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Architektur-Hingucker: Braunfels-Oberndorf (1982)
   
geschrieben von Andreas T am: 11.03.26, 14:24
Aufrufe: 454

Zum Bahnhof von Braunfels-Oberndorf schreibt [lahnbahn.de] :

"Der Bahnhof Braunfels-Oberndorf liegt auf halbem Wege zwischen den beiden namengebenden Ortschaften am Rande des Solmsbachtales. Die Bahn wechselte kurz zuvor von der Ost- auf die Westseite des recht breiten Tales und überquerte die Landstraße auf einer einfachen Stahlbrücke. Die Stadt Braunfels erhielt hier nach dem Bahnhof Braunfels (Lahn) ihren zweiten Bahnanschluss, der zwar an einer Nebenbahn, dafür aber deutlich näher an der Stadt lag. Der Bahnhof selbst besticht bis heute durch seine weithin sichtbare Lage und das eindrucksvolle (zudem gut erhaltene) Empfangsgebäude; es wurde in einer dem Jugendstil nahestehenden, für die damalige Zeit modern anmutenden Architektur errichtet. Das für die Gegend etwas überdimensionierte Gebäude dürfte nicht zuletzt dem Repräsentationsbedürfnis des Fürsten zu Solms-Braunfels geschuldet sein (schließlich nahm man derartige Bedürfnisse eines Standesherrn im Königreich Preußen durchaus noch ernst...)."

Bei [industriekultur-mittelhessen.de] steht außerdem:
"Der markante Bahnhof von Oberndorf wurde 1912/13 an der am 1. November 1912 eröffneten Solmsbachtalbahn Grävenwiesbach – Albshausen errichtet. Schon die Lage des Bahnhof weit außerhalb von Oberndorf macht deutlich, dass er ganz überwiegend auf die Bedürfnisse der kleinen Residenz Braunfels ausgerichtet war.
Originelles Bauwerk in rustikalem Jugendstil von 1912-13 westlich der Strecke, geprägt vom geschwungenen Kontur seiner gestuften Dächer und architektonischer Besonderheiten, die sich aus einstiger Bedeutung von Braunfels als Residenz erklären. Dominierender, beidseiitg übergiebelter Mitteltrakt durch Pilaster im Verband der Natursteine seines Erdgeschosses gegliedert. Allseitig niedrigere Anbauten: Polygonaler Treppenturm (W), Querbau mit Fachwerkgiebel (S), Stellwerk (O) und Schuppen (N); im Norden ebenso ein separates Nebengebäude“. (Eisenbahn 2.2, S. 985)
Der Verkehr auf dem nördlichen Teil der Nebenbahn (Hasselborn – Albshausen) wurde am 29. Mai 1988 eingestellt. Der Bahnhof ist heute in Privatbesitz."

Was soll man da noch ergänzen? Nur der Umstand, dass man von Süden mittlerweile wieder per Bahn bis Brandoberndorf fahren kann. Und den Hinweis auf die mittlerweile geänderte Farbe des damals in einem Grünton gehaltenen Bahnhofs sowie auf die Bilddaten: Das Bild ist am 30.07.1982 mit 798 562, 998 244 und 998 840 als 8757 entstanden. Mein Bruder Günter und ich machten mit dem Auto eine Erkundungstour, beginnend in Friedrichsdorf, dann über Grävenwiesbach nach Albshausen und weiter an die Strecke von Gießen nach Nidda. Auch wenn das Wetter nicht stabil war, gab es doch unfassbar viel zu sehen, beispielsweise den Bahnhof von Lich vor dem damaligen Umbau. Mal sehen, wann es nach dem aktuellen Umbau in Lich wieder Bahnbetrieb gibt.

Auf Bahnbetrieb in Braunfels-Oberndorf werde ich dagegen vermutlich vergeblich warten ....

Scan vom Kleinbild-Dia (Kodachrome 64) Es gibt in RailView zwar schon ein motivlich durchaus ähnliches Bild [www.drehscheibe-online.de] , aber mit ganz anderen Vegetations- und Lichtverhältnissen.

Zweiteinstellung auf der Grundlage eines farblichen Bearbeitungsvorschlags von Werner C. - danke!
Mein ursprünglicher Vorschlag: [tscharn-rs.de]

Zuletzt bearbeitet am 11.03.26, 19:34

Datum: 30.07.1982 Ort: Braunfels-Oberndorf Land: Hessen
BR: 798 (alle Schienenbusse Bauart Bundesbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

EXIF-Daten:
Bildgröße: 850 x 1280 Pixel


geschrieben von: Der Rollbahner
Datum: 11.03.26, 19:20

Das ist in der Tat ein sehr imposantes Gebäude und weil einzelstehend, kommt es nochmal so gut zur Geltung. Vielen Dank auch für den ausführlichen Text. * und viele Grüße Hartmut

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