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Ein bunter Hund am BAR
geschrieben von: Leon (1068) am: 01.12.22, 11:10
Kürzlich wurde in der Galerie dieses sehr ansprechende Bild eines Nachtzuges vorgestellt: [www.drehscheibe-online.de]. Derartige Züge können tatsächlich einen gewissen Reiz hervorrufen, und mich hat das Bild animiert, mal in der Mottenkiste zu schauen, was denn so an bunten Zügen in der heimischen Region umherfuhr. Gestoßen bin ich auf diesen bunten Hund hier: wir stehen bei Schönwalde am nordwestlichen Berliner Außenring oberhalb eines Hundetrainingsplatzes und schauen gebannt auf die illustre Wagenschlange des Leerreisezuges aus dem D 448. Dieser verkehrte erstmals unter dieser Zugnummer als tägliche Verbindung von Krakau nach Berlin-Lichtenberg ab Sommer 1992. Ab dem Sommer 1999 endete sein Laufweg von Krakau über Kattowitz, Oppeln, Breslau und Frankfurt/Oder im Bahnhof Berlin-Zoologischer Garten. Die Garnitur lief dann als Leerreisezug über Spandau und den nördlichen Außenring nach Berlin-Lichtenberg (oder Rummelsburg), um abends in entgegengesetzter Richtung wieder nach Schlesien zu fahren. Ab dem Jahr 2003 wurde der Ausgangsbahnhof nach Potsdam verlagert; der Zug war fortan mit einer Lok der Baureihe 145 bespannt und fuhr als Leerreisezug über den südlichen Außenring. Es sah schon drollig aus auf der Stadtbahn: ein Nachtzug mit der Baureihe 145 und der Aufschrift "DB Cargo"...;-)
Ab dem Jahr 2004 wurde für ein Jahr wieder der Bahnhof Berlin-Lichtenberg als Ausgangsbahnhof gewählt, aber zum Ende des Fahrplanjahres 2004 verschwand der Zug aus den Kursbüchern.
Hier sehen wir ihn am Tag der Deutschen Einheit des Millenniums mit seiner Garnitur, bestehend aus einem dunkelblauen WLABd sowie einem hellblauen Bcdu der PKP, einem bundesdeutschen ABm, einem roten WRbd der PKP sowie drei Reichsbahn-Boms, bespannt mit einer Lady.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 03.10.2000 Ort: Schönwalde [info] Land: Brandenburg
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn

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Passende Farben
geschrieben von: Leon (1068) am: 29.11.22, 11:36
Kommen wir noch einmal zurück in den Schwarzwald, hin zum Herbsturlaub anno 1991, als einige glasklare, wolkenlose Tage an die Schwarzwaldbahn gelockt haben. Ziemlich präsent war damals die Baureihe 143, und wir sehen erneut einen typischen Eilzug der Nachwende- Bundesbahn, noch ohne "Produktfarben", jedoch mit bordeauxroter Bespannung - passend zu dem Traktor, welcher kurz vor St. Georgen so dekorativ im Vordergrund stand.
Heute, über 30 Jahre später, rückt die Baureihe 143 zusehends in den Fokus. Damals unverzichtbar, und zwischenzeitlich hat man von ihr nur am Rande Notiz genommen, zu oft kam sie in Deutschland vor. Kaum eine elektrifizierte Strecke auf Reichsbahngleisen, wo sie nicht anzutreffen war - und vom S-Bahn- über den Regionalverkehr bis hin zum Güterverkehr war sie später sowohl auf der Rollbahn als auch im Höllental unverzichtbar, und oftmals hat man seinerzeit eher lustlos, fast enttäuscht den berühmten Anwesenheitsschuss gemacht, obwohl man eigentlich mit einer ganz anderen Baureihe geliebäugelt hat. Heute rücken diese Anwesenheitsschüsse zusehens in den Vordergrund, und aktuell muss man schon ziemlich genau hinschauen, um ein Einsatzrevier der liebevoll "Lady" genannten Baureihe zu identifizieren.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 03.10.1991 Ort: St. Georgen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Mit Volldampf durch Bad König
geschrieben von: Leon (1068) am: 27.11.22, 22:41
Im Mai 1990 ging es über das Himmelfahrtswochenende ins Hessisch-Badische. Anlass war der BDEF-Verbandstag, und dieser enthielt ein recht illustres Programm an Sonderfahrten. Die E 44 002 war unterwegs, ferner der Museums-795 auf der Weschnitztalbahn. Die Ulmer Eisenbahnfreunde beteiligten sich mit ihrer 01 1066, welche mit einem Sonderzug durch den Odenwald fuhr. In Höchst/ Odw. war ein längerer Aufenthalt vorgesehen, und somit ging es für die Weiterfahrt auf Motivsuche an einer mir bislang eher unbekannten Strecke, von der ich außer die beiden großen Viadukte zwischen Erbach und Ebersbach nichts kannte. Also wurde hier südlich von Bad König Position bezogen; hier standen noch Telegrafenmasten. Als Zusatzprogramm entstand an dieser Stelle noch einer der damaligen Odenwald-Eilzüge von Frankfurt nach Stuttgart, bespannt mit einer Lok der V160-Familie. Der Protagonist erschien dann im langen Block hinter dem Eilzug: wir sehen hier die 01 1066, wie sie mit ihrer Sonderzuggarnitur aus Silberlingen sowie einem Gesellschafts- und einem Speisewagen am Betrachter vorbeikoffert. Nächster Halt war in Erbach - genug Zeit, um wenigstens zum Haintal-Viadukt vorzufahren, welches jedoch schon halb im Schatten lag und durch die hohe Brüstung nur etwas mehr als den Kessel der Lok freigab.

(P.S. wenn es schon keine Baureihe 1066 gibt...;-) )

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 30.11.22, 19:05

Datum: 26.05.1990 Ort: Bad König [info] Land: Hessen
BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Ulmer Eisenbahnfreunde
Kategorie: Zug schräg von vorn

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Das alte Bahnwärterhaus
geschrieben von: Leon (1068) am: 26.11.22, 16:16
Ein richtiges Kleinod an der Strecke durchs Neckartal ist das alte Bahnwärterhaus nördlich von Neckargemünd. Grund genug, es im Rahmen eines Wochenendes über Christi Himmelfahrt anno 1990 umzusetzen. Der lokalen Fan-Szene war bekannt, dass dort an bestimmten Wochentagen morgens mehrere Nachtzüge und Autoreisezüge an dem Motiv vorbeikommen sollten. Ein Kurzurlaub anlässlich eines BDEF-Verbandstages mit diversen attraktiven Sonderzügen in der Region sollte daher auch einen kurzen Abstecher an dieses Motiv beinhalten.

Nun erleben wir in der Galerie gerade eine wahre Renaissance der Baureihe 111, welche insbesondere in der aktuellen Touristik-Lackierung die Hobbyfreunde begeistert. Grund genug, einen Bogen in die Vergangenheit zu schlagen, wo diese Baureihe noch im Einsatz vor hochwertigen Reisezügen war.
Zwei Nachtzüge kamen an einem Morgen zu Ende Mai 1990 im Block an dem hübschen Bahnwärterhaus vorbei: eine Bügelfalte mit Schlafwagen hinter der Lok sowie dieser Zug, bespannt mit der 111 102 sowie einer Garnitur aus Post- und Gepäckwagen, Liege- und Sitzwagen, und am rechten Bildrand lugt schwach erkennbar ein vermutlich roter WLAB hervor. Ich habe mangels Aufzeichnungen keinen Blassen, um welche Züge sich es damals gehandelt hat. Hier könnte detektivische Kleinarbeit mit einem Kursbuch helfen, aber vielleicht weiß ja einer der etwas älteren DSO-User über diese Züge Bescheid und kann weiterhelfen...;-)

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 05.1990 Ort: Neckargemünd [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 111 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn

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Eine deutsch-deutsche Traktion
geschrieben von: Leon (1068) am: 25.11.22, 20:17
Bleiben wir noch einen Moment auf der Schwarzwaldbahn. Wie bereits berichtet, war im Herbst 1991 die Baureihe 143 auf dieser Strecke sehr präsent. Und hier sehen wir sie in einer Art deutsch-deutscher Gemeinschaftstraktion vor einer 140 (oder139..?) vor einem Güterzug ganz in der Nähe von diesem Bild [www.drehscheibe-online.de]. Ein Zug, der etwas unerwartet im Block nach einem 111-geführten Interregio aufkreuzte. Damals gab es noch kein Unternehmen Zukunft - und somit auch keine Aufteilung auf Geschäftsbereiche bzw. einer Zuordnung der Baureihen. Somit konnte hier die angemietete Reichsbahn-143 einer Bundes-Einheitsellok Vorspann leisten - eine Traktion, welche damals durchaus alltäglich war, bei welcher man sich aber heute die Augen reibt...;-) Mann, das waren Zeiten...:-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 03.10.1991 Ort: Stockburg [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Im Interregio über die Schwarzwaldbahn
geschrieben von: Leon (1068) am: 24.11.22, 20:18
Es gab damals nicht nur Sicken auf der Schwarzwaldbahn. Es gab auch noch eine Zuggattung, welche inzwischen längst ausgestorben ist: den Interregio. Im Wechsel mit den Eilzügen wurde die Schwarzwaldbahn von einer IR-Linie nach Konstanz befahren, deren Abgangs- und Zielbahnhöfe je nach Tageszeit Kassel, Marburg oder Heidelberg lauteten. Bespannt wurden diese Züge im Schwarzwald mit der Baureihe 111. Damals waren diese Lokomotiven für den Fernverkehr noch unverzichtbar, und man konnte sich seinerzeit kaum vorstellen, dass sich diese Weiterentwicklung der E 10 später ihr Gnadenbrot im Regionalbahndienst verdienen sollte - und jetzt in ihrer Touristiklackierung oder in all den weiteren (un-)möglichen Lackierungs- und Farbvarianten die nachfolgende Generation an Hobbyfreunden an die Strecke lockt...;-)

Natürlich kann man auch trefflich streiten, inwieweit sich 1991 eine ozeanblau-beige 111 mit dem Farbschema der Interregiozüge gebissen hat. Eine orientrote und belatzte 111 hätte nicht schlechter vor der Garnitur aussehen können. Nun, hier legt sich am späten Nachmittag des 03.10.1991 der IR 2470 auf seinem Weg von Konstanz nach Kassel bei St. Georgen majestätisch in die Kurve.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 03.10.1991 Ort: St. Georgen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 111 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Damals im Groppertal
geschrieben von: Leon (1068) am: 23.11.22, 21:47
Ein weiteres Motiv für die Baureihe 143 auf der Schwarzwaldbahn fand sich bei Stockburg im Groppertal. Hier zieht sich die Schwarzwaldbahn nach Erreichen der höchsten Stelle bei Sommerau, kurz vor St. Georgen gelegen, bereits im Gefälle hinab durch das Groppertal entlang der Brigach. Zahlreiche Fotomotive bieten sich hier im Verlauf der Strecke, und im Prinzip findet man zu jeder Tageszeit irgendeinen ansprechenden Blickwinkel. Für den Vormittag bietet sich der Blick vom Hang auf den kurvigen Verlauf der Strecke Richtung Villingen an, und wir beobachten am Vormittag des 09.10.91 die Vorbeifahrt einer 143 mit ihrem E 3555, welcher an diesem Tag neben einem BDms einen weiteren Gepäckwagen mit sich führt.
Und wieder erfolgt der Vergleich mit einem Bild aus dem Jahr 2012, über 20 Jahre später aufgenommen: [www.drehscheibe-online.de]. Wir sehen, wie die Natur die früheren Blickwinkel zusehends für sich einnimmt.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 09.10.1991 Ort: Stockburg [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Damals im Gutachtal
geschrieben von: Leon (1068) am: 22.11.22, 19:07
Bleiben wir noch einen Moment im Schwarzwald bei den Lokomotiven der Baureihe 143. Wie bereits erwähnt, gehörten die Eilzüge zwischen Offenburg und Konstanz im Herbst 1991 zu ihren Aufgabenfeldern, und wir stehen in Gutach im Gutachtal und begutachten die Vorbeifahrt der guten 143 952 mit ihrem E 3561. Rechts im Bild fließt -natürlich- die Gutach...;-)

Und wiederum stellen wir den Vergleich zu einem deutlich jüngeren Bild aus dem September 2011 her: [www.drehscheibe-online.de]. Die auf dem Bild im HIntergrund erkenntliche Halle war 1991, 20 Jahre vorher, erst im Bau. Und wahrscheinlich war die Vegetation inzwischen auch so weit gewachsen, dass das Vergleichsbild nur etwas weiter in Richtung des Schwarzwaldhauses am linken Bildrand möglich war. Wer findet noch mehr Unterschiede...? ;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 09.10.1991 Ort: Gutach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Sicken auf der Schwarzwaldbahn
geschrieben von: Leon (1068) am: 21.11.22, 17:05
Derzeit sind ja in der Galerie die Sicken etwas en vogue, und in diesem Zusammenhang fiel mir ein fast längst vergessener Urlaub aus dem Herbst 1991 ein: damals ging es familiär in den Schwarzwald - jedoch nicht ohne meine Knipse! Und das grandiose Wetter Anfang Oktober lockte natürlich an die Strecke.
Nun gab es damals noch keine DSO-Galerie mit ihrer Railview-Funktion. Für Infos und Fotostellen mussten Printmedien herhalten, oder Bildbände. Durch den Äther flog die Nachricht, dass sich auf der Schwarzwaldbahn die Baureihe 143 eingenistet hat - eine Baureihe, welche bei uns seinerzeit höchstens ein Achselzucken hervorgerufen hat. 143 galten als Landplage, waren fast langweilig. Egal, wo man sich unter Reichsbahn-Fahrdraht aufgehalten hat - mit der 143 war zu rechnen. Ihren Kult-Status sowie den Beinamen "Lady" hat die Baureihe erst viel später erhalten. Nun wollte ich seinerzeit auf der Schwarzwaldbahn der Sache auf den Grund gehen, und siehe da: die Baureihe bespannte Eilzüge auf der KBS 720 von Offenburg nach Konstanz. Man sah sie auch vor Güterzügen oder sogar vor dem FD "Bodensee". Dennoch war es ein ungewohnter Anblick einer bordeauxfarbenen Lok vor Türkis-Beige oder dem Silberling. Dann noch die damals korrekte Eigentümerbezeichnung "DR", aber Lokschilder mit der Nummer "143". Was ich davon so richtig zu halten hatte, wusste ich damals nicht. Heute, über 30 Jahre später, habe ich die Dia-Büchse der Pandora wieder geöffnet und möchte der Galerie den folgenden Vergleich mit einem deutlich späteren Bild anbieten: wir sehen hier den recht bekannten Blick oberhalb von Gutach auf die Schwarzwaldbahn: [www.drehscheibe-online.de]. Anliegend der etwa gleiche Standpunkt aus dem Jahr 1991 mit dem E 3555. Viel Spaß beim Hin- und Herscrollen..! ;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 21.11.22, 17:06

Datum: 04.10.1991 Ort: Gutach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Die Schlusslok
geschrieben von: Leon (1068) am: 16.11.22, 18:18
Bleiben wir noch einen Moment auf der Strecke von Halle nach Eilenburg. Wie kürzlich berichtet, ist zwar der Personenverkehr mit seinen kurzen Wendezügen und der Baureihe 143 auf der S 9 für jeden Reichsbahnfreund recht interessant, aber der Güterverkehr ist hingegen sehr überschaubar. Am 14.11.22 kam es jedoch zu einer völlig unerwarteten Begegnung mit dem Zeitzer Nahgüterzug. Dieser hat bereits desöfteren seinen Weg in die Galerie gefunden, und mit seinem vormittäglichen Laufweg von Halle über Engelsdorf und Profen nach Zeitz ist er eigentlich eine "Bank" für die vormittäglichen Motive auf der Zeitzer Schiene wie Reuden oder der Bk. Zauschwitz. Am letzten Montag führte ihn jedoch eine Umleitung ab Engelsdorf auf eine abenteuerliche Kreuzfahrt: zunächst war geplant, den Zug über Riesa-Falkenberg-Lutherstadt Wittenberg-Bitterfeld-Leipzig West zu leiten, um von dort aus seinen Weg nach Zeitz zu nehmen. Da ich mich aber ab mittags wieder auf der S 9 mit seinen Wendezügen eingefunden hatte, schenkte ich dieser Umleitung keine weitere Beachtung, insbesondere, weil der Zug erst am späten Vormittag Riesa erreicht hat. Nun, man beschäftigte sich in Krensitz mit der Sicken-Fotografie und fuhr einen Kilometer weiter gen Westen, wo ein kleiner Hügel eine Ansicht in beide Richtungen bot: zum einen ein extrem flaches Bild mit einer Windmühle im Bild, zum anderen ein recht herbstliches Bild auf die Ortslage von Hohenroda. Eine Sicke ging mit der Windmühle als Schieber ins Netz und rollte gen Eilenburg. Es ging den Hügel wieder runter, als plötzlich das deutliche Tröten einer Ludmilla aus Richtung Krensitz zu vernehmen war. Wir erinnern uns an die zum Krensitz-Bild [www.drehscheibe-online.de] geschilderte Story zum Bahnübergang. Also ging es den Hügel wieder hinauf - und es erschien die 232 201 mit dem Zeitzer Nahgüter! Da haben sie die Fuhre über Eilenburg und Delitzsch geleitet, und zum Einbruch der Dunkelheit sollte der Zug dann tatsächlich in Zeitz eintreffen...
Hin und wieder wird diesem Zug eine 294 als Wagenlok mitgegeben, und an diesem Tag hing die 294 am Zugschluss - und ermöglichte somit nicht nur ein Bild des Zuges mit Ludmilla, sondern auch einen Blick auf die Schlusslok in Form der 294 907.
Es war nicht der letzte Ausflug auf den Hügel. Im letzten Licht musste natürlich die weitere 143 auf der S 9 an dieser Stelle eingefangen werden - und ich behaupte mal, es ist -abgesehen von einer Brücke- die höchste Erhebung zwischen Halle und Eilenburg..;-)

Datum: 14.11.2022 Ort: Hohenroda [info] Land: Sachsen
BR: 294 (alle V90-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Russisches Roulette am Bahnübergang
geschrieben von: Leon (1068) am: 15.11.22, 19:25
Bislang unterhalb der Wahrnehmungsgrenze schwebt der Verkehr auf der Strecke von Halle nach Eilenburg. Nur ein Bild in der Galerie zeigt den S-Bahn-Verkehr auf der S 9, und neben der kürzlich aus Berlin gezeigten RB 10 dürfte auch diese Linie als weitere "Museumslinie" gelten. Die S-Bahn-Züge bestehen hier meist aus zweiteiligen Dosto-Einheiten mit einem Steuerwagen DBbzf761 aus dem Jahr 1995, bespannt mit Ladies der Baureihe 143. Die Gegend östlich von Halle selbst bietet landschaftlich absolut keine Höhepunkte und ist derart flach, dass man einen Zug, den man mittwochs fotografieren will, schon sonntags kommen sieht...;-)
Warum also hinfahren? Gut, für Freunde gepflegter Sicken-Fotografie ist die Strecke ein Muss, denn sie bietet noch viel Reichsbahn-Atmosphäre. Stellwerke, Hl-Signale, Schrankenposten, urige Bahnhöfe, kaum modernisiert. Der Güterverkehr ist recht überschaubar, und auch vormittags verlangt einem der Zwei-Stunden-Takt der S-Bahn vorübergehend einiges an Geduld ab. Aber die Entschädigung kommt dann, wenn einem die großen Lampen der 143 anstarren, deutlich ansprechender als die Froschaugen der 112.1.
Nun gelten wir Eisenbahnfreunde oft als die Totengräber schlechthin, und da der kommende Fahrplanwechsel seine Schatten vorauswirft, weiß man nie, wie lange diese Garnituren hier noch fahren. Dennoch hat es bis zum 14.11.22 gedauert, bis ich der Strecke mal einen zumindest stundenweisen Besuch abgestattet habe. Wir sehen am Schrankenposten westlich von Krensitz die 143 168, wie sie...nein, nicht am Betrachter einfach vorbeifährt, sondern es passierte folgendes: wie wir sehen, ist der Schlagbaum trotz Zugfahrt oben. Der andere Schlagbaum ist irgendwie beschädigt, und der Zug rollt heran, bremst vor dem Übergang, kommt zum Stillstand und gibt einen deutlichen Achtungspfiff. Erst, wenn sich der Tf überzeugt hat, dass kein Auto herangeprescht kommt, geht es weiter. Kein Mann mit Flatterfahne. Das Andreaskreuz sollte hier mehr als ernst genommen werden - aber der Zug ist in dieser Gegend bereits von weitem auszumachen...;-)

Zuletzt bearbeitet am 29.11.22, 11:40

Datum: 14.11.2022 Ort: Krensitz [info] Land: Sachsen
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Herbst in Zitzschen
geschrieben von: Leon (1068) am: 14.11.22, 20:33
Über den Äther kam die Meldung geflogen, dass die Profenkohle von und nach Chemnitz-Küchwald ein paar Tage russenbespannt sein soll. Grund genug, eine Fototour in den Leipziger Raum anzuberaumen. Der Nebel war ab dem Fläming weg, und eine tiefe Novembersonne sollte bis zum Sonnenuntergang gegen 16 Uhr noch für das eine oder andere Motiv sorgen.
Eigentlich war mal geplant, nicht immer nur an die Dresdener Strecke zu fahren, wie schon so oft in den letzten Wochen. Auch in Mitteldeutschland gibt es noch die eine oder andere Strecke mit alter Reichsbahninfrastruktur und Sickeneinsatz. Hierzu gehört die S 9 von Halle nach Eilenburg. Der Tag begann somit auf dieser Strecke, aber ab Mittags ging es kurz rüber an die Zeitzer Schiene. Die flache Novembersonne erlaubt nicht allzu viele Motive, aber für den Bahnübergang in Zitzschen reichte es allemal. Und somit sehen wir hier die 241 338, wie sie mit ihrem Kohlependel von Küchwald an mehr als einem halben Dutzend Fotografen vorbeiheult.
Das Motiv ist bereits mit dieser Winterversion [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie. Als Vergleich nunmehr die Herbstversion, ebenfalls mit grüner Lok..;-)
Danach ging es wieder rüber an die S 9, Sicken scheuchen.

Datum: 14.11.2022 Ort: Zitzschen [info] Land: Sachsen
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Triangula
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Die Museumslinie
geschrieben von: Leon (1068) am: 13.11.22, 16:39
Mehrere Regionalbahnlinien verbinden den Ort Nauen im Havelland mit der Hauptstadt. Eine Linie von ihnen ist die Linie 10 von Nauen nach Berlin-Südkreuz. Nur zwei Dosto-Garnituren werden für den Verkehr auf dieser Linie benötigt, und meistens werden die ältesten "Sicken" herangezogen, welche gerade verfügbar sind. Häufig sind dies zwei Loks der Baureihe 114, und derzeit ist sogar eine "Lady" der Baureihe 143 im Einsatz. Grund genug, mal wieder dem Hauptbahnhof einen Besuch abzustatten.
In der Galerie sind zahlreiche Bilder -oft künstlerischer Art- vom Berliner Hauptbahnhof vorhanden. Die einen sehen in ihm ein grandioses Bauwerk, die anderen einen Moloch...Aber es gibt zahlreiche interessante Blickwinkel, welche entdeckt werden wollen! ;-)
Am 07.11.22 ging es zum Hbf. (tief), einfach nur um mal wieder ein paar stinknormale Züge abzulichten, bevor zum nahen Fahrplanwechsel der Regio-Verkehr auf links gedreht wird und zahlreiche Betreiberwechsel vollzogen werden. Ob sich danach noch "Sicken" der Baureihen 114 und 143 hier blicken lassen, bleibt abzuwarten...
Wir sehen die 114 017, wie sie mit ihrer RB 10 zur Weiterfahrt nach Südkreuz bereit steht.

Zuletzt bearbeitet am 16.11.22, 21:27

Datum: 07.11.2022 Ort: Berlin Hauptbahnhof [info] Land: Berlin
BR: 114 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Herbst in Pramsdorf
geschrieben von: Leon (1068) am: 10.11.22, 19:34
Pramsdorf. Ein Ort ohne eigenes Ortsschild. Nur auf Landkarten ist erkennbar, dass Pramsdorf ein Ortsteil von Rangsdorf ist. Die ehemalige Blockstelle Pramsdorf ist bereits in der Galerie vorhanden, und hätten wir nicht das Vergleichsbild von früher, wäre ich auf den Ortsnamen nie gekommen...
Eine wenig befahrene Straße zweigt von der B 96 nach Zossen ab, und man gelangt über einen Bü auf eine größere Freifläche mit verschiedenen Wegen, welche insbesondere an Wochenenden von der Bevölkerung gern als Rad- oder Spazierweg genutzt werden. Fernab der Hauptstraße kann man hier die Natur genießen, und an den Wegen stehen sogar Hinweisschilder wie auf einem Lehrpfad. Man erfährt etwas über die heimische Flora und Fauna. Verschiedene Blickwinkel ergeben sich auf die Dresdener Bahn, und als Fotograf wird man von den Spaziergängern häufig angesprochen, was denn so besonderes kommt - und warum man in der Gegend in der jüngsten Zeit recht häufig Fotografen sieht, die dort am Schienenstrang stehen...;-) Die Antwort fällt für die meisten Spaziergänger recht nüchtern aus, denn viele rechnen mit einer Dampflok. Aber die Zeit, als die Schnellzüge auf der Dresdener Bahn noch von den stolzen Pazifiks bespannt wurden, ist lange vorbei. Heute reicht eine gewöhnliche 112.1 als Fotoobjekt aus - und die sehen wir hier gegen 16 Uhr (Winterzeit; böse Falle...;-) ) in der klaren, fast untergegangenen Novembersonne, der sich bis zum Horizont so gar kein Hindernis in den Weg stellt.
Die Regionalbahn hört man schon fast, wenn sie in Zossen gestartet ist. Ein langes Rauschen begleitet den Zug, und noch sind viele Regios auf dem RE 5 mit den Sicken bespannt - was sich leider zum Fahrplanwechsel ändern dürfte.

Datum: 06.11.2022 Ort: Pramsdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 112 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Reichsbahnatmosphäre in Zossen
geschrieben von: Leon (1068) am: 08.11.22, 22:27
Vielleicht ein eher ungewöhnliches Bild, aber lasst es einfach mal auf euch wirken. Eine Bahnhofseinfahrt im Reichsbahn-Look. Ein Ballett Hl-Signale. Ein verfallener Güterschuppen mit Verwaltungsgebäude, welcher inzwischen der Spitzhacke zum Opfer gefallen ist. Ein völlig zugekrauteter Mittelbahnsteig, den schon lange kein Mensch mehr betreten hat. Eine gewöhnliche 185 zieht ihre Autotransportwagen aus dem Loch langsam die kleine Steigung in den Bahnhof hoch. Rechts im Bild steht ein Mast mit einer Kamera. Ob sie noch funktioniert? Viel elektrische Luft, und im Hintergrund sogar ein Hochspannungsmast. Keine Frontausleuchtung. Man muss dieses Bild nicht mögen - aber trotzdem strahlt es irgendwie die frühlingshaft kahle Endzeitstimmung aus. Zossen im März 2021. Wenn im nächsten Frühjahr die Bagger kommen, war´s das mit der Szene...

Datum: 02.03.2021 Ort: Zossen [info] Land: Brandenburg
BR: 185 (Bombardier TRAXX F140 AC1/2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Carbon Neutral Transport
geschrieben von: Leon (1068) am: 07.11.22, 21:55
Beackern wir noch einen Moment die Dresdener Bahn, bevor ab nächsten April die Bagger anrollen. Eine der wenigen Stellen im Umland von Berlin, bei denen man tatsächlich höher steht als die SOK, liegt unweit der ehemaligen Blockstelle Pramsdorf, südlich von Rangsdorf gelegen. Hier hat man von einer...nennen wir es : Anhöhe einen Blick auf die Strecke. An sich ein flaches Motiv, aber das Spiel aus Licht und Schatten in Verbindung mit der tiefen Oktobersonne fand ich ganz ansprechend. Und dann kam im Block vor dem eigentlich erwarteten CD-Eurocity einer der zahllosen bunten Metrans-Containerzüge, am 07.10.22 bespannt mit der pastellfarbenen 383 413 und der Werbeaufschrift "Carbon Neutral Transport".
Der Zug wird in wenigen Kilometern in Zossen an den Rand gehen, um dem Eurocity auf seiner Hatz gen Dresden den Vortritt zu lassen.

Datum: 07.10.2022 Ort: Pramsdorf [info] Land: Brandenburg
BR: CZ-383 Fahrzeugeinsteller: Metrans
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Es muss nicht immer der Wasserturm sein
geschrieben von: Leon (1068) am: 06.11.22, 22:59
Kommen wir noch einmal zurück zur Dresdener Bahn. Sehr bekannt ist die Nordeinfahrt von Zossen mit seinem Wasserturm; nicht umsonst bereits mit mehreren Bildern in der Galerie vertreten. Bislang noch nicht gewürdigt wurde das fotogene Stellwerk, welches auf einigen Aufnahmen aus Zossen im Hintergrund erkennbar ist. Wer hier Dienst hat, braucht nach Dienstschluss nicht mehr in die Mucki-Bude, denn mehrere Regionalexpress- und Regionalbahnlinien, die IC-Linien 17 und 27 sowie ein mitunter recht umfangreicher Güterverkehr halten hier den Schrankenkurbeler auf Trab und verlangen vom motorisierten Individualverkehr mitunter recht viel Geduld. Die Strecke gilt als eine der Hauptabfuhrstrecken von den Nordseehäfen Richtung Tschechien, und irgendwo kurvt auf der Dresdener Bahn immer mindestens ein Metrans-Containerzug umher, oder aber auch die HSL mit LKW-Walter-Zügen, Captrain oder aber auch mal eine CD-388 mit Kesselzügen. Selbst an Sonntagen ist der Verkehr abwechslungsreich, und DB Regio bietet lokbespannte Züge mit der Baureihe 112 (oder auch mal einer 114), 445 oder Hamster.
Im Fernverkehr erleben wir einen Stundentakt, alternierend mit dem Dosto-IC oder dem farblich extrem attraktiven CD-EC mit tschechischer 193.
Hier sehen wir den IC 2177 von Warnemünde nach Dresden, gebildet aus einem Fernverkehrs-KISS der Buareihe 4110, wie er soeben das schmucke Stellwerk von Zossen passiert.

Datum: 06.11.2022 Ort: Zossen [info] Land: Brandenburg
BR: 445 (Stadler KISS) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Erinnerungen an die Epoche IV
geschrieben von: Leon (1068) am: 05.11.22, 16:53
Zur Zeit findet ja gerad der Hauptbahnhof von Lübeck in der Galerie statt, und da mag ich ein Bild vom aktuellen Herbsturlaub beisteuern. Auch nach dem Ende des Zugverkehrs über den Kleiderbügel gibt es keinen Grund, sich zu erhängen - denn es gibt immer eine Lösung, und die heißt: Dieselbetrieb auf der Strecke von Lübeck nach Kiel! Hier sind ja von der lokalen Fotografenszene bereits zahlreiche sehr bemerkenswerte Fotos in die Galerie aufgenommen worden, und insbesondere die wenigen lokbespannten Züge sorgen hier für Furore - wenn sie denn fahren! Eigentlich existieren zwei Umlauftage für die Baureihe 218, bis auf Freitags nur in den Tagesrandlagen. Aber recht häufig kommt es vor, dass z.B. ein morgendlicher Regionalexpress von Kiel über Lübeck nach Hamburg wegen "Personalmangels" oder "kurzfristiger Erkrankung" einfach mal so eben ausfällt. In der Herbstferienwoche war diese Leistung am 24. und 25.10. stabil, aber für den Rest der Woche war Pumpe, und es war schon ein Bild des Jammers, als eines Morgens der auf den Regionalexpress folgende Zug in Form eines einzelnen 648 als Sardinenbüchse verkehrte - allen Abstandsregeln zum Trotz!
Nun, die zweite Leistung ließ sich zum Ende der Woche nicht lumpen, und zum Einsatz kam die ozeanblau-beige 218 330. Hier ging das Lotto hingegen los, an welchem Zugende die Lok wohl hängt. Rechtzeitiges Aufstehen war angesagt, um diesem Zug mit einer Abfahrt in Lübeck gegen 6 Uhr aufzulauern. Gut, mit Südlok war der Zug ein Schieber, dafür stand die Lok wenigstens attraktiv in der Halle - und erinnert somit an frühere Jahre, in denen man ob einer ozeanblau-beigen Lok eher verächtlich die Nase gerümpft hat - insbesondere, wenn auf dem Nebengleis die V 200 stand, oder der 612 der "Erwachsenen"...;-). Oder einer der zahlreichen roten Vertreter der 218 oder 212 seiner Zeit. Wir sehen somit am frühen Morgen des 28.10.22 die 218 330 hinter ihrem Regio, den sie bis Kiel schieben wird, um später gegen 9 Uhr zum nächsten Stelldichein erneut in der Halle aufzulaufen, bevor am Nachmittag die nächsten Runden nach Kiel anstehen.

Zuletzt bearbeitet am 08.11.22, 13:13

Datum: 28.10.2022 Ort: Lübeck [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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GM-Klänge im Weinviertel
geschrieben von: Leon (1068) am: 04.11.22, 17:12
Kommen wir noch einmal zurück zum alten ÖBB-Emblem, welches nicht nur die elektrische Traktion in Österreich verziert hat, sondern auch auf Triebwagenreihen sowie bei der Dieseltraktion zu finden war. Zu letztgenannter gehört die Reihe 2050, welche Ende der 50er/ Anfang der 60er Jahre in zwei Serien nach Lizenz von General Motors mit insgesamt 18 Maschinen von Henschel in Kassel geliefert wurden. Die Drehgestelle für die Loks kamen hingegen von SGP. Eingesetzt wurden die Loks anfangs sowohl im Reisezug- als auch im Güterzugdienst, überwiegend im Weinviertel und auf der Franz-Josefs-Bahn. Später wurde der Dampfkessel für die Zugheizung ausgebaut, und die Reihe fand nur noch im Güterzugdienst Verwendung. Der gute Erhaltungszustand der 2050 002 verhalf der Lok zur Aufnahme in das Nostalgieprogramm der ÖBB, und mit wieder eingebautem elektrischen Heizaggregat sowie dem ursprünglichen, tannengrünen Outfit mit Zierspitz und ÖBB-Emblem wurde die Lok wieder vor Reisezügen eingesetzt. Wir sehen sie hier bei der Ortschaft Platt, bei Zellerndorf gelegen, vor dem E 1590 von Wien nach Retz, wie sie mit ihrer sehenswerten Garnitur aus Inlandsreisezugwagen und Schlieren am Betrachter lautstark vorbeidröhnt.
Die Strecke heute: Fahrleitung, und sowohl die Telegrafenmasten als auch die Garnitur sind längst verschwunden. Die 2050 002 wurde an das Eisenbahnmuseum Strasshof verkauft.
Dennoch sind heute immer noch diese sehr lautstarken Lokomotiven in Österreich zu erleben. Wie drei sehr ansprechende Bilder in der Galerie zeigen, wird die 2050 009 von der Regiobahn GmbH für Sonderzüge eingesetzt, und die ÖGEG hat die 2050.05 ebenfalls wieder in ihr tannengrünes Outfit versetzt.

Scan vom Fuji RDP-100 6x6-Dia

Datum: 23.06.1992 Ort: Platt [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-2050 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Ein Uerdinger in der Hauptstadt
geschrieben von: Leon (1068) am: 03.11.22, 18:36
Zur Zeit wandern ja einige sehr ansprechende Aufnahmen von Uerdingern privater Vereine durch die Galerie. Weit abseits seines früheren Reviers hat es einen Vertreter der einmotorigen Variante in die Nähe der Hauptstadt verschlagen. Der Verein "Berliner Eisenbahnfreunde e.V." hat sein Domizil im ehemaligen Betriebswerk Basdorf gefunden und setzt hier den vereinseigenen VT 95 9396 samt passendem Beiwagen ein. Mehrmals im Jahr werden interessante Fahrten angeboten, und vor einem Jahr stand am 24.10.21 die "Berliner Runde" an, bei der der Triebwagen ab Lichtenberg weitestgehend die Strecke des Innenrings befährt. Der fotografisch ansprechendste Abschnitt ist hier natürlich der drahtlose Teil des südlichen Innenringes zwischen Halensee und Baumschulenweg.
Zahlreiche Fotografen haben sich auf der Kurfürstendammbrücke eingefunden, um die Vorbeifahrt des Gespanns abzupassen. Nicht ganz so glücklich gestaltete sich hingegen das Treffen mit einem inzwischen hier bereits nicht mehr planmäßig eingesetzten S-Bahnzuges der Baureihe 485. Der strahlend klare Herbsttag mit seiner Laubfärbung, verbunden mit der aktuellen Thematik, hat mich dennoch bewogen, dieses bekannte Berliner Motiv erneut anzubieten.

Datum: 24.10.2021 Ort: Berlin Halensee [info] Land: Berlin
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: Berliner Eisenbahnfreunde e.V.
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Eine einsame Feldwegbrücke
geschrieben von: Leon (1068) am: 02.11.22, 17:51
Von der Strecke von Lübeck nach Kiel sind ja bereits zahlreiche sehr ansprechende Aufnahmen in der Galerie enthalten, und insbesondere die wenigen lokbespannten Züge sorgen hier für Furore. Leider sind die Einsätze der Loks der Baureihe 218 recht instabil, und obendrein weiß man nicht immer, an welchem Ende des Zuges die Lok hängt. Deutlich entspannter gestalten sich daher die Triebwageneinsätze: hier herrscht die Baureihe 648, und Auflockerung gibt es höchstens beim Schleswig-Holstein-Design oder der Wahl zwischen einem Einteiler als RB oder Zweiteiler als RE.
Sehr versteckt finden sich südlich von Eutin zwei Feldwegbrücken bei Fassendorf. Die Strecke befindet sich hier in einem engen Waldeinschnitt, aber von der nördlichen Brücke ermöglicht ein kurzes Zeitfenster den herbstlichen Blick auf die schnurgerade Strecke, bevor die Schatten von ihr Besitz ergreifen. Ein 648-Doppel hat vor wenigen Minuten Eutin verlassen und fegt unter der einsamen Brücke hindurch gen Lübeck.

Datum: 28.10.2022 Ort: Fassendorf [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Ein seltener Gast in Zossen
geschrieben von: Leon (1068) am: 01.11.22, 20:48
Das Motiv mag nicht ganz unbekannt sein, aber da derzeit die Dresdener Strecke ob ihrer nahen Modernisierung etwas in den Fokus gerückt ist, möchte ich dieses Bild vorschlagen. Es gibt zwar -um in der Reihenfolge zu bleiben- keine ÖBB-1047 (höchstens einen 5047, aber der hat noch 4.000 Bilder Zeit..;-) ), aber es gibt die Baureihe 247. Hier kam mir am Nachmittag des 15.09.20 in Zossen die damals brandneue 247 904 der EGP mit einer Ea-Wagen-Fuhre vor die Linse. Nach kurzem Einsatz vor dem Prignitz-Güterzug ist die Lok heute in anderen Regionen des Landes zu erleben, und die Vorbeifahrt am berühmten Wasserturm von Zossen dürfte als zufällige "Eintagsfliege" gegolten haben.
Inwieweit sich das Ensemble von Zossen nach der Modernisierung verändern wird, darüber darf gemutmaßt werden. Wer sich vor Augen hält, was aus dem benachbarten Bahnhof Rangsdorf geworden ist, kann nur hoffen, dass der Wasserturm, wenn er nicht abgerissen wird, hinter einer meterhohen Schallschutzwand erhalten bleibt. Der Bahnübergang mit Stellwerk im Hintergrund wird ebenso in die Geschichte eingehen wie die Ansammlung von Hl-Signalen.

Datum: 15.09.2020 Ort: Zossen [info] Land: Brandenburg
BR: 247 (Siemens Vectron DE) Fahrzeugeinsteller: EGP
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Die Metamorphose eines Gepäcktriebwagens
geschrieben von: Leon (1068) am: 31.10.22, 21:51
Zu den ungewöhnlichsten Lokomotiven der ÖBB gehörte die Reihe 1046. Urspünglich als Gepäcktriebwagen gedacht und als Reihe 4061 geführt, erfolgte im Jahr 1976 die Umzeichnung zur Reihe 1046. Hintergrund war die Verwendung des Fahrzeuges als Lokomotive; das ursprünglich vorhandene Gepäckabteil mit Schiebetüren sowie das Zugführerabteil wurde im Prinzip nicht mehr genutzt. Im Jahr 1987 begann ein umfangreiches Umbauprogramm, bei welchem die Maschinen einen völlig neuen Lokkasten und somit ein deutlich anderes Aussehen erhielten. Von den ursprünglich 25 Maschinen wurden 13 Maschinen umgebaut, die restlichen Fahrzeuge wurden bis 1993 abgestellt. Die Umbau-Version hielt sich bis zum Jahr 2003 auf den österreichischen Schienen.
Bislang ist in der Galerie diese Reihe nur mit diesem einen sehr ansprechenden Bild [www.drehscheibe-online.de] vertreten. Das Bild zeigt eine Lok mit Altbau-Kasten. Am 29.07.91 kam mir bei Admont hingegen mit der 1046 024 eine Lok aus dem Umbauprogramm entgegen. Sie befördert den R 3518 nach Selzthal. Eingesetzt von der Zfst. Amstetten, waren die Loks früher auf allen von dort ausgehenden Strecken unterwegs und kamen u.a. über das Gesäuse nach Selzthal oder sogar weiter bis in das Ennstal.
Die 1046.013 wurde wieder mit ihrer ursprünglichen Betriebsnummer 4061 versehen und in den Originalzustand in tannengrüner Lackierung zurückversetzt. Sie steht heute dem "Club 1018" für Sonderfahrten zur Verfügung.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 29.07.1991 Ort: Admont [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1046 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Entlang der Traun bei Lauffen
geschrieben von: Leon (1068) am: 29.10.22, 17:06
Bleiben wir bei der ÖBB-"Reihen-Folge" und kommen wir zur 1045. Bereits 1927 wurde in Österreich mit dieser Reihe der Weg zu einer laufachslosen Drehgestellmaschine eingeschlagen. Fast immer auf der Salzkammergutlinie eingesetzt, war die letzte Maschine dieser Reihe bis zum Jahr 1994 im Einsatz. Die Serie enthielt 14 Maschinen und war anfangs als Reihe 1170 bezeichnet. Erst im Jahr 1953 wurde die Nummer 1045 vergeben. Drei Maschinen wurden mit dem Jaffa-Design versehen, und eine von ihnen war die 1045.014, welche uns bereits auf dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] entgegen kommt. An diesem Tag war die Lok als Vorspann vor einem Regionalzug bis Ebensee eingesetzt, um anschließend einen Sammler bis Steeg-Gosau zu befördern - welcher jedoch mangels Last nur aus dem üblichen Güterzugbegleitwagen bestand. Natürlich musste für den Zug als Motiv der Klassiker am Ufer der Traun bei Lauffen herhalten, welcher bereits mit einer sehr ansprechenden Aufnahme in der Galerie vertreten ist. Hier kullert somit am 22.08.89 eine der letzten betriebsfähigen Loks der Reihe 1045 mit ihrem Wägelchen am Betrachter entlang der Traun gen Steeg-Gosau.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 22.08.1989 Ort: Lauffen [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1045 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Der Alpenstaubsauger
geschrieben von: Leon (1068) am: 21.10.22, 21:52
Die Reihe 1044. Mindestens so populär wie die Reihe 1042, wenn auch in ihrer Beliebtheit nicht uneingeschränkt die Nummer 1. Manche fanden sie langweilig, und den ob ihrer Akustik sehr passenden Namen "Alpenstaubsauger" hat die Reihe erst deutlich später erhalten, als ihr Stern schon am Sinken war. Heute hat sie ihre Leistungen längst an den Taurus abgetreten und findet sich -als Reihe 1144 auf Wendezugsteuerung umgebaut- noch immer vor oder hinter Regionalzügen. Aber auch im Güterzugdienst ist die Reihe vertreten, und früher war sie einfach Mädchen für alles. Man sah sie vor allen wichtigen EC- oder IC-Verbindungen, aber auch im Güterzugdienst oder -wie hier- im Regionalzugdienst.
Wenn man sich näher mit ihr beschäftigt, fallen die ersten Unterschiede auf: bis zur Betriebsnummer 110 hatten die Lokomotiven elfenbeinfarbene Dächer, erst danach waren diese grau. Größere Lüfter wurden eingebaut, und das typische Jaffa wich dem Valousek-Design. Einige wenige Loks fuhren im "Schachbrett-Design" umher, andere trugen vorübergehend Ganzreklame.

Mit Ausnahme der größeren Lüfter noch im klassischen Design war diese 1044 im Oktober 1989 auf der Karwendelbahn im Einsatz. Wir sehen sie hier, wie sie vor einem Regionalzug von Innsbruck kommend soeben die fotogene Brücke über die Schlossbachklamm überquert.
Diese Aufnahme verdanke ich meinem Vater. Meine Eltern waren Ende der 80er Jahre genauso häufig in der Alpenrepublik unterwegs wie ich, und ich kann mich erinnern, wie mein Vater, der mir seine Modellbahn und mithin den Grundstein für das Hobby vererbt hat, mich damals gebeten hat, ihm doch mal die Funktionsweise einer Spiegelreflexkamera zu erläutern, weil er in Tirol ebenfalls ein paar Aufnahmen machen wollte. Nun, eine Wanderung führte ihn dann zur Schlossbachklamm, und anscheinend hat er seinerzeit gut zugehört, als ich ihm seine Spiegelreflex erläutert sowie den Weg zur Klamm beschrieben habe. Das Ergebnis hat mich dann selbst erstaunt, und man sieht im Vergleich zur Sommerversion ganz deutlich die Vorzüge der tiefstehenden Oktobersonne. Ein Bild, welches ich der Galerie nicht vorenthalten möchte.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 10.1989 Ort: Hochzirl [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1044 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Mit Diesel über den Brenner
geschrieben von: Leon (1068) am: 20.10.22, 21:54
Soo..nach der 1042 müsste jetzt eine 1043 kommen, wenn man in der "Reihen-Folge" bleibt. Leider ist jedoch in meinem Bestand kein galeriefähiges Bild dieser Reihe vorhanden, denn trotz diverser Österreich-Urlaube zog es mich irgendwie nie zur Tauernbahn, und auch Kärnten wurde immer nur auf der Durchreise besucht, mit Ausnahme des Glantales, aber das ist ein Fall für spätere Einstellungen. Nun, wenn schon kein Bild der 1043 vorhanden ist, dass die Kritik der Kollegen übersteht, muss etwas anderes her. Nun gibt es ja in Österreich nicht nur die Reihe 1043, sondern auch die 2043! ;-) Und da ich keine Lust hatte, 1000 Bilder abzuwarten, kommt als Ersatz-Vorschlag eine 2043 unter Draht - und das an wohl der berühmtesten Fotokurve der Alpenrepublik, in St. Jodok. Generationen von Fotografen haben dem Bauern dort schon seine Wiese zertrampelt, aber die wenigsten haben wohl von diesen Korridorzügen nach Lienz Notiz genommen, die bis Mitte der 90er Jahre mit Diesel von Innsbruck über den Brenner und dann durchs Pustertal gefahren sind. Wir sehen hier diesen klassischen Brenner-Beifang in der Kehre von St. Jodok, aufgenommen am 19.06.1993.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 19.06.1993 Ort: St. Jodok [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-2043 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Die alte Bahnschranke
geschrieben von: Leon (1068) am: 17.10.22, 17:35
Der Inbegriff der ÖBB-Einheitslokomotive war bis zum Erscheinen der 1044 mit Sicherheit die Reihe 1042. Wohl keine elektrifizierte Strecke in Österreich, auf welcher nicht irgendwann mal die 1042 unterwegs war. Von 1963 bis 1977 wurden nicht weniger als 257 Exemplare gefertigt, anfangs mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und 3600 kW Leistung, später mit einer Steigerung auf 4000 kW und einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h, bezeichnet als 1042.5. Die Reihe fuhr Dienste aller Art und war früher auch in München und Frankfurt/ Main zu sehen. Heute sind nur noch wenige Exemplare der nach einem Umbau der 1042.5 auf Wendezugsteuerung entstandenen Reihe 1142 unterwegs, überwiegend im Raum Linz und in der Steiermark.
Am 10.08.88 beförderte die 1042 605 den "Steiermark-Express" mit im Bild nicht sichtbaren Kurswagen nach Deutschland. Wir sehen hier diesen Zug, wie er soeben den Bahnhof von Selzthal verlassen hat und in das Ennstal einbiegt. Hierbei passiert er ein Kleinod früherer Eisenbahntechnik; man hört förmlich das Gebimmel der alten Schrankenanlage.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 10.08.1988 Ort: Selzthal [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1042 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Der Halt an jeder Milchkanne
geschrieben von: Leon (1068) am: 16.10.22, 12:42
Kommen wir zur Reihe 1041. Mit bislang nur einem Bild in der Galerie viel zu wenig vertreten, ist diese ÖBB-Nachkriegskonstruktion in ihren letzten Betriebsjahren bis zum Jahr 2003 überwiegend im Raum Attnang-Puchheim und Selzthal zu finden gewesen. Oftmals war sie vor den Personenzügen auf der Salzkammergutlinie und im Ennstal anzutreffen. Vom Radsatzdurchmesser und der Höchstgeschwindigkeit her entsprach die Reihe 1041 der 1040, hatte aber einen moderneren Aufbau, und die Zug- und Stoßvorrichtungen kamen wieder auf die Maschinenbrücke. Insgesamt wurden von 1951 bis 1953 25 Maschinen geliefert, wobei die ersten 15 Loks ein noch etwas kastenförmigeres Aussehen hatten. Ab der Nummer 16 wurde das Führerhaus etwas windschnittiger gestaltet.
Noch ohne Computernummer, sondern mit erhabenen Ziffern, aber bereits mit Pflatsch präsentiert sich hier am 15.08.1985 die 1041.18 mit ihrem R 3435 bei der Einfahrt in den Haltepunkt von Lessern, vorbei an den typischen Milchkannen, welche von den bereits in der Galerie erwähnten Milchzügen aus dieser Region zur Molkerei nach Stainach-Irdning transportiert werden. Wir blicken im Hintergrund hinab ins Ennstal, und der R 3435 hat seine Reise von Stainach-Irdning ins Salzkammergut soeben erst begonnen.
Von der Reihe 1041 sind vier Lokomotiven erhalten geblieben, von denen die 1041.15 wieder mit ihrem tannengrünen Ursprungsanstrich versehen wurde.

Scan vom Kodak Ektachrome 100-Kleinbilddia

Datum: 15.08.1985 Ort: Lessern [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1041 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Pause in Spital am Pyhrn
geschrieben von: Leon (1068) am: 14.10.22, 21:08
Kommen wir zurück zu den ÖBB! Eine Reihe, die in der Galerie bislang fehlt, ist die 1040. Vielleicht nicht gerade eine der bekannteren und populären Reihen, und optisch auch irgendwie eine Mischung aus Altbau-Ellok und moderner Konstruktion. Und genau das ist sie auch: eine Weiterentwicklung der Reihe 1245 mit geschweißtem mechanischen Teil, beträchtlicher Verstäkung des elektrischen Teils sowie weiteren Verbesserungen. Erbaut im Jahr 1950 in Floridsdorf, war die Reihe zunächst als Schnellzuglokomotive gedacht. Später bewährte sich die Reihe im Güter- und Vorspanndienst am Semmering, bevor sie in untergeordnete Dienste in der Steiermark Verwendung fand. Hier hat sie Mitte der 90er Jahre die Leistungen der Selzthaler 1245 und 1080 übernommen, und man sah sie auf der Pyhrnbahn, im Gesäuse, im Ennstal und auf der Salzkammergutlinie. Hier sehen wir die 1040 003 vor dem Pyhrn-Sammler 75561 von Windischgarsten nach Selzthal, wie er in dem fotogenen Bahnhof von Spital am Pyhrn eine Pause einlegt.
Der Bahnhof heute: das Gebäude ist noch vorhanden, jedoch zur Bahnsteigkante mit einem unfotogenen Metallzaun versehen. Der Zugang zu den Zügen erfolgt über einen modernen Hochbahnsteig zwischen den Gleisen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 10.08.1995 Ort: Spital am Pyhrn [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1040 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Mit Diesel vor dem Nostalgiezug
geschrieben von: Leon (1068) am: 12.10.22, 22:50
Vor einer Weile wurde mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] auf den Museumsbetrieb auf der Pinzgauer Lokalbahn hingewiesen. Hier war in den Sommermonaten im Jahr 2022 regelmäßig an Donnerstagen der Club 760 mit seiner Dampflok der Reihe 73 (ex JZ) unterwegs.
Eigentlich habe ich ja für den Sommerurlaub auf irgendeinen Einsatz einer 2095 gehofft, aber bei der nur kurzen Strecke von Zell am See nach Niedernsill reichten für den Planeinsatz die modernen Gmeinder-Loks mit ihren Wendezügen aus. Vor einigen Jahren war wenigstens noch ein Fahrradzug mit den Krimmler Wagen und einer 2095 in SLB-Lackierung unterwegs, aber die Pinzgauer Lokalbahn ist modern geworden. In Zell am See stand noch eine Garnitur, bestehend aus den grünen Krimmler Wagen, aber für ihren Dampfzug zog man eher die kleinen Zweiachser als Garnitur vor. Im Depot in Zell am See standen zwar noch drei 2095 abgestellt; eine im Valousek-Design, eine in SLB-rot und die rot-gelbe Museumslok 2095.01, aber irgendwie sah es so aus, als würde der 14tägige Urlaub im Pinzgau ohne ein Foto einer 2095 ablaufen. Nun, der erste Donnerstag in diesen 14 Tagen wurde der JZ-Dampflok gewidmet, aber auch hier mache ich keinen Hehl daraus, dass mir eine Lok der Reihe Mh lieber gewesen wäre, auch wenn die 73 ganz ansprechend aussah. Aber irgendwie fehlte mir zu der Lok der Bezug. Für den zweiten Donnerstag war wiederum "Wetter" angesagt, aber irgendwie war mir nicht nach Dampf, sondern eher nach Planbetrieb im Salzachtal. Erst am Nachmittag habe ich auf der Rückfahrt zum Familiendomizil noch mal kurz einen Abstecher zum Museumszug eingelegt. Hinter Zell am See fand sich bei Zellermoos dieser Blick. Zur Passage des Zuges sah ich zunächst nix qualmen, auch keinen Achtungspfiff. Und ich dachte, ich fall´ tot um, als plötzlich die Museumsfuhre mit der 2095.01 auftauchte!;-) Bild im Sack, hinterher! Nun, wie das so im Gebirge ist: nachmittags wachsen die Quellwolken über sich hinaus, und zwei weitere Fotopunkte bis zum Endbahnhof gingen knapp in den Wolken unter. Erst im Endbahnhof gelangen dann noch ein paar Standaufnahmen, aber für die Rückfahrt war dann endgültig Licht aus. So, und mit einer Mischung aus happy über wenigstens ein Bild und stinksauer über möglicherweise einige entgangene Chancen am Vormittag ging es dann gen Familiendomizil, ständig am Abwägen, was nun das bessere Programm wäre: vormittags noch ein paar mehr Bilder der 2095 (wenn sie überhaupt gefahren wäre? Vielleicht ging die Dampflok ja erst mittags vom Netz..?) oder aber doch den Planbetrieb mit vielen Triebwagen, wenigen Güterzügen und einer handvoll lokbespannter Reisezüge. Grübel, grübel auf hohem Niveau...

Datum: 11.08.2022 Ort: Zellermoos [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-2095 Fahrzeugeinsteller: Pinzgauer Lokalbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Ein kräftiger Farbtupfer im herbstlichen Trebbin
geschrieben von: Leon (1068) am: 11.10.22, 19:17
Auch auf der Anhalter Bahn wird der Verkehr zusehends moderner. War der RE 3 Richtung Falkenberg/ Lutherstadt Wittenberg bislang eine Domäne der "Sickenloks" der Baureihe 112 -oder seltener 114- , so hat sich hier seit einiger Zeit eine Sicke der etwas anderen Art eingenistet: nicht wenige Züge auf dem RE 3 verkehren mit der Baureihe 147 und geben dem Verkehr auf der Anhalter Bahn ein neues Gesicht. Ungewöhnlich war am Mittag des 10.10.22 jedoch der Einsatz einer Südlok, wird doch der RE 3 grundsätzlich mit Nordlok gefahren und ermöglicht somit nur Fotos an den Tagesrandlagen im Sommer. Ebenso selten sind Züge mit Südlok in Form einer Reichsbahn-Sicke; hier muss schon Kommissar Zufall seine Finger im Spiel haben. Eine Zeitlang waren die Züge des RE 3 Mode unter den lokalen Hobbyfreunden, als immer wieder ein Umlauf mit der Latz-112 101 oder einer 114 bespannt wurde, und unvergesslich bleibt mir der Fotografenauflauf im nahen Kerzendorf, als die 112 101 an einem lauen Sommerabend von über einem halben Dutzend Kollegen erwartet wurde - einer Fotostelle, die man gewöhnlich für sich allein hat. Ebenso einsam war es somit am Mittag des 10.10.22 am Damm der Brücke der B 101 bei Trebbin, wo nach diversen ICE-Zügen endlich mal ein lokbespannter Zug auftauchte und in der herbstlich angehauchten Gegend einen kräftigen Farbtupfer setzte.

Das Motiv ist bereits in der Galerie vorhanden - aber nach über 11 Jahren kann man mal vergleichen, wie wenig sich hier verändert hat.

Datum: 10.10.2022 Ort: Trebbin [info] Land: Brandenburg
BR: 147 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Warum die Genshagener Hiede so heißt
geschrieben von: Leon (1068) am: 10.10.22, 22:42
Die Genshagener Heide - eine kuriose Landschaft südlich von Teltow, mit gleichnamigem ehemaligen Bahnhof am Berliner Außenring. Gräser, verdörrte Bäume, Hügel und kleine Baumgruppen charakterisieren diese Gegend, welche im Prinzip durch diverse Eisenbahnstrecken begrenzt wird. Wir sind im "Schweineohr", und man hat wirklich den Eindruck, in einer Bonsai-Version der Lüneburger Heide zu sein. Flora und Fauna bleiben sich hier selbst überlassen, und kein Besuch, an dem man nicht versehentlich einen Hasen oder ein Reh aufscheucht. Wer wissen will, woher der Name kommt, möge auf eine Streckenkarte schauen. Über mehrere Verbindungskurven ist hier die Anhalter Bahn an den Außenring angebunden, und man kann von nördlicher wie auch südlicher Richtung durchs "Ohr" sowohl in westliche als auch in östliche Richtung auf den Außenring gelangen.
Derzeit wird die Verbindungskurve zwischen der Anhalter Bahn und dem Außenring planmäßig von den CD-Eurocities der Linie 27, den weißen Dosto-Kiss der IC-Linie 17 sowie dem RE 5 befahren. Ferner dient die Kurve dem Güterverkehr vom Außenring auf die Anhalter Bahn oder aber zum GVZ Großbeeren.
Am Mittag des 09.10.22 warten wir auf den EC 175 nach Prag - und wie so oft in letzter Zeit wird dieser Zug mit einem der beiden "Albinos" der CD bespannt. 6 193 684 rauscht mit ihrem EC durch die Kurve Richtung Außenring, um diesen am Abzweig Glasower Damm bei Blankenfelde wieder Richtung Dresdener Bahn zu verlassen. Das im Bild sichtbare linke Gleis dient dem Güterverkehr von der Anhalter Bahn Richtung Saarmund bzw. Seddin.

Datum: 09.10.2022 Ort: Genshagener Hiede [info] Land: Brandenburg
BR: CZ-6 193 Fahrzeugeinsteller: CD
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Die geklaute Idee
geschrieben von: Leon (1068) am: 07.10.22, 22:09 sternsternstern Top 3 der Woche vom 23.10.22
Ich mach´ mal den „bootlegger“. Natürlich ist die Idee gemopst vom Marschbahner mit seinem genialen Bild von dem wohl berühmtesten WSSB-Bahnübergang ever, da bei Güterfelde im Anhaltinischen: [www.drehscheibe-online.de]
Da demnächst auf der Dresdener Bahn Modernisierungsarbeiten anstehen und mit ihnen das letzte Stück Reichsbahn-Infrastruktur zwischen Blankenfelde und Zossen verschwinden wird, wurde dieser Abschnitt etwas genauer beäugt. Und es findet sich tatsächlich in der Nähe von Rangsdorf am ehemaligen Block Pramsdorf ein ähnlicher WSSB-Bahnübergang an einem Feldweg, fernab jedes größeren Straßenverkehrs. Und bei diesem Bahnübergang fiel mir das Bild vom Marschbahner ein.
Dadurch, dass der Feldweg im rechten Winkel zu den Gleisen liegt, ist ein Lichtkegel eines herannahenden Zuges und anschließender Schrankentätigkeit nicht umsetzbar, höchstens als waagerechter Lichtstreifen. Dennoch wollte ich den Versuch unternehmen, das Szenario der sich öffnenden oder senkenden Schranken einzufangen. Der klare Abend des 05.10.22 bot sich dafür an. Zunächst bei Dämmerlicht die Enttäuschung: beim Schließen der Schranken ist kaum erkennbar, dass die Schlagbäume drei Lampen aufweisen. Diese entpuppten sich als derart glimmschwach, dass eine Umsetzung nur bei Dunkelheit möglich war. Nun, dennoch wurde das Stativ aufgebaut und der Einbruch der Dunkelheit abgewartet. Jogger und Hundebesitzer kamen in der Dämmerung vorbei, sichtlich erstaunt oder aber auch amüsiert über den Fotografen, der da mit seiner Knipse und Stativ in der Landschaft herumstand. Dann das nächste Problem: Kollege Marschbahner hat die Taschenlampe erwähnt. Die beiden müden Funzeln oberhalb des Bahnüberganges beleuchteten zwar den Weg über die Gleise, aber der Vordergrund war stockdunkel. Die Taschenlampe des Handys war viel zu schwach für eine ansprechende Ausleuchtung, also wurde das Auto strategisch auf dem Acker hinter dem Feldweg in Stellung gebracht. Abblendlicht – viel zu hell. Standlicht – o.k., ging aber nur mit laufendem Motor. Bei genauer Betrachtung der Phase der sich schließenden Schranken fiel auf, dass zunächst nur der Bü bimmelt und die Lichter des Andreaskreuzes angingen. Die Schlagbäume folgten erst nach 5 Sekunden. Also folgendes Szenario: Knipse auf dem Stativ, man selbst im nahen Auto, draußen war es inzwischen stockdunkel. Film ab: der Bü geht an, Auto anwerfen, Spot an, raus zur Knipse, 15 Sec. Belichtung. In dieser Zeit senkten sich die Schlagbäume. Erstes Bild. Weitere 15 Sekunden für die durchfahrende Regionalbahn: gesenkte Bäume mit waagerechtem Lichtstreifen. Zweites Bild. Drittes Bild: kurz nach der Durchfahrt hoben sich die Schlagbäume. Zug weg, Motor wieder abstellen. Das Ganze wurde 3 x probiert, und das aufgepeppte Ergebnis seht ihr hier.



Datum: 05.09.2022 Ort: Pramsdorf [info] Land: Brandenburg
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: Keiner
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 15 Punkte

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Block Pramsdorf - acht Jahre später
geschrieben von: Leon (1068) am: 06.10.22, 08:03
Zur Zeit ist der Verkehr auf der Dresdener Strecke etwas in den Fokus gerückt. Umfangreiche Baumaßnahmen kündigen sich an, und noch sind auf dem Abschnitt zwischen dem Abzweig am Glasower Damm und Zossen noch einige ganz ansprechende Fotomöglichkeiten vorhanden.
Im Dezember 2014 wurde diese Aufnahme der Blockstelle Pramsdorf [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie aufgenommen. Seinerzeit war die Blockstelle noch besetzt. Schauen wir uns die Szene heute an: das Gebäude ist noch vorhanden, jedoch stark graffitiert, mit vernagelten Fenstern und bereits des Schriftzuges beraubt. Der Bunker mit den Schießscharten ist noch vorhanden, auch die WSSB-Anlage neben der Blockstelle. Wir beobachten einen Captrain-Vectron, wie er mit seinem "Müsli-Zug" die Szenerie passiert. Auch die bereits 2014 hier eingesetzten "Sicken" sind heute auch noch präsent, wobei die Lok heutzutage i.d.R. am nördlichen Zugende hängt. Es kann jedoch auch ein Triebzug der Baureihe 445 auf dem RE 5 angetroffen werden.

Zum Bild: ich habe lange überlegt, ob ich das Graffiti entferne. Aber wozu? Das Gebäude wird die nahen Baumaßnahmen nicht überleben, und mir ging es darum, den ungeschönten Vergleich mit der Situation aus dem Jahr 2014 herzustellen. Heile Welt kann man woanders erleben...

Erneute Einstellung mit engerem Beschnitt, aber bewusster Beibehaltung der derzeitigen "Ästhetik".

Zuletzt bearbeitet am 07.10.22, 22:11

Datum: 30.09.2022 Ort: Pramsdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 193 (Siemens Vectron) Fahrzeugeinsteller: Captrain
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Kennt jemand "Hammelspring" oder "Vogelsang" ?
geschrieben von: Leon (1068) am: 03.10.22, 12:02
Mal wieder Zeit für den Griff in die Mottenkiste! Wir schreiben den Spätsommer 1994. Das "Templiner Kreuz" mit seinen Strecken von Fürstenwalde über Templin nach Eberswalde sowie von Prenzlau über Templin nach Löwenberg wurde noch vollständig befahren. Während auf den Strecken von Prenzlau und Fürstenwalde vorwiegend LVT unterwegs waren, bestimmten auf der Strecke Richtung Löwenberg überwiegend lokbespannte Züge das Verkehrsgeschehen. Auf dem Ast Richtung Eberswalde lief zu seiner Zeit ein Mischbetrieb aus LVT und lokbespannten Zügen, und bezüglich der Wagenstellung war in den Reisezügen so ziemlich alles zu sehen, was seinerzeit im Einsatz war: Bghw, Halberstädter, Y-Wagen und Bom´s. An Lokomotivbaureihen sah man 1991 noch die Babelsberger "Dicken", ansonsten Ludmillen und V 100. Das Bw Templin war noch in Betrieb, und dieses Bild (danke; Hartmut!) [www.drehscheibe-online.de] veranschaulicht, was damals im Knoten von Templin so los war.
Mitte der 90er Jahre kam dann der große Einbruch: Die Äste von Fürstenberg und Prenzlau wurden stillgelegt, und auf letztgenannter Strecke muss man heutzutage den Streckenverlauf geadezu suchen. Auf der Strecke von Fürstenberg wurde eine Fahrraddraisine eingerichtet, welche jedoch im Frühjahr 2022 eingestellt wurde. Über die Neuaufnahme des Personenverkehrs von Eberswalde über Joachimsthal nach Templin wurde anderernorts ausführlich berichtet, und um den Erhalt des Abschnittes von Joachimsthal nach Templin ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Kommen wir somit zum 23.08.1994: eine Ludmilla präsentiert irgendwie unpassend, aber zeittypisch ihren DB-Keks, am Haken zwei Bghw und ein Halbgepäckwagen. Als N 4763 war der Zug von Templin Richtung Löwenberg unterwegs und passiert entlang der Telegrafenmasten die endlosen Weiten der Uckermark. Der nächste Halt trägt den wirklich allerliebsten Namen "Hammelspring", und gleich dahinter kommt "Vogelsang" (sic!).

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 23.08.1994 Ort: Hammelspring [info] Land: Brandenburg
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Bosnien-Herzegowina grüßt den Pinzgau!
geschrieben von: Leon (1068) am: 01.10.22, 16:27
Machen wir noch ein bischen weiter mit der Pinzgauer Lokalbahn! Bislang nur mit einem Bild in der Galerie vertreten sind die in den Sommermonaten an Donnerstagen verkehrenden Museums-Dampfzüge. Betreiber dieser Züge ist der Club 760, welcher üblicher Weise eine Stütztenderlok der Reihe Mh vor den Museumszügen einsetzt. In dieser Saison war jedoch mit der JZ 73-019 eine ehemalige Schnellzuglok der Bosnisch-Herzegowinischen Staatsbahn im Einsatz, welche später bei der JZ als Reihe 73 geführt wurde. Hier wurden in den Jahren 1907 bis 1913 in mehreren Baulosen von den Firmen Krauss in Linz und der MAVAG insgesamt 23 1´C1´-h2-Schlepptenderloks für das Bosnische Schmalspurnetz in 760 mm Spurweite in Dienst gestellt. Die Loks hatten eine für damalige Verhältnisse recht große Höchstgeschwindigkeit von 55 km/h (was sich auch im Pinzgau bemerkbar machte...;-) ). Bis zum Beginn der 70er Jahre waren die Loks im Einsatz, von denen drei Loks erhalten geblieben sind. Einziges heute noch betriebsfähiges Exemplar ist die 1913 von MAVAG gefertigte 73-019, welche hier mit ihrem Museumszug entlang der Salzach um die Ecke biegt und in wenigen Augenblicken den derzeitigen Endpunkt Niedernsill erreicht. Nach kurzem Aufenthalt geht es gleich wieder zurück nach Zell am See, bevor am frühen Nachmittag die zweite Runde nach Niedernsill gestartet wird.

Datum: 04.08.2022 Ort: Niedernsill [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-JZ 73 Fahrzeugeinsteller: Club 760
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Der Könitzer Schrottzug in Unterkotzau
geschrieben von: Leon (1068) am: 28.09.22, 22:06
Vor kurzem wurden einige Bilder vom Könitzer Schrottzug in die Galerie aufgenommen. Zu sehen war der Zug mit seinen beiden orangenen V 100 auf dem Laufweg von Tschechien zum Stahlwerk auf dem Abschnitt von Weida Richtung Könitz, kurz vor Saalfeld gelegen. An dieser Stelle möchte ich eine Aufnahme von der Rückfahrt des Zuges Richtung Tschechien beisteuern. Der diesjährige Osterurlaub führte die Familie nach Franken, und während Frau und Junior sich in einem nahen Kletterpark am Untreusee bei Hof vergnügten, gab es ein kurzes Zeitfenster für Fotos, welches am Viadukt von Unterkotzau verbracht wurde. Nach diversen silbergrauen "Grinsekatzen", welche wirklich jedes Licht fressen, sowie einigen Regioshuttlen erschien endlich ein Güterzug - in Form der Rückleistung des Könitzer Schrottzuges, wiederum bespannt mit den bereits bekannten V 100. Wir sehen hier, wie der Zug am Nachmittag des 12.04.22 das "gotische" Viadukt von Unterkotzau passiert und in wenigen Augenblicken den Bahnhof von Hof erreicht. Einige Zeit später wurde die Familie am Untreusee (sic!) wieder eingesammelt.

Zum Bild: an dem Tag schwirrte in Deutschland Saharastaub umher und sorgte für eine leichte Lichttrübung. Der Zusammenhang mit den jüngst in der Galerie gezeigten Aufnahmen hat mich aber dennoch zur Einstellung bewogen.

Datum: 12.04.2022 Ort: Unterkotzau [info] Land: Bayern
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: SWT
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Container auf der Anhalter Bahn
geschrieben von: Leon (1068) am: 26.09.22, 19:36
Die Anhalter Bahn: eine durchmodernisierte Hauptstrecke von Berlin Richtung Sachsen-Anhalt, über welche ein umfangreicher Fernverkehr Richtung Halle/ Leipzig und weiter nach Frankfurt/ Main oder München abgewickelt wird. Mehrmals stündlich wird die Ruhe in den endlosen Brandenburger Weiten unterbrochen, wenn die ICEs durch die ausgedehnten Wälder hinter Trebbin fegen. Und trotzdem ist immer wieder Platz für den Güterverkehr, welcher -wenn auch nicht sehr reichhaltig- mitunter mit interessanten Zuggarnituren aufwarten lässt, wie wir es schon desöfteren bei dem Motiv an der Brücke oberhalb von Trebbin oder in Kerzendorf gesehen haben, kurz vor Ludwigsfelde gelegen.
Auch südlich des kleinen, abgeschiedenen Dorfes Kerzendorf lässt sich die Anhalter Bahn recht ansprechend umsetzen, und der Fotograf musste am Vormittag des 12.09.22 nicht lange warten, als nach der Passage eines ICE und eines sickenbespannten RE (mit Nordlok..:-( ) Platz für einen Containerzug war, welchen eine MEG-145 ins Anhaltinische schleppt.

Datum: 12.09.2022 Ort: Kerzendorf [info] Land: Brandenburg
BR: 145 Fahrzeugeinsteller: MEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Ein Schlumpf in Caaschwitz
geschrieben von: Leon (1068) am: 25.09.22, 18:32
Die Diesel-Intercities auf dem Abschnitt Weimar-Gera sind ja bereits schon desöfteren in der Galerie zu sehen gewesen, und besonderes Augenmerk gilt dem sonntäglichen Leerreisezug von Leipzig nach Gera. Dieser Zug wird i.d.R. über Altenburg geleitet, aber in Ausnahmefällen läuft sein Zuglauf über Zeitz.
War in der Vergangenheit i.d.R. eine DB-245 als Zuglok für diese IC-Züge vorgesehen, so werden diese Züge seit kurzem mit einem "PRESS-Schlumpf" der Baureihe 246 bespannt. Grund genug, diesem Zug heute früh aufzulauern. Und wie bereits gestern bei der Aufnahme aus Pößneck beschrieben, hielt sich auch heute hartnäckig ein blaues Loch über der Elster und ließ die Wahl der Fotostelle schnell auf die Blockstelle Caaschwitz fallen, welche in ihrer technischen Besonderheit bereits schon mehrmals in der Galerie gezeigt und beschrieben wurde.
Heute wurde der Leerreisezug mit seiner 246 der PRESS von einer größeren Abordnung an Fotografen an der Blockstelle erwartet, und zu köstlich war das Wortgefecht zwischen einem in letzter Sekunde angereisten regionalen Eisenbahnfreund, welcher sich links vom Gleis mit seiner Trittleiter postieren wollte und ein erhebliches Problem mit zwei Spaziergängern hatte, welche sich den Zug am Bahnübergang einfach nur anschauen wollten und so gar keine Anstalten machten, sein Bild zu verlassen. Eine Spaziergängerin hat es somit auch in unseren Bildausschnitt geschafft. Wie das Wortduell ausgegangen ist oder ob es Verletzte gegeben hat, ist nicht überliefert; der Fotografentross war anschließend bereits zum nächsten Motiv in Crossen unterwegs.

Datum: 25.09.2022 Ort: Caaschwitz [info] Land: Thüringen
BR: 246 (Bombardier TRAXX P160) Fahrzeugeinsteller: PRESS
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Willkommen im Gesäuse !
geschrieben von: Leon (1068) am: 22.09.22, 21:22 sternsternstern Top 3 der Woche vom 02.10.22
Willkommen im Gesäuse: ein enges, schroffes Flusstal der Enns zwischen Admont und Hieflau, in welchem die Enns auf 16 km Länge ein Gefälle von 150 Metern beschreibt – was auch dem Tal seinen Namen gab. Ideale Voraussetzungen für Rafting-Touren – und Herausforderungen für die Eisenbahnfotografen…
Bereits zwei Bilder sind von der Brücke der Bahn über die Enns am Gesäuseeingang in der Galerie enthalten – Grund genug, die historische Version zu ergänzen. In einer Zeit, in welcher noch regelmäßiger Regionalverkehr im Gesäuse herrschte, war dieser zwischen Selzthal und Hieflau in der Hand der Reihen 1042, 1141 oder sogar 1046, ferner der Triebwagenreihe 4030. Natürlich fuhr man in erster Linie wegen des Hieflau-Sammlers hierher, bis 1995 eine „Bank“ für die Selzthaler 1245, später für die 1040. Aber das Gesäuse bot auch so manches kühne Motiv für den normalen Regionalverkehr. Wir sehen erneut die Brücke über die Enns, welche im Mai 1995 enorm viel Wasser führte. Und das Szenario war so, wie es bereits beschrieben wurde: man steht auf einigen Felsen oberhalb der Enns, welche in einem ohrenbetäubenen Getöse an einem vorbeizieht, links und rechts schroffe, fast senkrechte Berghänge. Man weiß die Abfahrzeit der Regionalbahn im Bahnhof Gesäuseeingang. Dennoch steht man verkrampft auf den Felsen wie der „Glöckner“, die 6x6-Knipse mit Lichtschacht immer am Anschlag, um ja nicht das Bild zu verzerren. Null Vorwarnung bis zum Zug, und dann schnell „klick“! Hobbyfreuden im Ennstal anno 1995..!:-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 18.05.1995 Ort: Gesäuseeingang [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1141 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 24 Punkte

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Der Windauer Bogen im Sommer
geschrieben von: Leon (1068) am: 21.09.22, 08:09
Vor einiger Zeit wurde in die Galerie eine herrliche Aufnahme der ehemaligen 1020.10 gezeigt, welche in Deutschland wieder ihre frühere Nummer E 94 088 sowie ein grünes Farbkleid erhalten hat und seitdem häufig vor Sonderzügen zu sehen ist. Puristen werden natürlich bei einer ehemaligen HG-1020 mit zwei Frontfenstern und Düsenlüftern an den Vorbauten, welche als „E 94“ verkauft wird, die Augen verdrehen, aber diesen Kompromiss sollte man eingehen, wenn man sich an einem noch betriebsfähigen Exemplar dieser Baureihe erfreuen will.
Kurbeln wir die Zeit zurück in den Sommer 1988: noch sind die Jaffa-1020 unermüdlich auf der Giselabahn im Einsatz, sowohl im Vorspanndienst als auch als Schublok. Und auch die Güterzugdichte zwischen Wörgl und Saalfelden war deutlich annehmbarer als heute. Eine „Bank“ für Freunde von Vorspannleistungen war der vormittägliche 57245, welcher ab Wörgl einen zusätzlichen Support benötigt hat. Im Rahmen des Sommerurlaubes wurden zwei Tage im August 1988 für die Giselabahn veranschlagt, und die enge Kehre hinter Hopfgarten hat es mir motivlich besonders angetan – schon allein als bekennenden Nachfotografen gewisser Standardwerke aus dem Franckh-Verlag..;-) Und so ergab sich, dass an dem ersten der beiden Tage der Zug mit dem Vorspann einer Wörgler 1245 vor einer 1110 und am Folgetag mit dem Vorspann der 1020 010 (sic!) aufkreuzen sollte…
Die Stelle ist bereits in einer deutlich aktuelleren Version in der Galerie vertreten, und als „Abziehbild“ der gleichen Traktion in einer famosen Winterlandschaft!

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 19.08.1988 Ort: Unterwindau [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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Ein 612 in Wünschendorf
geschrieben von: Leon (1068) am: 19.09.22, 16:58
Eines der schönsten Motive im Elstertal ist in meinen Augen die Brücke über die Elster in Wünschendorf. Nicht umsonst sind bereits diverse Bilder von dieser Brücke in der Galerie enthalten, sei es von diesem Blickwinkel oder vormittags in die Gegenrichtung oder sogar von der Abbruchkante des Steinbruchs, welchen man im Hintergrund erkennt. Der Personenverkehr im Elstertal wird im stündlichen Wechsel aus RS 1 sowie 612 gebildet, und mehrmals wöchentlich verkehrt eine "gravierende" Übergabe von Gera nach Greiz-Dölau, wleche ebenfalls schon desöfteren in der Galerie zu sehen war.
Am 31.03.21 war das beherrschende Objekt der Begierde die über Gera umgeleitete Ludmilla vor dem Zeitzer Nahgüterzug aus Halle/ Leipzig, welche wahre Heerscharen an Fotografen in die Gegend von Zeitz gelockt hat. Aber am Nachmittag gab es eine geruhsame Zugpause , welche für einen kurzen Abstecher ins Elstertal genutzt wurde, bevor am frühen Abend erneut eine Russenleistung Richtung Zeitz zu erwarten war.

Datum: 31.03.2021 Ort: Wünschendorf [info] Land: Thüringen
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Bunte Farben am Brenner
geschrieben von: Leon (1068) am: 18.09.22, 20:15
Ein Jahr, nachdem die Bludenzer 1020 042 wieder im tannengrünen Lack erstrahlte, fiel auch eine Innsbrucker 1020 in den grünen Farbtopf: für nostalgische Zwecke erhielt auch die 1020 027 wieder ihr historisches Outfit, sogar mit drei resedagrünen Zierstreifen, welche bei dieser Reihe früher nie verwendet wurden. Derartige Zierstreifen waren eher den „ Neubauloks“ der Reihen 1010 ff. vorbehalten, und bei den kleineren Altbau-Elloks der Reihen 1045 bis 1245 scheiden sich die Geister; hier gab es bereits früher tannengrüne Varianten mit und ohne Zierstreifen.
Ein Fotourlaub im Mai 1991 führte uns u.a. an die Brennerstrecke. Hier wurden wir bei Steinach in der Erwartung von bergwärts fahrenden Güterzügen eiskalt erwischt, als dieser bunte Lokzug aus sechs Schiebelokomotiven um die Ecke bog, angeführt von der „neu-grünen“ 1020 027. Derartige Lokzüge waren sowohl am Brenner als auch am Arlberg an der Tagesordnung.
Die 1020 027 sollte uns an diesem Tag noch einmal begegnen: natürlich murphyhaft als Schiebelok, wo wir es auf die Zuglok abgesehen hatten…

Zum Bild: o.k., kein Frontlicht. Aber ich hoffe dennoch, dass es das Bild im Kontext des Themas sowie in Verbindung mit der interessanten Fuhre in die Galerie schafft. Die 1020 027 wurde wenig später Opfer eines Brandschadens, woraufhin die 1020.044 als nächste Lok in den tannengrünen Farbtopf gefallen ist. Leider ist mir diese Lok seitdem nie begegnet…aber wir haben ja gesehen, dass sich auch die 1020.10 hinübergerettet hat…

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 14.05.1991 Ort: Steinach [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 0 Punkte
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Damals in Rangsdorf
geschrieben von: Leon (1068) am: 17.09.22, 15:57
Vor kurzem wurde mit dieser Aufnahme aus Blankenfelde [www.drehscheibe-online.de] ein Hinweis auf die zeitnahe Modernisierung der Dresdener Bahn hingewiesen. Die Bautrupps sind hier schon am ackern, und bereits historisch ist dieser Blick auf die Einfahrt in den Bahnhof von Rangsdorf, nur wenig südlich von Blankenfelde gelegen. Wo bis vor wenigen Jahren noch das Kopfsteinpflaster einer Ladestraße, ein grasbewachsener Bahnsteig sowie recht ansprechende Gebäude die Szenerie der Bahnhofseinfahrt bestimmten, stehen heute meterhohe Schallschutzwände, hinter denen sich moderne Gleisanlagen mit Ausweichgleisen verstecken. Die Ausweichgleise werden häufig von den Metrans-Containerzügen von Tschechien Richtung Küste für die Ruhepausen der Personale genutzt; kaum ein Metrans-Zug, der auf seinem Weg von Prag nach Hamburg hier nicht seine einstündige Pause einlegt. In der Südrichtung passiert dies sehr häufig in Priort oder Satzkorn am Berliner Außenring.
Am 06.07.2011 war von den Bauarbeiten jedoch noch nichts zu spüren. Eine 155 koffert ungehindert mit ihrer Facs-Garnitur durch den Bahnhof, und eine weitere, sehr ähnliche Aufnahme, welche bereits vor über 12 Jahren in die Galerie aufgenommen wurde, zeigt die gleiche Situation. Bei dem Gebäude links vom Zug könnte es sich um einen früheren Bahnhof der Königlich-Preußischen-Militär-Eisenbahn handeln, über welche hier bereits im Zusammenhang mit der Vorstellung der Strecke von Zossen über Sperenberg nach Jüterbog berichtet wurde.

Wer noch historisches Reichsbahn-Ambiente auf der Dresdener Bahn erleben möchte, möge sich beeilen. Demnächst "fällt" Zossen mit seinem legendären Wasserturm sowie diversen ähnlichen Gebäuden links und rechts der Dresdener Bahn.

Scan vom Fuji Velvis 6x6-Dia

Datum: 06.07.2011 Ort: Rangsdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 155 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Historisches Flair hinter zeitgenössischer Garnitu
geschrieben von: Leon (1068) am: 16.09.22, 16:12
Bleiben wir noch einen Moment bei der Reihe 1020. Nach der Vorstellung der verschiedenen Jaffa-Varianten mit und ohne Zierstreifen kommen wir zur ursprünglichen tannengrünen Lackierung, welche ab den 50er Jahren verwendet wurde. Mit Ausnahme der drei Nachbau-1020 mit den Betriebsnummer 45 bis 47 sind alle 1020 im Rahmen ihrer Hauptuntersuchungen/ Generalüberholungen in den blutorangenen Farbtopf gefallen; erst viel später gab es sogar Varianten in verkehrsrot, ferner drei Maschinen im Valousek-Design.
Umso erstaunlicher war daher, dass im Jahr 1990 die Bludenzer 1020 042 wieder mit einem tannengrünen Outfit erstrahlte und munter im Plandienst eingesetzt wurde – ein Brauch, welcher bei den ÖBB bei diversen Baureihen gepflegt wurde: ein Fahrzeug pro Reihe im historischen Look. So geschehen bei 1042.44, 1018.05, 1245.05, 1080.01 und weiteren.
Vom 07.05.94 ist bereits die Schanatobelbrücke in die Galerie aufgenommen worden. Wir haben uns an dem Tag am frühen Nachmittag in Flirsch postiert, in der Erwartung einiger Güterzüge aus Landeck. Aus der Gegenrichtung tauchte dann der IC 661 auf, ellenlang – und am Schluss hing die 1020 042, welche dem Zug bis zum Scheitelpunkt im Arlbergtunnel über die Rampe geholfen hat und bis Landeck am Zug blieb. Wir sehen im Hintergrund die neue Bogenbrücke über die Rosanna sowie die Pfarrirche zum Heiligen Bartholomäus.
Eine grüne 1020 hinter einer modernen Garnitur – passt nicht wirklich, sieht aber irgendwie originell aus. Plandienst bei den ÖBB vor 28 Jahren…

Scan vom 6x6-Dia in Originalgröße

Zuletzt bearbeitet am 17.09.22, 15:13

Datum: 07.05.1994 Ort: Flirsch [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Die Mutter aller WSSB-Anlagen
geschrieben von: Leon (1068) am: 15.09.22, 20:00
Eine der kuriosesten WSSB-Bahnschranken Brandenburgs ist an der Dresdener Bahn zu bewundern: Der Bahnsteig vom Haltepunkt Blankenfelde ist als Mittelbahnsteig ausgeführt und besitzt nur einen einzigen Zugang zu einer Straße, welche am Nordende die Dresdener Bahn kreuzt. Ein Zugang zum Bahnsteig ist somit nur möglich, wenn kein Zug naht. Ist dies der Fall, so senken sich nicht nur die Schlagbäume für den Autoverkehr, sondern auch der Schlagbaum am Bahnsteigende. So geschehen und gesehen am Vormittag des 15.08.22, als ein Doppelstock-ICE der Baureihe 4110 als IC 2175 von Rostock nach Dresden dieses Kuriosum passiert.
Für Nachschüsse ist dieses Motiv weniger geeignet, denn bei einem abfahrenden Zug Richtung Norden stehen bis dahin all die Reisenden, welche den Zug am Haltepunkt von Blankenfelde verlassen haben, vor der Nase des Betrachters am Schlagbaum.
Links oberhalb der Trasse ist der Bahnsteig der S-Bahn Richtung Hauptstadt zu sehen. Die Szenerie wird sich allerdings mit dem zeitnahen Ausbau der Dresdener Bahn völlig verändern.

Auch der Zuglauf des IC 2175 ist eine Betrachtung wert: der Zug erreicht über Oranienburg und Gesundbrunnen den Berliner Hbf. (tief) und verlässt dann über Südkreuz auf der Anhalter Bahn die Stadt, um hinter Großbeeren durch das "Schweineohr" auf den südlichen Außenring zu gelangen. Dann geht es zum Flughafen BER Terminal 1 und 2, um dort mit einer achtminütigen Wendezeit Kopf zu machen und über den Abzweig Glasower Damm auf die Dresdener Bahn zu gelangen. Nach dem Ausbau der Dresdener Bahn werden diese Zickzackfahrten der Vergangenheit angehören, und es geht direkt von Südkreuz über Lichtenrade Richtung Dresden.

Datum: 15.08.2022 Ort: Blankenfelde [info] Land: Brandenburg
BR: 445 (Stadler KISS) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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In der Morgensonne über den Arlberg
geschrieben von: Leon (1068) am: 14.09.22, 15:32
Bleiben wir noch einen Moment am Arlberg und beobachten die grandiosen Maschinen der Reihe 1020 beim Schiebe- oder Vorspanndienst. Noch auf der historischen Streckenführung war am frühen Morgen des 23.07.91 die 1020 034 mit dem Schub des 43978 Richtung Bludenz beschäftigt. Hier in der engen Kurve zwischen St. Jakob und St. Anton sind wir Zeuge, wie zunächst eine 1044 mit einem Güterzug langsam um die Ecke biegt, und je länger die Wagenschlange wurde, desto sicherer konnte man sich ob der Schiebelok sein. In diesem Fall schien der Zug kein Ende zu nehmen, und endlich knarzte dann der gewünschte Protagonist um die Ecke - an diesem Tag in Form der blitzsauberen 1020 034, deren Lüfter an den Vorbauten sich herrlich in der tiefen Morgensonne reflektierten. Haben wir in Reith am Karwendel noch die ursprüngliche Jaffa-Version gesehen, so kam an der Schanatobelbrücke bereits die Sparlackierung vor die Linse. Bei diesem Exemplar wurde sogar auf eine durchgehende Zierlinie in der Mitte des Lokkastens verzichtet, lediglich oberhalb des Pflatsches war noch Farbe übrig. Wir sehen, welch unterschiedliche Lackierungsvarianten damals auf den österreichischen Schienen unterwegs waren, und es gab ja seit 1990 auch wieder eine 1020 in Tannengrün...;-) (coming soon...)

Möchte nicht jemand aus der Userschaft den Ball dieser formschönen Baureihe aufgreifen? Der Einsteller freut sich über jeden Mitspieler..;-) Einer hat ja kürzlich einen ziemlichen Treffer erzielt!

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 23.07.1991 Ort: St. Anton [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Die Schanatobelbrücke
geschrieben von: Leon (1068) am: 13.09.22, 16:37
Wer früher den Lokomotiven der Reihe 1020 nachstellen wollte, kam um die Arlbergstrecke nicht herum. Mehrere Urlaube in den Jahren 1990, ´91 und ´94 führten an diese Strecke, auf der die Bludenzer 1020 noch rege aktiv waren, meist im Nachschieben von Güterzügen, leider seltener im wesentlich fotogeneren Vorspanndient. Aber auch das Nachschieben von besonders langen IC- oder D-Zügen stand auf der Tagesordnung.
Der 07.05.94 war ein strahlend klarer Frühlingstag, und als Motiv stand am frühen Vormittag der Blick auf die Schanatobelbrücke an, gelegen an der Westrampe zwischen Braz und Hintergasse. Hier ergibt sich nur ein kurzes Zeitfenster, wenn die Sonne um die Berge herum kommt, bevor sie in die Gleisachse geht. In diesem Zeitfenster standen sowohl Personenzüge aus Richtung Bludenz an als auch ein Güterzug, in der Hoffnung, dass dieser seine Schiebelok die Rampe hinunterschleppt – UND dass die Schiebelok keine „Neubaulok“ in Form einer 1110.5 ist (was mitunter vorkam) UND dass die Rollos der Fenster nicht geschlossen waren. Nun, zunächst kam ein IC den Berg hoch, gefolgt von einem Regionalzug. Dann das bange Warten auf den Güterzug. Dieser kreuzte dann auch bald auf, geführt von nur einer Lok. Die endlose Wagenschlange ließ auf eine Schiebelok hoffen, und -bingo! – am Schluss hing die erhoffte 1020, mit offenen Fenstern! Zufrieden ging es den recht steilen Weg von der Brücke wieder hinab, und der Tag sollte noch so manche Überraschung an der Arlbergbahn mit sich bringen…;-)

Übrigens: wer genau hinschaut, erkennt die "Sparlackierung" an der Lok. Bei vielen 1020 wurde zum Beginn der 90er Jahre bei Neulackierungen auf das Anbringen der früheren drei Zierstreifen verzichtet, sondern es gibt nur noch einen dicken Zierstreifen in der Mitte des Lokkastens und am oberen Rand der Vorbauten. Die Zierstreifen am oberen und unteren Ende des Lokkastens, wie sie die 1020.004 in Reith trägt, sind bei der Sparlackierung entfallen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 13.09.22, 16:43

Datum: 07.05.1994 Ort: Schanatobelbrücke [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Damals auf der Karwendelbahn
geschrieben von: Leon (1068) am: 12.09.22, 17:34
Kommen wir zu der Baureihe, welche wie fast keine andere mein fotografisches Schaffen in den 80er und 90er Jahren geprägt hat: der E 94. Sie kam zwar so gut wie nie vor die hauptstädtische Haustür, aber diverse TMT-Touren der 80er Jahre sowie spätere Fototouren nach Sachsen hatten überwiegend ein Ziel: den Einsätzen der deutschen „Krokodile“ und „Eisenschweine“ aufzulauern – wobei sich der Begriff „Krokodil“ für die Baureihe 194 nie richtig durchgesetzt hat.
Noch viel spannender gestalteten sich die Exkursionen in unser südliches Nachbarland: hier verhalf die ungemein attraktive Lackierung der Reihe 1020 zu diversen Urlauben in der Alpenrepublik, sei es an der Giselabahn, im Inntal, am Brenner und am Arlberg. Nur bis nach Kärnten und an die Tauernbahn sollte es irgendwie nie klappen. Dennoch gingen im Verlauf dieser Urlaube diverse Maschinen ins Netz. Besonders gefreut habe ich mich, wenn mir mal eine 1020 als Vorspann vor einer anderen Reihe vor die Linse fuhr oder sogar mal zwei Exemplare dieser wuchtigen Maschinen vor einem Zug hingen – was ich leider nur wenige Male am Arlberg genießen konnte.
Eine völlig unbekannte, aber nicht minder spektakuläre Leistung wurde im Sommer 1988 auf der Karwendelbahn gefahren: hier gab es in den späten Nachmittagsstunden eine Planleistung mit einer Innsbrucker 1020 vor einem Regionalzug von Innsbruck nach Mittenwald. Diesem Zug musste natürlich aufgelauert werden, und wir stehen hier am späten Nachmittag des 18.08.88 am Viadukt von Reith und beobachten die 1020 004, wie sie ihre Garnitur aus Mitteleinstiegswagen aus dem Inntal durch das Karwendelgebirge mit seinen zahlreichen Tunneln und engen Kurven hochgewuchtet hat und bald am Ziel ist.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 18.08.1988 Ort: Reith [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Der Edelhirsch
geschrieben von: Leon (1068) am: 11.09.22, 20:24
Wie jung die Galerie ist, merkt man häufig daran, welche Baureihen in ihr noch fehlen…;-) Die Baureihenauswahl in der Suchfunktion benennt die „historische“ E 18 /E 19, und von der E 18 sind ja auch immerhin 41 Bilder vorhanden und umfassen in teils sehr sehenswerten Aufnahmen einige Museumsloks, diverse Scans der Planeinsätze bei der Bundesbahn, einige wenige Aufnahmen der DR-Variante sowie der E 18.2, sprich 1018 der ÖBB. Was bislang fehlt, ist die E 19 -genannt der "Edelhirsch".
Nun, bei einer nur vier Lokomotiven umfassenden Baureihe, deren letztes Exemplar bereits 1978 ausgemustert wurde, auf einen herzeigbaren Scan zu hoffen, dürfte sehr ambitioniert sein. Mir selbst ist meine erste E 19 anno 1982 auf dem Lokfriedhof von München-Freimann vor die Linse gekommen, aber immerhin sind von den vier Exemplaren zwei Loks erhalten geblieben. Ohne jetzt weiter auf die unterschiedliche Technik der beiden Varianten von SSW und AEG einzugehen, möchte ich dennoch dieser Baureihe mit einem Typenfoto auf der Drehscheibe des Berliner Technikmuseums den Einzug in die Galerie ermöglichen.
Neben der E 19 12, welche für das 150. Jubiläum der Deutschen Eisenbahnen zunächst erneut ein blaues Farbkleid erhalten hat, aber mittlerweile im ursprünglich roten Erscheinungsbild in Koblenz-Lützel weilt, ist im DTM in Berlin die E 19 01 zu sehen, ebenfalls in der ursprünglichen Erscheinungsform in rot mit Schürzen. Somit ist von beiden Baulosen wenigstens jeweils eine Maschine erhalten geblieben. Die Maschine war zunächst im Eisenbahnmuseum Neustadt/ Weinstraße hinterstellt, kam aber im Jahr 1988 nach Berlin. Hier sehen wir sie, noch mit einer provisorischen Betriebsnummer versehen, anlässlich eines Jubiläums der AEG-Bahntechnik. Sie hat an ihrem Standplatz im Lokschuppen des Museums inzwischen wieder den Adler erhalten, aber mir ist bis heute die damals erbittert und quer durch die Presse geführte Diskussion in Erinnerung, ob bezüglich des 1938 zur Indienststellung der Loks verwendeten Hakenkreuzes unter dem Adler die historische correctness oder die political correctness greift.

Die E 19 02 und 11 wurden hingegen in München-Freimann verschrottet – letztgenannte lief bis zuletzt im grünen Farbkleid, wie es auch bis zur Einführung der Farbe blau für Lokomotiven mit Geschwindigkeiten über 120 km/h die Baureihe E 18 getragen hat.

Abgekühlter Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 04.11.1988 Ort: Berlin Anhalter Bahnhof [info] Land: Berlin
BR: 118,119 (histor. E18, E19) Fahrzeugeinsteller: Deutsches Technikmuseum
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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