DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!
angemeldet: -
Seiten: 2 3 4 5 6 .. 20 >
Auswahl (979):   
 
Galerie von Leon, nach Einstelldatum sortiert » zur erweiterten Suche
 
Berlin-Westend im Wandel der Zeit
geschrieben von: Leon (979) am: 26.06.22, 13:11
Bleiben wir noch einen Moment beim Einsatz der 103 nach Berlin und machen eine kleine Zeitreise: bis zur Wende präsentierte sich der Blick von der Olympischen Brücke in Berlin-Westend so: [www.drehscheibe-online.de] Ein Gleis lag damals zwischen Ruhleben und Charlottenburg, dicht an den Laubenpiepern gelegen. Vor der Wende diente es in erster Linie den Interzonenzügen von Hamburg Richtung Berlin Stadtbahn, d.h. drei bis vier Mal täglich gab es pro Richtung eine Zugbewegung. Nach der Wende kam der S-Bahn-Vorläuferverkehr dazu; es verkehrten zunächst Ferkeltaxen, später die berühmten grünen Dosto-Wendezüge mit der Baureihe 118.
Zur ersten Hälfte der 90er Jahre wurde dann auf dem Abschnitt Tabula Rasa gemacht; es verschwanden alle störenden Bäume, ein zweites Gleis sollte gelegt werden; der Fahrdraht erreichte bald von Westen die Hauptstadt. Nunmehr waren vorübergehend derartige Aufnahmen möglich: [www.drehscheibe-online.de]
Wiederum verging eine Zeit; bis die Modernisierung der Strecke abgeschlossen war: zwei Gleise lagen, mit kuriosem Oberbau und Fahrdraht. Der IR-Verkehr von und nach Schiphol oder Münster wurde aufgenommen. Der Abschnitt war bald dicht belegt, es verkehrten neben den IR-Zügen die IC-Züge von Hamburg, wahlweise mit den Baureihen 112 oder 120 - so sie nicht den Laufweg über den nördlichen Ring nach Lichtenberg nahmen. Ferner gab es Regionalverkehr mit 143, 112.0 oder 112.1. Letztgenannte Züge waren damals derart langweilig, dass im 6x6-Archiv deutlich mehr gerahmte Dias der Baureihe 103 als der Summe aller anderen Baureihen schlummerten - einem "Scheuklappenvergehen", welches man erst jetzt, 20 Jahre später eingesteht, wenn man mal eine bordeauxfarbene 143 vor Sanitär-Dostos sucht...
Wie gesagt: eine sehr bunte und interessante Zeit, diese "Nuller" Jahre. Stellvertretend für die blonden Renner sehen wir hier die 103 185 vor dem IR 2341, welchen die Lok in Bad Bentheim übernommen hat.

Die Stelle heute: die Natur hat sich die Böschung entlang der Bahn wieder zurückerobert. Dichter und hoher Bewuchs verhindert von dieser Seite der Strecke jeden Versuch.

Scan vom Fuji 6x6-Dia. Für alle "Schießscharten-Freunde": ich habe das Bild ob seiner Wirkung im quadratischen Format gelassen und wollte evtl. zu"gunsten" eines weniger monotonen Himmels den Vordergrund nicht unnötig wegschneiden.

Zuletzt bearbeitet am 26.06.22, 13:20

Datum: 27.04.2000 Ort: Berlin Olympische Brücke [info] Land: Berlin
BR: 103 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Jannowitzbrücke mal von oben
geschrieben von: Leon (979) am: 24.06.22, 15:13
Bleiben wir doch noch eine Weile im Berlin der "Nuller" Jahre. Der Draht auf der Stadtbahn hing noch nicht lange, aber das Trias-Gebäude war fertig. Bilder von der Michaelbrücke auf den Bahnhof Jannowitzbrücke sowie die Spree gibt es wie Sand am Meer. Etwas ambitionierter war hingegen dieser Blick. Drohnen gab es noch nicht, und man brauchte sie auch nicht, denn: wozu gab es Hausdächer? Schon seit einer Weile fiel mir damals eine leer stehende Ruine eines früheren Fabrikgebäudes auf. Dieses Fabrikgebäude müsste sich doch als erhöhter Standpunkt eignen. Und somit wurde das Gebäude mal konspirativ in Augenschein genommen. Es bestand aus zwei Gebäudeflügeln mit einer verschlossenen Stahltür auf der einen Seite und einem Eingang auf der anderen Seite. Man kam somit in das fensterlose Erdgeschoss und erreichte im Dämmerlicht eine Treppe ohne Geländer. Der Aufstieg war nicht ganz trivial, denn die Treppe war übersäht mit Schutt und Steinen, und es war fast stockdunkel. Also ging es immer an der Wand lang nach oben. Hier sorgten ehemalige Fenster für Licht. Man musste nun etwas vier bis fünf Etagen hochlaufen und über eine Querverbindung in den anderen Teil des Gebäudes gelangen. In den Etagen lagen olle Schlafsäcke, Decken, Müll, leere Flaschen und Kippen, d.h. das Gebäude war zumindest zweiweise bewohnt. Auf der obersten Etage gab es in einem Meter Höhe eine Luke zu einem Flachdach, durch die man sich und seine Knipse durchzwängen musste, und somit stand man auf einem ca. 10 qm großen Dach ohne jede Brüstung. Der Blick war atemberaubend, man konnte ihn weit über die Stadt schweifen lassen. Der Clou war: es ließen sich die Züge auf der Stadtbahn perfelt in Szene setzen! Fragt nicht, wie oft ich im Sommer und Herbst `98 da hochgekraxelt bin. Aber dennoch war das Motiv irgendwie verflucht, denn dieser IR 2643 von Köln, welcher hier regelmäßig aufkreuzte, hatte IMMER eine rote 103 davor! Bis es erst im Herbst mit der 103 109 klappen sollte, welche wir hier sehen.

Unvergessen ein Tag, an dem ich das Motiv aufgesucht habe - und plötzlich hinter einer Ecke, noch vor dem eigentlichen Gebäude, einem schwerbewaffneten Polizisten gegenüberstand..! Schei.., jetz´ hamse dich erwischt...! :-0 Aber der Polizist schaute genauso verdutzt wie ich. Denn: er war ein Statist! ;-) Sie haben in dem Gebäude Szenen für einen Krimi gedreht! Die Aktion endete natürlich mit einem freundlichen "Platzverweis" für mich und dem Hinweis, dass die Dreharbeiten nur wenige Tage andauern würden...;-)

Nur ein Jahr später fingen die Renovierungsarbeiten an. Heute erstahlt das Gebäude in sanierter Form mit zahlreichen, bestimmt unbezahlbaren Wohnungen am Spreeufer. Ob man da mal beim Mieter in der obersten Etage bimmeln kann uund fragen, ob man ihm aufs Dach steigen kann...? Ich hab´s nie probiert...

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia


Datum: 15.10.1998 Ort: Berlin Jannowitzbrücke [info] Land: Berlin
BR: 103 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

6 Kommentare [»]
Optionen:
 
Neulich, am S-Bahnhof Heerstraße
geschrieben von: Leon (979) am: 21.06.22, 12:57
Berlin zum Millennium. Als der Fahrdraht endlich die Hauptstadt erreichte, war man damas irgendwie scheuklappenartig auf die Baureihe 103 fixiert, welche aus allen möglichen Richtungen mit IC- oder IR-Zügen oder auch im Nachtsprung mit sehenswerten Schlaf- und Liegewagengarnituren in die Stadt kam. Kein Winkel, der nicht dokumentiert wurde, kein Hausdach entlang der Stadtbahn, welches nicht für legale oder semi-legale Fotoaktionen überprüft wurde...;-)
Unter dem Namen "Heerstraße" ist meist nur der Blick von der Heerstraßenbrücke verbucht, welcher seltsamerweise nur mit diesem einzigen Bild [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie enthalten ist - ein Fotostandpunkt, welcher schon in den 30er Jahren mit dem "Fliegenden Hamburger" veröffentlicht wurde.
Etwas ambitioniert war daher der Blick MIT dem S-Bahnhof Heerstraße und seinem repräsentativen Empfangsgebäude, direkt an der ehmaligen Paradestraße gelegen. Oberhalb der Bahntrasse wurde eine Schallschutzwand errichtet, d.h. man benötigte eine entsprechend hohe Leiter, um über diese Wand zu blicken, und musste sich danach seinen Standpunkt aussuchen, m.a.W. man kam sich vor wie ein Plakatankleber. Hatte man seinen Standpunkt gefunden, ergab sich dieser Blick auf den Bahnhof. Darüber hinaus war das Tragen einer Warnweste hifreich, um die neugierigen Blicke der Autofahrer zu beruhigen, die da im Vorbeifahren unser Treiben misstrauisch betrachteten. Höchst neugierig und letztendlich amüsiert zeigte sich die Besatzung eines Streifenwagens, welcher eines Tages neben uns anhielt und den Hintergrund für unsere Aktivitäten erfragte. Da wir nicht wirklich etwas illegales im Schilde führten, ließen sie uns gewähren. Nächstes Risiko dieses Motivs war eine just im Moment der Vorbeifahrt im Hintergrund stehende S-Bahn, aber irgendwie hat das Motiv fast immer geklappt. Nun gilt so ein Bild auch erst als abgehakt, wenn eine rot-beige 103 ins Netz ging. Stellvertretend für diese Farbgebung sehen wir hier somit die 103 218, wie sie im richtigen Moment mit ihrem IR 2549 von Hannover die Szenerie passiert.
Die Stelle heute: massiver Bewuchs am Bahndamm verhindert jeden Versuch.

Scan vom Fuji velvia 6x6-Dia

Datum: 13.06.2000 Ort: Berlin Heerstraße [info] Land: Berlin
BR: 103 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

3 Kommentare [»]
Optionen:
 
Der Kyllburger Tunnel
geschrieben von: Leon (979) am: 20.06.22, 20:49
Kommen wir noch einmal zurück zur Eifelbahn. Hier ist der 218 m lange Kyllburger Tunnel erwähnenswert, welcher mit seinem aufwändig gestalteten Portal eher an eine Festungsanlage erinnert. Bemerkenswert sind die beiden Wappenschilder unterhalb der Rundtürmchen, wleche mit den Buchstaben "R" und "E" versehen sind und auf die Rheinische Eisenbahngesellschaft als Erbauer der Strecke hinweisen.
Am frühen Vormittag des 19.05.91 erwarten wir den D 2135 von Trier nach Münster, welchen die 215 039 aus dem Tunnel heraus und vorbei an dem Stellwerk in den Bahnhof Kyllburg befördern wird, der direkt hinter uns liegt. Nach kurzem Halt geht es weiter Richtung Köln.
Vielleicht ist es Einbildung, aber ich habe die Eifel und ihre Ortschaften bei meinen Besuchen in den Jahren 1991 und 1993 als optisch recht düster erlebt. Wenn man sich Bilder genauer betrachtet, fällt eines auf: fast alle Häuser haben graue oder schwarze Dächer. Vergleiche mit Ortspanoramen aus Niedersachsen bestätigen diesen Eindruck. Dieser soll jedoch die Eindrücke der landschaftlich recht reizvollen Strecke mit seinen teilweise eher an Burgen erinnernden Bahnhofsbauten nicht schmälern..;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 19.05.1991 Ort: Kyllburg [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 215,225 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Historisch-moderne Zeiten im Südharz
geschrieben von: Leon (979) am: 19.06.22, 18:19
Noch immer präsentiert sich der kleine Ort Scharzfeld im Südharz als Hort haptischer Bahntechnik. Zwei Stellwerke sind vorhanden, in der typischen achteckigen Form gehalten. Die Ein- und Ausfahrten werden von Formsignalen gesichert, von denen die Spiegeleier der Einfahrsignale insbesondere aus östlicher Richtung etwas versteckt und nur schwer umsetzbar sind.
Noch immer ist das westliche Stellwerk neben dem Ausfahrsignal aus dem Güterbereich des Bahnhofs ein beliebtes Fotomotiv. Die „neue“ Bahn hat bereits im April 1994 ihren Einzug erhalten, als die 216 183 mit einer Garnitur aus Sanitärwagen als E 3653 am Morgen des 16.04.94 den Bahnhof von Scharzfeld erreicht. Lokbespannte Wagenzüge sollten sich hier noch einige Jahre halten, aber spätestens seit dem Millennium rollen hier nur noch Triebwagen; anfangs 628, zwischendurch Desiros und jetzt -bereits seit Jahren- 648.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 16.04.1994 Ort: Scharzfeld [info] Land: Niedersachsen
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

3 Kommentare [»]
Optionen:
 
Abends am Spreeufer
geschrieben von: Leon (979) am: 17.06.22, 21:40
Ein Motiv, welches sich nur an den ganz langen Tagen im Hochsommer lohnt, ist die Nordseite der Brücke über die Spree am Bahnhof Berlin-Jungfernheide. Dieses Motiv wurde bereits hier [www.drehscheibe-online.de] vor einigen Jahren in die Galerie aufgenommen. Damals war der eigentliche Hauptauslösepunkt von einem Baum verdeckt, welcher auf der Mittelinsel neben dem Brückenpfeiler gedeihte. Die letzten Jahre habe ich ob des Wachstums des Baumes diese Stelle im Sommer gemieden, aber in diesem Winter fielen mir umfangreiche Baumaßnahmen an dem Pfeiler auf. Diesen Maßnahmen ist auch der Baum zum Opfer gefallen. Somit hat man nunmehr einen deutlich besseren Auslöseplatz, und je länger der Abend, umso schöner die Gäste..:-) Ab 18.30 Uhr kommt die Sonne ´rum, und gegen 19.30 Uhr ergibt sich dieser Blick auf eine 140 der EGP, welche soeben mit ihrer Containerfuhre von Hamburg zum Containerterminal am Westhafen die Brücke passiert. Ist es windstill und kommt eine Zeitlang kein Boot, ergibt sich auf der Spree sogar eine leichte Spiegelung.
War anno 2016 die Uferbefestigung noch frisch gemauert, so sieht jetzt die Szenerie etwas anders aus. Graffities sind nicht mehr möglich – kein Platz mehr…;-)

Datum: 15.06.2022 Ort: Berlin Jungfernheide [info] Land: Berlin
BR: 139,140 Fahrzeugeinsteller: EGP
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 2 Punkte

3 Kommentare [»]
Optionen:
 
Mohn ist auch eine Blume
geschrieben von: Leon (979) am: 18.06.22, 19:04
Während es im Wonnemonat Mai oftmals die Rapsfelder sind, die einen begeistern, kommt der Juni eher oftmals grün in grün daher. Fotografisch eigentlich ein wenig ergiebiger Monat. Es blüht nur wenig, und für das Hobby sind wegen der hohen Sonne nur die Morgen- und Abendstunden brauchbar. Aber es gibt Ausnahmen: im Juni 2020 präsentierte sich ein Mohnfeld bei Bredow in seinen prächtigsten Farben, und somit wurde am frühen Morgen des 09.06.20 eine Fotoexkursion an die Hamburger Strecke eingelegt. Hier ist der Verkehr zwischen Nauen und Berlin recht dicht, und damals rockte die RB 10 von Nauen nach Berlin-Südkreuz mit einem Einsatz von "Sicken" der Baureihe 114 oder sogar 143. Weitere Abwechslung boten Züge mit der Baureihe 147 auf der RB 14, ODEG-Triebwagen sowie der übliche Fernverkehr; Güterzüge kamen seltsamer Weise nur recht spärlich vorbei. Und somit sehen wir hier eine Vertreterin der Baureihe 114, wie sie ihre Dosto-Garnitur farblich passend zum Vordergrund gen Berlin zieht.
In diesem Jahr wächst auf dem Feld alles - nur kein Mohn. Dank der lang anhaltenden Trockenheit kann schon fast der Begriff "Steppe" für diese Gegend im Bredower Luch herhalten.

Datum: 09.06.2020 Ort: Bredow [info] Land: Brandenburg
BR: 114 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 15 Punkte

7 Kommentare [»]
Optionen:
 
Einen Kaffee gefällig..?
geschrieben von: Leon (979) am: 16.06.22, 22:45
Die Geschichtsstunde am Südring [www.drehscheibe-online.de] greife ich mal auf und stelle eine Aufnahme vom Sommer 2018 gegenüber. Wir stehen erneut auf der Brücke der Oderstraße in Berlin-Neukölln und erwarten -wen sonst (sic!)?- den morgendlichen Kaffeezug, welcher seinerzeit ziemlich zuverlässig zwischen 6 und 7 Uhr früh hier aufkreuzte. Der Zug passiert das eine von zwei letzten Spiegeleiern im Stadtgebiet von Berlin, welches ihm Vr 2 ankündigt. Im Hintergrund sehen wir die bereits in dem anderen Bild beschriebene Brücke der Strecke zum Flughafen Tempelhof.
Zum Kaffezug: eine Zeitlang führte der Zug neben den Containern mit Rohkaffee zur Rösterei auch einige Kesselwagen mit, die für Erkner bestimmt waren und von der 298 nach der Überstellung der Container an die IGB im Treptower Güterbahnhof weiterbefördert wurden. Diese Transporte gab es aber nur vorübergehend; die Bedienung von Erkner erfolgt jetzt auf anderem Wege. Und was die Zuverlässigkeit anbelangt: der Kaffeezug erreicht derzeit zuverlässig Neukölln bereits vor sechs Uhr; die früheste Sichtung beläuft sich auf 4.15 Uhr Durchfahrt Halensee. Selbst an den „langen“ Tagen steht man daher vor der Frage, ob sich das frühe Aufstehen lohnt, oder ob man Hase und Igel spielt.


Datum: 22.08.2018 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: 298 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Die letzte Gießener Altrote
geschrieben von: Leon (979) am: 14.06.22, 10:56
Das „Himbächel“. Eines der beiden großen Viadukte der Odenwaldbahn. In der Galerie bereits mit zahlreichen Bildern aus allen möglichen Blickwinkeln vertreten. Was noch fehlt, sind die berühmten D-Züge von Frankfurt nach Stuttgart aus der Epoche IV.
Mitte März 1992 war ich mal wieder zu einem Kollegentreff im Badisch-Hessischen. Auf der Hintour hatte ich kurz Aufenthalt im Frankfurter Hauptbahnhof, und mir fiel eine altrote 216 vor dem Stuttgarter Schnellzug auf. Schnell ein paar Doku-Bilder in der Halle, bevor es weiter ging. Habe dann später von dem Fang berichtet. Die Kollegen waren völlig aus dem Häuschen – handelte es sich doch um die letzte altrote Gießener 216. Und wenn sie am Nachmittag des Vortages den letzten D-Zug nach Süden fährt, kommt sie am Folgetag mit dem ersten Zug wieder zurück. Somit war das Fotoprogramm für den frühen Vormittag des 14.03.92 klar.
Als Motiv sollte das Himbächel-Viadukt herhalten, wenigstens mit Streiflicht. Leider hat das Wetter nicht wirklich mitgespielt, und gerade in dem Moment, wo der Protagonist die Bühne betrat, war zwar etwas Schlonz-Sonne vorhanden, jedoch auch ein gleißend weißer Himmel. Ich hab´ versucht, dem Scan alles zu entlocken – das Ergebnis seht ihr hier. Ich werf´ einfach mal eine altrote Zwosechzehn ins Rennen, aufgenommen vor über 30 Jahren an einem der Motivklassiker der Odenwaldbahn.

Scan vom Fuji-100 6x6-Dia


Datum: 14.03.1992 Ort: Hetzbach [info] Land: Hessen
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Ein Lokzug auf der Stadtbahn
geschrieben von: Leon (979) am: 13.06.22, 15:16
Kennt Ihr das? Es ist "Wetter", man hat die Gelegenheit, Fotos zu machen, aber in den einschlägigen Foren ist kein besonderer Zug angesagt. Dienstende in der City am Freitag nachmittag; alle Ausfahrstraßen ins Umland mit dem üblichen Stau. Also kam die Idee: fahre antizyklisch, bleib in der Stadt! Also ging es an die Stadtbahn, zur Jannowitzbrücke - einem Motiv, welches man früher bis zum Abwinken totgeknipst hat, aber eigentlich seit Jahren nicht mehr besucht hat. Eher lustlos verging die Zeit mit ICE´s, Hamsterbacken und ODEG-Triebwagen; der einzig lokbespannte RE 1 fährt bis auf wenige Ausnahmen mit "Ostlok". Ich wollte nach 90 Minuten schon gehen, da kreuzte völlig unerwartet dieser Lokzug auf! Es führt die 232 601, dahinter die 202 483, ein Steuerwagen, dann die 155 110 und hinten dran die Buna 204. Überführung einiger Fahrzeuge der WFL nach Schöneweide zum Dampflokfest. Null Vormeldung in den einschlägigen Gruppen, aber danach wussten einige, was das für eine Fuhre war...
Schon kurios, dass dieser extrem bekannte Fotopunkt an der Stadtbahn bislang erst mit einem einzigen Bild in der Galerie vertreten ist. Und selbst im Vergleich zu dem anderen Bild aus 2013 sieht man, wie sich die Bebauung verändert hat.
Ich nehme mal als "Baureihe" die Schlusslok. Nachschuss hin oder her - der Zug fährt auf dem vorderen Gleis, und ich fand` diese Zusammenstellung einfach kurios.

Datum: 10.06.2022 Ort: Berlin Jannowitzbrücke [info] Land: Berlin
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: WFL
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

1 Kommentar [»]
Optionen:
 
Bitte ein Bit
geschrieben von: Leon (979) am: 12.06.22, 13:02
Im Rahmen eines Frühjahrsurlaubes im Badischen ging es am Pfingstsonntag für eine längere Tagestour in die Eifel. Ziel war der Abschnitt zwischen Gerolstein und Speicher, und wir wollten den ganz normalen Planbetrieb mit Trierer 215 einfangen - welche uns an dem Tag in allen drei damals vorhandenen Farbvarianten vor die Linse fuhren. Es dominierte das Ozeanblau-Beige, aber es waren an dem Tag auch noch zwei altrote Maschinen im Einsatz, welche jedoch nie perfekt im Licht kamen. Ansonten durften wir uns an die Latz-Version gewöhnen, welche heute nach über 30 Jahren wiederum einen Kult-Status genießt. Wie sich die Zeiten ändern..;-)
Hier stehen wir am Vormittag des 19.05.91 oberhalb des Bahnhofs von Bitburg-Erdorf und beobachten die Abfahrt des E 3608 auf seinem Weg von Köln nach Trier. Während auf dem Bahnsteig eine kleine Abschiedszeremonie statt findet, beobachten wir argwöhnisch am Himmel die opulente Bildung von Quellwolken, die uns für den Rest des Tages so maches Motiv versauen werden. Grund genug, hier zwei Jahre später während eines Sommerurlaubes in Daun erneut aufzukreuzen. Und nicht zuletzt haben auch die beiden Wagner-Bibeln vom Franckh-Verlag mit so manchem Motiv zur Nachfotografie herausgefordert..!;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia; von einem Film, welcher ab dem Jahr 1991 bereits seinen Schwanengesang angestimmt hat.

Datum: 19.05.1991 Ort: Bitburg-Erdorf [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 215,225 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Damals in Bödigheim
geschrieben von: Leon (979) am: 10.06.22, 20:58
Ja, die Sonne war schon ziemlich weit rum am Nachmittag des 25.05.90, als wir uns für den letzten 798 des Tages Richtung Miltenberg im Bahnhof von Bödigheim auf die Lauer gelegt haben. In erster Linie dient diese Aufnahme als Vergleich für dieses Bild [www.drehscheibe-online.de], aufgenommen am 26.03.22, über 30 Jahre später! Ich lade daher zur Detailstudie ein; Nachschuss hin oder her..;-) Man beachte auch den damals zeitgemäßen Ford Transit.
Das auf dem Vergleichsbild vom März ´22 erkennbare Schloss von Bödigheim war auch damals schon umsetzbar [www.drehscheibe-online.de] . Inwieweit da heute noch was geht, entzieht sich meiner Kenntnis.
Nach dem Bild ging es weiter, zum nächsten Motiv an die Einfahrt von Rippberg. Aber die Nummer ist bereits schon in der Galerie...;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 25.05.1990 Ort: Bödigheim [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 2 Punkte
Optionen:
 
Unterhalb der Kasselburg
geschrieben von: Leon (979) am: 11.06.22, 09:33
Von meinem Hoch(licht)sommerurlaub anno 1993 sind ja bereits einige Aufnahmen von der Eifelbahn in die Galerie gewandert. Damals konnte man vom Feriendomizil wahlweise ins Moseltal oder an die Eifelbahn aufbrechen. Somit entstand auch diese Aufnahme der 215 040, welche uns hier mit einem klassischen Eilzug von Köln nach Gerolstein unterhalb der Burgruine Kasselburg bei Pelm entgegen kommt.
Das Ziel der 215 mit ihrem E 3617 ist gleich erreicht; das rechte Gleis im Bild gehörte der Eifelquerbahn.

Den Begriff "Hochlicht" gab es damals noch nicht, die Auswirkungen schon. Ich hab´versucht, das Beste aus dem ebeso segensreichen wie verfluchten Velvia herauszuholen. Und das Motiv ist erst ein weiteres Mal in dieser Form [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie vertreten, und das ist inzwischen auch schon fast 13 Jahre her.

Scan vom 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 11.06.22, 09:36

Datum: 29.06.1993 Ort: Pelm [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 215,225 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 13 Punkte

4 Kommentare [»]
Optionen:
 
Irgendwo im Odenwald
geschrieben von: Leon (979) am: 09.06.22, 17:46
Die Strafe verjährt nicht, wenn man Kleinbilddias über 30 Jahre unbeschriftet in ihren Kästen lässt und sich dann nur auf seine handschriftlichen Aufzeichnungen verlässt… So geschehen mit den Aufnahmen auf der Strecke Miltenberg-Seckach vom 25.05.90. Da steht dann „798 im Waldeinschnitt“. Tolle Nummer...! Ich habe dann die Dias anhand der Nummern auf dem schwarzen Streifen in eine gewisse Reihenfolge gebracht und konnte die meisten Bilder auf den Bahnhöfen den Aufzeichnungen auch zuordnen, auch mithilfe von Tante Gugel. Aber bei dieser Aufnahme habe ich mir die Karten gelegt: ein einsamer 798 in einem Waldeinschnitt mit Telegrafenmasten. Was tun? Tja, wozu gibt es die Galerie?! Und da taucht tatsächlich diese Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] vom April 2016 auf, aufgenommen von einer Feldwegbrücke in einer Geraden, die der auf dem obigen Bild sehr ähnelt. Nur: wo waren all die Bäume hin..? Ein weiteres Galeriebild aus dieser Position [www.drehscheibe-online.de] gab dann anhand der Telegrafenleitungen, dem Bü, den Pfeiftafeln und den vorhandenen oder auch nicht vorhandenen Isolatoren die Gewissheit: das Bild von 1990 ist von der selben Feldwegbrücke aufgenommen wie bei der Aufnahme aus dem Jahr 2016. Also sehen wir einen 798 als N 7629 von Miltenberg nach Seckach hinter Walldürn bei Hainstadt, irgendwo im idyllischen Nichts des östlichen Odenwaldes.

Detektivischer Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia


Datum: 25.05.1990 Ort: Hainstadt [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 8 Punkte

4 Kommentare [»]
Optionen:
 
Damals in Rippberg
geschrieben von: Leon (979) am: 08.06.22, 17:22
In der Galerie sind zwei sehr ansprechende Aufnahmen vom Bahnhof Rippberg vorhanden, gelegen an der Strecke von Miltenberg nach Seckach. Eine der Aufnahmen zeigt die historische Ansicht aus dem Jahr 1987, die andere eine etwas neuere Ansicht aus der Gegenrichtung, aber auch schon vom Juli 2007. Genau diese Ansicht [www.drehscheibe-online.de] stelle ich hiermit einer Aufnahme vom Mai 1990 gegenüber: damals waren auf der Madonnenlandbahn noch überwiegend Schienenbusse unterwegs, zusammen mit einigen lokbespannten Zügen mit der Baureihe 211.

Nachdem wir am 25.05.90 den 795 im Weschnitztal verarbeitet hatten, ging es rüber an die Strecke von Miltenberg nach Seckach, denn dort sollten die Schienenbusse auch nicht mehr lange im Einsatz sein. Nach diversen Fotos einer Silberling-Garnitur mit ozeanblau-beiger 211 sowie solo fahrenden 798 endete der Tag mit einer Aufnahme im durchgeschalteten Bahnhof von Rippberg – eigentlich dem bekanntesten Motiv der Strecke. Am östlichen Bahnhofsende befand sich eine Formsignalgruppe, und dahinter ein Kirchturm. Und es kam natürlich, wie es kommen musste: Quellis und Sonne wechselten sich ab, und zur Ankunft des bereits ab Bödigheim verfolgten 798 kam natürlich eine kleine Wolke und machte dem Kirchturm das Licht aus! Wir sind während des Haltes des Schienenbusses an das andere Ende des Bahnhofs gehetzt, in der Hoffnung, wenigstens nunmehr die Szenerie komplett in der Sonne einzufangen. Keine Zeit, irgendeine Leiter aufzubauen, und somit sehen wir aus der „gewöhnlichen“ Perspektive den 798, wie er den Bahnhof von Rippberg verlässt.
Rippberg heute: nur noch ein Gleis liegt dort. Signale, alte Bahnsteige und Lampen, Spannwerke - alles Geschichte. Und auch der 628 ist auf dieser Strecke inzwischen längst verschwunden.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia


Datum: 25.05.1990 Ort: Rippberg [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte

4 Kommentare [»]
Optionen:
 
Bundesbahn-Feeling im Weschnitztal
geschrieben von: Leon (979) am: 07.06.22, 11:49
Soeben wurde ein Bild des 795 240 aus dem Weschnitztal in die Galerie aufgenommen. Anlässlich des BDEF-Verbandstages Ende Mai 1990 war u.a. der Museums-Vertreter der einmotorigen Schienenbusse zwischen Weinheim und Fürth/ Odenwald unterwegs. Nach der Aufnahme zwischen Birkenau und Reisen ging es hinterher nach Lörzenbach-Fahrenbach, wo wir den Triebwagen kurz vor seinem Endbahnhof erneut erwischt haben. Hier kommt er uns infolge der Vielzahl ungesicherter Bahnübergänge laut pfeifend entgegen und wird in wenigen Augenblicken den Bahnhof von Fürth/ Odenwald mit seinem sehenswerten Empfangsgebäude erreichen.
Der Schienenbus wurde nach seiner Ausmusterung im August 1979 im Jahr 1985 für das 150. Jubiläum der deutschen Eisenbahnen aufgearbeitet und war nach seiner fast zehnjährigen aktiven Zeit als Museumsfahrzeug lange Zeit im DB-Museum Koblenz ausgestellt, hat aber mittlerweile seinen Platz in der Außenstelle Lichtenfels gefunden.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia.

P.S. der Fluch der Festbrennweite: Wolke durchsäbeln und somit unten mehr Platz? Zoom-Objektive waren damals im Kleinbildformat qualitativ leider unterirdisch...:-(

Zuletzt bearbeitet am 07.06.22, 11:50

Datum: 25.05.1990 Ort: Lörzenbach-Fahrenbach [info] Land: Hessen
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 8 Punkte

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Ein seltener Gast im Weschnitztal
geschrieben von: Leon (979) am: 06.06.22, 17:31
Erinnerungen an den BDEF-Verbandstag 1990 in Heidelberg. Über das Himmelfahrtswochenende sah das Programm verschiedene Sonderfahrten in der Region Heidelberg vor: im Neckartal war die E 44 002 unterwegs, im Odenwald die 01 1066, und im Weschnitztal war der 795 240 im Einsatz. Grund genug, ein Treffen mit Hobbyfreunden aus dem Nordbadischen mit diesen Sonderfahrten zu verbinden.
Am 25.05.90 gab es eine Tour mit dem 795 240 von Weinheim nach Fürth und zurück. Der 795 gehörte damals dem DB Museum und befand sich in der Obhut der BSW-Gruppe Rhein-Neckar im Bw Mannheim. Für die Tour nach Fürth wurde zwischen Birkenau und Reisen Position bezogen, und wie sich die Vegetation seitdem geändert hat, kann man auf dieser inzwischen auch schon acht Jahre alten Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] erkennen.
Nach dieser Aufnahme gab es ein weiteres Foto hinter Mörlenbach, bevor anschließend das fotografische "Gemetzel" im fotogenen Endbahnhof Fürth folgte.
Der Rest des Tages gehörte dem Planverkehr im Odenwald und Neckartal.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia - und unten ist nicht mehr Platz...:-(

Datum: 25.05.1990 Ort: Reisen [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

1 Kommentar [»]
Optionen:
 
Bad Lauterberg mal anders herum
geschrieben von: Leon (979) am: 03.06.22, 19:29
Der Bahnhof von Bad Lauterberg im Südharz war bereits desöfteren Thema in der Galerie, und somit durfte ein Besuch bei unserer Frühjahrstour anno 1989 nicht fehlen! Damals zweigte eine eingleisige Strecke in Scharzfeld nach Bad Lauterberg ab, welche bis zum Anfang der 90er Jahre auch im Güterverkehr betrieben wurde. Diese führte früher bis vor die Tore von St. Andreasberg, wurde aber später bis zum Bahnhof Odertal verkürzt, am Fuße der gleichnamigen Odertalsperre gelegen.
Schlussendlich endeten die Züge im Bahnhof von Bad Lauterberg mit seinem schmucken Fachwerk-Empfangsgebäude. Wir sehen am 30.04.89 den 515 512, wie er soeben als Leertriebwagen eingetroffen ist und für die Rückfahrt als E 6716 nach Northeim bereit steht. Im Hintergrund ist noch die Formsignal-gesicherte Einfahrt zu sehen. Der E 6716 wird sich auf der Rückfahrt ab Scharzfeld mit dem 515 513 vereinigen, welcher als E 6718 von Walkenried kommt.
Wer heute mit der Bahn nach Bad Lauterberg reist, muss in dem vor einigen Jahren im Ortsteil Barbis gelegenen Haltepunkt an der Strecke Richtung Walkenried/ Nordhausen aussteigen und von dort den Bus zum eigentlichen Kurort Bad Lauterberg nehmen. Die ehemalige Bahntrasse ist in Teilen durch eine neue Ortsumgehung überbaut.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia


Datum: 30.04.1989 Ort: Bad Lauterberg [info] Land: Niedersachsen
BR: 515 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

3 Kommentare [»]
Optionen:
 
Einmal umdrehen, bitte
geschrieben von: Leon (979) am: 02.06.22, 21:44
So, wir nehmen mal diesen sehr ansprechenden Blick [www.drehscheibe-online.de] und drehen uns auf der Brücke einfach um: wir sehen hier den Streckenverlauf der Sollingstrecke Richtung Uslar. Der 515 512 ist soeben im Bahnhof von Volpriehausen als E 6915 von Bodenfelde nach Northeim abgefahren und rollt fast lautlos unter der Brücke hindurch. Der Bahnhof präsentiert sich in durchgeschalteter Form, und wir sehen weit im Hintergrund eine weitere interessante Steinbrücke, mit und von welcher ebenfalls recht brauchbare Fotos möglich waren.
Nach unserem Urlaub Ende April/ Anfang Mai 1989 ging es über den 20./21.05.89 gleich wieder in den Harz und den Solling, bevor am 27.05.89 das Finale statt finden sollte. Akkus im Harz und Solling - über 30 Jahre ist das schon wieder her...:-(

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 21.05.1989 Ort: Volpriehausen [info] Land: Niedersachsen
BR: 515 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Abendliche Sollingstrecke bei Berwartshausen
geschrieben von: Leon (979) am: 01.06.22, 13:12
Der Blick vom Damm der Autobahnbrücke bei Berwartshausen auf die Sollingstrecke lässt sich auch zu späterer Jahreszeit gut umsetzen: Während wir hier eine Aufnahme aus dem März 1984 sehen [www.drehscheibe-online.de], stehen wir am Abend des 03.05.89 auf der anderen Seite der Strecke und beobachten in der Rapsblüte ebenfalls einen solo fahrenden Akku, wie er als E 6740 von Bad Lauterberg nach Bodenfelde am Betrachter vorbeisurrt. Im Sumpf der untergehenden Sonne sehen wir im Hintergrund die Ausläufer der Ortschaft Northeim. Hier konnten die im Südharz eingesetzten Speichertriebwagen regelmäßig an ihre Ladestation andocken, bevor es wieder auf ihre fast lautlose Reise gen Solling oder Harz ging.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 03.05.1989 Ort: Berwartshausen [info] Land: Niedersachsen
BR: 515 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 14 Punkte

6 Kommentare [»]
Optionen:
 
Der letzte rote Akku im Harz
geschrieben von: Leon (979) am: 31.05.22, 18:30
Er war immer eine besondere Herausforderung – der letzte rote Akku des Bw Hildesheim! Einer recht großen Einsatzflotte an ozeanblau-beigen 515 stand seit Ende der 80er Jahre nur noch der 515 622 als letzter Vertreter der altroten Farbgebung gegenüber. Demzufolge war die Freude groß, dass uns dieses Exemplar am späten Mittag des 02.05.89 ebenso unerwartet wie erhofft in Herzberg über den Weg lief, nachdem er vorher tagelang im Bw Northeim herumstand. Wir sind diesem Triebwagen für den Rest des Tages „treu“ geblieben und haben uns an seine Fersen geheftet. Das Programm sah eine Tour von Herzberg über Seesen nach Derneburg und zurück bis Seesen vor. Nachdem zwei Motive in Osterode und Gittelde eher in flüchtiger „Verfolgermanier“ abgehakt wurden, ging es hinter Seesen etwas gründlicher vor. Fündig wurden wir am Einfahrsignal von Bornhausen, wo sich eine Kurve mit Telegrafenmasten und Ortskulisse als Motiv anbot. Das Thema „Seitenlicht“ spielte damals noch keine wirkliche Rolle; wir waren froh, das Fahrzeug zum Ende seiner Einsatzzeit in Hildesheim in einem ansprechenden Umfeld erwischen zu können. Und somit rollt hier dieses Gefährt am recht dunstigen Nachmittag des 02.05.89 an uns vorüber.
Natürlich ging die Verfolgung danach weiter, aber entweder verdarben Quellwolken das Bild, oder wir haben nicht die „richtigen“ Stellen gefunden. Lediglich bei der Einfahrt in Seesen gelang dann am Stellwerk am Bahnsteigende noch ein brauchbares Foto.
Bornhausen heute: während zwischen Derneburg und Bornum die Strecke noch im Güterverkehr befahren wird, ist das Gleis hinter Bornum bis Seesen abgebaut und in einigen Abschnitten selbst über Google Earth kaum auszumachen. Insbesondere in Bornhausen ist der Streckenverlauf nur noch in Fragmenten erahnbar.
Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 02.05.1989 Ort: Bornhausen [info] Land: Niedersachsen
BR: 515 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Damals in Uslar
geschrieben von: Leon (979) am: 30.05.22, 12:22
Uslar heute: ein Bahnhofsgebäude, welches für kulturelle Zwecke genutzt wird und sich weiterhin noch gut gepflegt präsentiert. Zwei Gleise liegen hier noch, und auf dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] ist der Zustand des Jahres 2011 zu erkennen.
Uslar damals: auf unserem Harz- und Sollingurlaub anno 1989 waren wir mehrmals am Bahnhof Uslar, und während wir hier [www.drehscheibe-online.de] die vormittägliche Ansicht sehen, zeigt dieser Galerievorschlag die nachmittägliche Seite, aufgenommen nur zwei Tage nach der Version mit dem 515: kein Güterwagen stört die Bahnhofsansicht, und es erhält Einfahrt der E 6918 von Bad Lauterberg nach Altenbeken, bespannt mit der 216 166. Ein ABnb, ein Bnb, ein BDms und ein ABm - typischer kann ein Eilzug der Epoche IV nicht aussehen...;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 31.05.22, 12:29

Datum: 03.05.1989 Ort: Uslar [info] Land: Niedersachsen
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Ein Dreibein in Scharzfeld
geschrieben von: Leon (979) am: 29.05.22, 14:53
Es gibt Züge, welche man nur am Rande wahrnimmt - und oft zu unrecht, wie sich im nachhinein meist herausstellt. Hierzu gehörte die regelmäßige Übergabe von Herzberg nach Bad Lauterberg und zurück. Oft gesehen, fast nie fotografiert. Während der Bahnhof von Bad Lauterberg aus allen möglichen Himmelsrichtungen mit Akkus und Dieseltriebwagen verewigt wurde, störten dort häufig die Güterwagen, welche mitunter den optimalen Blick auf den Bahnhof verdarben. Daher war man eigentlich immer froh, wenn nicht irgendwelche Gbs im Bild herumstanden - anstatt mal einen Schwenk zum Güterverkehr zu machen, hatte man scheuklappenartig nur die Triebwagen im Blick. Und schwupps - waren die Verkehre beendet, die Strecke stillgelegt und mittlerweile abgebaut.
Ein einziges Bild ist in der Sammlung von dieser Übergabe vorhanden, und dies als absoluter Beifang: im Herbst 1990, ein knappes Jahr nach der Wende, galt die Aufmerksamkeit den nunmehr im Südharz eingesetzten Lokomotiven der DR-Baureihe 114 vor Reichsbahngarnituren; von den Babelsberger Dicken war zunächst noch keine Rede. Und während diese Aufnahme von Johannes [www.drehscheibe-online.de] die Hinleistung zeigt, kam mir am 18.10.90 im Bahnhof von Scharzfeld die Rückleistung von Bad Lauterberg entgegen; im Einsatz die 365 839. Dies nur wenige Minuten vor einem Eilzug aus Nordhausen, den eine Reichsbahn-114 am Haken hatte. Nach der Aufnahme der V 60 dann der Gedanke: ja, da war noch was...;-) Und heute? Einsätze von Dreibeinen im Streckendienst haben Seltenheitswert...

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia, weniger gelb

Zuletzt bearbeitet am 29.05.22, 14:55

Datum: 18.10.1990 Ort: Scharzfeld [info] Land: Niedersachsen
BR: 360-365 (alle V60-West) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

1 Kommentar [»]
Optionen:
 
Doppeltraktion in Epoche VI
geschrieben von: Leon (979) am: 26.05.22, 20:14
Johannes hat mit dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] auf den seinerzeit noch sehr umfangreichen Güterverkehr auf der Strecke von Northeim über Herzberg nach Ellrich hingewiesen. Wie bereits berichtet, liefen auf Grund der Osterhagener Rampe die Güterzüge recht häufig in Doppeltraktion. Zu Dieselzeiten kam anfangs die Baureihe 218 zum Einsatz, später in der Regel die 216, bei Last mit 216 plus 212 - oder auch mit 2 x 212. Nach der Wende gab es zum späten Mittag einen Güterzug von Göttingen, welcher planmäßig mit zwei Babelsberger Dicken bespannt wurde. Der Güterverkehr wurde jedoch seit der Sanierung der Strecke über Arenshausen/ Eichenberg sehr schnell bedeutungslos, und heute gibt es auf dieser Strecke neben gelegentlichen Leer-Holzzügen nach Herzberg planmäßig nur noch samstags und mittwochs einen Dolomitzug von Scharzfeld nach Bitterfeld. Dieser Zug wurde anfangs mit ex-Reichsbahn-V 100 der Regionalbahn Bitterfeld bespannt, später durch die ITL, bevor Captrain diese Leistung übernommen hat. Captrain setzt vor dem Zug wahlweise zwei G1206 oder eine Diesel-Traxx ein.
Am 14.04.20 war der Zug arg verspätet, und die Aufnahme entstand eher aus Zufall. Ich kam am Bahnhof von Scharzfeld vorbei und sah den Zug dort abfahrbereit stehen. Kurzer Plausch mit dem Stellwerker, und der Fotostandort war abgenickt. Der Himmel Richtung Walkenried war vielversprechend, und bei Bad Sachsa befand sich seinerzeit eine Baustelle mit eingleisigem Betrieb. So entstand die hastige Idee, den Zug zu verfolgen. Leider erwies sich die Idee zwar als im Nachhinein erfolgreich - aber wurde böse bezahlt: kopflos, wie man war, hastete man nach dem letzten Wagen wieder über die Gleise - und denkt nicht an die im Gras versteckten Drähte des Einfahrsignals aus östlicher Richtung...! Natürlich wurde eine "Sonne geschossen", und die Knipse landete mit mehreren Blessuren auf einer Schotterfläche - aber sie funktionierte noch! Dass ich mir das Knie aufgeschlagen habe und die Jeans im Ar...war - geschenkt! In Walkenried war der Zug eingeholt, der Sonnengott war gnädig, das Bild im Sack...! Opfer müssen gebracht werden..! :-)

Zum Bild: o.k., sehr seitliche Sonne, die aber die Szene recht plastisch erscheinen lässt. Ich lade zum Vergleich mit der Aufnahme von Johannes ein!
Neben dem Stellwerk wurde vor einigen Jahren ein fieser Funkmast errichtet, der die Szene ziemlich versaut. Aber wir leben ja im digitalen Zeitalter...:-)



Datum: 14.04.2020 Ort: Scharzfeld [info] Land: Niedersachsen
BR: 271,277 (alle Vossloh-Mittelführerstandsloks) Fahrzeugeinsteller: Captrain
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 1 Punkt

5 Kommentare [»]
Optionen:
 
V100-Doppel in Herzberg
geschrieben von: Leon (979) am: 27.05.22, 10:16
Bleiben wir noch einen Moment beim Güterverkehr im Südharz - einst und jetzt. Es gibt Motive, welche nicht oft genug gezeigt werden könen..;-) Hierzu zählt die Ausfahrt aus Herzberg, mit dem Harz im Hintergrund. Die Galerie enthält mit dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] bereits eine sehr ansprechende Version dieses Motives mit einem Güterzug, und nur 18 Tage vorher entstand im Rahmen unserer Harz-Tour am 01.05.89 von der gleichen Stelle die Aufnahme des Doppels aus den Göttinger 212 025 und 212 010 vor dem Güterzug 63351 Richtung Northeim. Interessant, wie sehr sich die Vegetation binnen 18 Tagen geändert hat! Und ich lade zur Detailstudie des Güterzuges ein.
Kurz zur Entstehungsgeschichte: wir hatten diesen Güterzug anfangs gar nicht auf dem Schirm, weil sich bereits einige Stunden vorher ein Güterzug mit den selben Lokomotiven in Herzberg auf den Weg in westliche Richtung gemacht hat. Wir trudelten nach einer mittäglichen Foto-Session in Walkenried in Herzberg ein und sahen den Zug zur Ausfahrt bereit stehen. Auf die Frage, wann es denn losgeht, kam die Antwort: in wenigen Augenblicken. Und los ging der Sprint zum Auto, anschließend die Hetztour den Feldweg parallel zur Strecke, Vollbremsung, den Hang zur Brücke hoch und hinter dem Geländer parallel zur Straße zum Standpunkt gewetzt. Die beiden 212 waren da schon am Dröhnen; wieder eines dieser "just-in-time-Bilder". Noch heute erzählen wir uns von dieser Aktion, zumal Bilder von 212 vor Güterzügen in meinem Diabestand recht überschaubar sind...nach dem Motto: "weißt du noch, damals in Herzberg...?" :-)

Der Blick heute: kaum wahrnehmbar liegen zwei Gleise in einem engen, baumbegrenzten Einschnitt.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 01.05.1989 Ort: Herzberg [info] Land: Niedersachsen
BR: 211,212,214 (alle V100-West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

1 Kommentar [»]
Optionen:
 
Selbstverpflegung am Stellwerk Wo
geschrieben von: Leon (979) am: 24.05.22, 11:36
Idyllische Bundesbahnzeit! Der Endpunkt der KBS 245 Northeim-Walkenried. Nur Güterzüge fuhren über die Grenze nach Ellrich, um ihre Fracht einer volkseigenen Diesellok anzuvertrauen. Legendär das "Elefantentor", welches sich nur kurz vor der Ankunft eines Zuges aus Richtung Walkenried öffnete. Für den Reisezugverkehr war in Walkenried Schluss, und der vor kurzem von Johannes gezeigte Bahnübergang wurde nur von den Güterzügen oder aber beim Richtungswechsel eines lokbespannten Reisezuges passiert. Das Stellwerk Wo war in seinem Baustil typisch für die Strecke im Südharz; heute finden sich an dieser Strecke nur noch in Scharzfeld und Niedersachswerfen Stellwerke in der gleichen oder ähnlichen Bauform. Die Stellwerke von Katlenburg und Osterhagen - längst Geschichte, wie auch das idyllische Stellwerk Wo in Walkenried mit seinem Gemüsebeet davor - und nicht zu vergessen das weitere Stellwerk in Walkenried an der Westausfahrt.
Am 17.06.88 ist die 216 069 mit ihrem Eilzug in Walkenried angekommen und setzt soeben um. Wenig später geht es in westliche Richtung wieder gen Northeim.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 17.06.1988 Ort: Walkenried [info] Land: Niedersachsen
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

1 Kommentar [»]
Optionen:
 
Der Blick auf Bad Sachsa
geschrieben von: Leon (979) am: 23.05.22, 22:48
Bleiben wir noch einen Moment in dem heilklimatischen Kurort Bad Sachsa im Südharz. In den 70er und 80er Jahren überrollt von Berlinern, welche sich dort wie in vielen anderen grenznahen Regionen eine Ferienwohnung zugelegt haben - ein Phänomen, welches damals häufig in der Lüneburger Heide, im Harz oder im Fichtelgebirge zu beobachten war. Beliebte Regionen kurz hinter der "Zonengrenze". Heute ist die Generation der damaligen Wohnungskäufer leider meist nicht mehr leibhaftig, die Wohnungen wurden hin und wieder der nachfolgenden Generation vermacht oder anderweitig verkauft. Seit der Wende sind die Immobilienpreise heftig gefallen; einige Regionen verkamen vom damals geförderten "Zonenrandgebiet" zum Gesäß der Welt. Die Zahl der Geschäftsaufgaben nahm beängstigende Ausmaße an, und auch der Ort Bad Sachsa leidet unter dem zunehmenden Touristenschwund. Mittlerweile bemüht man sich überall im Harz durch neue attraktive Angebote, wobei Orte wie Wernigerode eine enorme Strahlkraft haben, andere wie z.B. Braunlage hoffnungslos hinten runterfallen, trotz der immer wieder beeindruckenden Seilbahn auf den Wurmberg.
Nun, diesen Berg sehen wir vom Sachsenstein nicht, sondern wir blicken auf das Ortsbild von Bad Sachsa und den dahinterliegenden Ravensberg. Noch immer regiert die Baureihe 216 vor den mittlerweile mintfarbenen Wagengarnituren, mit einem bemerkenswerten Intermezzo der Baureihe V180/118/228 von 1993 bis 1995! Die Babelsberger Dicken waren auch der Grund für die Fototour am 03.05.95, aber hier sehen wir die 216 176 mit ihrem E 3683, wie sie in wenigen Augenblicken die Senkstelle am Sachsenstein passieren wird und ihr Tempo merklich drosselt.
Der Bahndamm ist mittlerweile restlos zugewachsen, und von der Baureihenvielfalt des Jahres 1995 -geschweige denn früherer Jahre- ist nichts mehr übrig. Die Baureihe 648 besorgt den Gesamtverkehr, und Auflockerung bieten nur die wenigen Güterzüge zum Dolomitwerk Scharzfeld.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 03.05.1995 Ort: Bad Sachsa [info] Land: Niedersachsen
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte
Optionen:
 
An der Schmiedekindsmühle
geschrieben von: Leon (979) am: 20.05.22, 09:04
Bekannter Blick - anderer Zug, andere Jahreszeit! Im Rahmen unseres Kurzurlaubes über den 01. Mai 1989 haben wir an mehreren Tagen im Harz und Solling so viele Motive wie möglich "eingesammelt", wahlweise mit Triebwagen oder lokbespannten Zügen. So auch an der Schmiedekindsmühle, zwischen Barbis und Bartolfelde gelegen. Wir sehen links im Bild die ehemalige Blockstelle Bartolfelde, und die Szenerie wird belebt durch den E 6917 nach Walkenried, bespannt mit einer der "ewigen" ozeanblau-beigen 216 des Bw Braunschweig.
Eine weitere 216 wird diesem Zug mit einem Güterzug von Herzberg gen Ellrich folgen. Vor wenigen Jahren war hier vor den Güterzügen noch die Baureihe 218 im Einsatz, teilweise mit Vorspann durch eine weitere 218 oder 212. Aber Ende der 80er Jahre reichte die 216 für diese Züge aus. Längst vorbei die Zeiten, an denen hier Ottbergener 44 oder Lehrter 50 die Osterhagener Rampe hochgekrochen sind...

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 29.04.1989 Ort: Barbis [info] Land: Niedersachsen
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 15 Punkte

5 Kommentare [»]
Optionen:
 
Ankunft in Bad Sachsa
geschrieben von: Leon (979) am: 19.05.22, 21:38
Bleiben wir noch einen Moment auf der damaligen KBS 245 von Northeim nach Walkenried. Auch nach dem Ende der -wenn auch nur wenigen- 613-Einsätze im Südharz war der Verkehr dennoch attraktiv; es wechselten Hildesheimer Akkus mit Braunschweiger 216, und nach Bad Lauterberg waren auch 614 oder Quadratschädel im Einsatz. Die Loks der Baureihe 216 waren jedoch zum Ende der 80er Jahre bis auf vielleicht zwei oder drei altrote Maschinen komplett ozeanblau/beige, bevor später die ersten orientroten Vertreter dieser Baureihe auftauchten. Eine der zahlreichen Maschinen in ozeanblau/beige hat am Morgen des 29.04.89 mit ihrem E 6719 soeben den Bahnhof von Bad Sachsa erreicht, einem heilklimatischen Kurort im Südharz - und letzter Bahnhof vor dem Endpunkt in Walkenried.
Der Bahnhof wurde früher aus Richtung Walkenried noch von einem Form-Deckungssignal gesichert, welches notwendig war, damit die Reisenden einen sicheren Zugang von und zum Zug Richtung Walkenried hatten - denn dieser führte über das vordere Gleis Richtung Herzberg. Inzwischen wurde der Bahnhof umfassend modernisiert, und für die Züge Richtung Nordhausen wurde hundert Meter weiter ein neuer Bahnsteig errichtet.
Damals konnte man noch in einem Silberling oder einem -yl-Wagen reisen und das Gepäck in einem MDyg verladen lassen. Heute verkehren Lint 41 im Stundentakt, nach einem früheren Intermezzo der Baureihe 628, gefolgt vom Desiro.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 29.04.1989 Ort: Bad Sachsa [info] Land: Niedersachsen
BR: 216 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

4 Kommentare [»]
Optionen:
 
Veteranentreffen in Sternhaus-Haferfeld
geschrieben von: Leon (979) am: 18.05.22, 20:35
Zur Zeit geht ja der Abschied der Mallet-Lok 99 5906 durch alle Medien. In der Galerie ist ja die Lok auch bereits mit zahlreichen Bildern vertreten. Erinnern wir uns daher an eine Zeit, in der die Lok noch im "ganz normalen" Plandienst im Selketal eingesetzt wurde. Eine Fototour führte uns einige Monate vor der Wende in den Harz, und meistens wurde bei derartigen Touren ab dem Nachmittag das Selketal angesteuert, da dann die Züge ab Gernrode besonders gut ins Licht fuhren. So auch am Nachmittag des schneelosen 11.02.1989: wir erwarten an dem recht bekannten Bahnübergang am Haltepunkt Sternhaus-Haferfeld den Zug aus Gernrode, welcher an diesem Tag mit der 99 5906 bespannt wurde. Das Treffen mit dem Fahrzeug aus Zwickauer Produktion war damals alltäglich.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 11.02.1989 Ort: Sternhaus-Haferfeld [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

3 Kommentare [»]
Optionen:
 
Walkenried mal anders
geschrieben von: Leon (979) am: 17.05.22, 20:35
Walkeried im Südharz. Den damaligen Endpunkt der KBS 245 kennen bestimmt einige unter uns, und diverse Bilder aus diesem Bahnhof sind bereits in die Galerie gewandert. Diese Aufnahme ist in vielerlei Hinsicht historisch: eine mehrtägige Fototour hat uns im Frühjahr 1989 in den Südharz verschlagen. Ziel war die Dokumentation der letzten Akku-Einsätze, ferner der ganz normale Diesel-Alltag zwischen Solling und Harz. Am Morgen des 29.04.89 führte der Weg zum Bäcker am Bahnhof von Walkenried vorbei. Der 515 512 stand dort und wartete als E 6718 auf Fahrgäste Richtung Herzberg und Northeim. Walkenried wurde damals noch im Güterverkehr bedient und besaß bis Ende der 80er Jahre eine eigene Bahnhofs-Köf, welche u.a. den Verschub ins nahe Bad Sachsa bewerkstelligte. Ob damals noch der Culemeyer-Berieb zum nahen Gipswerk bestand, entzieht sich meiner Kenntnis, aber als Stippi hab´ ich das in den frühen 80ern noch beobachtet. In der Ferne grüßt das Berghotel Ravensberg sowie der markante Turm, welcher während des Kalten Krieges als Funkabhöranlage diente und später von der Deutschen Telekom genutzt wurde.
Walkenried heute: der Güterschuppen hinter dem Akku ist abgerissen, ferner fast alle Nebengleise. Die Formsignale sind längst verschwunden, das Bahnhofsgebäude ist in Privatbesitz. Ein paar Meter weiter wurden neue Bahnsteige errichtet, ferner ein kleines Bahnhofsgebäude für den Fahrkartenverkauf. Heute halten dort Triebwagen der Baureihe 648 auf ihrem Weg von Northeim nach Nordhausen; die Strecke firmiert unter der KBS 357. Dass wenige Monate nach unserem Kurzurlaub das Leben in Deutschland auf links gedreht wurde und kurz danach bereits die ersten Zugverbindungen nach "drüben" eingerichtet wurden, ahnte Ende April ´89 noch niemand von uns...

Scan vom Fuji 100 Kleinbilddia

Datum: 29.04.1989 Ort: Walkenried [info] Land: Niedersachsen
BR: 515 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Blick auf den Bahnhof von Malente
geschrieben von: Leon (979) am: 16.05.22, 08:44
Bleiben wir noch einen Moment in Norddeutschland und kommen wir zur Holsteinischen Schweiz. Bereits viele Bilder aus dem Raum Plön und Eutin haben ihren Weg in die Galerie gefunden, und wir kurbeln mal die Zeit um 25 Jahre zurück: ein Fortbildungsseminar hat mich in ein Tagungshotel ins entfernte Malente-Gremsmühlen verschlagen, direkt am Dieksee. Und von der obersten Etage hatte man vom Treppenhaus einen Blick auf den Bahnhof von Malente. Der Verkehr damals: mintfarbene 628 wechselten sich ab mit lokbespannten Zügen aus Mintlingen, bespannt mit der Baureihe 218 oder 232. Richtig lange Garnituren mit fünf Bn-Wagen! In den Seminarpausen gab es dann hin und wieder einige Ausflüge ins nähere Umland, nach Eutin oder Plön. Und vor Seminarbeginn war desöfteren der Blick aus dem Treppenhaus Programm.
Unten links dümpelt ein Ausflugsdampfer am äußersten Ende des Dieksees vor sich hin und wartet auf die wärmere Jahreszeit. Den Bahnhof verlässt eine 218 mit ihrem RE 3664 Richtung Kiel.
Auch wenn Teile des Zuges etwas verdeckt sind, mag ich das Bild der Galerie vorschlagen.
Damit der Zug am rechten Bildrand nicht zu abrupt endet, hat der Bewuchs davor einen kleinen digitalen Wachstumsschub erhalten.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia


Datum: 16.04.1997 Ort: Malente-Gremsmühlen [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 5 Punkte
Optionen:
 
Formsignalparadies Goslar
geschrieben von: Leon (979) am: 15.05.22, 12:03
Bereits viele sehr ansprechende Bilder aus Goslar haben ihren Weg in die Galerie gefunden. Dieser Bahnhof in der Stadt der Kaiserpfalz am Nordharz ist noch immer mit einer Vielzahl von Formsignalen ausgestattet, wobei zwar derartige Bahnhöfe in dieser Region noch zu finden sind, sich jedoch sukzessive auf dem Rückzug befinden: neben Goslar wäre noch Oker zu erwähnen, ferner Salzgitter-Ringelheim und die Blockstelle Othfresen, von der denkmalgeschützten Signalbrücke in Bad Harzburg mal abgesehen. Langelsheim verfügt zwar ebenfalls noch über diese Technik, jedoch wird dieser Bahnhof derzeit auf links gedreht und präsentiert sich als Bauwüste. Gittelde und Münchehof haben vor wenigen Jahren ihre Formsignale eingebüßt, und man muss ansonsten in den Südharz nach Herzberg, Scharzfeld und Wulften, um noch welche zu finden.
In Goslar treffen sich drei verschiedene Triebwagen-Baureihen: wir sehen den 648 der DB, ferner die neuere Version von Abellio sowie den Erixx. Seit dem Ende der 218 ist es zwar hier etwas ruhiger geworden, jedoch bringen auch die hvle-Tiger vor den VPS-Zügen eine gewisse Abwechslung in den Betrieb.
Am 23.04.22 war es jedoch "nur" ein 648 auf seinem Weg Richtung Göttingen, welcher an der westlichen Einfahrt des Bahnhofes abgepasst wurde.
Ich hoffe, die Mini-Spiegelung im Fenster des Bahnhofsgebäudes hebt das Graffiti an den Mauern hinter den Spannwerken auf...;-)

Datum: 23.04.2022 Ort: Goslar [info] Land: Niedersachsen
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

1 Kommentar [»]
Optionen:
 
Die Aufwartung an den Kleiderbügel
geschrieben von: Leon (979) am: 13.05.22, 16:38
Das baldige Ende des Reisezugverkehrs auf dem nördlichen Abschnitt der Vogelfluglinie macht sich auch in der Galerie bemerkbar. Insbesondere in der letzten Zeit mehren sich Aufnahmen der Strecke zwischen Lübeck und Puttgarden, und ich hab´allein die Aufnahmen vom legendären Kleiderbügel jetzt nicht nachgezählt, behaupte aber, dass von beiden Ufern bereits fast 50 Aufnahmen in der Galerie enthalten sind. Na, da kommt´s auf eine Aufnahme mehr jetzt nicht an..;-)
Ein Sommerurlaub im Jahre 2007 wurde mit der Mischpoke in Sierksdorf verbracht, und irgendwie war das eine Zeit, in der mir "Diesel" am verlängerten Rücken vorbei lief. Aus heutiger Sicht natürlich töricht, aber damals haben mich weder verkehrsrote 628 noch Balken-218 gerockt. Einer der wenigen Fotoausflüge dieses Urlaubes ging an den Kleiderbügel, damit man wenigstens mal "dort" war. Und somit entstand dieses Bild im Hafen von Fehmarnsund mit irgendeinem dänischen IC3. Der einzige weitere Ausflug ging hoch nach Schönberger Strand, ein paar Trambahnen ablichten...
Erst viel später wurde das Interesse an bundesdeutschen Strecken ohne Fahrdraht wieder geweckt, und heute versucht man, dieses Feeling mit schlafraubenden Zweitagestouren an die Ostsee wieder zurück zu holen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 15.05.22, 12:04

Datum: 15.07.2007 Ort: Fehmarnsund [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: DK-MF Fahrzeugeinsteller: DSB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Raps auf dem Seekamp
geschrieben von: Leon (979) am: 12.05.22, 22:12
Die weitere lokbespannte Leistung auf der Vogelfluglinie neben der IC-Verbindung von Hamburg nach Fehmarn ist der bereits häufig in der Galerie gezeigte Strandexpress, welcher jedoch nur an den Wochenenden verkehrt. Also wurden bei meinem Kurzausflug auch diese beiden Regionalexpress-Päärchen, so gut es mit Nordlok geht, in das Programm eingearbeitet.
Für die Nachmittagsleitung fiel die Wahl auf die Anhöhe von Seekamp, welche bereits mit zahllosen sehr ansprechenden Aufnahmen in der Galerie enthalten ist. Insbesondere die Szenerie mit dem kreisrunden Eiszeitloch incl. Tümpel hat es mir besonders angetan. Diese Stelle ist bereits als Seitenschuss mit dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] vorhanden, und fast vom gleichen Standpunkt, nur zu einer völlig anderen Vegetation entstand am 08.05.22 dieses Bild der 218 470, welche mit ihrem Strandexpress soeben die Passhöhe erreicht hat – akustisch schon von weitem vernehmbar. Auch hier sprießt der Raps, und aus der Ferne grüßt die Ostsee.
Ein großer Dank geht an meine bzw. meinen Mitfotografen, ohne dessen und deren Support und lokaler Expertise eine Vielzahl der an diesen zwei Tagen entstandenen Bilder nur deutlich aufwändiger möglich gewesen wäre. Chapeau!

Datum: 08.05.2022 Ort: Seekamp [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

6 Kommentare [»]
Optionen:
 
Die Pappelreihe im endlosen Rapsfeld
geschrieben von: Leon (979) am: 11.05.22, 16:54
Die bevorstehende Einstellung des Schienenpersonenverkehrs auf der Vogelfluglinie nördlich von Neustadt zum 31.08.22 lässt aktuell Heerscharen von Fotografen nach Holstein pilgern, um den hier eingesetzten Reisezügen ihre Aufwartungen zu machen. Vom besonderen Interesse sind dabei natürlich die wenigen lokbespannten Züge auf dieser Strecke, zum einen die beiden IC-Verbindungen zwischen Burg auf Fehmarn und Hamburg, zum anderen der nur an Wochenenden verkehrende „Strand-Express“.
Auch am letzten Wochenende war das who is who der norddeutschen Eisenbahnszene nahezu komplett an der Vogelfluglinie anzutreffen, und ich wollte mir persönlich ein Bild machen, was an dem Hype um diese Strecke sowie um die hier eingesetzten Loks der Baureihe 218 so dran ist. Also ging es für zwei Tage vom Speckgürtel hoch an die Ostsee.
Beeindruckend war die Tour in zweierlei Hinsicht: zum einen die enorme Rapsblüte. Kein Winkel, aus dem nicht irgendwo ein Rapsfeld auszumachen war, und insbesondere im Bereich oberhalb von Oldenburg leuchtete es bis zum Horizont eigentlich nur gelb. Zum zweiten: Züge mit der Baureihe 218. Die gab es früher wie Sand am Meer, in analoger Form eher nebenbei auf Zelluloid gebannt. Und wenn man die Lok früher in altrot oder o/b erlebt hat, als eine der vielen noch eingesetzten Loks der V160-Familie, ist vielleicht nachvollziehbar, warum zunächst die Lätzchen- und später die Balken-Version mindestens skeptisch beäugt wurde. Heute, Jahrzehnte später: über die Baureihen 215 bis 217 spricht keiner mehr. 218 schrubben in nennenswertem Umfang nur noch an der Küste umher, und ich wollte diese Diesel-Einsätze nach Jahren der eher unbewussten Abstinenz mal wirken lassen. Und ich muss zugeben: es rockt, wenn man oben in Heringsdorf am Bü steht und die 218 schon im entfernten Oldenburg mit ihrem IC losbrettern hört – und Minuten vergehen, bis der Zug irgendwann in Sichtweite ist.
Hier ist es die 218 402 von RP, welche bei Neukirchen an der berühmten Baumreihe inmitten der endlosen Rapsfelder die wahrhaft zahlreichen Fotografen beglückt, welche in den wenigen Ackerfurchen ihre Leitern und Hochstative in Stellung gebracht haben.

Zuletzt bearbeitet am 11.05.22, 21:20

Datum: 08.05.2022 Ort: Neukirchen [info] Land: Schleswig-Holstein
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: RP
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 16 Punkte

6 Kommentare [»]
Optionen:
 
Auf Talfahrt nach Alasehir
geschrieben von: Leon (979) am: 10.05.22, 11:33
Bei unseren Dampfloktouren durch die Türkei mussten wir häufig auf Unterwegsbahnhöfen längere Pausen einlegen, um dem normalen Zugverkehr der TCDD Vorrang zu gewähren, d.h. für Zugkreuzungen oder Überholungen kam es in den Bahnhöfen zu teils längeren Aufenthalten. Diese dienten einem kleinen Teil der Teilnehmer dazu, auch den „normalen“ Planbetrieb auf Zelluloid zu bannen. Auf diese Weise entstanden diverse Aufnahmen von Diesellokomotiven der TCDD. Häufig wurde man hierbei mitunter komisch angeschaut nach dem Motto: „Was? Du knipst Diesel..?“ Die anschließenden Blicke oder Bemerkungen ließen einige wenige von uns nicht daran abhalten, auch mal als Beifang einen typischen TCDD-Personenzug mit DE24 oder DE18 einzufangen.
Auf diese Art und Weise entstand das Bild der DE18 118 mit einem Personenzug bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof von Güneyköy, oberhalb der Rampe von Alasehir gelegen. Unser Dampfzug ist hinter dem Personenzug noch zu erkennen. Wir hatten hier einen recht langen Aufenthalt und mussten eine Überholung und eine Kreuzung abwarten, und die Gelegenheit wurde genutzt, ein paar Schritte hinter dem Bahnhof die Ausfahrt einzufangen. Während der Wartezeit gingen bange Blicke zur Uhr, ob denn die sinkende Sonne des Nachmittages noch für die drei großen Viadukte reichen würde. Endlich ging es nach einer Zugkreuzung weiter- um kurz hinter dem Bahnhof Güneyköy den ersten Fotohalt auf einem der drei Viadukte einzulegen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 07.09.1994 Ort: Güneyköy [info] Land: Europa: Türkei
BR: TR-DE18 Fahrzeugeinsteller: TCDD
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

3 Kommentare [»]
Optionen:
 
Glint über der Konya-Steppe
geschrieben von: Leon (979) am: 05.05.22, 13:15
Mit dieser Aufnahme möchte ich den fotografischen Ausflug zu den Dampflokomotiven in der Türkei ausklingen lassen...zumindest vorübergehend..;-) Oktober 1997: ein Fototag im Programm diente eigenltich nur der Überführung der 46 052 von Konya nach Ulukisla, um an den Folgetagen die Taurus-Rampe runter und wieder herauf zu fahren. Landschaftlich ein Nichts. Eine völlig flache Gegend, mit anfangs einigen agrarwirtschaftlichen Flächen, jedoch später nur Geröll, Sand und Steine. Die Strecke verlief meistens schnurgerade, nach dem Motto: suchen wir mal als Motiv ´ne Kurve..:-) Einige wenige Kreuzungsbahnhöfe wurden zwischendurch passiert, mit längeren Pausen. Dann wieder auf in die endlosen Weiten der Hochebene. Ob der Begriff "Konya-Steppe" offiziell ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber innerhalb der Fotogruppe kursierte der Begriff, und er passte einfach.
Dabei hatten wir als Zuglok den ganzen Stolz der TCDD: die 46 052, eine im Jahr 1937 für den Gebirgs-Schnellzugdienst gelieferte 1´D 1´- Mikado von Henschel aus einer Serie von nur elf Maschinen. Mit einem Treibrad-Durchmesser von 1750 mm war sie am ehesten noch mit der deutschen Baureihe 41 vergleichbar (Treibrad-Durchmesser 1600 mm). Bis zur Verdieselung wurden dieser Baureihe die Spitzenzüge der TCDD zwischen Istanbul und Ankara anvertraut. Wir verneigen uns vor dieser Konstruktion am Abend des 02.10.97 und genießen die majestätische Vorbeifahrt im Glint der untergehenden Sonne...

Am nächsten Tag ging es mit dieser Maschine über den Taurus hinab bis Adana, um am Folgetag gemeinsam mit der 56 009, welche wir erst kürzlich hier in der Galerie im Euphrat-Tal gesehen haben, wieder die Rampe in Angriff zu nehmen. Und erneut wurden am Hauptkamm die Taschentücher verteilt...:-)
Aber die Türkei bietet auch Raum für verschiedene Diesellokomotiven, die immer als Beifang auf den Film wanderten. Coming soon..:-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 02.10.1997 Ort: Cakmak Bucagi [info] Land: Europa: Türkei
BR: TR-46.0 Fahrzeugeinsteller: TCDD
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 9 Punkte

3 Kommentare [»]
Optionen:
 
Viel Qualm am Taurus
geschrieben von: Leon (979) am: 04.05.22, 11:37
Bleiben wir noch einen kleinen Moment an der Taurus-Rampe und erleben wir ein Spektakel der besonderen Art: wie bereits kürzlich berichtet (und bestätigt..;-) ), gab es bei unserer Überquerung des Taurus-Gebirges ein leichtes organisatorisches Durcheinander. Bis zum Hauptkamm ist die Reisegruppe im Zug mitgefahren, doch danach wurden wir auf zwei Fotobegleit-Reisebusse verteilt. Der Veranstalter hatte anscheinend nur mit einem Bus gerechnet, denn es war plötzlich niemand mehr da, der den zweiten Bus als Reiseleiter begleiten sollte. Die beiden bereits bem letzten Taurus-Bild erwähnten Herren, welche sich die Leitung der Tour mit dem Veranstalter von Intra-Express geteilt haben, zogen es plötzlich vor, bis Ulukisla auf der Lok mitzufahren...
Nun, da ich zusammen mit einem weiteren Hobbykollegen für Intra-Express bereits mal eine Polen-Tour als Reiseleiter begleitet habe, kam der Veranstalter auf mich zu und übertrug mir kurzerhand die Leitung des zweiten Busses. Ich schaute kurz in die Runde, ob jemand hinter mir steht, den er gemeint haben könnte, aber es war wohl sein Ernst. Der erste Bus ist dann sogleich aufgebrochen, und wir standen dann da - ohne Streckenkenntnis, ohne Sprachkenntnis, in einem mir bislang unbekannten Land. Wir haben dann versucht, das beste daraus zu machen. Kurzer Blick auf die Karte - die Strecke verlief bis ins noch weit entfernte Ulukisla immer parallel. Ich habe mir dann im Bus die mir bekannten Fotokollegen geschnappt und ihnen gesagt, sie mögen mich unterstützen. Wir haben dann gemeinsam die Gegend und die Karte studiert. Die Verständigung mit dem Busfahrer klappte mit Händen und Füßen, er wusste wohl, worum es geht. So ging es dann bis Ulukisla. Immer, wenn ein brauchbares Motiv möglich erschien, haben wir angehalten, kurzen Kriegsrat gehalten -und zu Fuß ab in einen Feldweg Richtung Trasse. keine Ahnung, welcher Blick uns erwarten würde, aber meistens sah die Szenerie ganz brauchbar aus. Auf diese Weise entstanden bis Ulukisla noch drei mächtige Vorbeifahrten, und wir sahen immer, wo der Zug gerade war... - nun ja, es hieß, man hat Probleme mit den Ölbrennern der Lok und könne nur langsam fahren - was uns sehr recht war. Dafür zog die Lok ständig eine schier unglaubliche Qualmwolke hinter sich her; die Garnitur war nun endgültig verdreckt. Hier ein Beispiel dieses Unterfangens, irgendwo bei Ulukisla.
In Ulukisla angekommen, gaben wir uns mit drei Motiven dieses Zuges sehr zufrieden. Warum der andere Teil der Truppe mit seinem Bus nur ein einziges Foto bis Ulukisla geschafft hat, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben...

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 04.10.1992 Ort: Ulukisla [info] Land: Europa: Türkei
BR: TR-56.1 Fahrzeugeinsteller: TCDD
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Das Zirkuspferd
geschrieben von: Leon (979) am: 03.05.22, 22:10
Wir haben nicht schlecht gestaunt beim Anblick dessen, was uns die TCDD in Eskisehir als Zugpferd für unseren Fotozug andrehen wollte. Wir kamen an dem Tag mit der unverwüstlichen 46 052 aus Küthaya in Eskisehir an, und auf dem Rückweg war die Bespannung mit einer Lok der Baureihe 46.0 vor der 46 052 vorgesehen. Bei der 46.0 handelt es sich von der Optik her um eine „verlängerte P 8“, mit der für Deutschland ungewöhnlichen Achsfolge 2`D. Geliefert wurden in den Jahren 1927 bis 1935 von Henschel und Krupp insgesamt 25 Maschinen als Gebirgs-Schnellzuglokomotiven. Viele Elemente der Baureihe entstammten der G 10 sowie der T 18; man konnte von einem "KPEV-Hybrid" sprechen. Bis Ende der 80er Jahre waren in der Westtürkei noch drei Maschinen im Einsatz.

Ungewöhnlich war hingegen das Outfit unserer Lok. Bislang kannten wir türkische Dampfloks nur in schwarz/rot, von einigen Tenderlokomotiven auf Denkmalssockeln und im Museum Camlik mal abgesehen. Unsere türkischen Veranstalter wollten uns voller Stolz ihre Museumsmaschine vorstellen – und waren sichtlich enttäuscht, dass der grüne Farbton nun nicht durchweg unser Gusto traf. Insbesondere Fotofreunde mit einer Ausrichtung auf Fahrzeuge ausschließlich deutscher Produktion haben keinen Hehl aus ihrer Ablehnung der Lokomotive in ihrem dargebotenen Outfit gemacht; einige wollten mit der Lok nicht einmal losfahren, bevor jemand schwarze Farbe gekauft hat…! Wir haben uns dann zu dem Kompromiss durchgerungen, dass an allen Fotostellen die Vorbeifahrt zwei Mal erfolgt: einmal mit beiden Loks für die „international“ Interessierten, und einmal mit vorheriger Abkuppelung der „bunten“ Lok und anschließender Vorbeifahrt nur der zweiten, „deutschen“ Lok für die Scheuklappenträger… Ja, die Lok hat damals die Gemüter gespalten. Heute, fast 30 Jahre später, schmunzelt man darüber. Es gibt die 02 0201, 01 1102, eine bayer. S 3/6, eine preußische G 8, eine P 8, eine „Stettin“…alle "bunt". Am Rande: bei einer Fototour anno 1992 war eine 45.1 englischer Produktion im Rennen, eine Stanier 8 F. Ich erzähle lieber nicht, was damals los war…;-)

Wir sehen hier die Vorbeifahrt beider Lokomotiven bei Kiziliner, irgendwo zwischen Eskisehir und Küthaya. Ganz nebenbei: die Strecke –wie auch viele weitere im westlichen Teil der Türkei, die wir damals bereist haben- trägt heute Fahrdraht…

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia


Datum: 06.09.1994 Ort: Kiziliner [info] Land: Europa: Türkei
BR: TR-46.0 Fahrzeugeinsteller: TCDD
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

5 Kommentare [»]
Optionen:
 
Ölgefeuert durchs Taurus-Gebirge
geschrieben von: Leon (979) am: 02.05.22, 11:28
Zu den mithin spektakulärsten Bahnstrecken der Türkei neben der Strecke durch das Euphrat-Tal sowie der Rampe von Alasehir nach Esme dürfte die Durchquerung des Taurus-Gebirges zählen. Im Zuge der Bagdad-Bahn musste hier im Verlauf der Strecke von Konya nach Adana mit einer Scheitelhöhe von 1478 m ein Gebirgszug überwunden werden, welcher auf einer Länge von nur 20 Kilometer den Bau von 37 Tunneln sowie mehreren Brücken notwendig machte. Die bekannteste und größte von ihnen, das Viadukt Giaurdere (auch Varda-Viadukt genannt) bei Hacikiri, ist bereits mit mehreren sehr ansprechenden Aufnahmen in der Galerie vertreten.
Eine Fahrt mit einem Dampfzug durch das Taurus-Gebirge ist ein recht ambitioniertes Unterfangen, insbesondere, wenn eine ölgefeuerte Dampflok der Baureihe 56.1 vor dem Zug hängt. Wir haben bereits vor kurzem sensationelle Bilder aus dem Euphrat-Tal mit einer Lokomotive der Baureihe 56.0 gesehen. Fast baugleich mit dieser Reihe fiel die 56.1 aus: hier wurde 1939 ein Vertrag mit den drei englischen Lokomotivfabriken Beyer Peacock, Vulcan Foundry und Stephenson & Hawthorns über eine Lieferung von 46 mit der Baureihe 56.0 fast baugleichen Lokomotiven geschlossen. Erst nach dem Krieg konnten hiervon insgesamt 37 Stück als TCDD 56.080-116 gebaut werden. Teilweise erhielten diese Lokomotiven Ölfeuerung - und eine von ihnen, die 56 109 von Beyer Peacock, durfte am 04.10.92 unseren aus zwei Hecht-Wagen sowie aus einer Reihe Güterwagen bestehenden Fotozug über den Taurus wuchten.
Warum ambitioniert? Folgendes Szenario: die beiden Hechte waren als Großraumwagen ausgeführt. Die Fototruppe saß in den Wagen, mit Taschentüchern vor dem Mund, die Knipskisten gut verstaut. Die Fenster fest geschlossen. Es galt, die 20 km lange Durchquerung des Hauptkammes des Taurus-Gebirges zu bezwingen. Die Strecke ging in einer starken Steigung fast ausschließlich durch Tunnel, nur kurz unterbrochen durch einige freie Abschnitte. Vorne die Öl-Lok am ackern, und wir hockten in den Wagen und sahen zu, wie der Qualm im Wagen immer dichter wurde. Jedes Mal, wenn ein freier Abschnitt kam, stürzte man zum Fenster, Luft schnappen - um das Fenster gleich danach wieder zu schließen und sich das Taschentuch vor den Mund zu halten, weil der nächste Tunnel kam! Die Nummer dauerte ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde. Danach das Aufatmen in einem größeren Bahnhof hinter dem Hauptkamm. Wir sahen aus wie die Schweine! Und die Personale erst: von den Lokführern sowie den beiden Veranstaltern, die das Schauspiel auf der Lok erlebt haben, waren nur weiße Punkte zu sehen - ihre Augen! ;-) Jedenfalls ist die gesamte Truppe dem Erstickungstod entronnen, aber so ein Erlebnis hat man nicht alle Tage!

Erst hinter dem Hauptkamm wurden die nächsten Fotomotive angesteuert. Wir sind dann in einen Fotobegleitbus eingestiegen, weil die Strecke sich parallel zu einer Straße in einer Schlucht an einem Berghang entlangzog. Wir sehen hier unseren Zug bei Ciftehan, wie er, immer noch in der Steigung, seine Fuhre durch die felsige Landschaft des Taurus-Gebirges zieht. Im Vordergrund fließt ein Fluss namens Cakitsuyu, welcher die Straße von der Bahntrasse teilt. Diverse Bilder sollten folgen...ja, und die beiden Hechte waren zu Beginn des Tages noch blau..;-)

Scan vom Fuji-100 6x6-Dia

Datum: 04.10.1992 Ort: Ciftehan [info] Land: Europa: Türkei
BR: TR-56.1 Fahrzeugeinsteller: TCDD
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

5 Kommentare [»]
Optionen:
 
Auf Talfahrt nach Alasehir
geschrieben von: Leon (979) am: 01.05.22, 22:31
Eine der spektakulärsten Bergstrecken in der Türkei dürfte die Rampe von Alasehir rauf auf die anatolische Hochebene nach Esme und weiter nach Usak sein. Hier sind über 700 Höhenmeter zu überwinden, und es geht über mehrere große Viadukte sowie mit engen Kehren und durch Tunnel bis Güneyköy steil bergan. Nach der anstrengenden Bergfahrt waren unsere hier eingesetzten Preußinnen zunächst erst einmal platt. Dafür hat es für mehrere grandiose Motive gereicht, und nicht umsonst ist die Rampe von Alasehir nach Esme so gut wie immer Teil des Dampfprogramms der Veranstalter gewesen, insbesondere, weil in dieser Region der Türkei seinerzeit noch einige Vertreter preußischer Ingenieurskunst im betriebsfähigen Zustand vorhanden waren, von der unverwüstlichen Baureihe 52 sprich TCDD 56.5 mal abgesehen.
Nach der Bergfahrt verblieb die G 10 in Usak, und für die Rückfahrt war die 56 508 vorgesehen - eine der wenigen ex-52 in der Türkei, welche über Windleitbleche verfügte. Von dieser Baureihe wurden insgesamt 53 Maschinen in den Jahren 1943 und 1944 von verschiedenen Herstellern in die Türkei geliefert, teilweise sogar mit Floridsdorfer Steifrahmentender. Die ersten zehn Maschinen gingen fabrikneu von Henschel in die Türkei und haben nie eine Reichsbahn-Betriebsnummer getragen. Hierzu gehörte die 56 508, welche wir hier bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Güneyköy sehen, im Schlepp die völlig erschöpfte G 8.
Auch die Talfahrt hinunter nach Alasehir brachte diverse schöne Fotos ein, wobei hier jedoch die Schatten der bereits etwas kürzeren Herbsttage einige Motive beeinträchtigten.

Scan vom Fuji velvia 6x6-Dia

Datum: 28.09.1997 Ort: Güneyköy [info] Land: Europa: Türkei
BR: TR-56.5 Fahrzeugeinsteller: TCDD
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Alte Preußen unter dem Halbmond
geschrieben von: Leon (979) am: 30.04.22, 12:05
Vor kurzem wurde mit diesem sehenswerten Bild [www.drehscheibe-online.de] auf den Dampfbetrieb in der Türkei aufmerksam gemacht - einem Feld, welches in der DSO-Galerie noch viel zu wenig beackert wurde...;-)
In den 90er Jahren habe ich mich ebenfalls überreden lassen, an drei organisierten Touren zu den letzten Dampfrössern in der Türkei teilzunehmen - und ich muss sagen: hochinteressant, nicht nur, was die Strecken und die Landschaft anbelangt, sondern auch die Türkei als solche, abseits der Touristenströme. Ich wurde oft gefragt: warum reist du dorthin, reichen dir nicht die, die hier sind..? (sic!) Nun, es haben leider immer noch diejenigen die schlimmste Weltanschauung, die sich die Welt noch nie angeschaut haben! Natürlich gibt es in der Türkei andere Bräuche, es gibt die oft zitierte Gastfreundschaft, es gibt einen anderen Glauben, es gibt Szenen, die manche Vorurteile bedienen, aber auch sehr viele, die sie widerlegen. Wenn man mit dem nötigen Respekt und der Bereitschaft, neues kennen zu lernen, dorthin reist, lernt man ein Land kennen, welches mit den Touristenhochburgen in Antalya und Co. nur wenig gemein hat.
Zum Dampfbetrieb: die Galerie enthält viele sehenswerte Bilder der vielleicht bekanntesten Dampflok der Türkei: der deutschen Baureihe 52. Aber bereits deutlich früher gab es Verbindungen zwischen dem Deutschen und Osmanischen Reich. Es gab den Bau der Bagdad-Bahn. Mit ihr ist die Lieferung von alten Preußen der Baureihe G 8 verbunden. Auch von der Preußischen G 10 wurden in den Jahren 1924-28 insgesamt 43 Maschinen bei Henschel und Schwarzkopf bestellt.
Bei unserer Fototour im Jahr 1997 waren noch zwei dieser Preußen..sagen wir: betriebsfähig: die 44 071 (G 8) sowie die 55 043 (G 10). Beide Maschienn gaben ihr bestes, um ihren Zug am 28.09.97 über eine der drei großen Viadukte der Bergstrecke von Alasehir nach Esme zu wuchten. Niemand vermochte genau zu sagen, welche Maschine hier mehr bot: die G 10, die die G 8 vor sich herschob, oder die G 8, die den Rest des Zuges hinter sich herzog. Aber die skeptischen Blicke der Veranstalter sowie der Personale ließen so machen Zweifel aufkommen, ob die anstrenge Bergfahrt für die beiden Veteranen nicht doch zu ambitioniert waren. Letztendlich ging bis Usak alles gut, und auf der Rückfahrt runter nach Alasehir konnte auf die Zuverlässigkeit der 56 508 und somit einer Lok der Baureihe 52 vertraut werden.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 28.09.1997 Ort: Konaklar [info] Land: Europa: Türkei
BR: TR-44.55 Fahrzeugeinsteller: TCDD
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

4 Kommentare [»]
Optionen:
 
Damals in Münchhausen
geschrieben von: Leon (979) am: 29.04.22, 17:04
Vor kurzem wurde diese sehr ansprechende Aufnahme mit der Ortskulisse von Münchhausen [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie aufgenommen. Dieses Bild nehme ich mal volley für einen Vergleich mit dem August 1993: erneut stehen wir auf dem Hang, fast an der gleichen Stelle. Die Strecke zieren noch Telegrafenleitungen, und der Bahnhof ist -natürlich- noch mit Formsignalen gesichert. Der Verkehr auf der Strecke Marburg-Frankenberg lag in der Hand von Kasseler 796. Einer von ihnen, der 796 748, brummt mit seinen Anhängseln als "N" (..ja, so hieß das damals noch...;-) ) 8488 von Frankenberg Richtung Marburg an der Ortskulisse sowie einigen Fotofreunden auf dem Hang vorbei.
Kein halbes Jahr später waren die Schienenbusse auf dieser Strecke Geschichte. Nur bis Wetter war noch ein Rumpfverkehr übrig geblieben, sowie einige Leistungen auf der Strecke von Marburg rüber nach Laasphe, wo sie sich den Verkehr mit lokbespannten Zügen und der V 100 teilten. Nach Frankenberg fuhren seit Frühjahr 1994 mintfarbene 628...igitt...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 28.08.1993 Ort: Münchhausen [info] Land: Hessen
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 10 Punkte

4 Kommentare [»]
Optionen:
 
Neue Loks im Harzvorland
geschrieben von: Leon (979) am: 27.04.22, 21:43
Man muss sich an die neue Generation von Dieselloks im Harzvorland und in der Lüneburger Heide gewöhnen, die da um sich greift. War bislang die Bedienung von Langelsheim am Nordrand des Harzes eine Bank für die Gravita oder sogar V 90, muss hier insbesondere an Samstagen mit einer Vossloh DE 18 gerechnet werden. So auch am 23.04.22, als für das Übergabepäärchen 53833/34 von Braunschweig nach Langelsheim und zurück die sogenannte "4 185 046" eingeteilt war.
Der frühe Morgen des 23.04.22 floppte zunächst gewaltig. Geplant war, den Zug am Vorsignal südlich von Schladen zu erwischen. Es war bekannt, dass der Zug an Samstagen gern mal eine Stunde vor Plan unterwegs ist, also wurde die Anreise ab den heimatlichen Gefilden im Speckgürtel der Hauptstadt so gelegt, dass ein ausreichender Puffer vorhanden war. Nach einer Tour in den Morgen über die A 2 und A 36 staunte ich nicht schlecht, als in Schladen die Schranken zu einer "Nicht-Erixx-Zeit" geschlossen waren - und konnte eben noch die Güterwagen der Fuhre von Braunschweig erblicken... 2 Stunden vor Plan! Stocksauer ging es dann ohne Vorsignal weiter nach Langelsheim - um dort ewig am Vorsignal an der Einfahrt zu warten. Den Zug haben sie dann einfach in Oker stehen gelassen - weil das Stellwerk in Langelsheim noch nicht besetzt war! Dies ist nur für den Güterzug der Fall; für Reisezüge wird der Bahnhof durchgeschaltet. Fast zu seiner Planankunftszeit erschien dann der Güterzug, pike im Gegenlicht. Ich bin danach erst einmal zum Bahnhof gefahren, eigentlich in der Absicht, hier die Ausfahrt mit den Formsignalen umzusetzen. Pustekuchen! Die Formsignale stehen noch, aber der Bahnhof befindet sich derzeit im Umbau und erhält neue Bahnsteige. Kein Bild machbar. Die Vossloh hobelte im Hintergrund ihre Wagen zusammen. Also ging es noch schnell zum Bäcker und dann wieder auf den Weg zu dem Bahnübergang am Einfahrvorsignal. Da tauchte der Zug plötzlich schon in der Ferne auf! Mit Karacho ging es dann bis noch zum Bü, Vollbremsung, raus aus der Karre, Knipse hoch und klick. Zwischen der Ankunft des Zuges und der Rückfahrt lagen gerade mal 30 Minuten. Da hatte es einer extrem eilig, nach Hause zu kommen! Na, ja, der Blick mit dem Vorsignal im Bild wäre recht achsig gewesen. Hier das Ergebnis eines "Schusses aus der Hüfte".
Nach dieser Aktion wurde das emotionale Tempo etwas gedrosselt, und es ging auf Tigerpirsch.

Zuletzt bearbeitet am 29.04.22, 08:39

Datum: 23.04.2022 Ort: Langelsheim [info] Land: Niedersachsen
BR: 271,277 (alle Vossloh-Mittelführerstandsloks) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

3 Kommentare [»]
Optionen:
 
Passende Farben
geschrieben von: Leon (979) am: 26.04.22, 20:17
Das Harzvorland entpuppt sich zusehends als Reservat für die Großwildjagd. Insbesondere die in anderen Erdteilen leider fast ausgestorbene gestreifte Raubkatze ist in dieser Region heimisch geworden und kann täglich bei ihren Beutezügen beobachtet werden. An einigen Tagen kann ihre Fährte fast bis ins entfernte Rübeland verfolgt werden, aber in der Regel bleibt das Tier recht standorttreu und liebt -wie jede Katzenart- feste Rituale. Ihr Revier erstreckt sich hauptsächlich zwischen dem Werksbahnhof Beddingen und dem weiteren VPS-Standort Ilsenburg, wo sie im Zickzack hin und her pendelt und auf Beutefang geht. Am 23.04.22 bestand ihre Beute aus einer Fuhre von 16 beladenen Tragwagen mit Stahlbrammen sowie zwei Thermo-Haubenwagen.
Der Beginn des Beutefangs wurde in Beddingen abgepasst, und da die Raubkatze an ihrer Beute in Salzgitter-Ringelheim noch hin- und herzerrte, konnte die Fuhre erneut zunächst am südlichen Vorsignal der Blockstelle Othfresen abgepasst werden. Ein Motiv, welches den heutigen Zeitgeist wiederspiegelt: links die Energiewende, und rechts das Relikt der manuellen und bald historischen Sicherungstechnik. Übrigens ein neurologisch sehr ambitioniertes Unterfangen, denn etwa zeitgleich erscheint aus Richtung Goslar der dicke Erixx und sorgt für einen etwa dreiminütigen Klappschaden. Nach Passage des Erixx blieb der Bü hinter mir geschlossen, und das aggressive Knurren der Raubkatze war bereits in der Ferne zu hören. Als die Katze in der Kurve sichtbar war, klappte das Spiegelei gottseidank wieder in die Senkrechte und ließ aufatmen. Und somit passiert die Katze mit ihrer Beute an einem für sie sehr vertrauten Farbklecks die Szenerie und ließ den Boden erbeben. Von ihrem Jäger nahm sie keine weitere Notiz, auch nicht, als dieser, die Abkürzung über den Berg nach Schladen und runter nach Vienenburg nehmend, ihrer Pirsch bei Abbenrode erneut auflauerte.
Damit nicht genug - der Hunger der Katze war noch nicht gestillt. Am späten Nachmittag des selben Tages ging es erneut mit einem Brammenzug von Beddingen nach Ilsenburg. Auf die mittägliche Rückleistung ab Ilsenburg wurde verzichtet, da wollte der Jäger lieber ab Wernigerode bis Drei Annen Hohne den Kameltreiber machen...;-)

Einstellung nach diversen Hinweisen der Kollegen, und in meinen Augen hebt das Spiegelei den "Solarschaden" auf.


Zuletzt bearbeitet am 29.04.22, 08:38

Datum: 23.04.2022 Ort: Othfresen [info] Land: Niedersachsen
BR: 250 (Bombardier DE-AC33C Blue Tiger) Fahrzeugeinsteller: hvle/ VPS/ DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

3 Kommentare [»]
Optionen:
 
Damals unter der Burg Trausnitz
geschrieben von: Leon (979) am: 19.04.22, 18:32
Dennis hat kürzlich mit dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] der Burg Trausnitz oberhalb von Landshut ihren Einzug in die Galerie ermöglicht. Bei der Aufnahme fühlte ich mich in meinen Sommerurlaub anno 1993 zurückversetzt. Kurbeln wir die Zeit also 29 Jahre zurück. Wir stehen erneut am Ufer der Isar und beobachten das Geschehen auf der Strecke von Mühldorf nach Landshut, wo sich seinerzeit lokbespannte Züge mit dreiteiligen Schienenbus-Einheiten abwechselten.
Warum ich seinerzeit nicht ein paar Schritte weiter zurück gegangen bin, um die Burg komplett frei zu bekommen, kann nur der damaligen Festbrennweite geschuldet sein, und ich hatte das 150er Tele der Rollei schon draufgeschraubt. Nun, wir sehen hier die belatzte 218 312-7, wie sie ihren E 3468 am Nachmittag des 24.06.93 von Mühldorf nach Landshut bringt und soeben mit Gedröhne die Isar überquert.
Die Nummer gibt´s auch mit einem dreiteiligen 798, der sich -mit weniger Quellis- jedoch nicht so gut vor dem Hintergrund abhebt wie die orientrote 218 mit ihrem Sani-Wagen vor dem Silberling...;-)

Scan vom eiskalten 50er Velvia, den ich nicht wärmer schrauben kann, ohne die Farben zu vergurksen.

Zuletzt bearbeitet am 20.04.22, 20:41

Datum: 24.06.1993 Ort: Landshut [info] Land: Bayern
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 4 Punkte

3 Kommentare [»]
Optionen:
 
Am Ufer der Schorgast
geschrieben von: Leon (979) am: 18.04.22, 16:14
Manche Motive entstehen aus einer Laune heraus. Ich war auf dem Rückweg von der bereits in der Galerie in ...zig Varianten gezeigten Fotokurve von Kauerndorf mit der Plassenburg im Hintergrund, den Kulmbacher Milchzug abstauben, als mir dieser Blick auffiel. Wir stehen am Ufer der Schorgast - einem Nebenfluss des Mains, der mir als Name bislang nur in Verbindung mit dem Ort Marktschorgast an der Schiefen Ebene ein Begriff war. Dort in der Region entspringt auch der Fluss und mündet ganz in der Nähe von Kulmbach in den Main. Und mit diesem Blick auf den Fluss kam die Aufforderung: sei kreativ! Daher dieser etwas ungewöhnliche Bildaufbau: rechts dümpelt die Schorgast in idyllischer Ruhe vor sich hin, und am linken Bildrand sehen wir Fahrzeuge auf der Straße von Kulmbach Richtung Untersteinach, welche hier an einer eher nervigen Baustellenampel nur im Pulk durchkommen. Dazwischen rauscht ein 641-Gespann Richtung Kulmbach, und wer weiß, was wir in vielleicht 10 Jahren über die aktuellen Benzinpreise sagen werden, die auf der Tafel neben dem Triebzug zu erkennen sind...:-)

Datum: 12.04.2022 Ort: Kauerndorf [info] Land: Bayern
BR: 641 (Alstom Coradia A TER / Walfisch) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

2 Kommentare [»]
Optionen:
 
Ein Agilis in Mainroth
geschrieben von: Leon (979) am: 17.04.22, 13:34
Auf der KBS 850 zwischen Lichtenfels und Hof/ Bayreuth dominieren vor den Regionalexpresszügen die Triebwagen-Baureihen 612 und 641, welche hier in einem Stundentakt im Maintal unterwegs sind. Als fotografische "Lückenfüller" halten dabei die Regioshuttle von Agilis her, welche diesen Stundentakt zu einem annähernden Halbstundentakt zwischen Lichtenfels und Bayreuth verdichten. Fast als "Beifang" zu einem 641-Gespann ging am 15.04.22 unterhalb des Ortsbildes von Mainroth dieser Agilis-RS 1 auf seinem Weg nach Bayreuth ins Netz. Das nachfolgende Walfisch-Doppel wurde hingegen zu einem Vabanquespiel aus Schatten- und Sonnenbereichen, und mit einem hochlichtigen 612 aus dem April 2019 ist die Stelle bereits in ähnlicher Form in der Galerie. Der jetzt etwas höhere Fotostandpunkt ist nicht etwa einer Alu-Leiter, sondern einem ebenso aufeinandergetürmten wie wackeligem Stapel aus Baumstämmen zu verdanken. Und wie es immer so ist, musste sich der Fotograf zahlreichen Fragen von vorbeikommenden Fahrradfahrern stellen, ob denn ob dem nicht weit entfernten Dampflokmuseum in Neuenmarkt-Wirsberg mit einer Dampflok zu rechen sei...;-)

Datum: 15.04.2022 Ort: Mainroth [info] Land: Bayern
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: Agilis
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 0 Punkte
Optionen:
 
In hohem Tempo durch Kauerndorf
geschrieben von: Leon (979) am: 16.04.22, 20:54
Eine Woche Familienurlaub in Kronach ist vorbei - und mit ihr diverse Ausflüge zur KBS 850 (Bamberg-) Lichtenfels - Kulmbach - Neuenmarkt-Wirsberg - Hof/ Bayreuth. Da auf der Frankenwaldbahn infolge von Bauarbeiten und SEV in der Karwoche nix zu holen war, ging es rüber zum Main-Saale-Express ins Maintal. Während es hier auf den ersten Kilometern zwischen Hochstadt-Marktzeuln und Kulmbach landschaftlich eher flach zugeht, wird die Strecke hinter Kulmbach deutlich abwechslungsreicher. Der Reiseverkehr wird im Stundentakt aus 612 und 641 bestritten, welche sich, von Lichtenfels kommend, in Neuenmarkt-Wirsberg teilen. Eine Garnitur fährt weiter nach Hof, die andere nach Bayreuth. Insbesondere in den engen Kurven zwischen Untersteinach und Kulmbach kommt hierbei die Wagenkastenneigung des 612 zum Tragen, und es sieht optisch schon urig aus, wenn sich das 612-Gespann unterhalb der Plassenburg in die enge Kurve legt. Recht ansprechend sieht es auch gleich dahinter in Kauerndorf aus: wir stehen unweit eines Bahnüberganges und beobachten ein 612-Gespann, wie es in bemerkenswertem Tempo durch den Ort fegt. Kulmbach ist in wenigen Minuten erreicht.
Der Stundentakt wird auf dieser Strecke durch einen weiteren Takt auf etwa 30 Minuten verkürzt; zu den 612 und 641 gesellen sich die RS 1 von Agilis, welche hier zwischen Bayreuth und Coburg unterwegs sind.

Ein optisch eher suboptimales Schild wurde digital entfernt, aber die Vorsignalbake im 612 gehört einfach dazu.

Exif-Zeit plus 60 Min. Man fällt zu jeder Zeitumstellung drauf herein...:-)

Zuletzt bearbeitet am 16.04.22, 22:29

Datum: 11.04.2022 Ort: Kauerndorf [info] Land: Bayern
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt
Optionen:

Auswahl (979):   
 
Seiten: 2 3 4 5 6 .. 20 >

Größere Ansicht und weitere Informationen durch Anklicken der Vorschaubilder, Filterung der Auswahl über die Suchfunktionen. Bei Fragen zu unserer Galerie hilft die » Galerie-Moderation

(c) 2022 - Arbeitsgemeinschaft DREHSCHEIBE e.V.