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Vorhang!
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 23.06.22, 23:05
Das ist die wörtliche Übersetzung des französischen Namens, den der Fluss trägt, welcher die kanadische Bundeshauptstadt Ottawa von Süd nach Nord durchfließt: der Rideau River. Hintergrund dieser Namensgebung soll folgender sein: nahe des Stadtzentrums von Ottawa mündet dieser Fluss in den Ottawa River / Rivière Outaouais, und zwar in Form eines breiten, 11 Meter hohen Wasserfalls, den Chutes de la Rivière Rideau. Als der französische Seefahrer Samuel de Champlain auf seiner 6. Explorationsfahrt nach Kanada im Mai 1613 diese Mündung - auf der Rivière Outaouais von Montréal kommend - entdeckte, soll er den Wasserfall mit einem Vorhang verglichen haben.
Zwischen der Carleton-Universität und dem Vincent-Massey-Park überquert die Trillium Line/Ligne Trillium den Rideau-Fluss. Es handelt sich dabei um eine Art S-Bahn, die das kommunale Verkehrsunternehmen OC Transpo auf einer ehemaligen Canadian-Pacific-Strecke eingerichtet hat und die mit LINT-41-Triebwagen betrieben wird. Dass die Unternehmensfarbe von OC Transpo dieselbe ist wie die von DB Regio, erwies sich als günstiger Zufall. Ich hatte diese Brücke hier schon einmal in einer morgendlichen Ansicht gezeigt. Aber auch nachmittags ließ sich das Bauwerk (das einzig bemerkenswerte der kurzen Strecke) nett umsetzen, und der 12-Minuten-Takt erlaubte es auch, alle möglichen Blickwinkel auszuprobieren. Zu sehen ist Tw C9 auf einer seiner zahlreichen Pendelfahrten zwischen Bayview und dem damaligen Endpunkt Greenboro.
Im Frühjahr 2020 wurde die Trillium Line vorübergehend eingestellt, da sie ausgebaut und um 16 km zur neuen Endhaltestelle Limebank im Stadtbezirk Riverside South verlängert wird; bei dieser Gelegenheit erhält auch der Flughafen Bahnanschluss durch eine kurze Zweigstrecke. Die (Wieder-)Eröffnung ist für Mitte 2023 vorgesehen. Die Verlängerung könnte die Trillium Line für Fotografen attraktiver machen, denn sie wird dann auch "echte" Überland-Abschnitte umfassen.
(Kamera-Uhr war nicht auf die kanadische Zeitzone eingestellt!)

Zuletzt bearbeitet am 23.06.22, 23:17

Datum: 09.09.2019 Ort: Ottawa, Ontario, Kanada Land: Übersee: Nordamerika
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: OC Transpo
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Last call at Kyllburg
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 21.06.22, 23:29
Angeregt von Olivers morgendlicher Aufnahme des westlichen Bahnhofskopfs von Kyllburg an der Eifelstrecke, möchte ich hier den nachmittäglichen Blick in die Gegenrichtung vorschlagen. Machbar war dieser nur mit einem der seltenen RE12-Züge, die Kyllburg ohne Halt durchfuhren, denn die stündlich verkehrenden RB22-Züge fuhren in Richtung Trier immer über das vordere Gleis. Zu sehen ist ein langer Vareo-LINT als RE4185 Köln-Trier. Im Hintergrund erkennt man das wunderschöne Kyllburger Empfangsgebäude, das schon auf einer anderen Galerie-Aufnahme zu Ehren gekommen ist, und die noch recht neue aufwändige Bahnsteigüberführung. Dass nicht nur Olivers, sondern auch dieses Foto inzwischen als 'historisch' gelten darf, ist ja allgemein bekannt...
Der Beschnitt links ist ein Kompromiss, und wer auf Olivers Bild genau hinschaut, merkt auch, warum: irgendwann zwischen 1991 und 2021 hat die DB den Gastank neben dem Stellwerk (Heizung für den Stellwerker?) durch eine Betonwand zum Gleis hin abgeschirmt. Hätte man das Stellwerk in seiner ganzen Breite ins Bild nehmen wollen, wäre diese nicht gerade dekorative Wand - zumindest für mein Empfinden - einfach zu dominant geworden. Mal sehen, wie die Stelle nach Wiederherstellung dieses Streckenabschnitts aussehen wird...

Datum: 07.03.2021 Ort: Kyllburg [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 620 (Alstom LINT 81) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn

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Spannung am Schlachthof
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 20.06.22, 22:57
Im Frühjahr 2018 führten mich zwei Fotoausflüge an den badischen Abschnitt der Württembergischen Westbahn, also den Streckenabschnitt Bruchsal-Bretten, und dabei u.a. in den Bereich um den Hp. Bruchsal Schlachthof, der einige Fotomöglichkeiten bietet, meistens mit der barocken Peterskirche als schmückendem Element im Hintergrund. Die RegionalExpress-Züge auf dieser Strecke, die den Rhein-Neckar-Raum mit Stuttgart verbinden, wurden damals noch von DB Regio mit Wendezügen gefahren; einer davon war RE19505, planmäßige Abfahrt in Bruchsal um 8.33 Uhr. Diesen wollte ich ganz einfach vom Bahnsteig des Hp. Schlachthof aus ablichten. Allerdings gab es zwei Faktoren, die Spannung in diese simple Aufnahmesituation brachten: zum Einen war (mir) nicht bekannt, an welchem Ende des RE die Lok hängen würde; und zum Anderen bediente genau zur Plandurchfahrt des RE ein AVG-Stadtbahnwagen als S9-Zug 85046 Bretten-Bruchsal-Rastatt den Haltepunkt, so dass die Gefahr eines Zufahrens des Motivs bestand.
Letztlich ging an jenem Maimorgen aber alles gut: der Stadtbahn-Tw 820 (eines der vier Exemplare, die sich zum damaligen Zeitpunkt als Baureihe 450 im Eigentum der DB befanden) hatte bereits Kurs auf den Hp. Bruchsal Tunnelstraße genommen, als die DB-Traxx-3 mit ihrem flotten Regionalzug auftauchte.

Datum: 07.05.2018 Ort: Bruchsal [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 147 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Konfluenz
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 17.06.22, 10:46
Unterhalb einer markanten Felsformation, die die Burgruine Neugutenstein (besser bekannt als Gebrochen Gutenstein) trägt, mündet die von Albstadt-Onstmettingen kommende Schmeie in die junge Donau. An derselben Stelle schmiegt sich die Zollernalbbahn an die - etwas jüngere - Donautalbahn, und beide Strecken verlaufen dann bis zum ehemaligen Bf. Inzigkofen parallel zueinander. Eine SWEG-LINT-Garnitur erreicht als Zug 86229 Tübingen-Sigmaringen diese charakteristische Stelle, die bereits seit den 1960er Jahren von einer Straßenbrücke überspannt wird. Damals wurde die Landesstraße von Sigmaringen her großzügig ausgebaut, allerdings endet der Ausbau bis heute - zum Glück, will man sagen - wenige Kilometer weiter westlich bei Dietfurt.
Dieser Fotopunkt lässt sich auch kreativ mit Zügen der Donautalbahn umsetzen. Das habe ich ein paar Stunden später auch versucht, allerdings waren die Ergebnisse unbefriedigend, weil man im Juni in die absolute Hochlicht-Phase rutscht. Also ein Vorhaben, das auf die To-do-Liste für die Übergangsjahreszeiten gesetzt werden muss.
Eine kritische Bemerkung am Rande: Während DB und SWEG an jenem Vormittag alle Züge der Zollernalbbahn als Doppelgarnituren fuhren, waren die allermeisten DB-Züge auf der Donautalbahn als Solo-Triebwagen unterwegs. Aber bekanntlich will an einem sonnigen Sommersamstag ja auch niemand ins Donautal fahren...

Datum: 11.06.2022 Ort: Inzigkofen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Biergit fährt Tram
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 15.06.22, 23:23
Das dritte Neubauprojekt im Zuge der Erweiterung des Freiburger Straßenbahnnetzes ab den 1980er Jahren war die Stadtbahn Haslach, die 2002/2004 eröffnet wurde und heute von der Linie 5 Europaplatz-Rieselfeld befahren wird. Ins Rieselfeld ist auch der Urbos-3 308 unterwegs, der hier die Haltestelle Scherrerplatz erreicht. Der Tw wurde mit einer auffälligen Vollwerbung für die Badische Staatsbrauerei Rothaus (die nach wie vor im Besitz des Landes Baden-Württemberg ist) und deren Zäpfle-Bier versehen, bei der natürlich auch die Werbefigur "Biergit" in ihrem charakteristischen Retro-Look nicht fehlen darf.
Dominiert wird die Szene am Scherrerplatz vom Kirchenensemble St. Michael. Haslach war - anders als Freiburg - langezeit ein klar protestantisch geprägter Ort. Erst 1866 erhielten die Haslacher Katholiken ein eigenes Gotteshaus - den niedrigen Bau, dessen Giebel zur Straße weist. Dieses "kleine Kirchle" wird heute als Gemeindezentrum und Café genutzt. Dahinter entstand ab 1907 die heutige Pfarrkirche. Diese bietet innen kunsthistorisch wesentlich mehr, als die Außenansicht vermuten lässt (der Bauentwurf stammt vom im Freiburger Raum nicht unbekannten österreichischen Architekten Raimund Jeblinger [1853-1937], einem wichtigen Vertreter des Historismus), denn diese Außenansicht wird vor allem durch den Glockenturm aus den 1950er Jahren geprägt, der das Flair der Nachkriegsarchitektur ausstrahlt.
Vor der heutigen Stadtbahn-Linie 5 wurde der Scherrerplatz schon einmal - genauer gesagt: von 1925 bis 1961 - durch eine Tram bedient, nämlich durch die 'alte' Linie 5 von Herdern nach Haslach; deren Endhaltestelle "Haslach Schule" befand sich etwas links vom alten "Kirchle" auf der kreuzenden Staufener Straße.
Übrigens: wer wissen möchte, wie die kultige Figur "Biergit" das Licht der Welt erblickt hat, wird hier fündig.


Datum: 13.06.2022 Ort: Freiburg-Haslach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: VAG Freiburg
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Der (Sipplinger) Berg ruft!
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 14.06.22, 21:45 sternsternstern Top 3 der Woche vom 26.06.22
Angespornt durch Veselins grandioses Frühjahrspanorama, wollte ich mich auch mal an einem abendlichen "Fernerkundungsbild" am Sipplinger Berg versuchen, und zwar von einer etwas höher gelegenen Stelle am Gasthaus Haldenhof. Die dafür anvisierte Regionalbahn nach Radolfzell kurz vor 20 Uhr ging mir zwar wegen mehrerer Straßensperrungen in Sipplingen und Ludwigshafen und einer dadurch chaotischen Anfahrt durch die Lappen; doch erwies sich das als verschmerzbar, denn der mit einem Wendezug gefahrene IRE3069 Basel Bad Bf - Friedrichshafen Hafen, der für das Foto gar nicht eingeplant war, hatte offenbar ausreichend Verspätung angesammelt, dass die Kreuzung mit der RB von Überlingen Therme nach Ludwigshafen verlegt worden war und die 245 ihre rote Garnitur zum passenden Zeitpunkt an den Goldbacher Klippen entlang schob. Weil die Fernsicht zwar gut, aber nicht so perfekt war wie bei Veselins Frühjahrsbild, habe ich mich für eine Perspektive ohne Alpenpanorama entschieden.

Gemäß den Galerie-Regeln habe ich als Aufnahmeort Überlingen-Goldbach angegeben (da, wo sich der Zug befindet), auch wenn das auf RailView kurios wirken dürfte, denn der Standort am Haldenhof ist von Goldbach 4,5 km Luftlinie entfernt...

Datum: 11.06.2022 Ort: Überlingen-Goldbach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 245 (Bombardier TRAXX P160 DE ME) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 35 Punkte

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Alpen-Sylt-Nachtexpress (Follow-up)
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 13.06.22, 11:01
Dennis Kraus hat hier den Salzburger Teil des BTE-Alpen-Sylt-Express der Saison 2022 gezeigt. Am selben Abend, als Dennis sich bei Großkarolinenfeld auf die Lauer gelegt hatte, standen zwei Breisgauer Eisenbahnfreunde auf der - als Fotografen-Hotspot hinlänglich bekannten - Straßenbrücke bei Kollmarsreute, um den Lörracher / Basler Teil des Direktzugs auf die Sehnsuchtsinsel abzulichten. Der Nachtexpress wird auf diesem Ast gemeinsam mit dem RDC-AutoReiseZug von Lörrach nach Hamburg-Altona gefahren. Nachdem zunächst eine Nachricht eintraf, dass dieses "gemischte Doppel" mit fast einer Stunde Plus von Lörrach wegkommen würde (was die Aufnahme in der Kollmarsreuter Kurve wohl unmöglich gemacht hätte), nordete sich der Zug fahrplanmäßig dann doch einigermaßen ein und passierte die Stelle mit einer Verspätung von etwa +15. Die Railpool-193 088 hat die Aufgabe, die Urlaubshungrigen (oder Urlaubs-Rückkehrer) durchs Rheintal zu kutschieren.

Datum: 10.06.2022 Ort: Kollmarsreute [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 193 (Siemens Vectron) Fahrzeugeinsteller: BTE
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 24 Punkte

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"Eine große Toilette und ein paar Sitze drumherum"
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 09.06.22, 21:07
Mit dieser humorvollen Formulierung beschrieb ein Redakteur im Drehscheibe-Heft 320 das Wesen der LINT-27-Triebwagen. Mir gefallen diese kurzen Fahrzeuge eigentlich ganz gut, zumal mit ihnen häufig Motive machbar sind, für die alles andere, was im Regionalverkehr so rollt (abgesehen vielleicht von Solo-RegioShuttles), zu lang ist. Das gilt zum Beispiel für den Motivklassiker in Monreal, wo man von der Löwenburg auf die benachbarte Philippsburg und die Linkskurve blicken kann, die zum (ziemlich unpraktisch gelegenen) Bf. Monreal führt. Wie beim Vergleich mit den - nicht wenigen - bereits in der Galerie enthaltenen Versionen dieses Motivs erkennbar wird, sind die Lücken im Bewuchs entlang des Bahndamms inzwischen extrem knapp bemessen. Und da kommt ein kurzer LINT (wie dieser, der als RB von Andernach nach Kaisersesch unterwegs ist) gerade recht.

Datum: 07.08.2020 Ort: Monreal [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 640 (LHB/Alstom LINT 27) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Das nennt man Camping!
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 06.06.22, 11:28
In den letzten Jahren erfreut sich Campingurlaub stetig steigender Beliebtheit. Mein Ding wäre das nicht; aber ich muss zugeben, dass ein Urlaubsstützpunkt wie der hier gezeigte Campingplatz Wagenburg (nomen est omen!) in Hausen im Tal schon gewisse Vorteile hat, insbesondere dass einem keine Zugbewegung auf der Donautalbahn entgeht. Hier rollt ein Solo-612 als RE 22314 auf dem Weg von Ulm nach Donaueschingen an den Campingfreunden vorbei (aufgenommen vom Schlossfelsen).

Datum: 21.08.2020 Ort: Hausen im Tal [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Der richtige Dreh
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 04.06.22, 16:39
Am Osterwochenende 2022 herrschte an der Gäubahn erhöhtes Fotografen-Aufkommen, da wegen der gesperrten Rheintalbahn mit Umleitern zu rechnen war. Ich hielt mich am Ostermontag im Bereich Oberndorf auf, und dank fleißiger Vormelder durfte ich am frühen Nachmittag davon ausgehen, dass demnächst ein Kesselwagenzug Richtung Singen vorbeikommen sollte. Dafür positionierte ich mich an einer Stelle am südlichen Einfahrsignal des Bahnhofs Oberndorf, die ich im Vorjahr entdeckt hatte. Die Crux bei diesem Motiv ist, dass im lichtmäßig optimalen Zeitfenster keine planbare Zugbewegung vorgesehen ist (außer eventuell einem Regional-"Hamster" als Nachschuss); für die Taurus-bespannten ICs nach Zürich muss man entweder Hochlicht oder schlechtes Frontlicht in Kauf nehmen. So wäre mir der angekündigte Umleiter hier ganz recht gewesen. Allerdings kam dieser Zug dann deutlich langsamer südwärts voran als gedacht und konnte letztlich nicht mehr an diesem Motiv abgelichtet werden. Aber glücklicherweise wurde IC2387 Stuttgart-Singen an diesem Tag von einer gedrehten IC2-Einheit gefahren, so dass das Bild wenigstens mit der führenden 147 559 umgesetzt werden konnte. Der Zug passiert die (heute zu Rheinmetall gehörenden) Mauser-Werke. Im Hintergrund ist das frühere Augustinerkloster zu erkennen, in dem 1811 die Königlich Württembergische Gewehrfabrik eingerichtet wurde (welche die Firma Mauser später übernahm) und das heute als Behördenhaus von Stadtverwaltung und Polizei genutzt wird.

Datum: 18.04.2022 Ort: Oberndorf [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 147 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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An der Seckach
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 30.05.22, 00:18
Eisenbahnfreunde denken beim Namen Seckach wahrscheinlich an die Gemeinde in Nordbaden, wo die Nebenbahn nach Miltenberg (Madonnenlandbahn) von der Strecke Neckarelz-Osterburken abzweigt. Mit Seckach wird aber auch ein kleiner Fluss auf der Schwäbischen Alb benannt, der bei Mägerkingen in die Lauchert mündet und dem die HzL-Strecke Gammertingen-Kleinengstingen auf ihrem Abschnitt rund um die Kleinstadt Trochtelfingen folgt. Auf diesem Streckenabschnitt ist VT411 der Schwäbischen Alb-Bahn als Zug 88203 Ulm-Trochtelfingen unterwegs und wird seinen Zielbahnhof in wenigen Augenblicken erreicht haben.
Der Komplex hinter dem Zug ist die sog. Äußere Mühle, in der allerdings schon in den 1950er Jahren zum letzten Mal gemahlen wurde. Das Bild entstand vom Trochtelfinger Kreuzweg aus, der zwei Kapellen am nördlichen Ortsrand verbindet. Etwas abseits des Kreuzwegs steht - direkt am Gleis - ein Steinkreuz, und wie es sich gehört, wurde zum Erreichen dieses Flurdenkmals auch ein kleiner Bahnübergang eingerichtet...

Datum: 10.03.2022 Ort: Trochtelfingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 626 (NE 81) Fahrzeugeinsteller: SAB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Am "neuen" Alpirsbacher Steg
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 27.05.22, 11:33
Über viele Jahre durften sich Eisenbahnfreunde in Alpirsbach an einem eisernen Steg südlich des Empfangsgebäudes erfreuen, der einen Blick auf die gesamte Bahnhofsanlage gewährte. Bei der Modernisierung der Station wurde diese Fußgängerbrücke durch einen Betonsteg ersetzt, der sich weiter nördlich am Kurhaus befindet und einen Ausblick (nur noch) auf den nördlichen Bahnhofskopf und das Zentrum der Kloster- und Bierstadt erlaubt. VT530 "Freudenstadt" und ein weiterer SWEG-RegioShuttle erreichen als Zug 87502 Freudenstadt Hbf-Bad Griesbach den Bahnhof, der nur noch über zwei (Bahnsteig-)Gleise verfügt, wobei Züge Richtung Hausach immer Gleis 1 und Züge Richtung Freudenstadt immer Gleis 2 benutzen. Früher ging dort, wo sich die Auto-Waschbox befindet, ein drittes Durchfahrgleis ab, außerdem erschloss ein Stichgleis die Ladestraße, deren Fläche in den Parkplatz im Hintergrund eingebracht wurde. Der ehemalige Güterschuppen (links außerhalb des Bildes) wird heute von einem Transportdienstleister genutzt, der auch den unvermeidlichen weißen Lieferwagen zu dieser Aufnahme beisteuerte.

Datum: 27.04.2020 Ort: Alpirsbach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Im Herzen von Vesunna
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 24.05.22, 23:13
Ein Griff ins Archiv: Im März 2014 hatte ich einen dienstlichen Termin in Bordeaux. Ich schaltete drei Urlaubstage davor, was sich als gute Entscheidung erwies, denn ich wurde mit drei sonnigen Tagen beschenkt, die ich dem Hobby widmen konnte. Der dritte Tag führte mich nach Périgueux (Perigüers auf okzitanisch), einem sehr alten Ort, der aus der gallorömischen Stadt Vesunna hervorgegangen ist. Mitten durch diesen ältesten Teil von Périgueux führt eine zweigleisige Bahnlinie, die sich in Niversac in die Strecken nach Brive-la-Gaillarde/Briva la Galharda und nach Le Buisson/Lo Boisson de Cadonh teilt. Daher gibt es auf diesem Abschnitt einen relativ dichten Verkehr, allerdings mit der für viele französische Strecken typischen Fahrplanlücke am Vormittag.
Nachdem am Morgen das Motiv, das mich hauptsächlich nach Périgueux gelockt hatte - ein lokbespannter Zug am Friedhof im Stadtteil Saint-Georges mit der Kathedrale im Hintergrund -, voll in die Hose gegangen war, hoffte ich, mit den Mittagszügen noch etwas retten zu können und erwartete den mittäglichen TER Périgueux-Brive am Einschnitt vor dem archäologischen Museum Vesunna. Nun waren um Périgueux fast ausschließlich Triebwagen in dem 2009 eingeführten hellgrauen TER-Aquitaine-Look im Einsatz; auch die führende "Baleine" X73717 und ihr Schwesterfahrzeug tragen diese vom Designer Franck Tallon aus Bordeaux gestaltete Lackierung, die mich leider gar nicht zu überzeugen vermag.
Da Périgueux reich an historischer Bausubstanz ist, habe ich mir zum Aufnahmezeitpunkt keine großen Gedanken gemacht, was eigentlich das stattliche Gebäude hinter dem Zug ist. Erst jetzt, beim Nachrecherchieren, habe ich herausgefunden, dass es sich um einen ehemaligen Bischofssitz (Ancien Éveché de la Cité) handelt, in dem seit 1975 das Centre National de Préhistoire, eine Dienststelle des französischen Kulturministeriums, untergebracht ist. Dahinter sind gerade noch ein paar Teile des mittelalterlichen Château Barrière zu erkennen, das bei Touristen sehr viel bekannter ist als das CNP. Bei den modernen Bauten links hinten, die sehr geschickt Architekturelemente der antik-mittelalterlichen Stadtmauer aufnehmen, handelt es sich um ein Finanzamt und ein Schulzentrum.

N.B.: Die Kamerauhr war nicht auf Winterzeit eingestellt.

Datum: 07.03.2014 Ort: Périgueux [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Zug+Paar
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 23.05.22, 09:58
Die Paartalbahn von Augsburg nach Aichach und weiter über Schrobenhausen nach Ingolstadt führt durch wenig spektakuläre Landschaft. Östlich von Friedberg verläuft sie durch einen hügeligen Winkel (das Gewann heißt auch so) und wendet sich dann nach Nordosten in das weite Tal des Donauzuflusses. An dieser Stelle liegt das Dorf Paar, das auch über einen Haltepunkt verfügt; dieser wird allerdings seit vielen Jahren nicht mehr bedient. So lässt auch VT214 "Schmiechen" der Bayerischen Regiobahn als (deutlich verspätete) RB 86663 Aichach-Augsburg das Dorf und seine Pfarrkirche St. Johannes Baptist links liegen. Wie zu erkennen ist, sollte man für Fotos an dieser Stelle besser die Gartenschere mitführen, um am Bahndamm etwas Vegetationspflege leisten zu können...

Datum: 21.03.2022 Ort: Paar [info] Land: Bayern
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: BRB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Mal wieder: Neckarbrücke in Neckargemünd
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 21.05.22, 19:23
16 von 17 Galerie-Fotos, für die als Aufnahmeort Neckargemünd eingetragen ist, zeigen die dortige doppelstöckige Brücke. Nachdem ich an der Stelle sonst immer nur vorbeigefahren war, wollte ich mir am 14.5. für das Motiv mal etwas mehr Zeit nehmen. In den Mittagsstunden kann man das Bauwerk gut vom linken Neckarufer fotografieren. In der Galerie gibt es schon zwei ältere Aufnahmen aus dieser Perspektive: die eine von Ludger aus dem Jahr 1979 und die andere von Frank aus der Mitte der 1980er Jahre. Damals gab es noch nicht den Hollmuth-Straßentunnel, der parallel zum Tunnel der Neckartalbahn gebohrt wurde. Im Rahmen dieses Tunnelbaus entstand für eine Wohnstraße eine steile Rampe, die einen erhöhten Standort für den Blick auf die Brücke bietet; diese wird gerade von einer Talent-Doppeleinheit als RE 19270 Heilbronn-Mannheim überquert. Um diese Zeit sah ich auch zwei Güterzüge über die Brücke rollen - aber leider in die andere Richtung...
Auf dem gegenüberliegenden Ufer erstreckt sich der Neckargemünder Stadtteil Kleingemünd. Ein Kommentar zu Ludgers Bild hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass die drei letzten Häuser des Wohngebiets oben am Hang (Merianstraße 11-15) bereits auf hessischem Territorium stehen.

Bildmanipulation: Ein angeschnittener PKW, der unten zum Abbiegen in die Neckargemünder Altstadt ansetzte, wurde mittels eines Teils einer anderen Auslösung eliminiert.

Datum: 14.05.2022 Ort: Neckargemünd [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 442 (Bombardier Talent 2) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Unausweichlich
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 17.05.22, 23:14
Auch in der Sommersaison 2022 bewältigt der "Rote Flitzer" des Fördervereins Schienenbus e.V. aus Kornwestheim wieder den Sonntagsausflugsverkehr auf der Krebsbachtalbahn zwischen Neckarbischofsheim Nord und Hüffenhardt. Und wenn man schon mal an dieser Strecke zugange ist, dann ist ein Bild vom Premium-Motiv, dem Kirchenblick in Untergimpern, unausweichlich. Da bei der zweiten Fahrt talaufwärts, amtlich: bei RB 3015 die schon recht hoch stehende Sonne sich ziemlich genau in der Gleisachse befand, entschied ich mich für diese Frontalaufnahme des bestens gepflegten 798 081.

Datum: 15.05.2022 Ort: Untergimpern [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: Förderverein Schienenbus e.V.
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Fotografischer Fixpunkt
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 12.05.22, 22:00
Im Neckartal zwischen Aistaig und Sulz gibt es nahe des Betriebsbahnhofs Grünholz ein Gehöft, das Hunderte von Eisenbahnfotos zieren dürfte, vor allem solche, die in den Morgenstunden von nordwärts fahrenden Gäubahn-Zügen gemacht wurden. Am späten Vormittag kann man den Hof aber auch als dekoratives Element für Züge Richtung Süden nutzen, so wie hier für IC 185 Stuttgart-Zürich, gezogen von 1016 033.
Das Motiv wurde bereits von User bjoerni vor ein paar Monaten hier mit einem Kesselwagen-Umleiter gezeigt. Vielleicht rechtfertigt der andere Zug und die andere Jahreszeit, es ein zweites Mal in die Galerie aufzunehmen.

Datum: 18.04.2022 Ort: Sulz am Neckar [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 182 (Siemens ES64U2) Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Bahnhofs-PANorama
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 06.05.22, 21:00
Der Bahnhof von Pfarrkirchen, der Kreisstadt des Rottal-Inn-Kreises, die auf den PKW-Nummernschildern mit dem Kürzel PAN verewigt ist, präsentiert sich ziemlich aufgeräumt. Zwar sind einige Neben- und Ladegleise verschwunden, und wo sich früher Ladestraßen und Güterschuppen befanden, werden aktuell Parkflächen und Garagen für die bahnhofsnahe Neubebauung errichtet. Aber der Bahnhof verfügt noch über drei Durchfahrtsgleise und ein langes Stumpfgleis, das am schön renovierten, leuchtend roten Empfangsgebäude endet. Leider weniger leuchtend rot präsentiert sich der als RB 27228 nach Mühldorf ausfahrende 628 480. Der im Hintergrund sichtbare 628 612, der den Gegenzug nach Passau fährt, hätte hier eine bessere Figur gemacht.
Das helle und architektonisch gefällige Gebäude links ist das Hans-Reiffenstuel-Haus, in dem mehrere städtische Kultureinrichtungen untergebracht sind. Es handelt sich dabei um ein umgebautes Lagerhaus. Wie dieses Gebäude sowie das Bahnhofsumfeld in Pfarrkirchen früher aussahen, wird auf dieser interessanten Webseite gezeigt.

Datum: 25.03.2022 Ort: Pfarrkirchen [info] Land: Bayern
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 0 Punkte
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In Habacht-Stellung
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 07.05.22, 22:16
Nach Verlassen der Agglomeration von Québec-Ville benutzen die Personenzüge von VIA Rail ab Charny die sogenannte 'Subdivision Drummondville', ein Teilstück der CN-Verbindung von Montréal in Richtung der Atlantikprovinzen. Dieser Streckenabschnitt ist völlig unspektakulär und führt meistens durch Wald. Umso dankbarer ist man auf der Suche nach Motiven daher über eine Brücke, die nahe des Orts Saint-Léonard-d'Aston die Rivière Nicolet überwindet. An einem Frühherbst-Nachmittag (EXIF-Zeit war nicht angepasst!) überquert F40PH 6433 das Bauwerk mit Zug 39 Québec-Ottawa-Fallowfield. Der Standort ist nicht so lauschig, wie es vielleicht scheint: man steht auf einer langgezogenen Straßenbrücke, und zwar wegen der fehlenden Sicht nach links und der kurzen "Vorwarnzeit" in ständiger Habachtstellung. Mit etwas Glück pfeifen die Züge kurz vorher beim Passieren der Betriebsstelle Saint-Léonard und tauchen dann mit ziemlichem Tempo auf der Brücke auf.

Datum: 15.09.2017 Ort: Saint-Léonard, Québec, Kanada Land: Übersee: Nordamerika
BR: CA-F40PH-2 Fahrzeugeinsteller: VIA
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Verstreutes aus dem Elztal
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 04.05.22, 20:20
Ein nettes Ziel für ein paar Feierabendfotos, verbunden mit einem kleinen Spaziergang, ist der Brandberg bei Oberwinden im oberen Elztal, auch wenn nach einigen Jahren der Blickfreiheit die Aussichtspunkte allmählich wieder zuwachsen. Seit 2021 wird dieser Streckenabschnitt der Elztalbahn in den Hauptverkehrszeiten im Halbstundentakt befahren. Einer dieser werktäglichen Verdichter ist Zug 88403, der vor Kurzem Elzach verlassen hat und auf dem Weg nach Freiburg den Oberwindener Ortsteil Staude(n) passiert. Staude / Stauden (man findet beide Bezeichnungen) ist eine typische Schwarzwälder Streusiedlung. Ursprünglich bestand sie aus fünf Bauernhöfen; in den letzten Jahrzehnten haben sich einige Neubauten dazugesellt. Das am altertümlichsten aussehende Gebäude - die hölzerne Mühle - ist übrigens nicht das älteste; sie muss in jüngerer Zeit neu errichtet worden sein.

Datum: 28.04.2022 Ort: Oberwinden [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 442 (Bombardier Talent 2) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Ein ganzer Dillinger
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 01.05.22, 21:44
Ich bewundere immer wieder, wie es anderen Galerie-Beiträgern gelingt, längere Güterzüge, deren Länge man nicht genau abschätzen kann, sauber ins Bild zu bekommen. Bei mir geht dabei meistens etwas schief. Entweder man konzentriert sich darauf, dass die Lok gut platziert ist, und übersieht, dass es das Zugende noch nicht ins Bild geschafft hat. Oder man achtet auf den Zugschluss und bekommt nicht mit, dass sich die Lok an einer ungünstigen Stelle befindet. Oft führt das zu Frust und auf jeden Fall zu kurzzeitigem Stress.
Solch eine Situation ergab sich mal wieder, als ich im Moseltal in den (leider größtenteils aufgegebenen) Weinbergen von Sankt Aldegund stand und bei Neef ein Erzzug zur Dillinger Hütte auftauchte. Die Erleichterung war groß, als ich nach dem Auslösen feststellen durfte, dass der ganze Zug im Bild ist und auch die beiden 189er nicht mit Masten, Schildern und dergleichen ins Gehege gekommen sind. Dass sich auf dem Fluss gerade kein dekoratives Binnenschiff zeigen wollte, war da verschmerzbar.

Datum: 28.02.2022 Ort: Neef [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 189 (Siemens ES64F4) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Kleiner Ort mit Potenzial
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 30.04.22, 18:50
Das kann man in fotografischer Hinsicht über das hohenzollerische Storzingen sagen. Der 350-Einwohner-Ort im Schmeietal, der bahnbetrieblich vor allem als Station für das nahe (und höher) gelegene Stetten am kalten Markt dient, bietet alle möglichen Motive, und bei meinen diversen Besuchen hatte ich auch den Eindruck, dass sich die Anwohner gut mit den regelmäßig auftauchenden Zugfotografen arrangiert haben. SWEG-LINT 622 810 überquert als HzL 86249 die Schmeiebrücke im Ortskern, wo sich auch die Kirche St. Zeno aus der Mitte des 18. Jahrhunderts befindet.

Datum: 04.04.2021 Ort: Storzingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 622 (Alstom LINT 54) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Schwere Last am Haken
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 26.04.22, 21:51
Die Strecke von Tüßling nach Burghausen ist für ihren - für eine Nebenbahn - unglaublichen Güterverkehr bekannt. Als Ortsfremdem auf Stippvisite fehlte mir zwar ein genauer Einblick, wann in welche Richtung mit Güterzügen zu rechnen ist; von einem früheren Aufenthalt hatte ich aber noch in Erinnerung, dass am (späteren) Nachmittag auf einigen Frachtverkehr in Richtung Mühldorf spekuliert werden kann. Und so kam es dann auch: in den 90 Minuten, die ich an den Gehöften zwischen Lindach und Pirach zubrachte, konnten vier Güterzüge aus Richtung Burghausen abgelichtet werden.
Der letzte Zug des Quartetts, der sich ankündigte, als die Sonne schon ziemlich niedrig stand, war ein Kesselwagenzug, an dessen Spitze sich eine Class 77 - die unangefochtene "Königin" des Güterverkehrs im oberbayerischen Chemiedreieck - befand, welche von einer 294 am Zugschluss unterstützt wurde. Der Zug passiert den Solarpark am Wohnplatz Lehner, aufgenommen vom Gehöft Spielmann aus.

Bildmanipulation: Das Geäst am linken Bildrand habe ich elektronisch ein wenig verdichtet.

Datum: 24.03.2022 Ort: Pirach [info] Land: Bayern
BR: 266 (alle EMD Series 66) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Ostermontags-Ausklang
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 22.04.22, 00:11
Dass der Ostermontag zu einer Herausforderung für Eisenbahner und Fahrgäste werden würde, war vorhersehbar. Die Gäubahn traf es dabei besonders hart. Denn durch die gesperrte Rheintal- und die dadurch "abgehängte" Schwarzwaldbahn musste sie nicht nur ein paar Güterzüge mehr als normal aufnehmen, sondern auch zusätzliche Reisende aus der bzw. in die Schweiz und ins Bodenseegebiet. Dementsprechend war ab dem späteren Nachmittag praktisch kein Zug mehr pünktlich.
Nachdem IC 186 von Zürich den Stuttgarter Hbf. mit +60 erreicht hatte, war klar, dass auch die Rückfahrt in die Schweiz als IC 283 nicht nach Plan starten würde. Dennoch wollte ich zum Ausklang des Tages noch den Versuch wagen, diesen Zug vom Schellenberg oberhalb von Dettingen abzulichten. Dort oben angekommen, sah ich die Verspätung des IC bei jedem Blick auf den DB-Navigator wachsen, während die Schatten am letzten noch sonnenbeschienenen Streckenstück von Minute zu Minute länger wurden. Als der IC dann mit +25 um die Kurve kam, war nur ein schmaler Lichtkorridor übrig geblieben, der gerade noch die Hälfte der Zugeinheit ausleuchtete.

Bildmanipulation: Einen Hobbykollegen, der sich (mit seinem fahrbaren Untersatz) auf dem Wirtschaftsweg postiert hatte, habe ich elektronisch "verscheucht".

Datum: 18.04.2022 Ort: Dettingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 182 (Siemens ES64U2) Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Brücken-Variationen
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 19.04.22, 22:46
Das bekannteste Motiv an der badisch-württembergischen Kinzigtalbahn ist ohne Frage die obere Kinzigbrücke in Schenkenzell. Die klassische Variante ist dabei der nachmittägliche Blick mit dem Portal des Stocktunnels im Hintergrund (zuletzt von User Karlsruher_kopf hier gezeigt); abends kann man die Brücke auch von der Nordseite ablichten (siehe hier). Seit Kurzem ist zudem dank eines Kahlschlags am angrenzenden Hang auch die Perspektive "von oben herab" von der Südseite möglich, und am Ostersonntag bestand auch keine Gefahr, dass sich im falschen Moment ein störender Lkw auf der Bundesstraße ins Bild drängt. Die SWEG-RegioShuttle 012 "Stadt Elzach" und 522 überqueren das Bauwerk als Zug 87373 Offenburg-Freudenstadt Hbf. Der Blick in die Kursbuchtabelle verrät übrigens, dass von Juni bis Oktober 2022 hier wegen Bauarbeiten kein Zugverkehr stattfinden wird...

Datum: 17.04.2022 Ort: Schenkenzell [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Der Schienenbus der Jahrtausendwende
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 14.04.22, 23:10
Vor Kurzem hat Johannes Poets zwei wunderbare Bilder vom SWEG-Schienenbus in Burkheim-Bischoffingen am westlichen Kaiserstuhl gezeigt (hier und hier). Ich möchte ein aktuelles Vergleichsbild vom selben Standort vorschlagen. Die unverwüstlichen MAN-Schienenbusse wurden beim Verkehrsbetrieb Endingen durch NE81 abgelöst, ab Ende der 1990er Jahre ergänzt durch RegioShuttles. Hier erreichen VT 005 "Ihringen" und VT 505 "Bötzingen" als S5-Zug 88442 Breisach - Riegel-Malterdingen die schon von Johannes in Szene gesetzte Station (die von Burkheim ähnlich weit entfernt liegt wie von Bischoffingen). Inzwischen sind die "Schienenbusse der Jahrtausendwende" auf der Strecke auch schon wieder zur Rarität geworden, denn kurz nach der Aufnahme wurde der Verkehr auf der S5-Linie von den Talent-3-Triebwagen übernommen.

Bildmanipulation: Ein Pkw auf der Straße im Hintergrund, der am rechten Bildrand angeschnitten war, wurde wegretuschiert.

Zuletzt bearbeitet am 14.04.22, 23:31

Datum: 28.05.2021 Ort: Burkheim [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Es könnte alles so einfach sein
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 13.04.22, 12:02
In der Galerei gibt es einerseits sehr viele Bilder von der doppelstöckigen Moselbrücke in Bullay und andererseits mehrere Aufnahmen, die von der Marienburg entstanden sind (und Züge auf dem Pündericher Hangviadukt zeigen). Was es nicht gibt, sind Fotos der Bullayer Brücke von der Marienburg aus. Und dabei könnte das so einfach sein, denn vom Gastraum des Gastronomiebetriebs, der sich unmittelbar neben diesem ehemaligen Kloster an der schmalsten Stelle der Zeller Moselschleife befindet, müsste man einen guten Ausblick auf das Brückenbauwerk, die Orte Bullay und Alf sowie - etwas moselabwärts - Sankt Aldegund haben.
Nur leider ist der Gastronomiebetrieb offenbar schon seit Längerem geschlossen (zumindest in den Wintermonaten), das Gebäude ist verriegelt und nicht zugänglich. Wenn man also einen Ausblick auf die Brücke erheischen möchte, muss man sich auf ein Mäuerchen hinter besagtem Restaurantgebäude vorwagen und hat dann noch mit lästigem Bewuchs zu kämpfen. Aber immerhin sieht man soviel von der Brücke, dass der SÜWEX-Flirt des RE4112/5112 Koblenz-Saarbrücken/Luxembourg in die Lücke passt (der CFL-KISS ist weitgehend verdeckt).
Der Eigentümer der Marienburg, das Bistum Trier, plant, die Einrichtung der kirchlichen Jugendarbeit, die derzeit noch im Gebäude untergebracht ist, zu schließen und den Standort 2023 aufzugeben. Es wird ein Investor für eine Nachnutzung gesucht. Möglicherweise gibt es in diesem Zusammenhang dann einen Anlass, den Ausblick von der Marienburg auf Bullay wieder besser freizuschneiden. Allerdings findet sich zwischen der Marienburg und dem Aussichtsturm auf dem Prinzenkopf ein näher an der Brücke liegender Aussichtspunkt, von dem dieses Bild von User Hp00 entstanden ist. Der Vergleich mit dieser Aufnahme zeigt, dass neben dem DB-Bf. Bullay rege Bautätigkeit eingesetzt hat. Dort, wo sich aktuell mehrstöckige Wohngebäude erheben, lag früher der Kleinbahnhof Bullay (auch als Bullay Süd bezeichnet) der Moselbahn. Deren stattlicher Bahndamm in Richtung Zell ist heute abgetragen, lediglich direkt vor der Brücke der Moselstrecke sind noch Reste davon erkennbar.

Bildmanipulation: Ein Ast, der unten rechts ziemlich weit ins Bild ragte, musste (mangels Teleskop-Gartenschere vor Ort) elektronisch abgeschnitten werden. Als Aufnahmeort habe ich Bullay eingetragen, obwohl man sich an der Marienburg auf der Gemarkung der mehrere Kilometer moselaufwärts gelegenen Stadt Zell befindet.

Datum: 28.02.2022 Ort: Bullay [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 427,428,429 (Stadler FLIRT) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Aus zwei mach eins
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 11.04.22, 21:32
Die Pfalz war bis 1946 bayerisch, und so wurde die 1883 eröffnete Lautertalbahn zwischen Kaiserslautern (Westbf.) und Lauterecken (alter Bf.) nach den Normen einer bayerischen Sekundärbahn errichtet. Mit Haltestellen war man in der Eröffnungszeit großzügig, aber einige Haltepunkte (Kaisersmühle, Sambach, Stahlhausen-Rutsweiler, Oberweiler) waren bis zum 1. Weltkrieg aus dem Kursbuch schon wieder verschwunden. Auch die beiden Ortschaften Kaulbach und Kreimbach erhielten jeweils eine eigene Station. Während der Hp. Kaulbach günstig zum Ort lag, befand sich der Bf. Kreimbach weniger ortsnah. Bei der Modernisierung der Strecke wurde stattdessen im Jahr 2000 zwischen den beiden Stationen ein gemeinsamer Hp. Kreimbach-Kaulbach errichtet, den 643 028 "Katzweiler" und 643 019 "Wolfstein" gerade als RB 12971 in Richtung Kaiserslautern verlassen.
Ich dachte erst, dass die abseitige Lage des alten Bf. Kreimbach mit dem im Hintergrund sichtbaren Steinbruch zu tun hat. Das erwies sich aber als Irrtum, denn der Steinbruch wurde erst deutlich nach der Streckeneröffnung erschlossen. Dieser Bahnhof hieß zudem ursprünglich "Schmeis(s)bach-Kreimbach"; einen Ort Schmeißbach konnte ich auf der Landkarte nicht finden, aber offenbar wird die nahegelegene Palatia-Mälzerei auch als Schmeißbacher Mühle bezeichnet.
Der scheinbar im Nichts endende Pferdezaun unten links ist übrigens kein Photoshop-Artefakt.

Datum: 04.03.2022 Ort: Kreimbach-Kaulbach [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Von Kaiserslautern nach Lauterecken
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 08.04.22, 11:43
...fließt der nordpfälzische Fluss Lauter und hat dabei ein teilweise breites, über weite Strecken aber ziemlich enges Tal ausgebildet. Durch dieses Tal verläuft seit etwa 140 Jahren die Lautertalbahn, die aktuell (2022) hauptsächlich von Talent-Triebwagen und gelegentlich noch von 628 befahren wird. Der hier gezeigte Talent erreicht als RB 12961 Lauterecken-Grumbach - Kaiserslautern Hbf in wenigen Augenblicken den Bf. Olsbrücken, wo ein Gegenzug gekreuzt wird. Der Triebwagen passiert die Olsbrücker Neumühle, ein schön renoviertes Ensemble aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass der Schienenstrang auf Höhe der Mühle seine Farbe ändert. In der Tat wurden hier vor ein paar Jahren die Schienenoberflächen weiß gestrichen, vermutlich um die Aufheizung und das Verziehen in heißen Sommermonaten zu reduzieren. Als ich im Sommer 2020 an die Lautertalbahn kam, waren die Schienen auf bestimmten Abschnitten gleißend weiß, was für das Fotografieren nicht gerade willkommen war. Inzwischen ist das Schienenweiß zum Glück wieder etwas diskreter geworden und in hellem Weiß erstrahlt nur noch die Mühle.
Ich habe als Aufnahmeort Olsbrücken angegeben, obwohl sich der Fotostandpunkt eigentlich auf der Gemarkung von Frankelbach befindet, aber dieser Ort ist gut einen Kilometer entfernt und liegt selbst gar nicht an der Bahnstrecke.

Datum: 04.03.2022 Ort: Olsbrücken [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Wo der Neckar (ganz) hessisch ist
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 07.04.22, 01:08
Von kurz hinter Eberbach bis knapp vor Neckargemünd bildet der Neckar die Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen. Nur bei der Hirschhorner Neckarschleife gibt es südlich des Ortsteils Ersheim eine "grüne Grenze", so dass der Neckar hier ganz auf hessischem Territorium zu liegen kommt. Diesen Flussabschnitt kann man von einem Wanderweg, der am Schloss von Hirschhorn beginnt, gut einsehen und nebenher noch den Zugverkehr auf der Neckartalbahn sowie das Treiben an der Hirschhorner Schleuse beobachten. Deren oberer Vorhafen präsentiert sich gerade ohne Schiffsverkehr, als ein (ex-)Abellio-Talent als RE 19279 Mannheim-Heilbronn entlang des Prallhangs die Flussschleife durchfährt. Die Wohnbebauung von Ersheim entstand erst in der Nachkriegszeit, da es am rechten Flussufer an Baugrund mangelte; sehr viel älter ist allerdings die in diesem Umfeld etwas verloren wirkende Ersheimer Kapelle St. Nazarius und Celsus, die in Teilen bereits aus dem 14. Jahrhundert stammt.

Datum: 08.03.2022 Ort: Hirschhorn [info] Land: Hessen
BR: 442 (Bombardier Talent 2) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Im Isental
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 05.04.22, 23:07
Wenn man im Frühjahr 2022 noch 218er im regen Einsatz im Personenverkehr antreffen möchte, dann ist die Strecke von München nach Mühldorf nach wie vor eine gute Adresse. Da die Loks auf dieser Linie - abgesehen von einigen Zügen in der Hauptverkehrszeit, die als Sandwich gefahren werden - immer in Richtung Mühldorf hängen, sind fotografisch die Morgen- und Vormittagsstunden ergiebig. Da trifft es sich gut, dass sich zu dieser Tageszeit von den landwirtschaftlich genutzten Hängen beim Weiler Eppenhöning nahe Kloster Moosen nette Ausblicke ins Isental ergeben, mit der Ortslage von Dorfen (kein Dorf, sondern mit 15.000 Einwohnern die größte Stadt in der Gegend) als Hintergrund. Eine 218 in sauberem Lack ist mit RB 27021 auf dem Weg von München Ost nach Mühldorf.

Datum: 22.03.2022 Ort: Kloster Moosen [info] Land: Bayern
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Ganz hinten im Tal
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 03.04.22, 19:35
Der obere Teil des elsässischen Thurtals ist sichtbar eiszeitlich geprägt: man findet dort steile Talflanken und im Talgrund wechseln flache, teilweise morastige Wiesen mit vom Gletscher überformten Felsriegeln ab, die als kleine bewaldete Berge mitten im Tal aufragen. Durch diese Landschaft erreicht die Thurtalbahn von Mulhouse ihre Endstation Kruth, die der X73521 vor wenigen Augenblicken als TER 832809 nach Thann St-Jacques verlassen hat. Der Schlot links vom Triebwagen ist ein Rest der früheren Weberei Gros Roman, während im rechten Hintergrund der Kruther Schlossberg mit den bescheidenen Resten der Burg Wildenstein erkennbar ist, einer einstmals großen Burganlage, die im 17. Jh. zerstört wurde. Überragt wird die Szene vom 1204 m hohen Grand Ventron, über den die historische Grenze zwischen dem Elsass und Lothringen verläuft.

Datum: 05.03.2022 Ort: Oderen [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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A place to be
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 01.04.22, 13:19
Ein Ort, an dem sich Eisenbahnfreunde gern aufhalten (die Zahl der "Stecknadeln" auf RailView legt davon beredtes Zeugnis ab), ist das Talbecken des Höllenbachs zwischen Unteraschau und Otting, das von der Strecke Traunstein-Waging in einer großen Schleife ausgefahren wird. Im Frühjahr 2022 hat es endlich auch bei mir geklappt, diese 'mythische' oberbayrische Nebenbahn einmal aufzusuchen. Neben dem unumgänglichen Blick von oben am Hang auf Bahnhof und Dorf Otting ist mir unten in der Talsenke dieses schon leicht frühlingshafte Motiv mit dem Dorfblick aufgefallen. An diesem Tag hatte 628 433 der Südostbayernbahn auf der Waginger Strecke Dienst; hier nimmt er als RB27664 den Steigungsabschnitt in Richtung Kreisstadt in Angriff.

Datum: 23.03.2022 Ort: Unteraschau [info] Land: Bayern
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Da müssen nochmal die Alten ran
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 30.03.22, 20:50
Im Frühjahr standen bei den - eigentlich noch sehr neuen - südbadischen Talent-3-Zügen der SWEG Revisionsarbeiten an, so dass, um das Fahrplanangebot am Kaiserstuhl aufrecht zu erhalten, die Kunden bei einigen Umläufen nochmals mit den ex-BSB-RegioShuttle-Veteranen beglückt werden mussten. Das Gespann aus VT 006 "Gottenheim" und VT 014 "Gutach i.Br." durchfährt als Zug 88452 Breisach - Riegel-Malterdingen die winterkahle Reblandschaft bei Oberrotweil, während im Hintergrund auf dem Steinbuck das gleichnamige, schon in Bischoffingen liegende Hotel thront.

Datum: 05.02.2022 Ort: Niederrotweil [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Die neue Blick-Freiheit
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 29.03.22, 20:06
Rechtzeitig zur letzten Saison mit vollem Fernverkehr haben die Vegetationspflegetrupps der DB in großem Stil an den Böschungen entlang der Geislinger Steige den Bewuchs gelichtet, so dass vom Tiroler Felsen (nahe des Geiselstein-Hauses) Zugaufnahmen das Rohrachtal abwärts möglich sind. Allerdings täuscht der Eindruck einer Voll-Abholzung ein wenig: Die Stihl-isten haben gleisnah über weite Strecken eine Reihe dünner Büsche stehen lassen, die demnächst, wenn frisches Grün sprießt, doch in die Fahrwerke der Fahrzeuge hineinragen dürften. In der Vorfrühlingslandschaft Ende März spielte das noch keine Rolle, so dass der Blick auf IC 2265 Karlsruhe-München (der wie die meisten Fernverkehrszüge an diesem Tag deutlich verspätet daherkam) unbeeinträchtigt war.
Ich schlage hier eine Variante vor, die die Burgruine Helfenstein mit ins Bild nimmt, wodurch der Zug in die rechte Bildhälfte gerät. Wenn man auf die Burg als Bildelement verzichtet und den bei Weiler ob Helfenstein gelegenen Ödenturm am linken Bildrand platziert, lassen sich die Züge natürlich auch schön zentriert ablichten. Aber an einem so einladenden Ort wie dem Tiroler Felsen (wo an einem Samstagnachmittag auch kein Gefühl von Einsamkeit aufkommt) ist es sicher nicht schlecht, dass man dank dichten Zugverkehrs mit allen möglichen Bildvarianten experimentieren kann.

Datum: 26.03.2022 Ort: Geislingen an der Steige [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Ein ungleiches Paar
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 20.03.22, 20:33
Auf der Moselstrecke werden sowohl vierteilige Talent-2-Einheiten eingesetzt, die man bundesweit häufiger antreffen kann, als auch einige zweiteilige Fahrzeuge dieser Baureihe, die schon deutlich seltener sind. An einem späten Februar-Nachmittag rollt ein Gespann aus einer langen und einer kurzen Garnitur als RB 12121 Trier-Koblenz über die Moselbrücke zwischen dem Petersbergtunnel und dem Bf. Ediger-Eller. Der Ortsteil Ediger ist schon in den Schatten des Petersbergs getaucht, während den Ortsteil Eller noch Sonnenstrahlen erreichen.

Datum: 28.02.2022 Ort: Bremm [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 442 (Bombardier Talent 2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Alles Ansichtssache
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 19.03.22, 13:44
Je nach dem, wo man sich am Remigiusberg im Pfälzer Bergland postiert, fällt es gar nicht auf, dass diese 368 m hohe Erhebung seit 150 Jahren durch den Schotterabbau von den Seiten und von innen her "kannibalisiert" wird. Eine Stelle, von der aus der Berg intakt aussieht, findet sich bei Godelhausen, wo der zu Ehren des Kaiserslauterer Fußballers "Ottmar Walter" getaufte Talent als RB 12865 Kusel-Landstuhl durch das Glantal rollt. Auf dem Berg erkennt man links die aus dem Mittelalter stammende Kirche St. Remigius (benannt nach dem Kloster Saint-Remi in Reims) und rechts die Michelsburg, die zwar jünger als die Kirche, aber nur noch als Ruine erhalten ist. Ruinös ist auch das kleine Betriebsgebäude im Vordergrund. Laut Emich / Becker ("Die Eisenbahnen an Glan und Lauter") handelt es sich dabei um ein ehem. Schrankenwärterhäuschen, wobei bemerkenswert ist, dass der zugehörige Bahnübergang ca. 200 m weiter südlich liegt. Früher stand das Einfahr-Vorsignal des Bf. Theisbergstegen unmittelbar vor dem Gebäude. Schade, dass es - anders als ein ähnlicher Bau nördlich von Theisbergstegen - keine Nachnutzung als Wochenend-Domizil gefunden hat.

Datum: 27.02.2022 Ort: Godelhausen [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Zwangslos fotografieren in Zwingenberg
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 13.03.22, 17:27
Das prognostizierte sonnige Märzwetter veranlasste mich, mal wieder einen Bildklassiker im Neckartal, nämlich Zwingenberg anzusteuern. Wobei "mal wieder" hier bedeutet: fast 33 Jahre nach meinem letzten Besuch. Dieses Mal wollte ich in Ruhe und ohne jeden Zeitzwang das bekannte Schlossmotiv in allen möglichen Perspektiven- und Brennweiten-Varianten ausprobieren. Von der höchsten bewuchsfreien Stelle am Gegenhang (den ich beim letzten Besuch noch per Fähre erreichen musste) entstand diese Aufnahme mit S1-Zug 38128 Osterburken-Homburg (Saar) zu Füßen der spätmittelalterlichen Burganlage. Ich habe diesen Zug dem wenig später in der Gegenrichtung vorbeikommenden RegionalExpress vorgezogen, weil es die S-Bahn-Garnitur auf mehr Länge bringt und ihr Rot die Vorfrühlingsfarben eher bereichert als die Landeslackierung des RE.

Datum: 08.03.2022 Ort: Zwingenberg [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 425 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Noch ist es ein Stück bis ins Allgäu
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 12.03.22, 08:03
...aber bis an die Geislinger Steige hat es der 218-bespannte gleichnamige IC2013 auf dem Weg von Dortmund nach Oberstdorf am 9.3. immerhin - und mit moderater Verspätung von ca. 15 Minuten - schon geschafft. Auf dem kürzlich ausgeholzten Bahndamm fährt der Zug nach dem Passieren des berühmten Stegs gerade am Geislinger Friedhof vorbei, auf dem ein Gebäude im Neorenaissance-Stil auffällt. Ich ging davon aus, dass dies eine Friedhofskapelle sei; aber vor Ort erfuhr ich, dass es sich um ein Mausoleum handelt, das der Geislinger Unternehmer Daniel Straub - einer der Mitbegründer der Württembergischen Metallwarenfabrik (WMF) - für seinen früh verstorbenen Sohn errichten ließ.

Datum: 09.03.2022 Ort: Wittingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Durch die Westpfälzer Seenlandschaft
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 07.03.22, 22:16
Im Glantal gibt es zwischen Matzenbach und Rehweiler eine Wiese, die offenbar in jedem Winter und Frühjahr unter Wasser steht. Die Züge der Glantalbahn durchqueren diese temporäre 'Seenlandschaft' in sicherer Höhe auf einem Damm, so wie hier Zug 12873 auf dem Weg von Kusel nach Landstuhl. Er wird gleich am (ehem.) Bf Rehweiler anhalten, dessen schönes Empfangsgebäude unten rechts zu erkennen ist. Im Hintergrund erhebt sich der 562 m hohe Potzberg. Eigentlich müsste sich von dieser Fotostelle auch der in der Galerie mehrfach vertretene mittägliche Schotterzug vom Steinbruch Rammelsbach passend ablichten lassen; allerdings fanden meine (wenigen) Besuche im Glantal bisher immer am Wochenende statt, wenn der Schotterverkehr ruht...

Datum: 27.02.2022 Ort: Rehweiler [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Der verhinderte Anschlussbahnhof
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 06.03.22, 21:54
Die elsässische Thurtalbahn entstand in drei Etappen: Nachdem 1839 Thann erreicht worden war, baute die Compagnie de l'Est 1863 die 13 km lange Fortsetzung ins obere Thurtal nach Wesserling. Bereits zu diesem Zeitpunkt gab es Pläne für eine Vogesenüberquerung von hier ins lothringische Moseltal bei Bussang. Daraus wurde aber erst einmal nichts; stattdessen eröffneten die Reichseisenbahnen in Elsass-Lothringen im Jahr 1905 das 4 km lange Streckenstück Wesserling-Kruth. Erst in den 1930er Jahren wurden wieder Bauarbeiten für eine Verbindung vom Thur- ins Moseltal aufgenommen; diese wäre der Strecke nach Kruth bis Fellering gefolgt, um dann ins Tal von Urbès zu schwenken, hätte den Col de Bussang in einem 8287 m langen Tunnel unterquert und wäre in Saint-Maurice auf die Strecke Remiremont-Bussang getroffen. Dadurch wäre Wesserling zum Anschlussbahnhof geworden. Allerdings blieb diese Transvogesen-Strecke ein Torso und Wesserling weiterhin einfach nur der größte Bahnhof im oberen Thurtal, wo bis heute Fahrzeuge über Nacht abgestellt werden. Am Morgen des 5.3.2022 verlässt "baleine" X73556 als TER 832807 Kruth-Thann St-Jacques die Station, während sich auf dem Nebengleis X73521 'warmläuft', um sich in Kürze als Leerfahrt auf den Weg nach Kruth zu machen.
Aufgrund der Baugeschichte der oberen Thurtalbahn verfügt Wesserling über ein kurioses Empfangsgebäude: an den giebelständigen Bau der Compagnie de l'Est, der sich ähnlich auch in Willer und Saint-Amarin findet bzw. fand, wurde von den Reichseisenbahnen EL ein traufständiges Gebäude angefügt, das Buchmann / Dupuy ("Encyclopédie des Chemins de Fer d'Alsace-Lorraine", Bd. 2) dem Typenplan 2 "Vosges" zurechnen, auch wenn er gegenüber den anderen Bahnhofsgebäuden dieses Typs (z.B. im Breuschtal zwischen Mutzig und Rothau) deutliche Unterschiede aufweist. Vor 35 Jahren erlaubte der (fehlende) Bewuchs noch einen seitlicheren Blick auf dieses ästhetisch eigenwillige EG; auf diesem Bild ist zu sehen, wie es in Wesserling im April 1987 aussah.
Da beim aktuellen Foto sowohl links als auch rechts unansehnliche Bildelemente ins Motiv ragten, habe ich mich für einen fast quadratischen Beschnitt (den ich sonst eigentlich nicht so mag) entschieden. Die Eintragung des Aufnahmeorts stimmt auch nicht ganz, denn das Bahnhofsgelände liegt auf der Gemarkung von Fellering, nicht auf dem Gebiet der namensgebenden Gemeinde Husseren-Wesserling.

Zuletzt bearbeitet am 06.03.22, 22:02

Datum: 05.03.2022 Ort: Wesserling [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Schotterwüste
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 03.03.22, 23:18
Am Remigiusberg, nahe Kusel im Pfälzer Bergland gelegen, wird seit dem 19. Jahrhundert in großem Stil Basaltschotter abgebaut. Der größte Steinbruch liegt im nördlichen Teil des Bergs am Rammelsbacher Kopf; das dort gewonnene Gestein wurde - und wird bis heute - über den Bf. Rammelsbach im Kuselbachtal abgefahren. Daneben findet sich auch im südlichen Bereich der Bergkuppe ein beachtlicher Steinbruch, dessen Abbaumaterial am Bf. Theisbergstegen im Glantal gebrochen und verladen wurde. Das 1996 erschienene Buch "Die Eisenbahn an Glan und Lauter" von Hans-Joachim Emich und Rolf Becker enthält eindrucksvolle Aufnahmen vom Rangier- und Verladegeschäft in diesem einst beachtlich umfangreichen Bahnhof. Soweit ich das recherchieren konnte, entschloss sich die Basalt AG 2004 aber, die Anlagen in Theisbergstegen aufzugeben und das Gestein des südlichen Bruchs ebenfalls in Rammelsbach zu verarbeiten und zu verladen. Damit wurden die Neben- und Anschlussgleise überflüssig; die einst zwischen Glan-Münchweiler und Altenglan zweigleisige Strecke war bereits 1989 auf eingleisigen Betrieb rückgebaut worden. So präsentiert sich das Gelände des Bf Theisbergstegen heute als große Schotterwüste, auf die sich wegen des Bewuchses an der Bergflanke allerdings nur in der laublosen Jahreszeit durch ein "Guckloch" am Wanderweg hinauf zur St. Remigius-Kirche ein Blick von oben gewinnen lässt. 643 015 "Ottmar Walter" hat gerade als RE 12872 Landstuhl-Kusel die zum Hp gewordene Station von Theisbergstegen (das wie alle von der Steinbruchindustrie geprägten Orte in dieser Gegend während der letzten Jahrzehnte einen drastischen Bevölkerungsschwund verkraften musste) bedient. Der Rad- und Wanderweg, der sich zwischen Bahn und Sportplatz durchs Gelände zieht, zeichnet ziemlich genau den Verlauf der Anschlussgleise zur (verschwundenen) Verladeanlage während des letzten Betriebszustands nach. Die Bebauung am rechten Bildrand gehört zur Ortschaft Rutsweiler.

Bildmanipulation: Ein oben rechts ins Bild ragender Ast wurde elektronisch gekappt.

Datum: 27.02.2022 Ort: Theisbergstegen [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Das Moseltal von seiner schroffen Seite
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 02.03.22, 22:49
Motive von der Moselstrecke zeigen gerne lauschige Winzerorte, umgeben von einladenden Weinhängen, am liebsten in goldenen Oktoberfarben. Wenn man im Winter an der Strecke zugange ist und sich die passende Fotostelle aussucht, kann sich das Moseltal aber durchaus schroff darbieten, wie hier am Viadukt bei Eller, der gerade von einem SÜWEX-Flirt der DB und einem CFL-KISS der Baureihe 2300, unterwegs als RE4108 Koblenz-Saarbrücken-Mannheim / RE5108 Koblenz-Luxemburg, überquert wird. Die Zuggarnitur wird gleich in den 367 m langen Tunnel durch den Petersberg einfahren, auf dessen Höhe sich ein Gipfelkreuz befindet, von dem aus die Aufnahme entstanden ist. Neben den schmucklosen Anlagen des Bahnhofs Ediger-Eller ist hinter der Bahn der Höhenzug des Calmont mit seinen bekannten Weinbau-Extremsteillagen zu erkennen, durch die der (absolut besuchenswerte) Calmont-Klettersteig führt. Auf der zweiten Felsenrippe von rechts, markiert durch einen hellen Punkt (in Wirklichkeit eine Fahne), befindet sich der Aussichtspunkt Eller Todesangst, von wo Yannick im letzten Jahr diese Aufnahme gelang.

Datum: 28.02.2022 Ort: Neef [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 427,428,429 (Stadler FLIRT) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Leiharbeiterin am Kaiserstuhl
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 11.02.22, 23:31
Seit der Umstellung der Kaiserstuhlbahn auf S-Bahn-Verkehr ist das Betriebsgeschehen in Endingen durch stetes Kommen und Gehen von weiß-gelben Triebwagen geprägt. Da ist man über jede sich bietende Abwechslung froh, wie z.B. den vormittäglichen Güterzug von Breisach nach Freiburg. Nachdem dieser die Ankunft der S-Bahn von Freiburg abgewartet hat, verlässt er den Bahnhof in Richtung Riegel. Seit 2021 bestreitet die SWEG ihren Güterverkehr nur noch mit gemieteten Loks; hier ist Alstom-203 162 (ex DR-110 786) mit der Aufgabe der Zugförderung betraut.

Bildmanipulation: Ein Hobbykollege am linken Bildrand wurde wegretuschiert.

Datum: 09.02.2022 Ort: Endingen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Alstom
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Tra(i)nscanadienne
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 09.02.22, 00:03
Bei meinen Fotoaktivitäten rund um Québec-Ville habe ich mich meistens an die VIA-Reisezüge gehalten, denn deren Aufnahmen waren für mich als "Zaungast" plan- und berechenbar. Mit dem Güterverkehr ist das eine ganz andere Sache! So ist die Subdivision Drummondville der Canadian National - also die Bahnlinie, die von Charny bei Québec gen Süden in Richtung Montréal führt und auch von VIA benutzt wird - zwar die am stärksten frequentierte Strecke in der Gegend. Aber sich einfach mal ans Gleis zu stellen und zu schauen, ob (außerhalb der erwähnten VIA-Züge) was kommt, ist nicht unbedingt günstig, denn so dicht ist der Güterverkehr hier nicht. Als eine recht sichere Nummer erwies sich allerdings der CN 121, der als Double-Stack-Zug - also mit zwei Lagen Containern beladen - täglich Halifax via Montréal mit Toronto verbindet und den Rangierbahnhof Joffre in Charny immer gegen 15 Uhr verließ. Leider ist die Subdivision Drummondville in diesem Bereich kein motivlicher Brüller: erst folgt sie über viele Kilometer der Autobahn A-20 "Jean Lesage", die einen Abschnitt der Route Transcanadienne (Trans-Canada Highway) bildet, und ab Laurier-Station verläuft sie im Wald. Aber immerhin gibt es zwischen Saint-Nicolas und Saint-Apollinaire eine Straßenüberführung, von der aus man den Zug und die Infrastruktur-Bündelung gut in den Blick bekommt. Es führen GE ES44AC 2800 und die deutlich ältere GE C40-8 2122.

Bildmanipulation: Das Heck eines Pkw am linken Bildrand wurde weggestempelt. Die Kamera-Uhr war nicht auf kanadische Zeit eingestellt.

Datum: 20.09.2017 Ort: Saint-Nicolas, Québec, Kanada Land: Übersee: Nordamerika
BR: CA-ES44AC Fahrzeugeinsteller: CN
Kategorie: Zug schräg von vorn
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"Bemerkenswertes hat Laiz nichts Weiteres"
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 06.02.22, 13:13
Mit diesen Worten beschrieb - Wikipedia zufolge - ein hohenzollerischer Heimatschriftsteller 1858 den Ort, der westlich von Sigmaringen im Donautal liegt. Ob die Einwohnerschaft mit dieser Einschätzung einverstanden wäre? Zumindest gibt es die unübersehbare Pfarrkirche Peter und Paul, die spätmittelalterliche Wurzeln hat, auch wenn sie eher als Barockkirche wahrgenommen wird. Der Sakralbau bildet den Hintergrund für 612 567, der als RB-64-Zug 22997 von Albstadt-Ebingen Kurs auf Sigmaringen nimmt, von wo er als RB-55-Zug 3207 nach Ulm weiterfahren wird (der Tfz-.Führer hat die Zielanzeige schon entsprechend geändert). Was es in Laiz übrigens nicht gibt (und wohl auch nie gab), ist ein Haltepunkt, und das trotz einer Bevölkerung von über 2800 und obwohl die Züge der Zollernalb- und der Oberen Donautalbahn in unmittelbarer Nähe der Ortsmitte vorbeifahren.
Die Strecke ist in diesem Bereich am Sigmaringer Gewerbegebiet Käppeleswiesen stark nach Nordost ausgerichtet und bietet sich eigentlich für eine Umsetzung an einem Sommermorgen an. Mir sagte die Stimmung an diesem kalten Vorfrühlingstag aber so zu, dass ich die Aufnahme trotz des nicht perfekten Frontlichts auf dem Tw hier vorschlagen möchte. Ich war übrigens ziemlich erstaunt, wie bauchig das Profil des 612 aus dieser Perspektive wirkt.

Bildmanipulation: Ein unten ins Bild ragendes und stark reflektierendes Dach eines geparkten PKW wurde elektronisch weggeflext.

Datum: 24.03.2021 Ort: Sigmaringen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Warnhinweis: Bei Graffiti-Phobie nicht anschauen!
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 28.01.22, 22:10
Aufnahmen von Stellen, die mit viel Graffiti ver(un)ziert wurden, sind in der Galerie verständlicherweise nicht gern gesehen. Wenn ich es dennoch wage, ein Foto von einem arg bepinselten Ort vorzuschlagen, dann um die kürzlich von User calvin eröffnete Serie aus der frankokanadischen Metropole Montréal um ein emblematisches Motiv zu erweitern, das heute so nicht mehr machbar ist. Es zeigt F40PH 6408 mit einem VIA-Rail-Fernzug auf der Brücke über den Lachine-Kanal zwischen dem Hauptbahnhof (Gare Centrale) und dem Rangier- und Abstellbahnhof Pointe-Saint-Charles. Die Brücke wurde Anfang der 1940er im Zuge des (Aus-)Baus des Hauptbahnhofs errichtet und war bis zur Schließung des Lachine-Kanals für den Frachtschiffverkehr (1967) eine Hebebrücke; wie diese im offenen Zustand aussah, ist auf diesem historischen Bild erkennbar. Da die Nordzufahrt zur Gare Centrale durch den 5 km langen Mont-Royal-Tunnel elektrifiziert ist und die Werkstatt für die Elloks sich ursprünglich in Pointe-Saint-Charles befand, verfügte die Brücke langezeit sogar über eine Fahrleitung, die aber - ebenso wie die Hebegestelle - seit Langem abgebaut ist.
Die Drehbrücke im Vordergrund ist älter (sie stammt von 1912) und trug eine 1871 von der Grand Trunk Railway (GTR) errichtete Güterstrecke von Pointe-Saint-Charles zum Hafen (Vieux Port de Montréal) über den Lachine-Kanal. Wann diese Hafenstrecke stillgelegt wurde, konnte ich nicht herausfinden; auf dieser Aufnahme, die auf 1985 datiert ist, ist sie noch erhalten. Diese alte Aufnahme entstand übrigens aus dem links erkennbaren Stellwerk (Tour Wellington / Cape), das früher die südliche Hälfte des Hauptbahnhofs kontrollierte. Vermutlich bei der Wiedereröffnung des Lachine-Kanals für den Freizeitboot-Verkehr (2002) wurde die Brücke auf ihren Sockel gedreht und seither nicht mehr bewegt.
Dieser Fotopunkt bestand seit Mitte der 1990er Jahre, als man sich entschlossen hatte, die Rue Wellington mittels einer leicht erhöhten Brücke über den Lachine-Kanal zu leiten. Zuvor wurden der Straßen- und früher auch der Tram-Verkehr durch einen mehrröhrigen Tunnel unter dem Kanal hindurchgeführt, der nach der Schließung vor allem ein Ziel für Urbex-Fans und natürlich Graffiti-Künstler wurde. Und warum wäre das Motiv aktuell nicht mehr umzusetzen? In Montréal wird seit 2017 an einem neuen S-Bahn-System REM (Réseau Express Métropolitain) gebaut, dessen erstes Teilstück 2022 in Betrieb gehen soll, und für die REM-Strecke, die auf das Südufer des Sankt-Lorenz-Stroms führt, wurde zwischenzeitlich vor die Hafenbrücke und über die Drehbrücke ein Betonviadukt gestellt.

Die Kamera-Uhr war nicht auf kanadische Zeitzonen eingestellt; das Bild entstand am späten Nachmittag.

Datum: 25.09.2017 Ort: Montréal, Québec, Kanada Land: Übersee: Nordamerika
BR: CA-GMD F40PH-2 Fahrzeugeinsteller: VIA
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Schöner wohnen
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 25.01.22, 22:18
...kann man ohne Zweifel in den schmucken Villen, die sich am Rand der Gengenbacher Altstadt entlang der Friedrichstraße aufreihen. Und als wohnwertsteigernde Zugabe (zumindest für Eisenbahnfreunde) fahren jede Stunde mindestens 4 Züge vor dem Fenster vorbei; hier ist es ein SWEG-RegioShuttle-Pärchen als Zug 87386 auf der Fahrt von Hausach nach Bad Griesbach. Dahinter, auf dem Kastelberg ("Bergle"), thront die Jakobuskapelle aus dem 17. Jahrhundert, während im Vordergrund die Kinzig relativ geruhsam vorbeiplätschert.

Datum: 24.01.2022 Ort: Gengenbach [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: SWEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Zu früh dran
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 22.01.22, 19:11
Anfang September 2021 nutzte ich eine Autofahrt ins Rheinland, um am südlichen Abschnitt der Westerwaldbahn einen Zwischenstopp einzulegen. Dabei kam ich auch nach Niederzeuzheim. Für die klassischen Motive südlich des Bahnhofs, nämlich den Ortsblick wie in diesem Bild von MDC oder die Wegbrücke wie in dieser Aufnahme von Frank, war ich zu früh dran - also musste ein anderer Standort her, und den fand ich in Streckenkilometer 13,4 direkt am Bahnhof auf Höhe des strecken- und regionstypischen hübschen Empfangsgebäudes.
Nicht zu früh, sondern mit einer geringfügigen Verspätung und sichtbaren Emissionen beschleunigt ein HLB-LINT als RB 61707 Siegen-Limburg in Richtung Hadamar.

Datum: 02.09.2021 Ort: Niederzeuzheim [info] Land: Hessen
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: HLB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Farben-, Schatten- und Wasserspiele
geschrieben von: claus_pusch (345) am: 19.01.22, 22:44
Der Abschnitt der "ligne des horlogers" von Besançon nach Le Locle, der dem Oberlauf des Doubs folgt, ist für nette Aufnahmen immer zu gebrauchen und wird aus gutem Grund schon durch eine Reihe von Galerie-Fotos gewürdigt. Im Herbst ist die jurassische Landschaft rund um die (ehemalige) Uhrmacherstadt Morteau durch die Farbenpracht der Vegetation natürlich besonders reizvoll. Allerdings hat man in dieser Jahreszeit dort - trotz einer Höhenlage um 750 m - vormittags oft mit Nebel zu kämpfen, und die Stunden, in denen nachmittags die Sonne ins Tal gelangt, sind auch nicht unbegrenzt.
Am späten Nachmittag des 26.10.2019 gab es östlich von Morteau noch einen letzten sonnenbeschienenen Gleisabschnitt, und mit TER 18112 La Chaux-de-Fonds - Besançon-Viotte war auch noch mit einer passenden Zugbewegung zu rechnen. Ich entschloss mich, den "Baleine"-Triebwagen am südlichen Doubs-Ufer abzupassen, wo zwar schon lange Schatten in den Talgrund reichten, die aber durch die Spiegelungen im Fluss etwas entschärft wurden. Dass der Zug mit einigen Minuten Verspätung aus der benachbarten Schweiz kam, hat die Sache dann sogar noch ein bisschen spannend gemacht...

Datum: 26.10.2019 Ort: Montlebon [info] Land: Europa: Frankreich
BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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