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Verdrehte Jahreszeiten geschrieben von: Yannick S. (1211) am: 27.10.25, 18:26 |
Wer im Frühling auf die Südhalbkugel fliegt der wird insbesondere Eines dort nicht finden. Den Frühling! Ist ja auch logisch, denn dort ist im Frühling ganz einfach Herbst. Daher war es auch keine allzu große Überraschung, dass wir auf herrlich verfärbte Bäume in Chile stießen. Zumindest vom Süden bis in die Mitte des Landes gibt es die nämlich durchaus. *ggg*
Hier sehen wir den vormittägliche Vollzug aus Rio Blanco nach Los Andes, der bei Rio Colorado am Fluss Rio Aconcagua entlangzuckelt. Einen kleinen Busch vor der Lok habe ich digital entfernt. Datum: 11.05.2023 Ort: Rio Colorado, Chile Land: Übersee: Südamerika BR: CL-GE U18C Fahrzeugeinsteller: Fepasa Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 8 Punkte |
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Letztes Jahr bereits präsentierte ich ein Foto, das am wohl spektakulärsten Punkt des noch im Betrieb befindlichen Reststückes des Transandino aufgenommen wurde. Die Rede ist vom Salto del Soldado; eine extrem enge Schlucht mitten in einem Felsmassiv. Während die Schlucht über vermutliche Jahrtausende vom Wasser gegraben wurde, dürfte der Tunnel der Eisenbahn doch etwas schneller entstanden sein. Vom Baustil her ist er aber ähnlich rustikal.
Mit einem der beiden Züge am Tag verlässt die alte AlCo-Diesellok den Tunnel gemächlich in Richtung Los Andes. Datum: 12.05.2023 Ort: Los Espinos, Chile Land: Übersee: Südamerika BR: CL-AlCo DL535 Fahrzeugeinsteller: Fepasa Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 21 Punkte 7 Kommentare [»] |
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Endzeitstimmung geschrieben von: Yannick S. (1211) am: 30.10.23, 18:45 |
Auf den ausgefahrenen Gleisen zwischen Llay-Llay und Los Andes herrscht die Endzeitstimmung. Ein Zugpaar am Tag schaukelt hier in der Regel vorbei. Das Ladegut sind dabei immer Container mit Metallkonzentraten aus Rio Blanco. Aus deutlich besseren Zeiten künden noch die Reste der Oberleitung und die Ruine rechts war irgendwann vor Jahrzehnten auch mal ein Bahnhofsgebäude. Alle weiteren Gleise außer dem Durchgehenden sind längst Geschichte und werden inzwischen als Parkplatz genutzt. Aber gut, bei einem Zugpaar am Tag braucht man auch wirklich nicht mehr Gleise und jede einzelne Weiche würde das Entgleisungsrisiko sicherlich exponentiell erhöhen. Datum: 14.05.2023 Ort: El Porvenir, Chile Land: Übersee: Südamerika BR: CL-EMD SD39 Fahrzeugeinsteller: Fepasa Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte |
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Vergangener Glanz geschrieben von: Yannick S. (1211) am: 21.06.23, 13:22 |
Las Vegas, die glitzernde Stadt mitten in der Wüste Nevadas. Naja oder aber ein kleines verschlafenes Nest nördlich von Santiago de Chile. Früher einmal ein bedeutender Bahnhof, denn hier verzweigten sich die Strecken vom Meer nach Santiago bzw. Los Andes, heute nichts weiter als ein Gleis, wegbröckelnde Oberleitungsmasten und ein noch aus alten Zeiten übrig gebliebenes Stationsschild. Zwischen zwei und vier Zügen am Tag fahren hier noch auf den ausgefahrenen breitspurigen Gleisen, aber Glanz bringt das auch nicht mehr zurück. Datum: 14.05.2023 Ort: Las Vegas, Chile Land: Übersee: Südamerika BR: CL-SD39 Fahrzeugeinsteller: Fepasa Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 11 Punkte |
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Anfang des 20. Jahrhunderts wurde eine Bahnstrecke gebaut die das chilenische Los Andes mit dem argentinischen Mendoza verbindet, eine Strecke von Luftlinie etwa 165km. Wo ist das Problem? Los Andes liegt auf 814m ü. N.N. und Mendoza auf 767m ü. N.N. das klingt machbar. Dummerweise liegen dazwischen aber 1-2 Berge, sodass sich die Bahn auf sagenhafte 3176m hochschrauben muss, um über den Berg zu kommen. Zu bewerkstelligen war das nur mit einigen Abschnitten die eine Zahnradschiene hatten. Bereits 1927 elektrifizierte man einen Teil der Strecke und bis Mitte der 1950er Jahre konnte man fast die ganze Strecke elektrisch befahren.
Bis in die frühen 1980er Jahre war die Strecke im Winter oftmals die einzige Möglichkeit die Anden hier zu überqueren, da die Passstraße dann gerne mal gesperrt war. Doch da war der Stern der Bahn längst gesunken. Im Jahr 1984 fuhr der letzte grenzüberschreitende Güterzug, nachdem eine Lawine in Chile die Grenzabfertigung unter sich begraben hatte. Eigentlich wäre es das gewesen, man hört zwar immer mal wieder von Absichtserklärungen beider Länder, dass man die Bahn reaktivieren will, geschehen ist aber quasi nichts. Ganz tot ist der Transandino allerdings doch nicht! Zwischen Los Andes und Rio Blanco gibt es noch Güterverkehr von einer Mine in der Nähe von Rio Blanco. In der Regel zwei Zugpaare am Tag, wovon aber nur eines bei Tageslicht fährt, bringen das Silber, oder Kupferkonzentrat, nach Los Andes, wo es von der Meterspur auf die Breitspur umgeladen wird, um zum Hafen gefahren zu werden. Dabei passieren die Züge auch die geradezu irrwitzige Schlucht Salto del Soldado, wo der Rio Juncal eine ganz besonders enge Stelle im Tal passiert. Datum: 11.05.2023 Ort: Los Espinos, Chile Land: Übersee: Südamerika BR: CL-GE U18C Fahrzeugeinsteller: Fepasa Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 33 Punkte 12 Kommentare [»] |
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