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Erstes Licht auf erstem Frost
geschrieben von: Vinne (692) am: 29.11.20, 16:32
Das erste Novemberwochenende bot tatsächlich eine extrem stabile Wetterlage, die sofort für eine zielgerichtete Tour ans Thüringer Becken genutzt wurde, um den letzten unverbauten Alttechnik-Herbst an der Strecke Wolkramshausen - Erfurt festzuhalten.

Der erste Anlaufpunkt sollte dafür die alte WSSB-Schrankenanlage von Hohenebra sein, die in diversen Ansichten umgesetzt wurde.
Dabei ging 642 030 als erster Zug "im Licht" ins Netz, garniert vom ersten so erlebten Bodenfrost des Herbstes bzw. angehenden Winters.

Während rechterhand die doch spärliche Herbstfärbung in der Region einen kleinen Akzent setzt, fällt der Blick am linken Bildrand auf den Kirchturm von Schernberg. Die Buschreihe, die auf Höhe des Sonnenrollos linkerhand vom Triebwagen wegführt, begleitet übrigens die verbliebene Stichstrecke von Hohenebra Bf nach Ebeleben.

Datum: 07.11.2020 Ort: Hohenebra [info] Land: Thüringen
BR: 642 (Siemens Desiro Classic) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn

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Mit Tigergebrüll auf in den Vorharz!
geschrieben von: Vinne (692) am: 28.11.20, 14:05
Vor gut 20 Minuten war V 330.6 (250 003) mit ihrem ER 53845 aus Salzgitter-Hütte Süd in Salzgitter-Ringelheim angekommen.
Nach erfolgtem Umsetzen wurde das folgende ERIXX-Paket von und nach Bad Harzburg abgewartet, ehe es in Blockdistanz in den Vorharz gehen sollte.

An der Anrufschranke in Sichtweite des Einfahrsignals wartete ich dann auf den Zug, ehe unüberhörbar im Bahnhof die Leistung des schweren Sechsachsers aufgeschaltet wurde und sich dieser mit der schweren Fuhre in Bewegung setzte.

Mit dem wohlig kräftigen Bassbrummen des "Orange Tigers" rollen auch diverse Wagen mit den typischen Thermohauben von Salzgitter nach Ilsenburg.

Datum: 25.03.2020 Ort: Salzgitter-Ringelheim [info] Land: Niedersachsen
BR: 250 (Bombardier DE-AC33C Blue Tiger) Fahrzeugeinsteller: HVLE
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Downtown 's-Gravenhage
geschrieben von: Vinne (692) am: 25.11.20, 18:56
Keine 600 Meter Luftlinie trennen den historischen Regierungssitz der Niederlande am Binnenhof von "Downtown Den Haag" - oder eben 's-Gravenhage, wie die Stadt des niederländischen Regierungssitzes amtlich heißt.

Dereinst verlief in Nordost-Südwest-Richtung durch die Grote Marktstraat auch die städtische Straßenbahn, bevor sie im Zuge der Umgestaltung des Staatsbahn-Kopfbahnhofes "Den Haag Centraal" in ihren Citytunnel bis zur Station Brouwersgracht verbannt wurde.
Es entstand das "Shoppingcentrum" der rund 540.000 Einwohner zählenden Stadt, diverse Geschäfte, Restaurants und Dienstleister befinden sich hier in der Umgebung.

Trotzdem kann man zumindest am östlichen Ende dieser Passage noch Straßenbahnverkehr erleben, das sogar auf einer völlig ampelfreien Kreuzung. Wie es mir also zwischen den Haltestellen "Centrum", "Kalvermarkt-Stadthuis", dem regen Fußgängerverkehr und den querenden Stadtbussen gelungen ist, Avenio 5020 als Linie 9 nach Vrederust ohne störendes Element aufzunehmen, scheint mir bis heute unglaublich.
Tatsächlich gingen aber auch drei weitere Fahrten derart frei ab, man muss auch einmal Glück haben!

Datum: 20.07.2020 Ort: Den Haag Kalvermarkt [info] Land: Europa: Niederlande
BR: NL-Avenio Fahrzeugeinsteller: HTM
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Anschluss vom Brocken
geschrieben von: Vinne (692) am: 26.11.20, 20:19
Sofern Corona den Fahrplan der Harzer Schmalspurbahn nicht wie gegenwärtig aus den Angeln schmeißt, so zieht ein Triebwagen am Morgen und Nachmittag solo seine Runde von Wernigerode nach Eisfelder Talmühle und zurück. Seine Funktion ist dabei ganz klar der Zu- und Abbringdienst für Reisende zum und vom Brocken, die nicht auf die zwei weiteren - dampfgeführten - Kurse warten wollen oder eben erst spät vom Gipfel zurückwollen.

Ich selbst nutzte den herrlichen Sonnentag rund um die Brockenspirale und den vorletzten Zug talwärts, der eben in Drei Annen Hohne Anschluss an besagten Triebwagenkurs hatte. Weil das Domizil in Braunlage leider nicht (mehr) über den Schienenstrang erreichbar ist, wurde logischerweise per PKW der letzte Stint heimwärts angetreten.
Natürlich wurde aber bei der Ankunft in Drei Annen Hohne präventiv geluschert, was denn so in rot-beige an Gleis 1 bereit stand.

Und siehe da, entgegen der Vortage hatte sich nun das "Fischstäbchen" 187 013 irgendwie nach Wernigerode gemogelt und knatterte sehnsüchtig auf Reisende wartend vor sich hin.
Tatsächlich stiegen doch einige Fahrgäste um, sodass bei der Einfahrt in Elend nicht nur freie Kunstlederbänke durch die Fenster zu erspähen waren.

Datum: 06.04.2018 Ort: Elend [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 699 (alle sonstigen deutschen Schmalspur-Dieseltriebwagen) Fahrzeugeinsteller: HSB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Relikte der D(D)R
geschrieben von: Vinne (692) am: 24.11.20, 18:34
Mittlerweile ist die Wiedervereinigung gute 30 Jahre her, vielerorts hat sich aber im Gebiet der ehemaligen DDR das Flair vergangener Tage in Stücken in die Neuzeit retten können.
In Wernigerode-Hasserode zeugen neben der Bebauung auch noch viele Straßenlaternen aus der Zeit vor 1990. Mittlerweile hat man aus Wernigerode aber ein durchaus modernes Städtchen gezaubert, die Hochschule Harz etabliert und die historische Altstadt voll auf den Tourismus ausgelegt.
So wundert es auch nicht, dass die Straße "Triangel" keinesfalls mehr den brüchigen Asphalt zeigt, den man sonst mit alten DDR-Straßen assoziiert, sondern inzwischen frisch, sauber und eben neu eingepflastert wurde.

Auch der Automobilbestand der Grundstückseigner besteht heute kaum mehr aus sozialistischen Werken Zwickaus oder Eisenachs, sondern aus der Stangenware des VAG-Konzerns.

Nicht minder modern war zur Wendezeit die 199.8, die den Traktionswandel auf dem Netz der Harzer Schmalspurbahnen einläuten sollte. Es kam bekanntlich anders und so ist das "Harzkamel" heute an dieser Stelle fast wertvoller als eine der Dampflokomotiven.
Ein Stück DR verbleibt also mit den verbliebenen DDR-Stücken auch heute im Harz, ein wenig Geschichte darf schließlich gerne sichtbar und erhalten bleiben.

Datum: 31.10.2019 Ort: Wernigerode-Hasserode [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 199 (alle deutschen Schmalspur-Eloks) Fahrzeugeinsteller: HSB
Kategorie: Zug schräg von vorn

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Fahrt frei bis zum bitteren Ende
geschrieben von: Vinne (692) am: 23.11.20, 20:48
Glaubt man den jüngst veröffentlichen Verlautbarungen der DB Netz AG, so hat für die "ENO" (Erfurt - Nordhausen) nun wirklich der Henker freie Schussbahn auf die alte Sicherungstechnik - jedenfalls abschnittsweise.
Nach Jahren des zähen Ringens liegt nun der Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der Nord-Süd-Verbindung in die Landeshauptstadt vor, die eine massive Streckenertüchtigung bis zu 140 km/h und neue ESTW-Technik mit sich bringen wird.

Und just letztere wird sicherlich noch einmal einige Eisenbahnfreunde an diese Dieselpiste führen, um das eine oder andere Motiv final umzusetzen.

So fand auch ich mich an einem herrlichen Novembertag am Blocksignal von Sondershausen-Glückauf ein um 642 018 als RE 55 nach Erfurt im spätherbstlichen Streiflicht aufzunehmen.

Beide Blocksignale sichern neben dem Folgeabschnitt noch die Anschlussweiche zum einstigen Anschluss Glückauf, dessen Bedienung auch nur noch höchst sporadisch erfolgen dürfte. Genau aus diesem Grund sind die Signale durchgeschaltet, man darf davon ausgehen, dass sie tapfer bis zu ihrer Außerbetriebnahme im kommenden April diese Stellung beibehalten werden.
Es wird also der letzte Formsignal-Winter unter der Abraumhalde des Salzbergwerkes "Glückauf".

Neben den Stellwerksanlagen und der Gleisbautätigkeit werden auch die Verkehrsstellen Großfurra und Glückauf ihre Halte verlieren, die Wipperbrücke über den gleichnamigen Fluss, der linkerhand vom Schutzdeich begleitet wird, soll ebenfalls erneuert werden. Auch im "Grünen Herz" Deutschlands dreht sich die Zeit allmählich weiter, der Zukunft und der Strecke ist es zu wünschen.

Datum: 07.11.2020 Ort: Sondershausen-Glückauf [info] Land: Thüringen
BR: 642 (Siemens Desiro Classic) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn

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Eine Straße, viele Bäume, ja, das ist eine Allee
geschrieben von: Vinne (692) am: 22.11.20, 12:16
Samstags ist Übergabetag im Innerstetal!

Zumindest der Abschnitt zwischen Hildesheim und Groß Düngen wird, sofern alles planmäßig läuft, tagsüber von fünf Güterzügen befahren.

Davon laufen vier unter der Flagge von DB Cargo und bedienen sowohl Derneburg als auch Bad Salzdetfurth, der fünfte rollt dann nachmittags in Form des bekannten VPS/HVLE-Stahlzuges von Ilsenburg nach Seelze Rbf westwärts durch.

Somit stand bei vorzüglichen Wetteraussichten der Programmstart für den frühen Samstagmorgen fest, Wagen waren für die Hinfahrt nach Derneburg auch eingelegt und der Kontrollblickk in der Übergabegruppe zur HAW Linings ergab einen zu erwartenden Wagenausgang der Zahl Fünf.
Pünktlich wie die Feuerwehr schoss das gravitöse Gerät von der Förde dann gen Derneburg durch, das erste Bild war im Kasten.
Für die Rückfahrt postierte man sich dann am bereits ausgepeilten Motiv zu Hockeln, in Sichtweite des ehemaligen Laumann'schen Arbeitsplatzes, um das Züglein zwischen das "Straßenbegleitgrün" zu setzen.

Mit ER 53746 gab sich 261 032 bei Hockeln als Sperrfahrt im Gegengleis zurück nach Groß Düngen dann wie gewünscht die Ehre. Sicherlich, drei Wagen oder weniger hätten dem Gesamteindruck gut getan, aber nach zwei Lz-Schäden war ich froh, das Ensemble überhaupt "gezettelt" zu haben.
Eine passende Lücke mit drei Wagen wurde dann binnen Monatsfrist aber auch noch geklärt, davon vielleicht später mehr.

Datum: 28.03.2020 Ort: Hockeln [info] Land: Niedersachsen
BR: 261 (Voith Gravita 10BB) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn

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Ich nehm' von allem etwas!
geschrieben von: Vinne (692) am: 19.11.20, 12:33
Nach dem Prinzip "Bunte Tüte" erfolgt bei diversen Schweizer Schmalspurbahnen auch heute noch die Zugbildung im Regelbetrieb.

Während Rhätische Bahn und Matterhorn-Gotthard-Bahn auf diversen Linien dafür prädestiniert sind, hier und da - je nach Jahreszeit - Panoramawagen in Regionalzüge einzustellen oder Steuerwagen als Gepäckwagenersatz herzunehmen, hat man im Berner Oberland seit einigen Jahren das Ziel der Flottenbereinigung ausgerufen.

Vorbei sind dabei die Zeiten, als vierachsige Triebwagen unterschiedlicher Bauarten und Jahrgänge verschieden zusammengestellte Zugteile nach Lauterbrunnen und Grindelwald zogen. Die Wagen stammten dabei neben BOB-Eigenbeschaffungen aus Beständen weiterer Schmalspurbahnen wie der RBS oder der Brünigbahn.

Mit der Neubeschaffung der ersten Generation von Niederflurgelenksteuerwagen (GSW) wurde der erste Schritt zur vollständigen Barrierefreiheit aller Züge getan und schlussendlich mit den neuen ABDeh 8/8 mitsamt der zweiten Generation GSW vervollständigt.
Nichtsdestoweniger hat die Taktverdichtung und der Streckenausbau dazu geführt, dass selbst der Bestand an Neubautriebwagen nicht jede Revisions- oder gar Unfallvakanz ausfüllen kann. Und so hat sich die BOB dazu entschieden, die neuesten ABe 4/4 II 311 - 313 durch eine Vollertüchtigung zu schicken und dabei die Vielfachsteuerung zu den neuen Stadler-Triebzügen herzustellen.
Und weil die Zugbildung nach Lauterbrunnen in der Regel zwei Garnituren á zwei Gelenksteuerwagen und nach Grindelwald weitere drei fordert und einer in Reserve steht, gibt es des Öfteren auch heute noch die Chance auf Verstärkungsmodule aus alten Wagen.

Somit ließ sich an einem herrlichen Sommerabend bei Wilderswil die "Bunte Tüte" der BOB begutachten, die da wie folgt gereiht war:
ABe 4/4 II 311 - ABt 421 (1. Generation) - B 261 - B 182 (ex. A 182) - ABt 415 (ex. RBS) - ABDeh 8/8 321 - ABt 431

Hinter dem Zug erkennt man übrigens noch die hölzernen Masten der Schynige-Platte-Bahn, die hier im Talabschnitt bis zur gleich folgenden Brücke über die Lütschine parallel zur BOB verläuft.

Datum: 16.07.2019 Ort: Wilderswil [info] Land: Europa: Schweiz
BR: CH-ABe 4/4 II Fahrzeugeinsteller: Berner-Oberland-Bahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Sonntags im Vorharz
geschrieben von: Vinne (692) am: 20.11.20, 17:00
Sofern in Braunschweig und den übrigen Abstellorten nicht per Graffiti das Äußere versaut wird bieten die verkehrsroten LINT 41 der DB Regio auch an Sonntagen ein nettes Fotoprogramm im Vorharz.

Zwar sind erst kürzlich mit den verbliebene Altstellwerken der Westharzstrecke weitere Motive in den Betriebsstellen entfallen, aber auch dazwischen lässt sich durchaus mit etwas Auge noch etwas umsetzen.

So zieht 648 258 nördlich von Seesen als RB 82 von Bad Harzburg nach Kreiensen an den versammelten Kameras vorbei.

Nach dem Bild setzte man übrigens zum nächsten Sonntagsprogrammpunkt um, dem Stahlzug von Salzgitter nach Ilsenburg. Aber davon an anderer Stelle mehr.

Datum: 22.03.2020 Ort: Seesen [info] Land: Niedersachsen
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Der Harz und seine Montanindustrie
geschrieben von: Vinne (692) am: 18.11.20, 18:13
Zweifelsfrei gehört die Harzregion seit Menschen gedenken können zu einer der historischen Bergbauregionen Deutschland.
Nahezu jedes Metall denkbarer Art hat man hier in der Vergangenheit der Natur abgerungen, diverse Städte im und um das Mittelgebirge haben ihre Geschichte allein diesem Industriezweig zu verdanken.
Auf der Nordseite zeigt sich diese Geschichte vor allem durch die räumlich nahe gelegenen Verarbeitungsstätten in Ilsenburg (Ilsenburger Grobblech GmbH) oder der Harz-Metall in Oker.

Vor letztgenannter Kulisse rollt V 330.6 (250 003) mit ER 53846 aus eben jenem Ilsenburg mit ihrem Stahlzug nach Seelze Rbf zum Betriebshalt nach Gleis 5 ein.
Der Umlauf startet dabei täglich im Südbahnhof der Hütte Salzgitter, dem größten "Stahlgebiet" der Region.

Ein Busch im Vordergrund wurde digital zurückgeschnitten.

Datum: 25.03.2020 Ort: Oker (Goslar) [info] Land: Niedersachsen
BR: 250 (Bombardier DE-AC33C Blue Tiger) Fahrzeugeinsteller: HVLE
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Mit Frost und Nebel in einen herrlichen Tag
geschrieben von: Vinne (692) am: 14.11.20, 19:42
Stabile Wetterlagen sind im November bekanntlich nicht ansatzweise so weit gesät wie Sand am Meer, umso wichtiger wird es daher, als Fotograf solche Chancen effektiv zu nutzen.

So fuhr ich am 7. November zu früher Stunde in Hannover los, um pünktlich zum Sonnenaufgang bei knackigen -5,5 °C die südlichen Ausläufer der Hainleite zu erreichen. Dieser Höhenzug trennt das Thüringer Becken vom Tal der Wipper bei Sondershausen.
Hier liegt auch das Örtchen Hohenebra, welches unter Eisenbahnfreunden sowohl für den Trennungsbahnhof aber vor allem für die Blockstelle mit Haltepunkt bekannt ist.

In der weit gezogenen Kurve westlich des Dorfkerns hält eine alte WSSB-Schrankenanlage den Straßenverkehr der Landstraße nach Schernberg auf, welche rechts außerhalb des Bildrandes sogleich von 642 018 als RE nach Nordhausen passiert werden wird.

Der Blick fällt unterdessen ziemlich genau nach Westen, wo wir rechterhand noch eines der Häuser von Thalebra erkennen können. Dieses Dorf liegt hingegen direkt hinter der Kuppe im Vordergrund und ist daher gar nicht mehr zu erkennen. Ganz in der Ferne schweben einige Windenergieanlagen über den Nebelbänken, die den ganzen Tag über das Thüringer Becken überziehen sollten.

Datum: 07.11.2020 Ort: Hohenebra Ort [info] Land: Thüringen
BR: 642 (Siemens Desiro Classic) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Mit der Bundesbahn durch den Vogelsberg
geschrieben von: Vinne (692) am: 15.11.20, 16:23
Dank großartiger Organisation konnte im vergangenen Frühjahr ein herrlicher Bundesbahngüterzug am Haken von 218 003 auf die Vogelsbergbahn geschickt werden.

Die Strecke überzeugt auch im Jahre 2020 durch ihr weitgehend erhaltenes Bundesbahnflair in der Streckeninfrastruktur, welches an diversen Stellen gekonnt in Szene gesetzt werden konnte.

In Bad Salzschlirf hatte die Rückleistung nach Gießen dabei einen mehrminütigen Kreuzungsaufenthalt mit der entgegenkommenden HLB abzuwarten, nach dem die Vorserien-218 ihren Zug lautstark westwärts losbeschleunigte.
In einen passenden kurzen Sonnenspot erhält das Ensemble die nötige Beleuchtung. Wir erkennen Formsignale, den alten Güterschuppen, mechanische Schranken mit nachgerüstetem elektrischen Antrieb, alte Peitschenlampen zur Beleuchtung des Bahnübergangs und das - inzwischen natürlich arg kastrierte - Gleisfeld des Bahnhofs, der seinerzeit noch Trennungsbahnhof für die Strecke nach Niederjossa war.

Datum: 28.04.2019 Ort: Bad Salzschlirf [info] Land: Hessen
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: T4T
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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DDZ, Enkele Wiericke en Weijpoortsche Molen
geschrieben von: Vinne (692) am: 09.11.20, 20:15
Geht mehr Holland in einem Bild? Gut, Tulpenfelder sucht man im "Grünen Herz" der Niederlande im "Randstad" genannten Gebiet zwischen den größten Städten Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Utrecht vergebens. Aber sonst? Eigentlich alles da.
Kleine Dörfchen, alles durchzogen von Flüssen, Kanälen und Grachten und überall stehen Windmühlen in der Gegend herum.

Mittendrin durch diese Region verläuft in Ost-West-Richtung die Bahnstrecke von Utrecht über Woerden und ab dort eingleisig entlang des "Oude Rijn" in die Universitätsstadt Leiden.

Bevorzug setzt die Nederlandse Spoorwegen hier ihre modernisierten DD-AR und mDDM ein, die unter der Kennung DDZ für "Dubbeldekker Zonering" hier die Leistungen bespielen. An diesem Tag waren je zwei vier- sowie sechsteilige Einheiten unterwegs, wobei die kurzen Garnituren ihren Triebkopf auf der Westseite zu stehen hatten, sodass die richtige Zeitlage für das avisierte Motiv östlich von Bodegraven abgepasst wurde.

Sogleich wird DDZ 7522 die Enkele Wiericke queren, einen Kanal, mit dem überschüssiges Wasser des "Oude Rijn" südwärts in die Hollandse IJssel abgeleitet wird. Über den Deich lief ich dabei soweit südlich, sodass die Weijpoortsche Molen perfekt in eine Baumlücke zu stehen kam - mehr ging dann nicht mehr an Kitsch.

Datum: 13.07.2020 Ort: Bodegraven [info] Land: Europa: Niederlande
BR: NL-mDDM Fahrzeugeinsteller: NS
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Klassiker mit Kompromissen
geschrieben von: Vinne (692) am: 11.11.20, 19:23
WSSB-Bahnübergänge - eine der sicherungstechnischen Feinheiten des ehemaligen Reichsbahngebietes. Nur östlich der ehemaligen innerdeutschen Grenze findet man - auch im Jahr 2020 - noch die Anlagen, die in ihrer Technik in keiner Weise ein vergleichbares Pendant im Westen besitzen.

Denn nur bei diesen Anlagen blinkt es völlig StVO-regelwidrig in der Mitte des Andreaskreuz und auch nur "in dor Zöne" blinkt es in den Schrankenbäumen.

Im Rahmen der Holzzugkampagne über die RIG-Infrastruktur nach Malchow war für den zweiten Besuch vollends klar, dass die Anlage bei Hoppenrade aufgrund ihres vorzüglichen Zustands noch dringend ins Archiv musste, egal wie. Vor Ort spielten dann die modernen Lampen in unmittelbarer Nähe der Anlage eine nicht unwesentlich komplizierte Rolle bei der Wahl des Bildausschnitts, dann war die Neigung der WSSB-Schranken, sich nicht vollends zu senken, immer im Hinterkopf und Straßenverkehr war auch zu befürchten.

Es ergab sich ein heftiges Zirkeln bei diesem "1 qm-Motiv" bis alles einigermaßen passte. Kaum war das Brummen von 232 347 mit ER 76014 zu vernehmen, da begann das markannte "Rrrrrrrrrrrt" der elektrischen Klingeln und die Schranke erreichte - wie befüchtet - ihre Endlage just das Quäntchen zu früh, das für ein freies Fahrwerk der Lok gereicht hätte. Nachdem gegenüber nun aber auch ein weißer Linienbus die "Pole Position" eingenommen hatte, war das auch schon wieder zweitrangig.

Eben doch Planverkehr im Jahre 2019. Inzwischen fahren die Holzzüge, sofern sie denn verkehren, wieder über Waren (Müritz) und das Motiv hier lässt sich ohne weiteres nicht mehr so umsetzen.

Vielleicht gefällt es ja auch mit den Kompromissen der Zeit.

Datum: 18.04.2019 Ort: Hoppenrade [info] Land: Mecklenburg-Vorpommern
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Einbaum, zwei Bäume
geschrieben von: Vinne (692) am: 10.11.20, 17:54
Zu Jahresbeginn fielen einige Baustofftransporte nach Visselhövede an der Amerikalinie an, die fast ausnahmslos von Freightliner gefahren wurden. Dabei ergab es sich auch, dass die farblich sehr attraktive 561-03 (266 045) im Dienste stand. Die Lok selbst ist als Typ "JT42CWR" ein echter EMD-Import von der "anderen Seite" des "großen Teichs" und fiel nun im Zuge der Übernahme von Freighleiner durch die Genesee & Wyoming in deren Unternehmensfarbtopf. Damit passt die Muttergesellschaft nun geografisch zur Lok.

Die leeren Züge wurden auf der Rückfahrt zur erneuten Beladung über das Netz der OHE geführt, womit sich zwischen Soltau und Celle einige Optionen ergaben. Bei Becklingen passiert der kanadische "Einbaum" ein Motiv mit "zwei Baum".

Datum: 24.04.2020 Ort: Becklingen [info] Land: Niedersachsen
BR: 266 (alle EMD Series 66) Fahrzeugeinsteller: Freightliner
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Tigerpirsch im Innerstetal
geschrieben von: Vinne (692) am: 30.10.20, 21:58
Seit der Zeitumstellung hat er nun wieder passendes Licht: Der VPS-Stahlzug Salzgitter - Ilsenburg - Seelze.

Zudem macht das nun wieder erträgliche Mittagslicht die Fahrlage der Hinleistung über die Mittagsstunden angenehm, die Seelzer Fahrt erhält dabei feinstes Nachmittags / Frühabendlicht.

Bereits im März kümmerte ich mich um die genannte Fuhre, die sehr regelmäßig durch eine der gemieteten HVLE-Tiger bespannt wird. Anstelle der sonstigen "Stammlok" V 330.3 war an diesem Tag V 330.6 (250 003) die Ehre vergönnt, mit massiv bassigem Dieselwummern den schweren Zug nach Seelze zu wuchten.

Praktischerweise war der Zug an diesem Tag höchst bunt zusammengestellt und nicht nur aus brammenbeladenen Flachwagen gebildet, sodass bei Egenstedt der Eindruck eines wunderschön gemischten Güterzuges entsteht.
Danach wurde höchst zufrieden der Heimweg angetreten.

Datum: 25.03.2020 Ort: Egenstedt [info] Land: Niedersachsen
BR: 250 (Bombardier DE-AC33C Blue Tiger) Fahrzeugeinsteller: HVLE
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Provincies van nederland
geschrieben von: Vinne (692) am: 27.10.20, 21:08
Zwölf Provinzen umfassen die Niederlande, dabei ist jede, obwohl das Land ja "nur flach und nass ist", einzigartig und mit ganz eigenem Charakter.
Von den Küstenprovinzen direkt an der Nordsee über die Anrainerprovinzen des Ijsselmeers, hin zu den Ländereien im Grenzgebiet zu Deutschland und Belgien.

Am Regierungssitz in Den Haag finden wir am Hofvijver, der den Binnenhof als Parlamentskomplex nach Nordwesten hin abschließt, alle die Provinzen wieder mit ihren eigenen Flaggen, die vom Design her zum Teil völlig konträr zu den bekannten Flaggen unserer deutschen Bundesländer sind - eine Internetrecherche lohnt sich.

Als dreizehnte Flagge weht dabei am Südende dieser illustren Reihe noch diejenige von Den Haag im verhältnismäßig schnöden Gelb-Grün.

Ungeachtet davon läuft an diesem frühen Montagmorgen der Touristen- und Alltagstrubel in der Innenstadt gerade erst an, sodass weder Fußgänger, noch Fahrradfahrer, noch Kraftfahrzeuge die Passage von Avenio 5028 als Linie 15 nach Nootdorp stören.

Der Standpunkt befindet sich auf einer Rückenlehne einer steinernen Bank, verdutzte Blicke sind also garantiert. Der Autodrehkran im Hintergrund wurde digital eingefahren.

Datum: 20.07.2020 Ort: Den Haag Buitenhof [info] Land: Europa: Niederlande
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: HTM
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Canyonbahnhof in alter Form
geschrieben von: Vinne (692) am: 23.10.20, 19:50
Wenn man von der Bundesstraße 4 in das Örtchen Wasserthaleben gelangen will, so fällt einem kurz vor dem Ortseingangsschild rechterhand der herrliche Blick in das Tal auf. Hier windet sich die Bahnstrecke für einige Kilometer fast nur in Bögen durch das Tal der Helbe.

Dabei liegt der Bahnhof des beschriebenen Ortes mit seiner Nordausfahrt selbst in einem recht engen Bogen, mit viel Fantasie kann der Blick von oben da an Täler an völlig anderen Orten der Welt erinnern. Im Stundentakt der Regionalexpress-Züge von Nordhausen nach Erfurt verdingen sich verkehrsrote Desiros, die vielerorts noch durch Fahrdienstleiter, Weichen- und Schrankenwärter mit mechanischer Sicherungstechnik sicher durch das "grüne Herz" Deutschlands geleitet werden.

Zumindest mit der Sicherungstechnik wird es zeitnah aber in der gewohnten Form zu Ende sein, Greußen hat bereits ein ESTW und in den umliegenden Betriebsstellen scharren die Bagger auch mit ihren Schaufeln.

Wartet also - wieder einmal - nicht zu lange, sonst stehen hinter 642 009 keine Formsignale mehr und ob das Stellwerk auch noch stehen bleibt, man darf es bezweifeln...

Datum: 19.09.2020 Ort: Wasserthaleben [info] Land: Thüringen
BR: 642 (Siemens Desiro Classic) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Über die Hochebene hinunter ins Werk
geschrieben von: Vinne (692) am: 19.10.20, 20:59
Rund um Elbingerode zeigt sich die Hochmoorlandschaft des nördlichen Harzes auf der Oberfläche des "Elbingeröder Komplexes". Jene geologische Zone mit ihren reichen Vorkommen an Kalkgesteinen bietet die Grundlage für den wichtigsten Industriezweig der Region, welcher durch die Fels AG maßgeblich bestimmt und bewirtschaftet wird.

Über mehrere Kalksteinwerke ringt man hier der Natur den qualitativ hochwertigen Zuschlagstoff für eine Vielzahl industrieller Folgeprozesse ab und transportiert ihn, bevorzugt über die Schiene, in die weite Welt.

Seit rund 50 Jahren wird hier auf der 25 kV / 50 Hz-Insel elektrischer Zugbetrieb durchgeführt, inzwischen hat die HVLE die Haupttransportleistungen übernommen. Mit den beiden TRAXX F140 AC2 mit den Nummern 185 640 und 641, getauft auf "Rübeland" und "Blankenburg", hat man den wichtigsten Bahnhöfen der Strecke auch im Rollmaterial ein kleines "Denkmal" gesetzt. Das wahre Streckenende liegt seit Einstellung des Teilstückes nach Königshütte jedoch am Kalksteinwerk am Hornberg, von dessen Zufahrtsstraße das Bild der "Blankenburg" gelang.
Während links oberhalb der Lok der Wurmberg, seinerseits bereits in Niedersachsen gelegen, zu erkennen ist, kann man die Zugspitze mit der führenden "Rübeland" dank der starken Streckenneigung schon gar nicht mehr erahnen.
In den Schatten hält sich der Frost dieses bitterkalten Oktobertages noch wacker, während der Lokführer auf dem wohlgeheizten Führerstand, bereits das Spitzenlicht für die kommenden Rangierbewegungen eingeschaltet hat.

Datum: 31.10.2019 Ort: Kalksteintagebau Hornberg [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 185 (Bombardier TRAXX F140 AC1/2) Fahrzeugeinsteller: HVLE
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Vinne an der Pfefferminzbahn
geschrieben von: Vinne (692) am: 20.10.20, 19:21
Nun, irgendwie kommt man ja zu seinem Spitznamen und manchmal ist selbiger auch noch irgendein realer Begriff.

Neben dem tschechischen Örtchen "Vinné" im Okres Litoměřice der Region Ústí nad Labem gibt es im Grenzgebiet von Thüringen und Sachsen-Anhalt tatsächlich einen Höhenzug, der seinerseits auf diese Bezeichnung hört (wenngleich heute eher Finne geschrieben).

Als ich nun aber westlich des Dörfchens Seena an der Pfefferminzbahn auf die Rückfahrt des EBS-Städteexpresses aus Naumburg (Saale) wartete, war mir dies noch gar nicht bewusst. Da war das Motiv mit der Eckartsburg als "harter Fakt" deutlich wichtiger, ebenso die passende Auslösung für 132 334.

Und damit sei als Schlusspunkt noch der Dank an die beiden Tippgeber für diese lustigen Zusammenhänge ausgesprochen.

Datum: 19.09.2020 Ort: Seena [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: EBS
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Kleinbahnbetrieb anno 2020
geschrieben von: Vinne (692) am: 17.10.20, 18:39
Kleinbahnen zeichnen und zeichneten sich deutschlandweit im Fahrzeugsektor ja häufig durch Kleinserien, Eigen- oder Umbauten aus.

Inzwischen ist dieses Phänomen kaum noch zu erleben, seelige Zeiten von Esslingern, MaK GDT oder verschiedensten (Mittelführerstands-) Dieselloktypen sind Vergangenheit oder absolute Nischenerscheinungen.

Während damit auf vielen Kleinbahnen entweder der Verkehr zum Erliegen gekommen ist, moderne Fahrzeuge übernommen haben oder, wie im Südwesten, völlig andere Betriebskonzepte, zum Teil mit Stadtbahnen, umgesetzt wurden, gibt es in Nordfriesland noch etwas "heile Welt".

Die neg setzt auch im Jahre 2020 weiterhin auf ihren bunt zusammengestellten "Spezialfuhrpark". Neben dem Einzelstück T 4 aus Österreich hat man mit dem "orginalen" T 71 (629 071) und dem aus den zwei ex-CFL 628 zusammengebauten VT505/506 inzwischen drei Triebwagen für den Regelbetrieb vorhanden. Gaaaanz, ganz selten kann man aber auch das Glück haben und einem "richtigen" Kleinbahnzug über den Weg laufen. Das passiert, wenn man in Niebüll die DL 2 (209 101), eine umgebaute V 100, in den Betrieb einschert. Zusammen mit dem Heizwagen HW 1, seinerseits von der AKN übernommen, bringt der Henschel-Umbau die Kurswagen von IC 2314 "Deichgraf" durch den Kleiseerkoog nach Dagebüll Mole.

Datum: 16.10.2020 Ort: Kleiseerkoog [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 211,212,214 (alle V100-West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: neg
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Zwei starke Partner im Norden
geschrieben von: Vinne (692) am: 12.10.20, 18:45
Kurz bevor ich dieses Bild in die Galerie gestellt habe, klickte ich mich noch durch die Ergebnisse des diesjährigen Herbsturlaubs auf der Insel Sylt. Angestachelt durch die (wieder) hohe Anzahl von ozeanblau-beigen 218 rund um Niebüll, es dürften derzeit deren vier sein, habe ich dann über Railview mal so geluschert, was die Galerie zu der genannten Farbausführung der Vierachser auf der Marschbahn so hergibt.

Dabei bin ich dann über das Bild von Christian gestolpert, welches die Szenerie am Westerländer BÜ "Königskamp" im August 1986 vorzüglich abbildet (https://www.drehscheibe-online.de/galerie/ds_galerie.php?action=show&id=2692662). Irgendwie dachte ich mir, da guckst du doch mal, ob es nicht ein Vergleichsbild im eigenen Fundus gibt.

Und weil ich irgendwie in den letzten Jahren den Bahnhofsbereich Westerland sträflich vernachlässigt habe, jedenfalls in dieser Blickrichtung, musste ich selbst fast zehneinhalb Jahre zurückspringen, ehe ich im April 2010 fündig wurde. Am zehnten Tag des genannten Monats stand ich im warmen Abendlicht an hohen Formsperrsignalen, der mechanischen Schranke und des inzwischen als Zweckcontainer ausgeprägten Gebäude vom Posten 236.
Kurz zuvor waren die "zwei starken Partner" 218 380 und 341 mit ihrem InterCity 2170 "Wattenmeer" von Frankfurt (Main) in der Inselhauptstadt eingetroffen und schieben selbigen nun zur Nachtabstellung. Dort stehen 218 371 und 389 bereits "am Strom", ihre Garnitur von IC 2310 "Nordfriesland" ist hinter dem Ausfahrsignal "Gustav", welches noch nicht den "Sturmfolgeknick" aufweist, noch zu erkennen.

Leider habe ich damals noch nicht in RAW-Dateien sondern nur in JPEG fotografiert, ich habe versucht, das Optimum herauszuholen.

Datum: 10.04.2010 Ort: Westerland (Sylt) [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Hinein in die aufgehende Sonne
geschrieben von: Vinne (692) am: 11.10.20, 11:28
Pünktlich gegen 07:35 Uhr erhob sich an diesem Tag die Sonne aus dem massiven Wolkenpanzer, der während der Nacht über dem Festland Schleswig-Holsteins lag.
Nach ein paar "künstlerisch wertvollen" Schüssen an der Nössespitze war es kurz nach 8 Uhr dann Zeit für den ersten passenden SyltShuttle aus Westerland, der in der Kurve zwischen Keitum und Archsum erwartet werden sollte.

Herrlich flaches warmes Licht beleuchtete dann die Szenerie, als 218 480 und 218 390 pünktlich ihren AS 1413 in Richtung der aufgehenden Sonne zogen.

Datum: 04.10.2020 Ort: Archsum [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: Railsystems RP
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Das rote Tal
geschrieben von: Vinne (692) am: 30.09.20, 12:44
Der Oktober 2015 hatte nicht nur ein stabiles Hochdruckgebiet im Gepäck, nein, er hatte auch den ganz großen Vorteil, dass im tschechischen Elbtal kein "Frühherbst" und damit zeitiges Entblättern der Bäume, sondern ein richtig knallig buntes Naturschauspiel über mehrere Tage erlebbar war.

Bei Těchlovice nad Labem hat man dabei einen traumhaften blick auf die rechtselbische Strecke von Ústí nad Labem-Střekov nach Děčín-Prostřední Žleb. Die Verkehrsdichte kann hier aber sehr launisch sein, denn die international verkehrenden Güterzüge von und nach Deutschland nehmen auch gerne den Weg auf der anderen Elbseite. Das kann man vom Standort zwar gut sehen und auch fotografisch umsetzen, schön ist es aber im Vergleich zur "Zielstrecke" nicht.

So war man sehr erleichtert, als ein Rauschen das Tal erfüllte und 189 011 mit dem Mělník-Containerzug die Szenerie passierte.

Datum: 31.10.2015 Ort: Těchlovice nad Labem [info] Land: Europa: Tschechien
BR: 189 (Siemens ES64F4) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Der Russe und die letzten Ammis
geschrieben von: Vinne (692) am: 28.09.20, 16:21
Am 18. September hatte 232 589 die Ehre, den vorerst letzten Zug der US-amerikanischen Streitkräfte aus dem "Sommerurlaub" in Bergen abzuholen.

Wie gedacht war es nicht mehr allzu viel Material, was die letzten Abfuhren noch in der Heide zurückgelassen hatten. Und so hatte der Luhansker Sechsachser zwischen Beckedorf und Huxahl keine große Mühe, um den M2A3-Schützenpanzer und vier M88A2-Bergepanzer gen Hannover zu bringen.

Zuletzt bearbeitet am 30.09.20, 07:42

Datum: 18.09.2020 Ort: Beckedorf (b Bergen) [info] Land: Niedersachsen
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Schere und Speichenrad im letzten Licht
geschrieben von: Vinne (692) am: 26.09.20, 11:59
Fast elf Stunden nachdem der Fototag begonnen hatte, fand sich ein kleines Grüppchen von Fotografen noch einmal am südlichen Ende des Eglisauer Rheinviaduktes ein. Unter herrlichen Wolken und bei tiefstehender Abendsonne war noch ein Interregio mit folgendem Umleitergüterzug zu erwarten. Die Wolken machten es aber denkbar spannend, aber als "BoBo" 11150 mit IR 2831 aus dem Bahnhof von Hüntwangen-Wil auftauchte, zeigte sich das Wetter noch einmal von seiner besten Seite.

Datum: 24.09.2017 Ort: Eglisau [info] Land: Europa: Schweiz
BR: CH-Re 420 Fahrzeugeinsteller: SBB
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Eines der letzten seiner Art
geschrieben von: Vinne (692) am: 24.09.20, 17:29
Zwischen Nordhausen und Erfurt kann man entlang der verbindenden, eingleisigen Strecke noch in fast allen Bahnhöfen gute alte Reichsbahnsignaltechnik vorfinden.
Freunden selbiger sei ein zeitnaher Besuch jedoch angeraten, denn nach Jahren des Aufschiebens scheint 2021 nun wirklich das letzte Flügelklappern bereitzuhalten.

Und so wird 642 022 in seiner Karriere zwar noch einige Male am alleinstehenden Ausfahrvorsignal "Vb" des Bahnhofs Wasserthaleben vorbeikommen, einen Sommer wird diese Konstellation aber wohl nicht mehr erleben.

Formvorsignale sind im Gebiet der ehemaligen DR inzwischen Mangelware, vor allem alleinstehend. Wenn, dann findet man sie noch zusammen mit Einfahr- oder Zwischensignalen, wie z.B. in Zeitz. Exemplare wie jenes in Wasserthaleben sind aber besonders hervorzuheben, fast wie die rostige Drahtzugleitung über den kleinen Graben zwischen Acker und Bahndamm, die als Bildvorbereitung gärtnerisch freigelegt wurde.

Datum: 19.09.2020 Ort: Wasserthaleben [info] Land: Thüringen
BR: 642 (Siemens Desiro Classic) Fahrzeugeinsteller: DB
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Städteexpress im Thüringer Becken
geschrieben von: Vinne (692) am: 21.09.20, 16:42
Von Straußfurt nach Großheringen wird das Thüringer Becken einmal quer durch die "Pfefferminzbahn" erschlossen.
Während die Erfurter Bahn zwischen Sömmerda und Buttstädt jedenfalls einen Zweistundentakt anbietet, sind der westliche und östliche Abschnitt ohne regelmäßigen Verkehr. Sonderfahrten gibt es jedoch im Verlaufe des Jahres in der Regel oft genug, sodass auch am vergangenen Samstag ein Besuch der Strecke lohnen sollte.

Als zweites bekanntes EVU aus Erfurt war die EBS nämlich mit der firmeneigenen Ludmilla 132 334 und dem Städteexpress nach Naumburg unterwegs. Während die Hinfahrt noch unter heftigem Schlonzwetter litt, war am Nachmittag für die Rückfahrt bestes Spätsommerwetter vorhanden.

Das bildliche Finale erfolgte dabei östlich von Weißensee, wo der schicke Zug zwischen der typisch staubigen Landwirtschaft und alten Telegrafenmasten geruhsam in Richtung Straußfurt rollt.

Datum: 19.09.2020 Ort: Weißensee [info] Land: Thüringen
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: EBS
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Einzelstück als Auslaufmodell
geschrieben von: Vinne (692) am: 16.09.20, 15:31
Vor wenigen Tagen schlug die Nachricht ein, die im Berner Oberland seit Jahren immer wieder im Raume stand: Die Zentralbahn AG wird die Meiringen-Innertkirchen Bahn von der KWO AG (Kraftwerke Oberhasli) zum 1. Januar 2021 übernehmen.

Perspektivisch wird dabei natürlich auch das Ziel verfolgt, die mit 1200 Volt Gleichstrom elektrifizierte Nebenbahn auf die "Hausspannung" der Zentralbahn von 15 kV, 16,7 Hz Wechselspannung umzustellen.
Damit würde es dann möglich werden, die aus Interlaken Ost entlang des Brienzersees verkehrenden Regionalzüge ohne Umsteigezwang in Richtung Aareschlucht und Innertkirchen durchzubinden.
Als Folge würde der kleine rührige Betrieb dann final seinen "Anschlussbahncharakter" verlieren und auch die Epoche von Fahrzeugeinzelstücken, Occasionskäufen und bedarfsgerechten Umbaulösungen wie den ehemaligen Jura-Hybridloks wäre Geschichte.

Mit dem Stadler-Einzelstück Be 4/4 8 sehen wir hier das letzte "echte" Neufahrzeug der Bahngesellschaft, wie es soeben die Haltestelle "Aareschlucht West" erreicht. Der Fotograf stand dabei auf dem schmalen Brückenzug, der den Wanderern den Rückweg zum Eingang der Aareschlucht ermöglicht.
Seit der letzten Hauptuntersuchung trägt der Vierachser schon ein rot-weißes Farbkleid, quasi seit dem der "Vorbote" auf den kommenden Betreiberwechsel.

Datum: 18.07.2019 Ort: Aareschlucht West [info] Land: Europa: Schweiz
BR: CH-Be 4/4 Fahrzeugeinsteller: Meiringen-Innertkirchen-Bahn
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Spätsommertach auf'm Holsteiner Land
geschrieben von: Vinne (692) am: 11.09.20, 20:44
'Ne kleine Landstraße, hier und da steht außerhalb von den Ortschaften 'n Haus rum und mittendrin brummt VTA 2.59 bei Langeln unter Fotowolken und zwischen Wiesen und Feldern westwärts.

Rund eine Viertelstunde wurde entspannt am Maisfeldrand auf den LHB-Brummer gewartet, außer dem blaugekleideten Radfahrer war in der Zeit keine Bewegung zu verzeichnen.

Herzlich willkommen im entspannten Spätsommer meiner Heimat.

Datum: 30.08.2020 Ort: Langeln [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 609 (LHB VTA und VT2E) Fahrzeugeinsteller: AKN
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Mit den Rentnern über den Buckel
geschrieben von: Vinne (692) am: 10.09.20, 20:03
Im Südwesten der Haagser Innenstadt kann man urplötzlich das Gefühl einer niederländischen Kleinstadt erhalten. Nur niedrige Wohnhäuser säumen hier, unterbrochen von einzelnen Neubauten, die Straßenzüge, die hier und da vom Grachtengürtel aufgelockert werden.

Während die alte Brouwersgracht zugeschüttet wurde und nun der Haagser Straßenbahnlinie 6 den Haltestellenbereich freigegeben hat, müssen die rüstigen GT8L der "30er-Serie" direkt nach dem Halt den Buckel erklimmen, der sie über die im rechten Winkel verlaufende Gracht bringt.
Während die Fahrgäste soeben rechterhand den Verlauf der "Houtzagerssingel" sehen können, geht es auf den nächsten rund 250 Metern nun an der Südwest-Singelgracht entlang. Eigentlich ist auch die erstgenannte Gracht Teil der Südwestsingel, da ist man aber sich selbst in Den Haag nicht ganz einig.

Neben dem Blumenschmuck sei noch auf den Scherenstromabnehmer als Detail hingewiesen, denn dieser ziert im Regelbetrieb nur noch die 30er, die zwar inzwischen wie Wagen 3080 inzwischen die neue Crashfront erhalten haben, aber sonst noch weitgehend den Ursprungszustand aufweisen.

Datum: 20.07.2020 Ort: Den Haag Om En Bij [info] Land: Europa: Niederlande
BR: NL-GT8L Fahrzeugeinsteller: HTM
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Mit der 11er über'n Harkortsee
geschrieben von: Vinne (692) am: 05.09.20, 19:55
Als einer von sechs Ruhrstauseen sorgt der Harkortsee für die Wasserreinigung und Wasserversorgung von Ruhr und Ruhrgebiet. Zwischen Herdecke und Wetter bietet er dabei auch noch zusammen mit dem Hengsteysee das Wassersport- und Freizeitrevier für die Stadt Hagen.

So wundert es auch nicht, dass an der Ruhrbrücke von Wetter das Betriebsgebäude der DLRG-Ortsgruppe inklusive Schiffskran gebaut wurde, um die zahlreichen Freizeitsportler und Badegäste "im Blick" zu haben.

Die Perspektive mit dem genannten Gebäude findet sich bereit mit einem 120-geführten InterCity in der Galerie, weshalb ich hier die Perspektive vom östlichen Brückenkopf mit 111 096 am RE 4 nach Aachen liefern möchte.
Der Standort selbst liegt dabei auf der Insel zwischen Ruhr und Obergraben, sodass der Zug gleich noch die "echte" Ruhr überqueren wird, ehe in ein paar Minuten der nächste Halt Hagen Hbf erreicht wird.

Aktuell werden Straßen- und Bahnbrücke saniert, sodass es leider ohne den Bauponton nicht ging. Weil ein Bildabschluss durch den Kahn nicht schön erschien, wurde die Straßenbrücke mit ins Bild genommen.

Datum: 07.08.2020 Ort: Wetter (Ruhr) [info] Land: Nordrhein-Westfalen
BR: 111 Fahrzeugeinsteller: DB
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Das Glück grenzenlosen Reisens...
geschrieben von: Vinne (692) am: 02.09.20, 19:11
Auch entgegen jedweder Diskussion um den (drohenden) Brexit halten die Züge des Eurostar den europäischen Gedanken auf der Schiene zwischen Kontinentaleuropa und Großbritannien aufrecht.

Zwar etwas gedämpft durch die Corona-Krise, meistern die Siemens-Velaro e320 weiterhin die Strecke zwischen Amsterdam, Brüssel und London und passieren dabei natürlich auch den Eurotunnel als physische Verbindung der politisch so zerstrittenen Teile Europas.

Bei Benthuizen rauscht Einheit 4013/4014 durch das Grüne Herz der Niederlande und erinnert uns dabei daran, welches Glück wir haben, mit dem Zug in Europa nahezu konfliktfrei grenzüberschreitend reisen zu können.

Rund eine halbe Stunde später folgte ihm übrigens mit dem Thalys nach Paris der paneuropäische Vorreiter im Hochgeschwindigkeitsverkehr, der ja auch hierzulande zu erleben ist.

Datum: 22.07.2020 Ort: Benthuizen [info] Land: Europa: Niederlande
BR: GB-374 Fahrzeugeinsteller: Eurostar
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Bördebahnhof mit eigenem Ortsteil
geschrieben von: Vinne (692) am: 01.09.20, 19:45
Bahnhof Dreileben-Drackenstedt - das ist nicht nur die bahnbetriebliche Bezeichnung der Betriebsstelle an der KBS 310 von Braunschweig nach Magdeburg, nein, das Ganze ist sogar hochoffiziell ein eigener Ortsteil von Drackenstedt.

Nicht einmal 30 Häuser lassen sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof finden, das Bahnhofsgebäude ist längst abgerissen, Güterverkehrsanlagen vollständig zurückgebaut.

Einzig das Planum und die langen Mehrgleisausleger für das Hauptgleis in Richtung Westen lassen erahnen, dass hier einmal mehr los war.

Und so passte es nur allzu gut, dass neben den stündlich verkehrenden Regionalbahnen und InterCitys im Besuchszeitraum gerade einmal drei Güterzüge die Ruhe stören sollten.
Damit war 187 190 eine der wenigen aufregenden Bewegungen in diesem kleinen Bördeörtchen an diesem Freitagvormittag, ehe dann helle Aufruhr einsetzen sollte, denn kurz nach der Aufnahme schob sich dann die Müllabfuhr als vermeintliches Tageshighlight in die kleine Dorfstraße.

Datum: 23.08.2019 Ort: Bahnhof Dreileben-Drackenstedt [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 187 (Bombardier TRAXX F140 AC3) Fahrzeugeinsteller: DB
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Gatterblick an der Kleinbahn
geschrieben von: Vinne (692) am: 31.08.20, 19:02
Während man im Kernnetz der AKN inzwischen nur noch im Nordabschnitt zwischen Bad Bramstedt und Neumünster hier und da die Chance auf "Kleinbahnfeeling" hat, geht es an der A3 nach Elmshorn noch deutlich "schnuckeliger" zu.
Die LINT 54 oder gar Doppeltraktionen aus VTA sucht man hier vergebens, wie zu "guten Zeiten" mit den VTE reicht hier bisweilen ein einzeln fahrender VTA vollends aus. Und eigentlich würde es auch heute noch der Uerdinger tun, wenn er denn noch zeitgemäß wäre.

So kann man aber auf der Ost-West-Achse auch 2020 noch das erleben, was die AKN in den letzten rund 30 Jahren zu dem erfolgreichen Nahverkehrsunternehmen gemacht hat: Taktverkehr mit Schnellbahndieseltriebwagen.
Und obwohl es das Attribut "schnell" auf der A3 weiterhin nach dem alten Motto "Elmshorner Blitz ohne Eile" voran geht, zieht es mich gerade wegen der Triebwagen immer wieder an die Strecke. So auch an diesem Augustsonntag, an dem ich westlich von Alveslohe an einem lange geplanten Motiv den blitzeblanken VTA 2.59 ablichten konnte. Operativ wurde eine Hektometertafel aus dem Fahrzeug entfernt.

Datum: 30.08.2020 Ort: Alveslohe [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 609 (LHB VTA und VT2E) Fahrzeugeinsteller: AKN
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Fernsehen in der großen Halle
geschrieben von: Vinne (692) am: 27.08.20, 13:49
Eines der klassischsten Motive zur blauen Stunde oder in der dunklen Tages- bzw. Jahreszeit im Hamburger S-Bahn-Netz ist wohl der Halt in der Halle des Haltepunktes Dammtor.

In "Vorbereitung" auf einen Fotografenstammtisch führte der Weg über die herrliche Hallenkonstruktion, wo ich vom Fernbahnende ganz schnöde auf 472 060 als S11 nach Poppenbüttel wartete.
Während draußen allmählich die Dunkelheit über die Hansestadt an der Elbe einfällt, sorgen der "Hanse Merkur"-Schriftzug und die zahlreichen Leuchtmittel über den Bahnsteigen für interessante Farbspiele auf den glatten Oberflächen der Umgebung.

Bei den anwesenden Fotografen herrschte eine ausgelassene Stimmung über den fotografischen Erfolg mit dem "Fernseher", in Sichtweite war sichtlich Frust ausgebrochen, denn der Kieler RE hatte wegen erneuter TWINDEXX-Probleme am Hauptbahnhof bereits rund +20 auf der Uhr.

In der digitalen Bildbearbeitung wurden die Tiefen entsprechend angepasst, sodass auch die filigrane Stahlkonstruktion des Hallendaches ihre gebührende Aufmerksamkeit erfahren kann.

Datum: 15.11.2019 Ort: Hammburg-Dammtor [info] Land: Hamburg
BR: 472 Fahrzeugeinsteller: DB
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"Damals" an der Schnellbahn
geschrieben von: Vinne (692) am: 26.08.20, 10:44
Fast genau fünf Jahre ist es nun her, dass die VTE bei der AKN aus dem Betriebsdienst ausschieden.
Damit endete die Epoche von revolutionären Vorortverkehr-Triebwagen, die ihre Ableger bis zur Graz-Köflacher-Bahn in Österreich oder in den Großraum Frankfurt brachten.

Im September hatte VTE 2.35 also noch rund ein Vierteljahr Dienst vor sich, als er mit VTA 2.58 im typischen Mix aus Baumreihen, Knicks, Feldern und einzelnen Häusern zwischen den Ortschaften im nördlichen Speckgürtel in Richtung Hamburg-Eidelstedt unterwegs war.

Interessanterweise brachte die Zeit den Triebwagen mit einigen anderen (glücklicherweise) in eine Museumskarriere, die zeitweise sogar durch Planeinsätze in passendem Umfeld auf der RegioBahn rund um Düsseldorf ihre Highlights fanden.

Datum: 02.09.2015 Ort: Hasloh [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 609 (LHB VTA und VT2E) Fahrzeugeinsteller: AKN
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Farbsonderling im Wipptal
geschrieben von: Vinne (692) am: 21.08.20, 21:02
Seit jeher hat EU43-007 eine besondere Stellung unter den Lokomotiven der RailTractionCompany.

Als eine der Loks, die aus der Platform "Eco2000" als EU43 zur Polnischen Staatsbahn gehen sollten, erhielt sie seinerzeit die Lackierung, die auch die Reihe E405 der FS bis heute trägt - allerdings mit roter Front. Wegen diverser Schwierigkeiten zwischen Adtranz und der PKP - sowohl finanzieller als auch technischer Natur - landeten die acht bereits gebauten Loks nun bei der RTC in Italien, die allen Lokomotiven ihr eigenes Lackschema verpasste - außer der "Bond-Lok".

Und so hielt die Maschine rund 16 Jahre lang die Fahne dieser nie zustande gekommenen Epoche der PKP hoch, bis sie dann im Zuge der "Vereinheitlichung" von Lokomotion und RTC in das Zebra-Design überführt wurde. Während inzwischen fast alle EU43 als rote oder blaue Alpenzebras vornehmlich über die Brennerrampe galoppieren, hat man in Anlehnung an die bunte Vergangenheit der "007" hier einfach beide Farben integriert.
Mit einem KLV rollt die Maschine am ersten Augusttag 2018 bei Novale / Ried durch das Wipptal in Richtung Verona.

Im Übrigen gibt es derzeit mit EU43-001 noch eine Lok im "originalen" RTC-Outfit. Vielleicht hält diese ja ähnlich konsequent durch, wie es die gelb-silbernen 189 im Unternehmensverbund tun.

Datum: 01.08.2018 Ort: Gossensaß / Colle Isarco [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-EU43 Fahrzeugeinsteller: Rail Traction Company (RTC)
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk
geschrieben von: Vinne (692) am: 18.08.20, 20:18
Vermutlich hat Corona dazu geführt, dass man den klassischen Betrieb auf der Wengernalpbahn wohl nie wieder in dem Umfang erleben kann, wie es noch vor der Krise zu den großen Veranstaltungen Gang und Gebe war.
Falls eine "Normalität" eintreten sollte, wir die neue V-Bahn von Grindelwald zum Eigergletscher den kleinen gelb-grünen Zügen zumindest auf der Ostrampe einiges an Fahrgästen abgraben. Damit wird dann die oft erzwungene Mehrfachführung von Kursen obsolet, die alten grün-beigen Reservekompositionen aus den alten BDhe 4/4 und ihren Steuerwagen werden dann den Weg alten Eisens gehen.

Auf der Westrampe werden die modernisierten Vertreter dieser einst so revolutionären Fahrzeuggeneration mit den Niederflur-BDt der ersten Generation wohl noch etwas länger durchhalten, sodass auch Bilder wie dieses von BDhe 4/4 120 mit dem "Tissot"-BDt 241 weiterhin möglich sein werden.

Pünktlich wie das beworbene Produkt brummt das Züglein als zweiter Vorzug an der Lauberhornabfahrt 44 bergauf in Richtung Kleine Scheidegg

Datum: 23.07.2019 Ort: Wengernalp [info] Land: Europa: Schweiz
BR: CH-BDt Fahrzeugeinsteller: Wengernalpbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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DDZ im Grünen Herz
geschrieben von: Vinne (692) am: 16.08.20, 19:28
Eisenbahn und Landschaft lassen sich in den Niederlanden natürlich nicht wie in den Alpen mit spektakulären Bergpanoramen umsetzen. Hier muss man viel mehr die regionale, flache und von Gräben und Kanälen durchzogene Landschaft ins Bild integrieren.

So begab ich mich bei Nieuwerbrug aan den Rijn auf eine Weide, die einige Meter unterhalb der Strecke von Utrecht über Woerden nach Leiden liegt.
Unmittelbar rechts neben dem sichtbaren Graben befindet sich ein kleiner "Deich", auf dem die örtlichen "Wollschweine" soeben ihren Mittagsschlaf begannen. Dahinter folgt dann der nächste Graben, nun aber bereits in einem höheren Pegelniveau. Das ganze zieht sich dann bis zum Deich vor den Hausdächern im Hintergrund, wo das gesamte Wasser dann mit Pumpen und Schotten gegen die "Enkele Wiericke" abgetrennt ist. Die Häuser selbst liegen dann schon wieder mit ihren Zufahrten tiefer als der Standpunkt des Fotografen.

Reiseziel war aber eigentlich der Einsatz der "Nieuwe Intercity Dubbeldekker" oder auch "DDZ" (Dubbledekker Zonering), die zwischen 2012 und 2014 von der Nederlandse Spoorwegen aus den ursprünglichen "DD-AR" (Dubbeldeksaggloregiomaterieel) und mDDM-Triebwagen gebildet wurden. Alle 50 der sechsachsigen Motorwagen, die nur im Oberdeck Sitzplätze aufweisen, wurden im Rahmen des Umbauprogramms mit den vorhandenen Mittel- und Steuerwagen vom Regional- in den Fernverkehr heraufgestuft.

Als einer von 20 sechsteiligen Einheiten fährt DDZ 7612 kurz vor 12 Uhr in Richtung Utrecht.

Zuletzt bearbeitet am 16.08.20, 19:30

Datum: 13.07.2020 Ort: Nieuwerbrug aan den Rijn [info] Land: Europa: Niederlande
BR: NL-DDZ Fahrzeugeinsteller: NS
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Entfernungsangaben der Bundesbahn
geschrieben von: Vinne (692) am: 14.08.20, 12:51
An vielen großen Deutschen Bahnhöfen haben sich bis heute Tafeln gehalten, die nichts anderes als ihre Entfernung vom Bahnhof anzeigen. Insbesondere für die Lokführer ist jene Angabe gar nicht so unwichtig, denn so kann z.B. der Mann auf 101 030 in jenem Augenblick erkennen, dass er nun noch einen halben Kilometer Fahrstrecke bis zu den Bahnsteiganlagen von Wuppertal Hbf (ehemals Elberfeld) zurücklegen muss.

Mit der Leiter bewaffnet ging das Motiv dann immerhin mit rund 35 mm am Vollformat ab, klein gewachsene Fotografen müssen entweder wegen des örtlichen Geländers ohne das linke Schild oder mit verstärktem Weitwinkel aktiv werden.

Datum: 07.08.2020 Ort: Wuppertal Hbf [info] Land: Nordrhein-Westfalen
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: DB
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Mit der Touristentram zur Kunst
geschrieben von: Vinne (692) am: 11.08.20, 18:22
In den Sommermonaten verkehrt in Den Haag an den Wochenenden die "Tourist Tram" zwischen der historischen Altstadt und Scheveningen auf einem Sightseeing-Rundkurs. In den niederländischen Sommerferien fahren die Bahnen sogar von Mittwoch bis Sonntag.

Auf der "Hop-on, hop-off"-Linie kommen dabei zwei Kurse zum Einsatz, denn bei einer Reisedauer von rund 55 Minuten und einer Taktfrequenz von 30 Minuten reicht eine historische Bahn nicht aus. Das "Haags Openbaar Vervoer Museum" (HOVM - Straßenbahnmuseum Den Haag) hat hierfür derzeit insgesamt vier PCC-Wagen im historischen creme-grünen Farbschema einsatzbereit, wobei die Wagen am Platz die entsprechende Ausstattung für den Audio-Guide besitzen, der dem Mitreisenden die Sehenswürdigkeiten der Stadt näher bringt.

So wurde den Fahrgästen von PCC 1180, seineszeichens der älteste "Touri-PCC", wohl soeben erzählt, dass man soeben an der Straße "Lange Voorhout" vorbeifahre, in der es jeden Sonntag einen großen Kunst- und Antiquitätenmarkt zu erleben gibt. Nebenbei befindet sich quasi diagonal hinter der Bahn das Museum von M.C. Escher, der einigen hier vielleicht für seine "unmöglichen" Figuren bekannt ist - der Besuch dort lohnt sich übrigens.

Im Rücken des Fotografen passiert der Vierachser sogleich übrigens den wohl schönsten Streckenabschnitt vorbei am Hofvijver, Gevangenpoort und Buitenhof, aber davon erzählt demnächst vielleicht ein anderes Bild.

Datum: 19.07.2020 Ort: Den Haag Tournooiveld [info] Land: Europa: Niederlande
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Haags Openbaar Vervoer Museum
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Koplopers in het Groene Hart
geschrieben von: Vinne (692) am: 06.08.20, 19:55
Das "Grüne Herz" der Niederlande beschreibt das klassischste und einheitlichste Landschaftsbild in den Niederlanden. Im Randstad genannten Städtering der Großstädte Amsterdam, Haarlem, Leiden, Den Haag, Rotterdam und Utrecht finden sich hier ausgedehnteste Wiesen, Felder, Grachten, Gräben, Kanäle, Polder und Windmühlen, garniert mit regionaltypischen Ortschaften.

Viele der wichtigsten Verkehrswege der Niederlande ziehen sich durch das Gebiet, so auch der "Fensterzuglaufsteg" der Strecke Rotterdam - Utrecht. Hier kann man in der Hauptverkehrszeit Intercitys im 15 min-Takt (!!!) erleben, dazwischen reihen sich noch Sprinter und vereinzelte Güterzüge ein.

Bei Moordrecht wurde dabei auf das "Koploper"-Trio 4089, 4038 und 4081 der Baureihe ICMm als InterCity nach Leeuwarden gewartet. Die zwar immer wiederkehrende Spiegelung wurde in inzwischen resigniert zur Kenntnis genommener Regelmäßigkeit durch die Vielzahl an Wasservögeln durchbrochen.

Datum: 13.07.2020 Ort: Moordrecht [info] Land: Europa: Niederlande
BR: NL-ICMm Fahrzeugeinsteller: NS
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Niederflur zwischen Mühle und Mauer
geschrieben von: Vinne (692) am: 04.08.20, 18:32
Der einzige übrig gebliebene "Bagijnetoren" der ehemaligen Stadtmauer von Delft steht heutzutage irgendwie "fehl am Platze". So richtig fügt sich das Gebäude überhaupt nicht mehr in das Stadtbild entlang der Phoenixstraat ein.
Ursprünglich wurden die Türme nachträglich entlang der Stadtmauer als Verteidigungsanlage gebaut, links von seiner abgerundeten Seite fand man einst den Stadtgraben als Umgrenzung der Altstadt.
Dann wurde hier aber kräftig die Schaufel geschwungen!

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die "Oude Lijn", seinerseits die älteste Staatsbahnstrecke von Amsterdam über Leiden und Den Haag nach Delft und weiter nach Rotterdam gebaut. Hierfür musste der Stadtgraben verfüllt werden und das Bild wandelte sich erstmals erheblich.
Nun fragt man sich sicherlich, wieso denn nun eine Straßenbahn dort verkehrt, wo die Staatsbahnstrecke eigentlich liegt? Nun, zunächst legte man die Straßenbahn auf die alte Phoenixstraat, heute Fußgängerzone und Radweg und mit einem Gleis um das Gebäude herum.
Dann war die Staatsbahnstrecke irgendwann als Hochbahnstrecke zur Vermeidung der Straßenkreuzungen ausgebaut.
Und inzwischen hat man, um das Stadtbild hier zu beruhigen, die Staatsbahnstrecke vollständig unter die Erde gelegt. Damit hatte man nun oberirdisch so viel Platz geschaffen, dass der Straßen(bahn)verkehr eine völlig neue Trasse westlich des Turms und auch der "Molen de Roos" erhalten konnte. Letztere wurde übrigens wie der Turm mit einem völlig neuen Fundament ausgestattet, wobei der Turm sogar noch um 15 m verschoben werden musste, um die vier Tunnelröhren der Staatsbahn überhaupt errichten zu können.
Als letzte Maßnahme schuf man dann zwischen Straße und Bebauung wieder ein künstliches Gewässer in Erinnerung an den alten Stadtgraben.

Leider verdunkelte ein kleiner Wolkenfetzen die alte Mühle, als RegioCitadis 4026 der RandstadRail als Linie 19 zum Delftser Hauptbahnhof unterwegs war. In rund 700 m wird der Triebwagen sein Ziel erreicht haben.

Datum: 15.07.2020 Ort: Delft Prinsenhof [info] Land: Europa: Niederlande
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: RandstadRail
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Vielleicht der letzte Sommer?
geschrieben von: Vinne (692) am: 01.08.20, 22:22
Wie vielleicht bekannt ist, wird die Mühlenbahn zwischen Braunschweig und Wieren / Uelzen derzeit für den Stundentakt ab Dezember 2020 vorbereitet.

Dazu gehört neben der Auflassung des Haltepunktes Neudorf-Platendorf auch der Umbau einiger Bahnhöfe, um noch ein Quäntchen mehr Streckengeschwindigkeit herauszuholen.
In Wahrenholz wurde dabei ein neuer Mittelbahnsteig errichtet und die Sicherungstechnik für gleichzeitige Einfahrten optimiert.
Für den südlichen Abschnitt von Gifhorn Stadt nach Braunschweig ist jedoch ein neuer Kreuzungsbahnhof notwendig, der in Rötgesbüttel anstelle des derzeitigen Haltepunktes entsteht.

294 841 zieht hier nun ER 53841 von Braunschweig Rbf nach Knesebeck eben durch das Dörfchen, welches bald wieder "großen Bahnhof" feiern darf.
Nicht sichtbar hat man übrigens schon einiges an Gleis- und Erdarbeiten erledigt, auch der Kabelkanal liegt bereit.

Die spannenste Frage bleibt jedoch derzeitig noch offen:
Wie verhält sich die Trassenverfügbarkeit für den Güterverkehr, wenn im Stundentakt die Strecke belegt wird? Vermutlich sind die Zeitfenster für die Übergabe zur Edelstahlrohrfirma dann derartig eng, dass entweder auf die Nachtstunden ausgewichen oder eine Taktlücke hermuss.

Aber auch da wird die Zeit alle Fragen klären und bis dahin wird vermutlich auch die gezeigte V 90 mit störrischer Ruhe in ihrem alten, ausgeblichenen railion-Logo weiter durch Niedersachsen dieseln.

Datum: 01.08.2020 Ort: Rötgesbüttel [info] Land: Niedersachsen
BR: 294 (alle V90-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Ein sicherungstechnisches Schmankerl
geschrieben von: Vinne (692) am: 30.07.20, 19:16
Die Signalbrücken rund um Celle-Vorstadt im Netz der Osthannoverschen Eisenbahnen AG sind zumindest im Norden der Republik "legendär".

Die Fernsteuerstrecke, einst von Celle über Beckedorf und Soltau nach Hützel, war seinerzeit eine technische Revolution. Diverse Sonderlösungen waren aber für die OHE erforderlich, dazu gehören auch die gelben Rundumleuchten auf diversen Ausfahrsignalen, die den jeweiligen Lokführer anhalten, doch einmal beim Fahrdienstleiter fernmündlich vorstellig zu werden.

Schön ist aus fotografischer Sicht, dass die hier verbauten H/V-Signale noch durchweg der alten Bauform entsprechen.

An der nördlichen Signalbrücke von Celle-Vorstadt findet der Freund der Signaltechnik nun aber ein Konglomerat aus Bauteilen, die ein wildes Bild ergeben. Einfahrsignale oben rechts vom Gleis, mit S und T (mithin eigentlich Zwischensignale), Mastschilder, die ihre Nähe zum zugehörigen Signalschirm auf unterschiedlichste Art und Weise vermeiden, BÜ-Überwachungssignale mit alten Masten aber neuen Signalschirmen und eine Rautentafel, die Zügen aus Beckedorf den kommenden Bahnübergang an der Harburger Straße ankündigt.
Wer genau hinsieht kann am direkt an das Ensemble folgenden Bahnübergang "Sprengerstraße" auch noch Blinklichter erkennen, die inzwischen auch auf dem OHE-Netz vermehrt durch moderne Lichtzeichen ersetzt werden.

Um nun die genannte Szenerie inklusive des Schornsteins der Fabrik südlich des Bahnhofs wie gezeigt gefahrlos aufnehmen zu können, war eine Sperrung des Streckengleises nach Beckedorf notwendig. Praktischerweise war die Fotofahrt mit dem T62 der Braunschweiger Verkehrsfreunde ja kein unangekündigtes Ereignis, sodass sich die genannte Chance ergab und auch der Esslinger perfekt postiert werden konnte.

Datum: 31.08.2019 Ort: Celle-Vorstadt [info] Land: Niedersachsen
BR: 0302 (Esslinger) Fahrzeugeinsteller: Verein Braunschweiger Verkehrsfreunde
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Nur noch zwei Strecken lokbespannt...
geschrieben von: Vinne (692) am: 29.07.20, 18:32
Das Fahrplanjahr 2020 dürfte das letzte in der Geschichte der Niederländischen Staatsbahn sein, in welchem man auf einigen Linien ausschließlich lokbespannte Züge im Inlandsdienst erleben kann.
Die derzeitige Bestellung und Ablieferung der ICNG (Intercity Nieuwe Generatie) wird perspektivisch alle in die Jahre gekommenen Wagen der Gattung ICRm (Intercityrijtuig modern) überflüssig machen.

Während in einem ersten Schritt alle Verbindungen zwischen Breda und Amsterdam ersetzt werden, folgen sukzessive die weiteren Inlandsleistungen, die derzeit noch zwischen Eindhoven, Rotterdam und Den Haag gefahren werden.
Am längsten werden die HSL-Zuid-Langläufer ins benachbarte Belgien überdauern, denn hier muss der ICNG erst einmal die Zulassung erhalten.
Und damit wird es dann auch nahezu unmöglich, einen neunteiligen ICRm mit zwei TRAXX F140 MS - die übrigens nur hier mit 160 km/h zugelassen sind - in typisch holländischem Umfeld aufzunehmen.

Südlich von Delft streben 186 027 und 044 mit ihrem Wagenpark, bei dem an erster Stelle der zum "normalen" Reisezugwagen degradierte Steuerwagen läuft, in Richtung Den Haag.

Datum: 17.07.2020 Ort: Delft [info] Land: Europa: Niederlande
BR: 186 (Bombardier TRAXX F140 MS) Fahrzeugeinsteller: NS
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Ein Bahnsteigbild in Amsterdam
geschrieben von: Vinne (692) am: 27.07.20, 20:24
Spätestens seit letzter Woche kann ich bestätigen, dass man - sofern möglich - einmal im Leben in Amsterdam gewesen sein muss. Die Innen- und Altstadt mit ihren Gebäuden und Grachten ist sicherlich ausreichend beschrieben worden, es reicht dort locker für einen ganzen Tag zum spazieren gehen.

So fiel auch ich am späten Vormittag zu ungünstigem Sonnenstand aus meinem VIRM, der mich aus Den Haag bis zum Hauptbahnhof am IJ gebracht hatte. Anschließend tingelte ich mit der familiären Begleitung durch das mehr oder weniger pulsierende Leben der Hauptstadt des Königreichs.

Zum Nachmittag schritten wir dann wieder auf das repräsentative Empfangsgebäude des zweitgrößten Bahnhofs des Landes zu, hinter dem sich - aufgeständert über dem allgegenwärtigen Wasser - die mächtige Hallenkonstruktion von 1899 bzw. 1922 befindet. Hier musste nun - wie auch immer - ein schnödes Bahnsteigbild mit gelb-blauem Rollmaterial her.
Leider zeigt sich die Abfahrtstafel des Bahnhofs derzeit etwas spartanisch für passende Züge an passenden Bahnsteigkanten, sodass mein angestrebtes Bild mit 186 und ICRm-Wagen verhindert wurde. Auch der nebenan stehende ICE nach Frankfurt am Main war einerseits durch das Hotel abgeschattet, andererseits eh nur für einen Nachschuss zu gebrauchen.

Und so wurde VIRMm 8661 die Ehre zuteil, auf Gleis 7 passend im Licht zu stehen. Auch der Triebfahrzeugführer geht neben seinem Arbeitsplatz noch ein paar Schritte, ehe er den Doppelstockzug in Kürze nach Enkhuizen fahren wird.
Spannenderweise hat der gezeigte Triebwagen mit Baujahr 1995 sogar einige Monate mehr erlebt als die Mittelhalle des Bahnhofs, die erst seit 1996 die Gleise 8 bis 10 überspannt.

Datum: 21.07.2020 Ort: Amsterdam Centraal [info] Land: Europa: Niederlande
BR: NL-VIRM Fahrzeugeinsteller: NS
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Tradition und Moderne Den Haags
geschrieben von: Vinne (692) am: 26.07.20, 20:38
Im Zentrum von Den Haag schlängeln sich die Straßenbahnen der Haagsche Tramweg-Maatschappij (kurz HTM) durch diverse Sehenswürdigkeiten der Stadt. Nicht nur deswegen lohnt es sich nachhaltig, mit dem öffentlichen Nahverkehr eine kleine Erkundungsreise zu tätigen. Gezielt wird selbiges durch das Trammuseum angeboten, indem vor allem in den Sommermonaten an den Wochenenden mit alten PCC-Wagen Stadtrundfahrten angeboten werden.

Für den "Ottonormalfahrgast" kommt das alte Straßenbahnflair derzeit noch auf knapp einer handvoll Linien zum Tragen, denn dort dürfen sich noch die "alten" GTL8 austoben, zum Teil noch mit Baujahren zu Beginn der 80er-Jahre. Mit GTL8-II 3119 rollt uns aber zwischen Gevangenpoort (rechts nicht im Bild), Hofvijver und Binnenhof ein noch nicht mal 30-jähriger Vertreter vor die Linse. Nichtsdestoweniger haben inzwischen alle GTL8 die neue "Knautschnase" in Anlehnung an zeitgemäße Niederflurbahnen erhalten und damit zumindest an der Front etwas von ihrem alten Flair verloren.

Während im Binnenhof in Sichtweite der Flaggen aller zwölf niederländischen Provinzen die Regierung ihren Geschäften nachgeht, ist in etwas weniger als einem Kilometer ein Teil der Haager Skyline zu erkennen, die rund um den Hauptbahnhof Den Haag Centraal gebaut wurde. Nicht nur dies untermauert die international wichtige Stellung der Stadt an der Nordseeküste (Scheveningen ist schließlich Stadtteil!), sondern auch die zahlreichen Touristen, die sich rund um meinen Fotostandort tummelten.
Wegen des engen Mastabstands, Vegetation und Schatten umliegender Gebäude ist das Motiv leider nur mit abgesäbeltem Oberleitungs- und Lampenmast umsetzbar, sodass ich selbigen in der Bildecke beschnitten habe.

Datum: 11.07.2020 Ort: Den Haag Buitenhof [info] Land: Europa: Niederlande
BR: NL-GTL8 Fahrzeugeinsteller: HTM
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Baustellenlogistik auf Europas höchstem Bahnsteig
geschrieben von: Vinne (692) am: 07.07.20, 18:19
Auf 3.454 Metern über dem Meer dürfte - egal wo auf der Welt - jede Baumaßnahme eine logistische Herausforderung sein.

Nun baut man in der Schweiz auf eben jener Höhe seit Jahrzehnten einen Bahnhof neu, um und aus - Europas höchsten Bahnhof um genau zu sein.

Weil jedweder Straßenzugang auf das Jungfraujoch einfach nicht existent ist und niemals kommen wird, bleibt die Jungfraubahn als Lebensader des "Top of Europe" in ihrer Stellung von jeglicher Konkurrenz ausgenommen.

Im Sommer 2019 stellte sich das Betriebskonzept wie folgt dar: Jeder Kurs ab der Kleinen Scheidegg wurde doppelt geführt, wobei der erste Zug für Gruppen reserviert war und im Jungfraujoch auf Gleis 1 im südlichen Stollen einfuhr.
Die Stammzüge wurden neben den Einzelfahrgästen stets für die Versorgung des beliebten Ausflugsziels genutzt, wofür an die Zugspitze einer der Tragwagen eingestellt wurde. Um jenen zu entladen müssen die Züge im Jungfraujoch in den Nordstollen und damit nach Gleis 3 einfahren. Denn an dessen Ende befindet sich wohl das höchstgelegene "KLV-Terminal" Europas, über das die Wechselbrücken zwischen Tragwagen und Entladeareal wechseln.

Während im Bildvordergrund einige Bauarbeiter neben ihrer "Reststoffladung" auf die Ankunft des Zuges warten, steht linkerhand schon das örtliche "Zustellfahrzeug" in Halbachtstellung. Um dem Triebfahrzeugführer auch bei starker Beladung des Vorstellwagens den genauen Halteplatz kennzeichnen zu können, hat man kurzerhand einige Ketten als "Haltetafel" von der Decke abgehängt - ihr könnt sie oberhalb der Spitzenlichter erkennen.
Nebenbei ist es natürlich völlig "normal", dass die ganze Zone der Bahnsteig ist - wenige Augenblicke nach dem Bild ergoss sich also der nächste Schwall an Touristen in den Tunnelbahnhof, dessen Lichtverhältnisse natürlich nicht ganz einfach waren - ich hoffe ich konnte es einigermaßen ausbügeln.

Neben den unglaublichen Ausblicken in die Natur einige Meter oberhalb des Standortes bietet also auch der Tunnelbahnhof für technikinteressierte Menschen spannende Anblicke - mitten in den Alpen.

Datum: 16.07.2019 Ort: Jungfraujoch [info] Land: Europa: Schweiz
BR: CH-BDhe 4/8 Fahrzeugeinsteller: Jungfraubahn
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
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