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Zum Kaffee in Neukölln
geschrieben von: Leon (512) am: 12.05.20, 17:48
Der Bahnhof Berlin-Neukölln hat sich innerhalb von Berlin zusehends zum hot spot für Freunde der Dieseltraktion entwickelt. Zum einen liegt er am noch nicht unter Draht befindlichen südlichen Innenring, zum zweiten ist er immer noch mit Formsignalen ausgestattet. Bekannt ist der nachmittägliche Blick von der Hertabrücke auf den Güterbahnhof, vorbei an den Flügelsignalen, welche unmittelbar an der Brücke stehen. Weniger bekannt ist der Blick von der Brücke am S-Bahnhof Hermannstraße frühmorgens in die Gegenrichtung. Hier sehen wir auf die Ringbahn mit ihrer Kehranlage, in welcher sich gerade ein Zug der Buareihe 485 befindet. Im Hintergrund entschwindet ein Zug der Baureihe 480. Hauptakteur ist jedoch der werktägliche Kaffeezug, welcher heute halbwegs pünktlich in Neukölln eingetroffen ist. Für dieses Motiv ist jedoch eine gewisse Geduld erforderlich, denn seine Fahrzeit kann mitunter auch variieren, wobei eine frühere Ankunft mit minus 60 durchaus vorkommt. Heute hat es beim dritten oder vierten Anlauf endlich geklappt, und die 298 bringt ihre Fuhre in den Güterbahnhof von Neukölln und wird gleich weiter zum Treptower Güterbahnhof rollen, wo eine Werklok der Industriebahn-Gesellschaft Berlin die Wagen auf ihren letzten Metern zur Rösterei übernimmt.

Datum: 12.05.2020 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: 298 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Bahn fahren in der Pandemie - Zeitgeschichte 2020
geschrieben von: Vesko (504) am: 08.05.20, 23:34
Wir befinden uns im RE 1. Zwei Sitzplätze sind gefährlich nah am Snackautomaten und am Durchgang zwischen den Wagen. Sie sind abgesperrt, mit provisorischer Akribie.

Datum: 30.04.2020 Ort: Berlin Hbf [info] Land: Berlin
BR: Personenwagen Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Morgendämmerung im Regierungsviertel
geschrieben von: Vesko (504) am: 06.05.20, 22:02
Aufgrund einer Schaltkonferenz zwischen Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten der Bundesländer schaut die Nation an diesem Tag nach Berlin. Vor dem Kanzleramt haben zu früher Morgenstunde bereits Fernsehteams Stellung bezogen. Währenddessen blicke ich zurück auf den Bahnhof Friedrichstraße. Dort läuft der alltägliche Berufsverkehr.

Datum: 30.04.2020 Ort: Berlin Friedrichstraße [info] Land: Berlin
BR: 182 (Siemens ES64U2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Der Anschluss zum Tanklager Mariendorf
geschrieben von: Leon (512) am: 03.05.20, 09:13
Von den Verkehren von und zum Tanklager Mariendorf wurden vor einiger Zeit einige Bilder in die Galerie aufgenommen. Dass Berlin nicht nur über Postkarten-Ansichten verfügt, wurde auf einem der Bilder recht deutlich, welches von der Lankwitzer Brücke aufgenommen wurde. Blickt man von dieser Brücke in die Gegenrichtung, so schaut man auf den Anschluss zum Tanklager, in dem am Nachmittag des 24.04.20 zwei Garnituren zur Abholung bereit standen. Mit der einen Garnitur macht sich soeben die 232 673 der LEG in ihrem Latz-Design auf dem Weg zum Güterbahnhof Marienfelde, wo nach dem Umsetzen der Weg in die Gegenrichtung aufgenommen wird - jedoch dann über die im Vordergrund erkennbaren S-Bahn-Gleise.
Die Bauarbeiten an der Dresdener Bahn haben bereits begonnen, und wer weiß, wie dieser Blick nach Beendigung der Maßnahmen aussehen wird. Hinter dem Zug ragt der Gasometer des ehemaligen Gaswerkes Mariendorf empor, dahinter ein Wasserturm. Derartige Gsometer zieren vereinzelt noch das Stadtbild der Hauptstadt, wobei der größte und bekannteste seiner Art in Berlin-Schöneberg zu bewundern ist. Für Wagemutige gibt es dort auch geführte Ausflüge in luftiger Höhe. Unser Gasometer ist jedoch heute Bestandteil des Marienparkes, eines Gewerbeparkes, welcher nach der Stilllegung des Gaswerkes auf dem Gelände errichtet wurde.

Datum: 24.04.2020 Ort: Berlin Mariendorf [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: LEG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Berliner Stadtbahn
geschrieben von: NAch (742) am: 24.04.20, 18:08
Die zahlreichen Brücken der Bahn über die Berliner Straßen - sie fehlen bisher in der DSO Galerie (gem railview).
Große Übersichtsaufnahmen mit vollständiger Zuggarnitur waren mir damals nicht möglich, die Bahn inmitten der Stadt stelle ich mit diesem "Kreuzungsbild" vor.
Zur 03 001 - die genau in die Lücke passt - brauche ich hier nichts weiter zu sagen.
Zu Berlin, hier zur Bleibtreustraße möchte ich schon etwas erzählen, angefangen vom Berliner Pflaster (unbeschränkt wiederverwendbar) über die damals schon so nicht vorgesehenen Parkvariationen (es ist halt wenig Platz) bis zu den Straßenbäumen (die trotz aller Parkraumnot stehen bleiben dürfen).
Zu Berlin gehört natürlich auch eine Restauration mit Zille im Namen. Reich verzierte Fassaden sehe ich auf der einen Seite, auf der anderen nur die Brandmauer mit dem zugemauerten Beschussloch vom letzten Krieg.

Datum: 23.03.1985 Ort: Berlin Savignyplatz [info] Land: Berlin
BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Die LEG über dem Teltowkanal
geschrieben von: Leon (512) am: 24.04.20, 21:50
Dank einer Vormeldung sollten heute nachmittag zwei Kesselzüge aus dem Anschluss in Berlin-Mariendorf von Lokomotiven der LEG abgeholt werden - Leistungen, die zwar schon seit Jahren immer wieder verkehren, aber jetzt erst in den Blickwinkel des Betrachters gelangt sind, weil es innerhalb von Berlin nur noch wenige Ecken gibt, in denen man Güterzüge ohne Strippe erleben kann. Jüngst wurde ein Motiv aus Berlin-Mariendorf in die Galerie aufgenommen, welches leider zeigt, dass nicht jeder Streckenabschnitt in Berlin unbedingt die Idylle pur abbildet. So ist auch der Streckenabschnitt vom südlichen Innenring runter nach Marienfelde nicht durchweg fotogen. Eine Möglichkeit zur Umsetzung ist die Teltowkanalbrücke, welche bereits vor einiger Zeit als gescannte Aufnahme in die Galerie gewandert ist. Ich war seit der Aufnahme von damals nie wieder an der Brücke gewesen, und siehe da: sie haben einen schmalen Fußweg angelegt und den Hang runter zum Teltowkanal von allem Unkraut freigeschnitten. Dass die Brückenpfeiler mittlerweile beschmiert sind, davon nimmt in der Hauptstadt schon keiner mehr Notiz...:-(
Normalerweise kommen die Kesselzüge am frühen Morgen in Marienfelde an und verlassen das Tanklager am Nachmittag, wobei die Lok meist den ganzen Tag im Güterbahnhof Marienfelde stehen bleibt. Heute wurde die Lok für den zweiten der beiden Kesselzüge aber erst aus Grünau geholt, und somit ergab sich die Gelegenheit, diese Tfz-Zuführung auf der Teltowkanalbrücke zu erwischen - und erneut war die kurios lackierte 232 182 im Einsatz. Ein Leerzug würde nachmittags an dieser Stelle von "rechts" kommen und somit fast aus dem Bild fahren.

Datum: 24.04.2020 Ort: Berlin Mariendorf [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: LEG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Ein Kesselzug auf S-Bahn-Gleisen
geschrieben von: Leon (512) am: 21.04.20, 20:23
Eigentlich müsste für dieses Bild die Kategorie "Bahn und Industriebrache" vergeben werden. Ich mute der Galerie mit dieser Aufnahme mal ein völlig unbekanntes Berlin-Bild zu, welches zwar mitnichten durch ein aufgeräumtes Umfeld besticht, jedoch eine betriebliche Besonderheit zeigt: in Berlin-Mariendorf liegt am Ufer des Teltowkanals ein Tanklager, welches über einen Gleisanschluss am Gelände des ehemaligen Gaswerkes Mariendorf versorgt wird. Hin und wieder verkehren Kesselzüge nach Mariendorf, die meist von "Russen" der LEG bespannt werden. Um zu diesem Gleisanschluss zu gelangen, kommen die Züge entweder vom nördlich von Mariendorf gelegenen Bahnhof Berlin-Südkreuz oder über Neukölln und Tempelhof. Kurz vor dem Teltowkanal müssen die Züge für einige Kilometer die Gleise der S-Bahn nach Blankenfelde/Mahlow nutzen, denn die Brücke über den Teltowkanal ist nur mit zwei Gleisen für die S-Bahn ausgestattet. Bald nach der Teltowkanalbrücke ist der Güterbahnhof Marienfelde erreicht, von wo es über ein Gütergleis wieder zurück zum Anschluss geht.
Heute früh kam die Meldung ins Haus geflattert, dass ein Kesselzug im Bahnhof Südkreuz gesichtet wurde. Quasi auf Verdacht bin ich nach dem Dienst mal nach Marienfelde "gaffen" gefahren, und siehe da: ein entladener Kesselzug stand im Bahnhof, bespannt mit der kurios lackierten 232 182 der LEG. Flugs ging es zur Lankwitzer Brücke. Dort angekommen, musste ich nicht lange auf die Fuhre warten. Zwischen zwei S-Bahnzügen war genug Platz für den Durchlass des Kesselzuges, der hier bereits die S-Bahn-Gleise befährt. Hinter dem Zug ist das Gütergleis zum Anschluss zu sehen, und der Zug wird in wenigen Minuten den Teltowkanal überqueren.

Mir ist bewusst, dass weder die Lichtverhältnisse optimal sind noch irgendein Hauch Harmonie aus dem Bild strömt. Aber die Strecke verläuft fast nach Norden, und selbst um 16 Uhr ist kein vernünftiges Frontlicht zu ergattern. Aber auch unaufgeräumte Industriegebiete gehören zur Hauptstadt...ooch dit is´ Berlin! Möge die seltene Fuhre mit ihrer kuriosen Lok die Licht- und Motivmängel ausgleichen..;-)

Datum: 21.04.2020 Ort: Berlin Mariendorf [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: LEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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In Erwartung
geschrieben von: NAch (742) am: 23.04.20, 11:55
In Erwartung der anfahrenden 03 haben sich viele Fans am Ende des Bahnsteiges außerhalb der Halle versammelt.
Auch auf meinem Bahnsteig stehen am dortigen Ende einige, sie haben den besseren Blickwinkel auf die freie Lok und mit der Gedächtniskirche auch den bekannten Hintergrund.

In der Halle bin ich zwar nicht allein, aber wer hat noch dieses Bild gemacht?

Zuletzt bearbeitet am 23.04.20, 11:57

Datum: 25.03.1985 Ort: Berlin Zoo [info] Land: Berlin
BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Lichtdurchflutet
geschrieben von: NAch (742) am: 11.04.20, 11:44
Die lichtdurchflutete Bahnhofshalle war eine fotografische Herausforderung, sie ist es immer noch.
Jedoch ohne die T12 macht es nicht so viel Freude.
Ich musste mich auf die Optik der Kamera konzentrieren, sie musste im Schatten des großen Doppel-T-Trägers bleiben.

Die "Zaungäste" am anderen Bahnsteig wundern sich.


Datum: 30.10.1984 Ort: Berlin Zoo [info] Land: Berlin
BR: 060-098 (Tenderlokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 17 Punkte

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Zurücktreten von der Bahnsteigkante
geschrieben von: NAch (742) am: 02.04.20, 22:27
"Zürücktreten von der Bahnsteigkante"
Der D 517 fährt in den Bahnhof Lichtenberg ein, es heißt, Abschied nehmen.

Vor der Einführung der Sommerzeit war es Anfang April schon recht dunkel, der grüne Lichtschein an der linken Bahnhofsleuchte verkündet schon Unheil für jeden Farbfilm. Die Belichtungszeit überzeugte mich von einem sehr spitzen Aufnahmewinkel.
Also war ich recht dicht an der Bahnsteigkante, Heizer und auch die Bahnsteigaufsicht haben mich daher fest im Blick - aber sie müssen nicht einschreiten - in der nächsten Sekunde bin ich weg von der Bahnsteigkante.


Datum: 09.04.1978 Ort: Berlin Lichtenberg [info] Land: Berlin
BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Menschen bei der Bahn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Berlin-Gesundbrunnen
geschrieben von: Athyrenia (30) am: 26.03.20, 10:32
Berlin-Gesundbrunnen ist im, nach der Wiedervereinigung entwickelten, "Pilzkonzept" für den Eisenbahnpersonenverkehr der Hauptstadt einer der zentralen Bahnhöfe. Trotzdem wurde der Bau eines Empfangsgebäudes zwar vorbereitet, zunächst aber nicht in Angriff genommen. Ein paar Jahre später wurde dann auf der Betonplatte über den Gleisen der vorgesehen Flachbau doch noch errichtet. Das benachbarte Gesundbrunnen Center war da schon lange fertig. Als dieses Bild im Frühjahr 2016 entstanden ist, war das Empfangsgebäude dagegen noch ganz neu.

Damals dagegen schon im Sinken war der Stern der von DB Regio Nordost genutzten Stadler GTW der Baureihe 646. Im Dezember des Jahres 2016 wurden dann die ersten Fahrzeuge abgestellt und mittlerweile sind viele von Ihnen nach Tschechien verkauft. Obwohl Gesundbrunnen mitten in der Stadt liegt, befinden sich größere Grünanlagen in der Nähe, wie zum Beispiel der Mauerpark. Noch näher kommt dem Bahnhof der Humboldthain, dessen Grün ziemlich ungezähmt bis unmittelbar an die Gleisanlagen wuchert. Am unteren Bildrand ebenfalls noch zu sehen sind die Gleise der S-Bahn in Richtung Friedrichstraße.

Datum: 08.04.2016 Ort: Berlin-Gesundbrunnen [info] Land: Berlin
BR: 646 (alle Stadler GTW-Bauarten) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Berlin erwacht
geschrieben von: Toaster 480 (281) am: 09.03.20, 19:33
Die Nacht von Samstag zu Sonntag ist in Berlin bekanntlich die berüchtigste, Nachtbuslinien verkehren sonntags bis in die späten Morgenstunden. Für mich endete an dieser Stelle jedoch nicht die Nacht, sondern der Tag begann. Der erste richtige Plantag der IC2-Kiss wollte mit der ersten IC-Fahrt des Tages nach Rostock genutzt sein.
Doch anstatt die halbe Stunde Umsteigezeit in der Lounge zu verbringen, positionierte ich mich in der Stadtbahn-Osteinfahrt. Dort fuhren die Züge im goldenen Sonnenlicht und ein besonderes Gespann stand an, der einzige planmäßige Dieselzug auf der Stadtbahn in Form des HBX (Harz-Berlin-Express) mit neuen Lint 41 von Abellio. Hier sind 1648 950 als HBX74516 nach Thale Hbf und 1648 445 als HBX74536 nach Goslar unterwegs.

Datum: 08.03.2020 Ort: Berlin Hauptbahnhof [info] Land: Berlin
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: Abellio
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Relikte der Friedhofsbahn
geschrieben von: CMH (180) am: 18.02.20, 22:40
Im Umland Berlins finden sich unter eisenbahnarchäologischen Gesichtspunkten so manche sehenswerten Kleinode, seien es die vergessene Tram in der Döbritzer Heide, die Siemensbahn oder eben – wie hier – die Friedhofsbahn. Inmitten des Düppeler Forsts an der Landesgrenze Berlin/Brandenburg gelegen und nicht weit entfernt von der früheren Kontrollstelle Dreilinden liegt dieses verwunschene Streckenstück der früheren S-Bahnstrecke Wannsee – Stahnsdorf. Der Begriff Friedhofsbahn rührt daher, dass die Strecke früher der Beförderung von Besuchern und Verstorbenen des Stahnsdorfer Südwestkirchhofs diente. Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 wurde der Verkehr eingestellt und auch eine Klage der Kirche auf Wiederherstellung anno 1991 blieb ohne Erfolg. Nur wenige Meter Gleis einschließlich Stromschiene, die seinerzeit zwischen Mauer und Demarkationslinie nicht demontiert werden konnten, erinnern heute noch an frühere Tage, allderweil sich die Natur die Trasse sukzessive zurück holt.

Bildmanipulation: Farbanpassungen


Datum: 02.2018 Ort: Berlin Düppel [info] Land: Berlin
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: entfällt
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Mit der Leerkohle durch Berlin-Halensee
geschrieben von: Leon (512) am: 14.02.20, 18:07
Vor 20 Jahren nichts besonderes- und heute würde man in Berlin einen Fotografenansturm an Russen-Fans erleben, den man zuletzt im Raum Köthen vor den Bauarbeiten erlebt hat: jeden Nachmittag verließen den Güterbahnhof Neukölln drei bis vier Güterzüge in westliche Richtung, die mit Ludmillen bespannt waren: zum einen ein sehr häufig verkehrender Kohlependel von und zum Heizkraftwerk Rudow, der ab Neukölln mit Lokomotiven der NME bis zur Stubenrauchstraße gebracht wurde. Dann ein KLV, dessen Terminal in der Nähe des Treptower Güterbahnhofs sich nicht allzu lange gehalten hat und alsbald durch die Terminals im GVZ Großbeeren sowie im Westhafen ersetzt wurde. Dann der bereits in der Galerie erwähnte Müllzug, der über die Dresdener Schiene mit teilweiser Nutzung der S-Bahn-Gleise raus nach Zossen bzw. Schöneicher Plan fuhr. Dann häufig Kesselzüge von diversen Tanklagern im Süden der Stadt, und evtl. übernahm eine Ludmilla auch eine Cargo-Bedienfahrt Richtung Grunewald, die aber meist einer 346 vorbehalten war. Kurzum: es war vor 20 Jahren viel los auf dem südlichen Innenring.
Am Nachmittag des 26.04.2000 wurde auf der Brücke des Kurfürstendamms Position bezogen, direkt am S-Bahnhof Halensee. Als erstes erschien die Leerkohle Richtung Ruhleben, m.a.W. es ging geradeaus über Westkreuz. Einen Block später sollte eine weitere Ludmilla mit ihrer KLV-Fuhre hier aufkreuzen, jedoch über die im Vordergrund ersichtlichen Weichenverbindungen in Richtung Grunewald abbiegen.
Und heute? Der Blick von der "Ku-Damm-Brücke" ist in dieser Form nicht mehr möglich. Die Gleise des Güterbahnhofs Halensee sind nicht mehr vorhanden, und auf dessem Gelände hat sich ein monströser Baumarkt etabliert, dessen Gebäude einen derart langen Schatten wirft, dass eigentlich nur noch die S-Bahn umgesetzt werden kann. Einziger planmäßiger Zug am Nachmittag ist der hier schon desöfteren gezeigte "Kaffeezug", der aber aufgrund einer neuen Weichenverbindung bereits deutlich vor der hier gezeigten Variante auf das Gleis gen Grunewald gelenkt wird und somit im Schatten des Baumarktgebäudes verkehrt.

Datum: 26.04.2000 Ort: Berlin Halensee [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Am ehemaligen S-Bahnhof Staaken
geschrieben von: Leon (512) am: 11.02.20, 18:03
Vor einiger Zeit sind zwei Aufnahmen vom Dieselbetrieb in Berlin in die Galerie aufgenommen worden, die von der im Bild im Hintergrund erkennbaren Fußgängerbrücke entstanden sind. Wir stehen erneut in Berlin-Staaken, nur eine Brücke weiter. Links im Bild sehen wir die Reste des ehemaligen S-Bahnhofes Staaken. Fast schnurgerade verläuft hier die Strecke von Wustermark nach Berlin-Spandau. Würden wir uns auf der Brücke des Nennhauser Damms jetzt umdrehen, würden wir in einen Streckenabschnitt blicken, der einst vor der Wende von links und rechts mit Mauern versehen wäre, und die Organe in einem nahen Wachturm würden unser fotografisches Treiben neugierig beobachten. All dies ist mittlerweile 30 Jahre her, aber in den ersten Jahren nach der Wende wartete jeder Fahrplanwechsel mit neuen Überraschungen auf. So wurde an dieser Stelle bereits über den Einsatz der Baureihe 218 vor den IC-Zügen von Hamburg nach Berlin berichtet. Wir sehen erneut eine Doppelbespannung zweier Lübecker 218 vor dem IC 534, wie sie dröhnend das Berliner Stadtgebiet verlassen.
Das Schild der Laubenpieper zur Rechten spielt auf eine Situation im Zusammenhang mit dem Berliner Bausenat an, in der es um die Zukunft der Kleingärtner ging. Heute verläuft hier -von Schallschutzwänden gesäumt- eine viergleisige, elektrifizierte Trasse, der nicht nur der ehemalige S-Bahnhof Staaken zum Opfer gefallen ist.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 24.06.1994 Ort: Berlin Staaken [info] Land: Berlin
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Jedes Jahr im Januar
geschrieben von: Rainer.Patzig (30) am: 09.02.20, 17:45
Jedes Jahr im Januar wird in Berlin der Nord-Süd S-Bahntunnel für 2 Wochenenden gesperrt um konzentriert Wartungs- und Reinigungsarbeiten durchführen zu können. In diesem Jahr gehörte ein Schienenwechsel südlich des Anhalter Bahnhofs dazu.

Während noch die Schienen mit dem Trennschleifer geschnitten werden, wartet im Hintergrund bereits der Zweiwegebagger auf seinen Einsatz. Der Maschineneinsatz im Tunnel ist, bedingt durch seine geringe Bauhöhe in Verbindung mit ordentlichen Neigungen, nicht ganz einfach. Mit einer Diesellok der Regelbauart sollte man die Einfahrt jedenfalls nicht riskieren.

Das Foto entstand anlässlich eines Pressetermins, den ich dienstlich begleitet habe.

Zuletzt bearbeitet am 09.02.20, 19:56

Datum: 11.01.2020 Ort: Berlin Kreuzberg [info] Land: Berlin
BR: Sonstige Schienenfahrzeuge Fahrzeugeinsteller: BBG
Kategorie: Menschen bei der Bahn
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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"Heavy weather" in Berlin-Staaken
geschrieben von: Leon (512) am: 03.02.20, 08:53
Vor kurzem wurde ein Bild mit einer Doppeltraktion aus zwei 210.4 mit einem EC in die Galerie gewählt, welches von einer Fußgängerbrücke "draußen" in Berlin-Staaken aufgenommen wurde. Blickt man von dieser Fußgängerbrücke in die Gegenrichtung, so ergibt sich dieser Blick: wir sehen auf die Strecke von Wustermark in Richtung Berlin-Spandau, gesäumt von Kleingärtnern und älteren Reihenhäusern. Neben der Strecke liegt noch das Gleis incl. Stromschiene der ehemaligen S-Bahn zum Bahnhof Staaken, der im Hintergrund des Bildes ausgemacht werden kann. Hier wurde der Betrieb zwischen Spandau West und Staaken infolge des S-Bahner-Streiks im Herbst 1980 eingestellt.
Über die beiden Gleise im Vordergrund wurde alles abgewickelt, was an Reise- und Güterverkehr aus westlicher oder nordwestlicher Richtung nach Berlin unterwegs war: zunächst der Interzonen- und später der IC-Verkehr von Hamburg, nach der Wende der Regionalverkehr, darüber hinaus der Güterverkehr vom Rangierbahnhof Wustermark. Aus dieser Richtung kam am MIttag des 05.09.1992 ein Kesselzug in die Stadt, bespannt wohl mit der blassesten und farblosesten Ludmilla der Baureihe 230, die mir jemals vor die Linse fuhr. Diese Baureihe verschwand bereits zum Anfang des Jahres 1994, und es ist meine einzige Aufnahme dieser Baureihe mit der Bezeichnung "230" - evtl. sogar die einzige mit dieser Bezeichnung in der Galerie. Ja, sie sahen schon einen Tick anders aus als ihre Schwestern der Baureihe 232: 20 cm kürzer, ein Maschinenraumfenster weniger an den Seiten, und die ersten Loks ihrer Reihe verfügten noch über die großen Stirn- und Führerstands-Seitenfenster. Spätere Lieferungen erhielten zunächst kleinere Seitenfenster, bevor ab der 130 052 nur noch die kleineren Stirnfenster verwendet wurden.
So...nach der Aufnahme ging es erst einmal flugs wieder hinunter ins Auto, bevor der nächste Regenschauer seine Ladung abwerfen konnte...;-)

Scan vom Fuji-RDP100 6x6-Dia

Datum: 05.09.1992 Ort: Berlin Staaken [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Über den Teltowkanal
geschrieben von: Leon (512) am: 01.02.20, 19:09
Mit dieser Aufnahme möchte ich an die Müllverkehre der Berliner Stadtreinigung erinnern und gleichzeitig auf ein Motiv aufmerksam machen, welches in Berlin ziemlich unbekannt ist.
Vor fast 20 Jahren gab es für einen längeren Zeitraum Züge mit gepresstem Müll zu einer Mülldeponie in Schöneicher Plan, zwischen Mittenwalde und Zossen gelegen. Auf dem Gelände des Güterbahnhofs Teltowkanal der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn wurde hinter dem Depot ein Terminal errichtet, um die Müllcontainer der BSR auf Flachwagen zu verladen. In unmittelbarer Nähe der NME befindet sich heute noch einer der wichtigsten Standorte der Stadtreinigung, in welchem die Container befüllt wurden. Die ersten Kilometer bis zum Güterbahnhof Neukölln übernahm die NME die Traktion der Züge, bevor eine Ludmilla die Garnituren bespannte. Dann ging es über Tempelhof und Mariendorf in südliche Richtung gen Zossen, wobei ein Teil der Strecke auf Gleisen der Berliner S-Bahn zurückgelegt werden musste. Zwischen Lankwitz und Mariendorf befindet sich auch die Brücke über den Teltowkanal, deren Umsetzung nicht einfach war, da sich kaum ein freier Blick auf die Strecke erhaschen ließ. Man befindet sich auf einem schmalen Fußweg hinter einer Kleingartenkolonie und muss sich im Gestrüpp eine Lücke auf die Brücke suchen. Mehrmals am Tag waren Müllzüge zur Deponie unterwegs, und eine Tour war i.d.R. am Nachmittag eingelegt. Daher wurde am Nachmittag des 24.10.2003 am Ufer des Teltowkanals Position bezogen. In langsamem Tempo poltert die 233 698 mit ihrer Garnitur über den Kanal und wird gleich den S-Bahnhof Marienfelde passieren. Die Tour ging raus bis Zossen, wo die Züge Kopf machen mussten, um dann auf die Strecke in Richtung Mittenwalde und Königs Wusterhausen abzubiegen, um zur Deponie zu gelangen. Leider wurden diese Verkehre seit langem wieder eingestellt. Güterverkehr ist auf den S-Bahngleisen nur zu erleben, wenn sehr sporadisch ein Kesselzug zum Tanklager in Mariendorf zu befördern ist.
Die im Hintergrund erkennbare Bogenbrücke trägt den Mariendorfer Hafensteg, einer Fußwegverbindung zwischen einer Kleingartenkolonie und dem Marienpark, auf dem ehemaligen Gelände des Gaswerkes Mariendorf.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 24.10.2003 Ort: Berlin Mariendorf [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Conny Alter Ego in Berlin-Staaken
geschrieben von: Leon (512) am: 02.02.20, 15:22
Vor kurzem wurde eine Aufnahme von der Berliner Stadtbahn mit einem IC-Zug in die Galerie aufgenommen, der als Vorspannloks zwei Lokomotiven der Baureihe 210.4 vor einer 120 aufwies. Nun, da es sich bei der führenden Lok um die berühmte "Conny" handelt, die heutzutage in ozeanblau-beige die Fotografenherzen erfreut, hab ich mal das Archiv "auf links" gedreht und geschaut, ob mir Conny schon früher begegnet ist - und siehe da! Bingo...;-) Bereits vor dem Umbau auf Vmax 160 km/h waren im Sommer 1994 bereits 218 des Bw Lübeck in Doppeltraktionen vor den Hamburger IC-Zügen in Berlin zu bewundern, und -pfui..;-) - genauso dreckig wie auf der Aufnahme als 210.4 sehen wir hier Conny als Vorspann vor einer weiteren Vertreterin ihrer Baureihe am späten Abend des 20.06.1994 mit einer sehenswerten Garnitur voller ungarischer Wagen als EC 174 die Hauptstadt verlassen.
Wir stehen auf einer Fußgangerbrücke in Berlin-Staaken, nur wenige hundert Meter vor der eigentlichen Stadtgrenze entfernt. Ich habe früher Stunden auf dieser Fußgängerbrücke verbracht, denn man konnte hier fast zu jeder Tageszeit recht ansprechende Bilder machen, sei es mit Zügen "in" die Stadt oder Zügen, die die Stadt verließen. Da der Lückenschluss zwischen Berlin-Spandau und Falkensee noch nicht wieder hergestellt war, dröhnte unter der Brücke alles hindurch, was Spandau in westliche Richtung verließ. Der Reisezugverkehr gen Hamburg -und nach der Wende ins Umland oder in Richtung Stendal- kam hier vorbei, ferner der Güterverkehr zu dem riesigen Rangierbahnhof Wustermark vor den Toren der Stadt. Die Strecke verlief hier schnurgerade, und die Züge sah man schon von weitem. Am Abend reichte der Blick bis zum Turm des Rathauses Spandau, den Schornsteinen des Kraftwerkes Reuter sowie weiterer Betriebe, und wer genau hinsieht, erkennt sogar den -Ostberliner, wollte ich schon sagen..;-) - Fernsehturm am Alex in Berlin-Mitte.
Über die längst stillgelegten Gleise zur Linken verlief früher die S-Bahn zum Bahnhof Staaken, nur wenige Meter hinter der Fußgängerbrücke entfernt. Aber dies ist ein Fall für eine der kommenden Einstellungen, nur ohne Conny...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia, überarbeitet

Datum: 20.06.1994 Ort: Berlin Staaken [info] Land: Berlin
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Die Patrouille
geschrieben von: NAch (742) am: 30.01.20, 14:28
Die juristischen Finessen zur Reichsbahn in den drei Westsektoren von Berlin waren schon von besonderer Güte.
Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde im gesamten Deutschland das Sondervermögen des Reiches, Deutsche Reichsbahn, von den Alliierten in ihren jeweiligen Zonen beschlagnahmt. In der sowjetischen Besatzungszone wurde mit dem Befehl Nummer 8 der SMAD die Reichsbahn in deutsche Hände übergeben. Aus Praktikabilitätserwägungen erkannten die Westalliierten die Reichsbahn-Betriebsführung – aber nicht Eigentumsrechte – in West-Berlin an. (…)
In den Grundbüchern war bis zur deutschen Wiedervereinigung als Eigentümer „Deutsches Reich, Sondervermögen Deutsche Reichsbahn“ eingetragen. (aus [de.wikipedia.org] )

Und wie war das mit der Polizei?
Die Polizei der drei Westsektoren betrat einen Bahnhof nur unter besonderen Umständen, die Transportpolizei der DDR - da waren die Westallierten vor.
Es gab daher eine „Bahnpolizei“, die aber nicht mehr Rechte hatte als jeder anderen Bürger, vor allem durfte sie keine Waffen tragen.
In [de.wikipedia.org] heißt es dazu: „(…) Am 30. Januar 1962 wurde daher eine Bahnpolizei der Deutschen Reichsbahn geschaffen, die die Schutzpolizei der Transportpolizei in West-Berlin ablöste. Die Bahnpolizei trug als Bewaffnung nur einen Schlagstock, ihre Angehörigen waren ausschließlich deutsche Einwohner der Westsektoren Berlins (..)“
Am Bahnhof Wannsee sind mir diese beiden bei ihrem - offenbar angenehmen Dienst - entgegengekommen, Licht und Schatten und der Reichsbahner im Vordergrund erhöhen den Spannungsbogen.


Datum: 30.10.1984 Ort: Berlin Wannsee [info] Land: Berlin
BR: Personenwagen Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Menschen bei der Bahn
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Kuriose Bespannungen auf der Stadtbahn
geschrieben von: Leon (512) am: 30.01.20, 17:37
Die Jahre nach der Wende führten in der Hauptstadt zu den abenteuerlichsten Zugzusammenstellungen. Neu eingerichtete Intercitylinien in Verbindung mit noch nicht endgültig elektrifizierten Streckenabschnitten sorgten für bislang in Berlin noch nie da gewesenen Bespannungen. Im Herbst 1996 wurde eine durchgehende IC-Linie von Hamburg über Berlin-Zoologischer Garten nach München eingerichtet, auf der mit der Baureihe 120 bespannte Wendezuggarnituren eingesetzt wurden. Da der Abschnitt zwischen Nauen und Berlin-Zoo noch nicht endgültig "unter Strippe" lag, wurden hierzu 12 Lübecker 218 technisch zu 160 km/h schnellen 210 hochgejazzt und erhielten die neue Baureihenbezeichnung 210.4.
Die IC-Züge mussten hierzu in Nauen -vor den Toren der Hauptstadt- einen kurzen Betriebshalt einlegen und bekamen vor die führende 120 eine Doppeltraktion dieser Baureihe vorgespannt. In dieser Zusammenstellung ging es dann bis zum Bahnhof Zoo. Hier wurde infolge der baustellenbedingten Stadtbahnsperrung ein Richtungswechsel eingelegt, und die Garnitur verließ den Bahnhof Zoo wieder bis zum Bahnhof Wannsee, wo die beiden 210.4 abgekuppelt wurden, da im Bahnhof Zoo nicht genügend Platz für so ein Manöver vorhanden war. In der umgekehrten Reihenfolge ging es dann für das 210-Päärchen wieder bis nach Nauen. Dieses Kuriosum währte bis zum Sommerfahrplan 1997.
Am 08.05.1997 wurde auf dem Dach eines früheren Parkhauses Position bezogen, und wir erleben den IC 813 "Wetterstein" von Hamburg nach Seefeld, wie er mit seinen drei Lokomotiven zwischen den Häuserschluchten in Berlin-Charlottenburg hindurch in wenigen Augenblicken den Bahnhof Zoo erreichen wird.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 08.05.1997 Ort: Berlin Zoologischer Garten [info] Land: Berlin
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Mit vereinten Kräften durch Spandau
geschrieben von: Leon (512) am: 26.01.20, 13:29
Vor kurzem wurde ein Bild von einer Ludmilla in die Galerie aufgenommen, wie sie die fotogene Signalgruppe am Berlin-Spandauer Güterbahnhof passiert. In die Gegenrichtung war das Motiv in den frühen Nachmittagsstunden in dieser Form umsetzbar. Für Furore sorgte zum Sommerfahrplanwechsel 1994 der Einsatz der Baureihe 218 vor den IC-Zügen von Berlin nach Hamburg. Fast ausschließlich kamen orientrote 218 mit Latz vom Bw Lübeck als Päärchen zum Einsatz und durften sich auf der Strecke von Berlin bis in die Hansestadt voll entfalten. Hier rollen sie kurz vor dem Stellwerk Spg mit ihrem IC 534 eine kleine Senke hinab, werden aber ihre Fuhre sogleich vernehmbar beschleunigen. Im Hintergrund sehen wir den Turm des Rathauses zu Berlin-Spandau. Bemerkenswert ist auch der rote Mitropa-Speisewagen im Zugverband.
Heute blickt man von dieser Stelle auf den Fern- und Regionalbahnhof Spandau mit den "Spandau-Arcaden".

Scan vom Fuli Velvia 6x6-Dia

Datum: 11.07.1994 Ort: Berlin Spandau [info] Land: Berlin
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Entlang der Laubenpieper von Westend
geschrieben von: Leon (512) am: 27.01.20, 16:46
Eine sehr beliebte Fotostelle in Berlin-Westend ist der Blick von der Olympiabrücke auf das Gleis von Berlin-Spandau zur Stadtbahn in Berlin-Charlottenburg. Vor der Wende nutzten nur die Transitzüge von Hamburg diese damals noch eingleisige Trasse. Nach der Wende kam der Regionalverkehr vom Havelland in die City hinzu. Mit Einführung des IC-Verkehrs nach Hamburg wuchs die Bedeutung dieser Trasse wieder rasant in die Höhe. Die ersten vorbereitenden Arbeiten zum zweigleisigen Ausbau und zur nachfolgenden Elektrifizierung waren im Mai 1994 bereits im Gange. Dadurch bot sich sowohl am Vormittag als auch am frühen Nachmittag ein freier Blick auf die Häuserkulissen sowie die Laubenpieper entlang der Strecke. Im Hintergrund sehen wir die Schornsteine des Kraftwerkes Reuter West sowie weiterer Industriebetriebe in Ruhleben. Mit vernehmbaren Fahrgeräusch kommt uns der IC 535 von Hamburg entgegen - gezogen von einer der 20 von Krupp mit immensem Aufwand remotorisierten Lokomotiven der Baureihe 229. Ihre zwei neuen Fahrmotoren mit zusammen fast 3.800 PS verliehen den Lokomotiven eine für den IC-Verkehr angemessene Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Die Fahrtzeit zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und dem Bahnhof Berlin Zoologischer Garten betrug damals noch 3.25 Stunden. Heute fegt der Fernverkehr deutlich schneller in die Hansestadt - und der Blick von der Brücke ist heute nicht mehr wiederzuerkennen und darüber hinaus nachmittags restlos zugewachsen. Ein Vergleich mit weiteren Bildern in der Galerie lohnt...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 03.05.1994 Ort: Berlin Westend [info] Land: Berlin
BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Stadtgewusel
geschrieben von: Toaster 480 (281) am: 21.01.20, 21:31
Mittlerweile fotografiere ich nur noch selten in meiner Heimat - zu abgegrast sind mittlerweile die meisten Fotostellen. Es gibt jedoch Tage (bei glasklarem Sonnenschein), da nehme ich meine Kamera mit auf die täglichen Gänge und halte ganz ungeplant einfach Ausschau nach tollen Fotomotiven. So fiel mir heute ein Blick auf, den ich schon 1000 Mal gesehen, aber nie fotografiert habe. Vom S-Bahnsteig am Bahnhof Friedrichstraße hat man am östlichen Ende diesen freien Blick auf die Weidendammer Brücke, die von den Straßenbahnlinien M1 und 12 befahren wird. Im wilden Straßenverkehr mit Fahrrädern, Falschparkern und allem was dazugehört braucht es jedoch eine Versuche, bis die Bahn einigermaßen frei zu sehen ist bzw. keine Fahrzeuge im unteren Bereich abgehackt sind. Von dort oben werden einem teils abstruse Szenen geboten, jedenfalls hätten es die Straßenbahnfahrer, Lieferanten, Paketfahrer, Radfahrer und Fußgänger um einiges leichter, wenn nicht die zahlreichen Privat-PKW mit teilweise wilden Fahrmanövern die Innenstadtstraßen verstopfen würden. In den dort massig verkehrenden Straßen- und U-Bahnen wären die Solo-Fahrer jedenfalls besser aufgehoben, als einige Quadratmeter Blech durch die City zu bugsieren (meine Meinung).

Datum: 21.01.2020 Ort: Berlin Friedrichstraße [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
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Das Signal-Ballett am Spandauer Güterbahnhof
geschrieben von: Leon (512) am: 21.01.20, 19:28
Ein Motiv, welches früher gerne aufgesucht wurde, war das Ende der Ladestraße im Berlin-Spandauer Güterbahnhof. Insbesondere an den Vormittagsstunden hat sich hier die Gelegenheit gegeben, neben dem Fernverkehr von Hamburg auch die Güterzüge von Wustermark nach Berlin-Ruhleben oder zum Hamburg- und Lehrter Güterbahnhof abzulichten. Häufig kamen hier Kesselzüge zu den Tanklagern in Ruhleben und in Richtung Eiswerder, welche über die Gütergleise auf der Nonnendammallee an die Rhenus WTAG übergeben wurden.
Nach der Wende wurde zwischen Berlin-Charlottenburg und dem Umland im Havelland ein Regionalverkehr eingerichtet, welcher zunächst mit Ferkeltaxen und später mit Doppelstock-Wendezügen betrieben wurde, die erst mit der Baureihe 228 und später mit den Baureihen 201 und 202 bespannt wurden, wobei sich die Ziele innerhalb von Berlin im Laufe der Zeit geändert haben.
Hochinteressant war jedoch der Güterzugeinsatz von Lokomotiven der Baureihe 130, welche längst von den Schienen verschwunden sind. Abgesehen von den großen Frontfenstern, welche die etwas niedrigeren Betriebsnummern aufgewiesen haben, sah hier jede Lok anders aus. Zwischen "wie aus dem Ei gepellt" und "rotbrauner Flickenteppich" war eigentlich alles vertreten. Das abgebildete Exemplar bestach durch seine Zierlinien an der Dachkante und die umrandeten Pufferringe. Am Haken eine Kesselwagengarnitur, vermutlich für Ruhleben. Der Zug bahnt sich hier seinen Weg durch das Formsignal-Ballett des Güterbahnhofs Spandau und wird in wenigen Augenblicken in Ruhleben eintreffen. Rechts im Hintergrund sieht man noch das T-Stellwerk vom ehemaligen S-Bahnhof Spandau. Hinter der Lok lugt das Dach des Stellwerkes "Spg" hervor. Dieses in Szene zu setzen ist jedoch Thema für eine spätere Einstellung mit ganz anderen Zügen...;-) Wer heutzutage die Spandau-Arcaden am neuen S- und Fernbahnhof Spandau besucht, darf sich gern auf Spurensuche begeben..:-)

Scan vom Fuji 100-Kleinbilddia


Datum: 07.10.1990 Ort: Berlin Spandau [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Chag
geschrieben von: Leon (512) am: 18.01.20, 11:10
"Chag" war die Abkürzung für das Fahrdienstleiterstellwerk am Berlin-Charlottenburger Güterbahnhof. Bis zu den Umbaumaßnahmen nach der Wende war das Stellwerk für die Berliner Eisenbahnszene ein beliebter Fotostandpunkt. Man konnte wahlweise das Stellwerk für Züge aus Richtung Spandau oder Ruhleben in Szene setzen, welche hier über eine Verbindungskurve auf die Ferngleise der Ringbahn in Richtung Grunewald oder Tempelhof abzweigen - oder aber ein paar Schritte zurückgehen für Züge, die von Moabit die Ringbahngleise befuhren und unter der im Bild sichtbaren Fachwerkträgerbrücke der S-Bahn hindurchführen. Am 02.10.1988 galt die Aufmerksamkeit jedoch dem Verbindungsgleis von Spandau, da an diesem Tag für eine Woche die beliebten "Informationsfahrten" der DR statt fanden und zu diesem Anlass die 38 205 in Berlin (West) zu erleben war. Im Nachhinein viel interessanter war jedoch der Zug, der dem Dampfzug im Block vorausfuhr: damals Alltag, aber heute historischer als je gedacht: um die Ecke kam die 130 003, am Haken eine tschechische Zementwagengarnitur, bei der ich bis heute in tiefes Nachdenken nach ihrem Zielort innerhalb von Berlin falle. Die einzige Zementbude, die mir auf die Schnelle einfällt, war damals am S-Bahnhof Feuerbachstraße in Berlin-Steglitz, bei der derartige Wagen hin und wieder zu sehen waren, doch die Bedienung dorthin erfolgte sehr unregelmäßig und wenn, dann mit der Baureihe 106.

Das Stellwerk hat in den Folgejahren seinen Erker an der Ecke des Gebäudes verloren und fiel später der Spitzhacke zum Opfer, wie auch die stählerne Fachwerkbrücke. Heute befinden sich dort unfotogene und nicht mehr öffentlich zugängliche Beton-Überführungswerke.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia.

Zuletzt bearbeitet am 20.01.20, 18:07

Datum: 02.10.1988 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Dynamik
geschrieben von: der Potsdamer (23) am: 13.01.20, 18:24
Ende Dezember wurde dem "Kaiser" in Berlin-Spanndau am IRE nach Hamburg aufgelauert. Ob ein brauchbares Foto enstehen würd hing in der Schwebe, denn einerseite hatte der IRE lediglich eine Standzeit von zwei Minuten und andererseits bestand die Gefahr, dass der Zug von einem verspäteten ICE bzw. der planmäßig verkehrenden ODEG zugefahren werden würde. Es passte jedoch alles perfekt, wenn auch nur sehr knapp. Durch den um wenige Sekunden verspäteten EC nach Kiel, konnte sogar noch dessen Ausfahrt auf dem Bild verewigt werden, welche für eine gewisse Dynamik sorgt.

Bildmanipulation: Eine Streugutbox am linken Bildrand wurde entfernt.

Datum: 29.12.2019 Ort: Berlin [info] Land: Berlin
BR: 182 (Siemens ES64U2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Speisewagen
geschrieben von: NAch (742) am: 08.01.20, 22:14
Eine tiefstehende Sonne leuchtet am Ender einer Sonderfahrt durch die Fenster des Speisewagens.
Speisewagen nehme ich als Bezeichnung und nicht eine dieser neuen Wortschöpfungen.
Das Mitropa-Zeichen stand jahrzehntelang für diesen Service der Eisenbahn.
Daher liegt dort auch die Schärfe, die Personen sind nicht zu erkennen; gleich wird eine Frau interessiert hineinschauen, der Schatten eilt ihr voraus.

Datum: 15.12.2019 Ort: Berlin Schöneweide [info] Land: Berlin
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: DR
Kategorie: Menschen bei der Bahn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Per Dreibein über das Ford-Gleis
geschrieben von: Der Rollbahner (137) am: 05.01.20, 11:07
Es waren die letzten Betriebsjahre auf der Goerzbahn: Die Automobil-Kunststoffteile für Ford in Köln begannen ihre Reise auf dem Betriebsgelände des Zulieferers Visteon im Industriegebiet am Zehlendorfer Stichkanal im Südwesten Berlins und wurden auf ihrer ersten Etappe von den einmännig besetzten, weil mit einer Funksteuerung ausgerüsteten, Rangierlokomotiven der Baureihe 363 über die Strecke der Zehlendorfer Eisenbahn (Goerzbahn) bis zum Bahnhof Berlin-Lichterfelde West befördert.

Während die hinteren Wagen noch durch das Firmentor rollen, hat Zuglok 363 821-0 bereits fast die Goerzallee erreicht und wird ihre Fuhre nach dem Passieren der Straße zunächst im sich unmittelbar hinter dem BÜ anschließenden Bahnhof Schönow (früher: Südbahnhof) abstellen, um vor der Weiterfahrt entlang des Dahlemer Weges erst einmal die aus Lichterfelde mitgebrachten Leerwaggons über das Ford-Gleis ins Werk zu drücken.

Im Bahnhof Lichterfelde West wird dann eine Lokomotive der Baureihe 232 den Ganzzug übernehmen.

Während die Züge an diesem Fotostandort in der Sommerzeitphase auch gerne aus dem Gegenlicht fuhren, konnte ein milder Herbsttag im November einmal dazu genutzt werden, die Szene bei günstigeren Lichtverhältnissen einzufangen.

2. Versuch: Bild begradigt; Kontrast und Farben neu bearbeitet.

Datum: 26.11.2009 Ort: Berlin Steglitz-Zehlendorf [info] Land: Berlin
BR: 360-365 (alle V60-West) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Reflektionen
geschrieben von: Rainer.Patzig (30) am: 24.11.19, 15:33
Mit Ziel Warschauer Straße hat der Kleinprofilzug der Reihe A3 den Haltepunkt Hallesches Tor verlassen. Bis zu seinem Ziel wird er ausschließlich oberirdisch unterwegs sein.

Der Hochbahnviadukt war bis vor wenigen Jahren Domäne der über den Berliner Tellerrand hinaus bekannten Linie U1 (ehemals Warschauer Straße - Krumme Lanke). Mittlerweile teilen sich die Linien U1 (heute Warschauer Straße - Uhlandstraße) und U3 (heute Warschauer Straße - Krumme Lanke) den Verkehr. Atmosphäre hat die Strecke aber immer noch.

Datum: 19.01.2019 Ort: Berlin Kreuzberg [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Dynamisch
geschrieben von: der Potsdamer (23) am: 17.11.19, 18:42
Wenn man sich im Bhf Wannsee die Zeit vertreiben muss,so kommt man auf kuriose Bildideen. Auf dem Bild fährt gerade eine S-Bahn der Baureihe 481 in den Bahnhof ein.

Datum: 21.01.2011 Ort: Berlin [info] Land: Berlin
BR: 481 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Blaue Stunde in Spandau
geschrieben von: CMH (180) am: 16.11.19, 16:17
Die Verkehrsstation Spandau ist im Fernverkehr für Berlinreisende via Hamburger- und Lehrter Bahn erster Halt auf Berliner Stadtgebiet. In seiner heutigen Form ging der Bahnhof 1997 in Betrieb. Auf den Fensterscheiben der Warteräume finden sich Liniennetzpläne des Fernnetzes (hier: Knoten Hannover) wieder, die den langen Bahnsteigen gleich zu mehr Farbe und Sympathie verhelfen.

Datum: 15.03.2018 Ort: Berlin Spandau [info] Land: Berlin
BR: Personenwagen Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Ab in den Winterschlaf
geschrieben von: Toaster 480 (281) am: 11.11.19, 14:43
Die letzte öffentliche Sonderfahrt des Jahres 2019 ist vorbei, in der Dunkelheit des Sonntagabends rückt der TM34 als letztes von vier eingesetzten Fahrzeugen in den altehrwürdigen Köpenicker Betriebshof ein, welcher heute u.a. die historische Straßenbahnsammlung der BVG beheimatet. Ein kurzer Stillstand vor der Halle, bevor die letzten Meter zurückgelegt und die Tore geschlossen werden. Bis zur nächsten Themenfahrt im April 2020 kehrt hier nun Ruhe ein.
Das Bild ist von öffentlichem Boden außerhalb des Hofes entstanden.

Datum: 10.11.2019 Ort: Berlin Köpenick [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Wriezener Bahn: Seit dem 04.10....
geschrieben von: Torka (5) am: 06.11.19, 16:27
... bis zum 08.11.2019 fährt als S7-Ersatzzug eine PRESS Garnitur bestehend aus 246 049-2, 2 Reichsbahnwagen und einem WiKo im Stundentakt zwischen Berlin-Ostkreuz und Ahrensfelde.

Zuletzt bearbeitet am 28.05.20, 21:21

Datum: 15.10.2019 Ort: Bitterfelder Straße [info] Land: Berlin
BR: Steuerwagen (außer von Triebwagen) Fahrzeugeinsteller: Pressnitztalbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Wiedervereinigt
geschrieben von: Toaster 480 (281) am: 20.10.19, 19:24
Über dieses Foto habe ich mich besonders gefreut, zeigt es doch die heutige Verbundenheit von Ost und West zum 30. Jubiläumsjahr des Mauerfalls. Im Jahr 2006 wurde die hier zu sehene Straßenbahnstrecke durch die Bernauer Straße als eine der bislang wenigen Neubaustrecken in den ehemaligen West-Berliner Bezirken eröffnet. Das West-Netz wurde 1967 endgültig stillgelegt und daraufhin vollständig abgebaut, in Ost-Berlin blieb die Straßenbahn jedoch erholten - der Ausbau des Netzes gen Westen (bzw. Wiederaufbau) gestaltet sich aber sehr schleppend. Das Motiv zeigt die Hauptbestandteile der "Gedenkstätte Berliner Mauer", welche entlang der Bernauer Straße den Todesstreifen und erhaltene Mauerreste als Freilichtmuseum präsentiert. Auf dem linken Gebäude befindet sich diesbezüglich eine Plattform, von der man die frühere Trennung Berlins heute gut nachvollziehen kann.
Der hier dargestellte Gotha-Großraumwagen 218 001-2 mit Baujahr 1958 absolvierte bei dieser Themenfahrt seine erste Fahrgastbeförderung seit gut 4 Jahren und reiht sich somit wieder in den einsatzfähigen Bestand der BVG ein. Heute fährt dieses Ost-Fahrzeug auf der West-Seite der "Berliner Mauer"...
Auf dieser interessanten Rundfahrt durch Mitte bin ich natürlich auf der ersten Tour mitgefahren. :-)

Zuletzt bearbeitet am 21.10.19, 18:42

Datum: 20.10.2019 Ort: Berlin Bernauer Straße [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Berlin-Ruhleben zur Blütezeit
geschrieben von: Leon (512) am: 01.10.19, 17:45
Wonnemonat Mai 1992. Die Wende ist erst ein paar Jahre her. Zur Anbindung des westlichen Umlandes mit Berlin wurde zwischen Nauen und Berlin-Charlottenburg eine Nahverkehrsverbindung geschaffen, auf der Doppelstock-Wendezüge eingesetzt wurden, die mit den formschönen Lokomotiven der Baureihe 228 des Bw Wustermark bespannt wurden. Eingesetzt wurden hier -wie auch im S-Bahn-Vorlaufverkehr zwischen Berlin-Wannsee und Potsdam- vierteilige Doppelstockzüge verschiedener Bauarten sowie fünfteilige Doppelstock-Gliederzüge. Letztere wurden ursprünglich Anfang der 70er Jahre u.a. für den Sputnik-Verkehr auf dem Berliner Außenring beschafft.
Neues und bis dato unbekanntes Zugpferd im Wustermarker Stall war die gut gepflegte 228 168, die uns hier in Berlin Ruhleben mit so einem Gliederzug entgegen kommt. Rechts im Bild liegt der Güterbahnhof Ruhleben, von welchem aus u.a. Kesselzüge zu verschiedenen Anschließern verteilt wurden.
Der Fotograf befindet sich auf der ehemaligen Brücke der damals noch stillgelegten S-Bahn-Trasse nach Berlin-Spandau. Die 228 befährt das Gleis von Charlottenburg nach Spandau. Das dahinter liegende Gleis -noch mit Stromschiene der ehemaligen S-Bahn in Richtung Jungfernheide- verbindet Spandau mit den Güterbahnhöfen Moabit und dem Hamburg- und Lehrter Güterbahnhof. Dahinter befinden sich zahllose Kleingärtner, bevor die Industrielandschaft von Ruhleben beginnt, welche u.a. ein Klärwerk beinhaltet.

Ob die Blütezeit sich nun ausschließlich auf die Vegetation bezieht oder aber auch die abgebildete Traktion in ihrem Umfeld mit einbezieht, bleibt der Phantasie des Betrachters überlassen...;-)

Scan vom Fuji-100 6x6-Dia

Datum: 18.05.1992 Ort: Berlin Ruhleben [info] Land: Berlin
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Provisorium B1
geschrieben von: NAch (742) am: 17.09.19, 16:25
Eigentlich habe ich nur die spätabendliche Vollausleuchtung der Rauchkammer der 01 2207 vor dem D 1076 fotografiert.
Ich denke, das ist mir auch gelungen. Damit es aber so wird, war mein Standpunkt definiert, etwas weiter weg. Für den "Rest des Bildes" habe ich diesen typischen Anbau für dies Stellwerk (?) genommen. Das ausgemauerte Fachwerk war auch mal verputzt, dazu eine doppelte Ofenheizung. Die Versorgungsleitungen nach oben sind mit Holz oder Steinwolle oder auch gar nicht verkleidet. Und heute muss es als Titel dienen.

Scan vom Negativ

Datum: 28.05.1977 Ort: Berlin Ostbahnhof [info] Land: Berlin
BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Farblos
geschrieben von: rene (708) am: 16.09.19, 21:58
Am 20. März 2019 fuhr der Advanced Train Lab ICE-TD mehrere Testfahrten zwischen Wannsee und Lichterfelde West.
Außer ein paar rote Dächer ist alles ziemlich farblos. Die Bäume haben noch keine Blätter, sogar die rote Binde auf dem ICE hat Platz gemacht für ein graues Exemplar.
Im Bild hat Zug Lr 70111 (Potsdam Medienstadt Babelsberg - Berlin Lichterfelde West) das Ziel fast erreicht.



Zuletzt bearbeitet am 18.09.19, 16:24

Datum: 20.03.2019 Ort: Berlin Sundgauer Straße [info] Land: Berlin
BR: 605 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Mit der Traxx durch den Spektepark
geschrieben von: 52 8195 (116) am: 09.09.19, 20:29
Das noch vorhandene Reststück der Bötzow-Bahn verläuft mitten durch den Spektepark in Berlin-Spandau. Wirklich gestört wird die Ruhe durch die Bahn allerdings nicht, finden auf ihr doch nur recht selten Zugfahrten statt. Bei diesen handelt es sich zudem fast ausschließlich um Überführungen von und zur HVLE-Werkstatt im Bahnhof Johannisstift.

Am 05.09. hatte 246 001 eine Leergarnitur Faccns zum Güterbahnhof Berlin Spandau gebracht und rollt auf dem Rückweg zum Bahnhof Johannisstift alleine durch den Spektepark.

Zuletzt bearbeitet am 11.09.19, 17:57

Datum: 05.09.2019 Ort: Berlin, Spektepark [info] Land: Berlin
BR: 246 (Bombardier TRAXX P160) Fahrzeugeinsteller: HVLE
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Zeitzeugen
geschrieben von: Toaster 480 (281) am: 01.09.19, 19:26
Das Deutsche Technikmuseum Berlin ist seit einigen Wochen um eine Attraktion in der Schienenfahrzeug-Ausstellung reicher. Per Schienenweg wurde aus Hamburg-Ohlsdorf sowie dem nahegelegenen Depot für Kommunalverkehr jeweils ein Triebkopf historischer Bauart zur Verkörperung der ersten beiden S-Bahnsysteme Deutschlands in den Lokschuppen 2 des Museums überführt. Aufgrund solch aufwendiger Aktionen sowie der mittlerweile häufig stattfindenden Sonderfahrten direkt auf das Museumsgelände wird positiverweise eine gewisse Dynamik und Lebendigkeit in die dargestellte Eisenbahngeschichte gebracht.
Die Aufnahme fand ohne Blitz statt, Lichteinfall und Reflexionen sind von natürlicher Art.

Datum: 01.09.2019 Ort: Berlin Technikmuseum [info] Land: Berlin
BR: 470,471 Fahrzeugeinsteller: DTMB
Kategorie: Stillleben
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Nachtzug am Nachmittag
geschrieben von: 52 8195 (116) am: 02.09.19, 17:38
Aufgrund von Bauarbeiten wurden die Fernzüge zwischen Berlin und Frankfurt(Oder) Ende Juli über Cottbus umgeleitet. Da dies einen Fahrtrichtungswechsel nötig machte, wurde der NJ457 nach Wien bis Frankfurt(Oder) von einer 101 anstelle des PKP-Taurus bespannt. Da zur Kompensation der längeren Fahrzeit die Abfahrtszeit deutlich nach vorne verlegt wurde zeigte sich der bunte Zug bereits um kurz nach 16Uhr auf der Spindlersfelder Brücke. Nachdem glücklicherweise auch keine Wolke ihren Schatten auf den Zug geworfen hatte konnte der Fotograf zufrieden ans Ufer zurückkehren.



Zuletzt bearbeitet am 03.09.19, 19:28

Datum: 21.07.2019 Ort: Berlin Spindlersfelder Brücke [info] Land: Berlin
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Ein seltener Gast auf der Stammbahn
geschrieben von: Leon (512) am: 29.08.19, 21:31
Der verkehrspolitische Informationsverein hat heute eine Fahrt über verschiedene nichtelektrifizierte Strecken innerhalb von Berlin veranstaltet. Die Fahrt begann in Berlin-Lichtenberg und führte zunächst über das Karower Kreuz, Gesundbrunnen und Moabit nach Wannsee. Befahren wurde dann ein Teil der Stammbahn bis Lichterfelde West und zurück. Dann ging es über Grunewald und den südlichen Innenring nach Tempelhof und von dort nach Mariendorf und zurück, anschließend über Neukölln und Baumschulenweg zurück über Lichtenberg bis zum Ostkreuz.
In Lichterfelde West wurden vor gut einem Jahr die letzten Wagen des Ford-Autologistikzuges abgeholt. Seitdem befindet sich die Strecke in einem Dornröschenschlaf, zwischendurch jedoch immer wieder zaghaft unterbrochen durch Fahrten mit dem Trainlab oder durch Einsätze von Museumsfahrzeugen wie dem VT 95 der Berliner Eisenbahnfreunde. Daher war die heutige Fahrt eine ebenso seltene wie willkommene Abwechslung. Eingesetzt wurde der 628 435. Wir sehen ihn hier am frühen Abend, wie er den Bahnhof Lichterfelde West wieder gen Wannsee verlässt. Im Hintergrund liegen die verkrauteten und ungenutzen Gleise des früheren Militärbahnhofes der alliierten Streitkräfte bzw. des späteren Güterbahnhofes für den Ford-Zug. Das kleine Stellwerk rechts neben dem Triebwagen wurde zwischenzeitlich bereits fast vollständig von der Natur vereinnahmt.

Datum: 29.08.2019 Ort: Berlin Lichterfelde West [info] Land: Berlin
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Bahnsteig C, Gleis 7
geschrieben von: NAch (742) am: 27.08.19, 11:29
Ab Dresden hat die 01 2050 den D378 befördert und läuft soeben in die sonnendurchflutete Halle des Berliner Ostbahnhofes ein.
Postsäcke liegen auf den Karren bereit, ob für die nächste Leistung dieses Wagenparks? Eher nicht, die ersten Wagen sind Reisezugwagen.

Scan vom KB-Negativ

Datum: 22.05.1977 Ort: Berlin Ostbahnhof [info] Land: Berlin
BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Sonnenaufgang in Neukölln
geschrieben von: Leon (512) am: 10.08.19, 11:58
Manche Aufnahmen entstehen aus dem Nichts. Gestern war geplant, morgens den Kaffeezug in Berlin-Neukölln zu erwischen. Eigentlich ein Zug, der werktags fast immer verkehrt, aber in diesem Sommer lag seine Ankunft in Neukölln immer schon zwischen 05.50 Uhr und 06.30 Uhr. Eine aktuelle Baustelle bei Michendorf zwingt jedoch den Zug zu einer Umleitung von Seddin über Priort und Berlin-Spandau nach Neukölln, mit entsprechend späterer Ankunft und entsprechend anderen Aufnahmemöglichkeiten. Dennoch war ich gestern gegen 06.30 Uhr pünktlich an Ort und Stelle - just in dem Moment, wo ein Russe der LEG mit seinem Kesselzug von Grünau langsam in den Bahnhof rollte! Auto in zweiter Spur stehen gelassen, Knipse raus und erst einmal *klick*. Autos in Neukölln in zweiter Spur stehen zu lassen zählt dort nicht einmal mehr als Kavaliersdelikt, sondern eher zur Kultur..;-)
O.K., nachdem der Zug mit seiner 132 158 im Bahnhof zum Stehen gekommen ist, wurde erst einmal ordnungsgemäß geparkt und der Lokwechsel auf eine Krauss-Maffei-Lok der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn beobachtet, die alsbald mit der Hälfte des Kesselzuges zu den örtlichen Tanklagern entlang der NME verschwand. Der LEG-Russe stellte sich dann in ein Stumpfgleis und wird am Abend gegen 19 Uhr mit der leeren Fuhre den Bahnhof wieder verlassen.
Und der Kaffeezug? Nach 90 Minuten vergeblichen Wartens und zahllosen S-Bahn-Fotos erhielt ich die Meldung, dass der Kaffeezug schon um 3.20 Uhr Priort verlassen hat, m.a.W. der war längst in der Rösterei angekommen...shit happens!:-(

Datum: 09.08.2019 Ort: Berlin-Neukölln [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: LEG
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Fernzüge Richtung O
geschrieben von: NAch (742) am: 06.08.19, 09:52
Leider weiß ich nicht mehr, ob das Gegenstück auch existierte, "Fernzüge Richtung Westen" solche Hinweise wurden ja tunlichst vermieden. Das mit den Himmelsrichtungen ist ja immer so eine Sache, politisch gesehen.
Der Vindobona jedenfalls nutzte diesen Bahnsteig für seine Fahrt nach Süden.
Die Glasflächen (frisch gesäubert?) des Hallendaches lassen den Triebwagen leuchten, vor dem Hintergrund der dunklen Streben um so mehr.
Der Gepäckaufzug rechts bestimmte den Standpunkt und damit den Bildausschnitt, ich habe daher dieses Relikt der früheren Zeiten angeschnitten im Bild behalten.
Scan vom KB-Dia


Datum: 09.04.1978 Ort: Berlin Ostbahnhof [info] Land: Berlin
BR: 675 (DR VT 18.16) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Pop-Art aus "einer Hand" (II)
geschrieben von: Toaster 480 (281) am: 03.08.19, 14:57
Von einer Woche zeigte ich hier eine ungewöhnliche Perspektive zur Berliner Pop-Art der 1970er Jahre: [www.drehscheibe-online.de] Eine vorzeitige Aufnahme in die Galerie nebst zahlreichen positiven Kommentaren hätte ich nicht erwartet, für dieses Interesse an meiner Arbeit möchte ich mich herzlich bedanken.

Noch polarisierender als die einmalige Kombination Hochbau (Bierpinsel) + U-Bahnhof eines selbstständigen Architektenpaares an der Schlossstraße, waren die U-Bahn-Zugangsgebäude am Fehrbelliner Platz, für dessen Gestaltung Rainer G. Rümmler - ehemaliger Direktor der Senatsbauverwaltung - verantwortlich war. Seit 1913 gab es dort bereits einen U-Bahnhof, welcher zur Wilmersdorf-Dahlemer-Schnellbahn - der heutigen U3 - gehörte. Ca. 20 Jahre blieb der darüberliegende Platz eine Brachfläche, bis die Nationalsozialisten streng-sachliche Verwaltungsgebäude errichteten. Als um 1970 die U7 bis zum Fehrbelliner Platz verlängert wurde, entstanden rund um die große Straßenkreuzung neben mehreren Treppenabgängen ein Passimetergebäude sowie ein großer Pavillon mit Ladenflächen im Stil der Pop-Art im knallroten Anstrich und mit besonderer Formgestaltung. Dafür hagelte es mächtig Kritik, denn viele Bürger bzw. die Presse unterstellten Rümmler eine Verschandelung des Umfelds, er sah dies jedoch eher als provokanten Kontrast zur trostlosen Umgebung. Höhepunkt war dabei der genannte Pavillon "die Borhinsel" mit dem "Uhrenturm".
Diesen Kontrast habe ich versucht bildlich umzusetzen - gleichzeitig ist zufällig ein erneutes Spannungsfeld zur heutigen "Streetart" in Form das Graffiti-Tags zu sehen, das immerhin farblich passend ist. Mein Interesse an dem Thema entstammt u.a. dem mehr als 350 Seiten umfassenden Band "Der Himmel unter West-Berlin", welchen ich wärmstens empfehlen kann. Er ist zeitlich passend zur Ausstellung "Underground Architecture" der Berlinischen Galerie im März 2019 erschienen. Die Ausstellung war ebenfalls hochinteressant, ist jedoch seit Mai wieder vorbei. Diese Werbung erfolgte uneigenützig und ohne Absprache.

Datum: 03.08.2019 Ort: Berlin Fehrbelliner Platz [info] Land: Berlin
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: keiner
Kategorie: Stillleben
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Drei mal
geschrieben von: rene (708) am: 01.08.19, 23:46
Drei mal halten die Züge der Linie RE 6 (in Berlin/Brandenburg) in der Hauptstadt.
Neben das Ziel bzw. der Startpunkt Berlin Gesundbrunnen wird auch noch in Jungfernheide und Spandau gehalten. Inwiefern der Halt in Jungfernheide sinnvoll ist, darüber kann man diskutieren. Das Gute ist aber, dass die Züge aufgrund des Haltes eher langsam über die Brücke gefahren kommen und man deswegen noch zeitnah reagieren kann (man hört die Züge nicht kommen - es gibt genug andere Geräusche in der Großstadt - und bei schnelleren Züge die nicht in Jungfernheide halten ist man dann meistens zu spät).

Am 23. Juni klappte mein Vorhaben die RE 6 auf der Brücke endlich (beim dritten Versuch). Zu sehen sind zwei BR 648 Triebwagen als RE 3607 aus Wittstock (Dosse).

Datum: 23.06.2019 Ort: Berlin Jungfernheide [info] Land: Berlin
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Ein dunkles Loch zum Fürchten
geschrieben von: Toaster 480 (281) am: 30.07.19, 19:36
Schloßstraße oder Schloss-Strasse? Bei der richtigen Schreibweise des Bahnhofnamens scheiden sich bis heute die Geister. Lustigerweise fand man lange Zeit beide Schreibweisen an verschiedenen Stellen des Doppelstock-U-Bahnhofs vor, von dem eine gewisse Faszination ausgeht. Analog zum U-Bahnhof Jungfernheide an der U7 sind beide Stockwerke bis heute nur zur Hälfte in Betrieb, die jeweiligen Umsteigelinien wurden nie fertiggestellt. Die Ausgestaltung mit Sichtbeton und dunklen Farbverkleidungen ließ den Bahnhof schon immer recht finster wirken, was sich durch die Demontage vieler Gestaltungselemente sowie das lieblose Baustellenflair noch um ein Vielfaches verschlimmert hat. Die wenigen Originallampen, auf einer solchen hier der Fokus liegt, werden nunmehr größtenteils von einfachen Neonröhren unterstützt, die langen Treppenaufgänge von der unteren Ebene tun ihr übriges.
Wie bei meinem vorherigen, thematisch anknüpfenden Bild verwende ich bei der Ortsbezeichnung meine Auffassung der korrekten Schreibweise. ;-)

Datum: 27.07.2019 Ort: Berlin Schlossstraße [info] Land: Berlin
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: keiner
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
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Nachtdüse in Berlin-Wannsee
geschrieben von: Toaster 480 (281) am: 28.07.19, 20:05
Nach exakt einem Monat fotografischer Abstinenz wurde mal wieder der Wecker gestellt und in der wunderbaren Morgenruhe der Weg nach Berlin-Wannsee bestritten. Dort erwartete ich auf dem ehemaligen Auto-/Nachtzug-Bahnsteig den Zug NJ "Nightjet" 470 aus Zürich. Als allgemein sehr pünktlicher Nachtzug ist die Verbindung sowieso ein interessantes Foto-Objekt, die Bedienung von Potsdam, B-Wannsee und B-Zoo sowie die daraus notwendige Befahrung der Strecke Magdeburg-Berlin machen ihn zu einem vollends besonderen Zug in unseren Gefilden.
Ich hielt es erst für einen Objektivfehler, die Gegenstände am linken Bildrand sind in real aber tatsächlich so "schief".
Erwähnenswert ist außerdem der Blick auf die Rotunde des historischen Empfangsgebäudes am rechten Bildrand.

Datum: 27.07.2019 Ort: Berlin Wannsee [info] Land: Berlin
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Berlin ist grün
geschrieben von: NAch (742) am: 27.07.19, 09:55
Berlin ist grün - nicht überall, aber ziemlich oft.
Kreuzberg gehört neben Neukölln, Friedrichshain, Gesundbrunnen und Prenzlauer Berg zu den sehr dicht besiedelten Ortsteilen Berlins.
Beim Blick vom Deutschen Technik Museum auf den Landwehrkanal mag man das kaum glauben, das Grün der Bäume dominiert.
Genauer: es dominiert bei diesem Bildausschnitt, die angeschnittenen Hochhäuser am oberen Bildrand zeigen das andere Gesicht, das hier im Hintergrund bleiben soll.

Datum: 26.07.2019 Ort: Möckernbrücke [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Landschaft
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