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Willkommen im Gesäuse !
geschrieben von: Leon (1029) am: 22.09.22, 21:22
Willkommen im Gesäuse: ein enges, schroffes Flusstal der Enns zwischen Admont und Hieflau, in welchem die Enns auf 16 km Länge ein Gefälle von 150 Metern beschreibt – was auch dem Tal seinen Namen gab. Ideale Voraussetzungen für Rafting-Touren – und Herausforderungen für die Eisenbahnfotografen…
Bereits zwei Bilder sind von der Brücke der Bahn über die Enns am Gesäuseeingang in der Galerie enthalten – Grund genug, die historische Version zu ergänzen. In einer Zeit, in welcher noch regelmäßiger Regionalverkehr im Gesäuse herrschte, war dieser zwischen Selzthal und Hieflau in der Hand der Reihen 1042, 1141 oder sogar 1046, ferner der Triebwagenreihe 4030. Natürlich fuhr man in erster Linie wegen des Hieflau-Sammlers hierher, bis 1995 eine „Bank“ für die Selzthaler 1245, später für die 1040. Aber das Gesäuse bot auch so manches kühne Motiv für den normalen Regionalverkehr. Wir sehen erneut die Brücke über die Enns, welche im Mai 1995 enorm viel Wasser führte. Und das Szenario war so, wie es bereits beschrieben wurde: man steht auf einigen Felsen oberhalb der Enns, welche in einem ohrenbetäubenen Getöse an einem vorbeizieht, links und rechts schroffe, fast senkrechte Berghänge. Man weiß die Abfahrzeit der Regionalbahn im Bahnhof Gesäuseeingang. Dennoch steht man verkrampft auf den Felsen wie der „Glöckner“, die 6x6-Knipse mit Lichtschacht immer am Anschlag, um ja nicht das Bild zu verzerren. Null Vorwarnung bis zum Zug, und dann schnell „klick“! Hobbyfreuden im Ennstal anno 1995..!:-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 18.05.1995 Ort: Gesäuseeingang [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1141 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Der Windauer Bogen im Sommer
geschrieben von: Leon (1029) am: 21.09.22, 08:09
Vor einiger Zeit wurde in die Galerie eine herrliche Aufnahme der ehemaligen 1020.10 gezeigt, welche in Deutschland wieder ihre frühere Nummer E 94 088 sowie ein grünes Farbkleid erhalten hat und seitdem häufig vor Sonderzügen zu sehen ist. Puristen werden natürlich bei einer ehemaligen HG-1020 mit zwei Frontfenstern und Düsenlüftern an den Vorbauten, welche als „E 94“ verkauft wird, die Augen verdrehen, aber diesen Kompromiss sollte man eingehen, wenn man sich an einem noch betriebsfähigen Exemplar dieser Baureihe erfreuen will.
Kurbeln wir die Zeit zurück in den Sommer 1988: noch sind die Jaffa-1020 unermüdlich auf der Giselabahn im Einsatz, sowohl im Vorspanndienst als auch als Schublok. Und auch die Güterzugdichte zwischen Wörgl und Saalfelden war deutlich annehmbarer als heute. Eine „Bank“ für Freunde von Vorspannleistungen war der vormittägliche 57245, welcher ab Wörgl einen zusätzlichen Support benötigt hat. Im Rahmen des Sommerurlaubes wurden zwei Tage im August 1988 für die Giselabahn veranschlagt, und die enge Kehre hinter Hopfgarten hat es mir motivlich besonders angetan – schon allein als bekennenden Nachfotografen gewisser Standardwerke aus dem Franckh-Verlag..;-) Und so ergab sich, dass an dem ersten der beiden Tage der Zug mit dem Vorspann einer Wörgler 1245 vor einer 1110 und am Folgetag mit dem Vorspann der 1020 010 (sic!) aufkreuzen sollte…
Die Stelle ist bereits in einer deutlich aktuelleren Version in der Galerie vertreten, und als „Abziehbild“ der gleichen Traktion in einer famosen Winterlandschaft!

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 19.08.1988 Ort: Unterwindau [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Ein 612 in Wünschendorf
geschrieben von: Leon (1029) am: 19.09.22, 16:58
Eines der schönsten Motive im Elstertal ist in meinen Augen die Brücke über die Elster in Wünschendorf. Nicht umsonst sind bereits diverse Bilder von dieser Brücke in der Galerie enthalten, sei es von diesem Blickwinkel oder vormittags in die Gegenrichtung oder sogar von der Abbruchkante des Steinbruchs, welchen man im Hintergrund erkennt. Der Personenverkehr im Elstertal wird im stündlichen Wechsel aus RS 1 sowie 612 gebildet, und mehrmals wöchentlich verkehrt eine "gravierende" Übergabe von Gera nach Greiz-Dölau, wleche ebenfalls schon desöfteren in der Galerie zu sehen war.
Am 31.03.21 war das beherrschende Objekt der Begierde die über Gera umgeleitete Ludmilla vor dem Zeitzer Nahgüterzug aus Halle/ Leipzig, welche wahre Heerscharen an Fotografen in die Gegend von Zeitz gelockt hat. Aber am Nachmittag gab es eine geruhsame Zugpause , welche für einen kurzen Abstecher ins Elstertal genutzt wurde, bevor am frühen Abend erneut eine Russenleistung Richtung Zeitz zu erwarten war.

Datum: 31.03.2021 Ort: Wünschendorf [info] Land: Thüringen
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Bunte Farben am Brenner
geschrieben von: Leon (1029) am: 18.09.22, 20:15
Ein Jahr, nachdem die Bludenzer 1020 042 wieder im tannengrünen Lack erstrahlte, fiel auch eine Innsbrucker 1020 in den grünen Farbtopf: für nostalgische Zwecke erhielt auch die 1020 027 wieder ihr historisches Outfit, sogar mit drei resedagrünen Zierstreifen, welche bei dieser Reihe früher nie verwendet wurden. Derartige Zierstreifen waren eher den „ Neubauloks“ der Reihen 1010 ff. vorbehalten, und bei den kleineren Altbau-Elloks der Reihen 1045 bis 1245 scheiden sich die Geister; hier gab es bereits früher tannengrüne Varianten mit und ohne Zierstreifen.
Ein Fotourlaub im Mai 1991 führte uns u.a. an die Brennerstrecke. Hier wurden wir bei Steinach in der Erwartung von bergwärts fahrenden Güterzügen eiskalt erwischt, als dieser bunte Lokzug aus sechs Schiebelokomotiven um die Ecke bog, angeführt von der „neu-grünen“ 1020 027. Derartige Lokzüge waren sowohl am Brenner als auch am Arlberg an der Tagesordnung.
Die 1020 027 sollte uns an diesem Tag noch einmal begegnen: natürlich murphyhaft als Schiebelok, wo wir es auf die Zuglok abgesehen hatten…

Zum Bild: o.k., kein Frontlicht. Aber ich hoffe dennoch, dass es das Bild im Kontext des Themas sowie in Verbindung mit der interessanten Fuhre in die Galerie schafft. Die 1020 027 wurde wenig später Opfer eines Brandschadens, woraufhin die 1020.044 als nächste Lok in den tannengrünen Farbtopf gefallen ist. Leider ist mir diese Lok seitdem nie begegnet…aber wir haben ja gesehen, dass sich auch die 1020.10 hinübergerettet hat…

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 14.05.1991 Ort: Steinach [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Damals in Rangsdorf
geschrieben von: Leon (1029) am: 17.09.22, 15:57
Vor kurzem wurde mit dieser Aufnahme aus Blankenfelde [www.drehscheibe-online.de] ein Hinweis auf die zeitnahe Modernisierung der Dresdener Bahn hingewiesen. Die Bautrupps sind hier schon am ackern, und bereits historisch ist dieser Blick auf die Einfahrt in den Bahnhof von Rangsdorf, nur wenig südlich von Blankenfelde gelegen. Wo bis vor wenigen Jahren noch das Kopfsteinpflaster einer Ladestraße, ein grasbewachsener Bahnsteig sowie recht ansprechende Gebäude die Szenerie der Bahnhofseinfahrt bestimmten, stehen heute meterhohe Schallschutzwände, hinter denen sich moderne Gleisanlagen mit Ausweichgleisen verstecken. Die Ausweichgleise werden häufig von den Metrans-Containerzügen von Tschechien Richtung Küste für die Ruhepausen der Personale genutzt; kaum ein Metrans-Zug, der auf seinem Weg von Prag nach Hamburg hier nicht seine einstündige Pause einlegt. In der Südrichtung passiert dies sehr häufig in Priort oder Satzkorn am Berliner Außenring.
Am 06.07.2011 war von den Bauarbeiten jedoch noch nichts zu spüren. Eine 155 koffert ungehindert mit ihrer Facs-Garnitur durch den Bahnhof, und eine weitere, sehr ähnliche Aufnahme, welche bereits vor über 12 Jahren in die Galerie aufgenommen wurde, zeigt die gleiche Situation. Bei dem Gebäude links vom Zug könnte es sich um einen früheren Bahnhof der Königlich-Preußischen-Militär-Eisenbahn handeln, über welche hier bereits im Zusammenhang mit der Vorstellung der Strecke von Zossen über Sperenberg nach Jüterbog berichtet wurde.

Wer noch historisches Reichsbahn-Ambiente auf der Dresdener Bahn erleben möchte, möge sich beeilen. Demnächst "fällt" Zossen mit seinem legendären Wasserturm sowie diversen ähnlichen Gebäuden links und rechts der Dresdener Bahn.

Scan vom Fuji Velvis 6x6-Dia

Datum: 06.07.2011 Ort: Rangsdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 155 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Historisches Flair hinter zeitgenössischer Garnitu
geschrieben von: Leon (1029) am: 16.09.22, 16:12
Bleiben wir noch einen Moment bei der Reihe 1020. Nach der Vorstellung der verschiedenen Jaffa-Varianten mit und ohne Zierstreifen kommen wir zur ursprünglichen tannengrünen Lackierung, welche ab den 50er Jahren verwendet wurde. Mit Ausnahme der drei Nachbau-1020 mit den Betriebsnummer 45 bis 47 sind alle 1020 im Rahmen ihrer Hauptuntersuchungen/ Generalüberholungen in den blutorangenen Farbtopf gefallen; erst viel später gab es sogar Varianten in verkehrsrot, ferner drei Maschinen im Valousek-Design.
Umso erstaunlicher war daher, dass im Jahr 1990 die Bludenzer 1020 042 wieder mit einem tannengrünen Outfit erstrahlte und munter im Plandienst eingesetzt wurde – ein Brauch, welcher bei den ÖBB bei diversen Baureihen gepflegt wurde: ein Fahrzeug pro Reihe im historischen Look. So geschehen bei 1042.44, 1018.05, 1245.05, 1080.01 und weiteren.
Vom 07.05.94 ist bereits die Schanatobelbrücke in die Galerie aufgenommen worden. Wir haben uns an dem Tag am frühen Nachmittag in Flirsch postiert, in der Erwartung einiger Güterzüge aus Landeck. Aus der Gegenrichtung tauchte dann der IC 661 auf, ellenlang – und am Schluss hing die 1020 042, welche dem Zug bis zum Scheitelpunkt im Arlbergtunnel über die Rampe geholfen hat und bis Landeck am Zug blieb. Wir sehen im Hintergrund die neue Bogenbrücke über die Rosanna sowie die Pfarrirche zum Heiligen Bartholomäus.
Eine grüne 1020 hinter einer modernen Garnitur – passt nicht wirklich, sieht aber irgendwie originell aus. Plandienst bei den ÖBB vor 28 Jahren…

Scan vom 6x6-Dia in Originalgröße

Zuletzt bearbeitet am 17.09.22, 15:13

Datum: 07.05.1994 Ort: Flirsch [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Die Mutter aller WSSB-Anlagen
geschrieben von: Leon (1029) am: 15.09.22, 20:00
Eine der kuriosesten WSSB-Bahnschranken Brandenburgs ist an der Dresdener Bahn zu bewundern: Der Bahnsteig vom Haltepunkt Blankenfelde ist als Mittelbahnsteig ausgeführt und besitzt nur einen einzigen Zugang zu einer Straße, welche am Nordende die Dresdener Bahn kreuzt. Ein Zugang zum Bahnsteig ist somit nur möglich, wenn kein Zug naht. Ist dies der Fall, so senken sich nicht nur die Schlagbäume für den Autoverkehr, sondern auch der Schlagbaum am Bahnsteigende. So geschehen und gesehen am Vormittag des 15.08.22, als ein Doppelstock-ICE der Baureihe 4110 als IC 2175 von Rostock nach Dresden dieses Kuriosum passiert.
Für Nachschüsse ist dieses Motiv weniger geeignet, denn bei einem abfahrenden Zug Richtung Norden stehen bis dahin all die Reisenden, welche den Zug am Haltepunkt von Blankenfelde verlassen haben, vor der Nase des Betrachters am Schlagbaum.
Links oberhalb der Trasse ist der Bahnsteig der S-Bahn Richtung Hauptstadt zu sehen. Die Szenerie wird sich allerdings mit dem zeitnahen Ausbau der Dresdener Bahn völlig verändern.

Auch der Zuglauf des IC 2175 ist eine Betrachtung wert: der Zug erreicht über Oranienburg und Gesundbrunnen den Berliner Hbf. (tief) und verlässt dann über Südkreuz auf der Anhalter Bahn die Stadt, um hinter Großbeeren durch das "Schweineohr" auf den südlichen Außenring zu gelangen. Dann geht es zum Flughafen BER Terminal 1 und 2, um dort mit einer achtminütigen Wendezeit Kopf zu machen und über den Abzweig Glasower Damm auf die Dresdener Bahn zu gelangen. Nach dem Ausbau der Dresdener Bahn werden diese Zickzackfahrten der Vergangenheit angehören, und es geht direkt von Südkreuz über Lichtenrade Richtung Dresden.

Datum: 15.08.2022 Ort: Blankenfelde [info] Land: Brandenburg
BR: 445 (Stadler KISS) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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In der Morgensonne über den Arlberg
geschrieben von: Leon (1029) am: 14.09.22, 15:32
Bleiben wir noch einen Moment am Arlberg und beobachten die grandiosen Maschinen der Reihe 1020 beim Schiebe- oder Vorspanndienst. Noch auf der historischen Streckenführung war am frühen Morgen des 23.07.91 die 1020 034 mit dem Schub des 43978 Richtung Bludenz beschäftigt. Hier in der engen Kurve zwischen St. Jakob und St. Anton sind wir Zeuge, wie zunächst eine 1044 mit einem Güterzug langsam um die Ecke biegt, und je länger die Wagenschlange wurde, desto sicherer konnte man sich ob der Schiebelok sein. In diesem Fall schien der Zug kein Ende zu nehmen, und endlich knarzte dann der gewünschte Protagonist um die Ecke - an diesem Tag in Form der blitzsauberen 1020 034, deren Lüfter an den Vorbauten sich herrlich in der tiefen Morgensonne reflektierten. Haben wir in Reith am Karwendel noch die ursprüngliche Jaffa-Version gesehen, so kam an der Schanatobelbrücke bereits die Sparlackierung vor die Linse. Bei diesem Exemplar wurde sogar auf eine durchgehende Zierlinie in der Mitte des Lokkastens verzichtet, lediglich oberhalb des Pflatsches war noch Farbe übrig. Wir sehen, welch unterschiedliche Lackierungsvarianten damals auf den österreichischen Schienen unterwegs waren, und es gab ja seit 1990 auch wieder eine 1020 in Tannengrün...;-) (coming soon...)

Möchte nicht jemand aus der Userschaft den Ball dieser formschönen Baureihe aufgreifen? Der Einsteller freut sich über jeden Mitspieler..;-) Einer hat ja kürzlich einen ziemlichen Treffer erzielt!

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 23.07.1991 Ort: St. Anton [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Die Schanatobelbrücke
geschrieben von: Leon (1029) am: 13.09.22, 16:37
Wer früher den Lokomotiven der Reihe 1020 nachstellen wollte, kam um die Arlbergstrecke nicht herum. Mehrere Urlaube in den Jahren 1990, ´91 und ´94 führten an diese Strecke, auf der die Bludenzer 1020 noch rege aktiv waren, meist im Nachschieben von Güterzügen, leider seltener im wesentlich fotogeneren Vorspanndient. Aber auch das Nachschieben von besonders langen IC- oder D-Zügen stand auf der Tagesordnung.
Der 07.05.94 war ein strahlend klarer Frühlingstag, und als Motiv stand am frühen Vormittag der Blick auf die Schanatobelbrücke an, gelegen an der Westrampe zwischen Braz und Hintergasse. Hier ergibt sich nur ein kurzes Zeitfenster, wenn die Sonne um die Berge herum kommt, bevor sie in die Gleisachse geht. In diesem Zeitfenster standen sowohl Personenzüge aus Richtung Bludenz an als auch ein Güterzug, in der Hoffnung, dass dieser seine Schiebelok die Rampe hinunterschleppt – UND dass die Schiebelok keine „Neubaulok“ in Form einer 1110.5 ist (was mitunter vorkam) UND dass die Rollos der Fenster nicht geschlossen waren. Nun, zunächst kam ein IC den Berg hoch, gefolgt von einem Regionalzug. Dann das bange Warten auf den Güterzug. Dieser kreuzte dann auch bald auf, geführt von nur einer Lok. Die endlose Wagenschlange ließ auf eine Schiebelok hoffen, und -bingo! – am Schluss hing die erhoffte 1020, mit offenen Fenstern! Zufrieden ging es den recht steilen Weg von der Brücke wieder hinab, und der Tag sollte noch so manche Überraschung an der Arlbergbahn mit sich bringen…;-)

Übrigens: wer genau hinschaut, erkennt die "Sparlackierung" an der Lok. Bei vielen 1020 wurde zum Beginn der 90er Jahre bei Neulackierungen auf das Anbringen der früheren drei Zierstreifen verzichtet, sondern es gibt nur noch einen dicken Zierstreifen in der Mitte des Lokkastens und am oberen Rand der Vorbauten. Die Zierstreifen am oberen und unteren Ende des Lokkastens, wie sie die 1020.004 in Reith trägt, sind bei der Sparlackierung entfallen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 13.09.22, 16:43

Datum: 07.05.1994 Ort: Schanatobelbrücke [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Damals auf der Karwendelbahn
geschrieben von: Leon (1029) am: 12.09.22, 17:34
Kommen wir zu der Baureihe, welche wie fast keine andere mein fotografisches Schaffen in den 80er und 90er Jahren geprägt hat: der E 94. Sie kam zwar so gut wie nie vor die hauptstädtische Haustür, aber diverse TMT-Touren der 80er Jahre sowie spätere Fototouren nach Sachsen hatten überwiegend ein Ziel: den Einsätzen der deutschen „Krokodile“ und „Eisenschweine“ aufzulauern – wobei sich der Begriff „Krokodil“ für die Baureihe 194 nie richtig durchgesetzt hat.
Noch viel spannender gestalteten sich die Exkursionen in unser südliches Nachbarland: hier verhalf die ungemein attraktive Lackierung der Reihe 1020 zu diversen Urlauben in der Alpenrepublik, sei es an der Giselabahn, im Inntal, am Brenner und am Arlberg. Nur bis nach Kärnten und an die Tauernbahn sollte es irgendwie nie klappen. Dennoch gingen im Verlauf dieser Urlaube diverse Maschinen ins Netz. Besonders gefreut habe ich mich, wenn mir mal eine 1020 als Vorspann vor einer anderen Reihe vor die Linse fuhr oder sogar mal zwei Exemplare dieser wuchtigen Maschinen vor einem Zug hingen – was ich leider nur wenige Male am Arlberg genießen konnte.
Eine völlig unbekannte, aber nicht minder spektakuläre Leistung wurde im Sommer 1988 auf der Karwendelbahn gefahren: hier gab es in den späten Nachmittagsstunden eine Planleistung mit einer Innsbrucker 1020 vor einem Regionalzug von Innsbruck nach Mittenwald. Diesem Zug musste natürlich aufgelauert werden, und wir stehen hier am späten Nachmittag des 18.08.88 am Viadukt von Reith und beobachten die 1020 004, wie sie ihre Garnitur aus Mitteleinstiegswagen aus dem Inntal durch das Karwendelgebirge mit seinen zahlreichen Tunneln und engen Kurven hochgewuchtet hat und bald am Ziel ist.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 18.08.1988 Ort: Reith [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Der Edelhirsch
geschrieben von: Leon (1029) am: 11.09.22, 20:24
Wie jung die Galerie ist, merkt man häufig daran, welche Baureihen in ihr noch fehlen…;-) Die Baureihenauswahl in der Suchfunktion benennt die „historische“ E 18 /E 19, und von der E 18 sind ja auch immerhin 41 Bilder vorhanden und umfassen in teils sehr sehenswerten Aufnahmen einige Museumsloks, diverse Scans der Planeinsätze bei der Bundesbahn, einige wenige Aufnahmen der DR-Variante sowie der E 18.2, sprich 1018 der ÖBB. Was bislang fehlt, ist die E 19 -genannt der "Edelhirsch".
Nun, bei einer nur vier Lokomotiven umfassenden Baureihe, deren letztes Exemplar bereits 1978 ausgemustert wurde, auf einen herzeigbaren Scan zu hoffen, dürfte sehr ambitioniert sein. Mir selbst ist meine erste E 19 anno 1982 auf dem Lokfriedhof von München-Freimann vor die Linse gekommen, aber immerhin sind von den vier Exemplaren zwei Loks erhalten geblieben. Ohne jetzt weiter auf die unterschiedliche Technik der beiden Varianten von SSW und AEG einzugehen, möchte ich dennoch dieser Baureihe mit einem Typenfoto auf der Drehscheibe des Berliner Technikmuseums den Einzug in die Galerie ermöglichen.
Neben der E 19 12, welche für das 150. Jubiläum der Deutschen Eisenbahnen zunächst erneut ein blaues Farbkleid erhalten hat, aber mittlerweile im ursprünglich roten Erscheinungsbild in Koblenz-Lützel weilt, ist im DTM in Berlin die E 19 01 zu sehen, ebenfalls in der ursprünglichen Erscheinungsform in rot mit Schürzen. Somit ist von beiden Baulosen wenigstens jeweils eine Maschine erhalten geblieben. Die Maschine war zunächst im Eisenbahnmuseum Neustadt/ Weinstraße hinterstellt, kam aber im Jahr 1988 nach Berlin. Hier sehen wir sie, noch mit einer provisorischen Betriebsnummer versehen, anlässlich eines Jubiläums der AEG-Bahntechnik. Sie hat an ihrem Standplatz im Lokschuppen des Museums inzwischen wieder den Adler erhalten, aber mir ist bis heute die damals erbittert und quer durch die Presse geführte Diskussion in Erinnerung, ob bezüglich des 1938 zur Indienststellung der Loks verwendeten Hakenkreuzes unter dem Adler die historische correctness oder die political correctness greift.

Die E 19 02 und 11 wurden hingegen in München-Freimann verschrottet – letztgenannte lief bis zuletzt im grünen Farbkleid, wie es auch bis zur Einführung der Farbe blau für Lokomotiven mit Geschwindigkeiten über 120 km/h die Baureihe E 18 getragen hat.

Abgekühlter Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 04.11.1988 Ort: Berlin Anhalter Bahnhof [info] Land: Berlin
BR: 118,119 (histor. E18, E19) Fahrzeugeinsteller: Deutsches Technikmuseum
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Eine 1018 auf der Pyhrnbahn
geschrieben von: Leon (1029) am: 08.09.22, 09:05
Vorhang auf für die 1018! Mit nur drei sehr ansprechenden Bildern in der Galerie vertreten, möchte ich diese um eine weitere Aufnahme dieser trotz modernisierter Front immer noch formschönen Baureihe ergänzen. Die Maschinen waren zum Ende ihrer Einsatzzeit überwiegend im Eilzugdienst zwischen Linz, Passau und Salzburg zu sehen, aber ein Umlauftag führte sie im Sommer 1988 auch bis nach Selzthal. Hin ging es am frühen Morgen durch das Gesäuse, und auf dem Rückweg ab Selzthal wurde der Weg über die Pyhrnbahn genommen. Hier stehen wir bei Ardning und erleben, wie harmonisch sich eine Eisenbahnstrecke in die anspruchsvolle Landschaft schmieden kann, während für die benachbarte Pyhrn-Autobahn ein Monstrum an Betonkonstruktion notwendig war. Am 11.08.88 hat die 1018 002 mit ihrer etwas asymmetrisch platzierten Betriebsnummer Selzthal vor wenigen Augenblicken verlassen und strebt mit ihrem E 806 Richtung Bosrucktunnel, in dessen enger, über 4 km langer Röhre der Zug dann eine Weile vom Tageslicht verschwinden wird.
Und?;-) Kann sich noch jemand in Österreich an gelbe Mittelstreifen auf den Straßen erinnern? Fand´ ich als Kind immer kurios...

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 11.08.1988 Ort: Ardning [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1018 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Auf der Greifenberger Kleinbahn
geschrieben von: Leon (1029) am: 05.09.22, 15:14
Am Wochenende ging es kurz an die Ostsee. Und da Quartiere an der Küste in Deutschland zusehends unbezahlbar werden, wurde als Ziel mal die polnische Ostsee oberhalb von Stettin ausgewählt. Und ich kann unseren zeitnah gewählten Kurzurlaubsort Rewal nur empfehlen: tolle Strände, bezahlbare Quartiere, Standambiente - und es fährt da oben sogar eine Schmalspurbahn. Zugegebermaßen habe ich mich mit polnischen Schmalspurbahnen seit dem Beginn der 90er Jahre nicht mehr beschäftigt, also wurde kurz ermittelt, was da an der Küste so rollt. Es gab einmal die Greifenberger Kleinbahn; mit einer Ausdehnung von fast 170 Kilometern galt sie als größte Schmalspurbahn Pommerns. Von Greifenberg (heute Gryfice) ausgehend, wurde eine Art Ringlinie beschrieben, von der einige Äste abzweigten. Heute ist nur noch der Abschnitt von Gryfice bis Pogorzelica befahrbar, und die Bahn klappert ab Trzesacz diverse Badeorte ab, u.a. Rewal als größtem und bekanntesten Seebad. Von Mai bis September finden dort Museumsfahrten statt, wobei der Zug morgens in Gryfice startet und tagsüber zwischen Trzesacz und Pogorzelica pendelt, bevor es abends wieder zurück nach Gryfice geht. Eingesetzt wird derzeit eine dieser rumänischen Schmalspurdieselloks, welche man mittlerweile auch auf deutschen Schienen findet. Die Bahnhofsgebäude an der Küste wurden komplett saniert und wirken fast zu modern, aber der Abschnitt bis Gryfice ist noch in seinem herkömmlichen Outfit. Wir sehen hier, wie der Museumszug am Abend des 04.09.22 mit seiner Lxd2 478 soeben den Haltepunkt von Sliwin erreicht und nach kurzem Halt Richtung Gryfice weiterbrummt.

Datum: 04.09.2022 Ort: Sliwin [info] Land: Europa: Polen
BR: PL-Lxd2 Fahrzeugeinsteller: Gmina Rewal
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Ein ÖBB-Taurus am Mainufer
geschrieben von: Leon (1029) am: 02.09.22, 21:29
Wer kennt ihn nicht - den Taurus ? Die ÖBB haben sich Ende der 90er Jahre entschlossen, eine Universallokomotive zu bestellen, wobei sich Siemes mit seiner ES 64 U2 durchgesetzt hat. Unter dem in Österreich geschützten Namen "Taurus" wurde somit unter der Baureihenbezeichnung 1016 eine reine 15-KV-Version mit 50 Maschinen sowie eine Zweifrequenz-Version als Reihe 1116 mit einem Umfang von 282 Maschinen in Dienst gestellt. Vor nahezu jeder Zuggattung sind die Lokomotiven mittlerweile zu sehen und gehören seit Jahren nicht nur in der Alpenrepublik zum gewohnten Bild, sondern dringen auch weit nach Deutschland vor. Auf der Nord-Süd-Strecke sind sie ebenfalls Stammgast, und wir sehen hier eine 1116, wie sie im Frühjahr 2007 ihre bunte Containerfuhre bei Retzbach-Zellingen entlang des Mains in nördliche Richtung befördert.
Auch diese Aufnahme ist schon wieder 15 Jahre alt; und die Strecke war seinerzeit entlang des Mainufers auffallend frei. Ob und inwieweit heute die Vegetation eine ähnliche Aufnahme zulässt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 27.04.2007 Ort: Retzbach-Zellingen [info] Land: Bayern
BR: AT-1116 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Die Blumenwiese am Grünen Hirsch
geschrieben von: Leon (1029) am: 01.09.22, 09:28
Mit dieser Aufnahme möchte ich ebenfalls meinen Senf zur vorübergehenden Einstellung der Vogelfluglinie geben. Sie zeigt weder den Kleiderbügel noch die famosen Rapsfelder, ist aber an einem Wochenende im Mai dieses Jahres entstanden, als der Raps in voller Blüte stand, wie bereits zahllose sehr ansprechende Aufnahmen in der Galerie gezeigt haben.
Über die Vogelfluglinie Worte zu verlieren hieße Eulen nach Athen tragen. Noch zu analogen Zeiten war ich desöfteren am Kleiderbügel, eigentlich eher lustlos im Rahmen von Familienurlauben, so nach dem Motto: wenn man schon mal hier ist, macht man auch mal ein Foto. Und somit sind diverse Bilder im Archiv gelandet - aber keines mit dem Strandexpress oder "dem" IC - welcher in den letzten Wochen vor der Einstellung sich leider als ein sehr unzuverlässiger Kandidat herausstellte. Angespornt durch die Aufnahmen befreundeter Hobbykollegen, ging es dann Anfang Mai zur Rapsblüte an die Ostsee. Im Rahmen dieses verlängerten Wochenendes ging auch dieses Motiv am "Grünen Hirsch" in den Sack, von dem bereits ein weiteres Bild in der Galerie eine sehr lustige Story zu einem Klepper erzählt. Nun, wir hatten an dem Tag keine Probleme mit den Kleppern, aber ich kann mich noch an eine sehr emotionale und kontroverse Diskussion mit den Besitzern des Feldes erinnern, an dessen Kante wir nun standen. Nun, ohne weiter auf diese Diskussion einzugehen, war für uns das Objekt der Begierde mit der 218 402 im Kasten - und die Besitzer des Feldes mögen nun in Frieden..nein, nicht ruhen, sondern leben, aber weitere "Belästigungen" der in Horden befürchteten Fotografenscharen wird es nun nicht mehr geben.

Zuletzt bearbeitet am 02.09.22, 10:38

Datum: 09.05.2022 Ort: Lensahn [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: RP
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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An der Stadlauer Ostbahnbrücke
geschrieben von: Leon (1029) am: 30.08.22, 19:11
Kommen wir zur ÖBB-Reihe 1014. In der Galerie bislang nur mit wenigen Bildern vertreten, war diesen Maschinen kein allzu langes Dasein in Österreich vergönnt. 1993/04 entstanden bei SGP und ELIN insgesamt 18 Lokomotiven dieser Reihe, welche in erster Linie für den grenzüberschreitenden Verkehr nach Ungarn und in die Slowakei gedacht waren. Immer in Wien-Süd beheimatet, waren die Loks vom Eurocity bis zum Güterzug auf den von Wien in die östlichen und nördlichen Richtungen gehenden Strecken zu sehen. Bereits Ende 2009 endete ihr Einsatz bei den ÖBB, und im Jahr 2016 wurden sie nach Rumänien überführt. Fast alle Maschinen kehrten jedoch zwei Jahre später wieder nach Österreich zurück und wurden von ZTT (Zeller Transporttechnik) übernommen. Diese Einsätze waren jedoch infolge der Insolvenz von ZTT nur von kurzer Dauer, aber immerhin hat es dieses sehenswerte Bild dieser Einsätze in die Galerie geschafft: [www.drehscheibe-online.de].
Über Ostern 1995 führte mich ein Kurzurlaub in die Landeshauptstadt, und wir sehen hier eine Vertreterin dieser Reihe vor einem Bunkerzug, wie sie soeben in der Wiener Lobau über die Stadlauer Ostbahnbrücke rauscht und die Neue Donau überquert. Noch waren die in der Galerie auf weiteren Bildern dieser Brücke ersichtlichen Stromleitungen nicht installiert.

Scan vom Fuji-Velvia 6x6-Dia

Datum: 16.04.1995 Ort: Wien [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1014 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Grün in grün
geschrieben von: Leon (1029) am: 29.08.22, 13:57
In die Galerie wurden jüngst einige Aufnahmen der ÖBB-Reihen 1010 und 1110 aufgenommen. Allesamt, wie auch die von diesen Reihen auch bereits in der Galerie enthaltenen Aufnahmen, zeigen sie die Jaffa- oder die spätere verkehrsrote Lackierung oder bereits das Valousek-Design - oder aber ein Outfit als Museumslok. Im ursprünglichen Tannengrün mit resedagrünem Zierstreifen war zuletzt nur noch die 1110.28 unterwegs. Wenn man bedenkt, dass das Jaffa-Design bereits 1969/1970 eingeführt wurde, ist es beachtlich, dass man bis Mitte der 80er Jahre noch Lokomotiven in der ursprünglich grünen Lackierung angetroffen hat. Gut, die Altbauelloks der Reihen 1045-1145 sowie 1080 und 1180 wurden bewusst bis zu ihrem Einsatzende weitgehend im grünen Lack belassen bzw. es gab Maschinen der Reihe 1245, welche selbst zum Ende der 80er Jahre erneut in den grünen Farbtopf gefallen sind wie z.B. die 1245 05 der Zfst. Selzthal. Aber bei den Neubauloks musste man schon Mitte der 80er Jahre die Stecknadel im Heuhaufen suchen; bis auf eine Handvoll 1042 gab es da nur noch die 1110 28. Hier kommt sie uns am Nachmittag des 20.08.85 in der Kehre südlich von Hopfgarten mit einem Güterzug Richtung Wörgl entgegen.

Zum Bild: ich bin persönlich kein Freund von Landschaftsaufnahmen ohne Himmel. Was mich damals geritten hat, den Bildausschnitt so zu gestalten, kann ich heute nicht mehr sagen. Aber es ist meine einzige halbwegs herzeigbare Aufnahme einer grünen ÖBB-Neubaulok, und ich hoffe, ich kann meine kleine Serie in der Galerie mit dieser Aufnahme fortsetzen.

Scan vom Kodak Ektachrome 100-Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 29.08.22, 14:00

Datum: 20.08.1985 Ort: Unterwindau [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1110 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Hochspannungsmasten in den Landesfarben
geschrieben von: Leon (1029) am: 27.08.22, 18:36
Es gab zwar bei den ÖBB kurzfristig die Reihe 1012, welche auch in der Galerie mit immerhin einem, wenn auch schon fast 20 Jahre altem Scan vertreten ist, aber mir persönlich ist diese Reihe leider nie begegnet. Also bleiben wir noch einen Moment bei der Reihe 1110. Mitte der 70er Jahre haben zehn Maschinen dieser Reihe Gleichstrom-Widerstandsbremsen erhalten und erhielten bei Beibehaltung der Ordnungsnummer die Bezeichnung 1110.5. Erkennbar sind diese Maschinen an den großen Bremswiderständen auf dem Dach sowie an den Einholmstromabnehmern. Gleich zwei Loks dieser Bauart haben am 22.07.91 die Beförderung eines eigentlich recht kurzen Güterzuges über die Arlbergstrecke übernommen. Wir stehen oberhalb der Strecke zwischen Schnann und Flirsch und blicken der verkehrsroten (und noch mit einer Schürze versehenen) 1110 505 hinterher, wie sie als Schiebe- oder Schlusslok einer weiteren 1110.5 Unterstützung leistet.
Das Tal der Rosanna wird hier sehr eng, und die Hochspannungsleitungen wechseln die Talseite. Warum hier diese sehr auffällige Lackierung der Masten vorgenommen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Ob Flugverkehr dafür verantwortlich ist..?.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 22.07.1991 Ort: Schnann [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1110 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Der "Michelangelo" am Brenner
geschrieben von: Leon (1029) am: 26.08.22, 22:51
Es gibt zwar keine Baureihe 1011 - aber es gibt die ÖBB-Reihe 1110..;-) Kürzlich wurde ein Bild vom Arlberg-Express mit der Reihe 1010 in die Galerie aufgenommen, und da bietet sich an, einen Bogen zum "Michelangelo" zu spannen: einem Eurocity, bestehend aus Reisezugwagen der FS, welcher auf seinem Laufweg über den Brenner ab Innsbruck gerne mit Vorspannlok gefahren wurde. Am 25.08.89 war dies eine Aufgabe für die 1110 004. Wir sehen hier eine Vertreterin der Schwesterbaureihe zur 1010, welche im Gegensatz zu ihr ein anderes Übersetzungsverhältnis hatte und überwiegend im Westen der Alpenrepublik insbesondere vor Güterzügen eingesetzt wurde. Auf der Brennerstrecke kommt es nicht auf Geschwindigkeiten an; hier wie auch auf der Arlbergstrecke war die Reihe 1110 recht häufig zu sehen. Und auch bei dieser Reihe gab es wie bei der 1010 die unterschiedlichsten Erscheinungs- und Farbvarianten. Sehr lange hat sich hier auch die grüne Farbvariante gehalten, bis mindestens 1985 war die 1110.28 noch im grünen Outfit zu erleben.
Wir stehen am Vormittag des 25.08.89 an einem recht bekannten Motiv an der Brennerstrecke und hoffen -natürlich- auf einen Güterzug mit der Reihe 1020. Diverse Züge rollten unterhalb der Kirche von Matrei vorüber, aber auch hier wie auch am Arlberg überwiegte bereits 1989 der Schubdienst. Und es kam, wie es kommen musste: zur passenden Uhrzeit kreuzte ein Güterzug auf, welcher seine 1020 am Zugschluss hatte. Also gab man sich damals mit dem zufrieden, was man an dem Kirchenmotiv eingesackt hatte. Und heute, über 30 Jahre später, gibt es am Brenner keine 1110 mehr, aber die Reihe 1020 ist heute noch am Arlberg im Nostalgieeinsatz zu erleben. Und auch von der Reihe 1110 sind diverse Fahrzeuge erhalten geblieben - und wie die Galerie zeigt, auch immer wieder mit sehr ansprechenden Zügen anzutreffen...:-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

P.S. ein Schelm, wer jetzt zwischen dieser Aufnahme und dem Titelbild des Bildbandes "Die ÖBB heute" Parallelen entdeckt...;-)

Datum: 25.08.1989 Ort: Matrei [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1110 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Der Arlberg-Express
geschrieben von: Leon (1029) am: 25.08.22, 17:01
Bild 1010 – Baureihe 1010; passt..;-) Kommen wir zu einer Reihe, welche zusammen mit der Reihe 1110 jahrelang eine wichtige Rolle in der Zugförderung der ÖBB gespielt hat. Auf Basis der Reihe 1040/ 1041 zunächst als Schnellzuglokomotive entwickelt, wurde sie alsbald recht vielseitig eingesetzt und kam überwiegend in den mittleren und östlichen Landesteilen der Alpenrepublik zum Einsatz. Die Schwesterbaureihe 1110 unterscheidet sich äußerlich so gut wie gar nicht, weist aber ein anderes Übersetzungsverhältnis auf und verfügt über eine etwas größere Zugkraft zulasten der Höchstgeschwindigkeit.
Von der Baureihe 1010 wurden 20 Exemplare gebaut und waren bis zum Anfang dieses Jahrtausends im Planeinsatz. Diverse Lokomotiven sind erhalten geblieben.
Kommen wir zur Galerie: bislang sind nur vier sehr ansprechende Aufnahmen dieser Reihe vorhanden, zeigen jedoch nicht den früheren Einsatz bei den ÖBB. Wenn man sich mit dieser Reihe näher beschäftigt, wird man feststellen, wie unterschiedlich die einzelnen Maschinen in ihrem Outfit waren: je nach Untersuchung und Lackierung gab es Versionen in blutorange oder verkehrsrot und entsprechend mit mehr oder weniger Zierstreifen. Es gab Maschinen mit grauem Rahmen, mit schwarzem, mit einer Lackierung, welche bis zum Rahmen verlief oder aber auch an den Stirnseiten etwas darunter endete. Maschinen mit geradem Frontrahmen oder „Bauch“. Die letztgebauten Maschinen verfügten über etwas breitere Lüfter an einem Lokende. Kurzum: 20 Loks, aber jede sah etwas anders aus.

Auf der Arlberg- und Brennerbahn gehörten die Maschinen eher zur Ausnahme; hier sah man vermehrt die stärker motorisierte Variante der Reihe 1110. Aber am 22.07.90 war am Arlberg ein Vorspanndienst vor einer 1044 vor dem fotogenen „Arlberg-Express“ mit seinem Zuglauf von Paris nach Wien erforderlich. Wir sehen hier diesen Zug mit seiner illustren Garnitur aus französischen und österreichischen Wagen, wie er soeben die Rosannabrücke bei Schnann überquert. Eine damals noch eingleisige Streckenführung, zudem noch mit den alten Oberleitungsmasten aus dem Beginn der Elektrifizierung...

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 22.07.1990 Ort: Schnann [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1010 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Morgendlicher Blick auf Niedernsill
geschrieben von: Leon (1029) am: 24.08.22, 11:51
Der diesjährige Sommerurlaub im Pinzgau hat recht häufig in den frühen Morgenstunden diverse Fotomöglichkeiten zugelassen. Während der Rest der Familie noch in den Federn lag, gab es für mich immer einen etwas längeren Ausflug zum Bäcker...;-) Da der Fahrplan der Lokalbahn insbesondere morgens sehr dicht gesät ist, ergaben sich quasi im Minutentakt diverse Fotomöglichkeiten. Von einem Hang oberhalb des Salzachtals bietet sich somit am frühen Morgen dieser Blick auf den Ort Niedernsill, dem derzeitigen Endpunkt der Pinzgauer Lokalbahn. Eine der Gmeinder-Loks der Bahn hat Niedernsill soeben verlassen und rollt ohne Halt durch den Haltepunkt von Jesdorf-Bergfried. Ein Verfolgen der Züge ist ebenso unnötig wie sinnlos, denn der dichte Verkehr auf der Landstraße insbesondere vor Zell am See verhindert hier jeden Versuch. Und meistens kommt einem auf dem Weg zum Motivwechsel bereits der nächste Zug entgegen.

Datum: 04.08.2022 Ort: Jesdorf-Bergfried [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-2096 Fahrzeugeinsteller: Pinzgauer Lokalbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Am Ufer der Salzach
geschrieben von: Leon (1029) am: 23.08.22, 17:44
Der Verkehr der Pinzgauer Lokalbahn wird neben den lokbespannten Wendezügen mit ihren kantigen Gmeinder-Loks mit Triebwagen der Baureihe 5090 bestritten. Hiervon hat die Pinzgauer Lokalbahn sechs Triebwagen im Bestand, welche hier die Nummern VTs 12 bis 17 erhalten haben. Hier sehen wir am frühen Nachmittag des 10.08.22 den VTs 13 alias 5090 003, wie er soeben seine Rückfahrt in Niedernsill angetreten hat und oberhalb der Salzach in wenigen Augenblicken den Haltepunkt Jesdorf-Bergfried erreichen wird.
An dieser Stelle führt ein Fußgängersteig über die Salzach. Hier waren in früheren Jahren hervorragende Aufnahmen mit der Salzach im Vordergrund möglich. Dichter Bewuchs verhindert heute diesen Blick.

Datum: 10.08.2022 Ort: Jesdorf-Bergfried [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-5090 Fahrzeugeinsteller: Pinzgauer Lokalbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Am Stauwehr der Salzach bei Högmoos
geschrieben von: Leon (1029) am: 22.08.22, 21:18
Bereits sechs Bilder sind in der Galerie von der aufgestauten Salzach bei Högmoos im Verlauf der Strecke von Zell am See nach Schwarzach St. Veit enthalten. Sie zeigen zu verschiedenen Jahres- und Uhrzeiten den recht attraktiven Abschnitt dieser Strecke, bei der die Salzach eher an einen See erinnert. Bei Windstille - und falls die Fallrohre des Stauwerkes nicht zu weit geöffnet sind- ergeben sich mitunter herrliche Spiegelungen. Am Vormittag des 11.08.22 war jedoch nix mit Spiegelung; die Tore im Wehr waren geöffnet. Also ging es als Variante zu den bislang gezeigten Aufnahmen den Fahrweg hinter dem Wehr hinauf, um im Prinzip den einzigen zuverlässig lokbespannten Zug einzufangen, welcher hier am Vormittag vorbeikommt: den IC 515 nach Graz. Alle weiteren REX oder S-Bahnen auf dieser Strecke verkehren als Triebwagen oder aber als Cityshuttle-Garnitur mit geschobener Lok, und der planmäßig am frühen Vormittag hier vorbeikommende Güterzug kommt rund 90 Minuten vor dem IC - und somit noch in der Gleisachse.
Somit sehen wir hier den IC 515, wie er mit seiner 1116 das Stauwehr bei Högmoos passiert.

Datum: 11.08.2022 Ort: Högmoos [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1116 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Eine weinrote Rundnase auf der Ostbanen
geschrieben von: Leon (1029) am: 21.08.22, 19:53
Bild 1006 - und in Anlehnung an Bild 1001 fiel mir ein, dass es neben der Rundnase Mx 1001 noch eine weitere Mx in einem sehr ähnlichen Outfit gibt: die Mx 1006 der ehemaligen Ostbanen. Nach der Übernahme einiger Mx-Lokomotiven von den DSB hat die Mx bei der Ostbanen die Nummer Mx 43 erhalten. Hier wurde sie zum Ende des letzten Jahrtausends wieder annähernd in ihren Ursprungszustand in weinroter Lackierung versetzt, erhielt jedoch ein etwas anders gestaltetes Flügelrad. Im Sommer 2000 wurde die Lok an einigen Wochenenden auf der Ostbanen vor einer passenden Zuggarnitur zwischen Koege und Fakse Ladeplads als Museumszug eingesetzt und erinnerte in dieser Form an vergangene Zeiten, in denen derartige Züge auf den Gleisen der DSB alltäglich waren. Hier sehen wir das illustre Züglein, wie es fast lautlos bei Harlev durch die Felder und Wiesen zu ihrem Zielort nach Fakse kullert.
Die Lok verfügt m.E. nach heute noch über ihr Outfit und wurde im Jahr 2007 an CFL Cargo verkauft. Von dort gelang sie im Jahr 2010 zu Contec Rail, soll aber zumindest im Jahr 2011 nicht mehr betriebsfähig gewesen sein.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 02.07.2000 Ort: Harlev [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-Mx Fahrzeugeinsteller: Ostbanen
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Ein Klassiker am Arlberg
geschrieben von: Leon (1029) am: 20.08.22, 11:47
Der diesjährige Sommerurlaub im Pinzgau hat das Interesse an den ÖBB sowie an den zahllosen Dias aus verschiedenen früheren Urlauben im wahrsten Sinne des Wortes wieder aus dem Keller geholt, und ich möchte hiermit an die Zeit erinnern, als die Züge in unserem südlichen Nachbarland noch im "Jaffa-Look" in blutorange mit Pflatsch umherfuhren - oder sogar besser noch: in grün mit ÖBB-Adler..;-)
Nicht erst seit dem Ende der Bundesbahn-Altbauelloks im Jahr 1988 hat man sich nach der letzten 194 darauf besonnen, dass in der Alpenrepublik noch eine Vielzahl an mitunter urigen Altbauelloks umherkurvt. Nicht nur die äußerst attraktiven 1020, sondern auch diverse weitere Reihen rückten nunmehr zusehends in den Vordergrund, und so ging es in den Sommerferien von 1988 bis 1992 sowie 1995 und 1997 immer nach Österreich. Mal nach Tirol, mal zum Arlberg, aber auch recht häufig in das Salzkammergut und in die Steiermark, denn hier waren neben den 1245 u.a. noch diese ebenso kleinen wie genialen Loks der Reihe 1080 aktiv. Doch der Reihe nach...:-)
Beginnen wir unsere Reise durch Österreich mit einem Klassiker: bei Pettneu fügt sich die Arlbergstrecke harmonisch in die Landschaft, und es war im Sommer 1990 nicht mehr selbstverständlich, eine 1020 als Zuglok oder Vorspannlok am Arlberg zu erleben; üblich war inzwischen der Schubdienst. Umso größer war die Freude, dass am Abend des 20.07.1990 der Güterzug 66454 mit je einer 1020 an den Zugenden aufkreuzte.
Die Arlbergstrecke hat sich inzwischen in diesem Abschnitt völlig verändert, und bislang fehlen in der Galerie die Orte Pettneu, Schnann und Flirsch. Wird Zeit, dass sich dies ändert...;-)

Es wäre gelogen, wenn ich an dieser Stelle nicht darauf hingewiesen hätte, dass sich dieses Motiv -natürlich- auch in dem legendären Bildband "Die ÖBB heute" von 1985 (sic..!) wiederfinden würde. Andererseits steht man hier ganz stumpf einfach am Straßenrand und macht "klick"...:-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 20.07.1990 Ort: Pettneu [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Fernverkehr im Brixental
geschrieben von: Leon (1029) am: 18.08.22, 14:40
Die Giselabahn von Wörgl über Saalfelden und Zell am See nach Schwarzach St. Veit hat viel von ihrer früheren Bedeutung verloren. Nur noch zwei hochwertige Reisezugpaare passieren die landschaftlich reizvolle Strecke über den Pass Grießen. Zu ihnen gehört der IC 515 nach Graz, welcher uns hier am Morgen des 09.08.22 mit seiner 1116 im Brixental zwischen Brixen und Kirchberg in Tirol entgegen kommt. Der Personenverkehr wird ansonsten überwiegend durch Triebwagen verschiedener Baureihen gebildet; und vor den REX dominieren die Baureihen 4024 sowie 4744. Hin und wieder sind auch lokbespannte Züge mit Cityshuttle-Wagen zu sehen, welche meist mit einem Taurus, aber auch mit den "Alpenstaubsaugern" der Baureihe 1144 bespannt sind.
Auch der Güterverkehr über den Pass Grießen ist inzwischen sehr überschaubar geworden. Vorbei die Zeiten, in denen hier Vorspann- und Nachschiebeleistungen mit den legendären Altbauelloks der Reihen 1020 und 1245 an der Tagesordnung waren, welche zum Ende der 80er Jahre so manchen Sommerurlaub nach Tirol eingefordert haben...;-)

Zuletzt bearbeitet am 18.08.22, 14:42

Datum: 09.08.2022 Ort: Kirchberg in Tirol [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-1116 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Gmeinder-Loks im Pinzgau
geschrieben von: Leon (1029) am: 19.08.22, 13:19
Ja, sie sind schon ästhetisch eine ziemliche Zumutung, diese Gmeinder-Loks auf der Pinzgauer Lokalbahn...;-) Aber sie leisten mit ihrer Wendezuggarnitur incl. Fahrradwagen einen immensen Beitrag zur Entlastung der desöfteren hoffnungslos verstopften Landstraße Richtung Zell am See. Auf der Pinzgauer Lokalbahn wird somit im Wechsel mit den Triebwagen der Reihe 5090 ein Halbstundentakt angeboten, welcher zwischendurch sogar noch durch einen Triebwagen-Eilzug sowie einige in Piesendorf wendende Züge verstärkt wird. Sehr fotografenfreundlich hat man somit auf der nur kurzen Strecke von Zell nach Niedernsill alle Hände voll zu tun.
Am Nachmittag des 03.08.22 kommt uns bei Piesendorf die Vs 81 mit ihrer Wendezuggarnitur nach Niedernsill entgegen.

Datum: 03.08.2022 Ort: Piesendorf [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-2096 Fahrzeugeinsteller: Pinzgauer Lokalbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Zum Sonnenaufgang am Kitzsteinhorn
geschrieben von: Leon (1029) am: 17.08.22, 22:23 sternsternstern Top 3 der Woche vom 28.08.22
Der diesjährige Sommerurlaub führte die Familie in den Pinzgau. Und zwischendurch gab es -im Rahmen der üblichen Verhandlungssache (..;-) )- auch mehrere Zeitfenster für gelegentliche Fotoausflüge zur Pinzgauer Lokalbahn oder aber auch zur ÖBB-Strecke durch das Salzachtal. Frühes Aufstehen war für diese Aufnahme erforderlich: die Sonne war gerade aufgegangen und beleuchtete bereits die Berggipfel. Flacher Nebel waberte durch das Tal und umhüllt noch das Züglein der Pinzgauer Lokalbahn, wie es mit seiner für den geneigten Eisenbahnfreund eher ungewöhnlichen Gmeinder-Lok Richtung Zell am See rollt. Vier dieser sehr kastenförmigen Fahrzeuge hat die Bahn im Bestand und setzt sie im Wechsel mit Triebwagen der Reihe 5090 zwischen Zell am See und dem derzeitigen Endpunkt der Strecke in Niedernsill ein. Der Rest der Strecke bis Krimml ist wegen Hochwasserschäden unterbrochen.
Im Hintergrund grüßt das 3.203 m hohe Kitzsteinhorn, ein Gipfel bei Kaprun, welcher zur Glockner-Gruppe in den Hohen Tauern gehört.

Datum: 03.08.2022 Ort: Fürth-Kaprun [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-2096 Fahrzeugeinsteller: Pinzgauer Lokalbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Eine Fotofahrt in Dänemark
geschrieben von: Leon (1029) am: 15.08.22, 15:05
So, beginnen wir den Weg zum nächsten Millennium. Was kommt als 1001. Bild? Na, klar, Mx 1001..;-) Am 10.08.2002, also vor gut 20 Jahren, hat sich ein hauptstädtisch-hessisch-thüringisches Hobbykollektiv in unser nördliches Nachbarland begeben, um an einer Abschiedsfahrt zu Dänemarks letzten Formsignalen nach Borris teilzunehmen. Eingesetzt wurde die Museums-Mx 1001 mit einer herrlichen GmP-Garnitur. Die Fahrt begann in Skanderborg, aber wir haben mit dem Veranstalter besprochen, dass wir erst hinter Laven zusteigen wollten, weil wir bis dahin noch ein paar Fotos von dem Zug anfertigen wollten. Ein Bild wurde hiervon bereits vor längerer Zeit in die Galerie aufgenommen: [www.drehscheibe-online.de]
Unterwegs wurden weitere Fotohalte eingelegt, aber je nächer wir unserem Zielort kamen, umso schlonziger wurde der Himmel. Und als wir Borris mit seinen Formsignalen erreicht haben, war die Sonne nur noch schemenhaft vorhanden, d.h. Fotos erlangten hier nur noch einen dokumentarischen Charakter.
Hier sehen wir die Fuhre auf ihrem Weg nach Borris im Bahnhof von Engesvang. Ein häufig in Dänemark zu beobachtendes Phänomen ist die üppige Bepflanzung der Bahnsteige, welche den Anblick der Gebäude oft etwas erschwert.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 10.08.2002 Ort: Engesvang [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-Mx Fahrzeugeinsteller: DSB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Ein politisches Bild
geschrieben von: Leon (1029) am: 26.07.22, 14:17 sternsternstern Top 3 der Woche vom 07.08.22
Gesehen in einem Bahnhof in den Masuren im Mai 1990…45 Jahre nach Kriegsende - und nur 32 Jahre vor einem anderen Krieg.

In welche Kategorie packt man so ein Bild? Stillleben? Das Bild strahlt zunächst Stille aus, und dennoch ist sehr viel Leben darin.
Meine Frage geht dahin: wieviel Abstraktionsvermögen und gleichzeitige Vergangenheitsbewältigung hält die Galerie aus? Welche Reflexe werden bedient? Fühlt sich jemand provoziert?
Abstrakt: Ein Haus im Bereich eines polnischen Bahnhofs mit einer Aufschrift aus einer sehr dunklen Zeit der deutschen Geschichte. Aus einer Zeit, die bis heute nachhallt. Wir wissen um das Geschehene, wir wissen um den Krieg, wir wissen um die Rolle der Reichsbahn während dieser Zeit. Im Laufe der Generationen werden die Erinnerungen an diese Zeit verblassen. Im Laufe der Generationen werden die Leute fehlen, die diese Zeit mitgemacht und erlebt haben.
Mein Vater wurde als Pimpf kurz vor Kriegsende eingezogen. Er hat mir damals aus dieser Zeit berichtet. Einige Dinge verklärend, andere mit Distanz. Wenn ich diese Geschichten meinen Söhnen erzähle, bekommen sie fast unheimlich große Ohren und sind weißgott nicht desinteressiert. Wir können nicht so tun, als gäbe es diese Zeit nicht. Wir haben keine Verantwortung, was damals passiert ist. Unsere Verantwortung besteht darin, dafür zu sorgen, dass sich Dinge nicht wiederholen.
Und kommen wir zum Bild: es genügt nicht, weiße Farbe zu holen und Dinge einfach zu übertünchen. Damals nicht – heute nicht. Tünche verblasst, und dann kommen die Dinge wieder zum Vorschein…
Lasst das Bild einfach wirken. Seht es abstrakt – stellt die nötige Distanz her. Verbindet es. Diskutiert es. Aber lasst die Tünche zu Hause…

Ihr habt bestimmt zum 1000. Bild etwas anderes erwartet. Einen grandiosen Landschaftsschuss. Einen vielleicht kitschigen Scherenschnitt. Das Bild mit seinem Text schleppe ich seit einiger Zeit mit mir herum und habe lange gezögert, es zu bringen. Nun, die Zahl 1000 spielt auch in der damaligen Zeit eine Rolle, und gottseidank war der Spuk nach wenigen Jahren vorbei. Wir wissen leider nicht, wie lange es diesmal dauert, und welche Folgen daraus entstehen...wir können nur wachsam sein, hoffen, bangen, entbehren, unterstützen.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 05.1990 Ort: Masuren [info] Land: Europa: Polen
BR: Sonstige (keine Fahrzeuge) Fahrzeugeinsteller: Keiner
Kategorie: Stillleben
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Rücke vor bis zur Museumsinsel, geh nicht über Los
geschrieben von: Leon (1029) am: 25.07.22, 16:48
Die Durchfahrt der Stadtbahn zwischen dem Pergamonmuseum und dem Bodemuseum - ewige Baustelle, und noch immer sind Bereiche des Pergamonmuseums eingerüstet. Diverse Bilder in der Galerie zeigen die Brücke über die Spree - welche seit diesem Jahr am frühen Vormittag wieder in den Fokus der Eisenbahnfreunde rückt: der Snalltaget von Stockholm nach Berlin bietet seinen Reisenden auf seinen letzten Kilometern eine Stadtbesichtigung. Vom Zugabteil können diverse Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt erspäht werden, wenn der Zug seinen Weg über die Stadtbahn nimmt. In den vergangenen Jahren hatte diese Leistung einen völlig anderen Laufweg und endete im Hauptbahnhof (tief), bevor es als Leerreisezug über den nördlichen Innenring nach Lichtenberg ging. Seit diesem Jahr bietet der Zug mit seinem neuen Laufweg völlig neue Möglichkeiten, und man knüpft an die Zeiten an, in denen man auf der Stadtbahn noch den Intercities und Interregios mit der Baureihe 103 hinterherspähte.
Sehr erfreulich ist auch die Fahrzeugvielfalt, welche vor dem Snalltaget zu erleben ist. Häufig kommt eine "Sicke " zum Einsatz, wobei hier bereits mit der 112 035 eine Latz-Version zum Einsatz kam und neulich die "black lady" 143 326 vor dem Zug zu sehen war. Selbst der Einsatz der 110 278 der Centralbahn konnte vor diesem Zug dokumentiert werden. Heute war die 112 170 am Drücker, und wir sehen sie hier, wie sie mit ihrem Nachtzug die Museumsinsel passiert und soeben die Spree überquert.
Das Motiv sieht an sich ganz beschaulich aus, aber ein gewisses Nervenkostüm ist erforderlich. Zum einen tauchen die Züge meist unmittelbar zwischen der Häuserkulisse auf, und man ist eigentlich immer wachsam, zumal Bauarbeiten am Gebäude am benachbarten Ufer für eine ständige Geräuschkulisse sorgen. Dann ziehen wie auf einer Ameisenstraße ständig Fahrrad- oder E-Bike-Fahrer vorbei, ferner Jogger oder Touristen, welche das Ensemble per Handy festhalten wollen. Oder auch mal ein Hundebesitzer, der dann mit seiner Töle schnurstacks auf einen zukommt und erst ausweicht, wenn die Knipse gehoben wird...:-) Der eine oder andere Zug wird dann halt mal ein Bevölkerungsopfer, aber zum Snalltaget ging alles gut...;-)

Datum: 25.07.2022 Ort: Berlin Museumsinsel [info] Land: Berlin
BR: 112 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Bad Salzschlirf ohne Telegrafenmasten
geschrieben von: Leon (1029) am: 24.07.22, 17:11
Und es geht immer noch - das herrliche Landschaftsmotiv zwischen Bad Salzschlirf und Angersbach an der Vogelsbergbahn! Auch wenn die Telegrafenmasten mittlerweile leider Gechichte sind, so lassen sich dennoch an dem berühmten und in der Galerie in vielfältigen Variationen gezeigten Spiegelei Fotos machen.
Ein Familienausflug hat mich in diese bislang für mich eher unbekannte Gegend geführt, und nach der unbedingt empfehlenswerten Erkundung der Stadt Schlitz mit seiner Burg war abends ein Wetter- und Zeitfenster für Fotos. Und die Railview-Funktion erwies sich in diesem Fall als der absolute Bringer, denn wie sonst findet man als Ortsunkundiger abseits größerer Straßen dieses Motiv? Also wurde zielstrebig der Weg zu diesem Spiegelei gesucht, und nach einigen Augenblicken kreuzte auch der erwartete HLB-Lint auf. Leider ohne Telegrafenmasten, aber immer noch nett anzusehen. Und die Vielzahl der an dieser Strecke noch vorhandenen Formsignale weckt die Lust auf einen etwas intensiveren Besuch...;-)

Datum: 04.06.2022 Ort: Bad Salzschlirf [info] Land: Hessen
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: HLB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Der Feierabend-Erzer
geschrieben von: Leon (1029) am: 22.07.22, 18:37
Kerzendorf…bereits einige Bilder sind von dieser Stelle an der Anhalter Bahn unweit des kleinen Dorfes bei Ludwigsfelde schon in die Galerie gewandert. Man kann dort abseits des Großstadtlärms den Tag bis zum Sonnenuntergang ausklingen lassen, aber so richtig ruhig wird es nicht. Der LKW-Verkehr auf der nahen B 101 Richtung Trebbin sorgt immer wieder für eine Verwechslung mit einem herannahenden Zug, und neulich begrüßte mich ein Fotokollege mit Stativ, dessen Treiben mich zunächst etwas stutzig machte: er stellte sich etwa 100 Meter vor mich an den Feldrand, jedoch richtete er seine Knipse nicht gen Bahntrasse, sondern schräg in den Himmel. Und nach einer Weile wurde mir klar, was der im Fokus hatte: es war ein Planespotter, welcher die Flugzeuge im Visier hatte, welche über uns ihre Kehre zum Landeanflug auf den BER vollzogen! Auch ein Hobby…
Nun, im Hochsommer kommt die Abendsonne so weit herum, dass man für die nordwärts fahrenden Züge Frontlicht hat. Und alle zwei Jahre sprießen auf dem Feld neben der Strecke die Sonnenblumen. Diese haben jedoch hier die seltsame Angewohnheit, allesamt nach Osten ausgerichtet zu sein. Ein Bild mit Leiter aus dem Feld heraus war da eher suboptimal, weil man die großen Blüten nur von hinten sah.
Zum Zugverkehr: alle Nasenlang koffert ein ICE auf der Trasse von Halle oder Leipzig Richtung Hauptstadt vorbei, dazu gesellt sich der Regionalverkehr, meist mit Nordlok in Form einer Sicke oder 147. Dazwischen findet der, wenn auch nicht gerade üppige, Güterverkehr Platz. Einen besonderen Zug gibt es jedoch derzeit: einen Leer-Erzer von Linz Stahlwerke nach Hansaport, welcher normaler Weise über die Nord-Süd-Strecke läuft, aber wegen dortiger Bauarbeiten über den Frankenwald, die Anhalter Bahn und den Berliner Außenring geleitet wird. Nun ist eine Fal-Garnitur nix außergewöhnliches, aber den Wagen geht es zumindest im Erzverkehr an den Kragen: mehrere weitere abendliche Versuche dieser Umleitung zeigten den Zug mit diesen neuen „Rocktainern“ (was für eine Wortschöpfung!), so dass Fal-Garnituren eher die Ausnahme blieben. Und somit sehen wir hier diesen Zug, bespannt mit zwei Maschinen der Baureihe 185, auf seinem langen Weg gen Küste in den Weiten der märkischen Kiefern- und Wiesenlandschaft.

Datum: 08.07.2022 Ort: Kerzendorf [info] Land: Brandenburg
BR: 185 (Bombardier TRAXX F140 AC1/2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Entlang der Holtemme
geschrieben von: Leon (1029) am: 21.07.22, 18:00
Zur Zeit sorgen ja die "Neun-Euro-Ticket-Züge" auf dem RE 21 zwischen Magdeburg und Goslar für Furore. Nach Jahren der Abstinenz erfreuen derzeit werktags zwei lokbespannte Garnituren die Gemüter und sorgen für einen Fotografenauflauf, den man seit der Abstellung der letzten Oscherslebener 50.35 auf sachsen-anhaltinischem Gebiet oder der Baureihe 218 vor den legendären n-Wagen-Zügen von Bad Harzburg nach Hannover auf niedersächsischem Gebiet nicht mehr erlebt hat. Relativ konstant ist dabei der Einsatz der 218 472 von Power Rail, welche uns hier in der bereits in ähnlicher Form gezeigten Stelle entlang der Holtemme kurz vor Halberstadt entgegen kommt. Man kann hier unweit der Stadt mit den vielen Kichtürmen am Ufer herrlich seine Gedanken schweifen lassen und die untergehende Sonne beobachten. Irgendwann wird man aus seinem Dämmern geweckt, wenn der nahe Bü bimmelt und das unverkennbare Röhren der 218 erklingt...;-)
Aber halt: wer diese Leistungen auf dem Schirm hat, sollte in Geduld geübt sein und mit Enttäuschungen umgehen können: während an einigen Tagen jeder Zug nach Plan fährt, muss an anderen Tagen mit horrenden Verspätungen oder sogar Lokausfällen gerechnet werden. Der Einsatz auf dem RE 21 hat bereits mindestens eine Lok auf dem Gewissen, und alles fiebert derzeit auf den Einsatz der Touristik-Version, welche als Reserve in Magdeburg für solche Fälle schon bereit steht. Es wird daher bis Ende August bei diesen Einsätzen noch einige Überraschungen geben - in jeder Hinsicht...;-)
Auf eines sei noch hingewiesen: die eklatanten Verspätungen auf dieser Strecke haben ihre Ursache nicht in der Stabilität der Baureihe 218. Aber sobald ein Zug in Magdeburg nicht rechtzeitig bereit steht, kommt der Fahrplan mit seinen häufigen Zugkreuzungen gehörig ins Wanken. Und es kommt vor, dass der Reisende nach Goslar den Zug bereits in Vienenburg verlassen muss und hier auf den Anschluss angewiesen ist - damit wenigstens die Rückfahrt nach Magdeburg noch einigermaßen planmäßig verläuft (sic..!).

Datum: 18.07.2022 Ort: Halberstadt [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: Power Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Damals in Belzig
geschrieben von: Leon (1029) am: 20.07.22, 20:50
Ein typischer Bahnhof an einer elektrifizierten Strecke im Reichsbahn-Flair: graue Masten, ein gelber Stellwerksklotz, Hl-Signale, diverse Nebengleise. Im Hintergrund eine Garnitur grüner "Genichschusswagen" eines privaten Vereins. Ganz weit hinten erkennen wir eine Länderbahn-V 60. Eine bordeauxrote 143 beschleunigt ihre Garnitur aus einem Senftopf und zwei Mintlingen.
Wir sind in Belzig, damals noch ohne "Bad". Nach der Wende haben uns unsere Exkursionen an nahezu jede Strecke im nahen und fernen Umland der Hauptstadt geführt, und am 19.07.98 ging es in den Hohen Fläming.
Bad Belzig heute: noch immer lockt die Burg Eisenhardt mit ihrem wuchtigen Bergfried die Touristen an, ferner sei auf die "Stein-Therme" verwiesen, welche dem Ort im Fläming zu seinem "Bad" verhalf. Wer mit dem Zug kommt, nutzt den RE 7 auf seinem Weg von Wünsdorf Waldstadt nach Dessau, gebildet aus Hamstern. Mit Glück erwischt man eine Ersatzgarnitur aus einer 112 oder 114 und verkehrsroten Dostos.
Der Bahnhof heute: die meisten Nebengleise sind verschwunden. Moderne Bahnsteige prägen das Bild. Die Städtebahn Richtung Brandenburg über Golzow ist lange Geschichte, und den Abschnitt über Niemegk nach Treuenbrietzen kann man teilweise nur noch erahnen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 19.07.1998 Ort: Belzig [info] Land: Brandenburg
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Ein Sonderling bei Mahlow-Blankenfelde
geschrieben von: Leon (1029) am: 17.07.22, 10:44
Zwischen Mahlow-Blankenfelde und Wassmannsdorf überspannt eine Brücke den viergleisigen Abschnitt des südlichen Berliner Außenrings zwischen Schönefeld und dem Abzweig zur Dresdener Bahn am Glasower Damm. Vor der Fertigstellung des Hauptbahnhofes sowie der Nord-Süd-Verbindung zwischen Gesundbrunnen und Südkreuz wurde der Reiseverkehr Richtung Dresdener und Anhalter Bahn über diesen viergleisigen Abschnitt gelenkt. Da auch der Regionalverkehr Richtung Zossen sowie der gesamte Güterverkehr des südlichen Außenringes hier entlanglief, war die Zugdichte enorm. Erst hinter dem Abzweig am Glasower Damm wurde der Außenring Richtung Saarmund und Seddin wieder zweigleisig.
Wir haben uns unweit der Brücke auf einem Damm positioniert und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Diverse Züge gingen ins Netz, und erst viel später bin ich bei dieser Aufnahme stutzig geworden, welcher Sonderling da eingefangen wurde: im Jahr 1992, noch vor der Gründung der DG AG, wurden die ersten fünf bordeauxroten 155 auf orientrot umlackiert und erhielten an den Stirnfronten einen lichtgrauen Balken sowie das DR-Logo. Die Drehgestelle sowie das Lüfterband waren in graubraun gehalten. Zu ihnen gehörte die 155 188, welche dieses Outfit vom 19.06.92 bis 19.10.2000 trug. Erst einige Monate später wurden im Herbst 1992 die ersten Lokomotiven der Baureihe 155 mit einem Latz versehen.
Und somit sehen wir hier die 155 188 als einen dieser farblichen Sonderlinge, wie sie uns am Abend des 22.07.96 mit einem Güterzug entgegen kommt. Das DR-Logo an der Front wurde wieder entfernt, ist aber noch schemenhaft sichtbar.

Übrigens; das Motiv heute: kaum wiederzuerkennen, geht es an dieser Stelle in die Senke zum Flughafenbahnhof vom BER - von dem im Sommer 1996 noch niemand sprach. Für den Verkehr zum Bahnhof Schönefeld reichen auf dem südlichen Außenring zwei Gleise aus.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 22.07.1996 Ort: Mahlow [info] Land: Brandenburg
BR: 155 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Damals in Trebbin
geschrieben von: Leon (1029) am: 18.07.22, 09:30
Wenn man in der Railview-Funktion den Ort Trebbin eingibt, so erscheinen fünf Bilder, welche von oder in unmittelbarer Nähe der Brücke der neuen Ortsumfahrung von der B 101 aufgenommen wurden. Im Dezember 1990 gab es noch keine Ortsumfahrung, und es war die Zeit, in der man von Berlin aus sternförmig ins Umland fuhr und alle möglichen neuen Motive entdeckt hat. So auch den Bahnhof von Trebbin, gelegen an der Anhalter Bahn Richtung Jüterbog. Es gab auch noch keine Nord-Süd-Verbindung in Berlin und keine ICE´s auf dieser Strecke, welche heute hier in rascher Folge vorbeikoffern. Nein, die Personenzüge bestanden noch aus Bghw, bespannt mit einer ganz normalen 243, und vor Güterzügen sah man die Baureihe 250. Hier sehen wir am Vormittag des 30.12.1990 ein sehr gepflegtes Exemplar dieser Baureihe, wie es mit einem stattlichen Güterzug durch den Bahnhof von Trebbin rauscht.
Trebbin heute: moderne Bahnsteige, der Standpunkt eingezäunt, und den Fußgängerübergang gibt es schon lange nicht mehr. Und eine 250 -oder heutzutage 155- kommt höchtens noch von einem privaten EVU hier durch.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 30.12.1990 Ort: Trebbin [info] Land: Brandenburg
BR: 155 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Windstille am Limmritzer Viadukt
geschrieben von: Leon (1029) am: 15.07.22, 17:01
Bleiben wir noch eine Weile bei den Reichsbahn-Elloks. Vor nahezu allen Zuggattungen wurde seinerzeit die Baureihe 155 eingesetzt. Man sah sie sowohl im Güterzugdienst als auch im schweren Schnellzugdienst auf steigungsreichen Strecken, und selbst vor Regionalzügen konnte man mit ihr rechnen.
Der 18.10.94 war ein Fototag, welcher in erster Linie dem Dieselverkehr im Raum Rochlitz und Nossen gewidmet war. Zwischendurch gab es mittags einen Abstecher zum Limmritzer Viadukt, einfach dort den ganz normalen Planverkehr einfangen. Das Wetter war nahezu windstill, die geplante Spiegelung daher möglich. Das Kursbuch verriet einen Personenzug Richtung Chemnitz. Und was kreuzte davor auf? Eine 155 mit zwei lumpigen Wagen! Überhaupt keine Herausforderung für eine 155, die man sonst eigentlich vor schweren Güterzügen erwartet hätte. Ein lächerlich kurzer P 5813 erschien auf dem Viadukt, fast fipsig! Aber irgendwie typisch für die Nachwendezeit. Diesem albernen Zug wurde dann jahrelang keine Beachtung mehr geschenkt, bis man erst jetzt die alten Dias wieder hervorkramt. Und siehe da: man freut sich über eine bordeauxfarbene 155 mit grün-gelben Wagen auf einem fotogenen Viadukt, welches sich im Wasser der aufgestauten Zschopau spiegelt...;-)

Das Motiv ist bereits mit vier sehr ansprechenden Bilder in der Galerie vertreten, aber diese Traktion wollte ich der Galerie nicht vorenthalten.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 18.10.1994 Ort: Limmritz [info] Land: Sachsen
BR: 155 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Burg Eisenhardt - ein paar Jahre später
geschrieben von: Leon (1029) am: 13.07.22, 11:39
Eines der markanstesten Motive der Kanonenbahn war früher der Blick auf die Burg Eisenhardt in Belzig. Relativ rasch nach der Wende haben wir das Motiv desöfteren aufgesucht, um die Burgkulisse mit der damals noch nicht elekrifizierten Strecke umzusetzen, und der herausragende Zug war hier immer der vormittägliche Güterzug mit Rosslauer "Wumme": [www.drehscheibe-online.de].
Einige Jahre später hing hier der Fahrdraht, aber die Stelle war immer noch umsetzbar. Und insbesondere an Sonntagen war hier durch diverse Autoreisezüge aus südlichen Gefilden nach Berlin- Wannsee die Zugdichte recht hoch. Von der Zuggarnitur kongenial war jedoch auch der täglich verkehrende EN 228 von Budapest über Wien nach Berlin mit seiner herrlich bunten Garnitur aus Schlaf- und Liegewagen der MAV und den ÖBB. Planmäßig wurde der Zug mit einer 112 bespannt, aber in Ausnahmen sah man auch die Baureihe 155 vor dem Zug. Am frühen Vormittag des 19.07.98 war es jedoch die 112 102, welche den Zug pünktlich durch den Fläming zieht und die Burg Eisenhardt passiert.

Die Burg heute: immer noch einen Besuch wert - aber mit der Kanonenbahn lässt sie sich nicht mehr umsetzen. Dichter Bewuchs verhindert jede Möglichkeit.

Zum Bild: es gibt ja heutzutage das irgendwie ungeschriebene Gesetz, eine Lok immer genau zwischen zwei Masten setzen zu müssen. Diesem Gesetz unterwerfe ich mich bis heute bewusst nicht. Sonst würde man insbesondere hier die dicken Betonmasten noch stärker betonen, als sie es vedient hätten...;-)

Scan vom Fuji velvia 6x6-Dia

Datum: 19.07.1998 Ort: Belzig [info] Land: Brandenburg
BR: 112 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Neulich, in Dresden
geschrieben von: Leon (1029) am: 11.07.22, 12:31
Wer kennt sie nicht, die Marienbrücke in Dresden? Schon hundertfach fotografiert, und auch in der Galerie sind bereits diverse sehr ansprechende Aufnahmen der Brücke enthalten. Leider präsentiert sich die Brücke seit ihrer Sanierung in den Jahren 2001 bis 2004 nicht mehr ganz so fotogen. Die stählernen Brückenbögen wurden durch Spritzbeton ersetzt, und nunmehr liegen fünf anstatt vier Gleise auf ihr. Den derzeitigen Zustand spiegelt diese Aufnahme wieder: [www.drehscheibe-online.de]. Schrauben wir die Zeit zurück auf den Juli 1999 und beobachten die 112 132, wie sie schon fast majestätisch ihren IC 874 nach Hamburg über die Marienbrücke zieht. Man beachte auch den mitgeführten Gepäckwagen hinter der Lok.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 03.07.1999 Ort: Dresden Marienbrücke [info] Land: Sachsen
BR: 112 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Damals in Prödel
geschrieben von: Leon (1029) am: 10.07.22, 10:34
Vom Mai 2012 ist diese sehenswerte Aufnahme vom Stellwerk Prödel in der Galerie enthalten: [www.drehscheibe-online.de]. Bereits damals stand im Bildtext, dass der Bahnhof von Prödel bereits seit zehn Jahren aufgelassen worden ist. Nun, schrauben wir die Zeit noch einen Tick weiter zurück und gelangen in den Mai 1999: der Bahnhof war noch in Betrieb. Eine blühende Kastanie erhebt sich am Rande der Gebäude. Wir sehen ein historisches Ensemble, bestehend aus den Gebäuden, den Bahnsteigen, den Ausweich- und Ladegleisen und der Hl-Signaltechnik. Das oben genannte Stellwerk ist im Hintergrund zu erkennen. Eine bordeauxfarbene 155 rauscht mit einer langen Leine an Ea-Wagen durch den Bahnhof, beladen mit Kohle - und bis heute habe ich keine Erklärung dafür, warum damals die Kohlezüge weiß besprenkelt wurden.
Warum ist man damals nach Prödel gefahren? Nicht für eine schnöde 155..;-) Dem Zug folgte die 103 154 mit dem nur sonntags verkehrenden IC 1027 von Leipzig nach Köln..! Heute, über 20 Jahre später, haben beide Baureihen Kult-Status. Und wer hat wohl bei der Beliebtheit die Nase vorn? Eine Latz-103 oder eine bordeauxrote 155...? :-)

Übrigens: Prödel heute: modernisierte Bahnsteige, und bis auf die beiden Durchfahrgleise wurden alle Nebengleise entfernt.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 02.05.1999 Ort: Prödel [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 155 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Über die Peenebrücke in Anklam
geschrieben von: Leon (1029) am: 07.07.22, 14:38
Bislang sind nur wenige Bilder von der Strecke von Stralsund über Anklam und Pasewalk Richtung Angermünde und Eberswalde in der Galerie enthalten. Eine endlos lange Hauptstrecke, auf welcher landschaftliche Höhepunkte nur schwer auszumachen sind. Also muss man sich statt mit der Landschaft eher mit der Infrastruktur dieser Strecke befassen...;-) Ein herrliches Beispiel bietet sich in Anklam mit der Peenebrücke. Diese wurde im Jahr 1938 als Rollklappbrücke fertiggestellt. Und bei der Durchsicht nach Sickenbildern bin ich auf diese Aufnahme aus dem Juni 2006 gestoßen - und musste feststellen, dass dieses Bild auch schon wieder historisch ist, denn die Rollklappbrücke, wie wir sie hier sehen, wurde nur wenige Jahre später im Zuge des Ausbaues der Strecke auf höhere Geschwindigkeiten durch einen Neubau ersetzt. Die alte Rollklappbrücke -seinerzeit eine der ältesten in Deutschland erhaltenen Brücken dieser Bauart- wurde als technisches Denkmal neben dem Brückenneubau aufgestellt.

Die Frage ist jetzt nach der Galeriefähigkeit dieser Aufnahme. Wir sehen nur den Lokkasten einer "Sicke" und können nur mutmaßen, dass es sich um eine 143 handelt - welche seinerzeit den Großteil der Regionalzüge in dieser Gegend bestritten hat. Es könnte genauso gut eine 114 oder 112 sein - aber wer verrät den Unterschied..?;-) Nun, wir sind Zeuge, wie die Lok mit Schmackes ihren RE 38354 von Elsterwerda nach Stralsund durch die Brücke mit gesenkten Pantos hindurchschiebt. Aber wie soll man die Brücke mit ihrer interessanten Technik sonst umsetzen..? Übrigens; kurios, zu sehen, wie sich die Brücke anhebt, um Schiffe hindurch zu lassen, was an dem Tag nach der Passage dieses Zuges geschah...

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia


Datum: 26.06.2006 Ort: Anklam [info] Land: Mecklenburg-Vorpommern
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Herbstlicher Blick auf den Südharz
geschrieben von: Leon (1029) am: 08.07.22, 11:13
Bleiben wir noch einen Moment auf der Halle-Kasseler Bahn und blicken erneut auf die Fotokurve von Werther mit den Ausläufern des Harzes im Hintergrund. Leichter Dunst liegt an diesem sonnigen Herbsttag des Jahres 2010 über dem Land, als eine 143 mit ihrem RE 26140 von Halle nach Kassel vor wenigen Minuten unten im Tal in Nordhausen aufgebrochen ist und scheinbar mühelos die Steigung Richtung Werther erklimmt. In kurviger Fahrt geht es gleich wieder hinab ins Wippertal, dem die Strecke bis Leinefelde folgt - nicht zu verwechseln mit dem Wippertal, durch welches die Wipperliese verläuft.
Der Südharz fällt hier längst nicht so schroff ab wie die Hänge des Nordharzes, welche sich wie ein Bollwerk zeigen, wenn man aus nördlicher Richtung darauf zukommt.
Das Motiv ist bereits mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie vertreten, und wir sehen, wie unterschiedlich sich die Landschaft im Wechsel der Jahreszeiten präsentieren kann.
Mit Güterzügen ist dieser Blick auch jetzt noch möglich. Aber der Reiseverkehr wurde gehamstert, mit Ausnahme der "Zäpfchen" Richtung Erfurt.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 11.10.2010 Ort: Werther [info] Land: Thüringen
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Der Kaffee mit seltener Traktion
geschrieben von: Leon (1029) am: 09.07.22, 18:28
Neukölln und sein Kaffeezug...irgendwie bereits seit langer Zeit das Objekt der Begierde auf Berlins Paradestrecke ohne Fahrdraht. Schon zahlreiche Bilder dieser Leistung haben ihren Weg in die Galerie gefunden, ob mit 298-Bespannung oder hinter einer Lok der Industriebahn-Gesellschaft Neukölln. Letzten Montag schlug eine Meldung wie eine Bombe in die Hobbyszene der Hauptstadt ein: der Kaffee sollte ludmillenbespannt sein! ;-) So etwas kommt in etwa so selten vor wie Ostern und Pfingsten an einem Tag...! Und während die morgendliche Hinleistung zur Rösterei einer viel zu frühen Ankunft in Neukölln zum Opfer fiel, sollte die Rückfahrt zur üblichen Zeit erfolgen. Diese Info trieb zahlreiche Hobbyfreunde an den südlichen Innenring, und zwischen Neukölln und Halensee waren sämtliche Brücken "besetzt".

Doch irgendwie gestaltete sich die Rückfahrt zu einem Wechselspiel zwischen Desinformation und Mutmaßungen. Zunächst kreuzte gegen 16 Uhr eine 298 in Neukölln auf - eigentlich üblich, um die leeren Kaffeecontainer abzuholen. Nun waren plötzlich zwei Lokomotiven für den Kaffeezug vor Ort: der Russe vom frühen Morgen und die 298. Während dann die 298 gen Treptower Güterbahnhof fuhr, um den Kaffee abzuholen, wurde für die 232 die Ausfahrt gezogen - doch nichts rührte sich! Es gab dann eine Diskussion zwischen dem Lokpersonal und dem Stellwerker, und der Flügel senkte sich wieder. Dann verging viel Zeit, in welcher sich das Gerücht verbreitete, der Zug habe entweder keine Wagen oder nur leere Tragwagen oder die Frachtpapiere wären nicht in Ordnung. Die Whatsapp-Drähte der Fangemeinde glühten. Zwischendurch wieder bange Blicke gen Himmel, aber die Quellwolken lösten sich zusehends auf oder blieben außer Reichweite. Dann die Erlösung: die 298 erschien mit einer irre langen Leine an beladenen (und wie üblich leeren; der Kaffee war ja in der Rösterei...) Containerwagen und setzte sich in Neukölln als Rangierfahrt hinter die wartende 232. Eine dunkle Rußwolke erhob sich dann - der Lokführer hat seinen "Russen" angeworfen. Eine größere Quellwolke sollte noch durchziehen, dann war für die Sonne freie Bahn. Minutenlang Gezitter, ob die elend lange Wartezeit evtl. völlig umsonst war. Dann, als das Motiv "außer Gefahr" war, ertöne ein kurzes Hupen, und die Fuhre setzte sich langsam in Bewegung - vorbei an einem "Lichtschalter" der Baureihe 483/484, der in der Kehranlage vom S-Bahnhof Hermannstraße stand. Wir sehen im Hintergrund die Bögen der Hertabrücke, den Neubau des Einkaufszentrums auf den ehemaligen Gleisanlagen sowie rechts hinter dem Zug die Gleise zur Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn. Und die 232 wuchtete als Vorspann vor der 298 ihre Kaffeefuhre langsam aus dem Güterbahnhof wird die seit zwei Stunden auf der Brücke der Oderstraße wartenden Hobbyfreunde von ihrer Ungeduld befreien..;-)

Datum: 04.07.2022 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Eine Lady im Eichsfeld
geschrieben von: Leon (1029) am: 06.07.22, 21:21
Heutzutage begehrte Fotoobjekte, damals Alltag: Lokomotiven der Baureihe 143. Nicht zuletzt durch die Renaissance diverser Lokomotiven der Delta-Rail im bordeauxroten Ursprungsoutfit, ist das Interesse an dieser Baureihe in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Wurden damals Reisezüge mit einer "Sicke" höchstens am Rande wahrgenommen, finden die heutzutage nur noch wenigen Einsätze dieser Baureihe eine völlig unerwartete Beachtung. Auch die Lokomotiven der Baureihe 112.0 -heute 114- und sogar 112.1 geraten zusehends in den Fokus der Hobbyszene, und nicht umsonst beherrscht der Einsatz der wieder belatzten 112 101 die Info-Foren der Berlin-Brandenburger Fangemeinde. Und wenn dann das Ganze noch durch den Einsatz der Sicken vor dem "Snalltaget" von Malmö nach Berlin gekrönt wird, kommt der Punkt, an dem man sich fragt, woher denn die Begeisterung kommt, wenn man vor 20 Jahren kaum Notiv von den Fahrzeugen genommen hat.
So ist diese Aufnahme der 143 858 vor ihrer RB 16627 von Eichenberg nach Halle nur der Beifang für eine nachfolgende Latz-155 vor einem Güterzug. Wir stehen am Morgen des 17.04.2003 im Eichsfeld und beobachten vor der Kulisse des Ortes Beuren die Vorbeifahrt. Damals waren 143-bespannte Regionalzüge zwischen Halle, Nordhausen und Eichenberg (und weiter bis Kassel) so etwas von langweilig - und heute, 20 Jahre später, ist man froh, dass man damals auf dieser eher unbeachteten Strecke nicht nur Güterzüge fotografiert hat. Der Reisezugverkehr heute: ausschließlich Silberhamster...

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 17.04.2003 Ort: Beuren [info] Land: Thüringen
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Zwischen den Häuserschluchten der Stadtbahn
geschrieben von: Leon (1029) am: 04.07.22, 13:57
Ein alter Klassiker, welcher sich nach der Elektrifizierung immer noch umsetzen ließ, war der Blick aus dem Treppenhaus in der Uhlandstraße auf die Berliner Stadtbahn zwischen dem Bahnhof Zoologischer Garten und dem S-Bahnhof Savignyplatz. Auf engem Raum verlaufen hier vier Gleise, von denen die vorderen zwei dem Fern- und Regionalverkehr dienen. Im Vergleich zu früher hat sich der Blick etwas verändert; diverse Neubauten sind errichtet worden, aber - völlig untypisch für die Hauptstadt- : man sieht nicht einen Baukran..;-) In den "nuller" Jahren waren wir recht häufig in diesem Treppenhaus, um den umfangreichen Verkehr auf der Stadtbahn einzufangen. Besonderes Augenmerk lag damals natürlich auf dem Einsatz der Baureihe 103, welche hier vor den IC- und IR-Zügen recht häufig zu sehen war. Am frühen Nachmittag des 09.08.2000 verlässt die 103 235 mit dem IR 2340 nach Schiphol den Bahnhof Zoologischer Garten und macht sich auf den Weg Richtung Berlin-Spandau.
Ein gewisser Nervenkitzel gehörte auch bei diesem Motiv dazu, denn es konnte jederzeit eine S-Bahn oder ein Reisezug aus der Gegenrichtung auftauchen und den Eindruck zunichte machen. Meistens hat´s aba jeklappt...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 09.08.2000 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin
BR: 103 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Miete mich fürs Eichkamp
geschrieben von: Leon (1029) am: 02.07.22, 12:53
Bahnhof Berlin-Eichkamp im Jahr 1992: [www.drehscheibe-online.de] Morbider Charme umgibt uns. Typische Gewächshausarchitektur, verkrautete Gleise und eine S-Bahnstrecke nach Berlin-Spandau, welche damals noch im Dornröschenschlaf lag. Parallel dazu lag ein Gleis für den Interzonenverkehr nach Hamburg, später nach der Wende für den aufkommenden Regionalverkehr.
Bahnhof Berlin-Eichkamp heute: der S-Bahn-Verkehr nach Berlin-Spandau ist längst eröffnet, und parallel dazu verlaufen nunmehr zwei Gleise für den Regional- und Fernverkehr. Die Strippe hängt, und es geht unterhalb der Gewächshausarchitektur recht eng zu. Fernzüge legen sich mit Geknarze in die Kurve, aber die Stelle ist nix für Weicheier..;-) Alle 10 Minuten erscheint eine S-Bahn und versperrt für eine knappe Minute die Sicht. In der vergangenen Woche war in den nahen Messehallen eine mehrtägige Veranstaltung, weswegen auf dieser Strecke bis zum Bahnhof Olympiastadion ein 5-Minuten-Takt eingerichtet wurde. Nach Jahren der Abstinenz wurde das Motiv zum einen für den derzeit täglich verkehrenden Nachtzug von Malmö wiederentdeckt, und für einige Tage war parallel dazu die belatzte 112 101 im Regionalverkehr auf der RB 14 unterwegs - mit Glück zwei belatzte Sicken im Blockabstand, bei Pech GAR nichts. Und genau dies passierte: mehrmals ging der entscheidende Zug in die Hose und rauschte hinter einer haltenden S-Bahn vorbei. Lange Gesichter, aber heute hat es wenigstens für den "Snalltaget" funktioniert: keine S-Bahn im Bild, und der Zug kam mit minus 60 dort entlanggerauscht. Der Fahrplan für den Zug lässt anscheinend genügend Reserven zu, und insbesondere an Wochenenden erreicht er sein Ziel deutlich früher.
Und somit sehen wir die 112 170 mit ihrer Nachtzuggarnitur, wie sie am frühen Morgen die Szenerie am Eichkamp passiert. Wirklich nur wenige Sekunden später erschien von rechts die S-Bahn und in Gegenrichtung zum Zug ein ODEG-445. Durchatmen....;-)

Datum: 02.07.2022 Ort: Berlin Eichkamp [info] Land: Berlin
BR: 112 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Straßenszene mit Oldie in Berlin-Neukölln
geschrieben von: Leon (1029) am: 30.06.22, 17:23
Vor kurzem wurde ja diese Szene am Neuköllner Schifffahrtskanal in die Galerie aufgenommen: [www.drehscheibe-online.de]. Der Kaffeezug muss auf seinem Weg zur Rösterei einen Richtungswechsel in einem Kehrgleis vornehmem. Dieses Kehrgleis verläuft parallel zur Neuköllner Lahnstraße und führte früher zu einer Gleisverzweigung, welche wir hier sehen: [www.drehscheibe-online.de]. Heute endet das Kehrgleis unmittelbar vor der Straße, von welcher das Foto der Jung-Lok entstanden ist. Es ist nicht sonderlich lang, und wenn der Kaffeezug aus Bremen in zwei Teilen gefahren werden muss, so nimmt die Lok der Industriebahn-Gesellschaft i.d.R. die bereits leeren Container wieder mit zum Treptower Güterbahnhof oder fährt Lz zurück, weitere Wagen mit noch vollen Containern holen, was jedoch nur selten vorkommt - und nur dann ist dieses Bild möglich: es zeigt die DL 8 der IGB, wie sie soeben von der Rösterei kommt, im Kehrgleis Kopf gemacht hat und nunmehr die Lahnstraße überquert, um sogleich die Szenerie parallel zum Schiffahrtskanal zu passieren, um die nächsten Wagen abzuholen. Das Kehrgleis ist links hinter der Lok zu erkennen.
Zickzackfahrten mit einer Lok mit einem Baujahr von 1961 - der Kaffeezug macht es möglich! ;-) Die Lok ist hier heute noch im werktäglichen Einsatz.

Datum: 04.07.2018 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: IGB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Morgens am Neuköllner Schifffahrtskanal
geschrieben von: Leon (1029) am: 29.06.22, 21:25
Morgens in der Hauptstadt am Neuköllner Schifffahrtskanal. Die Stadt erwacht langsam an diesem fast windstillen Morgen des 04.07.18. Wir lehnen am Brückengeländer in der Lahnstraße und blicken auf die dampferförmige Fassade des riesigen Hotels Estrel. In der Betonbude zur rechten geht das geschäftige Treiben los. Fast lautlos kommt plötzlich ein Zug angerollt; seine Zuglok spiegelt sich im ruhigen Wasser des Kanals. Die Lok kommt kurz danach zum Stehen, und die Blinklichtanlage des nahen Bahnüberganges wird eingeschaltet. Herzlich willkommen bei den werktäglichen Sägefahrten des berühmten Kaffeezuges in Berlin-Neukölln!;-)
Der Zug ist vor wenigen Augenblicken im Treptower Güterbahnhof losgefahren, wohin ihn ab Seddin eine Lok der Baureihe 298 gebracht hat. Die Zuglok ist ein wahrer Oldie, mit dem Baujahr 1961 noch einen Tick älter als die Krauss-Maffei-Lok der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn, welche vor kurzem ihren Weg in die Galerie gefunden hat. Wir sehen die ML 700 C der Industriebahn-Gesellschaft Berlin, wie sie den Neuköllner Schifffahrtskanal passiert und sogleich die Lahnstraße überquert. Danach geht es in entgegengesetzte Richtung erneut über den Kanal Richtung Kaffeerösterei in der Nobelstraße.
Das Ganze passiert werktags am frühen Morgen und wiederholt sich bei entsprechender Zuglänge am frühen Vormittag ein zweites Mal, wenn der Zug ab Seddin so lang ist, dass das Gleis sowohl in der Rösterei als auch in der Kehre an der Lahnstraße nicht ausreicht.
Derzeit ist die Zuführung derart früh, dass die Trasse der Industriebahn noch im Schatten liegt. Eine weitere Beeinträchtigung besteht in einem Neubau, welcher direkt hinter der Betonbude hochgezogen wird, und welcher ebenfalls seinen Schatten auf die Trasse wirft. Und hinter den S-Bahnbrücken der Trasse Richtung Baumschulenweg stehen zwei hässliche Baukräne, denn auch das Estrel will expandieren. Genießen wir daher die Morgenstimmung vom Juli 2018...;-)



Datum: 04.07.2018 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: IGB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Ein Diesellok-Oldie im Einsatz
geschrieben von: Leon (1029) am: 28.06.22, 10:55
Von den früheren Transportaufgaben der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn in Berlin ist leider heutzutage nicht mehr sehr viel übrig geblieben. Man erinnere sich noch an die täglichen Kohlenzüge zum Kraftwerk Rudow am Teltowkanal, oder verschiedene Anschließer in der Kanalstraße. An die Müllverkehre, für welche extra ein kleines Terminal für die Müllcontainer errichtet wurde. Geblieben ist bis heute jedoch die Bedienung mehrerer Tanklager. Für gestern stand die Zuführung eines Kesselzuges zum Tanklager an der Gradestraße in Berlin-Britz an. Da der Platz für die Entladung recht beengt ist und maximal nur sieben bis acht Wagen zugestellt werden können, ging es über den Tag verteilt mit mehreren Fahrten von und zum Tanklager hin und her. Im Einsatz war die ML 00613, eine ML 500 C von Krauss-Maffei, bezüglich des Baujahres etwa auf Augenhöhe mit dem Einsteller...;-) Sie ist eine der beiden verbliebenen Dieselloks der NME; mit der DL 00606 ist noch eine Henschel DHG 700 C von 1981 im Bestand, welche gestern im Auftrag der Industriebahn-Gesellschaft Berlin für die Sägefahrten des Kaffeezuges für die Rösterei in Neukölln im Einsatz war.
Direkt parallel zur Gradestraße liegen die Gleise zum Tanklager, welches in der Vergangenheit nur selten bedient wurde. Wir sehen hier die DL 00613, wie sie soeben mit ihrer kurzen Kesselwagenfuhre den Anschluss vom Tanklager verlässt. Links im Hintergrund verläuft das Gleis zum Güterbahnhof Teltowkanal, in welchem die leeren Wagen gesammelt und am späten Nachmittag wieder zum Übergabebahnhof Hermannstraße gebracht werden. Dieses Ereignis hat auch einige andere Fotografen und Filmer angelockt, und die brütende Hitze konnte von so manchem nur unter dem Schutz eines schattenspendenen Baumes ertragen werden.

Datum: 27.06.2022 Ort: Berlin Britz [info] Land: Berlin
BR: Werkloks Fahrzeugeinsteller: NME
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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