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Die konservative Version geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 06.10.26, 10:12 |
Es gibt Züge, die man nicht oft genug zeigen kann...;-) Hierzu gehört dieser Autozug aus Tschechien Richtung Osnabrück, der an diesem Tag über Cheb und Nürnberg umgeleitet wurde. Nahezu jeder Meter zwischen Weiden und Freihung war am 03.10.26 mit bekannten wie unbekannten Fotografen besetzt, als hier zwischen Weiherhammer und Röthenbach die blitzsaubere 232 571 mit ihrem sehenswerten Zug um die Ecke bog und bereits von weitem hörbar war.
Das Motiv ist in einer für den Einsteller typischen und unnachahmlichen Version bereits in der Galerie enthalten [www.drehscheibe-online.de]. Wir sehen hier hingegen die eher konservative Version, nur wenige Meter weiter davon entfernt aufgenommen. Datum: 03.10.2026 Ort: Röthenbach (Oberpfalz) [info] Land: Bayern BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 0 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Das Trostpflaster geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 04.10.26, 21:01 |
Ganz im Schatten der 218-geführten Doppelstockzüge des RE 2 von Hof nach Regensburg (-München) steht die parallel verlaufende RB 23, welche von Marktredwitz nach Regensburg alle Zwischenhalte abklappert. Hier verdingen sich die gelben 1648 der Oberpfalzbahn und sorgen auf dieser Strecke für einen von den Fotografen eher wenig beachteten Farbklecks.
Wir stehen am Tag der Deutschen Einheit an der südlichen Bahnhofsausfahrt von Luhe-Wildenau und lassen die Oberpfalzbahn an uns vorbeifahren. Im Hintergrund erkennt man noch das Bahnhofsgebäude sowie ein Speichergebäude mit dem typischen Raiffeisen-Symbol. Natürlich war hier geplant, auch die Vorbeifahrt einer 218 mit ihrem RE 2 einzufangen. Sehr zeitnah vor der Passage erschien dann die berühmte Wolke und bereitete dem Vorhaben ein unschönes Ende. Da wenige Minuten später die Oberpfalzbahn auftauchen sollte, wurde das nächste Wolkenloch abgewartet, und wie selbstverständlich ging natürlich diese Vorbeifahrt gut, bevor im Laufe des späteren Nachmittages das Wetter völlig zusammenbrechen sollte. Datum: 03.10.2026 Ort: Luhe-Wildenau [info] Land: Bayern BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: Oberpfalzbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 0 Punkte |
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Ein Eurorunner zur Baumblüte bei Oberteich geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 01.10.26, 21:18 |
Es muss nicht immer eine 218 sein...;-) Bei allem Respekt gegenüber den noch verbliebenen Leistungen der V160-Familie bei der DB verdienen auch mal die übrigen Züge auf "der" Strecke durch die Oberpfalz Beachtung. Ende Mai 2026 war eine konstante Hochdrucklage über Franken und der Oberpfalz angesagt - Grund genug, der Gegend mal wieder eine Aufwartung zu machen..! Natürlich standen die 218-geführten Regionalzüge auf dem RE 2 im Fokus, doch dank einer Vielzahl an anwesenden Hobbyfreunden sowie einer gut funktionierenden Vormeldungsquelle konnten an dem Tag auch diverse Güterzüge eingesackt werden. Und wie das so ist, muss die Bahn hier gleich über das Ziel hinausschießen: zeitgleich war auf der Höhe von Oberteich aus Süden ein Schwellenzug mit einem Eurorunner angesagt, und aus Norden sollte eine Ludmilla mit einem Langschienenzug auftauchen. Der Langschienenzug war in Marktredwitz bereits losgefahren, und die anwesenden Fotografen waren -gelide gesagt- unruhig, welcher Zug denn nun als erstes auftauchen sollte. Man rechnete die Minuten ab Marktredwitz hoch und wähnte die Ludmilla schon in Hörweite, als aus Süden die weiße 223 153 von IntEgro mit ihrem Schwellenzug aufkreuzte. Hastiger Blick hin und her - und der Eurorunner sollte gewinnen! Wir sehen ihn hier, wie er sich in die Kurve legt, die Teichlandschaft im Hintergrund. Dann flugs die Position in die Gegenrichtung gewechselt. Die letzten Schwellenwagen waren gerade weg, als das typische Heulen zu vernehmen war und sich eine zugegebenermaßen ziemlich stumpf-dreckige 232 mit ihrem Langschienenzug in die Kurve legte - ein Motiv, was bereits in deutlich besserer Form in der Galerie enthalten ist.
Da das Wetter dort noch stabil blieb und die Sonne noch längst nicht weg war sowie die anwesenden Hobbykollegen einen weiteren Güterzug aus Marktredwitz auf dem Schirm hatten, blieb ich noch für die nachfolgenden RE 2, und als Zugabe erschien eine froschgrüne Ost-V 100 vom Bahnbetrieb Gera mit einer Kesselwagenfuhre. Na, warumdennnet..? ;-) Datum: 25.05.2026 Ort: Oberteich [info] Land: Bayern BR: 223,253 (alle Eurorunner-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Integro Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 1 Punkt 1 Kommentar [»] |
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Das Phänomen der Zugkreuzung geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 02.10.26, 10:27 |
Der berühmte RE 2 in der Oberpfalz. Jeder, der schon einmal vor Ort gewesen ist, kennt das Spiel: sind beide RE 2 pünktlich, treffen sich die Züge irgendwo bei Nabburg. Meist ist jedoch zu fortgeschrittener Tageszeit der Zug aus Regensburg verspätet, und man kann -je nach Motiv- noch einen Stellungswechsel vollziehen. Am Nachmittag des 26 05.26 spielte sich hier hingegen folgendes ab: beide Züge waren verspätet, jeweils mit etwa plus 10. Man wusste nun nicht wirklich, welcher Zug als erstes im Bild auftauchen würde. Eigentlich war als Motiv der Nordfahrer mit der Karner Perschen im Hintergrund als Motiv gesetzt. Aber immer wieder schmulte ich auch in Richtung Pfreimd für den RE 2 aus Weiden. Auf der Bildfläche erschien dann zuerst die 218 403 mit dem RE 2 aus Regensburg - und in dem Moment, wo man das Bild aufnahm, dröhnte aus der Gegenrichtung ebenfalls der RE 2. Brennweite aufreißen - passt...! ;-)
Vielleicht nicht das Hammermotiv. Aber auch so einen Zufallstreffer kann man mal mitnehmen...:-) Datum: 26.05.2026 Ort: Haindorf [info] Land: Bayern BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 9 Punkte |
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Der Gast aus Neustrelitz geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 28.09.26, 16:38 |
Berlin-Neukölln. Bei vielen läuft allein bei der Nennung dieses Ortsteils der Hauptstadt innerlich ein Film ab. Und es ist auch im Jahr 2026 immer noch die letzte Betriebsstelle in Berlin, welche mit Formsignalen ausgestattet ist. Zahlreiche Bilder wurden bereits von der Hertabrücke in die Galerie aufgenommen, und erinnert sei an den legendären Kaffeezug, welcher seit über einem Jahr nicht mehr verkehrt. Seitdem ist es recht ruhig geworden um diese Gegend. Hin und wieder sind Kesselzüge zum nahen Tanklager in der Gradestraße zu beobachten, oder vom Treptower Güterbahnhof kommt ein Splitzug durch Neukölln, meist gezogen von einer Eurodual.
Aber am vergangenen Wochenende gab es mal wieder eine besondere Fuhre zu erleben: anlässlich des 21. Berliner Dampflokfestes im Bw Berlin-Schöneweide war der LVT 172 001 nebst Steuerwagen 172 601 der Hafenbahn Neustrelitz zu Gast, und es wurden dem Publikum zwei Runden über den Innenring angeboten. Natürlich lag da das Augenmerk auf dem nicht elektrifizierten Abschnitt des südlichen Rings. Also wurde Position auf der Hertabrücke genommen. Nun war an dem Wochenende auch der Berlin-Marathon mit zahllosen Gästen aus dem In- und Ausland, und viele nutzten das schöne Wetter mit einem Spaziergang durch eine Gegend, die nicht im Reiseführer steht. Es waren zwar erstaunlicher Weise außer mir nur zwei weitere Fotografen anwesend, aber man wurde oft von den Passanten angesprochen, ob denn heute etwas besonderes vorbeikommt. Und ich habe an einem Sonntag noch nie so viel Internationalität auf der Brücke erlebt wie am gestrigen 27.09.26. Nun, scheppernd ging ein Signalflügel hoch, und das LVT-Gespann gab sich die Ehre. Was sehen wir noch? Blicken wir zurück auf diese Bildeinstellung vom März 2022 [www.drehscheibe-online.de] , und wer Lust auf Entertainment hat, kann sich den Thread durchlesen..;-) Nein; viel mehr möchte ich das Augenmerk auf das Gebäude im Hintergrund legen, welches vor 4 1/2 Jahren noch nicht da war: den Estrel Tower. Ein 176 m hoher Bettenturm - und somit das höchste Hochhaus Berlins. Der Berliner Funkturm mit 146,7 m Höhe passt hier locker rein...;-) Datum: 27.09.2026 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Hafenbahn Neustrelitz Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 3 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Historisch über den Neckar geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 25.09.26, 22:54 |
Naa, kann sich noch einer an die Baureihe E 44 erinnern? Zu TMT-Zeiten wurde bis 1984 den letzten Exemplaren im Raum Würzburg, Lichtenfels und Stuttgart nachgestellt, aber mehr als einige Bahnhofsaufnahmen kamen dabei nicht heraus. Das große Finale fand dann im Juli 1984 in Würzburg statt, als diese Baureihe zusammen mit der E 18 mit zahlreichen Sonderfahrten bis hoch zur Frankenwaldbahn verabschiedet wurde. Rechtzeitig zu diesem Event wurde die früher in Garmisch beheimatete E 44 002 wieder betriebsfähig aufgearbeitet; zünftig mit Räumer. Von 1984 bis 1996 war die Lok dann betriebsfähig und in der Obhut der BSW-Gruppe Stuttgart, bevor sie als rollfähiges Exponat nach Koblenz wechselte. In ihrer Stuttgarter Zeit bespannte sie zahllose Sonderzüge wie hier anlässlich eines BDEF-Verbandstages im Mai 1990, wo sie einen Zug durchs Neckartal beförderte und an der bekannten Neckarbrücke in Neckargemünd erwartet wurde. Die Büchse stört ein wenig in der Garnitur aus dreiachsigen Umbauwagen, aber so sahen Züge in der Epoche III tatsächlich aus!
Scan vom Fuji-100 Kleinbiddia Datum: 26.05.1990 Ort: Neckargemünd [info] Land: Baden-Württemberg BR: 144,145 (histor. E44) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 12 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Ein Lohner-Lizenzbau in Innsbruck geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 24.09.26, 19:45 |
Vor dem Eintreffen der Cityrunner war Innsbruck ein Fest für Freunde der Düwag-Straßenbahnen und ihrer Lizenzbauten. Es gab in Innsbruck die Stubaitalbahn, deren Achtachser-Zweirichtungswagen von Fulpmes bis in die Innenstadt fuhren, und es gab für die städtischen Linien bis nach Igls, zum Bergisel und nach Amras sowohl ehemalige Düwag-Sechsachser und Achtachser aus Bielefeld sowie sieben Lizenzbauten aus dem Hause Lohner - die mit nur einem Scheinwerfer in der Front noch eher an die ursprüngliche Düwag-Kopfform erinnert haben als die etwas modernisierten ehemaligen Bielefelder mit zwei Scheinwerfern.
Der in meinen Augen optisch ansprechendste der Lohner-Wagen war der Triebwagen mit der Nummer 75, denn er trug noch sein ursprüngliches Outfit in rot-beige mit nicht allzu aufdringlicher Werbung. Alle anderen Lohner sowie die Bielefelder Wagen fuhren lt. meinen Beobachtungen mit Ganzreklame umher, bis auf zwei Achtachser, die einfach nur rot waren. Hier sehen wir den Lohner-Wagen mit der Nummer 75, wie er am 17.09.08 die Endhaltestelle in Innsbruck-Amras erreicht hat. Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 17.09.2008 Ort: Innsbruck [info] Land: Europa: Österreich BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: IVB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Während im Inntal noch der Nebel hängt geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 23.09.26, 12:22 |
Die Hagener Zweirichtungs-Düwags mit ihrem Bielefelder Mittelteil sorgten damals schon für einen gewissen Farbklecks in der Landschaft entlang der Stubaitalbahn. Bis zum Eintreffen der Cityrunner besorgten diese Straßebahnwagen aus dem Hause Düwag jahrelang den Gesamtverkehr zwischen Innsbruck und Fulpmes. Die Strecke ist enorm kurven- und steigungsreich, und wir sehen hier mit dem Wagen 86 einen der beiden Achtachser, die bis zum Schluss noch das rot-beige Farbschema trugen; alle weiteren ex-Hagener hatten einen weißen Grundton mit Reklame.
Im Inntal hängt unterhalb der Berggipfel der Innsbrucker Nordkette noch der Nebel, als sich der Wagen 86 bei Mutters hinab ins Tal schraubt. Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia. Man hat bei solchen Motiven im 6x6 nur einen Versuch und konzentriert sich auf die Spitze des Triebwagens. Dass das Heck im Mast hängt...shit happens. Datum: 17.09.2008 Ort: Mutters [info] Land: Europa: Österreich BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: STB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 7 Punkte |
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In engen Kehren von Fulpmes nach Telfes geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 22.09.26, 14:58 |
Von der Stubaitalbahn sind aus der Zeit der Düwag-Verkehre bislang nur zwei Bilder in der Galerie enthalten; Düwags oder Lohner in Innsbruck fehlen bislang völlig! Wird Zeit, dies zu ändern..;-)
Bis zum Eintreffen der roten Cityrunner waren auf der Stubaitalbahn jahrelang die formschönen Düwag-Zweirichtungswagen präsent. Hier kamen 1976 nach Auflassung des dortigen Straßenbahnbetriebes acht Düwag-GT6-Zweirichtungswagen aus Hagen nach Innsbruck. Diese wurden mit den Mittelteilen der in Innsbruck aus Bielefeld übernommenen Einrichtungs-Achtachser zu GT8-Zweirichtungswagen umgebaut. Für die innerstädtischen Straßenbahnkurse reichte das Fassungsvermögen eines Sechsachers aus. Die acht Zweirichungswagen waren munter auf der fotogenen Strecke zwischen Innsbruck und Fulpmes anzutreffen, und bis zum Schluss präsentierten sich die Wagen 82 und 86 in den schmucken Farben rot/beige. Im Jahr 2008 führte mich ein Familienurlaub nach Tirol, in dem ausschließlich die Stubaitalbahn und die Innsbrucker Straßenbahn auf dem Programm stand. Hier entstand am 17.09.08 das Bild des Triebwagens Nr. 82, wie er vor wenigen Augenblicken Fulpmes verlassen hat und sich in mehreren Kehren gen Telfes den Berg hinaufschraubt. Links oberhalb des Triebwagens ist der weitere Streckenverlauf erkennbar; die Ortslage von Telfes prägt den Hintergrund. Dieses Bild soll den Auftakt einer kleinen Serie über die Düwag- und Lohner-Fahrzeuge in Tirol bilden. Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 17.09.2008 Ort: Fulpmes [info] Land: Europa: Österreich BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: STB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Am Großen Weghaus in Stöckheim geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 19.09.26, 15:40 |
Getriggert durch das heutige Bild des Tages [www.drehscheibe-online.de] (grandios, Kollege..!) nehme ich mal diesen Ball auf und erinnere mit dieser Aufnahme an die Düwags Typ "Mannheim" sowie deren LHB-Lizenzbauten bei der Straßenbahn in Braunschweig. Auch Vinne hat ja jüngst zwei sehr interessante Trambahnbilder aus der Welfenstadt eingestellt, und wenn jetzt bereits ein Fahrzeug der 95er Serie als alt gilt, merkt man, wie die Zeit vergeht.
Viele Eisenbahnfreunde haben oder hatten mal zwischendurch eine Phase, wo das Thema Straßenbahn in den Vordergrund gerückt ist. In den Jahren von 2005 bis 2007 war das bei mir so: Eisenbahn war out, und man wollte noch Hochflurfahrzeuge bei allen möglichen Straßenbahnbetrieben "einsammeln", bevor nur noch niederflurige Schuhkartons herumfuhren. Das Hauptaugenmerk lag damals auf den Düwags und den Tatras - und was sonst noch so an interessanten Fahrzeugen umherfuhr. Nun, genauso schnell, wie das Thema hochpoppte, war es nach drei Jahren wieder vorbei - aber immer wieder gab es seitdem spotartig Ausflüge zur Trambahn. Woltersdorf, Schöneiche, Brandenburg, die TWSB, Prag, Wien...nur, um einige Betriebe zu nennen. Zum Bild: wenn man heute durch die Aufnahmen der Braunschweiger Straßenbahn in der Galerie schweift, merkt man, wie sehr sich dieser Betrieb seit dem Jahr 2007 verändert hat. Metro-Linien gab es damals nicht - aber es gab noch Düwags vom Typ Mannheim der Serien 73 und 75, ferner die Lizenzbauten der Serie 77 sowie die kuriosen 81er. Hier stehen wir am Großen Weghaus in Braunschweig-Stöckheim, einem ehemaligen Gast- und Zollhaus aus dem 17 Jahrhundert, gelegen an der Straße von Braunschweig nach Wolfenbüttel. Früher führte der Weg durch den Torbogen, und heute wird das Haus umkurvt. Uns kommt der Triebwagen 7551 entgegen, mit Beiwagen, ein Düwag Typ "Mannheim". Er ist auf der Linie 1 nach Stöckheim unterwegs und wird sein Ziel in wenigen Augenblicken erreichen. Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 28.04.2007 Ort: Braunschweig [info] Land: Niedersachsen BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BSVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 1 Punkt 1 Kommentar [»] |
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Der Ausverkauf geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 18.09.26, 17:21 |
Aktuell ist gerade der Abschied der IC1-Garnituren bei der DB in aller Munde. Aber bereits vor zwei Jahren war der Verkauf nicht mehr benötigter Garnituren nach Österreich zu verzeichnen. Die ÖBB haben hier diverse Wagen erworben, und wir stehen hier am 25.10.24 in der Berliner Wuhlheide und harren der Dinge, als plötzlich die 248 082 der CD Cargo Germany GmbH erscheint. Am Haken hatte sie eine lange Garnitur von IC1-Wagen, die an die ÖBB verkauft wurden und in den roten Zierlinien bereits den ÖBB-Schriftzug trugen. Ihre Reise in die Alpenrepublik hat gerade erst begonnen. Datum: 25.10.2024 Ort: Berlin Wuhlheide [info] Land: Berlin BR: CZ-248 Fahrzeugeinsteller: CD Cargo Germany Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Herbst in der Wuhlheide geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 17.09.26, 12:08 |
Eine Bahn, die bislang in der Galerie noch völlig fehlt, ist die Berliner Parkeisenbahn in der Wuhlheide, welche im laufenden Jahr ihr 70jähriges Bestehen feiert. Sie gehört zu den u.a. in der DDR gegründeten Pioniereisenbahnen mit dem Ziel der Nachwuchsförderung für die Deutsche Reichsbahn und wird von Kindern und Jugendlichen betrieben. In den Sommermonaten findet fast täglich ein Fahrbetrieb statt, in den Herbst- und Wintermonaten nur an den Wochenenden. Eingesetzt werden auf 600 mm kleine Schmalspurdiesellokomotiven, meist V10C von LKM Babelsberg. Die Bahn besitzt auch mehrere Dampflokomotiven, von denen an bestimmten Fahrtagen ein bis zwei Lokomotiven im Einsatz sind. So auch am 19.10.25, als uns hier in der herbstlichen Wuhlheide ein Dampfzug entgegen kommt. Die Lok mit der Nummer 44 heißt "Klaus" und wurde im Jahr 1950 bei LKM Babelsberg gebaut und war zunächst als Trümmerbahnlok im Einsatz. Im Oktober 1987 kam sie in die Wuhlheide und ist seitdem immer wieder vor den Züglein der Parkeisenbahn zu sehen.
Der Begriff "Parkeisenbahn" ist eigentlich irreführend..;-) Wir reden zwar über den Freizeitpark Wuhlheide, aber eigentlich müsste es "Waldbahn" heißen - denn fast der gesamte Streckenverlauf liegt unter Bäumen. Nur ganz wenige Abschnitte sind hier bei Sonne schattenfrei umsetzbar - oder man probiert es mit einem herbstlichen Stimmungsbild..;-) Datum: 19.10.2025 Ort: Berlin Wuhlheide [info] Land: Berlin BR: 099 (Schmalspur bis 600mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Parkeisenbahn Wuhlheide Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Der Mond über Annaburg geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 14.09.26, 22:21 |
Der Bahnhof von Annaburg präsentiert sich auch im Jahr 2026 noch immer als Biosphärenreservat. Während woanders bereits das Corporate Design herrscht, liegen in Annaburg, gelegen an der Güterzugmagistrale von Falkenberg Richtung Lutherstadt Wittenberg, bis auf zwei Gleise alle weiteren Gleisanlagen brach. Es gibt im Bahnhof einen Hausbahnsteig und einen Mittelbahnsteig. Für Reisezüge Richtung Falkenberg wird zur sicheren Gleisquerung der Reisenden der Zugverkehr in die Gegenrichtung vor dem Bahnhof gestoppt. Es mutet skurril an, wenn man in der Ferne einen Güterzug langsam anrollen sieht, der dann in einiger Entfernung stoppt. Erst wenn der Silberhamster in der Gegenrichtung die Szenerie verlassen hat, geht es für den Güterzug weiter. Aber irgendwie hält sich in Sachsen-Anhalt dieses Kleinod an historischer Eisenbahnwelt bis heute.
Insbesondere in den Nachmittags- und Abendstunden lassen sich hier bis zum Sonnenuntergang die zahlreichen Güterzüge beobachten. Als letzten Zug des Tages sehen wir hier die 383 013 der CD Cargo, beklebt mit einem Motiv des böhmischen Eisenbahningenieurs Jan Perner, welcher im 19. Jahrhundert für diverse Bauprojekte verantwortlich war. Die Lok zieht einen der hier häufig anzutreffenden Getreidezüge - dessen zusammengewürfelte Garnitur derart betriebsverschmutzt ist, dass die Graffities an den Wagen kaum noch als solche auffallen...;-) Und der OL-Mast zur Linken ist tatsächlich so krumm...;-) Datum: 29.04.2026 Ort: Annaburg [info] Land: Sachsen-Anhalt BR: CZ-383 Fahrzeugeinsteller: CD Cargo Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 5 Punkte |
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Bunte Züge in Ruhleben geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 13.09.26, 14:00 |
Nicht nur die Züge waren damals bunt. Auch die Laubenpieperkolonie in Berlin-Ruhleben präsentiert sich in den herrlichsten Frühlingsfarben, als die 234 526 mit ihrem IC 532 von Berlin Richtung Hamburg durch den Güterbahnhof Ruhleben prescht. Was haben wir uns damals in den frühen 90er Jahren auf dem Abschnitt von Ruhleben bis zur Brücke des Nennhauser Damms in Staaken die Zeit vertrieben! Ungezählt die Tage, an denen man nachmittags den Zugbetrieb Richtung Wustermark inhaliert hat. Intercity- und D-Züge mit Ludmillen oder der Baureihe 229, später der 218. Dazu erste Vorortverbindungen der Nachwendezeit, zunächst mit Ferkeltaxen, dann mit Babelsberger Dicken, später mit der V 100. Dazu der umfangreiche Güterverkehr, oft mit Kohle-Leerzügen vom Kraftwerk Reuter West, welches wir hier im Hintergrund sehen. Oder mit Kesselzügen von den nahen Tanklagern. Oder Züge des Kombinierten Ladungsverkehrs vom Hamburg- und Lehrter Güterbahnhof. Egal, ob man auf den Brücken am Nennhauser Damm oder der Fußgängerbrücke davor oder im Spandauer Güterbahnhof oder hier auf der damals noch brach liegenden Trasse der S-Bahn stand - irgendwas kam immer. Vgl. Galerie...;-)
Wir blicken auf den bunten Wagenpark des IC 532, wie er -von der Berliner Stadtbahn kommend- Richtung Spandau zieht. Das Gleis dahinter kommt aus Moabit und weist noch die Stromschiene der Berliner S-Bahn auf. Die Gleisanlagen rechts vom IC gehören zum Güterbahnhof Ruhleben. Die Szene heute: ...ach, lassen wir das...;-) Scan vom Fuji-100 6x6-Dia Datum: 01.05.1993 Ort: Berlin Ruhleben [info] Land: Berlin BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Bunte Züge in Berlin-Spandau geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 12.09.26, 15:18 |
Tiefe Sonne wurde gewünscht...? Gerne doch..;-) Wir bleiben noch eine Weile beim Fernverkehr der 80er und 90er Jahre und kommen in den Oktober 1993. Die Spandau-Arcaden mit ihrem Gleisanschluss, auch Fernbahnhof genannt, gab es damals noch nicht. Die Traktion der IC-Züge oblag der Ludmilla sowie der glücklosen Baureihe 229. Wenig später kam die Baureihe 218 hinzu; Lübecker Loks zogen einige der IC-Züge von Berlin nach Hamburg.
Als Fotomotiv eignete sich hervorragend der Bereich des früheren Spandauer Güterbahnhofs, wahlweise mit oder ohne Stellwerk "Spg". In jedem Fall hatte man den Turm des Rathauses Spandau im Hintergrund. Am Nachmittag des 19.10.1993 kam die schnelle 234 475 mit der illustren Wagengarnitur des IC 532 nach Hamburg vorbei. Epoche IV, gemischt mit Epoche V. Nur wenig später war es vorbei mit derartig bunten Zügen im Fernverkehr, bald sollte nur noch das orientrot-weiße Erscheinungsbild mit violettem Zierstreifen das Farbbild der IC-Züge prägen. Heute wiederum längst Geschichte. Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 19.10.1993 Ort: Berlin Spandau [info] Land: Berlin BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte |
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Klassiker mit einer (fast) klassischen Garnitur geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 11.09.26, 16:54 |
Bereits zahlreiche Bilder sind von diesem Berlin-Klassiker in der Galerie enthalten - aber fast alle Bilder zeigen die Stadtbahn unter Strippe. Kommen wir noch einmal in die Zeit der Wendejahre, in den Januar 1992. Erste IC-Verbindungen wurden eingerichtet, noch mit der Dieseltraktion. Was lag näher, als DEN Berlin-Klassiker mal mit einem IC-Zug abzulichten? Und kurz nach einer Regenfront -der Telespargel ist noch nass- kam dann am Vormittag des 10.01.92 die 232 271 mit dem IC 908 vorbei. Und wieder versaut ein Wagen das heute historische Zugbild! Ja, es war mittlerweile schwierig, noch IC-Züge zu erwischen, die komplett im Epoche-IV-Outfit daherkamen. Siehe auch hier: [www.drehscheibe-online.de]
Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 10.01.1992 Ort: Berlin Jannowitzbrücke [info] Land: Berlin BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 11 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Bevor es bunt wurde geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 10.09.26, 10:35 |
Jede Stunde, jede Klasse. Nach diesem Motto wurde im Jahr 1979 die "Zwei-Klassen-Gesellschaft" in den Intercity-Züge eingeführt, und es soll Leute gegeben haben, die seinerzeit als Reisende in der 1. Klasse die Nase ob des Plebs gerümpft haben sollen, der plötzlich mit ihnen in der 2. Klasse im Zug fuhr. Aus heutiger Sicht unvorstellbar...
So sahen die Intercity-Züge in den 80er und 90er Jahren aus: ozeanblau-beige Bm 235 und Bpmz 291, der WR, und dann die Avmz und Apmz. Ja, man konnte damals die Wagengattungen noch auswendig, und als Tramper bin ich mit demselben Ticket gern in den neuen IC-Großraumwagen durch "Wessiland" gereist, gern auch an einem der Tische, in Fahrtrichtung links, gaffen, was entgegen kommt...;-). Dann kam die Wende, und mit ihr auch der IC-Verkehr in die Hauptstadt. Ozeanblau-beige kannten wir aus den Bm 234 der Interzonenzüge, und hin und wieder war auch mal ein rot-beiger Speisewagen im Zugverband. Aber kaum waren die IC-Garnituren vor Ort, gesellte sich schon die neue Farbgebung hinzu, und man sieht, wie ein einzelner Wagen ein ganzes Zugbild optisch zerstören kann. So gesehen an der Berliner Jannowitzbrücke am Nachmittag des 04.07.1991 im IC 609, gezogen von der "ewigen" Ludmilla. Tja, was fehlt in dem Bild? Nicht nur die Trias-Gebäude, sondern auch die zahlreichen weiteren Hochbauten, welche heute den Hintergrund dieser Szene prägen. Diverse Bilder sind in der Galerie von der Jannowitzbrücke enthalten, und hier nur ein Bild zu verlinken käme der Szene nicht gerecht. Kurze Zeit später ging sie los, die Zeit der bunten Züge. Coming soon...;-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 04.07.1991 Ort: Berlin Jannowitzbrücke [info] Land: Berlin BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte |
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An der Saale hellem Strande... geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 09.09.26, 11:10 |
...stehen Burgen stolz und kühn." So der erste Vers eines deutschen Volksliedes von Franz Kugler. Nun, von einem Strand ist nichts zu sehen, aber wir stehen an der Rudelsburg. Der Blick geht hier in verschiedene Richtungen auf die Strecke zwischen Naumburg und Großheringen. Die gemeinsame Führung der Strecken Richtung Erfurt und runter ins Saaletal verspricht hier eine hohe Zugdichte, aber im August 1998 galt die Aufmerksamkeit insbesondere dem Fernverkehr, welcher hier noch -abseits der ICE-Flotte- mit lokbespannten Garnituren aufwartete. Natürlich war man scharf auf die legendäre Baureihe 103, von der an jenem Tag auch zwei rot-beige Vertreterinnen für die ICs zwischen Frankfurt am Main und Leipzig eingetaktet waren.
Völlig unerwartet erschien jedoch zusätzlich an diesem Tag der IC 655 - bespannt mit einer 111! So etwas kam vor, war jedoch recht selten. In der Regel waren die ICs zwischen Frankfurt und Leipzig eine Bank für die 103, während auf der Strecke Berlin-Nürnberg die Baureihe 120 vor dem Zug hing. Beide Linien liefen hier parallel, und ergänzt wurde das Ganze durch alles, was so an Sickenvarianten im Regio-Verkehr üblich war. Der Güterverkehr war aus damaliger Sicht fast langweilig: es regierte die Baureihe 155, ergänzt um einige 140er sowie bordeauxfarbene Russen. So what...? ;-) Und heute? Heute reden wir über einen zeitnahen Termin zum offiziellen IC1-Abschied bei der DB. Vorhang auf für lokbespannte IC-Züge...;-) Ob das Motiv noch so geht? 2020 sah es so aus: [www.drehscheibe-online.de] Und die erwähnte Gegenrichtung mit "blonder" (was für ein doofer Begriff !) 103: [www.drehscheibe-online.de] Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia, stark entsättigt, aufgewärmt, zugeschnitten, aufgehellt... Datum: 10.08.1998 Ort: Rudelsburg [info] Land: Sachsen-Anhalt BR: 111 Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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Der weite Blick ins Stanzertal geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 06.09.26, 22:11 |
Kommen wir zum Abschluss meiner Reise durch Österreich noch einmal ins Stanzertal. Wir schreiben den 20.07.90, und zu jener Zeit wies die Arlbergstrecke noch ihren alten Trassenverlauf auf, welcher zwischen St. Jakob und St. Anton einen kleinen Bergrücken umrundete. Von diesem Bergrücken waren morgens Bilder auf St. Anton möglich und nachmittags Richtung St. Jakob. Der Blick geht hier weit, und wir sehen im Hintergrund die Kirche von Pettneu, dahinter das Dorf Schnann. Wir haben etwas über die Eisenspitze erfahren, welche über dem Stanzertal trohnt. Natürlich galt die Krabbelei auf den Berghang einer 1020, die auch als Schublok hinter einem Güterzug von Bludenz daherkam, aber ebenso typisch für Österreich war damals die Reihe 1044, noch mit elfenbeinfarbenem Dach, vor den schicken Eurofima-Wagen, teils noch in jaffa. Der Zug: ebenfalls ein Klassiker: wie sehen den EC 62, den berühmten "Transalpin" von Wien nach Basel. Bis heute hat sich dieser Zug als lokbespannter Zug gehalten und wird, was sein Zuglauf anbelangt, seinem Namen gerecht.
Ich möchte mit dieser Aufnahme meine Bilderreise durch Österreich beenden - zumindest vorübergehend..;-) Natürlich schlummern im Dia-Keller noch weitere Aufnahmen, und es gibt österreichische Reihen, von denen viel zu wenig Bilder in der Galerie enthalten sind. Ich bedanke mich für das entgegen gebrachte Interesse, aber es gibt thematisch noch einige andere Felder zu beackern. Für alle Freunde der ÖBB gilt der Schluss-Satz von Paulchen Panther: heute ist nicht alle Tage...;-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 20.07.1990 Ort: St. Jakob [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1044 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 16 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Vom Ennstal hinauf ins Salzkammergut geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 05.09.26, 20:15 |
Nicht jeder Tag im Hochsommer bietet bei Sonne einen klaren Blick. Aber dennoch konnte man am Abend des 28.07.90 weit hinab ins Ennstal blicken, und wir erkennen über dem bergwärts fahrenden Zug den Bahnhof von Stainach-Irdning - ein Bahnhof, welcher von mir früher sehr häufig besucht wurde, schon allein seiner Vielfalt an Altbau-Elektrolokomotiven. Hier endet die Salzkammergutlinie von Attnang-Puchheim, und in den 90er Jahren war hier bis auf den "Ausseerland", einem Eilzug, der aus einer Garnitur der Reihe 4010 gebildet wurde, nahezu jeder Zug lokbespannt. Vor den Regionalzügen herrschte die 1041/1141 oder auch mal eine 1042 oder seltener eine 1044, und wir erinnern uns an den "Erzherzog Johann", einem Eilzug, welcher bis Mitte der 80er Jahre mit einer 1018 bespannt wurde. Auch später sind noch lokbespannte Reisezüge auf der Salzkammergutlinie unterwegs gewesen, mit 1142 oder 1144 vor Cityshuttle-Wagen. Was heute dort unterwegs ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Aber bleiben wir bei den Garnituren der Epoche IV: hier dominierten Schlieren oder Inlands-Reisezugwagen. Hier kommt am Abend des 28.07.90 der R 3435 von Stainach-Irdning aus dem Ennstal empor, gebildet aus zwei Schlieren. Der erste im klassischen Jaffa, der zweite ein Halbgepäckwagen im Sparlack, ohne zusätzliche dünne Zierstreifen. Bespannt mit der 1041.011. Und wieder erkennen wir die "gerade" Front im Vergleich zu den 10 Loks dieser Reihe ab der Nummer 1041.016, die ein etwas windschnittigeres Führerhaus erhalten haben.
Rechts über dem Zug entschwindet die Ennstalstrecke Richtung Schladming. Unser Zug erklimmt die Steigung zur Hochfläche nach Tauplitz. Scan vom Fuji 100 Kleinbilddia. Datum: 28.07.1990 Ort: Stainach-Irdning [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1041 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 5 Punkte |
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Vereint durchs Salzkammergut geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 04.09.26, 14:51 |
Nach der Vorstellung der unterschiedlichen Outfits der Reihe 1141 kommen wir zur Vorgängerreihe 1041. Auch diese Reihe war früher auf der Salzkammergutlinie sowie im Ennstal an der Tagesordnung. Die Reihe 1041 war im Prinzip eine Weiterentwicklung der Reihe 1040, und die ersten Loks stammen aus dem Jahr 1951. Damit waren sie zum Zeitpunkt unserer Aufnahme bereits auch schon fast 40 Jahre alt. Auch hier gibt es optisch und konstruktiv einige Unterschiede: während die ersten 15 Loks mit einer relativ geraden Front geliefert wurden, erhielten die letzten 10 Loks der Reihe den "Knick in der Optik", wie wir ihn hier sehen: [www.drehscheibe-online.de]
Wir stehen am 24.07.90 in Altmünster an der Salzkammergutline und warten auf den R 3444. Dieser Zug fuhr im Sommer immer mit zwei Lokomotiven, denn eine von ihnen fuhr ab Ebensee den Sammler nach Steeg-Gosau, unweit der Dachsteinhöhlen, weiter. Einer Leistung, die bis zum Jahr 1989 noch der ehrwürdigen Reihe 1045 aus Attnang-Puchheim oblag. Doch die 1045 war in Attnang leider schon Geschichte, und die letzte einsatzfähige 1045 wurde vorübergehend nach Selzthal umstationiert und konnte bis 1991 im Fahrverschub rund um Stainach-Irdning bewundert werden. Wir sehen den R 3444 mit der 1041.002 als Leervorspann vor einer 1141. Man beachte die unterschiedlichen Dachkonstruktionen. Und wir sehen eine Lok im bereits verkehrsroten Outfit mit nur einem Zierstreifen, im Vergleich zur verlinkten "Jaffa"-Aufnahme. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 24.07.1990 Ort: Altmünster [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1041 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 0 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Morgens auf der Salzkammergutlinie geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 02.09.26, 09:08 |
Bleiben wir noch kurz bei den Loks der ÖBB-Reihe 1141. Wir haben kürzlich zwei Bilder dieser Reihe in einem etwas neueren Outfit gesehen, und hier kommt uns kurz vor Stainach-Irdning die ursprüngliche Ausführung in Blutorange mit drei Zierstreifen entgegen. Im Rahmen unseres Sommerurlaubes anno 1990 bin ich morgens mal die Salzkammergutstrecke abgelatscht, um zu schauen, ob sich ein Bild für den morgendlichen Milchzug von Tauplitz mit dem Grimming im Hintergrund machen ließ. Hierbei entstand diese Aufnahme der -themenbezogen bewusst formatfüllenden- 1141.010 mit ihrem R 3462, wie sie von Bad Aussee kommend, in das Ennstal nach Stainach-Irdning hinunterbremst. Im Hintergrund sehen wir das Grimming-Massiv.
Dem Zug wird einige Zeit später die rote 1080.015 mit ihrem Milchwagen von Tauplitz folgen. Dieser Zug wird in Lessern noch weitere Milchkübel einsammeln, bevor es zur Ennstaler Molkerei nach Stainach geht. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 25.07.1990 Ort: Stainach-Irdning [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1141 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 6 Punkte |
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Ein Regionalzug am Selzthaler Moor geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 31.08.26, 21:04 |
Setzen wir die kleine Typenkunde der ÖBB-Reihe 1141 fort mit dieser Aufnahme: jüngst haben wir in der Galerie die 1141.025 in Verkehrsrot mit umbragrauem Rahmen gesehen [www.drehscheibe-online.de], mit nur einem Zierstreifen, aber noch mit den ursprünglichen Führerstandstüren. Kommen wir zur 1141.024, welche uns hier am Vormittag des 13.08.95 mit dem gleichen Regionalzug 3515 wie auf der verlinkten Aufnahme kurz vor Selzthal entgegen kommt. Wir sehen eine Version nach der Hauptgrundausbesserung, in Verkehrsrot mit nur einem Zierstreifen, und hier wurden die Führerstandstüren Richtung Maschinenraum verlegt, wobei auf jeder Seite eine Tür entfallen ist.
Aber kommen wir zur Garnitur! Was sehen wir? Üblich in den Regionalzügen in der Steiermark waren Schlieren, Inlandsreisezugwagen oder Mitteleinstiegswagen. Modernisierte Vorkriegswagen waren Mitte der 90er Jahre nur noch ganz selten anzutreffen; in der Steiermark jedoch noch auf dem GmP Kleinreifling-Weyer. Hier haben wir hinter der Lok einen der 12 B4ipüho der ÖBB; Leichtschnellzugwagen, welche ab 1960 in Dienst gestellt wurden und bis zum Jahr 2000 im Einsatz waren. Sehr ähnlich zu den 60 ab dem Jahr 1955 gelieferten Bpo, jedoch mit drei Einstiegen pro Seite. Dinge, die einem erst Jahrzehnte nach dem Aufnahmedatum auffallen, wenn man sich endlich mal mit dem beschäftigt, was hinter der Lok so dranhängt. Unser Zug passiert eine ganz simple Fotostelle, direkt am Straßenrand gelegen, am sogenannten Selzthaler Moor. Selzthal ist in wenigen Augenblicken erreicht. Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 13.08.1995 Ort: Selzthal [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1141 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Ein typischer Regionalzug im Ennstal geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 30.08.26, 20:53 |
Betrachten wir einen Moment die kleinen Nachkriegs-Elloks der Reihen 1041 und 1141 der ÖBB. Unscheinbare, kleine Maschinen, die beim Warten auf eine Altbaureihe immer wieder vor die Linse fuhren. Die Loks standen früher nie im Fokus und galten fast als langweilig, aber aus heutiger Sicht, über 20 Jahre nach ihrer Kassierung, haben sie ebenso wie die Vorkriegsreihen ihre Daseinsberechtigung und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Und in der Galerie sind sie mit nur 11 Bildern der Reihe 1141 sowie nur lumpigen zwei Bildern der Vorgänger-Reihe 1041 nur knapp über der Wahrnehmungsgrenze.
Die Reihe 1141 gab es in damals in den 90er Jahren in drei Versionen: die ursprüngliche Variante in Jaffa mit drei Zierstreifen, dann die verkehrsrote Variante mit umbragrauem Rahmen und nur einem Zierstreifen, und später, im Rahmen einer Hauptgrundausbesserung mit nur noch einer Tür an der Seite Richtung Maschinenraum, ebenfalls in verkehrsrot gehalten. Wir sehen hier die verkehrsrote 1141.025, noch mit zwei Führerstandstüren pro Seite, wie sie uns in Öblarn beim Warten auf die an diesem Tag deutlich spätere 1040 mit ihrem Schladming-Sammler mit ihren R 3515 entgegen kommt. Man beachte auch die Garnitur: ein Jaffa- Inlandsreisezugwagen, ein Jaffa-Mitteleinstiegswagen und ein Sparlack-Schlieren-Halbgepäckwagen. Alltag bei den ÖBB in den 90er Jahren! Scan vom Fuji-Velvia 6x6-Dia Datum: 11.08.1995 Ort: Öblarn [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1141 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 11 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Historisches Stelldichein in Stainach-Irdning geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 29.08.26, 12:19 |
Die Vorlage hat Dennis mit diesem Bild geliefert: [www.drehscheibe-online.de]. Der Grimming. Ein sehr markanter Klotz, der wahrlich grimmig daher kommt. Als Bildhintergrund dient er quasi rund um die Uhr für Züge im Ennstal oder nachmittags auf der Salzkammergutlinie. Und er wirkt fast bedrohlich bei Aufnahmen im Bahnhof von Stainach-Irdning. Und jener Ort war ab Mitte der 80er Jahre für über zehn Jahre immer wieder ein Ziel für Sommerurlaube. Der Grund ist schnell erkennbar: hier war fast rund um die Uhr Rangieraktion mit diesen urigen Hobeln der Reihe 1080. Wer die Loks akustisch erlebt hat, vergisst das seinen Lebtag nicht mehr. Selzthal hatte zum Schluss noch drei Vertreterinnen dieser Reihe: die jaffa-farbene 1080.015 sowie die beiden grünen 1080.001 und 007. Mindestens eine von ihnen diente als Rangierlok in Stainach-Irdning, wenn sie nicht mit kurzen Fahrverschüben nach Tauplitz unterwegs war, um die Milchwagen einzusammeln. Die zweite Lok lief häufig vor dem morgendlichen Milchzug von Gröbming nach Stainach. Ja, die Milchzüge: tägliches Brot im Ennstal, bevor die Transporte auf die LKW-Bedienung umgestellt wurden.
Dann war Stainach-Irdning der Endpunkt der Regionalzüge der Salzkammergutlinie, und da diese Züge früher ausschließlich lokbespannt waren, gab es für die 1080 immer etwas zu tun. Am 26.07.90 ergab sich durch Zufall dieses Stelldichein der beiden grünen 1080 im Bahnhof von Stainach-Irdning. Man beachte die unterschiedliche Größe der Betriebsnummern. Rechts im Bild steht einer der typischen Regionalzüge der Salzkammergutlinie, bespannt mit einer 1041 oder 1141, hier die 1141.004. Triebwagen kannte man damals nur im Fernverkehr in Form des legendären 4010, oder es kam mal ein Regionaltriebwagen der Reihe 4030 vorbei - von der sage und schreibe nur ein Bild in der Galerie vorhanden ist (sic..!). Zum Standort: Im Bildtext zum Hieflau-Sammler [www.drehscheibe-online.de] ist alles gesagt...;-) Stainach-Irdning heute: der Bahnhof von früher ist nicht mehr wiederzuerkennen. Die Reihe 1080 hat lange ausgedient. Milchzüge sind Geschichte. 4010, 4030, 1041 und 1141 auch. Um den Ort herum wurde für den Autoverkehr eine Ortsumgehung geschaffen. Gibt auch fotografisch gesehen keinen Grund mehr, hier anzuhalten. Mein letzter Urlaub dort war im Sommer 1997. Aber der Grimming, der steht noch. Beeindruckend wie eh und je. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 26.07.1990 Ort: Stainach-Irdning [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1080 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 11 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Der Hieflau-Sammler geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 28.08.26, 15:18 |
Grüne Altbauelloks in Österreich: was haben wir die Dinger in den 80er und 90er Jahren gescheucht! Ohne Rücksicht auf Bildhintergründe...;-) Heute, erst viel später, nimmt man wahr, dass diverse Motive mit einer Lok im Jaffa-Look die bessere Wahl wären. Aber damals war man froh über die beiden letzten grünen 1080 in Selzthal sowie über die grüne 1245.005, welche später einen Museumsstatus genoss. Als Mitte der 90er Jahre plötzlich die grüne 1245.514 hinzukam, ging die Hatz weiter, und vollends von der Rolle waren wir, als sich zwischenzeitlich im Jahr 1991 aus Attnang noch eine grüne 1045 dazugesellte.
Am 10.08.95 hatte die 1245.514 Dienst vor dem Hieflau-Sammler. Der Zug kam an dem Tag von Eisenerz und machte nachmittags im Bahnhof von Hieflau erst einmal Pause. Kurz ein Bild im Bahnhof, und weiter ging es nach Admont, der Fuhre hinter der Benediktinerabtei auflauern. Ein Motiv, welches man nicht oft genug wiederholen konnte! Hier mit einer Fuhre einen Tag später: [www.drehscheibe-online.de]. Zur möglichen Frage des Standortes: wer die Bahnhöfe von Stainach-Irdning, Bad Aussee oder Hieflau noch kennt, stellt die Frage nicht. Alles, was nicht direkt von Schienen und Schwellen belegt war, galt als Bahnsteig. Ich habe ein Mal in Stainach-Irdning danach gefragt. Lapidare Antwort: loass di net überfoahrn...;-) Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 10.08.1995 Ort: Hieflau [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1245 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Von Frankreich ins Weinviertel geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 27.08.26, 20:08 |
Bleiben wir noch am Arlberg mit seiner grandiosen Berglandschaft und schauen uns ein Motiv an, welches in einem anderen Format zu anderer Jahreszeit mit einer dieser herrlich attraktiven Loks der Reihe 1020 bereits in der Galerie enthalten ist: die Passage durch den Ort St. Anton. Hier wurde in einer engen Kurve ein kleiner Bergrücken umfahren, und es ging an schließend durch den Ort, eng an den Häusern vorbei. Eine Linienführung, die sich heute nur noch mit viel Phantasie erahnen lässt; die Strecke verläuft hier längst durch einen Tunnel.
Ich wollte das Motiv eigentlich mit einem Intercity bringen, aber der Kommentar zur grünen 1020 [www.drehscheibe-online.de] mit der gleichen Garnitur wie dieser Zug haben dann doch den Ausschlag gegeben. Und so sehen wir hier die 1044.091, bereits mit größeren Lüftern, aber noch mit beigem Dach, wie sie mit dem im vorigen Bild erwähnten Glucosezug von Frankreich (evtl. Vogesen..?) nach Pernhofen (bei Laa an der Thaya) an uns vorbeizieht. Am Zugschluss fungiert erneut die 1020.042, die sich in Landeck hinter den Zug in die Gegenrichtung setzen wird. Nähere Angaben zu dem Zug sind gern willkommen..! ;-) Bei meinen Sommerurlauben am Arlberg anno 1990 und 1991 habe ich die Fuhre nie gesehen. Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia, nur leicht eingekürzt. Datum: 07.05.1994 Ort: St. Anton [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1044 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 10 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Da steht ´ne grüne Lok geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 26.08.26, 10:45 |
Bilder von grünen Altbau-Elloks in Österreich kann man eigentlich nicht genug sehen, auch wenn der Teufel im Detail (oder Bildhintergrund) steckt...;-) [www.drehscheibe-online.de]
Manche Fototage verlaufen ganz anders als geplant. Ursprünglich hatte ich an jenem Tag im Juli 1991 ein anderes Motiv im Auge, als wir vormittags durch den Ort Flirsch fuhren. Auf Höhe des Bahnhofs meinte meine Begleiterin halb salopp: "guck´ mal, da oben steht´ ne grüne Lok". Stanto pede ging es sofort hoch zum Bahnhof, und siehe da: die grüne 1020.042 stand mit einer Schotterfuhre im Bahnhof. Kaum war die Bahnhofsaufnahme im Sack, als sich der Zug rückwärts in Bewegung setzte und Richtung Schnann entschwand. Kurze Frage beim örtlichen Personal: ja, die schottern nur, der kommt gleich wieder. Und dieses Spielchen wiederholte sich dann mehrmals: das grüne Ungetüm kroch wieder in den Bahnhof, und unmittelbar danach rollte der Planverkehr vorbei, in beide Richtungen. Man operierte quasi am offenen Herzen. Eurocities kamen vorbei, Güterzüge mit 1020-Schub und Vorspann, und zwischendurch ging es jeweils für 20 Minuten raus an die Strecke zum Schottern. Den ganzen Vormittag haben wir in Flirsch verbracht, aber nach zahlreichen Vorbeifahrten und Bildern der grünen 1020 waren wir der Aktion überdrüssig, und die zusehends hohe Sonne sorgte dann für die sprichwörtliche Eisdiele. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 23.07.1991 Ort: Flirsch [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Es hätte alles kommen dürfen... geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 25.08.26, 08:20 |
...nur nicht die tannengrüne 1020.042! Fluch wie Segen war hier die Schubleistung dieser Lok an einem Foodcontainerzug, welcher bei Braz die Arlberg-Westrampe hinunterrollte. Und wie üblich blieben am Arlberg die Schubloks zwischen Landeck und Bludenz bis zu ihrem Zielort am Zug.
Ein netter und häufiger Brauch der ÖBB bestand darin, dass viele Zugförderungsstellen eine Lok ihres Bestandes mit einem historischen Outfit versehen haben. Wir erinnern uns an die grüne 1018.05, die 1245.04 und 05, die 1020.027, die 1042.044 sowie einige andere. Und in Bludenz wurde die 1020.042 im Jahr 1990 wieder in ein tannengrünes Outfit gesteckt und lief munter im Plandienst mit. So groß die Freude über das historische Outfit war, so ernüchternd präsentierten sich im Nachhinein die Aufnahmen - wenn die Lok wie hier farblich passend zum Wonnemonat Mai vor grüner Hintergrundkulisse auftaucht. Mann, was haben wir uns damals am glasklaren 07.05.94 über die Lok gefreut! Und heute? Stellt euch die Szene mit einer Jaffa-1020 vor! Egal! Hier geht es einfach um das Unikum - welches heute immer noch erhalten ist, während viele weitere 1020 den Weg allen alten Eisens antreten mussten. Natürlich kam an der Fotostelle in Braz auch der Alltag in Form einer 1044 vorbei, im Neulack. Aber wer will die schon sehen...? ;-) Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 07.05.1994 Ort: Braz [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 5 Punkte 8 Kommentare [»] |
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Ungewohnte Bespannung im Stanzertal geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 24.08.26, 11:46 |
Wenn man am Arlberg keine Lust hat, für Motive in die Berge zu kraxeln, bleibt man unten im Stanzertal, macht Picknick auf einer Wiese bei Schnann und lässt sich einfach berieseln mit allem, was so vorbeikommt. So auch am frühen Nachmittag des 20.07.91. Allerhand Züge aus beiden Richtungen kommen vorbei, auch Güterzüge, meist mit Schub-1020 am Zugende. Diverse Varianten der 1044 gingen ins Netz, aber am interessantesten fand ich die Bespannung des IC 562: anstelle der üblichen 1044 hing die 1042.567 vor dem Zug. Noch in ursprünglicher Form, aber bereits in verkehrsrot mit nur einem Zierstreifen. Nun waren 1042 im IC-Dienst bereits 1991 eher die Ausnahme, und auch diesem Zug wurde eine 1020 als Schublok mitgegeben. Mittlerweile hat sich bei den Eurofima-Wagen das neue rot-anthrazitfarbene Outfit durchgesetzt, und sehr häufig fanden sich in den Garnituren Inlands-Reisezugwagen wieder, wie auch hier. Ein Intercity oder Express im reinen Jaffa-Outfit gehörte bereits in jenem Jahr schon der Vergangenheit an, als noch rein orangefarbene Garnituren aus Eurofima- oder UIC-X-Wagen gebildet wurden.
Blicken wir also auf einen typischen Fernzug der 90er Jahre, wie er umrahmt von den schroffen Bergen durchs Stanzertal gen St. Anton rauscht und soeben die Rosanna überquert hat. Noch säumen die alten Oberleitungsmasten die Strecke. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 20.07.1991 Ort: Schnann [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1042 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Der Wettlauf mit dem Schatten geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 21.08.26, 16:53 |
Vor kurzem wurde diese sehr bemerkenswerte Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] von der Pinzgauer Lokalbahn in die Galerie aufgenommen. Sehr ähnlich sieht es einige Kilometer weiter kurz vor dem aktuellen Endpunkt in Mittersill aus: auch hier kommt die Bahn in einer weiten Kurve um die Ecke und umrundet den Ort Stuhlfelden. Spät am Abend gegen "Zehn vor Acht" habe ich mich auf einem Hang oberhalb von Stuhlfelden positioniert, und es ging der Wettlauf des Schattens mit dem verspäteten Zug aus Zell am See los. Die Minuten verrinnten; man konnte dem Schatten förmlich beim Wandern zusehen, als endlich die Vs 82 mit ihrer abendlichen Fuhre nach Mittersill um die Ecke bog. Ein kurzer Halt in Stuhlfelden, und weiter ging es, dem Schatten entgegen. Mittersill ist gleich erreicht!
Und wer weiß? Vielleicht wird man sich in einigen Jahren an die Benzinpreise erinnern..! In jeder Hinsicht...;-) Datum: 10.07.2026 Ort: Stuhlfelden [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-Vs 81-84 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Damals in Flirsch geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 23.08.26, 13:01 |
Beackern wir noch einen Moment das Feld der Arlbergbahn! Neben den Motivklassikern in Pettneu oder der Trisannabrücke gibt auch der Bahnhof von Flirsch mit seinem blumengeschmückten Aufnahmsgebäude eine gute Figur ab. Am späten Nachmittag kommt die Sonne so weit herum, dass auch die Lokfront ausgeleuchtet ist. Natürlich war das die Zeit für den "ewigen" 43644 von Innsbruck in westliche Richtung, welcher ab Landeck ohne Support einer 1020 nicht über die Ostrampe kam. Mehrmals habe ich den Zug in den Sommerurlauben anno 1990 und 1991 probiert - aber fast immer hing die 1020 als Schublok hinter dem Zug. Also sehen wir aus damaliger Sicht den erneuten Flop mit einer "schnöden" 1044. Einer Vertreterin jener Reihe, die seinerzeit auf österreichischen Gleisen außer einem Fahrverschub so gut wie alles zog und schon fast als langweilig galt, so wie die bundesdeutsche 111 in Bayern...
Doch halt! Zeiten ändern sich - und dich! Was damals der Alltag war, ist heute mitunter heiß begehrt. Was sehen wir? Die 1044.083, noch in Jaffa mit drei Zierstreifen und beigem Dach. Trotz der größeren Lüfter ein Fahrzeug in zeitloser Eleganz, welches heutzutage schon fast als ausgestorben gilt. Also erfreuen wir uns an dem 43644, wie er am 23.07.91 durch den Bahnhof von Flirsch zieht. Es muss nicht immer eine 1020 sein...;-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia. Dem Fluch der Festbrennweite fiel oben die Wolkenkante zum Opfer. Datum: 23.07.1991 Ort: Flirsch [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1044 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Pettneu ohne Mast geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 22.08.26, 17:17 |
Da der Arlberg anscheinend gut ankommt..;-) [www.drehscheibe-online.de] , lege ich hiermit eine weitere Aufnahme von dieser legendären Bergstrecke zwischen Tirol und dem Vorarlberg nach.
Ein ebenso beeindruckendes wie grandios simples Motiv fand sich früher immer am Straßenrand in Pettneu, wo in den späten Nachmittagsstunden so manche Zeit verbracht wurde, um den begehrten 1020 mit ihren Güterzugleistungen aufzulauern. Nachmittags kamen hier regelmäßig mehrere Leistungen vorbei - aber sie hatten meist eine "schnöde" 1044 oder 1110 als Zuglok und die Schub-1020 hing am Zugende. Nur einmal ist mir hier der Treffer gelungen: [www.drehscheibe-online.de]. Bei langen Zügen hatte ich -auch aufgrund der Schatten- immer als kleinen Wermutstropfen diesen riesigen Strommast im Bild, der aber gottseidank der Harmonie keinen Abbruch getan hat. Heute, über 35 Jahre später, ist eigentlich jeder Zug von damals historisch. Und somit sehen wir hier, einige Meter weiter und ohne Mast, eine der wenigen Leistungen der Reihe 1042 am Arlberg, welche hier den R 5504 gen Bludenz zieht. Jaffa, Inlandsreisezugwagen, die Lok, der Blick...alles Geschichte! Pettneu heute: man kann mit Google Earth die Straße entlangfahren und den Blick von damals entdecken. Ich rate davon ab...:-( Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Zuletzt bearbeitet am 26.08.26, 10:06 Datum: 20.07.1990 Ort: Pettneu [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1042 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 14 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Die Lady in red auf der Anhalter Bahn geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 17.08.26, 11:44 |
Normaler Weise ist der Güterverkehr auf der Anhalter Bahn vom südlichen BAR Richtung Jüterbog vormittags recht überschaubar. Voll wird es hingegen, wenn die parallele Dresdener Bahn baustellenbedingt gesperrt ist und ein Großteil des dortigen Verkehrs über die Anhalter Schiene geleitet wird. Die üblichen ICEs wechseln sich dann ab mit dem Railjet Richtung Elbmetropole, hinzu kommt der etwa halbstündige Regionalbahntakt des RE 3 und 4 sowie der Güterverkehr. Solches war am Wochenende 15./16.08.26 der Fall, und dann gab es das sprichwörtliche Daumenkino an Zügen. Ein kurzes Zeitfenster konnte bei Kerzendorf genutzt werden, oberhalb von Trebbin gelegen. Und von der Kavalkade am attraktivsten fand ich diesen Containerzug, bespannt mit der 243 201 der WFL im Dienst von Intertourex. Beobachten wir die Vorbeifahrt in der bereits brütenden Hitze des 15.08.26 inmitten der völlig ausgetrockneten Wald- und Wiesenlandschaft der Mark.
Datum: 15.08.2026 Ort: Kerzendorf [info] Land: Brandenburg BR: 143 Fahrzeugeinsteller: WFL Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 5 Punkte |
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Morgendunst über dem Ennstal geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 10.08.26, 10:58 |
Wir erwähnten vor kurzem den Fernverkehr der ÖBB im Ennstal. In den 80er und 90er Jahren war dies eine Bank für die Reihe 4010. Immer wieder fuhren mir beim Warten auf die Altbauelloks diese formschönen Züge vor die Linse. Und hier war es der 4010.016, welcher als IC 714 in westlicher Richtung im Ennstal unterwegs war.
Wir schreiben den 01.07.92. Sommerlicher Morgendunst liegt über dem Ennstal, der sich aber im Laufe des frühen Vormittages auflösen wird. Eine 1080 sollte mit einem Fahrverschub von Selzthal über Liezen nach Stainach-Irdning unterwegs sein, brutal aus dem Licht. Kurz hinter Stainach Richtung Wörschach fiel mir dann dieser freie Abschnitt auf, und ich legte mich mit dem Tele auf die Lauer. Der 4010 kam vorüber, klick, und das Bild verschwand für die nächsten 34 Jahre im Dia-Archiv. Der Fahrverschub folgte, akustisch weithin vernehmbar - als Lokzug ohne Last...:-( Eine einzelne grüne 1080 kam angeklappert, und so verloren, wie sie in der Landschaft wirkte, so wenig Beachtung wurde auch jenem Bild geschenkt. Heute, 34 Jahre später, wirkt die 1080 immer noch fipsig, aber auch den 4010 gibt´s nicht mehr, und der sieht wenigstens nach "Zug" aus. Also: voilá...;-) Schwieriges Licht; gebe ich zu. Aber vielleicht kommt die Stimmung ja an...:-) Scan vom Fuji-100 6x6-Dia Datum: 01.07.1992 Ort: Stainach-Irdning [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-4010 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Auf engem Raum geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 06.08.26, 12:06 |
Verdammt eng geht es hier im Stanzertal zu: die Arlbergstrecke, die Rosanna, die Stanzertaler Landesstraße sowie -unter der Lawinengalerie- die Arlberg-Schnellstraße zwängen sich hier durch das enge Tal. Man steht unmittelbar an einer Überbrückung der Arlbergbahn und blickt auf einen weiteren künstlichen Tunnel. Ein Motiv, welches heute noch so umsetzbar ist - im Gegensatz zu vielen anderen herrlichen Motiven am Arlberg, welche heute leider nicht mehr machbar sind: man denke an den Talblick in Pettneu, die kurvige Streckenführung bei St. Anton oder den Damm mit der alten Kastenbrücke in Schnann. Seit dort die Trassenführung in den letzten Jahren "auf links" gedreht wurde, ist der Streckenabschnitt zwischen Schnann und dem Arlbergtunnel nicht wiederzuerkennen.
Das Motiv mit dem kleinen Tunnel geht noch - aber es zwängt sich keine 1020 mehr hindurch. Vorbei die Zeit, als diese Reihe in ihrer ungemein attraktiven Lackierung noch im Vorspann- oder Schubdienst auf den Arlbergrampen unterwegs war. Mehrere Sommerurlaube zu Beginn der 90er Jahre wurden hier verbracht, um diese Loks vor den Güterzügen am Arlberg zu erleben - und nicht nur Güterzüge wurden bespannt; auch war es mal ein langer Expresszug, der den Schub dieser Reihe erforderte. Erinnern wir uns mit diesem Bild der 1020.044 bei Flirsch, wie sie den 66470 auf seinem Weg zum Scheitelpunkt der Rampe im Arlberg-Tunnel unterstützt. Die Lok hat im Frühjahr 1995 ihr tannengrünes Outfit wieder zurückerhalten und wurde später sogar wieder in den Zustand der 70er Jahre mit drei Führerstandsfenstern versetzt. Fast 15 Jahre war sie Museumslok der ÖBB, bevor sie an ein privates Verkehrsunternehmen weitergegeben wurde. Wie es aktuell um sie bestellt ist, ist mir leider nicht bekannt. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 23.07.1991 Ort: Flirsch [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Das Aufnahmsgebäude von Tauplitz geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 05.08.26, 19:47 |
Lustige, bisweilen niedliche Worte haben sie ja, die Österreicher...;-) Man denke an den Topfenstrudel oder Ribisel. Und was bei uns das Empfangs- oder Bahnhofsgebäude ist, ist dort das Aufnahmsgebäude. Und was waren diese Gebäude früher bisweilen gepflegt...! Man denke in der Steiermark an die Gebäude von Stainach-Irdning oder Liezen. Blumenschmuck ohne Ende! Auch das Aufnahmsgebäude von Tauplitz, oberhalb von Stainach an der Salzkammergutlinie gelegen, versprühte diesen aufgeräumten, fast lieblichen Eindruck.
Die Sommerurlaube von den späten 80er bis zur Mitte der 90er Jahre hatten meist nur ein Ziel: wo immer in Österreich wurde den Altbau-Elloks nachgestellt. Auch als in der Steiermark die letzten 1245 durch 1040 abgelöst wurden, standen auch diese urigen Loks mit ihrem im Vergleich zum Fahrwerk irgendwie zu kleinen Lokkasten im Fokus. Und somit sehen wir hier das Stelldichein der 1040.016, wie sie am 12.09.95 -als Lokzug von Bad Mitterndorf kommend- eine Zugkreuzung in Tauplitz abwartet, bevor es hinunter ins Ennstal geht. Scan von Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 12.08.1995 Ort: Tauplitz [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1040 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 2 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Neulich, am Schloss Trautenfels geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 04.08.26, 15:13 |
In letzter Zeit sind immer wieder sehenswerte Aufnahmen aus dem Ennstal in der Galerie zu sehen. Insbesondere lokbespannte Fernverkehrszüge waren hier in den letzten Jahren anscheinend en vogue. Nun, greifen wir etwas in die Mottenkiste und kommen in den Sommer 1992. Der Fernverkehr wurde seinerzeit meist aus den 4010-Garnituren gebildet, die hier allgegenwärtig waren. Formschöne, herrliche Züge, die aber in Anbetracht der Vielfalt an Altbau-Elektrolokomotiven in der Wahrnehmung irgendwie hinten runter fielen. Klar; man war damals scharf auf die Reihen 1080, 1045 und 1245, welche -ausgehend von den Zfst. Selzthal und Attnang- in der Steiermark und auf der Salzkammergutstrecke für tagesfüllende Beschäftigung sorgten. Natürlich fiel dabei jede Menge Beifang an Regionalzügen ab, bespannt mit dem, was damals üblich war: 1041, 1141 und 1042 waren allgegenwärtig, jedoch eine 1044 verirrte sich nur selten ins Ennstal.
Besonders froh war ich damals, wenn mir mal eine der wenigen grünen 1245 vor die Linse fuhr. So auch am 04.07.92, als die grüne 1245.005 den Schladminger Sammler durchs Ennstal zog. Position wurde am Schloss Trautenfels bezogen, kurz vor Stainach-Irdning. Im Hintergrund grüßt uns der mächtige Grimming, ein 2.351 m hoher Solitär, der aber zum Dachstein-Massiv gehört. Die 1245 surrt vorbei, man macht sein Bild, freut sich einen Kullerkeks. Davor kam noch ein gewöhnlicher Regionalzug, bespannt mit einer Jaffa-1042. So what..? Heute, 34 Jahre später: Bilder der 1245.005 gab es im Laufe der Jahre zur Genüge. Aber die Vorbeifahrt in Trautenfels rockte nicht wirklich. Zu wenig hob sich die grüne Lok mit ihren braunen Güterwagen vor dem Hintergrund ab. Ganz im Gegenzug zur 1042 mit ihrer Schlieren-Fuhre. Heute auch längst von den Schienen verschwunden, aber in Punkto Garnitur und Lok heutzutage auf Augenhöhe mit dem Güterzug, und farblich der grünen Lok um Längen voraus! Also erleben wir eine 1042 vor dem R 3515, wie er sich unterhalb vom Schloss Trautenfels in die Kurve legt - einem Motiv, welches früher oft restlos zugewachsen war und in einigen Sommerurlauben überhaupt nicht umsetzbar war. Den Kontrast in Punkto Freischnitt -nicht nur am Gleis, sondern auch vor dem Schloss- bietet diese Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] aus dem November 2008, 26 Jahre später...;-) Scan vom Fuji-100 6x6-Dia Datum: 04.07.1992 Ort: Trautenfels [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1042 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 7 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Der Fahrradzug der Pinzgauer Lokalbahn geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 02.08.26, 12:47 |
Bleiben wir noch einen Moment im schönen Pinzgau - und greifen mal wieder in die Mottenkiste...;-) Nicht ganz nach unten; wir machen mal einen Stopp im Sommer 2009. In jenem Jahr führte mich erneut ein Familienurlaub in unsere benachbarte Alpenrepublik, und nicht weit vom Urlaubsquartier am Fuß der Großglockner-Hochalpenstraße gab es die Pinzgauer Lokalbahn, damals noch mit einem recht vielfältigen Fahrzeugeinsatz. Es gab mit der Vs81 die erste Gmeinder-Lok bei der SLB, und ansonsten wurde der Verkehr meist mit den Jenbacher Triebwagen der ehemaligen Reihe 5090 abgewickelt. Damals waren noch Züge zu sehen, welche aus zwei Triebwagen mit modernen Mittelwagen gebildet wurden. Und man konnte auf die Reihe 2095 noch nicht verzichten: mindestens ein Mal am Tag kam ein Zug für die Fahrradbeförderung zum Einsatz, der von einer 2095 gezogen wurde und als Garnitur drei Krimmler Wagen sowie einen Packwagen für Fahrräder aufwies. Als Zuglok fungierte die Vs73 der SLB, sprich: die ehemalige 2095.06. Noch lieber gewesen wäre mir damals die Vs71 in karminrot-elfenbein alias 2095.01.
Aber wir wollen nicht unzufrieden sein, und am 27.07.09 gönnte ich mir mit der Garnitur eine Zugverfolgung von Mittersill bis Fürth-Kaprun. Hier sehen wir die illustre Garnitur, wie sie soeben den Ort Stuhlfelden umrundet hat. Ihre Reise in Mittersill hat gerade erst begonnen. Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 27.07.2009 Ort: Stuhlfelden [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-2095 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Unter dem Radar der Wahrnehmung geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 01.08.26, 15:24 |
Es gab Baureihen in Österreich, die bei den Eisenbahnfreunden unter dem Radar der Wahrnehmung liefen. Hierzu gehört mit Sicherheit die Reihe 2060, von der bislang noch kein Bild in der Galerie vorhanden ist. Dieses Bild aus Jenbach, aufgenommen am Vormittag des 22.08.85, entstand aus einer Laune heraus, denn ich wollte an dem Tag mit dem Zug nach Wörgl fahren, um im dortigen Bahnhof sowie entlang der Strecke Richtung Kitzbühel den Altbauelloks der Reihen 1245 und 1020 aufzulauern.
Jenbach kennt man eigentlich nur in Verbindung mit der Zillertal- und Achenseebahn, welche dort ihren Ausgangsbahnhof haben. Loks der Reihe 2060 haben damals keine Sau interessiert, aber bei der Durchsicht der Dia-Bestände fiel mir dieses Bild in die Hände, und tatsächlich: es ist nach zahlreichen Österreich-Urlauben in den 80er und 90er Jahren meine einzige brauchbare Aufnahme der Reihe 2060. Erbaut in den Jahren 1954 bis 1963 mit 100 Exemplaren von den Jenbacher Werken, sah man diese Loks mit ihren nur 200 PS meist nur im Bahnhofsverschub - so man sie überhaupt zur Kenntnis nahm. Auch wenn es nur ein Bahnhofsbild ist: fügen wir der Galerie also eine neue ausländische Baureihe hinzu...;-) Datum: 22.08.1985 Ort: Jenbach [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-2060 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Kurvig durch den Pinzgau geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 31.07.26, 16:17 |
Sehr kurvig geht es auf der Pinzgauer Lokalbahn zwischen Piesendorf und Walchen zu. Zunächst wird zwischen den Haltestellen Piesendorf und Piesendorf Bad der Ort umrundet, und dann geht es erneut in eine langgezogene Kurve, in welcher schon zahlreiche Galeriebilder angefertigt wurden. Etwas oberhalb der Kurve hat man diesen Blick auf den Ort Piesendorf, wo sich die VS83 der Pinzgauer Lokalbahn mit ihrer Wendezuggarnitur ihren Weg entlang einer Pferdekoppel bahnt, um gleich darauf in einem Einschnitt zu entschwinden, vorbei an einem größeren Gehöft, bevor der Haltepunkt Walchen im Pinzgau erreicht wird. Dieser befindet sich -recht unfotogen unter einer Feldwegbrücke gelegen- unweit des Fotografen. Die Pferde nehmen keinerlei Notiz von der Vorbeifahrt der Bahn; für sie ist es der Alltag. Datum: 12.07.2026 Ort: Walchen [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-Vs 81-84 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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Dampf auf der Waldviertelbahn geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 26.07.26, 13:38 |
Was macht man an einem 21.06. ? Na, klar, man knipst Dampfloks! Bleiben wir noch einen Moment bei österreichischen Schmalspur-Dampflokomotiven und kommen nach der Lok "Tirol" der Zillertalbahn zu einer weiteren Vertreterin der Reihe Uv. Unter ihrer Nummer 298 207 war die Lok im Sommer 1992 auf der Waldviertelbahn unterwegs. Damals führte uns ein Sommerurlaub mal in eine Region außerhalb der Alpen, und das Ziel war die Dieseltraktion in Niederösterreich. Ein paar Tage bleiben wir in jener Region, bevor dann doch die Altbauelloks in der Steiermark riefen! Am Wochenende stand dann mal als Abwechslung der Museumszug der Waldviertelbahn auf den Programm, welcher zwei Mal am Tag von Gmünd nach Groß Gerungs unterwegs war. Eigentlich hatte ich auf eine Stütztenderlok der Reihe Mh gehofft und konnte mit der dargebotenen Lok recht wenig anfangen. Erst jetzt, wenn man sich mit der Reihe näher beschäftigt, erkennt man, welchen Exoten man sich da eingefangen hat - erneut eine der wenigen U-Typen mit Verbundtriebwerk.
Die Lok kommt uns hier am Vormittag des 21.06.92 mit ihrer Museumsfuhre bei St. Martin entgegen und war herrlich betriebsverschmutzt, fast stumpf. Wäre nicht die Aufschrift auf einem der letzten Wagen sowie das hellgrüne Exemplar, sähe der Zug nach Plandienst früherer Zeiten aus. Warum jetzt Bilder der Mittagsfuhre am 21.06. so grauenhaft aussahen, war mir vor 34 Jahren noch überhaupt nicht so bewusst. Man hätte Diesel knipsen sollen - oder den Badesee aufsuchen...;-) Scan vom Fuji-100 6x6-Dia Datum: 21.06.1992 Ort: St. Martin [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-Uv Fahrzeugeinsteller: Waldviertelbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Ich und mein Holz geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 23.07.26, 15:52 |
Bleiben wir noch einen Moment im schönen Pinzgau..;-) Direkt an der Bahnhofseinfahrt von Niedernsill erstreckt sich ein größeres Werksgelände einer Holzbaufirma. Die Züge aus Zell am See trudeln dann zwischen der Salzach und den mehr oder weniger hohen Holzstapeln der Firma im Bahnhof von Niedernsill ein. Wir sehen den VTs 17, wie er als Pendel 3370 von Zell sogleich den Bahnhof von Niedernsill erreichen wird. Unmittelbar danach geht es zurück nach Zell, um in Walchen mit dem VTs 14 zu kreuzen, welcher unserem Zug in guten 15 Minuten als "Eilzug" 3346 folgen wird und mit nur wenigen Halten eine schnelle Verbindung im Berufsverkehr nach Mittersill bietet.
Wer das zur Rush hour volle Verkehrsaufkommen auf der parallelen Landstraße im Pinzgau kennt, wird als Berufspendler den Eilzug zu schätzen wissen...!;-) Datum: 10.07.2026 Ort: Niedernsill [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-VTs 12-17 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Damals wie heute im Zillertal geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 22.07.26, 17:31 |
Machen wir einen kleinen Ausflug zur Dampftraktion auf Schmalspurbahnen in Österreich..;-) Wenn man vom Pinzgau [www.drehscheibe-online.de] über den Gerlos-Pass fährt, kommt man ins Zillertal. Und nicht nur im Pinzgau ist ein Dampfzug zu touristischen Zwecken unterwegs, sondern auch im Zillertal ist seit Jahrzehnten in den Sommermonaten mehrmals pro Woche das Gepfeife einer Dampflok vernehmbar. Die Zillertalbahn hat seit Jahren hierfür immer mehrere betriebsfähige Dampflokomotiven vorgehalten, u.a. eine Lok der Reihe Uv und der Nummer 3, welche den Beinamen "Tirol" trägt.
Was ist das eigentlich; eine Uv? Die Reihe U wurde in der Galerie schon desöfteren erwähnt, und hierhinter verbirgt sich eine der erfolgreichsten Konstruktionen österreichischer Dampflok-Baukunst. Auf fast jeder Schmalspurbahn war früher in Österreich die Reihe U zu Hause, mit ihrer typischen Achsfolge C 1´. Aus dieser Reihe wurde später die Reihe Uv abgeleitet, mit gleicher Achsfolge, jedoch mit Verbunddampfmaschine. Gefertigt wurden hiervon anfangs nur drei Lokomotiven für die Niederösterreichischen Landesbahnen sowie eine für die Zillertalbahn. Später kamen noch weitere vier Lokomotiven für die k.k. Staatsbahnen hinzu. Die Zillertalbahn verfügte somit über ein recht interessantes Fahrzeug mit Verbundtriebwerk und einem hierfür typischen Sound, welcher einen...man kann sagen: etwas holprigen Klang aufweist, aber dennoch nicht unrhythmisch klingt. Die Leistung der Verbundmaschine konnte gegenüber der ursprünglichen Reihe U deutlich gesteigert werden. Kommen wir zum Bild: nach früheren Familienurlauben als Kind oder Jugendlicher ging es erstmals im Sommer 1985, sprich: vor gut 40 Jahren, auf eine Fototour durch die Steiermark und Tirol. Natürlich konnten wir uns damals die Zillertal- und Achenseebahn nicht entgehen lassen, und wir sehen hier den recht langen, nachmittäglichen Dampfzug der Zillertalbahn bei Zell am Ziller, wie er von der Lok 3 Richtung Mayrhofen gezogen wird. Einer Lok, die heute noch bei der Zillertalbahn betriebsfähig ist... Scan vom Kodak Ektachrome KB-Dia Datum: 19.08.1985 Ort: Zell am Ziller [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-Uv Fahrzeugeinsteller: Zillertalbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Der Nostalgiezug im Pinzgau geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 20.07.26, 21:02 |
Wenn man schon eine Woche im Pinzgau im Urlaub zu Gast ist, darf man sich in den Sommermonaten nicht den Dampfzug entgehen lassen, welcher in diesem Jahr nur an Donnerstagen verkehrt - dafür jedoch wieder von Zell am See bis Mittersill. Der Zug verlässt Zell am See um 09.20 Uhr, um eine gute Stunde später in Mittersill einzutreffen Zurück geht es am frühen Nachmittag, und mittags wird noch eine weitere Fahrt von Mittersill bis Niedernsill und zurück angeboten. Der Zug ist lichttechnisch ambitioniert, denn die Lok hängt Richtung Mittersill, m.a.W. es geht vormittags vorwärts aus dem Licht, und die Mittagstour ab Niedernsill erfolgt im Hochlicht. Dank der an einigen Stellen recht kurvigen Trassenführung lassen sich aber dennoch einige ganz ansprechende Fotos machen. Hier sehen wir den Zug, wie er etwa 20 Minuten nach seiner Abfahrt in Zell am See die Ortslage von Piesendorf umrundet.
Zuglok ist die Mh 3, eine Stütztenderlok der Gattung D2`h2st, von der in den Jahren 1906 und 1908 ursprünglich sechs Maschinen für die Bergstrecke der Mariazellerbahn gefertigt wurden. Nach der Elektrifizierung der Mariazellerbahn kamen die Loks später u.a. auf der Krumpe, im Waldviertel und im Pinzgau zum Einsatz. Bei der Salzburg AG ist heuer die Mh 3 vor den Nostalgiezügen zu sehen; alle weiteren fünf Loks dieser Reihe, welche zwischenzeitlich bei den ÖBB als Reihe 399 geführt wurden, sind noch bei verschiedenen Bahnen bzw. Besitzern erhalten. Datum: 16.07.2026 Ort: Piesendorf [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-Mh Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt 2 Kommentare [»] |
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Gmeinder-Loks in Landesfarben geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 19.07.26, 22:59 |
Die Pinzgauer Lokalbahn bestreitet den Personenverkehr zwischen Zell am See und Mittersill mit Wendezügen, bespannt mit diesen recht kantigen Gmeinder-Loks, wie sie auch auf der Zillertalbahn zu finden sind. Mit den Nummern VS 81 bis 84 sind hier vier Loks im Bestand und weisen das rot-weiße Farbschema der Salzburg AG auf, wohl in Anlehnung an die Landesfarben. Bei den Wendezügen hängt die Lok immer in Richtung Krimml, und bis Mittersill wird ein barrierefreier Stundentakt mit Fahrradbeförderung angeboten. Darüber hinaus verkehren mit einem Abstand von je einer halben Stunde die jüngst in der Galerie gezeigten Triebwagenkurse von Zell am See bis Niedernsill. Diese Kurse werden in den Morgenstunden noch zusätzlich mit zwei Triebwagenkursen von Mittersill sowie zwei Zügen bis/ab Piesendorf Bad verdichtet. M.a.W. es findet sowohl der Fahrgast ein attraktives Angebot vor - wie auch der geneigte Fotograf alle Hände voll zu tun hat.
Wir sehen hier die VS 81, wie sie mit ihrem Zug 3326 soeben den Bahnhof von Piesendorf verlassen hat und mit einer weiten Kurve die Ortslage umrundet, bevor in wenigen Augenblicken der Haltepunkt Piesendorf Bad erreicht wird. Im Anschluss folgt eine sehr langgezogene und fotogene Kurve Richtung Walchen im Pinzgau, bevor es dann wieder oberhalb der Salzach gen Niedernsill geht. Zahlreiche Galeriebilder zwischen Piesendorf und Walchen lassen die geschwungene Trassenführung nachvollziehen. Datum: 16.07.2026 Ort: Piesendorf [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-Vs 81-84 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 0 Punkte |
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Am Ufer der Salzach geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 18.07.26, 14:20 |
Wie bereits gestern bei diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] erwähnt, werden bei der Pinzgauer Lokalbahn die Triebwagen der ehemaligen ÖBB-Reihe 5090 in erster Linie für die Züge zwischen Zell am See und Niedernsill eingesetzt. Die weitere Streckenführung bis Mittersill wird durch die Wendezüge mit den Gmeinder-Loks bestritten.
Im Farbschema der SLB waren während unserer Urlaubswoche die beiden VTs 14 und 17 im Pinzgau unterwegs. Hier sehen wir am Vormittag des 13.07.26 den VTs 14, wie er vor kurzem in Niedernsill aufgebrochen ist und uns bei Jesdorf-Bergfried am Ufer der Salzach entgegen kommt. Und ja - es muss nicht immer ein Hochstativ sein...;-) Gerade durch diese Dackel-Perspektive entsteht eine ganz eigene Dynamik. Die Pinzgauer Lokalbahn war ja in den letzten Jahren bereits leider desöfteren Opfer von Hochwasserschäden, und wann ein Zug mal wieder den Endbahnhof in Krimml erreicht, hängt von der Sanierung der Uferbefestigung bei Hollersbach ab, welche aktuell dort durchgeführt wird. Die weitere Gleisführung bis Krimml liegt derzeit brach und ist teilweise leicht überwuchert, und der Endbahnhof in Krimml gleicht einer größeren Baustelle. Wünschen wir der Bahn, dass alsbald mal wieder in Krimml der Pfeifton der Mh 3 ertönt ! Datum: 13.07.2026 Ort: Jesdorf-Bergfried [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-VTs 12-17 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Jaffa ! geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 17.07.26, 20:36 |
Die Pinzgauer Lokalbahn verfügt über sechs Schmalspurtriebwagen der einstigen ÖBB-Reihe 5090. Im Nummernschema der SLB werden sie als VTs 12 bis 17 geführt und sind aktuell im Pinzgau insbesondere auf dem Abschnitt zwischen Zell am See und Niedernsill zu finden. Inzwischen ist nach der Beseitigung von Hochwasserschäden der Abschnitt von Niedernsill bis Mittersill wieder befahrbar, und auch hier finden sich vereinzelt Einsätze der Triebwagen, insbesondere als werktägliche Eilzugleistung sowie in Tagesrandlagen.
Ein kurzer Familienurlaub führte mich jüngst in den Pinzgau, und es gab insbesondere in den Tagesrandlagen immer wieder Fotogelegenheiten, während die eher hochlichtige Zeit dem ausgedehnten Familienprogramm diente. Nun werden auf der derzeit befahrbaren Strecke der Pinzgauer Lokalbahn bis Mittersill i.d.R. Wendezüge mit den kastenförmigen Gmeinder-Loks eingesetzt, und ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mein Hauptaugenmerk auf die Triebwagenleistungen gelegt habe - und dies nicht ohne Grund: seit Sommer 2025 wurde der VTs 15, sprich der ehemalige 5090 005 wieder in den Jaffa-Look der 80er Jahre zurückversetzt. Nun, in unserer Urlaubswoche waren zunächst nur die VTs 14 und 17 unterwegs, zwei weitere Triebwagen weilen derzeit zur Aufarbeitung in der Werkstatt in Zell am See Tischlerhäusl infolge der Vermurung in Krimml. Und tatsächlich: am letzten Urlaubstag -an dem auch der Dampfzug der Pinzgauer Lokalbahn mit der Mh3 unterwegs war- kam am späten Nachmittag tatsächlich der erhoffte VTs 15 auf dem Abschnitt zwischen Zell und Niedernsill um die Ecke ! Wir sehen ihn hier, wie er oberhalb der Salzach soeben den Haltepunkt Jesdorf-Bergfried erreicht. Nach einer kurzen Wendezeit im nahen Niedernsill geht es sogleich zurück nach Zell am See. Datum: 16.07.2026 Ort: Jesdorf-Bergfried [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-VTs 12-17 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 3 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Morgens an den Teichen bei Oberteich geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 09.07.26, 12:00 |
Oberteich, einige Zeit nach Sonnenaufgang. Der Ort heißt nicht nur so, sondern die Gegend ist geprägt von zahlreichen Teichen entlang der Bahnstrecke von Marktredwitz über Wiesau nach Weiden. Man wandert zu den Teichen, sucht sich eine individuelle Fotostelle aus, in der sich nach Möglichkeit der gewünschte Zug spiegelt. Ein leichter Wind ist spürbar, der einem die Spiegelung vermasseln könnte. Völlig ruhig könnte es hier sein, aber die nahe A 93 sorgt im Hintergrund für eine ständige Geräuschkulisse. Man steht am Teich, hört dem Froschkonzert zu und beobachtet die Schwanenfamilie.
Die Bahnstrecke aus Richtung Hof beschreibt hier eine große Kurve, und fast ohne Geräuschentwicklung kommt die 218 414 mit ihrem RE 2 nach Regensburg um die Ecke. Die Schwanenfamilie hat sich in Bewegung gesetzt, hält aber noch Abstand vom Punkt der Spiegelung und ist fast zu weit weg. Der RE 2 rauscht vorbei, und anschließend kehrt wieder Ruhe ein an den Teichen von Oberteich, am Morgen des 25.05.26, der noch soo viele weitere Teich-Motive mit sich bringen sollte, in dieser herrlichen Gegend zwischen Hof und Weiden. Datum: 25.05.2026 Ort: Oberteich [info] Land: Bayern BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 9 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Cross Country - reloaded geschrieben von: Olli Sydow (1828) am: 07.07.26, 17:19 |
Kommen wir noch einmal zurück nach good ol´ England, genauer gesagt, an die Cornish Main Line. Jan hat ja mit dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] noch an die Zeiten erinnert, in denen auf den Strecken die blaue Farbgebung dominierte. Wie bereits berichtet, stellt einen nunmehr die dunkelgrüne Farbgebung der Züge der Great Western Railways fotografisch vor gewisse Herausforderungen, und es gibt insbesondere im Hochsommer Motive, bei denen die Züge regelrecht absaufen. Man kann der Sache nur entgegen wirken, in dem man die Züge im Streiflicht oder vor einem deutlich helleren Hintergrund aufnimmt. Willkommene Abwechslung bietet da das Unternehmen "Cross Country" mit ihren Triebzügen der Class 220 und 221. Hier werden auf der Cornish Main Line mehrere Kurse pro Tag von Penzance nach Edinburgh angeboten; weitere sind ab Plymouth unterwegs; m.a.W. Fahrten auf Strecken, die nicht zwingend London als Zielort ausweisen.
Die Züge der Class 220 unterziehen sich seit diesem Jahr einem Modernisierungsprogramm, welches ein recht farbenfrohes und attraktives Outfit mit sich bringt. Die ersten modernisierten Züge sind seit Februar 2026 unterwegs, und hier überraschte mich mit dem 220 021 einer dieser vierteiligen Vertreter, wie er soeben das Bolitho-Viadukt überquert und in wenigen Augenblicken in dem bereits von Jan gezeigten Bahnhof von Liskeard seinen nächsten Halt einlegen wird. Datum: 13.06.2026 Ort: Liskeard, England [info] Land: Europa: Großbritannien BR: GB-class220 Fahrzeugeinsteller: Arriva Cross Country Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt 1 Kommentar [»] |
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