DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!
angemeldet: -
Seiten: 2 3 4 5 6 .. 46
>
Auswahl (455):   
 
Galerie von Leon, nach Einstelldatum sortiert » zur erweiterten Suche
 
Raureif in Poggelow
geschrieben von: Leon (455) am: 16.02.20, 15:22
Es gibt Tage, die man bezüglich ihrer Wetterphänomene nie wieder vergisst. Hierzu gehört für mich der 30. Dezember 1995. Frisch gefallener Schnee, verbunden mit extremer Feuchtigkeit und Kälte, haben zu einem Wintermärchen in Mecklenburg-Vorpommern geführt, welches ich in dieser Form seitdem nie wieder erlebt habe. Die Tagestemperatur hat an dem Tag die "Minus-zehn-Grad-Marke" nicht überschritten, und der Raureif hielt sich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Man hat zwar nur sechs Sonnenstunden, aber das war uns -auch einen Tag vor Silvester- eine Tagestour wert! Ziel der Tour waren die beiden zur alsbaldigen Stilllegung vorgesehenen Strecken von Malchin nach Dargun sowie von Teterow nach Gnoien. Auf letztgenannter Strecke befindet sich der Bahnhof von Poggelow, der in ähnlicher Form bereits seinen Einzug in die Galerie gefunden hat. Wir sehen hier den gleichen Zug, wahrscheinlich mit der gleichen Bahnhofsaufsicht in gleicher Position, die Hand an der Schrankenkurbel.
Die weitere Verfolgung des Zuges war ein Genuss: wer die Strecke noch kennt, kann sich an die endlose Langsamfahrstrecke vor Teterow erinnern, die es ermöglichte, den Zug auch trotz eisglatter Fahrbahn noch mehrmals zu erwischen!;-)
Der Rest des Tages wurde mit allem ausgefüllt, was auf den Schienen zwischen Teterow und Malchin unterwegs war. Fast schon als Beifang entpuppten sich Bilder von 628, welche damals den Reisezugverkehr auf der Hauptstrecke zwischen Güstrow und Neubrandenburg eingesetzt wurden. Und mal ehrlich: wer fuzzt schon sanitärfarbene "Pappkisten", wenn er bordeauxrote V 100 (Ost) haben kann..? :-) Aber das ist ein Fall für spätere Galerieeinstellungen...

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 30.12.1995 Ort: Poggelow [info] Land: Mecklenburg-Vorpommern
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug

22 Kommentare [»]
Optionen:
 
Mit der Leerkohle durch Berlin-Halensee
geschrieben von: Leon (455) am: 14.02.20, 18:07
Vor 20 Jahren nichts besonderes- und heute würde man in Berlin einen Fotografenansturm an Russen-Fans erleben, den man zuletzt im Raum Köthen vor den Bauarbeiten erlebt hat: jeden Nachmittag verließen den Güterbahnhof Neukölln drei bis vier Güterzüge in westliche Richtung, die mit Ludmillen bespannt waren: zum einen ein sehr häufig verkehrender Kohlependel von und zum Heizkraftwerk Rudow, der ab Neukölln mit Lokomotiven der NME bis zur Stubenrauchstraße gebracht wurde. Dann ein KLV, dessen Terminal in der Nähe des Treptower Güterbahnhofs sich nicht allzu lange gehalten hat und alsbald durch die Terminals im GVZ Großbeeren sowie im Westhafen ersetzt wurde. Dann der bereits in der Galerie erwähnte Müllzug, der über die Dresdener Schiene mit teilweiser Nutzung der S-Bahn-Gleise raus nach Zossen bzw. Schöneicher Plan fuhr. Dann häufig Kesselzüge von diversen Tanklagern im Süden der Stadt, und evtl. übernahm eine Ludmilla auch eine Cargo-Bedienfahrt Richtung Grunewald, die aber meist einer 346 vorbehalten war. Kurzum: es war vor 20 Jahren viel los auf dem südlichen Innenring.
Am Nachmittag des 26.04.2000 wurde auf der Brücke des Kurfürstendamms Position bezogen, direkt am S-Bahnhof Halensee. Als erstes erschien die Leerkohle Richtung Ruhleben, m.a.W. es ging geradeaus über Westkreuz. Einen Block später sollte eine weitere Ludmilla mit ihrer KLV-Fuhre hier aufkreuzen, jedoch über die im Vordergrund ersichtlichen Weichenverbindungen in Richtung Grunewald abbiegen.
Und heute? Der Blick von der "Ku-Damm-Brücke" ist in dieser Form nicht mehr möglich. Die Gleise des Güterbahnhofs Halensee sind nicht mehr vorhanden, und auf dessem Gelände hat sich ein monströser Baumarkt etabliert, dessen Gebäude einen derart langen Schatten wirft, dass eigentlich nur noch die S-Bahn umgesetzt werden kann. Einziger planmäßiger Zug am Nachmittag ist der hier schon desöfteren gezeigte "Kaffeezug", der aber aufgrund einer neuen Weichenverbindung bereits deutlich vor der hier gezeigten Variante auf das Gleis gen Grunewald gelenkt wird und somit im Schatten des Baumarktgebäudes verkehrt.

Datum: 26.04.2000 Ort: Berlin Halensee [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

1 Kommentar [»]
Optionen:
 
Im Himmelreich, westwärts
geschrieben von: Leon (455) am: 13.02.20, 13:19
Vor kurzem wurde in der Galerie ein bis dato fast unbekannter Blick vom "Himmelreich" auf den Ort Ellrich im Südharz vorgestellt. Im Bildtext wurde erwähnt, dass das "Himmelreich" -ein Gipsmassiv östlich von Walkenried- bislang nur für den Blick in westliche Richtung aufgesucht wurde. So auch am 03.05.1995. An diesem Tag führte mich eine eintägige Fototour in den Südharz und in die Goldene Aue, mit dem Ziel, den Einsatz der formschönen "Babelsberger Dicken" vor den Regionalexpress-Zügen von Nordhausen nach Altenbeken zu dokumentieren. Das Bw Nordhausen hat hierzu ein knappes Dutzend Lokomotiven dieser Baureihe erhalten - und man muss anerkennen, dass sich die Loks damals in einem bemerkenswert guten Pflegezustand befanden. Fast jede "Dicke" strahlte wie aus dem Ei gepellt, und ihre Lackierung passte sogar irgendwie zum ungeliebten Sanitärdesign der Garnituren.
Dreh- und Angelpunkt des Vormittages dieser Tour war der Ausblick von den Itel-Klippen. Nach 20minütigem Fußmarsch war der Fotopunkt erreicht, und wir sehen hinunter auf den Itelteich sowie die Strecke zwischen Walkenried und Ellrich. Im Hintergrund erhebt sich der Südharz, und rechts ist der Turm auf dem Ravensberg bei Bad Sachsa zu erkennen. Der Zug ist von hier schon von weitem auszumachen; man könnte fast meinen, dass das typische Dröhnen der 228 bereits seit der Abfahrt in Walkenried zu hören ist. Die Felsen unterhalb von uns reflektieren den Schall zusätzlich, und in wenigen Augenblicken wird der Zug in den Walkenrieder Tunnel einfahren und somit die Landesgrenze von Niedersachsen nach Thüringen überqueren. Nächster Halt ist Ellrich.
Der Rest des Tages wurde an weiteren Motivklassikern im Südharz verbracht, wobei einige Aufnahmen dieses Tages bereits ihren Weg in die Galerie gefunden haben. Zum Nachmittag ging es dann in Richtung Sondershausen, da der Umlaufplan der "Dicken" auch einige Leistungen in diese Richtung parat hatte.

Der Blick auf den Itelteich ist bereits in der Galerie enthalten, jedoch zu einem deutlich späteren Zeitpunkt und zu einer anderen Jahreszeit. Man sieht, wie sich hier im Laufe der Jahre die Vegetation geändert hat. Der Blick ist heute in dieser Form nicht mehr umsetzbar, weil er leider sowohl unten an der Strecke als auch durch Büsche unterhalb des Betrachters zugewachsen ist. Zur blattlosen Zeit könnte höchstens der Blickwinkel der weiteren Aufnahme noch darstellbar sein.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 03.05.1995 Ort: Walkenried [info] Land: Niedersachsen
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft

4 Kommentare [»]
Optionen:
 
Kurz nach dem Sonnenuntergang im Südharz
geschrieben von: Leon (455) am: 12.02.20, 21:36
Manche Versuche eines Stimmungsbildes entstehen aus blauem Dunst. In der vergangenen Woche war für die "Winterferien" (*...pfft...!*) mal wieder ein Besuch im Harz angesagt. An zwei Tagen war sogar etwas Sonne, und am 05.02.20 wollte ich die blaue Stunde für ein paar Stimmungsaufnahmen in Herzberg nutzen. Auf dem Weg dorthin, so etwa zum Sonnenuntergang, animierte der Himmel zu einem irgendwie gearteten Scherenschnitt. Leider gab es auf der KBS 357 zwischen Bad Sachsa und Herzberg kurzfristig keine Stelle, an der sich so etwas realisieren ließ. Eine Regionalbahn war auch schon von Herzberg aus in Richtung Nordhausen unterwegs, also ging es irgendwie bei Steina an die Strecke. Ein Fahrweg zu den "Römersteinen", einem recht bizarren Felsgebilde aus Dolomitgestein in der Karstlandschaft des Südharzes, endete an einem einsamen beschrankten Bahnübergang. Hier war zwar kein Scherenschnitt möglich, aber ich hab einfach mal herumexperimentiert, wie es aussehen könnte, wenn ein Zug um die Ecke kommt und der Himmel sich gegen die kahlen Bäume abhebt. Das Ergebnis seht Ihr hier...top oder flop?..;-)


Datum: 05.02.2020 Ort: Steina [info] Land: Niedersachsen
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug

4 Kommentare [»]
Optionen:
 
Im Himmelreich
geschrieben von: Leon (455) am: 09.02.20, 14:41
Es gibt Motive, über die ärger´ich mich schwarz. Da fährt man nun jahrzehntelang in den Harz, kennt eigentlich jede Tanne zwischen Walkenried und Herzberg, und dann flattert einem ein Prospekt über Wanderziele im Harz in die Finger, mit einem Hinweis auf den "Ellrich-Blick" vom Himmelreich, mit einem Bild bei miesem Wetter, aber der Bahnstrecke von Walkenried nach Ellrich drauf. Wie oft bin ich früher hier in dieser doch abgelegenen, damals noch grenznahen Gegend mit dem Fahrrad die Berge hochgestrampelt, und der fotografische Höhepunkt war eigentlich der Blick in die Gegenrichtung, runter auf die Strecke von Walkenried, mit dem Itelteich daneben. Keine 200 Meter davon entfernt findet sich dieser Blick auf Ellrich..
Das Himmelreich ist ein Gipskarstmassiv östlich von Walkenried. Die KBS 357 durchfährt das Massiv mithilfe eines Tunnels, welcher auch schon seinen Weg in die Galerie gefunden hat. Wenn man einen 20minütigen Fußmarsch von einem nahem Waldparkplatz nicht scheut oder aber noch weitere 10 Minuten ab dem Bahnhof von Walkenried ans Bein bindet und den Schildern zum Ellrich-Blick und zum "Hexentanzplatz" folgt - ja, auch hier gibt es einen solchen Platz; nicht zu verwechseln mit dem weitaus bekannteren Berg oberhalb von Thale-, so gelangt man an diesen Aussichtspunkt. Weit schweift der Blick über die Berge des Südharzes, im Hintergrund der Ort Ellrich. Damals Grenzbahnhof zur DDR, heute kreuzen dort die Regionalbahnen von Nordhausen und Northeim.

Was hätte ich gegeben für eine altrote 218 des Bw Braunschweig, am Haken einen ellenlangen Güterzug, den soeben eine DR-132 oder sogar 44.00 von Nordhausen nach Ellrich gebracht hätte. Oder nach der Wende eine 216 oder auch eine dicke Babelsbergerin mit -leider, aber immerhin- sanitärfarbenen Wagen als Regionalexpress nach Altenbeken. Heute tut es halt "nur" noch ein einsamer 648 auf seinem Weg nach Northeim oder Bodenfelde. Möge der Hang seinerzeit noch zugewachsen gewesen sein, bevor ein Orkan...;-)

Der gestrige Samstag bot dann endlich die Gelegenheit, das Motiv in Angriff zu nehmen, auch wenn der Schlonz von Westen einen Tick schneller war. Die Sonne schaffte es noch weitgehend, aber verbessern kann man das Motiv immer noch..;-)





Datum: 08.02.2020 Ort: Walkenried [info] Land: Niedersachsen
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft

5 Kommentare [»]
Optionen:
 
Am ehemaligen S-Bahnhof Staaken
geschrieben von: Leon (455) am: 11.02.20, 18:03
Vor einiger Zeit sind zwei Aufnahmen vom Dieselbetrieb in Berlin in die Galerie aufgenommen worden, die von der im Bild im Hintergrund erkennbaren Fußgängerbrücke entstanden sind. Wir stehen erneut in Berlin-Staaken, nur eine Brücke weiter. Links im Bild sehen wir die Reste des ehemaligen S-Bahnhofes Staaken. Fast schnurgerade verläuft hier die Strecke von Wustermark nach Berlin-Spandau. Würden wir uns auf der Brücke des Nennhauser Damms jetzt umdrehen, würden wir in einen Streckenabschnitt blicken, der einst vor der Wende von links und rechts mit Mauern versehen wäre, und die Organe in einem nahen Wachturm würden unser fotografisches Treiben neugierig beobachten. All dies ist mittlerweile 30 Jahre her, aber in den ersten Jahren nach der Wende wartete jeder Fahrplanwechsel mit neuen Überraschungen auf. So wurde an dieser Stelle bereits über den Einsatz der Baureihe 218 vor den IC-Zügen von Hamburg nach Berlin berichtet. Wir sehen erneut eine Doppelbespannung zweier Lübecker 218 vor dem IC 534, wie sie dröhnend das Berliner Stadtgebiet verlassen.
Das Schild der Laubenpieper zur Rechten spielt auf eine Situation im Zusammenhang mit dem Berliner Bausenat an, in der es um die Zukunft der Kleingärtner ging. Heute verläuft hier -von Schallschutzwänden gesäumt- eine viergleisige, elektrifizierte Trasse, der nicht nur der ehemalige S-Bahnhof Staaken zum Opfer gefallen ist.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 24.06.1994 Ort: Berlin Staaken [info] Land: Berlin
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte
Optionen:
 
Sonnenaufgang in Scharzfeld
geschrieben von: Leon (455) am: 08.02.20, 20:04
Noch sind Spuren alter Eisenbahn-Infrastruktur im Südharz zu finden. In Scharzfeld, an der KBS 357 Northeim-Nordhausen gelegen, sorgen noch immer zwei Stellwerke sowie diverse Formsignale für ein Flair, welches man in dieser Form in Deutschland immer seltener findet. Zwar ist das Bahnhofsgebäude im Hintergrund längst aufgelassen und durch einen neuen Haltepunkt einen Kilometer weiter ostwärts in Barbis ersetzt worden, aber ein Anschluss zu einem Dolomitwerk wird hier noch regelmäßig bedient, und für dieses Manöver werden hier noch fleißig Fahrstraßen per Muskelkraft gelegt. Wer genau hinsieht, erkennt im Hintergrund eine Dieseltraxx, welche auf ihre Fuhre zur Abholung aus dem Dolomitwerk wartet.
Die Sonne ist erst vor gut 30 Minuten aufgegangen und wirft ihr Licht auf den gen Herzberg ausfahrenden Triebwagen der Baureihe 648. Mit dieser Baureihe wird der Gesamtverkehr auf der KBS 357 betrieben. Nur selten verirrt sich ein 640 aus Braunschweig über Osterode nach Herzberg.

Datum: 08.02.2020 Ort: Scharzfeld [info] Land: Niedersachsen
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 7 Punkte

4 Kommentare [»]
Optionen:
 
"Heavy weather" in Berlin-Staaken
geschrieben von: Leon (455) am: 03.02.20, 08:53
Vor kurzem wurde ein Bild mit einer Doppeltraktion aus zwei 210.4 mit einem EC in die Galerie gewählt, welches von einer Fußgängerbrücke "draußen" in Berlin-Staaken aufgenommen wurde. Blickt man von dieser Fußgängerbrücke in die Gegenrichtung, so ergibt sich dieser Blick: wir sehen auf die Strecke von Wustermark in Richtung Berlin-Spandau, gesäumt von Kleingärtnern und älteren Reihenhäusern. Neben der Strecke liegt noch das Gleis incl. Stromschiene der ehemaligen S-Bahn zum Bahnhof Staaken, der im Hintergrund des Bildes ausgemacht werden kann. Hier wurde der Betrieb zwischen Spandau West und Staaken infolge des S-Bahner-Streiks im Herbst 1980 eingestellt.
Über die beiden Gleise im Vordergrund wurde alles abgewickelt, was an Reise- und Güterverkehr aus westlicher oder nordwestlicher Richtung nach Berlin unterwegs war: zunächst der Interzonen- und später der IC-Verkehr von Hamburg, nach der Wende der Regionalverkehr, darüber hinaus der Güterverkehr vom Rangierbahnhof Wustermark. Aus dieser Richtung kam am MIttag des 05.09.1992 ein Kesselzug in die Stadt, bespannt wohl mit der blassesten und farblosesten Ludmilla der Baureihe 230, die mir jemals vor die Linse fuhr. Diese Baureihe verschwand bereits zum Anfang des Jahres 1994, und es ist meine einzige Aufnahme dieser Baureihe mit der Bezeichnung "230" - evtl. sogar die einzige mit dieser Bezeichnung in der Galerie. Ja, sie sahen schon einen Tick anders aus als ihre Schwestern der Baureihe 232: 20 cm kürzer, ein Maschinenraumfenster weniger an den Seiten, und die ersten Loks ihrer Reihe verfügten noch über die großen Stirn- und Führerstands-Seitenfenster. Spätere Lieferungen erhielten zunächst kleinere Seitenfenster, bevor ab der 130 052 nur noch die kleineren Stirnfenster verwendet wurden.
So...nach der Aufnahme ging es erst einmal flugs wieder hinunter ins Auto, bevor der nächste Regenschauer seine Ladung abwerfen konnte...;-)

Scan vom Fuji-RDP100 6x6-Dia

Datum: 05.09.1992 Ort: Berlin Staaken [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 4 Punkte

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Über den Teltowkanal
geschrieben von: Leon (455) am: 01.02.20, 19:09
Mit dieser Aufnahme möchte ich an die Müllverkehre der Berliner Stadtreinigung erinnern und gleichzeitig auf ein Motiv aufmerksam machen, welches in Berlin ziemlich unbekannt ist.
Vor fast 20 Jahren gab es für einen längeren Zeitraum Züge mit gepresstem Müll zu einer Mülldeponie in Schöneicher Plan, zwischen Mittenwalde und Zossen gelegen. Auf dem Gelände des Güterbahnhofs Teltowkanal der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn wurde hinter dem Depot ein Terminal errichtet, um die Müllcontainer der BSR auf Flachwagen zu verladen. In unmittelbarer Nähe der NME befindet sich heute noch einer der wichtigsten Standorte der Stadtreinigung, in welchem die Container befüllt wurden. Die ersten Kilometer bis zum Güterbahnhof Neukölln übernahm die NME die Traktion der Züge, bevor eine Ludmilla die Garnituren bespannte. Dann ging es über Tempelhof und Mariendorf in südliche Richtung gen Zossen, wobei ein Teil der Strecke auf Gleisen der Berliner S-Bahn zurückgelegt werden musste. Zwischen Lankwitz und Mariendorf befindet sich auch die Brücke über den Teltowkanal, deren Umsetzung nicht einfach war, da sich kaum ein freier Blick auf die Strecke erhaschen ließ. Man befindet sich auf einem schmalen Fußweg hinter einer Kleingartenkolonie und muss sich im Gestrüpp eine Lücke auf die Brücke suchen. Mehrmals am Tag waren Müllzüge zur Deponie unterwegs, und eine Tour war i.d.R. am Nachmittag eingelegt. Daher wurde am Nachmittag des 24.10.2003 am Ufer des Teltowkanals Position bezogen. In langsamem Tempo poltert die 233 698 mit ihrer Garnitur über den Kanal und wird gleich den S-Bahnhof Marienfelde passieren. Die Tour ging raus bis Zossen, wo die Züge Kopf machen mussten, um dann auf die Strecke in Richtung Mittenwalde und Königs Wusterhausen abzubiegen, um zur Deponie zu gelangen. Leider wurden diese Verkehre seit langem wieder eingestellt. Güterverkehr ist auf den S-Bahngleisen nur zu erleben, wenn sehr sporadisch ein Kesselzug zum Tanklager in Mariendorf zu befördern ist.
Die im Hintergrund erkennbare Bogenbrücke trägt den Mariendorfer Hafensteg, einer Fußwegverbindung zwischen einer Kleingartenkolonie und dem Marienpark, auf dem ehemaligen Gelände des Gaswerkes Mariendorf.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 24.10.2003 Ort: Berlin Mariendorf [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 1 Punkt
Optionen:
 
Conny Alter Ego in Berlin-Staaken
geschrieben von: Leon (455) am: 02.02.20, 15:22
Vor kurzem wurde eine Aufnahme von der Berliner Stadtbahn mit einem IC-Zug in die Galerie aufgenommen, der als Vorspannloks zwei Lokomotiven der Baureihe 210.4 vor einer 120 aufwies. Nun, da es sich bei der führenden Lok um die berühmte "Conny" handelt, die heutzutage in ozeanblau-beige die Fotografenherzen erfreut, hab ich mal das Archiv "auf links" gedreht und geschaut, ob mir Conny schon früher begegnet ist - und siehe da! Bingo...;-) Bereits vor dem Umbau auf Vmax 160 km/h waren im Sommer 1994 bereits 218 des Bw Lübeck in Doppeltraktionen vor den Hamburger IC-Zügen in Berlin zu bewundern, und -pfui..;-) - genauso dreckig wie auf der Aufnahme als 210.4 sehen wir hier Conny als Vorspann vor einer weiteren Vertreterin ihrer Baureihe am späten Abend des 20.06.1994 mit einer sehenswerten Garnitur voller ungarischer Wagen als EC 174 die Hauptstadt verlassen.
Wir stehen auf einer Fußgangerbrücke in Berlin-Staaken, nur wenige hundert Meter vor der eigentlichen Stadtgrenze entfernt. Ich habe früher Stunden auf dieser Fußgängerbrücke verbracht, denn man konnte hier fast zu jeder Tageszeit recht ansprechende Bilder machen, sei es mit Zügen "in" die Stadt oder Zügen, die die Stadt verließen. Da der Lückenschluss zwischen Berlin-Spandau und Falkensee noch nicht wieder hergestellt war, dröhnte unter der Brücke alles hindurch, was Spandau in westliche Richtung verließ. Der Reisezugverkehr gen Hamburg -und nach der Wende ins Umland oder in Richtung Stendal- kam hier vorbei, ferner der Güterverkehr zu dem riesigen Rangierbahnhof Wustermark vor den Toren der Stadt. Die Strecke verlief hier schnurgerade, und die Züge sah man schon von weitem. Am Abend reichte der Blick bis zum Turm des Rathauses Spandau, den Schornsteinen des Kraftwerkes Reuter sowie weiterer Betriebe, und wer genau hinsieht, erkennt sogar den -Ostberliner, wollte ich schon sagen..;-) - Fernsehturm am Alex in Berlin-Mitte.
Über die längst stillgelegten Gleise zur Linken verlief früher die S-Bahn zum Bahnhof Staaken, nur wenige Meter hinter der Fußgängerbrücke entfernt. Aber dies ist ein Fall für eine der kommenden Einstellungen, nur ohne Conny...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia, überarbeitet

Datum: 20.06.1994 Ort: Berlin Staaken [info] Land: Berlin
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

1 Kommentar [»]
Optionen:

Auswahl (455):   
 
Seiten: 2 3 4 5 6 .. 46
>

Größere Ansicht und weitere Informationen durch Anklicken der Vorschaubilder, Filterung der Auswahl über die Suchfunktionen. Bei Fragen zu unserer Galerie hilft die » Galerie-Moderation

(c) 2020 - Arbeitsgemeinschaft DREHSCHEIBE e.V.