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Galerie von Frank H, nach Einstelldatum sortiert » zur erweiterten Suche
 
Die Pracht ist vorüber
geschrieben von: Frank H (222) am: 04.12.19, 19:08
Geschlagene 13 Galeriebilder habe ich Euch mit meinen ollen Kamellen gequält, Zeit also, mal wieder etwas Aktuelles zu zeigen:

Letztes Jahr im Frühling habe ich eine Stelle an der Alsenzbahn zwischen Hochstätten und Alsenz entdeckt, die mir vor allem durch ein blühendes Rapsfeld positiv auffiel. Schon bei der damaligen Aufnahme aber war mir klar, dass es hier im Herbst, dank eines umfangreichen Laubbaumbestandes am Gegenhang, auch recht hübsch aussehen könnte.

Wetter und Dienstplan verhinderten leider bislang, den gefassten Plan auch in die Tat umzusetzen, erst am letzten Tag des diesjährigen Novembers bot sich die kurzfristige Gelegenheit. Wie befürchtet, war das erstrebte, schillernde Farbkleid einem überwiegenden Einheitsbraun gewichen, die ersten Herbstwinde hatten ganze Arbeit geleistet. Nur ein paar ganz zähe Vertreter streckten noch ihre goldgelben Blätter in den Himmel, lange werden sie aber auch nicht mehr widerstehen. Die auf dem Schatten im Vordergrund gerade so sichtbaren Raureifflecken zeigen eben klar auf, welche Jahreszeit nun vor der Tür steht.

Dennoch gefällt mir die Szene im Licht der tiefstehenden Sonne, durch die ein bestens gepflegter 643 auf dem Weg nach Kaiserslautern rollt, nicht schlecht, und vielleicht ermöglicht ja im kommenden Herbst ein goldener Oktober, die bunte Variante doch noch umzusetzen.


Anmerkung zur Bildmanipulation: etwas Gerümpel am Bahndamm digital aufgeräumt.

Datum: 30.11.2019 Ort: Hochstätten (Pfalz) [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Oberhausener Ostereier
geschrieben von: Frank H (222) am: 26.11.19, 21:03
Wer 220 sagt [www.drehscheibe-online.de], kommt an 221 nicht vorbei.

Während allerdings die Original – V 200, bis auf drei Ausnahmen, ihr klassisches rot-schwarzes Farbkleid behalten durfte, fiel der überwiegende Teil der stärkeren (und jüngeren) 221 in den beige-türkisen Farbtopf. Und dieses Design war an Einfallslosigkeit nicht zu überbieten, dabei hätte es sich doch angeboten, das klassische V einfach in türkis über die Front zu ziehen, wie es im Rahmen der späteren Verkäufe tatsächlich auch mal realisiert wurde.

Was soll’s, war die 220 geografisch kaum erreichbar, trauten wir uns für die 221 erst gar nicht ins verschlungene Ruhrgebiet, zu unüberschaubar war die Anzahl der möglichen Strecken, und zudem die Leistungen auch nicht so gut planbar wie ein Personenzug. Warum ich es allerdings nie ins Angertal geschafft habe, verstehe ich heute auch nicht mehr!

Blieb also nur das übliche Abklappern der verdächtigen Bw’s, um die formschönen Dieselloks zu fotografieren, und so verschlug es mich an einem wettermäßig durchwachsenen Sonntag, dem 21. August 1983, mit dem Tramper-Ticket ins Bw Oberhausen Osterfeld Süd. Zu meiner Freude fanden dort gerade (private?) Filmaufnahmen mit der roten 221 131 auf der Drehscheibe statt, die sogar ein wenig dunstverhangene Sonne abbekommen haben.

Gleich vier o/b – farbene Vertreter verbrachten den Sonntag hingegen im Lokschuppen, und mit dem nötigen zeitlichen Abstand kann ich dieser Aufnahme sogar mehr Reiz abgewinnen, als ich damals gedacht hätte. Also habe ich versucht, digital alles aus dem Agfa CT 21 herauszuholen, allerdings habe ich mich für die schwarz-weiße Umwandlung entschieden, die sowohl zur trüben Stimmung dieses Tages im Pott, aber auch zur momentanen Jahreszeit passt.


Scan vom Agfa CT 21 KB – Dia

Anmerkung zu Railview: Leider kann ich auf Google Maps das alte Bw mit dem Rundschuppen nicht ausfindig machen, daher habe ich den Pin beim Rbf. Osterfeld gesetzt. Für eventuelle Korrekturen bin ich dankbar!

Datum: 21.08.1983 Ort: Oberhausen-Osterfeld [info] Land: Nordrhein-Westfalen
BR: 220,221 (alle V200-west) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Schwanengesang
geschrieben von: Frank H (222) am: 24.11.19, 17:17
Sie galt für Jahrzehnte als unumstrittene Queen der Diesellokomotiven: die V 200 der Bundesbahn.

Mit ihrer eleganten Form, betont durch eine gelungene Farbgebung in bordeauxrot und dem markanten, schwarzen V auf der Front, symbolisierte sie wie keine Zweite den Aufbruch der Bahn im Wirtschaftswunderdeutschland. Und als Werbeträger wurde sie wohl nur noch von der E 03 übertroffen.

Aber auch der hellste Stern verblasst irgendwann einmal, und runde dreißig Jahre später verdienten sich die letzten Exemplare von Lübeck aus ihr Gnadenbrot im Nahverkehr und im Eilzugdienst. Die vornehme Eleganz hat längst gelitten, und nur der Abstand des Fotografen zum E 3173 vor der Kulisse des kleinen Plöner Sees verdeckt das bemitleidenswerte Äußere der Lok ein wenig.

Dieses Dia ist meine einzige vorzeigbare Landschaftsaufnahme einer 220 im Plandienst, der hohe Norden war für den aufstrebenden Eisenbahnfotografen leider zu weit weg, und für die Einsätze vor der Haustür war ich gute zehn Jahre zu spät dran. Umso mehr freue ich mich, dass an jenem 20. Mai 1984, eine gute Woche vor dem endgültigen Ende dieser Baureihe, trotz einiger Wolken wenigstens ein Sonnenbild an dieser Stelle, für die wieder einmal der Wagner-Bildband als Inspiration diente, entstanden ist.

Heute wirbt die DB mit ihren ICE in allen möglichen Varianten, in meinen Augen aber im wahrsten Sinne des Wortes ein ganzes Stück farbloser, als es eine V 200 „drauf hätte“. Und ich bin sehr froh, dass, dank des Engagements ihrer Besitzer, die eine oder andere Maschine noch betriebsfähig vorhanden ist!


Scan vom Kodachrome 64 KB - Dia

Datum: 20.05.1984 Ort: Plön [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 220,221 (alle V200-west) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Nebel am Glan
geschrieben von: Frank H (222) am: 17.11.19, 11:10
Die trübe Jahreszeit hat uns nun scheinbar fest im Griff, und man kann sicher auf bessere Ideen kommen, als sich in aller Herrgottsfrühe an einem freien Tag in eine nasskalte Flussniederung zu stellen und mit dem Fotoapparat in der Hand auf einen Zug zu warten.

Nun, wenn die besagte Strecke aber in allernächster Zukunft stillgelegt werden soll und zudem noch die in dieser Gegend äußerst seltene Kombination einer komplett roten Akkugarnitur zu erwarten ist, dann wird alle Vernunft über Bord gekippt und trotz fast nicht vorhandenem Licht und mageren 64 ASA das Glück versucht.

Dieser „Heldentat“ ist das Stimmungsbild an der ehemals zweigleisigen, südlichen Glanbrücke von Odernheim zu verdanken, welches zugegebenermaßen erst durch die digitale Aufbereitung in einen vorzeigbaren Zustand versetzt werden konnte. Heute zählt es, auch aufgrund solch unscheinbarer Details wie z.B. dem filigranen Brückengeländer, zu meinen wertvollsten Erinnerungen an eine unvergleichlich reizvolle Bahnstrecke.


Scan vom Kodachrome 64 KB – Dia

Anmerkung: Ich hoffe, es tut der Stimmung keinen Abbruch, wenn ich verrate, dass die Aufnahme aus dem Vorfrühling stammt und nicht von einem nebelverhangenen Novembertag. Die Suppe lichtete sich zwar im Laufe des Morgens, aber so richtig klar wurde es den ganzen Tag über nicht …

Datum: 17.03.1986 Ort: Odernheim [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 515 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Durch die herbstliche Pfalz
geschrieben von: Frank H (222) am: 14.11.19, 12:55
Wer sich meine letzten drei Galeriebilder angeschaut hat, wird leicht erraten, mit welcher Baureihe es nun weitergeht ;)

Von allen Vertretern der V 160 – Familie hat es die noch heute unverzichtbare 218 auf die bei weitem größte Stückzahl gebracht, und auch meine Laufbahn als Eisenbahnfotograf hat sie, dank einer langjährigen Beheimatung beim Bw Kaiserslautern, vom ersten Tag an begleitet. Auch in meinen „Pfälzer Jahren“ war sie noch allgegenwärtig, so z.B. bei der Beförderung des „Weinstraßen – Express“ von Mainz nach Wisssembourg.

Am 5. November 2000, einem Sonntag, oblag der (nummernmäßig) zweitjüngsten Lok, der 218 498, die Beförderung dieses Ausflugszuges. Allzu viele Bilder sind an diesem Tag nicht mehr entstanden, wie der doch sehr wolkige Himmel vermuten lässt, aber für die 218 fand sich südlich von Edenkoben zum Glück doch noch ein passender Sonnenspot.

Die Position der Lok wechselte in den vielen Fahrplanabschnitten immer mal wieder, meist führte die 218 nur zwischen Bad Dürkheim und Neustadt. Heute wird die Leistung von Triebwagen des Vlexx erbracht, aber die 218 498 dieselt immer noch umher,
wenn auch nicht mehr durch die schöne Pfalz, sondern durch das nicht minder schöne Oberbayern.


Scan vom Kodachrome 64 KB - Dia

Datum: 05.11.2000 Ort: Edenkoben [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Und jetzt ‘ne 217 …
geschrieben von: Frank H (222) am: 10.11.19, 20:02
Nach mit den Baureihen 215 und 216 zahlenmäßig recht gut vertretenen Vertretern der V 160 – Familie zählte die 217 zu den nur in geringer Stückzahl gebauten Loks dieser Spezies. Dies lag, grob gesagt, im Wesentlichen darin begründet, dass Ende der Sechziger zunehmend Reisezüge mit elektrischer Heizung zu befördern waren und mit jeweils zwei Vorserien geprüft werden sollte, ob man mit einem Motor (218) auskommen kann oder ob ein zusätzliches Aggregat (217) sinnvoller wäre.

Wie die Entscheidung ausfiel, kann man heute noch auf deutschen Schienen beobachten, die 217 hingegen ist schon einige Zeit aus dem Bestand der DB ausgeschieden und meines Wissens sind nur noch Einzelstücke bei privaten EVU aktiv.

Vor dreißig Jahren war dies aber noch kein Thema, gemeinsam verdingten sich beide Varianten in Franken, der Oberpfalz und in Niederbayern. Auf dem Bild vom 22. September 1989, entstanden auf einer sehr ergiebigen Tour mit Andreas T, sehen wir folgerichtig auch die 217 022 zusammen mit der 218 200 nördlich von Neuhaus an der Pegnitz.

Ebenso wenig dachten wir aber in diesem Augenblick daran, dass sich keine zwei Monate später die Welt verändern würde und ehemalige Reichsbahn - Ludmillas derartige Leistungen (und noch einige mehr) bis heute übernehmen würden.


Scan vom Kodachrome 64 KB - Dia

Zuletzt bearbeitet am 11.11.19, 22:18

Datum: 22.09.1989 Ort: Neuhaus an der Pegnitz [info] Land: Bayern
BR: 217 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Alte Eisenbahnherrlichkeit im Harz
geschrieben von: Frank H (222) am: 05.11.19, 23:12
Bleiben wir bei der Baureihenchronologie und fahren mit der 216 fort:

Unter dem Titel „Alte Eisenbahnherrlichkeit im Harz“ würde man als Freund der Epoche IV vielleicht eher die Eierköpfe 612 / 613 einordnen, welche in der Tat das primäre Ziel der gemeinsamen Tour mit meinem Vater im Frühjahr 1984 waren. Heute zählt aber auch der damals so unscheinbare Beifang in Form der roten 216 177 mit einem stattlichen Ganzzug, aufgenommen bei Neuekrug – Hahausen, unzweifelhaft zu diesem Sujet.

Aber nicht nur der Zug, auch die noch komplett zweigleisigen Strecken und die mechanische Signaltechnik lassen das Herz höher schlagen, von den gepflegten Bahnanlagen, die mit den heutigen Biotopen gar nichts gemeinsam hatten, ganz zu schweigen.

Die Dichte der Schienenwege im Vorharz hat mich schon damals fasziniert, offenbar resultierte sie aus der Bedeutung der ehemaligen Ost – West – Verbindungen der Vorkriegszeit. Wenn ich die Streckenkarte nach den vielen Jahren richtig deute, sehen wir im Vordergrund die Strecke in Richtung Langelsheim und Goslar, während sich der Zug auf dem Weg nach Salzgitter – Ringelheim befindet. Das genaue Ziel der äußerst imposanten Fuhre entzieht sich meiner Kenntnis, vielleicht kann ein ortkundiger Kollege ja einen Hinweis geben.

Eierköppe kamen bei dieser Tour übrigens auch nicht zu kurz … ;)

PS.: Im Hintergrund erkennt man noch schwach das Stellwerk, welches meinem Kumpel Andreas knapp zwei Jahre zuvor als Standort diente: [www.drehscheibe-online.de]


Scan vom Kodachrome 64 KB - Dia


Datum: 18.05.1984 Ort: Neuekrug-Hahausen [info] Land: Niedersachsen
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Hermeskeil, 1984
geschrieben von: Frank H (222) am: 03.11.19, 10:43
Dem aktuellen, allgemeinen Interesse an der V 160 – Familie möchte ich auch ein wenig Rechnung tragen und fahre mal mit der Baureihe 215 fort:

Irgendwie ist diese Unterbauart in meiner Sammlung nicht gerade üppig vertreten, aber von der von Andreas T kürzlich gezeigten Sonderfahrt am 11.6.1984 von Trier nach Simmern [www.drehscheibe-online.de], immerhin mit gleich zwei altroten Vertretern bespannt, findet sich auch bei mir eine knappe Diarippe.

Schon auf der Rückfahrt erreicht der aus vierachsigen Umbauwagen und zwei beige-türkis lackierten Gesellschaftswagen (einer sogar in Vorkriegsbauart) gebildete Zug den ehemaligen Knotenpunkt Hermeskeil im Hunsrück. Wir sehen links das verlassene Bw, doch es dürften zum Aufnahmezeitpunkt noch keine zehn Jahre her gewesen sein, dass hier noch gelegentlich Dampfer versorgt wurden. Bald darauf zog hier die Loksammlung Falz ein, die allerdings ein wenig rühmliches Beispiel an musealer Erhaltung abgab (und wohl noch abgibt).

Heute ist Hermeskeil faktisch vom Bahnbetrieb abgeschnitten: die Hochwaldbahn von Trier ist zum Radweg mutiert, die Strecke von Türkismühle in Teilen unterbrochen, und die Querbahn nach Simmern aufgrund der nicht mehr unterhaltenen Kunstbauten nicht befahrbar. Gedanken um einen Tourismusverkehr rund um Morbach oder eine „Nationalparkbahn“ kursieren reichlich, konkrete Umsetzungen sind leider nicht erkennbar. Hier scheint der Zug sprichwörtlich abgefahren …


Scan vom Kodachrome 64 KB – Dia

Anmerkung: Die Vorlage entspricht, wie ich beim Scannen feststellen musste, nicht ganz meinen technischen Ansprüchen, die ich sonst so von meinen Dias gewohnt bin. Ich hatte damals gerade auf den 64 ASA Kodachrome umgestellt, und war in dieser Zeit der Meinung, die permanente Verwendung eines Polfilters wäre hilfreich. Verbunden mit dem schon schwächeren, abendlichen Licht muss die Aufnahme wohl bei Offenblende des 50ers entstanden sein, was den Hintergrund recht weich abbildete und sich vor allem, wie ich meine, an den Kanten der Vegetation zeigt. Ich hoffe jedoch, die umfangreiche digitale Aufbereitung konnte ein vorzeigbares Ergebnis schaffen und die historische und unwiederholbare Betriebssituation rechtfertigt den Galerievorschlag.

Zuletzt bearbeitet am 04.11.19, 20:39

Datum: 11.06.1984 Ort: Hermeskeil [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 215,225 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Achtung! – Hier spricht Edgar Wallace!
geschrieben von: Frank H (222) am: 30.10.19, 22:18
Nebelschwaden ziehen durch den Park von Schloss Eisenbach! Wer treibt hier sein Unwesen? „Der Zinker“? „Der Frosch mit der Maske“ ? Lebt am Ende noch „Der schwarze Abt“ in der kleinen Kapelle im Schlosspark, wo er zusammen mit dem „Mönch mit der Peitsche“ die nächsten Übeltaten ausheckt?

Immerhin entpuppten sich die, immer nach dem gleichen Muster gestrickten, Edgar Wallace - Verfilmungen mit dem irren Klaus Kinski, dem flapsigen Eddi Arent und dem, die deutschen Fräuleinherzen brechenden, Joachim Fuchsberger in den sechziger Jahren als wahre Straßenfeger, in denen versucht wurde, in typisch britischer Schloss-, Herrenhaus- und Nebelkulisse Mord und Totschlag zu inszenieren. Wenn diese Schinken heute auf einem Privatsender zum x-ten Male wiederholt werden, kommt man schon ins Staunen, auf was unsere Elterngeneration so abgefahren ist…

Dennoch erinnerte mich die Szene vor besagtem Schloss Eisenbach durchaus an ein derartiges Szenario, hielt sich der dichte Nebel am 24. September 1986 im Vogelsberg doch, entgegen der Vorhersagen, bis weit in die Mittagszeit und verhinderte so das gewünschte Sonnenfoto. Immerhin kam statt dem „Hexer“ die altrote 211 122 auf dem Rückweg von Oberwald durch den Park geschlichen und ließ mich nach einem Verzweiflungsfoto unbehelligt wieder meiner Wege ziehen.

Heute gefällt mir die Aufnahme besser als die zwei Tage später entstandene Variante mit Sonne, da für die Rückfahrt der Übergabe eigentlich schon Gegenlicht herrschte. Und in Schwarzweiß konvertiert macht mir das Bild erst recht Spaß – ich hoffe, Euch auch…

Wie ich auf Google Maps sehen konnte, beherbergt das Schloss heute einen Waldorfkindergarten – na, wenn da mal der irre Kinski reinschauen würde ;)


Scan vom Kodachrome 64 KB –Dia, Umwandlung in S/W mit Silver Efex pro

Zuletzt bearbeitet am 30.10.19, 22:20

Datum: 24.09.1986 Ort: Eisenbach [info] Land: Hessen
BR: 211,212,214 (alle V100-West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Steilstrecken – V 100 in artgerechter Verwendung
geschrieben von: Frank H (222) am: 27.10.19, 21:47
Nach 212 kommt 213 – bitteschön :)

Während meiner „hochaktiven Phase“ als Eisenbahnfotograf vereinte die Baureihe 213 zwei hervorragende Eigenschaften: die Hälfte der zehn Loks fuhr im traditionellen altrot, und sie waren in vertretbarer Entfernung zu meinem Heimat-, bzw. Studienort erreichbar.

Dies galt vor allem für die Einsätze auf der Strecke Boppard – Emmelshausen, wo ich nicht nur auf Bilder vom Hubertusviadukt aus war, sondern auch den 60,6 Promille steilen und ehemals sogar mit Zahnstange ausgerüsteten Abschnitt nach Buchholz dokumentieren wollte. Aufgrund der extremen Hanglage konnte man dafür eigentlich nur im Sommer aktiv sein, um an der einen oder anderen Stelle den Zug einigermaßen schattenfrei umsetzen zu können.

Am 19. August 1989, also vor nun immerhin 30 Jahren, stand ich auf dem nördlichen Portal des Kalmut - Tunnels und freute mich über die 213 332, die sich mit dem N 7576 schon wieder auf Talfahrt befindet.

Die besondere Topografie und das stets attraktive Fahrzeugmaterial haben diesen letzten, verbliebenen Abschnitt der Hunsrückbahnen über Jahrzehnte zu meinem favorisierten Ausflugsziel werden lassen. Eigentlich sollte ich mich mal wieder dort sehen lassen, auch wenn die 213er schon lange Geschichte sind …


Scan vom Kodachrome 64 KB - Dia

Datum: 19.08.1989 Ort: Boppard [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 211,212,214 (alle V100-West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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