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Am Ufer der Salzach
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 18.07.26, 14:20
Wie bereits gestern bei diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] erwähnt, werden bei der Pinzgauer Lokalbahn die Triebwagen der ehemaligen ÖBB-Reihe 5090 in erster Linie für die Züge zwischen Zell am See und Niedernsill eingesetzt. Die weitere Streckenführung bis Mittersill wird durch die Wendezüge mit den Gmeinder-Loks bestritten.
Im Farbschema der SLB waren während unserer Urlaubswoche die beiden VTs 14 und 17 im Pinzgau unterwegs. Hier sehen wir am Vormittag des 13.07.26 den VTs 14, wie er vor kurzem in Niedernsill aufgebrochen ist und uns bei Jesdorf-Bergfried am Ufer der Salzach entgegen kommt.
Und ja - es muss nicht immer ein Hochstativ sein...;-) Gerade durch diese Dackel-Perspektive entsteht eine ganz eigene Dynamik.

Die Pinzgauer Lokalbahn war ja in den letzten Jahren bereits leider desöfteren Opfer von Hochwasserschäden, und wann ein Zug mal wieder den Endbahnhof in Krimml erreicht, hängt von der Sanierung der Uferbefestigung bei Hollersbach ab, welche aktuell dort durchgeführt wird. Die weitere Gleisführung bis Krimml liegt derzeit brach und ist teilweise leicht überwuchert, und der Endbahnhof in Krimml gleicht einer größeren Baustelle. Wünschen wir der Bahn, dass alsbald mal wieder in Krimml der Pfeifton der Mh 3 ertönt !

Datum: 13.07.2026 Ort: Jesdorf-Bergfried [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-VTs 12-17 Fahrzeugeinsteller: SLB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Jaffa !
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 17.07.26, 20:36
Die Pinzgauer Lokalbahn verfügt über sechs Schmalspurtriebwagen der einstigen ÖBB-Reihe 5090. Im Nummernschema der SLB werden sie als VTs 12 bis 17 geführt und sind aktuell im Pinzgau insbesondere auf dem Abschnitt zwischen Zell am See und Niedernsill zu finden. Inzwischen ist nach der Beseitigung von Hochwasserschäden der Abschnitt von Niedernsill bis Mittersill wieder befahrbar, und auch hier finden sich vereinzelt Einsätze der Triebwagen, insbesondere als werktägliche Eilzugleistung sowie in Tagesrandlagen.

Ein kurzer Familienurlaub führte mich jüngst in den Pinzgau, und es gab insbesondere in den Tagesrandlagen immer wieder Fotogelegenheiten, während die eher hochlichtige Zeit dem ausgedehnten Familienprogramm diente. Nun werden auf der derzeit befahrbaren Strecke der Pinzgauer Lokalbahn bis Mittersill i.d.R. Wendezüge mit den kastenförmigen Gmeinder-Loks eingesetzt, und ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mein Hauptaugenmerk auf die Triebwagenleistungen gelegt habe - und dies nicht ohne Grund: seit Sommer 2025 wurde der VTs 15, sprich der ehemalige 5090 005 wieder in den Jaffa-Look der 80er Jahre zurückversetzt. Nun, in unserer Urlaubswoche waren zunächst nur die VTs 14 und 17 unterwegs, zwei weitere Triebwagen weilen derzeit zur Aufarbeitung in der Werkstatt in Zell am See Tischlerhäusl infolge der Vermurung in Krimml. Und tatsächlich: am letzten Urlaubstag -an dem auch der Dampfzug der Pinzgauer Lokalbahn mit der Mh3 unterwegs war- kam am späten Nachmittag tatsächlich der erhoffte VTs 15 auf dem Abschnitt zwischen Zell und Niedernsill um die Ecke ! Wir sehen ihn hier, wie er oberhalb der Salzach soeben den Haltepunkt Jesdorf-Bergfried erreicht. Nach einer kurzen Wendezeit im nahen Niedernsill geht es sogleich zurück nach Zell am See.

Datum: 16.07.2026 Ort: Jesdorf-Bergfried [info] Land: Europa: Österreich
BR: AT-VTs 12-17 Fahrzeugeinsteller: SLB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Morgens an den Teichen bei Oberteich
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 09.07.26, 12:00
Oberteich, einige Zeit nach Sonnenaufgang. Der Ort heißt nicht nur so, sondern die Gegend ist geprägt von zahlreichen Teichen entlang der Bahnstrecke von Marktredwitz über Wiesau nach Weiden. Man wandert zu den Teichen, sucht sich eine individuelle Fotostelle aus, in der sich nach Möglichkeit der gewünschte Zug spiegelt. Ein leichter Wind ist spürbar, der einem die Spiegelung vermasseln könnte. Völlig ruhig könnte es hier sein, aber die nahe A 93 sorgt im Hintergrund für eine ständige Geräuschkulisse. Man steht am Teich, hört dem Froschkonzert zu und beobachtet die Schwanenfamilie.
Die Bahnstrecke aus Richtung Hof beschreibt hier eine große Kurve, und fast ohne Geräuschentwicklung kommt die 218 414 mit ihrem RE 2 nach Regensburg um die Ecke. Die Schwanenfamilie hat sich in Bewegung gesetzt, hält aber noch Abstand vom Punkt der Spiegelung und ist fast zu weit weg. Der RE 2 rauscht vorbei, und anschließend kehrt wieder Ruhe ein an den Teichen von Oberteich, am Morgen des 25.05.26, der noch soo viele weitere Teich-Motive mit sich bringen sollte, in dieser herrlichen Gegend zwischen Hof und Weiden.

Datum: 25.05.2026 Ort: Oberteich [info] Land: Bayern
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Cross Country - reloaded
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 07.07.26, 17:19
Kommen wir noch einmal zurück nach good ol´ England, genauer gesagt, an die Cornish Main Line. Jan hat ja mit dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] noch an die Zeiten erinnert, in denen auf den Strecken die blaue Farbgebung dominierte. Wie bereits berichtet, stellt einen nunmehr die dunkelgrüne Farbgebung der Züge der Great Western Railways fotografisch vor gewisse Herausforderungen, und es gibt insbesondere im Hochsommer Motive, bei denen die Züge regelrecht absaufen. Man kann der Sache nur entgegen wirken, in dem man die Züge im Streiflicht oder vor einem deutlich helleren Hintergrund aufnimmt. Willkommene Abwechslung bietet da das Unternehmen "Cross Country" mit ihren Triebzügen der Class 220 und 221. Hier werden auf der Cornish Main Line mehrere Kurse pro Tag von Penzance nach Edinburgh angeboten; weitere sind ab Plymouth unterwegs; m.a.W. Fahrten auf Strecken, die nicht zwingend London als Zielort ausweisen.
Die Züge der Class 220 unterziehen sich seit diesem Jahr einem Modernisierungsprogramm, welches ein recht farbenfrohes und attraktives Outfit mit sich bringt. Die ersten modernisierten Züge sind seit Februar 2026 unterwegs, und hier überraschte mich mit dem 220 021 einer dieser vierteiligen Vertreter, wie er soeben das Bolitho-Viadukt überquert und in wenigen Augenblicken in dem bereits von Jan gezeigten Bahnhof von Liskeard seinen nächsten Halt einlegen wird.

Datum: 13.06.2026 Ort: Liskeard, England [info] Land: Europa: Großbritannien
BR: GB-class220 Fahrzeugeinsteller: Arriva Cross Country
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Pressath und seine Formsignale
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 06.07.26, 17:04
Wenn man die Scheuklappen des RE 2 mit seinen 218 mal ablegt und über den Tellerrand schaut, so entdeckt man unweit der Strecke von Hof nach Regensburg zahllose weitere Strecken, denen man noch nie einen Besuch abgestattet hat. Die DSO-Galerie mit ihrer RailView-Funktion bietet hier den notwendigen Support, und somit ging es mal in das Formsignal-Kleinod Pressath. Wie man liest, soll es sich um den Bahnhof in jener Region mit den meisten Formsignalen handeln. Auch wenn mittlerweile zwei der Signale ihrer Flügel und Funktion beraubt sind, kommt so ein bissel "Pocking-Feeling" auf; jener Bahnhof an der Rottalbahn, welcher gewisse Ähnlichkeiten aufwies. Nur, dass in Pressath keine 628, sondern "nur" die Regioshuttle von Agilis auf der RB 34 unterwegs sind. Gut, der werktägliche Müllzug wurde einen Tag vorher in Pressath einkassiert, sogar noch (oder wieder) mit V 90. Am Nachmittag des 27.06.26 entstand dann als Abschiedsbild einer dreitägigen Tour diese Aufnahme, welche die Nordwestausfahrt vom Bahnhof Pressath zeigt. Und wie wir sehen, sehen wir folgendes nicht mehr: der hohe Raiffeisenspeicher, welcher als Hintergrund für so manche Galerie-Aufnahme diente, wurde anscheinend in der jüngsten Vergangenheit Opfer der Spitzhacke.

Ich habe lange überlegt, welche Aufnahme-Version nun die ansprechendste ist, und ich habe mich für diese Version entschieden: auch wenn der Agilis noch etwas entfernt ist, so liegt das Augenmerk doch eher auf dem fast schon historischen Umfeld des Bahnhofes mit seiner Formsignal-Gruppe.

Erneute Einstellung mit engerem Beschnitt und mehr "Dynamik".

Datum: 27.06.2026 Ort: Pressath [info] Land: Bayern
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: Agilis
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Freischnitt in Banteln
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 02.07.26, 11:24
Bereits vor gut einem Jahr habe ich an dieses Motiv [www.drehscheibe-online.de] an der ehrwürdigen Nord-Süd-Strecke erinnert, und im Juni hat es mich erneut für zwei Tage ins Leine- und Ilmetal gezogen. Und wie immer ergab sich auf der Nord-Süd-Strecke dieses Vabanque-Spiel, dass in die Gegenrichtung ein Zug nach dem anderen an dir vorbeirollt, während in der von dir gewünschten Richtung einfach nichts auftauchen will oder nur Mainstream. Manchmal warst du da auf der Gewinnerseite und erwischt fünf Güterzüge im Block, und manchmal passiert genau das Gegenteil, und du bist Neese.
Die Fotostelle zwischen Banteln und Brüggen ist nicht unbekannt, wurde aber in jüngster Vergangenheit freigeschnitten. Zumindest bot sich am Abend des 23.06.26 dieses Bild: die Brennnesseln im Vordergrund waren noch nicht zu hoch, und warum der Baum im unteren Bereich seine Äste lassen musste, sei der Phantasie des Betrachters überlassen. Rechts wächst Mais, und in wenigen Wochen steht da die grüne Wand. Das Problem am Abend des 23.06. war die enorm geringe Zugdichte an Nordfahrern, denn nach diesem Zug wollte sich bis zum motivvernichtenden Schattenwurf kein weiterer Güterzug blicken lassen, während es nach Süden halbwegs rollte. Vorboten des bundesweiten GSM-R-Ausfalls an jenem Abend...:-(
Also sehen wir als letzten Güterzug des Tages die Akiem-187 521 mit einem der typischen Kistenzüge, die das Bild der Nord-Süd-Strecke prägen.

Die vielleicht etwas späte Auslösung hat ihre Ursache in einigen Büschen hinter der Lok.

Datum: 23.06.2026 Ort: Banteln [info] Land: Niedersachsen
BR: 187 (Bombardier TRAXX F140 AC3) Fahrzeugeinsteller: Akiem
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Ein Farbtupfer am Naabufer
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 30.06.26, 19:01
Der Uferbereich entlang der Naab bei Pfreimd. Schon dutzendfach fotografiert und auch in vielen Versionen in der Galerie enthalten - und es ergeben sich immer wieder neue Blickwinkel auf engstem Raum, ob mit Spiegelung oder ohne. Der RE 2 mit seiner 218 macht sich hier morgens in beide Richtungen gut, aber ganz frühes Aufstehen war für den 26.06.26 angesagt. Nicht nur, weil es an diesem Hitzetag morgens noch erträglich war, sondern weil um diese Uhrzeit aktuell die einzige Alex-Leistung hier vorbeikommt, als RE 23 von Hof nach München. Dieser Zug gilt als Flügelzug und wird in Schwandorf mit der Garnitur aus Prag vereint, bevor die Reise in die bayerische Landeshauptstadt weitergeht. Warum auch dieser Flügelzug aus tschechischen sowie Alex-eigenen Reisezugwagen besteht, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Aber er gibt hier morgens einen willkommenen Farbtupfer ab, auch wenn die Naab im Hochsommer anfängt zu blühen und trotz Windstille nicht an jeder Stelle eine perfekte Spiegelung ermöglicht.
Abends erfolgt das Spiel in die Gegenrichtung, wobei die Fuhre aus München oft verspätet sein soll. Planmäßig würde der Flügelzug nach Hof hier gegen 19 Uhr auftauchen. Bei zwei Versuchen am 26. und 27.06. ergaben sich jedoch fast einstündige Verspätungen, aber dank der langen Tage war dennoch ein Bild möglich. Seit dem 27.06.26 endet der Flügelzug in Weiden.

Datum: 26.06.2026 Ort: Pfreimd [info] Land: Bayern
BR: 223,253 (alle Eurorunner-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DLB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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In der Teichlandschaft bei Wiesau
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 28.06.26, 23:25
Kurz vor dem Beginn der Baumaßnahmen auf der Strecke von Hof über Weiden nach Regensburg sollte es noch einmal zum RE 2 in die Oberpfalz gehen. Also wurde eine dreitägige Fototour in die Gegend zwischen Marktredwitz und Nabburg eingelegt. Nun fragt man sich, was einen dazu treibt, bei Tagestemperaturen deutlich jenseits der 30-Grad-Marke auf Fotopirsch zu gehen. Nun, ganz einfache Antwort: den Bildern sieht man die Hitze nicht an, und wenn man sich einen ausreichenden Getränkevorrat zulegt, sich Schattenplätze sucht und außer dem Anstieg zum Plentl-Kreuz in Nabburg keine größere Anstrengungen unternimmt, lässt sich auch die Hitze aushalten. Und somit führte mich am Nachmittag des 25.06.26 eine kleine Wanderung an die Teiche südlich von Wiesau, schön durch den schattigen Wald. Für die notorischen Autofahrer unter uns: gebt euch keine Mühe: auf dem Waldweg zum Motiv liegen strategisch mehrere umgesägte Bäume und erfordern einige dutzend Meter Rückwärtsfahrt; ich hab´s natürlich auch probiert...;-) Also fein seine Karre am Waldrand parken, und los geht´s auf Schusters Rappen.
Als Belohnung folgt ein herrlicher Weg durch die Natur, hin zu diversen Teichen, und man wird an den Teichen begleitet durch ein ständiges "plöp, plöp", wenn die zahlreichen aufgescheuchten Frösche ins Wasser springen.
Mehrere Varianten lassen sich hier an den Fischteichen umsetzen; selbst für Nordfahrer gibt es Möglichkeiten. Zwei unerwartete Güterzüge aus beiden Richtungen in rascher Folge konnten umgesetzt werden, und exemplarisch für diverse Züge sehen wir hier die 218 428 mit ihrem RE 2, die sich farblich besser abhebt als ein blauer PRESS-Schlumpf, der kurz vorher mit einem Eaos-Zug auftauchte.
Nach ca. zwei Stunden Präsenz und diverser Bremsenstiche ging es durch den kühlenden Wald wieder zurück.
Seit dem 27.06.26 endet der RE 2 baustellenbedingt von Regensburg aus bereits in Weiden.

Datum: 25.06.2026 Ort: Wiesau [info] Land: Bayern
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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Blick ins Looe Valley
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 20.06.26, 10:27
Bleiben wir noch einen Moment bei der idyllischen Looe Valley Line, welche in Cornwall in Liskeard von der Cornish Main Line an einem separaten Bahnsteig abzweigt und anschließend in einem großen Bogen unter dem Liskeard Viaduct hindurch in das Tal des East Looe River führt. Eingesetzt werden hier Sprinter der Class 150, und für längere Züge reicht mindestens der Bahnsteig im Endbahnhof Looe nicht aus. Auch diese Züge tragen das grüne Livrée der Great Western Railway und fügen sich somit farblich perfekt in die Landschaft oberhalb der Terras Bridge im Looe Valley ein...;-)

Wer Cornwall kennt, wird wissen, dass sich -zumindest für den Autofahrer- die Welt nur hinter riesigen und endlos langen Hecken verbirgt. Um nicht auf Privatgelände zu stehen, gelang auch hier der Blick nur auf Zehenspitzen über eine nicht ganz so hohe Hecke, die zudem auch noch mit Brennnesseln versehen war (...sic!). Da eine Alu-Leiter oder ein HS nicht zum üblichen Handgepäck eines Familienurlaubes gehört und am Flughafen mindestens seltsame Fragen aufwerfen würde, war so ein Equipment leider nicht vorhanden, wird jedoch für spezielle Eisenbahnurlaube in Cornwall unbedingt empfohlen!

Wir sehen den Sprinter der Class 150.2 mit der Nummer 150 232, wie er unten im Tal entlang des East Looe Rivers seinem Zielbahnhof Looe entgegenkullert.

Exif-Zeit - 1 h.

Datum: 13.06.2026 Ort: Looe, England [info] Land: Europa: Großbritannien
BR: GB-Class150 Fahrzeugeinsteller: Great Western Railway
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Paddington in Peru
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 19.06.26, 13:23
Wer in Cornwall den Planbetrieb der Great Western Railway fotografieren will, muss wissen, worauf er sich da einlässt. Wie bereits in den Bildtexten mehrerer Aufnahmen aus dieser Region zu lesen ist, präsentieren sich fast alle Baureihen der GWR in einem dunkelgrünen Outfit mit gelber Front und erweisen sich bei 45 Grad Sonne von hinten als wahre Lichtfresser. Ausnahmen bilden die wenig attraktiven Triebzüge der Class 175 in einem rot-weißen Gewand sowie die Voyager von Cross Country.
Unser Familienurlaub im Juni 2026 hielt neben vielen meist wolkenverhangenen Tagen auch einen Tag bereit, an dem von morgens bis abends die Sonne schien - auch wenn der Himmel leicht diesig aussah. Grund genug, mit etwas Verhandlungsgeschick bei der "Regierung" mehrere Stunden für das Hobby herauszuholen...;-) Also ging es an die beiden großen Viadukte an der Cornish Main Line bei Doublebois, wobei die Motivstandorte nicht ganz trivial zu finden sind und erst an einigen Vortagen eruiert wurden.

Der Vormittagsblick auf das East Largin Viaduct, welches hier [www.drehscheibe-online.de] von Frits bereits gezeigt wurde, wird jedoch von der heimischen Spotterszene anscheinend liebevoll gepflegt, m.a. W. man findet einen Blick vor, an dem sich mindestens 10 Fotografen nicht im Bild stehen würden; hier wächst so schnell nix zu...;-)
Der Verkehr an Samstagen hielt zwar diverse Züge vor, aber nach dem Motto: "haste einen, haste alle" kam fast nur Grünfutter in Form dieser dualen Hitachi-Schnelltriebwagen vorbei, denen man sich schnell überdrüssig wird. Erst bei näherer Betrachtung fallen Baureihenunterschiede der hier eingesetzten EDMU-Class 800 und 802 auf, nicht nur, was die Länge der Garnituren anbelangt.
Der Triebzug mit der Nummer 802 106 überraschte dann mit einer dezenten Werbung für den Kinderfilm "Paddington in Peru".

Nachmittags ging es dann an das nur wenige 100 Meter entfernte St. Pinnock Viaduct - aber auch dort kam fast nur japanisches Grünfutter in allen möglichen Varianten.

Exif-Zeit -1 h

Zuletzt bearbeitet am 20.06.26, 10:08

Datum: 13.06.2026 Ort: Doublebois, England [info] Land: Europa: Großbritannien
BR: GB-Class 802 Fahrzeugeinsteller: Great Western Railway
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Am Ufer des East Looe River
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 18.06.26, 11:43
Ein 14tägiger Familienurlaub führte Anfang Juni auf die Insel, genauer gesagt, nach Cornwall. Während in der ersten Woche die Gegend zwischen Tintagel, Newquai und St. Ives inspiziert wurde, ging es in der zweiten Woche an die Südküste bei Liskeard. Und wenn das Wetter (und die Familie..) es zuließ, waren auch ein paar Fotoausflüge drin.
Neben der Cornish Main Line von Plymouth nach Penzance boten auch einige Branch Lines ein paar Motive, wie z.B. die Looe Valley Line von Liskeard nach Looe. Die Strecke verläuft hier häufig entlang des East Looe River, und der motivliche Hotspot dürfte in der Gegend um die Terras Bridge sein, nur wenige Minuten von dem quirligen Touristen- und Hafenstädtchen Looe entfernt.
Der East Looe River wird von den Gezeiten geprägt. Die Terras Bridge besteht aus einem kleineren Durchlass für den Fluss sowie einem Damm. Und während bei Ebbe der Fluss nur als kleineres Rinnsal durch das Tal plätschert, liegt bei Flut die Wasseroberkante nur wenige Zentimeter unterhalb des Damms. Dies war am Abend des 14.06.26 der Fall. Wir sehen als typisches Fahrzeug der Cornish Branch Lines ein "diesel multiple-unit (DMU) Sprinter" der Class 150.2, sprich der letzten Generation einer Serie von zweiteiligen Triebwagen, welche im Gegensatz zu den früheren Generationen der Class 150.0 und 150.1 mit einem stirnseitigen Übergang versehen wurden und somit -zumindest in meinen Augen- fast historischer aussehen als die ersten Generationen dieser Baureihe. Mit einem Baujahr aus dem Jahr 1987 sind die Fahrzeuge bereits fast 40 Jahre alt. Hier kommt uns der 150 232 der Great Western Railway am Ufer des East Looe River entgegen. Der DMU hat seine Reise in Looe soeben angetreten und wird nach einer knappen halben Stunde sein Ziel in Liskeard erreichen.

Exif-Zeit -1 h

Datum: 14.06.2026 Ort: Looe, England [info] Land: Europa: Großbritannien
BR: GB-class150 Fahrzeugeinsteller: Great Western Railway
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Ein Autozug am Rechenweiher
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 17.06.26, 21:17
Wie bereits hier [www.drehscheibe-online.de] erwähnt, ging es Ende Mai in die Oberpfalz. Die anhaltende Hochdruckwetterlage sollte wenigstens für zwei Tage ausgenutzt werden. Ziel waren natürlich die 218-Einsätze auf dem RE 2, und eines der Motive auf der Agenda war der Rechenweiher bei Escheldorf, welcher nach langer Trockenperiode endlich wieder mit Wasser gefüllt wurde und bereits in mehreren Varianten in der Galerie enthalten ist. Wie so eine Art positives Damoklesschwert schwebte im Hintergrund stundenlang die Info, dass aus Cheb zwei Güterzüge über Marktredwitz Richtung Schwandorf bzw. Nürnberg im Zulauf waren. Zwischen den 218-Leistungen glühte dann der Draht zur "gewöhnlich gut informierten Quelle", wo die Züge nun genau steckten. Zunächst kam an Vormittag die Info, dass einer der Züge Cheb verlassen hat und in Marktredwitz eingetrudelt ist. Dann verzögerte sich aus verschiedenen Gründen die Weiterfahrt um mehrere Stunden, aber am Nachmittag kam dann die erlösende Info, dass sich der Zug in Marktredwitz in Bewegung gesetzt hat. Zeitgleich füllte sich der Fotostandort am Rechenweiher mit weiteren Hobbykollegen, aber dann ging ein neues Pokerspiel los: wir sind in der DSO-Galerie, und in der DSO-Galerie schwebt über vielen Bildern das Wohl und Wehe des Seitenlichts - ein Phänomen, welches mir in früheren Jahren in dieser Form als Begriff überhaupt nicht bekannt war, aber im Nachhinein die simple Erklärung für viele eher suboptimale Fotos geliefert hat...;-) Also banger Blick zur Sonne: wie weit ist der Zug, und wie schnell wandert die Sonne...? Erste Kollegen wählten einen deutlich spitzeren Standort. Nun hieß es, dass mit der angekündigten Lok alias 232 571 eines der saubersten Pferde im Stall am Zug hängen sollte. Also ausharren, und nach einer Weile kam dann der Zug um die Ecke. Dass sich dahinter ein Auto-Ganzzug verbarg, war mir nicht bewusst. Also erleben wir hier die lautstarke Vorbeifahrt der 232 571 mit ihrem 45366 von Cheb.
Eine weitere Ludmilla ging dann deutlich später noch unweit von Oberteich mit einem Langschienenzug ins Netz, und der Abend wurde dann noch um zwei weitere Güterzugleistungen ergänzt, bevor die empfehlenswerte Pizzeria in Mitterteich den Tag beenden sollte.

Datum: 25.05.2026 Ort: Escheldorf [info] Land: Bayern
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Ein Feuersalamander im Naabtal
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 31.05.26, 13:19
Das sind die Momente, die unser Hobby so erlebnisreich gestalten: Züge ohne jede Vormeldung, die genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort aufkreuzen! Gut, das Motiv gilt als alter Hut, aber auf meiner Liste der "Must-have-Motive" mit der Baureihe 218 hatte der Blick vom Plentl-Kreuz bei Nabburg die Pole Position. Und nun, da in den nordwestmecklenburgischen Weiten um Grevesmühlen wieder die Ruhe eingekehrt ist, wird die Karawane weiterziehen - wenn sie nicht schon längst an Ort und Stelle war.

Ende Mai hat mich die anhaltende Hochdruckwetterlage für zwei Tage in die Oberpfalz gelockt, und während am ersten Tag der obere Abschnitt der Strecke von Hof nach Regensburg beackert wurde, ging es am zweiten Tag in die Gegend um Nabburg - dem Weltkulturerbe im Naabtal, an dem sich der geneigte 218-Freund im Prinzip den ganzen Tag aufhalten kann.
Fest auf dem Programm stand am Nachmittag dann der Blick vom Plentl-Kreuz. Nachdem dieses Motiv bei mir vor einem Jahr infolge Schlonz klassisch in die Hose ging, sollte es heute klappen. Nun darf nicht unerwähnt bleiben, dass ich die beiden Tage in den Support eines geschätzten Kollegen geraten bin, dem ich diverse Güterzugleistungen zu verdanken habe..;-)
Am frühen Vormittag kreuzte dann bei Pfreimd der Feuersalamander der SETG in Form der ER 20-05 als Lz nach Norden auf. O.k., einer Leerfahrt wurde dann keine weitere Beachtung geschenkt. Nachmittags ging es dann ächtzender Weise auf den Aussichtsfelsen. Natürlich schreit man laut das "Sch..."-Wort, wenn man unten gerade losgelaufen ist und eine DE 18 von Cargo mit lauter Schottertüten nach Süden vorbeibrummt. Wie immer: man ahnt nix böses, und der Güterzug kommt. Dann oben angekommen, erst einmal Verschnaufpause. Wäre schön, wenn jetzt zusätzlich zur 218 noch ein weiterer Güterzug auftauchen würde. Der Gedanke war kaum ausgesprochen, als in der Ferne tatsächlich ein Kistenzug um die Ecke bog! Und ohne jede Vorankündigung rauschte dann der SETG-Feuersalamander mit einem langen Containerzug durchs Motiv..! Vielleicht kennt Ihr dieses Gefühl: wenn man keine Ohren hätte, könnte man im Kreis lachen...! :-) Die nachfolgende 218 war dann die Pflicht zur Kür.
Ob es ein Zug vom Terminal Wiesau war? Das müssten die gewöhnlich besser Informierten bestimmt wissen...;-)

Wie dem auch sei - der Abstieg vom Felsen ging dann locker-flockig hinab. Wenn man Eier hätte, würde man sagen: ab nach Hause, Programm ist durch...;-) Aber der Tag sollte noch für drei Stunden Aktion bieten, bevor es wieder in die heimische Mark ging.

Datum: 26.05.2026 Ort: Nabburg [info] Land: Bayern
BR: 223,253 (alle Eurorunner-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: SETG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Aushilfe aus Zittau
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 30.05.26, 19:25
Angefixt durch einen aktuellen Bild-Beitrag bei DSO ging es am Morgen des 29.05.26 zur Döllnitzbahn. Dort ist seit wenigen Wochen die Zittauer 199 013 vor den werktäglichen Schülerzügen im Einsatz. Die eigenen Dieselloks sowie der Triebwagen stehen der Döllnitzbahn aktuell nicht zur Verfügung, so dass auf den Support aus Zittau zurückgegriffen wurde.

Es gibt bereits in der Galerie dieses ältere Bild der Lok [www.drehscheibe-online.de] , aber da der dortige Bildtext eher weniger für die Vergabe des Pulitzer-Preises dient (..;-) ), sei auf die Herkunft der eher unbekannten Lok hingewiesen: hinter der 199 013 verbirgt sich eine FAUR L30H, gebaut 1980 in Rumänien. Diese Baureihe war für polnische Schmalspur- und Werkbahnen vorgesehen, und die SOEG hat im Jahr 2002 diese Lok von einer polnischen Zuckerfabrik erworben.
Die Baureihe ist der Döllnitzbahn nicht unbekannt; bereits Mitte der 90er Jahre gab es dort bereits zwei Loks dieser Reihe für den Schülerverkehr, davon eine sogar im Almetalbahn-Design.

Kurios ist der Antrieb der Lok: über eine Blindwelle erfolgt die Übertragung per Stange und Kurbeln, welche in einem auffallenden Rot gehalten sind. Es sieht schon kurios aus, wie die Lok mit ihrem Züglein daherkommt – als planmäßiger Personenzug ! Wir sehen sie hier, wie sie ihre Reise nach Mügeln im Bahnhof von Oschatz mit dem Zug 102 soeben begonnen hat und hier entlang der Häuserzeilen durch den Ort kuttert.

Datum: 29.05.2026 Ort: Oschatz [info] Land: Sachsen
BR: 299 (alle deutschen Schmalspur-Dieselloks) Fahrzeugeinsteller: SOEG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Der Dienstpendel am Zoo
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 24.05.26, 18:00
Bleiben wir noch bei den Ferkeltaxen in der Hauptstadt. Wie hier bereits gezeigt [www.drehscheibe-online.de], war der heute noch in Luckau vorhandene 172 171 zur Wendezeit auf dem neu eingerichteten Pendel zwischen Nauen und Berlin-Charlottenburg unterwegs. Aber es gab nicht nur jenen Einsatz, der mit Wustermarker Ferkeltaxen bestritten wurde, sondern es existierte noch der Dienstpendel von und zum Betriebswerk in Berlin-Grunewald, welcher mehrmals täglich auf der Stadtbahn verkehrte. Auch von jener Leistung sind bereits Fotos in der Galerie enthalten: [www.drehscheibe-online.de] [www.drehscheibe-online.de]. Planfahrzeug für den Dienstpendel war der 171 065. Aber man sah hin und wieder auch andere Ferkeltaxen, mitunter sogar den 171 022 mit Panoramascheibe. Hier ist es erneut der 172 171, der uns beim Blick vom ehemaligen Bilka-Parkhaus am Bahnhof Zoologischer Garten entgegen kommt.
Der weiße Punkt im Himmel rechts oberhalb der Bahnhofshalle ist ein in Berlin-Tegel landendes Flugzeug...Ja, es gab ein Leben vor dem BER..;-)
Und man beachte das kleine Verkehrschaos unten auf der Kantstraße...:-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 05.11.1990 Ort: Berlin Zoologischer Garten [info] Land: Berlin
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte
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Das Formsignalballett von "Spg"
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 21.05.26, 16:37 sternsternstern Top 3 der Woche vom 31.05.26
Bleiben wir noch einen Moment in der Hauptstadtregion und erleben erneut die Vorbeifahrt einer Ferkeltaxe auf ihrem Weg von Nauen nach Berlin-Charlottenburg an einem Motiv, welches früher für uns den normalen Alltag darstellte, aber heute, über 35 Jahre später, innehalten lässt. Wir befinden uns am Stellwerk am Berlin-Spandauer Güterbahnhof, kurz "Spg". Hier sorgten diverse Signale dafür, dass man immer etwas im Zug "zerschneiden" musste - aus heutiger Sicht jedoch nachrangig, denn wo findet man heutzutage noch eine derartige Ansammlung an Formsignalen?
Am 07.10.90 klappte eines der Formsignale auf "Fahrt frei", und die bestens gepflegte Taxe mit der Nummer 172 105 nebst Steuerwagen wippt vorbei gen - Stresow. So nannte sich damals der Bahnhof von Berlin-Spandau, nur jenseits der Havel gelegen. Weiter ging es nach kurzem Halt ins nächste Freilichtmuseum, dem Bahnhof Berlin-Charlottenburg, welcher mit weiteren Formsignalen und Stellwerken aufwartete.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

P.S. das Bild ist nicht schief. Ab hier geht es ein Stück bergauf, auf die Höhe der ehemaligen S-Bahn-Trasse, dessen Stellwerk am ehemaligen S-Bahnhof Spandau-West rechts im Hintergrund erkennbar ist.

Datum: 07.10.1990 Ort: Berlin Spandau [info] Land: Berlin
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 19 Punkte

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Die Ferkeltaxen erobern Charlottenburg
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 19.05.26, 16:23
Berlin-Charlottenburg und sein Signalausleger. Vielfach fotografiert, und auch schon in mehreren Versionen in der Galerie enthalten. Aber der Reihe nach: hier [www.drehscheibe-online.de] sehen wir eine Aufnahme aus dem Februar 1987 mit dem berühmten Dienstpendel in Form des LVT 171 065. Einige Jahre später wurden die Bahnsteige renoviert; neue Farbe wurde spendiert, es gab neue Treppenaufgänge, und die kuriose Lampenaufhängung wurde durch eine modernere Form ersetzt: [www.drehscheibe-online.de]. Geblieben ist der Signalausleger. Quetschen wir daher diesen Galerievorschlag zeitlich zwischen die beiden Bilder: bevor der Einsatz der herrlichen Wendezugeinheiten mit ihren Babelsberger Dicken begann, gab es eine mehrmonatige Zeit, in der die ersten Verbindungen zwischen der Hauptstadt und dem Havelland nach der Wende in Form von Ferkeltaxen bestritten wurden. Diese Episode begann im Herbst 1990 und dauerte bis zum Sommer 1991.

Es gab bereits eine Verbindung mit Wustermarker Ferkeltaxen bis direkt an den westlichen Stadtrand, nach Staaken. Unter der KBS 131 existierte eine Verbindung mit LVT von Falkenhagen am westlichen BAR nach Staaken über Wustermark. Direkt hinter einem eingemauerten Korridor, durch den die Fern- und Güterzüge Richtung Berlin-Spandau rollten, gab es den Endpunkt Staaken zur Anbindung jener Gemeinde, welche sich bis zum Beginn der 90er Jahre hielt.
Aber kommen wir zurück nach Berlin-Charlottenburg: zwei Flügel frei für den blitzsauberen 172 010 nebst Steuerwagen auf seinem Weg nach Nauen!

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 23.10.1990 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte
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Die Ferkeltaxen erobern die Hauptstadt
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 18.05.26, 10:29
Vor kurzem wurde in der Galerie auf den Förderverein Niederlausitzer Eisenbahn e.V. hingewiesen, welcher zwei Ferkeltaxen in seiner Obhut hat: den 172 132 und den 172 171. Erstgenannter war Ende April 2026 zu Pendelfahrten auf der Strecke Luckau-Lübben unterwegs, aber der weitere LVT mit der Nummer 172 171 hatte Ende November 2025 Fristablauf, ist aber in Luckau weiterhin vorhanden.
Nach verschiedenen Eigentümerwechseln kam der Triebwagen im Jahr 2024 nach Luckau. Zu seiner aktiven Zeit bei der DR und DB war er u.a. in der Zeit von Oktober 1984 bis April 1994 in Wustermark beheimatet. In jener Zeit war er auf dem nach der Wende im Jahr 1990 eingerichteten Pendel zwischen Nauen und Berlin-Charlottenburg eingesetzt. Von den Einsätzen der Ferkeltaxen zwischen Berlin und dem westlichen Umland ist bislang noch kein Bild in der Galerie enthalten, nur von den hier wenig später eingesetzten Wendezügen mit den Babelsberger Dicken. Somit sehen wir hier den 172 171 mit seinem Steuerwagen, wie er sich durch den Dschungel in Berlin-Westend seinen Weg nach Charlottenburg sucht, aufgenommen von der Olympischen Brücke.
Wie extrem sich der Blick von der Olymischen Brücke im Laufe der Jahre verändert hat, zeigen zahlreiche Bilder in der Galerie!

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 07.10.1990 Ort: Berlin Olympische Brücke [info] Land: Berlin
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Die Kiefernwälder der Mark
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 17.05.26, 13:07
Kommen wir noch einmal zu dem malerischen Haltepunkt von Neuendorf, gelegen an der Strecke von Lübben nach Luckau. Wie bereits hier [www.drehscheibe-online.de] erwähnt, pendelte anlässlich der 30. Niederlausitzer Leistungsschau in Luckau am 25.04.26 eine Ferkeltaxe zwischen Lübben und Luckau. Es erinnerte wirklich an Zeiten zu "Güsen-Ziesar" oder so, wie der Solo-Triebwagen langsam über die Gleise wippte, und an jedem unbeschrankten Bü tönte die typische Tröte und kündigte das Fahrzeug lange vorher schon an.
Hier in Neuendorf verläuft die Strecke schnurgerade durch die typischen märkischen Kiefernwälder, und am Ortsrand von Neuendorf findet sich etwas versteckt ein einsamer Haltepunkt. Und was mich am meisten erstaunt hat: es fährt ein roter LVT, man fotografiert und verfolgt - und hat als Fotograf den Triebwagen quasi für sich alleine. Kein weiterer Hobbyfreund weit und breit. Wo waren sie alle, die "üblichen Verdächtigen"...?

Ach ja..! Den 172 132 haben wir bereits in der Galerie: als 772 132 in Ringenwalde: [www.drehscheibe-online.de] In der Zeit von Dezember 1995 bis Mai 1998 war er in Neustrelitz beheimatet und auf dem Templiner Kreuz zu Hause...;-)

Datum: 25.04.2026 Ort: Neuendorf [info] Land: Brandenburg
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Kulturdampf
Kategorie: Hochstativ
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Fast wie in alten Zeiten
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 15.05.26, 15:49
Anlässlich der 30. Niederlausitzer Leistungsschau in Luckau pendelte eine rote Ferkeltaxe zwischen Lübben und dem Veranstaltungsort. Eingesetzt wurde der 172 132, welcher sich in der Obhut des Fördervereins Niederlausitzer Eisenbahn e.V. befindet. Der Verein besitzt als Leihgabe zwei Ferkeltaxen; neben dem 172 132 ist in Luckau auch noch der 172 171 vorhanden.
Am 25.04.26 war der 172 132 als Solo-Fahrzeug unterwegs und brachte mit mehreren Pendelfahrten die Besucher zum Veranstaltungsgelände, welches sich unweit des Bahnhofs befand.
150 Aussteller aus der Region, insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen, präsentierten sich hier in einer Freiluftschau auf dem Veranstaltungsgelände im Gewerbegebiet von Luckau, und einige der zahlreichen Besucher nutzten die nostalgischen Zubringerfahrten.

Hier ist der 172 132 inmitten typisch märkischer Landschaft soeben im malerischen Bahnhof von Neuendorf angekommen, und man fühlte sich mit dem Ambiente und dem Fahrzeug in die Zeit der 80er und 90er Jahre zurückversetzt, als die Ferkeltaxe noch diverse Nebenstrecken in Brandenburg und anderswo bediente - nur mit dem Unterschied, dass insbesondere zur Mitte der 90er Jahre die Ferkeltaxen nur noch wenige "Beförderungsfälle" (was für ein Wort...) aufwiesen, bevor sie und ihre Strecken nach und nach verschwanden.
Unsere Ferkeltaxe wird nach kurzem Halt Richtung Lübben weiterknattern, und der einsame Fotograf (ja; außer mir war fast kein weiterer "Zugverfolger" unterwegs...) wird am nächsten Motiv die Rückfahrt abwarten - nicht, ohne in Luckau dem Personal einen Obolus ob ihres herrlichen Fahrzeuges in die Hand gedrückt zu haben...;-)

Hingewiesen sei auf den Internetauftritt der Kulturdampf gGmbH, welche in der Region ein umfangreiches Fahrtenprogramm anbietet - nicht nur mit der Ferkeltaxe!

Datum: 25.04.2026 Ort: Neuendorf [info] Land: Brandenburg
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Kulturdampf
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Es muss nicht immer eine 218 sein
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 12.05.26, 18:19
Quaal....Ein Dorf, welches vor den Umleitern auf Lübeck-Bad Kleinen niemand kannte. Und es wird in wenigen Tagen wieder der Vergessenheit anheim fallen, wenn diese Verkehre nach dem Himmelfahrtstag beendet sind. In Quaal befindet sich die kleine Schwester von Naschendorf: dort gibt es ebenfalls eine Feldwegbrücke, welche in den letzten Monaten Heerscharen von Fotografen passiert haben. Auch ihre Tage sind gezählt. (Die der Brücke natürlich...;-) )
Immer wieder beeindrucken auf jener Strecke neben dem 218-Verkehr auch einige seltene Güterzüge, welche für eine willkommene und meist unerwartete Abwechslung sorgen - immer in der Voraussetzung, man erfährt von ihnen. Hier sorgte die kurzfristige Vormeldung eines Schwellenzuges von Kargow für Vorfreunde, denn man konnte mal einige Blicke auf jener Strecke auch mit einem "Westfahrer" einfangen - was sonst nur mit den drei IC-Zügen ab Rostock der Fall ist, von denen im Prinzip nur der letzte Zug Frontlicht hat.
Also ging es nach einigen RE 2 in der Gegenrichtung in Position, und es blubberte eine der 15 Vossloh-DE 18 heran, die der BBL gehören. Am Haken ein respektabler Schwellenzug von Kargow über Bad Kleinen Richtung Lübeck.

Der Nachmittag wurde fortgesetzt mit dem üblichen IC 2265 und der roten 218 322 sowie dem unerwartet früh eingelegten Leimzug von Wismar nach Bönen, der bereits in der Galerie mit einer LOCON-248 zu sehen war: [www.drehscheibe-online.de]

Datum: 08.05.2026 Ort: Quaal [info] Land: Mecklenburg-Vorpommern
BR: 4185 (Vossloh DE18) Fahrzeugeinsteller: BBL
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Die derzeit berühmteste Feldwegbrücke Deutschlands
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 11.05.26, 14:40
Die Feldwegbrücke von Naschendorf. Ich glaube, im letzten halben Jahr haben wohl Eisenbahnfreunde aus halb Europa sich auf den Weg nach Nordwestmecklenburg gemacht, um den in wenigen Tagen endenden Verkehren zwischen Lübeck und Bad Kleinen ihre Aufwartung zu machen. Und wohl jeder von ihnen war mindestens ein Mal auf dieser Brücke. Ja, könnte sie reden, würde sie uns Geschichten erzählen. Geschichten von dem Bauern und seiner Abneigung gegenüber unserer Zunft. Geschichten über uns alle, die ihre Bilder mit, von oder neben der Brücke gemacht haben, von Verkehren, wie sie wohl einmalig waren: mitunter 100 % Lok-Traktion mit der Baureihe 218 im Personenverkehr, ergänzt durch diverse Güterzugleistungen mit zahlreichen anderen Baureihen.
Es wird in wenigen Tagen Ruhe einkehren in jener Gegend. Der Bauer wird aufatmen. Und er wird sich in naher Zukunft einen neuen Weg suchen müssen, um seine Felder jenseits der Bahntrasse zu beackern. Die Brücke wird ob der nahenden Elektrifizierungsarbeiten fallen...

Aber davor erleben wir am extrem nervenaufreibenden und spannenden Nachmittag des 09.05.26 noch einmal den berühmten Nachmittags-IC 2265 von Rostock nach Hamburg, bespannt mit der passenden 218 341 vor der zugegebenermaßen ziemlich fleckigen 101 121. Die Sonne hatte ein Einsehen mit uns und konnte sich für einen kurzen Moment durch den Wolkenteppich rechtzeitig ihr Loch fressen. Und auch der einsame Mitfotograf auf der Brücke ist kaum erkennbar.

Der letzte IC ab Rostock nach Hamburg fährt früh am 15.05.26. Danach kann man sich endlich wieder anderen Themen und Zielen widmen...;-)

Datum: 09.05.2026 Ort: Naschendorf [info] Land: Mecklenburg-Vorpommern
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Henne Stationsby
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 07.05.26, 16:09
Schließen wir den Bilderbogen von den Lynettern auf der Vestbanen mit dieser Aufnahme ab. Wie bereits jüngst bei jener Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] zu lesen war, besaßen die Vestbanen insgesamt drei Lynetter in zwei verschiedenen Ausführungen. Während die YM 71 und 72 über Puffer und Schraubenkupplungen verfügten, kam der Ym 73 im Jahr 1998 von der Lollandsbanen, auf welcher nur Fahrzeuge ohne Puffer unterwegs waren - wie auf vielen anderen dänischen Privatbahnen auch.
Während der Einsatz der Lynetter auf der Lollandsbanen bis zum Jahr 2007 währte, hielten sich die drei Triebwagen auf der Vestbanen bis ins Jahr 2012.
Und auch im Herbst 2005 führte uns ein Urlaub nach Jütland, und wir blicken dem Ym 73 an der Station Henne Stationsby hinterher.

Frühere Urlaube in Dänemark gingen auch nach Sjaelland und Lolland. Auch dort liefen bei diversen Bahnen die formschönen Lynetter, in völlig unterschiedlichen Ausführungen...coming soon...! ;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 06.10.2005 Ort: Henne [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-Ym Fahrzeugeinsteller: Vestbanen
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte
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Auf der Suche nach dem Wolkenloch
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 06.05.26, 12:10
Es rollt in der Galerie auf der Vestbanen ! Werfen wir einen Blick zurück in den Herbst 2001: von Arriva und den 648ern keine Spur; es regierte der Lynetter. Und wenn man so durch die Galerie blättert, fällt auf, dass der lange Abschied dieser formschönen Triebwagen auf der Lemvigbane förmlich zelebriert wurde, während die restlichen dänischen Privatbahnen bildlich hinten runter fallen. Es mag daran liegen, dass sich der Einsatz der Lynetter in Lemvig über ein Dutzend Jahre länger gehalten hat als bei den anderen Bahnen. Aber auch bei den Vestbanen hielten sich diese Vertreter aus dem Hause Uerdingen/ Scandia bis zum Jahr 2012 - und damit ebenfalls länger als bei vielen weiteren Privatbahnen in Dänemark, wo das Ende dieser Triebwagen bereits 2007 eingeläutet wurde.
Die Vestbanen verfügten über drei Lynetter in teils unterschiedlichen Ausführungen: die Ym 71 und 72 aus dem Jahr 1983, welche mit Puffern und Schraubenkupplungen ausgeliefert wurden und dort die schwedischen "Dattelkästen" abgelöst haben - und den Ym 73 von 1965, welcher 1998 von der Lollandsbane kam und dort als Ym 63 lief. Diesem fehlen die Puffer und Schraubenkupplungen.
Am Tag der Aufnahme war eigentlich kein Fotowetter. nach einigen Standaufnahmen im Bahnhof von Nørre Nebel ging es dem Triebwagen knapp voraus auf der Suche nach einer Fotomöglichkeit. Die Frage eines geeigneten Motivs stellte sich nicht, sondern nur der Versuch, irgendein Wolkenloch zu erhaschen, um den Lynetter mit diesem Wolkenhimmel mit Sonne einzufangen. Kurz vor Henne Stationsby hat es geklappt: Wolkenloch, Karre rechts ran, über den Bü, Lynetter kommt - klick! ;-)

Hier ist der Bü im Hintergrund zu erkennen - 19 Jahre später: [www.drehscheibe-online.de]

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 04.09.2001 Ort: Henne [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-Ym Fahrzeugeinsteller: Vestbanen
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Oksbøl
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 05.05.26, 19:16
Na, zur Zeit robbt sich ja die Vestbanen auf Jütland etwas durch die Galerie...;-) Bleiben wir noch einen Moment auf der Strecke von Varde nach Nørre Nebel und kommen zum Bahnhof von Oksbøl, auf halber Strecke gelegen. Hier finden planmäßig Zugkreuzungen statt. Auf dem Bild vom Morgen des 16.10.20 ist ein 648 aus Nørre Nebel soeben in dem Bahnhof eingetrudelt, und man wartet auf den Gegenzug. Nach der Kreuzung geht es weiter nach Varde - und für mich zum Bäcker zurück nach Nørre Nebel...;-)
Bilder von der eigentlichen Zugkreuzung sind vorhanden, aber bei der tiefen Oktobersonne war hier immer ein Triebwagen irgendwie verschattet. Und da die alle gleich aussehen, ...;-)

Datum: 16.10.2020 Ort: Oksbøl [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-648 Fahrzeugeinsteller: Arriva
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Nebel bei Nørre Nebel
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 04.05.26, 14:13
Der Dünenstand an der dänischen Westküste zwischen Blåvand und Søndervig gehört bestimmt zu den beliebtesten Urlaubsregionen in unserem nördlichen Nachbarland. Typische Ferienhäuser hinter den meterhohen Dünen erwarten uns in Henne Strand, Nymindegab, Hvide Sande..nur, um mal einige der Ferienorte zu erwähnen.
Nils´ aktuelles Bild von der ehemaligen Vestbane in Nørre Nebel [www.drehscheibe-online.de] hat mich animiert, hier mal nach den "Beifängen" eines eigenen Familienurlaubes im Oktober 2020 zu schauen. Auch damals führte uns einer der vielen Dänemark-Urlaube nach Hvide Sande, und natürlich wurde morgens der Weg zum Bäcker bei Sonne strategisch verlängert. Und somit sehen wir hier bei Henne einen typischen LINT von Arriva DK, wie er uns aus dem Morgennebel entgegen kommt. Der Endpunkt der Strecke in Nørre Nebel ist nicht mehr weit.

Datum: 16.10.2020 Ort: Henne [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-648 Fahrzeugeinsteller: Arriva
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 20 Punkte

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Experimente in Spandau
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 03.05.26, 08:43
Mit 440 Metern Länge gilt die Bahnsteighalle von Berlin-Spandau als längste ihrer Art in Deutschland. Spätabends scheint auch die Sonne genau in die Halle hinein und bietet Gelegenheiten zu Experimenten, welche man eigentlich als "45-Grad-Sonne-von-hinten-Fotograf" viel zu selten ausprobiert.
Am 01.05.26, einem Tag, an dem im Prinzip kaum ein Güterzug unterwegs war, habe ich mich in der Hauptstadt nach langer Abstinenz mal wieder dem Regional-und Fernverkehr gewidmet, und der Weg führte abends nach Spandau. Die Lichtstimmung in der Halle hat mich animiert, hier einfach mal einige Varianten auszuprobieren, und somit blicken wir hier einer 146 hinterher, welche soeben ihren RE 4 Richtung Stendal aus der Halle herausschiebt.

Datum: 01.05.2026 Ort: Berlin Spandau [info] Land: Berlin
BR: 146 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Neulich in Gunsleben
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 24.04.26, 17:55
Kürzlich war in der Galerie dieses recht interessante Foto vom Bahnhof Gunsleben aus dem Jahr 2011 zu sehen: [www.drehscheibe-online.de]. Es zeigt, wie die Natur von der brach liegenden Bahnlandschaft wieder Besitz ergreift. Wie es dort wohl jetzt aussehen mag...?

Gunsleben...Da läuft sofort ein Film ab über die letzten Zuckungen des Dampfbetriebes von der Est. Oschersleben des Bw Halberstadt. In jene Region führten zum Ende der 80er Jahre diverse "Einreisen", denn man hatte den ganzen Tag mit diversen Normalspurdampfzügen zu tun, welche da in der Börde umherfuhren. Und da war auch ein spätnachmittäglicher Güterzug mit Personenbeförderung dabei: der GmP 68728 von Oschersleben nach Gunsleben. Zwei GmP-Paare wies das Kursbuch damals aus, tatsächlich als solche gekennzeichnet, und mit einer längeren Fahrtdauer als die wenigen weiteren Personenzüge, die auf der KBS 714 unterwegs waren.
Nun, der abendliche GmP fuhr nicht immer mit Dampf; eine kleine Portion Glück gehörte schon dazu. Aber am 07.05.88 stand die 50 3606 vor ihrer Fuhre in Oschersleben bereit, und es ging für uns in den Endbahnhof der Strecke, ins "Zonenrandgebiet". Wie man gehört hat, haben einheimische Bürger für die Gegend einen Passierschein o.ä. benötigt - aber wir blieben völlig unbehelligt, oder das Sperrgebiet war noch weiter westlich. Keine Organe waren zu sehen, es erfolgte keine Verwarnung, Verhaftung, Erschießung...;-) Kann sein, dass irgendwo ein Schild auf das nahe Grenzgebiet hingewiesen hat; ich weiß es nicht mehr. Wir bauten also in Gunsleben unsere kleinen Trittleitern auf, und da kam die Fuhre auch schon angekullert. Und da es tv wieder aus dem Licht zurück ging, haben wir uns nach den Bildern davon gemacht. Ob dies registriert wurde? Ich habe mir meine Akte nie angeschaut...

Es gibt ein weiteres interessantes Bild aus Gunsleben: [www.drehscheibe-online.de]. Es ist nicht der Trabi, den gab es wie Sand am Meer. Es sind die LOWA E 5-Wagen! Die gab es zum Schluss nur noch in der Börde...;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 07.05.1988 Ort: Gunsleben [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Der neue Player auf der Anhalter Bahn
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 23.04.26, 10:06
Vielleicht gehören ICE-Züge nicht wirklich zu meinem Beuteschema, aber auf der Anhalter Bahn -sozusagen vor der Haustür- haben wir seit einiger Zeit ein neues Gesicht in der ICE-Flotte.
Nahezu jede Bauart unserer Hochgeschwindigkeitszüge prescht regelmäßig von Berlin die Anhalter Bahn entlang, und es gibt häufig Tage, an denen man für diese "Weißware" gar nicht mehr auslöst. Aber mit der neu geschaffenen Verbindung von Berlin nach Paris hat sich der Velaro D in den Reigen der ICEs eingereiht. Morgens geht es von Berlin auf die ferne Reise nach Frankreich, und abends erreicht umgekehrt ein Velaro D die Bundeshauptstadt. Wir stehen hier an einem beliebten und schnell erreichbaren Feld-, Wald- und Wiesenmotiv unweit von Ludwigsfelde und lassen die Baureihe 407 alias ICE 9591 von Paris Est nach Berlin Hbf. an uns vorbeipreschen. In kurzem Abstand folgen ein ICE 3 sowie ein altehrwürdiger ICE 1.

Zuletzt bearbeitet am 23.04.26, 19:33

Datum: 22.04.2026 Ort: Kerzendorf [info] Land: Brandenburg
BR: 407 (Siemens Velaro D) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Unicef
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 22.04.26, 15:46
Es gab mal eine Zeit, in der die Tschechen-Intercitys noch einheitlich ein orange-weißes Farbschema aufwiesen. Ist so ca. 15 Jahre her. Damals waren derartige Garnituren von Prag über Berlin Richtung Hamburg und Stettin unterwegs und sorgten für eine freudige Abwechslung zum Lazarettzug-Outfit der DB. Wenige Jahre später waren die ersten blau-weißen Wagen in den Zügen zu sehen - und heute verkehrt in der Relation Prag-Berlin der Railjet, bespannt mit den eleganten Vectronen der CD. Der Baureihe 101 verbleiben aktuell in der Hauptstadt nur noch einige Nachtzüge.
Kommen wir zum frühen Nachmittag des 22.09.2010. Wir haben Position auf der Beusselbrücke am Berliner Westhafen genommen und hauten im Prinzip auf alles rauf, was den Hauptbahnhof (tief) Richtung Spandau verlässt oder von Gesundbrunnen daher kommt. Attraktivster Zug des Tages war der EC 176 von Prag nach Hamburg, bespannt mit der -na, wer erinnert sich?- 101 016 in ihrer Werbung für Unicef.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 22.09.2010 Ort: Berlin Beusselbrücke [info] Land: Berlin
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Alltag an der Heerstraße
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 20.04.26, 09:30
Die "nuller" Jahre in Berlin: geprägt von intensiver Fotografie der Baureihe 103 aus allen Rohren. Wenn ich mir heute nach 25 Jahren die Dia-Bestände anschaue, lagern da mehr Aufnahmen der Baureihe 103 auf der Stadtbahn als von allen anderen Baureihen zusammen. Und heute? Es muss schon viel passieren, dass mich eine 103 hinter dem Ofen hervorholt. Und es sind wie immer die Beifänge aus jener Zeit, welche heute in den Vordergrund treten: Knödelpressen vor den Berlin-Warschau-Expressen oder der ganz normale Regio-Alltag in seinen vielen Farben: Man sah mint, rot, sogar teilweise noch Dostos im Senftopf-Design oder in den Hauptstadtfarben. Dazu das gesamte Sicken-Portfolio: 112.0, 112.1, 143, später 114. Dazu alle damals gängigen Farbvarianten, vom 143-bordeaux über das Lätzchen bis zu verkehrsrot. Bei der 103 zählte nur "blond" - ein Begriff, den wir seinerzeit nie verwendet haben.

Stellvertretend für den Regio steht daher der RE 33113 von Stralsund nach Hoyerswerda, mit seiner 143 135 und einem Potpourri an den damals üblichen Farben und Garnituren. Der Zug unterquert in Berlin am S-Bahnhof Heerstraße die gleichnamige Straße.
Fast auf den Tag genau 18 Jahre später wurde dieses Bild aufgenommen: [www.drehscheibe-online.de]. Viel hat sich nicht verändert. Neue Dächer, ein paar Pappeln weniger. Aber warum die jungen Bäume nicht angewachsen sind, wird ein Rätsel bleiben.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 19.03.2000 Ort: Berlin Heerstraße [info] Land: Berlin
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 0 Punkte
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Morgennebel am Nuthegraben
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 17.04.26, 19:48
Ein Sonnenaufgang in der Mark Brandenburg. Wir stehen am Ufer des Nuthegrabens zwischen Thyrow und Trebbin - jener Stelle, von welcher sich zahllose Blickwinkel auf die parallele Anhalter Bahn ergeben. Insbesondere in den frühen Morgenstunden zur blattlosen Zeit lassen sich hier Züge in beide Richtungen aufnehmen. Vorbei ist jedoch die Zeit, als der RE 4 von Stendal über Rathenow und Berlin nach Jüterbog oder Falkenberg noch mit Sicken bespannt wurde. Hier regiert inzwischen die Baureihe 146. Nur noch in ganz seltenen Fällen verirrt sich eine 112.1 in die Umläufe. Und auf dem parallelen RE 3 von Lutherstadt oder Luckenwalde nach Schwedt oder Stralsund sind zwar noch Sicken zu finden, jedoch fast immer als Nordlok - was die Anzahl an Motiven deutlich einschränkt.
Aber kommen wir zum windstillen Morgen des 17.04.26: leichter Nebel lag noch über den Wiesen, als eine knappe halbe Stunde nach Sonnenaufgang ein RE 4 den Haltepunkt von Thyrow erreicht und sogleich Richtung Trebbin beschleunigt. Man denkt, dass danach wieder diese herrliche Ruhe an diesem Ort eintritt, aber der RE 4 kreuzte nur wenige Augenblicke später mit dem Nightjet aus Zürich. 1 x umdrehen, und man hat ein weiteres Motiv im Kasten...;-)
Die kuriose runde Trommel über dem Nuthegraben dient Vögeln als Nistplatz. Hiervon wurden vor wenigen Jahren am Nuthegraben einige Exemplare aufgestellt - aber bislang war noch keine Nutzung zu beobachten.

Datum: 17.04.2026 Ort: Thyrow [info] Land: Brandenburg
BR: 146 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Tiefe Sonne in Rathenow
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 15.04.26, 20:58
Bleiben wir noch einen Moment in der Optikstadt Rathenow, gelegen an der Stammbahn von Berlin nach Lehrte. Diverse Bilder von dieser Strecke sind bereits in der Galerie zu sehen, und einer der fotogensten Bahnhöfe war bis zur Modernisierung und Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Berlin-Hannover der Bahnhof von Rathenow. Ein repräsentatives Empfangsgebäude mit einem wuchtigen Wasserturm und Stellwerken, und das Ganze wird von einer im Bild sichtbaren Fußgängerbrücke überspannt, von welcher sich ebenfalls diverse Blickwinkel für Fotos ergeben haben. Dazu ein Zugbetrieb mit allem, was die Reichsbahn zur Nachwendezeit an Dieseltraktion zu bieten hatte: die Baureihen 132,119 und 112 im Personenzugdienst, dazu Ferkeltaxen, und im Güterzugdienst ebenfalls Ludmillen oder sogar Stendaler Wummen, hin und wieder auch Wustermarker 118. Die Garnituren: ebenfalls das gesamte Portfolio, teilweise sogar bis kurz nach der Wende mit Modernisierungswagen. Hier sind es "nur" drei Halberstädter, davon aber noch zwei in grün. Als Zuglok fungiert die 219 145 - und das Ganze im tiefsten Winterlicht des 16.01.1994, als die Sonne am Nachmittag unter der heraufziehenden Wolkendecke noch einmal herauskam.
Wozu den Fotografenschatten entfernen? Er erklärt sich von selbst, ist nicht sonderlich störend. Alles andere würde Fragen aufwerfen.

Rathenow heute? Die ICEs auf der SFS koffern ohne Halt hinter einer monströsen Schallschutzwand unmittelbar am Bahnhofsgebäude und seinem Wasserturm vorbei.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 16.04.26, 08:07

Datum: 16.01.1994 Ort: Rathenow [info] Land: Brandenburg
BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 15 Punkte

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Auf AGRO in Annaburg
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 13.04.26, 19:44
Vinne hat ja vor einiger Zeit mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] auf die Züge vom AGRO-Terminal in Pirna hingewiesen. Immer wieder sind mir insbesondere in den späteren Nachmittagsstunden diese Züge vor die Linse gefahren, sei es auf der Dresdener Schiene, am südlichen Berliner Außenring oder aber auf der Gütermagistrale über Falkenberg und Roßlau. Als Bespannung fungierten stets Vectronen von Captrain.
Ein Motiv, welches in der Galerie bereits enthalten ist, aber in Bezug auf seine "Infrastruktur" nicht oft genug gezeigt werden kann, ist der Bahnhof von Annaburg, zwischen Falkenberg und Jessen gelegen. Ich darf daher erneut in das Biosphärenreservat von Annaburg einladen, wo die Vegetation insbesondere im Sommer für zerkratzte Waden sorgt, wenn man da mit kurzen Hosen umherstromert und zusehends "aggro" wird. Überwucherte Gleisanlagen ohne Zugverkehr, bis auf zwei genutzte Gleise. Man kann dort bis zum Eintritt des Sonnenunterganges auf Foto-Pirsch gehen und verschiedene Blickwinkel ausprobieren. Während im Personenverkehr nur der Silberhamster zu sehen ist, gibt es phasenweise einen Güterverkehr in beide Richtungen im Blockabstand. Und dann kommt auch noch der AGRO-Zug von Pirna...;-)

Datum: 04.09.2023 Ort: Annaburg [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 193 (Siemens Vectron) Fahrzeugeinsteller: Captrain
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Der Nightjet in Pramsdorf
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 12.04.26, 17:34
In letzter Zeit waren in der Galerie diverse Nightjet-Züge zu sehen, und zu diesem Thema mag ich die anliegende Aufnahme beisteuern. Ich muss euch noch einmal nach Pramsdorf entführen - diesem völlig unbekannten Ort südlich von Rangsdorf, den eigentlich nur Jogger und Hundebesitzer aus der Region kennen. Hier lassen sich in mehreren Variationen Züge auf der Dresdener Bahn umsetzen, und der mit Abstand fotogenste Zug ist der NJ 457 nach Wien mit Kurswagen nach Budapest und seiner Bespannung mit einer ÖBB-1216, wahlweise im hauseigenen Lack oder in der CD-Ausführung. Dieser Zug verlässt derzeit den Berliner Hauptbahnhof gegen 17 Uhr, um nach kurzem Halt in Südkreuz hier ca. 20 Minuten später aufzukreuzen. Am 08.04.26 war die ÖBB-1216 229 vor dem Zug im Einsatz. Sie wird demnächst den Bahnhof von Zossen passieren.
Unmittelbar im Block vorher rauscht der RJ 385 nach Prag vorbei, bespannt mit einem CD-Vectron. Zwei hochwertige lokbespannte Züge kurz hintereinander, garniert mit Güterzügen aus beiden Richtungen, lassen hier den Aufenthalt nicht langweilig werden...;-)

Neueinstellung nach digitaler Flurbereinigung.

Datum: 08.04.2026 Ort: Pramsdorf [info] Land: Brandenburg
BR: AT-1216 Fahrzeugeinsteller: ÖBB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Henriette Herz und Otto Lilienthal
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 07.04.26, 07:46
Erinnern wir uns an die Zeit, in der der hochwertige Fernverkehr von und nach Berlin Richtung Hannover noch über die Magistrale verlief. Zahlreiche Intercity- und Interregiozüge liefen hier in den 90er Jahren über Brandenburg und Magdeburg, bespannt mit der Baureihe 103. Uns wurde seinerzeit recht viel abverlangt, auf einer Strecke, die wir damals wenige Jahre vorher noch mit Dieselbetrieb kannten, vorbei an Blockstellen, entlang von Telegrafenmasten, nunmehr unter Strippe mit dicken, hässlichen Betonmasten erleben durften. Viele Motive waren "gefallen", und die Herausforderung - oder besser gesagt: Überwindung- bestand nun darin, auch unter Strippe auf Motivjagd zu gehen. Viel kam dabei nicht heraus, und selbst die ehrwürdige E 03 rettete daran nur wenig.
Eine Möglichkeit ergab sich bei Krielow, östlich von Groß Kreutz: wir stehen unterhalb des Lilienthal-Denkmals, welches an den Flugpionier Otto Lilienthal erinnert, welcher von jenem Hügel seinen Flugapparat getestet hatte. Unter uns verläuft die frisch verdrahtete Magistrale, und diverse Züge rauschten hier vorbei. Einer von ihnen war der IC 541 "Henriette Herz", welcher hier -vollständig in den Produktfarben jener Zeit- am Betrachter Richtung Berlin vorbeizieht.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 26.04.1997 Ort: Krielow [info] Land: Brandenburg
BR: 103 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Die alte Elbbrücke bei Hämerten
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 06.04.26, 12:19
Die Stammbahn weist in ihrem Verlauf von Berlin Richtung Oebisfelde zwei Flußüberquerungen auf: in Rathenow geht es über die Havel, und bei Hämerten, kurz vor Stendal, ist die Elbe zu überqueren.
Eine erste Brücke wurde hier in den Jahren 1869 bis 1871 errichtet, bestehend aus 19 Brückenfeldern mit einer Gesamtlänge von über 800 Metern. Durch die Erhöhung der Brückenlasten wurde im Jahr 1926 eine neue Brücke erforderlich, welche mit ihren Pfeilern parallel zur alten Brücke errichtet wurde. Die Überbauten der alten Brücke wurden demontiert, aber bis auf zwei Pfeiler blieben die alten Pfeiler für einen geplanten viergleisigen Ausbau bestehen.
Zum Kriegsende wurden zwei Hauptpfeiler der neuen Brücke von der Wehrmacht gesprengt. Im Herbst 1945 wurde eine hölzerne Behelfsbrücke errichtet, welche eineinhalb Jahre später durch Eisstoß einstürzte. Daher wurde im Sommer 1947 eine weitere Behelfsbrücke als Stahl-Fachwerkbrücke errichtet. In dieser Form, mit nur einem Gleis, bestand die Brücke bis zum Neubau infolge der Schaffung der Schnellfahrstrecke in den neunziger Jahren.
Vom Neubau der Brücke, welcher teilweise auf den bestehenden Pfeilern ausgeführt wurde, sind bereits einige Aufnahmen in der Galerie enthalten. Diese Aufnahme verdeutlicht diese Situation: [www.drehscheibe-online.de]
Im Hochsommer 1992 führten uns einige Fototouren an die Stammbahn, aber erst am späten Abend war diese Aufnahme möglich: wir stehen am Ende der Brücke auf den ehemaligen Wehrtürmen, welche eher an Bunker erinnerten. Die Höhe war nur zu erreichen, wenn man eine ausklappbare Leiter auf 4, 80 m Länge an die Wehrtürme anlehnt. Von dort hatte man einen grandiosen Blick Richtung Elbufer und sah die wenigen Züge, die hier verkehrten, infolge der Höchstgeschwindigkeit auf der Brücke von nur 30 km/h bereits rechtzeitig kommen.

Am späten Abend des 17.06.1992 war die Sonne so weit rum, dass sie für die 232 203 mit ihrem E 3578 ausreichte.

Anschließend ging es mit schlotternden Knien wieder hinab vom Turm, in der Absicht, die oberste Sprosse der Leiter auf 4,80 m Höhe zu treffen...;-)

Scan vom Fuji-100 6x6-Dia

Datum: 17.06.1992 Ort: Hämerten [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Der Blick auf den Bahnhof von Rathenow
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 05.04.26, 19:16
Bleiben wir noch an der Stammbahn von Berlin Richtung Oebisfelde. Nach der Wende führten uns verschiedene Fototouren an diese Strecke, die im Prinzip der Magistrale in nichts nachstand, vielleicht von den fehlenden Telegrafenleitungen und dem hochwertigen Fernverkehr mal abgesehen. Wie an der Magistrale gab es auch hier eine herrliche Infrastruktur mit tollen Bahnhofsgebäuden, Blockstellen, Stellwerken und zwei großartigen Brücken über die Havel und die Elbe. Kommen wir nach Rathenow, dessen Blick von der Fußgängerbrücke Richtung Osten wir kürzlich in der Galerie gesehen haben. Noch viel interessanter war der Blick nach Westen auf den imposanten Bahnhof mit seinem Wasserturm. Am frühen Vormittag des 16.05.92 beobachten wir die Einfahrt des E 2841 von Hannover nach Berlin Hauptbahnhof - so hieß 1992 noch der frühere Ostbahnhof von Berlin. Der Zug hatte vor Berlin noch einen recht bemerkenswerten Zuglauf: kurz hinter Wustermark bog er auf den westlichen Berliner Außenring nach Süden ab, um über Potsdam Stadt und Berlin-Wannsee seinen Zielort zu erreichen.

Scan vom Fuji-100 6x6-Dia

Datum: 16.05.1992 Ort: Rathenow [info] Land: Brandenburg
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Reichsbahnwelt in Rathenow
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 03.04.26, 12:33
Die Optik-Stadt Rathenow - zu DDR-Zeiten ein bedeutender Standort der optischen Industrie. Bahnhof an der Stammbahn von Berlin nach Lehrte, und Kreuzungspunkt mit der Brandenburgischen Städtebahn von Neustadt/ Dosse nach Belzig.
Ein Fototag führte mich im Herbst 1990 in diese Region. Über den Bahnhof mit seinen damals noch ausgedehnten Gleisanlagen führt eine Fußgängerbrücke, von der sich in beide Richtungen recht ansprechende Aufnahmen anfertigen ließen. Am späten Mittag des 28.10.90 erschien dann aus östlicher Richtung eine Ost-V 100, im Schlepp eine Doppelstockgarnitur. Der Zug kam aus Neustadt/ Dosse und fuhr nach kurzem Aufenthalt weiter bis nach Premnitz. Derartige Doppelstückzüge waren nach der Wende auf der Städtebahn noch üblich; auch zwischen Brandenburg und Belzig waren solche Garnituren noch an der Tagesordnung. Viel zu selten fotografiert - aber allein dieser Zug auf dem Nordabschnitt der Städtebahn sollte zwei Jahre später erneut Thema werden: [www.drehscheibe-online.de]
Die Städtebahn heute: die Abschnitte zwischen Neustadt und Rathenow sowie Brandenburg und Bad Belzig sind längst stillgelegt und abgebaut. Aber am 28.10.90 gab es in Rathenow noch Reichsbahnatmosphäre mit Lokschuppen und weiteren Gerätschaften.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 28.10.1990 Ort: Rathenow [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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Blockstelle 112
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 01.04.26, 18:56
Neben der Magistrale gab es noch eine weitere Hauptstrecke, welche insbesondere nach der Wende sehr in unserem Fokus lag und ebenfalls mit einer herrlichen Infrastruktur aufwarten konnte: die Stammbahn von Berlin nach Lehrte, und hier natürlich der Abschnitt zwischen dem westlichen Berliner Ring über Stendal bis Oebisfelde. Herrliche Bahnhöfe gab es damals, und infolge der Eingleisigkeit immer mit Ausweichmöglichkeiten. Dazu Stellwerke, Formsignale, Wassertürme wie z.B. in Rathenow, ebenso die herrliche Havelbrücke bei Rathenow - und es gab besetzte Blockstellen. Insbesondere auf dem Abschnitt zwischen Stendal und Oebisfelde fanden sich mehrere Blockstellen wie z.B. die Blockstelle 101 bei Jävenitz, welche bereits ihren Weg in die Galerie gefunden hat. Eher unbekannt war die Blockstelle 112 bei Solpke. Diese lag am späten Nachmittag gut im Licht, und wir beobachten die Vorbeifahrt der 219 163 mit ihrem N 4616, fast nur aus grünen Wagen bestehend. Natürlich haben wir uns vorher beim Blockstellenwärter angemeldet, und er beobachtet bei der Vorbeifahrt des Zuges, ob wir auch ja profilfrei stehen.

All diese Elemente der "echten" Eisenbahn sind heute Geschichte; das herrliche Bahnhofsgebäude von Rathenow versteckt sich samt Wasserturm hinter einer monströsen Schallschutzwand, und die SFS führt unmittelbar an dem Ensemble vorbei. Aber erinnern wir mit diesem Bild an die Vergangenheit. Weitere Bilder der Stammbahn werden folgen...coming soon! ;-)

Scan vom Fuji-100 6x6-Dia - farblich nicht so übertrieben wie der Velvia. Wie immer: Fluch wie Segen im Auge des Betrachters...;-)

Datum: 08.07.1992 Ort: Solpke [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Morgennebel über der Magistrale
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 31.03.26, 12:20
Wenn man in der Galerie den Aufnahmeort "Kade" eingibt, so erscheinen zwei Bilder mit den Wellblechtriebwagen der AKN bei Kaden. Kade -gelegen an der Magistrale von Berlin nach Magdeburg- kennt hingegen auch keine Sau...;-) Endlose Weiten zwischen Genthin und Wusterwitz, ländlich und waldreich geprägt, und ein Ort der absoluten Ruhe. Schnurstracks verläuft hier die Magistrale, in den 90er Jahren noch ohne Strippe, dafür mit Telegrafenleitungen. Personenzüge kommen hier vorbei, von Brandenburg nach Magdeburg, oft bespannt mit den "Dicken". Allein dieser Grund rechtfertigte diverse Ausflüge an die Magistrale. Der hochwertige Fernverkehr war meist den Ludmillen vorbehalten, welche hier oft weit im Voraus hörbar ihre D- oder Intrecityzüge gen Hauptstadt droschen. Zur Abwechslung erschien dann die glücklose Baureihe 229, welche in erster Linie für den Einsatz von Fernzügen auf der Strecke von Berlin nach Hamburg gedacht war, aber auch einige Züge auf der Magistrale bespannte. Kommen wir also nach Kade und erleben am 05.06.1993 den Sonnenaufgang. Flacher Bodennebel liegt noch über den feuchten Wiesen, als in der Ferne ein Zug ausgemacht wird. Das Dröhnen wird stärker, und es erscheint die 229 128 mit ihrem Nachtzug D 1945 von Bonn, den sie Richtung Hauptstadt ziehen wird. Der Zug entschwindet in der Ferne, und es kehrt wieder Ruhe ein. Ich bleibe vor Ort, denn zwei Personenzüge werden noch folgen, bevor die Sonne in die Gleisachse geht.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia.

Es liegt übrigens nicht an der Filmplanlage: der Telegrafenmast ist unten tatsächlich so krumm...;-)

Datum: 05.06.1993 Ort: Kade [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Umsteigen in Falkenhagen
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 30.03.26, 10:57
Kommen wir noch einmal zurück nach Falkenhagen, diesem Umsteigebahnhof im Nichts der Weiten des Berliner Außenrings, dessen Lage heute per Earth nur noch schwer auszumachen ist.
Zur Wendezeit war da noch richtig Aktion! Am Mittag des 03.10.1990 spielte sich hier binnen einer halben Stunde folgendes ab: zunächst erschien auf dem hinteren Gleis ein Holzroller mit einer Dosto-Garnitur aus Potsdam Hauptbahnhof, dem heutigen Pirschheide, unterwegs auf der KBS 125. Dann tauchte aus Staaken (bei Berlin) auf der KBS 131 eine LVT-Einheit auf. Nach kurzem Halt setzte die Einheit in ein Stumpfgleis hinter dem Bahnhof um, um Platz für eine weitere Dosto-Einheit aus Falkensee zu machen, welche mit einem weiteren Holzroller auf der KBS 130 nach Birkenwerder unterwegs sein sollte. Nach der Abfahrt des Zuges nach Birkenwerder fuhr die LVT-Garnitur wieder an den Hausbahnsteig, um dann auf der KBS 134 nach Brieselang zu entschwinden. Kurz danach fuhr die Dosto-Einheit auf dem hinteren Gleis wieder nach Potsdam Hauptbahnhof ab. Zwischendurch sprang ein Signal auf den mittleren Gleisen auf grün, für den D 534 von Berlin-Lichtenberg nach Wismar. Danach kehrte wieder Ruhe ein - bis sich dieses Spiel zur nächsten vollen Stunde wiederholen sollte...;-) Alltag zu Reichsbahn-Zeiten.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Zum Bild: es gibt leider keine frühere Auslösung (falls die Frage aufkommt...).

Datum: 03.10.1990 Ort: Falkenhagen [info] Land: Brandenburg
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Ein Sputnik über dem Templiner See
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 28.03.26, 13:58
Bleiben wir noch beim Sputnik-Verkehr der Reichsbahn um Berlin-West herum. Kürzlich wurde an die Verkehre nach Falkensee und Albrechtshof erinnert, und es gab ähnliche Züge von Berlin-Karlshorst über Potsdam nach Werder. Hier wurden jedoch keine grünen Dostos eingesetzt, sondern solche in dem attraktiven "Hauptstadt-Lack" in Bordeaux-Elfenbein. Sechsteilige Züge mit Doppelstock-Einzelwagen waren auf dem südlichen Außenring unterwegs, bespannt mit der damals noch brandneuen Baureihe 243. Infolge der Verkehrsrückgänge schrumpften die Garnituren in den Folgejahren auf zwei bis drei Wagen zusammen, aber die Baureihe 243 blieb.
Kommen wir zu einem Motiv, welches schon in zahlreichen Varianten in der Galerie enthalten ist; sozusagen zu Wasser, zu Lande und aus der Luft. In den letzten Jahren ist es etwas ruhiger um die Brücke über den Templiner See geworden. Ihre erste urkundliche Erwähnung fand hingegen am 04.08.90 statt, als erstmals ein neugieriger Eisenbahnfreund zu ihr vorgedrungen ist. Damals gab es nur auf der Nordseite der Brücke einen Fußgängerüberweg, der aber kaum frequentiert wurde. Auf der Südseite war jedoch der Weg unmittelbar neben dem Betrachter unterbrochen, und man musste sich für den Fotostandpunkt am Geländer entlanghangeln. Was kam damals so vorbei? Das Notizbuch verrät einen D-Zug mit 132, einen Güterzug mit 250 sowie stündlich den Pendel auf der KBS 120 von Berlin-Karlshorst nach Werder, der an diesem Tag mit der schachtelfrischen 243 613 bespannt wurde. Der Zug wird unmittelbar hinter dem Betrachter in Potsdam "Hauptbahnhof" halten, dem späteren Bahnhof Pirschheide - welcher im Anschluss in einen jahrelangen Dornröschenschlaf fallen sollte und erst seit kurzem wieder als Haltepunkt für Züge am Außenring reaktiviert wurde.

Der damalige Pendel nach Werder galt als "Berliner S-Bahn-Verkehr" und durfte mit S-Bahn-Fahrkarten benutzt werden. Es gab im Berufsverkehr einige eingetaktete Züge, welche über Werder hinaus bis Brandenburg liefen und dieselbespannt waren. Diese Züge galten als "Fernzüge", S-Bahn-Fahrkarten hatten keine Gültigkeit.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 04.08.1990 Ort: Potsdam Templiner See [info] Land: Brandenburg
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 13 Punkte
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Sicken-Treffen in Falkensee
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 27.03.26, 11:30
Bleiben wir noch einen Moment in Falkensee - und schauen uns den Bahnhof nach der Modernisierung an! Wir schreiben den 28.07.02. Nicht wiederzuerkennen ist die Bahnhofsszene auf dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] , geschweige der verlinkten Aufnahme mit dem Holzroller. Inzwischen hängt in Falkensee wieder die Strippe, und es geht elektrisch Richtung Hamburg. Wir stehen auf dem südlichen Regionalbahnsteig und beobachten eine damals zufällige Kreuzung des RE 4 Richtung Jüterbog, geschoben von der 114 040, mit dem RE 5 nach Stralsund, gezogen von der 143 083. Man beachte die unterschiedlichen Zuggarnituren. Während auf dem RE 4 bereits die damals neueste Generation an Wendezügen mit gewölbtem oberen Fensterband im Einsatz war, liefen auf dem RE 5 noch Dostos mit "gerader Schräge".
Heute würde man für ein derartiges Treffen wahrscheinlich hunderte Kilometer Anreise in Kauf nehmen. Im Jahr 2002 war so ein Treffen der ganz normale Alltag - und das Bild ist als reiner Beifang entstanden...;-) Wenige Minuten später kofferte die Touristik-103 220 mit dem IR 2730 nach Flensburg (!) durch den Bahnhof; auf den mittleren Gleisen. Der eigentliche Grund meines Aufenthaltes...:-)

Man beachte auch die Unterschiede der beiden Sicken: die Baureihe 114 hatte im Gegensatz zur 143 gummigefasste Frontfenster. Und bei der 143 haben wir noch eine Vertreterin der ersten Bauserie mit einem etwas kantigeren Lokkasten.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 28.07.2002 Ort: Falkensee [info] Land: Brandenburg
BR: 114 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Mit der Ferkeltaxe nach Falkensee
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 25.03.26, 18:15
Der Bahnhof von Falkensee, nur wenige Jahre nach dieser Aufnahme: [www.drehscheibe-online.de]. Die Wiedervereinigung lässt Gleisverbindungen wieder zusammenwachsen. War im Oktober 1990 noch der Holzroller mit seinen Doppelstockzügen präsent, so war im März 1995 nunmehr die Ferkeltaxe aktiv. Man hatte inzwischen die Oberleitung zwischen Falkenhagen und Albrechtshof demontiert, und das Gleis hinter Falkensee bis Albrechtshof war gesperrt, um den Lückenschluss bis nach Berlin-Spandau wieder herzustellen. Für die Verkehre Richtung Nauen und Falkenhagen genügte inzwischen ein Ferkeltaxen-Gespann. Aber es waren in jener Zeit auch 232-geführte Wendezüge in Falkensee anzutreffen, aber ob die jetzt nur bis Nauen fuhren oder ein anderes Ziel hatten, entzieht sich meiner Kenntnis.
In Falkensee sind die Masten der Quertragwerke noch vorhanden. benutzt wurde nur noch der Bahnsteig A. Der Bahnsteig, auf dem ich stand, war bereits ungenutzt, und die Gleise im Vordergrund waren unterbrochen. Der sehr gepflegte 772 125 nebst Steuerwagen steht als N 4076 zur Abfahrt bereit und sonnt sich in einem kurzen Sonnenloch. Wir erkennen im Hintergrund die Gebäude aus dem verlinkten Bild.
Im Laufe des Jahres 1995 wurde dann der restliche Personenverkehr infolge der Bauarbeiten auf SEV umgestellt. Und heute würde eine Ferkeltaxe bei weitem nicht ausreichen, um die Reisenden Richtung Hauptstadt in der sich seit der Wende immens ausdehnenden Stadt Falkensee aufzunehmen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia, infolge der Wolken fast im Originalformat belassen.

Datum: 29.03.1995 Ort: Falkensee [info] Land: Brandenburg
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte
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Gelenkig durch Falkensee
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 24.03.26, 14:21
Kommen wir noch einmal auf den Sputnik-Verkehr der Reichsbahn in der Nachwendezeit zurück. Bereits mit diesem Bild (sowie einer weiteren Verlinkung) [www.drehscheibe-online.de] hatte ich den Wendezugbetrieb auf dem Berliner Außenring sowie seine Zuführungen in die am unmittelbaren Stadtrand von Berlin liegenden Strecken vorgestellt. Züge mit Doppelstockgarnituren, teils mit Jakobs-Drehgestell, teils als Gliederzüge, waren hier bis Anfang der 90er Jahre im Einsatz, meist bespannt mit Holzrollern. Erstaunlich lange hielten sich hier die kuriosen Gliederzüge, welche in den 70er Jahren für die Vorortverkehre verschiedener Ballungsräume in der DDR beschafft wurden - u.a. für den Sputnik-Verkehr um Berlin herum.
Am 03.10.90 war ich am nordwestlichen Stadtrand von Berlin unterwegs, um mir diese Wendezugverkehre mal genauer anzuschauen - und wie immer hat man insbesondere im Raum Falkenhagen/ Falkensee/ Birkenwerder viel zu wenige Aufnahmen von den Garnituren unter Draht gemacht; man war "gefangen" im Dieselfieber der Babelsberger Dicken, welche mit solchen Garnituren zwischen Berlin-Wannsee und Potsdam und später auch zwischen Berlin-Charlottenburg und Nauen unterwegs waren. Kommen wir somit noch einmal nach Falkensee, wo uns die schaurig-schöne 211 037 mit einem Gliederzug aus Albrechtshof begegnet. Wir stehen auf einem Bahnsteig im Bahnhof von Falkensee - welcher heute seit dem Ausbau der Berlin-Hamburger Bahn nicht mehr wiederzuerkennen ist.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 03.10.1990 Ort: Falkensee [info] Land: Brandenburg
BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Tiefe Sonne auf den Umleiter
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 15.03.26, 09:51
Ja, es ist bald vorbei; leider. Aber dass sozusagen im "Herbst des Lebens" der Baureihe 218 noch einmal auf engem Raum dieser fast schon legendäre Umleiterverkehr zwischen Lübeck und Bad Kleinen geboten wird, hätte vorher wahrscheinlich niemand für möglich gehalten. Offiziell heißt es, dass die Umleiterverkehre mit dem 30.04.26 beendet werden, aber durch die Verzögerungen der Bauarbeiten zwischen Hamburg und Berlin gibt es u.U. noch eine 14tägige Nachspielzeit, bevor dann der Abpfiff ertönt.
Der Lockruf dieser Verkehre wurde auch im Dunstkeis der entfernten Hauptstadt wahrgenommen, und verschiedene Touren führten mich seit Herbst 2025 immer wieder in die leicht hügelige Gegend zwischen Grevesmühlen und Bad Kleinen. Extrem tiefes und warmes Licht beleuchtet die Szenerie zwischen Degtow und Naschendorf, als am 19.01.26 der IC 2260 mit seiner 218 322 vor der 101 068 Richtung Rostock weithin hörbar vorbeirauscht.

Die 218 ist leicht graffitiert. Aber warum immer die heile Welt zeigen, wenn sie es nicht ist? ;-)

Datum: 19.01.2026 Ort: Degtow [info] Land: Mecklenburg-Vorpommern
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Die "Dicke" erreicht Kirchmöser
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 14.03.26, 10:41
Juni 1993. Dieselklänge über der Magistrale. So könnte man fast ein Video benennen, aber aus jener Zeit wurden immer nur Plandämpfe als Videoformate vermarktet. Aber war war die Magistrale damals für eine grandiose Strecke! Riesige Bahnhofsbauten, die fast schon an Burgen erinnerten; siehe Genthin. Besetze Blockstellen, irgendwo mitten im Wald, fernab jeder Zivilisation. Telegrafenmasten bis zum Horizont, und schnurgerade Streckenabschnitte. Und auf so einer Strecke hörte man die Züge schon kilometerweit. Intercity-Züge mit ihren Ludmillen oder der glücklosen 229. Oder Personenzüge mit der legendären "Dicken" aus Babelsberg. Das Bw Brandenburg hatte einen ganzen Stall davon, und neben den Wendezügen nach Berlin-Wannsee über Potsdam zählten auch diverse Personenzüge nach Magdeburg dazu, oder aber auch Leistungen auf der Städtebahn. Mit anderen Worten: ein Dieselparadies vom feinsten! Diverse Bilder in der Galerie zeugen davon.
Und was wäre ein historisches Foto einer E 03, wenn man ihr nicht ein historisches Foto einer V 180 gegenüberstellt...?! ;-) Wir sind erneut in Kirchmöser, im Prinzip am gleichen Standort wie hier:[www.drehscheibe-online.de] . Der Bahnhof hatte damals noch Ein- und Ausfahr-Formsignale, ein ansprechendes Stellwerk, hölzerne Bahnsteigüberdachungen und weitere Details. Und in diese Szene schob sich am späten Nachmittag des 04.06.93 die 228 675 mit ihrem N 7624, gebildet aus drei grünen Halberstädtern und einem Erste-Klasse-Bautzener. Das waren noch Züge...! ;-)

Wie es wohl heute auf dem Bahnsteig in Kirchmöser aussieht...?

Scan vom Fuji- Velvia 6x6-Dia, aufgehellt und an das beliebte Kleinbildformat angepasst.

Datum: 09.06.1993 Ort: Kirchmöser [info] Land: Brandenburg
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Der Railjet auf der Dresdener Bahn
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 13.03.26, 20:41
Immer wieder eine kleine Fototour wert ist dieser Abschnitt der Dresdener Bahn südlich von Rangsdorf, unweit der ehemaligen Blockstelle Pramsdorf. Weitab jedes Straßenlärms lässt sich hier der Betrieb auf der Dresdener Bahn in beide Richtungen beobachten. Letztens habe ich die Richtung gen Süden vorgestellt [www.drehscheibe-online.de], und keine 50 m von jenem Standpunkt entfernt ergibt sich dieser etwas seitliche Blick auf die nordfahrenden Züge. Alle zwei Stunden taucht hier der Railjet von Prag über Dresden auf, inzwischen weitgehend aus den ComfortJet-Garnituren gebildet. Eine Frage der Zeit, bis auch die Steuerwagen der Züge ihre Zulassung für Deutschland erhalten. Dann sind entweder 50 % der Motive "Neese", oder man muss zirkeln, auf welcher Seite die Lok hängt. Jedenfalls geht es jetzt auf direktem Weg über Blankenfelde Richtung Berlin-Südkreuz.
Flache Landschaft prägt die Gegend entlang der Dresdener Bahn; ein ständiger Wechsel aus Wiesen, Feldern und Waldabschnitten. Fotomöglichkeiten sind rar gesät - aber es gibt Stellen, die gefunden werden wollen...;-)

Datum: 13.03.2026 Ort: Pramsdorf [info] Land: Brandenburg
BR: CZ-193 Fahrzeugeinsteller: CD
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Hochwertiger Fernverkehr auf der Magistrale
geschrieben von: Olli Sydow (1782) am: 11.03.26, 17:28
April 1997. Die Magistrale wartet nach ihrer umfassenden Modernisierung wieder mit hochwertigem Fernverkehr auf. Während der Baumaßnahmen wurden die IC- und IR-Züge von und nach Berlin über Wiesenburg und Güterglück umgeleitet, aber jetzt geht es wieder über Brandenburg und Genthin Richtung Magdeburg. Aber stellen wir doch einem historischen Foto aus dem Jahr 1997 ein historisches Foto aus dem Jahr 1992 gegenüber: [www.drehscheibe-online.de]. Anhand jener Aufnahme erkennt man, wie sehr sich das Bild der Magistrale nach der Elektrifizierung gewandelt hat. Neue Bahnsteige, Strippe, aber das imposante Bahnhofsgebäude nebst Nebengebäuden wurde immerhin stehen gelassen. Die Faszination der alten Magistrale mit all ihren Blockstellen, Schrankenanlagen, Stellwerken, Formsignalen und Telegrafenmasten gab es nicht mehr, ebenso wenig die dort früher eingesetzte Dieselflotte, insbesondere mit der Babelsberger Dicken. Aber es gab einen neuen Grund, weiterhin die Magistrale aufzusuchen: stündlich gaben sich dort Lokomotiven der Baureihe 103 vor ihren IC- und IR-Zügen nicht die Klinke, sondern den Blockabstand in die Hand. Hier stehen wir am Nachmittag des 26.04.97 auf dem Bahnsteig von Kirchmöser und beobachten die rasante Durchfahrt des IR 2446, bespannt mit der wie aus dem Ei gepellten 103 223.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia, aufgehellt, Format verkleinert

Datum: 26.04.1997 Ort: Kirchmöser [info] Land: Brandenburg
BR: 103 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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