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San Bartolomeo als Mare
geschrieben von: Amberger97 (289) am: 13.07.19, 16:07
Die ehemalige Strecke von Genua nach Ventimiglia verlief nicht nur in Tunneln und am Meer, sondern auch durch die engen Städte an der ligurischen Küste. Der Regionalzug 11352 Genova Brignole-Ventimiglia hat eben im Bahnhof Cervo-San Bartolomeo gehalten und fährt nun durch San Bartolomeo Richtung Westen.

Datum: 15.05.2016 Ort: San Bartolomeo al Mare [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn

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In mezzo al nulla
geschrieben von: Julian en voyage (288) am: 12.07.19, 00:06
Vor allem in den Achtziger- und Neunzigerjahren versuchte man in Italien mit der gezielten Ansiedlung gigantischer, oft (teil-)staatlicher Industrie-Anlagen in strukturschwachen, traditionell von Landwirtschaft geprägten Gebieten die Arbeitslosigkeit im „Mezzogiorno“ zu bekämpfen.

Skurril muten diese Versuche heute leider häufig an, wenn man die verwaisten Anlagen längst wieder geschlossener Betriebe, wie etwa des Chemiewerks nördlich von Crotone, betrachtet. Auch die Stahlindustrie in Taranto/Tarent ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Empfindliche Narben in die Umwelt gerissen haben sie dennoch…

Verhältnismäßig als Erfolgsgeschichte gesehen werden kann dagegen wohl das heutige FCA-Fahrzeugwerk Melfi, das zwischen 1991 und 1993 auf einer Fläche von 270 Hektar im Niemandsland des letzten Nordzipfels der Basilikata errichtet wurde. Seit 2014 zeichnet es für die Produktion des Jeep Renegade und des Fiat 500X verantwortlich.

Ein nicht unerheblicher Teil der Neuwagen verlässt die Basilikata dabei mit der Eisenbahn, wofür die Strecke zum Werk – Teil der einstigen Verbindung von Rocchetta über Spinazzola nach Gioia del Colle – gemeinsam mit der Linie Foggia – Potenza in den kommenden Jahren sogar elektrifiziert werden soll.

Bislang sind die Züge bis Foggia aber fest in Händen der Dieseltraktion, wobei Mercitalia hier schwerpunktmäßig noch auf die mittlerweile über vierzig Jahre alten Maschinen der Reihe D 345 zurückgreift.

Am Abend des 5. Juni 2018 müht sich D 345 1096 gemeinsam mit einer Schwesterlok im Altlack gehörig ab, den Auto-Ganzzug MRS 58408 (San Nicola di Melfi - San Ferdinando) aus der Senke zwischen Rocchetta S. Antonio und Candela zu wuchten. Aus dem Hintergrund grüßt der 1326 Meter hohe Monte Vulture, ein erloschener Vulkan, an dessen Hängen DOC-Weine reifen.

PS: Eine Eisenstange, die - aus dem sichtbaren Geländer am Gleis empor ragend - der Lokfront gefährlich nahe kam, habe ich per Photoshop entfernt.

Datum: 05.06.2018 Ort: Candela [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D345 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn

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Il Cavalier d'Arpino
geschrieben von: Julian en voyage (288) am: 11.07.19, 00:03
Der Cavalier d'Arpino (deutsch: Ritter von Arpino), mit bürgerlichem Namen Giuseppe Cesari, ist neben Cicero (ja, DEM Cicero) und den römischen Feldherren und Staatsmännern Gaius Marius und (ungesichert) Agrippa einer der bekanntesten Söhne von Arpino. Eine durchaus beachtliche Bilanz an "Prominenten" für ein Städtchen mit nur gut 7000 Einwohnern.

Der Barockmaler, der - ganz im Zeichen seiner Zeit - vor allem Fresken und Gemälde mit sakralem Bezug schuf, die heute in ganz Italien und darüber hinaus bewundert werden können, machte den Namen Arpino über die nähere Umgebung hinaus bekannt. Er ist auch Namenspate des (durchaus empfehlenswerten) Hotels, von dem aus ich mich am Morgen des 1. Juni 2018 durch die schmalen Gassen des Stadtviertels Castello auf den Weg zur ersten Fotostelle des Tages machte.

Der Landschaftsblick, der sich dem Betrachter dort eröffnet, hat zwar - abgesehen vielleicht von der gewählten Darstellung im Hochformat ;) - wenig mit der Barockmalerei des Cavaliers zu tun, dafür aber im zarten Morgenlicht mit dem leichten Dunst im Hintergrund und der mehrfachen Tiefenstaffelung umso mehr mit dem Genre der Landschaftsmalerie späterer Jahrhunderte.

Die Bahn nimmt sich dabei vornehm zurück, ist aber dennoch vertreten: Zwei ALn 668 der letzten 3300er-Bauserie mit „Bergübersetzung“ und auf 120 km/h gedrosselter Höchstgeschwindigkeit knattern als Regionale 7471 (Avezzano - Cassino) über die mittlerweile leider in weiten Teilen zugewachsene Fachwerkträgerbrücke, um wenig später im Bahnhof der Stadt einen kurzen Zwischenhalt einzulegen.

Datum: 01.06.2018 Ort: Arpino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft

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So wenig Zug vor so viel Panorama
geschrieben von: Vinne (536) am: 08.07.19, 19:39
Wunderschön ist es auf dem Ritten, Südtirols Sonnenterrasse oberhalb von Bozen / Bolzano.

Fährt man mit der Seilbahn aus dem Talboden von Etsch und Eisack herauf nach Oberbozen / Soprabolzano, so sei die Fahrt mit der Rittnerbahn nach Klobenstein / Collalbo, den Hauptort der Gemeinde Ritten / Renon wärmstens empfohlen.
Gut zwei Drittel der Strecke bieten, sofern man auf der Südseite der "Importtriebwagen" Platz nimmt, grandiose Ausblicke in die Dolomiten sowie die umliegenden Bergmassive der südlichen Alpen.

Zwischen den Bedarfshaltestellen Ebenhof und Weidacher rollt BDe 4/8 24, ein ehemaliger Trogenerbahnwagen, hinab nach Klobenstein. Die einfach befestigte Fahrleitung mit dezent schief stehenden Masten bestärkt den Eindruck der Gefällefahrt.

Links angeschnitten zeigt sich der Schlern und weiter hinten der Rosengarten, in den Wolken die Latemargruppe.

Datum: 29.07.2018 Ort: Weidacher (Klobenstein) [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-BDe 4/8 Fahrzeugeinsteller: SAD
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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La coppia ineguale
geschrieben von: Julian en voyage (288) am: 03.07.19, 23:02
La coppia ineguale - Das ungleiche Paar.

Ein beliebtes Sujet in der Kunst, aber auch im Bahnverkehr immer wieder anzutreffen. Jedenfalls vor den Zeiten, in denen Neubaufahrzeuge teils selbst innerhalb einer Baureihe wegen verschiedener Software-Pakete und ähnlichem nicht mehr untereinander kompatibel sind...

Bei der italienischen Staatsbahn bieten im Diesel-Sektor die "Altbau"-Triebwagen der Reihen ALn 668 und deren Nachfolger ALn 663 noch die Möglichkeit zu solchen gemischten Traktionen, wobei angesichts der zunehmenden Verdrängung durch Neubaufahrzeuge die Zahl der Depots, die noch beide Baureihen beheimaten, auf ein Minimalmaß reduziert sein dürfte. Spontan fällt mir nur das Deposito Locomotive di Siena in der Toskana ein, das auch dank der dort noch in großer Zahl stationierten D 445 zu einer der letzten Bastionen italienischer Diesel-Klassiker mutiert ist.

Von ebendort machte sich am frühen Morgen des 21. Juni 2019 um viertel vor sechs ein solches gemischtes Doppel als Regionale 21371 (Siena - Grosseto) auf den Weg südwärts. Eine gute halbe Stunde Fahrt hatten die beiden Triebwagen, deren optische Bauartunterschiede sich abgesehen von der unterschiedlichen Frontpartie doch ersichtlich in Grenzen halten, bereits zurückgelegt, als sie kurz vor ihrem nächsten Halt in Buonconvento in das milde Licht der Morgensonne eintauchten.

Nur an den längsten Tagen des Jahres umsetzbar ist dieser Blickwinkel von einem Hügel nördlich der Bahnstrecke. Das Panorama reicht über den 3000 Einwohner-Ort mit seinen für die Toskana typischen ocker-roten Gebäuden hinweg weit in die Hügellandschaft der Crete Senesi und des Val d’Orcia hinein bis zum alles überragenden Monte Amiata. Der etwa auf halbem Weg zwischen Florenz und Rom gelegene Berg vulkanischen Ursprungs ist mit beachtlichen 1738 Metern Höhe eine weithin sichtbare Landmarke in der südlichen Toskana und sommers wie winters ein beliebtes Ausflugsziel.

Datum: 21.06.2019 Ort: Buonconvento [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Oliven
geschrieben von: Yannick S. (609) am: 27.06.19, 22:30
Neben Wein gehört Olivenöl zu einem der Exportschlager der Toskana, kein Wunder also, dass man häufig auf eine Olivenbaum-Plantage trifft. Aus eben solch einer Plantage heraus bot sich am Abend des 20.Juni auch ein Blick auf die Bahnstrecke, wo gerade ein Regio mit dem Ziel Siena vorbei fuhr. Auf der Straße wurden zwei Autos digital entfernt.

Datum: 20.06.2019 Ort: Staggia Senese [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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So eine halbe Stunde
geschrieben von: NAch (682) am: 23.06.19, 14:18
An "So eine halbe Stunde" erinnere ich mich an meine Antwort, als meine Eltern wissen wollten, wie lange ich den in Mailand war. Solche Antworten waren für sie nichts Ungewöhnliches mehr.
Es ist einer dieser prächtigen Kopfbahnhöfe, mit meiner Reiseplanung hatte dies aber nichts zu tun. Die Fahrt dorthin und die halbe Stunde waren fahrplanbedingt: ich wollte die Alpenpässe abfahren, vier Tage Interrailticket hatte ich dazu noch Zeit.
Es blieb also etwas Zeit, für "Speis und Trank" und etwas für einige Fotos. So auch von diesem braunen Oldtimer, passend in der Farbe zur Halle, die Sonnenstrahlen kommen auch nur gedämpft an.
Ganz freigestellt habe ich die Lok nicht gesehen, aber mit dem Gepäckträger (bzw -fahrer) ist es auch wieder bahntypisch.

Scan vom KB-Dia

Datum: 1979 Ort: Mailand [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E428 Fahrzeugeinsteller: FS
Kategorie: Menschen bei der Bahn
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Im Trentino...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (683) am: 16.06.19, 08:52
...werden wie im benachbartem Südtirol hauptsächlich Apfel angebaut.
Im Herbst sieht man die reifen Früchte dann fast überall an den nur
strauchähnlichen Bäumen in der Sonne leuchten. Eine unerkannte E 464,
eine mit nur einem Führerstand ausgestattete Lokomotive, ist mit einem
Regionalzug vom Brenner nach Bologna unterwegs.

Datum: 20.09.2017 Ort: Nave S. Felice [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Partenza da Maria Assunta
geschrieben von: Vinne (536) am: 15.06.19, 10:52
Nur sechs Mal am Tag erreicht einer der kleinen Triebwagen der Rittnerbahn den Endbahnhof Maria Assunta / Maria Himmelfahrt am westlichen Rand des Hochplateaus, unterhalb des Sommerfrischlerörtchens.

Seit dem 17. Jahrhundert entfliehen die Bozener ihrem warmen Talkessel hinauf auf die Bergflanke des Ritten, ab 1907 konnten sie hierführ ab dem Stadtzentrum der Stadt am Zusammenfluss von Etsch und Eisack die Rittnerbahn verwenden, welche nach dem ersten Straßenbahnabschnitt per Zahnradstrecke die Höhendifferenz von knapp 900 m zwischen Rittnerbahnhof und Maria Assunta überwand.

Die Adhäsionstriebwagen wurden dabei von Zahnradloks geschoben und gebremst, für die an der Bergstation ein kleiner Lokschuppen entstand, welcher auch heute noch im Endbahnhof der "Plateaustrecke" zu finden ist.

Am Bahnsteiggleis stehen heute in der Regel aber keine holzverkleideten Zwei- oder Vierachser mit Lyrabügeln sondern von der schweizer Trogenerbahn übernommene BDe 4/8, welche zusammen mit der Einführung eines weitgehend durchgehenden Halbstundentaktes und der grundlegenden Erneuerung der Infrastruktur dafür gesorgt haben, dass das kleine Bähnchen in Südtirol heute nicht nur für Touristen sondern auch für Pendlerverkehre eine wichtige Rolle einnimmt.

Mit der ersten Abfahrt des Tages wird BDe 4/8 24 an diesem Montagmorgen bereits einige Berufspendler nach Oberbozen bringen, wo der Umstieg in die Regionalseilbahn nach Bozen erfolgen wird.

Nach nicht einmal 20 Minuten ist man heute dann von Maria Himmelfahrt aus in Reichweite des Bozener Stadtzentrums oder des Hauptbahnhofes, von dem man umsteigefrei bis nach Rom reisen kann.

Zuletzt bearbeitet am 15.06.19, 11:02

Datum: 23.07.2018 Ort: Maria Himmelfahrt / L'Assunta [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-BDe 4/8 Fahrzeugeinsteller: SAD
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Mittelmeerblick mit Tartaruga vorm Thello
geschrieben von: Bundesheertaurus (48) am: 01.06.19, 23:30
Manchmal muss man schon die ein oder andere Qual auf sich nehmen um ein schöne Bild mit Landschaft und Meer zusammen machen zu können. So war mir auch am 27. Mai 2015, der ja mittlerweile auch schon etwas mehr als vier Jahre her ist. Nach einem kurzen Fußmarsch durch den dichten italienischen Feierabendverkehr, mehr oder weniger ungewollten Besuch in einem Zigeunercamp und anschließendem Aufstieg erreichten mein Begleiter und ich schließlich unseren Fotopunkt. Für mich, als nichtsahnenden hatte sich der mühselige Aufstieg schon für den schönen Ausblick mehr als nur gelohnt. Nach dem ein oder anderen Nahverkehrszug kam dann auch irgendwann der Hauptakteur unseres Kletterausflugs. Mit dem von Mailand nach Nizza verkehrenden EC 160 hat die Genueser E 444 074 vor kurzem Albenga verlassen und nimmt nun den tunnelreichen Streckenabschnitt bis Ventimiglia unter die Räder, wo dann der Lokwechsel auf die für den französischen Streckenabschnitte benötigte E-Lok stattfindet. Auch heute dürfte dieses Motiv noch umzusetzen sein.

Datum: 27.05.2015 Ort: Albenga [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E444R Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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