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Über den Dächern von Monreal (1983)
geschrieben von: Andreas T (436) am: 03.08.21, 17:49
Eines meiner Lieblingsbilder der Eifelquerbahn. Mit einem ungewöhnlichen Fotostandort und ungewöhnlicher Geschichte, wie es entstand.

Wir waren am 15.08.1983 zu dritt unterwegs, also mein Bruder Günter, KHR und ich, mit dem Ziel, abends endlich einmal das Hausener Viadukt mit den beiden lokbespannten Abendzügen umzusetzen. Was natürlich kein wirklich tagesfüllendes Programm war. Weswegen wir erst am späten Vormittag losfuhren, um zunächst die 181 ihrem IC in Kobern-Gondorf umzusetzen und dann die beiden Mittagszüge in Monreal abzupassen. Das Bild mit dem Brückenheiligen und der Schienenbusleistung habe ich ja schon gezeigt. Aber die Suche nach einem Motiv für die 212 Richtung Daun zeigte zunächst keinen Erfolg, und noch einmal vom Gleis aus auf die Tunnelausfahrt zu fotografieren, wäre nicht sonderlich kreativ gewesen. Irgendwie musste es doch möglich sein, von der anderen Hangseite über den Ort auf das Tunnelportal und die dortige kleine Brücke hinüber zu fotografieren, ohne dass die Kirche allzu sehr im Weg war. Leider war diese Idee zunächst viel besser als unsere Versuche der Umsetzung: Vergeblich irrten wir im Ort herum, auf der Suche nach dem gesuchten "Durchblick". Und allmählich wurde uns die Zeit knapp. Weswegen wir uns schließlich getrennt auf die Suche machten, mangels Handy (gab es das Wort 1983 überhaupt schon?) über CB-Handfunkgeräte im Kontakt stehend. Und dann geschah das Überraschende: KHR hatte in seiner unbeschreiblichen Art bei einer ihm wildfremden Dame an der Haustür geklingelt, sie überredet, ihm durch deren Schlafzimmer den Zutritt auf einen Balkon zu gestatten und uns über CD-Funk nachholen zu dürfen. Und so standen wir schließlich zu dritt auf besagtem Balkon, mit der Gewissheit, dass dieser Blick und diese Fotostellensuche wohl für uns (nicht für KHR) "einzigartig" bleiben würden.

Das Ergebnis zeige ich hier: Eine altrote 212 hat als am 15.08.1983 als 7270 den Tunnel in Monreal verlassen und wird gleich den dortigen Bahnhof erreichen.

Der Fotostandort ist - weil privat - nicht allgemein zugänglich (s.o.)

P.S.: Die späteren Bilder auf dem Hausener Viadukt sind auch ganz nett geworden...

Zweiteinstellung, gedreht und mit farblich nachbehandeltem Himmel, aber weiterhin querformatig.

Datum: 1983 Ort: Monreal [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 211,212,214 (alle V100-West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Ahrbrücke bei Walporzheim mit 218 (2010)
geschrieben von: Andreas T (436) am: 31.07.21, 13:27
Ein Foto aus besseren Tagen der Ahrtalbahn: 218 151 überquert am Mittag des 04.06.2010 die Ahrbrücke westlich von Walporzheim, dort wo sich auch die bekannte Felsformation der "Bunten Kuh" befindet.
Weil damals 643-Triebwagengarnituren fehlten, waren im Frühjahr 2010 häufig für die Pendelleistungen von Remagen nach Dernau ersatzweise eine Wendezug-218-Garnitur im Einsatz. Nach dem Ende des V100-Betriebs auf dieser Strecke eine willkommende Abwechselung, endlich mal wieder lokbespannte Züge zu fotografieren. Zum Fahrplanwechsel Sommer 2010 war damit aber wieder Schluss.

In RailView existiert bereits von diesem hochgelegenen Fotopunkt ein schönes Bild von "Philosoph" [www.drehscheibe-online.de] , allerdings ist dieses acht Jahre jünger (aus 2018) als mein Bildvorschlag und zeigt einen Triebwagen der Baureihe 620, dürfte also hinreichend anders sein.

Zuletzt bearbeitet am 31.07.21, 21:23

Datum: 04.06.2010 Ort: Walporzheim [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Brückenheiliger am Elzbach (1983)
geschrieben von: Andreas T (436) am: 30.07.21, 19:02
Harmlos und leise plätscherte der Elzbach durch den romantischen Eifelort Monreal, und der Brückenheilige Johannes Nepomuk wacht noch heute über das Geschehen. Und lässt sich auch weiterhin nicht durch die hinter ihm vorbei fahrenden Triebwagen aus seiner verdienten Ruhe bringen. Wobei der Gedanke reizvoll wäre: Was wäre das für ein Foto, wenn er sich doch umdrehen würde?

Jedes mal, wenn ich durch Monreal spaziere, erfreue ich mich wieder an diesem herrlichen Ensemble von Burgen, Brücken, Fachwerkhäusern und allem, was einen lohnenswerten Ausflugsort ausmacht.

Zu sehen ist am 15.08.1983 der N 7073 auf dem Weg nach Mayen, als Schienenbusse noch das planmäßige Verkehrsmittel auf der Eifelquerbahn waren.

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)

Zuletzt bearbeitet am 30.07.21, 21:34

Datum: 15.08.1983 Ort: Monreal [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven

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Sommerabend in Freinsheim
geschrieben von: Frank H (311) am: 25.07.21, 11:40
Ich weiß nicht, was mich bewogen hat, den Nachmittag und Abend des 22. Juli 1996 rund um Freinsheim zu verbringen – die 628er können es jedenfalls nicht gewesen sein.

Vielleicht war das fotografische „Alternativprogramm“ auch zu profan, zumal an einem Montag der Güterverkehr traditionell eher schmal ausfällt, vielleicht trieb mich auch das schlechte Gewissen, irgendwann doch einmal einen Blick auf diese landschaftlich gar nicht so reizlose Strecke werfen zu müssen und dabei das schöne Wetter nicht ganz ungenutzt verstreichen zu lassen.

Wie dem auch sei, der Tag klang im betrieblich interessanten Keilbahnhof Freinsheim aus, wo die Strecke aus Frankenthal auf die Verbindung Grünstadt – Bad Dürkheim trifft. Die Zugläufe waren dabei dergestalt, dass der Frankenthaler Triebwagen weiter nach Grünstadt und Eisenberg (Pfalz) fuhr, während die Züge aus Neustadt (Wstr.) teilweise in Freinsheim wendeten. Und so begegnen sich im letzten Licht der 628 305 und 628 313, beide noch in den originalen Produktfarben.

Wer genau hinschaut, kann links über den Lampen die beiden Flügel der östlichen Ausfahrsignale durch die Bäume herausspitzen sehen. Warum ich Depp die mechanische Signaltechnik in Freinsheim nicht intensiver dokumentiert habe, erschließt sich mir heute auch nicht mehr. Es war wahrscheinlich einfach (noch) zu alltäglich…


Scan vom Kodachrome 64 KB - Dia

Datum: 22.07.1996 Ort: Freinsheim [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 15 Punkte

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Güterzug im Nahetal
geschrieben von: Yannick S. (766) am: 16.07.21, 18:05
Es war schon eine kleine Sensation als bekannt wurde, dass für wenige Wochen die NIAG einen Teil ihres Kohlezuges nach Dillingen über die Nahetalbahn fahren wollen würde. Grund dafür war eine Sperrung der Moselstrecke und für die Umleitung durch den Pfälzer Wald war der reguläre Zug zu schwer. So wurde eben ein Teil abgehängt und mit Diesellok gefahren. Leider war die Zeit der Umleiter keine Zeit des tollen Wetters, sodass es bei diesem einen Bild geblieben ist.

Datum: 21.08.2018 Ort: Oberhausen an der Nahe [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 271,277 (alle Vossloh-Mittelführerstandsloks) Fahrzeugeinsteller: NIAG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 0 Punkte
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Unter der Kreuzburg und über der Ahr
geschrieben von: JH-Eifel (22) am: 16.07.21, 17:06
Unter der Kreuzburg überquert 796 690 der VEB mit weiteren Bei- und Motorwagen (996 299, 996 309, 796 802 ) auf seinen jährlichen Wochenend-Herbsttouren die nördliche Brücke kurz vor Erreichen des Bahnhofes Kreuzberg (Ahr). Der Fotograf Blick dabei nach Westen auf die Kreuzburg, als der Zug um 12:11 Uhr, am Samstag den 20.10.2018 die Ahr überquert.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Ahr unter der Brücke kaum zu erkennen und fließt ruhig unter der KBS 477 hindurch. Damals konnte der Fotograf nicht ahnen welche Gewalt der Fluss, an gleicher Stelle, im Jahre 2021 aufbringen würde. Der unter der Brücke (neben der Ahr) gelegene Campingplatz wird wohl nicht unverschont geblieben sein. Ich war froh, das bei Durchfahrt des Zuges keines der zahlreichen Campingmobile den Weg unter der Brücke nutzte. Die in diesem Jahr reißenden Wassermassen waren zum Zeitpunkt des Fotos noch nicht vorstellbar und werden sich sicherlich nicht an die maximale (auf dem Schild an der Brücke angegebene ) Durchfahrtshöhe von 3,5 m gehalten haben. Deswegen möchte ich hier gerade heute dieses Bild zeigen, um auf bessere Zeiten an dieser idyllischen Strecke zu erinnern, als die Ahr Ihr Flussbett nicht verlies und die Schienenbusse der VEB im Herbst eine willkommene Abwechslung zu den verkehrten Lint-Triebwagen der DB-Regio darstellten. Zum Zeitpunkt des Fotos drohte jedoch bereits der Umbau der Ahrtalbahn mit ESTW. Die Strecke neben dem hiergezeigten Landschaftsbild noch zahlreiche Telegrafenmasten und Formsignale, welche durch das ESTW in naher Zukunft eigentlich dieses Jahr bereits fallen sollten. Jedoch auch im Jahr 2021 war auf der Strecke noch alles beim Alten und ich hoffte eine solche Schienenbuseinheit an der Ahr einmal wieder im Herbst aufnehmen zu können. Die Fahrten mit dem Schienenbus wurden an Samstag von der VEB (ausgenommen 2020) in den Monaten September und Oktober regelmäßig angeboten und von vielen Wein-Wanderern begeistert angenommen. Der Zug verkehrte dabei offiziell bis Altenahr, fuhr aber immer weiter bis Kreuzberg, um dort bis zur abendlichen Rückfahrt abgestellt zu werden. Die Hochwasserzerstörungen von 2021 werden jedoch dafür gesorgt haben, dass die Befahrbarkeit der Strecke noch etwas dauern wird. Wahrscheinlich wird dann aber nach der Sanierung die ein oder andere alte Brücke nicht mehr so wie vorher aussehen und die Formsignale gleich mit beseitigt werden. Hoffen wir jedoch, dass zumindest die Anwohner Ihre Ahrtalbahn bald wieder nutzen können.

Im Hintergrund des Zuges befindet sich auf einem Felskegel hoch über der Ahr die Burg Kreuzberg auf einem dreieckigen Felsplatz. Das Befestigungswerk ist abgesehen von der Kapelle jedoch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Der als Crucenberg 893 erstmals erwähnte Ort Kreuzberg erhielt gegen 1100 auf dem Berg ein von Erzbischof Konrad Are-Hochstaden ein Verwaltungsgebäude welches später zur Kreuzburg ausgebaut wurde. Im Jahr 1659 ging die Burg an Johan Arnold Quadt von Wickrath. Nach wechselnden Besitzern und der Zerstörung 1686 im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch französische Truppen wurde der Wohnbau 1760 durch Graf Carl Martin Ferdinand von Satzenhofen neu errichtet. Nach weiteren Wechseln erhielt im Jahr 1780 Graf Caspar Anton von der Heyden (Belderbusch) das Anwesen. Durch Ihn wurde der Bergfried mit einem Dach versehen und die Kapelle erneuert. Eine Kapelle gab es auf der Brug seit 1485. Ab 1820 diente die Burg als Jagdschloss der von Boeselager. Die Kellerräume der Burg wurden im zweiten Weltkrieg als Luftschutzräume genutzt und die Burg blieb im Krieg unzerstört. In den 50er Jahren wurde ein Verbindungstrakt zwischen Wohnbau und Bergfried errichtet. Heute gehört die Burg dem Malteserritter Albrecht Freiherr von Boeselager und trotze als Höhenburg auch der neuen Katastrophe des Hochwassers.

Neben der geschichtlichen markanten Kulisse und dem aktuellen Bezug stellt das Bild auch für mich persönlich eine Besonderheit dar. So war es (abgesehen von Testbildern) das erste Bahnmotiv welches ich mittels digitaler Technik angefertigt hatte, nach dem ich bis kurz davor nur analoge Bilder produzierte.

-Bildmanipulation: Ein rot/weißes Absperrband am rechten Bildrand auf der Wiese wurde digital entfernt.-


Zuletzt bearbeitet am 16.07.21, 23:39

Datum: 20.10.2018 Ort: Kreuzberg (Ahr) [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: VEB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Ein Traum in Rot!
geschrieben von: KBS720 (80) am: 12.07.21, 21:48
Am 6. November 2020 galt es, mal wieder ein paar Überstunden abzubummeln. Anfangs wollten wir einmal mehr ins Allgäu fahren, doch korrigierten die Wetterdienste ihre dortigen Prognosen recht kurzfristig mehr als deutlich nach unten (und sollten damit Recht behalten). Was nun? Recht schnell kam die Idee auf, doch mal nach den 628ern in der Pfalz zu schauen, die damals dort ja richtig Kilometer zwischen Karlsruhe und Neustadt/Weinstraße schrubben.

Nachmittags um drei warteten wir bei Maikammer-Kirrweiler inmitten der glutroten Weinreben auf das Flotte 3erGeschoß (628 441+464+445), welches als RE 12031 von Neustadt(Weinstr) Hbf nach Karlsruhe unterwegs war.

Datum: 06.11.2020 Ort: Kirrweiler [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Wiltinger Saarbogen
geschrieben von: Yannick S. (766) am: 10.07.21, 19:48
Einen wunderschönen Blick hinab auf den Wiltinger Saarbogen samt Eisenbahn hat man vom Aussichtspunkt Galgenberg, der mitten in den Weinbergen liegt und auch in die umliegende Landschaft einen grandiosen Blick erlaubt. Leider sind Güterzüge zur lichttechnisch passenden Zeit planmäßig ein wenig Mangelware, aber so ein Süwex ist ja eigentlich auch ganz hübsch...

Datum: 29.03.2021 Ort: Wiltingen [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 427,428,429 (Stadler FLIRT) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Über den Bahnsteigdächern
geschrieben von: Gleis MA 11-12 (26) am: 05.07.21, 23:37
Wenn man im oberen Teil des ungeliebten Bahnhofs von Ludwigshafen steht, hat man von Gleis 2 einen Blick über die Bahnsteigdächer der darunter liegenden Gleise. Über diesen Dächern befindet sich eine Brücke, die Zügen aus Richtung Mannheim die direkte Fahrt in den Gütergleisbereich von Ludwigshafen ermöglicht. [www.google.de] Diese Gleisverbindung wird nach meinen Beobachtungen nicht häufig benutzt, da dort nur überzählige Güterwagen abgestellt werden und kaum Rangierbetrieb erfolgt.

Die Sicht auf Züge aus Richtung Mannheim über dieses Gleis ist stark eingeschränkt. So verpasst man meist, wenn dieses Gleis aus dieser Richtung befahren wird, zumal der Betrieb im oberen Bahnhofsteil meist interessanter und abwechslungsreicher ist.

Zufälligerweise drehte ich mich in einer Zugpause um und entdeckte die 204 031 wie sie gerade die Brücke befuhr. Zum Glück war sie auf Leerfahrt, sodass kein Zugteil abgeschnitten werden musste.

Datum: 10.07.2018 Ort: Ludwigshafen Hauptbahnhof [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Press
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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St. Goar von oben
geschrieben von: Gunar Kaune (432) am: 06.07.21, 19:39
Während in anderen Orten am Mittelrhein die Bahn meist prominent am Flussufer entlangläuft, hält sie sich in St. Goar vornehm zurück und durchquert die Stadt auf ihrer rheinabgewandten Seite. Von der Burg Rheinfels lässt sie sich aber trotzdem gut einsehen und von der Burgschänke oder einer Terrasse darunter kann man an langen Sommerabenden entspannt fotografieren. Dabei geht der Blick nicht nur auf St. Goar mit seinen beiden Kirchen, sondern auch zum auf der anderen Flussseite gelegenen St. Goarshausen und in Richtung der Loreley, die sich in dieser Perspektive allerdings hinter einer Flussbiegung versteckt. Auf den Gleisen unterwegs ist der EC 114 von Klagenfurt nach Dortmund und mit der Lok an diesem Abend erfreulicherweise am eigentlich falschen Ende.

Datum: 13.06.2021 Ort: St. Goar [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Brohltalbahn Güterdampf
geschrieben von: Walter Brück (43) am: 01.07.21, 10:09
Im Sommer 2017 feierte die Brohltalbahn den 40. Geburtstag ihres "Vulkan-Express", wozu einige Besonderheiten geboten wurden. U.a. kamen mit der Dampflok "BIEBERLIES" von der Sauerländer Kleinbahn (MME) und dem MEG T13 Triebwagen von der Selfkantbahn (IHS) zwei Gastfahrzeuge ins Brohltal. Mein besonderes Highlight des Bahnfests am 26.08.2017 war die "BIEBERLIES" mit einem nicht angekündigten Foto-Güterzug am Abend, von dem ich zufällig etwas mitbekommen habe. Hier überquert der Zug gerade die Gitterbrücke am Bedarfshaltepunkt Schweppenburg-Heilbrunnen. Ein Reklameschild am linken Bildrand wurde digital entfernt.


Datum: 26.08.2017 Ort: Schweppenburg [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 0XDE (sonstige deutsche Dampflokbaureihen) Fahrzeugeinsteller: BEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Mit der DH1004 durch den Westerwald
geschrieben von: CMH (207) am: 01.07.21, 21:02
Eine erfreuliche Wende hat die Holzbachtalbahn als Zubringerstrecke für einen Großkunden der Verpackungsindustrie sowie als Umleiterstrecke für Tonerdezüge in den letzten Jahren erfahren. Beim Besuch in 2017 war noch mit einer Stilllegung spätestens zum Jahresende zu rechnen, entsprechend zugewachsen stellte sich ihr Zustand dar, siehe auch Jörgs Bild aus der „grünen Hölle“ bei Seifen, wo wir den Zug 2020, kurz vor der Sanierung, erwarteten. Inzwischen hat die Strecke ihre Verjüngungskur erfolgreich durchlaufen und seit Anfang Juni 2021 laufen die Züge wieder durch die Täler von Wied und Holzbach.

Am Morgen des 3.7.2017 war Weba Lok 5 mit ihrem kurzen Zug bei Hedwigsthal unterwegs nach Selters. Die Lok vom Typ DH 1004 entstammt einem Umbauprogramm auf Basis eines V100-Rahmens/Fahrwerks, welches bei insgesamt 8 Maschinen unterschiedlicher Betreiber zur Umsetzung gelangte. In dieser Form kam die Lok 1999 neu zur Westerwaldbahn des Kreises Altenkirchen GmbH und verblieb dort bis Ende 2017.

Datum: 03.07.2017 Ort: Hedwigsthal [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 211,212,214 (alle V100-West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: WEBA
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Ahrpanorama
geschrieben von: mavo (166) am: 28.06.21, 12:09
Inspiriert von alten "Folxliedern" der "Toten Hosen", in denen es heißt:
"Machen wir 'ne Herrentour an die schöne Ahr
Trinken wir Burgunder nur, das ist sonnenklar."
Habe ich mich im Frühjahr 2021 aufgemacht mal wieder ein paar Fotos in dieser schönen Gegend zu machen.
Dazu gehört natürlich das klassische Motiv bei Mayschoß, mit Blick auf die "Lochmühle" und einem Triebwagen der Arhrtalbahn...
(Um Mitternacht bin ich dann übrigens wieder auf Altbier umgestiegen... ;-) )

Zuletzt bearbeitet am 29.06.21, 11:31

Datum: 30.05.2021 Ort: Mayschoss [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 622 (Alstom LINT 54) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Im Zeichen der Marksburg
geschrieben von: Andreas Burow (318) am: 25.06.21, 16:17
Burgen gibt es viele am Rhein und sehr oft werden diese von Fotografen in ihre Bilder integriert. Viel fotografiert wird auch die hoch über dem Rheintal thronende Marksburg, die im 12. Jahrhundert entstand. Natürlich ist die Marksburg heute ein geschütztes Kulturgut und sogar Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Auf die profane 140 041 traf das alles nicht zu, so dass diese schon vor längerer Zeit ihren letzten Weg zum Schrotthändler antreten musste. Als die Aufnahme entstand, war die Lok jedoch noch sehr agil und legte sich mit einem Autotransportzug unter der Marksburg in die Kurve.

Anmerkung: der Standort des Fotografen lag außerhalb des Gleisbereichs, was selbstverständlich sein sollte. Außerdem lässt die Telewirkung die Situation dramatischer erscheinen, als sie tatsächlich war. Trotzdem würde ich aus Rücksicht auf das fahrende Personal dieses Motiv heute eher nicht mehr in dieser Form umsetzen, sondern den erhöhten Ausblick vom Rheinsteig o.ä. wählen.


Scan vom KB-Dia, Fuji Velvia 50

Datum: 23.07.2003 Ort: Braubach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 139,140 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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151-Doppeltraktion in Winningen (2007)
geschrieben von: Andreas T (436) am: 20.06.21, 12:21
Im Jahr 2007 war es noch völlig normal, dass die Kohlezüge ins Saargebiet mit 151-Doppeltraktion gefahren wurde. Am Morgen des 25.07.2007 stellte es für ein unbekanntes 151-Pärchen kein Problem dar, einen solchen Leerzug bergab Richtung Koblenz zu ziehen.
Dieser offenbar hier noch nicht vorgeschlagene Blick auf die Moselfront von Winningen hat jedenfalls den Vorteil, dass die weiter rechts gelegene markante Autobahnbrücke nicht mit in das Motiv gerät.

Technische Defizite des Bildes bitte ich zu entschuldigen, im Jahr 2007 habe ich nicht nur erstmals digital Eisenbahn geknipst (mit der Canon 400D und ihrer im Verhältnis zu heutigen Kameras doch eingeschränkten Möglichkeiten), sondern habe parallel und vorrangig mit der Canon A1 "chemisch" fotografiert. Eigentlich wollte ich mich nur mit dieser neuen Technik auseinandersetzen, die sich zwar für die Familienfotografie und die dortigen niedrigeren Ansprüche durchaus bewährt hatte, aber ersichtlich noch keine wirkliche Konkurrenz zur Kombination aus guten Festbrennweiten und dem Kodachrome 64 darstellte. Da ist die Digital-Technik heutzutage doch schon weit fortgeschritten. Aus heutiger Sicht sind aber die Verluste beim Scannen der damals parallel entstandenen Dias immer noch so hoch, dass selbst ein solches Digitalbild - nach meinem Verständnis - gut vorzeigbar ist.

Von nahezu dem identischen Fotostandort ergab sich damals folgender seitlicher Spiegelungs-Blick auf den Bahnhof Winningen, der heute nahezu zugewachsen ist: [www.drehscheibe-online.de]


Zuletzt bearbeitet am 20.06.21, 17:10

Datum: 25.07.2008 Ort: Winningen [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 151 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Lust auf eine kleine Abkühlung?
geschrieben von: Frank H (311) am: 20.06.21, 12:03
Nachdem wir im diesjährigen Mai gefühlt beinahe erfroren sind, packt Petrus aktuell die Hitzekeule aus. Gut, ist ja auch Sommer, da darf es gerne auch mal etwas wärmer sein, also kein Grund zu meckern.

Dennoch freut man sich in diesen Tagen auch über die eine oder andere Verschnaufpause von den Temperaturen jenseits der 30 Grad –Grenze. Neben kühlen Getränken im Schatten – oder besser noch am Pool [Insider :) ] – hilft vielleicht auch die Betrachtung dieses Winterbildes ein wenig, um auf kühlere Gedanken zu kommen:

Wir sehen ein Trio der damals in unserer Region als „Pannenzüge“ verschrienen Baureihe 611 im verschneiten Bahnhof Gensingen – Horrweiler. Solche regelrechten „Schneemassen“ sind für unsere Ecke eher ungewöhnlich, also wurde das zudem noch strahlende Winterwetter postwendend für einen kurzen Fotoausflug genutzt.

Ich hätte mir an jenem Tag, schon aus Kontrastgründen, die roten Einheiten vorne gewünscht, fand doch die WC – Stein – farbene Lackierung der ansonsten gar nicht so üblen Produktfarben nicht nur bei mir überhaupt kein Gefallen. Heute sehe ich es wenigstens als Dokumentation einer weiteren Farbepoche, noch dazu in einem historischen Rahmen – sowohl das Stellwerk als auch die mechanischen Signale sind längst Geschichte. Und der 611 auch …


Scan vom Kodachrome 64 KB – Dia

Der Standort war mit dem schon viele Jahre bekannten Stellwerker abgesprochen


Datum: 05.01.2002 Ort: Gensingen-Horrweiler [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 611 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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20.56 Uhr: Vorne rot und hinten rot
geschrieben von: Andreas T (436) am: 17.06.21, 15:09
Auch in der Zeit der Sommersonnenwende geht wegen des Höhenzugs der Eifel kurz nach 21.00 Uhr in Thür (an der Strecke Andernach-Mayen) die Sonne unter. Als am 13.06.2021 um 20.56 Uhr der RB 12678 über den markanten Bahndamm nördlich von Thür rollte, lag der Ort selbst schon im Dunkel, und der tiefe Sonnenstand verursachte überall lange Schatten. Aber das Gleis und der Zug waren optimal beleuchtet, ebenso wie die davor liegende Wiese, welche in das tiefe Rot des überall blühenden Klatschmohns getaucht war.


Zuletzt bearbeitet am 18.06.21, 16:37

Datum: 13.06.2021 Ort: Thür [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Ein Spalier aus Stahl
geschrieben von: SeBB (148) am: 16.06.21, 22:09
Die Mainzer Südbrücke besteht aus zwei eingleisigen Fachwerk-Kastenbrücken und überführt die Bahnstrecke zwischen Bischofsheim und Mainz über den Rhein. Im Jahr 2014 kamen noch stündlich, zur HVZ auch halbstündlich Loks der Baureihe 143 auf der RB-Linie 75 über die Brücke. Davon ist schon das ein oder andere Bild in der Galerie, jedoch eher klassisch umgesetzt.
Damals, es müsste der erste Tag der Sommerferien und der erste meiner Deutschlandpass-Tour gewesen sein, hatte ich das Teleobjektiv dabei und konnte somit die Züge "in" der Brücke fotografieren.
Bedingt durch die Konstruktion der Brücke ist es nur sehr schwer möglich, eine Auslösung zur erwischen, wo kein Schatten eines Trägers auf der Lokfront liegt. Dies habe ich hier durch die Kombination von zwei Auslösungen versucht zu kompensieren.

Datum: 31.07.2014 Ort: Mainz [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Langer Tag
geschrieben von: JayBe (17) am: 15.06.21, 21:13
Der frisch restaurierte Ladekran und die blauen Fahnen kündigen die BuGa 2029 im Mittelrheintal an. Anzunehmen, dass 193 354 bis dahin immer noch fährt. Die einzigen Wolken über Deutschland an einem der längsten Tage des Jahres, machten es für den Fotografen spannend und sorgten für ein nettes Schattenspiel auf dem großen Fluss

Zuletzt bearbeitet am 15.06.21, 21:14

Datum: 13.06.2021 Ort: St Goarshausen [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 193 (Siemens Vectron) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Abends am Geisbüsch-Tunnel
geschrieben von: Andreas T (436) am: 14.06.21, 17:54
Nachdem "Philosoph" bereits ein hübsches Bild des westlichen Tunnelportals des Geisbüsch-Tunnels zwischen Mayen und Monreal eingestellt hat ( [www.drehscheibe-online.de] ), allerdings breitformatig und mit Licht von der südlichen Gleisseite, möchte ich heute ein abendliches Hochkant-Bild mit Licht von der Nordseite vorschlagen. Dies ist nur bei extremen Lichtverhältnissen (wie jetzt Mitte Juni abends) möglich, denn einerseits muss das Licht deutlich aus nördlicher Richtung kommen, ohne dass dabei die am nördlichen Einschnittrand stehenden Bäume bereits mit ihren Schatten stören.

Wir sehen am 13.06.2021 die Triebwagengarnitur 648 701 + 648 201 als RB 12670 beim Verlassen des Tunnels.

P.S.: Das Vergleichsbild von "Philosoph" zeigt übrigens deutlich , wie schnell - hier binnen eines Jahres - ein freigeschnittener Einschnitt wieder zuwächst....



Zuletzt bearbeitet am 14.06.21, 18:17

Datum: 13.06.2021 Ort: Monreal [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Bügelfalte und Weinort
geschrieben von: Fr187vU am: 10.06.21, 17:43
Leutesdorf am Rhein ist für viele normale Reisende oder Besucher eher als Weinort bekannt und dementsprechend auch geprägt. Aber auch für die Eisenbahnfotografen hat Leutesdorf einen gewissen Charme. Übrigens man kriegt auf dem Bild sogar schwer erkennbar rechts die Kirchturmspitzen der Kirche in Andernach drauf und oben auf dem Berg befindet sich die Edmundhütte mit Ausblick auf den Rhein und die typische Ortskulisse von Leutesdorf.

Am 09.06.21 war die 112 268-8 mit einer Überführung im Zulauf auf Koblenz. Die einzige Sorge an der Stelle war, kommt ein Auto? Und zur großen Überraschung und Freude aller, passierte dies nicht. So konnte die Fuhre am Weinhändler auf den Chip gespeichert werden.

Ich würde mich freuen wenn das mein erstes Bild in der Galerie gut ankommt. ;-)

Zuletzt bearbeitet am 10.06.21, 21:12

Datum: 09.06.2021 Ort: Leutesdorf (Rhein) [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 110,112,113,114 (West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: TRI
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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König der Züge und der König von Preußen
geschrieben von: JH-Eifel (22) am: 07.06.21, 21:03
„Nicht jeder Tag kann glüh'n im Sonnenlichte;
Ein Wölkchen und ein Schauer kommt zur Zeit.“,
so heißt es in der dritten Strophe, aus dem 1830, weit weg vom Rhein, in Halberstadt von Bernhard Thiersch entstandenen Preußenlied. Das Lied entstand in der Zeit der Romantik weit weg vom Rhein und galt als eine Art Nationalhymne für Preußen. Die Romantik jedoch verhalf dem Rhein zu seiner heutigen Berühmtheit und Mythos als besonderen Strom. „Nichts aber vermag den Eindruck so zu verschönern und zu verstärken als die Spuren menschlicher Kühnheit an den Ruinen der Natur, kühne Burgen auf wilden Felsen“ beschrieb Friedrich Schlegel seine Eindrücke auf einer Rheinfahrt im Jahre 1806. Insbesondere aber englische Touristen verhalfen später jedoch dem deutschen Rheinmythos zu seiner Bekanntheit. Die Rheinprovinz selbst kam erst 1815 (Wiener Kongress) zu Preußen.

Als mir das gezeigte Bild heute in die Finger kam war es ein trüber Tag („nicht jeder Tag kann glühen im Sonnenlichte“). Vor genau zwei Jahren am 07.06.2019 war es jedoch ein fast wolkenloser Tag, als die 101 040 von DB-Fernverkehr um 08:32 Uhr mit dem „König der Züge“ das königlich preußische Schloss Stolzenfels passierte. Der Fotograf blickt dabei in Richtung Westen, von Lahnstein über den Rhein, zum Koblenzer Stadtteil Stolzenfels. Nur ein kleines Wölkchen („ein Wölkchen kommt zur Zeit“), zog am Horizont vorbei (linker Bildhintergrund). „Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein!“ heißt es im oben angesprochenen Lied weiterhin, dies tritt sicher auf den Orientexpress nicht zu, welcher eher internationale Wurzeln besitzt; dennoch scheute er den Weg im Jahre 2019 durch die ehemals preußische Rheinprovinz nicht. Auf Schloss Stolzenfels wehte auch 2019 die Preußenfahne.

Der Orientexpress reiht sich in eine Vielzahl berühmter Züge ein, welche den Rhein bereits besuchten. So war der ursprüngliche Rheingoldzug auch vom Orientexpress inspiriert. Frank H. zeigte an gleicher Stelle (mit anderem Blickwinkel) bereits den späteren Rheingold in seiner Bundesbahn-Variante: [www.drehscheibe-online.de], insofern darf hier der König der Züge in Form des Orientexpresses auch nicht fehlen.

Der siebte Juni, an welchem der Zug den Weg nach Deutschland fand ist jedoch im Bezug auf das im Hintergrund befindliche Schloss auch fast schon symbolisch. Der 07.06.1840 war der Todestag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III (*1770). Danach übernahm Friedrich Wilhelm der IV. (*1795-+1861), welcher die maßgebliche Rolle bei der Ausgestaltung des Schlosses Stolzenfels spielte. In der Zeit seiner Regierung gab es neben weitreichenden politischen Umbrüchen auch die industrielle Revolution. Diese technische Revolution bewirkte auch die spätere Eröffnung der Bahnstrecke im Mittelrheintal am 15.12.1859. Ab Bingen überschritten die Züge die damals noch bestehende Zollgrenze zwischen Preußen und Hessen. 1959 wurde die heutige KBS471 dann elektrifiziert, um in ein weiteres neues technisches Zeitalter einzutreten.

Das im Bild zu sehendem Schloss wurde ursprünglich in Form einer im Hang gelegenen Zollburg (1242 bis 1259) erbaut. Dort wurde bis 1412 der Rheinzoll erhoben. Gebaut wurde die Burg im 13. Jahrhundert vom Trierer Erzbischof Arnold von Isenburg. 1689 wurde die ursprüngliche Burg durch französische Truppen im pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört und 1823 von Koblenz dem preußischen König Friedrich Wilhelm geschenkt. Friedrich Wilhelm IV beauftragte die Architekten Karl Friedrich Schinkel (*1781-+1841) und Friedrich August Stüler (*1800-+1865) ab 1836 mit Wiederaufbau. Die Beaufsichtigung der örtlichen Bauarbeiten Ehrenbreitsteiner Festungsbaumeistern. Das Schloss wurde später zum Inbegriff der Rheinromantik und 1842 eingeweiht. Schloss Stolzenfels liegt gegenüber der Lahnmündung. Der markante Bergfried wurde zweimal aufgestockt. Der Name des heutigen Schlosses geht auf den Ritter Walter Burggraf von Stulzenvels zurück. Die Bausubstanz der Ruine wurde auf Ansinnens Friedrich Wilhelm IV erhalten und mit einem neugotischen Schloss erweitert. Das heutige Ensemble fällt insbesondere durch seine hellen Ockerfarbtöne dem Betrachter besonders ins Auge. Als Teil des UNCOSO-Weltkulturerbes Mitterheintal besuchen ca. 250 000 Touristen die Schlossanlage im Jahr. Mit der Gestaltung der umfangreichen Gartenanlagen des Schlosses wurde der berühmte Peter Joseph Lenné (*1789-+1866) beauftragt. Der Auftraggeber Friedrich Wilhelm IV träumte von einer Wiederherstellung des 1806 untergegangenen heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (allerdings unter Führung der Hohenzollern). Sein Wunsch wurde später in abgewandelter Form durch die Reichsgründung 1871 möglich. Jedoch erst in der Regentschaft seines Bruders Wilhelms I (*1797-+1888, späterer Kaiser Wilhelm I ). Wilhelm I folgte seinem Bruder Friedrich Wilhelm IV, da dieser 1858 aus gesundheitlichen Gründen als Monarch abtreten musste. Friedrich Wilhelm IV besuchte 1815 in Form eine Rheinreise das Mittelrheintal und war maßgeblich an der heutigen Gestaltung der Burg beteiligt. Zuletzt ließ er bis 1833 die rechts im Bild zu erkennende Pfarrkirche St. Menas, unterhalb des Schlosses, errichten. Sie ist nach dem heiligen Menas (ägyptischer Soldat) benannt und mit diesem Namen eine Besonderheit nördlich der Alpen. Die Kirche steht auf den Mauern einer bereits um 1100 errichteten Kapelle. Die später aufgebaute Kirche besteht aus einem neuromanischen Saalbau mit unverputztem Bruchsteinwerk. Das geschützte Kulturdenkmal St.Menas ist Teil der Pfarrgemeinschaft Koblenz-Innenstadt.

Der Hauprotagonist ist neben dem Schloss und dem Rhein der ebenfalls berühmte Orientexpress. DB-Fernverkehr 101 040 durfte Ihn an diesem Tag Richtung Koblenz das Mittelrheintal hinaufziehen. Auch zu den Blütezeiten des Orientexpress wurden vor dem Zug keine eigenen Lokomotiven, sondern angemietete Maschinen der verschiedenen Staatsbahnen eingesetzt. Seit 1883 befindet sich der Luxuszug mit exquisiten Schlaf-, Speise- und Salonwagen auf der Fahrt durch Europa. Inspiriert wurde der belgische Ingenieur Georges Nagelmackers und die damalige Betreibergesellschaft Compagnie Internationale des Wagons-Lits (CIWL gegr. 1872) von den amerikanischen Pullman-Wagen. Speisewagen waren damals in Europa noch unbekannt. Der Orientexpress führt heute noch gleich drei dieser Speisewagen. Der Orientexpress war der erste von der CIWL eingeführte Luxuszug. Zu den Fahrgästen des berühmten Orientexpresses zählten Filmstars und gekrönte Häupter. König Ferdinand I (*1861-+1948) von Bulgarien und dessen Sohn Boris III (*1894-+1943) führten sogar des Öfteren den Zug, auf Ihrem Staatsgebiet, selbst als begeisterte Lokführer. Eine Berechtigung dazu besaß allerdings nur Boris III, sodass es durch den Fahrstill von Ferdinand I bei den Fahrgästen des Öfteren Beschwerden über die unangepasste Fahrweise von Ferdinand I kam. Die CWIL wurde später durch den Accor Konzern übernommen. 1971 gingen die modernen Wagen der CIWL an die verschiedenen Bahngesellschaften und wurden im Trans Euro Night (TEN, 1971 – 1995) eingesetzt. Die originalen Wagen des Orientexpresses waren nach dem Zweiten Weltkrieg verstreut in Europa. Zur Zeit der Luxuszüge vor dem Ersten Weltkrieg hatte die Gesellschaft noch 1740 Wagen im Einsatz und vor dem zweiten Weltkrieg noch 840 Stück in den verschiedenen Zügen. Der berühmte Orientexpress wurde am 4.10.1883 eingeweiht. Ab 1889 konnte man Konstantinopel (Istambul) per Zug aus Europa bequem erreichen. Ab 1919 vermied man das Gebiet der ehemaligen Kriegsgegner Deutschland und Österreich. Der sogenannte Simplon Orient Express verkehrte bis Bukarest mit Kurswagen nach Istanbul und sparte die bisherigen Stationen Wien und München aus. Der Orientexpress fuhr lange Zeit noch auf europäischen Gleisen als normaler Fernschnellzug, allerdings nicht mit den historischen Wagen. Ebenfalls gab es bis 2009 einen Zubringerzug zum TGV, welcher zwischen Wien und Straßburg auch mit dem Namen Orient-Express verkehrte.

Der im Bild zu sehendem Zug verkehrt Seit 1982 verkehrt der Orientexpress als Luxus-Urlaubszug mit alten originalen Wagen wieder. Auch wenn eine 101 vor diesen alten Wagen schon etwas anachronistisch wirkt. Sie macht sie jedoch gut als farblicher Kontrast zu den royal blauen Luxus-Waggons. Diese Wagen wurden ab 1977 in aller Welt zusammengesucht und als Venice Simplon-Orient-Express zusammengefügt. Die Wagen sind mit edlem Teakholz furniert und edlen Metallen und Kristall ausgestattet. Eine Reise von zwei Tagen Dauer kostet zwischen 2000 und 4000 €. Die Originalroute wird für ca. 9000 € angeboten. Der heutige Zug steht in Diensten der Belmond, welche seit 2019 Teil des LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE Luxusgüterbranchenführer ist. Im Zug werden, während der Fahrt, exzellente Menüs vom französische Chefkoch Christian Bodiguel serviert. Den Gästen steht ein persönlicher Kabinensteward zur Verfügung.

Da der Zug am 07.06.2019 im Sommer am Rhein entlangfuhr, konnte er nicht wie in Agatha Christie zu ihrem Krimi „Mord im Orient-Express“ in einer Schneewehe stecken bleiben. Ein Mord ist den Fahrgästen sicher auch erspart geblieben. So blieb es bei dem ungetrübten Erlebnis des Zuges bei Reisenden und Bahnfotografen. So blad ein uneingeschränkter touristischer Verkehr in Europa wieder möglich ist hoffen wir auch diesen interessanten, aber seltenen Gast einmal wieder am Rhein begrüßen zu dürfen.

Zuletzt bearbeitet am 07.06.21, 21:56

Datum: 07.06.2019 Ort: Stolzenfels - Koblenz [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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“There must be a place…”
geschrieben von: Frank H (311) am: 03.06.21, 20:53
… under the sun,
where hearts of olden glory grow young!”

Wer mich etwas näher kennt, weiß um meine Begeisterung für die Lieder der schottischen Rockgruppe Runrig. Wie kaum eine andere Band drücken sie mit ihren Texten ihre tiefe Verbundenheit mit ihrer Heimat aus.

Was für die einen die Lochs und Glens, ist für mich die Landschaft am Mittelrhein, die nicht nur in den typischen Motiven und Ansichten ihren Reiz entfaltet, sondern vielmehr auch aus den nicht so bekannten Blickwinkeln, erst recht an den mittunter sehr stimmungsvollen, langen Abenden des Sommers.

Mehrere ihrer Konzerte habe ich nur wenige Kilometer Luftlinie von der heute gezeigten Fotostelle genießen dürfen, und auch bei dieser Aufnahme gingen die Gedanken zur nahe gelegenen Loreleybühne. Ich hatte aber auch Glück, dass sich ein derart fotogener Güterzug im buchstäblich letzten Licht aus dem Rosssteintunnel traute. Das im Hintergrund sichtbare Oberwesel versinkt langsam im Schatten, nur die Pfarrkirche St. Martin strahlt noch in der Abendsonne, ebenso wie die Orte der an den Rhein grenzenden Hunsrückhöhen.

Kann ein Tag schöner ausklingen? „There must be a place…!”

Datum: 31.05.2021 Ort: Urbar [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 185 (Bombardier TRAXX F140 AC1/2) Fahrzeugeinsteller: HGK
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Der frühe Kanarienvogel
geschrieben von: JH-Eifel (22) am: 01.06.21, 16:45
Der frühe Kanarienvogel sammelt die Schüler ein. Wie ein Tierfilmer muss man dem Kanarienvogel, für gute Aufnahmen, am frühen Morgen auflauern. Der 629-Einzelgänger VT 72 der Hessischen Landesbahn (HLB) sorgt auch 2021, mit der im Westerwald noch teilweise vorhandenen Bahninfrastruktur, für-Nebenbahnidylle. An diesem letzten Mai-Morgen fuhr der VT72 planmäßig, um 07:13 Uhr in den Bahnhof Langenhan ein. Obwohl ein wolkenloser Tag angekündigt war, hielten sich letzten Wolkenreste hartnäckig aber stimmungsbereichernd über den Höhen des Westerwaldes. Die Wolken waren aber brav und positionierten sich im Bildhintergrund, ohne die Sonne bei der Ausleuchtung des Motives zu behindern. Dieser Zug auf der Linie RB90, ist die fotogeneste Leistung des 629 072 und verkehrt planmäßig als HLB61563 im Schülerverkehr. Im restlichen Verkehr finden sich hier 640/648 und GTW der HLB (Vgl. dazu mein Bild vom 24.06.2020: [www.drehscheibe-online.de] ). Passend zum Frühzug gibt es dann noch eine Rückleistung am Mittag, welche aber schlechter im Licht verkehrt. Glücklicherweise ist der 629 gut motorisiert. Seine 628-Schwestern, welche 1989 bei der Bundesbahn die Schienenbusse und Akkutriebwagen im Westerwald ablösten, hatten mit der einfachen Motorisierung teilweise Ihre Probleme im hügligen Westerwald. 2004 folgten den 628 die ersten Lint der Vectus nach. Die Vectus-Betreibergesellschaft wurde 2014 von der HLB übernommen. Bis heute hält sich der VT72 als Einzelgänger auf dieser interessanten Strecke. Seine letzte Hauptuntersuchung hat er am 19.02.2021 gerade erst erhalten, sodass dieses interessante Fahrzeug theoretisch noch eine Zeit eingesetzt werden könnte. Auf Grund seiner Größe eignet er sich bei der HLB besonders gut für den, hier gezeigten, sogenannten „Schülerumlauf“. Während der Ferien verkehrt der VT72 allerdings nicht.
Der Schülerzug durchfährt den mit alter Technik und flachen Bahnsteigen ausgestatteten Bahnhof Langenhahn an der KBS 461.

Langenhahn liegt im Oberwesterwald und wurde im Jahre 1334 erstmals als Landenhain urkundlich erwähnt. Der Ortsname Langenhahn soll von dem Namen Lando, welcher als Name für Personen genutzt wird, herrühren. Die derzeit vorhandene Gemeinde Langenhahn setzt sich seit 1969 aus mehreren aufgelösten Gemeinden zusammen und liegt auf 400 bis 500 Höhenmetern. Die Oberwesterwaldbahn an der der Bahnhof liegt wurde in diesem Streckenabschnitt ( Hachenburg – Hadamar) am 01.10.1886 eröffnet. Neben dem immer noch vorhandenen Personenverkehr fand hier früher auch ein umfangreicher Güterverkehr für den Basaltabbau statt. Zudem wurden in Langenhahn öfter Militärzüge verladen. Heute verirren sich keine planmäßigen Güterzüge mehr hierhin. Das Entstehen der Strecke war ursprünglich durch den Wunsch einer Verbindung zwischen Köln und Frankfurt am Main geprägt. Der Bau der Strecke wurde jedoch erst später wieder durch die Nassauische Regierung in Form einer Streckenplanung (Wiesbaden – Limburg -Siegburg- Köln) aufgegriffen. Als Bahnstrecke von West nach Ost wurde sie als weltweit wichtige Strecke zwischen den Märkten in Asien und England präsentiert. Erst 1869 erhält die Hessische Landesbahn aus Nassau die Konzession zum Bau der Strecke. Interessanterweise verkehrt nach Jahren des Reichs- bzw. Bundesbahn heute hier wieder die Hessische Landesbahn.



Zuletzt bearbeitet am 01.06.21, 22:58

Datum: 31.05.2021 Ort: Langenhahn [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: HLB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Langer Zug am Pündericher Viadukt
geschrieben von: mavo (166) am: 31.05.21, 15:26
Ein langer Zug mit leeren Schüttgutwagons wird von zwei Loks der Baureihe 145 über das bekannte Hangviadukt bei Pünderich an der Mosel in Richtung gezogen.
Dieser Fotostandpunkt ist seit einigen Jahren mit einer extra dafür errichteten Aussichtsplattform im Zuge des "Kanonenbahn Wanderweges" hervorragend zu erreichen.

Zuletzt bearbeitet am 01.06.21, 22:52

Datum: 30.05.2021 Ort: Pünderich [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 145 Fahrzeugeinsteller: RBH
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Tunnelblick in Alsenz
geschrieben von: Der Weinheimer (48) am: 28.05.21, 14:04
Von Stromberg kommend, hat die G1206 mit dem Namen "Mathias" gerade den Tunnel in Alsenz durchfahren. Der Güterzug ist auf dem Weg zur BASF nach Ludwigshafen und hat jede Menge Kalk geladen.
Nachdem im Jahre 2010 der Kalk in Stromberg nicht mehr abgebaut wird, bezieht die BASF jetzt ihren Kalk aus Steeden im Lahntal.

Datum: 22.05.2010 Ort: Alsenz [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 271,277 (alle Vossloh-Mittelführerstandsloks) Fahrzeugeinsteller: BASF
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Herbst in Boppard (1982)
geschrieben von: Andreas T (436) am: 28.05.21, 10:56
Boppard am Rhein war und ist nicht nur wegen der dort abzweigenden Nebenbahn nach Emmelshausen von besonderem fotografischen Interesse. Denn auch die linke Rheinstrecke bietet ein abwechselungsreiches Programm aus Fern-, Nahverkehrs- und Güterzügen.

Am späten Nachmittag des 09.11.1982 begegnete uns an der nördlichen Bahnhofsausfahrt - wo links die Steilstrecke beginnt und zwischen den beiden Strecken das Gelände der Lokstation erkennbar ist - die noch weitgehend im Originalzustand befindliche 110 245 mit ihrem Fernzug (unbekannter Zugnummer), welcher immerhin sogar einen roten Speisewagen mitführt.

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)

Zuletzt bearbeitet am 28.05.21, 10:59

Datum: 09.11.1982 Ort: Boppard [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 110,112,113,114 (West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Theater-Beleuchtung auf dem Hubertusviadukt (1982)
geschrieben von: Andreas T (436) am: 26.05.21, 15:36 Top 3 der Woche vom 06.06.21
Bis zum Mai 1983 wurde der Bahnverkehr auf der im Hunsrück gelegenen, früher mit Zahnstange versehenen Steilstrecke von Boppard nach Buchholz (und weiter nach Simmern) von speziellen, steilstreckentauglichen Schienenbussen des Bw Simmern abgewickelt. Am 07.11.1982 machten meine Eltern, meine Brüder und ich einen Wanderausflug, indem wir - der eigenen Faulheit folgend - gemeinsam mit der Bahn von Boppard aus nach Buchholz hoch fuhren und bergab wieder an den Rhein zurück wanderten. "Zufälligerweise" kommt man dabei am Hubertusviadukt vorbei, auf dem "zufälligerweise" auch noch passend eine vierteilige Schienenbusgarnitur (798 572 + 998 675 + 798 540 + 998 620 als 6881) verkehrte. Und weil wir "zufälligerweise" auch noch unsere ganze Fotoausrüstung quer durch den Wald und über zum Teil schmale Trampelpfade bis zur "Liesenfeld Hütte" geschleppt hatten, machen wir Brüder parallel dieses Bild, bei dem im weitgehend abgeschatteten Tal nur das Viadukt und der Zug angeleuchtet wurden - eben "Theater-Beleuchtung".

Spannend empfinde ich heute den drastischen Farbunterschied der beiden Schienenbusgarnituren. Auf einer Modellbahn würde sich so was kaum jemand trauen ...

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)

Heute würde ich den Bildausschnitt etwas tiefer ansetzen, um auch die abgeschatteten Teile des unteren Viadukts mit auf das Bild zu nehmen, aber diese Frage stellt sich heute nicht mehr: Schienenbusse sind selten geworden und der Wald ist spürbar gewachsen ...

Zuletzt bearbeitet am 26.05.21, 15:41

Datum: 07.11.1982 Ort: Boppard [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 16 Punkte

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März an der Saar mit 184 002 (Serrig 1990)
geschrieben von: Andreas T (436) am: 24.05.21, 18:27
Südlich von Serrig an der Saar liegt in exponierter Lage über dem Fluss das markante Gebäude des Weingutes "Würtzberg". Und direkt darunter verläuft die Strecke von Saarbrücken nach Trier, auf welcher 184 002 am 17.03.1990 mit ihrem Personenzug N 4856 talwärts rollt. Wobei Bilder der Baureihe 184 im Reisezugverkehr eher selten sind: Die Güterzugleistungen waren wohl die Hauptaufgabe dieser "Europalok".

Man erahnt auf dem Bild übrigens noch die in die Landschaft geschlagenen Wunden der Saar-Kanalisierung, wenn man die Schüttungen und Mauern der Uferbefestigung sieht. Naturnah ist wohl etwas anderes. Aber kein Vergleich zu der damaligen Situation in Taben, wo 1990 noch gebaut und teilweise die Uferstraßen gesperrt waren ....

Bei diesem Bild bin ich mir übrigens nicht sicher, ob ich damals selbst den Auslöser bedient habe. Ausweislich meiner Diabeschriftung "1990.03.17-12-2(J)" wurde das Bild mit meiner damaligen Zweitkamera gefertigt, und da ich das Bild quasi zweimal besitze, spricht eigentlich alles dafür, dass mein "Wandelndes Stativ", also meine damalige Verlobte und heutige Ehefrau, mich nicht nur auf dieser Fototour mit KHR und meinem Bruder Günter begleitet hat, sondern wohl die Kamera in der Hand hielt und ausgelöst hat. Und um jeden Urheberrechtsstreit aus dem Weg zu gehen, habe ich mir eben noch einmal "hilfsweise" die Erlaubnis zum Hochladen dieses Bildes geben lassen :-)

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)

Zuletzt bearbeitet am 24.05.21, 18:33

Datum: 17.03.1990 Ort: Serrig [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 184 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Im letzten Licht
geschrieben von: raba (36) am: 23.05.21, 18:17
Am Nachmittag des 04. Juli 2019 bekam ich die Info, dass der Gleismesszug 726 002/ 725 002 am Abend die Strecken an der nördlichen Weinstraße bereisen sollte.
Mit deutlicher Verspätung passierte um kurz vor 20 Uhr der Gleismesszug den alten Schrankposten kurz vor Bad Dürkheim in Richtung Grünstadt.
Besten Dank an meinen Infomanten.

---Überarbeitete Version---

Datum: 04.07.2019 Ort: Bad Dürkheim [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 724,725,726 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Rheinhafen Bendorf
geschrieben von: Yannick S. (766) am: 23.05.21, 00:45
Es war ein relativ dunstiger, aber sonniger Tag, in der Mitte Deutschlands. So wirklich eine Idee hatte ich nicht, was man an so einem Tag fotografieren könnte. So landete ich halbwegs planlos in Bendorf, um mir den dortigen Hafen mal anzuschauen. Immerhin sollte heute ein Ölzug fahren.
Am Tanklager ging dann aber so gar nichts und auch der Bahnhof ist vorsichtig ausgedrückt völlig motivlos...
Einzig das Anschlussgleis der Firma Akutherm auf dem die Hhpi Holzzüge beladen lässt sah fotogen aus. Naja einen kurzen Plausch mit den Rangierern später stand die Lok dann dort im Anschluss fix für ein Foto bereit. Der Standort erklärt sich somit denke ich von selbst.

Datum: 20.04.2021 Ort: Bendorf [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 360-365 (alle V60-West) Fahrzeugeinsteller: BEG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Ludendorff und Luxemburg
geschrieben von: JH-Eifel (22) am: 21.05.21, 00:40
Zu der Serie von Stimmungsbildern mit dunkler Wolkenfront: [www.drehscheibe-online.de] , [www.drehscheibe-online.de] möchte ich meinen Beitrag leisten:

Am Mittwoch, den 19.05.2021 durchfährt die CFL 4020 mit einem Güterzug Richtung Bonn die östlichen Brückentürme der ehemaligen Ludendorff-Brücke bei Bahnkilometer 110,4, bevor der Zug den Haltepunkt Erpel passiert. Dunkle Wolken im Hintergrund scheinen die tragische Geschichte des im Hintergrund befindlichen Bauwerkes zu symbolisieren, als einige der wenigen Sonnenstrahlen auf den Zug treffen.

Die Türme im Hintergrund gehören zu der als „Brücke von Remagen“ bekannt gewordenen ehemaligen Eisenbahnbrücke, welche eine tragische Rolle in der Endphase des Zweiten Weltkrieges spielte. Die Brücke wurde nach dem im Ersten Weltkrieg zur Spitze der Obersten Heeresleitung (OHL) gehörenden General der Infanterie Erich Friedrich Wilhelm Ludendorff (*1865 - +1937) benannt. Das Bauwerk wurde von S.M. Kaiser Wilhelm II (*1859- + 1941) auf diesen Namen getauft. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Ludendorff, welcher im Krieg seine Macht bereits stark ausbaute, durch den Hitler-Ludendorff-Putsch und sein politisches Wirken weiterhin zu einer einflussreichen Person. Insofern ist der Name ggf. Vorbote für das späteren Schicksaal des Bauwerkes im Zweiten Weltkrieg.

Geplant wurde die Brücke seit 1916 aus strategischen Erwägungen noch im Ersten Weltkrieg, um Nachschubwege der rechten Rheinstrecke zur Ahr- und Eifelstrecke zu festigen. Schienen wurden jedoch im Jahre 1919 verlegt, da es Bauverzögerungen gab. Es war das letzte Großprojekt der preußischen Staatseisenbahn. Das Bauwerk war 325 lang und bei 14,80 m über dem Normalwasserstand des Rheines angelegt. In der Mitte des Flusses befand sich ein Brückenpfeiler. Die Brücke selbst war aus Stahl (4800 Tonnen) ausgeführt. Es befanden sich an beiden Seiten Fußgängerstege. Die Brücke ähnelte der Hindenburgbrücke (Rüdesheim – Kempten) und Kronprinzenbrücke in Neuwied-Engers. Die Ludendorff-Brücke überquerte in einem System von Blockstellen nach einem Tunnel über die rechte Rheinstrecke und endete auf der anderen Seite mit Anbindung an die Linke Rheinstrecke und die Ahrtalbahn nach Bad Bodendorf. Sie war auch für Straßenfahrzeuge gangbar. Die auf Bild zu sehenden Türme wurden so massiv ausgeführt, da es sich um eine Brücke mit hoher militärischer Bedeutung handelte. Es war zur damaligen Zeit üblich solche Brücke an den Kopfenden durch Wachtürme zu verstärken. Die Brückenkopftürme an den Wiederlagern hatten Truppenunterkünfte und Schießscharten. Vom Dach der Türme kam man das gesamte Tal überblicken.

Bekannt wurde das dieses Bauwerk durch den Kriegsfilm: ,,Die Brücke von Remagen“ aus dem Jahre 1969. Der Stoff für diesen Film waren die Ergebnisse, welche sich zur Endphase des Zweiten Weltkrieges im Rheinland abspielten und zum Einsturz der Brücke führten. Die Brücke war bereits vorher schon für die mögliche kriegsbedingte Sprengungen von Wehrmachtspionieren vorbereitet worden. Nach der Landung der Alliierten Truppen in der Normandie stand die Sprengung der Brücke von deutscher Seite, zur Verhinderung eines weiteren Vordringens alliierter Kräfte, unmittelbar bevor. Ursprünglich sollte die Brücke relativ früh gesprengt werden, jedoch wurde sich später für eine Schnellsprengung auf rechtsrheinischer Seite entscheiden, um möglichst viele deutsche Truppen noch auf andere Rheinseite zu bringen. Am 7. März 1945 erreichte eine Vorhut der 9. US-Panzerdivision die intakte Brücke und konnte diese einnehmen. Große Teile der amerikanischen Truppen überqueren die Brücke und auf der linken Rheinseite wurde von ihnen ein militärischer Brückenkopf errichtet. Ab dem achten März versuchte die deutsche Seite in einem Gegenangriff die Brücke zurückzuerobern bzw. zu zerstören. Das Bauwerk wurde von Mörsern und aus der Luft bombardiert. Dabei kamen auch Arado Ar 234 Strahlflugzeuge und V2 Raketen zum Einsatz. Am 12.03.1945 stürzte die beschädigte Brücke aus Überlastung ein und riss mehrere US-Soldaten mit in den Tod. Die Verkehrsverbindung wurde zeitweilig mit Pontonbrücken wieder hergestellt. Die Ludendorff-Brücke wurde allerdings nicht wieder aufgebaut. Hitler lies nach dem militärischen Desaster, mit dem berühmten Standgericht West, die verantwortlichen Wehrmachtsoffiziere hinrichten.

Die Deutsche Bundesbahn baute die Brücke nicht wieder auf, aber hielt bis 1962 die Zuführungsgleise noch frei. Nach der Elektrifizierung beider Rheinstrecken wurden alle Wiederaufbaupläne auch aus Kostengründen verworfen. In Unkel steht bis heute noch ein ehemaliges Blockstellenhaus an der Abzweigstelle. Dieses lässt sich ebenfalls fotografisch umsetzen. Der noch im Rhein befindliche Pfeiler wurde 1976 entfernt. In den Türmen auf der Remagener Seite befindet sich heute das Friedensmuseum, welches die Geschichte der Brücke im Zweiten Weltkrieg thematisiert. Alle Türme stehen unter Denkmalschutz. Auf der Erpler Seite sind diese nicht zugänglich und seit dem Krieg noch im Ursprungszustand. Teile der Zufahrtsrampen lassen sich auch noch bis heute finden. Zwischen den Kriegen wurde Brücke jedoch mehr von Fußgängern als Zügen genutzt. Mittlerweile sind die Brückentürme touristische Anziehungspunkte der Region.

Die links neben Zug (in den gleichen Farben der Lok) wehende Fahne zeigt das Wappen der Gemeinde Erpel. Es sind drei goldene Kronen in einem roten Schildhauptfeld und darunter ein schwarzes Kreuz auf silbernem Grund und rechts (kaum zu erkennen) zwei goldene gekreuzte Schlüssel auf blauem Grund zu sehen. Die Kronen weisen, wie im Wappen von Köln, auf die Reliquien der heiligen drei Könige hin. Laut einer Legende waren diese 1164 auf dem Weg nach Köln in der Kirche in Erpel eingelagert. Die Schlüssel sind das Erpeler Schöffensiegel (Herrschaft des Kölner Domkapitels von 1167 bis 1803) und das Kreuz weist auf die Zugehörigkeit zu Kurköln hin. Als „Freie Herrlichkeit“ war Erpel lange keiner weltlichen Macht unterstellt. Heute gehört die Gemeinde Erpel gehört zum Landkreis Neuwied.

Mir dienten die Türme und die Fahne als Kulisse für eine deutsch- luxemburgische Einheit in Form des abgelichteten Güterzuges. Die Bombardier-Lokomotive (91 82 000 4020-5 L-CFL) wurde am 18.03.2005 an die Luxemburgische Staatsbahn ausgeliefert und hatte an diesem Tag den Auftrag einen Güterzug entlang des Rheines nach Norden zu befördern. Es dürfte sich hierbei um den DGS 47679 Luxembourg secteur Triage - Köln Eifeltor II handeln.


Zuletzt bearbeitet am 21.05.21, 10:44

Datum: 19.05.2021 Ort: Erpel (Rhein) [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: LU-4000 Fahrzeugeinsteller: CFL
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Und jetzt das Ganze nochmal in blau
geschrieben von: Frank H (311) am: 20.05.21, 19:22
Bevor ich demnächst wieder Bilder von der „richtigen“ Eisenbahn zeige, bleiben wir noch einen Augenblick beim Abend des 17. Mai diesen Jahres:

Wenige Minuten vor meiner zuletzt gezeigten Aufnahme in Büdesheim-Dromersheim postierte ich mich an der südlichen Einfahrt des schon jahrelang aufgelassenen Abzweigbahnhofs.

Neben den stündlichen Leistungen von DB Regio zwischen Alzey und Worms verkehren hier die aus der gleichen Fahrzeuggeneration stammenden LINT vom Vlexx, dem „Vierländerexpress“, lackiert im prinzipiell gleichen Farbkonzept wie die Exemplare der Staatsbahn, jedoch mit blauen anstatt roten Führerständen.

Es fällt mir zugegebenermaßen immer noch schwer, den vor knapp sieben Jahren erfolgten Wechsel von den 612 und 628 (oder noch vielmehr den früheren, lokbespannten Schnell –, Eil – und Nahverkehrszügen) zu den optisch nicht gerade zu Begeisterungsstürmen hinreißenden LINT in meiner Heimat auch fotografisch zu akzeptieren, aber bei solchen Wolkenstimmungen frage auch ich nicht lange nach, erst recht nicht, wenn sich die Natur mit dem frischen Frühlingsgrün und den gelben Rapsfeldern auch farblich so ins Zeug legt.

Diese halbe Stunde Sonnenspot war wenigstens ein kleiner Ausgleich für die aufgrund des mehr als bescheidenen Maiwetters 2021 ausgefallene, eine oder andere Fototour. Wie sagt das Sprichwort doch so schön? „Bleib im Lande und nähre dich redlich!“ …


Zuletzt bearbeitet am 21.05.21, 07:04

Datum: 17.05.2021 Ort: Büdesheim-Dromersheim [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 622 (Alstom LINT 54) Fahrzeugeinsteller: Vlexx
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Der SÜWEX als RE1 von Koblenz nach Mannheim
geschrieben von: spotter007 (9) am: 17.05.21, 13:07
Der Süwex als RE1 von Koblenz nach Mannheim - Am Pündericher Hangviadukt

Der Süwex (lang Südwest-Express) ist hier auf dem "Pündericherer-Hangviadukt" zu sehen, auf seinem Weg zum Mannheimer Hbf.
Zuvor hatte er in Bullay und Koblenz gehalten und wird in kürze Wittlich erreichen.




Zuletzt bearbeitet am 21.06.21, 20:37

Datum: 16.05.2021 Ort: Pünderich [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 427,428,429 (Stadler FLIRT) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Letzter Telegraphensommer im Westerwald
geschrieben von: JH-Eifel (22) am: 19.05.21, 23:59
Eine typische Westerwald-Eisenbahnidylle bietet sich an einem lauen Frühsommerabend. Mit dem Blick nach Süden gerichtet steht der Fotograf bei km 38.6 unweit des Haltepunkt Enspel. Das 1261 erst einmal als Encenmulen erwähnte und später dem Herzogtum Nassau zugeschlagene Enspel findet sich in der Nähe von Westerburg. Enspel liegt auf einer Anhöhe des Westhanges des Stöffel (Basaltgebierge). In dieser Region wird dementsprechend seit 1900 bereits Basalt abgebaut. Basalt ist besonders für den Straßen- und Gleisbau gut geeignet. Im Hintergrund ist dies gut anhand der hervorragenden Gebäude der Basaltindustrie zu erkennen. Heute zählt die Basalt AG zu führenden Baustoffproduzenten in Deutschland. Am 2. Juni 1888 wurde die Basalt Union Steinbruch Basalt Actien Gesselschaft Bergisch westerwlder Harteinwerke unter der Direktive des Kölner Steinbruchbesitzers Wilhelm Zervas gegründet. Die Actien Gesellschaft besaß auch die Mehrheitsanteile an der Bröltalbahn (Hennef – Waldbröhl) in Beuel. Der hier abgelichtete Triebwagen bewegt sich jedoch auf dem am 01.10.1886 zwischen Hachenburg - Westerburg und Hadamar eröffneten Abschnitt der Oberwesterwaldbahn AU (Sieg) - Limburg an der Lahn (KBS461). Auf dem Bild sind noch die vielmals für Nebenbahnen typischen Telegraphenmasten zu erkennen, welchen zu dieser Zeit nur noch an wenigen Stellen der Strecke vorhanden waren. Lange waren sie im Bereich Enspel noch zu finden. Im Herbst 2020 werden sie dort bereits verschwunden sein. Am 24.06.2020 war die Bahnidylle noch in Ordnung, als der VT209 (Baureihe 640) der Hessischen Landesbahn (HLB) auf der RB90 als HLB61576 seinem Ziel Altenkrichen entgegensteuerte. Auch wenn es sich hier nicht um einen in eine solche Nebenbahnszene passenden Schienenbus oder V100 handelt, spiegelt der Triebwagen den modernen Charm eines neumodischen Schienenbusses wieder. Die gelbe Farbe leuchtet ansprechend in den letzten Sonnenstrahlen des Tages. Als der Zug am Fotografen vorbeirumpelt war es bereits 21:00 Uhr. Gut, dass ich mich nach einer Foto-Tour an Lahn, Dill und im Westerwald am Abend habe noch hinreisen lassen das letzte Licht dieses sonnigen Tages noch auszunutzen. Wenig später waren diese Aufnahmen nicht mehr möglich. Die Stelle ist auch heute noch im Sommer umsetzbar, allerdings ohne Telegraphenmasten. Der Fahrzeugeinsatz auf dieser Strecke ist eine Mischung aus 640, 648 und GTW der HLB. Im Schülerverkehr ist auch der 629 der HLB zu finden.


Zuletzt bearbeitet am 20.05.21, 00:04

Datum: 24.06.2020 Ort: Enspel [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 640 (LHB/Alstom LINT 27) Fahrzeugeinsteller: HLB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Marschbahnhimmel ohne Marschbahn
geschrieben von: Frank H (311) am: 19.05.21, 20:22
… und natürlich ohne 218 – über die dürfen sich seit geraumer Zeit vor allem die Kollegen im Süden und Norden freuen. Unsereins lebt da schon länger „auf Entzug“ und muss sich – zumindest auf den heimischen Dieselstrecken - mit eher unspektakulären Triebwagen oder den Ergebnissen früherer Jahre trösten.

Nein, ich habe mich nicht mit Nils abgesprochen, aber ebenso wie er [www.drehscheibe-online.de] habe ich es am Wochenanfang auch mal probiert, zwischen den dicken Regenwolken einen Schuss mit Theaterbeleuchtung hinzubekommen. Kurz nach 19 Uhr klappte es dann, den LINT von Bingen nach Worms kurz vor der Einfädelung in Büdesheim – Dromersheim auf die Strecke Mainz – Bad Kreuznach im schönsten Abendlicht festzuhalten.

Keine 218, doch bei solchen Gelegenheiten bin sogar ich mit einem Triebwagen zufrieden. Aber während ich diese Zeilen schreibe, läuft schon wieder der Scanner ;)


Standort auf einer Aufschüttung in sicherer Entfernung zum Gleis

Datum: 17.05.2021 Ort: Büdesheim-Dromersheim [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 623 (Alstom LINT 41 neue Kopfform) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 16 Punkte

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Verlassenes Stellwerk und eine E40
geschrieben von: JH-Eifel (22) am: 18.05.21, 18:08
Bereits im Jahre 2020 hatte ich bei Niederhövels schon einmal einem Güterzug in dieser Galerie präsentiert. Jedoch reizte es mich immer einmal die Stelle in der blattlosen Zeit umzusetzen, da dann das Motiv des verlassenen Stellwerks dann besser zur Geltung kommt. Bei der heute präsentierten Aufnahme erlaubte der etwas niedrigere Wasserstand auch einen etwas leicht veränderten Standort. Die Beschreibung des Motives bei Bahnkilometer 74,8 spare ich mir ausnahmsweise. Erläuterungen zum Ort und zur Geschichte der Strecke finden sich unter meinem Bild vom 25.04.2020: [www.drehscheibe-online.de]

Alternativ gehe ich näher auf die Umstände der Bildentstehung ein:
E40 128 des DB-Museums war am Karfreitag, den 02.04.2021 als Tfzf von Koblenz-Lützel auf dem Weg nach Crailsheim zur Abholung des Kanzlerwagens. Ich erhielt den Tipp von einem Freund, war jedoch noch bis kurz vor Abfahrt des Zuges auf Grund des Wetters unentschlossen, ob ich die Ablichtung der Lok wirklich in Angriff nehmen sollte. Das Wetter sollte laut Vorhersage wechselhaft bzw. nur in bestimmten Regionen gut werden. Mein Bekannter hatte sich für den nächsten Tag eine andere Stelle an der Siegstrecke ausgesucht und ich haderte ebenfalls noch bis kurz vor Abfahrt des Zuges, ob es sich überhaupt lohnt zu fahren. Nachdem ich den Wolkenfilm im Internet genauer studiert hatte, war zu erkennen, dass es erst ab Wissen zuverlässige Aussicht auf Sonne gab. Kurzentschlossen fuhr ich erst einmal zum Bahnhof Weißenthurm am Rhein, um zu prüfen, ob der Zug pünktlich abgefahren war. Um 10:50 Uhr beobachtete ich dort die Durchfahrt der Lok bei dickem Wolkenhimmel. Ohne Stress ging es dann zu der von mir bereits bekannten Fotostelle bei Hövels. Ich hatte auf Grund der langen Fahrzeit der E40 128 genug Zeit dort hinzugelangen, bis mir eine 215 082 mit einem Kran im Anmarsch gemeldet wurde. Dieses Gespann wollte ich dann an der Sieg auch noch erwischen. Das schaffte ich dann sogar, wenn auch leider ohne Sonne. Mein Bekannter hatte sich zwischenzeitlich auch bereits nach meinem Standort und dem Wetter bei mir erkundigt, da es bei seiner auserkorenen Stelle wohl keine Möglichkeit auf Sonne gab. Wenige Minuten nach mir traf er dann auch an der Fotostelle ein und wir warteten gemeinsam gespannt darauf, ob sich die Wolken rechtzeitig verziehen würden. Es klarte schnell auf. Da zu dieser Zeit noch einige Umleiter unterwegs waren, konnten wir uns die Zeit bis zum Eintreffen der DB-Museumslok mit Regionalverkehr und Güterzügen vertreiben. Als Appetithappen diente uns eine orange RTS 247 903 Tfzf wenige Minuten vor der E40. Trotz der Tatsache, dass der Himmel sich im Bereich der Fotostelle so weit wie möglich aufgelockert hatte zogen immer wieder kleine Wolken durch. Bei der Aufnahme der E40 128 wurde es dann in letzter Minute sehr spannend. Die Schatten auf der Brücke bewegten sich erst kurze Augenblicke vor Durchfahrt des Zuges wieder von der Brücke weg. Wir hörten die Lok bereits hinter den Bäumen, als sich die letzten Schatten im Auslösebereich vom Gleis verzogen. Die Osterwochenenden scheinen wohl in letzter Zeit beliebte Tage für außergewöhnliche Lokzugfahrten zu sein, denn genau ein Jahr vorher, am Karsamstag (11.04.2020) fotografierte ich eine V200 Tfzf in der Voreifel: [www.drehscheibe-online.de]

Gerade in der jetzigen Zeit sind solche Fahrten auf Grund der fehlenden Gesellschaftssonderzüge eine Bereicherung.


Zuletzt bearbeitet am 20.05.21, 00:22

Datum: 02.04.2021 Ort: Hövels [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 139,140 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Doppeltes Lottchen zurück in der Rheinprovinz
geschrieben von: JH-Eifel (22) am: 16.05.21, 23:53
Schauen wir uns einmal die bekannte und geschichtsträchtige Koblenzer Stadtkulisse an. Der Fußgängerweg der Europabrücke (B9) bietet bekannterweise eine gute Sicht auf die linke Rheinstrecke und die Mosel-Rhein-Mündung. Unbekannt ist dieses Motiv nicht, aber trotz seiner mannigfaltigen Umsetzbarkeit wird es zunehmend durch den Bau moderner Häuser beeinträchtigt. Außerdem muss sich der Eisenbahnfotograf entscheiden, auf welcher der beiden Brücken sein Bild entstehen soll. Es stehen gleich zwei Brücken mit Stadtkulisse zur Verfügung. Demnach sollte der Standort gut gewählt werden, wobei sich hier Züge aus beiden Richtungen in verschiedenen Perspektiven ablichten lassen. Dazu finden sich in der Galerie bereits folgende immer völlig unterschiedliche Bilder:
[www.drehscheibe-online.de]; [www.drehscheibe-online.de]; [www.drehscheibe-online.de]; [www.drehscheibe-online.de]; [www.drehscheibe-online.de]; [www.drehscheibe-online.de]

Von der Straßenbrücke fällt der Blick nach Osten über die Mosel bis hin zur Rheinmündung. Über der Mündung (im linken Bildhintergrund) thront unverkennbar die Festung Ehrenbreitstein, auf der rechten Rheinseite über dem namensgebenden Stadtteil Ehrenbreitstein bis hin zu dem im Bild rechts davon auf dem Berg gelegenen Stadtteil Asterstein mit dem gleichnamigen Fort Asterstein. Unter der weitaus bekannteren Festung Ehrenbreitstein (links oben im Bild) findet sich das Reiterstandbild S,M. Kaiser Wilhelm I. Hier im Bild links neben dem Oberleitungsmasten unter der Festung zu sehen. Das Standbild steht auf der Landzunge, welche in die Mündung beide Flüsse ragt, diese Landzunge wird: Deutsches Eck genannt. Am rechten Bildrand ist die Florinskirche aus der Koblenzer Altstadt zu erkennen. Im Vordergrund rollen langsam die beiden Objekte der Begierde (aus der Bundesbahnzeit) über ein Steinbogenviadukt über die Mosel.

Die erwähnte Festung Ehrenbreitstein (linker Bildhintergrund) ist das Hauptwerk mehrerer Festungsanlagen in der ehemaligen Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz. Koblenz war seit 1822 bis zur Umgliederung nach dem Krieg die Hauptstadt der aus den Provinzen Jülich-Kleve-Berg und Großherzogtum Niederrhein zusammengesetzten preußischen Rheinprovinz. Die Festung Ehrenbreitstein liegt auf einem bis zu 118 m hohem Felsen und sollte das Mittelrheintal und die wichtigen Koblenzer Verkehrswege überwachen. Die unterschiedlichen Verkehrsträger sind auf diesem Bild vereint zu erkennen. Die imposante Festung selbst besteht als kurtrierische Einrichtung seit dem 16 Jahrhundert und in Ihrer heutigen preußischen Gestalt seit 1817 bzw 1822. Die preußischen Festungsbauten wurden vom Ingenieur-Offizier Carl Schnitzler neu errichtet und bis 1918 militärisch genutzt. Bis in die neuere Zeit hatte Koblenz jedoch immer noch starke Truppenstationierungen. Das auf dem Deutschen Eck stehende Denkmal S.M. Kaiser Wilhelms I (* 1797 bis + 1888) wurde auf einer Landzunge errichtet, welche in die Mosel- Rheinmündung hineinragt. Diese Landzunge wurde ursprünglich nach dem dort ansässigen Deutschen Ritterorden benannt und später Sinnbild des deutschen Einigungsstreben. Im Jahre 1897 wurde zum hundertsten Geburtstag S.M. Kaiser Wilhelm I und zur Erinnerung an die Reichsgründung 1871 das Reiterstandbild in Auftrag gegeben und aufgestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es erst 1993 auf private Bezahlung wiedererrichtet. Die am rechten Bildrand zu sehende Florinskirche ist eine evangelische Kirche. Sie wurde 1820 als erste evangelische Kirche in Koblenz geweiht. Die heute erkennbaren Spitzdächer wurden 1899 aufgesetzt. Ursprünglich stand an diesem Ort die Marienkirche, welche 1100 durch einen Neubau ersetzt wurde.

Eingerahmt von diesen geschichtsträchtigen Orten und den Weg der Mosel querend befanden sich zwei nicht weniger geschichtsträchtige Fahrzeuge am Freitag, den 14.05.2021 um 18:38 Uhr. Die beiden Lokomotiv-Legenden 103 113 und 103 235 des DB-Museum Koblenz hatten ihr Ziel im DB-Museum Koblenz so gut wie erreicht.
Das „doppelte Lottchen“ hatte bereits eine weiten Weg aus Dessau hinter sich. Von Dessau ging es morgens los und der Laufweg führte die Damen über Halle an der Saale, Erfurt, Gerstungen, Fulda, Hanau, Frankfurt am Main, Mainz und das Mittelrheintal hinauf bis nach Koblenz. Auf Grund der Tatsache, dass sie den Hauptbahnhof Koblenz noch bis nach Koblenz-Lützel in das DB-Museum fahren mussten, konnte man sie auf der bekannten Brücke mit Koblenzer Historienkulisse ablichten. Gut zu erkennen ist die unterschiedliche Lackierung beider Maschinen und der unterschiedliche Lackzustand. Wenige Meter hinter der Brücke nach dem Passieren des Bahnhofes Koblenz Lützel waren die Schwestermaschinen bereits in Ihrer Heimat angekommen. Anfangs mit Minuszeit unterwegs wurde es dann jedoch später, als vermutet, als die beiden Lokomotiven die Brücke überquerten. War der Himmel vorher noch locker bewölkt, zog es sich immer mehr zu und dunkle Wolken brauten sich bereits über der Festungsstadt Koblenz zusammen. In den letzten noch verfügbaren Sonnenstrahlen rollten dann die Maschinen über die Moselbrücke. Das „doppelte Lottchen“ passte wie berechnet genau zischen die beiden Oberleitungsmasten. Eine kurze Triebfahrzeugfahrt bot im Gegensatz; zu den sonst hier gern fotografierten ICs, auf Grund Ihrer kurzen Zuglänge; die Möglichkeit die weniger schönen Bauwerke und Kräne rechts und links der Brücke aus der Bildkomposition herauszuhalten.

Zuletzt bearbeitet am 17.05.21, 00:13

Datum: 14.05.2021 Ort: Koblenz [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 103 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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März an der Mosel mit 184 002 (Nittel 1990)
geschrieben von: Andreas T (436) am: 15.05.21, 20:31
Bilder der Mehrsystem-Baureihe 184 sind selten zu sehen, und bislang haben es (Stand 2021) erst vier Bilder bis in die Galerie geschafft. Am 17.03.1990 machten wir zu viert einen Ausflug an die Obermosel und die Saar, natürlich auch in der Hoffnung, von den beiden beige-türkisen und der einen blauen 184 wenigstens ein paar Landschaftsbilder umzusetzen. Das mit der blauen 184 001 hat damals zwar nicht geklappt (es gab nur einen Nachschuss :-) aber die beiden anderen Loks waren tatsächlich unterwegs. Und so begegnete uns 184 002 mit ihrem Kurzgüterzug nachmittags bei Nittel, fotografiert aus Luxembourg heraus über die Mosel.

Wir hätten zwar gerne auch noch bei voller Vegetation weitere Bilder nachgeschoben, aber irgendwie kam es nicht mehr dazu. Dazu waren Obermosel und Saar einfach viel zu ungünstig von uns aus zu erreichen.

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64)


Zuletzt bearbeitet am 17.05.21, 19:32

Datum: 17.03.1990 Ort: Nittel [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 184 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Kohlezug an der Saar
geschrieben von: Yannick S. (766) am: 14.05.21, 14:19
Mehr durch Zufall hatte ich auf der Arbeit bei Google Maps einen Aussichtspunkt, mit dem recht kreativen Namen "Schöne Aussicht", in der Nähe von Serrig in der dortigen Saarschleife gefunden. So rein nach den Fotos die bei Google zu sehen waren sollte man dort auch prima die Bahn fotografieren können. Das Problem daran, zur lichttechnisch passenden Zeit gibt es dort keinen planmäßigen Güterzug und so ein kurzer Regio ist schon arg kurz.
Als dann am 29. März im passenden Zeitraum ein Kohlezug der NIAG als Sonderzug eingelegt war und der dann sogar pünktlich verkehrte, war der Moment gekommen dort mal mal vorstellig zu werden...

Datum: 29.03.2021 Ort: Serrig [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 182 (Siemens ES64U2) Fahrzeugeinsteller: MRCE
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 15 Punkte

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Meine Favoritin
geschrieben von: Frank H (311) am: 09.05.21, 14:54
Wer mich etwas näher kennt, weiß um meine fotografische Vorliebe zur Baureihe 103 – insbesondere zu den Vorserienmaschinen.

1965 in Dienst gestellt, leistete man sich damals noch so attraktive Details wie ein silbernes Dach mit rotem Zierstreifen oder eine Aluminiumzierleiste, und auch die nur eine seitliche Lüfterreihe verlieh der E 03 in meinen Augen eine unbestreitbare Eleganz.

Im Plandienst habe ich die Vorserien nicht mehr erlebt, als mein Interesse für die „große Bahn“ aufkam, fuhren die Sonderlinge gerade mal noch ein paar Eilzüge im entfernten Hamburg, ehe sie komplett in den Versuchsdienst abwanderten. So manche Tramper – Ticket – Tour wurde dann den Loks vor Messzügen nachgestellt, ohne Internet und Handy, nur angewiesen auf die zeitgenössische Literatur und die eine oder andere freundliche Auskunft aus den Zentralämtern.

Mutigen Mitarbeitern des AW Opladen war es dann zu verdanken, dass die E 03 001, offenbar ohne Genehmigung von „ganz oben“, Ende der Neunziger nochmals eine Revision erhielt und optisch nahezu in den Originalzustand zurückversetzt wurde.

Abgesehen von einer Gelegenheit für ein paar schicke Portraits in Darmstadt, gelang mir aber bisher nur ein vernünftiges Foto, welches die Lok vor einem standesgemäßen Zug zeigt und gleichzeitig eines meiner Lieblingsbilder in meiner Sammlung darstellt, und zwar am 24. April 2004 in Bacharach. Der in der Zugmitte eingereihte Kakadu - Speisewagen erinnerte dabei sogar an die TEE und IC der Siebziger Jahre, als noch nicht genügend beige-rote, rollende Restaurants zur Verfügung standen.

Nach ihrem zwischenzeitlichen Fristablauf erhielt die E 03 001 mittlerweile eine erneute Hauptuntersuchung und wird in Koblenz betreut. Und ich hoffe mal auf noch so manches Rendezvous mit der Favoritin (auf Schienen, wohlgemerkt!) auf der Rheinstrecke.


Scan vom Kodachrome 64 KB – Dia

Mir ist bewusst, dass schon ähnliche Motive aus Bacharach vorliegen, ich hoffe jedoch, der besondere Zug rechtfertigt den erneuten Vorschlag

Datum: 24.04.2004 Ort: Bacharach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 103 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 21 Punkte

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Einst ein Aushängeschild
geschrieben von: Andreas Burow (318) am: 06.05.21, 15:51
Bei seiner Eröffnung am 01.06.1969 galt der neue Ludwigshafener Hauptbahnhof als modernster Bahnhof Europas und wurde entsprechend als Aushängeschild betrachtet. Er ersetzte den alten Kopfbahnhof und musste dafür in eine stadtfernere Lage verlegt werden. Der Zeitgeist brachte es mit sich, dass der Hauptbahnhof in ein Geflecht von Straßen, Eisenbahn- und Straßenbahnlinien eingebunden wurde, das sich über mehrere Ebenen erstreckte. Trotzdem verbesserte sich die Anbindung an den Fernverkehr nicht und die Fernzüge hielten überwiegend nicht im neuen Hauptbahnhof. Es mehrten sich Stimmen, die den Hauptbahnhof als überdimensioniert und sogar überflüssig bezeichneten. Aus dem Aushängeschild wurde bald ein wenig attraktiver Ort.

Das Bild zeigt die in die Jahre gekommenen Anlagen. Die Bahnsteigbeleuchtung hat Rost angesetzt und die Zugzielanzeigen sind ausser Funktion. Der EC 54, der an diesem Tag mit 181 209 bespannt war, passierte den Hauptbahnhof ohne Halt. Überragt wird die Szene symbolhaft von dem markanten Pylon der Schrägseilbrücke, über welche die alles dominierende, vierspurige Bundesstraße 37 geführt wird.


Scan vom KB-Dia, Fuji Provia 100F

Datum: 05.04.2007 Ort: Ludwigshafen Hbf [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 181 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Schotter im Glantal
geschrieben von: Yannick S. (766) am: 05.05.21, 20:41
Einer der letzten DB Cargo Züge in Deutschland der planmäßig mit einer Lok der Baureihe 225 bespannt wurde war der Rammelsbacher Schotterzug. Den Zug gibt es auch heute noch, aber die 225 ist natürlich seit vielen Jahren Geschichte.

Datum: 06.03.2013 Ort: Rammelsbach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 215,225 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Beifang in Mürlenbach
geschrieben von: Leon (758) am: 03.05.21, 13:04
Bild 701 = Baureihe 701! Bleiben wir diesem Brauch treu, so rollt jetzt einer dieser unscheinbaren und in der Galerie nur in sehr übersichtlicher Anzahl vertretenen Turmtriebwagen in die Auswahl...;-) Meist erwischte man diese Fahrzeuge eher zufällig beim Warten auf den "richtigen" Zug. Mal im Ernst: wer stellt schon Turmtriebwagen nach...? Das Archiv weist daher neben nur wenigen nicht galeriefähigen Kleinbilddias dieser Baureihe in roter Lackierung ebensowenig brauchbare Bilder mit gelber Version auf. Meist nahm man diese Fahrzeuge nur am Rande wahr oder erwischte sie abgestellt in irgendwelchen Betriebshöfen.
Und so ist dieser gelbe 701 in Mürlenbach, aufgenommen im Hochsommer 1993, auch nur ein Beifang beim Warten auf die zünftige 215 mit ihrem Eilzug nach Gerolstein. Das -ungerahmte- Dia fiel demzufolge auch 28 Jahre dem Vergessen anheim, bis plötzlich das 701. Galeriebild anstand...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 29.06.1993 Ort: Mürlenbach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 7XX (Bahndienstfahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Relikte
geschrieben von: Frank H (311) am: 01.05.21, 18:46
Im Anschluss an eine herrliche Eifelwanderung, die uns sogar zu einem der – leider verlorenen – Topmotive an der ehemaligen Strecke Mayen – Koblenz, dem Hausener Viadukt, führte, hatte die beste Ehefrau von allen noch ein Einsehen und stimmte einem Abstecher zum nahegelegenen Bahnhof Kruft zu.

Dort finden sich immerhin noch Formsignale, wenn auch auf das betriebliche Mindestmaß reduziert. Nachdem drei Züge am Einfahrsignal aus Richtung Mayen erfolgreich verewigt wurden, ging es an die östliche Ausfahrt mit dem schon einige Jahre aufgegebenen Wärterstellwerk, welches trauriger Weise mehr und mehr dem Verfall preisgegeben ist. In der Kombination mit dem Ausfahrsignal und dem Spannwerk verkörpert es jedoch noch das klassische Flair mechanischer Sicherungstechnik, die sich leider, zumindest aus fotografischer Sicht, mehr und mehr zurückzieht.

Die Zeit schreitet eben voran, ob alle Entwicklungen jedoch auch positiv verlaufen, muss jeder für sich selbst entscheiden…


Hinweis zur Bildmanipulation: Rollo des 643 elektronisch etwas dezenter gestaltet ; ich habe dem Nachschuss den Vorzug gegeben, um mehr Abstand zum Zug zu gewinnen und das Signal auch sicher freizustellen.

Datum: 26.04.2021 Ort: Kruft [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Ein Bahnhof aus dem Märchen
geschrieben von: Yannick S. (766) am: 01.05.21, 09:35
Einen Bahnhof wie aus dem Märchen besitzt der Ort Dernau im Ahrtal. Hier stimmt einfach alles; Formsignale regeln den Bahnbetrieb, Telegrafenmasten säumen die Strecke, saubere rote Züge fahren häufig auf und ab und das Ganze ist in eine wunderschöne Landschaft eingebettet.

Ein hier endender Zwischentakt fährt gerade in den Bahnhof ein. Der Standort ist auf dem eigentlich bei der Einfahrt gesperrtem Mittelbahnsteig, mit freundlicher Nachfrage beim örtlichen Fdl war es aber überhaupt kein Problem dort zu stehen.

Datum: 26.04.2021 Ort: Dernau [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 622 (Alstom LINT 54) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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The ghost of ancient ages …
geschrieben von: Frank H (311) am: 30.04.21, 10:56
“Den Geist der alten Zeiten“ – am Rhein kann man ihn vielerorts noch spüren.

Rheinfels, Rheinstein, Reichenstein, Marksburg, Schönburg, Stahleck, Katz und Maus, Feindliche Brüder, Stolzenfels, dies sind die bekannteren Namen der trutzigen Zeugen aus dem Mittelalter, meist gastronomisch erschlossen und touristisch allesamt hochbegehrte Ziele.

Es gibt aber auch noch die eine oder andere Ruine zu erkunden, wie zum Beispiel die Burg Fürstenberg über Rheindiebach, von der nur noch ein stattlicher Turm und diverse Mauern bestehen. Die Ruine ist frei zugänglich und bietet – was auch sonst – einen herrlichen Blick über das Flusstal, die rechtrheinische Ortschaft Lorch und die den Strom begleitenden Bahnstrecken.

Das verschachtelte Burgeninnere, dessen sich die Natur mehr und mehr wieder bemächtigt, lädt förmlich dazu ein, als Motivbestandteil integriert zu werden, und nach einigem Suchen und Balancieren kam schließlich dieser Blick zustande.

Für die Reisenden im EC 6 (diese Zugnummer trug passenderweise auch einmal der TEE Rheingold) ist der Blick auf die Fürstenberg, so sie sie überhaupt wahrnehmen, nur eine Momentaufnahme, für mich war es ein herrlich entspannender Fotonachmittag.


Hinweis zur Bildmanipulation:

Da ich den „Schweizer“ zu einem Zeitpunkt aufnahm, als die Schatten leider schon einen beträchtlichen Teil der Burgmauern bedeckten, habe ich diese mit Teilen einer früheren Aufnahme wieder beleuchtet.

Zuletzt bearbeitet am 30.04.21, 10:57

Datum: 27.04.2021 Ort: Rheindiebach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 18 Punkte

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218 im Frühjahr auf einem Denkmal
geschrieben von: JH-Eifel (22) am: 29.04.21, 23:44
Es wird Frühling im Westerwald. Trotz der doch noch recht kühlen Temperaturen gibt sich die Sonne öfter wieder die Ehre und die Bäume fangen auch in den Mittelgebirgen an zu blühen. Im Süden des Westerwaldes, am Rande des Naturraumes der Eppenroder Hochfläche ist die Landschaft geprägt von bewaldeten Höhenzügen und Tälern. Vom Betrachter aus gesehen mit Blick Richtung Osten liegt die Ortschaft Niedererbach. Markant aus dem Ort ragt die, 1906 aus Bruchstein erbaute, katholische Pfarrkirche St. Katharina hervor. Ein weiteres bekanntes Bauwerk des Ortes, ist die seit 1992 unter Denkmalschutz stehende Eisenbahnbrücke. Sie besitzt sechs Bögen und wurde westlich des Ortes im Jahre 1884 aus heimischem Basalt, Trachyt und Backstein gefertigt. Auf dem Viadukt überquert die KBS 629 den Fischbach. Die Bahnstrecke Staffel -Siershahn-Altenkirchen diente der späten eisenbahntechnischen Erschließung Unterwesterwaldes. Das Motiv ist schon lange beliebt bei Eisenbahnfreunden und wurde früher durch die Tonzüge mit V160 und V100 regelmäßig befahren. Hier ein Bsp. in der Galerie aus früher Zeit: [www.drehscheibe-online.de] . Auch heute lassen sich dort noch regelmäßig Tonzüge fotografieren, wie Bilder in der Galerie belegen [www.drehscheibe-online.de] . Jedoch verkehren diese Tonzüge heutzutage fast immer mit Lokomotiven der Baureihe 247 der Euro Cargo Rail. Ältere Bundesbahnmaschinen verirren sich hier nur noch ausnahmsweise hin:

Am 23.04.2021 um 18:37 Uhr gab es die Gelegenheit eine V160 wieder auf dem Viadukt abzulichten. Auf Grund von Schotterarbeiten auf der Holzbachtalbahn (Abschnitt: Dierdorf - Oberähren) begab sich die 218 450 der Lappwaldbahn Cargo nach getaner Arbeit wieder Richtung Weferlingen. Vorher musste Sie jedoch erst einmal Ihren Weg nach Limburg finden. Zwei Tage zuvor war Sie in entgegengesetzter Richtung, bis Puderbach gefahren, um auf der Holzbachtalbahn Schotterarbeiten auszuführen. Der Verkehr im Holzbachtal soll vsl. ab dem 17.05.2021 wieder rollen (Hier Planverkehr vor den Bauarbeiten: [www.drehscheibe-online.de] .

Die eingesetzte Lok 218 450 der Lappwaldbahn Cargo GmbH (LWC) erblickte als Henschel 32044 im Jahr 1977 das Licht der Bahnwelt und wurde bei der DB am 23.04.2015 in Braunschweig z-gestellt. Heute ist sie in Diensten der Lappwaldbahn anzutreffen. Die LWC ist ein EVU aus Weferlingen (Sachsen-Anhalt). Die Muttergesellschaft wurde 1997 als Lappwaldbahn gegründet und 2006 in verschiedene Bereiche untergliedert.

Bereits die Hinfahrt der Lok konnte von mir zwei Tage vorher bei mäßigem Wetter abgelichtet werden. Einen Tag später entstanden dann einige brauchbare Sonnenbilder beim Schotter-Einsatz. An diesem Tag nun sollte das Wetter mitspielen und der Zug den Rückweg antreten, sodass es die Möglichkeit gab mehrere Bilder anzufertigen. Neben einigen Bildern auf der Holzbachtalbahn konnte ich den Zug, wie hier gezeigt auf dem bekannten Viadukt ablichten. Im Lahntal hatte die 218 mich dann jedoch wieder abgehängt. Dort wurde sie aber schon sehnsüchtig von anderen Fotografen erwartet: [www.drehscheibe-online.de] .

- Hinweis zur Bildmanipulation: Im Hintergrund befindliche (Spitzen der) Windräder wurden entfernt. Diese würden aber (da weit entfernt) auch so kaum auffallen -


Zuletzt bearbeitet am 30.04.21, 12:31

Datum: 23.04.2021 Ort: Niedererbach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: LWC
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Viel los in Bingerbrück (1983)
geschrieben von: Andreas T (436) am: 29.04.21, 20:56
Eigentlich waren wir ja am 05.04.1983 unterwegs, um den "Rekrutenzug" mit 118 050 auf dem Weg von Würzburg nach NRW abzulichten, trotz des wechselhaften und nahezu sonnenfreien Wetters. Aber bis zu dessen Ankunft in Bingerbrück war ja noch ein bisschen Zeit. Da konnten wir auch von der (alten) Fußgängerbrücke aus das Geschehen auf denjenigen Teil des Bahnhofs anschauen, auf dem vorrangig der Zugverkehr auf die Nahestrecke abgewickelt wurde.

Und während wir dort oben standen und den Anblick von 218 370 (als E3363), 141 145 und 218 368 (als E 3328) genossen, brach plötzlich die Sonne durch. Jetzt hieß es schnell sein. Und so entstand dieses Bild mit "Theaterbeleuchtung". Und so schnell wie das Wolkenloch kam, war es auch wieder weg ...

Später kam dann auch noch planmäßig 118 050, und obwohl sie eine ganze Weile in Bingerbrück stand, gab es keinen einzigen vergleichbar sonnigen Moment wie auf diesem Bildvorschlag.

Scan vom Kleibnbild-Dia (Kodachrome 64)

Ja, ich hätte auch gerne ein Bild mit dem ganzen Schriftzug "Bingerbrück", aber mehr ist halt auf dem Dia nicht drauf als "Bingerb". Und die Frage, was auf diesem Bild so senkrecht ist, dass es zur sachdienlichen Ausrichtung des Bildes geeignet ist, bleibt streitig. Es ist halt ein Kompromiss...

Zuletzt bearbeitet am 29.04.21, 22:07

Datum: 05.04.1983 Ort: Bingerbrück [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 19 Punkte

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Berühmter Bahnübergang
geschrieben von: Der Weinheimer (48) am: 29.04.21, 13:33
Als Ende Mai 2010 G1206 mit Namen "Mathias" den Kalkzug von Stromberg nach Ludwigshafen beförderte,
war das nahe Ende vom Bahnbetrieb auf dieser Strecke erstmal eingeleitet.

Mit der Reaktivierung zum Flughafen Hahn wurden dann Stimmen der Gegner vom Bahnbetrieb lauter.
Unter anderem machte man sich Sorgen um den hier sichtbaren Bahnübergang in Windesheim.

Der andere Bahnübergang diente an diesem Tag als Fotostandpunkt.

Zuletzt bearbeitet am 29.04.21, 13:34

Datum: 22.05.2010 Ort: Windesheim [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 271,277 (alle Vossloh-Mittelführerstandsloks) Fahrzeugeinsteller: BASF
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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