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"Heavy weather" in Berlin-Staaken
geschrieben von: Leon (456) am: 03.02.20, 08:53
Vor kurzem wurde ein Bild mit einer Doppeltraktion aus zwei 210.4 mit einem EC in die Galerie gewählt, welches von einer Fußgängerbrücke "draußen" in Berlin-Staaken aufgenommen wurde. Blickt man von dieser Fußgängerbrücke in die Gegenrichtung, so ergibt sich dieser Blick: wir sehen auf die Strecke von Wustermark in Richtung Berlin-Spandau, gesäumt von Kleingärtnern und älteren Reihenhäusern. Neben der Strecke liegt noch das Gleis incl. Stromschiene der ehemaligen S-Bahn zum Bahnhof Staaken, der im Hintergrund des Bildes ausgemacht werden kann. Hier wurde der Betrieb zwischen Spandau West und Staaken infolge des S-Bahner-Streiks im Herbst 1980 eingestellt.
Über die beiden Gleise im Vordergrund wurde alles abgewickelt, was an Reise- und Güterverkehr aus westlicher oder nordwestlicher Richtung nach Berlin unterwegs war: zunächst der Interzonen- und später der IC-Verkehr von Hamburg, nach der Wende der Regionalverkehr, darüber hinaus der Güterverkehr vom Rangierbahnhof Wustermark. Aus dieser Richtung kam am MIttag des 05.09.1992 ein Kesselzug in die Stadt, bespannt wohl mit der blassesten und farblosesten Ludmilla der Baureihe 230, die mir jemals vor die Linse fuhr. Diese Baureihe verschwand bereits zum Anfang des Jahres 1994, und es ist meine einzige Aufnahme dieser Baureihe mit der Bezeichnung "230" - evtl. sogar die einzige mit dieser Bezeichnung in der Galerie. Ja, sie sahen schon einen Tick anders aus als ihre Schwestern der Baureihe 232: 20 cm kürzer, ein Maschinenraumfenster weniger an den Seiten, und die ersten Loks ihrer Reihe verfügten noch über die großen Stirn- und Führerstands-Seitenfenster. Spätere Lieferungen erhielten zunächst kleinere Seitenfenster, bevor ab der 130 052 nur noch die kleineren Stirnfenster verwendet wurden.
So...nach der Aufnahme ging es erst einmal flugs wieder hinunter ins Auto, bevor der nächste Regenschauer seine Ladung abwerfen konnte...;-)

Scan vom Fuji-RDP100 6x6-Dia

Datum: 05.09.1992 Ort: Berlin Staaken [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Die Patrouille
geschrieben von: NAch (729) am: 30.01.20, 14:28
Die juristischen Finessen zur Reichsbahn in den drei Westsektoren von Berlin waren schon von besonderer Güte.
Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde im gesamten Deutschland das Sondervermögen des Reiches, Deutsche Reichsbahn, von den Alliierten in ihren jeweiligen Zonen beschlagnahmt. In der sowjetischen Besatzungszone wurde mit dem Befehl Nummer 8 der SMAD die Reichsbahn in deutsche Hände übergeben. Aus Praktikabilitätserwägungen erkannten die Westalliierten die Reichsbahn-Betriebsführung – aber nicht Eigentumsrechte – in West-Berlin an. (…)
In den Grundbüchern war bis zur deutschen Wiedervereinigung als Eigentümer „Deutsches Reich, Sondervermögen Deutsche Reichsbahn“ eingetragen. (aus [de.wikipedia.org] )

Und wie war das mit der Polizei?
Die Polizei der drei Westsektoren betrat einen Bahnhof nur unter besonderen Umständen, die Transportpolizei der DDR - da waren die Westallierten vor.
Es gab daher eine „Bahnpolizei“, die aber nicht mehr Rechte hatte als jeder anderen Bürger, vor allem durfte sie keine Waffen tragen.
In [de.wikipedia.org] heißt es dazu: „(…) Am 30. Januar 1962 wurde daher eine Bahnpolizei der Deutschen Reichsbahn geschaffen, die die Schutzpolizei der Transportpolizei in West-Berlin ablöste. Die Bahnpolizei trug als Bewaffnung nur einen Schlagstock, ihre Angehörigen waren ausschließlich deutsche Einwohner der Westsektoren Berlins (..)“
Am Bahnhof Wannsee sind mir diese beiden bei ihrem - offenbar angenehmen Dienst - entgegengekommen, Licht und Schatten und der Reichsbahner im Vordergrund erhöhen den Spannungsbogen.


Datum: 30.10.1984 Ort: Berlin Wannsee [info] Land: Berlin
BR: Personenwagen Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Menschen bei der Bahn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Dunkel war's
geschrieben von: NAch (729) am: 29.01.20, 12:03 Top 3 der Woche vom 09.02.20
Der Mond schien helle, auf diesem Scan vom Negativ ist er sogar zu sehen.
Zum Glück schien nicht nur der Vollmond, auch die Bahnhofsleuchten und die Triebwerksbeleuchtung sorgten zusammen mit dem Schnee für ein gut ausgeleuchtetes Triebwerk, der leichte Nebel mag auch seinen Teil beigetragen haben.

Und von oben schaute der Lokführer der 50 3519 interessiert unseren Bemühungen zu, die vielen Lager an der Treibstange im richtigen Winkel festzuhalten.

Zuletzt bearbeitet am 31.01.20, 20:25

Datum: 17.02.1984 Ort: Schlema [info] Land: Sachsen
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 21 Punkte

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Blockstelle 101
geschrieben von: Leon (456) am: 24.01.20, 17:13
Da, wo heute die ICEs mit Vmax über die Schnellfahrstrecke von Berlin nach Hannover hinwegfegen, lag früher eine eingleisige Hauptbahn, welche mit zahlreichen interessanten Bahnhöfen und Blockstellen aufwarten konnte. Nicht nur auf der etwas südlicher gelegenen Magistrale mit seinen bekannten Blockstellen in Belicke, Kemnitz, Parey und Altenplatow kam man auf seine fotografischen Kosten, sondern auch auf der Strecke von Wustermark über Rathenow und Stendal nach Oebisfelde reihte sich ein Motiv nach dem anderen. Der Zugverkehr war nicht minder interessant: vor den Schnell- und Eilzügen sah man Ludmillen, den Nahverkehr teilten sich U-Boote, V 100 und Ferkeltaxen, und im Güterverkehr kamen neben "Russen" auch Stendaler "Wummen" bis nach Wustermark und sogar weiter bis nach Ketzin.
Die Elbe bei Hämerten und die Havel bei Rathenow wurden mit sehenswerten und teils riesigen Brücken überquert, und erinnert sei an monströse Bahnhofsbauten, wie z.B. in Rathenow, gleich mit danebenstehendem Wasserturm.
Eine der vielen Blockstellen fand sich bei Jävenitz. Hier passiert eine LVT-Einheit das Gebäude, in Form des 171 007, noch mit Beiwagen, Panoramascheibe und Alu-Zierleiste.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 10.05.1991 Ort: Jävenitz [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Das Signal-Ballett am Spandauer Güterbahnhof
geschrieben von: Leon (456) am: 21.01.20, 19:28
Ein Motiv, welches früher gerne aufgesucht wurde, war das Ende der Ladestraße im Berlin-Spandauer Güterbahnhof. Insbesondere an den Vormittagsstunden hat sich hier die Gelegenheit gegeben, neben dem Fernverkehr von Hamburg auch die Güterzüge von Wustermark nach Berlin-Ruhleben oder zum Hamburg- und Lehrter Güterbahnhof abzulichten. Häufig kamen hier Kesselzüge zu den Tanklagern in Ruhleben und in Richtung Eiswerder, welche über die Gütergleise auf der Nonnendammallee an die Rhenus WTAG übergeben wurden.
Nach der Wende wurde zwischen Berlin-Charlottenburg und dem Umland im Havelland ein Regionalverkehr eingerichtet, welcher zunächst mit Ferkeltaxen und später mit Doppelstock-Wendezügen betrieben wurde, die erst mit der Baureihe 228 und später mit den Baureihen 201 und 202 bespannt wurden, wobei sich die Ziele innerhalb von Berlin im Laufe der Zeit geändert haben.
Hochinteressant war jedoch der Güterzugeinsatz von Lokomotiven der Baureihe 130, welche längst von den Schienen verschwunden sind. Abgesehen von den großen Frontfenstern, welche die etwas niedrigeren Betriebsnummern aufgewiesen haben, sah hier jede Lok anders aus. Zwischen "wie aus dem Ei gepellt" und "rotbrauner Flickenteppich" war eigentlich alles vertreten. Das abgebildete Exemplar bestach durch seine Zierlinien an der Dachkante und die umrandeten Pufferringe. Am Haken eine Kesselwagengarnitur, vermutlich für Ruhleben. Der Zug bahnt sich hier seinen Weg durch das Formsignal-Ballett des Güterbahnhofs Spandau und wird in wenigen Augenblicken in Ruhleben eintreffen. Rechts im Hintergrund sieht man noch das T-Stellwerk vom ehemaligen S-Bahnhof Spandau. Hinter der Lok lugt das Dach des Stellwerkes "Spg" hervor. Dieses in Szene zu setzen ist jedoch Thema für eine spätere Einstellung mit ganz anderen Zügen...;-) Wer heutzutage die Spandau-Arcaden am neuen S- und Fernbahnhof Spandau besucht, darf sich gern auf Spurensuche begeben..:-)

Scan vom Fuji 100-Kleinbilddia


Datum: 07.10.1990 Ort: Berlin Spandau [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Chag
geschrieben von: Leon (456) am: 18.01.20, 11:10
"Chag" war die Abkürzung für das Fahrdienstleiterstellwerk am Berlin-Charlottenburger Güterbahnhof. Bis zu den Umbaumaßnahmen nach der Wende war das Stellwerk für die Berliner Eisenbahnszene ein beliebter Fotostandpunkt. Man konnte wahlweise das Stellwerk für Züge aus Richtung Spandau oder Ruhleben in Szene setzen, welche hier über eine Verbindungskurve auf die Ferngleise der Ringbahn in Richtung Grunewald oder Tempelhof abzweigen - oder aber ein paar Schritte zurückgehen für Züge, die von Moabit die Ringbahngleise befuhren und unter der im Bild sichtbaren Fachwerkträgerbrücke der S-Bahn hindurchführen. Am 02.10.1988 galt die Aufmerksamkeit jedoch dem Verbindungsgleis von Spandau, da an diesem Tag für eine Woche die beliebten "Informationsfahrten" der DR statt fanden und zu diesem Anlass die 38 205 in Berlin (West) zu erleben war. Im Nachhinein viel interessanter war jedoch der Zug, der dem Dampfzug im Block vorausfuhr: damals Alltag, aber heute historischer als je gedacht: um die Ecke kam die 130 003, am Haken eine tschechische Zementwagengarnitur, bei der ich bis heute in tiefes Nachdenken nach ihrem Zielort innerhalb von Berlin falle. Die einzige Zementbude, die mir auf die Schnelle einfällt, war damals am S-Bahnhof Feuerbachstraße in Berlin-Steglitz, bei der derartige Wagen hin und wieder zu sehen waren, doch die Bedienung dorthin erfolgte sehr unregelmäßig und wenn, dann mit der Baureihe 106.

Das Stellwerk hat in den Folgejahren seinen Erker an der Ecke des Gebäudes verloren und fiel später der Spitzhacke zum Opfer, wie auch die stählerne Fachwerkbrücke. Heute befinden sich dort unfotogene und nicht mehr öffentlich zugängliche Beton-Überführungswerke.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia.

Zuletzt bearbeitet am 20.01.20, 18:07

Datum: 02.10.1988 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Thüringer Morgenknoten
geschrieben von: hbmn158 (409) am: 02.01.20, 13:27
Drei Züge trafen sich morgens um viertel vor Neun in Themar. Alle Drei waren Lokbespannt und jeder Zug wurde von einer anderen Baureihe befördert. Von rechts nach links waren das der N 14709 aus Erfurt mit 228 601, die bereits vorgezogen ist, in der Mitte verläßt eine 232 mit dem N 14910 den Bahnhof nach Meiningen und am Hausbahnsteig beschleunigt 219 087 den N 14911 nach Sonneberg (Thür). Letztere bestanden noch aus grünen Bghw-Garnituren.
Glück gehabt, denn die interessanteste Lok hing am Sonnenende und konnte so mit dem gepflegten Empfangsgebäude angemessen porträtiert werden.
219 087 (und 219 078) wurden seinerzeit bei der Regentalbahn in Viechtach ausgebessert und erhielten dabei einen himbeerroten Anstrich mit individueller Latzvariation und einfacher „DR“-Beschriftung. Sonderlich erfolgreich war der Ausflug ins Bayrische wohl nicht, denn die weiteren U-Boote wurden wieder in Chemnitz behandelt.
Nein, wir waren seinerzeit weder mit einem Ford Granada noch mit einem weißen VW Polo unterwegs ...

Scan vom KB-Dia, Fuji Sensia 100


Datum: 25.05.1993 Ort: Themar [info] Land: Thüringen
BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Hoch oben in Elbingerode
geschrieben von: Leon (456) am: 17.12.19, 18:17
Erinnerungen an den Einsatz der Baureihe 251 im Personenzugdienst! Von der Rübelandbahn haben wir ja in den letzten Tagen diverse neue Bilder in der Galerie gesehen, und ich möchte die Reise noch ein kleines Stück fortsetzen. Im Februar 1991 ging der Personenverkehr noch bis Königshütte, als uns etwa am höchsten Punkt der Rübelandbahn bei Elbingerode die 251 005 mit ihrem P 16436 nach Königshütte entgegen kommt. Den Zug haben wir an diesem Tag bereits vom Bärendenkmal in Rübeland gesehen, und entgegen der sonst üblichen Gepflogenheiten wurde an dem Tag kein weiterer Güterzug abgewartet, sondern es ging flugs den Felsen hinunter und dem Zug bis Elbingerode hinterher. Ein kurzer Sprint über die kahle Wiese verhalf dann zu diesem Blick auf das Hochplateau und die Ortskulisse.
Ich möchte zum Wimmeln einladen..die Wende ist erst ein gutes Jahr her- und noch sind die Häuser frei von den typischen Satellitenschüsseln der Nachwendezeit..;-)

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 27.02.1991 Ort: Elbingerode [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Geschichte
geschrieben von: Johannes Poets (308) am: 18.12.19, 00:00
Das Empfangsgebäude von Blankenheim (Kreis Sangerhausen) wurde abgerissen.
Der Ohrenschmaus schwer arbeitender Dampflokomotiven wich dem Gesurre der elektrischen Traktion.
Schnee im Dezember ist am südlichen Harzrand und auch anderswo inzwischen Geschichte.

Die 52 8094-6, wenige Tage zuvor vom Bw Bautzen zum Bw Sangerhausen umbeheimatet, hat den bekannten Erzpendel am Haken.

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Scan vom Kleinbild-Dia (Ektachrome 64 professional)

Datum: 17.12.1981 Ort: Blankenheim [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 16 Punkte

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Kleiner Grenzverkehr
geschrieben von: Johannes Poets (308) am: 13.12.19, 12:00
Die Wetterlage Mitte Dezember 1981 verspricht der Region südlich des Harzes ruhiges Winterwetter mit Sonnenschein. Der Blick in den Nachthimmel am frühen Morgen des 17. Dezember 1981 zeigt einen deutlich sichtbaren abnehmenden Halbmond. Beste Voraussetzungen also für den Eisenbahnfreund aus der BRD, kurzfristig eine Tageseinreise im kleinen Grenzverkehr in die DDR über Duderstadt/Worbis anzusetzen, um schwer arbeitende Dampflokomotiven auf der Blankenheimer Rampe zu erleben und im Bild festzuhalten.

Tiefblauer Morgenhimmel beim Grenzübertritt gegen 07:30 Uhr. Blendendes Gegenlicht über der verschneiten Landschaft während der Fahrt ostwärts auf der F 80 zwischen Nordhausen und Sangerhausen. Voller Vorfreude schlägt das Herz bis zum Hals.

In Blankenheim schiebt sich langsam eine Nebelwand über die Landschaft. Ein einziges Bild entsteht an jenem Tag, auf dem das Sonnenlicht wenigstens noch zu erahnen ist.

Ende 1981 wurde aufgrund einer Ölkrise in der DDR die Baureihe 44.00 mit Ölhauptfeuerung [www.drehscheibe-online.de] nach und nach durch die Baureihe 52.80 mit Rostfeuerung abgelöst. Die leistungsmäßig deutlich schwächeren Maschinen hatten auf der Blankenheimer Rampe allerdings große Schwierigkeiten. Manchmal schaffen sie es kaum ohne Schleudern, die schweren Züge über den Berg zu bringen. Oft ging es nur in Schrittgeschwindigkeit unter ohrenbetäubendem Zischen und Stampfen voran. Die bis vor wenigen Tagen noch in Bautzen beheimatete 52 8094-6 hat soeben mit dem Erzpendel nach Helbra das Einfahrtsignal vom Bahnhof Blankenheim passiert. Bis zum Scheitelpunkt der Strecke ist es nun nicht mehr weit.

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Scan vom Kleinbild-Dia (Ektachrome 64 professional)

Zuletzt bearbeitet am 18.12.19, 12:00

Datum: 17.12.1981 Ort: Blankenheim [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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