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Vereint durchs Salzkammergut geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 04.09.26, 14:51 |
Nach der Vorstellung der unterschiedlichen Outfits der Reihe 1141 kommen wir zur Vorgängerreihe 1041. Auch diese Reihe war früher auf der Salzkammergutlinie sowie im Ennstal an der Tagesordnung. Die Reihe 1041 war im Prinzip eine Weiterentwicklung der Reihe 1040, und die ersten Loks stammen aus dem Jahr 1951. Damit waren sie zum Zeitpunkt unserer Aufnahme bereits auch schon fast 40 Jahre alt. Auch hier gibt es optisch und konstruktiv einige Unterschiede: während die ersten 15 Loks mit einer relativ geraden Front geliefert wurden, erhielten die letzten 10 Loks der Reihe den "Knick in der Optik", wie wir ihn hier sehen: [www.drehscheibe-online.de]
Wir stehen am 24.07.90 in Altmünster an der Salzkammergutline und warten auf den R 3444. Dieser Zug fuhr im Sommer immer mit zwei Lokomotiven, denn eine von ihnen fuhr ab Ebensee den Sammler nach Steeg-Gosau, unweit der Dachsteinhöhlen, weiter. Einer Leistung, die bis zum Jahr 1989 noch der ehrwürdigen Reihe 1045 aus Attnang-Puchheim oblag. Doch die 1045 war in Attnang leider schon Geschichte, und die letzte einsatzfähige 1045 wurde vorübergehend nach Selzthal umstationiert und konnte bis 1991 im Fahrverschub rund um Stainach-Irdning bewundert werden. Wir sehen den R 3444 mit der 1041.002 als Leervorspann vor einer 1141. Man beachte die unterschiedlichen Dachkonstruktionen. Und wir sehen eine Lok im bereits verkehrsroten Outfit mit nur einem Zierstreifen, im Vergleich zur verlinkten "Jaffa"-Aufnahme. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 24.07.1990 Ort: Altmünster [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1041 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 0 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Morgens auf der Salzkammergutlinie geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 02.09.26, 09:08 |
Bleiben wir noch kurz bei den Loks der ÖBB-Reihe 1141. Wir haben kürzlich zwei Bilder dieser Reihe in einem etwas neueren Outfit gesehen, und hier kommt uns kurz vor Stainach-Irdning die ursprüngliche Ausführung in Blutorange mit drei Zierstreifen entgegen. Im Rahmen unseres Sommerurlaubes anno 1990 bin ich morgens mal die Salzkammergutstrecke abgelatscht, um zu schauen, ob sich ein Bild für den morgendlichen Milchzug von Tauplitz mit dem Grimming im Hintergrund machen ließ. Hierbei entstand diese Aufnahme der -themenbezogen bewusst formatfüllenden- 1141.010 mit ihrem R 3462, wie sie von Bad Aussee kommend, in das Ennstal nach Stainach-Irdning hinunterbremst. Im Hintergrund sehen wir das Grimming-Massiv.
Dem Zug wird einige Zeit später die rote 1080.015 mit ihrem Milchwagen von Tauplitz folgen. Dieser Zug wird in Lessern noch weitere Milchkübel einsammeln, bevor es zur Ennstaler Molkerei nach Stainach geht. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 25.07.1990 Ort: Stainach-Irdning [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1141 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 6 Punkte |
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Ein Regionalzug am Selzthaler Moor geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 31.08.26, 21:04 |
Setzen wir die kleine Typenkunde der ÖBB-Reihe 1141 fort mit dieser Aufnahme: jüngst haben wir in der Galerie die 1141.025 in Verkehrsrot mit umbragrauem Rahmen gesehen [www.drehscheibe-online.de], mit nur einem Zierstreifen, aber noch mit den ursprünglichen Führerstandstüren. Kommen wir zur 1141.024, welche uns hier am Vormittag des 13.08.95 mit dem gleichen Regionalzug 3515 wie auf der verlinkten Aufnahme kurz vor Selzthal entgegen kommt. Wir sehen eine Version nach der Hauptgrundausbesserung, in Verkehrsrot mit nur einem Zierstreifen, und hier wurden die Führerstandstüren Richtung Maschinenraum verlegt, wobei auf jeder Seite eine Tür entfallen ist.
Aber kommen wir zur Garnitur! Was sehen wir? Üblich in den Regionalzügen in der Steiermark waren Schlieren, Inlandsreisezugwagen oder Mitteleinstiegswagen. Modernisierte Vorkriegswagen waren Mitte der 90er Jahre nur noch ganz selten anzutreffen; in der Steiermark jedoch noch auf dem GmP Kleinreifling-Weyer. Hier haben wir hinter der Lok einen der 12 B4ipüho der ÖBB; Leichtschnellzugwagen, welche ab 1960 in Dienst gestellt wurden und bis zum Jahr 2000 im Einsatz waren. Sehr ähnlich zu den 60 ab dem Jahr 1955 gelieferten Bpo, jedoch mit drei Einstiegen pro Seite. Dinge, die einem erst Jahrzehnte nach dem Aufnahmedatum auffallen, wenn man sich endlich mal mit dem beschäftigt, was hinter der Lok so dranhängt. Unser Zug passiert eine ganz simple Fotostelle, direkt am Straßenrand gelegen, am sogenannten Selzthaler Moor. Selzthal ist in wenigen Augenblicken erreicht. Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 13.08.1995 Ort: Selzthal [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1141 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Ein typischer Regionalzug im Ennstal geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 30.08.26, 20:53 |
Betrachten wir einen Moment die kleinen Nachkriegs-Elloks der Reihen 1041 und 1141 der ÖBB. Unscheinbare, kleine Maschinen, die beim Warten auf eine Altbaureihe immer wieder vor die Linse fuhren. Die Loks standen früher nie im Fokus und galten fast als langweilig, aber aus heutiger Sicht, über 20 Jahre nach ihrer Kassierung, haben sie ebenso wie die Vorkriegsreihen ihre Daseinsberechtigung und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Und in der Galerie sind sie mit nur 11 Bildern der Reihe 1141 sowie nur lumpigen zwei Bildern der Vorgänger-Reihe 1041 nur knapp über der Wahrnehmungsgrenze.
Die Reihe 1141 gab es in damals in den 90er Jahren in drei Versionen: die ursprüngliche Variante in Jaffa mit drei Zierstreifen, dann die verkehrsrote Variante mit umbragrauem Rahmen und nur einem Zierstreifen, und später, im Rahmen einer Hauptgrundausbesserung mit nur noch einer Tür an der Seite Richtung Maschinenraum, ebenfalls in verkehrsrot gehalten. Wir sehen hier die verkehrsrote 1141.025, noch mit zwei Führerstandstüren pro Seite, wie sie uns in Öblarn beim Warten auf die an diesem Tag deutlich spätere 1040 mit ihrem Schladming-Sammler mit ihren R 3515 entgegen kommt. Man beachte auch die Garnitur: ein Jaffa- Inlandsreisezugwagen, ein Jaffa-Mitteleinstiegswagen und ein Sparlack-Schlieren-Halbgepäckwagen. Alltag bei den ÖBB in den 90er Jahren! Scan vom Fuji-Velvia 6x6-Dia Datum: 11.08.1995 Ort: Öblarn [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1141 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 11 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Historisches Stelldichein in Stainach-Irdning geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 29.08.26, 12:19 |
Die Vorlage hat Dennis mit diesem Bild geliefert: [www.drehscheibe-online.de]. Der Grimming. Ein sehr markanter Klotz, der wahrlich grimmig daher kommt. Als Bildhintergrund dient er quasi rund um die Uhr für Züge im Ennstal oder nachmittags auf der Salzkammergutlinie. Und er wirkt fast bedrohlich bei Aufnahmen im Bahnhof von Stainach-Irdning. Und jener Ort war ab Mitte der 80er Jahre für über zehn Jahre immer wieder ein Ziel für Sommerurlaube. Der Grund ist schnell erkennbar: hier war fast rund um die Uhr Rangieraktion mit diesen urigen Hobeln der Reihe 1080. Wer die Loks akustisch erlebt hat, vergisst das seinen Lebtag nicht mehr. Selzthal hatte zum Schluss noch drei Vertreterinnen dieser Reihe: die jaffa-farbene 1080.015 sowie die beiden grünen 1080.001 und 007. Mindestens eine von ihnen diente als Rangierlok in Stainach-Irdning, wenn sie nicht mit kurzen Fahrverschüben nach Tauplitz unterwegs war, um die Milchwagen einzusammeln. Die zweite Lok lief häufig vor dem morgendlichen Milchzug von Gröbming nach Stainach. Ja, die Milchzüge: tägliches Brot im Ennstal, bevor die Transporte auf die LKW-Bedienung umgestellt wurden.
Dann war Stainach-Irdning der Endpunkt der Regionalzüge der Salzkammergutlinie, und da diese Züge früher ausschließlich lokbespannt waren, gab es für die 1080 immer etwas zu tun. Am 26.07.90 ergab sich durch Zufall dieses Stelldichein der beiden grünen 1080 im Bahnhof von Stainach-Irdning. Man beachte die unterschiedliche Größe der Betriebsnummern. Rechts im Bild steht einer der typischen Regionalzüge der Salzkammergutlinie, bespannt mit einer 1041 oder 1141, hier die 1141.004. Triebwagen kannte man damals nur im Fernverkehr in Form des legendären 4010, oder es kam mal ein Regionaltriebwagen der Reihe 4030 vorbei - von der sage und schreibe nur ein Bild in der Galerie vorhanden ist (sic..!). Zum Standort: Im Bildtext zum Hieflau-Sammler [www.drehscheibe-online.de] ist alles gesagt...;-) Stainach-Irdning heute: der Bahnhof von früher ist nicht mehr wiederzuerkennen. Die Reihe 1080 hat lange ausgedient. Milchzüge sind Geschichte. 4010, 4030, 1041 und 1141 auch. Um den Ort herum wurde für den Autoverkehr eine Ortsumgehung geschaffen. Gibt auch fotografisch gesehen keinen Grund mehr, hier anzuhalten. Mein letzter Urlaub dort war im Sommer 1997. Aber der Grimming, der steht noch. Beeindruckend wie eh und je. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 26.07.1990 Ort: Stainach-Irdning [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1080 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 11 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Der Hieflau-Sammler geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 28.08.26, 15:18 |
Grüne Altbauelloks in Österreich: was haben wir die Dinger in den 80er und 90er Jahren gescheucht! Ohne Rücksicht auf Bildhintergründe...;-) Heute, erst viel später, nimmt man wahr, dass diverse Motive mit einer Lok im Jaffa-Look die bessere Wahl wären. Aber damals war man froh über die beiden letzten grünen 1080 in Selzthal sowie über die grüne 1245.005, welche später einen Museumsstatus genoss. Als Mitte der 90er Jahre plötzlich die grüne 1245.514 hinzukam, ging die Hatz weiter, und vollends von der Rolle waren wir, als sich zwischenzeitlich im Jahr 1991 aus Attnang noch eine grüne 1045 dazugesellte.
Am 10.08.95 hatte die 1245.514 Dienst vor dem Hieflau-Sammler. Der Zug kam an dem Tag von Eisenerz und machte nachmittags im Bahnhof von Hieflau erst einmal Pause. Kurz ein Bild im Bahnhof, und weiter ging es nach Admont, der Fuhre hinter der Benediktinerabtei auflauern. Ein Motiv, welches man nicht oft genug wiederholen konnte! Hier mit einer Fuhre einen Tag später: [www.drehscheibe-online.de]. Zur möglichen Frage des Standortes: wer die Bahnhöfe von Stainach-Irdning, Bad Aussee oder Hieflau noch kennt, stellt die Frage nicht. Alles, was nicht direkt von Schienen und Schwellen belegt war, galt als Bahnsteig. Ich habe ein Mal in Stainach-Irdning danach gefragt. Lapidare Antwort: loass di net überfoahrn...;-) Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 10.08.1995 Ort: Hieflau [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1245 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Von Frankreich ins Weinviertel geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 27.08.26, 20:08 |
Bleiben wir noch am Arlberg mit seiner grandiosen Berglandschaft und schauen uns ein Motiv an, welches in einem anderen Format zu anderer Jahreszeit mit einer dieser herrlich attraktiven Loks der Reihe 1020 bereits in der Galerie enthalten ist: die Passage durch den Ort St. Anton. Hier wurde in einer engen Kurve ein kleiner Bergrücken umfahren, und es ging an schließend durch den Ort, eng an den Häusern vorbei. Eine Linienführung, die sich heute nur noch mit viel Phantasie erahnen lässt; die Strecke verläuft hier längst durch einen Tunnel.
Ich wollte das Motiv eigentlich mit einem Intercity bringen, aber der Kommentar zur grünen 1020 [www.drehscheibe-online.de] mit der gleichen Garnitur wie dieser Zug haben dann doch den Ausschlag gegeben. Und so sehen wir hier die 1044.091, bereits mit größeren Lüftern, aber noch mit beigem Dach, wie sie mit dem im vorigen Bild erwähnten Glucosezug von Frankreich (evtl. Vogesen..?) nach Pernhofen (bei Laa an der Thaya) an uns vorbeizieht. Am Zugschluss fungiert erneut die 1020.042, die sich in Landeck hinter den Zug in die Gegenrichtung setzen wird. Nähere Angaben zu dem Zug sind gern willkommen..! ;-) Bei meinen Sommerurlauben am Arlberg anno 1990 und 1991 habe ich die Fuhre nie gesehen. Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia, nur leicht eingekürzt. Datum: 07.05.1994 Ort: St. Anton [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1044 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 10 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Da steht ´ne grüne Lok geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 26.08.26, 10:45 |
Bilder von grünen Altbau-Elloks in Österreich kann man eigentlich nicht genug sehen, auch wenn der Teufel im Detail (oder Bildhintergrund) steckt...;-) [www.drehscheibe-online.de]
Manche Fototage verlaufen ganz anders als geplant. Ursprünglich hatte ich an jenem Tag im Juli 1991 ein anderes Motiv im Auge, als wir vormittags durch den Ort Flirsch fuhren. Auf Höhe des Bahnhofs meinte meine Begleiterin halb salopp: "guck´ mal, da oben steht´ ne grüne Lok". Stanto pede ging es sofort hoch zum Bahnhof, und siehe da: die grüne 1020.042 stand mit einer Schotterfuhre im Bahnhof. Kaum war die Bahnhofsaufnahme im Sack, als sich der Zug rückwärts in Bewegung setzte und Richtung Schnann entschwand. Kurze Frage beim örtlichen Personal: ja, die schottern nur, der kommt gleich wieder. Und dieses Spielchen wiederholte sich dann mehrmals: das grüne Ungetüm kroch wieder in den Bahnhof, und unmittelbar danach rollte der Planverkehr vorbei, in beide Richtungen. Man operierte quasi am offenen Herzen. Eurocities kamen vorbei, Güterzüge mit 1020-Schub und Vorspann, und zwischendurch ging es jeweils für 20 Minuten raus an die Strecke zum Schottern. Den ganzen Vormittag haben wir in Flirsch verbracht, aber nach zahlreichen Vorbeifahrten und Bildern der grünen 1020 waren wir der Aktion überdrüssig, und die zusehends hohe Sonne sorgte dann für die sprichwörtliche Eisdiele. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 23.07.1991 Ort: Flirsch [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Es hätte alles kommen dürfen... geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 25.08.26, 08:20 |
...nur nicht die tannengrüne 1020.042! Fluch wie Segen war hier die Schubleistung dieser Lok an einem Foodcontainerzug, welcher bei Braz die Arlberg-Westrampe hinunterrollte. Und wie üblich blieben am Arlberg die Schubloks zwischen Landeck und Bludenz bis zu ihrem Zielort am Zug.
Ein netter und häufiger Brauch der ÖBB bestand darin, dass viele Zugförderungsstellen eine Lok ihres Bestandes mit einem historischen Outfit versehen haben. Wir erinnern uns an die grüne 1018.05, die 1245.04 und 05, die 1020.027, die 1042.044 sowie einige andere. Und in Bludenz wurde die 1020.042 im Jahr 1990 wieder in ein tannengrünes Outfit gesteckt und lief munter im Plandienst mit. So groß die Freude über das historische Outfit war, so ernüchternd präsentierten sich im Nachhinein die Aufnahmen - wenn die Lok wie hier farblich passend zum Wonnemonat Mai vor grüner Hintergrundkulisse auftaucht. Mann, was haben wir uns damals am glasklaren 07.05.94 über die Lok gefreut! Und heute? Stellt euch die Szene mit einer Jaffa-1020 vor! Egal! Hier geht es einfach um das Unikum - welches heute immer noch erhalten ist, während viele weitere 1020 den Weg allen alten Eisens antreten mussten. Natürlich kam an der Fotostelle in Braz auch der Alltag in Form einer 1044 vorbei, im Neulack. Aber wer will die schon sehen...? ;-) Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 07.05.1994 Ort: Braz [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 5 Punkte 8 Kommentare [»] |
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Ungewohnte Bespannung im Stanzertal geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 24.08.26, 11:46 |
Wenn man am Arlberg keine Lust hat, für Motive in die Berge zu kraxeln, bleibt man unten im Stanzertal, macht Picknick auf einer Wiese bei Schnann und lässt sich einfach berieseln mit allem, was so vorbeikommt. So auch am frühen Nachmittag des 20.07.91. Allerhand Züge aus beiden Richtungen kommen vorbei, auch Güterzüge, meist mit Schub-1020 am Zugende. Diverse Varianten der 1044 gingen ins Netz, aber am interessantesten fand ich die Bespannung des IC 562: anstelle der üblichen 1044 hing die 1042.567 vor dem Zug. Noch in ursprünglicher Form, aber bereits in verkehrsrot mit nur einem Zierstreifen. Nun waren 1042 im IC-Dienst bereits 1991 eher die Ausnahme, und auch diesem Zug wurde eine 1020 als Schublok mitgegeben. Mittlerweile hat sich bei den Eurofima-Wagen das neue rot-anthrazitfarbene Outfit durchgesetzt, und sehr häufig fanden sich in den Garnituren Inlands-Reisezugwagen wieder, wie auch hier. Ein Intercity oder Express im reinen Jaffa-Outfit gehörte bereits in jenem Jahr schon der Vergangenheit an, als noch rein orangefarbene Garnituren aus Eurofima- oder UIC-X-Wagen gebildet wurden.
Blicken wir also auf einen typischen Fernzug der 90er Jahre, wie er umrahmt von den schroffen Bergen durchs Stanzertal gen St. Anton rauscht und soeben die Rosanna überquert hat. Noch säumen die alten Oberleitungsmasten die Strecke. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 20.07.1991 Ort: Schnann [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1042 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Der Wettlauf mit dem Schatten geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 21.08.26, 16:53 |
Vor kurzem wurde diese sehr bemerkenswerte Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] von der Pinzgauer Lokalbahn in die Galerie aufgenommen. Sehr ähnlich sieht es einige Kilometer weiter kurz vor dem aktuellen Endpunkt in Mittersill aus: auch hier kommt die Bahn in einer weiten Kurve um die Ecke und umrundet den Ort Stuhlfelden. Spät am Abend gegen "Zehn vor Acht" habe ich mich auf einem Hang oberhalb von Stuhlfelden positioniert, und es ging der Wettlauf des Schattens mit dem verspäteten Zug aus Zell am See los. Die Minuten verrinnten; man konnte dem Schatten förmlich beim Wandern zusehen, als endlich die Vs 82 mit ihrer abendlichen Fuhre nach Mittersill um die Ecke bog. Ein kurzer Halt in Stuhlfelden, und weiter ging es, dem Schatten entgegen. Mittersill ist gleich erreicht!
Und wer weiß? Vielleicht wird man sich in einigen Jahren an die Benzinpreise erinnern..! In jeder Hinsicht...;-) Datum: 10.07.2026 Ort: Stuhlfelden [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-Vs 81-84 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Damals in Flirsch geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 23.08.26, 13:01 |
Beackern wir noch einen Moment das Feld der Arlbergbahn! Neben den Motivklassikern in Pettneu oder der Trisannabrücke gibt auch der Bahnhof von Flirsch mit seinem blumengeschmückten Aufnahmsgebäude eine gute Figur ab. Am späten Nachmittag kommt die Sonne so weit herum, dass auch die Lokfront ausgeleuchtet ist. Natürlich war das die Zeit für den "ewigen" 43644 von Innsbruck in westliche Richtung, welcher ab Landeck ohne Support einer 1020 nicht über die Ostrampe kam. Mehrmals habe ich den Zug in den Sommerurlauben anno 1990 und 1991 probiert - aber fast immer hing die 1020 als Schublok hinter dem Zug. Also sehen wir aus damaliger Sicht den erneuten Flop mit einer "schnöden" 1044. Einer Vertreterin jener Reihe, die seinerzeit auf österreichischen Gleisen außer einem Fahrverschub so gut wie alles zog und schon fast als langweilig galt, so wie die bundesdeutsche 111 in Bayern...
Doch halt! Zeiten ändern sich - und dich! Was damals der Alltag war, ist heute mitunter heiß begehrt. Was sehen wir? Die 1044.083, noch in Jaffa mit drei Zierstreifen und beigem Dach. Trotz der größeren Lüfter ein Fahrzeug in zeitloser Eleganz, welches heutzutage schon fast als ausgestorben gilt. Also erfreuen wir uns an dem 43644, wie er am 23.07.91 durch den Bahnhof von Flirsch zieht. Es muss nicht immer eine 1020 sein...;-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia. Dem Fluch der Festbrennweite fiel oben die Wolkenkante zum Opfer. Datum: 23.07.1991 Ort: Flirsch [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1044 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Pettneu ohne Mast geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 22.08.26, 17:17 |
Da der Arlberg anscheinend gut ankommt..;-) [www.drehscheibe-online.de] , lege ich hiermit eine weitere Aufnahme von dieser legendären Bergstrecke zwischen Tirol und dem Vorarlberg nach.
Ein ebenso beeindruckendes wie grandios simples Motiv fand sich früher immer am Straßenrand in Pettneu, wo in den späten Nachmittagsstunden so manche Zeit verbracht wurde, um den begehrten 1020 mit ihren Güterzugleistungen aufzulauern. Nachmittags kamen hier regelmäßig mehrere Leistungen vorbei - aber sie hatten meist eine "schnöde" 1044 oder 1110 als Zuglok und die Schub-1020 hing am Zugende. Nur einmal ist mir hier der Treffer gelungen: [www.drehscheibe-online.de]. Bei langen Zügen hatte ich -auch aufgrund der Schatten- immer als kleinen Wermutstropfen diesen riesigen Strommast im Bild, der aber gottseidank der Harmonie keinen Abbruch getan hat. Heute, über 35 Jahre später, ist eigentlich jeder Zug von damals historisch. Und somit sehen wir hier, einige Meter weiter und ohne Mast, eine der wenigen Leistungen der Reihe 1042 am Arlberg, welche hier den R 5504 gen Bludenz zieht. Jaffa, Inlandsreisezugwagen, die Lok, der Blick...alles Geschichte! Pettneu heute: man kann mit Google Earth die Straße entlangfahren und den Blick von damals entdecken. Ich rate davon ab...:-( Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Zuletzt bearbeitet am 26.08.26, 10:06 Datum: 20.07.1990 Ort: Pettneu [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1042 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 14 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Die Lady in red auf der Anhalter Bahn geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 17.08.26, 11:44 |
Normaler Weise ist der Güterverkehr auf der Anhalter Bahn vom südlichen BAR Richtung Jüterbog vormittags recht überschaubar. Voll wird es hingegen, wenn die parallele Dresdener Bahn baustellenbedingt gesperrt ist und ein Großteil des dortigen Verkehrs über die Anhalter Schiene geleitet wird. Die üblichen ICEs wechseln sich dann ab mit dem Railjet Richtung Elbmetropole, hinzu kommt der etwa halbstündige Regionalbahntakt des RE 3 und 4 sowie der Güterverkehr. Solches war am Wochenende 15./16.08.26 der Fall, und dann gab es das sprichwörtliche Daumenkino an Zügen. Ein kurzes Zeitfenster konnte bei Kerzendorf genutzt werden, oberhalb von Trebbin gelegen. Und von der Kavalkade am attraktivsten fand ich diesen Containerzug, bespannt mit der 243 201 der WFL im Dienst von Intertourex. Beobachten wir die Vorbeifahrt in der bereits brütenden Hitze des 15.08.26 inmitten der völlig ausgetrockneten Wald- und Wiesenlandschaft der Mark.
Datum: 15.08.2026 Ort: Kerzendorf [info] Land: Brandenburg BR: 143 Fahrzeugeinsteller: WFL Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 5 Punkte |
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Morgendunst über dem Ennstal geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 10.08.26, 10:58 |
Wir erwähnten vor kurzem den Fernverkehr der ÖBB im Ennstal. In den 80er und 90er Jahren war dies eine Bank für die Reihe 4010. Immer wieder fuhren mir beim Warten auf die Altbauelloks diese formschönen Züge vor die Linse. Und hier war es der 4010.016, welcher als IC 714 in westlicher Richtung im Ennstal unterwegs war.
Wir schreiben den 01.07.92. Sommerlicher Morgendunst liegt über dem Ennstal, der sich aber im Laufe des frühen Vormittages auflösen wird. Eine 1080 sollte mit einem Fahrverschub von Selzthal über Liezen nach Stainach-Irdning unterwegs sein, brutal aus dem Licht. Kurz hinter Stainach Richtung Wörschach fiel mir dann dieser freie Abschnitt auf, und ich legte mich mit dem Tele auf die Lauer. Der 4010 kam vorüber, klick, und das Bild verschwand für die nächsten 34 Jahre im Dia-Archiv. Der Fahrverschub folgte, akustisch weithin vernehmbar - als Lokzug ohne Last...:-( Eine einzelne grüne 1080 kam angeklappert, und so verloren, wie sie in der Landschaft wirkte, so wenig Beachtung wurde auch jenem Bild geschenkt. Heute, 34 Jahre später, wirkt die 1080 immer noch fipsig, aber auch den 4010 gibt´s nicht mehr, und der sieht wenigstens nach "Zug" aus. Also: voilá...;-) Schwieriges Licht; gebe ich zu. Aber vielleicht kommt die Stimmung ja an...:-) Scan vom Fuji-100 6x6-Dia Datum: 01.07.1992 Ort: Stainach-Irdning [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-4010 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Auf engem Raum geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 06.08.26, 12:06 |
Verdammt eng geht es hier im Stanzertal zu: die Arlbergstrecke, die Rosanna, die Stanzertaler Landesstraße sowie -unter der Lawinengalerie- die Arlberg-Schnellstraße zwängen sich hier durch das enge Tal. Man steht unmittelbar an einer Überbrückung der Arlbergbahn und blickt auf einen weiteren künstlichen Tunnel. Ein Motiv, welches heute noch so umsetzbar ist - im Gegensatz zu vielen anderen herrlichen Motiven am Arlberg, welche heute leider nicht mehr machbar sind: man denke an den Talblick in Pettneu, die kurvige Streckenführung bei St. Anton oder den Damm mit der alten Kastenbrücke in Schnann. Seit dort die Trassenführung in den letzten Jahren "auf links" gedreht wurde, ist der Streckenabschnitt zwischen Schnann und dem Arlbergtunnel nicht wiederzuerkennen.
Das Motiv mit dem kleinen Tunnel geht noch - aber es zwängt sich keine 1020 mehr hindurch. Vorbei die Zeit, als diese Reihe in ihrer ungemein attraktiven Lackierung noch im Vorspann- oder Schubdienst auf den Arlbergrampen unterwegs war. Mehrere Sommerurlaube zu Beginn der 90er Jahre wurden hier verbracht, um diese Loks vor den Güterzügen am Arlberg zu erleben - und nicht nur Güterzüge wurden bespannt; auch war es mal ein langer Expresszug, der den Schub dieser Reihe erforderte. Erinnern wir uns mit diesem Bild der 1020.044 bei Flirsch, wie sie den 66470 auf seinem Weg zum Scheitelpunkt der Rampe im Arlberg-Tunnel unterstützt. Die Lok hat im Frühjahr 1995 ihr tannengrünes Outfit wieder zurückerhalten und wurde später sogar wieder in den Zustand der 70er Jahre mit drei Führerstandsfenstern versetzt. Fast 15 Jahre war sie Museumslok der ÖBB, bevor sie an ein privates Verkehrsunternehmen weitergegeben wurde. Wie es aktuell um sie bestellt ist, ist mir leider nicht bekannt. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 23.07.1991 Ort: Flirsch [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1020 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Das Aufnahmsgebäude von Tauplitz geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 05.08.26, 19:47 |
Lustige, bisweilen niedliche Worte haben sie ja, die Österreicher...;-) Man denke an den Topfenstrudel oder Ribisel. Und was bei uns das Empfangs- oder Bahnhofsgebäude ist, ist dort das Aufnahmsgebäude. Und was waren diese Gebäude früher bisweilen gepflegt...! Man denke in der Steiermark an die Gebäude von Stainach-Irdning oder Liezen. Blumenschmuck ohne Ende! Auch das Aufnahmsgebäude von Tauplitz, oberhalb von Stainach an der Salzkammergutlinie gelegen, versprühte diesen aufgeräumten, fast lieblichen Eindruck.
Die Sommerurlaube von den späten 80er bis zur Mitte der 90er Jahre hatten meist nur ein Ziel: wo immer in Österreich wurde den Altbau-Elloks nachgestellt. Auch als in der Steiermark die letzten 1245 durch 1040 abgelöst wurden, standen auch diese urigen Loks mit ihrem im Vergleich zum Fahrwerk irgendwie zu kleinen Lokkasten im Fokus. Und somit sehen wir hier das Stelldichein der 1040.016, wie sie am 12.09.95 -als Lokzug von Bad Mitterndorf kommend- eine Zugkreuzung in Tauplitz abwartet, bevor es hinunter ins Ennstal geht. Scan von Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 12.08.1995 Ort: Tauplitz [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1040 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 2 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Neulich, am Schloss Trautenfels geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 04.08.26, 15:13 |
In letzter Zeit sind immer wieder sehenswerte Aufnahmen aus dem Ennstal in der Galerie zu sehen. Insbesondere lokbespannte Fernverkehrszüge waren hier in den letzten Jahren anscheinend en vogue. Nun, greifen wir etwas in die Mottenkiste und kommen in den Sommer 1992. Der Fernverkehr wurde seinerzeit meist aus den 4010-Garnituren gebildet, die hier allgegenwärtig waren. Formschöne, herrliche Züge, die aber in Anbetracht der Vielfalt an Altbau-Elektrolokomotiven in der Wahrnehmung irgendwie hinten runter fielen. Klar; man war damals scharf auf die Reihen 1080, 1045 und 1245, welche -ausgehend von den Zfst. Selzthal und Attnang- in der Steiermark und auf der Salzkammergutstrecke für tagesfüllende Beschäftigung sorgten. Natürlich fiel dabei jede Menge Beifang an Regionalzügen ab, bespannt mit dem, was damals üblich war: 1041, 1141 und 1042 waren allgegenwärtig, jedoch eine 1044 verirrte sich nur selten ins Ennstal.
Besonders froh war ich damals, wenn mir mal eine der wenigen grünen 1245 vor die Linse fuhr. So auch am 04.07.92, als die grüne 1245.005 den Schladminger Sammler durchs Ennstal zog. Position wurde am Schloss Trautenfels bezogen, kurz vor Stainach-Irdning. Im Hintergrund grüßt uns der mächtige Grimming, ein 2.351 m hoher Solitär, der aber zum Dachstein-Massiv gehört. Die 1245 surrt vorbei, man macht sein Bild, freut sich einen Kullerkeks. Davor kam noch ein gewöhnlicher Regionalzug, bespannt mit einer Jaffa-1042. So what..? Heute, 34 Jahre später: Bilder der 1245.005 gab es im Laufe der Jahre zur Genüge. Aber die Vorbeifahrt in Trautenfels rockte nicht wirklich. Zu wenig hob sich die grüne Lok mit ihren braunen Güterwagen vor dem Hintergrund ab. Ganz im Gegenzug zur 1042 mit ihrer Schlieren-Fuhre. Heute auch längst von den Schienen verschwunden, aber in Punkto Garnitur und Lok heutzutage auf Augenhöhe mit dem Güterzug, und farblich der grünen Lok um Längen voraus! Also erleben wir eine 1042 vor dem R 3515, wie er sich unterhalb vom Schloss Trautenfels in die Kurve legt - einem Motiv, welches früher oft restlos zugewachsen war und in einigen Sommerurlauben überhaupt nicht umsetzbar war. Den Kontrast in Punkto Freischnitt -nicht nur am Gleis, sondern auch vor dem Schloss- bietet diese Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] aus dem November 2008, 26 Jahre später...;-) Scan vom Fuji-100 6x6-Dia Datum: 04.07.1992 Ort: Trautenfels [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-1042 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 7 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Der Fahrradzug der Pinzgauer Lokalbahn geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 02.08.26, 12:47 |
Bleiben wir noch einen Moment im schönen Pinzgau - und greifen mal wieder in die Mottenkiste...;-) Nicht ganz nach unten; wir machen mal einen Stopp im Sommer 2009. In jenem Jahr führte mich erneut ein Familienurlaub in unsere benachbarte Alpenrepublik, und nicht weit vom Urlaubsquartier am Fuß der Großglockner-Hochalpenstraße gab es die Pinzgauer Lokalbahn, damals noch mit einem recht vielfältigen Fahrzeugeinsatz. Es gab mit der Vs81 die erste Gmeinder-Lok bei der SLB, und ansonsten wurde der Verkehr meist mit den Jenbacher Triebwagen der ehemaligen Reihe 5090 abgewickelt. Damals waren noch Züge zu sehen, welche aus zwei Triebwagen mit modernen Mittelwagen gebildet wurden. Und man konnte auf die Reihe 2095 noch nicht verzichten: mindestens ein Mal am Tag kam ein Zug für die Fahrradbeförderung zum Einsatz, der von einer 2095 gezogen wurde und als Garnitur drei Krimmler Wagen sowie einen Packwagen für Fahrräder aufwies. Als Zuglok fungierte die Vs73 der SLB, sprich: die ehemalige 2095.06. Noch lieber gewesen wäre mir damals die Vs71 in karminrot-elfenbein alias 2095.01.
Aber wir wollen nicht unzufrieden sein, und am 27.07.09 gönnte ich mir mit der Garnitur eine Zugverfolgung von Mittersill bis Fürth-Kaprun. Hier sehen wir die illustre Garnitur, wie sie soeben den Ort Stuhlfelden umrundet hat. Ihre Reise in Mittersill hat gerade erst begonnen. Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 27.07.2009 Ort: Stuhlfelden [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-2095 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Unter dem Radar der Wahrnehmung geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 01.08.26, 15:24 |
Es gab Baureihen in Österreich, die bei den Eisenbahnfreunden unter dem Radar der Wahrnehmung liefen. Hierzu gehört mit Sicherheit die Reihe 2060, von der bislang noch kein Bild in der Galerie vorhanden ist. Dieses Bild aus Jenbach, aufgenommen am Vormittag des 22.08.85, entstand aus einer Laune heraus, denn ich wollte an dem Tag mit dem Zug nach Wörgl fahren, um im dortigen Bahnhof sowie entlang der Strecke Richtung Kitzbühel den Altbauelloks der Reihen 1245 und 1020 aufzulauern.
Jenbach kennt man eigentlich nur in Verbindung mit der Zillertal- und Achenseebahn, welche dort ihren Ausgangsbahnhof haben. Loks der Reihe 2060 haben damals keine Sau interessiert, aber bei der Durchsicht der Dia-Bestände fiel mir dieses Bild in die Hände, und tatsächlich: es ist nach zahlreichen Österreich-Urlauben in den 80er und 90er Jahren meine einzige brauchbare Aufnahme der Reihe 2060. Erbaut in den Jahren 1954 bis 1963 mit 100 Exemplaren von den Jenbacher Werken, sah man diese Loks mit ihren nur 200 PS meist nur im Bahnhofsverschub - so man sie überhaupt zur Kenntnis nahm. Auch wenn es nur ein Bahnhofsbild ist: fügen wir der Galerie also eine neue ausländische Baureihe hinzu...;-) Datum: 22.08.1985 Ort: Jenbach [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-2060 Fahrzeugeinsteller: ÖBB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Kurvig durch den Pinzgau geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 31.07.26, 16:17 |
Sehr kurvig geht es auf der Pinzgauer Lokalbahn zwischen Piesendorf und Walchen zu. Zunächst wird zwischen den Haltestellen Piesendorf und Piesendorf Bad der Ort umrundet, und dann geht es erneut in eine langgezogene Kurve, in welcher schon zahlreiche Galeriebilder angefertigt wurden. Etwas oberhalb der Kurve hat man diesen Blick auf den Ort Piesendorf, wo sich die VS83 der Pinzgauer Lokalbahn mit ihrer Wendezuggarnitur ihren Weg entlang einer Pferdekoppel bahnt, um gleich darauf in einem Einschnitt zu entschwinden, vorbei an einem größeren Gehöft, bevor der Haltepunkt Walchen im Pinzgau erreicht wird. Dieser befindet sich -recht unfotogen unter einer Feldwegbrücke gelegen- unweit des Fotografen. Die Pferde nehmen keinerlei Notiz von der Vorbeifahrt der Bahn; für sie ist es der Alltag. Datum: 12.07.2026 Ort: Walchen [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-Vs 81-84 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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Dampf auf der Waldviertelbahn geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 26.07.26, 13:38 |
Was macht man an einem 21.06. ? Na, klar, man knipst Dampfloks! Bleiben wir noch einen Moment bei österreichischen Schmalspur-Dampflokomotiven und kommen nach der Lok "Tirol" der Zillertalbahn zu einer weiteren Vertreterin der Reihe Uv. Unter ihrer Nummer 298 207 war die Lok im Sommer 1992 auf der Waldviertelbahn unterwegs. Damals führte uns ein Sommerurlaub mal in eine Region außerhalb der Alpen, und das Ziel war die Dieseltraktion in Niederösterreich. Ein paar Tage bleiben wir in jener Region, bevor dann doch die Altbauelloks in der Steiermark riefen! Am Wochenende stand dann mal als Abwechslung der Museumszug der Waldviertelbahn auf den Programm, welcher zwei Mal am Tag von Gmünd nach Groß Gerungs unterwegs war. Eigentlich hatte ich auf eine Stütztenderlok der Reihe Mh gehofft und konnte mit der dargebotenen Lok recht wenig anfangen. Erst jetzt, wenn man sich mit der Reihe näher beschäftigt, erkennt man, welchen Exoten man sich da eingefangen hat - erneut eine der wenigen U-Typen mit Verbundtriebwerk.
Die Lok kommt uns hier am Vormittag des 21.06.92 mit ihrer Museumsfuhre bei St. Martin entgegen und war herrlich betriebsverschmutzt, fast stumpf. Wäre nicht die Aufschrift auf einem der letzten Wagen sowie das hellgrüne Exemplar, sähe der Zug nach Plandienst früherer Zeiten aus. Warum jetzt Bilder der Mittagsfuhre am 21.06. so grauenhaft aussahen, war mir vor 34 Jahren noch überhaupt nicht so bewusst. Man hätte Diesel knipsen sollen - oder den Badesee aufsuchen...;-) Scan vom Fuji-100 6x6-Dia Datum: 21.06.1992 Ort: St. Martin [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-Uv Fahrzeugeinsteller: Waldviertelbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Ich und mein Holz geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 23.07.26, 15:52 |
Bleiben wir noch einen Moment im schönen Pinzgau..;-) Direkt an der Bahnhofseinfahrt von Niedernsill erstreckt sich ein größeres Werksgelände einer Holzbaufirma. Die Züge aus Zell am See trudeln dann zwischen der Salzach und den mehr oder weniger hohen Holzstapeln der Firma im Bahnhof von Niedernsill ein. Wir sehen den VTs 17, wie er als Pendel 3370 von Zell sogleich den Bahnhof von Niedernsill erreichen wird. Unmittelbar danach geht es zurück nach Zell, um in Walchen mit dem VTs 14 zu kreuzen, welcher unserem Zug in guten 15 Minuten als "Eilzug" 3346 folgen wird und mit nur wenigen Halten eine schnelle Verbindung im Berufsverkehr nach Mittersill bietet.
Wer das zur Rush hour volle Verkehrsaufkommen auf der parallelen Landstraße im Pinzgau kennt, wird als Berufspendler den Eilzug zu schätzen wissen...!;-) Datum: 10.07.2026 Ort: Niedernsill [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-VTs 12-17 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Damals wie heute im Zillertal geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 22.07.26, 17:31 |
Machen wir einen kleinen Ausflug zur Dampftraktion auf Schmalspurbahnen in Österreich..;-) Wenn man vom Pinzgau [www.drehscheibe-online.de] über den Gerlos-Pass fährt, kommt man ins Zillertal. Und nicht nur im Pinzgau ist ein Dampfzug zu touristischen Zwecken unterwegs, sondern auch im Zillertal ist seit Jahrzehnten in den Sommermonaten mehrmals pro Woche das Gepfeife einer Dampflok vernehmbar. Die Zillertalbahn hat seit Jahren hierfür immer mehrere betriebsfähige Dampflokomotiven vorgehalten, u.a. eine Lok der Reihe Uv und der Nummer 3, welche den Beinamen "Tirol" trägt.
Was ist das eigentlich; eine Uv? Die Reihe U wurde in der Galerie schon desöfteren erwähnt, und hierhinter verbirgt sich eine der erfolgreichsten Konstruktionen österreichischer Dampflok-Baukunst. Auf fast jeder Schmalspurbahn war früher in Österreich die Reihe U zu Hause, mit ihrer typischen Achsfolge C 1´. Aus dieser Reihe wurde später die Reihe Uv abgeleitet, mit gleicher Achsfolge, jedoch mit Verbunddampfmaschine. Gefertigt wurden hiervon anfangs nur drei Lokomotiven für die Niederösterreichischen Landesbahnen sowie eine für die Zillertalbahn. Später kamen noch weitere vier Lokomotiven für die k.k. Staatsbahnen hinzu. Die Zillertalbahn verfügte somit über ein recht interessantes Fahrzeug mit Verbundtriebwerk und einem hierfür typischen Sound, welcher einen...man kann sagen: etwas holprigen Klang aufweist, aber dennoch nicht unrhythmisch klingt. Die Leistung der Verbundmaschine konnte gegenüber der ursprünglichen Reihe U deutlich gesteigert werden. Kommen wir zum Bild: nach früheren Familienurlauben als Kind oder Jugendlicher ging es erstmals im Sommer 1985, sprich: vor gut 40 Jahren, auf eine Fototour durch die Steiermark und Tirol. Natürlich konnten wir uns damals die Zillertal- und Achenseebahn nicht entgehen lassen, und wir sehen hier den recht langen, nachmittäglichen Dampfzug der Zillertalbahn bei Zell am Ziller, wie er von der Lok 3 Richtung Mayrhofen gezogen wird. Einer Lok, die heute noch bei der Zillertalbahn betriebsfähig ist... Scan vom Kodak Ektachrome KB-Dia Datum: 19.08.1985 Ort: Zell am Ziller [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-Uv Fahrzeugeinsteller: Zillertalbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Der Nostalgiezug im Pinzgau geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 20.07.26, 21:02 |
Wenn man schon eine Woche im Pinzgau im Urlaub zu Gast ist, darf man sich in den Sommermonaten nicht den Dampfzug entgehen lassen, welcher in diesem Jahr nur an Donnerstagen verkehrt - dafür jedoch wieder von Zell am See bis Mittersill. Der Zug verlässt Zell am See um 09.20 Uhr, um eine gute Stunde später in Mittersill einzutreffen Zurück geht es am frühen Nachmittag, und mittags wird noch eine weitere Fahrt von Mittersill bis Niedernsill und zurück angeboten. Der Zug ist lichttechnisch ambitioniert, denn die Lok hängt Richtung Mittersill, m.a.W. es geht vormittags vorwärts aus dem Licht, und die Mittagstour ab Niedernsill erfolgt im Hochlicht. Dank der an einigen Stellen recht kurvigen Trassenführung lassen sich aber dennoch einige ganz ansprechende Fotos machen. Hier sehen wir den Zug, wie er etwa 20 Minuten nach seiner Abfahrt in Zell am See die Ortslage von Piesendorf umrundet.
Zuglok ist die Mh 3, eine Stütztenderlok der Gattung D2`h2st, von der in den Jahren 1906 und 1908 ursprünglich sechs Maschinen für die Bergstrecke der Mariazellerbahn gefertigt wurden. Nach der Elektrifizierung der Mariazellerbahn kamen die Loks später u.a. auf der Krumpe, im Waldviertel und im Pinzgau zum Einsatz. Bei der Salzburg AG ist heuer die Mh 3 vor den Nostalgiezügen zu sehen; alle weiteren fünf Loks dieser Reihe, welche zwischenzeitlich bei den ÖBB als Reihe 399 geführt wurden, sind noch bei verschiedenen Bahnen bzw. Besitzern erhalten. Datum: 16.07.2026 Ort: Piesendorf [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-Mh Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt 2 Kommentare [»] |
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Gmeinder-Loks in Landesfarben geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 19.07.26, 22:59 |
Die Pinzgauer Lokalbahn bestreitet den Personenverkehr zwischen Zell am See und Mittersill mit Wendezügen, bespannt mit diesen recht kantigen Gmeinder-Loks, wie sie auch auf der Zillertalbahn zu finden sind. Mit den Nummern VS 81 bis 84 sind hier vier Loks im Bestand und weisen das rot-weiße Farbschema der Salzburg AG auf, wohl in Anlehnung an die Landesfarben. Bei den Wendezügen hängt die Lok immer in Richtung Krimml, und bis Mittersill wird ein barrierefreier Stundentakt mit Fahrradbeförderung angeboten. Darüber hinaus verkehren mit einem Abstand von je einer halben Stunde die jüngst in der Galerie gezeigten Triebwagenkurse von Zell am See bis Niedernsill. Diese Kurse werden in den Morgenstunden noch zusätzlich mit zwei Triebwagenkursen von Mittersill sowie zwei Zügen bis/ab Piesendorf Bad verdichtet. M.a.W. es findet sowohl der Fahrgast ein attraktives Angebot vor - wie auch der geneigte Fotograf alle Hände voll zu tun hat.
Wir sehen hier die VS 81, wie sie mit ihrem Zug 3326 soeben den Bahnhof von Piesendorf verlassen hat und mit einer weiten Kurve die Ortslage umrundet, bevor in wenigen Augenblicken der Haltepunkt Piesendorf Bad erreicht wird. Im Anschluss folgt eine sehr langgezogene und fotogene Kurve Richtung Walchen im Pinzgau, bevor es dann wieder oberhalb der Salzach gen Niedernsill geht. Zahlreiche Galeriebilder zwischen Piesendorf und Walchen lassen die geschwungene Trassenführung nachvollziehen. Datum: 16.07.2026 Ort: Piesendorf [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-Vs 81-84 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 0 Punkte |
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Am Ufer der Salzach geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 18.07.26, 14:20 |
Wie bereits gestern bei diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] erwähnt, werden bei der Pinzgauer Lokalbahn die Triebwagen der ehemaligen ÖBB-Reihe 5090 in erster Linie für die Züge zwischen Zell am See und Niedernsill eingesetzt. Die weitere Streckenführung bis Mittersill wird durch die Wendezüge mit den Gmeinder-Loks bestritten.
Im Farbschema der SLB waren während unserer Urlaubswoche die beiden VTs 14 und 17 im Pinzgau unterwegs. Hier sehen wir am Vormittag des 13.07.26 den VTs 14, wie er vor kurzem in Niedernsill aufgebrochen ist und uns bei Jesdorf-Bergfried am Ufer der Salzach entgegen kommt. Und ja - es muss nicht immer ein Hochstativ sein...;-) Gerade durch diese Dackel-Perspektive entsteht eine ganz eigene Dynamik. Die Pinzgauer Lokalbahn war ja in den letzten Jahren bereits leider desöfteren Opfer von Hochwasserschäden, und wann ein Zug mal wieder den Endbahnhof in Krimml erreicht, hängt von der Sanierung der Uferbefestigung bei Hollersbach ab, welche aktuell dort durchgeführt wird. Die weitere Gleisführung bis Krimml liegt derzeit brach und ist teilweise leicht überwuchert, und der Endbahnhof in Krimml gleicht einer größeren Baustelle. Wünschen wir der Bahn, dass alsbald mal wieder in Krimml der Pfeifton der Mh 3 ertönt ! Datum: 13.07.2026 Ort: Jesdorf-Bergfried [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-VTs 12-17 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Jaffa ! geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 17.07.26, 20:36 |
Die Pinzgauer Lokalbahn verfügt über sechs Schmalspurtriebwagen der einstigen ÖBB-Reihe 5090. Im Nummernschema der SLB werden sie als VTs 12 bis 17 geführt und sind aktuell im Pinzgau insbesondere auf dem Abschnitt zwischen Zell am See und Niedernsill zu finden. Inzwischen ist nach der Beseitigung von Hochwasserschäden der Abschnitt von Niedernsill bis Mittersill wieder befahrbar, und auch hier finden sich vereinzelt Einsätze der Triebwagen, insbesondere als werktägliche Eilzugleistung sowie in Tagesrandlagen.
Ein kurzer Familienurlaub führte mich jüngst in den Pinzgau, und es gab insbesondere in den Tagesrandlagen immer wieder Fotogelegenheiten, während die eher hochlichtige Zeit dem ausgedehnten Familienprogramm diente. Nun werden auf der derzeit befahrbaren Strecke der Pinzgauer Lokalbahn bis Mittersill i.d.R. Wendezüge mit den kastenförmigen Gmeinder-Loks eingesetzt, und ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mein Hauptaugenmerk auf die Triebwagenleistungen gelegt habe - und dies nicht ohne Grund: seit Sommer 2025 wurde der VTs 15, sprich der ehemalige 5090 005 wieder in den Jaffa-Look der 80er Jahre zurückversetzt. Nun, in unserer Urlaubswoche waren zunächst nur die VTs 14 und 17 unterwegs, zwei weitere Triebwagen weilen derzeit zur Aufarbeitung in der Werkstatt in Zell am See Tischlerhäusl infolge der Vermurung in Krimml. Und tatsächlich: am letzten Urlaubstag -an dem auch der Dampfzug der Pinzgauer Lokalbahn mit der Mh3 unterwegs war- kam am späten Nachmittag tatsächlich der erhoffte VTs 15 auf dem Abschnitt zwischen Zell und Niedernsill um die Ecke ! Wir sehen ihn hier, wie er oberhalb der Salzach soeben den Haltepunkt Jesdorf-Bergfried erreicht. Nach einer kurzen Wendezeit im nahen Niedernsill geht es sogleich zurück nach Zell am See. Datum: 16.07.2026 Ort: Jesdorf-Bergfried [info] Land: Europa: Österreich BR: AT-VTs 12-17 Fahrzeugeinsteller: SLB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 3 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Morgens an den Teichen bei Oberteich geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 09.07.26, 12:00 |
Oberteich, einige Zeit nach Sonnenaufgang. Der Ort heißt nicht nur so, sondern die Gegend ist geprägt von zahlreichen Teichen entlang der Bahnstrecke von Marktredwitz über Wiesau nach Weiden. Man wandert zu den Teichen, sucht sich eine individuelle Fotostelle aus, in der sich nach Möglichkeit der gewünschte Zug spiegelt. Ein leichter Wind ist spürbar, der einem die Spiegelung vermasseln könnte. Völlig ruhig könnte es hier sein, aber die nahe A 93 sorgt im Hintergrund für eine ständige Geräuschkulisse. Man steht am Teich, hört dem Froschkonzert zu und beobachtet die Schwanenfamilie.
Die Bahnstrecke aus Richtung Hof beschreibt hier eine große Kurve, und fast ohne Geräuschentwicklung kommt die 218 414 mit ihrem RE 2 nach Regensburg um die Ecke. Die Schwanenfamilie hat sich in Bewegung gesetzt, hält aber noch Abstand vom Punkt der Spiegelung und ist fast zu weit weg. Der RE 2 rauscht vorbei, und anschließend kehrt wieder Ruhe ein an den Teichen von Oberteich, am Morgen des 25.05.26, der noch soo viele weitere Teich-Motive mit sich bringen sollte, in dieser herrlichen Gegend zwischen Hof und Weiden. Datum: 25.05.2026 Ort: Oberteich [info] Land: Bayern BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 9 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Cross Country - reloaded geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 07.07.26, 17:19 |
Kommen wir noch einmal zurück nach good ol´ England, genauer gesagt, an die Cornish Main Line. Jan hat ja mit dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] noch an die Zeiten erinnert, in denen auf den Strecken die blaue Farbgebung dominierte. Wie bereits berichtet, stellt einen nunmehr die dunkelgrüne Farbgebung der Züge der Great Western Railways fotografisch vor gewisse Herausforderungen, und es gibt insbesondere im Hochsommer Motive, bei denen die Züge regelrecht absaufen. Man kann der Sache nur entgegen wirken, in dem man die Züge im Streiflicht oder vor einem deutlich helleren Hintergrund aufnimmt. Willkommene Abwechslung bietet da das Unternehmen "Cross Country" mit ihren Triebzügen der Class 220 und 221. Hier werden auf der Cornish Main Line mehrere Kurse pro Tag von Penzance nach Edinburgh angeboten; weitere sind ab Plymouth unterwegs; m.a.W. Fahrten auf Strecken, die nicht zwingend London als Zielort ausweisen.
Die Züge der Class 220 unterziehen sich seit diesem Jahr einem Modernisierungsprogramm, welches ein recht farbenfrohes und attraktives Outfit mit sich bringt. Die ersten modernisierten Züge sind seit Februar 2026 unterwegs, und hier überraschte mich mit dem 220 021 einer dieser vierteiligen Vertreter, wie er soeben das Bolitho-Viadukt überquert und in wenigen Augenblicken in dem bereits von Jan gezeigten Bahnhof von Liskeard seinen nächsten Halt einlegen wird. Datum: 13.06.2026 Ort: Liskeard, England [info] Land: Europa: Großbritannien BR: GB-class220 Fahrzeugeinsteller: Arriva Cross Country Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt 1 Kommentar [»] |
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Pressath und seine Formsignale geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 06.07.26, 17:04 |
Wenn man die Scheuklappen des RE 2 mit seinen 218 mal ablegt und über den Tellerrand schaut, so entdeckt man unweit der Strecke von Hof nach Regensburg zahllose weitere Strecken, denen man noch nie einen Besuch abgestattet hat. Die DSO-Galerie mit ihrer RailView-Funktion bietet hier den notwendigen Support, und somit ging es mal in das Formsignal-Kleinod Pressath. Wie man liest, soll es sich um den Bahnhof in jener Region mit den meisten Formsignalen handeln. Auch wenn mittlerweile zwei der Signale ihrer Flügel und Funktion beraubt sind, kommt so ein bissel "Pocking-Feeling" auf; jener Bahnhof an der Rottalbahn, welcher gewisse Ähnlichkeiten aufwies. Nur, dass in Pressath keine 628, sondern "nur" die Regioshuttle von Agilis auf der RB 34 unterwegs sind. Gut, der werktägliche Müllzug wurde einen Tag vorher in Pressath einkassiert, sogar noch (oder wieder) mit V 90. Am Nachmittag des 27.06.26 entstand dann als Abschiedsbild einer dreitägigen Tour diese Aufnahme, welche die Nordwestausfahrt vom Bahnhof Pressath zeigt. Und wie wir sehen, sehen wir folgendes nicht mehr: der hohe Raiffeisenspeicher, welcher als Hintergrund für so manche Galerie-Aufnahme diente, wurde anscheinend in der jüngsten Vergangenheit Opfer der Spitzhacke.
Ich habe lange überlegt, welche Aufnahme-Version nun die ansprechendste ist, und ich habe mich für diese Version entschieden: auch wenn der Agilis noch etwas entfernt ist, so liegt das Augenmerk doch eher auf dem fast schon historischen Umfeld des Bahnhofes mit seiner Formsignal-Gruppe. Erneute Einstellung mit engerem Beschnitt und mehr "Dynamik". Datum: 27.06.2026 Ort: Pressath [info] Land: Bayern BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: Agilis Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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Freischnitt in Banteln geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 02.07.26, 11:24 |
Bereits vor gut einem Jahr habe ich an dieses Motiv [www.drehscheibe-online.de] an der ehrwürdigen Nord-Süd-Strecke erinnert, und im Juni hat es mich erneut für zwei Tage ins Leine- und Ilmetal gezogen. Und wie immer ergab sich auf der Nord-Süd-Strecke dieses Vabanque-Spiel, dass in die Gegenrichtung ein Zug nach dem anderen an dir vorbeirollt, während in der von dir gewünschten Richtung einfach nichts auftauchen will oder nur Mainstream. Manchmal warst du da auf der Gewinnerseite und erwischt fünf Güterzüge im Block, und manchmal passiert genau das Gegenteil, und du bist Neese.
Die Fotostelle zwischen Banteln und Brüggen ist nicht unbekannt, wurde aber in jüngster Vergangenheit freigeschnitten. Zumindest bot sich am Abend des 23.06.26 dieses Bild: die Brennnesseln im Vordergrund waren noch nicht zu hoch, und warum der Baum im unteren Bereich seine Äste lassen musste, sei der Phantasie des Betrachters überlassen. Rechts wächst Mais, und in wenigen Wochen steht da die grüne Wand. Das Problem am Abend des 23.06. war die enorm geringe Zugdichte an Nordfahrern, denn nach diesem Zug wollte sich bis zum motivvernichtenden Schattenwurf kein weiterer Güterzug blicken lassen, während es nach Süden halbwegs rollte. Vorboten des bundesweiten GSM-R-Ausfalls an jenem Abend...:-( Also sehen wir als letzten Güterzug des Tages die Akiem-187 521 mit einem der typischen Kistenzüge, die das Bild der Nord-Süd-Strecke prägen. Die vielleicht etwas späte Auslösung hat ihre Ursache in einigen Büschen hinter der Lok. Datum: 23.06.2026 Ort: Banteln [info] Land: Niedersachsen BR: 187 (Bombardier TRAXX F140 AC3) Fahrzeugeinsteller: Akiem Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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Ein Farbtupfer am Naabufer geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 30.06.26, 19:01 |
Der Uferbereich entlang der Naab bei Pfreimd. Schon dutzendfach fotografiert und auch in vielen Versionen in der Galerie enthalten - und es ergeben sich immer wieder neue Blickwinkel auf engstem Raum, ob mit Spiegelung oder ohne. Der RE 2 mit seiner 218 macht sich hier morgens in beide Richtungen gut, aber ganz frühes Aufstehen war für den 26.06.26 angesagt. Nicht nur, weil es an diesem Hitzetag morgens noch erträglich war, sondern weil um diese Uhrzeit aktuell die einzige Alex-Leistung hier vorbeikommt, als RE 23 von Hof nach München. Dieser Zug gilt als Flügelzug und wird in Schwandorf mit der Garnitur aus Prag vereint, bevor die Reise in die bayerische Landeshauptstadt weitergeht. Warum auch dieser Flügelzug aus tschechischen sowie Alex-eigenen Reisezugwagen besteht, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Aber er gibt hier morgens einen willkommenen Farbtupfer ab, auch wenn die Naab im Hochsommer anfängt zu blühen und trotz Windstille nicht an jeder Stelle eine perfekte Spiegelung ermöglicht.
Abends erfolgt das Spiel in die Gegenrichtung, wobei die Fuhre aus München oft verspätet sein soll. Planmäßig würde der Flügelzug nach Hof hier gegen 19 Uhr auftauchen. Bei zwei Versuchen am 26. und 27.06. ergaben sich jedoch fast einstündige Verspätungen, aber dank der langen Tage war dennoch ein Bild möglich. Seit dem 27.06.26 endet der Flügelzug in Weiden. Datum: 26.06.2026 Ort: Pfreimd [info] Land: Bayern BR: 223,253 (alle Eurorunner-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DLB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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In der Teichlandschaft bei Wiesau geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 28.06.26, 23:25 |
Kurz vor dem Beginn der Baumaßnahmen auf der Strecke von Hof über Weiden nach Regensburg sollte es noch einmal zum RE 2 in die Oberpfalz gehen. Also wurde eine dreitägige Fototour in die Gegend zwischen Marktredwitz und Nabburg eingelegt. Nun fragt man sich, was einen dazu treibt, bei Tagestemperaturen deutlich jenseits der 30-Grad-Marke auf Fotopirsch zu gehen. Nun, ganz einfache Antwort: den Bildern sieht man die Hitze nicht an, und wenn man sich einen ausreichenden Getränkevorrat zulegt, sich Schattenplätze sucht und außer dem Anstieg zum Plentl-Kreuz in Nabburg keine größere Anstrengungen unternimmt, lässt sich auch die Hitze aushalten. Und somit führte mich am Nachmittag des 25.06.26 eine kleine Wanderung an die Teiche südlich von Wiesau, schön durch den schattigen Wald. Für die notorischen Autofahrer unter uns: gebt euch keine Mühe: auf dem Waldweg zum Motiv liegen strategisch mehrere umgesägte Bäume und erfordern einige dutzend Meter Rückwärtsfahrt; ich hab´s natürlich auch probiert...;-) Also fein seine Karre am Waldrand parken, und los geht´s auf Schusters Rappen.
Als Belohnung folgt ein herrlicher Weg durch die Natur, hin zu diversen Teichen, und man wird an den Teichen begleitet durch ein ständiges "plöp, plöp", wenn die zahlreichen aufgescheuchten Frösche ins Wasser springen. Mehrere Varianten lassen sich hier an den Fischteichen umsetzen; selbst für Nordfahrer gibt es Möglichkeiten. Zwei unerwartete Güterzüge aus beiden Richtungen in rascher Folge konnten umgesetzt werden, und exemplarisch für diverse Züge sehen wir hier die 218 428 mit ihrem RE 2, die sich farblich besser abhebt als ein blauer PRESS-Schlumpf, der kurz vorher mit einem Eaos-Zug auftauchte. Nach ca. zwei Stunden Präsenz und diverser Bremsenstiche ging es durch den kühlenden Wald wieder zurück. Seit dem 27.06.26 endet der RE 2 baustellenbedingt von Regensburg aus bereits in Weiden. Datum: 25.06.2026 Ort: Wiesau [info] Land: Bayern BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 5 Punkte |
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Blick ins Looe Valley geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 20.06.26, 10:27 |
Bleiben wir noch einen Moment bei der idyllischen Looe Valley Line, welche in Cornwall in Liskeard von der Cornish Main Line an einem separaten Bahnsteig abzweigt und anschließend in einem großen Bogen unter dem Liskeard Viaduct hindurch in das Tal des East Looe River führt. Eingesetzt werden hier Sprinter der Class 150, und für längere Züge reicht mindestens der Bahnsteig im Endbahnhof Looe nicht aus. Auch diese Züge tragen das grüne Livrée der Great Western Railway und fügen sich somit farblich perfekt in die Landschaft oberhalb der Terras Bridge im Looe Valley ein...;-)
Wer Cornwall kennt, wird wissen, dass sich -zumindest für den Autofahrer- die Welt nur hinter riesigen und endlos langen Hecken verbirgt. Um nicht auf Privatgelände zu stehen, gelang auch hier der Blick nur auf Zehenspitzen über eine nicht ganz so hohe Hecke, die zudem auch noch mit Brennnesseln versehen war (...sic!). Da eine Alu-Leiter oder ein HS nicht zum üblichen Handgepäck eines Familienurlaubes gehört und am Flughafen mindestens seltsame Fragen aufwerfen würde, war so ein Equipment leider nicht vorhanden, wird jedoch für spezielle Eisenbahnurlaube in Cornwall unbedingt empfohlen! Wir sehen den Sprinter der Class 150.2 mit der Nummer 150 232, wie er unten im Tal entlang des East Looe Rivers seinem Zielbahnhof Looe entgegenkullert. Exif-Zeit - 1 h. Datum: 13.06.2026 Ort: Looe, England [info] Land: Europa: Großbritannien BR: GB-Class150 Fahrzeugeinsteller: Great Western Railway Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Paddington in Peru geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 19.06.26, 13:23 |
Wer in Cornwall den Planbetrieb der Great Western Railway fotografieren will, muss wissen, worauf er sich da einlässt. Wie bereits in den Bildtexten mehrerer Aufnahmen aus dieser Region zu lesen ist, präsentieren sich fast alle Baureihen der GWR in einem dunkelgrünen Outfit mit gelber Front und erweisen sich bei 45 Grad Sonne von hinten als wahre Lichtfresser. Ausnahmen bilden die wenig attraktiven Triebzüge der Class 175 in einem rot-weißen Gewand sowie die Voyager von Cross Country.
Unser Familienurlaub im Juni 2026 hielt neben vielen meist wolkenverhangenen Tagen auch einen Tag bereit, an dem von morgens bis abends die Sonne schien - auch wenn der Himmel leicht diesig aussah. Grund genug, mit etwas Verhandlungsgeschick bei der "Regierung" mehrere Stunden für das Hobby herauszuholen...;-) Also ging es an die beiden großen Viadukte an der Cornish Main Line bei Doublebois, wobei die Motivstandorte nicht ganz trivial zu finden sind und erst an einigen Vortagen eruiert wurden. Der Vormittagsblick auf das East Largin Viaduct, welches hier [www.drehscheibe-online.de] von Frits bereits gezeigt wurde, wird jedoch von der heimischen Spotterszene anscheinend liebevoll gepflegt, m.a. W. man findet einen Blick vor, an dem sich mindestens 10 Fotografen nicht im Bild stehen würden; hier wächst so schnell nix zu...;-) Der Verkehr an Samstagen hielt zwar diverse Züge vor, aber nach dem Motto: "haste einen, haste alle" kam fast nur Grünfutter in Form dieser dualen Hitachi-Schnelltriebwagen vorbei, denen man sich schnell überdrüssig wird. Erst bei näherer Betrachtung fallen Baureihenunterschiede der hier eingesetzten EDMU-Class 800 und 802 auf, nicht nur, was die Länge der Garnituren anbelangt. Der Triebzug mit der Nummer 802 106 überraschte dann mit einer dezenten Werbung für den Kinderfilm "Paddington in Peru". Nachmittags ging es dann an das nur wenige 100 Meter entfernte St. Pinnock Viaduct - aber auch dort kam fast nur japanisches Grünfutter in allen möglichen Varianten. Exif-Zeit -1 h Zuletzt bearbeitet am 20.06.26, 10:08 Datum: 13.06.2026 Ort: Doublebois, England [info] Land: Europa: Großbritannien BR: GB-Class 802 Fahrzeugeinsteller: Great Western Railway Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 2 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Am Ufer des East Looe River geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 18.06.26, 11:43 |
Ein 14tägiger Familienurlaub führte Anfang Juni auf die Insel, genauer gesagt, nach Cornwall. Während in der ersten Woche die Gegend zwischen Tintagel, Newquai und St. Ives inspiziert wurde, ging es in der zweiten Woche an die Südküste bei Liskeard. Und wenn das Wetter (und die Familie..) es zuließ, waren auch ein paar Fotoausflüge drin.
Neben der Cornish Main Line von Plymouth nach Penzance boten auch einige Branch Lines ein paar Motive, wie z.B. die Looe Valley Line von Liskeard nach Looe. Die Strecke verläuft hier häufig entlang des East Looe River, und der motivliche Hotspot dürfte in der Gegend um die Terras Bridge sein, nur wenige Minuten von dem quirligen Touristen- und Hafenstädtchen Looe entfernt. Der East Looe River wird von den Gezeiten geprägt. Die Terras Bridge besteht aus einem kleineren Durchlass für den Fluss sowie einem Damm. Und während bei Ebbe der Fluss nur als kleineres Rinnsal durch das Tal plätschert, liegt bei Flut die Wasseroberkante nur wenige Zentimeter unterhalb des Damms. Dies war am Abend des 14.06.26 der Fall. Wir sehen als typisches Fahrzeug der Cornish Branch Lines ein "diesel multiple-unit (DMU) Sprinter" der Class 150.2, sprich der letzten Generation einer Serie von zweiteiligen Triebwagen, welche im Gegensatz zu den früheren Generationen der Class 150.0 und 150.1 mit einem stirnseitigen Übergang versehen wurden und somit -zumindest in meinen Augen- fast historischer aussehen als die ersten Generationen dieser Baureihe. Mit einem Baujahr aus dem Jahr 1987 sind die Fahrzeuge bereits fast 40 Jahre alt. Hier kommt uns der 150 232 der Great Western Railway am Ufer des East Looe River entgegen. Der DMU hat seine Reise in Looe soeben angetreten und wird nach einer knappen halben Stunde sein Ziel in Liskeard erreichen. Exif-Zeit -1 h Datum: 14.06.2026 Ort: Looe, England [info] Land: Europa: Großbritannien BR: GB-class150 Fahrzeugeinsteller: Great Western Railway Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 5 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Ein Autozug am Rechenweiher geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 17.06.26, 21:17 |
Wie bereits hier [www.drehscheibe-online.de] erwähnt, ging es Ende Mai in die Oberpfalz. Die anhaltende Hochdruckwetterlage sollte wenigstens für zwei Tage ausgenutzt werden. Ziel waren natürlich die 218-Einsätze auf dem RE 2, und eines der Motive auf der Agenda war der Rechenweiher bei Escheldorf, welcher nach langer Trockenperiode endlich wieder mit Wasser gefüllt wurde und bereits in mehreren Varianten in der Galerie enthalten ist. Wie so eine Art positives Damoklesschwert schwebte im Hintergrund stundenlang die Info, dass aus Cheb zwei Güterzüge über Marktredwitz Richtung Schwandorf bzw. Nürnberg im Zulauf waren. Zwischen den 218-Leistungen glühte dann der Draht zur "gewöhnlich gut informierten Quelle", wo die Züge nun genau steckten. Zunächst kam an Vormittag die Info, dass einer der Züge Cheb verlassen hat und in Marktredwitz eingetrudelt ist. Dann verzögerte sich aus verschiedenen Gründen die Weiterfahrt um mehrere Stunden, aber am Nachmittag kam dann die erlösende Info, dass sich der Zug in Marktredwitz in Bewegung gesetzt hat. Zeitgleich füllte sich der Fotostandort am Rechenweiher mit weiteren Hobbykollegen, aber dann ging ein neues Pokerspiel los: wir sind in der DSO-Galerie, und in der DSO-Galerie schwebt über vielen Bildern das Wohl und Wehe des Seitenlichts - ein Phänomen, welches mir in früheren Jahren in dieser Form als Begriff überhaupt nicht bekannt war, aber im Nachhinein die simple Erklärung für viele eher suboptimale Fotos geliefert hat...;-) Also banger Blick zur Sonne: wie weit ist der Zug, und wie schnell wandert die Sonne...? Erste Kollegen wählten einen deutlich spitzeren Standort. Nun hieß es, dass mit der angekündigten Lok alias 232 571 eines der saubersten Pferde im Stall am Zug hängen sollte. Also ausharren, und nach einer Weile kam dann der Zug um die Ecke. Dass sich dahinter ein Auto-Ganzzug verbarg, war mir nicht bewusst. Also erleben wir hier die lautstarke Vorbeifahrt der 232 571 mit ihrem 45366 von Cheb.
Eine weitere Ludmilla ging dann deutlich später noch unweit von Oberteich mit einem Langschienenzug ins Netz, und der Abend wurde dann noch um zwei weitere Güterzugleistungen ergänzt, bevor die empfehlenswerte Pizzeria in Mitterteich den Tag beenden sollte. Datum: 25.05.2026 Ort: Escheldorf [info] Land: Bayern BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Ein Feuersalamander im Naabtal geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 31.05.26, 13:19 |
Das sind die Momente, die unser Hobby so erlebnisreich gestalten: Züge ohne jede Vormeldung, die genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort aufkreuzen! Gut, das Motiv gilt als alter Hut, aber auf meiner Liste der "Must-have-Motive" mit der Baureihe 218 hatte der Blick vom Plentl-Kreuz bei Nabburg die Pole Position. Und nun, da in den nordwestmecklenburgischen Weiten um Grevesmühlen wieder die Ruhe eingekehrt ist, wird die Karawane weiterziehen - wenn sie nicht schon längst an Ort und Stelle war.
Ende Mai hat mich die anhaltende Hochdruckwetterlage für zwei Tage in die Oberpfalz gelockt, und während am ersten Tag der obere Abschnitt der Strecke von Hof nach Regensburg beackert wurde, ging es am zweiten Tag in die Gegend um Nabburg - dem Weltkulturerbe im Naabtal, an dem sich der geneigte 218-Freund im Prinzip den ganzen Tag aufhalten kann. Fest auf dem Programm stand am Nachmittag dann der Blick vom Plentl-Kreuz. Nachdem dieses Motiv bei mir vor einem Jahr infolge Schlonz klassisch in die Hose ging, sollte es heute klappen. Nun darf nicht unerwähnt bleiben, dass ich die beiden Tage in den Support eines geschätzten Kollegen geraten bin, dem ich diverse Güterzugleistungen zu verdanken habe..;-) Am frühen Vormittag kreuzte dann bei Pfreimd der Feuersalamander der SETG in Form der ER 20-05 als Lz nach Norden auf. O.k., einer Leerfahrt wurde dann keine weitere Beachtung geschenkt. Nachmittags ging es dann ächtzender Weise auf den Aussichtsfelsen. Natürlich schreit man laut das "Sch..."-Wort, wenn man unten gerade losgelaufen ist und eine DE 18 von Cargo mit lauter Schottertüten nach Süden vorbeibrummt. Wie immer: man ahnt nix böses, und der Güterzug kommt. Dann oben angekommen, erst einmal Verschnaufpause. Wäre schön, wenn jetzt zusätzlich zur 218 noch ein weiterer Güterzug auftauchen würde. Der Gedanke war kaum ausgesprochen, als in der Ferne tatsächlich ein Kistenzug um die Ecke bog! Und ohne jede Vorankündigung rauschte dann der SETG-Feuersalamander mit einem langen Containerzug durchs Motiv..! Vielleicht kennt Ihr dieses Gefühl: wenn man keine Ohren hätte, könnte man im Kreis lachen...! :-) Die nachfolgende 218 war dann die Pflicht zur Kür. Ob es ein Zug vom Terminal Wiesau war? Das müssten die gewöhnlich besser Informierten bestimmt wissen...;-) Wie dem auch sei - der Abstieg vom Felsen ging dann locker-flockig hinab. Wenn man Eier hätte, würde man sagen: ab nach Hause, Programm ist durch...;-) Aber der Tag sollte noch für drei Stunden Aktion bieten, bevor es wieder in die heimische Mark ging. Datum: 26.05.2026 Ort: Nabburg [info] Land: Bayern BR: 223,253 (alle Eurorunner-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: SETG Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 8 Punkte 5 Kommentare [»] |
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Aushilfe aus Zittau geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 30.05.26, 19:25 |
Angefixt durch einen aktuellen Bild-Beitrag bei DSO ging es am Morgen des 29.05.26 zur Döllnitzbahn. Dort ist seit wenigen Wochen die Zittauer 199 013 vor den werktäglichen Schülerzügen im Einsatz. Die eigenen Dieselloks sowie der Triebwagen stehen der Döllnitzbahn aktuell nicht zur Verfügung, so dass auf den Support aus Zittau zurückgegriffen wurde.
Es gibt bereits in der Galerie dieses ältere Bild der Lok [www.drehscheibe-online.de] , aber da der dortige Bildtext eher weniger für die Vergabe des Pulitzer-Preises dient (..;-) ), sei auf die Herkunft der eher unbekannten Lok hingewiesen: hinter der 199 013 verbirgt sich eine FAUR L30H, gebaut 1980 in Rumänien. Diese Baureihe war für polnische Schmalspur- und Werkbahnen vorgesehen, und die SOEG hat im Jahr 2002 diese Lok von einer polnischen Zuckerfabrik erworben. Die Baureihe ist der Döllnitzbahn nicht unbekannt; bereits Mitte der 90er Jahre gab es dort bereits zwei Loks dieser Reihe für den Schülerverkehr, davon eine sogar im Almetalbahn-Design. Kurios ist der Antrieb der Lok: über eine Blindwelle erfolgt die Übertragung per Stange und Kurbeln, welche in einem auffallenden Rot gehalten sind. Es sieht schon kurios aus, wie die Lok mit ihrem Züglein daherkommt – als planmäßiger Personenzug ! Wir sehen sie hier, wie sie ihre Reise nach Mügeln im Bahnhof von Oschatz mit dem Zug 102 soeben begonnen hat und hier entlang der Häuserzeilen durch den Ort kuttert. Datum: 29.05.2026 Ort: Oschatz [info] Land: Sachsen BR: 299 (alle deutschen Schmalspur-Dieselloks) Fahrzeugeinsteller: SOEG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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Der Dienstpendel am Zoo geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 24.05.26, 18:00 |
Bleiben wir noch bei den Ferkeltaxen in der Hauptstadt. Wie hier bereits gezeigt [www.drehscheibe-online.de], war der heute noch in Luckau vorhandene 172 171 zur Wendezeit auf dem neu eingerichteten Pendel zwischen Nauen und Berlin-Charlottenburg unterwegs. Aber es gab nicht nur jenen Einsatz, der mit Wustermarker Ferkeltaxen bestritten wurde, sondern es existierte noch der Dienstpendel von und zum Betriebswerk in Berlin-Grunewald, welcher mehrmals täglich auf der Stadtbahn verkehrte. Auch von jener Leistung sind bereits Fotos in der Galerie enthalten: [www.drehscheibe-online.de] [www.drehscheibe-online.de]. Planfahrzeug für den Dienstpendel war der 171 065. Aber man sah hin und wieder auch andere Ferkeltaxen, mitunter sogar den 171 022 mit Panoramascheibe. Hier ist es erneut der 172 171, der uns beim Blick vom ehemaligen Bilka-Parkhaus am Bahnhof Zoologischer Garten entgegen kommt.
Der weiße Punkt im Himmel rechts oberhalb der Bahnhofshalle ist ein in Berlin-Tegel landendes Flugzeug...Ja, es gab ein Leben vor dem BER..;-) Und man beachte das kleine Verkehrschaos unten auf der Kantstraße...:-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 05.11.1990 Ort: Berlin Zoologischer Garten [info] Land: Berlin BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 7 Punkte |
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Das Formsignalballett von "Spg" geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 21.05.26, 16:37 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 31.05.26 |
Bleiben wir noch einen Moment in der Hauptstadtregion und erleben erneut die Vorbeifahrt einer Ferkeltaxe auf ihrem Weg von Nauen nach Berlin-Charlottenburg an einem Motiv, welches früher für uns den normalen Alltag darstellte, aber heute, über 35 Jahre später, innehalten lässt. Wir befinden uns am Stellwerk am Berlin-Spandauer Güterbahnhof, kurz "Spg". Hier sorgten diverse Signale dafür, dass man immer etwas im Zug "zerschneiden" musste - aus heutiger Sicht jedoch nachrangig, denn wo findet man heutzutage noch eine derartige Ansammlung an Formsignalen?
Am 07.10.90 klappte eines der Formsignale auf "Fahrt frei", und die bestens gepflegte Taxe mit der Nummer 172 105 nebst Steuerwagen wippt vorbei gen - Stresow. So nannte sich damals der Bahnhof von Berlin-Spandau, nur jenseits der Havel gelegen. Weiter ging es nach kurzem Halt ins nächste Freilichtmuseum, dem Bahnhof Berlin-Charlottenburg, welcher mit weiteren Formsignalen und Stellwerken aufwartete. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia P.S. das Bild ist nicht schief. Ab hier geht es ein Stück bergauf, auf die Höhe der ehemaligen S-Bahn-Trasse, dessen Stellwerk am ehemaligen S-Bahnhof Spandau-West rechts im Hintergrund erkennbar ist. Datum: 07.10.1990 Ort: Berlin Spandau [info] Land: Berlin BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 19 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Die Ferkeltaxen erobern Charlottenburg geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 19.05.26, 16:23 |
Berlin-Charlottenburg und sein Signalausleger. Vielfach fotografiert, und auch schon in mehreren Versionen in der Galerie enthalten. Aber der Reihe nach: hier [www.drehscheibe-online.de] sehen wir eine Aufnahme aus dem Februar 1987 mit dem berühmten Dienstpendel in Form des LVT 171 065. Einige Jahre später wurden die Bahnsteige renoviert; neue Farbe wurde spendiert, es gab neue Treppenaufgänge, und die kuriose Lampenaufhängung wurde durch eine modernere Form ersetzt: [www.drehscheibe-online.de]. Geblieben ist der Signalausleger. Quetschen wir daher diesen Galerievorschlag zeitlich zwischen die beiden Bilder: bevor der Einsatz der herrlichen Wendezugeinheiten mit ihren Babelsberger Dicken begann, gab es eine mehrmonatige Zeit, in der die ersten Verbindungen zwischen der Hauptstadt und dem Havelland nach der Wende in Form von Ferkeltaxen bestritten wurden. Diese Episode begann im Herbst 1990 und dauerte bis zum Sommer 1991.
Es gab bereits eine Verbindung mit Wustermarker Ferkeltaxen bis direkt an den westlichen Stadtrand, nach Staaken. Unter der KBS 131 existierte eine Verbindung mit LVT von Falkenhagen am westlichen BAR nach Staaken über Wustermark. Direkt hinter einem eingemauerten Korridor, durch den die Fern- und Güterzüge Richtung Berlin-Spandau rollten, gab es den Endpunkt Staaken zur Anbindung jener Gemeinde, welche sich bis zum Beginn der 90er Jahre hielt. Aber kommen wir zurück nach Berlin-Charlottenburg: zwei Flügel frei für den blitzsauberen 172 010 nebst Steuerwagen auf seinem Weg nach Nauen! Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 23.10.1990 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 8 Punkte |
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Die Ferkeltaxen erobern die Hauptstadt geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 18.05.26, 10:29 |
Vor kurzem wurde in der Galerie auf den Förderverein Niederlausitzer Eisenbahn e.V. hingewiesen, welcher zwei Ferkeltaxen in seiner Obhut hat: den 172 132 und den 172 171. Erstgenannter war Ende April 2026 zu Pendelfahrten auf der Strecke Luckau-Lübben unterwegs, aber der weitere LVT mit der Nummer 172 171 hatte Ende November 2025 Fristablauf, ist aber in Luckau weiterhin vorhanden.
Nach verschiedenen Eigentümerwechseln kam der Triebwagen im Jahr 2024 nach Luckau. Zu seiner aktiven Zeit bei der DR und DB war er u.a. in der Zeit von Oktober 1984 bis April 1994 in Wustermark beheimatet. In jener Zeit war er auf dem nach der Wende im Jahr 1990 eingerichteten Pendel zwischen Nauen und Berlin-Charlottenburg eingesetzt. Von den Einsätzen der Ferkeltaxen zwischen Berlin und dem westlichen Umland ist bislang noch kein Bild in der Galerie enthalten, nur von den hier wenig später eingesetzten Wendezügen mit den Babelsberger Dicken. Somit sehen wir hier den 172 171 mit seinem Steuerwagen, wie er sich durch den Dschungel in Berlin-Westend seinen Weg nach Charlottenburg sucht, aufgenommen von der Olympischen Brücke. Wie extrem sich der Blick von der Olymischen Brücke im Laufe der Jahre verändert hat, zeigen zahlreiche Bilder in der Galerie! Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 07.10.1990 Ort: Berlin Olympische Brücke [info] Land: Berlin BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Die Kiefernwälder der Mark geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 17.05.26, 13:07 |
Kommen wir noch einmal zu dem malerischen Haltepunkt von Neuendorf, gelegen an der Strecke von Lübben nach Luckau. Wie bereits hier [www.drehscheibe-online.de] erwähnt, pendelte anlässlich der 30. Niederlausitzer Leistungsschau in Luckau am 25.04.26 eine Ferkeltaxe zwischen Lübben und Luckau. Es erinnerte wirklich an Zeiten zu "Güsen-Ziesar" oder so, wie der Solo-Triebwagen langsam über die Gleise wippte, und an jedem unbeschrankten Bü tönte die typische Tröte und kündigte das Fahrzeug lange vorher schon an.
Hier in Neuendorf verläuft die Strecke schnurgerade durch die typischen märkischen Kiefernwälder, und am Ortsrand von Neuendorf findet sich etwas versteckt ein einsamer Haltepunkt. Und was mich am meisten erstaunt hat: es fährt ein roter LVT, man fotografiert und verfolgt - und hat als Fotograf den Triebwagen quasi für sich alleine. Kein weiterer Hobbyfreund weit und breit. Wo waren sie alle, die "üblichen Verdächtigen"...? Ach ja..! Den 172 132 haben wir bereits in der Galerie: als 772 132 in Ringenwalde: [www.drehscheibe-online.de] In der Zeit von Dezember 1995 bis Mai 1998 war er in Neustrelitz beheimatet und auf dem Templiner Kreuz zu Hause...;-) Datum: 25.04.2026 Ort: Neuendorf [info] Land: Brandenburg BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Kulturdampf Kategorie: Hochstativ Top 3 der Woche: 2 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Fast wie in alten Zeiten geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 15.05.26, 15:49 |
Anlässlich der 30. Niederlausitzer Leistungsschau in Luckau pendelte eine rote Ferkeltaxe zwischen Lübben und dem Veranstaltungsort. Eingesetzt wurde der 172 132, welcher sich in der Obhut des Fördervereins Niederlausitzer Eisenbahn e.V. befindet. Der Verein besitzt als Leihgabe zwei Ferkeltaxen; neben dem 172 132 ist in Luckau auch noch der 172 171 vorhanden.
Am 25.04.26 war der 172 132 als Solo-Fahrzeug unterwegs und brachte mit mehreren Pendelfahrten die Besucher zum Veranstaltungsgelände, welches sich unweit des Bahnhofs befand. 150 Aussteller aus der Region, insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen, präsentierten sich hier in einer Freiluftschau auf dem Veranstaltungsgelände im Gewerbegebiet von Luckau, und einige der zahlreichen Besucher nutzten die nostalgischen Zubringerfahrten. Hier ist der 172 132 inmitten typisch märkischer Landschaft soeben im malerischen Bahnhof von Neuendorf angekommen, und man fühlte sich mit dem Ambiente und dem Fahrzeug in die Zeit der 80er und 90er Jahre zurückversetzt, als die Ferkeltaxe noch diverse Nebenstrecken in Brandenburg und anderswo bediente - nur mit dem Unterschied, dass insbesondere zur Mitte der 90er Jahre die Ferkeltaxen nur noch wenige "Beförderungsfälle" (was für ein Wort...) aufwiesen, bevor sie und ihre Strecken nach und nach verschwanden. Unsere Ferkeltaxe wird nach kurzem Halt Richtung Lübben weiterknattern, und der einsame Fotograf (ja; außer mir war fast kein weiterer "Zugverfolger" unterwegs...) wird am nächsten Motiv die Rückfahrt abwarten - nicht, ohne in Luckau dem Personal einen Obolus ob ihres herrlichen Fahrzeuges in die Hand gedrückt zu haben...;-) Hingewiesen sei auf den Internetauftritt der Kulturdampf gGmbH, welche in der Region ein umfangreiches Fahrtenprogramm anbietet - nicht nur mit der Ferkeltaxe! Datum: 25.04.2026 Ort: Neuendorf [info] Land: Brandenburg BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Kulturdampf Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Es muss nicht immer eine 218 sein geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 12.05.26, 18:19 |
Quaal....Ein Dorf, welches vor den Umleitern auf Lübeck-Bad Kleinen niemand kannte. Und es wird in wenigen Tagen wieder der Vergessenheit anheim fallen, wenn diese Verkehre nach dem Himmelfahrtstag beendet sind. In Quaal befindet sich die kleine Schwester von Naschendorf: dort gibt es ebenfalls eine Feldwegbrücke, welche in den letzten Monaten Heerscharen von Fotografen passiert haben. Auch ihre Tage sind gezählt. (Die der Brücke natürlich...;-) )
Immer wieder beeindrucken auf jener Strecke neben dem 218-Verkehr auch einige seltene Güterzüge, welche für eine willkommene und meist unerwartete Abwechslung sorgen - immer in der Voraussetzung, man erfährt von ihnen. Hier sorgte die kurzfristige Vormeldung eines Schwellenzuges von Kargow für Vorfreunde, denn man konnte mal einige Blicke auf jener Strecke auch mit einem "Westfahrer" einfangen - was sonst nur mit den drei IC-Zügen ab Rostock der Fall ist, von denen im Prinzip nur der letzte Zug Frontlicht hat. Also ging es nach einigen RE 2 in der Gegenrichtung in Position, und es blubberte eine der 15 Vossloh-DE 18 heran, die der BBL gehören. Am Haken ein respektabler Schwellenzug von Kargow über Bad Kleinen Richtung Lübeck. Der Nachmittag wurde fortgesetzt mit dem üblichen IC 2265 und der roten 218 322 sowie dem unerwartet früh eingelegten Leimzug von Wismar nach Bönen, der bereits in der Galerie mit einer LOCON-248 zu sehen war: [www.drehscheibe-online.de] Datum: 08.05.2026 Ort: Quaal [info] Land: Mecklenburg-Vorpommern BR: 4185 (Vossloh DE18) Fahrzeugeinsteller: BBL Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Die derzeit berühmteste Feldwegbrücke Deutschlands geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 11.05.26, 14:40 |
Die Feldwegbrücke von Naschendorf. Ich glaube, im letzten halben Jahr haben wohl Eisenbahnfreunde aus halb Europa sich auf den Weg nach Nordwestmecklenburg gemacht, um den in wenigen Tagen endenden Verkehren zwischen Lübeck und Bad Kleinen ihre Aufwartung zu machen. Und wohl jeder von ihnen war mindestens ein Mal auf dieser Brücke. Ja, könnte sie reden, würde sie uns Geschichten erzählen. Geschichten von dem Bauern und seiner Abneigung gegenüber unserer Zunft. Geschichten über uns alle, die ihre Bilder mit, von oder neben der Brücke gemacht haben, von Verkehren, wie sie wohl einmalig waren: mitunter 100 % Lok-Traktion mit der Baureihe 218 im Personenverkehr, ergänzt durch diverse Güterzugleistungen mit zahlreichen anderen Baureihen.
Es wird in wenigen Tagen Ruhe einkehren in jener Gegend. Der Bauer wird aufatmen. Und er wird sich in naher Zukunft einen neuen Weg suchen müssen, um seine Felder jenseits der Bahntrasse zu beackern. Die Brücke wird ob der nahenden Elektrifizierungsarbeiten fallen... Aber davor erleben wir am extrem nervenaufreibenden und spannenden Nachmittag des 09.05.26 noch einmal den berühmten Nachmittags-IC 2265 von Rostock nach Hamburg, bespannt mit der passenden 218 341 vor der zugegebenermaßen ziemlich fleckigen 101 121. Die Sonne hatte ein Einsehen mit uns und konnte sich für einen kurzen Moment durch den Wolkenteppich rechtzeitig ihr Loch fressen. Und auch der einsame Mitfotograf auf der Brücke ist kaum erkennbar. Der letzte IC ab Rostock nach Hamburg fährt früh am 15.05.26. Danach kann man sich endlich wieder anderen Themen und Zielen widmen...;-) Datum: 09.05.2026 Ort: Naschendorf [info] Land: Mecklenburg-Vorpommern BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Henne Stationsby geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 07.05.26, 16:09 |
Schließen wir den Bilderbogen von den Lynettern auf der Vestbanen mit dieser Aufnahme ab. Wie bereits jüngst bei jener Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] zu lesen war, besaßen die Vestbanen insgesamt drei Lynetter in zwei verschiedenen Ausführungen. Während die YM 71 und 72 über Puffer und Schraubenkupplungen verfügten, kam der Ym 73 im Jahr 1998 von der Lollandsbanen, auf welcher nur Fahrzeuge ohne Puffer unterwegs waren - wie auf vielen anderen dänischen Privatbahnen auch.
Während der Einsatz der Lynetter auf der Lollandsbanen bis zum Jahr 2007 währte, hielten sich die drei Triebwagen auf der Vestbanen bis ins Jahr 2012. Und auch im Herbst 2005 führte uns ein Urlaub nach Jütland, und wir blicken dem Ym 73 an der Station Henne Stationsby hinterher. Frühere Urlaube in Dänemark gingen auch nach Sjaelland und Lolland. Auch dort liefen bei diversen Bahnen die formschönen Lynetter, in völlig unterschiedlichen Ausführungen...coming soon...! ;-) Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 06.10.2005 Ort: Henne [info] Land: Europa: Dänemark BR: DK-Ym Fahrzeugeinsteller: Vestbanen Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 7 Punkte |
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Auf der Suche nach dem Wolkenloch geschrieben von: Olli Sydow (1808) am: 06.05.26, 12:10 |
Es rollt in der Galerie auf der Vestbanen ! Werfen wir einen Blick zurück in den Herbst 2001: von Arriva und den 648ern keine Spur; es regierte der Lynetter. Und wenn man so durch die Galerie blättert, fällt auf, dass der lange Abschied dieser formschönen Triebwagen auf der Lemvigbane förmlich zelebriert wurde, während die restlichen dänischen Privatbahnen bildlich hinten runter fallen. Es mag daran liegen, dass sich der Einsatz der Lynetter in Lemvig über ein Dutzend Jahre länger gehalten hat als bei den anderen Bahnen. Aber auch bei den Vestbanen hielten sich diese Vertreter aus dem Hause Uerdingen/ Scandia bis zum Jahr 2012 - und damit ebenfalls länger als bei vielen weiteren Privatbahnen in Dänemark, wo das Ende dieser Triebwagen bereits 2007 eingeläutet wurde.
Die Vestbanen verfügten über drei Lynetter in teils unterschiedlichen Ausführungen: die Ym 71 und 72 aus dem Jahr 1983, welche mit Puffern und Schraubenkupplungen ausgeliefert wurden und dort die schwedischen "Dattelkästen" abgelöst haben - und den Ym 73 von 1965, welcher 1998 von der Lollandsbane kam und dort als Ym 63 lief. Diesem fehlen die Puffer und Schraubenkupplungen. Am Tag der Aufnahme war eigentlich kein Fotowetter. nach einigen Standaufnahmen im Bahnhof von Nørre Nebel ging es dem Triebwagen knapp voraus auf der Suche nach einer Fotomöglichkeit. Die Frage eines geeigneten Motivs stellte sich nicht, sondern nur der Versuch, irgendein Wolkenloch zu erhaschen, um den Lynetter mit diesem Wolkenhimmel mit Sonne einzufangen. Kurz vor Henne Stationsby hat es geklappt: Wolkenloch, Karre rechts ran, über den Bü, Lynetter kommt - klick! ;-) Hier ist der Bü im Hintergrund zu erkennen - 19 Jahre später: [www.drehscheibe-online.de] Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia Datum: 04.09.2001 Ort: Henne [info] Land: Europa: Dänemark BR: DK-Ym Fahrzeugeinsteller: Vestbanen Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 8 Punkte 1 Kommentar [»] |
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