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Pop-Art aus "einer Hand"
   
geschrieben von Toaster 480 am: 27.07.19, 12:37
Aufrufe: 1166

Die in den 1970er Jahren erbaute und 1974 in Betrieb genommene Verlängerung der Berliner U9 vom Walther-Schreiber-Platz zum Rathaus Steglitz zeichnet sich nicht nur durch die Gestaltung der Bahnhöfe im Stil der sogenannten Pop-Art aus, sondern steht auch in einer Wechselwirkung zu zeitgleich entstandenen architektonischen Besonderheiten an der Oberfläche. War Rainer G. Rümmler als Baudirektor der damals zuständen West-Berliner Senatsverwaltung in der Regel zuständig für die Gestaltung aller neu entstandenen U-Bahnhöfe, wurde beim Komplex "Schlossstraße" eine Ausnahme gemacht. Zusammen mit der Planung des "Bierpinsels" war das Architektenpaar Ralf Schüler/Ursulina Schüler-Witte auch für die künstlerische Ausstattung des darunter liegenden U-Bahnhofs verantwortlich, was in dieser Form bislang einmalig in Berlin geblieben ist.
Wie bei vielen städtebaulichen Erzeugnissen aus der Pop-Art Strömung der 70er Jahre hat sich an dem Komplex leider viel verändert. Das an sich bereits seit der Eröffnung als "dunkles Loch" empfundene U-Bahn-Bauwerk, das durch die nie gebaute U10 bis heute zur Hälfte ungenutzt ist, wurde durch die Entfernung zahlreicher Gestaltungselemente und dem nun vorherrschenden Sichtbeton zwecks "Sanierung" noch unbehaglicher. Die Existenz des Bierpinsels wurde bereits mehrfach in Frage gestellt, denn auch er ist seit Jahren ungenutzt. Einzig die künstlerische Fassedengestaltung des einst roten Turmes hat ihn in den letzten Jahren etwas aufgewertet.

Nun war es sehr schwer, die zusammenhängende Kombination U-Bahnhof + Hochbau in einem einzigen Bild darzustellen. Nach einigen Verränkungen, die unfreiwillig der Unterhaltung von Gästen eines naheliegenden Bäckers dienten, ist ein Ergebnis enstanden das ich hier gerne vorschlagen möchte.

Datum: 27.07.2019 Ort: Berlin Schlossstraße Land: Berlin
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: keiner
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven

EXIF-Daten:
Hersteller: NIKON CORPORATION, Modell: NIKON D5100, Belichtungszeit: 1/250 sec, Blende: F/8.0, Datum/Uhrzeit: 27.07.2019 09:30:46, Brennweite: 18 mm, Bildgröße: 847 x 1280 Pixel



geschrieben von: Itzenplitz
Datum: 29.07.19, 14:40

Das Photo ist sehr gut gelungen! Das Spiel der Schärfeebenen und die Perspektive machen aus dem Bild eine sehenswerte Architekturstudie. Stern!


geschrieben von: mavo
Datum: 29.07.19, 19:46

Schönes Foto, aber zu Architektur denke ich das Berlin an einigen Stellen mal wieder ein paar Stangen TNT gut gebrauchen könnte... ;-)


geschrieben von: Vesko
Datum: 29.07.19, 21:46

Verrückte Idee, perfekte Umsetzung! *


geschrieben von: Detlef Klein
Datum: 29.07.19, 21:53

Mal wieder was Originelles aus der armen Stadt, aber sexy. *

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