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E.414 con InterCity Giorno [3] geschrieben von: LEO162 (31) am: 16.11.25, 21:25 |
Als letzten Teil der E.414-Bilderserie möchte ich nochmal eine Garnitur im "klassischen", sprich InterCity Sun und Frecciabianca Design zeigen. Einzig ein Wagen im IC 684 von Grosetto nach Milano Centrale war schon umlackiert, als E.414 159 ihn entlang der Cinque Terre nordwärts beförderte. Datum: 08.09.2025 Ort: Manarola [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E414 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 5 Punkte |
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E.414 con InterCity Giorno [2] geschrieben von: LEO162 (31) am: 15.11.25, 22:46 |
Ganz im Norden Italiens verkehrt ein Intercity-Zugpaar pro Tag. Der IC 611 von Bolzano/Bozen nach Bari Centrale durchquert hierbei fast die ganze Republik, bis er nach fast 12 Stunden (planmäßiger) Fahrzeit an der Ferse des Stiefels ankommt.
Als weiterführung der kleinen Fotoserie [www.drehscheibe-online.de] über die E.414 im InterCity-Dienst ist dieses Bild hier zu betrachten. E.414 158 passierte hier mit der ersten komplett im neuen Design gehalten Garnitur, die mir zu Augen gekommen ist, das Etschtal. Datum: 07.11.2025 Ort: Auer / Ora [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E414 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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E.414 con InterCity Giorno [1] geschrieben von: LEO162 (31) am: 13.11.25, 18:17 |
Mit der Umstellung des B-Netzes im italienischen Fernverkehr entstand (wieder einmal) ein neues Lackierungsschema. Lokomotiven der Reihen E.401, E.414 und E.464, sowie die passenden UIC, Gran Confort sowie dazugehörige Steuerwagen wurden vom InterCity Giorno-Design, bzw dem Frecciabianca, teilweise sogar noch Eurostar Italia Farbschema umlackiert. Einzig die neu beschafften Hybridzüge HTR.412 kamen bereits ab Werk im neuen Design. In dieser kleinen Fotoserie soll es um die Lokomotiven der Reihe E.414, den ehemaligen Antriebseinheiten des ETR.500 gehen.
Die frisch umlackiert E.414 100 ist hier bei Monterosso mit dem InterCity 680 von La Spezia Centrale nach Milano Centrale entlang der Cinque Terre unterwegs. Zuletzt bearbeitet am 13.11.25, 19:51 Datum: 12.09.2025 Ort: Monterosso [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E414 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 8 Punkte 2 Kommentare [»] |
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IC im Etschtal geschrieben von: der_gaeubahner (13) am: 03.08.25, 21:24 |
Einmal am Tag verkehrt von Bozen aus ein letzter klassischer IC nach Bari Centrale. Der IC 611 wird dabei entweder von Triebköpfen der Reihe E.404 oder eben wie an diesem Tag mit den Monocabinas der Reihe E.464. Vor der eindrucksvollen Kulisse des Monte die Mezzocorona hat der Zug eben den gleichnamigen Bahnhof verlassen. Datum: 27.07.2025 Ort: Nave San Felice [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 2 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Sommer, Sonne, Meer geschrieben von: Frank H (476) am: 03.06.25, 20:26 |
Zwei Bilder des diesjährigen Sizilienurlaubs haben schon Eingang in die Galerie gefunden, ein Drittes möchte ich noch nachlegen:
Den Quartierwechsel von Castellammare del Golfo nach Monreale gestalteten wir ganz entspannt, schließlich war die Wegstrecke überschaubar und das Wetter zu schön, um nur im Auto zu sitzen. Abermals half Railview, um eine „verträgliche Kombination“ zwischen Urlaubsfeeling am Strand und einem Eisenbahnbild zu ermöglichen, die kleine Ortschaft Balestrate bot sich hierfür an. Am Rande eines der typischen italienischen Picknickplätze im Pinienwald bot sich dieser erhöhte Blick auf die weite Bucht, das oben erwähnte Castellammare del Golfo und den dahinterliegenden Bergrücken, der mit dem Riserva Naturale Orientata dello Zingaro einen wunderschönen Küstenweg zum Wandern aufweist. Und zur Freude des Fotografen verläuft im Vordergrund noch die Bahnlinie Trapani – Palermo. Auch hier musste, wie schon später bei Partinico, ein moderner Minuetto ausreichen, die Zeit der urigen älteren Triebwagen ist leider vorbei. Doch wer fragt schon bei solch einer Kulisse danach? Und der verdiente Espresso schmeckte nach dem Foto gleich doppelt so gut ;) Hinweis zur Bildmanipulation: störendes Grafitti vom Triebwagen entfernt Datum: 07.05.2025 Ort: Balestrate [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn501 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Die Brücke bei Partinico geschrieben von: Frank H (476) am: 25.05.25, 17:22 |
Wer meine Bilder kennt, weiß, dass ich mich fotografisch vornehmlich in heimischen Gefilden herumtreibe, was mich allerdings nicht daran hindert, auch mal den Blick über den Tellerrand zu wagen und bei passender Gelegenheit auch fern der Heimat den Auslöser zu drücken. Ausreichende Inspiration liefern die Galerie wie auch die zahlreichen Reiseberichte im Auslandsforum.
Im diesjährigen Sizilienurlaub stand der erste Quartierwechsel von Castellammare del Golfo nach Monreale an, und beim Frühstück wurde uns von der freundlichen Gastgeberin im B&B empfohlen, eine Pause in Borgo Parrini einzulegen, wo der Künstler Gaglio einige Häuser bunt verziert hat. Wie praktisch, dass die Straße dorthin genau an der hübschen Brücke der Strecke Marsala – Palermo vorbeiführt, die durch Dennis Kraus schon Eingang in die Galerie gefunden hat [www.drehscheibe-online.de]. Die Ortsbesichtigung und der obligatorische Espresso lagen zeitlich so perfekt, dass sich ein Versuch, den Minuetto nach Palermo auf der Brücke zu verewigen, förmlich aufdrängte. Die erhöhte Position von Dennis‘ Bild habe ich zwar auf die Schnelle nicht erreichen können, aber der tiefere Blick auf die mediterrane Szene mit den Olivenbäumchen im Vordergrund gefällt mir auch nicht schlecht. Und wie die Wolken am Himmel belegen, ganz stressfrei war die Wartezeit auch nicht, letztlich hat es aber doch gepasst. An dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön für die Bereitstellung der Railview – Datenbank, die es auch dem ortsunkundigen Besucher ermöglicht, schöne Bilder mit nach Hause zu bringen! Zuletzt bearbeitet am 26.05.25, 00:08 Datum: 07.05.2025 Ort: Partinico [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn501 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 14 Punkte 7 Kommentare [»] |
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Nabel Siziliens geschrieben von: Amberger97 (767) am: 16.04.25, 13:41 |
Glaubt man Wikipedia, wird die im Zentrum Siziliens liegende Stadt Enna auch "Nabel Siziliens" wegen ihres Standorts genannt. Nachmittags bietet sich ein Blick auf den Stadtteil Alta (Oberstadt), der höchsten Provinzhauptstadt Italiens, an. Regelmäßig kommen Regionalzüge vorwiegend der Relation Catania-Palermo vorbei. Datum: 20.10.2020 Ort: Enna [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALe501 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 8 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Im Schatten... geschrieben von: cgraaf (57) am: 13.03.25, 17:15 |
Auch in Italien läuft der Fahrplan manchmal schief, und das passierte vergangener Sommer auch während meine Bahnfotoshoot in Zoagli an der Ligurischen Küste. Von einem Moment auf den anderen lag der komplette Bahnbetrieb stille.
Für die Reisenden ist an solche Momente endloses Warten angesagt. Die beide Männer auf das Foto sind offenbar ziemlich genervt und fertig, und haben sich zur Schutz der prallen Sonne im Schatten eines kleinen Baumes postiert. Nach eine Stunde bewegt sich wieder etwas, leider dauert es noch einige Zeit bevor der nächste Zug in diesem Bahnhof halten soll... Ein "bisschen Bankschatten" im Vordergrund wurde digital entfernt. Datum: 24.07.2024 Ort: Zoagli [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ETR485 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 6 Punkte |
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Ätna geschrieben von: Philosoph (800) am: 01.03.25, 10:33 |
Aktuell ist der Ätna mit spektakulären Winterbildern wieder in aller Munde. Wenn ich überlege, dass ich vor nicht einmal 4 Monaten vor Ort war, bin ich mir nicht sicher, ob ich neidisch oder erleichtert sein soll. Als ich im Oktober 2024 auf Sizilien war, spuckte der Vulkan lediglich kleine Rauwolken aus. So auch am 12.10.2024 als ich einen IC nach Messina bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Taormina ablichten konnte. Nichts deutet darauf hin, dass hier 4 Monate später ein kleiner Ausbruch erfolgt. Datum: 12.10.2024 Ort: Taormina [info] Land: Europa: Italien BR: 1XAusl (sonstige ausländische Ellokbaureihen) Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Am Strand von Letojanni geschrieben von: Philosoph (800) am: 05.02.25, 19:19 |
Folgt man dem Stand von Letojanni bis zu seinem äussersten nördlichem Ende, so findet sich dort mit einem Felsen eine der wenigen Möglichkeiten, Züge von der Meerseite von einem erhöhten Standpunkt aufzunehmen. Insbesondere am frühen Morgen mit dem Sonnenaufgang vom Meer gibt es tolle Möglichkeiten. Meine erste Aufnahme dort entstand 20 Minuten nach Sonnenaufgang mit dem nächsten Regionalzug nach Catania. Diese Aufnahme habe ich bereits vor einigen Wochen in der Galerie gezeigt. Nur gut 10 Minuten später folgte bereits ein Regionalzug nach Messina, der natürlich auch noch mitgenommen wurde. Datum: 12.10.2024 Ort: Letojanni [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ETR104 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 8 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Doppia simmetrica sull'Adriatico geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 24.01.25, 18:44 |
Man sollte meinen, entlang einer Bahnstrecke, die von Rimini im Norden bis Brindisi im Süden über 600 Kilometer lang praktisch immer parallel zur namensgebenden Adria verläuft, gäbe es im Überfluss Stellen, an denen sich Eisenbahn und Mittelmeer gemeinsam in Szene setzen lassen. Doch weit gefehlt! Eine zu großen Teilen flache Topografie, zahllose Bausünden aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts - im Sommer Heimstatt sonnenhungriger Touristen, im Winter gähnend leere Betonmonstren - und nicht selten auf engstem Raum gebündelte Verkehrswege machen es dem geneigten Fotografen nicht leicht...
Eine rühmliche Ausnahme gibt es im Bereich rund um Pedaso und Marina di Altidona in den südlichen Marken, wo die zweigleisige Magistrale auf ihrem Weg in den Mezzogiorno einem Laufsteg gleich an der Spiaggia "Lu Piu" vorbei führt. Am 4. September 2019 hatten Yannick und ich es uns zum Sonnenaufgang auf einem der Wellenbrecher gemütlich gemacht und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Was kam, waren vor allem... Wellen. Denn der Wind wehte für Adria-Verhältnisse erstaunlich frisch. Was ausblieb, waren die avisierten Güterzüge, die ich am Vorabend auf dem Hotelzimmer mit Soundkulisse (da rollte, schepperte und vibrierte es nämlich ohne Unterlass auf den Gleisen in Steinwurfweite des Balkons) extra noch aus den Fahrplantabellen raus gesucht hatte. Na ja, die Sonne tat nach vielen instabilen Tagen trotzdem einfach gut! Und aus heutiger Sicht freut man sich auch, den "damals" noch als eher schnöde empfundenen Regionale 12043 mit dem interessanten Laufweg Ancona - Sulmona im Archiv zu haben. Denn nicht nur die lokbespannten Regionalzüge sind merklich auf dem Rückzug (entsprechend werden auch die ersten E464 bereits in San Giuseppe di Cairo verschrottet), sondern vor allem zeigt einem der erste Wagen im - mittlerweile auch schon wieder überholten - DTR-Farbschema, was man eigentlich an dem freundlichen weiß/grün aus dem Hause XMPR hatte... Tempora mutantur. Datum: 04.09.2019 Ort: Marina di Altidona [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 10 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Addio, sei-sei-otto... geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 20.01.25, 19:28 |
Das Jahr 2024 markierte, soweit die letzten Infos aus dem Südosten des Stiefels nicht trügen, das Ende der planmäßigen Einsätze der ALn 668 in Diensten von Trenitalia. Schon in den Vorjahren war die Zahl der verbliebenen Strecken, auf denen sich der italienische Triebwagen-Klassiker schlechthin noch verdingen durften, sukzessive zurückgegangen, nochmals akzentuiert ab dem Jahr 2023. Eine Bastion nach der anderen fiel: Die Lombardei, Sardinien, Sizilien... Beinahe monatlich flatterten in den letzten zwei Jahren Meldungen über die nächste Strecke herein, die vollständig auf Neubautriebwagen umgestellt wurde. Colleoni, Blues und Co machten es möglich.
Auch auf der wunderschönen Nebenbahn von Avezzano nach Roccasecca brachte 2024 tiefgreifende Veränderungen mit sich. Während bis zur Sommerpause (während der italienischen Ferien ruhte der Verkehr) noch überraschend oft auf die Klassiker zurückgegriffen werden musste und die neu aus anderen Regionen zum Deposito Sulmona abgeordneten Swing und Minuetti erst zögerlich ins Rollen kamen, hatten sie im Herbst bereits die ganz überwiegende Zahl der Züge übernommen und spätestens seit dem Dezemberfahrplanwechsel fungieren die wenigen noch betriebsfähig gehaltenen ALn 668 ausschließlich als eiserne Reserve. In Foggia, dem zweiten Depot, das die "sei-sei-otto" zuletzt noch planmäßig einsetzte, dürfte das Bild nicht anders sein. Dort hat die baubedingte Sperrung der Strecke nach Potenza ihren Teil dazu beigetragen... Als letzte Refugien mit begrenzter Halbwertszeit für die Ableger der einstigen "Ferrovie concesse" bleiben die FSE-Strecke(n) von Lecce nach Gagliano Leuca und die Trenord-"668" (die baulich eher an den 663 erinnern) entlang des Iseo-Sees, ehe es dann auch dort endgültig heißt: Addio, sei-sei-otto...! Im November 2022 indes war das baldige Einsatzende erst eine vage Ahnung, von der Wann und Wo des Eintritts noch nicht klar abzusehen waren. Trotzdem machte ich das Foto des bestens gepflegten 668er-Doppels, das am 24. November 2022 als Regionale 20189 (Avezzano - Cassino) die Stahlfachwerkbrücke von Arpino überquerte, bereits in der Gewissheit, dass es mit den liebgewonnenen "Fiats" nicht mehr ewig weitergehen würde. Datum: 24.11.2022 Ort: Arpino [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 14 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Isola Bella geschrieben von: Philosoph (800) am: 27.12.24, 09:35 |
Die Isola Bella ist eine kleine Insel vor der Ostküste Siziliens. Sie gehört zu dem Ortsteil Mazzarò der Stadt Taormina und ist durch eine Sandbank mit dem Strand von Mazzarò verbunden. Während der Kiesstrand spätestens ab 10:00 Uhr völlig überfüllt ist, lassen sich hier am frühen Morgen von der Sandbank aus noch diverse Motive mit Eisenbahnbezug umsetzen. Am Morgen des 12.10.2024 kam zwar erneut nicht der erhoffte Güterzug, dafür der einzige von mir beobachtete Umlauf mit einem ETR104 in der blau-grünen Farbgebung. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das jetzt Glück oder Unglück war.
PS: Die Isola Bella befindet sich im Rücken des Fotografen. Dazu schlage ich ggf. später noch ein Bild vor. Datum: 12.10.2024 Ort: Taormina [info] Land: Europa: Italien BR: IT-HTR412 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 7 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Taormina geschrieben von: Philosoph (800) am: 17.12.24, 07:31 |
Am letzten Tag meiner Sizilien-Reise wollte ich die Mittagsleistung der FCE einmal rund um den Ätna verfolgen um noch einige wichtige Motive von meiner To-Do-Liste abzuhaken. Da ich in Giarre starten wollte, bot es sich an, vorher auch an der Normalspur noch offenen Stellen in Letojanni und Taormina abzuarbeiten. Insbesondere wollte ich wenigstens eine GZ-Leistung ablichten. Aber daraus wurde leider wieder nichts. Güterzüge fahren zwar noch reichlich, aber immer dann, wenn ich nicht am Motiv stehe. Wirklich schlimm war es im Nachhinein aber nicht, waren doch die an den GZ eingesetzten Loks derart verschmiert, dass jeder Balkan-Künstler vor Neid erblasst wäre. Anders dagegen die Loks und Wagen an den IC-Zügen, diese waren alle picobello sauber und gepflegt. Einer dieser Züge hat soeben den Bahnhof des Badeortes Taormina (links am Bildrand) in Richtung Messina verlassen. Datum: 12.10.2024 Ort: Taormina [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 8 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Am Strand von Letojanni geschrieben von: Philosoph (800) am: 24.11.24, 12:09 |
Folgt man dem Stand von Letojanni bis zu seinem äussersten nördlichem Ende, so findet sich dort mit einem Felsen eine der wenigen Möglichkeiten, Züge von der Meerseite von einem erhöhten Standpunkt aufzunehmen. Insbesondere am frühen Morgen mit dem Sonnenaufgang vom Meer gibt es tolle Möglichkeiten. Meine erste Aufnahme dort entstand 20 Minuten nach Sonnenaufgang mit dem nächsten Regionalzug nach Catania. Die Sonne selbst war leider noch etwas hinter Schlonz versteckt und auch zu weit rechts, um sie in das Bild integrieren zu können. Es sollte nicht die letzte Aufnahme an dieser Stelle sein. Datum: 12.10.2024 Ort: Letojanni [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ETR104 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 10 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Bahn und Pool geschrieben von: Philosoph (800) am: 13.11.24, 08:58 |
Wechseln wir heute einmal zurück zur Normalspur und wenden uns der beliebten Kategorie Bahn und Pool zu. Natürlich befindet sich der Pool nicht im Zug, wobei selbst das soll es in der Schweiz ja auch geben, sondern bei einer Ferienwohnanlage am Hang vor der Isola Bella (rechts außerhalb des Bildes). Während ein Regionalzug aus Messina in Richtung Catania an mir vorbeifuhr, setzte ich diese Unterkunft ganz oben auf meine Liste für einen möglichen weiteren Sizilienbesuch. Datum: 06.10.2024 Ort: Taormina [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ETR104 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 7 Punkte |
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Sant’Alessio Siculo geschrieben von: Philosoph (800) am: 03.11.24, 10:07 |
Der erste Tag meiner Sizilientour war ein Sonntag. An diesem Tag findet auf der FCE leider kein Verkehr statt. Ich hatte also die Wahl mich einfach Faul an den Pool zu legen oder mich mit der Küstenstrecke zwischen Messina und Catania zu beschäftigen. Die erste Option war zwar verlockend, zumal ich kein großer Fan von normalspurigen elektrifizierten Strecken bin, aber einen der wenigen Hobbytage zum Faulenzen zu nutzen, war dann doch keine Option. Der Tag war dann wie erwartet auch nicht so richtig mein Ding. Mit Bahn und zu Fuß waren die wenigen mir bekannten Fotostellen nicht erreichbar, zumal der PV erhebliche Taktlücken aufweist. Und mit dem Auto am Sonntag auf
der Küstenstraße verzweifelt nach Parkplätzen zu suchen, muss man auch mögen. Möglicherweise kein Problem, wenn man sich besser auskennt. Ich war für diesen Tag jedenfalls ziemlich unvorbereitet. Aber zugegeben, es gibt schon tolle Motive. Eines davon findet sich in den Bergen bei Sant’Alessio Siculo. Hier hat man einen schönen Blick auf den Küstenstreifen in Richtung Messina. Der letzte IC bei Tageslicht hat soeben den gleichnamigen Bahnhof auf dem Weg nach Catania ohne Halt durchfahren. Zuletzt bearbeitet am 04.11.24, 17:39 Datum: 06.10.2024 Ort: Sant’Alessio Siculo [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 5 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Mailands Skyline am Porta Garibaldi geschrieben von: FunFactorTM (84) am: 09.07.24, 20:19 |
Am Bahnhof Porta Garibaldi und im gleichnamigen Stadtviertel Mailands ragen mehrere Wolkenkratzer in den Himmel. Dazu zählen der Torre Unicredit, das mit 231 Metern höchste Gebäude Italiens, sowie die "Bosco Verticale" – zwei Wohntürme, die mit ihren begrünten Fassaden beeindrucken. Ich wollte diese kleine Skyline Mailands zusammen mit einem Zug fotografieren und positionierte mich dafür auf der nahegelegenen Brücke am Bahnhof. Nur wenige Züge waren unterwegs und meist auf den falschen Gleisen. Doch kurz bevor ich gehen wollte, fuhr noch ein passender und farblich wunderbar hervorstechender Frecciarossa in den Bahnhof ein, und mir gelang das erhoffte Foto.
Der Fotostandpunkt ist nicht ganz einfach: Nur dank meiner großen Körpergröße und dem Auslösen aus der ausgestreckten Hand konnte ich einen auf der Brücke angebrachten Gitterzaun überwinden. Zuletzt bearbeitet am 10.07.24, 16:23 Datum: 10.06.2024 Ort: Milano [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ETR400 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 2 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Hasenkasten im Etschtal geschrieben von: Güterverkehr (55) am: 20.05.24, 16:52 |
Im Sommer 2023 verbrachte ich ein paar Tage in Norditalien und nächtigte unter anderem auch in den Weinfeldern im Etschtal.
Am Morgen des 18. Juli bezog ich Stellung bei Kronmetz und konnte einen Regionalzug ablichten, welcher von einem Steuerwagen der Bauart APR angeführt wurde. Datum: 18.07.2023 Ort: Kronmetz/Mezzocorona [info] Land: Europa: Italien BR: Steuerwagen (außer von Triebwagen) Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Wechselhaftes Sizilien geschrieben von: Jens Naber (527) am: 17.04.24, 20:43 |
"Sonnig und trocken" - so stellt sich der geneigte Pauschalurlauber wohl das Wetter auf Sizilien vor. Auf die Sommermonate mag das zutreffen, im Frühling und Herbst lassen sich allerdings auch andere Wetterlagen beobachten. Am 26. März 2017 lernten wir das wechselhafte Wetter auf der größten Insel im Mittelmeer kennen: Regenschauer wechselten sich mit sonnigen Phasen ab. Kurz bevor der nächste Regenguss weitere Fotoambitionen im Keim erstickte, rollte 464 067 mit dem R 12879 von Messina nach Catania an vier deutschen Fotografen und ein paar Zitronenbäumchen vorbei. Sieben Jahre später liegt der komplette Nahverkehr auf Sizilien fest in Triebwagenhand - wenngleich auf den Dieselstrecken wohl nach wie vor sogar noch die betagten Fiat-Triebwagen beobachtet werden können. Datum: 26.03.2017 Ort: Sant'Alessio Siculo [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Peschiera del Garda,... geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1881) am: 28.04.22, 06:18 |
...ist eine italienische Kleinstadt gelegen am Südostufer des Gardasees. Bekannt ist
die Stadt vor allem durch die im 16. -17. Jahrhundert von Venedig erbauten Festung die seit 2017 Teil der Unesco Welterbestätten ist. Anfang April verbrachten wir ein paar Tage dort und für das Hobby war natürlich auch etwas Zeit eingeplant. So plazierte ich mich an einem lauen Frühlingsabend auf den alten Festungswällen und richtete die Kamera auf die Eisenbahnbrücke über den Mincio, dem einzigen Abfluss des Gardasees. Neben zahlreichen anderen Zügen kam auch dieser ETR 700 der als "Frecciargento" AV 9748, von Venedig nach Mailand unterwegs war. Zuletzt bearbeitet am 28.04.22, 06:19 Datum: 05.04.2022 Ort: Peschiera del Garda [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ETR 700 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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Die Salurner Klause,... geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1881) am: 01.05.22, 15:29 |
...eine Verengung des Etschtales, ist einer der südlichsten Punkte des deutschen
Sprachraums. Nachdem wir eine knappe Woche am Gardasee verbracht haben gab es anschließend noch ein paar Tage in der Nähe von Meran. Da ich in Salurn bisher noch nicht fotografisch aktiv war hatte ich mir vorgenommen einmal dorthin zu fahren. Da man in Südtirol als Tourist eine Mobilitätskarte bekommt, bei uns war es die MeranCard, habe ich das Auto stehen lassen und bin mit Bus und Bahn nach Salurn gefahren. Nach knapp 2 Kilometer Fußmarsch vom Bahnhof Salurn aus hatte ich den Fotopunkt erreicht und wartete nun auf das was kommen sollte. Das war zunächst ein unerkannter ETR 600, der als "Frecciargento" AV 8502 von Rom nach Bozen unterwegs war. Zuletzt bearbeitet am 01.05.22, 15:32 Datum: 11.04.2022 Ort: Salurn / Salorno [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ETR 600 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 4 Punkte 2 Kommentare [»] |
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"Frecciargento"... geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1881) am: 27.03.21, 14:01 |
...auf deutsch Silberpfeil ist nach Frecciarossa (Roter Pfeil) die zweitschnellste
Zugkategorie der Hochgeschwindigkeitszüge von Trenitalia. Ein unerkannter ETR 600 ist hier bei Avio als FA 8504 von Rom nach Bozen unterwegs. Datum: 26.03.2018 Ort: Avio [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ETR600 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 5 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Steuerwagen voraus? geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1881) am: 29.03.19, 07:06 |
Das ist eigentlich gar nicht mein Ding, da bleibt die Kamera meist in
der Tasche. Nicht so bei den italienischen Steuerwagen vom Typ MDVC. Diese gefallen mir recht gut und so wurde am frühen Morgen eines schönen Tages im September nicht gezögert und die Kamera herausgeholt für den RV 2252, Verona - Brenner, vor den Kalksteinbergen von Mezzocorona. Der Zug wird von E 464.277 geschoben. Datum: 13.09.2017 Ort: Mezzocorona [info] Land: Europa: Italien BR: IT-MDVC Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt 1 Kommentar [»] |
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"Treno della Memoria"... geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1881) am: 03.04.19, 19:53 |
...der Zug der Erinnerung führte italienische Teilnehmer einer Bildungsreise
an die Orte der NS-Verbrechen in Polen. E 402B 137 ist hier auf der Rückfahrt von Krakau nach Mailand bei Masi D´Avio im Etschtal unterwegs. Datum: 26.03.2018 Ort: Masi D`Avio [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E402B Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Im Trentino... geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1881) am: 16.06.19, 08:52 |
...werden wie im benachbartem Südtirol hauptsächlich Apfel angebaut.
Im Herbst sieht man die reifen Früchte dann fast überall an den nur strauchähnlichen Bäumen in der Sonne leuchten. Eine unerkannte E 464, eine mit nur einem Führerstand ausgestattete Lokomotive, ist mit einem Regionalzug vom Brenner nach Bologna unterwegs. Datum: 20.09.2017 Ort: Nave S. Felice [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Peschiera del Garda geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (1881) am: 23.08.18, 06:18 Bild des Tages vom 03.03.20 |
Das kleine Städtchen am Südostufer des Gardasees hat viele Sehenswürdigkeiten. Zum
einen die im 15. Jahrhundert von den Venezianern erbaute Festung in der sich die Alt- stadt befindet und unter anderem auch eine schöne alte Eisenbahnbrücke über den Minico, dem einzigen Abfluss des Gardasees. Ein unerkannter ETR 400, ein Vertreter der neusten Generation von Hochgeschwindigkeitszügen - "Frecciarosa 1000" - überquert diese gerade in Richtung Bologna. Datum: 28.03.2018 Ort: Peschiera del Garda [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ETR400 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 4 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Blick auf den Ätna geschrieben von: Th.B. (23) am: 22.03.24, 10:43 |
In leichten Wolken und Dunst präsentiert sich der Ätna am 3. Februar 2024. Einen Blick auf die dominierende Landmarke Siziliens hat man auch vom Dorf Castelluccio, welches malerisch am Ionischen Meer - und an der Bahnstrecke Messina - Syrakus - liegt. Ein schönes Bahnviadukt überquert hierbei den Bach San Calogero und das gleichnamige Tal, der Nachtzug ICN1959 Milano Centrale - Siracusa, geführt von zwei E.464 der Trenitalia, nutzt dieses für die letzten Kilometer seiner Fahrt. Pünktlich auf die Minute.
Das Viadukt ist bereits in der Galerie enthalten, eine fliegende Kamera ermöglicht aber neue Ausblicke auf dieses wunderbare Ensemble. Datum: 03.02.2024 Ort: Castelluccio [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Drohne Top 3 der Woche: 9 Punkte |
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Wechselhaftes Wetter geschrieben von: Yannick S. (1214) am: 20.03.24, 17:20 |
Große Sonnenanteile gab es nicht mehr am Himmel über Sizilien und daher wollten Manu und ich die Fotos eigentlich Fotos sein lassen und stattdessen ein bisschen Circumetnea fahren. Am Bahnhof von Giarre-Riposto angekommen erfuhren wir aber, dass es einen neuen Fahrplan gibt und gemäß diesem neuen Fahrplan war der Zug seit zwei Minuten weg.
Etwas unschlüssig was man stattdessen jetzt machen könnte kam mir ein Geistesblitz, denn der ICN aus Mailand war vorhin mit +70 in der App und diese neue Zeit war ziemlich genau jetzt. Noch dazu standen wir gerade in der Sonne. Auf die Schnelle fanden wir bei Google Maps eine alte Fußgängerbrücke und wenige Augenblicke später erschien der Nachtzug. Damals natürlich noch mit Caimano. Datum: 23.10.2018 Ort: Riposto [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 9 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Blick auf Noto, Sizilien geschrieben von: Th.B. (23) am: 01.03.24, 08:40 |
Doppeltes Glück: Nicht nur, dass ein Loch in den Wolken die Sonne durchließ und sowohl ALn668.3035 mit dem REG12932 Siracusa - Rosolini ins Licht taucht, auch die Barockstadt Noto wird richtig ins Licht gesetzt. Und ein weiteres Loch gab es im Maschendrahtzaun, gerade groß genug, die Linse durchblicken zu lassen.
Unter anderem auf der Strecke 392 Siracusa - Caltanissetta - Xirbi werden die letzten Leistungen des klassischen Dieseltriebwagens der Reihe ALn668 gefahren. Aber ob diese Fahrzeuge nach einer ab März 2024 geplanten Vollsperrung zur Erneuerung der Signal- und Leittechnik zurückkommen werden ist offen. Neue Züge hat die Trenitalia bestellt. Datum: 02.02.2024 Ort: Noto [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 17 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Viadukt Barcola geschrieben von: km 106,5 (401) am: 23.02.24, 11:06 |
Barcola ist ein kleiner Ort vor den Toren Triest.
1857 wurde im Rahmen der Bahnstrecke aus Villa Opicina ein Steinbogen Viadukt quer über die Häuser gebaut. Heute ist das Bauwerk Teil des Hauptverkehres aus Richtung Norden zum Bahnhof Triest Centrale. Von den Hängen um den Ort man einen schönen Blick auf die Adria und von einer Lücke zwischen den vielen Häusern lässt sich auch das Viadukt umsetzen. Am 20.09.23 stand ich eben dort und fotografiert ein 464 "Sandwich" als es mit dem Regionalzug aus Venedig die Brücke querte Datum: 2024 Ort: Barcola [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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Colline in fiamme geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 21.12.23, 20:27 |
Sizilien bietet zahllose Facetten, die den Besucher zwischen Faszination und Unverständnis schwanken lassen. Eine davon ist die Beziehung der Inselbewohner zur Naturgewalt Feuer. Am plakativsten wird das Verhältnis ohne Zweifel am Ätna, dem mit 3357 Metern höchsten Vulkan Europas, dem auch 500.000 Jahre nach seiner Entstehung noch lange nicht die Puste ausgegangen ist. Dass der Bergkoloss munter vor sich hin zischt, raucht und Lava spuckt, hat zahllose Generationen nicht abgehalten, sich in seinem Schatten niederzulassen. Zusammen mit den der Nordküste vorgelagerten Liparischen Vulkanen Stromboli und Vulcano kann Sizilien mit Fug und Recht als Insel der Feuerberge angesehen werden. Beim Ätna steckt das sogar schon im Namen, der sich nach ganz überwiegender Auffassung von der indogermanischen Bezeichnung für „brennend“ ableitet.
Brennende Berge findet man aber auch abseits der Vulkane mühelos. Und sie sind meist menschgemacht. Mit einer erstaunlichen Unbekümmertheit werden selbst bei größter Trockenheit im Spätsommer Feuer entfacht, um Abfälle zu beseitigen, Stoppelfelder nach der Ernte in der Hoffnung auf fruchtbare Asche abzubrennen oder Weideflächen zu gewinnen. Nicht selten geraten diese Feuer außer Kontrolle und greifen auf die umgebende Natur über. Gerade in den vergangenen Jahren hielten unzählige Wald- und Buschbrände die Feuerwehren auf Trab... So war es wenig überraschend, dass ein Rauschleier über den Berghängen unweit des Badeortes Gioiosa Marea an der sizilianischen Nordküste hing, als ich am frühen Morgen des 15. September 2019 dort aufschlug, um den Nachtzug aus Rom in die Inselhauptstadt im Streiflicht abzupassen. Während ich auf dem Überführungsbauwerk stand, das etwaige Murenabgänge über die Bahnstrecke hinweg in Richtung Meer leiten soll, stiegen immer wieder neue Rußwolken aus dem Seitental auf und trübten die Luft sichtbar ein - Wenigstens fotografisch kein uninteressantes Schauspiel (das in diesem Fall auch weitgehend unter Kontrolle schien)! Davon unbeeindruckt erschien wenig später der ICN 1957 (Roma Termini - Palermo) auf der Bildfläche und heulte mit dem "Caimano" E 656 497 an der Spitze seinem Zielbahnhof entgegen. 2019 war das letzte Jahr, in dem die altbewährten Gelenk-Sechsachser noch in nennenswertem Umfang vor den Fernzügen auf Sizilien anzutreffen waren. Zwar waren bereits die ersten für den Intercity-Dienst akquirierten E 464 in die Laufpläne eingeschert, aber insgesamt 15 "Caimani" standen noch zur Verfügung und fuhren im Herbst rund die Hälfte der Leistungen. Neben E 656 030, 039, 046, 052, 074, 091, 093 und 096 aus der ersten bzw. 294 aus der dritten Bauserie waren dies auch E 656 424, 431, 435, 462, 492 und eben die gezeigte 497 aus der mit Doppellampen ausgestatteten fünften Bauserie. Mittlerweile steht die 1986 abgelieferte Lok in Foligno und harrt der Dinge, die da kommen mögen... Möglicherweise eine Aufarbeitung durch die Fondazione FS für den Sonderzugeinsatz. Zuletzt bearbeitet am 23.12.23, 01:47 Datum: 15.09.2019 Ort: Airone [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 16 Punkte 9 Kommentare [»] |
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La prima neve geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 13.12.23, 17:28 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 24.12.23 Bild des Tages vom 14.11.24 |
Der erste Schnee des Winters ist ja immer etwas besonderes. In den Abruzzen fiel er in der Saison 2022/23 Ende November und bescherte den Berggipfeln eine romantische weiße Auflage, die nach unten hin puderförmig auslief, während im Tal noch unverkennbar die Farben des Herbstes regierten, wenn auch bereits in einem fortgeschrittenen Stadium...
Das Schauspiel sollte natürlich auch gemeinsam mit der Eisenbahn ins Bild gerückt werden, was gar nicht so einfach war, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. So streifte ich am Stadtrand von Avezzano, Ausgangspunkt der schon mit einigen meiner letzten Fotos dokumentierten Nebenbahn nach Roccasecca, länger um einen Bahnübergang herum, von dem aus sich zwischen Bewuchs, Bebauung und Straßenschneisen ein Fenster auf die Bergkette des Sirente-Velino auftut, nach Gran Sasso und Maiella das dritthöchste Massiv des Apennins. Letztlich entschied ich mich des Panoramas wegen für die Schattenseite des Zuges. Spannend machten es bis zuletzt die Wolken, deren Schatten im Sekundentakt wechselnde Formen annahmen und nicht nur in atemberaubender Geschwindigkeit über die Hänge des Monte Velino (2.487 m) flitzten, sondern ebenso leider auch über das Bahngleis im Vordergrund. Das andauernde An und Aus des Sonnenlichts zehrte doch etwas an den Nerven, erst recht, nachdem der vorangegangene Schülerzug nach Capistrello im tiefsten Wolkenschatten vorüber gerauscht war. Für den ALn 668 3334 als Regionale 20195 (Avezzano - Cassino) sollte dann aber zum Glück alles passen. :) Datum: 23.11.2022 Ort: Avezzano [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 21 Punkte 9 Kommentare [»] |
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Un passo dal cielo geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 21.11.23, 15:59 |
Dem Himmel ganz nah ist, wer im kleinen Abruzzen-Örtchen Pescocanale auf den Kirchhof tritt. Ob nur im wörtlichen oder zugleich im übertragenen Sinn, das hängt wohl maßgeblich davon ab, ob man gläubiger Christ ist oder nicht... Jedenfalls markiert der gepflasterte Platz unmittelbar vor der Chiesa di San Michele Arcangelo, die dem Erzengel Michael geweiht ist, den höchsten Punkt der historisch gewachsenen Siedlungsstruktur - Seinerzeit sicher ein bewusst getroffenes Statement.
An einem herrlichen Novembertag im farbenfrohen Herbst 2022 genoss ich die wärmende Sonne auf einer der dort zum Verweilen einladenden Bänke. Nur ein Maler war in meinem Rücken mit kleineren Renovierungen an der Fassade beschäftigt. Ansonsten blieb der Platz über eine halbe Stunde menschenleer. Pünktlich zur planmäßigen Durchfahrtszeit des Regionale 20193 (Avezzano - Cassino) begab ich mich ans Geländer, das den Rand des Platzes zum tief eingeschnittenen Tal hin abgrenzt. Seit vor wenigen Jahren ein paar große Bäume gefällt wurden, eröffnet sich von dort nämlich ein beispiellos schöner Weitblick auf den gut 150 Meter tiefer gelegenen Haltepunkt des Ortes, das bereits mit einer meiner letzten Galerie-Einstellungen porträtierte Tunnelportal [www.drehscheibe-online.de] und nicht zuletzt die Häuser des an die steile Bergflanke angeschmiegten Nachbarorts Capistrello. Wie lange die ALn 668 des Depots Sulmona auf der Strecke, mittlerweile einem der letzten sicheren Rückzugsorte der Fiat-Klassiker bei Trenitalia, noch durchhalten werden, gilt es abzuwarten. In den vergangenen Tagen waren erste zaghafte Einsätze der PESA-Atribo (ATR 220) im Fahrgastverkehr geplant... Wer noch mal hin will, sollte also nicht allzu lange zögern! Datum: 23.11.2022 Ort: Pescocanale [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 28 Punkte 10 Kommentare [»] |
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Profumi d’autunno geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 16.11.23, 18:25 |
Der Herbst und seine Düfte - Der Wandel, den die Natur in der bunten Übergangsjahreszeit durchschreitet, wenn das Laub zunächst seine goldgelbe Färbung annimmt, ehe es von den ersten Herbststürmen davon getragen wird, wenn die Hagebutten in den Hecken und Sträuchern sprießen, macht sich vor allem optisch bemerkbar. Doch man riecht ihn auch!
Das nasse Gras, saftig vom Tau und den Niederschlägen durchtränkt, quietscht nicht nur unter den Füßen, auch sein Geruch hat so gar nichts mehr mit den trockenen Halmen des Spätsommers gemeinsam. Der erdige Duft gefallener Blätter tritt anstelle der Aromen frischen Grüns. Und natürlich mischt sich in diesen naturgegebenen Wandel auch die Veränderung des menschlichen Lebens im Herbst. Die Heizperiode beginnt, die Öfen werden angefeuert. Wenn dies - wie in vielen kleinen Orten der Abruzzen - noch ganz klassisch mit Brennholz aus den Wäldern der Umgebung geschieht, liegt der Rauchschleier von Holzfeuer über den Dächern, für Augen und Nase gleichermaßen unverwechselbar. Ist gerade ein Zug auf den Gleisen unterwegs, kommt mitunter noch eine weitere Facette zur olfaktorischen Melange hinzu. Man mag sie oder nicht, aber jedenfalls das manchmal verklärte Gemüt des Fans der klassischen Eisenbahn findet auch am "Dieselduft" seine Freude, wenn ihn ein ALn 668 versprüht. Die Bezeichnung als Automotrice (A) leggera (L) a nafta (n) ist hier noch Programm... Für die Statistik: Regionale 20192 (Cassino - Avezzano), gebildet aus ALn 668 3323 und einem weiteren 668, lässt am 24. November 2022 Capistrello hinter sich und nimmt Kurs auf die Galleria del Salviano. Datum: 24.11.2022 Ort: Capistrello [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 14 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Valle del Boite geschrieben von: Dennis G. (283) am: 04.11.23, 13:41 |
Das Topmotiv der Strecke Belluno–Calalzo ist wohl der Blick auf die Eisenbahnbrücke im das Tal des Boite mit dem dahinter aufragenden Monte Antelao, dem mit 3264 m s.l.m. höchsten Berg der Cadorischen Dolomiten. Dazwischen ist die am Ortsrand von Valle di Cadore gelegene Kirche San Martino zu sehen.
Während links des Viaduktes nur ein kurzer Tunnel folgt, verschwindet die Strecke rechts davon für 2739 m unter dem Monte Zucco. Dieser Tunnel wurde 2003 eröffnet, nachdem der erste Tunnel an dieser Stelle durch ständige Hangbewegungen gefährdet war. Der Fluss Boite wird hier, kurz vor seiner Mündung in den Piave, durch mehrere Wehre aufgestaut und zur Energiegewinnung mittels Wasserkraftschnecken genutzt. Einige Leitungen im Himmel sowie ein Funkmast am Tunnelportal wurden im Rahmen der Bildbearbeitung entfernt. Zuletzt bearbeitet am 04.11.23, 20:09 Datum: 12.08.2023 Ort: Perarolo di Cadore [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn501 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 26 Punkte 10 Kommentare [»] |
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Vietato sporgersi geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 02.11.23, 13:44 |
Kopf einziehen heißt es für Fahrgäste am offenen Fenster, wenn ihr Zug auf der Fahrt von Avezzano nach Cassino hinter dem Bahnhof Capistrello für die nächsten Kilometer in eine Abfolge von engen Tunneln und dichter Vegetation eintaucht! Nicht weniger als sieben Tunnel ermöglichen es dem Schienenstrang, auf einer Strecke von fünf Kilometern mit einem durchschnittlichen Gefälle von 20 Promille (in der Spitze bis zu 30 Promille) einen Höhenunterschied von etwa 100 Metern zu überwinden. Das aufwendige System aus Tunneln und Kehrschleifen, die Galleria elicoidale di Capistrello, erstreckt sich auf mehreren Ebenen entlang der Bergflanken und im engen Flusstal bis hinunter zum Haltepunkt von Pescocanale.
Dementsprechend war es auch dieser schroffe Gebirgsabschnitt, der die durchgehende Eröffnung der Nebenbahn, deren Bau mit der Legge Baccarini beschlossen wurde, um einige Zeit verzögerte - Bis ins Jahr 1902. Seit dem Abschluss der Bauarbeiten vor über hundert Jahren hat sich dann wiederum eher wenig verändert in der abgelegenen Schlucht, außer dem leider munter empor geschossenen Bewuchs, der einige potentielle Fotomotive hinter einem undurchdringlichen Blättervorhang versteckt. Im Herbst leuchtet der immerhin ausgesprochen schön! Am 24. November 2022 hat ALn 668 3324 als Regionale 20193 (Avezzano - Cassino) den Großteil seiner Talfahrt bereits absolviert und taucht kurz vor dem Haltepunkt Pescocanale wieder ans Tageslicht, den goldgelb umrahmten Tunnel Nummer sechs von sieben hinter sich lassend. Der links des Portals rasch an Höhe gewinnende Fußweg führt übrigens ziemlich direkt nach Capistrello und dürfte bei guter Kondition und entsprechendem Ehrgeiz nur unwesentlich langsamer als die Bahnfahrt sein... Ich nahm ihn nach dem Foto indes ganz gemütlich in Angriff. Datum: 24.11.2022 Ort: Pescocanale [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 11 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Mit dem Zug in die Dolomiten geschrieben von: Dennis G. (283) am: 30.10.23, 12:12 |
Vom Bahnhof Ponte Nelle Alpi-Polpet führt eine Stichstrecke entlang des Flusses Piave in die Berge. Die Strecke endet am Bahnhof mit dem sperrigen Namen Calalzo-Pieve di Cadore-Cortina, wo einst Anschluss an die schmalspurige Dolomitenbahn über Cortina d’Ampezzo bis zum Bahnhof Toblach an der Pustertalbahn bestand. Doch diese ist bereits seit 1964 Geschichte. Heute muss für die Weiterfahrt auf Busse umgestiegen werden. Alternativ kann die alte Trasse mit dem Fahrrad erkundet werden.
Doch zurück zur noch existierenden Normalspurstrecke. Obwohl sie einige interessante Motive bietet, ist die Strecke bisher kaum in der Galerie vertreten. Das mag unter anderem daran liegen, dass das Fotografieren an vielen Stellen nicht einfach ist, da steile Berghänge die Sonne nur spärlich ins Tal scheinen lassen. So lagen am 12. August auch drei Stunden nach Sonnenaufgang noch Teile der Strecke im Bergschatten. Der Bahnhof von Ospitale di Cadore war zum Glück rechtzeitig ausgeleuchtet als kurz nach 9 Uhr ein Minuetto als R 16546 von Belluno nach Calalzo durch den Bahnhof rollte. Mit nur 267 Einwohnern ist der Ort so klein, dass ein Fahrgastwechsel nicht vorgesehen ist. Als Besonderheit wird im Bahnhof mit Hilfe einer steinernen Brücke ein Bergbach über die Gleise geführt. Datum: 12.08.2023 Ort: Ospitale di Cadore [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn501 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 9 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Mare, olivi e automotrici geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 29.10.23, 15:20 |
Abgesehen von einigen wenigen Stellen, an denen exponierte Felsmassive bis an den Meeressaum heranreichen, ist die ionische Küste Kalabriens, anders als die Westflanke der italienischen Stiefelspitze, vergleichsweise flach.
Der Landschaftseindruck, der sich auf weiten Strecken der 472 Kilometer langen Ferrovia Jonica mehrfach in ganz ähnlicher Form wiederholt, ist trotzdem reizvoll: Olivenbäume, das endlose Meer und irgendwo dazwischen die Triebwagen, die mehr oder weniger häufig vorbei dieseln. Die Hauptlast im Regionalverkehr tragen dabei auch im Jahr 2023, obwohl die Ablieferung neuer "Blues" gerade begonnen hat und schon seit etlichen Jahren ein paar "Swing" von PESA mitmischen, die Fiat-Klassiker der Reihe ALn 663. Am 28. Juni 2023 war einer von ihnen als Regionale 5536 (Reggio di Calabria - Catanzaro Lido) unterwegs, beobachtet von der Rampe zum Leuchtturm am Capo Stilo bei Monasterace. Offiziell ist der gesamte Hügel der Verwaltung des Miltärs unterstellt und das Betreten untersagt, wovon rostende Hinweisschilder künden. Das schert aber niemanden und die Landmarke ist ein beliebtes Ziel für Ausflügler, Picknickende - Und Eisenbahnfotografen natürlich... Datum: 28.06.2023 Ort: Monasterace [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn663 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 17 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Che bella sorpresa ! geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 28.10.23, 23:14 |
Anlässlich eines Hochsommeraufenthalts in den Abruzzen wollte ich mich mal einem Thema widmen, für das man auf lange Tage mit frühem Sonnenschein angewiesen ist: Der mit einem werktäglichen Zugpaar gewährleisteten Anbindung der zwischen Avezzano und Roccasecca/Cassino eingesetzten ALn 668 an ihr Heimatdepot in Sulmona, welche die betagten Triebwagen auf den wohl spektakulärsten Teilabschnitt der Gebirgsbahn Rom - Pescara führt.
Während der Gegenzug am späten Nachmittag unterwegs ist, macht sich der bergwärts fahrende Regionale 4741 (Sulmona - Avezzano) schon morgens um halb sieben auf die Reise. Also - mal wieder - ein Ziel für Frühaufsteher (oder solche, die es werden wollen...)! Das gilt umso mehr, wenn man ihn im ausgesetzten Abschnitt zwischen Prezza und Goriano Sicoli fotografieren möchte, der nur mittels längerer Wanderungen erreichbar ist. So steckten mir schon etwa dreihundert Höhenmeter, auf rund zwei Dritteln der Strecke ohne richtige Wege, in den Knochen, als ich endlich am anvisierten Panoramablick auf den Talkessel von Sulmona eintraf. Anstrengend, aber unglaublich schön, denn man hat dabei genug Zeit, die große Bergwelt auf sich wirken zu lassen. Während ich also zwischen knorrigen Koniferen und gelb blühenden Ginstersträuchern im Gras saß und sich die Herzfrequenz langsam wieder dem Ruhepuls näherte, konnte ich schon mal grübeln, in welcher Zusammensetzung der Zug wohl heute erscheinen würde: Denn sowohl eine Doppel- als auch eine Dreifachtraktion 668 ist möglich. Was letztlich aufgeboten wurde, lag allerdings wirklich außerhalb jeder Wahrscheinlichkeit: Man hatte den beiden Triebwagen in Sulmona kurzerhand die altlackierte D 345 1116 vorgespannt! Derartige Vorspannfahrten kamen bis Anfang des Jahrtausends sporadisch vor, gerade bei großen Schneemengen im Winter zur Unterstützung auf steilen Bergstrecken, z. B. zwischen Sulmona - Carpinone, auf der heutigen "Transiberiana d'Italia". Aber eine solche Kombination als planmäßiger Regionalzug im Jahr 2023, das hätte ich mir in den kühnsten Träumen nicht ausgemalt... In etwa so, als wollte man in Deutschland einen 628 fotografieren, der dann völlig unvermittelt mit einer 215 davor erscheint! Dass der Rückweg im Anschluss umso beschwingter angetreten wurde, muss ich wohl nicht noch einmal gesondert erwähnen. ;) PS: Ein eigentlich dünnes Kabel, das im Streiflicht vor der Lok aber doch etwas vorwitzig funkelte, hat Photoshop geext. Datum: 19.06.2023 Ort: Goriano Sicoli [info] Land: Europa: Italien BR: IT-D345 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 18 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Estate sulla costa ligure! geschrieben von: cgraaf (57) am: 14.10.23, 21:37 |
Vergangene Sommer verbrachten wir unsere Urlaub, wie die letzte Jahre, wieder in Österreichische Tirol. Als Aperitif besuchten wir jedoch einige Tage zuvor Freunde, die letztes Jahr aus den Niederlanden nach Rapallo in Italien umgezogen sind. Natürlich hatte ich im Voraus auf der Drehscheibe Gallerie eine kleine Vorstudie gemacht, wo es in der Gegend interessante Orte geben sollte, an denen ich meine ersten ligurischen Zugfotos machen konnte. So stoßte ich auf dieses Bild von Bahnhof Zoagli: nicht allzu weit fahren und eine total andere Landschaft, als ich sie jemals vor einem Bahnhof erlebt habe. Aber der Wahl war schwierig, weil es hier unzählig viel sehr ansprechende Motive gibt!
Am zweiten Tag unseres Besuchs gelang es mir, meine sozialen Verpflichtungen für eine Weile hinter mir zu lassen und mich an den ausgewählten Ort zu begeben. Für einer, der normalerweise in der Benelux, Deutschland oder Österreich "bahnfuzzt", war dieser Ort etwas gewöhnungsbedürftig: warmes, schönes Wetter mit stahlblauen Himmel, außerordentlich ansprechendes Zugmaterial, aber vor allem die herrliche typisch Italienische Atmosphäre mit dem brausenden Meer direkt unterm Bahnhof und überall unglaublich laut singenden Grillen! Und was kann man hier besser fotografieren als einem Neigezug in Frecciargento-Farben? Bellissimo! Nächstes Jahr hoffentlich wieder! Zuletzt bearbeitet am 14.10.23, 21:59 Datum: 26.07.2023 Ort: Zoagli [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ETR485 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Tra viti, ortaggi e ulivi geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 02.10.23, 18:27 |
Nach Begegnungen mit dem Fern- und Güterverkehr, die gemessen am Gesamtangebot jeweils nur eine Randerscheinung darstellen, setzen wir unseren fotografischen Streifzug durch Umbrien entlang der Apenninquerung Rom - Ancona nun mit dem typischen Zug der Strecke schlechthin fort: Einem lokbespannten Regionale, bestehend aus einer E464 und MDVE/MDVC-Wagen.
Diese klassische Kombination, wie sie den Nahverkehr auf beinahe allen italienischen Hauptbahnen in den letzten Dekaden geprägt hat, ist hier auch 2023 noch omnipräsent. Triebwagen mischen sich vor allem im nordöstlichen Streckenabschnitt in den Marken darunter, während in Umbrien neben den durchgehenden Verbindungen Rom - Ancona u.z. auch die nur auf Teilstrecken verkehrenden Züge noch fest in der Hand der Lok-Wagen-Kompositionen sind. Einzig die Frage, ob die "Monocabina" nun am Nord- oder Südenende hängt, sorgt beim Fotografieren für Spannung, da keine echte Systematik erkennbar wird. Auch das wiederum ist aber eigentlich typisch... Glück hatte ich am 12. Juni 2023 mit R 4944 (Spoleto - Foligno), der die Lok auf der - in diesem Fall - passenden Nordseite hatte. Unterhalb der treppenförmig am Hang liegenden Altstadt von Trevi, die zu den Borghi più belli d’Italia - den schönsten Orten Italiens -, gehört, rollte er seinem Ziel entgegen. Auf diesem Abschnitt ist die Strecke Rom - Ancona seit den 90er Jahren zweigleisig ausgebaut und verläuft in ziemlich gerader Linienführung durch ausgedehnte Gemüsefelder im weitläufigen Tal des Clitunno. Diese natürliche Senke, die bereits von der antiken Via Flaminia genutzt wurde, wird an ihrem Westrand teils durch Weinberge, im Osten zum 1429 Meter hohen Monte Serano hin (hier erkennbar an den Antennenanlagen auf dem Gipfel) indes wegen der anderen Bodenstruktur praktisch ausschließlich durch Olivenhaine begrenzt. Eine Erkenntnis, die mir eine jener Begegnungen einbrachte, wie man sie eigentlich nur von Fototouren abseits der ausgetretenen Pfade kennt: Als mich einer der Bauern (er war von der Fraktion "Gemüse") dort mit der Kamera unter dem Baum erblickte, hielt er spontan an, sprang aus seinem alten Fiat Panda und verstrickte mich sofort in ein Gespräch über das Woher und wohin, Land, Leute, Beruf und Berufung... Im Nu war eine halbe Stunde rum und man verabschiedete sich mit Handschlag und einem breiten Lachen im Gesicht. Nicht ohne zwischendurch einmal kurz den Auslöser zu drücken, wenn wieder ein Zug vorbeirauschte. :) Datum: 12.06.2023 Ort: Trevi [info] Land: Europa: Italien BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 8 Punkte 6 Kommentare [»] |
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Ostküsten-Charme geschrieben von: Amberger97 (767) am: 28.08.23, 19:52 |
Möchte man gleich am Tag nach der Anreise voll in die sizilianische Eisenbahnfotografie einsteigen, ist ein Flug mit Ankunft am Samstag am späten Abend dafür nicht die beste Wahl. Der Zugverkehr ist sonntags nämlich außerordentlich dünn. Nach drei Fotos bei Caltanissetta und einem bei Augusta, war am Nachmittag der Tag eigentlich schon beendet. Mir kam aber noch die Idee, ein Motiv an der Strecke Lentini Diramazione-Gela zu suchen für den nicht mehr in all zu ferner Zukunft fahrenden Regionale 12817, der Catania mit Caltagirone verbindet. Da 2011 zwischen Gela und Caltagirona, ein Teil einer Brücke eingestürzt ist, wird dort momentan kein Schienenverkehr angeboten. Alle Züge enden in Caltagirona.
Für den genannten Zug, kam ein ALn668 zum Einsatz. Im Gegensatz zu seinen Kollegen aus Palermo, sind die Fahrzeuge von Catania fast immer in Individual-Lackierung anzutreffen. Nichtsdestotrotz freue ich mich über ein Foto von dieser eigentlich reizvollen Strecke. Ist nämlich einmal der eher flache Küstenstreifen zwischen Lentini und Scordia geschafft, geht es durch eine hügelige Landschaft hinauf ins Hinterland. Eine kleine Stromleitung im unteren Bildbereich habe ich entfernt. Zuletzt bearbeitet am 28.08.23, 19:52 Datum: 11.10.2020 Ort: Scordia [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 2 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Dalla "Pio centrale" al Pendolino geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 25.08.23, 19:07 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 03.09.23 |
Verlässt man die Toskana in südöstlicher Richtung, gelangt man nach Umbrien, ins "grüne Herz Italiens". Als einzige Region der Apenninhalbinsel, die weder eine Meeresküste hat, noch an das benachbarte Ausland angrenzt, steht sie - wenn man nicht gerade auf den Spuren katholischer Heiliger wandelt - immer ein bisschen im Schatten anderer Reisedestinationen. Auch unter Bahnfotografen stellt das Land zwischen goldenen Feldern, grünen Hügeln und schroffen Berghängen bestenfalls eine Randnotiz dar - Grund genug, eine kleine Fotoserie zu starten, die vielleicht dem ein oder anderen Lust macht, abseits der ganz großen Touristenströme auf Entdeckungsreise zu gehen!
Wichtigster Schienenstrang Umbriens ist die Apenninquerung von Rom nach Ancona, die in Orte die alte Hauptbahn Rom - Florenz verlässt, um via Terni, Spoleto und Foligno im Appennino umbro-marchigiano ihren Scheitelpunkt auf 550 Meter über dem Meer zu erreichen, von wo sie - nunmehr auf dem Gebiet der Region Marken - zur Adriaküste hinab steigt. Zum Zeitpunkt ihrer ersten Planung in den 1840er Jahren gehörten weite Teile des durchquerten Territoriums noch zum Kirchenstaat, sodass das Eisenbahnprojekt zu Ehren des frisch gekürten Papstes Pius IX. auf den Namen "Strada Ferrata Pio Centrale" getauft wurde. Letztlich brauchte die Realisierung ihre Zeit und wurde erst durch das neu entstandene Königreich Italien vervollständigt - Der Beiname wurde somit schnell obsolet... Heute zeigt sich die seit 1939 elektrifizierte Strecke abseits einiger bereits realisierter Ausbauabschnitte noch ziemlich ursprünglich. Eine kurvenreiche, eingleisige und stellenweise auch recht steile Streckenführung stellt den Betrieb vor Herausforderungen. Dies begünstigte die frühe Umstellung der hochwertigsten Zugläufe auf Elektrotriebzüge: Von den Veteranen der Reihe ETR 220 und ALe 601, die zwischen Rom und Ancona jeweils ihre letzten Intercity-Einsätze erbrachten, über ein Gastspiel der legendären "Settebello" und "Arlecchino" Mitte der 80er Jahre bis hin zum "Ur-Pendolino" ETR 401, der hier in den Weiten Umbriens das ideale Terrain gefunden hatte, um die Stärken des bogenschnellen Fahrens ausspielen zu können. Ihm folgten, jeweils allerdings erst nach ihrer Verdrängung auf prestigeträchtigeren Relationen, weitere Pendolino-Generationen. Zunächst der in der Fanszene Kultstatus genießende ETR 450, später der von Giorgetto Giugiaro designte ETR 460, wenn auch beide zuletzt mit deaktivierter Neigetechnik. 2023 ist die Apenninquerung eines der letzten Refugien der längst auf der Abschussliste stehenden ETR 460, die unter der mittelfristig ebenfalls auslaufenden Marke "Frecciabianca" in Tagesrandlage ein Zugpaar Ravenna - Rom vice versa erbringen. Im Hochsommer ist es in beiden Richtungen ein dankbares Fotoobjekt, das sich zwischen die zahlreichen Wendezüge und spärlichen Bewegungen im Güterverkehr mischt, wenn die Sonne noch oder schon wieder am Horizont kratzt. Am Abend des 11. Juni 2023 hatte ich für Frecciabianca 8852 (Roma Termini - Ravenna) nach einem längeren Kampf über einen von schier undurchdringlichem Dickicht überzogenen Hang auf der Nordseite des kleinen Viadukts von Fossato di Vico Stellung bezogen. Dort eröffnet sich nicht nur ein herrlicher Weitblick über die umbrische Landschaft, sondern auch die Möglichkeit, die vierspurige Schnellstraße mehr oder weniger elegant hinter Bewuchs zu verstecken... Zuletzt bearbeitet am 25.08.23, 19:33 Datum: 11.06.2023 Ort: Fossato di Vico [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ETR460 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 21 Punkte 5 Kommentare [»] |
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Non c'è regola senza eccezioni geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 08.08.23, 13:23 |
Ehe wir uns auf unserer Italienreise anderen Regionen zuwenden, bleiben wir noch ein bisschen in der Toskana und kehren an die Strecke von Empoli nach Siena zurück, wo sich die Großdieselloks der Reihe D445 austoben können. Zu 99 Prozent stehen sie dabei auf der Südseite der Wendezüge. Doch die Binsenweisheit, dass es keine Regel ohne Ausnahme gibt, lässt sich auch hier anwenden: Am 20. Juni 2019 schwamm nämlich - sehr zu unserer Freude - eine gedrehte Garnitur im Umlauf mit, die am Abend plötzlich ganz neue Motivoptionen aufkommen ließ, die normalerweise nur mit Trieb- oder Steuerwagen "funktionieren".
Als wäre dies nicht Glück genug, war für die Traktion der umgekehrt gereihten MDVE/MDVC-Wagen mit D445 1073 die einzige Lok des Depots Siena eingeteilt, deren Front ein roter Kontrastbalken ziert, einstmals vor allem eine Spezialität der in Treviso beheimateten Maschinen. Und dass alle Wagen noch das XMPR-Design trugen, war in dieser Übergangsphase auf das neue DTR-Farbschema auch keine Selbstverständlichkeit mehr... Um kurz nach acht klickten auf einer Straßenbrücke bei Vico d'Elsa die Kameras für den Regionale 11781 (Firenze S.M.N. - Siena), der im letzten Abendlicht der Universitätsstadt entgegen strebte. Die Sonne hatte sich erst kurz zuvor noch einmal gegen die aufkommenden Schleierwolken behaupten können. Datum: 20.06.2019 Ort: Vico d'Elsa [info] Land: Europa: Italien BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 14 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Wenn Rituale Früchte tragen geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 06.08.23, 19:18 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 20.08.23 |
Während Italien in den letzten Wochen mit Rekordhitze bis zu 47 Grad von sich Reden machte, war der Frühling - nach einem viel zu trockenen Winter - in weiten Teilen der Apenninhalbinsel eher vom Gegenteil geprägt. Noch bis weit in den Juni hinein zeigte sich das Wetter ausgesprochen wechselhaft und ungewöhnlich nass. Gleich mehrfach suchten Starkregen und heftige Überschwemmungen den Norden des Landes heim, deren Folgen bis heute längst noch nicht überall bewältigt sind...
Vergleichsweise glimpflich davon kam bei all diesen Unwettern die Toskana. Nichtsdestotrotz war bei meinem Aufenthalt dort in der ersten Juniwoche zunächst nicht viel vom Sommer zu spüren. Da es - man kann schließlich nicht aus seiner Haut ;) - aber doch ein bisschen im "Foto-Finger" juckte, hatte ich es mir zum Ritual gemacht, morgens einfach mal den Wecker zu stellen und einen Blick aus dem Fenster ins Dämmerlicht vor dem auf einem Hügel bei Asciano gelegenen Agriturismo zu werfen. Wer wusste bei der instabilen Wetterlage schon, ob einen Wolken, Nebel oder Sonne erwarteten...? Die Herrschaften von meteo.it, iLMeteo und Co. jedenfalls nicht. Wenn es aussichtslos schien, drehte ich mich eben noch mal im Bett um, ansonsten ging es vor dem Frühstück auf der Terrasse für ein paar Fotos der morgendlichen Pendlerzüge raus an die nahegelegene Bahnstrecke. Einer der Tage, an denen ich mein Glück versuchte, war der 6. Juni 2023. Tja, oben am Agriturismo machte der Himmel noch einen klaren Eindruck, unten im Tal in Asciano hing dann der Nebel, dem man vermeintlich ein Schnippchen geschlagen hatte... Entsprechend nur mäßig motiviert stapfte ich einen Wanderweg entlang auf eine weitere Hügelkuppe, von der man - wenn denn Sonne wäre - einen schönen Blick auf den Viadukt am Ortsausgang haben sollte; das wusste ich noch von einem früheren Besuch. Oben angekommen war es genauso "suppig" wie zuvor und von der Bahn nichts, aber auch wirklich gar nichts zu sehen. Irgendeiner inneren Ahnung folgend wartete ich auf einem abgeernteten Feld trotzdem ein paar Minuten bis zur nächsten Zugbewegung. Und als es schon von dort her grummelte - verdächtig nach einem alten Fiat klingend, obwohl doch eigentlich ein Niederflurfahrzeug kommen sollte -, begann der dichte Schleier sich plötzlich zu lichten. Zaghaft, aber der Zwischenhalt am Haltepunkt Asciano-Monte Oliveto machte es möglich, dass er gerade rechtzeitig zur Durchfahrt des Regionale Veloce 19070 (Chiusi-Chianciano Terme - Siena) den Blick auf den Viadukt preisgab und die Nebelreste in den Hintergrund verwies. Schön, wenn Rituale Früchte tragen! :) Derselbe Viadukt aus einer anderen Perspektive: [www.drehscheibe-online.de] Datum: 06.06.2023 Ort: Asciano [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALn663 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 29 Punkte 9 Kommentare [»] |
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Un'esplosione di colori geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 26.07.23, 21:12 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 06.08.23 |
Ein letzter Hort klassischer Dieseltraktion in Italien ist auch Mitte 2023 das Deposito locomotive im toskanischen Siena, das neben einer üppigen Zahl an ALn 663/668 noch über knapp 30 einsatzfähige Großdieselloks der Reihe D445 verfügt. Die Nachfolger in Gestalt der trimodalen Hitachi-Triebwagen, die in der musikalischen Trenitalia-Tradition auf den Namen "Blues" getauft wurden, kommen auf der Hauptschlagader des D445er-Betriebs, der Strecke von Siena über Empoli nach Florenz, bislang nur in homöopathischen Dosen zum Einsatz.
So faszinierend die praktisch im Stundentakt vorbei dieselnden, lokbespannten Züge Florenz - Siena vice versa auch sind und so schön die durchfahrene toskanische Hügellandschaft ist, so rar sind leider die bewuchsfreien Abschnitte an der Dieselpiste - Und entsprechend eingeschränkt die Auswahl an Fotostellen. Im Frühjahr und Frühsommer jedoch sorgt Mutter Natur mit einer regelrechten Explosion der Farben für willkommene zusätzliche Akzente, wenn entlang von Feldern und Bahndamm der Klatschmohn in sattem Rot empor sprießt. Besonders plakativ ließ sich das Schauspiel Anfang Juni an der alten, aus Ziegelsteinen errichteten Straßenbrücke bei Staggia Senese beobachten, wo die D445 1122 mit ihrem Regionale 19033 (Empoli - Siena) förmlich über einen roten Teppich zu defilieren schien. PS: Um das Motiv adäquat einzufangen, habe ich das Bild aus zwei übereinander angeordneten Querformat-Aufnahmen zusammengesetzt. Zuletzt bearbeitet am 28.07.23, 18:59 Datum: 09.06.2023 Ort: Staggia Senese [info] Land: Europa: Italien BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven Top 3 der Woche: 27 Punkte 14 Kommentare [»] |
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Geschirrspüler geschrieben von: Amberger97 (767) am: 25.07.23, 20:20 |
Neben den alten ALn663, setzt Trenitalia in Kalabrien neue ATR 220 von Pesa ein. Trotz ihres Alters, verfügen sie über eine ziemlich laute Geräuschkulisse, die an einen kaputten Geschirrspüler erinnern. Am Ionischen Meer ist ein unbekannter ATR nach Reggio di Calabria unterwegs. Datum: 17.10.2020 Ort: Bova Marina [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ATR220 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Morgendliche Ruhe in Kalabrien geschrieben von: Jens Naber (527) am: 16.05.23, 21:07 |
Menschenleere Strände und Straßen fanden wir am Morgen des 18. April 2019 bei Africo vor und auch in unserer Unterkunft wurden wir ein bisschen ungläubig beäugt, als wir dem Besitzer erklärten, dass das mit einem gemütlichen Frühstück nichts wird. Doch das frühe Aufstehen sollte sich lohnen, konnten wir den Sonnenaufgang über dem Meer von unserem Standpunkt doch in vollen Zügen genießen. Unterbrochen wurde die Stille an diesem Morgen lediglich durch die Vorbeifahrt des morgendlichen R 22474 von Reggio di Calabria nach Catanzaro Lido sowie regelmäßiges Niesen zweier Heuschnupfen-Geplagter, die realisieren mussten, dass die Natur hier eben doch ein paar Wochen weiter als zum gleichen Zeitpunkt im heimischen Deutschland war. Gebildet ist der Zug an diesem Frühlingsmorgen aus einem modernen ATR 220, der in flotter Fahrt durch das schöne Kalabrien rollte. Die Triebwagen teilen sich auf der "Ferrovia Jonica" derzeit noch den Betrieb mit den deutlich älteren Fiat-Triebwagen, deren Ablösung jedoch allmählich in den Startlöchern steht. Datum: 18.04.2019 Ort: Africo [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ATR220 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 9 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Tanz auf dem Vulkan geschrieben von: Julian en voyage (536) am: 10.04.23, 20:25 |
Nicht gerade üppig in der Galerie vertreten sind die italienischen "Full-Chopper" der Reihe ALe 724, die zum Beginn der 80er Jahre maßstabsbildend für neue Triebwagentechnik waren, aber mit ihrer nur begrenzten geografischen Verbreitung vor allem in den Ballungsräumen Neapel und Turin sowie den wenig prestigeträchtigen Vorortdiensten, die sie Zeit ihrer Karriere verrichteten, für Reisende und Fanszene gleichermaßen im Schatten anderer Fahrzeugtypen standen. Anlass genug, einmal einen Blick auf die "Passante di Napoli" zu werfen, jene Durchmesserlinie der Staatsbahn, die heute als Linie 2 ins Neapolitaner Metronetz aufgenommen wurde und auf der die ALe 724 seit ihrer Ablieferung 1982/83 bis zum Dienstende vierzig Jahre später heimisch waren!
Kurz vor dem westlichen Ende der "Metropolitana" verläuft die Strecke auf besonders bemerkenswertem Terrain, mitten über der Kernzone des "Supervulkans" der Phlegräischen Felder/Campi Flegrei! Auf einem Gebiet von insgesamt mehr als 150 km² erstreckt sich die eingesunkene Caldera, wobei die vulkanische Aktivität heute auf den ersten Blick vor allem in Form vieler kleinerer Vulkankegel zu Tage tritt. Der größte davon ist der Solfatara-Krater, von dessen Hang dieses Foto entstanden ist. Ungeachtet der ständigen Bedrohung durch Erdbeben und eine potentielle, immer wahrscheinlicher werdende Eruption erstreckt sich zu seinen Füßen - wie eigentlich im gesamten Großraum Neapel - dichte Wohnbebauung, und das seit Jahrtausenden. Auch wenn man sich in Pozzuoli mit der Gefahr arrangiert zu haben scheint, schwingt doch immer eine Mischung aus Faszination und Schauer mit, wenn die beißend riechenden Schwefeldämpfe aus dem Vulkan hinüber wehen oder man als Tourist die Ruinen des römischen Macellums besichtigt, dessen Säulen von Bohrmuscheln übersäht sind. Denn die einstmals in Ufernähe errichteten und auch heute wieder auf dem Trockenen liegenden Bauten sind zwischenzeitlich einmal ins Meer ab- und wieder aufgetaucht! Die Erdkruste hat sich aufgrund der vulkanischen Aktivität mehrfach gesenkt und gehoben, insgesamt über 10 Meter... Einen interessanten Kurzbeitrag über Faszination und Gefährdungspotential gibt's u.a. von Quarks: [www.youtube.com] Aber kehren wir von dem ab, was unter der Erde vor sich hin brodelt und gehen kurz auf das Sichtbare ein, jedenfalls auf die markantesten Punkte: Im Vordergrund unterhalb der Fotostelle, zu der Yannick und ich uns durch ein schier undurchdringliches Dickicht aus Kakteen und sonstigem Dornengestrüpp den steilen Hang empor gekämpft hatten, erstreckt sich links das frisch sanierte und in Pastellgelb getünchte Santuario di San Gennaro alla Solfatara, ihm rechts gegenüber als kaum krasser denkbarer Kontrast das im Verfall begriffene ehemalige Militärkrankenhaus, das 1917 als Sanatorium für tuberkulosekranke Soldaten errichtet wurde und einer Nachnutzung harrt. Auf der "Passante" rollt ein unerkannt gebliebener ALe 724 als M 7612 (Napoli San Giovanni-Barra - Pozzuoli Solfatara) seinem Endbahnhof entgegen, der knapp außerhalb des Bildausschnitts liegt. Dahinter neben neueren Wohnquartieren direkt an der Küstenlinie des Golfs von Pozzuoli das auf einem Tuffsteinfelsen errichtete historische Stadtquartier Rione Terra, das 1970 im Zuge eines vorhergesagten Absenkens des Erdbodens (die römische Markthalle mit Muschelbesatz lässt grüßen...) und wegen der prekären sanitären Zustände geräumt wurde, aber in jüngster Vergangenheit eine behutsame Wiederbelebung erfährt. Die sichtbaren Baukräne künden davon. Rechts schließt sich das Hafenbecken an, in dem gerade eine der kleinen Fähren manövriert, die Pozzuoli mit den Inseln Ischia und Procida verbinden. Auch die Landzunge im Hintergrund, die den Golf von Pozzuoli vom offenen Tyrrhenischen Meer trennt, ist reich an historischer Bausubstanz. Links im Bild als markantester Punkt das Castello Aragonese von Baia, das Alfonso von Aragon (die Spanier waren also auch hier) im 15. Jahrhundert an der strategisch wichtigen Stelle errichten ließ. Weiter rechts zur tiefsten Stelle der Landzunge hin - im Bild nur erkennbar, wenn man es weiß - lassen sich die antiken Termen des römischen Seebads Baiae besichtigen, das der sittenstrenge Seneca als "deversorium vitiorum", als "Rasthaus der Laster" brandmarkte... Jetzt aber genug der Geschichts- und Geografiestunde! Für alles weitere gilt: Am besten selbst hinfahren, auch wenn man 2023 nicht mehr mit dem "Full-Chopper" anreisen kann. ;) PS: Graffiti auf den Mittelwagen digital entfernt. Datum: 05.09.2019 Ort: Pozzuoli [info] Land: Europa: Italien BR: IT-ALe724 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 12 Punkte 3 Kommentare [»] |
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