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Im Schnellzug durch die Berge
geschrieben von: Kieler 218 (10) am: 26.05.20, 01:13
Ein Italo ETR 675 ist im Etschtal auf der südlichen Brennerstrecke auf dem Weg in Richtung Bolzano, der Zug hat gerade den Haltepunkt von Borghetto sull'Adige passiert.

Zuletzt bearbeitet am 28.05.20, 19:42

Datum: 05.10.2019 Ort: Borghetto sull'Adige [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR675 Fahrzeugeinsteller: NTV
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Il caimano moribondo
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 26.04.20, 19:00
Man darf auch mal Glück haben! Planmäßig sind die „Caimani“ der Reihe E 656 – zwischen 1975 und 1989 in insgesamt 461 Exemplaren geliefert und vermutlich DER italienische Ellok-Klassiker der letzten Jahrzehnte – auf dem Festland bereits aus dem Personenzugdienst ausgeschieden. Nur auf Sizilien, wohin beinahe traditionell die andernorts auf der Apennin-Halbinsel obsolet gewordenen Fahrzeuge „abgeschoben“ werden (E 636 und E 646 lassen grüßen…), sind die Gelenk-Lokomotiven mit ihrem unverwechselbaren Sound noch teilweise für die Traktion der IC- und ICN-Züge zuständig, wobei auch dort mit steter Inbetriebnahme eigens für diese Zwecke angepasster und umlackierter E464er ein Ende in naher Zukunft absehbar ist, vielleicht ungeahnt beschleunigt durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen massiven Einschränkungen im Bahnverkehr...

Allerdings werden einige wenige Exemplare auch abseits der größten Mittelmeerinsel noch für Überführungsfahrten oder als Reserveloks vorgehalten. In letzterer Eigenschaft übernahm E 656 289 am 10. Juni 2018 – für mich völlig unerwartet – ab Neapel den IC 707 (Roma Termini - Taranto) für seine finale Etappe durch die Bergwelt Kampaniens und der Basilikata.

Dank der freundlichen Hilfe eines örtlichen Bauern bei der Fotostellen-Suche konnte ich den besonderen Zug auf dem Hangviadukt bei Baragiano abpassen. Anfänglich war ich etwas enttäuscht, dass die Sonne sich bereits ein paar Minuten zuvor verkrochen hatte, aber mit etwas zeitlichem Abstand gefällt mir die eigentümliche Stimmung mit den von unten angestrahlten Wolken und dem klar hervortretenden Dreilicht-Spitzensignal mindestens genau so gut! Am effektvollsten ist natürlich ein Betrachten in möglichst dunkler Umgebung. :)

Am nächsten Morgen ging es für den „Caimano“ übrigens mit dem Gegenzug IC 700 wieder zurück nach Neapel, womit der Spuk ein schnelles Ende hatte und die planmäßigen E402B wieder das alleinige Regiment übernahmen. Die E 656 289 indes wurde im Herbst 2018 nach Sizilien weitergereicht, wo sie leider stante pede im Bahnhof von Fiumefreddo di Sicilia in Flammen aufging (-> [www.youtube.com] ), anschließend eine Zeit lang im DL Catania einer ungewissen Zukunft entgegen sah und mittlerweile zwecks Verschrottung zu Bilfinger nach Bari überführt wurde.

Datum: 10.06.2018 Ort: Baragiano [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Fahrbare Festung
geschrieben von: Johannes Poets (340) am: 12.04.20, 16:30
Bei meinen Reisen mit dem TUI-Ferienexpress durch Italien war ich immer von den für mich urig anmutenden Triebfahrzeugen der Ferrovie dello Stato Italiane (FS) fasziniert. Die kleinen Seitenfenster der E-Lok-Baureihe 636 zum Beispiel erinnerten mich an Schießscharten, so daß die Loks auf mich eher wie fahrbare Festungen wirkten.

Zwischen 1940 und 1962 wurden insgesamt 469 Exemplare der Baureihe E 636 für den Personen- und Güterzugdienst beschafft. Die Bauart mit zweigeteiltem Lokkasten und der Achsfolge Bo'Bo'Bo' bewährte sich so gut, dass diese Achsanordnung bei der italienischen Staatsbahn als Standard festgelegt wurde.

Wir sehen die E 636 007 vor einem Schnellzug nach Frankfurt (Main) Hbf. im Bahnhof von Merano/Meran. Die Lok aus dem Jahr 1940 war zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits eine "alte Dame". Im Hintergrund stehen Kurswagen vom TUI-Ferienexpress aus Dortmund und Hamburg, die Meran eine halbe Stunde zuvor erreicht haben.

---
Scan vom Kleinbild-Dia (Ektachrome 64)

Zuletzt bearbeitet am 12.04.20, 23:50

Datum: 13.04.1985 Ort: Meran / Merano [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E636 Fahrzeugeinsteller: FS
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Nel cuore della Sicilia
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 12.04.20, 10:59
Taormina, Palermo, Syrakus, die Tempel von Agrigento und Selinunte, alle jene klassischen Sehenswürdigkeiten reihen sich an Siziliens Küsten auf. Das Hinterland kann da im Touri-Programm schon mal auf der Strecke bleiben. Und Hand aufs Herz: Uns Bahnfotografen geht es doch oft, abgesehen von der Schmalspurbahn um den Ätna natürlich, nicht anders! Caimani mit tiefblauem Meer sind ja schließlich auch ein mehr als valides Argument (gewesen)...;)

Doch auch ein Blick in das Inselinnere, ins wahre Herzen des oft nach innen gewandten Siziliens lohnt sich. Eine passende Lektüre dabei ist zum Beispiel das lesenswerte, bebilderte Reisetagebuch "Mit dem Rücken zum Meer" von Andreas Rossmann. Aber schweifen wir nicht zu weit ab!

Durchzogen wird das Hügelland der Provinzen Enna und Caltanissetta von der eingleisigen Strecke Catania - Palermo, von der wiederum jene nach Canicattì und Agrigento abzweigen. An ersterem Abzweig liegt auch die Provinzhauptstadt Caltanissetta. Zwischen den Bahnhöfen Centrale und Xirbi überbrückt nördlich des Zentrums ein eleganter zwölfbögiger Viadukt das Busiti-Tal.

Als wir im Frühjahr 2014 die Gegend besuchten, war der Verkehr rund um Caltanissetta trotz weitgehender Elektrifizierung fest in Händen der ALn 668. So auch der morgendliche Regionale 8675 (Roccapalumba-Alia - Caltanissetta), der durch die saftig grünen Felder seinem Ziel entgegen brummte. Wenige Monate später wird sich das frische grün in fahles ocker verwandelt haben...

Nach dem Foto ging es für uns dann auf einen Caffè in eine kleine Bar, in einer gesichtslosen Geschäftsstraße irgendwo zwischen Autowerkstatt und Krämerladen gelegen. Der Barista dort lief zu Hochtouren auf und klärte die (vermeintlich?) unwissenden Auswärtigen über die Finessen des gepflegten Espresso-Genusses auf ("Il bicchierino d'acqua si beve prima il caffè!"). Das sind so die kleinen Geschichten, die in Erinnerung bleiben. :)

PS: Baustellenabsperrungen im Hintegrund entsättigt und eine weiße Baumaschine weggepixelt!

Datum: 07.04.2014 Ort: Caltanissetta [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Rollstuhlgerecht...
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 09.04.20, 20:08
...soll er sein, der sonntagabendliche Regionale 12812 (Caltagirone - Catania). So steht es im Fahrplan, wie für alle (wenigen) Züge der einst bis Gela führenden und seit 2011 infolge eines Brückeneinsturzes unterbrochenen Strecke (Catania -) Lentini - Caltagirone. Doch Theorie und Praxis sind bekanntlich zwei paar Schuhe. Im mitunter etwas chaotischen Sizilien gilt das umso mehr. Nicht völlig überraschend ist also das Erscheinen eines betagten ALn 668 anstatt des planmäßigen, niederflurigen Minuetto.

Ob es jemanden stört, erscheint fraglich. Weniger, weil manch Dysfunktionalität im Bereich der Daseinsvorsorge in Süditalien mit einer Mischung aus stoischer Gelassenheit und Resignation hingenommen wird, sondern eher, weil die Bahn in weiten Teilen des sizilianischen Binnenlands ohnehin kaum eine Rolle für den ÖPNV spielt. Das lässt sich eindrücklich beobachten, wenn am Busbahnhof von Catania praktisch im Minutentakt die gut gefüllten, blauen Überlandbusse eintreffen.

Ich hingegen freute mich am 15. September 2019, dass mir bei Vizzini ein einzelner Fiat-Triebwagen vor die Linse knatterte. Denn der passte wunderbar in den noch sonnenbeschienenen Abschnitt der Strecke, den ich nach etwas Suche gefunden hatte.

Das vorangegangene Warten am Rand der schmalen Landstraße war an diesem milden Septemberabend unglaublich relaxend gewesen. Kaum Verkehr, ein leichter Wind, der durch die nach einem langen Sommer golden im Abendlicht leuchtenden Gräser strich und irgendwo in der Ferne das Glockengeläut einer Ziegenherde... :)

Datum: 15.09.2019 Ort: Vizzini [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Das hohe Gut einer freien Reise
geschrieben von: Vinne (635) am: 31.03.20, 19:54
Ungeahnte Einschränkungen bringt die aktuelle Zeit mit sich, ganz Europa steht still.

Kein Urlaubsreisender kann derzeit mit der Bahn an die Destinationen seiner Träume reisen. Grenzüberschreitende Verkehre, Urlaubs- und Turnuszüge, Interrail - alles ist durch das Corona-Virus zum Erliegen gekommen.

Zeit also, die persönlichen Archive zu durchforsten und sich an die Zeiten zu erinnern, als zum Beispiel mehrfach täglich ein ETR 500 als "Frecciargento" aus Roma Termini in Bolzano eintraf und den einen oder anderen Sommerfrischler nach Südtirol brachte.

Aber keine Angst, wenn jeder für sich sein Bestes gibt, dann findet mindestens Europa bald wieder auf den Bahnsteigen des Kontinents zusammen, Reisende warten an Bahnsteig 4 auf den EuroCity nach München und der Eisenbahnfotograf kann so vermeintlich unscheinbare Szenen vielleicht unter einem ganz anderen Blickwinkel sehen.

Das hohe Gut der Reisefreiheit, es kommt bald wieder!


Datum: 03.08.2018 Ort: Bozen / Bolzano [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR500 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Am Strand entlang
geschrieben von: Gunar Kaune (368) am: 28.03.20, 19:05
Neben den Strecken in den Apennin war auch die Riviera eines der Haupteinsatzgebiete der ALe 801 aus Genua. Im Jahr 2014 konnte man sie hier auch noch antreffen, allerdings war ihr Stern schon am Sinken und sie fuhren noch wenige Einsätze zwischen Ventimiglia und Savona.

Bei meiner Reise im Sommer dieses Jahres ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, auch die Stadtansicht von Cervo mit einem der Triebwagen abzulichten. Es war ein warmer italienischer Sommertag, der Ferragosto war gerade vorbei und gefühlt halb Italien hielt sich den Stränden der ligurischen Küste auf. Als um 10 Uhr morgens der R 6225 nach Savona an mir vorbeirollte, saßen viele Urlauber aber sicher noch beim Cappuccino, am Nachmittag sah der Strand dann nicht mehr so leer aus.

Datum: 21.08.2014 Ort: Cervo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALe801/940 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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MIt dem ALe nach Acqui Terme
geschrieben von: Bundesheertaurus (63) am: 21.03.20, 18:36
Eine der letzten Einsätze führte die Genueser ALe Triebwagen von Genau aus in Richtung Ovada und weiter nach Acqui Terme in der Provinz Alessandria. Eher rein zufällig führte uns der Weg in diese Gegend, schlechtes Wetter in und um Imperia zwang uns damals unseren Urlaub an der Reviera vorzeitig zu beenden als ursprünglich angedacht. Auf dem Rückweg in die bayrische Landeshauptstadt wurde das Wetter kurz hinter Genua auf einmal schlagartig besser, die Schlechtwetterfront scheint wohl an den Ausläufern der Apennin Gebirges hängen geblieben zu sein und so entschieden wir uns noch einen Abstecher an die Stichstrecke von Ovada nach Acqui Terme zu machen. Als uns dann auch noch ein ALe ebenfalls eher zufällig vor die Kamera fuhr, schien der Tag dann doch noch ein schönes Ende zu finden. Nachdem wir anhand der Fahrplanunterlagen den Umlauf des Triebwagens ausfündig machen konnten, warten wir die für uns letzte Fahrt des Triebwagens in Presco Cremolino ab. Pünktlich erreichte ALe 801/940 als Treno Regionale den Bahnhof, nachdem uns der Lokführer ein paar böse Worte auf italienisch entgegen rief und der Zugbegleiter den Zug abgefertigt hatte, setzte er seine Fahrt fort und wir nahmen auch die 650 Kilometer weite Fahrt nach München mit Halt am Brenner zum Pizza essen unter die Räder.

Zuletzt bearbeitet am 23.03.20, 13:25

Datum: 30.05.2015 Ort: Prasco Cremolino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALe801/940 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Circumetnea - VII
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 03.03.20, 19:08
- Fortsetzung zu [www.drehscheibe-online.de] -

Bislang fehlt in meiner losen Foto-Serie über die Ferrovia Circumetnea, jene 950mm-Schmalspurbahn, die den Ätna auf Sizilien einmal (fast) umrundet, noch ein Foto der modernen Doppel-Triebwagen, die auf den Namen "Vulcano" hören, wie er also kaum passender für die Strecke im Schatten des mächtigen Vulkans sein könnte. Grund genug, dies zu ändern, denn mittlerweile erbringen die vier 2015 und 2016 von Newag an die FCE gelieferten Fahrzeuge einen beträchtlichen Teil des Zugverkehrs zwischen Catania und Randazzo, während sie auf dem Streckenabschnitt von dort hinunter ans Meer nach Riposto bis dato nicht zum Einsatz kommen. Perspektivisch ist allerdings eine Beschaffung von bis zu vier weiteren Triebwagen des gleichen Typs geplant.

Am Abend des 18. September 2019 hatte ich mich unweit des Scheitelpunkts der Strecke auf knapp 1000 Metern (976, um genau zu sein) über dem Meer oberhalb von Bronte positioniert, um den von einem solchen "Vulcano" gefahrenen Zug 33 (Catania Borgo - Riposto) in den letzten Sonnenspots dieses schönen Spätsommertages festzuhalten.

Einzig der namensgebende Ätna verhielt sich mal wieder etwas divenhaft und hüllte seinen derzeit 3326 Meter hohen Kratergipfel in dichte Wolken. Ein Schauspiel, das den Berg praktisch täglich anders erscheinen lässt, es sei denn, man erwischt einen der raren Tage, an denen er sich auch abends noch vollkommen wolkenfrei zeigt...

Datum: 18.09.2019 Ort: Bronte [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-DMU Vulcano Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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La città eterna
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 29.02.20, 19:37
La città eterna – Die ewige Stadt! Bereits in der Antike prägten Dichter und Geschichtsschreiber wie Vergil den Mythos, Rom werde solange bestehen, wie Menschen leben und niemals seiner unbändigen, eigentümlichen Kraft beraubt werden… Nun ja, auf eine gewisse Art sollten sie Recht behalten, denn in Italiens Hauptstadt prallen noch heute Epochen aufeinander wie an kaum einem anderen Ort der Welt.

Überall in der Stadt finden sich Relikte vergangener Jahrhunderte. So auch an der Porta Maggiore, einem altrömischen Stadttor aus dem Jahr 52 n. Chr., das im 3. Jahrhundert in die Aurelianische Mauer integriert wurde und heute inmitten eines vielspurigen Verkehrskreisels liegt, in dem die Vespas und Fiats eifrig hupend zirkulieren. Mitten hindurch führen auch die Gleise der Ferrovia Roma – Giardinetti, Reststück der einst über 137 Kilometer bis Fiuggi und Frosinone führenden 950mm-Schmalspurbahn, auf der bis heute Fahrzeuge unterwegs sind, die in ihrer Grundsubstanz bald den hundertsten Geburtstag feiern werden. Wenn nicht doch bis dahin einmal die schon so häufig in Aussicht gestellten Neufahrzeuge in ausreichender Zahl beschafft werden... Doch die Mühlen bei den städtischen Verkehrsbetrieben ATAC (Azienda Tranvie e Autobus del Comune), die die Strecke 2010 unter ihre Fittiche genommen haben, mahlen langsam, ganz gleich, ob der/die Bürgermeister/in nun gerade Gianni Alemanno oder Virginia Raggi heißt.

Am 31. Mai 2018 rollte Tw 422 - ein Oldie aus dem Jahre 1926 (!), dessen heutiger Wagenkasten allerdings „erst“ aus dem Jahr 1959 stammt - mit seinem unverkennbaren Sound auf der Fahrt von Centocelle nach Roma Laziali in die zentrale Umsteigehaltestelle. Noch getoppt werden wird das akustische Erlebnis durch das Beschleunigen bei der Abfahrt, wenn die antiken Elektromotoren von TIBB (Tecnomasio Italiano Brown Boveri) zu Hochformen auflaufen und die Fahrwerke über die Gleiskreuzung mit der Straßenbahn scheppern. Muss man einfach mal selbst erlebt haben! ;)

Zuletzt bearbeitet am 01.03.20, 13:29

Datum: 31.05.2018 Ort: Rom, Porta Maggiore [info] Land: Europa: Italien
BR: 4XAusl (sonstige ausländische Elektrotriebwagen) Fahrzeugeinsteller: ATAC
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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La bestia da soma che lotta in salita
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 28.02.20, 19:52
Ein kräftiges Lasttier braucht es, um die schweren, mit Stahlcoils beladenen Ganzzüge, die mehrmals am Tag vom Genueser Hafen zum ArcelorMittal-Stahlwerk in Novi Ligure verkehren, über den Giovi-Pass zu wuchten, jene natürliche Barriere, die sich allen Verkehrsströmen entgegen stellt, die vom je nach Betrachtungsweise größten (Fläche) oder zweitgrößten (Güterumschlag) Seehafen Italiens in Richtung Poebene unterwegs sind.

Man könnte es vielleicht mal mit einem Esel versuchen? Doch will man ihm das wirklich zumuten, wenn er da so friedlich grasend im Schatten eines Baumes auf der saftigen Weide steht...? ;) Wohl eher nicht, wir sind ja schließlich keine Unmenschen! Vielleicht doch lieber auf einen Kaiman zurückgreifen, denn zumindest wenn der im Bahnsektor zu Hause ist, hat er ganz nebenbei auch noch ein paar Esels- bzw. Pferdestärken mehr auf seinen vier Beinen...pardon, sechs Achsen!

Die Rede ist natürlich vom legendären italienischen "Caimano", der kultigen Bo'Bo'Bo'-E-Lok mit dem Gelenk in Lokmitte, die ab 1975 in insgesamt sechs Serien an die Ferrovie dello Stato geliefert wurde und im Zuge eines Ideenwettbewerbs den Namen des Reptils erhielt. Im Herbst 2014 griff die FS-Gütersparte, die damals noch unter dem Namen Trenitalia Cargo firmierte, gerne auf eine solche Lok der Reihe E 655 für die Bespannung der Coilzüge am Giovi zurück, inklusive einer Schwesterlok zur Schubunterstützung am anderen Zugende. Der Bestand war trotz diverser Ausmusterungen noch üppig, ganz anders als fünfeinhalb Jahre später, wo die "Caimani" in ihren mutmaßlich allerletzten Zügen liegen, was den Regelbetrieb angeht...

Besonders gefreut haben wir uns am 23. Oktober 2014 allerdings, dass ein so sauberes Exemplar an der Spitze hing! Um kurz nach zehn kämpfte sich die Maschine mit MRS 54326 (Genova Sestri Ponente - Novi San Bovo) auf der Linea succursale dei Giovi bergwärts, wobei die dabei assistierende Schublok nicht mehr ganz in den Bildausschnitt auf dem Steinbogenviadukt von Campomorone passte. 700 Meter höher grüßt indes das Santuario di Nostra Signora della Guardia vom Berg.

Datum: 23.10.2014 Ort: Campomorone [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E655 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Wo viel Licht ist, ist starker Schatten
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 26.02.20, 12:52
“Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.” - Das wusste schon Goethes Götz von Berlichingen im gleichnamigen Drama von 1773.

So richtig bewusst, wie stark sich Licht und Schatten gegenseitig bedingen, wird einem immer wieder, wenn in den Alpentälern am frühen Morgen Meter um Meter aus dem Schatten der umgebenden Berge ins gleißende Licht der höher steigenden Sonne wandert. So beobachtet von mir am 23. März 2018 im norditalienischen Valchiavenna.

Kaum hatten sich die Schatten von den Gleisen zurückgezogen, erschien ALe 582 019 als Regionale 4945 (Chiavenna - Colico) am Feldweg-Bahnübergang mit dem windschiefen Blinklicht bei Dubino auf der Bildfläche. Einer Mischung aus eher laxem Verfahren bei der Umgestaltung in Verbindung mit Neuzugängen aus anderen Regionen ist es zu verdanken, dass auch Anfang 2020 noch vereinzelt Fahrzeuge im XMPR-Farbschema der Trenitalia in den Trenord-Umläufen mitschwimmen. Bei den ALe 582 sorgen mitunter bunte Mischungen beider Farbschemata innerhalb einer Garnitur für zusätzliche Abwechslung...

PS: Signaltafel am Gleis auf Höhe des Steuerwagens weggestempelt.

Datum: 23.03.2018 Ort: Dubino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALe582 Fahrzeugeinsteller: Trenord
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Winter in Südtirol
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 22.02.20, 22:14
Winter in Südtirol sind außer in den ganz hohen Lagen mitnichten schneesicher. Soviel war mir aus Schilderungen meiner Großeltern in Erinnerung, die immer wieder von der hoffnungsvollen Anreise mit Käfer und später dem gelben 3er-BMW in den Winterurlaub (selbstredend in Zeiten vor Webcams und Online-Wetterdiensten!) ins Pustertal erzählten, die das ein oder andere Mal jenseits des Brenners großer Ernüchterung weichen musste...

Im extrem schneearmen Winter 2019/2020 gilt das natürlich erst recht. So zögerte ich nicht lange mit einem Besuch, als der Wetterbericht nach zwei Tagen Schneefall wenigstens etwas von der weißen Pracht versprach. Gleichwohl hatte auch ich mein persönliches Brenner-Erlebnis nach Passieren der Passhöhe auf knapp 1400 Metern und dem anschließenden Abstieg der Staatsstraße nach Gossensaß. ;)

An den sonnenbeschienenen Südhängen hatte sich zur Mittagszeit am 6. Februar 2020 auch im Pflerschtal auf etwa 1100 Metern Höhe der Schnee bereits beträchtlich zurückgezogen, war aber immer noch ausreichend, um die farblich ähnliche Lärmschutzwand einigermaßen gnädig zu kaschieren - Erklärtes Ziel dieser winterlichen Foto-Aktion!

Als Regionale 2261 (Brenner - Bologna) rollte E 464 056 mit einer noch stilrein in XMPR gehaltenen MDVC-Garnitur bergab gen Eisacktal. Die wenigen durchgehenden Züge vom Brenner nach Verona und Bologna sind heute die letzte Domäne der am Anfang ihrer Karriere am Brenner omnipräsenten "Monocabina"-Loks auf diesem Streckenabschnitt, während die Züge nach Bozen und Meran alternierend mit Flirts oder den Jazz-Derivaten der autonomen Region Trentino gefahren werden.

Aus dem Hintergrund grüßen - sie ihrerseits sind tief verschneit - die Gipfel der Stubaier Alpen.

Zuletzt bearbeitet am 22.02.20, 22:18

Datum: 06.02.2020 Ort: Gossensaß / Colle Isarco [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Sulla costa delle Cinque Terre
geschrieben von: giovanni71 (30) am: 22.02.20, 17:00
This season of strong winds, not only in northern Europe, has allowed us to take this beautiful image of the Cinque Terre coast, with the track of the old line overlooking the sea (and with a very modern DB Vectron) and the waves that crash on the rocks up to great height, making the right half of the photo a scene worthy of a painting of the romanticism Sturm und Drang.

Datum: 28.01.2020 Ort: Bogliasco [info] Land: Europa: Italien
BR: 193 (Siemens Vectron) Fahrzeugeinsteller: DB Cargo Italia
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Italienischer „Altbau“ – Luino 1988
geschrieben von: 797 505 (358) am: 16.02.20, 19:21
Wir nannten sie italienische Krokodile und Festungen, die Altbau E-Loks der Baureichen 626 und 636. Der erste Name kam sicher von den – wenn auch im Vergleich zu den deutschen 194ern relativ kurzen – Vorbauten. Den Schießscharten einer Festung ähnelten hingegen die Führerstandsfenster der 636.
Im Familien-Sommerurlaub 1988 bin ich erstmals auf diese mir bis dato völlig unbekannten braunen Maschinen gestoßen. Leider ergaben sich durch das diesige Sommerwetter zusammen mit der sehr schwer zu fotografierenden Strecke entlang des Lago Maggiore nur wenige brauchbare Bilder.
Am Abend des 9. Juli 1988 darf der noch junge Teenager ein Weilchen alleine über dem Fluß Tresa auf der Grenze zwischen Luino und Germinaga verweilen. Es gelingt das Bild der vermutlich mit einem Personenzug gen Süden beschleunigenden 626.

Danach gab es vermutlich für 1000-Lire noch eine hochsommerlich weiche Portion Eis auf dem Marktplatz von Germinaga. Inklusive der obligatorischen klebrigen Finger.


Datum: 09.07.1988 Ort: Luino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E626 Fahrzeugeinsteller: FS
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Am Fuße des Aspromonte
geschrieben von: Jens Naber (404) am: 02.02.20, 16:15
Da Italien bzw. insbesondere Kalabrien derzeit wohl sehr "in" ist, springe ich auch mal noch auf diesen Zug auf :-)

Zu einer zweifelhaften Bekanntheit hat es der reizlose Badeort Africo Nuovo gebracht, eigentlich landschaftlich wunderschön zwischen Aspromonte und Ionischem Meer gelegen. Doch statt pulsierendem Tourismus, der in dieser sonnenverwöhnten aber strukturschwachen Gegend sicherlich eine gute Chance hätte, regieren Trostlosigkeit, Arbeitslosigkeit und eine deutlich erhöhte Sterblichkeitsrate durch Krebs in der kleinen Ortschaft. Der Grund hierfür dürfte in den Aktiviäten der kalabrischen ’Ndrangheta zu finden sein, die hier seit den 80er-Jahren eine nicht mehr nachvollziehbare Menge an Giftmüll an Land und durch das gezielte Versenken von Schiffen auch im Meer entsorgt hat. Von diesem düsteren Hintergrund unbeeindruckt, eilt der Regionale 3663 auf seiner rund zweieinhalbstündigen Fahrt von Catanzaro Lido nach Reggio di Calabria über die "Ferrovia Jonica" - an diesem Donnerstagmorgen zum Glück aus einem Fiat-Triebwagen gebildet. Die betagten Triebwagen teilen sich hier die Umläufe mit den moderneren ATR 220 "Swing", wobei wohl keine festen Umlaufpläne bestehen dürften, zumindest war für uns kein solcher erkennbar ;)

Noch lässt sich hier der Dieselbetrieb beobachten, die Elektrifzierung ist mittlerweile aber beschlossene Sache und insbesondere im nördlichen Streckenabschnitt bereits im vollen Gange.

Datum: 18.04.2019 Ort: Africo Nuovo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn663 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 0 Punkte
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Caimani a pranzo
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 02.02.20, 13:11
An sich wird der Gesamtverkehr auf der 26 Kilometer langen Stichstrecke Colico - Chiavenna durch Trenord (noch) von den Elektrotriebwagen der Reihe ALe 582 erbracht. Lokbespannte Züge sucht man dort also in der Regel vergeblich. Da stellte ein am 17. Oktober 2019 verkehrender, mit zwei "Caimani" bespannter Messzug eine willkommene Abwechslung dar. Auf der mittäglichen Rückfahrt ab Chiavenna erwartete ich das exklusive Gespann aus E 656 570, die erst Ende 2018 von Mercitalia Rail an den Infrastrukturbetreiber RFI abgegeben wurde, dem Messwagen "Aldebaran 2", einem Gran Confort-Wagen erster Klasse und E 656 565 am Zugschluss als NCL 97477 (Chiavenna – Bergamo) in Verceia (SO).

Hinter dem Ort mit der Chiesa di San Fedele (benannt nach einem zum Märtyrer stilisierten römischen Soldaten, der - so die Überlieferung - zum Christentum konvertierte, infolgedessen unter Kaiser Diokletian in Gefangenschaft geriet und im Jahre 298 n. Chr. schließlich auf der Flucht getötet wurde) und dem Lago di Mezzola, der vom aus dem Bergell kommenden Flüsschen Mera gespeist wird, ragen die steilen Hänge der zum See hin abfallenden Alpen empor. Man mag es angesichts des doch deutlich anderen Landschaftscharakters kaum glauben, aber der mondäne Schweizer Wintersport- und Kurort St. Moritz ist nur etwa 40 Kilometer Luftlinie entfernt, der Silsersee knapp 30.

Wie die auch zur Mittagszeit am unteren Bildrand knabbernden Schatten erahnen lassen, ist das Zeitfenster, in dem dieser Ausblick in den Herbst- und Wintermonaten in der Sonne liegt, recht kurz. Von daher hatte ich es mit den Fahrzeiten des Messzugs wirklich sehr glücklich getroffen! :)

PS: Eine durch die rechte obere Bildecke verlaufende Stromleitung habe ich nachträglich per Photoshop entfernt.

Datum: 17.10.2019 Ort: Verceia [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: RFI
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 17 Punkte

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Am Capo Bruzzano
geschrieben von: Voreifel-218er (24) am: 01.02.20, 18:23
Wie schon am Tag zuvor war auch am zweiten Tag meines Aufenthalts in Kalabrien frühes Aufstehen angesagt. Gegen 5.20 Uhr verließ ich die Pension in Reggio di Calabria, um zwanzig Minuten später mit dem ersten Zug des Tages in Richtung Africo Nuovo zu fahren. Zu Fuß ging es zum etwa zwei Kilometer entfernen Capo Bruzzano, wo an der bereits in der Galerie vertretenen Stelle auf den morgendlichen Intercity nach Tarent gewartet werden sollte.
Da ich aber noch fast eineinhalb Stunden zu überbrücken hatte, probierte ich einfach mal den Blick von der anderen Seite der kleinen Bucht aus, die gerade von den ersten Sonnenstrahlen beleuchtet wurde.

Das Ergebnis ist ein Bild dieses ALn663, der als Regionale 22477 gerade auf dem Weg nach Reggio war.

Zuletzt bearbeitet am 02.02.20, 14:13

Datum: 09.01.2020 Ort: Africo Nuovo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn663 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Zebra-Triple
geschrieben von: Dennis Kraus (642) am: 29.01.20, 14:58
Gleich mit drei Zebras der Baureihe EU 43 an der Spitze, davon aber nur zwei aufgerüstet, rollte am 23.01.2020 ein Stahlzug vom Brenner herab Richtung Süden. Mit dem Rio Lusina im Vordergrund wurde der Zug bei Auer/Ora bildlich festgehalten.

Datum: 23.01.2020 Ort: Auer / Ora [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-EU43 Fahrzeugeinsteller: RTC
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Vergangene Klassiker
geschrieben von: Nils (435) am: 28.01.20, 16:21
Auch wenn die klassische Fotostelle an der ligurischen Küste bei Cervo schon mehrfach in der Galerie vertreten ist, schlage ich hier noch einmal eine leicht veränderte Variante mit weniger Tele und mit Güterzug vor. Während meiner Tour im März 2015 hatte ich tatsächlich Glück zwei Güterzüge an diesem Motiv zu fotografieren. Am Tag zuvor klappte das Motiv in der Televariante im Bestlicht mit E656. Am Tag später, dem 04.03.2015 spielte das Wetter jedoch nicht mit. Ich setzte mich deshalb einfach wieder auf den Felsen und genoss das Rauschen der Wellen und den Blick aufs Mittelmeer. Mit einem Bild rechnete ich überhaupt nicht. Auf einmal kam für ca. 2 Minuten die Sonne raus und genau in diesem Moment tauchte E655 276 mit ihrem Stahlzug aus dem Tunnel hervor. Welch ein Glück! Tja, mittlerweile ist das alles Vergangenheit. Die Strecke verläuft nun neu trassiert durch einen Tunnel etwas weiter im Landesinneren und die "Caimano" der Reihen E655/656 dürften auch demnächst das zeitliche segnen.

Datum: 04.03.2015 Ort: Cervo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E655 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Circumetnea - VI
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 25.01.20, 17:58
- Fortsetzung zu [www.drehscheibe-online.de] -

Immer wieder beeindruckend im Verlaufe der Ferrovia Circumetnea sind die ausgedehnten Lavafelder, die der unberechenbare Ätna im Laufe der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte durch seine größeren Eruptionen ausgeformt hat. Besonders ober- und unterhalb der Kleinstadt und Pistazienhochburg Bronte säumen die erkalteten, mitunter bizarr geformten Lavaformationen die Strecke. Anders als im weiter nördlich gelegenen Randazzo, wo letztmalig im März 1981 die glühenden Ströme der Stadt bedrohlich nahe rückten, geht das Lavafeld unterhalb von Bronte auf ältere Ausbrüche in den Jahren 1651 und 1843 zurück.

Mittels zahlreicher Kurven windet sich das schmalspurige 950mm-Gleis (die "italienische Meterspur"), stetig an Höhe gewinnend, mitten hindurch. Am 12. September 2019 hat gegen viertel nach acht ADe 19 als erster Zug des Tages (im Fahrplan mit der prestigeträchtigen Nummer eins gekennzeichnet ;)) von Catania Borgo nach Randazzo einen nicht unerheblichen Teil des Anstiegs bereits geschafft. Auf rund 830 Höhenmetern knattert er zum Aufnahmezeitpunkt dahin. Gestartet ist er in Catania auf etwa 30 Metern über dem Meer, bis zum Scheitelpunkt fehlen nur noch knapp 150.

Im Hintergrund schweift der Blick südwärts bis weit ins sizilianische Binnenland. Hinter dem fruchtbaren, grünen Tal des Simeto, seines Zeichens mit 113 Kilometern der zweitlängste Fluss Siziliens (im Spätsommer vielerorts dennoch eher ein Rinnsal), erheben sich karge Hügelketten, die der Lavalandschaft rund um Bronte in Sachen Unwirtlichkeit in nichts nachstehen. In gerader Linie hinter dem Zug ist in dritter Reihe schwach das Städtchen Centuripe auszumachen. Und früher einmal verlief irgendwo zwischen diesen Hügelketten auch eine regelspurige Nebenstrecke von Motta S. Anastasia nach Regalbuto, deren hinteres Teilstück nur von 1952 bis 1973 in Betrieb war. Ursprünglich sollte sie mittels eines ambitionierten Tunnels durch die Berge der Madonie bis an die Nordküste geführt werden, doch das blieb letztlich kühne Träumerei und ist ein ganz anderes Kapitel...

Datum: 12.09.2019 Ort: Bronte [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ADe Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Kleiner Fiat in unendlicher Weiter!
geschrieben von: KBS720 (58) am: 22.01.20, 21:28
Am 15. April 2019 kamen wir nachmittags mit dem Zug in Bari an, wo wir umgehend einen Mietwagen übernahmen. Da das Wetter abends überraschend gut war, wollten wir die letzten Sonnenstrahlen des Tages noch nutzen und positionierten nahe des für den nächsten Tag angedachten Fuzzgebiets.

Der erste Zug in Form eines Swing versetzte uns noch ein bisschen in Angst und Schrecken („Ach, die fahren hier auch?!“), doch schon beim zweiten war die Welt wieder in Ordnung: Fiat gibts natürlich auch noch! :-)

Das Stinkerle ist hier als R 3525 unterwegs von Foggia nach Potenza.

Datum: 15.04.2019 Ort: Ordona [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Ein kalabrischer Wintertag
geschrieben von: Voreifel-218er (24) am: 22.01.20, 18:48
Entlang der ionischen Küste führt eine eingleisige Eisenbahnstrecke von Tarent an der Innenseite des „Absatzes“ bis Reggio di Calabria in der „Stiefelspitze“ Italiens. Neben verschiedenen Triebwagenbaureihen, welche den Regionalverkehr auf den meisten Abschnitten übernehmen, gibt es auch (wieder) zwei durchgehende Zugpaare, die aus je zwei IC-Wagen und einer Lokomotive der Baureihe D445 gebildet werden und der Strecke bei Eisenbahnfreunden internationale Bekanntheit einbrachten.

Nachdem ich zuvor immer wieder Bilder dieser Züge gesehen hatte, veranlassten mich die guten Wetteraussichten für Anfang Januar, dieser recht armen und wenig touristischen Region im äußersten Süden des italienischen Festlands einen Besuch abzustatten. Oberhalb eines Tunnels wurde bei Palizzi Marina Stellung bezogen und mit Blick auf das sich entlang der Küstenlinie schlängelnde Gleis auf den frühnachmittäglichen Starzug der Strecke gewartet. Dieser tauchte dann mit reichlich Verspätung in Form von D445 1126 auf, welche sich mit ihren zwei Wagen als IC 558 unterhalb des Fotografen in die Kurve legte.


Ein Agavenblatt, das der Lok gefährlich nah kam, wurde digital zurückgeschnitten.

Datum: 08.01.2020 Ort: Palizzi Marina [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Ein Tag, der entschädigt
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 22.01.20, 17:32
Wie ich bestimmt schon einmal unter einem anderen Bild geschrieben habe, startete unsere Italien-Tour im letzten September wettertechnisch erstaunlich wechselhaft, sodass auch die Foto-Erfolge in den ersten Tagen eher rar waren. So hatten Yannick und ich uns den Spätsommer in "Bella Italia" jetzt nicht vorgestellt... Entschädigt hat uns dann aber der 4. September 2019, der in den Marken zwischen Adria und Apennin mit Sonnenschein von früh bis spät aufwarten konnte, einem kleinen Zwischenhoch sei Dank! :)

Während wir seit dem Morgen an der stets parallel zum Meer führenden Nord-Süd-Hauptstrecke, der von Ancona nach Lecce führenden Ferrovia Adriatica, aktiv waren - Überbrückung der "Hochlicht-Phase" am endlosen Sandstrand inklusive -, wechselten wir für die letzten Bilder des Tages an die Nebenbahn von Civitanova Marche über Macerata nach Fabriano, die durch eine fruchtbare, landwirtschaftlich genutzte Bilderbuchlandschaft im Apennin-Vorland verläuft. Einige Täler werden dabei mittels aufwendiger Viadukte (insgesamt 20 Stück) überquert. Einer der markantesten von ihnen liegt östlich von Tolentino in den grünen Hügeln und wird derzeit Schritt für Schritt saniert und für die Zukunft ertüchtigt.

Die tief stehende Abendsonne sorgte für ein abwechslungsreiches Spiel aus Licht und Schatten und kaschierte auch die am gegenüberliegenden Brückenkopf versammelten Baufahrzeuge gnädig. Golden glänzend zeigte sich hingegen der als Regionale 7120 (Fabriano - Macerata) fahrende ATR 220. Die acht der Region Marche zugeteilten Pesa-Triebwagen haben ab Mitte 2015 sukzessive die älteren ALn 668 verdrängt und erbringen mittlerweile den Gesamtverkehr auf der Strecke. Wie es "früher" aussah, hat Gunar schon in der Galerie gezeigt: [www.drehscheibe-online.de]

Datum: 04.09.2019 Ort: Tolentino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ATR220 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Tigre smagliante, casa fatiscente
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 21.01.20, 17:37
Gegensätzlicher könnte das Erscheinungsbild der beiden "Protagonisten" dieses Bildes kaum sein: Während der "Tigre" E 652 171 - ganz untypisch für Loks von Mercitalia Rail - aussieht wie ein junger Gott, ist das alte Bahnwärterhaus am Streckenkilometer 64 (gezählt von Trofarello bei Turin aus, wo die Strecke nach Cuneo und Savona jene nach Asti/Alessandria verlässt) seit geraumer Zeit dem Verfall preisgegeben und bietet eher einen traurigen Anblick.

Fotografisch gesehen reizte es mich allerdings durchaus, denn landschaftliche Höhepunkte sucht man in der landwirtschaftlich geprägten Ebene zwischen Fossano und Cuneo vergeblich, sodass die Ruine eine markante Landmarke am Schienenstrang darstellt. Nachdem sie den entgegenkommenden Klinker-Zug von Robilante nach Trino Vercellese hat passieren lassen, schleicht die E 652 171 mit TRA 50901 (Torino Orbassano - Cuneo) langsam aus der Kreuzung im Bahnhof Centallo und passiert das Bauwerk, ehe sie die letzte Etappe bis zum Zielbahnhof in Angriff nimmt.

Von Cuneo aus werden die Getreidewagen noch am selben Abend mit der D 445 1018 nach Busca gebracht und in den Anschluss des Stärke-, Futtermittel- und Rohalkoholherstellers Sedamyl zugestellt werden. Die Rückfahrt von ebendort war am nächsten Morgen mein Ziel: [www.drehscheibe-online.de]

Grazie Federico fürs Vormelden der Fuhre! :)

Zuletzt bearbeitet am 21.01.20, 17:54

Datum: 10.10.2019 Ort: Centallo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E652 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Una coincidenza inaspettata
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 19.01.20, 19:14
Unerwartet klappte es im zweiten Anlauf dann doch noch mit einem passenden Zusammentreffen von Wolkenlücke (in meinem Rücken war der Himmel deutlich wechselhafter, als der Ausblick erwarten lässt...) und Zug, letzterer sehr zu meiner Freude sogar in Form eines ALn 663, namentlich ALn 663 1114 als Regionale 3672 (Reggio di Calabria - Catanzaro Lido).

Alles nur glücklicher Zufall? Gut möglich. Die frommen Fischer von Bova Marina würden den Erfolg freilich der heiligen Jungfrau zuschreiben, die vom hoch auf einem Felsen thronenden Santuario della Madonna del Mare stets einen wachsamen Blick auf den Ort und das Meer wirft, auch wenn es zum Aufnahmezeitpunkt bescheiden im Schatten einer Wolke in den Hintergrund trat. Die Madonna del Mare ist Schutzpatronin von Bova Marina, seitdem eine Gruppe Fischer eine antike Madonnenstatue auf dem Meeresboden hier vor dem äußersten Südzipfel des kalabrischen Festlands gefunden hat.

Neben der Sonne, die mit ihren letzten Strahlen die bizarren Felsformationen am Strand in ein goldenes Licht taucht, ist auch der Mond bereits am Firmament zu sehen, während rechts im Hintergrund schwach erkennbar ein Containerschiff Kurs auf Nordafrika nimmt. Auch ich werde mich an diesem Abend des 9. September 2019 noch "einschiffen", allerdings nur von Villa San Giovanni aus auf die Fähre nach Sizilien...

Datum: 09.09.2019 Ort: Bova Marina [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn663 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Sekunden bevor die Sonne verschwand
geschrieben von: Yannick S. (665) am: 12.01.20, 22:54
Nachdem wir Dank einer etwas fixeren Autofahrt noch dieses Bild hier hinbekommen haben [www.drehscheibe-online.de] , eilten wir schnell zurück ins Auto, um zu versuchen den Zug auf der halbwegs parallelen Straße zu überholen und ein zweites Foto einige Kurven weiter aufzunehmen. Der Zug war doch um einiges schneller als erwartet, sodass es auf der Straßenbrücke eine ziemliche Zielbremsung wurde. Zum Glück war auf der Straße gerade kein Verkehr, doch Zeit zum Objektivwechsel blieb leider nicht mehr, daher ist dieses Foto ein Ausschnitt.

Datum: 06.09.2019 Ort: Taccone [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-M4 Fahrzeugeinsteller: Ferrovie Appulo Lucane (FAL)
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Mit dem Oldtimer um den Ätna
geschrieben von: Jens Naber (404) am: 12.01.20, 12:30
Im März 2017 waren die letzten RALn64 noch im regelmäßigen Einsatz auf der Circumetnea, rund zwei Jahre später kam für die formschönen Triebwagen leider das Einsatzende. Mit dem typisch kernigen Sound rumpelt der RALn64 02 als Treno 30 Randazzo - Catania Borgo an einem sonnigen Märznachmittag durch einen ehemaligen Haltepunkt bei Passo Zingarro. Als kleinen Bonus führte der Triebwagen an diesem Tag noch einen Reisezugwagen mit. Da er unmittelbar zuvor in der gleichen Komposition bergwärts unterwegs war, tippten wir auf einen Schülerzug, nach dieser Pendelfahrt verschwand der Beiwagen für den restlichen Tag jedenfalls wieder.

Datum: 24.03.2017 Ort: Passo Zingaro [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-RALn64 Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Einer der allerletzten seiner Art
geschrieben von: Yannick S. (665) am: 18.12.19, 16:59
Der Stern der letzten älteren E-Lok Baureihen bei Trenitalia ist stetig am sinken. Sei es im Personenverkehr die E444, oder im Güterverkehr die E632 oder E656; um eine dieser Loks noch einmal zu erwischen braucht man eine gehörige Portion Glück.

So wie am 04. September 2019 an der Ostküste Italiens bei Pedaso. Eigentlich waren Julian und ich dorthin gefahren, um unser Glück mit den E444 herauszufordern, die eigentlich nur noch dort, zum damaligen Zeitpunkt, halbwegs planbar fuhren. Nachdem der IC mit einer E444 geklappt hatte, standen für die nächste Zeit erst einmal nur Triebwagen an. Nachdem ich die allerdings bereits nach einem Foto gefühlt gesehen hatte, wagte ich es mal an das andere Ortsende von Pedaso zu fahren, um dort beim nordfahrenden IC auf eine ziehende Lok zu hoffen. Dieser Wunsch blieb mir natürlich verwehrt. Ich war noch dazu etwas angefressen als dann kurz darauf eine E405 mit einem Güterzug gen Süden fuhr, mit der ich hier so rein gar nichts anfangen konnte. Wir waren per WhatsApp schon wieder am ausmachen eines Treffpunktes, um anschließend eine Stelle für den nächsten im Licht fahrenden IC zu suchen, da schreckte mich eine WhatsApp erheblich auf! Sie lautete: "Caimano mit KeWa!!!" und Sekunden hinterher "Aber auch Graffiti". Uff! Ich konnte es kaum fassen und kurz darauf kam tatsächlich ein Caimano im Einsatz für Mercitalia über die Brücke gerumpelt! Leider behielt Julian allerdings auch in Sachen Graffiti recht...

Erst zu Hause, als mir Julian mitteilte, dass noch wesentlich weniger Caimanos überhaupt noch im Einsatz stehen würden, als wir zuerst angenommen hatten, entschied ich mich das Mammutprojekt anzugehen und den Caimano eine letzte Reinigung zu verpassen. Es war doch etwas Arbeit, aber so war der Abschied vom Caimano dann innerlich doch etwas leichter zu ertragen. ;-)

Datum: 04.09.2019 Ort: Pedaso [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Im Schnellzug durch die Berge
geschrieben von: 294-762 (218) am: 13.12.19, 15:48
Einmal quer durch Italien fährt der Freccia Argento FA8305 von (Neapel-) Benvento nach Foggia. Dabei fährt er über die überwiegend eingleisige Strecke welche sich durch eine bergige Landschaft schlängelt. Hier überquer der 485 007 bei Pepe eine etwas größere Brücke auf dem Weg nach Foggia. Die Strecke hat leider keinen Nahverkehr mehr und die meisten Bahnhöfe sind aufgelassen.

Datum: 15.09.2019 Ort: Pepe [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR485 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Prima che arrivi l'ombra
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 05.12.19, 17:51
Zu den für mich spannendsten Streckenführungen auf Sizilien (eigentlich in ganz Italien...) zählt die Trassierung der Strecke Siracusa - Gela - Canicattì im Abschnitt rund um Ragusa. Auf nur wenigen Kilometern Länge schraubt sich die Bahnlinie vom unterhalb des Stadtteils Ibla auf 300 Metern über dem Meer gelegenen Vorortbahnhof gut 200 Meter empor, mehrere Tunnel und eine halboffene Kehrschleife inklusive. Der "Hauptbahnhof" (nein, das Prädikat "Centrale" maßt sich die bescheidene Station mit zwei Bahnsteiggleisen nicht an) der 70.000 Einwohner-Stadt im sizilianischen Süden liegt auf 514m.

Diese wenigen Kilometer bieten dementsprechend auch eine Unzahl an Fotomotiven, die allerdings nicht alle ganz einfach zu erreichen und umzusetzen sind. Für die nachmittägliche Ansicht mit der spätbarocken Altstadt Ragusa Ibla im Hintergrund, die seit 2002 gemeinsam mit weiteren Städten im Val di Noto zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, mag das zumindest eingeschränkt auch gelten, obwohl bereits Aufnahmen aus der Dampflok-Zeit von dort existieren. Hat man den Weg über ein verwildertes Grundstück auf eine Felsterrasse allerdings erst einmal gefunden, steht - abgesehen von der Mückenplage, die im Sommer aus dem feuchten Talgrund hinauf kommt - einem entspannten Warten auf die Züge nichts mehr entgegen. Eigentlich zumindest...

Warum nur eigentlich? Nun ja, am 16. September 2019 gestaltete sich das Unterfangen der Aufnahme mental doch etwas strapaziös. Zuerst waren da einmal die entgegen aller Wetterprognosen just in diesem Zipfel der Insel vor sich hin wabernden Quellwolken, die sich kaum für eine erkennbare Zugrichtung entscheiden wollten. Darüber hinaus hatten beide in Ragusa am Nachmittag kreuzenden ALn 668er laut Trenitalia-App eine Verspätung im mittleren zweistelligen Minutenbereich aufgebaut (warum auch immer...), die mich zusehends zweifeln ließ, ob die Sonne noch lange genug ins Tal scheinen würde. Tja, und als dann schließlich der erste von beiden über den Viadukt knatterte und ich schon für Sekundenbruchteile erleichtert war, dass alles zu klappen schien, entpuppte sich dieser ALn 668 als besonders großflächig und unattraktiv mit Graffiti überzogenes Exemplar. Letztlich ging aber doch alles gut, denn der Gegenzug in Form des 15 - 20 Minuten verspäteten Regionale 12801 (Gela - Siracusa) zeigte sich nach einer augenscheinlich erst kurz zuvor durchlaufenen Rosskur mit aggressiven Reinigungsmitteln (ein Teil der nur aufgeklebten Zierstreifen war ihr ebenfalls zum Opfer gefallen, wohingegen sich die Trittstufen am Mitteleinstieg noch stylish in pink zeigten ;)) gerade noch rechtzeitig ehe der Schatten weit an der Brücke hinauf kriechen und Tal und Bahnstrecke in Dunkelheit tauchen konnte.

Datum: 16.09.2019 Ort: Ragusa [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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D345 im historischen Gewand!
geschrieben von: KBS720 (58) am: 28.11.19, 19:54
Im Frühjahr 2019 waren wir ein paar Tage rund um Melfi im fotografischen Einsatz. Am 16. April wollten wir uns hauptsächlich um die (noch)Dieselpiste von Foggia zum Fiat-Werk in Melfi kümmern, die von "häßlichen Kuttern" (O-Ton eines Bekannten) befahren wird.

Teile unserer Reisegruppe hatten allerhöchste Zweifel, weil im Grund genommen weder die Landschaft noch die Bahnstrecke den Anschein machten, als würde es hier Güterverkehr zu einem großen Autowerk geben (über die Geschichte des Fiat-Werks gabs bei DSO ja schon einiges zu lesen, Stichwort Förderung strukturschwacher Regionen). Und so standen wir morgens auf einer Brücke und harrten der Dinge, die da kommen mögen. Und tatsächlich, nur wenige Minuten nach der fahrplanmäßigen Durchfahrtszeit senkten sich die Schranken und laut röhrend zogen zwei D345 unter den Fotografen hindurch. Im ersten Moment waren wir leicht enttäuscht, daß sich die D345 1121 an zweiter Stelle befand. Aber gemäß dem Motto "Was nach hinten fährt, muß auch wieder vorkommen" suchten wir zur Vormittagszeit dann eine Stelle, an der wir die Lok etwas frontaler fuzzen konnten.

Nahe Roccetta S. Antonio laufen die Strecken von Melfi sowie der Fiat-Anschluß zusammen. Gemeinsam mit dem alten verfallenen Bahnhofsgebäude eine tolle Kombi, oder? Rechtzeitig positionierten wir uns und wurden nicht enttäuscht: Nach einer längeren Pause im Werk fuhr das D345-Doppel 1121 + 1091 nahezu planmäßig an den Fotografen vorbei.

Datum: 16.04.2019 Ort: Rocchetta Scalo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D345 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Abwechslung am Alpenrand
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 25.11.19, 14:25
An sich wird der Gesamtverkehr auf der 26 Kilometer langen Stichstrecke Colico - Chiavenna (noch) von den Elektrotriebwagen der Reihe ALe 582 erbracht. Lokbespannte Züge sucht man also in der Regel vergeblich. Am 16. und 17. Oktober 2019 allerdings war der Messwagen "Aldebaran 2" des italienischen Bahninfrastrukturbetreibers Rete Ferroviaria Italiana (RFI) im Veltlin, am Comer See und im Val Chiavenna zu Gast. Ergänzt durch einem Gran Confort-Wagen erster Klasse im XMPR-Lack und mit einem Sandwich aus E 656 570 und E 656 565 bespannt, gelangten so gleich zwei Bo'Bo'Bo'-Klassiker auf die Nebenbahn am Fuße der Lepontinischen und Rätischen Alpen.

Da die optisch in tadellosem Zustand befindliche E 656 570 am Südende des Zuges stand, bot sich für die Hinfahrt als NCL 97476 (Colico - Chiavenna) die lange, zumindest teilweise bewuchsfreie Gerade bei Dubino als Laufsteg an, um die Garnitur mit den vom Morgenlicht plastisch ausgeleuchteten Alpengipfeln als Hintergrund in Szene zu setzen. Leicht "angeherbstelt" war die Umgebung auch schon, wenngleich ich Mitte Oktober eigentlich mit etwas weiter fortgeschrittener Laubfärbung gerechnet hätte.

Den höchsten Gipfel des etwa mittig im Bild liegenden Bergstocks bildet der felsig-blanke Pizzo di Prata (2727m), während die nach rechts langsam im Blattwerk verschwindende Bergkette in Richtung Schweizer Grenze (ca. 45 Kilometer Luftlinie sind es bis St. Moritz) noch etwas höher ansteigt. Schon schneebedeckt grüßt von links aus dem Hintergrund der Pizzo Stella (3163m).

Zuletzt bearbeitet am 28.01.20, 13:31

Datum: 17.10.2019 Ort: Dubino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: RFI
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Rocca di Cefalù
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 18.11.19, 00:04
Bis zu 270 Meter ragt der massige Felsklotz Rocca di Cefalù unmittelbar am Meer empor. Auf ihm lagen die prähistorischen und antiken Vorgänger-Siedlungen des heutigen Cefalù. Davon zeugen auf seinem Gipfelplateau unter anderem die Ruine eines Artemis-Tempels aus dem 9. Jahrhundert vor Christus, eine Zisterne aus arabischer Zeit und die normannische Festungsruine mit ihrer als weißes Band erkennbaren Umfassungsmauer.

Die wichtige Landmarke an der sizilianischen Nordküste lässt sich auch mit der Eisenbahn gemeinsam in Szene setzen. Die Hauptstrecke Messina - Palermo strahlt in diesem Abschnitt mit ihrer eingleisigen Trassierung und älteren Fahrleitungsmasten - anderswo stehen schon Gittermasten neueren Datums - noch klassisches FS-Flair aus.

Passend dazu schickte die Fondazione FS am 15. September 2019 eine ALn 668er-Garnitur im Gewand der Siebziger- und Achtzigerjahre auf die Reise entlang des Tyrrhenischen Meeres. Der umfangreiche historische Bestand, von dem ein Großteil der ALn 668er derzeit auf Sizilien zusammen gezogen ist, ermöglicht dabei problemlos auch Vierer-Einheiten. An der Spitze des Treno storico 96812 (Palermo - Tusa) war an diesem Tag ALn 668 1904, 1975 von Fiat Ferroviaria in Savigliano an die FS geliefert.

Dieser Streckenabschnitt (Ogliastrillo - Castelbuono) soll nach aktuellem Planungsstand 2023 durch eine weitestgehend im Berg liegende, zweigleisige Variante ersetzt werden, inklusive unterirdischem Bahnhof in Cefalù.

Datum: 15.09.2019 Ort: Sant'Ambrogio [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Fondazione FS
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Avanti, Tigre, avanti!
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 17.11.19, 11:58
Am Morgen des 3. September 2019 fanden wir uns in einem Hotel in der Peripherie von Prato wieder. Eigentlich viel weiter nördlich, als wir gemäß grober Urlaubsplanung sein wollten. Aber ehe man im Mezzogiorno im Regen sitzt, rödelt man eben auch von Rom noch mal in die Toskana hoch...

Ziel am Vormittag sollte die alte Direttissima Bologna - Prato (- Florenz) sein, die ab 1934 DIE Querung des Apennin darstellte und erst mit Eröffnung der parallelen Hochgeschwindigkeitsstrecke 2009 wieder etwas an Bedeutung einbüßte.

Einen tollen Ausblick hatten wir oberhalb von Carmignanello in unmittelbarer Nachbarschaft der Burgruine auf dem Rocca di Cerbaia gefunden. Zusammen mit der kleinen Wanderung vom Talgrund hinauf und einer Burgbesichtigung (umfangreiche, zweisprachige Infotafeln informieren) ein schönes Ausflugsprogramm, aber irgendwie ganz ohne Zug bei Sonne dann doch nicht so schön, wie es sein könnte...;)

Als sich mal wieder ein größerer Sonnenspot vor Ort ausgebreitet hatte, aber planmäßig kein Zug anstand, hofften wir dementsprechend stark darauf, dass sich doch bitte irgendetwas außerplanmäßig auf den Gleisen tun sollte. Und tatsächlich tauchte dort hinten nach längerer Warterei ein Mercitalia-Containerzug mit einem "Tigre" in XMPR-Lack auf. Leider aber unerträglich langsam, sodass der nächste Wolkenschatten schon wieder bedrohlich schnell heran rückte... Es hallten also in purer Verzweiflung Anfeuerungsrufe durch das Tal - Avanti, Tigre, avanti!

Letztlich klappte es wirklich haarscharf mit der Sonne. Dank 86 Minuten Verfrühung passte auch das Seitenlicht noch wunderbar für den TME 52225 (Verona Quadrante Europa - La Spezia Migliarina).

PS: Das Bild ist aus zwei übereinander angeordneten Querformat-Aufnahmen entstanden, um noch ein bisschen mehr vom Wolkenhimmel zeigen zu können.

Datum: 03.09.2019 Ort: Carmignanello [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E652 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Silhouette alla siciliana
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 16.11.19, 19:33 Top 3 der Woche vom 01.12.19
"Die Bäume! Schaut, die Bäume! Der Ruf aus der ersten Kutsche durchlief von vorn nach hinten die Reihe der in einer weißen Staubwolke fast unsichtbaren anderen vier, und an jedem Fenster spiegelte sich erschöpfte Erleichterung in schweißüberströhmten Gesichtern. Die Bäume, offen gestanden, waren bloß drei und es waren Eukalypten, die knorrigsten Söhne von Mutter Natur; doch es waren auch die ersten, die gesichtet wurden, seit die Familie um sechs Uhr morgens Bisacquino verlassen hatte. Jetzt war es elf, und in den fünf Stunden hatte man nichts als träge, in der Sonne gelb auflodernde Hügelkuppen gesehen."

Mit diesen Zeilen leitet Giuseppe Tomasi di Lampedusa den zweiten Teil seines "Gattopardo" ein, jenes 1958 erstmals erschienenen Romans, der gleichermaßen Familientragödie, Chronik des italienischen Risorgimento und Sittenbild des sizilianischen Lebens in der Mitte des 19. Jahrhunderts ist. Die Worte des Autoren erfassen den Landschaftseindruck von Zentral- und Südsizilien eigentlich sehr gut - Im Binnenland häufig karg, mitunter abweisend, mal aber auch überaus reizvoll...

Quer durch diese Landschaft führt die Bahnstrecke von Lentini Diramazione über Caltagirone nach Gela, wobei letzteres Teilstück nach Jahrzehnten der Nichtvollendung nur von 1979 bis 2011 in Betrieb war, ehe ein überraschender Brückeneinsturz (sic!) der Verbindung den Garaus machte... Projektiert ist ein Wiederaufbau für 2022. Vediamo un po' cosa succede! ;)

Fokussieren muss man sich fotografisch derzeit also auf den Abschnitt zwischen Lentini und Caltagirone, wobei sich entlang der großzügigen Trassierung durch die offene Landschaft durchaus ein paar Fotomotive finden lassen. Dank der spärlichen Vegetation findet sich nördlich von Vizzini - (auch) für Italien höchst untypisch - sogar ein vollkommen bewuchsfreier Bahndamm, der sich abends für Silhouetten-Aufnahmen geradezu anbietet. In passender Zeitlage rollte am 15. September 2019 die D 445 1006 der Fondazione FS mit einem vierachsigen Gepäck-, zwei Centoporte- und einem Corbellini-Wagen als Treno storico 96864 (Caltagirone - Siracusa) in den Sonnenuntergang und nahm eine kurze Zwischensteigung in Angriff, ehe es ab Militello in Val di Catania bis Lentini stetig bergab gehen wird. Der im Rahmen des Ausflugszug-Programms "Treni storici del Gusto" verkehrende Zug sorgte an diesem Sonntag prompt für eine Steigerung des Angebots um 50%.

PS: Ein nur fragmentarisch über dem letzten Wagen erkennbares Windrad habe ich nachträglich (= digital) entfernt, da es m. E. die Harmonie der Silhouette ein bisschen gestört hätte. Das linke habe ich als Gegenpol zum Gesträuch rechts stehen gelassen, auch wenn es bei streng dogmatischer Betrachtung natürlich nicht zum historischen Zug passt. Aber es bleibt eben eine Aufnahme aus dem Hier und Jetzt...! :)

Zuletzt bearbeitet am 16.11.19, 23:27

Datum: 15.09.2019 Ort: Vizzini [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Fondazione FS
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 18 Punkte

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Circumetnea - V
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 09.11.19, 18:34 Top 3 der Woche vom 24.11.19
- Fortsetzung zu [www.drehscheibe-online.de] -

Zwischen Lavafeldern und verlassenen Wein- und Obstgärten finden sich entlang der Circumetnea auch immer wieder die Ruinen alter Gutshöfe, Scheunen und Lagerschuppen, die - wenn nicht bereits wieder von der Vegetation zurückerobert oder als Müllkippe missbraucht - aus ihrem Inneren den ein oder anderen interessanten Blickwinkel auf die Bahn erlauben.

Nur wenige Meter vom letzten Foto meiner FCE-Serie entfernt bietet sich durch einen längst seiner Funktion beraubten Türrahmen diese Aussicht auf den nachmittäglichen Zug 26 (Riposto - Randazzo) und die Weinberge (Tipp für Freunde schwerer Rotweine: Der vorzügliche Nerello Mascalese "O’scuru o’scuru" der Kooperative Al Cantàra von 2016!) bis hin nach Castiglione di Sicilia.

Dessen sehenswerter Ortskern thront oberhalb der Alcantara-Schlucht auf einem Bergsporn und ist leider heute - anders als die Fraktion Solicchiata, deren Bahnhof der Triebwagen vor wenigen Minuten verlassen hat - nicht mehr per Bahn erreichbar. Der betreffende, aufwendig trassierte Abschnitt der Circumetnea wurde schon 1961 stillgelegt und ab Linguaglossa durch eine erheblich kürzere Variante ersetzt. 1994 folgte schließlich auch die Einstellung des regulären Personenverkehrs auf der Regelspurstrecke Alcantara - Randazzo, die Castiglione ebenfalls bediente. Letztere blickt möglicherweise aber einer Renaissance im Ausflugsverkehr entgegen, wobei derartige Pläne gerade in Süditalien mit einer gehörigen Portion Skepsis zu genießen sind, obgleich auf Basis eines entsprechenden Gesetzes zur Förderung und Wiederbelebung des touristischen Bahnverkehrs in den letzten Jahren doch teils beachtliche Leistungen erbracht wurden...

Datum: 13.09.2019 Ort: Solicchiata [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ADe Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Mare blu profondo
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 10.11.19, 01:23
Die Italo-Charts mit ihren wenig tief schürfenden, aber eingängigen Sommerhits waren ständiger Begleiter während der Urlaubstage, die wir zum Ende einer wetterbedingt etwas arg kreuz und quer über den Stiefel verlaufenden Fototour an der Ionischen Küste in Kalabrien verbrachten. Besungen wurde unter anderem - wie sollte es bei gut 7500 Küstenkilometern auch anders sein - das tief blaue, die Sehnsucht weckende Meer.

Einen herrlichen Ausblick auf dessen schier unendliche Weite hat man abends in Bova Marina, nur wenige Kilometer vom südlichsten Punkt des italienischen Festlands am Capo Spartivento entfernt.

Und rein zufällig mogelt sich dort auch noch die Eisenbahn ins Bild, in Form der Ferrovia Jonica, die Reggio di Calabria stets der Küste folgend mit Taranto verbindet.

Während nördlich von Catanzaro die Elektrifizierungsarbeiten bereits auf Hochtouren laufen, ist hier unten ganz im Süden noch alles beim Alten und Dieselfahrzeuge werden noch ein paar Jahre in passendem Umfeld das Bild prägen, ehe auch hier die Bagger anrücken. Neben den beiden IC-Zugpaaren mit D445 und ein paar wenigen "Swing" aus dem Hause PESA sind das vor allem die ALn 663. Hier im Bild ALn 663 1193 als Regionale 22496 (Reggio di Calabria - Roccella Jonica).

Datum: 09.09.2019 Ort: Bova Marina [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn663 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Der kleine Lavaflitzer
geschrieben von: Jan vdBk (635) am: 05.11.19, 17:59
Nachdem gerade die FCE vermehrt in der Galerie gezeigt wird, will ich auf die "Welle" ebenfalls aufspringen. Und da ich erst durch eine der Voreinstellungen erfahren habe, dass die formschönsten Triebwagen, die RALn64, abgestellt wurden, "muss" ich natürlich ein Bild von denen zeigen. Wir sehen RALn64 06 als Treno 26 in den Lavafeldern oberhalb von Bronte. Die Lavafelder machen die Ferrovia Circumetnea zu etwas einzigartigem, und immer wieder lassen sich neue Perspektiven zwischen dem scharfkantigen Basaltgestein finden.

Datum: 03.11.2017 Ort: Bronte [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-RALn64 Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Italienisch Bergün
geschrieben von: Nagercoil (41) am: 04.11.19, 20:25
Mein Namensvetter "en voyage" erwähnte kürzlich hier
[www.drehscheibe-online.de]
dass die letzten RALn 64 bei der Circumetnea aus dem Dienst geschieden seien. Das animierte mich, mal wieder ein Bild einzustellen, schließlich hatte ich im Frühjahr das Glück offenbar noch rechtzeitig auf Sizilien gewesen zu sein und konnte ein paar dieser schicken Triebwagen im Einsatz erleben.
==
EDIT: Julian hat natürlich Recht, das hier ist ein ADe. Habe ich mich wohl vorschnell von der (schicken) Farbe täuschen lassen ;-)
==
Da ich ausschließlich mit der Bahn unterwegs war, sind zwar kaum spektakuläre Landschaftsbilder entstanden. Doch die Kurven um den Bahnhof Bronte hatten bzw. haben zumindest den Charme, dass ich im Anschluss an diese Aufnahme und nach einem kleinen Sprint denselben Zug noch ein zweites Mal erwischen "eine Ebene höher" erwischen konnte. Daher der Titel, weil mich die Situation an die Albulabahn erinnerte :-)

Zuletzt bearbeitet am 10.11.19, 18:24

Datum: 03.2019 Ort: Bronte [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ADe Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Circumetnea - IV
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 03.11.19, 00:32
- Fortsetzung zu [www.drehscheibe-online.de] -

Fünf Jahre waren seit meinem letzten Besuch bei der Ferrovia Circumetnea, jener Schmalspurbahn, die den Ätna auf Sizilien einmal (fast) umrundet, vergangen, als ich im September 2019 wieder für knapp zwei Wochen auf der größten Mittelmeerinsel weilte. Einiges hat sich seitdem verändert: Die Neubautriebwagen "Vulcano" von Newag sind längst ins Rollen gekommen, die letzten RALn 64 im Gegenzug jüngst aus dem Betriebsdienst ausgeschieden, ein beachtlicher Teil der ADe modernisiert und in die neuen weiß-grünen Unternehmensfarben getaucht sowie (leider) ein systematischer Bruch aller Zugläufe in Randazzo etabliert. Aber großen Spaß macht die kleine 950mm-Bahn nach wie vor - Sowohl aus Mitfahrer- als auch aus Fotografen-Perspektive! :)

In letzterer Eigenschaft übte ich mich am Abend des 13. September 2019, als ich bei Solicchiata den Zug 29 (Randazzo - Riposto), der die letzte Bahnverbindung des Tages runter an die Küste darstellt, erwartete. So nervenaufreibend wie faszinierend war das Wechselspiel aus Licht und Schatten, das die Wolken, die sich rund um den in meinem Rücken liegenden Ätna mal wieder gebildet hatten, auf die Landschaft projizierten. Schlussendlich klappte es haarscharf mit der Sonne, als der modernisierte ADe pfeifend und quietschend zwischen verlassenen Landgütern, Steinmäuerchen und Wolkenschatten auf die Bühne trat. Im Tal unterhalb der ebenfalls vom Licht- und Schattenspiel marmorierten Hänge, die die südlichsten Ausläufer der wild-schönen Monti Nèbrodi bilden, liegt - rechts im Bild - der Ort Mojo Alcantara, dahinter der Monte Mojo, ein erloschener Vulkankrater.

Nach dem geglückten Foto ging es zufrieden in eine urige Pizzeria in einer Nebenstraße von Francavilla di Sicilia, wo der Abend mit Pizza und einem "Messina", dem Getränk, das sie vor Ort als "Birra di Sicilia" bezeichnen und auf das man in Ermangelung eines Moretti oder - noch besser - einer birra artigianale zurückgreift, beschlossen wurde...;)

Datum: 13.09.2019 Ort: Solicchiata [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ADe Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Agrarland
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 01.11.19, 15:09
Hierzulande denkt man bei Italien, seit jeher nicht nur im Sommer Traumziel der Deutschen, zuerst an ausgedehnte Strände, pittoreske Orte und spektakuläre Steilküsten, vielleicht noch an die Berggipfel der Dolomiten oder das Landhaus in der Toskana. Doch gerade im Norden zeigt sich das Land häufig von einer anderen Seite, der landwirtschaftlich geprägten nämlich. Und das sind dort in der Regel nicht Wein- und Olivenanbau! Vom Fuße der Alpen über die Poebene bis nach Venetien und in die Romagna dominieren weitgehend flache Korn-, Mais- und Reisfelder das Landschaftsbild.

Fotografisch können diese Gegenden - obwohl von einem Bahnnetz durchzogen, das so dicht ist, wie kaum wo anders im Land - einen schier zur Verzweiflung treiben, denn prägnante (Landschafts-)Motive springen nicht gerade häufig ins Auge. Da muss man dann eben die Ansprüche etwas herunter schrauben und sich auf die Suche nach den eher moderaten Hinguckern machen. Sitzt man dann erstmal am Rande eines vor sich hin glucksenden Bewässerungskanals im Schatten des zum Motiv auserkorenen Baums und wartet auf den Zug, so erliegt man früher oder später doch dem durchaus vorhandenen, wenngleich diskreten Charme des von Höfen und Baumreihen durchzogenen Landstrichs...

Am Morgen des 11. Oktober 2019 spielte mir zudem das Glück in die Hand, denn die morgendliche Übergabe von Busca nach Cuneo war - wie ich nach einem überhasteten Besuch am Bahnhof, wo die im Leerlauf vor sich hin brummende D 445 1018 auch weit nach der Planabfahrt noch stand, festgestellt hatte - mit etwa einer Stunde Verspätung unterwegs, sodass die Herbstsonne noch genug Zeit hatte, sich über den Horizont zu schieben und wenigstens teilweise gegen den Dunst anzukämpfen.

Bei Roata Rossi, kurz vor der Bivio Madonna dell'Olmo, wo die Strecke aus Richtung Saluzzo/Verzuolo/Busca sich mit der elektrifizierten Linie aus Fossano und der stillgelegten aus Mondovì vereinigt, hatte ich einen der oben zitierten Plätze gefunden. Nach kurzer Wartezeit zog die 1975 gebaute Maschine mit ihrem bunten Sammelsurium aus Getreidewagen als TRA (= Tradotta/Übergabe) 39727 (Busca - Cuneo) vorbei.

Dieser Verkehr von Mercitalia Rail für den Stärke-, Futtermittel- und Rohalkoholhersteller Sedamyl ist erst im Spätsommer 2019 wieder angelaufen, sodass es trotz des Wegfalls vieler Verkehre zur Papierfabrik Burgo in Verzuolo, wo der Produktionsprozess derzeit von Holz auf Altpapier als Grundstoff umgestellt wird, auch für Freunde von Staatsbahn-Dieseln spannend in dieser Ecke des Piemonts bleiben dürfte! Darüber hinaus erreichen auch private EVU (v. a. die SNCF-Tochter Captrain Italia und RTC) weiterhin mit Ganzzügen den Bahnhof Busca.

PS: Falls sich jemand fragen sollte, was das orangefarbene "Etwas" unterhalb der Zweige des Baums ist - Da segelt gerade ein Blatt zu Boden! Angesichts des glücklichen (?) Zufalls, dass das pünktlich zur Zugdurchfahrt geschah, habe ich es mal im Bild gelassen, auch wenn davon in der vorliegenden Auflösung nicht viel zu erkennen ist...;)

Zuletzt bearbeitet am 02.11.19, 15:19

Datum: 11.10.2019 Ort: Roata Rossi [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Finisce l'egemonia dei Minuetti
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 31.10.19, 21:55 Top 3 der Woche vom 10.11.19
Die letzten Jahre über waren die Diesel-Minuetti der Reihe ALn 501 die unangefochtenen Herrscher im Regionalverkehr nach Aosta. Zunächst noch im klassischen XMPR-Farbschema verdrängten sie D 445 und ALn 663, nun werden sie - zwischenzeitlich neu beklebt - selbst zu Verdrängten.

Anfang Oktober 2019 nahmen die neuen Stadler-Zweikrafttriebwagen der Reihe BTR 813 ihren Dienst im Aostatal auf und ermöglichen erstmals Direktverbindungen von Aosta in den Turiner Stadttunnel, der für Diesel-Fahrzeuge Tabu ist. Doch bislang sind die Anfänge eher zaghaft... Die Kinderkrankheiten der neuen Fahrzeuge sind noch nicht vollends ausgemerzt und ohnehin stehen derzeit nicht genug zur Verfügung, um den Gesamtverkehr zu übernehmen.

Noch wird die Mehrheit der Züge also mit Minuetti gefahren - Umsteigezwang in Ivrea inklusive. Aber es ist eine bröckelnde Vorherrschaft, die weitere Expansion der Stadler-Triebwagen nur noch eine Frage der Zeit...

Am Nachmittag des 11. Oktober 2019 legt sich Regionale 4025 (Ivrea - Aosta) bei Parleaz, zwischen Châtillon und Chambave gelegen, in die Kurve. Während sich im Tal die Herbstfarben langsam ausbreiten, grüßen aus dem Hintergrund die mächtigen, hier knapp 3000 Meter hohen Gipfel der Alpi Pennine, die südlichsten Ausläufer der Walliser Alpen.

Datum: 11.10.2019 Ort: Parleaz [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn501 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 17 Punkte

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Dove si trova Aldebaran...?
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 30.10.19, 17:55
...in Valtellina! ;)

Nun ja, es kommt dabei wie so häufig auf die Betrachtungsweise an. Denn "an sich" liegt Aldebaran natürlich nicht im Veltlin, sondern in etwa 67 Lichtjahren Entfernung zur Erde im Sternbild Stier. "Der Hauptstern ist ein Roter Riese der Spektralklasse K5 und der Leuchtkraftklasse III" formuliert Wikipedia nüchtern.

Doch offenbar regt der Stern zur mannigfaltigen Rezeption an. Schon im alten Persien ehrte man Aldebaran als einen der vier Himmelswächter, rechts-esoterische Verschwörungstheoretiker à la Axel Stoll sahen in ihm die Heimat der "Arier" und attestierten den Nazis transmediale Kontakte zu den - freilich fiktiven - Aldebaranern. Und auch der italienische Bahninfrastrukturbetreiber Rete Ferroviaria Italiana (RFI) hat einen in Florenz beheimateten Messwagen auf den Namen Aldebaran getauft, in zweiter Auflage mittlerweile als "Aldebaran 2" unterwegs.

Und so schließt sich der Kreis wieder: Am 16. und 17. Oktober 2019 war eben jener Messwagen nämlich im Veltlin (italienisch: Valtellina) und am Comer See zu Gast! Da für die Traktion üblicherweise zwei "Caimani" der aussterbenden Reihe E 656 herangezogen werden, wagte ich trotz latent unsicherer Wetterprognose die Anreise aus Süddeutschland. Es sollte sich lohnen...:)

Nachdem ich in aller Herrgottsfrühe bereits in Sondrio am Bahnhof gecheckt hatte, ob der Messzug wirklich bereit stand, postierte ich mich ein wenig talabwärts auf der Straßenbrücke unweit des Bahnhofs San Pietro Berbenno. Nach der Kreuzung mit dem ersten werktäglichen Mineralwasser-Leerzug nach Tirano beschleunigte das exklusive Gespann aus E 656 570 (erst Ende 2018 von Mercitalia Rail an RFI abgegeben), dem Messwagen "Aldebaran 2", einem Gran Confort-Wagen erster Klasse und E 656 565 am Zugschluss als NCL 97475 (Sondrio - Colico) unter Caimano-typischer Geräuschentwickung und rumpelte aus dem Ausweichgleis auf die freie Strecke. Das erste Foto war also schon mal eingetütet!

PS: Einen Pkw, der seine Schnauze frech von links unten ins Bild streckte, habe ich elektronisch entfernt.

Datum: 17.10.2019 Ort: San Pietro Berbenno [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: RFI
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Ventotto: Der Klassiker in Mailand
geschrieben von: Michael Ulbricht (15) am: 19.10.19, 21:49
Die "Ventotto" (Achtundzwanzig) wurden ab 1928 in mehr als 500 Exemplaren nach einem Entwurf des amerikanischen Verkehrsexperten Peter Witt für die Straßenbahn in Mailand beschafft. Auch heute sind davon noch etwa 100 Fahrzeuge im täglichen Einsatz, ein Teil davon sogar in einem ansprechenden historischen Zustand. Wir sehen hier in der Via Cordusio, nahe des Doms, keinen Museumswagen und keine Sonderfahrt für Touristen, sondern eine ganz gewöhnliche Straßenbahn im Regelbetrieb! Wir sind hier im realen Leben des Jahres 2019 - bella ciao...

Datum: 12.10.2019 Ort: Mailand [info] Land: Europa: Italien
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: ATM
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Wolken über Pietra Ligure
geschrieben von: Bundesheertaurus (63) am: 19.10.19, 23:08
Aufgrund der Enge zwischen dem Ligurischen Meer, der zahlreichen Badeorte und der größenteils parallel zur Bahnstrecke Genua - Ventimiglia laufenden Via Aureglia ist die Bahnstrecke zwischen Vado Ligure und Andora auf einer Länge von knapp 32 Kilometer weiterhin eingleisig, der Betrieb ist daher ziemlich verspätungsanfällig. 2016 nahm die RFI den ersten Teil ihrer Neubaustrecke zwischen Andora und San Lorenzo al Mare in Betrieb, seither hat sich die Reisezeit zwischen Genua und Ventimiglia massiv verkürzt, die zahlreichen beliebten Badeorte entlang der ligurischen Küste sind seither vom Bahnverkehr abgeschnitten, da die Strecke im Hinterland größtenteils in Tunneln verläuft. Mittels eingerichteten Buspendel erreicht man heute sein Ziel am Meer. Langfristig soll auch das letzte Nadelöhr zwischen Vado Ligure und Andora beseitigt werden, die Strecke soll auch hier ins Hinterland verlegt sowie zweigleisig ausgebaut werden. Es wird ihr dann wie dem Streckenabschnitt Andora - San Lorenzo al Mare ergehen, die Trasse wird zum Großteil durch Tunnel geführt, man hat keinen Blick mehr auf das neben der Bahn erstreckende Ligurische Meer, die einst landschaftlich reizvollste Strecke Italiens hat ihren landschaftlichen Reiz dann komplett verloren.
Nachdem man bei Albenga bereits den ersten Thello nach Nizza bildlich festgehalten hatte, sollte es für den zwei Stunden verkehrenden IC 1535 an den Strand von Pietra Ligure gehen. Bei der Ankunft zogen bereits die ersten größeren Wolken aus den ligurischen Alpen in Richtung Küste, das zittern begann, da der Zug auch bereits mehrere Minuten Verspätung gesammelt hatte. Es waren bereits einige Wolken über die Fotografen hinweg gezogen, als man den Zug bei Borgio Verezzi das erste Mal sehen konnte. Es sollte noch mehre Minuten dauern und zahlreiche Nerven kosten, bis die Genueser E444 109 mit dem aus FS Wagen gebildeten IC 1535 (Milano Centrale - Ventimiglia) schließlich in einer kleinen Wolkenlücke kurz hinter dem Bahnhof von Pietra Ligure aufgenommen werden konnte.

Datum: 19.02.2016 Ort: Loano [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E444R Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Immer am Meer entlang
geschrieben von: Bundesheertaurus (63) am: 17.10.19, 16:50
Mittlerweile leider Geschichte ist die Strecke von Alassio nach Sanremo die zum Großteil entlang des Meeres führte und der Urlaub bereits im Zug begann. Mittlerweile fahren die Züge zwischen Alassio und Sanremo über die neugebaute zweigleisige Neubaustrecke, sind 25 Minuten schneller unterwegs, die Strecke selbst ist mittlerweile zu einem Radweg geworden. Im Verlauf zwischen Imperia und San Lorenzo als Mare verläuft die Strecke genau zwischen der Via Aurelia und dem Mittelmeer, hier findet man dann nach ein paar Metern längs der Schiene eine schöne einzeln stehende Agave die hier als Kulisse für die leicht abgeranzte Genueser E 444 056 und den EC 156 von Mailand nach Nizza diente.

*** Zweiteinstellung: Frühere Auslösung ***

Datum: 19.02.2016 Ort: San Lorenzo al Mare [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E444R Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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An der Steinküste von Albenga
geschrieben von: Bundesheertaurus (63) am: 14.10.19, 20:10
Im Winter findet man eher weniger Touristen an den im Sommer beliebten Stränden der Ferienorte zwischen Albenga und Imperia, zahlreiche Geschäfte und Bars am Strand und in der Nähe des Mittelmeers haben Anfang Februar noch geschlossen. Diesen Umstand konnten wir uns allerdings zu Nutze machen und bezogen auf den Bänken einer Strandbar Stellung und warten seelenruhig auf den ersten EuroCity des Tages aus Mailand. Bei der Einfahrt in den Bahnhof von Albenga konnten wir die Geneueser E444 043 mit dem EC ins französische Nizza bildlich festhalten. Während man es bei 16°C trotz lauem Lüftchens am Strand angenehm aushalten konnte, zogen im dahinter liegenden Hochgebirge bereits die ersten Wolken auf, die es uns bei später entstehenden Bildern noch den ein oder anderen Nerv kosten sollten, obwohl wir im Nachhinein doch immer recht viel Glück hatten und die Besorgnis gar nicht hätte sein müssen, aber das kann man ja vorher nie wissen ;-)

Datum: 19.02.2016 Ort: Albenga [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E444R Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Kontraste in Mailand
geschrieben von: Michael Ulbricht (15) am: 14.10.19, 17:17
Mailand zählt zu den weltweit führenden Modemetropolen. Im Kontrast zu der kurzlebigen Modewelt zeigt sich auf dem Straßenbahnnetz eine große Beständigkeit mit Fahrzeugtypen aus unterschiedlichen Epochen, größtenteils sogar in einem ansprechenden optischen Zustand der jeweiligen Zeit. Neben den nach wie vor zahlreich vorhandenen "Ventotto" aus dem Jahr 1928, werden noch viele "Jumbotrams" der Serie 4900 aus den späten 1970er Jahren eingesetzt. Weitgehend im Ursprungszustand ist 4972 bei der Metro-Station Cordusio in der Nähe des Mailänder Doms auf der Linie 2 unterwegs.

Weitere Bilder hier: [www.drehscheibe-online.de]

Zuletzt bearbeitet am 14.10.19, 20:13

Datum: 12.10.2019 Ort: Mailand [info] Land: Europa: Italien
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: ATM
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Letztes licht des tages
geschrieben von: Candiano (36) am: 08.10.19, 10:14
Der Tag neigt sich dem Ende zu, als eine Pesa DMU auf ihrem Weg zwischen Fabriano und Civitanova Marche durch das große Viadukt zwischen S. Severino Marche und Tolentino fährt

Datum: 13.09.2019 Ort: Tolentino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ATR220 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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