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Verlassene ICE-Strecke und der Weg nach Pankow
geschrieben von: Marschbahner98 (8) am: 12.09.19, 21:54
Es ist ein trüber, wirklich trister Dezembertag 2017. Die "Kanonenbahn" hat im Abschnitt Wiesenburg/Mark - Barby vor wenigen Tagen ihr 13. Stilllegungsjahr "voll gemacht".

Bei Reetz verläuft die Strecke durch einen einsamen Wald. Bis auf die alte Blockstelle und ein Bahnwärterhaus findet man hier nichts. Angehalten wird hier schon lange keiner mehr, anhalten tun auch nur die Allerwenigsten. So führt mein Treiben verständlicherweise zu einem regen Interesse. Wahrscheinlich war ich sogar etwas mehr überrascht, als eine ältere Dame plötzlich aus ihrem selbst angelegten Garten an den Zaun trat. In Ruhe erklärte ich ihr von meiner Aktivität, was sie mit Interesse auffasste.
Sie erzählt auch. Von ihren Eltern, welche einst dort Schrankenwärter waren und wie sie dadurch ihren heutigen Mann kennengelernt hat. Vom Streckenausbau nach der Wende und als Udo Lindenberg vorbei fuhr. Dort stand sie auch an jenem Zaun, wo ich mich jetzt mit ihr unterhalte. Sie klagt ebenso ihre Sorgen, dass die Bahn ihr schon mehrfach den Strom abstellen wollte, zu unrentabel sei die Leitung bis tief in den Wald.
Nach einem langem Gespräch, es wird schon langsam dunkel an der Landesgrenze mitten im Wald, wünsche ich ihr und ihrem Mann alles Gute für das neue Jahr und fahre langsam hinfort. Zurück lasse ich das einsame Bahnwärterhaus, mitnehmen tue ich eine schöne Begegnung. Zurück lasse ich auch einen zweigeteilten Baum, welche symbolisch zwischen den beiden Gleisen wächst.

Es sind die Geschichten von Menschen bei der Bahn - ohne Bahn. Ein Zug wird hier nie wieder fahren.

Zuletzt bearbeitet am 16.09.19, 23:29

Datum: 29.12.2017 Ort: Reetz [info] Land: Brandenburg
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: --
Kategorie: Stillleben

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Damals im alten Köflacher Bahnhof in Graz
geschrieben von: ludger K (284) am: 27.08.19, 01:09
Vor 35 Jahren ging es bei der GKB noch geruhsamer zu. Man war so rechtzeitig am Bahnhof, daß noch genügend Zeit für ein Schwätzchen blieb. Mit der Idylle ist es längst vorbei. Heutzutage ist die schattenspendende Kastanie einem modernen Glasvorbau gewichen. Die Züge fahren jetzt an einem seelenlosen Mittelbahnsteig ab.

Datum: 13.08.1984 Ort: Graz [info] Land: Europa: Österreich
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: GKB
Kategorie: Menschen bei der Bahn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Lartigue
geschrieben von: Julian en voyage (298) am: 26.08.19, 00:04
Henri Lartigue (1830 - 1884) war französischer Ingenieur und Erfinder sowie Namenspatron eines Signal- und Sicherungssystems, das im ausgehenden 19. Jahrhundert Maßstäbe bei den nordfranzösischen Eisenbahnen setzte - Die signalisation Lartigue.

Mit ihren nach unten klappenden, durchbrochenen Flügeln unterscheiden sich die mechanischen Signale deutlich von andernorts verbauten Exemplaren.

Ganz vereinzelt haben sich Signale der Lartigue-Bauart noch bis ins 21. Jahrhundert retten können. So unter anderem an der Strecke von Beauvais über Abancourt nach Le Tréport, wo noch 2017/18 zahlreiche Bahnhöfe mit den anachronistisch anmutenden Konstruktionen ausgestattet waren.

Im Bahnhof Incheville (Seine-Maritime) lud der fein strukturierte Morgenhimmel am 24. September 2017 zu einem kleinen Shooting ein.

Datum: 24.09.2017 Ort: Incheville [info] Land: Europa: Frankreich
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Quo vadis?
geschrieben von: Benedikt Groh (350) am: 21.08.19, 06:53 Top 3 der Woche vom 01.09.19
Vielfältig sind die Wege am Frankfurter Hauptbahnhof, über deren Benutzung die stillen Wächter zwischen den Gleisen entscheiden.

Datum: 16.11.2018 Ort: Frankfurt am Main [info] Land: Hessen
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: n/a
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 20 Punkte

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verfallenes Häuserl
geschrieben von: Stenzo di Monaco (5) am: 15.08.19, 19:41
Ziemlich heruntergekommen wirkt die Drehscheibe im ehemaligen Rangierbahnhof München Berg am Laim. Mittlerweile ist sie öffentlich zugänglich und in einem Park integriert.

Datum: 15.08.2019 Ort: München [info] Land: Bayern
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Als Kundenbetreuer noch Zugbegleiter hießen...
geschrieben von: SeBB (75) am: 13.08.19, 19:35
...gehörte es zu ihren Aufgaben, Abfahrtsansagen auf dem Bahnsteig und Signale für den Lokführer zu bedienen.
Beim Fernverkehr gehört das teilweise heute noch dazu, aber der macht um den Bahnhof Gemünden am Main seit einiger Zeit einen Bogen.

So fristet der Schlüsselkasten für das Ausfahrsignal N 005 am Aufsichtshäuschen ein stilles, kaum beachtetes Dasein, genauso wie die verstaubten Unterlagen in dessen Innern.

Datum: 30.07.2019 Ort: Gemünden [info] Land: Bayern
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: o. A.
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Der Bahnübergang
geschrieben von: NAch (719) am: 09.08.19, 11:17
Ein schrankengesicherter Bahnübergang, dazu die Bahnbude für das örtliche Personal.
Ein alltägliches Bild an allen Bahnstrecken, auch in den Achtzigern war das nicht unbedingt bemerkenswert.
Beim Warten auf den Dampfzug ist das Bild entstanden, heute bin ich froh, dieses KB-Negativ scannen zu können und es hier vorzuschlagen.
Die Reste eines unglücklich stehenden Mastes wurden entfernt.

Datum: 07.05.1983 Ort: Frenz [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Pop-Art aus "einer Hand" (II)
geschrieben von: Toaster 480 (253) am: 03.08.19, 14:57
Von einer Woche zeigte ich hier eine ungewöhnliche Perspektive zur Berliner Pop-Art der 1970er Jahre: [www.drehscheibe-online.de] Eine vorzeitige Aufnahme in die Galerie nebst zahlreichen positiven Kommentaren hätte ich nicht erwartet, für dieses Interesse an meiner Arbeit möchte ich mich herzlich bedanken.

Noch polarisierender als die einmalige Kombination Hochbau (Bierpinsel) + U-Bahnhof eines selbstständigen Architektenpaares an der Schlossstraße, waren die U-Bahn-Zugangsgebäude am Fehrbelliner Platz, für dessen Gestaltung Rainer G. Rümmler - ehemaliger Direktor der Senatsbauverwaltung - verantwortlich war. Seit 1913 gab es dort bereits einen U-Bahnhof, welcher zur Wilmersdorf-Dahlemer-Schnellbahn - der heutigen U3 - gehörte. Ca. 20 Jahre blieb der darüberliegende Platz eine Brachfläche, bis die Nationalsozialisten streng-sachliche Verwaltungsgebäude errichteten. Als um 1970 die U7 bis zum Fehrbelliner Platz verlängert wurde, entstanden rund um die große Straßenkreuzung neben mehreren Treppenabgängen ein Passimetergebäude sowie ein großer Pavillon mit Ladenflächen im Stil der Pop-Art im knallroten Anstrich und mit besonderer Formgestaltung. Dafür hagelte es mächtig Kritik, denn viele Bürger bzw. die Presse unterstellten Rümmler eine Verschandelung des Umfelds, er sah dies jedoch eher als provokanten Kontrast zur trostlosen Umgebung. Höhepunkt war dabei der genannte Pavillon "die Borhinsel" mit dem "Uhrenturm".
Diesen Kontrast habe ich versucht bildlich umzusetzen - gleichzeitig ist zufällig ein erneutes Spannungsfeld zur heutigen "Streetart" in Form das Graffiti-Tags zu sehen, das immerhin farblich passend ist. Mein Interesse an dem Thema entstammt u.a. dem mehr als 350 Seiten umfassenden Band "Der Himmel unter West-Berlin", welchen ich wärmstens empfehlen kann. Er ist zeitlich passend zur Ausstellung "Underground Architecture" der Berlinischen Galerie im März 2019 erschienen. Die Ausstellung war ebenfalls hochinteressant, ist jedoch seit Mai wieder vorbei. Diese Werbung erfolgte uneigenützig und ohne Absprache.

Datum: 03.08.2019 Ort: Berlin Fehrbelliner Platz [info] Land: Berlin
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: keiner
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 0 Punkte

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Schön langsam...
geschrieben von: Digital (2) am: 02.08.19, 00:07
Bild 2 einiger analoger Schwarzweiß-Aufnahmen aus dem ehemaligen Aachener Bergbaurevier: Am 09.04.2019 war die Stichstrecke von Mariagrube nach Siersdorf nahezu frei von Büschen und Bäumen, als Inselbahn hätte man hier bereits ein Schienenfahrzeug pendeln lassen können. Allerdings hinterließ die Natur allerhand Spuren an der Infrastruktur und so sind es nicht nur die vielen Weichen (überwiegend in den schrägen Zweig), die einem von Siersdorf kommenden Zug am Einfahrsignal Hp2, also Langsamfahrt gebieten, sondern auch etliche Schwellen, deren Zustand eher verbesserungsbedürftig ist, ebenso unzählige Gleislagefehler, kurzum: Wenn, dann ist hier eine vollständige Grundsanierung fällig, Nägel mit Köpfen. Ob dies auch wirklich so geschehen wird? Ein Blick in die Glaskugel...

Wie auch bei Bild 1 ein AGFA APX100 im Einsatz mit meiner Canon EOS33v, hier jedoch mit Rotfilter. Die Entwicklung ist unbeabsichtigt relativ grobkörnig, schadet der Aussagekraft des Bildes allerdings nicht, finde ich. Und wieder hat 'Digital' seinem Nickname alle Ehre gemacht - höchstwahrscheinlich auch nicht das letzte Mal ;-)

Datum: 09.04.2019 Ort: Mariagrube [info] Land: Nordrhein-Westfalen
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: Keiner
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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The Star
geschrieben von: Yamuna Mako (27) am: 31.07.19, 15:59
Die Abendsonne spiegelt sich in den Gleisen auf der sogenannten "Sternkreuzung" in der Mitte Kassels.

Datum: 30.07.2019 Ort: Kassel [info] Land: Hessen
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: KVG
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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