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Vom Saarland ins Münsterland
   
geschrieben von Rübezahl am: 05.10.24, 03:12
Aufrufe: 2791

Vielen ist der "Heckeneilzug" ob seines ungewöhnlichen Laufweges ein Begriff aus Bundesbahnzeiten. Niemand der darin Reisenden wäre auf die Idee gekommen, so einen Zug vom Anfangs- bis zum Endbahnhof zu benutzen – die Fahrtzeiten waren einfach zu lang! Dennoch wurden diese "Eilemänner" gerne von den Bewohnern der Kleinstädte unterwegs genutzt, boten sie ihnen doch umsteigefreie Verbindungen zu den großen Bahnknoten in den Ballungsräumen.
Anders verhielt es sich mit dem hier abgebildeten D 2135, der zwar ebenfalls Kleinstädte und Verkehrsknoten der Provinz an die große Welt anschloss, aber im Gegensatz zu den Heckeneilzügen zudem die kürzeste und dazu umsteigefreie Verbindung vom Saarland nach Köln, das Ruhrgebiet und weiter ins Münsterland darstellte. Zum Bild: Am 12.04.1986 hatte der Lokführer der 215 039 in Trier den D-Zug nach Münster übernommen, um ihn bis nach Köln zu bringen. Bei der bevorstehenden Durchfahrt des kleinen Tunnels in Glaadt hatte der Zug den Bahnhof Jünkerath gerade hinter sich gelassen. Dieser Bahnhof zählte seinerzeit noch zu den Abzweigbahnhöfen, gelangte man von hier doch via Grenzbahnhof Losheimergraben (DB/SNCB) bis nach Trois Ponts an der Strecke Liège – Luxembourg. Im Frühjahr 1986 verließen jedoch nur Bauzüge zur Streckenertüchtigung den Bahnhof Jünkerath in Richtung belgischer Grenze.

Scan von KB-Vorlage, Nikon FE, 50 mm Brennweite

Datum: 12.04.1986 Ort: Jünkerath Land: Rheinland-Pfalz
BR: 215,225 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

EXIF-Daten:
Bildgröße: 828 x 1218 Pixel


geschrieben von: Vesko
Datum: 05.10.24, 12:48

Eine wunderschöne Perspektive! * Als Reisender vermisse ich heutzutage solche Verbindungen.

geschrieben von: claus_pusch
Datum: 05.10.24, 21:32

Hervorragendes Motiv und eine wunderbare historische Aufnahme! Mal sehen, wie diese Unterführung nach dem Wiederaufbau der Strecke aussehen wird...
Viele Grüße, Claus

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