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Unterm Schloss Grafeneck
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 17.09.20, 20:05
Zu den Top-Motiven an der Schwäbischen-Alb-Bahn zählt ohne Zweifel das Schloss Grafeneck, das sich der Herzog von Württemberg im 18. Jahrhundert in der Nähe des Gestüts Marbach errichten ließ. Dank der forstpflegerischen Vorarbeit vermutlich von anderen Eisenbahnfotografen konnte ich den SAB-NE81 als Zug 81753 Ulm-Gammertingen aus einer erhöhten Position vor dem herrschaftlichen Bau ablichten, in dem eine sozialpsychiatrische Einrichtung untergebracht ist.
Man kann m.E. aber kein Bild vom Schloss Grafeneck zeigen, ohne daran zu erinnern, dass das Schloss in der Zeit der Nazi-Diktatur als Tötungsanstalt missbraucht wurde, in der über 10.000 behinderte Menschen ermordet wurden. Informationen dazu gibt es im Dokumentationszentrum auf dem Schlossgelände sowie auf dieser Webseite.

Bildmanipulation: Nachdem auf der Landesstraße im Vordergrund über Minuten kein Fahrzeug zu sehen war, musste sich ein Automobilist den Spaß einer Zug-Parallelfahrt erlauben. Ich habe den Pkw mit Teilen einer zweiten Auslösung "aus dem Verkehr gezogen".

Datum: 16.03.2020 Ort: Grafeneck [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 626 (NE 81) Fahrzeugeinsteller: SAB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Wolfsteiner Panorama
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 16.09.20, 08:30
Vom sogenannten Panoramaweg oberhalb von Wolfstein hat man dort, wo die Vegetation Lücken aufweist, Ausblick auf die pfälzische Kleinstadt und die sie durchquerende Nebenbahn nach Lauterecken-Grumbach. 643 029 "Kreimbach-Kaulbach" ist als RB66 12961 auf dem Weg nach Kaiserslautern. Hinter dem Ort erhebt sich der 568 m hohe Königsberg. Vom intensiven Bergbau, der früher dort betrieben wurde, ist nichts mehr zu sehen; an seiner Flanke erkennt man aber die Wahrzeichen von Wolfstein, die Ruine Alt-Wolfstein mit dem erhaltenen Bergfried und die Ruine Neu-Wolfstein, neben der sich ein kleiner Weinberg befindet (vermutlich heute der letzte im Lautertal).

Datum: 14.09.2020 Ort: Wolfstein [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Les Combes (die Herbstvariante)
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 10.09.20, 23:10
Vor Kurzem hat Philipp diese schöne Aufnahme von der "Uhrmacherlinie" Besançon-Le Locle eingestellt, und Julian meinte daraufhin, dass das Motiv des Juradorfs La Colombière, das zur Gemeinde Les Combes gehört, sich sicher auch im Herbst gut machen würde. Ich greife diese Anregung auf und möchte hier eine Oktober-Variante von Philipps Motiv vorschlagen, die allerdings von einem anderen Standort aus gemacht wurde. Die beiden prächtigen jurassischen Höfe nahe der Kirche von La Colombière bekommt man von dieser Stelle aus nicht ins Bild (da steht ein Baum im Weg), aber dafür erheischt man einen Blick auf den Doubs, der hier aus der Schlucht von Remonot heraustritt (der gleichnamige Weiler liegt, nicht sichtbar, hinter dem bewaldeten Hügel links). Dort kann man neben einem Restaurant, dessen Form der Krümmung der Felswand folgt, den Eingang in die Höhlenkapelle von Remonot erkennen, ein etwas kurioser Kultort mit Art-Déco-Einrichtung, der sich 30 m in den Fels hinein erstreckt. Darüber rollt auf dem kurzen aus dieser Perspektive einsehbaren Streckenstück ein Solo-"Walfisch" der Reihe X73500 als TER 18109 Besançon Viotte - La Chaux-de-Fonds zu Tal.

Datum: 26.10.2019 Ort: La Colombière [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Endlich!
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 09.09.20, 21:58
Der HzL-Holcim-Zug fährt schon etliche Jahre über die Donautalbahn zwischen Tuttlingen und Sigmaringen, aber trotz mehrerer Besuche während der letzten Zeit war mir noch kein brauchbares Foto dieses Zuges gelungen. Entweder war ich an Tagen da, wo er gar nicht fuhr, oder aber er kam zu einer Uhrzeit bzw. an einer Stelle vorbei, wo das Licht nicht optimal stand. Und irgendwie beschlich mich der Eindruck, dass über meinen Versuchen, den Holcim-Zug zu fotografieren, ein Fluch läge.
Am 8.9. stand der Zug Richtung Singen morgens brav in Hausen im Tal, um die 8.15-Uhr-Kreuzung mit dem RE abzuwarten; so bestand eine realistische Chance, dass er sich pünktlich zur Kreuzung um 10.45 Uhr wieder in Hausen einfinden würde. So kam es dann auch, und ich konnte wenig später endlich das Objekt der Begierde vom Schaufelsen aus (nomen est omen!) auf Höhe von Neidingen ablichten.

Zuletzt bearbeitet am 11.09.20, 10:52

Datum: 08.09.2020 Ort: Neidingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 265 (Voith Gravita 15L BB) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Ismails zaghafter Morgengruß
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 06.09.20, 18:06
Für den 4.9. war dank Hoch Ismail für den Südwesten viel Sonnenschein vorausgesagt. Daher entschloss ich mich, nach Gutenstein ins Donautal zu fahren, um zwei Fotopunkte auszuprobieren, die ich auf openstreetmaps ausgemacht hatte. Die Anfahrt lief trotz heftigen frühmorgendlichen Lkw-Verkehrs etwas schneller als gedacht, so dass ich schon vor der Durchfahrt von RB 22343 Fridingen-Sigmaringen am Zielort ankam. Diesen Zug (der in Fridingen den Anschluss von einem HzL-Ringzug aufnimmt - zumindest theoretisch, wenn es denn Reisende gibt, die ausgerechnet diese Umsteigeverbindung wählen, um von Tuttlingen nach Sigmaringen zu gelangen) hatte ich nicht auf meiner 'Abschussliste', denn bei einem Sonnenaufgang um 6.46 Uhr hielt ich es für unwahrscheinlich, dass gegen 7.15 Uhr schon Licht im Talgrund sein würde. Wenige Minuten, bevor sich die Schranken senkten, schaffte es die Sonne dann aber doch knapp über die umliegenden Hügel, so dass RegioShuttle 650 104 beim Passieren des seit 1981 aufgelassenen Bahnhofs abgelichtet werden konnte.

Datum: 04.09.2020 Ort: Gutenstein [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Durch die Freiburger Bucht
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 30.08.20, 17:32
...führt, über weite Strecken völlig geradlinig, die Breisacher Bahn, deren Zugverkehr sich an langen Sommerabenden von den Weinbergen oberhalb von Wasenweiler gut beobachten lässt. S1-Zug 9881 ist auf dem Weg von Breisach nach Freiburg Hbf und nimmt Kurs auf Gottenheim, wo sich der (leider) einzige Kreuzungsbahnhof auf der Breisacher Bahn befindet. Südlich des Orts steigt der von Reben bedeckte Tuniberg an. Hinter dem bewaldeten Gürtel des Mooswalds erkennt man die nördlichen Stadtteile von Freiburg und dahinter den Roßkopf mit seinem kleinen Windpark. Am Horizont rechts ist der knapp über 1000 m hohe Thurner zu sehen, am rechten Bildrand kann man die Einkerbung des Höllentals erahnen.

Datum: 07.07.2020 Ort: Gottenheim [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 440 (Alstom Coradia Continental) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Eisenbahnfotografie + Eisenbahn-Archäologie
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 27.08.20, 21:16
Zwei Mal pro Stunden können die Bewohner von Kaiseringen im Schmeietal die Züge der Zollernalbbahn vorbeifahren sehen; einsteigen können sie leider nicht, denn der Halt im Bf. Kaiseringen-Frohnstetten wurde in den 1980er Jahren aufgegeben. Hier legt sich ein 612 als IRE 3257 Stuttgart-Aulendorf in die Kurve und wird gleich das Gelände des früheren Bahnhofs passieren.
Wie viele Orte in dieser Gegend, war Kaiseringen früher von der Textilindustrie geprägt. Oberhalb des Zugs sind die Anlagen der Cordfabrik Kauffmann erkennbar, die heute teilweise von anderen Firmen genutzt werden. Im Hintergrund ragt der Straßberger Kapffelsen gerade noch aus dem Frühlingswald.
Beim Aufstieg zum Fotopunkt kann man nebenbei Eisenbahn-Archäologie betreiben, denn im Wald finden sich zahlreiche Relikte einer kurzlebigen Standseilbahn, die zwischen 1912 und den frühen 1920er Jahren den auf hohenzollerischem Territorium gelegenen Bf. Kaiseringen-Frohnstetten mit dem badischen Truppenübungsplatz bei Stetten am kalten Markt verband. Später wurde der Militärverkehr dann vollständig über den nahegelegenen Bf. Storzingen abgewickelt.

Datum: 07.05.2020 Ort: Kaiseringen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Holz vorm Haus
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 25.08.20, 16:37
Die Strecke Stuttgart-Tuttlingen(-Singen), heute üblicherweise auf ihrer ganzen Länge als Gäubahn bezeichnet, folgt im Abschnitt zwischen Rottweil und Tuttlingen südlich von Spaichingen dem Tal des Faulenbachs. Sie durchfährt dabei zwar nette Landschaft, aber die Fotomotive sind - abgesehen von der bekannten Kurve nördlich von Rietheim, wo sich Nordfahrer gut ablichten lassen - eher knapp gesät. Daher war es mir recht, dass ich das frisch gesägte und aufgeschichtete (und fein riechende!) Holz vor einem Bauernhof südlich von Rietheim als zusätzliches Elemente mit ins Bild nehmen konnte, als ein ÖBB-Taurus mit dem IC189 auf dem Weg von Stuttgart nach Zürich vorbeikam.

Datum: 12.06.2020 Ort: Rietheim [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 182 (Siemens ES64U2) Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Ein Ort zum Verweilen
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 23.08.20, 21:57
Wenn man ganz entspannt dem Eisenbahnfoto-Hobby nachgehen möchte, dann ist der Aussichtspunkt "Bei den Fichten", der oberhalb des Jedensbach-Hofs in Oberharmersbach liegt, ein passender Ort: eine Sitzbank und eine Ruheliege unter zwei schattenspendenden Bäumen laden dazu ein, gemütlich auf die SWEG-RegioShuttle zu warten, die zwei Mal pro Stunde unten im Tal vorbeifahren. Am 20.8., als trotz brachialer Hitze ziemlich klare Luft herrschte, war VT 019 in Breisgau-S-Bahn-Lackierung zum Dienst im Harmersbachtal eingeteilt und rollt als Zug 72226 Oberharmersbach-Riersbach - Biberach vor der Kulisse des kleinen Ferienorts talwärts. Ein farblich etwas auffälligerer Triebwagen wäre schön gewesen, aber alles, was hier vorbeikommen kann, ist mehr oder weniger weiß...

Datum: 20.08.2020 Ort: Oberharmersbach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Leichter Vorteil für die Bahn
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 19.08.20, 12:08
Zwischen Monreal und Urmersbach haben die Züge der Pellenz-Eifel-Bahn (bzw. Eifelquerbahn), die ansonsten westlich von Mayen nicht gerade zu den schnellsten zählen, gegenüber dem Straßenverkehr einen kleinen Vorteil. Denn die Bahn folgt hier einem Seitental des Elzbachs, während die Landesstraße über die Höhe verläuft und die Strecke in dieser Relation um ein Drittel länger ist als per Bahn. Vor allem aber muss sich die Bahnlinie das idyllische Tal nur mit dem Bach und einem Zufahrtsweg zur Siedlung Heunenhof bzw. einem Wanderweg teilen. Hier passiert 640 012 als RB38-Zug 12666 Andernach-Kaisersesch einen BÜ unterhalb von Heunenhof. Typisch für heiße sonnige Sommertage: die zusammengeknüllte Sonnenblende neben dem Fahrpult des Triebwagens.
Der erwähnte Vorteil für die Bahn ist im Übrigen sehr relativ: abgesehen davon, dass sicher nur wenige Kunden genau von Monreal nach Urmersbach oder umgekehrt fahren wollen, macht die ungünstige Lage des Bf Monreal - 700 m vom historischen Ortskern entfernt, an dem der Zug direkt vorbeifährt - jeden Zeitvorteil für potentielle Fahrgäste zunichte.

Datum: 07.08.2020 Ort: Heunenhof [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 640 (LHB/Alstom LINT 27) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Sonntagmorgen im Donautal
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 16.08.20, 10:47
Sonntags um zwanzig vor acht herrscht in Hausen im Tal noch Ruhe: auf der Landesstraße ist kein Verkehr, ebenso wie auf dem Fahrradweg entlang vom Fluss, und auf dem Campingplatz am Donauufer sind nur vereinzelt Camper schon aktiv. Für kurze Zeit unterbricht der solo verkehrende 612 als erster Zug des Tages (RE 22300 Ulm-Donaueschingen) diese morgendliche Stille.
Die Aufnahme ist vom Mühlefelsen oberhalb von Neidingen entstanden, der vom Naturfreundehaus Stetten am kalten Markt in etwa 10 Minuten erreichbar ist. Im Hintergrund sieht man unverkennbar das beeindruckend gelegene Schloss Werenwag, während am linken Bildrand der Hohle Felsen oberhalb von Langenbrunn zu erkennen ist, der ebenfalls einen reizvollen Standpunkt für Eisenbahnfotos bietet.

Datum: 12.07.2020 Ort: Neidingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Blankenhornsberger Doktorgarten
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 14.08.20, 11:31
So nennt sich die Premiumlage, die vom Staatsweingut Freiburg auf dem Ihringer Winklerberg am Südwestzipfel des Kaiserstuhls bewirtschaftet wird. Von den Rebterrassen hat man einen weiten Blick auf die Oberrheinebene und auf das "blaue Band" der Vogesen um Colmar - und natürlich auch auf die westliche Kaiserstuhlbahn, zumindest dort, wo nicht hoher Mais und andere 'Spielverderber' das Gleis verdecken. Hier dieseln zwei SWEG-RegioShuttle als S5-Zug 88445 von Riegel-Malterdingen dem Endbahnhof Breisach entgegen. Die Strecke ist zwar schon eine geraume Weile elektrifiziert, die Dieseltriebwagen sollen aber erst 2021 durch Talent 3 abgelöst werden.
Benannt ist der Doktorgarten übrigens nach dem südbadischen Önologie-Pionier Adolph Blankenhorn (1843-1906).

Datum: 31.07.2020 Ort: Breisach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Voll in die Kurve gelegt
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 11.08.20, 21:55
Der Bahnhof von Hachenburg liegt nördlich und etwas unterhalb der Altstadt am Hang, der ins Nistertal hinabführt, und zwar in einer weiten Kurve. Durch diese räumliche Situation ist es so gut wie unmöglich, einen Zug mit passendem Licht vor dem schönen Empfangsgebäude aufzunehmen. Dafür passt das Licht aber am Morgen, um die HLB-Triebwagen an der westlichen Bahnhofseinfahrt abzulichten, die - wie auch andere Stellen an der Oberwesterwaldbahn - noch mit viel traditioneller Infrastruktur aufwarten kann. VT 259 erreicht als Zug 63601 Siegen - Nistertal-Bad Marienberg den Bahnhof. Wegen Bauarbeiten zwischen Nistertal-Bad Marienberg (Erbach) und Westerburg pendelten die Züge auf dem nördlichen Streckenteil zu diesem Zeitpunkt im sauberen Stundentakt anstelle des sonst hier praktizierten Hinketakts.

Datum: 06.08.2020 Ort: Hachenburg [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: HLB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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An der Andernacher Pforte
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 10.08.20, 18:12
Nördlich des Neuwieder Beckens verengt sich das Mittelrheintal zwischen dem Krahnenberg (linksrheinisch) und dem Engwetter (rechtsrheinisch) wieder. An dieser als Andernacher Pforte bezeichneten Stelle nimmt eine 101 mit ihrem IC Kurs auf Leutesdorf. Um welchen Zug es sich handelt, kann ich nicht mit Gewissheit sagen. Von der Fahrplanlage her könnte es IC 1116 Stuttgart-Dortmund sein, der laut Kursbuch aber linksrheinisch trassiert ist. Eventuell handelt es sich auch um einen Zusatzzug (an einem Ferien-Samstag nicht ganz abwegig).

Ein paar Hintergrund-Informationen zum Bild: Eigentlich war ich an den Krahnenberg gefahren, um zu schauen, ob der seit Bellingrodt bekannte (und in der Galerie hier gezeigte) Klassiker mit dem Ortsblick auf Andernach noch zu machen ist. Dem war leider nicht so: Die B9, von der aus man diesen Blick haben könnte, verläuft heute 4-spurig auf einem Hangviadukt, das zu besteigen mir dann doch zu heikel war. Und die Suche nach einem Ersatz-"Guckloch" vom Wanderweg, der auf den Krahnenberg führt, erwies sich als vergeblich. Vielleicht haben Ortsansässige hierzu einen heißen Tipp...
Das hier gezeigte Ersatz-Motiv bietet sich vom Aussichtspunkt Krahnenberg Kanzel. Der Krahnenberg war früher ein populäres Ausflugsziel, und an dem Aussichtspunkt befanden sich zwei Gasthäuser, die "Kaiserburg" und die "Krahnenburg". Erst beim Nachrecherchieren zu Hause erfuhr ich, dass es zu deren Erschließung von 1895 bis ca. 1945 eine meterspurige, mit Wasserballast betriebene Standseilbahn von Andernach herauf gab, deren Bergstation wohl ebenfalls unmittelbar am Aussichtspunkt Kanzel gelegen haben muss. Spuren davon gibt es nach so langer Zeit verständlicherweise keine mehr, und vor Ort findet sich auch leider keinerlei erklärender Hinweis auf dieses ehemalige Verkehrsmittel. Von den beiden Gasthäusern sind aktuell nur (eingezäunte) Reste der "Krahnenburg" übrig, die noch bis 2014 bewirtschaftet wurde und auf deren Gelände ein Andernacher Unternehmer eigentlich 2020 mit dem Bau eines neuen Gastronomie-Komplexes beginnen wollte - man darf gespannt sein, ob dieses Projekt wie geplant umgesetzt wird. Der Krahnenberg könnte jedenfalls etwas Revitalisierung vertragen...

Bildmanipulation: Ein Graffiti auf einem der IC-Wagen wurde beseitigt.

Zuletzt bearbeitet am 10.08.20, 18:14

Datum: 08.08.2020 Ort: Andernach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Fast wie in alten Zeiten
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 04.08.20, 10:59
Den Personenverkehr auf der Donautalbahn Tuttlingen-Sigmaringen teilen sich bekanntlich die SWEG/HzL und die DB, wobei bei den von der DB gefahrenen RE-Zügen seit 2019 mit 612-Garnituren in Landesfarben zu rechnen ist. Am 27.7. herrschte aber offenbar 612er-Mangel, so dass nur ein Teil der Fahrten von den weiß-gelben Regio-Swingern bestritten werden konnte. Neben dem inzwischen vertrauten 644er-Umlauf waren stattdessen mehrere Veteranen der Baureihe 628 im Einsatz. Da fühlte ich mich in alte Zeiten zurückversetzt, denn meine "aktive Zeit" als Bahnfotograf im Donautal begann erst nach 1988, als der Verkehr größtenteils auf diese Fahrzeuge (lange Zeit systematisch in Mintgrün, einer Lackierung, mit der ich mich nie wirklich anfreunden konnte) übergegangen war.
Nachdem ich das Gespann aus 628 698 (in nicht mehr ganz ansehnlichem Lack) + mintgrüner "Maria" als RE22322 Ulm-Donaueschingen an einer suboptimal gewählten Stelle bei Hausen im Tal abgelichtet hatte, war klar, dass diese Garnitur als RE22337 kurz vor Sonnenuntergang nochmal in entgegengesetzter Richtung vorbeikommen würde. Als Fotostelle blieb da eigentlich nur die Kurve vor dem Espachfelsen bei Mühlheim, die ich schon einmal mit einem 611 von einem niedrigeren Standort für die Galerie vorgeschlagen hatte. Der hier gezeigte Blick ergibt sich von der höchsten Position am Mühlheimer Galgenberg, von der überhaupt noch ein Blick auf die Bahntrasse möglich ist.

Bildmanipulation: ein weißer Lieferwagen (was sonst?) hatte es nicht mehr ganz geschafft, sich hinter dem Baum rechts zu verstecken; deshalb musste elektronisch nachgeholfen werden.

Zuletzt bearbeitet am 04.08.20, 21:24

Datum: 27.07.2020 Ort: Mühlheim an der Donau [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Die Gunst der langen Tage
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 02.08.20, 17:32
Der Sommer ist nicht die beste Jahreszeit, um an der fränkischen Saaletalbahn zu fotografieren: einige Motive sind wegen belaubter Vegetation nicht gut zu machen; vielerorts ragen dürre Grashalme in den Gleiskörper; und die Übergabe Hammelburg-Gemünden kommt in schlechtem Licht. Allerdings ergeben sich in den Tagesrandzeiten ein paar Motive, die nur an den langen Tagen umsetzbar sind, wie z.B. der morgendliche Dorfblick Diebach, den Yannick hier gezeigt hat. Am anderen Ortsende von Diebach hat man an diesen Tagen mit maximaler Sonnenscheindauer abends die Möglichkeit, gut ausgeleuchtete RegioShuttle der Erfurter Bahn mit dem Schloss Saaleck (bzw. dem, was davon übrig ist) im Hintergrund abzulichten. Hier fährt VT 017 als Zug 80696 Schweinfurt Stadt-Gemünden vorbei.

Bildmanipulation: Ein Strommast, der ungeschickt über das Fahrzeugdach ragte, wurde weggestempelt.

Datum: 23.06.2020 Ort: Diebach [info] Land: Bayern
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: EB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Eine fast fürstliche Aussicht
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 30.07.20, 21:32
Oberhalb des Dorfes Langenbrunn liegt, imposant wie an den Felsen geklebt, das Schloss Werenwag, von dessen Gemächern aus man grandiose Landschaftsblicke auf den Abschnitt des oberen Donautals zwischen Neidingen und Beuron genießen können müsste. "Müsste" deswegen, weil sich das Schloss im Privatbesitz der Fürsten von Fürstenberg befindet und damit für Nicht-Blaublütige unzugänglich ist. Glücklicherweise gibt es etwas nördlich vom Schloss mit dem Echofelsen einen Aussichtspunkt, von dem man zumindest eine "abgespeckte" Version des Blicks auf den Ort Hausen im Tal und seinen Bahnhof abbekommt. Ein Solo-612er passiert die Station als RE22320 auf dem Weg von Ulm nach Donaueschingen. Auf der rechten Talseite ragt der Hausener Schlossfelsen auf, im Hintergrund ist der obere Teil der als Schaufelsen bekannten Felsformation zu erkennen.

Bildmanipulation: Das Bild ist aus zwei Aufnahmen zusammengesetzt, daher das fast quadratische Format. Es geht eng zu auf dem Echofelsen, und deshalb hat man die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub: entweder ragen Blätter von oben oder Buschwerk von rechts ins Bild. Ich habe mich für das erstere Übel entschieden...

Datum: 27.07.2020 Ort: Hausen im Tal [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Montréal Rive-Sud
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 29.07.20, 00:03
In der Agglomeration Montréal werden alle Siedlungszonen, die sich am rechten Ufer des Sankt-Lorenz-Stroms befinden, als "Südufer" bezeichnet, obwohl sich die Orte geographisch meist im Osten der Metropole befinden. Hier liegt Longueuil, mit 240.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Großraums, in der Canadian National den Rangierbahnhof Southwark unterhält. Ein gemischter Güterzug rollt gerade von diesem Rbf auf die Gleise der CN-Hauptstrecke nach Saint-Hyacinthe, über die auch die Exo-Vorortzüge nach Mont-Saint-Hilaire und die VIA-Fernzüge nach Québec-Ville und Halifax verkehren. Gezogen wird der Güterzug von der leider eher unansehnlichen GP9RM 4141 und einer deutlich besser im Lack stehenden GP38-2. Über die doppelte Weichenverbindung am linken Bildrand fädelt die CN-Strecke zur US-amerikanischen Grenze bei Lacolle / Rouses Point aus, über die wenige Minuten nach Ausfahrt des Güterzugs der Amtrak-Fernzug "Adirondack" nach New York vorbeirollen wird. Im Hintergrund ist neben der Skyline der Innenstadt der 234 m hohe bewaldete Hügel des Mont Royal zu erkennen, von dem der heutige Name von Montréal (das ursprünglich Ville-Marie hieß) abgeleitet ist.

Datum: 16.09.2019 Ort: Longueuil, Québec, Kanada Land: Übersee: Nordamerika
BR: CA-GP9RM Fahrzeugeinsteller: CN
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Über den Dächern von Wittlensweiler (Version 2)
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 25.07.20, 21:52
160 m lang, 25 m hoch: das sind die Maße des Ettenbachviadukts, auf dem die obere Gäubahn Eutingen-Freudenstadt den Ort Wittlensweiler passiert. Man kann diese Szene mit Eisenbahn- oder Stadtbahn-Fahrzeugen hoch über dörflicher Bebauung aus zwei Richtungen festhalten: einmal von Süden von der Ortsstraße aus, so wie das Taunusbahner hier gezeigt hat, oder im Abendlicht vom Ufer des Ettenbachs von Norden her, allerdings natürlich nur an entsprechend langen Tagen. Am 27.5. hat es locker gereicht, den AVG-Triebwagen als S8-Zug 85524 Karlsruhe-Bondorf gut ausgeleuchtet aus dieser Perspektive abzulichten. Dass trockene Sommer oder andere Gründe den Baum im Vordergrund vom Blattaustrieb abgehalten haben, ist zwar eigentlich kein Grund zur Freude, kam dem ungehinderten Blick auf das Brückenbauwerk (und dem Durchblick zur Dorfkirche) aber durchaus zugute.

Datum: 27.05.2020 Ort: Wittlensweiler [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 4XDE (sonstige deutsche Elektrotriebwagen) Fahrzeugeinsteller: AVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Wenn der Talent mal unpässlich ist...
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 24.07.20, 17:30
Die Münstertalbahn Bad Krozingen-Untermünstertal wird seit 2013 elektrisch betrieben. Dafür standen der SWEG bis Mitte 2020 zwei Talent-2-ET zur Verfügung, die für den Verkehr auf der nur 11 km langen Strecke eigentlich ausreichten. Allerdings waren sie werktags, wenn auch noch drei Durchläufer bis/ab Freiburg zu fahren waren, nahezu pausenlos im Einsatz. Wenn dann mal ein Talent ausfiel, blieb nichts Anderes übrig, als auf Dieselfahrzeuge vom Kaiserstuhl zurückzugreifen, so wie hier, als sich BSB-VT 013 und VT 501 als Zug 72532 nach dem Halt am Hp Oberkrozingen auf den Weg zum Anschlussbahnhof machen.
Seit Mitte Juni 2020 verkehren auf der Münstertalbahn Talent 3; die Durchläufer nach Freiburg gibt es nicht mehr, dafür wird Staufen jetzt in einem lückenlosen Halbstunden-Takt bedient.

Datum: 20.01.2020 Ort: Oberkrozingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Baiersbronn-Oberdorf
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 19.07.20, 23:14
Baiersbronn im Murgtal ist nach Stuttgart die größte Gemeinde Baden-Württembergs - zumindest flächenmäßig. Dementsprechend viele Ortsteile gibt es. Zwischen dem Oberdorf und dem Unterdorf, die den schon sehr ausgedehnten Kernort bilden, liegt der 1901 eröffnete Bahnhof, den hier zwei GT8-100D/2S-M der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft als Eilzug 85194 Karlsruhe Hbf-Freudenstadt Hbf verlassen. Der erste Stadtbahntriebwagen ist in den aktuellen AVG-Farben gehalten und mit Werbung für das Experimenta-Science-Center in Heilbronn beklebt, während der zweite Tw noch die blassere ältere Lackierung trägt.

Datum: 01.06.2020 Ort: Baiersbronn [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 4XDE (sonstige deutsche Elektrotriebwagen) Fahrzeugeinsteller: AVG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Landesfarben auf dem Vormarsch
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 14.07.20, 08:41
Im Regionalverkehr in Südbaden sieht man immer öfter (und in absehbarer Zeit wohl ausschließlich) Triebwagen in der weiß-gelben bwegt-Lackierung des Landes Baden-Württemberg. Nun werden auch Sitzgelegenheiten für Eisenbahnfreunde, die diese Fahrzeuge fotografieren möchten, in das Farbschema miteinbezogen...
Zu sehen ist S12-Zug 9824 Gottenheim-Endingen zwischen Bötzingen und Eichstetten. Der Blick reicht über die March und den flachen Nimberg bis zum Elz- und zum Glottertal, das vom Kandel (1241 m) und vom Flaunser (866 m) eingerahmt wird.

Datum: 07.07.2020 Ort: Bötzingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 440 (Alstom Coradia Continental) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 15 Punkte

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Der Klotz am Rhein
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 10.07.20, 18:29
In den Wochen rund um den längsten Tag des Jahres ergibt sich ab ca. 7.15 Uhr ein etwa anderthalbstündiges Zeitfenster, in dem man Züge auf der Rheintalbahn vor der Felswand des Isteiner Klotz aus den Rebhängen heraus mit passender Sonne fotografieren kann. Besonders erfreulich ist es natürlich, wenn dann neben den Regionalbahnen noch ein paar weitere Züge den Weg über die alte Strecke wählen. Am Samstagmorgen, als dieses Foto entstand, konnten sich die drei anwesenden Fotografen nicht beklagen: neben 4 passenden Nord-Süd-Güterzügen kam auch der BTE-Autoreisezug Hamburg-Lörrach, bespannt mit zwei Railpool-Vectrons, um die Ecke, allerdings deutlich vor Plan, so dass ein Teil des Rebhangs noch im Schatten lag.

Bildmanipulation: Ein gleißend weißes Blockkennzeichen hinter den Loks wurde elektronisch abmontiert. Den Hobbykollegen aus der Schweiz, der sich mit seiner Leiter unten in den Reben platziert hatte, habe ich aber bewusst nicht "weggestempelt".

Datum: 04.07.2020 Ort: Istein [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 193 (Siemens Vectron) Fahrzeugeinsteller: Railpool / BTE
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 15 Punkte

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Sonntagsdienst auf der Breisacher Bahn
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 06.07.20, 20:49
Seit der Elektrifizierung wird die Strecke Freiburg-Breisach von Montag bis Samstag von Coradia-Continental-Triebwagen (meist Doppelgarnituren) befahren, die ins Höllental weiterfahren oder von dorther übergehen. An Sonn- und Feiertagen, wenn man im Höllental im 20-Minuten-Takt und nach Breisach alle 30 Minuten fährt, wird die Strecke ohne Durchbindungen in den Schwarzwald betrieben, und es kommen Fahrzeuge zum Einsatz, die werktags auf der Rheintalbahn unterwegs sind. In den ersten Betriebsmonaten waren das mit 146 bespannte Wendezüge; aktuell trifft man Desiro-HC-Einheiten an, die im Laufe des Jahres durch Mireo-Triebwagen abgelöst werden sollen.
Am Abend des 5.7. durchfährt Zug 9788 Freiburg-Breisach die Agrarlandschaft zwischen Wasenweiler und Ihringen. Dahinter reicht der Blick über die Ortschaft Merdingen, die unterhalb des Tunibergs liegt, und die Vorbergzone (mit Schönberg und Batzenberg) bis zum Hochschwarzwald und drei seiner bekanntesten Erhebungen: dem Schauinsland (links), dem Feldberg (in der Mitte) und dem Belchen (rechts).

Datum: 05.07.2020 Ort: Ihringen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 4XDE (sonstige deutsche Elektrotriebwagen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Traumpfad hoch über dem Main
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 03.07.20, 20:03
Zu den schönsten mir bekannten Wanderwegen, wo man Landschaftserlebnis und Eisenbahnfotografie ohne jeden Stressfaktor miteinander verbinden kann, gehört der Panoramaweg durch das Naturschutzgebiet Grainberg-Kalbenstein bei Karlstadt. Er führt immer an der Hangkante oberhalb der Weinberge und Muschelkalkfelsen entlang und bietet nahezu durchgängig wunderbare Ausblicke auf die Bahnlinie mit ihrem bekanntlich nicht gerade mageren Zugverkehr. Am besten startet man morgens zeitig am Grainberg oberhalb von Gambach und arbeitet sich langsam über den Kalbenstein (mit dem Aussichtspunkt Edelweiß) gen Süden vor. Spätestens um 11 Uhr ist das Licht 'rum, dann ist man aber auch schon in Karlstadt angelangt.
Die hier gezeigte Aufnahme mit einem Taurus der Mittelweserbahn vor einem erfreulich bunten Containerzug entstand im südlichen Abschnitt des Wanderwegs (der übrigens zugleich die südlichste Etappe der Fernwanderroute "Karolingerweg" bildet). Hier ist die Vegetation dichter als weiter nördlich, was aber den Vorteil bot, dass sich so das neue Gewerbegebiet kaschieren ließ, das gerade am linken Mainufer in Karlburg am Entstehen ist.

Zuletzt bearbeitet am 03.07.20, 20:06

Datum: 24.06.2020 Ort: Karlstadt [info] Land: Bayern
BR: 182 (Siemens ES64U2) Fahrzeugeinsteller: MWB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Oh nein - Nebel!
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 02.07.20, 09:44 Top 3 der Woche vom 12.07.20
Am 23.6. stand eine Fototour zur Saaletalbahn Gemünden-Bad Kissingen auf dem Programm. Nachdem auf der langen Anfahrt von Südbaden nach Unterfranken nicht der Anflug eines Nebelschwadens zu entdecken war, wurde ich just an der Autobahnausfahrt Hammelburg von dichtem Bodennebel empfangen. Shit! Allerdings ließ die Junisonne sogleich ihre Muskeln spielen, so dass sich der Nebel rasch aufzulösen begann und die Aufnahme von Zug 80677, geführt von VT 005 der Erfurter Bahn, am bekannten Motiv der Trimberger Saalebrücke dann doch noch klappte. Auch der Fernmeldeturm bei Westheim hat es zumindest teilweise aufs Bild geschafft.

Datum: 23.06.2020 Ort: Trimberg [info] Land: Bayern
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: EB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 19 Punkte

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Beuron von der B-Seite
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 14.06.20, 20:00
Bei Eisenbahnfreunden gut bekannt - und in der Galerie in mehreren Versionen vertreten - ist das Motiv von Zügen der Donautalbahn vor der Benediktinerabtei Beuron, wie es sich spätnachmittags von Westen umsetzen lässt. Ein anderer Blick auf Kloster und Bahn ergibt sich um die Mittagszeit von Südosten, und zwar von einem versteckten Fußpfad zum Petersfelsen, der dank seines Gipfelkreuzes von überall her gut identifizierbar, aber nicht so leicht zugänglich ist. Man sieht eine 612er-Doppelgarnitur, die als RE22321 Donaueschingen-Ulm gerade am Hp Beuron einige Fahrgäste aufgenommen hat und nun in Richtung Sigmaringen beschleunigt.
Während der Nachmittagsblick von Westen hauptsächlich den Klosterkomplex in Szene setzt, bekommt man bei der Vogelschau aus Südosten auch einen Teil des Klosterdorfs mit ins Bild. Dieser "weltliche" Teil von Beuron entstand erst zwischen 1890 und den 1920er Jahren, als nach der Eröffnung der Eisenbahn ein reger Pilgertourismus einsetzte. In dieser Zeit gab es in Beuron eine Vielzahl von Pilgerheimen, Gasthäusern, Pensionen und Hotels. Nach dieser Blütezeit wurde - von wenigen Abrissen und Umbauten abgesehen - im Dorf wenig verändert, und heute sind nahezu alle auf dem Bild sichtbaren Gebäude vom Landesdenkmalamt als Kulturdenkmale oder zumindest als erhaltenswerte Bauten klassifiziert. Besonders ins Auge fällt der massive fünfstöckige Fachwerkbau (mit der leider durch das Hochlicht verschatteten Seitenfassade); dabei handelt es sich um das Pilgerhospiz "Klosterhof", 1903/04 erbaut und seit fast 40 Jahren leerstehend. Wer mehr über die Gebäude erfahren möchte, dem sei diese Publikation des Landesdenkmalamts empfohlen.

Zuletzt bearbeitet am 16.06.20, 11:23

Datum: 12.06.2020 Ort: Beuron [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Beton am Haken
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 08.06.20, 20:52
Bei meinen Ausflügen, die mich im Frühjahr 2020 an den südlichen Abschnitt der Zollernalbbahn führten, hatte ich mir wenig Hoffnung gemacht, etwas anderes als Triebwagen vor die Linse zu bekommen. Die HzL fährt die Ganzzüge in der Regel über ihre eigene Strecke via Gammertingen, und dass ausgerechnet an den Tagen meiner Besuche einer der sporadischen Militärzüge nach Storzingen eingelegt werden sollte, war auch mehr als unwahrscheinlich. Umso erfreuter war ich, als am Morgen des 7.5. ein geduldig am Storzinger Hausbahnsteig wartender HzL-Regionalzug und die Weichenstellung an der südlichen Ausfahrt des Bahnhofs eine außerplanmäßige Zugbewegung erwarten ließen - und in der Tat kam kurz darauf die HzL-V151 vor einem Güterzug mit Betonteilen (vermutlich für die zu diesem Zeitpunkt laufenden Brücken-Neubauten im Schmeietal bestimmt) aus dem Einschnitt. Die immerhin schon 35 Jahre alte Lok trägt den blauen Lack erst seit der letzten Untersuchung im Frühjahr 2019.

Datum: 07.05.2020 Ort: Storzingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 2XDE (sonstige deutsche Diesellokbaureihen) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Besser spät als nie
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 02.06.20, 23:23
Später als geplant begann die diesjährige Saison des Radexpress "Murgtäler", aber seit dem Pfingstwochenende darf der RE38959 wieder fahren und hat - dank passenden Wetters - auch gleich eine beachtliche Zahl an Fotografen angelockt. Hier wurde der 111-bespannte 'Starzug' der Murgtalbahn südlich von Röt am Fuß des 841 m hohen Dammerskopf abgelichtet, zusammen mit den Anlagen des Holzwerks Braun & Würfele.
Fahrplanmäßig ist der Zug dieses Jahr auf den Laufweg Ludwigshafen-Baiersbronn beschränkt. Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass man die Garnitur bis zur Rückfahrt in Baiersbronn belassen würde (Gleise dafür gäbe es ja), musste aber später feststellen, dass sie wohl doch in Freudenstadt 'geparkt' wurde.

Datum: 01.06.2020 Ort: Röt [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 111 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Der Kleinste unter den Großen
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 04.06.20, 21:08
Von den drei großen Talübergängen, die die obere Gäubahn zwischen Dornstetten und Freudenstadt aufzuweisen hat, ist der Ettenbachviadukt mit 160 m Länge und 25 m Höhe der kleinste. Vermutlich weil dort die Züge über den Dächern des Dorfs Wittlensweiler abgelichtet werden können, ist er aber der am häufigsten fotografierte. Aufnahmen des gesamten Bauwerks vom Talgrund aus, wie die Altvorderen sie noch schießen konnten, sind heute wegen der Bewuchssituation jedoch so gut wie unmöglich; man muss entweder näher ran oder weiter weg.
Dieser Blick bietet sich von einer Wohnstraße am südlichen Rand von Wittlensweiler und zeigt 442 704, der am Himmelfahrts-Vormittag als Zug 17625 Eutingen-Freudenstadt Hbf in eher gemächlichem Tempo über das Bauwerk rollt.

Datum: 21.05.2020 Ort: Wittlensweiler [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 442 (Bombardier Talent 2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Fast verloren
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 22.05.20, 22:12
...wirken die Stadtbahnwagen der Albtal-Verkehrsgesellschaft auf den drei mächtigen Talbrücken der oberen Gäubahn zwischen Dornstetten und Freudenstadt. Diese Fahrzeuge befahren die Strecke Eutingen-Freudenstadt im stündlichen Wechsel mit E-Talenten der DB. Für manche Motive bieten sie sich geradezu an, denn sie passen - anders als die DB-Fahrzeuge - in den Raum zwischen zwei Oberleitungsmasten.
Der Kübelbachviadukt ist mit 276 m der zweitlängste der drei Viadukte (wobei der längste über das benachbarte Stockerbachtal aber nur 20 cm mehr misst) und mit 45 m der höchste. Er wird hier von S8-Zug 85582 Freudenstadt Hbf-Bondorf befahren. Der Zug wird in wenigen Augenblicken den am östlichen Brückenende gelegenen Hp Dornstetten-Aach bedienen, der im Dezember 2019 eröffnet worden ist. Auf der Hochfläche im Hintergrund erstreckt sich Freudenstadt, das ab 1599 auf Geheiß des Herzogs von Württemberg als Planstadt errichtet worden war.
Um zu dieser Fotostelle zu gelangen, läuft man übrigens über den Bahndamm der um 1920 begonnenen, aber nie fertiggestellten Stichbahn Dornstetten-Pfalzgrafenweiler.

Bildmanipulation: Der Schatten, den die Spitze eines im Rücken des Fotografen stehenden Baumes auf das Feld geworfen hat, wurde beseitigt.

Datum: 21.05.2020 Ort: Dornstetten-Aach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 450 Fahrzeugeinsteller: AVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Wo das Achertal enger wird
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 17.05.20, 14:38
Östlich von Kappelrodeck werden die Rebhänge und Obstbäume allmählich von bewaldeten Berghalden abgelöst, und der Platz im Talgrund, der für Wiesen, Siedlungen und Verkehrswege zur Verfügung steht, wird knapper. Offenbar hat die Achertalbahn trotz der nach wie vor einladenden Landschaft bei Eisenbahnfreunden an Attraktivität verloren, seit nicht mehr der NE81 zwischen Achern und Ottenhöfen pendelt. Jedenfalls ist aus der jüngsten, RegioShuttle-geprägten Betriebsperiode bisher kein Bild in der Galerie vertreten. Hier rollt SWEG-VT 533 als Zug 71710 oberhalb von Furschenbach der Endstation entgegen.

Datum: 20.04.2020 Ort: Furschenbach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Die Weschnitzaue von Westen
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 15.05.20, 17:03
Soll man von einer Stelle, die in der Galerie schon mit 20 Bildern vertreten ist, noch eine 21. Aufnahme vorschlagen? Die Weschnitzaue ist unter Bahnfotografen wahrlich keine Unbekannte, aber irgendwie lädt dieser Flecken zwischen Rimbach, Zotzenbach und Mörlenbach dazu ein, es mit veränderter Perspektive oder Brennweite, bei unterschiedlichen Wetterlagen oder zu anderen Jahres- oder Tageszeiten immer wieder zu versuchen. So nutzte ich den schönen Frühlingsabend, um mich, angeregt durch Jens Nabers Winteraufnahme, auf einem etwas entfernteren Hügel zu postieren und RB69 13353 Weinheim-Fürth vor Odenwald-Kulisse abzulichten.

Datum: 21.04.2020 Ort: Zotzenbach [info] Land: Hessen
BR: 623 (Alstom LINT 41 neue Kopfform) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Vor Schiltersbach
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 12.05.20, 22:54
Im Kinzigtal findet sich außerhalb der Kleinstädte und Dörfer die für den ganzen Schwarzwald typische Streubesiedelung. Dabei werden Wohnplätze häufig nach den Seitentälern (und ihren Bächen), die dort in das Haupttal münden, benannt. So kommen dann Gewann- und Siedlungsnamen wie "Vor Heubach", "Vor Erdlinsbach" oder, für die hier gezeigte Häusergruppe, "Vor Schiltersbach" zustande. Die beiden SWEG-RegioShuttle 515 und 520, ersterer mit Werbebeklebung für das E-Werk Mittelbaden, passieren die zwischen Wolfach und Halbmeil gelegene Stelle als Zug 87368 Freudenstadt Hbf-Offenburg.

Datum: 22.04.2020 Ort: Halbmeil [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 19 Punkte

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Der Bahnhof als Blickfang
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 11.05.20, 11:01
Oftmals bedarf es eines Besitzerwechsels, damit alte Bahnhofsgebäude einen zweiten (oder dritten) Frühling erleben dürfen. So geschehen in Storzingen an der Zollernalbbahn: 2014 hat die Gemeinde Stetten am kalten Markt das Empfangsgebäude von 1878 erworben und in den folgenden drei Jahren unter Federführung eines örtlichen Architekten behutsam renovieren lassen. Auch der nüchterne Anbau, in dem der Fahrdienstleiter residiert, wurde dem Ensemble farblich angepasst. Wieviel Liebe zum Detail dabei an den Tag gelegt wurde, zeigt ein Vergleich mit Bildern vor der Renovierung, die im Netz zahlreich zu finden sind. So hat der kleine Ort im Schmeietal, der ohnehin einiges an sehenswerter Bausubstanz zu bieten hat, einen echten Blickfang gewonnen, und dies zu moderaten Kosten von knapp 200.000 Euro.
Die Fahrgäste des IRE 3254 Aulendorf-Stuttgart können allerdings nur einen kurzen Blick auf das Schmuckstück erheischen; die IRE kreuzen zwar alle zwei Stunden zur vollen Stunde in Storzingen, kommerzielle Halte legen aber nur 4 Fahrten ein. Und nach meiner Beobachtung ist es in der Regel der südwärts fahrende IRE, der am Hausbahnsteig auf den Gegenzug wartet. Gut zu erkennen ist außerdem, dass das dritte Durchfahrgleis, das an der extrem langen Laderampe entlangführt, erst wenige Wochen vor der Aufnahme erneuert worden ist.

Datum: 07.05.2020 Ort: Storzingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Zughalt im Grünen
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 09.05.20, 19:17
Wer in einem der im 2-Stunden-Takt verkehrenden VIAS-Züge nach Kailbach im Tal des Itterbachs fährt, wird in einer grünen Oase abgesetzt. Sogar die Bahnsteige dieses zum Haltepunkt rückgebauten Bahnhofs präsentieren sich grasgrün. Das hinterlässt aber keinen ungepflegten Eindruck - im Gegenteil: Kailbach ist ein sehr einladender Zughalt. Ein Solo-Itino wird wird ihn gleich als Zug 25239 Darmstadt-Eberbach bedienen.
Kailbach gehörte zusammen mit Hetzbach, Schöllenbach und Gaimühle zur "1. Generation" der Stationen auf dem südlichen Abschnitt der Odenwaldbahn. 1937 folgten die vier kurzlebigen Betriebsbahnhöfe Schönnen, Hammerberg, Friedrichsdorf und Itterhof, und in der Bundesbahnzeit wurden mehrere Schienenbus-Haltepunkte angelegt, von denen heute nur noch Hesseneck-Schöllenbach (aka Schöllenbach-Hesselbach) übrig ist. Bemerkenswert, dass es auf diesem sehr einsamen Streckenabschnitt so viele Veränderungen bei den Betriebsstellen gab.

Datum: 21.04.2020 Ort: Kailbach [info] Land: Hessen
BR: 615 (Bombardier Itino) Fahrzeugeinsteller: VIAS
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Hausach mit Talent (ausnahmsweise)
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 05.05.20, 23:51
Natürlich soll sich der Titel nicht auf die Begabungen der Einwohnerschaft dieser Stadt im Kinzigtal beziehen, sondern auf die Umstände, unter denen das Bild entstanden ist: Von der Burgruine Husen bietet sich ein netter Ausblick auf die Hausacher Innenstadt mit dem Rathaus und der Mauritiuskirche von 1884 in prominenter Position. Die Trasse der Schwarzwaldbahn ist allerdings nur auf einem kurzem Stück einsehbar, und außerdem fahren die Schwarzwaldbahn-Wendezüge hier mit Steuerwagen voraus, so dass sich für ein Bahn-und-Landschaft-Foto ein Triebwagenkurs geradezu aufdrängte. Also postierte ich mich am Nachmittag des 22.4. auf dem Schlossberg in Erwartung des SWEG-Zugs 87390 Freudenstadt-Offenburg (wobei ich auch ein bisschen die Hoffnung hegte, dass der Villinger Güterzug vor Plan durchkommen könnte). Zu meiner Überraschung näherte sich dann aber in der Fahrplantrasse des RE 4726, der aufgrund des reduzierten Zugangebots nicht fahren sollte, eine Talent-2-Garnitur, die nach kurzem Halt im Bahnhof "meine" Fotostelle passierte.
Über die Hintergründe des Einsatzes auf der Schwarzwaldbahn, wo man die "Hamsterbacken" regulär nicht antrifft, kann ich leider nichts sagen (Überführungsfahrt?). Auf jedem Fall nimmt mit den Triebwageneinsätzen auch die Präsenz der bwegt-Lackierung zu: der SWEG-Zug kam wenig später mit zwei RegioShuttles in bwegt-Farben vorbei, und im Bf Hausach stand eine lange Schlange von weiß-gelben Desiro HC für zukünftige Einsätze auf der Rheintalbahn.

Zuletzt bearbeitet am 08.05.20, 20:14

Datum: 22.04.2020 Ort: Hausach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 442 (Bombardier Talent 2) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Finsterbühltunnel ("historisch")
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 03.05.20, 11:41
Von den vier Tunneln, die die hintere Höllentalbahn zwischen Kappel-Gutachbrücke und Rötenbach aufweist, ist der 166 m lange durch den Sporn des Finsterbühls von Neustadt kommend der erste. Er weist auf seiner Ostseite ein charakteristisches Tunnelportal auf, das man vom Wanderweg, der in die Wutachschlucht hinabführt, gut einsehen kann und aus dem gerade 612 114 als RE3209 Neustadt-Ulm herausfährt.
"Historisch" ist diese (erst zwei Jahre alte) Aufnahme insofern, als bei der Elektrifizierung der Strecke gerade die Partie am Ostportal des Finstergrundtunnels sehr stark verändert wurde. Die Hangflächen rund um das Tunnelportal hat man (wie bei den anderen Tunneln dieses Streckenabschnitts auch) großflächig abgeholzt. Vor allem aber musste die Brandschutz- und Rettungs-Infrastruktur rund um den Tunnel, der zuvor - wie erwähnt - nur über einen schmalen Wanderweg zugänglich war, auf den aktuellen Stand gebracht werden. Dazu wurde auf der verbuschten Fläche im Vordergrund ein Rettungsplatz eingerichtet, zu dem vom Berghang herab eine geschotterte Zufahrt angelegt wurde, die stellenweise so steil ist, dass ich mich frage, wie die Einsatzfahrzeuge im Ernstfall da wieder hoch kommen wollen...

Zuletzt bearbeitet am 04.05.20, 00:12

Datum: 29.04.2018 Ort: Kappel-Gutachbrücke [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Von Eisenbahnfreunden bestellt...
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 29.04.20, 21:16
...von der Forstverwaltung geliefert: dieser Gedanke ging mir durch den Kopf, als ich im Mümlingtal bei Hetzbach am späten Nachmittag nach einer Fotostelle Ausschau hielt. Im sonst dichten Wald ist vor einiger Zeit nämlich eine schmale Schneise abgeholzt worden, die genau passt, um Fotos von der Westseite des Himbächel-Viadukts zu machen. Hier ist es VIAS-Zug 25175 Frankfurt Hbf-Eberbach, der den 250 m langen und 43 m hohen Talübergang befährt. Wie meistens bei Viadukt-Bildern von der Odenwaldbahn, wird das Fahrwerk des Triebwagens durch die massive Brüstung der 1880/81 erbauten Brücke leider abgedeckt.

Datum: 21.04.2020 Ort: Hetzbach [info] Land: Hessen
BR: 615 (Bombardier Itino) Fahrzeugeinsteller: VIAS
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Alpirsbacher Klosterblick
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 28.04.20, 18:02
Die Kinzigtalbahn Hausach-Freudenstadt führt quasi an der Türschwelle des ehemaligen Benediktinerklosters Alpirsbach vorbei. Das macht es nicht einfach, einen Zug zusammen mit dem Baudenkmal aufzunehmen. Positioniert man sich seitlich an der parallel zum Gleis führenden Bundesstraße, muss man praktisch mit 15mm fotografieren und riskiert obendrein, dass einem im entscheidenden Moment ein Lieferwagen oder LKW vor die Linse fährt; und entfernt man sich etwas vom Kloster, machen einem Bäume am (hier stark ansteigenden) Bahndamm einen Strich durch die Rechnung. Deshalb habe ich mich bei SWEG-Zug 87365 Offenburg-Freudenstadt Hbf, geführt von VT 506, für eine andere Perspektive entschieden, auch wenn diese den Zug zugunsten der Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert etwas aus dem Bildmittelpunkt drängt.
Klösterliches Leben herrscht in Alpirsbach übrigens schon lange nicht mehr, denn die Stadt wurde im 16. Jahrhundert reformiert. Das Kloster gehört dem Land und wird von "Staatliche Schlösser und Gärten in Baden-Württemberg" betrieben; ein Teil der Gebäude wird von der Stadtverwaltung genutzt. Unmittelbar hinter dem Klosterkomplex liegt das Brauhaus des "Alpirsbacher Klosterbräus" (der mit dem berühmten Brauwasser...).

Datum: 27.04.2020 Ort: Alpirsbach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Ersatzmotiv
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 26.04.20, 09:55
Angesichts des angekündigten klaren Wetters schien mir der 21.4. ein geeigneter Tag zu sein, um einmal die bekannte Fotostelle am Prallhang der Hirschhorner Neckarschleife aufzusuchen. Vor Ort angekommen, stellte sich aber Ernüchterung ein, denn die Bäume am Neckarufer nahe des nördlichen Portals des Schlossbergtunnels sind inzwischen so in die Höhe gewachsen, dass tunnelnahe Zugfotos kaum mehr befriedigend möglich sind. Also begab ich mich auf die Suche nach einem Ersatzmotiv - und fand dies weiter östlich auf dem Wanderweg, der oberhalb der Neckarschleife am Waldsaum entlang führt. Von dort hat man einen schönen Blick auf die Ersheimer Kapelle, hinter der sich zwei Abellio-Talente als RE 19221 Mannheim-Heilbronn in die Kurve legen.
Der Ort Ersheim bestand schon deutlich vor Hirschhorn, wurde aber nach der Gründung der Stadt allmählich aufgegeben. Erst in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es wieder zur Bebauung der Gemarkung, was erklärt, weswegen dieser sehr alte Kirchenbau (der seit Jahrhunderten nur noch als Friedhofskapelle genutzt wird) ausschließlich von relativ banaler Nachkriegsarchitektur umgeben ist.

Bildmanipulation: Das Bild wurde aus Teilen von zwei Aufnahmen zusammengefügt.

Datum: 21.04.2020 Ort: Hirschhorn [info] Land: Hessen
BR: 442 (Bombardier Talent 2) Fahrzeugeinsteller: Abellio
Kategorie: Bahn und Landschaft
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1 x Itino, 2 x Schöllenbach
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 24.04.20, 22:02
Der südliche Abschnitt der Odenwaldbahn zwischen Erbach und Eberbach verläuft durch liebliche, aber dünn besiedelte Täler, weswegen die VIAS-Itinos hier solo in einem gemächlichen 2-Stunden-Takt verkehren. VT 104 hat als Zug 25237 gerade den Hp Schöllenbach bedient und rollt talwärts in Richtung seines nächsten Halts Kailbach. Das Gleisplanum ist hier etwas breiter, denn zwischen 1937 und 1941 befand sich an dieser Stelle der Betriebsbahnhof Hammerberg (dessen nördliches Stellwerk den heutigen Hp Schöllenbach optisch bereichert) - erstaunlich, dass man das nach fast 80 Jahren noch so gut erkennen kann.
Der unterhalb der Bahn sichtbare alte Teil des Dorfes Schöllenbach weist eine Besonderheit auf: es handelt sich um zwei administrativ getrennte Ortschaften. Die Kapelle und die Häuser links von ihr gehören zu Hessisch-Schöllenbach, das von 1971 bis 2017 Sitz der Verbandsgemeinde Hesseneck war und seit 1.1.2018 ein Teilort der neuen Stadt Oberzent ist. Die Gebäude rechts davon bilden Badisch-Schöllenbach, das heute als territoriale Exklave zur Stadt Eberbach und damit zu Baden-Württemberg gehört.

Datum: 21.04.2020 Ort: Schöllenbach [info] Land: Hessen
BR: 615 (Bombardier Itino) Fahrzeugeinsteller: VIAS
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Von der zweitbesten Seite
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 16.04.20, 18:42
Kürzlich hat Frits hier ein (schon historisches) Bild von der Südseite der Schenkenzeller Kinzigbrücke unterhalb des Stock-Tunnels gezeigt. Aber auch von der Nordseite macht das Bauwerk von 1886 eine ganz gute Figur. Im warmen Abendlicht überqueren zwei RegioShuttles die Brücke als Zug 87393 Bad Griesbach-Freudenstadt Hbf und werden gleich in den besagten Tunnel einfahren.

Bildmanipulation: Ein unglücklich angeschnittenes Verkehrszeichen am unteren Bildrand wurde elektronisch abmontiert.

Datum: 06.04.2020 Ort: Schenkenzell [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Die Ravennabrücke von oben
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 12.04.20, 22:29
Die Forstbetriebe haben den praktisch schneefreien Winter 2019/20 genutzt, um an verschiedenen Stellen im Höllental in großem Stil Holzernte einzufahren. Unter anderem wurde am Alpersbach ein ganzer Hang gerodet, wodurch sich ein neuer Blickwinkel auf den Ravenna-Viadukt von 1926/27 eröffnet. Hier rollt Zug 9619 Breisach-Seebrugg bergwärts über das 224 m lange Bauwerk, zu dessen Füßen der Hotelkomplex des Hofguts Sternen liegt. Hier lief die alte Höllentalstraße entlang, während rechts die Serpentinen erkennbar sind, mit denen die heutige B31 den Höllsteig erklimmt.

Datum: 31.03.2020 Ort: Höllsteig [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 440 (Alstom Coradia Continental) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Lautlinger Lückenfüller
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 11.04.20, 16:17
Das vermutlich meistfotografierte Bauwerk an der Zollernalbbahn ist der Viadukt in Albstadt-Lautlingen im Zuge der Steigungsstrecke zur Wasserscheide bei Ebingen. Erstaunlicherweise ist dieses Motiv bisher nicht in der Galerie vertreten. Die Lücke möchte ich mit diesem Bildvorschlag füllen, der ein HzL-RegioShuttle-Pärchen als Zug 86237 Tübingen - Albstadt-Ebingen auf der 1878 vollendeten Brücke zeigt. Der Viadukt ist 77 m lang, aber seine maximale Höhe liegt bei nur 17,2 m, weswegen ihm die Vegetation ganz schön zu Leibe rückt und eine zufriedenstellende Ablichtung zumindest von dieser Seite nur in der laublosen Jahreszeit möglich ist.
Hinter dem Zug sieht man die zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Erdbebenschaden neu erbaute Pfarrkirche St. Johannes Baptista. Bei dem hellgelben Gebäude mit Walmdach am linken Bildrand handelt es sich um das Stauffenbergsche Schloss, wo sich auch die Gedenkstätte für die NS-Widerstandskämpfer Berthold und Claus Schenk von Stauffenberg befindet. Im Hintergrund erhebt sich der 964 m hohe Heersberg, von dessen Hang sich an entsprechend langen Tagen abends schöne Aufnahmen des Viadukts von der anderen Seite machen lassen.

Datum: 07.04.2020 Ort: Albstadt-Lautlingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Ein Wimmelbild aus Albstadt
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 02.04.20, 23:15
Ebingen ist der einwohnerstärkste Stadtteil von Albstadt. Er liegt schon auf 720 m Höhe, aber es geht noch höher, denn rund um den Ort finden sich Berge, die teilweise schon fast an die 1000-Meter-Marke reichen und dank diverser Aussichtsfelsen die unterschiedlichsten Panoramen auf die Stadt eröffnen. Ein solcher Panoramablick ist von der Hangkante an der Zufahrt zur Sandgrube möglich; von hier aus geht der Blick in Richtung des oberen Schmiechatals, auch Talgang genannt, wo sich mit Truchtelfingen, Tailfingen und Onstmettingen weitere Stadtteile befinden, die bis 1999 durch eine Stichbahn der WEG bedient wurden. Heute verkehren in Ebingen nur noch Züge der DB und der SWEG/HzL, die den Verkehr auf der Zollernalbbahn betreiben. Auf dem Bild sieht man auf Höhe der Ebinger Martinskirche eine 612er-Doppeleinheit, die gerade als IRE 3261 Stuttgart-Aulendorf den Ebinger 'Hauptbahnhof' erreicht.

Datum: 01.04.2020 Ort: Albstadt-Ebingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Wo der Hirsch sprang
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 28.03.20, 20:59
In einer Zeit, in der Sozialdistanz angezeigt ist, sind die Wanderwege im Schwarzwälder Höllental der ideale Ort, um mal rauszukommen. Hier ist schon unter normalen Verhältnissen wenig los, denn es gibt Lauschigeres, als in Sicht- und Hörweite der normalerweise stark befahrenen B31 entlangzuwandern. Und auch ich traf bei meinem Aufstieg zum Hirschsprung-Felsen auf niemanden und konnte, oben angekommen, ungestört einige Zugfahrten abpassen, u.a. diese Coradia-Doppeleinheit als Zug 9661 auf der Fahrt von Freiburg nach Villingen. Der Zug hat soeben den kurzen Falkenstein-Tunnel durchfahren; auf dem darüberliegenden Felsen finden sich die (mageren) Reste der gleichnamigen mittelalterlichen Burg. Im Hintergrund erhebt sich der 783 m hohe Frauensteig.

Datum: 28.03.2020 Ort: Hirschsprung [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 440 (Alstom Coradia Continental) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Hektik am Hühnerhaus
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 26.03.20, 09:17
...herrschte am Friedhofweg in Seppenhofen nur, wenn Traktoren mit mächtigen Anhängern vorbeidonnerten. An die leisen Züge der Höllentalbahn hat sich das Federvieh offenbar gewöhnt, und so ließ es sich auch nicht von dieser vorbeifahrenden Coradia-Einheit, als Zug 9716 von Villingen nach Freiburg im Einsatz, aus der Ruhe bringen.

Datum: 19.03.2020 Ort: Seppenhofen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 440 (Alstom Coradia Continental) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Straßberg (das andere)
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 23.03.20, 23:07
Beim Namen 'Straßberg' denkt der Eisenbahnfreund wohl zuerst an den kleinen Ort an der Selketalbahn im Harz. Deutlich weiter südlich, im Hohenzollerischen, gibt es aber ebenfalls eine Gemeinde diesen Namens, die zwar nicht mit Dampfzügen aufwarten kann, aber ansonsten eine Menge schöner Eisenbahnmotive bietet. Auf dem hier gezeigten passiert eine 612er-Doppeleinheit den Ort als IRE3257 Stuttgart-Bad Saulgau und hat soeben dessen Bahnhof, 'Straßberg-Winterlingen' genannt, durchfahren. Nördlich der Bahn erstreckt sich der Ortskern mit dem mächtigen Rathaus und der St. Verena-Kirche, auf dem Schlossberg thront die hochmittelalterliche Burg Straßberg, während im Hintergrund links das Schotterwerk Teufel zu erkennen ist. Kleine Kuriosität am Rande: der Fluss, der diese Tallandschaft geformt hat und weiter südlich in die Donau mündet, heißt oberhalb von Straßberg Schmiecha und wird ab der Ortsgrenze Schmeie genannt.

Bildmanipulation: Eine Straßenleuchte, die in den vorderen Triebwagen ragte, wurde digital gekappt.

Datum: 15.03.2020 Ort: Straßberg [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 0 Punkte
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Nuff, nom, hendre
geschrieben von: claus_pusch (190) am: 21.03.20, 18:52
Mit diesen Ortsangaben ist auf den Aushängen der Schwäbischen Alb-Bahn der Richtungsfahrplan Schelklingen-Münsingen-Gammertingen überschrieben, wobei das mit dem "nuff" nicht mehr ganz stimmt, denn auf dem HzL-Streckenstück geht es nach dem Scheitelpunkt bei Engstingen-Haid bis zum Knotenpunkt Gammertingen wieder 50 Meter bergab. Der ursprünglich von der Regentalbahn stammende, von der SAB bei der Staudenbahn ausgeliehene VT08 ist aber noch "nuff" unterwegs, als er als Zug 107 Münsingen-Gammertingen den Hp von Kohlstetten mit seinem schön renovierten Empfangsgebäude passiert.

Datum: 16.03.2020 Ort: Kohlstetten [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 626 (NE 81) Fahrzeugeinsteller: SVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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