doppelten Sinne des Wortes. Die Leipziger S-Bahn fährt seit dem Jahre 2013 durch den sogenannten City-Tunnel, der den Leipziger Hauptbahnhof und den Bayrischen Bahnhof miteinander verbindet. Geplant war das ganze ja schon seit dem Jahre 1892, als eine Unterpflasterbahn die genannten Bahnhöfe einander näher bringen sollte. Daraus wurde nichts. Bei der Errichtung des Leipziger Hauptbahnhofs 1913 waren die Tunnelideen schon gereifter, so dass eine Einfahrtrampe und ein 710 m langer Tunnel nebst Bahnsteigen unter den Gleisen 22 und 23 aus Richtung Dresden kommend errichtet wurden. Beide Weltkriege vereitelten die vollständige Umsetzung. 1994 wurden die Pläne wieder aufgenommen und führten schließlich zur Vollendung dieses im wahren Sinne des Wortes "Jahrhundertprojekts". Und wie man sieht, hat es sich am Ende doch gelohnt.

Tiefergelegt scheint auch die Baureihe 442 - im urbanen Sprachgebrauch der Eisenbahnfreunde auch Hamsterbacke genannt. Ihre sehr tiefsitzenden Klapprampen ("Klara") ermöglichen niedrige Bahnsteigkanten, so dass Gleise und Bahnsteig bei flüchtigem Blick fast auf einer Höhe miteinander verschmelzen.

Datum: 06.07.2018 Ort: Leipzig Hauptbahnhof [info] Land: Sachsen
BR: 442 (Bombardier Talent 2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Menschen bei der Bahn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Union Station Washington D.C.
geschrieben von: Itzenplitz (46) am: 06.08.18, 15:31
Die Union Station ist der Hauptbahnhof von Washington D.C. und befindet sich im Zentrum der Stadt. Der Bahnhof ist als Kopfbahnhof konzipiert worden. Mit seiner Hauptfassade ist das Empfangsgebäude zum Capitol hin ausgerichtet. Das 1907 eröffnete Empfangsgebäude wurde vom Architekten Daniel Burnham im Stile des Neoklassizismus errichtet. Bis zum Bau des Gebäudes besaß Washington nur Bahnhöfe einzelner Bahngesellschaften, deren Zufahrtsgleise teilweise im öffentlichen Straßenraum verliefen, was im angehenden 20. Jahrhundert keinesfalls mehr zeitgemäß war. Daraufhin errichteten die Pennsylvania Railroad und die Baltimore and Ohio Railroad den neuen Hauptbahnhof.

In der Gestaltung lässt das antike Rom grüßen: Die Hauptfassade ist nach Motiven des Konstantinbogens, ein dreitoriger Triumphbogen in Rom, gestaltet und misst mehr als 200 Meter. Die Haupthalle ist den Diokletiansthermen nachempfunden und mehr als 30 Meter hoch. In der Haupthalle sind zahlreiche Figürliche Dekorationen im Stil der Beaux-Arts, Blattgold und Marmor verwendet worden. Die Ausstattung ist beeindruckend und unterstreicht die einstmalige Bedeutung der Eisenbahn in den USA. Insgesamt verfügt die Union Station über zwei Ebenen, 18 Bahnsteige mit 22 Gleisen.

Von 1981 bis 1989 wurde der Bahnhof grundlegend erneuert. Der Bau wurde als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft. Das Empfangsgebäude gehört heute einem gemeinnützigen Unternehmen, und zwar der Union Station Redevelopment Corporation, die es an die Ashkenazy Acquisition Corporation verpachtet.

Die Union Station wird durch die Metrolinie "Red Line" bedient.

Datum: 17.05.2018 Ort: Washington, D.C., USA Land: Übersee: Nordamerika
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: Ashkenazy Acquisition Corporation
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Raus ins Jrüne
geschrieben von: Itzenplitz (46) am: 03.08.18, 13:13
"Raus ins Jrüne" sagt der Berliner, wenn er dem Großstadtspektakel entflieht und sich inmitten der Botanik Erholung verschafft. Dazu muss man in Berlin allerdings die Stadtgrenzen keinesfalls überschreiten. Die ehemals "Wilmersdorf-Dahlemer Schnellbahn" genannte Linie 3 verkehrt ungefähr zur Hälfte in einem Einschnitt und "entführt" den Fahrgast in sattes Grün, vorbei an dörflichen Idyllen und architektonischen Glanzpunkten. Die Haltestelle Dahlem-Dorf ist so ein Glanzpunkt, denn schon das Empfangsgebäude mit seinem reetgedeckten Fachwerkhaus lässt eher den Eindruck entstehen, man befände sich irgendwo auf dem "platten Land" in Norddeutschland, aber nicht inmitten der märkischen Großstadt Berlin.


Passend dazu verkehrte nach über einem Jahr endlich wieder der Traditionszug der Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn e.V., um dem vielstrapazierten Begriff der Eisenbahnromantik ein gegenständliches Momentum zu verschaffen. Auf dem Photo verlässt der 1926 in der "Waggon- und Maschinenfabrik Aktien-Gesellschaft vorm. Busch" gebaute Triebwagen vom Typ AI die Haltestelle Dahlem-Dorf in Richtung Breitenbachplatz, dem Endziel der nachmittäglichen Sonderfahrt. Diese fand großen Anklang beim Publikum, denn der Zug war trotz der Gluthitze stets voll besetzt. Der Photograph zog es dennoch vor, das Spektakel an der "frischen" Luft zu beobachten und die eine oder andere Szene auf Speicherkarte zu bannen.

Datum: 29.07.2018 Ort: U-Bf. Dahlem-Dorf [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Hewes Street
geschrieben von: Itzenplitz (46) am: 27.07.18, 17:20
Ein szenetypisches Bild von der New York City Subway. Der Elevated Line- (Hochbahn-) Abschnitt der Nassau Street Line zwischen den Stationen Marcy- und Myrtle Avenue wurde dreigleisig ausgebaut, um den Betrieb von Express- und Local-Zügen zu ermöglichen. Auf dem Photo ist ein Wagenzug, bestehend aus "Budd Cars" (Baureihe R32), zu sehen, der, von Marcy Avenue kommend, in die Station Hewes Street einfährt. Im Hintergrund ist die gewaltige Williamsburg Bridge zu sehen, die auch von den Zügen der BMT Nassau Street- und IND Sixth Avenue Line befahren wird. Unmittelbar hinter der Brücke verschwindet die Subway in den Untergrund Mannhattens. Die Williamsburg Bridge wurde 1903 eröffnet und war, nach der Brooklyn Bridge, die zweite Hängebrücke über den East River.

Datum: 25.05.2018 Ort: Hewes Street, New York, USA Land: Übersee: Nordamerika
BR: US-R32 Fahrzeugeinsteller: MTA
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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