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Am Río Huarocondo
geschrieben von: Amberger97 (773) am: 16.01.26, 20:33
Zwischen 2008 und 2013 übernahm PeruRail drei EMD GR12 von der Ferrocarril Cerro de Pasco für den Einsatz im Schmalspurnetz bei Cusco. Die ursprünglich normalspurigen Loks wurden dafür umgebaut. Am 28.06.2024 erwarteten wir Zug 31 im Tal des Río Huarocondo nicht mehr weit vom Heiligen Tal der Inca entfernt. Dieser Zug ist der Einzige, der (nur während der Hauptsaison) die Strecke von Cusco San Pedro bis Machu Picchu Pueblo befährt und damit auch den aufwendig trassierten Abschnitt im Stadtgebiet von Cusco mit einigen Spitzkehren. Alle anderen Züge beginnen erst in Poroy, die meisten aber in Ollantaytambo und befahren damit auch nicht den gezeigten Abschnitt.



Datum: 28.06.2024 Ort: Huarocondo, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-EMD GR12 Fahrzeugeinsteller: PeruRail
Kategorie: Drohne
Top 3 der Woche: 6 Punkte
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Stadler Power
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 09.01.26, 18:15
In Europa kommt man um die Produkte aus dem Hause Stadler inzwischen gar nicht mehr drum rum. Abseits des heimischen Kontinents muss man die Produkte zum Teil aber schon suchen. Ein Kunde fand sich zum Beispiel in Südamerika mit der bolivischen Empresa Ferroviaria Andina, die Ende 2017 drei sogenannte SALi(South America Light) bestellte und inzwischen seit einigen Jahren im Minenverkehr nach Chile einsetzt. Planmäßig erreichen die Loks 1-2 mal am Tag den Bahnhof Ollagüe wo der Zugtausch mit der FCAB stattfindet.

Datum: 23.05.2023 Ort: Ollagüe, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: BO-2500 Fahrzeugeinsteller: FCA
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Durch die Häuserschluchten
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 31.12.25, 14:39
In Buenos Aires gibt es ein (vergleichsweise) modernes S-Bahn System. Moderne Züge fahren auf abschnittsweise weniger moderner Infrastruktur durch die Stadt. In der Nähe des Air BnB fand ich eine Straßenbrücke über die Bahn die ich einfach mal kurz in einen Spaziergang einbinden konnte.

Datum: 05.04.2024 Ort: Buenos Aires, Argentinien Land: Übersee: Südamerika
BR: AR-??? Fahrzeugeinsteller: Trenes Argentinos
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Die drei Ebenen von Surco
geschrieben von: Amberger97 (773) am: 14.11.25, 19:31
Von Matucana in südwestliche Richtung verläuft die Strecke der FCCA ohne allzu großes Gefälle. Deswegen muss sie durch aufwendige Trassierung beim Bahnhof Surco wieder zum Río Rímac hinab laufen. Der zusehende Talfahrer hat den ersten 180-Grad-Bogen durchfahren und wird demnächst nach einem kürzeren Tunnel in den Kehrtunnel einfahren, der dann unten in den Bahnhof Surco mündet. Dort wartet schon ein Zug bergwärts. Da die beiden neueren Dash 8 aber nicht auf den anspruchsvollen, hohen Abschnitt dürfen und noch ein paar Wagen umgesetzt werden müssen, folgt gleich ein aufwendiges und langwieriges Rangierverfahren bei dem eine vierte Lok beteiligt war, ehe wieder Fahrt aufgenommen wird.

Datum: 17.06.2024 Ort: Surco, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-GE C39-8 Fahrzeugeinsteller: FCCA
Kategorie: Drohne
Top 3 der Woche: 15 Punkte

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Verdrehte Jahreszeiten
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 27.10.25, 18:26
Wer im Frühling auf die Südhalbkugel fliegt der wird insbesondere Eines dort nicht finden. Den Frühling! Ist ja auch logisch, denn dort ist im Frühling ganz einfach Herbst. Daher war es auch keine allzu große Überraschung, dass wir auf herrlich verfärbte Bäume in Chile stießen. Zumindest vom Süden bis in die Mitte des Landes gibt es die nämlich durchaus. *ggg*
Hier sehen wir den vormittägliche Vollzug aus Rio Blanco nach Los Andes, der bei Rio Colorado am Fluss Rio Aconcagua entlangzuckelt. Einen kleinen Busch vor der Lok habe ich digital entfernt.

Datum: 11.05.2023 Ort: Rio Colorado, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-GE U18C Fahrzeugeinsteller: Fepasa
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte
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Der wöchentliche Güterzug nach Encarnacion
geschrieben von: Captn_Hinni (32) am: 04.10.25, 22:11
Wir schreiben den 06.09.1995 in Paraguay und Lok 151 erreicht mit ihrem ein- bis zweimal wöchentlich verkehrenden Güterzug von Asuncion nach Encarnacion pünktlich um 16:37 (und somit kurz vor Sonnenuntergang) den Bahnhof Ypacarai, Pünktlich deswegen, weil......es keinen Fahrplan gab an dem man sich hätte orientieren können. Ich hatte an diesem Tag den obligatorischen Schülerzug von Asuncion nach Ypacarai verfolgt und erfuhr mehr zufällig, dass der Güterzug heute unterwegs sei. So habe ich ihn noch abgepasst bei der Einfahrt in den Bahnhof. Der Zug nahm noch Wasser und Holz (aus den mitgeführten Güterwagen) und setzte nach einer guten Dreiviertel Stunde seine Fahrt nach Encarnacion (Streckenkilometer 370) fort. Für mich ging es in der Dämmerung die 44 km zurück nach Asuncion - standesgemäß mit einem roten VW Käfer aus brasilianischer Produktion. Die Lok wurde übrigens 1953 von Yorkshire Engine Co. Ltd. in Sheffield gebaut und stellte damals (zusammen mit Lok 152) die modernste und jüngste Maschine im Bestand der Ferrocarril Presidente Carlos Antonio Lopez dar. Ein paar mehr Bilder aus der Gegend gibt es hier zu sehen: [www.drehscheibe-online.de]

Datum: 06.09.1995 Ort: Ypacarai, Paraguay Land: Übersee: Südamerika
BR: PY-151 Fahrzeugeinsteller: F.C.P.C.A.L.
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 16 Punkte

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La Raya-Pass
geschrieben von: Amberger97 (773) am: 25.08.25, 20:18
Die heute zu PeruRail gehörende Strecke Cusco-Puno ist mit einer maximalen Höhe von 4319 Metern eine der höchsten Bahnstrecken der Welt. Regelmäßig wird sie nur noch von zwei Touristenzüge befahren. PeruRail bewirbt ihren Zug als Titicaca train. Hier sehen wir ihn vom Titicaca-See nach Cusco zurückkehrend unter den teilweise 5000 Meter hohen Gipfeln der La Raya-Kette unweit des gleichnamigen Passes.

Datum: 27.06.2024 Ort: La Raya, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-MLW DL560D Fahrzeugeinsteller: PeruRail
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Vulkangebiet
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 19.07.25, 13:49
Mit einem beladenen Kübelzug aus Bolivien befindet sich ein illustres Triple dreier aus der ganzen Welt zusammengekaufter Dieselloks gerade auf dem Weg von Ollagüe in Richtung Calama. Vor etwa einer Stunde wurde das winzige Dorf Ascotan passiert und in etwas über einer Stunde wird der Zug in San Pedro bereits die nächsten Häuser passieren. Dazwischen befindet er sich im Vulkangebiet. Es ist praktisch kaum möglich hier Fotos aufzunehmen auf denen kein potentiell Feuer speiender Berg mit aufs Bild nehmen zu müssen.

Datum: 22.05.2023 Ort: Ascotan, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-EMD GT22CU-3 Fahrzeugeinsteller: FCAB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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BW-Atmosphäre in Patagonien
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 24.06.25, 22:30
Im Jahre 2024 erreichte zwei Mal in der Woche ein Regionalzug den Bahnhof Bariloche. Morgens sehr früh kam er an und am Nachmittag fuhr er wieder weg, also ein durchaus nutzbares Angebot um in Bariloche zum Arzt zu gehen, oder einzukaufen, oder sonst was zu tun. Gerne wollte ich diesen Zug in Bariloche fotografieren, wusste aber natürlich nicht was die da genau den Tag über treiben. Erfreut nahm ich morgens zur Kenntnis, dass schon mal die Sonne scheint. Ein nicht ganz pauschal vorauszusetzender Punkt in Patagonien... doch am Bahnhof stand der Zug nicht am Bahnsteig und auch im weiter hinten sichtbaren BW war der Zug nicht zu sehen. Hmm... das war ja jetzt schon mal doof. Aber weil die Zeit nicht drückte dachte ich mir, dass ich einfach mal einen Spaziergang ins BW machen könnte, um da zu gucken ob ich den Zug nicht doch finde. Tatsächlich, er stand im Schuppen und man arbeitete an dem Zug.
Natürlich hatte ich längst die Aufmerksamkeit des lokalen Personals geweckt, denn so häufig läuft hier wohl kein Europäer durch die Gleisanlagen. Mangels jedweder spanisch Kenntnisse auf meiner Seite und keinerlei englisch Kenntnissen auf der Seite des Personals half dann nur noch Google Translate, um mal so grob zu versuchen zu erklären was ich hier treibe. *ggg*
Ja also man würde noch etwa 30 Minuten rumschrauben, aber dann könnte man mir den Zug noch mal extra für mein Foto aus dem Schuppen fahren. Das sei kein Problem. Gut, es wurden eher südamerikanische 30 Minuten, aber dann warf tatsächlich ein Mitarbeiter den Motor an und fuhr mir den Zug nach meinen Wünschen raus aus dem Schuppen. Bingo! Eigentlich hätte ich mich gerne erkenntlich gezeigt für diesen Service, aber man war vor Ort immer noch so perplex über diesen Deutschen mit der Kamera, dass man partout nichts annehmen wollte.

Datum: 25.04.2024 Ort: Bariloche, Argentinien Land: Übersee: Südamerika
BR: AR-597 Fahrzeugeinsteller: Tren Patagonico
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 17 Punkte

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Eine schwere Last
geschrieben von: Dennis Kraus (1252) am: 05.06.25, 09:11
Meist sind die Güterzüge der FCCA in Peru trotz der großen Steigungen nur mit einer Lok unterwegs, hin und wieder auch mit zwei Loks an der Spitze. Am 22.06.2024 erwischten wir einen Zug mit einer Doppeltraktion (1031 und 1008) und zusätzlich einer Lok (1028) am Zugschluss, alle Loks arbeiteten auch. Diese Form der Traktion sahen wir während unseres Aufenthalts nur bei diesem Zug. Mit der Drohne gelang ein Bild in den Schleifen oberhalb Surco, am Zugschluss ist die Schiebelok noch zu erahnen.

Datum: 22.06.2024 Ort: Surco, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-GE C39-8 Fahrzeugeinsteller: FCCA
Kategorie: Drohne
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Puente de Verrugas
geschrieben von: Amberger97 (773) am: 05.05.25, 21:22 sternsternstern Top 3 der Woche vom 18.05.25
Puente de Verrugas ist die höchste Brücke der Bahnstrecke Lima-La Oroya durch die Zentralanden. Sie liegt auf 1800 m Höhe und überspannt das steile Tals einen Gebirgsbaches. Übersetzt bedeutet der Name "Warzen-Brücke". Dies geht auf eine neue Krankheit zurück, die beim Bau der Strecke Anfang der 1870er-Jahre ausbrach. Sie wurde Oroya-Fieber genannt. Im Spätstadium kam es zur Bildung von Warzen. Die Brücke trägt auch den Namen Puente Carrión nach einem Medizinstudenten, der an einem Selbstexperiment zur Erforschung des Oroya-Fiebers starb. Die heutige Brücke ist bereits die dritte an diesem Standort und wurde 1937 errichtet. Die Erste wurde durch einen Hangrutsch zerstört, die Zweite war zu schwach für steigenden Transportlasten.
Nach einem übermäßig langen Rangiermanöver in Surco, wo unser Südfahrer die Loks eines Nordfahrers bekam. So wurde es an der Puente de Verrugas ziemlich knapp mit der Sonne. Es reichte aber noch für die damals im selben Jahr unverkennbar von Union Pacific erworbene Dash 8 (C41-8W) und ihre ein paar länger in Peru verweilende Schwester (C40-8W) ehemals von CSX mit ihrem Zug Richtung Pazifik-Küste.
Seit diesem Jahr kann man wieder mit einem Personenzug über die Puente de Verrugas fahren. Im April führte die FCCA wieder ihren Touristen Zug Lima-Huancayo durch. Die nächste Fahrt soll im Juli stattfinden.

Datum: 17.06.2024 Ort: San Jeronimo de Surco, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-GE C41-8W Fahrzeugeinsteller: FCCA
Kategorie: Drohne
Top 3 der Woche: 16 Punkte

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Durch das Nix
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 03.04.25, 20:31 sternsternstern Top 3 der Woche vom 13.04.25
Die Gegend hinter Calama bis zur Grenze zu Bolivien ist einsam. Lediglich einige wenige winzige Dörfer gibt es und die Straße und die Bahn. Wobei sich gerade die Bahn teilweise gut tarnt. Ist man nur wenige Meter von der Bahn entfernt verschwinden die Konturen der zwei Schienen schnell im Geröll der Gegend. Wenn dann aber ein Zug kommt, dann ist es ein akustisches und optisches Spektakel hier auf knapp 4000m Höhe mitten in der Atacama-Wüste.

Datum: 21.05.2023 Ort: Ascotan, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-GL26C-2 Fahrzeugeinsteller: FCAB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 33 Punkte

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Vom Pass hinab zum Salzsee
geschrieben von: Steffen O. (762) am: 22.03.25, 10:50
Der von 2402 + 2003 FCAB bespannte Boxcar-Zug arbeitete sich hier gerade von der Passhöhe bei Estación Ascotan hinunter zum großen Salzsee bei Cebollar und passierte kurz darauf die Fernstraße. Aus einer erhöhten Perspektive konnte ich das Spektakel beobachten. Der Zug war in Richtung Ollague und weiter nach Bolivien unterwegs.

Datum: 01.06.2024 Ort: Cebollar, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-CL-EMD GT22CU-3 Fahrzeugeinsteller: FCAB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Tren a las Nubes
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 19.02.25, 02:37 sternsternstern Top 3 der Woche vom 02.03.25
In Argentinien gibt es eine geradezu legendäre Bahnstrecke von Salta nach Chile; die berühmte Ramal C-14. Salta liegt auf 1187m, der höchste Punkt der Bahn liegt auf 4188m! Überwiegend führt die Bahn durch eine gottverlassene Gegend aus Sand, Steinen und ein paar Lamas. Den touristischen Wert dieser Bahn hat man in Argentinien bereits in den frühen 1970er Jahren erkannt, als man mit dem Tren a las Nubes einen auf Touristen ausgerichteten Personenzug einführte. Anfangs fuhr er nur auf extra Bestellung, seit 1985 in der Saison einmal die Woche, inzwischen sogar mehrmals die Woche. Während man viele Jahre lang morgens in aller Frühe in Salta startete und bis zum Höhepunkt der Fahrt dem Viaducto La Polvorilla knapp 200km zurücklegen musste, hat man inzwischen die Zugstrecke massiv eingekürzt auf nur noch etwa 22km pro Richtung.
Aus Salta werden die Fahrgäste somit heutzutage mit Bussen bis San Antonio de los Cobres gebracht, wo der Zug dann bereits am Bahnsteig bereit steht. Im Betriebsbahnhof Mina Concordia umfährt die Lok den Zug, um ihn im Anschluss bis über das Viadukt zu schieben, damit alle Reisenden den Ausblick genießen können.
Im Anschluss können die Fahrgäste aussteigen, ein paar Fotos machen, auf einem kleinen Markt ein paar Souvenirs oder Essen kaufen und den Tänzen der Locals zuschauen.

Gerne wollte ich diesen Zug auf dem Viadukt fotografieren, doch das ist keine einfach zu erledigende Aufgabe. Grundsätzlich führt unterm Viadukt die längste Straße Argentiniens hindurch, die RN40. Leider hat diese RN40 in diesem Abschnitt den Begriff Straße aber nicht verdient. Von Norden her kommend ist sie nahezu komplett unpassierbar (das zu sehende Bachbett ist die Straße), von Süden her kommend geht es zumindest meistens, wenn nicht gerade mal wieder einer der seltenen Regengüsse die "Straße" weggespült hat. Hat man das Viadukt dann mühevoll erreicht bleibt noch das andere Thema... die Höhe. Zum Glück waren wir schon ein paar Tage auf dieser Höhe unterwegs, sodass es mit viel Zeit und noch mehr Wasser an den Aufstieg ging. Untem vom Straßenniveau über die Serpentinen der lokalen Händler bis zum Gleis und dann querfeldein noch weiter und höher. Am Ende zeigte die Uhr eine Höhe von 4228m und eine Luftfeuchtigkeit von 10% an.
Immerhin war das Wetter eine 1+, sodass der Wolkenzug immerhin bei strahlendem Sonnenschein die Brücke passierte, sodass ich höchst zufrieden den Abstieg angehen konnte.

Abgesehen von diesem Zug gibt es auf der Strecke übrigens keinen weiteren planmäßigen Verkehr mehr. Sie wird aber nach wie vor auf gesamter Länge unterhalten.

* Unten auf dem Parkplatz habe ich drei parkende Autos entfernt.

Datum: 16.04.2024 Ort: Viaducto La Polvorilla, Argentinien Land: Übersee: Südamerika
BR: AR-EMD GT22 Fahrzeugeinsteller: Trenes Argentinos
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 29 Punkte

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An der Nebelgrenze
geschrieben von: Dennis Kraus (1252) am: 15.01.25, 10:56
Die Züge der im Süden Perus von der Küstenstadt Ilo zu zwei Kupferminen verkehrenden SPCC müssen zahlreiche Höhenmeter überwinden. Um die auf 3330 Meter gelegene Mine Toquepala zu erreichen, sind daher zahlreiche, teils ziemlich enge Gleisbögen nötig, wie hier auch gut zu erkennen ist. Typisch für die Region ist der Küstennebel, der meist den unteren Teil der Strecke bedeckt. Ein Zug zum Rangierbahnhof in Ilo konnte am 24.06.2024 beim Eintauchen in die Nebelsuppe mit der Drohne eingefangen werden. Die Traktion übernahmen SPCC 72, 60 und 70 (zwei GP22, ex GP40 und eine SD70 dazwischen).

Datum: 24.06.2024 Ort: Ilo, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-GP22-ECO Fahrzeugeinsteller: SPCC
Kategorie: Drohne
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Verschneite Wiesen
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 10.01.25, 16:26
Obwohl das Foto auf über 3500m Höhe entstand, haben wir es bei dem weißen Zeug auf dem Foto natürlich nicht mit dem bekannten Chaospulver namens Schnee zu tun. Es ist ganz einfach Salz, das zu einer der großen Salzpfannen der Gegend gehört. Auf einem etwa 13km langen Damm durchquert die Bahn schnurgeradeaus diese Salzpfanne, die den Namen "Salar de Carcote" trägt. Der Zug auf dem Foto hat schon einen weiten Weg zurückgelegt von der Pazifikküste bis hierher. In wenigen Kilometern erreicht er sein Ziel, den Grenzbahnhof Ollagüe, wo er an die bolivische Bahn übergeben wird.

Datum: 22.05.2023 Ort: Carcote, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-??? Fahrzeugeinsteller: FCAB
Kategorie: Drohne
Top 3 der Woche: 11 Punkte
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Mit der Metro durch die Anden
geschrieben von: Steffen O. (762) am: 28.12.24, 21:00
Medellín liegt im Herzen Kolumbiens und ist nach der Hauptstadt Bogota die zweitgrößte Stadt des Landes. Die knapp 2,6 Mio Einwohner umfassende Metropole kann heute als lateinamerikanische Vorzeigestadt bezeichnet werden. Das war allerdings nicht immer so. Vor Ort herrschte lange Zeit eine hohe Kriminalitätsrate rund um die Machenschaften des bekannten Medellín-Kartells unter dem Strippenzieher Pablo Escobar.

Ein paar Jahrzehnte später präsentiert sich Medellín als fortschrittliches und modernes Zentrum in den nördlichen Anden. Zwar kleiden nach wie vor etliche Favelas den Talkessel rund um Aburrá-Tal aus, aber heutzutage ist die Millionenstadt aufgrund der positiven Entwicklung ein richtiger touristischer Hotspot geworden. Dazu hat sicherlich auch das einzige Hochbahnnetz des Landes beigetragen, das 1995 in Betrieb genommen wurde. Darüber hinaus erschließen Seilbahnen die durchaus anspruchsvolle Topographie der Stadt. Am frühen Abend konnte ich die dem Flusslauf von Nord nach Süd folgende "Linea A" Niquía - La Estrella bei der Einfahrt in die Station Poblado bildlich festhalten.



Datum: 12.06.2024 Ort: Medellín, Kolumbien Land: Übersee: Südamerika
BR: Sonstige Schienenfahrzeuge Fahrzeugeinsteller: Metro de Medellín
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Kübel
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 26.11.24, 17:39
Für unsere europäischen Augen wirklich ungewohnt sehen die südamerikanischen Kübelzüge aus. Man fragt sich unweigerlich warum die nicht einfach runterfallen. Am Morgen des 21. Mai warteten wir am Stadtrand von Calama auf einen Zug der nach Ollagüe aussieht. Nach einiger Wartezeit hornte es ein drittes Mal und der dritte Zug sah dann endlich nach Ollagüe aus, schwer arbeitend versuchte er langsam auf Tempo zu kommen. Eine den ganzen Tag dauernde Verfolgung konnte starten!

Datum: 21.05.2023 Ort: Calama, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-??? Fahrzeugeinsteller: FCAB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte
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Tren Universitario
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 25.11.24, 17:11
In der Stadt La Plata, die noch im Dunstkreis der Metropole Buenos Aires liegt, verkehrt seit 2013 der sogenannte Tren Universitario. Vom Hauptbahnhof aus dreht der Zug einen Halbkreis um das Stadtzentrum herum und bedient dabei diverse Haltepunkte, die unter anderem dazu dienen die einzelnen Bereiche der Universität miteinander zu verbinden. Der Zug ist aber auch für ganz normale Fahrgäste gedacht.
Bereits nach einem Jahr wurde das aus einheimischer Produktion stammende potthässliche Gefährt (siehe: [www.youtube.com] ), durch wesentlich zuverlässigerere Triebwagen der Baureihe 0100 aus Portugal ersetzt. Diese Triebwagen wurden 1948 von Nohab in Schweden gebaut und sind somit echte Dieseloldies.
Gerade passiert der Triebwagen das alte Einfahrsignal des Bahnhofs La Plata, das aber leider nicht mehr in Fahrtstellung gebracht wird.

Datum: 06.04.2024 Ort: La Plata, Argentinien Land: Übersee: Südamerika
BR: PT-0100 Fahrzeugeinsteller: Trenes Argentinos
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Hiram Bingham
geschrieben von: Dennis Kraus (1252) am: 30.10.24, 09:26
Einmal am Tag verkehrt zwischen Ollantaytambo und Machu Picchu der Hiram Bingham. Hierbei handelt es sich um einen von PeruRail angebotenen Luxuszug mit entsprechend nobel ausgestatteten Wagen. Die Preise für eine einfache Fahrt für die nicht mal 50 Kilometer lange Strecke beginnen etwa bei 500 USD. Die Traktion übernahm am 28.06.2024 Lok 530, eine der neuen LSL 1400-2, aufgenommen kurz nach Ollantaytambo.

Datum: 28.06.2024 Ort: Ollantaytambo, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-LSL 1400-2 Fahrzeugeinsteller: PeruRail
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Zentralanden-Querung
geschrieben von: Amberger97 (773) am: 23.10.24, 18:11
Ist man gut im Steilwand-Klettern, kann man die Brücke im Rímac-Tal zwischen San Mateo und Matucana ohne Drohne umsetzen. Wie auch zwischen San Mateo und Rio Blanco bildete der Rio Rímac hier ein imposant enges Tal in den peruanischen Zentralanden. Die GE C39-8 mit der Ordnungsnummer 1032 steuert hier auf die nächste Spitzkehre Richtung Weg Küste zu.

Datum: 17.06.2024 Ort: Tamboraque, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-GE C39-8 Fahrzeugeinsteller: FCCA
Kategorie: Drohne
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Der Tankhalt
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 27.09.24, 15:47
Eigentlich waren wir auf dem Weg von Buenos Aires nach Cordoba und wollten eigentlich auch nur in Cordoba ankommen. Die Landschaft in diesem Teil Argentiniens hat man sehr schnell gesehen. Unser Auto hatte aber einen recht kleinen Tank, so langsam müssten wir mal tanken. Meine Freundin suchte nichtsahnend einen Ort raus, wo Google einige Tanken kannte. Cañada de Gómez, nie gehört davon. Tanken war auch kein Problem, doch mein geübter Blick beim Tanken erblickte am Ende der Straße ein Andreaskreuz. Na also die fünf Minuten haben wir doch sicher noch, um da mal kurz zu gucken? Flehender Blick zum Beifahrersitz... ein Nicken.
Aber oh upps, das war ja richtig nett hier, so ein richtig schöner Landbahnhof, sogar noch mit Formsignalen. In der Wärterbude am BÜ war Leben. Englisch sprach man aber leider nicht. Aber meine Frage nach dem nächsten Zug verstand man trotzdem. Nur mit der Antwort rechnete ich nicht: Zehn Minuten!
Tatsächlich, wenige Minuten später tauchte am Ende der Geraden ein Licht auf. In den Bahnhof fuhr eines von drei werktäglichen Zugpaare, die aus Rosario kommend hier enden, ein. Nur dieses eine verkehrt allerdings bei Tageslicht. Was ein Zufall!

Datum: 08.04.2024 Ort: Cañada de Gómez, Argentinien Land: Übersee: Südamerika
BR: AR-EMD GT22 Fahrzeugeinsteller: Trenes Argentinos
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Winke, winke
geschrieben von: Amberger97 (773) am: 12.08.24, 22:18
Die Lokbesatzung des Titicaca-Touristenzugs vom 27.06.2024 war sehr von unserer Verfolgung ihres Arbeitsplatzes angetan. Am ersten Motiv kam der Beimann während der langsam Vorbeifahrt an einem Bahnübergang aus dem Führerstand heraus und versuchte freundlich durch Gesten und unverständliche Rufe in Erfahrung zu bringen, ob wir dem Zug nachfahren würden. An jedem Motiv haben sie uns aufgrund der Entfernung nicht gesehen, aber auf der Straßenbrücke vor dem Strecken-Scheitelpunkt streckten beide ihre Hände aus den Fenstern.

Datum: 27.06.2024 Ort: La Raya, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-MLW DL560D Fahrzeugeinsteller: PeruRail
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte
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Formsignalparade Teil 2
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 11.08.24, 16:52
Meine letzte Bildeinstellung zeigte die Ausfahrsignale des Bahnhofs Themar; zusammen mit dem sichtbaren Einfahrsignalen waren das ganze vier Formsignale auf einem Bild. Für Deutschland keine schlechte Quote. In Argentinien hingegen lacht man über so etwas.

Mehr durch Zufall, beim abchecken nach möglichen Motiven, entdeckte ich bei StreetView in Cordoba ein Sammelsurium an Formsignalen, das schon eher sehr ungewöhnlich bis vielleicht fast schon einmalig ist. Auch wenn schon einige Flügel zuwachsen, sind es doch noch ein paar, die den Lokführer verwirren könnten. Könnten, weil das dazugehörige Stellwerk längst außer Betrieb ist. Bei den wenigen Zugfahrten, die hier noch fahren, brauchte man das wohl nicht länger. Neben wenigen Güterzügen gibt es rund um Cordoba auch ein kleines Nahverkehrssystem namens Tren des las Sierras, das Cordoba mit Capilla del Monte verbindet. Mangels eines Zuges in die richtige Richtung, zur richtigen Zeit, musste ich das Motiv als Nachschuss umsetzen. Das Spitzenlicht ist somit digital entstanden.

Datum: 09.04.2024 Ort: Córdoba, Argentinien Land: Übersee: Südamerika
BR: AR-Alerce Fahrzeugeinsteller: Trenes Argentinos
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Cumbre-Pass
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 31.07.24, 20:33 sternsternstern Top 3 der Woche vom 11.08.24 Bild des Tages vom 23.05.25
Gottverlassen und staubtrocken ist die Gegend die direkt nach wenigen Kilometern Küste in Chile beginnt und die dann letztlich in die Anden übergeht. Auch hier geht es zum Teil dabei schon ordentlich bergauf. Von Hafen in Mejillones bis zum Bahnhof Prat haben die Züge schon rund 700 Höhenmeter bezwungen. Das funktioniert natürlich nur mit unzähligen Kurven, um die zu fahrende Strecke künstlich zu verlängern.
Eher leichtes Spiel hatte der auf dem Foto zu sehende Güterzug, denn er hat den Scheitelpunkt des Passes, der noch etwas höher als Prat liegt, gerade bezwungen und kann sich nun talwärts rollen lassen.

Datum: 18.05.2023 Ort: Cumbre-Pass, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-??? Fahrzeugeinsteller: FCAB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 22 Punkte

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Die Einfahrt von Estación Ascotan
geschrieben von: Steffen O. (762) am: 28.07.24, 21:00
Die Ferrocarril de Antofagasta a Bolivia (FCAB) verbindet die chilenische Pazifikküste mit den Kupfermininen in Chile und Bolivien. Vor allem in der Grenzregion führt die Trassierung durch die atemberaubende Atacamawüste und schraubt sich auf eine Höhe von weit über 3000 m ü NN hinauf.
Mit einem langen Boxcar-Zug waren es 2402 + 2003 der FCAB, die in hier gerade den Bahnhof Estación Ascotan, zwei Häuser im Nirgendwo und eine feste Polizeikontrolle, erreichten. Der Zug war in Richtung Ollagüe unterwegs.

Datum: 01.06.2024 Ort: Estación Ascotan, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-EMD GT22CU-3 Fahrzeugeinsteller: FCAB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 9 Punkte
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Bahnhof La Cima, Peru
geschrieben von: Th.B. (23) am: 26.07.24, 16:08
Auf rund 4000m über dem Meer auf der Hochebene der peruanischen Zentralanden befindet sich der Abzweig-Bahnhof La Cima. Eine Ortschaft gibt es nicht in der Nähe, die Übersetzung aus dem spanischen nennt den Ort "die Spitze"

Die Bahnstrecke führt von La Oroya, Bergbauzentrum für Blei, Zink, Kupfer und Silber mit dem zweifelhaftenTitel - aufgrund der Schwermetallbelastung der Umwelt - einer dreckigsten Städte der Welt zu sein, nach Cerro de Pasco, Bergbaustadt auf 4330m. Diese Stadt verdient diese Auszeichnung ebenfalls und ist zudem eine der höchsten Städte der Welt. In La Cima zweigt zudem die Strecke zu Bedienung eines Zementwerks in Condorcocha ab. Das Netz wird betrieben von der Ferrocarril Central Andina FCCA.

Geradezu idyllisch dagegen die minimalistisch ausgestattete Station. Ein Ausweichgleis und ein Gleisdreieck bilden den Gleisplan. Die sechsachsige C39-8 1019 hat den Zug aus La Oroya gebracht, die vierachsige B39-7 1005 übernimmt den auf dem Abschnitt auf dem Hochplateau zur Bedienung der monströsen Blei- und Zink-Mine in Cerro de Pasco.


Datum: 31.05.2017 Ort: La Cima, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-B39-8 Fahrzeugeinsteller: FCCA
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Conrail in Peru
geschrieben von: Dennis Kraus (1252) am: 16.07.24, 11:17
Die peruanische Bahngesellschaft FCCA hat überwiegend ehemalige US-Loks im Bestand, die früher z.B. für Norfolk Southern, Union Pacific oder CSX zum Einsatz kamen. Mit dem Wechsel nach Peru erhielten die Loks meist schnell das rote Farbkleid der FCCA. Eine der wenigen Ausnahmen bildet hier FCCA 1030, die von Norfolk Southern übernommen wurde, aber immer noch in der blauen Lackierung der nicht mehr existierenden US-Bahngesellschaft Conrail zum Einsatz kommt, von der sie bis 1999 genutzt wurde. Wir trafen den blauen Farbtupfer am 17.06.2024 bei Matucana, als die Lok mit einem Bergfahrer Richtung La Oroya unterwegs war.

Datum: 17.06.2024 Ort: Matucana, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-GE C39-8 Fahrzeugeinsteller: FCCA
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Southern Peru Copper Corporation
geschrieben von: Amberger97 (773) am: 13.07.24, 23:14
Die mittlerweile zu Grupo México gehörende Southern Peru Copper Corporation baut seit 1960 mit der südperuanischen Tagebaumine Toquepala Kupfer ab. Zum Transport des vor Ort verarbeitetem Erz zu Kupferkonzentrat, wurde von der Mine auf 3300 Höhenmetern eine 187 Kilometer lange Werksbahn nach Ilo am Pazifik errichtet. Dort angeschlossen sind die Schmelzhütte, der Hafen und die später erworbene, ehemals staatliche Kupferraffinerie. Ein paar Jahre später entdeckte man 30 Kilometer nördlich von Toquepala weitere Kupfervorkommen. Es entstand der Tagebau Cuajone. Auch diese Mine wurde an die Werksbahn angebunden. In El Sargento zweigt die zu 90 % in Tunneln liegende Verbindung von der Ursprungsstrecke ab. Mit dem Tunnel Asana–Simarrona (14724 m) befindet sich dort der längste Eisenbahntunnel Amerikas. In der Regel verlässt je ein Zug in der Früh die Minen zum Rangierbahnhof bei Ilo. Nachdem dort extremst aufwendig die abgehenden Wagen vom Hafen, der Raffinerie und der Schmelzhütte sortiert wurden, geht es für die zwei Züge zurück.
Am Morgen des 25.06.2024 erwischten wir den zweiten Zug nach Ilo gerade so bei Nuava Querapi, einer kleinen Siedlung im Nirgendwo, die nur über schlechte Schotterwege erreichbar ist. Die Landschaft hier ist äußerst trocken. Wir sind am nördlichen Rand der Atacama. Es regnet dort zwar kaum, aber regelmäßig zieht Küstennebel die Berge hinauf. An diesem Tag war er besonders hoch. Gleich wird der Zug in den Nebel eintauchen, ehe er sich im Lauf des Tages ein Stück zurückzieht.

Datum: 25.06.2024 Ort: Nueva Querapi, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-GP22-ECO Fahrzeugeinsteller: SPCC
Kategorie: Drohne
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Belmond Andean Explorer
geschrieben von: Amberger97 (773) am: 08.07.24, 17:33
Der Belmond Andean Explorer ist ein von der Belmond-Gruppe in Kooperation mit PeruRail betriebener Luxuszug, der einmal wöchentlich zwischen Arequipa, Puno und Cusco, sowie einmal wöchentlich nur zwischen Puno und Cusco verkehrt. Die Züge sind langsam unterwegs, was Zwischenübernachtungen nötig macht, die stehend in einem Bahnhof erfolgen, damit die Fahrgäste keine Aussicht verpassen. Als wir am 26.06.2024 den Puno-Cusco-Zug verfolgten, zog ihn eine GT42AC von Progress Rail (EMD). Der La Raya-Pass auf 4300 Höhenmetern ist bereits überwunden, der Zug rollt jetzt durch das Urubamba-Tal in den Zentralanden Richtung Cusco.

Datum: 26.06.2024 Ort: Occobamba, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-GT42AC Fahrzeugeinsteller: PeruRail
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Von der Küste zur Kupfermine
geschrieben von: Dennis Kraus (1252) am: 06.07.24, 09:07
Neben der von Lima aus in die Anden Richtung La Oroya verkehrenden FCCA und der von Cusco aus nach Puno und Arequipa/Mollendo führenden PeruRail gibt es im Süden Perus noch eine dritte, normalspurige Eisenbahn und zwar die Southern Peru Copper Corporation, die von Ilo an der Küste zu den Kupferminen in Toquepala und Cuajone führt. Das Verkehrsaufkommen liegt bei einem Zugpaar am Tag zu jeder der beiden Minen, wobei die beiden Züge sich meist in kurzen Abständen folgen. Morgens wird nach Ilo gefahren, irgendwann am Nachmittag zurück zu den Minen.
In Küstennähe rund um Ilo hält sich in der Regel ganztags zäher Nebel, erst mit Gewinnung an Höhe bekommt der Zug irgendwann Sonne ab. Mit den Loks 32, 61 und 31 (ein Sandwich GP40U mit einer SD70 in der Mitte) war am 25.06.2024 der erste Zug bergwärts unterwegs. Für die Fahrt vom Rangierbahnhof in Ilo bis zu unserem Motiv, Luftlinie beträgt die Distanz gut 50 Kilometer, hat der Zug bereits deutlich über zwei Stunden benötigt. Im Hintergrund ist noch gut der Nebel zu erkennen.

Datum: 25.06.2024 Ort: Ilo, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-EMD GP40U Fahrzeugeinsteller: SPCC
Kategorie: Bahn und Landschaft
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PeruRail auf Schmalspur
geschrieben von: Amberger97 (773) am: 03.07.24, 17:14 Bild des Tages vom 21.06.25
Neben der peruanischen Südbahn, dem normalspurigen Streckennetz Von Cusco nach Puno und Mollendo, betreibt PeruRail seit 1999 nach der Insolvenz des staatlichen Bahnunternehmens ENAFER die Schmalspurstrecke von Cusco San Pedro nach Quillabamba mit dem kurzen Teilstück nach Urubamba. Über diese Strecke ist seit 1933 mindestens Machu Picchu erreichbar. Der Rest bis Quillabamba wurde erst 1978 fertiggestellt und schon zwanzig Jahre später durch ein Erdbeben kurz nach Machu Picchu bei Kilometer 122 und dem dortigen Bahnhof Hidroeléctrica verschüttet. Heute verkehren überwiegend Touristenzüge auf der Strecke. Diese beginnen in Cusco San Pedro, Poroy, Hidroeléctrica, Urubamba und (größtenteils) Ollantaytambo und enden in Machu Picchu Pueblo, das eigentlich Aguas Calientes heißt. Zudem fahren Züge des Konkurrenten Inca Rail zwischen Ollantaytambo und Machu Picchu Pueblo. Daneben gibt es ein paar wenige Güterzüge und Reisezüge nur für die örtliche Bevölkerung. Zwischen Piscacucho und Hidroeléctrica existiert kein befahrbarer Weg. Somit ist die einzige sinnvolle Alternative die Bahn. Touristen haben ansonsten nur die Möglichkeit, über einen Inka-Pfad von Cusco bis zum Machu Picchu zu wandern.
Für ihren Verkehr nutzt PeruRail verschieden Triebwagen und Loks. Mittlerweile sieht man bei den Loks hauptsächlich Neubauten des mexikanischen Unternehmens Locomotoras San Luis. So eine Lok zog einen uns unbekannten Zug, also entweder einen Sonderzug oder Nahverkehrszug für Einheimische, als wir bei den Spitzkehren von Huarocondo auf unsere eigentliches Ziel warteten.

Zuletzt bearbeitet am 03.07.24, 18:33

Datum: 28.06.2024 Ort: Huarocondo, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-LSL 1400-2 Fahrzeugeinsteller: PeruRail
Kategorie: Bahn und Landschaft
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68 Tunnel
geschrieben von: Dennis Kraus (1252) am: 03.07.24, 10:03
Die Bahnstrecke von Lima nach La Oroya überwindet auf ihren nur 172 Kilometern bis zum Scheitelpunkt am Tunnel Galera einen enormen Höhenunterschied, von etwa Meereshöhe führt die Bahn hinauf auf 4781 Meter. Für den Bau dieser spektakulären Strecke war dazu auch einige Kunstbauten nötig. Neben mehreren größeren Viadukten gehören auch 68 Tunnel zur Bahnlinie. Einen dieser Tunnel hat gerade ein beladener Erzzug durchfahren und wird nun gleich den auf 3506 Meter liegenden Bahnhof Río Blanco erreichen. FCCA 1028 führt den Zug an. Bei ihr handelt es sich um eine von ursprünglich 15 aus USA von der Bahngesellschaft Norfolk Southern ab 1999 abgekauften GE C39-8.

Datum: 17.06.2024 Ort: Río Blanco, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-GE C39-8 Fahrzeugeinsteller: FCCA
Kategorie: Drohne
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Ferrocarril Central Andino
geschrieben von: Amberger97 (773) am: 30.06.24, 14:43 sternsternstern Top 3 der Woche vom 14.07.24 Bild des Tages vom 05.06.25
Die Ferrocarril Central Andino betriebt ein Streckennetz von Lima bzw. Callao aus in das Andenhochland, zum Abtransport von Bergbauprodukten. Von fast aus Meereshöhe windet sich die Strecke Callao-La Oroya die Westkordillere der peruanischen Anden auf 4781 Höhenmeter im Scheiteltunnel Galera unter dem Ticlio-Pass und das in Normalspur ohne Zahnrad. Bis dorthin sind es nur 172 Kilometer Streckenlänge. Um diesen Unterschied zu bewältigen, sind einige Spitzkehren sowie Kehrschleifen notwendig. Kurz vor dem Scheiteltunnel schlängelt sich die Bahn auf circa 4700 Höhenmetern durch die dünne Luft oberhalb der viel befahrenen Hauptstraße Carretera Central an den mineralhaltigen Bergen entlang. Fertiggestellt wurde dieser Abschnitt 1893. Sechs Jahre später wurde vom Bahnhof Ticlio ein Anschluss zur Silbermine Morococha gebaut, der den Pass ohne Scheiteltunnel sogar auf um die 4830 Metern überwand. Spätestens mit der Erweiterung der angrenzenden Tagebau-Kupfermine Toromocho irgendwann ab 1976, wurden die Gleise abgebaut. Das dort gewonnene und verarbeitete Kupfer wird aber an der Hauptstrecke verladen. Neben dieser Mine, sorgen die in Cerro de Paso und die Verhüttungsanlage in La Oroya für etwas Verkehr auf der Strecke, die nach wie vor hauptsächlich dem Bergbau dient. Meine Beschreibung wirkt so, also würde dort reger Güterverkehr herrschen. Dem ist allerdings nicht so.
Zum Einsatz auf den steigungsreichen Streckenteilen kommen von Norfolk Southern aus den USA übernommene GE C39-8. Zwei davon tauchen mit ihrem recht kurzen Sieben-Wagen-Zug zwischen zwei Tunneln auf.

Datum: 19.06.2024 Ort: Ticlio, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-GE C39-8 Fahrzeugeinsteller: FCCA
Kategorie: Drohne
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PeruRail Titicaca
geschrieben von: Dennis Kraus (1252) am: 30.06.24, 16:12
PeruRail Titicaca, so nennt sich ein Personenzug, welcher an drei Tagen pro Woche zwischen Cusco und der am bekannten Titicacasee liegenden Stadt Puno verkehrt. Am 27.06.2024 war ein Verkehrstag der gut im Licht laufenden Leistung nach Cusco. Der Zug lässt sich locker verfolgen und wir hatten bereits einige Bilder der blauen Garnitur angefertigt, als wir etwas weiter voraus fuhren, um genug Zeit zu haben, die Brücke über den Fluss Urubamba vor Sicuani aufzusuchen.

Datum: 27.06.2024 Ort: Sicuani, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-MLW DL560D Fahrzeugeinsteller: PeruRail
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Mendotran
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 28.06.24, 17:39
In der argentinischen Großstadt Mendoza wurde im Jahre 2012 ein neues Nahverkehrssystem eröffnet. Überwiegend auf alten Staatsbahngleisen geht es einmal quer durch die Stadt. Die alte Staatsbahnvergangenheit ist dabei noch allgegenwärtig, denn eigentlich hat man alles was nicht unbedingt im Weg gewesen ist einfach stehen lassen. So stehen bis heute diverse Formsignale und Stellwerke an der Stadtbahn.

Gerade für mich als Frankfurter ist der Betrieb in Mendoza ein Stückweit ein Ausflug in die Heimat, denn hier fahren aus San Diego übernommene U2-Wagen zusammen mit ebenfalls aus San Diego übernommenen Siemens SD-100.

Uhrzeit -4h

Datum: 19.04.2024 Ort: Mendoza, Argentinien Land: Übersee: Südamerika
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Mendotran
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Sehnsuchtsort
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 27.06.24, 22:09 sternsternstern Top 3 der Woche vom 07.07.24 Bild des Tages vom 06.04.25
Es muss so ziemlich genau zehn Jahren her ein, als ich zum ersten Mal von Bariloche gehört habe und zwar im Rahmen einer Spezialfolge von Top Gear. Seitdem faszinierte mich diese Stadt. Sie ist einerseits am Rande der Anden. Direkt hinter der Stadt beginnen die ersten hohen Berge, die immer schneebedeckt sind. Gleichzeitig besteht die Landschaft aber auch aus sehr viel Wasser und erinnert mit ihren vielen Seen an norwegische Fjorde. Da ein Mix aus Alpen und Norwegen natürlich noch nicht genug ist, bildet Bariloche auch die Grenze der schier endlosen patagonischen Steppe, die von der Atlantikküste bis hier her reicht. Alles in Allem eine unglaublich schöne und abwechslungsreiche Gegend, die ich unbedingt einmal sehen wollte.
An die Bahn dachte ich dabei überhaupt nicht. Vor meinem geistigen, völlig uninformierten Auge, bestand die Bahnwelt Patagoniens nur aus La Trochita, der weltberühmten Schmalspurbahn quer durch die Steppe, die mich aber doch eher nur so sehr am Rande interessierte.

Erst in den Vorbereitungen zu einer insgesamt drei Monate langen Reise zusammen mit meiner Freundin, die daher natürlich auch nicht als Bahnurlaub ausgelegt war, stieß ich auf den Fakt, dass Bariloche Endpunkt einer breitspurigen Eisenbahn ist. Mehrmals die Woche sollte Tren Patagonico, der Betreiber dieser Bahnstrecke, mit einem minderhübschen Fahrzeug einen Ausflugsverkehr von Bariloche aus nach Perito Moreno fahren, aber auch nur in der Hauptsaison und die wäre nicht dann, wenn wir da sind. Darüber hinaus auf den restlichen geschätzten 99% der Gesamtstrecke würde nur einmal die Woche ein Zugpaar im Personenverkehr fahren; Güterverkehr gibts hier hinten in Patagonien gar keinen. Also nicht gar so viel Verkehr...

Prima, da lag also die Aufgabenstellung eine nicht Bahnreise so zu "planen", dass man zufällig an einem Samstag morgen und am besten einem Sonntag Abend in Bariloche ist. So hätte man wenigstens zwei Chancen, im nicht gerade sonnenverwöhnten Patagonien, auf ein Sonnenbild. Ha, ha, ha.

Fast schon passte dazu, dass nur kurze Zeit später Tren Patagonico vermeldete, dass dieses eine letzte Zugpaar bis auf weiteres eingestellt wird, da der Zug aufgrund der horrenden Inflation nicht mehr kostendeckend zu betreiben ist. Schon war der Plan wieder gestrichen. Aber nach Bariloche wollte ich natürlich trotzdem weiterhin.

Einem Wunder gleich, kam dann etwa zwei Wochen bevor wir uns so langsam Bariloche auf unserem Roadtrip näherten, dass Tren Patagonico einen neuen Regionalzugservice einführt. Zwei Mal die Woche sollte in aller Frühe in Ingeniero Jacobacci ein Zug nach Bariloche starten und am späten Nachmittag wieder zurück fahren. Zum Einsatz würde ein von der spanischen Renfe übernommener Triebwagen der Baureihe 597 kommen.
Tatsächlich konnte ich es mir passend machen, dass wir an einem Dienstag im Raum Bariloche waren und man mag es kaum glauben, aber die Wetterdienste sagten Sonne voraus!

Nach einem morgendlichen kurzen Besuch am Bahnhof in Bariloche und der Gewissheit, dass dieser Zug heute Morgen tatsächlich gefahren ist, hatten wir einen wunderschönen Tag rund um Bariloche. Zum Abend hin trieb es mich dann zum kleinen Bahnhof von Perito Moreno und bestieg dort einen nahen Hügel. Noch vor der Planzeit waren eindeutig die Rollgeräusche eines Zuges zu hören, die die Stille zunehmend lauter störten und dann war... Showtime!


Uhrzeit -4h

Datum: 23.04.2024 Ort: Perito Moreno, Argentinien Land: Übersee: Südamerika
BR: AR-597 Fahrzeugeinsteller: Tren Patagonico
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 28 Punkte

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Naturgewalten
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 02.04.24, 15:56 sternsternstern Top 3 der Woche vom 14.04.24
Letztes Jahr bereits präsentierte ich ein Foto, das am wohl spektakulärsten Punkt des noch im Betrieb befindlichen Reststückes des Transandino aufgenommen wurde. Die Rede ist vom Salto del Soldado; eine extrem enge Schlucht mitten in einem Felsmassiv. Während die Schlucht über vermutliche Jahrtausende vom Wasser gegraben wurde, dürfte der Tunnel der Eisenbahn doch etwas schneller entstanden sein. Vom Baustil her ist er aber ähnlich rustikal.
Mit einem der beiden Züge am Tag verlässt die alte AlCo-Diesellok den Tunnel gemächlich in Richtung Los Andes.

Datum: 12.05.2023 Ort: Los Espinos, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-AlCo DL535 Fahrzeugeinsteller: Fepasa
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Dünne Luft auf knapp 4000m
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 15.01.24, 09:03
Hoch hinaus führt die Bahnstrecke von Calama nach Ollagüe, an der höchsten Stelle liegt die Bahn auf genau 3956m. Nur unwesentlich weniger hoch entstand dieses Foto und das merkten wir auch. Den Zug hatten wir erst kurz zuvor hinter den Hügeln entdeckt, was ein schnelles Wendemanöver mit dem Auto, ein ebenso schnelles hochfahren über Geröll an die Bahn und ein nach wie vor schnelles Laufen auf die andere Bahnseite erforderte. Vielleicht waren es 150 Meter schnell zu laufen, aber das reicht locker um gut ins pumpen zu kommen.

Datum: 22.05.2023 Ort: Ascotan, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-EMD GT22CU-3 Fahrzeugeinsteller: FCAB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 21 Punkte

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Stille
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 07.12.23, 13:51
Einsam ist es in den Weiten der Atacama-Wüste rund um Vallenar. Obwohl die Gegend hier nicht besonders hoch über dem Meer liegt, ist es sehr sehr trocken mit gerade einmal rund 31mm Regen/Jahr. Dementsprechend lebensfeindlich ist die Region und besonders viel Leben lässt sich nicht finden. Einzig der eine oder andere Kaktus bringt ein bisschen Leben in die Landschaft.
Rund um Vallenar betreibt Ferronor einen sehr regen Verkehr zwischen einer Eisenerzmine und dem Hafen von Huasco. Grob gesagt alle zwei Stunden verlässt ein beladener Zug die Mine im Nichts.

In der Hoffnung auf eine letzte Zugbewegung vor Sonnenuntergang blieben wir nach einem nachmittäglichen Leerzug in die Mine einfach auf unserem Beobachtungshügel und lauschten der Stille. Manchmal dröhnte ein Diesel in der Mine, der zu einem der gigantischen Minen-LKWs gehörte, aber sonst war Nichts zu hören. Erst als die Sonne immer tiefer sank, und das geht in diesen Breitengraden verdammt schnell, war da ein anderes Geräusch. Dieses typische mahlende Geräusch eines Zuges!

Sehr zu unserer Freude war dieser letzte Zug des Tages sogar mit älteren Loks von Ferronor bespannt und nicht mit den ansonsten omnipräsenten modernen Loks von EMD der Baureihe GT46AC.

Datum: 15.05.2023 Ort: Los Colorados, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-EMD GL26C-2 Fahrzeugeinsteller: Ferronor
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 27 Punkte

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Endzeitstimmung
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 30.10.23, 18:45
Auf den ausgefahrenen Gleisen zwischen Llay-Llay und Los Andes herrscht die Endzeitstimmung. Ein Zugpaar am Tag schaukelt hier in der Regel vorbei. Das Ladegut sind dabei immer Container mit Metallkonzentraten aus Rio Blanco. Aus deutlich besseren Zeiten künden noch die Reste der Oberleitung und die Ruine rechts war irgendwann vor Jahrzehnten auch mal ein Bahnhofsgebäude. Alle weiteren Gleise außer dem Durchgehenden sind längst Geschichte und werden inzwischen als Parkplatz genutzt. Aber gut, bei einem Zugpaar am Tag braucht man auch wirklich nicht mehr Gleise und jede einzelne Weiche würde das Entgleisungsrisiko sicherlich exponentiell erhöhen.

Datum: 14.05.2023 Ort: El Porvenir, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-EMD SD39 Fahrzeugeinsteller: Fepasa
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Das Nichts
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 02.10.23, 00:09 sternsternstern Top 3 der Woche vom 15.10.23
Zugegeben besonders abwechslungsreich ist die Landschaft nicht im ziemlich flachen Nichts zwischen Antofagasta und Calama. Immer mal wieder gibt es ein paar Hügel, manchmal eine Straße und seltener sogar mal eine Eisenbahn... und genau das macht den Reiz irgendwie aus.
In dieses große Nichts wird der Zug aus Mejillones gleich einbiegen. Gerade hat er den Cumbre-Pass hinter sich gelassen und dabei sogar noch einen Gegenzug gekreuzt, den man jetzt weiter hinten sogar noch klein sehen kann.

Datum: 25.05.2023 Ort: Prat, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-EMD GR12UM Fahrzeugeinsteller: FCAB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 23 Punkte

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Chilenischer Küstennebel
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 25.08.23, 18:23 sternsternstern Top 3 der Woche vom 03.09.23
Ein abseits des Sommers weit verbreitetes Phänomen an der chilenischen Pazifikküste ist ein sehr sehr zäher Nebel, der teilweise über Wochen kein Sonnenlicht auf die Erde durchlässt. Wenn man allerdings nur wenige hundert Meter an Höhe gewinnt, kann es sein, dass man im selben Zeitraum wo an der Küste keine Minute Sonne war, man dort keine einzige Minute in irgendeinem Wolken oder Nebelschatten ist. Krasse Wettergegensätze, die es natürlich galt auf Foto zu bannen.
Wir übernachteten in Antofagasta und wachten wie erwartet in Suppe auf. Aus dem Ort raus geht es steil bergan und bereits nach wenigen Minuten Fahrt waren wir im Sonnenschein und der hielt sich auch bis ins Niemandsland rund um den Cumbre-Pass. Auf knapp 1000m Höhe warteten wir auf Züge und mussten nicht lange warten, ehe uns die FCAB bediente. Hier auf der Strecke ist nämlich durchaus ganz gut Verkehr, was dem Hafen in Mejillones zu verdanken ist, wo unter anderem ein riesiges Säureterminal für ordentlich Tonnage sorgt.
Auf dem Bild sehen wir einen solchen Säurezug, wie er sich durch die schier unzählbaren Kurven die Landschaft hochschraubt. Man hört die Züge hier minutenlang im Voraus!

Datum: 18.05.2023 Ort: Cumbre-Pass, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-??? Fahrzeugeinsteller: FCAB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 33 Punkte

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Mitten durchs Skigebiet
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 17.07.23, 21:43 sternsternstern Top 3 der Woche vom 30.07.23
Züge im Schnee, schöne Sache, mit Sonne eine sehr schöne Sache! Aber wieso liegt auf den Bergen kein Schnee? Komische Wetterlage!

Ist das am Ende gar kein Schnee?

Natürlich nicht! Wir haben es hier nicht mit Schnee zu tun, sondern mit Salz. Der Zug der FCAB durchquert gerade den Salar de Ascotan, eine 246 Quadratkilometer große Salzpfanne die zum Großteil in Chile liegt. Von den umliegenden Bergen läuft ab und zu mal Wasser die Hänge hinab, das dann aus dem Gestein die Salze herauslöst. Unten angekommen verdunstet das Wasser wieder und zurück bleibt das Salz.

Datum: 21.05.2023 Ort: Cebollar, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-GL26C-2 Fahrzeugeinsteller: FCAB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 20 Punkte

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Vergangener Glanz
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 21.06.23, 13:22
Las Vegas, die glitzernde Stadt mitten in der Wüste Nevadas. Naja oder aber ein kleines verschlafenes Nest nördlich von Santiago de Chile. Früher einmal ein bedeutender Bahnhof, denn hier verzweigten sich die Strecken vom Meer nach Santiago bzw. Los Andes, heute nichts weiter als ein Gleis, wegbröckelnde Oberleitungsmasten und ein noch aus alten Zeiten übrig gebliebenes Stationsschild. Zwischen zwei und vier Zügen am Tag fahren hier noch auf den ausgefahrenen breitspurigen Gleisen, aber Glanz bringt das auch nicht mehr zurück.

Datum: 14.05.2023 Ort: Las Vegas, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-SD39 Fahrzeugeinsteller: Fepasa
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte
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Transandino
geschrieben von: Yannick S. (1238) am: 28.05.23, 21:06 sternsternstern Top 3 der Woche vom 11.06.23
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde eine Bahnstrecke gebaut die das chilenische Los Andes mit dem argentinischen Mendoza verbindet, eine Strecke von Luftlinie etwa 165km. Wo ist das Problem? Los Andes liegt auf 814m ü. N.N. und Mendoza auf 767m ü. N.N. das klingt machbar. Dummerweise liegen dazwischen aber 1-2 Berge, sodass sich die Bahn auf sagenhafte 3176m hochschrauben muss, um über den Berg zu kommen. Zu bewerkstelligen war das nur mit einigen Abschnitten die eine Zahnradschiene hatten. Bereits 1927 elektrifizierte man einen Teil der Strecke und bis Mitte der 1950er Jahre konnte man fast die ganze Strecke elektrisch befahren.
Bis in die frühen 1980er Jahre war die Strecke im Winter oftmals die einzige Möglichkeit die Anden hier zu überqueren, da die Passstraße dann gerne mal gesperrt war. Doch da war der Stern der Bahn längst gesunken. Im Jahr 1984 fuhr der letzte grenzüberschreitende Güterzug, nachdem eine Lawine in Chile die Grenzabfertigung unter sich begraben hatte. Eigentlich wäre es das gewesen, man hört zwar immer mal wieder von Absichtserklärungen beider Länder, dass man die Bahn reaktivieren will, geschehen ist aber quasi nichts.

Ganz tot ist der Transandino allerdings doch nicht! Zwischen Los Andes und Rio Blanco gibt es noch Güterverkehr von einer Mine in der Nähe von Rio Blanco. In der Regel zwei Zugpaare am Tag, wovon aber nur eines bei Tageslicht fährt, bringen das Silber, oder Kupferkonzentrat, nach Los Andes, wo es von der Meterspur auf die Breitspur umgeladen wird, um zum Hafen gefahren zu werden. Dabei passieren die Züge auch die geradezu irrwitzige Schlucht Salto del Soldado, wo der Rio Juncal eine ganz besonders enge Stelle im Tal passiert.

Datum: 11.05.2023 Ort: Los Espinos, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: CL-GE U18C Fahrzeugeinsteller: Fepasa
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 33 Punkte

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Reisen wie vor 100 Jahren
geschrieben von: Bw Husum (177) am: 05.11.21, 17:55
Da gerade ein ganz ähnliches Stilleben die Galerie bereichert, fiel mir das vorgeschlagene Foto wieder ein.

Viel war nicht los im Jahr 2000, als ich mit dem "Alten Patagonien Express", auch "La Trochita" genannt, von Espuel nach Nahuel Pan unterwegs war. Gewiss, einige Touristen waren vor Ort und fuhren mit, aber einen großen Hype gab es nicht. So konnte ich auch ohne Probleme diese Aufnahme des völlig leeren Innenraums eines der Personenwagen machen. Die Wagen wurden ebenso wie die 22 Lokomotiven (11 Henschel- und 11 Baldwin-Mikado-Lokomotiven) im Jahr 1922 gebaut, der Zugverkehr konnte aufgrund einiger Verzögerungen jedoch erst im Jahr 1935 aufgenommen werden. Die Stadt Esquel wurde gar erst im Jahr 1945 erreicht. Wichtig war der Ofen, der nicht nur zum Heizen des Waggons, sondern wie man sagt, insbesondere zum Zubereiten von Mate-Tee gedacht war.

Scan vom KB-Dia Kodak Elite Chrome 200.

Zuletzt bearbeitet am 05.11.21, 17:58

Datum: 03.2000 Ort: Esquel, Arrgentinien Land: Übersee: Südamerika
BR: Personenwagen Fahrzeugeinsteller: La Trochita
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Rio Blanco
geschrieben von: Gunar Kaune (436) am: 19.04.21, 08:59 sternsternstern Top 3 der Woche vom 02.05.21 Bild des Tages vom 22.06.24
Als wenig spektakulär kann man die peruanische Zentralbahn nicht bezeichnen, führt sie doch vom Meer bis auf 4800 m Höhe. Noch ein wenig interessanter als andere Abschnitte ist aber der Taldurchbruch von Rio Blanco, in dem sich die Strecke zwischen senkrecht aufragend Felsen hindurchzwängen muss. Neben zahlreichen Tunnels, einigen Viadukten und zwei Spitzkehren war auch die Anlage einer ausgedehnten Schleife notwendig, um das schwierige Gelände zu überwinden. So tauchte der Erzzug zu einer der Minen hoch in den Bergen ein paar Minuten nach dem Überqueren der Puente Anchi hinter mir ein zweites Mal auf und ich konnte nach einer kleinen Kletterei ein weiteres Foto machen.

Datum: 10.06.2017 Ort: Rio Blanco, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-GE C30-M3 Fahrzeugeinsteller: FCCA
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 27 Punkte

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Endstation Huancavelica
geschrieben von: Gunar Kaune (436) am: 25.04.20, 19:25
Immer an Freitagen fährt der "Tren Macho" am Nachmittag eine zusätzliche Fahrt von Huancayo nach Huancavelica. Nach der Ankunft im Endbahnhof wird dann der Triebwagen auf der Drehscheibe von Lokführer und Schaffner von Hand gedreht, anschließend setzt er wieder an den Bahnsteig zurück und wartet dort auf die Rückfahrt nach Huancayo am nächsten Morgen. Da er nur einen Führerstand besitzt, muss der Schaffner beim Rangieren die Streckenkontrolle übernehmen und meist tut er das lässig vom Trittbrett aus. Die beiden Frauen links beobachteten das ganz interessiert, während sich die anderen Fahrgäste schon im Ort verstreut hatten.

Datum: 26.05.2017 Ort: Huancavelica, Peru Land: Übersee: Südamerika
BR: PE-32 Fahrzeugeinsteller: FCHH
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Hoch über dem Salar de Carcote
geschrieben von: Nil (177) am: 11.08.19, 17:54 sternsternstern Top 3 der Woche vom 25.08.19 Bild des Tages vom 28.07.22
Vor etwa einer Stunde hat dieser Zug Ollagüe an der Bolivianischen Grenze verlassen. Wir haben ihn kurz hinter dem Bahnhof bereits fotografiert und sind dann auf der Strasse um den Salzsee Salar de Carcote herum gefahren. Da trifft man wieder auf die Strecke und auch drüber. Als wie Stellung bezogen surrte es alsbald in der Luft. Die Drohne kam wieder einmal zum Einsatz. Der Zug war in der Ferne schon zu erkennen. Schnell ging es zum Zug hin und dann ganz gemütlich mit ihm, in wechselnden Positionen, zurück. Schon praktisch wenn die Drohne deutlich schneller als der Zug ist :-). Als der Zug dann nahte kam die grosse Kamera zum Einsatz. Aber ein solcher Blick geht halt nur so wirklich mit einem fliegenden Summgerät.

Hinweis: Drohnenbild


Zuletzt bearbeitet am 11.08.19, 22:01

Datum: 14.07.2019 Ort: Ollagüe, Chile Land: Übersee: Südamerika
BR: 2XAusl (sonstige ausländische Diesellokbaureihen) Fahrzeugeinsteller: FCAB
Kategorie: Drohne
Top 3 der Woche: 32 Punkte

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