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Il caimano moribondo
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 26.04.20, 19:00
Man darf auch mal Glück haben! Planmäßig sind die „Caimani“ der Reihe E 656 – zwischen 1975 und 1989 in insgesamt 461 Exemplaren geliefert und vermutlich DER italienische Ellok-Klassiker der letzten Jahrzehnte – auf dem Festland bereits aus dem Personenzugdienst ausgeschieden. Nur auf Sizilien, wohin beinahe traditionell die andernorts auf der Apennin-Halbinsel obsolet gewordenen Fahrzeuge „abgeschoben“ werden (E 636 und E 646 lassen grüßen…), sind die Gelenk-Lokomotiven mit ihrem unverwechselbaren Sound noch teilweise für die Traktion der IC- und ICN-Züge zuständig, wobei auch dort mit steter Inbetriebnahme eigens für diese Zwecke angepasster und umlackierter E464er ein Ende in naher Zukunft absehbar ist, vielleicht ungeahnt beschleunigt durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen massiven Einschränkungen im Bahnverkehr...

Allerdings werden einige wenige Exemplare auch abseits der größten Mittelmeerinsel noch für Überführungsfahrten oder als Reserveloks vorgehalten. In letzterer Eigenschaft übernahm E 656 289 am 10. Juni 2018 – für mich völlig unerwartet – ab Neapel den IC 707 (Roma Termini - Taranto) für seine finale Etappe durch die Bergwelt Kampaniens und der Basilikata.

Dank der freundlichen Hilfe eines örtlichen Bauern bei der Fotostellen-Suche konnte ich den besonderen Zug auf dem Hangviadukt bei Baragiano abpassen. Anfänglich war ich etwas enttäuscht, dass die Sonne sich bereits ein paar Minuten zuvor verkrochen hatte, aber mit etwas zeitlichem Abstand gefällt mir die eigentümliche Stimmung mit den von unten angestrahlten Wolken und dem klar hervortretenden Dreilicht-Spitzensignal mindestens genau so gut! Am effektvollsten ist natürlich ein Betrachten in möglichst dunkler Umgebung. :)

Am nächsten Morgen ging es für den „Caimano“ übrigens mit dem Gegenzug IC 700 wieder zurück nach Neapel, womit der Spuk ein schnelles Ende hatte und die planmäßigen E402B wieder das alleinige Regiment übernahmen. Die E 656 289 indes wurde im Herbst 2018 nach Sizilien weitergereicht, wo sie leider stante pede im Bahnhof von Fiumefreddo di Sicilia in Flammen aufging (-> [www.youtube.com] ), anschließend eine Zeit lang im DL Catania einer ungewissen Zukunft entgegen sah und mittlerweile zwecks Verschrottung zu Bilfinger nach Bari überführt wurde.

Datum: 10.06.2018 Ort: Baragiano [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Nel cuore della Sicilia
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 12.04.20, 10:59
Taormina, Palermo, Syrakus, die Tempel von Agrigento und Selinunte, alle jene klassischen Sehenswürdigkeiten reihen sich an Siziliens Küsten auf. Das Hinterland kann da im Touri-Programm schon mal auf der Strecke bleiben. Und Hand aufs Herz: Uns Bahnfotografen geht es doch oft, abgesehen von der Schmalspurbahn um den Ätna natürlich, nicht anders! Caimani mit tiefblauem Meer sind ja schließlich auch ein mehr als valides Argument (gewesen)...;)

Doch auch ein Blick in das Inselinnere, ins wahre Herzen des oft nach innen gewandten Siziliens lohnt sich. Eine passende Lektüre dabei ist zum Beispiel das lesenswerte, bebilderte Reisetagebuch "Mit dem Rücken zum Meer" von Andreas Rossmann. Aber schweifen wir nicht zu weit ab!

Durchzogen wird das Hügelland der Provinzen Enna und Caltanissetta von der eingleisigen Strecke Catania - Palermo, von der wiederum jene nach Canicattì und Agrigento abzweigen. An ersterem Abzweig liegt auch die Provinzhauptstadt Caltanissetta. Zwischen den Bahnhöfen Centrale und Xirbi überbrückt nördlich des Zentrums ein eleganter zwölfbögiger Viadukt das Busiti-Tal.

Als wir im Frühjahr 2014 die Gegend besuchten, war der Verkehr rund um Caltanissetta trotz weitgehender Elektrifizierung fest in Händen der ALn 668. So auch der morgendliche Regionale 8675 (Roccapalumba-Alia - Caltanissetta), der durch die saftig grünen Felder seinem Ziel entgegen brummte. Wenige Monate später wird sich das frische grün in fahles ocker verwandelt haben...

Nach dem Foto ging es für uns dann auf einen Caffè in eine kleine Bar, in einer gesichtslosen Geschäftsstraße irgendwo zwischen Autowerkstatt und Krämerladen gelegen. Der Barista dort lief zu Hochtouren auf und klärte die (vermeintlich?) unwissenden Auswärtigen über die Finessen des gepflegten Espresso-Genusses auf ("Il bicchierino d'acqua si beve prima il caffè!"). Das sind so die kleinen Geschichten, die in Erinnerung bleiben. :)

PS: Baustellenabsperrungen im Hintegrund entsättigt und eine weiße Baumaschine weggepixelt!

Datum: 07.04.2014 Ort: Caltanissetta [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Rollstuhlgerecht...
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 09.04.20, 20:08
...soll er sein, der sonntagabendliche Regionale 12812 (Caltagirone - Catania). So steht es im Fahrplan, wie für alle (wenigen) Züge der einst bis Gela führenden und seit 2011 infolge eines Brückeneinsturzes unterbrochenen Strecke (Catania -) Lentini - Caltagirone. Doch Theorie und Praxis sind bekanntlich zwei paar Schuhe. Im mitunter etwas chaotischen Sizilien gilt das umso mehr. Nicht völlig überraschend ist also das Erscheinen eines betagten ALn 668 anstatt des planmäßigen, niederflurigen Minuetto.

Ob es jemanden stört, erscheint fraglich. Weniger, weil manch Dysfunktionalität im Bereich der Daseinsvorsorge in Süditalien mit einer Mischung aus stoischer Gelassenheit und Resignation hingenommen wird, sondern eher, weil die Bahn in weiten Teilen des sizilianischen Binnenlands ohnehin kaum eine Rolle für den ÖPNV spielt. Das lässt sich eindrücklich beobachten, wenn am Busbahnhof von Catania praktisch im Minutentakt die gut gefüllten, blauen Überlandbusse eintreffen.

Ich hingegen freute mich am 15. September 2019, dass mir bei Vizzini ein einzelner Fiat-Triebwagen vor die Linse knatterte. Denn der passte wunderbar in den noch sonnenbeschienenen Abschnitt der Strecke, den ich nach etwas Suche gefunden hatte.

Das vorangegangene Warten am Rand der schmalen Landstraße war an diesem milden Septemberabend unglaublich relaxend gewesen. Kaum Verkehr, ein leichter Wind, der durch die nach einem langen Sommer golden im Abendlicht leuchtenden Gräser strich und irgendwo in der Ferne das Glockengeläut einer Ziegenherde... :)

Datum: 15.09.2019 Ort: Vizzini [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Das hohe Gut einer freien Reise
geschrieben von: Vinne (635) am: 31.03.20, 19:54
Ungeahnte Einschränkungen bringt die aktuelle Zeit mit sich, ganz Europa steht still.

Kein Urlaubsreisender kann derzeit mit der Bahn an die Destinationen seiner Träume reisen. Grenzüberschreitende Verkehre, Urlaubs- und Turnuszüge, Interrail - alles ist durch das Corona-Virus zum Erliegen gekommen.

Zeit also, die persönlichen Archive zu durchforsten und sich an die Zeiten zu erinnern, als zum Beispiel mehrfach täglich ein ETR 500 als "Frecciargento" aus Roma Termini in Bolzano eintraf und den einen oder anderen Sommerfrischler nach Südtirol brachte.

Aber keine Angst, wenn jeder für sich sein Bestes gibt, dann findet mindestens Europa bald wieder auf den Bahnsteigen des Kontinents zusammen, Reisende warten an Bahnsteig 4 auf den EuroCity nach München und der Eisenbahnfotograf kann so vermeintlich unscheinbare Szenen vielleicht unter einem ganz anderen Blickwinkel sehen.

Das hohe Gut der Reisefreiheit, es kommt bald wieder!


Datum: 03.08.2018 Ort: Bozen / Bolzano [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR500 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Am Strand entlang
geschrieben von: Gunar Kaune (368) am: 28.03.20, 19:05
Neben den Strecken in den Apennin war auch die Riviera eines der Haupteinsatzgebiete der ALe 801 aus Genua. Im Jahr 2014 konnte man sie hier auch noch antreffen, allerdings war ihr Stern schon am Sinken und sie fuhren noch wenige Einsätze zwischen Ventimiglia und Savona.

Bei meiner Reise im Sommer dieses Jahres ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, auch die Stadtansicht von Cervo mit einem der Triebwagen abzulichten. Es war ein warmer italienischer Sommertag, der Ferragosto war gerade vorbei und gefühlt halb Italien hielt sich den Stränden der ligurischen Küste auf. Als um 10 Uhr morgens der R 6225 nach Savona an mir vorbeirollte, saßen viele Urlauber aber sicher noch beim Cappuccino, am Nachmittag sah der Strand dann nicht mehr so leer aus.

Datum: 21.08.2014 Ort: Cervo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALe801/940 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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MIt dem ALe nach Acqui Terme
geschrieben von: Bundesheertaurus (63) am: 21.03.20, 18:36
Eine der letzten Einsätze führte die Genueser ALe Triebwagen von Genau aus in Richtung Ovada und weiter nach Acqui Terme in der Provinz Alessandria. Eher rein zufällig führte uns der Weg in diese Gegend, schlechtes Wetter in und um Imperia zwang uns damals unseren Urlaub an der Reviera vorzeitig zu beenden als ursprünglich angedacht. Auf dem Rückweg in die bayrische Landeshauptstadt wurde das Wetter kurz hinter Genua auf einmal schlagartig besser, die Schlechtwetterfront scheint wohl an den Ausläufern der Apennin Gebirges hängen geblieben zu sein und so entschieden wir uns noch einen Abstecher an die Stichstrecke von Ovada nach Acqui Terme zu machen. Als uns dann auch noch ein ALe ebenfalls eher zufällig vor die Kamera fuhr, schien der Tag dann doch noch ein schönes Ende zu finden. Nachdem wir anhand der Fahrplanunterlagen den Umlauf des Triebwagens ausfündig machen konnten, warten wir die für uns letzte Fahrt des Triebwagens in Presco Cremolino ab. Pünktlich erreichte ALe 801/940 als Treno Regionale den Bahnhof, nachdem uns der Lokführer ein paar böse Worte auf italienisch entgegen rief und der Zugbegleiter den Zug abgefertigt hatte, setzte er seine Fahrt fort und wir nahmen auch die 650 Kilometer weite Fahrt nach München mit Halt am Brenner zum Pizza essen unter die Räder.

Zuletzt bearbeitet am 23.03.20, 13:25

Datum: 30.05.2015 Ort: Prasco Cremolino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALe801/940 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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La bestia da soma che lotta in salita
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 28.02.20, 19:52
Ein kräftiges Lasttier braucht es, um die schweren, mit Stahlcoils beladenen Ganzzüge, die mehrmals am Tag vom Genueser Hafen zum ArcelorMittal-Stahlwerk in Novi Ligure verkehren, über den Giovi-Pass zu wuchten, jene natürliche Barriere, die sich allen Verkehrsströmen entgegen stellt, die vom je nach Betrachtungsweise größten (Fläche) oder zweitgrößten (Güterumschlag) Seehafen Italiens in Richtung Poebene unterwegs sind.

Man könnte es vielleicht mal mit einem Esel versuchen? Doch will man ihm das wirklich zumuten, wenn er da so friedlich grasend im Schatten eines Baumes auf der saftigen Weide steht...? ;) Wohl eher nicht, wir sind ja schließlich keine Unmenschen! Vielleicht doch lieber auf einen Kaiman zurückgreifen, denn zumindest wenn der im Bahnsektor zu Hause ist, hat er ganz nebenbei auch noch ein paar Esels- bzw. Pferdestärken mehr auf seinen vier Beinen...pardon, sechs Achsen!

Die Rede ist natürlich vom legendären italienischen "Caimano", der kultigen Bo'Bo'Bo'-E-Lok mit dem Gelenk in Lokmitte, die ab 1975 in insgesamt sechs Serien an die Ferrovie dello Stato geliefert wurde und im Zuge eines Ideenwettbewerbs den Namen des Reptils erhielt. Im Herbst 2014 griff die FS-Gütersparte, die damals noch unter dem Namen Trenitalia Cargo firmierte, gerne auf eine solche Lok der Reihe E 655 für die Bespannung der Coilzüge am Giovi zurück, inklusive einer Schwesterlok zur Schubunterstützung am anderen Zugende. Der Bestand war trotz diverser Ausmusterungen noch üppig, ganz anders als fünfeinhalb Jahre später, wo die "Caimani" in ihren mutmaßlich allerletzten Zügen liegen, was den Regelbetrieb angeht...

Besonders gefreut haben wir uns am 23. Oktober 2014 allerdings, dass ein so sauberes Exemplar an der Spitze hing! Um kurz nach zehn kämpfte sich die Maschine mit MRS 54326 (Genova Sestri Ponente - Novi San Bovo) auf der Linea succursale dei Giovi bergwärts, wobei die dabei assistierende Schublok nicht mehr ganz in den Bildausschnitt auf dem Steinbogenviadukt von Campomorone passte. 700 Meter höher grüßt indes das Santuario di Nostra Signora della Guardia vom Berg.

Datum: 23.10.2014 Ort: Campomorone [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E655 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Winter in Südtirol
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 22.02.20, 22:14
Winter in Südtirol sind außer in den ganz hohen Lagen mitnichten schneesicher. Soviel war mir aus Schilderungen meiner Großeltern in Erinnerung, die immer wieder von der hoffnungsvollen Anreise mit Käfer und später dem gelben 3er-BMW in den Winterurlaub (selbstredend in Zeiten vor Webcams und Online-Wetterdiensten!) ins Pustertal erzählten, die das ein oder andere Mal jenseits des Brenners großer Ernüchterung weichen musste...

Im extrem schneearmen Winter 2019/2020 gilt das natürlich erst recht. So zögerte ich nicht lange mit einem Besuch, als der Wetterbericht nach zwei Tagen Schneefall wenigstens etwas von der weißen Pracht versprach. Gleichwohl hatte auch ich mein persönliches Brenner-Erlebnis nach Passieren der Passhöhe auf knapp 1400 Metern und dem anschließenden Abstieg der Staatsstraße nach Gossensaß. ;)

An den sonnenbeschienenen Südhängen hatte sich zur Mittagszeit am 6. Februar 2020 auch im Pflerschtal auf etwa 1100 Metern Höhe der Schnee bereits beträchtlich zurückgezogen, war aber immer noch ausreichend, um die farblich ähnliche Lärmschutzwand einigermaßen gnädig zu kaschieren - Erklärtes Ziel dieser winterlichen Foto-Aktion!

Als Regionale 2261 (Brenner - Bologna) rollte E 464 056 mit einer noch stilrein in XMPR gehaltenen MDVC-Garnitur bergab gen Eisacktal. Die wenigen durchgehenden Züge vom Brenner nach Verona und Bologna sind heute die letzte Domäne der am Anfang ihrer Karriere am Brenner omnipräsenten "Monocabina"-Loks auf diesem Streckenabschnitt, während die Züge nach Bozen und Meran alternierend mit Flirts oder den Jazz-Derivaten der autonomen Region Trentino gefahren werden.

Aus dem Hintergrund grüßen - sie ihrerseits sind tief verschneit - die Gipfel der Stubaier Alpen.

Zuletzt bearbeitet am 22.02.20, 22:18

Datum: 06.02.2020 Ort: Gossensaß / Colle Isarco [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Am Fuße des Aspromonte
geschrieben von: Jens Naber (404) am: 02.02.20, 16:15
Da Italien bzw. insbesondere Kalabrien derzeit wohl sehr "in" ist, springe ich auch mal noch auf diesen Zug auf :-)

Zu einer zweifelhaften Bekanntheit hat es der reizlose Badeort Africo Nuovo gebracht, eigentlich landschaftlich wunderschön zwischen Aspromonte und Ionischem Meer gelegen. Doch statt pulsierendem Tourismus, der in dieser sonnenverwöhnten aber strukturschwachen Gegend sicherlich eine gute Chance hätte, regieren Trostlosigkeit, Arbeitslosigkeit und eine deutlich erhöhte Sterblichkeitsrate durch Krebs in der kleinen Ortschaft. Der Grund hierfür dürfte in den Aktiviäten der kalabrischen ’Ndrangheta zu finden sein, die hier seit den 80er-Jahren eine nicht mehr nachvollziehbare Menge an Giftmüll an Land und durch das gezielte Versenken von Schiffen auch im Meer entsorgt hat. Von diesem düsteren Hintergrund unbeeindruckt, eilt der Regionale 3663 auf seiner rund zweieinhalbstündigen Fahrt von Catanzaro Lido nach Reggio di Calabria über die "Ferrovia Jonica" - an diesem Donnerstagmorgen zum Glück aus einem Fiat-Triebwagen gebildet. Die betagten Triebwagen teilen sich hier die Umläufe mit den moderneren ATR 220 "Swing", wobei wohl keine festen Umlaufpläne bestehen dürften, zumindest war für uns kein solcher erkennbar ;)

Noch lässt sich hier der Dieselbetrieb beobachten, die Elektrifzierung ist mittlerweile aber beschlossene Sache und insbesondere im nördlichen Streckenabschnitt bereits im vollen Gange.

Datum: 18.04.2019 Ort: Africo Nuovo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn663 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 0 Punkte
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Am Capo Bruzzano
geschrieben von: Voreifel-218er (24) am: 01.02.20, 18:23
Wie schon am Tag zuvor war auch am zweiten Tag meines Aufenthalts in Kalabrien frühes Aufstehen angesagt. Gegen 5.20 Uhr verließ ich die Pension in Reggio di Calabria, um zwanzig Minuten später mit dem ersten Zug des Tages in Richtung Africo Nuovo zu fahren. Zu Fuß ging es zum etwa zwei Kilometer entfernen Capo Bruzzano, wo an der bereits in der Galerie vertretenen Stelle auf den morgendlichen Intercity nach Tarent gewartet werden sollte.
Da ich aber noch fast eineinhalb Stunden zu überbrücken hatte, probierte ich einfach mal den Blick von der anderen Seite der kleinen Bucht aus, die gerade von den ersten Sonnenstrahlen beleuchtet wurde.

Das Ergebnis ist ein Bild dieses ALn663, der als Regionale 22477 gerade auf dem Weg nach Reggio war.

Zuletzt bearbeitet am 02.02.20, 14:13

Datum: 09.01.2020 Ort: Africo Nuovo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn663 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Vergangene Klassiker
geschrieben von: Nils (434) am: 28.01.20, 16:21
Auch wenn die klassische Fotostelle an der ligurischen Küste bei Cervo schon mehrfach in der Galerie vertreten ist, schlage ich hier noch einmal eine leicht veränderte Variante mit weniger Tele und mit Güterzug vor. Während meiner Tour im März 2015 hatte ich tatsächlich Glück zwei Güterzüge an diesem Motiv zu fotografieren. Am Tag zuvor klappte das Motiv in der Televariante im Bestlicht mit E656. Am Tag später, dem 04.03.2015 spielte das Wetter jedoch nicht mit. Ich setzte mich deshalb einfach wieder auf den Felsen und genoss das Rauschen der Wellen und den Blick aufs Mittelmeer. Mit einem Bild rechnete ich überhaupt nicht. Auf einmal kam für ca. 2 Minuten die Sonne raus und genau in diesem Moment tauchte E655 276 mit ihrem Stahlzug aus dem Tunnel hervor. Welch ein Glück! Tja, mittlerweile ist das alles Vergangenheit. Die Strecke verläuft nun neu trassiert durch einen Tunnel etwas weiter im Landesinneren und die "Caimano" der Reihen E655/656 dürften auch demnächst das zeitliche segnen.

Datum: 04.03.2015 Ort: Cervo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E655 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Kleiner Fiat in unendlicher Weiter!
geschrieben von: KBS720 (58) am: 22.01.20, 21:28
Am 15. April 2019 kamen wir nachmittags mit dem Zug in Bari an, wo wir umgehend einen Mietwagen übernahmen. Da das Wetter abends überraschend gut war, wollten wir die letzten Sonnenstrahlen des Tages noch nutzen und positionierten nahe des für den nächsten Tag angedachten Fuzzgebiets.

Der erste Zug in Form eines Swing versetzte uns noch ein bisschen in Angst und Schrecken („Ach, die fahren hier auch?!“), doch schon beim zweiten war die Welt wieder in Ordnung: Fiat gibts natürlich auch noch! :-)

Das Stinkerle ist hier als R 3525 unterwegs von Foggia nach Potenza.

Datum: 15.04.2019 Ort: Ordona [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Ein kalabrischer Wintertag
geschrieben von: Voreifel-218er (24) am: 22.01.20, 18:48
Entlang der ionischen Küste führt eine eingleisige Eisenbahnstrecke von Tarent an der Innenseite des „Absatzes“ bis Reggio di Calabria in der „Stiefelspitze“ Italiens. Neben verschiedenen Triebwagenbaureihen, welche den Regionalverkehr auf den meisten Abschnitten übernehmen, gibt es auch (wieder) zwei durchgehende Zugpaare, die aus je zwei IC-Wagen und einer Lokomotive der Baureihe D445 gebildet werden und der Strecke bei Eisenbahnfreunden internationale Bekanntheit einbrachten.

Nachdem ich zuvor immer wieder Bilder dieser Züge gesehen hatte, veranlassten mich die guten Wetteraussichten für Anfang Januar, dieser recht armen und wenig touristischen Region im äußersten Süden des italienischen Festlands einen Besuch abzustatten. Oberhalb eines Tunnels wurde bei Palizzi Marina Stellung bezogen und mit Blick auf das sich entlang der Küstenlinie schlängelnde Gleis auf den frühnachmittäglichen Starzug der Strecke gewartet. Dieser tauchte dann mit reichlich Verspätung in Form von D445 1126 auf, welche sich mit ihren zwei Wagen als IC 558 unterhalb des Fotografen in die Kurve legte.


Ein Agavenblatt, das der Lok gefährlich nah kam, wurde digital zurückgeschnitten.

Datum: 08.01.2020 Ort: Palizzi Marina [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Ein Tag, der entschädigt
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 22.01.20, 17:32
Wie ich bestimmt schon einmal unter einem anderen Bild geschrieben habe, startete unsere Italien-Tour im letzten September wettertechnisch erstaunlich wechselhaft, sodass auch die Foto-Erfolge in den ersten Tagen eher rar waren. So hatten Yannick und ich uns den Spätsommer in "Bella Italia" jetzt nicht vorgestellt... Entschädigt hat uns dann aber der 4. September 2019, der in den Marken zwischen Adria und Apennin mit Sonnenschein von früh bis spät aufwarten konnte, einem kleinen Zwischenhoch sei Dank! :)

Während wir seit dem Morgen an der stets parallel zum Meer führenden Nord-Süd-Hauptstrecke, der von Ancona nach Lecce führenden Ferrovia Adriatica, aktiv waren - Überbrückung der "Hochlicht-Phase" am endlosen Sandstrand inklusive -, wechselten wir für die letzten Bilder des Tages an die Nebenbahn von Civitanova Marche über Macerata nach Fabriano, die durch eine fruchtbare, landwirtschaftlich genutzte Bilderbuchlandschaft im Apennin-Vorland verläuft. Einige Täler werden dabei mittels aufwendiger Viadukte (insgesamt 20 Stück) überquert. Einer der markantesten von ihnen liegt östlich von Tolentino in den grünen Hügeln und wird derzeit Schritt für Schritt saniert und für die Zukunft ertüchtigt.

Die tief stehende Abendsonne sorgte für ein abwechslungsreiches Spiel aus Licht und Schatten und kaschierte auch die am gegenüberliegenden Brückenkopf versammelten Baufahrzeuge gnädig. Golden glänzend zeigte sich hingegen der als Regionale 7120 (Fabriano - Macerata) fahrende ATR 220. Die acht der Region Marche zugeteilten Pesa-Triebwagen haben ab Mitte 2015 sukzessive die älteren ALn 668 verdrängt und erbringen mittlerweile den Gesamtverkehr auf der Strecke. Wie es "früher" aussah, hat Gunar schon in der Galerie gezeigt: [www.drehscheibe-online.de]

Datum: 04.09.2019 Ort: Tolentino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ATR220 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Una coincidenza inaspettata
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 19.01.20, 19:14
Unerwartet klappte es im zweiten Anlauf dann doch noch mit einem passenden Zusammentreffen von Wolkenlücke (in meinem Rücken war der Himmel deutlich wechselhafter, als der Ausblick erwarten lässt...) und Zug, letzterer sehr zu meiner Freude sogar in Form eines ALn 663, namentlich ALn 663 1114 als Regionale 3672 (Reggio di Calabria - Catanzaro Lido).

Alles nur glücklicher Zufall? Gut möglich. Die frommen Fischer von Bova Marina würden den Erfolg freilich der heiligen Jungfrau zuschreiben, die vom hoch auf einem Felsen thronenden Santuario della Madonna del Mare stets einen wachsamen Blick auf den Ort und das Meer wirft, auch wenn es zum Aufnahmezeitpunkt bescheiden im Schatten einer Wolke in den Hintergrund trat. Die Madonna del Mare ist Schutzpatronin von Bova Marina, seitdem eine Gruppe Fischer eine antike Madonnenstatue auf dem Meeresboden hier vor dem äußersten Südzipfel des kalabrischen Festlands gefunden hat.

Neben der Sonne, die mit ihren letzten Strahlen die bizarren Felsformationen am Strand in ein goldenes Licht taucht, ist auch der Mond bereits am Firmament zu sehen, während rechts im Hintergrund schwach erkennbar ein Containerschiff Kurs auf Nordafrika nimmt. Auch ich werde mich an diesem Abend des 9. September 2019 noch "einschiffen", allerdings nur von Villa San Giovanni aus auf die Fähre nach Sizilien...

Datum: 09.09.2019 Ort: Bova Marina [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn663 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Im Schnellzug durch die Berge
geschrieben von: 294-762 (218) am: 13.12.19, 15:48
Einmal quer durch Italien fährt der Freccia Argento FA8305 von (Neapel-) Benvento nach Foggia. Dabei fährt er über die überwiegend eingleisige Strecke welche sich durch eine bergige Landschaft schlängelt. Hier überquer der 485 007 bei Pepe eine etwas größere Brücke auf dem Weg nach Foggia. Die Strecke hat leider keinen Nahverkehr mehr und die meisten Bahnhöfe sind aufgelassen.

Datum: 15.09.2019 Ort: Pepe [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR485 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Prima che arrivi l'ombra
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 05.12.19, 17:51
Zu den für mich spannendsten Streckenführungen auf Sizilien (eigentlich in ganz Italien...) zählt die Trassierung der Strecke Siracusa - Gela - Canicattì im Abschnitt rund um Ragusa. Auf nur wenigen Kilometern Länge schraubt sich die Bahnlinie vom unterhalb des Stadtteils Ibla auf 300 Metern über dem Meer gelegenen Vorortbahnhof gut 200 Meter empor, mehrere Tunnel und eine halboffene Kehrschleife inklusive. Der "Hauptbahnhof" (nein, das Prädikat "Centrale" maßt sich die bescheidene Station mit zwei Bahnsteiggleisen nicht an) der 70.000 Einwohner-Stadt im sizilianischen Süden liegt auf 514m.

Diese wenigen Kilometer bieten dementsprechend auch eine Unzahl an Fotomotiven, die allerdings nicht alle ganz einfach zu erreichen und umzusetzen sind. Für die nachmittägliche Ansicht mit der spätbarocken Altstadt Ragusa Ibla im Hintergrund, die seit 2002 gemeinsam mit weiteren Städten im Val di Noto zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, mag das zumindest eingeschränkt auch gelten, obwohl bereits Aufnahmen aus der Dampflok-Zeit von dort existieren. Hat man den Weg über ein verwildertes Grundstück auf eine Felsterrasse allerdings erst einmal gefunden, steht - abgesehen von der Mückenplage, die im Sommer aus dem feuchten Talgrund hinauf kommt - einem entspannten Warten auf die Züge nichts mehr entgegen. Eigentlich zumindest...

Warum nur eigentlich? Nun ja, am 16. September 2019 gestaltete sich das Unterfangen der Aufnahme mental doch etwas strapaziös. Zuerst waren da einmal die entgegen aller Wetterprognosen just in diesem Zipfel der Insel vor sich hin wabernden Quellwolken, die sich kaum für eine erkennbare Zugrichtung entscheiden wollten. Darüber hinaus hatten beide in Ragusa am Nachmittag kreuzenden ALn 668er laut Trenitalia-App eine Verspätung im mittleren zweistelligen Minutenbereich aufgebaut (warum auch immer...), die mich zusehends zweifeln ließ, ob die Sonne noch lange genug ins Tal scheinen würde. Tja, und als dann schließlich der erste von beiden über den Viadukt knatterte und ich schon für Sekundenbruchteile erleichtert war, dass alles zu klappen schien, entpuppte sich dieser ALn 668 als besonders großflächig und unattraktiv mit Graffiti überzogenes Exemplar. Letztlich ging aber doch alles gut, denn der Gegenzug in Form des 15 - 20 Minuten verspäteten Regionale 12801 (Gela - Siracusa) zeigte sich nach einer augenscheinlich erst kurz zuvor durchlaufenen Rosskur mit aggressiven Reinigungsmitteln (ein Teil der nur aufgeklebten Zierstreifen war ihr ebenfalls zum Opfer gefallen, wohingegen sich die Trittstufen am Mitteleinstieg noch stylish in pink zeigten ;)) gerade noch rechtzeitig ehe der Schatten weit an der Brücke hinauf kriechen und Tal und Bahnstrecke in Dunkelheit tauchen konnte.

Datum: 16.09.2019 Ort: Ragusa [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Mare blu profondo
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 10.11.19, 01:23
Die Italo-Charts mit ihren wenig tief schürfenden, aber eingängigen Sommerhits waren ständiger Begleiter während der Urlaubstage, die wir zum Ende einer wetterbedingt etwas arg kreuz und quer über den Stiefel verlaufenden Fototour an der Ionischen Küste in Kalabrien verbrachten. Besungen wurde unter anderem - wie sollte es bei gut 7500 Küstenkilometern auch anders sein - das tief blaue, die Sehnsucht weckende Meer.

Einen herrlichen Ausblick auf dessen schier unendliche Weite hat man abends in Bova Marina, nur wenige Kilometer vom südlichsten Punkt des italienischen Festlands am Capo Spartivento entfernt.

Und rein zufällig mogelt sich dort auch noch die Eisenbahn ins Bild, in Form der Ferrovia Jonica, die Reggio di Calabria stets der Küste folgend mit Taranto verbindet.

Während nördlich von Catanzaro die Elektrifizierungsarbeiten bereits auf Hochtouren laufen, ist hier unten ganz im Süden noch alles beim Alten und Dieselfahrzeuge werden noch ein paar Jahre in passendem Umfeld das Bild prägen, ehe auch hier die Bagger anrücken. Neben den beiden IC-Zugpaaren mit D445 und ein paar wenigen "Swing" aus dem Hause PESA sind das vor allem die ALn 663. Hier im Bild ALn 663 1193 als Regionale 22496 (Reggio di Calabria - Roccella Jonica).

Datum: 09.09.2019 Ort: Bova Marina [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn663 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Finisce l'egemonia dei Minuetti
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 31.10.19, 21:55 Top 3 der Woche vom 10.11.19
Die letzten Jahre über waren die Diesel-Minuetti der Reihe ALn 501 die unangefochtenen Herrscher im Regionalverkehr nach Aosta. Zunächst noch im klassischen XMPR-Farbschema verdrängten sie D 445 und ALn 663, nun werden sie - zwischenzeitlich neu beklebt - selbst zu Verdrängten.

Anfang Oktober 2019 nahmen die neuen Stadler-Zweikrafttriebwagen der Reihe BTR 813 ihren Dienst im Aostatal auf und ermöglichen erstmals Direktverbindungen von Aosta in den Turiner Stadttunnel, der für Diesel-Fahrzeuge Tabu ist. Doch bislang sind die Anfänge eher zaghaft... Die Kinderkrankheiten der neuen Fahrzeuge sind noch nicht vollends ausgemerzt und ohnehin stehen derzeit nicht genug zur Verfügung, um den Gesamtverkehr zu übernehmen.

Noch wird die Mehrheit der Züge also mit Minuetti gefahren - Umsteigezwang in Ivrea inklusive. Aber es ist eine bröckelnde Vorherrschaft, die weitere Expansion der Stadler-Triebwagen nur noch eine Frage der Zeit...

Am Nachmittag des 11. Oktober 2019 legt sich Regionale 4025 (Ivrea - Aosta) bei Parleaz, zwischen Châtillon und Chambave gelegen, in die Kurve. Während sich im Tal die Herbstfarben langsam ausbreiten, grüßen aus dem Hintergrund die mächtigen, hier knapp 3000 Meter hohen Gipfel der Alpi Pennine, die südlichsten Ausläufer der Walliser Alpen.

Datum: 11.10.2019 Ort: Parleaz [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn501 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Wolken über Pietra Ligure
geschrieben von: Bundesheertaurus (63) am: 19.10.19, 23:08
Aufgrund der Enge zwischen dem Ligurischen Meer, der zahlreichen Badeorte und der größenteils parallel zur Bahnstrecke Genua - Ventimiglia laufenden Via Aureglia ist die Bahnstrecke zwischen Vado Ligure und Andora auf einer Länge von knapp 32 Kilometer weiterhin eingleisig, der Betrieb ist daher ziemlich verspätungsanfällig. 2016 nahm die RFI den ersten Teil ihrer Neubaustrecke zwischen Andora und San Lorenzo al Mare in Betrieb, seither hat sich die Reisezeit zwischen Genua und Ventimiglia massiv verkürzt, die zahlreichen beliebten Badeorte entlang der ligurischen Küste sind seither vom Bahnverkehr abgeschnitten, da die Strecke im Hinterland größtenteils in Tunneln verläuft. Mittels eingerichteten Buspendel erreicht man heute sein Ziel am Meer. Langfristig soll auch das letzte Nadelöhr zwischen Vado Ligure und Andora beseitigt werden, die Strecke soll auch hier ins Hinterland verlegt sowie zweigleisig ausgebaut werden. Es wird ihr dann wie dem Streckenabschnitt Andora - San Lorenzo al Mare ergehen, die Trasse wird zum Großteil durch Tunnel geführt, man hat keinen Blick mehr auf das neben der Bahn erstreckende Ligurische Meer, die einst landschaftlich reizvollste Strecke Italiens hat ihren landschaftlichen Reiz dann komplett verloren.
Nachdem man bei Albenga bereits den ersten Thello nach Nizza bildlich festgehalten hatte, sollte es für den zwei Stunden verkehrenden IC 1535 an den Strand von Pietra Ligure gehen. Bei der Ankunft zogen bereits die ersten größeren Wolken aus den ligurischen Alpen in Richtung Küste, das zittern begann, da der Zug auch bereits mehrere Minuten Verspätung gesammelt hatte. Es waren bereits einige Wolken über die Fotografen hinweg gezogen, als man den Zug bei Borgio Verezzi das erste Mal sehen konnte. Es sollte noch mehre Minuten dauern und zahlreiche Nerven kosten, bis die Genueser E444 109 mit dem aus FS Wagen gebildeten IC 1535 (Milano Centrale - Ventimiglia) schließlich in einer kleinen Wolkenlücke kurz hinter dem Bahnhof von Pietra Ligure aufgenommen werden konnte.

Datum: 19.02.2016 Ort: Loano [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E444R Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Immer am Meer entlang
geschrieben von: Bundesheertaurus (63) am: 17.10.19, 16:50
Mittlerweile leider Geschichte ist die Strecke von Alassio nach Sanremo die zum Großteil entlang des Meeres führte und der Urlaub bereits im Zug begann. Mittlerweile fahren die Züge zwischen Alassio und Sanremo über die neugebaute zweigleisige Neubaustrecke, sind 25 Minuten schneller unterwegs, die Strecke selbst ist mittlerweile zu einem Radweg geworden. Im Verlauf zwischen Imperia und San Lorenzo als Mare verläuft die Strecke genau zwischen der Via Aurelia und dem Mittelmeer, hier findet man dann nach ein paar Metern längs der Schiene eine schöne einzeln stehende Agave die hier als Kulisse für die leicht abgeranzte Genueser E 444 056 und den EC 156 von Mailand nach Nizza diente.

*** Zweiteinstellung: Frühere Auslösung ***

Datum: 19.02.2016 Ort: San Lorenzo al Mare [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E444R Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
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An der Steinküste von Albenga
geschrieben von: Bundesheertaurus (63) am: 14.10.19, 20:10
Im Winter findet man eher weniger Touristen an den im Sommer beliebten Stränden der Ferienorte zwischen Albenga und Imperia, zahlreiche Geschäfte und Bars am Strand und in der Nähe des Mittelmeers haben Anfang Februar noch geschlossen. Diesen Umstand konnten wir uns allerdings zu Nutze machen und bezogen auf den Bänken einer Strandbar Stellung und warten seelenruhig auf den ersten EuroCity des Tages aus Mailand. Bei der Einfahrt in den Bahnhof von Albenga konnten wir die Geneueser E444 043 mit dem EC ins französische Nizza bildlich festhalten. Während man es bei 16°C trotz lauem Lüftchens am Strand angenehm aushalten konnte, zogen im dahinter liegenden Hochgebirge bereits die ersten Wolken auf, die es uns bei später entstehenden Bildern noch den ein oder anderen Nerv kosten sollten, obwohl wir im Nachhinein doch immer recht viel Glück hatten und die Besorgnis gar nicht hätte sein müssen, aber das kann man ja vorher nie wissen ;-)

Datum: 19.02.2016 Ort: Albenga [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E444R Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Letztes licht des tages
geschrieben von: Candiano (36) am: 08.10.19, 10:14
Der Tag neigt sich dem Ende zu, als eine Pesa DMU auf ihrem Weg zwischen Fabriano und Civitanova Marche durch das große Viadukt zwischen S. Severino Marche und Tolentino fährt

Datum: 13.09.2019 Ort: Tolentino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ATR220 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Vorsaison...
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 04.10.19, 14:49
...oder doch eher noch gänzlich vor der Saison? Am Strand von Praia a Mare ist Mitte April jedenfalls noch nichts zu sehen von den Liegen und Sonnenschirmen der Bagni und den zahlreichen Badegästen, die sich hier während der Sommermonate tummeln werden. Auch die Wiese zwischen Bahn und Berghang wird sich dann in einen großen Parkplatz verwandeln. Kein Wunder, wenn man sich die mittleren Wassertemperaturen des Tyrrhenischen Meers im Frühjahr vor Augen ruft: 15°C, mehr nicht. Da ist bis zu den im August und September üblichen rund 25°C noch deutlich Luft nach oben!

Auch der klare Himmel, an dem sich Wolken und Sonne ständig abwechseln, erinnerte am 16. April 2014 eher an Skandinavien als Süditalien. Allzu warm war es dazu auch nicht. In den Bergen hatte es über Nacht sogar noch einmal geschneit, während der Niederschlag an der Küste in Form starker Gewitter niederging, die die Luft sichtlich rein gewaschen hatten. Danach habe ich ein so klares Licht an der Tirrenica Meridionale nicht mehr erlebt!

Südwärts unterwegs war am späten Vormittag ein E464er-Sandwich mit Piano ribassato-Wagen als Regionale 2427 (Napoli Centrale - Cosenza). Er wird der Mittelmeerküste nur noch bis Paola folgen und dort mittels der 15 Kilometer langen Galleria Santomarco ins Inland schwenken, um seinen Endbahnhof in der kalabrischen Universitäts- und Provinzhauptstadt zu erreichen. Im Hintergrund liegen indes die Isola di Dino, der Golf von Policastro und dahinter die Berggipfel des Cilento.

Datum: 16.04.2014 Ort: Praia a Mare [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Zwei mal am Tag...
geschrieben von: Jan-Felix Tillmann (84) am: 03.10.19, 09:58
...verkehrt noch ein mit D445 bespannter IC pro Richtung von Reggio di Calabria nach Taranto. So auch am 05.08.2019 an dem eine unbekannt gebliebene D445 mit IC 564 Reggio di Calabria Centale - Taranto bei Caminia abgepasst werden konnte.

Zuletzt bearbeitet am 04.10.19, 14:08

Datum: 05.08.2019 Ort: Caminia [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: TrenItalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Kontraste
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 30.09.19, 00:04
Sehr instabil zeigte sich das Wetter in Süditalien während der ersten Septemberhälfte 2019. Schien die Sonne am Vormittag für längere Zeit und erhitzte die Atmosphäre, bildeten sich im Laufe des Nachmittags ausgesprochen zuverlässig Quellwolken, die mitunter heftige Gewitter mit sich brachten...

Am späten Nachmittag des 6. September 2019 wagten Yannick und ich dann aber doch mal den Versuch, ein absolutes Wunschmotiv mit Sonne abzustauben. Ein paar prognostizierte Wolkenlücken machten Hoffnung.

Tatsächlich riss die düster-graue Wolkendecke dann auch genau an der richtigen Stelle auf, als die Planzeit des anvisierten Zuges näher rückte. Die große Gewitterzelle blieb zwar noch unverkennbar im Hintergrund hängen, verzog sich aber gaaaanz langsam in Richtung Adria.

Tja, da lag das Motiv also nun im besten Licht vor uns - Nur der Zug fehlte auch Minuten nach der Planzeit! Die Hoffnung, dass das Bild noch klappt, schwand zunehmend, als die Trenitalia-App den Zug konstant in Canosa di Puglia wähnte. Kurz vor dem Zusammenpacken bog mit einer guten Viertelstunde Verspätung aber doch noch der ALn 668 3174 als Regionale 22332 (Barletta - Spinazzola) im Schritttempo um die Ecke. Was er so lange getrieben hatte, war uns in diesem Moment des Hobby-Glücks einfach egal! ;)

Vor dem gewittrigen Himmel erhebt sich im krassen Hell-Dunkel-Kontrast die an den Berg gebaute Altstadt von Minervino Murge mit ihren weiß getünchten Fassaden. Prominent in Bildmitte die Cattedrale Santa Maria Assunta von 1608, eingerahmt von vielen weiteren alten Gemäuern, von denen aber niemand so richtig Notiz zu nehmen scheint. Historische Bausubstanz gibt es im alten Stauferland eben im Überfluss...

Datum: 06.09.2019 Ort: Minervino Murge [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Vivere all'ombra del vulcano
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 28.09.19, 17:57
Jetzt bin also auch ich nach mittlerweile fast acht Jahren aktiver Galerie-Teilnahme bei vollen 300 Bildern angelangt - Mal wieder Zeit für ein kurzes Zwischenfazit: Trotz einiger weniger aktiver Phasen ist der Spaß nach wie vor ungetrübt, die Bahnen der von mir bevorzugt bereisten Landstriche Frankreichs und Italiens ebenso in Wort und Bild zu präsentieren, wie ihre charakteristische Umgebung. Nur halb so groß wäre die Freude dabei allerdings ohne eure zahlreichen interessierten Kommentare - Ein herzliches Dankeschön dafür einmal an dieser Stelle! :) Und vielen Dank auch an die stetige Arbeit meiner Kollegen im Auswahlteam, denn nur als Team kann so ein Projekt wie die DSO-Galerie lebendig gehalten werden. Ebenso und noch viel stärker lebt sie aber von zahlreichen Bildeinstellungen. Daher mein Aufruf an euch (bislang) stille Betrachter und Genießer da draußen, doch vielleicht auch einmal eines eurer eigenen Lieblingsfotos aus aller Welt zur Auswahl zu stellen. :)

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Der Vesuv - Seit Menschengedenken Schicksalsberg der Region rund um Neapel.

Mit 1281 Metern Höhe ist er heute einer der ganz wenigen aktiven Vulkane Kontinentaleuropas und formt gemeinsam mit den Phlegräischen Feldern den kampanischen Vulkanbogen.

Fast jedem bekannt sein dürfte der verheerende Ausbruch im Jahre 79 n.Chr., der die römischen Städte Pompeji und Herculaneum - heute archäologische Stätten ersten Ranges - unter einer breiten Schicht aus Schutt und Asche begrub. Doch auch in den folgenden Jahrhunderten blieb er - mal mehr, mal weniger aktiv - nicht immer ruhig. Der jüngste Ausbruch ereignete sich im Jahr 1944 und führte unter anderem - skurrile Randnotiz der Geschichte - zum letzten großen Verlust an Flugzeugen der US Air Force im zweiten Weltkrieg, denn über 80 damals auf dem Militärflugplatz Terzigno stationierte B-25-Bomber wurden Opfer der pyroklastischen Sedimente...

Auch wenn der Vesuv sich seitdem in einer "Ruhephase" befindet, bleibt die Vorstellung eines erneuten Ausbruchs angesichts der überaus dichten Besiedlung, die auch im Bild gut deutlich wird, überaus unangenehm. Allein 600.000 Einwohner leben in der besonders gefährdeten roten Zone.

Etwas weiter weg, aber immer noch unverkennbar im Schatten des Vulkans, der sich rechts im Hintergrund erhebt, liegt die 40.000 Einwohner-Stadt Maddaloni. Markanteste Bauwerke sind die Basilika Corpus Domini aus dem 18. Jahrhundert mit Barockfassade und Kuppel in der Altstadt sowie die Festungsruinen aus normannischer Zeit oberhalb der Stadt.

Ebenfalls hoch über dem Tal verläuft die Bahnstrecke von Caserta über Benevento nach Foggia, auf der am Abend des 1. Juni 2018 im letzten Sonnenlicht der leicht verspätete IC 704 (Bari - Roma Termini) mit zwei E402B an der Spitze gen Hauptstadt rollt. Wenige Wochen später zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni erfolgte die Umstellung auf eine Wendezug-Garnitur.

Datum: 01.06.2018 Ort: Maddaloni Superiore [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E402B Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Der letzte Diesel-IC
geschrieben von: Yannick S. (664) am: 16.09.19, 20:17
Ganz im Süden Italiens gibt es sozusagen als letzten Mohikaner noch eine IC-Linie von Reggio di Calabria nach Taranto, die bis heute mangels Fahrdraht auf aktuell noch weiten Strecken, mit einer Diesellok bespannt ist. Auch wenn die Strecke beinahe durchgehend direkt am Meer entlang führt, so ist die Strecke doch tückisch, denn die felsigen und damit landschaftlich reizvollen Abschnitte der Küste wechseln sich ständig mit aalglatten Abschnitten ab, die man überwiegend getrost auch unfotografiert lassen kann. Südlich des Ortes Africo, der durch Mafiageschäfte eine gewisse traurige Bekanntheit hat, ließ es sich bei sengender Schwüle leider nicht im Schatten auf den IC warten, aber dafür hatte man eine wahnsinnige Aussicht auf das türkise Meer.

Datum: 07.09.2019 Ort: Africo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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erstklassig auf der Ferrovia Jonica
geschrieben von: Allgäubahner (12) am: 08.09.19, 22:29
Im Jahr 2018 verkehrten zumindest das eine der beiden IC-Zugpaare zwischen Taranto und Reggio di Calabria noch mit den "alten" UIC-X-Wagen. Während die Fahrgäste dieses Zuges alle sehr komfortabel in der 1.Klasse reisen durften, bestand das zweite Zugpaar an diesem Tag (wie fast immer) aus einem ALn 668.
Wir hatten einige wunderschöne Tage an der Ostküste Kalabriens verbracht. Vor unsere Reise an die Westküste kreuzte noch passenderweise der IC auf dem Weg nach Reggio di Calabria unseren Weg. So gab es einen kurzen Halt des PKW auf freier Strecke um den Fotografen aussteigen zu lassen und meine Frau drehte mit unserem Sohn noch eine kurze Runde mit dem Auto durch Sibari. Nachdem deren Weg direkt am Bahnübergang in Sibari vorbeiführte, bedurfte es keines Anrufes um von den beiden direkt nach der Durchfahrt des Zuges wieder mitgenommen zu werden.
Während die Ferrovia Jonica oft nahe an der Küste verläuft, verläuft die Strecke in diesem Abschnitt doch ein gutes Stück im Landesinneren.

Zuletzt bearbeitet am 15.09.19, 10:56

Datum: 26.05.2018 Ort: Sibari [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-445 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
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Entlang des Mittelmeeres...
geschrieben von: Jan-Felix Tillmann (84) am: 20.08.19, 20:03
...verkehrt der IC 721 Messina Centrale - Siracusa auf einem Großteil seiner Fahrt auf Sizilien. So auch am 09.08.2018 mit den üblichen +30 zwischen Sant'Alessio Siculo und Letojanni. Wie lange die E656er noch fahren ist scheinbar ungewiss. Während meiner Anwesenheit auf Sizilien verkehrten gelegentlich auch bereits E464er im Sandwich mit dem IC.

Datum: 09.08.2019 Ort: Sant'Alessio Siculo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Zwei mal am Tag...
geschrieben von: Jan-Felix Tillmann (84) am: 19.08.19, 16:10
...verkehrt noch ein mit D445 bespannter IC pro Richtung von Reggio di Calabria nach Taranto. So auch am 04.08.2019 an dem D445 056 mit IC 564 Reggio di Calabria Centale - Taranto bei Bova Marina abgepasst werden konnte. Im Hintergrund im Dunst ist schemenhaft Sizilien und der Ätna auszumachen. Aus dem Bild wurden zwei Straßenlaternen und ein wenig Gebüsch digital entfernt.

Datum: 04.08.2019 Ort: Bova Marina [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Im Bogen durch Augusta
geschrieben von: Jan-Felix Tillmann (84) am: 12.08.19, 22:48
...verläuft die Bahnstrecke Messina–Syrakus. Die eigentliche Stadt Augusta liegt dabei auf der links im Bild angeschnittenen Insel. Geprägt wird diese sizilianische Stadt durch die starke Agglomeration von industriellen Betrieben. So im Hintergrund bspw. eine Esso-Raffinerie und mehrere Werften. Ansonsten befindet sich noch eine unbekannt gebliebene 656 mit dem verhältnismäßig pünktlichen IC 722 Siracusa - Messina auf dem Bild.

Zuletzt bearbeitet am 19.08.19, 21:41

Datum: 09.08.2019 Ort: Augusta [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Dopo l'incrocio
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 21.07.19, 19:01
Im fernab des namensgebenden Ortes gelegenen Bahnhof Forenza hatten sie kurz zuvor gekreuzt, der bergwärts gen Potenza fahrende Pesa-Triebwagen (-> [www.drehscheibe-online.de] ) und das hier zu sehende, talwärts rollende Fiat-Doppel als Regionale 3504 (Potenza - Foggia).

Auch in Gegenrichtung macht der am Hang gelegene Steinbogenviadukt, der ohne Zweifel zu den markantesten Kunstbauten der Strecke Foggia - Potenza zählt und als solcher auch Eingang in Hansjürg Rohrers, für jeden Italien-Liebhaber geradezu ikonografischen Bildband "Sui binari d'Italia" gefunden hat, eine gute Figur, sodass ich mich barfüßig - die zugehörige Erklärung liefert das oben verlinkte Foto - um ein paar Meter entlang der Straße verschob...;)

Wie die Fahrleitung, die hier im Zuge des Streckenausbaus in den nächsten Jahren errichtet werden soll, das Motiv wohl verändern wird...? Besser, man hält es jetzt noch einmal fest, denn ganz so ungetrübt wird sich der Ausblick ins Tal dann sicher nicht mehr präsentieren!

PS: Den über die Hügelkuppe am linken Bildrand hinausragenden Teil eines einzelnen Windrads habe ich per Photoshop entfernt.

Datum: 04.06.2018 Ort: Forenza Scalo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
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Russenluxuszug
geschrieben von: rlatten (210) am: 18.07.19, 21:39
Einmal in der Woche verkehrt ein Nachtzug der russischen Staatsbahngesellschaft RZD Moskau - Nice (FR). In Italien verkehrt dieser Zug mit einer E.402 der Trenitalia. Die E.402 138 mit dem Zug 17/407 nach Nice bei Serravalle All'Adige im Brennertal am 13. Juli 2019. Der Zug besteht ausschliesslich aus RZD-Schlafwagen. Als zweiter Wagen in der Garnitur befindet sich jedoch das Polnische Zugrestaurant. Das Bild entstand mittels eines Hochstativs.

Zuletzt bearbeitet am 20.07.19, 18:41

Datum: 13.07.2019 Ort: Serravalle All’Adige [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E402B Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Pesa per Potenza
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 18.07.19, 11:01
Den Regionalverkehr (also den einzigen Verkehr...) auf der Strecke von Foggia nach Potenza, die durch die offene Hügel- und Berglandschaft des Vulture zur Regional- und Provinzhauptstadt empor führt, teilen sich die betagten Fiat-Triebwagen der Reihe ALn 668 mit den erst im Laufe der letzten Jahre beschafften ATRIBO-Fahrzeugen des polnischen Herstellers Pesa, die von Trenitalia unter der Marke "Swing" (Teil der an Musikstile angelehnten Zugnamen im Regionalverkehr) vermarktet werden.

Ein solcher ATR 220, wie sie im Nummernschema ganz schnöde heißen, überquert am Morgen des 04. Juni 2018 unter beachtlicher, akustisch an einen Staubsauger erinnernder Lärmentwicklung als Regionale 3503 (Foggia - Potenza) den Steinbogenviadukt nördlich von Forenza Scalo, wo er mit einem talwärts fahrenden ALn 668er-Doppel kreuzen wird. Der zugehörige Ort Forenza liegt dabei rund zwanzig (!) Straßenkilometer (und eine zu überquerende Passhöhe) vom Bahnhof entfernt. Was die Erbauer der Eisenbahn also zu diesem Stationsnamen bewogen haben mag, bleibt ein Rätsel...

Im Hintergrund erhebt sich wiederum der die Gegend beherrschende 1326 Meter hohe Monte Vulture. An den Flanken des erloschenen Vulkans haben sich noch Teile der einstmals für Lukanien typischen Wälder behaupten können, während die Landschaft der Umgebung im übrigen vor allem von Ackerbau geprägt ist.

Kurz vor Entstehung des Fotos lösten sich auf dem Weg ans Motiv übrigens meine altgedienten Wanderschuhe in Wohlgefallen auf, sodass ich mich mit praktisch abklappbarer Sohle dem Blümchen-Bouquet am Straßenrand widmen musste. Zum Glück hatte ich auch noch andere halbwegs brauchbare Schuhe mit im Urlaub, denn die anschließende Suche nach adäquatem, für das Foto-Terrain geeigneten Ersatz gestaltete sich trotz Abklappern diverser Geschäfte nicht ganz einfach... Irgendwie scheint man in Süditalien nicht zu wandern oder die zugehörige Ausstattung jedenfalls nicht vor Ort zu kaufen. ;) Letztlich wurde ich Tage später in einem Geschäft für Arbeitsbekleidung (!) an einer Ausfallstraße von Battipaglia fündig!

Datum: 04.06.2018 Ort: Forenza Scalo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ATR220 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
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Rares Gut
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 17.07.19, 20:24
Rar gesät sind sie (auch) in Italien mittlerweile, die Einsätze von Diesellokomotiven im Personenverkehr. Die Ursache ist neben den omnipräsenten Triebwagen auch die seit jeher recht hohe Elektrifizierungsrate des Netzes von RFI, die im Jahr 2012 bei 71% lag (gegenüber beispielsweise jeweils etwas über 50% in Deutschland und Frankreich). Tendenz ganz klar steigend, denn für die nächsten Jahre sind umfangreiche weitere Elektrifizierungen geplant und teilweise bereits im Bau. Exemplarisch sei hierfür die Ferrovia Jonica in Kalabrien genannt. Auch die Strecke von Empoli nach Siena im Herzen der Toskana soll bis spätestens 2023 mit Fahrdraht überspannt sein. Noch allerdings ist sie eine Domäne klassischer Dieselfahrzeuge!

So faszinierend die praktisch im Stundentakt vorbei dieselnden, lokbespannten Züge Florenz - Siena vice versa mit D 445 auch sind und so schön die durchfahrene toskanische Hügellandschaft ist, so rar sind leider die bewuchsfreien Abschnitte an der Dieselpiste. Daher lag es nahe, auch den letzten dort im Licht fahrenden Zug noch auf dem kleinen Viadukt nördlich von Staggia Senese abzupassen. Zumal die auch um halb acht abends noch drückend-schwülheiße Luft allzu großen Ambitionen hinsichtlich eines weiteren Stellenwechsels entgegenwirkte...;)

Gegenüber dem bereits von Yannick gezeigten Hochformat aus dem Olivenhain hinaus (-> [www.drehscheibe-online.de] ), wählte ich für den Regionale 11788 (Siena - Firenze S.M.N.) eine etwas seitlichere Perspektive, die einen Blick über das Örtchen Lecchi mit seiner Kirche hinweg bis nach Castellina in Chianti, das rechts im Hintergrund auf dem Hügelkamm thront, erlaubt.

PS: Einen weißen SUV links unten auf der strada regionale hielt ich - zumal halb durch einen Baum verdeckt - für störend genug, ihn digital vollständig zu entfernen.

Datum: 20.06.2019 Ort: Staggia Senese [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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San Bartolomeo als Mare
geschrieben von: Amberger97 (334) am: 13.07.19, 16:07
Die ehemalige Strecke von Genua nach Ventimiglia verlief nicht nur in Tunneln und am Meer, sondern auch durch die engen Städte an der ligurischen Küste. Der Regionalzug 11352 Genova Brignole-Ventimiglia hat eben im Bahnhof Cervo-San Bartolomeo gehalten und fährt nun durch San Bartolomeo Richtung Westen.

Datum: 15.05.2016 Ort: San Bartolomeo al Mare [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Il Cavalier d'Arpino
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 11.07.19, 00:03
Der Cavalier d'Arpino (deutsch: Ritter von Arpino), mit bürgerlichem Namen Giuseppe Cesari, ist neben Cicero (ja, DEM Cicero) und den römischen Feldherren und Staatsmännern Gaius Marius und (ungesichert) Agrippa einer der bekanntesten Söhne von Arpino. Eine durchaus beachtliche Bilanz an "Prominenten" für ein Städtchen mit nur gut 7000 Einwohnern.

Der Barockmaler, der - ganz im Zeichen seiner Zeit - vor allem Fresken und Gemälde mit sakralem Bezug schuf, die heute in ganz Italien und darüber hinaus bewundert werden können, machte den Namen Arpino über die nähere Umgebung hinaus bekannt. Er ist auch Namenspate des (durchaus empfehlenswerten) Hotels, von dem aus ich mich am Morgen des 1. Juni 2018 durch die schmalen Gassen des Stadtviertels Castello auf den Weg zur ersten Fotostelle des Tages machte.

Der Landschaftsblick, der sich dem Betrachter dort eröffnet, hat zwar - abgesehen vielleicht von der gewählten Darstellung im Hochformat ;) - wenig mit der Barockmalerei des Cavaliers zu tun, dafür aber im zarten Morgenlicht mit dem leichten Dunst im Hintergrund und der mehrfachen Tiefenstaffelung umso mehr mit dem Genre der Landschaftsmalerie späterer Jahrhunderte.

Die Bahn nimmt sich dabei vornehm zurück, ist aber dennoch vertreten: Zwei ALn 668 der letzten 3300er-Bauserie mit „Bergübersetzung“ und auf 120 km/h gedrosselter Höchstgeschwindigkeit knattern als Regionale 7471 (Avezzano - Cassino) über die mittlerweile leider in weiten Teilen zugewachsene Fachwerkträgerbrücke, um wenig später im Bahnhof der Stadt einen kurzen Zwischenhalt einzulegen.

Datum: 01.06.2018 Ort: Arpino [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
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La coppia ineguale
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 03.07.19, 23:02
La coppia ineguale - Das ungleiche Paar.

Ein beliebtes Sujet in der Kunst, aber auch im Bahnverkehr immer wieder anzutreffen. Jedenfalls vor den Zeiten, in denen Neubaufahrzeuge teils selbst innerhalb einer Baureihe wegen verschiedener Software-Pakete und ähnlichem nicht mehr untereinander kompatibel sind...

Bei der italienischen Staatsbahn bieten im Diesel-Sektor die "Altbau"-Triebwagen der Reihen ALn 668 und deren Nachfolger ALn 663 noch die Möglichkeit zu solchen gemischten Traktionen, wobei angesichts der zunehmenden Verdrängung durch Neubaufahrzeuge die Zahl der Depots, die noch beide Baureihen beheimaten, auf ein Minimalmaß reduziert sein dürfte. Spontan fällt mir nur das Deposito Locomotive di Siena in der Toskana ein, das auch dank der dort noch in großer Zahl stationierten D 445 zu einer der letzten Bastionen italienischer Diesel-Klassiker mutiert ist.

Von ebendort machte sich am frühen Morgen des 21. Juni 2019 um viertel vor sechs ein solches gemischtes Doppel als Regionale 21371 (Siena - Grosseto) auf den Weg südwärts. Eine gute halbe Stunde Fahrt hatten die beiden Triebwagen, deren optische Bauartunterschiede sich abgesehen von der unterschiedlichen Frontpartie doch ersichtlich in Grenzen halten, bereits zurückgelegt, als sie kurz vor ihrem nächsten Halt in Buonconvento in das milde Licht der Morgensonne eintauchten.

Nur an den längsten Tagen des Jahres umsetzbar ist dieser Blickwinkel von einem Hügel nördlich der Bahnstrecke. Das Panorama reicht über den 3000 Einwohner-Ort mit seinen für die Toskana typischen ocker-roten Gebäuden hinweg weit in die Hügellandschaft der Crete Senesi und des Val d’Orcia hinein bis zum alles überragenden Monte Amiata. Der etwa auf halbem Weg zwischen Florenz und Rom gelegene Berg vulkanischen Ursprungs ist mit beachtlichen 1738 Metern Höhe eine weithin sichtbare Landmarke in der südlichen Toskana und sommers wie winters ein beliebtes Ausflugsziel.

Datum: 21.06.2019 Ort: Buonconvento [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Oliven
geschrieben von: Yannick S. (664) am: 27.06.19, 22:30
Neben Wein gehört Olivenöl zu einem der Exportschlager der Toskana, kein Wunder also, dass man häufig auf eine Olivenbaum-Plantage trifft. Aus eben solch einer Plantage heraus bot sich am Abend des 20.Juni auch ein Blick auf die Bahnstrecke, wo gerade ein Regio mit dem Ziel Siena vorbei fuhr. Auf der Straße wurden zwei Autos digital entfernt.

Datum: 20.06.2019 Ort: Staggia Senese [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Im Trentino...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (823) am: 16.06.19, 08:52
...werden wie im benachbartem Südtirol hauptsächlich Apfel angebaut.
Im Herbst sieht man die reifen Früchte dann fast überall an den nur
strauchähnlichen Bäumen in der Sonne leuchten. Eine unerkannte E 464,
eine mit nur einem Führerstand ausgestattete Lokomotive, ist mit einem
Regionalzug vom Brenner nach Bologna unterwegs.

Datum: 20.09.2017 Ort: Nave S. Felice [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E464 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Mittelmeerblick mit Tartaruga vorm Thello
geschrieben von: Bundesheertaurus (63) am: 01.06.19, 23:30
Manchmal muss man schon die ein oder andere Qual auf sich nehmen um ein schöne Bild mit Landschaft und Meer zusammen machen zu können. So war mir auch am 27. Mai 2015, der ja mittlerweile auch schon etwas mehr als vier Jahre her ist. Nach einem kurzen Fußmarsch durch den dichten italienischen Feierabendverkehr, mehr oder weniger ungewollten Besuch in einem Zigeunercamp und anschließendem Aufstieg erreichten mein Begleiter und ich schließlich unseren Fotopunkt. Für mich, als nichtsahnenden hatte sich der mühselige Aufstieg schon für den schönen Ausblick mehr als nur gelohnt. Nach dem ein oder anderen Nahverkehrszug kam dann auch irgendwann der Hauptakteur unseres Kletterausflugs. Mit dem von Mailand nach Nizza verkehrenden EC 160 hat die Genueser E 444 074 vor kurzem Albenga verlassen und nimmt nun den tunnelreichen Streckenabschnitt bis Ventimiglia unter die Räder, wo dann der Lokwechsel auf die für den französischen Streckenabschnitte benötigte E-Lok stattfindet. Auch heute dürfte dieses Motiv noch umzusetzen sein.

Datum: 27.05.2015 Ort: Albenga [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E444R Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Den Simplon durchfahren
geschrieben von: Detlef Klein (225) am: 23.05.19, 21:00
Ein Cisalpin der FS, also der Italienischen Staatsbahn, verlässt am 21. August 2001 das südliche Portal des Simplon-Tunnels und wird ein paar Minuten später in Domodossola eintreffen.

Scan vom Kodak-Dia

Datum: 21.08.2001 Ort: Iselle [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ETR 470 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Im Hinterhof von Tortona
geschrieben von: CC6507 (218) am: 28.04.19, 23:14
Frühjahr 2003 in der Poebene. Als für den Gebirgsabschnitt der Strecke Mailand - Genua die Sonne am Nachmittag bereits zu tief stand, musste noch ein Motiv in der Poebene her. Dies gestaltete sich schwieriger als gedacht. Bis ich mich auf einem Feldweg am Ortsrand von Tortona entschloss, die Kamera einfach über den Zaun zu halten. Bei so viel Masten und Beton im Bild begann es mir bereits schon wieder zu gefallen...Italien hat eben auch seine Hinterhöfe. Die interessanten Züge ließen dann auch nicht lange auf sich warten: E636 374 rollt mit einem Containerzug in südwestlicher Richtung durch Tortona.

Scan vom Fuji Provia 100ASA

Zuletzt bearbeitet am 28.04.19, 23:15

Datum: 03.2003 Ort: Tortona [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E636 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Altes Gemäuer an der Bahn
geschrieben von: Allgäubahner (12) am: 28.04.19, 16:57
Sicherlich bieten die beiden Hauptlinien entlang der Küste Siziliens die spannenderen Motive, aber auch der Südwesten hat durchaus seine Reize. Durch die Anbaugebiete des berühmten Marsalaweines rumpeln zwei Aln 668 ihrem Ziel Trapani entgegen. Diese halb verfallenen Gebäude finden sich in der Gegend immer wieder zwischen den Weinstöcken.
Da die direkte Strecke von Alcamo nach Trapani nach einem Unwetter seid 2013 gesperrt ist, müssen alle Züge von Palermo nach Trapani den großen. Umweg über die südliche Strecke machen. Leider keinen Bogen machte an diesem Tag der Saharasand, der kräftige Wind sorgte für reichhaltigen Nachschub und so ist der Himmel leider nicht so blau, wie das eigentlich zu erwarten ist.
Im Hintergrund kann man über den Triebwagen die zahlreichen Gebäude des ehemaligen Bahnhofes Santa Nikola di Mazara erkennen.

Datum: 23.04.2019 Ort: Santa Nicola di Mazara [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
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Die Genueser ALe in den letzten Zügen
geschrieben von: Bundesheertaurus (63) am: 12.04.19, 18:43
Eigentlich schaut man ja ganz gerne mal durch das eigene Archiv, um festzustellen, was man überall und wo man überall schon zum fotografieren gewesen ist. Bei meiner letzten „Sichtung" bin ich auf das Foto mit der E444R aus Andora gestoßen und wurde nach der Freischaltung des selben Bildes in der Galerie durch Julian darauf aufmerksam gemacht geworden, dass an einem Tag vorher ja noch einer der letzten (oder war es sogar der letzte?) Genueser ALe an der Costa del Potente unterwegs gewesen ist. Am Morgen des 20. Februar waren wir alle früh aufgestanden, eigentlich ist das frühe Aufstehen nicht so mein Fall, bin ich doch auch beruflich nicht so der Fan von Frühschichten. Am diesem Morgen stand allerdings der von Ventimiglia aus kommende und nach Genua verkehrende Stahlzug auf dem Programm, also quälte man sich ziemlich übermüdet, nach einer recht kurzen Nacht aus dem Bett. Immerhin entschädigten die, zu dieser Jahreszeit schon recht angenehmen Temperaturen und das Rauschen der Wellen für das frühe Aufstehen. Auf einmal unterbrach ein Brummen aus dem Tunnel die morgendliche Stille, recht überrascht waren einige anwesenden Fotografen als der ALe 940 049/050 als Treno Regionale aus Richtung Genua kommend und nach Ventimiglia fahrend aus dem Tunnel auftauchte. Ein reges klacken der Auslöser war zu vernehmen und die Freude stand den anwesenden Fotografen ins Gesicht geschrieben. Nachdem der Stahlzug dann unter ähnlichen Bedingungen an den Fotografen vorbei gefahren war, war klar, dass sich das frühe Aufstehen gelohnt hatte.

Zuletzt bearbeitet am 14.04.19, 11:11

Datum: 20.02.2016 Ort: Cervo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALe801/940 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Es war einmal
geschrieben von: Candiano (36) am: 09.04.19, 14:19
Es scheint eine Szene aus der Vergangenheit zu sein, dass der Bahnhofsvorsteher von Spinazzola mit Hilfe seines weißen vierbeinigen "Kollegen" dem Ingenieur eines der drei einzigen täglichen fahrt auf der ländlichen Linie Spinazzola-Barletta das "klare" Signal gibt.

Datum: 12.03.2013 Ort: Spinazzola [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Menschen bei der Bahn
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Dunkle Wolken über dem Ferienort Andora
geschrieben von: Bundesheertaurus (63) am: 10.04.19, 15:00
„Immer am Wasser entlang" oder „der Urlaub beginnt bereits bei der Anreise mit dem Zug", beide Aussage passend bestens mit der Bahnstrecke von Genua nach Ventimiglia zusammen, bei dem die Eisenbahn zu 90% entlang der Mittelmeerküste führt. Mittlerweile ist diese Aussage nicht mehr ganz so richtig, mit der Eröffnung der Neubaustrecke haben einige Küstenorte, die bei Touristen aus dem In- und Ausland sehr bekannt sind, keinen direkten Anschluss mehr an das Streckennetz der FS. Mittlerweile führt die zweigleisige Neubaustrecke durch das Hinterland, die Züge sind zwar deutlich schneller als auf der alten Strecke, Touristen müssen die letzten Kilometer ans Meer allerdings mit dem Autobus zurücklegen. Bei meinem letzten Aufenthalt an der Strecke war das Wetter mehr oder weniger hinnehmbar, einzig am letzten Tag wurde es nochmals spannend, als aus dem Hinterland ein riesiges dunkles Wolkenband in Richtung Küste aufzog. Nachdem schon mehrere Aufnahmen mehr oder weniger misslungen waren, versuchten wir unser Glück mit dem IC 1536 (Milano Centrale - Ventimiglia), der damals als letztes Zugpaar auf dieser Relation, aus FS und nicht aus Thello Wagen gebildet war. Wir bezogen also Stellung zwischen Andora und dem bei Fotografen durchaus bekannten Campingplatz Capo Mimosa. Als E 444 005 vom Depot Genua mit dem besagten InterCity um die Kurve bog, war nicht nur der Zug komplett im Sonnenlicht, auch Andora bekam an diesem Tag noch die letzten Sonnenstrahlen ab. Für mich ein gelungenes Abschiedsbild von dieser landschaftlich sehr reizvollen Strecke, auf der sich nun ein Fahrradweg befindet.

Zur Bildmanipulation: Ein am Bahndamm stehender, orange-roter Bauzaun wurde digital entfernt.

Datum: 21.02.2016 Ort: Andora [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E444R Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Zug schräg von vorn
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"Treno della Memoria"...
geschrieben von: Hans-Jürgen Warg (823) am: 03.04.19, 19:53
...der Zug der Erinnerung führte italienische Teilnehmer einer Bildungsreise
an die Orte der NS-Verbrechen in Polen. E 402B 137 ist hier auf der Rückfahrt
von Krakau nach Mailand bei Masi D´Avio im Etschtal unterwegs.

Datum: 26.03.2018 Ort: Masi D`Avio [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E402B Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Nicht kleckern, sondern klotzen
geschrieben von: Julian en voyage (349) am: 31.03.19, 11:51
Bahn-Infrastrukturprojekte der jüngeren Vergangenheit neigen in Italien häufig zu drastischen, manchmal geradezu übertrieben wirkenden Lösungen ganz nach dem Motto "Nicht kleckern, sondern klotzen", denn was kostet schon die Welt? Ellenlange Tunnelstrecken und aufwendige Brückenbauwerke sind sicher die markantesten Merkmale jener (Quasi-)Neubaustrecken, die man in den letzten Dekaden unter anderem an der Adriaküste, der ligurischen Riviera oder in den Julischen Alpen angelegt hat. Fraglos haben sie dazu beigetragen, diverse eingleisige Engpässe im Netz zu beseitigen und damit die Kapazität des Systems Bahn insgesamt zu stärken, auch wenn manch eine Investition im Detail fragwürdig bleibt und sich die örtlichen Staatsanwaltschaften mehr als einmal mit halbseidenen Verstrickungen im Rahmen der Bauvergabe und -ausführung befassen durften...

Auch vor der abgelegenen Basilikata macht die Bautätigkeit keinen Halt. So ist unter anderem die für den Regionalverkehr durchaus bedeutsame, aus den Jahren 1867 bis '97 stammende Strecke Foggia - Potenza inklusive des Abzweigs zum Industrie-Standort San Nicola di Melfi mit einem Budget von etwa 200.000.000 Euro bis ins Jahr 2022 zur Elektrifizierung und weiteren Ausbaumaßnahmen vorgesehen. Bereits im Vorgriff darauf hat man an vielen Stellen Bahnübergänge beseitigt, Kunstbauten saniert und durch partielle Neutrassierungen Nadelöhre entschärft. Im wahrsten Sinne des Wortes geklotzt wurde dabei oberhalb des Abzweigbahnhofs Rocchetta-Sant'Antonio, wo man ein besonderes architektonisches Kleinod in Beton ins Niemandsland gesetzt hat. Gemeinsam mit der verwaisten Vorgänger-Brücke im Vordergrund ein packendes Fotomotiv, wie ich finde, auch wenn es sicher nicht "schön" im klassischen Sinne ist!

Am Abend des 03. Juni 2018 brummte der einzeln fahrende ALn 668 3174 als Regionale 3547 (Foggia - Potenza) in flotter Fahrt bergwärts (Foggia liegt auf 65 Metern, der Scheitelpunkt der Strecke auf etwa 800 Metern über dem Meer). Während sich im Hintergrund konstant eine Wolkenbank hielt, deren Schattengrenze die ganze Zeit über, die ich an diesem Ort verbrachte, quasi stationär auf einer Linie lag, leuchteten die beiden ungleichen Brücken und das Getreide, das hier im Mezzogiorno schon Anfang Juni praktisch erntereif ist, um die Wette.

Zuletzt bearbeitet am 31.03.19, 22:29

Datum: 03.06.2018 Ort: Leonessa [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ALn668 Fahrzeugeinsteller: Trenitalia
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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