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Interessierte Zuschauer
   
geschrieben von Johannes Poets am: 19.02.20, 14:00
Aufrufe: 1349

Von 12:43 bis 13:21 Uhr steht der P 7766 von Nossen nach Großbothen im Döbelner Hauptbahnhof – Zeit genug für eine gründliche Nachschau aller Schmierstellen. Das Lokpersonal der 50 3536-5 vom Bw Nossen hat bei dieser Tätigkeit offensichtlich interessierte Zuschauer. Ob sich damals jemand für die 110 vor dem Gegenzug P 4725 Leipzig Hbf. – Meißen interessiert hat?

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Scan vom Kleinbild-Dia (Ektachrome 64 Professional)

Datum: 28.02.1982 Ort: Döbeln Land: Sachsen
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

EXIF-Daten:
Hersteller: Nikon, Modell: Nikon SUPER COOLSCAN 5000 ED, Bildgröße: 896 x 1280 Pixel



geschrieben von: mavo
Datum: 21.02.20, 16:04

Wow! Welch eine typische Reichsbahnatmosphäre... Man kann den Braunkohlemief nicht nur sehen sondern fast schon riechen!
*


geschrieben von: Philosoph
Datum: 21.02.20, 17:53

Hallo Johannes,

ein klasse Bild. Die Atmosphäre des Bildes ist großartig *!

Carsten


geschrieben von: 797 505
Datum: 21.02.20, 18:00

Dem schließe ich mich an. Toller Bildaufbau, klasse Szene ... ein Traum unter einem Formsignal!

* und Gruß
jost


geschrieben von: barnie
Datum: 21.02.20, 23:35

Früher war alles besser? Heute braucht es mit dem Auto weniger Zeit von Nossen nach Großbothen als damals die Standzeit des Zuges in Döbeln war. Vielleicht sollte man bei der Verklärung der guten alten Zeit auch die merkwürdigen Aspekte im Fahrplan mit beachten.

Ich nehme das Bild dennoch zum Anlass, mich in die Reichsbahnzeit zurückzudenken :)

* für die Aufnahme!


geschrieben von: Frank H
Datum: 22.02.20, 09:55

Bilder mit einem dominanten Flügelsignal im Vordergrund gefallen mir immer besonders gut!

Tolle Stimmung, * !

Viele Grüße,

Frank



geschrieben von: Andreas Burow
Datum: 22.02.20, 10:30

Hallo Johannes,

ein ganz wunderbares Motiv, was durch den erstaunlichen Detailreichtum des Ektachrome und den überzeugenden Scan noch gewinnt. Diese Welt in Pastellfarben scheint unendlich lange zurück zu liegen, weil sie sich so radikal von der heutigen grellen, hektischen und überdrehten Zeit unterscheidet. Beim Betrachten kommt man unweigerlich ins Nachdenken und Vergleichen. Vielleicht sollte man sich dabei von den besser-schlechter-Kategorien lösen, denn Döbeln 1982 und Döbeln 2020 sind eben nicht vergleichbar. Vielen Dank für den Blick zurück in eine andere Zeit *

Viele Grüße
Andreas


geschrieben von: Ol49-107
Datum: 22.02.20, 13:21

... jetzt häng ich mich doch mal rein:

zum bild:

phantastisch, eine meiner lieblingsstrecken! - wir sehen das milde licht eines "sich verabschiedenden" hochdruckgebietes (auch ich war am 28.02. unterwegs), das hat mit braunkohle vorderhand nix zu tun. den halt konnte der reisende - so er denn wollte - nutzen, um in der "schiene" des döbelner bahnhofs (also der "mitropa" - gaststätte) eine bockwurst und ein bier zu sich zu nehmen - wie weiland in der frühzeit der eisenbahn, als es noch keine speisewagen gab und um die mittagszeit auf großen bahnhöfen ein längerer stopp eingelegt wurde.

zu raum und zeit:

a) heute könnte man mit dem zug gar nicht mehr von nossen nach großbothen fahren, man muss das auto nehmen. der vergleich ist also schief.
b)"beschleunigung"/zeit sparen als gesellschaftliche kategorie spielte seinerzeit schlicht (noch) keine rolle -> man lese hierzu hartmut rosa, der kann das besser erklären als ich.


geschrieben von: postenkoenig
Datum: 23.02.20, 11:54

Schöne Reichsbahn pur


geschrieben von: Rainer.Patzig
Datum: 23.02.20, 17:10

Großes Kino Johannes.

* und Grüße Rainer


geschrieben von: JLW
Datum: 23.02.20, 20:09

Das Detail, was in den Kommentaren bisher noch nicht beachtet wurde, habe ich seinerzeit mit allen zur Verfügung stehenden Festbrennweiten auszelebriert.

Ich spreche von der den Hausbahnsteig übergreifenden Beleuchtung, die hat mich damals schon fasziniert.


geschrieben von: Andreas Burow
Datum: 23.02.20, 21:25

@ JWL: die außergewöhnliche Beleuchtung ist mir auch aufgefallen, schön dass Du darauf hinweist. Ganz tolle Konstruktion! Die Bögen scheinen sogar abgespannt zu sein. Und ein Ra11-Signal ist auch dort aufgehängt.

@ Ol49-107: [Raum und Zeit] auch wenn es offtopic ist und eigentlich nichts mit dem Bild zu tun hat - diese "Beschleunigung" war damals gewiss unwichtig und dürfte eher als Begleiterscheinung der weitgehenden Ökonomisierung gelten. Leider werden Soziologen wie Hartmut Rosa nicht angemessen wahrgenommen und alles geht immer weiter wie gehabt. Der Eisenbahnbezug? Nun, dass man nur noch im Auto von Nossen nach Großbothen fahren kann, hat natürlich "wirtschaftliche Gründe". Sorry, dass ich abgeschweift bin.


geschrieben von: qj7141
Datum: 28.02.20, 15:15

Damals war die Welt einfach noch in Ordnung, schon die herrlichen Farben suggerieren das.
*****
LG Peter

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