Sechsachser am Kaliberg |
geschrieben von Vinne am: 03.11.25, 15:50 Aufrufe: 936 |
Nur rund sechs Kilometer lang ist das Reststück der ehemaligen Steinhuder Meer-Bahn AG (St. M. B.), die einst auf Meterspur von Wunstorf aus über Steinhude und Bad Rehburg nach Loccum führte, von wo aus der zweite Streckenast über Leese-Stolzenau nach Uchte führte, wo Anschluss zur Mindener Kreisbahn bestand. Ab 1905 führte die Bahn zusätzlich ab Wunstorf Stadt auch nach Mesmerode zum Kaliwerk Sigmundshall, wobei das Dreischienengleis hier seit jeher die Zufuhr normalspuriger Wagen zum Bergbaubetrieb ermöglichte. In den Jahren 1961 und 1962 erfolgte im Zuge der schrittweisen Einstellung der Strecken der Rückbau der Meterspurschiene, 1970 war auf der Schmalspur Ende. 2000 wurde das nunmehr als Anschlussbahn fungierende Reststück an die Oasthannoversche Eisenbahn AG (OHE) verkauft, die St. M. B. war Geschichte. Nachdem das Kaliwerk 2018 stillgelegt wurde, erfuhr die Strecke eine Oberbauerneuerung, um die geplanten Laugenzüge zur Verfüllung des Schachtes sicher führen zu können. Seitdem verkehren mehrfach an Werktagen Laugenzüge, vornehmlich aus dem Werra-Fulda-Kalirevier rund um Heringen (Werra) über die Nebenbahn. Wegen ihres Zuglaufes werden diese Leistungen inzwischen bevorzugt mit Dual-Mode-Lokomotiven gefahren, die Zuglasten erfordern dabei den Einsatz der starken Sechsachser aus dem Hause Stadler. Aufgrund des Lokbedarfs konnten hier inzwischen diverse bunte Maschinen verschiedener Verkehrsunternehmen beobachtet werden. Neben der "hauseigenen" HLG schrubbten auch HVLE und Netzwerkbahn Sachsen mit ihren Loks schon über die ehemaligen Kleinbahngleise. Mit DGS-Z 95590 Wunstorf - Gerstungen konnte so die NeS 2159 248 in Sichtweite des Kaliberges am westlichen Stadtrand von Wunstorf aufgenommen werden. |
Datum: 15.10.2024 Ort: Wunstorf Land: Niedersachsen BR: 159 (Stadler Eurodual) Fahrzeugeinsteller: Netzwerkbahn Sachsen Kategorie: Zug schräg von vorn |
EXIF-Daten: Bildgröße: 860 x 1280 Pixel |
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