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Schmalspuriger Güterverkehr in Katalonien (3) geschrieben von: CMH (321) am: 03.02.26, 18:55 |
Weiter führt die Reise auf der nicht elektrifizierten katalanischen Schmalspurbahn vom Kalibergwerk Súria hinunter nach Manresa, wobei es vom vorherigen Aufnahmestandort nur eines kurzen Weges bedarf, um zur Kirche Sant Iscle i Santa Victòria zu gelangen, die zusammen mit dem monumentalen Bauernhaus Mas Can Graells und der nahegelegenen Stadt Santpedor eine gefällige Kulisse bildet, vor der die Strecke aus Súria auf die heute stillgelegte Linie aus Sallent trifft und wo sich der beladene Kalizug mit der erstgebauten 257.01 als nächstes vor meinem Objektiv präsentiert.
Die romanische Kirche selbst zeigt sich weitgehend schmucklos, einzig der Glockenturm verleiht dem Bauwerk die weithin sichtbare Präsenz, die an diesem Sonntag mitunter einige Besucher anzog. Der Wetteraspekt war bei den zuvor gezeigten Aufnahmen kaum erwähnenswert gewesen, doch wie anhand der inzwischen weit ausgreifenden Wolkenfelder unschwer zu erkennen ist, hatte sich die Lage spürbar verändert, sodass nach diesem Bild der richtige Zeitpunkt gekommen war, mich von der Strecke zu lösen und das ursprünglich angedachte Wanderprogramm in den Pyrenäen in Angriff zu nehmen. Ich fühlte mich erinnert an eine Feier, die ihren Höhepunkt erreicht hatte, und die man nun guten Gewissens und besten Eindrucks verlassen konnte. Datum: 05.10.2025 Ort: Santpedor [info] Land: Europa: Spanien BR: ES-257 Fahrzeugeinsteller: FGC Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 17 Punkte 5 Kommentare [»] |
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Schmalspuriger Güterverkehr in Katalonien (2) geschrieben von: CMH (321) am: 18.01.26, 21:52 |
Für den heutigen Tag war ein ausgiebiges Wanderprogramm angedacht, doch ließ sich der Versuchung nicht widerstehen, am Morgen einen Abstecher zum Bahnhof Súria zu unternehmen, um nachzusehen, ob sich dort im Vergleich zum Vorabend etwas Wesentliches verändert haben könnte. Tatsächlich schien der Wagenpark ausgetauscht worden zu sein, wobei sich von außen nicht erkennen ließ, ob die abgestellten Waggons nun voll oder leer waren. Keine Lokomotive in Sicht, einzig ein Rangiertraktor führte vereinzelte Bewegungen im Bereich des Kaliwerks aus. Dazu kein Personal vor Ort und lediglich ein Fahrplan eines veralteten Betriebsprogramms in der Tasche – ergo: Erkenntnislage mangelhaft und kaum etwas, das sich daran verändern ließ.
Am sinnvollsten erschien in dieser Situation, der Strecke Richtung Manresa zu folgen, mögliche Motive in Augenschein zu nehmen, und in Manresa abzubrechen, wenn sich bis dahin keine neuen Erkenntnisse einstellten. Doch schon nach wenigen Kilometern, im Nachbarort Callús, huschte ein grüner Farbtupfer vorüber, eine Lokomotive auf dem Weg ins Werk! Damit war eine neue Lagebeurteilung möglich, denn wenn eine Lok ohne Waggons ins Werk fährt, wird sie wohl in nicht allzu ferner Zukunft mit Waggons wieder herauskommen - es konnte also für den beladenen Zug Stellung bezogen werden! Etwa auf halber Strecke zwischen Súria und Callús bietet sich von einer Straßenbrücke aus ganztägig die Möglichkeit, Züge in beide Richtungen fotografisch festzuhalten, wobei der am Morgen noch recht spitze Sonnenstand angesichts von circa drei Zugfahrten pro Tag wohl oder übel in Kauf genommen werden muss. Die Straße selbst führt zu einem Autocross-Parcours in den Bergen, der an diesem Sonntag rege frequentiert wurde, sodass während der Wartezeit gut fünfzig Geländefahrzeuge gezählt werden konnten, ehe schließlich der ersehnte Moment eintrat und der beladene Kalizug auf die Fotostelle zurollte. Das Bild zeigt die im Juni 2022 als erste an die Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya (FGC) ausgelieferte Maschine 257.01 mit einem Zug aus Kalisalzen auf dem Weg von Súria zum Hafen von Barcelona. Datum: 05.10.2025 Ort: Súria [info] Land: Europa: Spanien BR: ES-257 Fahrzeugeinsteller: FGC Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 5 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Schmalspuriger Güterverkehr in Katalonien geschrieben von: CMH (321) am: 09.01.26, 22:48 |
Das kürzlich von Yannick S. gezeigte Bild einer schmalspurigen EuroDual aus Chile hat mich daran erinnert, dass ich den gleichen Fahrzeugtyp jüngst in der Region Katalonien aufspüren konnte, wo auf 1000 mm Spurweite ein reger Güterverkehr bestritten wird, denn das in Súria ansässige Kaliumbergwerk sorgt für entsprechende Transporte über die Schiene zum Hafen von Barcelona.
Die Fahrzeiten orientierten sich leider weder an dem in EK 8/2023 abgedruckten Fahrplan, noch an den online einsehbaren Ankunfts- bzw. Abfahrtszeiten der Züge im Hafen von Barcelona und so war ich ganz froh, dass zumindest einige Bilder entstehen konnten. Hier sehen wir 257.02 mit Baujahr 2022, nachdem sie den Leerzug auf den Berg gebracht hat, beim abendlichen Umsetzen im Endbahnhof. Es ist die einzig sinnvolle Perspektive hier, denn das Aral ist eingezäunt und die Maschine machte sich, anstatt den Zug wie erhofft ins Werk zu schieben, Lz auf den Rückweg nach Manresa... Datum: 04.10.2025 Ort: Súria [info] Land: Europa: Spanien BR: ES-257 Fahrzeugeinsteller: FGC Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 7 Punkte 2 Kommentare [»] |
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20 Jahre Zementzug geschrieben von: claus_pusch (534) am: 18.04.25, 09:23 |
Im Sommer 2025 kann der "Zementzug" in den katalanischen Vorpyrenäen auf 20 Verkehrsjahre zurückblicken. Wer beim Wort "Zementzug" nun aber schweres Gerät erwartet - etwa im Stil des südwestdeutschen Holcim-Zuges -, wird enttäuscht sein: Der "Tren del Ciment", auch als "Ferrocarril turístic de l'Alt Llobregat" bezeichnet, ist ein Zug für Touristen, der auf einer 3,5 km langen 600-mm-Strecke zwischen dem Ort La Pobla de Lillet und dem ehemaligen Zementwerk Clot del Moro auf der Gemarkung des Dorfs Castellar de N'Hug verkehrt. Deren historischer Vorgänger war eine 11 km lange 600-mm-Bahn, die zwischen 1914 und 1963 von der "Compañía General de Asfaltos y Portland", kurz: Asland, betrieben wurde, um bergwärts Kohle und talwärts Zement nach Guardiola de Berguedà zu befördern, wo Meterspuranschluss in Richtung Barcelona bestand. Die stets dampfbetriebene Asland-Bahn diente aber auch dem öffentlichen Personenverkehr.
Für die Touristenzüge wurde ab der Jahrtausendwende der interessanteste Streckenabschnitt auf der Originaltrasse neu aufgebaut. Da diese auf den unteren anderthalb Kilometern nach der Stilllegung 1963 als Fahrweg umgenutzt worden war und diese Nutzung weiterhin möglich bleiben sollte, verkehrt der Tren del Ciment hier straßenbahnmäßig; oberhalb von La Pobla del Lillet verläuft die Strecke dann durch eine tief eingeschnittene Schlucht weit unterhalb der Straße. Der Fuhrpark setzt sich aus zwei Schöma-Dieselloks und offenen Sommerwagen zusammen, wobei im Normalfall die 2009 beschaffte Lok 2 "Catllaràs", eine Lok der Schöma-Bauart CFL-150 DCL, eingesetzt wird, da diese bis zu vier Personenwagen über die steile Strecke ziehen kann. Das Bild zeigt eine vorsaisonbedingt nur mit 3 Wagen verkehrende Garnitur auf ihrer dritten Bergfahrt zwischen dem Ausgangsbahnhof (der früheren Station La Pobla Apartador) und dem Ortsbereich von La Pobla de Lillet. Leider sind die Fotomöglichkeiten trotz der überaus reizvollen Streckenführung begrenzt, da die Lok immer auf der Bergseite verbleibt, also auf den meisten Abschnitten nach Norden weist. Betrieben wird die von Anfang April bis Ende Oktober verkehrende Bahn von FGC Turisme, einer auf touristische Logistik spezialisierten Abteilung der regionalen Bahngesellschaft FGC (Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya). Wie wir feststellen durften, ist es keine schlechte Idee, sein Ticket vorab online zu buchen, da jeder Wagen nur genau 25 Fahrgäste aufnehmen kann und die Nachfrage zumindest an sonnigen Wochenenden groß ist. Datum: 06.04.2025 Ort: La Pobla de Lillet [info] Land: Europa: Spanien BR: 399 (alle deutschen Schmalspur-Kleinloks) Fahrzeugeinsteller: FGC Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Mit der Zahnradbahn ins Vall de Núria geschrieben von: DB 399 101-5 (160) am: 13.09.24, 17:38 |
Die zwei Zahnradbahnen in den spanischen Pyrenäen sind hierzulande eher unbekanntes Terrain. Während die Cremallera de Montserrat eher einen kurzen Besucher-Shuttle zum namensgebenden Kloster darstellt, ist die Cremallera de Núria eine durchaus ernstzunehmende, alpine Bergbahn. Auf immerhin 12,5 Kilometern verbindet die Strecke die Gemeinde Ribes de Freser mit dem 1000 Meter höher auf rund 2000 M.ü.NN gelegenen Vall de Núria, von wo aus zahlreiche Wanderouten und Lifte starten. Mit Andrang ist dabei sowohl im Sommer, wenn die hitzegeplagten Katalanen in den Bergen nach Abkühlung suchen, als auch zur Skisaison im Winter zu rechnen.
Zum Einsatz kommen Schweiz-affinen Besucher nicht ganz unbekannte Fahrzeuge: Vier in SLM-Lizenz gebaute Doppeltriebwagen aus den 80er- und 90er-Jahren, zwei davon inzwischen mit Niederflurmittelteil, sowie zwei Stadler-GTW 2/6 aus dem Jahr 2003. Zur Wintersaison unterstützt zusätzlich älteres, teils aus der Schweiz übernommenes Wagenmaterial mit verschiedenen Schubloks, die sonst im Bahndienst eingesetzt werden. Auch wenn einige Abschnitte der Trasse inzwischen lawinensicher in Tunnels neutrassiert wurden, können bei einer Wanderung im oberen Abschnitt der Strecke noch immer einige spektakuläre Ansichten entdeckt werden, wie sich die Strecke im engen, felsigen Tal entlang des Riu de Núria auf die Hochebene hinaufkämpft. Am 3. September 2016 ließ uns das Wetter während unserer Wanderung hinauf nach Núria leider etwas im Stich, die Wolkendecke war aber hoch genug, um dennoch einige der Ansichten umsetzen zu können. Der SLM-Doppeltriebwagen A6 ist hier einen knappen Kilometer unterhalb der Bergstation am Nachmittag auf Talfahrt unterwegs. Zuletzt bearbeitet am 16.09.24, 09:27 Datum: 03.09.2016 Ort: Vall de Núria, Katalonien [info] Land: Europa: Spanien BR: ES-BHe 4/8 Fahrzeugeinsteller: fgc Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 11 Punkte 5 Kommentare [»] |
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