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Kyritz an der Knatter
geschrieben von: Leon (660) am: 27.02.21, 15:38
Von dem Kesselzug zum Biodiesel-Hersteller "German Biofuels" in Falkenhagen oberhalb von Pritzwalk ist vor kurzem ein Bild in die Galerie aufgenommen worden. Kommen wir zur Rückfahrt mit der beladenen Fuhre, welche mit Ziel Stendell PCK erneut die Strecke von Pritzwalk über Kyritz nach Neustadt/ Dosse befahren sollte. Bekanntestes Motiv der Strecke ist mit Sicherheit der Bahnhof von Blumenthal mit seinem Wasserturm. Hier bot sich allerdings durch die tiefe und schon recht seitliche Sonne kein wirklich optimales Bild; trotzdem musste man die denkmalgeschützteSzenerie irgendwie umsetzen. Danach ging es in atemberaubend flotter Fahrt nach Kyritz. Hier bot sich eine Fotomöglichkeit von der Brücke der B 5 an, welche bereits im September 1996 für eine rote Ferkeltaxe als Motiv herhalten musste [www.drehscheibe-online.de] Interessant ist hier der Vergleich der Häuser mit ihren kurios gotisch anmutenden Dächern. Nun, Trabbis stehe heute leider nicht mehr neben dem Gleis, und die Häuser haben inzwischen teilweise ein neues Outfit bekommen. Aber ich dachte nicht ernsthaft daran, dass ich hier 25 Jahre später einen Russen mit einem Kesselzug erwischen würde.
Der Zug hat an der Einfahrt von Kyritz abgebremst, und ein Blick in den Fahrplan von HANS zeigte, dass sich zeitgleich ein Triebwagen von Neustadt/ Dosse nähern sollte. Dank dieser Kreuzung konnte der Zug hinter Kyritz erneut auf den Chip wandern, und man blieb an dem letzten Motiv einfach mal ein paar Minuten stehen, um den Sound des Russen mit seiner schweren Fuhre und einer Strecke mit zahlreichen unbeschrankten Bahnübergängen einfach mal zu genießen.

Kyritz an der Knatter...viele Touristen kommen in den Ort und suchen vergebens den Fluß "Knatter". Der Name kommt jedoch von dem knatternden Geräusch von fünf Wassermühlen, die es früher in dem Ort gab - und von denen nur noch ein Mühlengebäude erhalten ist.

Datum: 24.02.2021 Ort: Kyritz [info] Land: Brandenburg
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn

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Über die Havel in Rathenow
geschrieben von: Leon (660) am: 28.02.21, 13:05
Wenn man über die Suchfunktion die Stadt Rathenow im Havelland eingibt, erhält man dieses Bild: [www.drehscheibe-online.de]. Kurbeln wir die Zeit mal bis zum Oktober 1992 zurück. Wir stehen erneut an einer Havelbrücke, aber in ihrer früheren Version. Allein der links im Bild angerissene Wasserturm verrät den gleichen Aufnahmeort. Ein Gleis führte damals über die Havel, und die früheren Brückenpfeiler der einst größeren Brücke waren noch vorhanden. Neben der "Magistrale" war die "Stammbahn" von Wustermark über Rathenow, Stendal und Gardelegen bis nach Oebisfelde eine Hauptstrecke, wie sie im Buche stand: herrliche Bahnhofsgebäude, teils noch mit Wassertürmen. Sehenswerte Blockstellen. Fast überall noch Stellwerke mit mechanischer Sicherungstechnik und eine Baureihenvielfalt, die im Prinzip über die Ferkeltaxe, die V 100, die "Dicke", das U-Boot, die Wumme bis zur Ludmilla keine Baureihe ausließ. Entsprechend häufig wurde von uns diese Strecke nach der Wende zum Ziel zahlreicher Fotoexkursionen.
Der 12.10.92 war ein herrlich klarer Herbsttag, der zunächst mit Ferkeltaxen im Havelland begann, dann an die Stammbahn führte, einen Abstecher nach Rhinow an die Städtebahn zuließ und auf der Magistrale endete. Hier stehen wir mittags an der Havelbrücke und beobachten die 232 223, wie sie ihren Eilzug von Berlin Richtung Stendal soeben im Bahnhof von Rathenow in Bewegung gesetzt hat und im langsamen Tempo über die Havelbrücke wuchtet. Ein Güterzug mit Ludmilla sowie eine Ferkeltaxe werden dem Zug bald folgen.

Scan vom Fuji RDP 100-6x6-Dia

Datum: 12.10.1992 Ort: Rathenow [info] Land: Brandenburg
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Blick von der Monumentenbrücke vor 11 Jahren
geschrieben von: Leon (660) am: 26.02.21, 17:29
Vor kurzem wurde in die Galerie ein Bild mit dem Westbahn-Kiss aufgenommen, bei welchem ich dachte, es sei eigentlich durch Bewuchs längst nicht mehr umsetzbar. Es zeigt den Streckenabschnitt zwischen den Bahnhöfen Berlin-Potsdamer Platz und Berlin-Südkreuz. [www.drehscheibe-online.de]
Kurbeln wir die Zeit mal gute 10 Jahre zurück und schauen uns die Veränderungen an: mal abgesehen von der Jahreszeit gab es die modernen Wohnblocks im Hintergrund noch nicht. Wir sehen weit entfernt die Kulisse des Potsdamer Platzes mit seinen Hochhäusern und Passagen, die jeder Berlin-Tourist gesehen haben muss, aber der Einheimische weitgehend meidet. Die beschmierte Lärmschutzwand gab es schon, aber hinter den S-Bahngleisen existierte damals noch eine ziemlich verwilderte Fläche mit kleineren Industriebauten. Wenn man bedenkt, dass hier früher zahllose Gleise lagen, die vom Anhalter und Potsdamer Bahnhof Richtung Süden verliefen?
Auch den abgebildeten Zug gibt es heute nicht mehr. Wir sehen den EC 341 von Hamburg nach Zary, bespannt mit einem DB-Taurus, der damals noch für DB Fernverkehr lief. Dieser Zug hat seine Bespannungen wie auch seine Laufwege durch Berlin im Laufe seiner Existenz mehrfach gewechselt, verkehrt aber seit einigen Jahren leider gar nicht mehr.
Wer genau hinsieht, erkennt noch einen Richtung Hauptbahnhof entschwindenen ICE sowie einen weiteren, der gerade den Nord-Süd-Tunnel verlassen hat.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia mit größtmöglicher Absorbtion des Hochlichts...17.06.10, ca. 10 Uhr.

Datum: 17.06.2010 Ort: Berlin Monumentenbrücke [info] Land: Berlin
BR: 182 (Siemens ES64U2) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Mit Kesseln durch die Prignitz
geschrieben von: Leon (660) am: 24.02.21, 20:46
Hin und wieder wird das Tanklager in Falkenhagen, oberhalb von Pritzwalk gelegen, mit Kesselzügen bedient. Der hierfür nötige "Russe" setzt sich dann i.d.R. in Wustermark oder Priort an den Zug, und es geht zunächst auf der Hamburger Strecke bis Neustadt/ Dosse, bevor der Zug dann die einsame, eingleisige Strecke Richtung Pritzwalk über Kyritz und Blumenthal befährt. Heute waren sogar zwei Züge zu bespannen, einer von Wustermark nach Falkenhagen, und im Anschluss einer von Falkenhagen nach Stendell. Allein dies reichte als Motivator, trotz des leicht schlonzigen Wetters.
Man steht in den einsamen Weiten der Prignitz, unweit eines kleinen Dorfes, ca. 5 km vor Pritzwalk gelegen. Ein einsamer Feldweg, einige knorrige Bäume, im Hintergrund Felder und Kiefernwälder. Inmitten ein Gleis. Abseits jeden vernehmbaren Großstadtlärms kann man hier noch die Natur genießen. Irgendwann ertönt das typische Typhon des Russen, und aus dem Wald wird ein Rauschen vernehmbar. Der Zug mit seiner 232 309 zieht mit viel Gepolter an mir vorüber- und dann tritt wieder diese himmlische Ruhe ein.
Für die Rückfahrt wird dann dieses herrliche, denkmalgeschützte Ensemble von Blumenthal mit seinem Wasserturm aufgesucht, und dank ambitionierter Fahrweise folgen zwei weitere Fotostellen vor und hinter Kyritz. Danach geht es völlig entspannt über die blitzerverseuchte B 5 gen Heimat.

Zuletzt bearbeitet am 25.02.21, 09:05

Datum: 24.02.2021 Ort: Sarnow [info] Land: Brandenburg
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft

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Entlang der Nieplitz
geschrieben von: Leon (660) am: 19.02.21, 18:43
Vor einiger Zeit wurden in die Galreie zwei Aufnahmen von dem Einsatz der GTW auf der Brandenburgischen Städtebahn zwischen Rathenow und Brandenburg aufgenommen. Die ODEG besitzt von diesen Triebwagen nur sechs Stück, welche nur auf der Städtebahn sowie auf der RB 33 von Berlin-Wannsee über Beelitz Stadt nach Jüterbog verkehren. Diese Strecke wurde vor vielen Jahren modernisiert, und die Triebwagen erreichen in der flachen Landschaft zwischen Zauche und Nieplitz beachtliche Reisegeschwindigkeiten. Werktags verbinden sie somit den Südwesten von Berlin mit dem Bahnhof Wannsee, von wo aus Umsteigemöglichkeiten Richtung Innenstadt bestehen. Über die Bahnhöfe Potsdam Rehbrücke und Medienstadt besteht auch eine Anbindung an die Landeshauptstadt.
Am 14.02.21 lag in Brandenburg noch Schnee, und wir sehen hier einen Vertreter der GTW´s, wie er vor wenigen Augenblicken in Beelitz aufgebrochen ist und durch die flache Landschaft Richtung Jüterbog beschleunigt. Links im Hintergrund erkennt man das Wahrzeichen von Beelitz: nein, keinen Spargelhof, sondern einen 44 m hohen Wasserturm mit integrierter Sternwarte.

Datum: 14.02.2021 Ort: Beelitz Stadt [info] Land: Brandenburg
BR: 646 (alle Stadler GTW-Bauarten) Fahrzeugeinsteller: ODEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Der Mega-Flop in Kremmen (...sic! :-) )
geschrieben von: Leon (660) am: 17.02.21, 19:07
Ein halbes Jahr vor der Wende sorgte das Bahnbetriebswerk Wustermark für Furore. Eigentlich war der Dampfbetrieb bei der DR offiziell beendet, aber dennoch hat das Bw Wustermark vor ihrem "Kirchturms-Nahgüterzug" von Wustermark über Nauen und Kremmen nach Velten wieder Lokomotiven der Baureihe 52.80 eingesetzt. Die genauen Gründe der Bespannungen sind mir heute nicht mehr bekannt; man munkelte damals noch von Kohlevorräten, die verbraucht werden sollten - oder aber auch von einem "Rentnerplan". Nun, jedenfalls entwickelte sich der Bahnhof von Kremmen -vor den Toren Berlins im Havelland gelegen- als wahrer hot spot, denn hier bog die heute längst abgebaute Strecke von Nauen über Börnecke nach Kremmen erstmals ins Licht. Nach meist längeren Rangieraufenthalten ging es dann mit dem Zug über Vehlefanz weiter bis nach Velten, um dann unter Draht wieder Wustermark zu erreichen. Diverse Bilder von der Fuhre tauchten auf, und wir wollten unser Glück am 25.04.89 auch probieren. Wir bezogen auf dem Bahnsteig in Kremmen Position - aber was dann um die Ecke kam, hatte mit einer 52.80 so gar nix gemein! Ich weiß noch, wie sauer wir waren, dass an dem Tag der Zug nicht mit Dampf fuhr. Und dann schickte das Bw Wustermark auch noch die 118 207 - die Lok, die sonst eigentlich immer in Berlin-West unterwegs war, und die wir schon zahllose Male vor dem Franzosenzug oder anderen Zügen eingefangen haben...Und für die Lok fahren wir nach Kremmen; die kürzeste "Einreise" aller Zeiten! Wir waren soo sauer, dass wir nach dieser Einfahrt von dem Zug Abstand genommen haben. Nicht mal den sehenswerten Bahnhof Vehlefanz wollten wir mit der Lok machen...

Heute, 32 Jahre später. Was bin ich froh über eine "Dicke" vor einem Güterzug in Kremmen...;-) 52.80 gab es damals wie Sand am Meer, und bei zwei weiteren Touren nach Kremmen haben wir dann auch unsere Wunschbespannung eingefangen. Aber wirklich "nachhaltig" war aus heutiger Sicht der Tag, an dem eigentlich alles in die Hose ging...

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 25.04.1989 Ort: Kremmen [info] Land: Brandenburg
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 15 Punkte

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Blick auf Valmadonna
geschrieben von: Leon (660) am: 15.02.21, 15:07
Bereits bei meinem letzten Italien-Bild hatte ich erwähnt, dass der eigentliche Besuch des Landes im Mai 1998 einigen Foto-Dampfzügen galt, aber je länger die Zeit ins Land streicht, umso interessanter werden die Fotos aus den Tagen, an denen wir den normalen Planbetrieb der FS beobachtet haben.
An einem ziemlich matschigen Mai-Tag sind wir kreuz und quer durch die Gegend südlich der Alpen umhergefahren, und ich verließ mich einfach auf meine Begleiter, die eine deutlich größere Ortskenntnis hatten als ich. Und so sind wir am Nachmittag des 08.05.98 in Valmadonna gelandet. Hier gab es von einem Hang einen Blick auf den Ort mit darunter liegender Trasse, auf der dank einer Bündelung diverser Strecken Richtung Alessandria ein recht hohes Zugaufkommen zu verzeichnen war. Höhepunkt waren einige Personenzüge, die mit der Baureihe E 424 bespannt waren - einer Lok, die man eigentlich nur aus älteren Märklin-Katalogen kannte..:-)
Bislang ist noch kein Gefährt dieser Baureihe in die Galerie gewandert; vielleicht schafft es ja diese zugegebenermaßen recht schwierige Aufnahme. Dass die Sonne schien, merkte man nur an den Schatten. Dafür passte der Zug mit seinen drei Wagen optimal ins Bild. Warum wir bei weiteren Zügen ganz stumpf das Zugende durchtrennt haben..na, ja so weit war man damals noch nicht. Ein weiterer Zug mit gleicher Baureihe und zwei Wagen mehr war trotz tieferer Sonne ein Opfer dieses Frevels. Dafür tröstete eine in die Gegenrichtung fahrende braune E 645 mit Schnellzug und weitere Planzüge mit inzwischen fast ausgestorbenen Baureihen. Bei dem abgebildeten Zug soll es sich um den R 10339 Mortara-Alessandria gehandelt haben. Weitere Loks dieser Baureihe haben wir in Luino und Arona am Lago Maggiore gesehen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 08.05.1998 Ort: Valmadonna [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E424 Fahrzeugeinsteller: FS
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Berlin-Mariendorf im Winter
geschrieben von: Leon (660) am: 14.02.21, 19:41
Der Wandel der Zeit macht sich bei den Bauarbeiten zur Wiederinbetriebnahme der Dresdener Bahn im Süden von Berlin bemerkbar. Bereits bei diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] wurde auf die anstehenden Baumaßnahmen hingewiesen, welche nunmehr weiter fortgeschritten sind. Die Winterlandschaft überdeckt jedoch derzeit die Flächen, auf denen die neue Trasse liegen soll. Inzwischen wurde jedoch bereits mit der Installation einer Lärmschutzwand begonnen, welche nunmehr Aufnahmen mit der S-Bahn Richtung Blankenfelde fast unmöglich macht. Derweil wird weiterhin immer wieder das Tanklager in Mariendorf bedient, und am 13.02.21 war die 232 701 der LEG im Einsatz. Sie wird demnächst in das Werksgelände einfahren und sich an das andere Ende des Zuges setzen, um ihn aus dem Anschluss herauszudrücken. Anschließend geht es über die im Vordergrund erkennbare Weiche auf die S-Bahn-Trasse in nördliche Richtung, um dann vor Tempelhof auf den südlichen Innenring abzubiegen. Von dort geht es entweder über Neukölln und Schöneweide nach Grünau oder nach Kopfmachen in Tempelhof oder Neukölln zurück Richtung Halensee/ Ruhleben. Aber erst muss ein S-Bahnzug der Baureihe 481 für ein Stelldichein herhalten.
Die im Hintergrund heranziehende Wolkenfront wird zur Abfahrt des Zuges jede weitere Aufnahme mit Sonne verhindern...:-(

Datum: 13.02.2021 Ort: Berlin Mariendorf [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: LEG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Das Advanced Train Lab auf der Goerzbahn
geschrieben von: Leon (660) am: 12.02.21, 22:34
Seit Tagen war es in den Medien und lokalen Foren angesagt: der Einsatz des Advanced Train Labs auf der Berliner Goerzbahn. Hier war heute der Versuchszug der Deutschen Bahn auf zwei Touren von Berlin-Wannsee über Lichterfelde West bis nach Schönow am Ende der Goerzbahn unterwegs. Die Goerzbahn ist ja seit einigen Jahren seit der Einstellung der Ford-Logistiktransporte ohne planmäßigen Verkehr. Hintergrund waren Testfahrten, ob und inwieweit sich die 2,5 km lange Goerzbahn in der Zukunft als Teststrecke für neue Technologien zur Objekt- und Hinderniserkennung sowie zur Umweltwahrnehmung eignet. Dabei bietet die Strecke hierfür die wohl in Deutschland einmaligen Bedingungen von ca. 40 Bahnübergängen bzw Stellen, an denen der Autoverkehr die Gleise überqueren muss, und seien es nur Grundstücksausfahrten. Direkt parallel zur Strecke verläuft der Dahlemer Weg - eine Chance, auch hier neue Systeme im Zusammenspiel zwischen Schiene und Straße zu erproben. Ob die heutigen Testfahrten erfolgreich waren, wird sich zeigen. Jedenfalls waren sie für die lokale Fanszene ein hot spot. Zahlreiche Eisenbahnfreunde säumten die Strecke; an fast jedem größeren Bahnübergang standen kleinere bis größere Gruppen von Fotografen, um sich dieses Spektakel nicht entgehen zu lassen. Hinzu kam das Interesse der Anwohner, welche ebenfalls mit Handy-Kameras ihre Bilder anfertigten. Bei der Mittagstour in südliche Richtung kam zudem noch der Berufsverkehr in das nahe Teltow ins Spiel, welcher dann dafür sorgte, dass aus der Straßenseite eigentlich kein Bild ohne störende Autos machbar war. Am lustigsten fanden wir immer die Blicke der Passanten, welche uns fragten, ob etwas besonderes kommen würde. Die Antwort lautete immer: ja, der ICE...und dann kam immer dieses "Verarschen kann ich mich alleine"-Gesicht..;-)

Das Bild zeigt die mittägliche Rückfahrt von Schönow hoch zum Bahnhof Lichterfelde West - eine der wenigen Aufnahmen -fast- ohne störende Autos im Bild. Man sieht, wie gering der Abstand zur Straße ist und wie die zahlreichen Wegübergänge gebildet sind. Göttlich war auch die Aktion vor zwei Tagen, als die Strecke zunächst vom Schnee geräumt werden musste - welche von den Anwohnern vorher kurzerhand als Sammelstelle für die Schneemassen herhalten musste, weil ja niemand mit einem Einsatz eines Schienenfahrzeuges rechnete und seinen Schnee plötzlich wieder vor dem Gartenzaum wiederfand..:-)

Das Train Lab wird sich nach dieser Aufnahme im lockeren Fahrraddtempo seinen Weg im wahrsten Sinne bis nach Lichterfelde West bahnen, und von dort geht es nach kurzer Stippvisite bis nach Steglitz zum derzeit befahrbaren Ende der Stammbahn wieder zurück nach Wannsee, von wo die Heimreise Richtung Halle angetreten wurde.

Datum: 12.02.2021 Ort: Berlin Zehlendorf [info] Land: Berlin
BR: 605 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Die Neue im Schnee
geschrieben von: Leon (660) am: 10.02.21, 21:02
Schnee in Berlin und Sonne! Kam ja in den letzten Jahren nicht oft vor, und da der Himmel heute nachmittag zusehends auflockerte, ging es los, ein paar Winterimpressionen einfangen. Die Wahl fiel u.a. auf die hier schon in mehreren Varianten gezeigte Hertabrücke in Neukölln. Eigentlich ein Motiv für Güterzüge auf dem südlichen Innenring, aber die Besonderheit zeigt sich hier in Form der neuen S-Bahn für die Hauptstadt aus dem Hause Stadler/ Siemens. Unter der Baureihe 483/484 wurden zunächst zehn Vorserienfahrzeuge geliefert; die erste Vorstellung fand im Sommer 2018 im Stadler-Werk Pankow statt. Eine weitere Präsentation der neuen S-Bahn erfolgte anlässlich der Innotrans im September 2018. Im Anschluss fanden weitere Test- und Ausbildungsfahrten statt, bevor die Erprobungen mit allen Vorserienfahrzeugen im Sommer 2020 erfolgreich abgeschlossen wurden. Der planmäßige Einsatz der Fahrzeuge erfolgt seit dem 01.01.21, zunächst auf der S 47 zwischen Spindlersfeld und Hermannstraße.
Geliefert werden die Züge in zwei Versionen: als Baureihe 483 in zweiteiliger Ausführung als sogenannter "Viertelzug" sowie als Baureihe 484 in vierteiliger Ausführung als "Halbzug". Wir sehen hier somit einen "Dreiviertelzug", gebildet aus einem Zug der Baureihe 483 sowie einem Zug der Baureihe 484. Es führt der 483 005. Ein Anblick, an den sich die Berliner noch gewöhnen werden...;-) Wer noch die alten "Stadtbahner" der Baureihe 275 kennt, wird seine Meinung haben...;-)
In der Gegenrichtung ist am S-Bahnhof Neukölln ein weiterer Zug der Baureihe 483/484 unterwegs. Und wer genau hinsieht, erkennt im Schatten einen Eurorunner der EVB, welcher auf einen Kesselzug wartet, den eine Lok der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn in den Nachmittagsstunden vom Tanklager Rudow zum Gbf. Neukölln bringen wird.

Datum: 10.02.2021 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: 483 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Entlang der Seelower Höhen
geschrieben von: Leon (660) am: 09.02.21, 18:00
Eine viel zu wenig beachtete Strecke im Osten von Brandenburg führt durch das Oderbruch und entlang der Seelower Höhen. Von Eberswalde über Bad Freienwalde und Wriezen geht es bin nach Frankfurt/ Oder. Furore macht diese Strecke eigentlich nur bei Güterzugumleitungen, z.B. wenn mal wieder der legendäre Ostbahn-Knicker nicht wie gewohnt seinen Weg entlang der Ostbahn nehmen kann, sondern durch das Oderbruch umgeleitet werden muss. Ein derartiger Tag führte mich auch am 14.10.19 an die deutsch-polnische Grenze, aber vorher wurde auf der Brücke unweit des Bahnhofs Seelow Halt gemacht für einen RS 1, welcher hier als RB 60 von der Niederbarnimer Eisenbahn eingesetzt wird. Der Triebwagen hat nach kurzem Halt einen Reisenden aussteigen lassen und ist jetzt unterwegs zu seinem Zielbahnhof nach Frankfurt/ Oder. Die RS 1 der NEB besorgen hier den Gesamtverkehr. Anschließend ging es weiter, und der Rest des Nachmittages wurde dem umgeleiteten "Knicker" gewidmet.
Die Seelower Höhen sind bekannt für eine der grausamsten Panzerschlachten des 2. Weltkrieges, wo der Vormarsch der Roten Armee Richtung Berlin verhindert werden sollte. Unweit des Betrachters findet sich ein Museum mit einigen russischen Panzern und Militärfahrzeugen zur Erinnerung an diese Schlacht.

Zuletzt bearbeitet am 12.02.21, 21:51

Datum: 14.10.2019 Ort: Seelow [info] Land: Brandenburg
BR: 650 (Adtranz/Stadler Regioshuttle RS1) Fahrzeugeinsteller: NEB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Damals in Beetz-Sommerfeld
geschrieben von: Leon (660) am: 08.02.21, 13:22
Vor kurzem wurde ein Bild aus dem Havelland in die Galerie aufgenommen, welches den "Prignitz-Express" bei Beetz-Sommerfeld zeigt: ein 648-Pärchen durcheilt die flache Landschaft, welche durch Felder, Wiesen und kleine Dörfer geprägt ist.
Im Bildtext habe ich erwähnt, dass die Bahnhöfe zwar teilweise ihre Gebäude noch über die Zeit gerettet haben, aber die Modernisierung hat ihre Zeichen in Form von Hochbahnsteigen und weiteren neuzeitlichen Elementen gesetzt. Schrauben wir daher die Zeit fast 30 Jahre zurück: Der Bahnhof von Beetz-Sommerfeld am glasklaren 12.10.1992. Erste Vogelschwärme sind unterwegs gen Süden. Uns erwartet ein schmuckes Bahnhofsgebäude. Pilzkopflampen mit Propangasflaschenbeleuchtung. Ein Ladegleis mit dahinter erkennbarem Güterschuppen, möglicherweise sogar mit Wasserturm. Sitzbänke und Blumenkübel, am Rand ein Fahrradständer. Das Ganze wirkt sehr gepflegt. Fast versteckt verbergen sich ein paar Werbebanner. Eine Reisende erwartet die Ferkeltaxe -natürlich noch in rot-, welche im gemütlichen Tempo aus Richtung Neuruppin angekullert kommt und nach kurzem Halt ihren Weg Richtung Kremmen und Velten fortsetzen wird. Von einem "Express" kann keine Rede sein...;-)

Scan vom Fuji-RDP100-6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 08.02.21, 13:25

Datum: 12.10.1992 Ort: Beetz-Sommerfeld [info] Land: Brandenburg
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 12 Punkte

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Frost im Havelland
geschrieben von: Leon (660) am: 06.02.21, 13:54
Am letzten Wochenende kam in der Mark Brandenburg endlich mal wieder die Sonne raus, und die Aussicht auf ein paar Winterbilder ließ mich zu einer Fototour ins Havelland aufbrechen. Im Süden der Hauptstadt lag Schnee, aber je weiter ich nach Norden vorankam, umso weniger wurde er. Ziel waren ein paar Triebwagenbilder auf dem RE 6, der als "Prignitz-Express" Berlin mit Wittenberge verbindet und mit Kremmen, Neuruppin, Wittstock und Pritzwalk diverse Ortschaften im Havelland und in der Prignitz an die Hauptstadt anbindet. Früher ging es hier mit Ferkeltaxen im mäßigen Tempo gemütlich von Ort zu Ort, aber seit der Modernisierung der Strecke hat sich der "Prignitz-Express" seinen Namen verdient.
Ziemlich frustriert ob des wenigen Schnees wurden die ersten Aufnahmen mit einer leichten Raureifstimmung in Vehlefanz eingesackt, aber das war´s eigentlich nicht, weswegen man in diese Gegend gefahren ist. Zwischendurch waren immer die tollsten Raureifstimmungen zu sehen, aber da, wo die Bahnstrecke entlang ging, war fast immer alles braun in braun. Selbst ein Abstecher nach Herzberg/ Mark gab zwar nur ein talentiertes NEB-Bild, aber keine wirkliche Winterstimmung.
Also ging es wieder runter zum RE 6, nach Beetz-Sommerfeld. Früher mit einem herrlichen Bahnhofsgebäude versehen, verliert sich dieses hinter einem Hochbahnsteig mit den üblichen "Möbeln" der DBAG. Also ging es etwas in die flache Landschaft. Ein Feldweg zwischen Beetz und Kremmen führte dann zu einer Wiese, an welcher sich ein netter Blick auf die Strecke und die Dorfkirche von Sommerfeld ergab, zusätzlich mit einem gefüllten Entwässerungsgraben und dem örtlichen Sägewerk. Nach kurzer Zeit kam ein 648-Gespann angebrummt, welches auf dem RE 6 die übliche Traktion darstellt. Nächster Halt ist Kremmen.

Da anschließend Bilder aus der Region südlich und westlich der Hauptstadt mit geschlossener Schneedecke gepostet wurden, hab ich nach diesem Bild im Havelland die Zelte abgebrochen und bin schleunigst in schneereichere Gebiete vorgedrungen.

Datum: 31.01.2021 Ort: Beetz-Sommerfeld [info] Land: Brandenburg
BR: 648 (LHB/Alstom LINT 41) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Winterimpression mit der ODEG auf der Städtebahn I
geschrieben von: Leon (660) am: 05.02.21, 22:00
Bleiben wir noch einen Moment an dem einsamen Bahnübergang bei Fohrde an der Brandenburgischen Städtebahn. Für den Verkehr auf der Strecke zwischen Rathenow und Brandenburg sowie zwischen Berlin-Wannsee, Beelitz und Jüterbog hat die ODEG insgesamt sechs Triebwagen der Stadler-Baureihe GTW 2/6 beschafft. Auf der Städtebahn finden in Pritzerbe regelmäßig die Zugkreuzungen statt, und nachdem bei Fohrde ein GTW vor einigen Minuten Richtung Rathenow vorbeigerauscht ist, nähert sich aus Rathenow ein weiterer Triebwagen der Baureihe VT 646 und passiert mit weithin vernehmbaren Signalton den Feldwegübergang. Brandenburg an der Havel ist bald erreicht.

Datum: 31.01.2021 Ort: Fohrde [info] Land: Brandenburg
BR: 646 (alle Stadler GTW-Bauarten) Fahrzeugeinsteller: ODEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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Winterimpression mit der ODEG auf der Städtebahn
geschrieben von: Leon (660) am: 04.02.21, 20:00
Das letzte Wochenende bot in der Mark Brandenburg endlich einmal Winterwetter mit ein paar Sonnenstrahlen. Also ging es zunächst ins Havelland, zum RE 6, der mit seinen Triebwagen der Baureihe 648 unter dem Namen "Prignitz-Express" die Hauptstadt mit Wittenberge verbindet und sozusagen "über die Dörfer" fährt. Kurioser Weise lag nördlich von Berlin so gut wie kein Schnee, und der Raureif war auch bereits am frühen Vormittag verflogen. Als dann einige Sichtungsbilder aus dem Süden der Hauptstadt über den Äther flogen, habe ich im Havelland schleunigst meine Zelte abgebrochen und bin runter zum Quenz, und siehe da: ab der Höhe von Priort kehrte der Winter ein! Nachdem zum gefühlt x-ten Mal das Motiv mit der Havelbrücke in Brandenburg verewigt wurde -heute endlich mit Schnee und Baureihe 298 (!) - ging es für den Rest des Nachmittages an die Strecke nach Rathenow, die ja bereits im letzten Sommer bei den Quenz-Umleitern für Furore gesorgt hatte...;-) Die Motivwahl für einige Winterbilder fiel auf den einsamen Bahnübergang kurz vor Fohrde. Hier tauchte nach kurzer Wartezeit ein Stadler GTW 2/6 auf seinem Weg nach Rathenow auf. Die ODEG besitzt von diesen Fahrzeugen der Baureihe VT 646 sechs Exemplare, welche auf der RB 33 von Berlin-Wannsee nach Jüterbog und auf der Städtebahn von Rathenow nach Brandenburg eingesetzt werden.

Datum: 31.01.2021 Ort: Fohrde [info] Land: Brandenburg
BR: 646 (alle Stadler GTW-Bauarten) Fahrzeugeinsteller: ODEG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Ein Triebwagen der Bauart "Stettin" im Fläming
geschrieben von: Leon (660) am: 01.02.21, 16:04
Ich bin ja immer noch bestrebt, diesen persönlichen running gag fortzusetzen und das jeweils aktuelle Bild mit der Baureihe gleichzusetzen. Manchmal klappt es nicht wirklich, weil entweder eine entsprechende Baureihe nicht existiert oder aber kein galeriefähiges Bild vorliegt. Bei den modernen Triebwagenbaureihen dürfte sich kein Problem auftun, aber wie geht man mit einer Baureihe 645 um? Man könnte jetzt eine italienische E 645 nehmen, aber die musste schon für das 644. Bild herhalten..;-) Aber es gab ja auch in Deutschland früher mal eine Baureihe 645...! Bei der Bundesbahn hieß sie VT 45.5. Hierhinter verbargen sich die zweiteiligen von der DR beschafften Triebwagen für den Stettiner Vorortverkehr, damals noch als VT 137 326 ff. bezeichnet. Gebaut wurden ursprünglich 16 Doppeltriebwagen, von denen nach dem Krieg drei Fahrzeuge -teils aus Resten weiterer Triebwagen- der Deutschen Bundesbahn zur Verfügung standen. Der Einsatz erfolgte zunächst im Raum Bielefeld und endete 1969 beim Bw Braunschweig. Offiziell wurden die Triebwagen nach Einführung der EDV-Nummern noch als 645 102/402, 103/403 und 104/404 geführt.
Auf dem Gebiet der Deutschen Reichsbahn verblieben nach dem Krieg neun Triebwagen, von denen aber nur eine Handvoll Fahrzeuge wieder betriebsfähig hergerichtet wurden. Später liefen die Fahrzeuge nach dem Ausbau der Maschinenanlage als zweiteilige Beiwagen. In dieser Form ist beim Eisenbahnclub Aschersleben der ehemalige VT 137 367 als Beiwagen VB 147 551 a/b bzw. VB 197 840 erhalten geblieben. Mir liegt zu diesem Fahrzeug ein Bild vor, welches ihn am 27.07.1997 im Bahnhof Niemegk zeigt, gezogen von einer Lok der Baureihe 106 im Rahmen einer Sonderfahrt. Wir befinden uns hier auf der ehemaligen Strecke von Belzig nach Treuenbriezen, von der heute außer der Trasse so gut wie gar nichts mehr zu erkennen ist.

Streng genommen müsste man das Bild in die Kategorie "Wagen" einordnen. Da die Triebwagenbauart "Stettin" jedoch bislang eine Unbekannte in der Galerie ist, finde ich die Kategorie der "sonstigen deutschen Verbrennungstriebwagen" passender.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 27.07.1997 Ort: Niemegk [info] Land: Brandenburg
BR: 6XDE (sonstige deutsche Verbrennungstriebwagen) Fahrzeugeinsteller: EC Aschersleben
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Damals in Manarola
geschrieben von: Leon (660) am: 31.01.21, 18:20
Irgendwie war zu vernehmen, dass wir uns gerade in den "Italien-Wochen" befinden. Und da mag ich ein historisches Vergleichsbild eines sehr bekannten und auch schon mit drei Bildern in der Galerie enthaltenen Fotomotivs beisteuern: Manarola, an der ligurischen Küstenstrecke gelegen. Im Mai 1998 führte uns ein einwöchiger Urlaub kreuz und quer durch das Land; in erster Linie für einige dampfgeführte Fotozüge. Da aber diese Züge seltsamerweise nur zwischen 9 und 16 Uhr unterwegs waren, sind hiervon im Monat Mai nur sehr wenige wirklich nachhaltige Fotos entstanden. Aus heutiger Sicht viel wertvoller waren die Tage, an denen wir uns mit dem reinen Planbetrieb beschäftigt hatten, insbesondere an eben dieser Küstenstrecke sowie im Tortona-Dreieck, in welchem noch atemberaubend tolle Elektrotriebwagen der Reihen Ale 540 und 840 unterwegs waren. Neben diesen braunen "Zigarren" begeisterten uns immer wieder die damals noch in der ebenfalls braunen Farbgebung angetroffenen Lokomotivdinosaurier der Baureihen E 444, E 636 und E 645. Letztgenannte ist hier vor einem "Rollmopszug" zu sehen. Der Ort Manarola wurde bei den anderen Galeriebildern bereits eindringlich beschrieben, und wir haben dort den Abend des 07.05.98 genossen und auf jeden Zug draufgehalten, der aus dem Tunnel kam. Da waren diverse bunte Schnellzüge mit Caimani und anderen Baureihen dabei, aber am besten gefielen uns zwei Güterzüge, jeweils mit brauner E 636 und 645 bespannt.

Man beachte auch im Vergleich zu den neueren Bildern die damalige Oberleitung. Die Masten standen damals noch in der Außenkurve. Inzwischen hat sich die Situation dort etwas verändert.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 07.05.1998 Ort: Manarola [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E645 Fahrzeugeinsteller: FS
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Talentiertes Templin
geschrieben von: Leon (660) am: 27.01.21, 14:14
Wenn man in der Galerie bei der erweiterten Suche unter „Aufnahmeort“ den Ort Templin eingibt, bekommt man 30 Aufnahmen angeboten. Sechs davon sind tatsächlich aus dem beschaulichen Ort in der Uckermark, die restlichen zeigen die berühmte Brücke über den Templiner See bei Potsdam – der mit Templin eigentlich gar nichts zu tun hat...;-)
Nun, ein Bild zeigt den Bahnhof in südliche Richtung mit einem ausfahrenden Triebwagen der Baureihe 646 aus dem Jahr 2014, noch zu DB-Zeiten. [www.drehscheibe-online.de]
Mittlerweile hat sich der Betreiber geändert; es verkehrt seit einigen Jahren die Niederbarnimer Eisenbahn und setzt auf dieser Strecke neben gelegentlichen „Haien“ ihre Talente der Baureihe 643 ein. Die meisten von ihnen sind im firmeneigenen Design unterwegs, aber es gibt einige wenige Leihfahrzeuge, die für die NEB fahren, aber einen völlig anderen Lack aufweisen. So war am 24.08.19 der VT 643.03 in einem „grundierähnlichen“ Anstrich unterwegs. Wir sehen ihn hier, wie er – eine Laterne dichter als das o.g. Bild- den Bahnhof von Templin in Richtung Berlin verlässt.
Rechts im Bild ist noch die Bahnsteigszenerie zu sehen, welche von der einstigen Bedeutung dieses Bahnknotens herrührt; entsprechende Bilder sind in der Galerie ebenfalls zu finden. Bereits ein Jahr später sind dort die Bagger angerollt, und inzwischen hat sich das Bild dort sehr gewandelt. Templin ist an das ESTW angeschlossen; alle Formsignale sind Geschichte. Aber auch weiterhin sind dort Talente sowie RS 1 der NEB anzutreffen. Letztere besorgen den Personenverkehr auf der landschaftlich reizvollen Strecke über Joachimsthal nach Eberswalde, von welcher ebenfalls diverse Aufnahmen in der Galerie zu sehen sind.

Datum: 24.08.2019 Ort: Templin [info] Land: Brandenburg
BR: 643,644 (Bombardier Talent) Fahrzeugeinsteller: NEB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Wasserthaleben von hinten
geschrieben von: Leon (660) am: 24.01.21, 14:02
Immer noch ist die KBS 601 Nordhausen-Erfurt -neuerdings auch "ENO" genannt- en vogue. Dass hier ab dem Frühjahr Modernisierungen anstehen, wurde bereits erwähnt. Und auch der Bahnhof und die Gegend um Wasserthaleben wurde bereits mehrfach in der Galerie gezeigt. Die Ecke mit ihren Formhaupt- und dem Vorsignal sowie dem Bahnhofsgebäude und dem Stellwerk ist so ein richtiges Kleinod, fernab größerer Verkehrsströme. Und dennoch sorgt ein Stundentakt mit "Zäpfchen" der Baureihe 642 für eine reichhaltige Fotoausbeute, selbst an Wochenenden.
Wir sehen hier den Bahnhof von Wasserthaleben mal mit einem Zug in nordwestliche Richtung. Die Ziegen haben ihr Gemeckere wieder eingestellt, nachdem sie mein Erscheinen auf dem Ackerrand zunächst lautstark kommentiert hatten. Das berühmte, völlig frei stehende Form-Vorsignal befindet sich schräg hinter mir, und wir sehen einen 642, wie er auf seinem Weg nach Nordhausen soeben den Bahnhof erreicht hat, im Hintergrund die beiden Ausfahrsignale für die Richtung gen Erfurt. Der 16.02.19 neigt sich seinem Abend entgegen; ein Tag, wie man ihn in seiner Klarheit nur selten in Deutschland erlebt. Er endete mit einem Plagiat von Nils´Bild mit dem Deckungssignal in Hohenebra Ort - und als Zugabe kam noch eine weitere Fuhre eines Getreidezuges gen Ebeleben mit einer Dieseltraxx zum Sonnenuntergang. Aber das ist ein Thema für eine weitere Einstellung...;-)

Datum: 16.02.2019 Ort: Wasserthaleben [info] Land: Thüringen
BR: 642 (Siemens Desiro Classic) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Ein Walfisch am Morgen
geschrieben von: Leon (660) am: 23.01.21, 21:07
Im Herbst 2005 "rockten" die Einsätze der Babelsberger Dicken unter der Flagge der MEG vor den Güterzügen zwischen Saalfeld und Lobenstein. Grund genug, Anfang September `05 zwei Fototouren in diese landschaftlich reizvolle Gegend anzusetzen. Strecken durch enge Täler, über Viadukte und Hochflächen versprachen eine reichhaltige Ausbeute. Und dass man nach dem offiziellen Ende der Baureihe 228 bei der DB erneut diese formschönen Maschinen vor Güterzügen "am Berg" erleben durfte, rechtfertigte jede Anreise. Und so startete der 06.09.05 an einem Einschnitt hinter Heinersdorf, zwischen Wurzbach und Unterlemnitz gelegen.
Vor der erwarteten 228-Fuhre tauchte ein recht kurios anmutender Triebwagen auf, der bei mir vorher noch nie auf das Dia gewandert ist. O.k., hier fahren "Walfische", wie man mir zuraunte. Nun, da ich vor einigen Jahren hier noch lokbespannte Reisezüge mit 204, 219 und sogar 228 erlebt habe, nahm ich von diesen Triebwagen nur am Rande Notiz. Immer wieder ging uns beim Warten auf eine "Dicke" so ein Gefährt ins Netz - und heute, 16 Jahre später, ist man froh, wenigstens eine Handvoll von diesen Triebwagen in der Sammlung zu haben. Inzwischen ist in dieser Gegend die EB mit ihren Regioschütteln unterwegs, und die Walfische werden in meinen Augen immer dorthin durchgereicht, wo die DB wieder eine Ausschreibung gewonnen hat. Ja, man muss sie mögen...;-)
Jedenfalls bin ich heute über den damaligen Beifang in Form des 641 027 nicht unfroh, wie er am Morgen des 06.09.05 als RB 16863 nach Blankenstein den Berg hinter Wurzbach hochbrummt. Unterlemnitz ist gleich erreicht, und das eigentliche Objekt der Begierde wird gleich folgen und ein akustisches Spektakel entfachen das seinesgleichen sucht...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 06.09.2005 Ort: Heinersdorf [info] Land: Thüringen
BR: 641 (Alstom Coradia A TER / Walfisch) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Unterhalb der Burg Schadeck
geschrieben von: Leon (660) am: 22.01.21, 18:40
Die Burg Schadeck, gegenüber der Burg und dem gleichnamigen Ort Runkel gelegen, wurde in der Galerie bereits häufig als Hintergrund gezeigt. Ob von der schmucken Steinbogenbrücke oder direkt vom Lahnufer. Nun, das 640. Bild steht an, und ich möchte an einen nicht nur wettermäßig grandiosen Tag vor nunmehr schon fast drei Jahren erinnern: der 24.02.18 war ein eiskalter, aber extrem sonniger und klarer Wintertag - wie gewohnt, ohne Schnee. Es ging an diesem Tag ins Lahntal, in welchem ich das letzte Mal davor im Februar 1988 gewesen bin - noch für Schienenbusse und 216 vor Silberlingen. Nunmehr hat sich der Fahrzeugeinsatz etwas verjüngt, es verkehren Triebwagen, die ich vorher noch nie fotografiert hatte: Baureihe 640 und 643...Tauchen im Brandenburgischen oder in der Hauptstadt nicht wirklich auf. Ein Tag, an dem ich mich von Motiv zu Motiv treiben ließ und erstmals -abgesehen von bislang als hässlich empfundenen Triebwagen der Baureihe 648 im Harzvorland- einen gewissen Bezug zu dieser neuen Triebwagengeneration entwickelt habe. Nun ist das Lahnufer in Runkel so ein richtiges Motiv-Highlight für die -mit Verlaub: faulen Säcke unter uns: man kam, sah, parkte - und knipste...;-) Einfach genial! Ein Genuss, sich einfach ans Ufer zu stellen, Burg im Hintergrund, und warten, was so kommt. Nicht umsonst sind bereits fast zwei Dutzend Bilder aus der Ecke in die Galerie gewandert. Was bislang fehlt, ist dieser Blick auf die Burg Schadeck. Unterhalb von ihr rauscht ein 640-Gespann Richtung Limburg. Und der Tag sollte dankenswerter Weise noch zahllose weitere Motive mit sich bringen - dicke Jacke, Mütze und Handschuhe vorausgesetzt...;-)

Datum: 24.02.2018 Ort: Runkel [info] Land: Hessen
BR: 640 (LHB/Alstom LINT 27) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Über den Riedlachergraben
geschrieben von: Leon (660) am: 20.01.21, 20:07
Kommen wir noch einmal zur Kanonenbahn zurück. Zum Ende des Personenverkehrs auf dem Abschnitt zwischen Güsten und Wiesenburg wurden Triebwagen der Baureihe 628 eingesetzt, welche in der Relation Magdeburg-Belzig unterwegs waren und die Verbindungskurve zwischen der Strecke von Schönebeck Richtung Halle und der Kanonenbahn zwischen Calbe und Barby befuhren. Der hier angebotene 2-Stunden-Takt, verbunden mit ungünstigen Umsteigemöglichkeiten, brachte nicht wirklich eine Wende im Rückgang des Verkehrsgeschehens auf der Kanonenbahn. Wie die Geschichte ausgegangen ist, wurde bereits an anderer Stelle beschrieben.
Das Ende der Schneeschmelze hat Spuren hinterlassen auf dem Acker bei Flötz, als am Nachmittag des 09.02.2003 ein 628 die Brücke über den Riedlachergraben befährt. Er ist als RB 36584 nach Belzig unterwegs und wird bald Güterglück erreichen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 09.02.2003 Ort: Flötz [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Damals auf der Kyffhäuserbahn
geschrieben von: Leon (660) am: 18.01.21, 22:01
Derzeit ist die Strecke von Nordhausen über Sondershausen nach Erfurt in der Galerie en vogue, nicht zuletzt wegen ihrer bevorstehenden Modernisierung. Fast vergessen ist hingegen die in Sondershausen abzweigende Kyffhäuserbahn nach Bretleben, die diese Strecke mit der Hauptbahn von Sangerhausen nach Erfurt verbunden hat. Die Kyffhäuserbahn verlief zunächst entlang der Wipper -nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Fluss in Sachsen-Anhalt, der aber bei Bernburg in die Saale fließt- und dann hinter Göllingen und Bad Frankenhausen unterhalb des Kyffhäusers, um im Unstruttal Bretleben an der Strecke von Sangerhausen nach Erfurt zu erreichen. Seit dem Fahrplanwechsel 2006/07 ist hier der Schienenverkehr Geschichte, und auf dem westlichen Teil der Trasse wurde zwischen Sondershausen und Bad Frankenhausen ein Radweg angelegt.
Im Frühjahr 1997 war der Personenverkehr auf der Kyffhäuserbahn noch fest in der Hand der Nordhäuser Ferkeltaxen. Da Nordhausen damals noch einen recht hohen Bestand an roten Taxen hatte, lohnte sich ein Besuch fast immer, denn eine der beiden pendelnden Garnituren wurde fast immer aus einem roten Exemplar gebildet. Und somit sehen wir hier, wie der bestens gepflegte 772 111 mit seinem passenden Steuerwagen am Vormittag des 02.03.1997 den Bahnhof von Rottleben erreicht, um nach kurzem Halt als RB 14555 nach Bretleben weiter zu fahren.
Heute sucht man nicht nur die Strecke und die Taxe, sondern auch das Bahnhofsgebäude vergeblich...

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 02.03.1997 Ort: Rottleben [info] Land: Thüringen
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Ausfahrt Kleinfurra
geschrieben von: Leon (660) am: 17.01.21, 22:16
Man könnte meinen, dass bei der derzeitigen Dichte an Aufnahmen der neuerdings "ENO" genannten Strecke von Erfurt nach Nordhausen eigentlich jeder Kilometer abfotografiert sein müsste. Denkste..;-) Die Strecke besticht durch ihre noch manuelle Infrastruktur in Form von reichlich vorhandenen Formsignalen, Stellwerken und Kurbelschranken, und ich wollte es eigentlich nicht glauben, aber nachdem nun jeder Blickwinkel auf die herrlichen Bahnhofsruinen von Hohenebra sowie jeder Förderturm bei Sondershausen seinen verdienten Weg in die Galerie gefunden hat und auch das bekannte Spiegelei von Wasserthaleben verewigt wurde, gibt es dennoch einen Unbekannten in der Galerie - den Bahnhof Kleinfurra, noch ausgestattet mit Formsignalen und Stellwerken an beiden Bahnhofsenden.
Am 19.09.20 war im Thüringer Becken ein größerer Fotografenauflauf zu verzeichnen, da auf der Pfefferminzbahn eine Ludmilla mit einer Städteexpressgarnitur eingesetzt wurde. Dieser Zug wurde hier bereits mehrfach gezeigt, und der Tag wurde reichlich garniert mit den "Zäpfchen" der Baureihe 642, die zwischen Nordhausen und Erfurt verkehren. Während uns am Vormittag ein übles Schlonzfeld belästigt hat, war der Himmel zum Nachmittag und Abend nahezu wolkenlos - und man hatte auf dem Heimweg irgendwie noch Böcke, irgendwas weiteres fotografisch einzufangen; man wollte einfach noch nicht nach Hause. Da fiel die Wahl auf den Bahnhof von Kleinfurra. Wir positionierten uns an dessen Westausfahrt und sehen hiermit einen 642, wie er auf seinem abendlichen Weg nach Nordhausen soeben die beiden Formsignale passiert. Ein ereignisreicher und ergiebiger Fototag ging danach zu Ende und hinterließ mehrere sehr zufriedene Gesichter...;-)

Erneute Einstellung - Bild dunkler gemacht und auf 17.30 Uhr getrimmt.

Datum: 19.09.2020 Ort: Kleinfurra [info] Land: Thüringen
BR: 642 (Siemens Desiro Classic) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Jamlitz
geschrieben von: Leon (660) am: 16.01.21, 16:01
Vor einiger Zeit hatte ich in der Galerie die Strecken der Niederlausitz vorgestellt. Besonderes Augenmerk fiel hierbei auf eine recht unbekannte Strecke von Grunow nach Cottbus, welche auch bereits seit über 20 Jahren stillgelegt ist und inzwischen auch abgebaut wurde. Sie verlief weitgehend in Nord-Süd-Richtung durch endlose Wälder, teilweise gesäumt von herrlichen Doppeltelegrafenmasten.
Der in meinen Augen interessanteste Bahnhof der Strecke steht in Jamlitz. Seine Bedeutung findet er u.a. als östlichster Verknüpfungspunkt zur schmalspurigen Spreewaldbahn. Bis zum Ende des Betriebes der Schmalspurbahn hieß der Bahnhof Lieberose, nach der etwa 5 km in westliche Richtung entfernten Kleinstadt. Erst danach ändert sich sein Name in Jamlitz. Weitere Bedeutung erlangte der Bahnhof als Militärbahnhof sowie in Verbindung mit einem sehr dunklen Kapitel deutscher Geschichte während des 2. Weltkrieges.
Die Bedeutung des Bahnhofes konnte man in den 90er Jahren noch ermessen: wir sehen ein repräsentatives Bahnhofsgebäude mit Wasserturm, Wasserkränen, ferner mit Formsignalen und Stellwerken ausgestattet. Am Vormittag des 05.03.95 kommt hier die 202 207 mit ihrem N 5507 nach Cottbus zum Stehen.
Das Bahnhofsensemble mit allen noch vorhandenen Gebäuden und Anlagen steht unter Denkmalschutz. Nur die Trasse wurde inzwischen wieder von der Natur zurückerobert.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 05.03.1995 Ort: Jamlitz [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Mittagspause in Klostermansfeld
geschrieben von: Leon (660) am: 12.01.21, 19:44
Auf dem Abschnitt der "Kanonenbahn" von Berlin bis nach Blankenheim wurden seinerzeit die Bahnhofsgebäude mit einheitlichen Grundrissen und Bauausführungen konzipiert. Es gab den "ländlichen Stil", welcher sich beispielsweise bei den Bahnhofsgebäuden von Wiesenburg, Brück und Lindau (bei Zerbst) wiederfindet, und es gab den "städtischen Stil", welcher bei den etwas größeren und bedeutenderen Bahnhöfen Anwendung gefunden hat - mit dem Ergebnis, dass sich die Bahnhofsgebäude von Bad Belzig, Hettstedt, Barby und Klostermansfeld bis heute sehr ähneln. Letztgenannter Bahnhof war Ausgangspunkt der Züge der Wipperliese, welche vor der Privatisierung noch von Ferkeltaxen der Baureihen 771 und 772 gebildet wurden. Am Nachmittag des 11.03.1997 steht der Solo-772 101 als RB 8839 in Klostermansfeld zur Abfahrt nach Wippra bereit. Noch ist es ein wenig Zeit bis zur Abfahrt; weder Reisende noch Personal sind zu sehen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 11.03.1997 Ort: Klostermansfeld [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Am Weserufer in Höxter
geschrieben von: Leon (660) am: 11.01.21, 17:32
Das Motiv mit der Kulisse von Höxter und der Weser im Vordergrund ist bereits mit zeitgemäßen Schienenfahrzeugen in der Galerie vertreten. Als Vergleich biete ich hiermit ein Bild vom letzten Tag vor dem Sommerfahrplanwechsel 1989 an. Es hat sich seitdem nicht allzu viel verändert, nur, dass mittlerweile neue Bäume am Ufer gepflanzt worden sind - wenn man die Dicke der Stämme vergleicht. [www.drehscheibe-online.de] Im Mai 1989 führten zahlreiche Touren in das Weserbergland und in den Harz, aber in erster Linie, um das nahe Ende der dort noch eingesetzten "Akkus" der Baureihe 515 einzufangen. Hierbei sind diverse weitere Fotos der dort noch eingesetzten Triebwagen der Baureihen 614 und 624/634 sowie der Baureihen 212 und 216 entstanden. Der 27.05.89 begann mit Fotos am Weserufer von Höxter, einem motivlichen "must have" in dieser Region. Wir sehen eine derartige Garnitur, wie sie als Eilzug von Ottbergen über Holzminden nach Kreiensen unterwegs ist.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 27.05.1989 Ort: Höxter [info] Land: Nordrhein-Westfalen
BR: 624,634 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Die Amis kommen !
geschrieben von: Leon (660) am: 08.01.21, 17:01
Das 633. Bild verlangt ein ganz besonderes Fahrzeug. Nein, nicht einen Vorkriegstriebwagen der Baureihe VT 33, auch keinen dreiteiligen Pesa Link, sondern einen VT 633.8…bislang ein Unbekannter in der Galerie.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich als Stippi oft meine Nachmittage auf dem Bahnhof von Berlin-Wannsee verbracht habe. Und im Raum der Bahnsteigaufsicht auf dem Fernbahnsteig hing eine Kreidetafel, auf der regelmäßig alle zusätzlich eingelegten Züge vermerkt wurden. Diese Tafel war von außen gut lesbar, und wenn ich vor Ort war, ging der Blick zuerst immer dorthin, um anschließend zu erspähen, was denn so besonderes im Anrollen war. Hin und wieder begegnete mir dann ein sonderlicher Dieseltriebwagen in königsblau/creme, der mich mit seiner geschwungenen Linienführung angrinste und am weitesten noch mit einem Akkutriebwagen der Baureihe 515 vergleichbar war. Aber an der Seite stand VT 633 drauf. Ich habe einige Zeit gebraucht, um herauszufinden, was es damit auf sich hatte – und fotografiert habe ich ihn damals nie, erst viel später…
Hintergrund ist folgender: die US Army beschaffte in den 50er Jahren drei Triebwagen der Baureihe VT 33.8, welche später im Nummernplan die Nummern 633 801 bis 803 erhalten sollten. Sie gehörten nie zur DB, wurden aber von ihr unterhalten. Gebaut von der DWM, hat sich ihr Aussehen farblich später verändert und wurde in weinrot/creme angepasst, parallel zum größeren Bruder der Baureihe 608.8. (sic: [www.drehscheibe-online.de] ) Der Einsatz der Triebwagen erfolgt zwischen den Standorten der US Army, also auch nach Berlin Lichterfelde West. Beheimatet waren sie in Heidelberg.
Bis November 1990 wurden alle drei Triebwagen ausgemustert und an verschiedene Eigentümer in Deutschland, Belgien und Italien verkauft. Der VT 633 801 soll in Belgien noch erhalten sein.
Wir sehen hier den VT 633 803, wie er in seinem dem VT 08 angepassten Outfit am matschig-warmen Nachmittag des 05.06.1988 in Berlin Lichterfelde West bereit gestellt wird.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 08.01.21, 17:03

Datum: 05.06.1988 Ort: Berlin Lichterfelde West [info] Land: Berlin
BR: 6XDE (sonstige deutsche Verbrennungstriebwagen) Fahrzeugeinsteller: US Army
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Die Fördertürme von Großfurra
geschrieben von: Leon (660) am: 07.01.21, 16:51
Vor kurzem wurde in der Galerie auf die bevorstehende Umstellung der Strecke von Nordhausen nach Erfurt auf ESTW-Technik hingewiesen, und da die Strecke noch über diverse Betriebsstellen mit mechanischer Sicherungstechnik verfügt, kann ein Besuch nur dringendst empfohlen werden. Einige Bilder vom aktuellen Betriebszustand der Strecke sind ja in jüngster Zeit desöfteren zu sehen gewesen, insbesondere aus dem Wippertal kurz vor Sondershausen.
Auf dieser Aufnahme von Vinne [www.drehscheibe-online.de] ist im Hintergrund ein inzwischen modernisiertes Bergwerk zu sehen, welches als "Schacht 5" bezeichnet wird. Wie der Zustand dieses Bergwerkes vor 25 Jahren aussah, zeigt dieses Bild: entstanden als klassischer Beifang beim Warten auf eine baldige Vorbeifahrt einer Babelsberger "Dicken". Wir sehen den 628 585 als RB 6620 auf seinem Weg nach Nordhausen, wie er den Schacht "Glückauf" passiert. Der Förderturm ist in Vinnes Bild hinter den Silos auszumachen. 1995 sah die Szenerie eher nach Abbruch aus als nach Modernisierung...
Das Formsignal muss seine Position im Laufe der Jahre ebenfalls etwas in Richtung Sondershausen gewechselt haben.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 07.01.21, 16:55

Datum: 03.05.1995 Ort: Großfurra [info] Land: Thüringen
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Am Kalischacht von Großfurra
geschrieben von: Leon (660) am: 05.01.21, 16:37
In letzter Zeit sind ja einige interessante Bilder von der KBS 601 Nordhausen-Erfurt in die Galerie gewandert. Unabhängig von der bevorstehenden Umstellung auf ESTW-Technik wurde jüngst häufig auf den Abschnitt westlich von Sondershausen hingewiesen. Dieser Abschnitt zeugt bis heute noch vom Kaliabbau, wobei die Anzahl der Schächte in den letzten Jahrzehnten gesunken ist.
Mitte der 90er Jahre gab es unweit des Haltepunktes von Großfurra noch mehrere Schächte, von denen sich dieser hier recht gut mit der Wipper im Vordergrund ablichten ließ. Dieses Motiv wurde von mir damals recht häufig angesteuert, da sowohl Ferkeltaxen als auch Babelsberger "Dicke" daran vorbeizogen. Nicht nur, dass das Bw Nordhausen noch über mehrere Blutblasen verfügte, sondern auch dem Umstand geschuldet, dass im Umlaufplan der "Dicken" werktags in den Nachmittagsstunden eine Leistung von Nordhausen nach Sondershausen und zurück enthalten war. Furore hat ja der Einsatz der formschönen Loks vor den Eilzügen von Nordhausen bis nach Altenbeken gemacht, aber diese Füllleistung hatten damals nur wenige Fotografen auf dem Schirm.
Am 03.05.95 führte eine Tagestour in den Südharz , welche sich in erster Linie mit den Babelsbergerinnen beschäftigen sollte, wobei der Beifang in Form von Triebwagen der Baureihen 614 und 628 sehr umfangreich war. Nachmittags stand dann der N 6626 von Sondershausen nach Nordhausen auf dem Programm - mit einer -wie immer- makellos sauberen 228 des Bw Nordhausen und einem einzigen modernisierten Halberstädter.
Ich kann mich noch gut an die Zirkelei erinnern, diesen Zug genau in der Lücke zu "treffen". Der Zentralverschluss der Knipse und der viel zu langsame "Winder" verlangten die Konzentration auf ein Bild, und das musste sitzen. Oft genug sorgte eine minimale Auslöseverzögerung für weniger ansprechende Erfolge...Herausforderungen, die man heute überhaupt nicht mehr kennt...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 03.05.1995 Ort: Großfurra [info] Land: Thüringen
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Der Signalausleger von Berlin-Charlottenburg
geschrieben von: Leon (660) am: 04.01.21, 21:43
Berlin-Charlottenburg vor 30 Jahren: ein Bahnhof in Berlin für verschiedene Zwecke. Im Hintergrund sind die beiden Bahnsteige für die S-Bahn zu erkennen. Der Fotograf steht auf einem Bahnsteig, an dem seinerzeit außer den Zügen für die britischen Alliierten kein Zug hielt. In der Mitte sehen wir den Bahnsteig für den Nahverkehr, das Wort "Regionalbahn" gab es 1991 noch nicht. Die Wende ist noch nicht lange her, und man hat zunächst mit Ferkeltaxen, ab Sommer 1991 dann mit Wendezügen einen Vorortverkehr von Charlottenburg über Spandau nach Nauen eingerichtet. Zum Einsatz kamen Babelsberger "Dicke" in beiden Varianten: sowohl in der sechsachsigen als auch in der vierachsigen Version. Selbst die ehemaligen Regierungszugloks 118 548, 550 und 552 waren vor diesen Zügen zu sehen. Anfangs noch wie aus dem Ei gepellt, zeigten sich nach einiger Zeit selbst hier die ersten Gebrauchsspuren. Nicht minder interessant waren die Wagengarnituren: eingesetzt wurden sowohl die fünfteiligen Gliederzüge mit diesem besonderen Zwischenteil über dem Einstieg als auch vierteilige Doppelstockeinheiten mit schräger wie steiler Dachfront. Wir sehen hier am Nachmittag des 31.08.1991, wie die ex-Regierungszuglok 118 552 mit einem Gliederzug den Bahnhof von Charlottenburg verlässt und soeben den bekannten Signalausleger passiert. Wer genau hinsieht, erkennt am anderen Bahnsteigende das Stellwerk "Cho" sowie weitere Formsignale.
Der Bahnhof Charlottenburg ist heute ein moderner Regionalbahnhof. Seine S-Bahnsteige sind etwas in Richtung Wilmersdorfer Straße verlegt worden, um einen kürzeren Umsteigeweg zur U-Bahn zu erhalten.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 31.08.1991 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Damals in Ardez
geschrieben von: Leon (660) am: 03.01.21, 18:00
Machen wir einen Ausflug zur RhB in das Jahr 1994. Von den Strecken im Bündnerland sind ja in letzter Zeit einige interessante Bilder in der Galerie zu sehen gewesen, und da dachte ich mir: mach doch mal die Mottenkiste vom Herbst 1994 auf...;-) Ich war damals auf Einladung einiger süddeutscher Eisenbahnfreunde für eine Woche mit in die Schweiz gepilgert - in ein Land, in welchem ich davor nur selten war und danach seltsamerweise nie wieder. Trotz der grandiosen Landschaft ist kein Funke übergesprungen, im Gegensatz zu Österreich, wo es mich in den 80er und 90er Jahren häufig hinzog.
Ziel der Tour waren die damals noch im Planeinsatz befindlichen Krokodile der Baureihe Ge 6/6 I, welche u.a. von Samedan aus in verschiedene Richtungen mit Güterzügen bzw. echten "GmP´s" unterwegs waren. In erster Linie waren wir hinter den beiden Zügen her, die über den Albula-Pass sowie im Inntal unterwegs waren. Bis dato kannte ich nach dem Ende der Altbau-Elloks in Deutschland Loks mit Stangenantrieb nur in Form einiger österreichischer Reihen, und es war ein optischer wie akustischer Genuss, diesen kleinen rhätischen Maschinen bei der Arbeit zuzusehen und -zuhören.
An den Nachmittag des 04.10.94 kann ich mich noch gut erinnern. Nicht, weil wir auf Kroko-Jagd waren wie an den anderen Tagen auch, aber weil wir in Ardez auf diesem kleinen Hügel, von dem das Bild entstand, etwa eine Stunde auf die Abfahrt der Fuhre gewartet haben. In dieser Zeit kamen ständig Quellwolken bedrohlich in die Nähe der Sonne, und -Pessimist, der ich bin- ich habe ständig den Blick zwischen Strecke und Sonne hin und her gerichtet wie beim Tennis und heraufbeschworen, dass die Stelle in die Hose geht. Die Fotofreunde müssen mit mir wahnsinnig geworden sein - oder ich mit ihnen, denn sie ließen sich so überhaupt nicht aus der Ruhe bringen in der Gewissheit, dass das Bild klappt. Nun, die Wolken kamen alle Nasenlang an - und lösten sich vor der Sonne wieder auf. Seltsame Thermik in dem Tal. Der Zug hat dann wider meiner Erwartung geklappt, und ich durfte mir für den Rest des Nachmittages bei jedem Motiv, was noch eingesammelt wurde, anhören, warum ich so´n Theater gemacht habe...Die Nummer ist unter uns bis heute ein running gag. Wird Zeit, dass das Bild mal die Öffentlichkeit findet...;-)
Die Stelle ist aus dem Jahr 2017 bereits in der Galerie. Viel Spaß beim Vergleichen...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia, nutzergerecht gekürzt...;-)

Zuletzt bearbeitet am 03.01.21, 18:02

Datum: 04.10.1994 Ort: Ardez [info] Land: Europa: Schweiz
BR: CH-Ge 6/6 I Fahrzeugeinsteller: RhB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Formsignalballett Pocking
geschrieben von: Leon (660) am: 01.01.21, 23:31
Kehren wir für ein zünftiges 628-Bild noch einmal zu unserem Sommerurlaubsort bei Pocking in Niederbayern zurück. Von diesem Urlaub sind ja bereits einige Aufnahmen in die Galerie gewandert, und an dem herrlichen Ensemble des Bahnhofs Pocking, bestehend aus typisch bayerischem Bahnhofsgebäude, Formsignalen und Weichenspannwerken kann man sich so herrlich satt sehen. Fotos waren hier insbesondere am frühen Morgen und am späten Abend möglich. Diverse morgendliche Touren zum Bäcker wurden hier ausgiebig verlängert, aber der Rest der Familie wollte einfach ausschlafen, also brauchte man kein schlechtes Gewissen haben, wenn man gegen 05.30 Uhr die Ferienwohnung verließ und gegen 10 Uhr zurückkam - rechtzeitig vor dem Einsetzen des Hochlichtes..;-)

Da der Streckenabschnitt westlich von Pocking wegen Bauarbeiten für fast alle Züge gesperrt war, waren an Sonntagen immer zwei Garnituren in Pocking zu sehen, um die Regionalzüge nach Passau abdecken zu können. Während im Hintergrund der 628 618 noch seine Sonntagsruhe genießt, hat sich der 628 432 auf den Weg in die Drei-Flüsse-Stadt gemacht. Kurz zuvor klapperten zwei Flügel ins Hp2 und sorgten für eine kurze, typische Geräuschkulisse an dem ansonsten völlig ruhigen Sonntagmorgen.

Das Motiv ist in ähnlicher Form bereits mit einer 218 in der Galerie vertreten, aber die Zeit der lokbespannten Züge ist im Rottal schon lange vorbei - und Telegrafenmasten stehen dort leider auch nicht mehr.


Datum: 05.07.2020 Ort: Pocking [info] Land: Bayern
BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 0 Punkte

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Nach Sonnenuntergang in Wittlensweiler
geschrieben von: Leon (660) am: 31.12.20, 16:15
Ende März 1994 führte uns eine mehrtätgige Fototur in den Schwarzwald. Ziel war in erster Linie der Schienenbusverkehr im Renchtal, aber auch Bilder von weiteren Dieseltriebwagen im Kinzigtal sowie auf der oberen Gäubahn. Jede Menge Beifang ging ins Netz, denn insbesondere die Schienenbusse wollten wir auch im Raum Tübingen sowie auf der Schwarzwaldbahn "einfangen". Meist begannen und endeten die Tage jedoch in Wittlensweiler. Hier eignete sich das Ettenbachviadukt hervorragend für Aufnahmen von den dort noch eingesetzten 627, weil sie auf diesem Viadukt nicht ganz so verloren aussahen wie auf den anderen beiden Brücken zwischen Dornstetten und Freudenstadt.
Zum Sonnenuntergang des 17.03.94 sollte zunächst eine Schienenbusgarnitur als E 3085 über das Viadukt brummen, aber im allerletzten Licht gelang noch die Aufnahme der Silhouette eines 627 als N 6134.
Mit dieser Aufnahme wünsche ich allen DSO-Usern sowie den Kollegen aus dem AWT einen guten Rutsch! Kommt gut ´rüber - und bleibt "negativ"..;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia, stark gekürzt...;-)

Datum: 27.03.1994 Ort: Wittlensweiler [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 627 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Eine Bügelfalte durcheilt Wiesenburg
geschrieben von: Leon (660) am: 28.12.20, 17:08
Bleiben wir noch einen Moment auf der "Kanonenbahn". Die Strecke von Berlin nach Blankenheim bestach in den 90er Jahren motivlich nicht nur durch ihre zahlreichen Blockstellen, sondern auch durch ihre Bahnhofsgebäude. Insbesondere der brandenburgische Abschnitt von Berlin-Wannsee über Drewitz und Belzig bis nach Wiesenburg (Mark) war in den 90er Jahren Ziel häufiger Fototouren. Allein mit der Ansicht der Burg Eisenhardt in Belzig ließen sich mehrere, teils völlig unterschiedliche Fotos in der Galerie unterbringen. Den sehenswerten Bahnhof von Wiesenburg habe ich hingegen seltsamer Weise nur ein einziges Mal besucht - und er ist bislang auch in dieser Form noch nicht in der Galerie vertreten.
Kurz hinter Wiesenburg trennt sich die Kanonenbahn von der Strecke Richtung Roßlau, welche in einer recht engen Kurve nach Süden abknickt und bei Jeber-Bergfrieden noch weitere Motive aufweist. Seit dem 31.05.1992 ist die Strecke von Roßlau über Wiesenburg und Belzig bis Seddin elektrisch befahrbar, ab Sommer 1993 auch bis Berlin Zoologischer Garten. Trotzdem sollte es bis zum 17.09.1995 dauern, bevor ich im Fläming die erste Elektrolok aufnehmen sollte. Der Tag wurde nicht umsonst gewählt; es war ein Sonntag. Und sonntags fuhr in einigen Fahrplanperioden bis Ende der 90er Jahre ein fotogener Autoreisezug ab Berlin-Wannsee nach Bologna, Siofok und Koper. Dieser Zug verließ Berlin-Wannsee in den frühen Nachmittagsstunden und kam zu fotogener Zeit durch den Fläming, planmäßig bespannt mit einer 110. Und somit sehen wir hier den D 13317/13387/13787, wie er mit seiner illustren Garnitur aus Schlaf- und Liegewagen plus DDm, gezogen von der 110 325, am Betrachter in Wiesenburg vorbeizieht und gleich in südliche Richtung abknicken wird.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 29.12.20, 11:19

Datum: 17.09.1995 Ort: Wiesenburg Mark [info] Land: Brandenburg
BR: 110,112,113,114 (West-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Blockstelle Rathmannsdorf
geschrieben von: Leon (660) am: 27.12.20, 15:05
Im DSO-HiFo ist jüngst ein sehr interessanter Reisebericht über eine Zugrunde durch Sachsen-Anhalt erschienen. Diesen Bericht nehme ich mal in Bezug auf die Kanonenbahn volley, mit einem Ausflug zur Kanonenbahn. Bereits im Bild aus Belzig mit der Wumme vor der Burg Eisenhardt wurde über die "Kanonenbahn" von Berlin nach Sangerhausen berichtet, welche früher bis Metz geführt hat. Inzwischen sind Teile von ihr im deutschen Streckennetz völlig verschwunden, wie z.B. der Abschnitt von Wiesenburg über Güterglück bis Güsten. Eigentlich muss man es sich im negativen Sinne auf der Zunge zergehen lassen: eine teilweise zweigleisige Hauptstrecke wurde Anfang der 90er Jahre zwischen Güterglück und Wiesenburg noch schnell elektrifiziert, um u.a. den ICE-Verkehr in die Hauptstadt aufzunehmen und präsentiert sich heute als Brachfläche, auf welcher inzwischen die ersten Bäume wachsen. [www.drehscheibe-online.de]
Der o.g. Reisebericht enthält ein Bild aus dem Bahnhof von Rathmannsdorf, oberhalb von Staßfurt gelegen, zwischen Calbe und Güsten gelegen. An der Bahnhofseinfahrt befand sich die Blockstelle Rathmannsdorf. Nicht nur der Verfasser des Reiseberichtes hat eine Affinität zu Blockstellen, sondern auch die Kanonenbahn verfügte über zahlreiche Blockstellen, wie z.B. den Block Reetz [www.drehscheibe-online.de] , den Block Flötz sowie weitere Blockstellen hinter Güsten - und auch den Block Rathmannsdorf. Anfang Februar 1997 führte eine Fototour nach Sachsen-Anhalt, und wir stehen an der Blockstelle und erwarten die Einfahrt der RB 5626 - wie auch im Reisebericht gezeigt, bestanden die Züge auf der damaligen KBS 258 aus einer V 100 und einem langen "Halberstädter", inzwischen in den seinerzeit neuen Produktfarben.
Die Blockstelle ist als Gebäude heute noch über Google Earth auszumachen, und auch die Trasse ist noch erkennbar. Unsere V 100 wird bald Güsten erreicht haben, aber ab dem Jahr 1998 war der Personenverkehr auf diesem Abschnitt der Kanonenbahn Geschichte.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 27.12.20, 15:09

Datum: 08.02.1997 Ort: Rathmannsdorf [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Weihnachten am Mittellandkanal
geschrieben von: Leon (660) am: 24.12.20, 12:40
Weihnachten anno 1996. Ein eiskaltes, sonniges Winterhoch sollte tagelang über Norddeutschland stehen. Dazu ein paar Krümel Schnee. Am 24.12. ging es vor der mittäglichen Weihnachtsgans noch einmal an die Strecke. Ziel war der Regionalverkehr zwischen Osnabrück und Bramsche, welchen sich lokbespannte Züge mit Oldenburger 216 und Osnabrücker 624 teilten. Nun, wir haben heute den 24.12. und es steht das 624. Bild an..;-)
Wir stehen am Ufer des zugefrorenen Mittellandkanals und warten an der Brücke bei Bramsche auf einen Regionalzug in nördliche Richtung. Das typische Brummen kündigt einen 624 aus Richtung Osnabrück an. Mit kurzem Gepolter rauscht der Triebzug in respektabelem Tempo als RB 7335 über die Brücke; nächster Halt ist Bramsche.

Zur Bildmanipulation: die damals eingesetzte 6x6-Knipse aus dem Hause Rollei verfügte über einen Zentralverschluss, mit dem etwas lästigen Übel, dass beim Auslösen trotz höchster Konzentration ein minimaler Zeitverzug vorhanden war- der in diesem Fall für eine äußert unglückliche Auslösung sorgte. Daher musste die Konstruktion der senkrechten Streben der Situation digital etwas angepasst werden. Die Brücke hielt der Belastung dennoch stand...;-) Fröhliche Weihnachten!

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 24.12.1996 Ort: Bramsche [info] Land: Niedersachsen
BR: 624,634 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Eine "Dicke" auf dem Putzkauer Viadukt
geschrieben von: Leon (660) am: 23.12.20, 23:01
Babelsberger "Dicke" waren früher auf der Strecke von Dresden nach Zittau an der Tagesordnung. Das Putzkauer Viadukt, kurz hinter Bischofswerda gelegen, war immer ein willkommenes Fotoobjekt [www.drehscheibe-online.de], wobei man zugeben muss, dass Aufnahmen von Eilzügen mit der Baureihe 118 vor der Wende immer den klassischen Beifang zum Nahgüterzug mit Zittauer 52.80 dargestellt haben. Umso dankbarer ist man, wenn man aus heutiger Sicht damals nicht nur auf die Dampftraktion draufgehalten hat, denn heute ist man oft erstaunt, was damals nicht nur an Lokomotiven, sondern auch an Garnituren so alles nebenbei ins Netz ging.
Am 21.07.94 war die Dampftraktion lange beendet, und auch die Baureihe 118 -jetzt 228- war in der Oberlausitz nur noch sporadisch anzutreffen. An diesem Tag war jedoch im Plan der sonst vor den Reisezügen zwischen Dresden und Zittau eingesetzten U-Boote die 228 683 eingesetzt. Wir sehen sie hier am Nachmittag mit dem N 5446 Richtung Dresden, wie sie das Putzkauer Viadukt in die andere Richtung überquert. Wer weiß, wer damals in der "Hundehütte" gewohnt hat...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 21.07.1994 Ort: Putzkau [info] Land: Sachsen
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Driving home for Christmas
geschrieben von: Leon (660) am: 22.12.20, 15:28
Traditionell finden in der Vorweihnachtszeit auf vielen Museumsbahnen in Deutschland die beliebten Adventsfahrten statt. So auch auf den Tag genau vor 24 Jahren auf der Strecke des DEV von Bruchhausen-Vilsen nach Asendorf. Bis heute dürfte das Weihnachtsfest im Jahr 1996 zu den sonnigsten Festen in dieser sonst trüben Jahreszeit gewesen sein, an das ich mich erinnern kann. Tagelang war strahlend blauer Himmel, aber klirrende Kälte! Eigentlich ideales Wetter für Stimmungsaufnahmen mit der Dampftraktion. Und so ging es damals am 4. Advent zum DEV, nicht weit weg vom Weihnachtsdomizil eines früheren Lebensabschnittes. Im Einsatz waren an dem Tag eine Dampflok namens "Hermann" sowie diese kuriose Kastenlok namens "Plettenberg". Wir sehen hier diese Lok, wie sie die letzte Adventsfuhre dieses Tages hinter Asendorf zurück nach Bruchhausen-Vilsen zieht.

So, nun lehnt euch zurück, denkt vielleicht an den gleichnamigen Song von Chris Rea, der mit seiner Stimme immer noch jede Konzerthalle in ein Wohnzimmer verwandeln kann, und habt ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest im Kreis eurer Lieben und Verwandten ! :-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 22.12.1996 Ort: Asendorf [info] Land: Niedersachsen
BR: 099 (Schmalspur ab 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: DEV
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Schirgiswalde von gegenüber
geschrieben von: Leon (660) am: 21.12.20, 17:09
Schirgiswalde-Kirschau..ein Ort, den vielleicht die etwas älteren unter uns mit den Einsätzen der Zittauer 52.80 vor ihren Nahgüterzügen zwischen Bischofswerda und Zittau verbinden. Der Bringer war hier ein Viadukt oberhalb der Ortslage mit einer repräsentativen Kirche dahinter. Im Rahmen einer Plandampfveranstaltung wurde dieses Motiv nachgestellt und hat seinen Einzug in die Galerie erhalten (vgl. [www.drehscheibe-online.de] ). Ebenfalls sehr interessant ist ein Bild aus dem Jahr 2012, welches den Regionalverkehr mit einem Triebwagen zeigt: [www.drehscheibe-online.de].
Relativ unbekannt war jedoch der Blick von der gegenüber liegenden Seite des Dorfes. Zwei Tagestouren führten mich im Sommer 1994 in die Oberlausitz. Ziel war es, den damaligen Alltag an dieselbespannten Zügen im Dreieck Bischofswerda - Löbau - Zittau zu erleben. Vor den Personenzügen dominierte die V 100, Eilzüge wurden mit U-Booten und vereinzelt noch mit 228 bespannt. Im Güterverkehr waren Ludmillen und U-Boote zu erlegen, und eine Dresdener Wumme war ebenfalls mit von der Partie. Die Wagengarnituren der Reisezüge bestanden aus allem, was zu damaligen Zeit im Programm war. Hier sehen wir eine 219, wie sie ihren N 5433 Richtung Zittau zieht. Am Haken zwei Bom´s, ein Halberstädter und ein BDghwe-Halbgepäckwagen. Klassischer Alltag der frühen 90er Jahre...

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 21.07.1994 Ort: Schirgiswalde [info] Land: Sachsen
BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Potsdam Stadt
geschrieben von: Leon (660) am: 20.12.20, 13:30
Kennt noch einer Potsdam Stadt? Potsdam hatte früher einen Hauptbahnhof, draußen in der Pirschheide, wo sich der Außenring und die Strecke von Wildpark über Caputh Richtung Beelitz in einer Art Turmbahnhof kreuzten. Der Bahnhof Potsdam Stadt war deutlich näher am Zentrum gelegen. Nach der Wende hielten hier auch die Fernverkehrszüge von und nach Berlin, aber der Bringer waren eigentlich immer die Nahverkehrszüge. Beliebtes Fotobjekt der Nachwendejahre war oft der P 3462 von Babelsberg über Werder nach Brandenburg, der von einer Brandenburger "Dicken" bespannt wurde und ab 1991 bis nach Berlin-Wannsee verlängert wurde. Kaum eine Brücke, von der dieser Zug damals nicht fotografiert wurde - kaum eine Blockstelle, an der die Vorbeifahrt nicht dokumentiert wurde..;-)
Wir sehen hier die Abfahrt dieses Zuges im Bahnhof Potsdam Stadt. Formsignale prägen das Bild, und rechts sind noch die Gebäude des RAW Potsdam zu erkennen.
Heute ist der Blick nicht wiederzuerkennen. Das Gelände wird überspannt durch das Bauwerk des neuen Potsdamer Hauptbahnhofes. Ich habe in der Galerie geschaut, ob eine vergleichbare Aufnahme existiert. Man kann in etwas dieses Bild [www.drehscheibe-online.de] heranziehen. Es ist ca. 10-15 Meter weiter links von der gleichen Brücke entstanden und zeigt den Blick, wie er heute möglich wäre. Exakt der gleiche Standpunkt ist heute so gut wie nicht mehr umsetzbar; Oberleitungsmasten und Tragwerke verhindern jeden galeriefähigen Vergleich.

Und der alte Potsdamer Hauptbahnhof? Liegt heute inmitten der Pirschheide brach und wird als beliebtes Fotoobjekt für "Rotten Places" benutzt...

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 20.12.20, 16:12

Datum: 23.09.1990 Ort: Potsdam Stadt [info] Land: Brandenburg
BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Eine einsame Feldwegbrücke
geschrieben von: Leon (660) am: 17.12.20, 21:37
Kommen wir noch einmal zurück zur Bahnstrecke von Grunow nach Cottbus. Wie bereits bei dem Bild mit den märkischen Kiefern erwähnt, war die Strecke geprägt durch die Doppeltelegrafenmasten, welche die Strecke säumten. Die Zugdichte war nach der Wende nicht sonderlich hoch, aber es gab in den Vormittagsstunden eine passende Leistung Richtung Cottbus, die an mehreren Motiven umsetzbar war. Hierzu zählte eine einsame Feldwegbrücke südlich des Bahnhofs von Ullersdorf, kurz vor Jamlitz gelegen. Man steht hier relativ spitz am Gleis; der Bewuchs verhindert ein seitlicheren Standpunkt. Links ist ein ehemaliges Bahnwärterhaus erkennbar, darüber thront einer der herrlichen Doppeltelefrafenmasten. An der Brücke macht die Haltepunkttafel Ne 6 auf den nahen Halt in Ullersdorf aufmerksam. Am 24.04.95 gibt sich die 202 691 mit ihrem N 5507 nach Cottbus die Ehre. Nächster Halt ist Jamlitz.

Mir ist bewusst, dass sich eine V 100 aus dieser Perspektive relativ groß vor dem Betrachter aufbaut. Da es aber nur diese eine Auslösung gibt, habe ich mich schweren Herzens nicht dazu durchgerungen, das Bild noch zu künstlich zu verkleinern. Durch das fast rechteckige Format tritt der Effekt der den Fotografen fast überrollenden Lok etwas in den Hintergrund...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 17.12.20, 21:44

Datum: 24.04.1995 Ort: Ullersdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Frostiger Morgen vor Beeskow
geschrieben von: Leon (660) am: 19.12.20, 08:59 Top 3 der Woche vom 03.01.21
Kommen wir noch einmal zurück an die Niederlausitzer Eisenbahn. Es war frostig kalt am Morgen des 10.12.94, fast auf den Tag genau vor 26 Jahren; der Raureif überzog die Wiesen und die Häuser. Die Reisezüge waren auf dieser Strecke bis 1994 noch aus zwei Bghw-Wagen gebildet. Wir sehen hier die 202 708, wie sie ihren N 4148 aus dem Haltepunkt Tauche in das nicht mehr weit entfernte Beeskow beschleunigt. Möge die Dampfheizung den wenigen Reisenden im Zug mollige Wärme gespendet haben...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 10.12.1994 Ort: Tauche [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 20 Punkte

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Es trommelt an der Burg Eisenhardt
geschrieben von: Leon (660) am: 16.12.20, 17:08
Oberhalb der Kanonenbahn von Berlin nach Metz thront im Fläming Bad Belzigs historisches Wahrzeichen: die Burg Eisenhardt. Eine geschlossene Ringmauer mit begehbaren Wehrtürmen umfasst die Burganlage mit ihrem weithin sichtbaren 24 m hohen Bergfried. Die Burg liegt auf einem Höhenrücken im Hohen Fläming und gilt als größte Höhenfestung Norddeutschlands.
Nach der Wende wurde die Burg in der Zeit von 1991 bis 2008 umfassend saniert. Heute sind in den Räumlichkeiten ein Museum sowie ein Burghotel untergebracht. Der historische Burgkeller kann für Veranstaltungen gebucht werden. Ein Besuch der Burganlage wird uneingeschränkt empfohlen!

Im Jahr 1991 war die Burganlage noch im unsanierten Zustand, die Kanonenbahn noch ohne Fahrdraht, der Verkehr auf ihr jedoch umso sehenswerter. Vor den Personenzügen in Richtung Dessau oder Güterglück dominierte die V 100, Eil- und Schnellzüge waren mit Ludmillen bespannt. Sonntags konnten dort morgens die Autoreisezüge aus südlichen Gefilden Richtung Berlin-Wannsee beobachtet werden, wie sie mit ihren Schlaf- und Liegewagengarnituren an der Burg vorbeizogen. Im Güterverkehr dominierte ebenfalls die Ludmilla – aber der Bringer war ein vormittäglicher „Dg“ von Roßlau nach Belzig (damals noch ohne „Bad“) mit Roßlauer „Wumme“. Wir stehen am Vormittag des 11.04.91 und erwarten diesen Zug. Und mit der 120 087 kam ein relativ sauberes Exemplar dieser Baureihe an uns vorbei, am Haken der Dg 52041 - ein recht übersichtliches Züglein.
Der Fotostandpunkt wurde von uns in den Jahren nach der Elektrifizierung nochmals aufgesucht, aber hier musste man mit der Vegetation und den Masten schon zirkeln. Heute ist der Fotopunkt leider restlos zugewachsen.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 11.04.1991 Ort: Bad Belzig [info] Land: Brandenburg
BR: 1120 (alle V200-ost Taigatrommeln) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Der Franzosenzug am Kaiserbahnhof
geschrieben von: Leon (660) am: 15.12.20, 21:13
Im Zuge der Verlängerung der Eisenbahnlinie Berlin-Potsdam nach Magdeburg entstand 1868 in Potsdam an der Zufahrtsstraße vom Wildpark zum Neuen Palais ein Bahnhof, der in erster Linie für die Ankunft der königlichen Familie und ihrer Gäste gedacht war.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Gleisanlagen erweitert und auf einem Damm angelegt. Unter Kaiser Wilhelm II. wurde 1909 ein neues kaiserliches Bahnhofsgebäude im Stil eines englischen Cottages eröffnet. Es besteht aus einem repräsentativen Empfangsgebäude sowie der Bahnhofshalle.
Nach 1952 war das Gebäude im Besitz der Deutschen Reichsbahn und wurde unterschiedlich genutzt, zuletzt als Lagerraum. Nachdem die Bahnhofshalle 1977 wegen Einsturzgefahr gesperrt wurde, konnte der Bahnhof 2005 nach einer umfassenden Restaurierung wiedereröffnet werden. Heute nutzt eine Akademie der Deutschen Bahn das Gebäude; in der Halle finden Empfänge statt.
Der Bahnhof Wildpark erhielt im Zuge der Errichtung des kaiserlichen Bahnhofsgebäudes einen Außenbahnsteig neben der Halle sowie zwei Inselbahnsteige. Mitte der 90er Jahre wurde der Bahnhof grundlegend umgebaut und besteht heute nur noch aus dem Außenbahnsteig sowie einem Inselbahnsteig. Von diesem ist dieses Foto entstanden: [www.drehscheibe-online.de] Der Bahnhof Wildpark wurde nach seiner Modernisierung in „Potsdam Park Sanssouci“ umbenannt.
Kurz nach der Wende sah der Bahnhof noch anders aus: wir stehen auf den nördlichen der beiden Inselbahnsteige und erwarten den „Franzosenzug“ – einen Zug, der 3 x wöchentlich zwischen Berlin-Tegel und Strasburg verkehrte. Dieser Zug wurde zwischen Berlin-Tegel und Potsdam Stadt von der Baureihe 118 bespannt. In Potsdam Stadt fand der Lokwechsel auf die Baureihe 132 statt, die den Zug bis Helmstedt brachte.
Wir sehen am 04.08.90 die 132 527, wie sie mit ihrer sehenswerten Garnitur die noch brach liegende Halle des Kaiserbahnhofes passiert. Rechts ist der zweite Inselbahnsteig noch erkennbar.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia, überarbeitet

Zuletzt bearbeitet am 15.12.20, 21:14

Datum: 04.08.1990 Ort: Potsdam Park Sanssouci [info] Land: Brandenburg
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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"Albert Einstein" - mit Latz vor altrot...
geschrieben von: Leon (660) am: 14.12.20, 17:23
Mit diesem Bild ergeht ein Gruß an all diejenigen, die zuletzt fleißig im Allgäu unterwegs waren und noch schnell ihre letzten persönlichen Abschiedsbilder der lokbespannten Reisezüge angefertigt haben. Da das besondere Augenmerk auf die Eurocitys mit ihren attraktiven schweizer Garnituren gelegt wurde, möchte ich ein bald 25 Jahre altes Bild vom Frühherbst 1996 beisteuern. Damals war der Verkehr auf der Allgäustrecke fest in der Hand der Baureihe 218. Nahezu jeder Regionalzug, gebildet aus mintfarbenen Bn-Wagen, hatte entweder ein ozeanblau-beiges oder belatztes Exemplar als Zuglok, bei den EC´s waren es deren zwei. Aufgelockert wurde der -man konnte fast schon sagen: eintönige- Verkehr (sorry..;-) ) durch einen nachmittags verkehrenden Containerzug mit 215 vor 212, der aber von Lindau den Berg hochkam und somit fast nur aus dem Licht fuhr. Blieb als Hoffnungsschimmer, wenigstens eine der wenigen (oder sogar DIE letzte) altrote Kemptener 218 zu erwischen. Am Nachmittag des 26.09.96 stand ich oberhalb der bekannten Wiese bei Meckatz und wartete auf den EC 166 "Albert Einstein", noch mit CD-Speisewagen im Zug. Es kam natürlich, wie es kommen musste: Latz vor altrot..:-(. Damals ein Grund zum Ausrasten - heute Geschichte. Und völlig zufrieden, wenigstens ein paar Züge auf der landschaftlich herrlichen Strecke eingefangen zu haben. Warum ich seitdem nie wieder da war..? Schwer zu sagen; wird mir immer wieder ein Rätsel bleiben.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 26.09.1996 Ort: Meckatz [info] Land: Bayern
BR: 218 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Am Teich bei Rollhofen
geschrieben von: Leon (660) am: 11.12.20, 22:05
Erinnerungen an die Baureihe 614! Ob in orange-kieselgrau, ozeanblau-beige oder rot - bis auf das Sanitärdesign machten diese Triebwagen in ihrem typischen 70er-Jahre-Look in fast jeder Lackierung was her! Auch wenn sie leistungstechnisch etwas schwach auf der Brust waren, hat das Reisen in ihnen schon damals zu TMT-Zeiten Spaß gemacht, und ihren typischen schnurrenden Sound hat man heute noch im Ohr..:-) Etwas ins Nachdenken konnte man schon fallen, als sich ihr Einsatzgebiet nach der Wende auf die Rampe über den Thüringer Wald verlagert hat. Ausfahrten in Gräfenroda fielen entsprechend geräuschvoll aus, und die Steigung bei Gehlberg dürfte ihnen einiges abverlangt haben.
Wesentlich gemütlicher ging es hingegen auf der Strecke von Neukirchen am Sand nach Simmelsdorf-Hüttenbach zu. Wir stehen am Vormittag des 05.09.2005 an einem Teich bei Rollhofen und beobachten die Vorbeifahrt einer 614-Garnitur als RB 30738. Bis zum Endbahnhof ist es nicht mehr weit.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 05.09.2005 Ort: Rollhofen [info] Land: Bayern
BR: 614 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 0 Punkte
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Ein Eierkopp besucht die Hauptstadt
geschrieben von: Leon (660) am: 10.12.20, 21:07
Das 613. Bild erfordert natürlich einen VT 08.5, sprich 613. Diese Triebwagen waren ja nach ihrer Karriere im F-Zug-Dienst zuletzt im Nahverkehrseinsatz im Harzvorland und im Weserbergland unterwegs, bevor ihr Einsatz im Jahre 1985 zu Ende ging. Ein Zug wurde von der BSW-Gruppe Braunschweig betreut und kam als "Weltmeisterzug" mit dem Spielfilm "Das Wunder von Bern" zu Filmehren. Der Zug, bestehend aus den Triebköpfen 613 603 und 620 sowie aus den Mittelwagen 913 510 und 512, erhielt hierzu wieder sein ursprüngliches Outfit mit Flügelrad.
Mit dem VT 08.5 wurden diverse Sonderfahrten in ganz Deutschland durchgeführt. Eine Tour führte ihn Ende August 1991 in die Hauptstadt. Wir erwarten den Zug an einem der berühmtesten Fotomotive Berlins an der damals noch nicht elektrifizierten Stadtbahn: der Blick aus dem Treppenhaus des "Tattersalls des Westens", aus welchem früher unzählige Fotos von "Interzonenzügen" mit ihren heulenden Ludmillas entstanden sind, deren Sound sich in der engen Häuserschlucht zum wahren Spektakel entwickelt hat..;-).Der Name "Tattersall" geht auf einen britischen Stallmeister zurück; in derartigen Gebäuden wurden früher Pferde untergebracht und gepflegt. In der Nähe des Savignyplatzes in Berlin-Charlottenburg gibt es in dem Gebäude das traditionsreiche ehemalige Lokal des Schwergewichtsboxers Franz Diener aus den "Goldenen zwanziger Jahren". Während die früheren Stallungen nach dem Ende des 2. Weltkrieges abgerissen wurden, ist das Gebäude heute immer noch direkt an der Stadtbahn erhalten und trägt die Aufschrift "Tattersall des Westens". Heute ist in den Räumlichkeiten die Künstlerkneipe "Diener Tattersall" untergebracht. Die Elektrifizierung der Stadtbahn hat weitere Fotos aus dem Gebäude unmöglich gemacht.
Am 30.08.1991 war der Blick auf die Stadtbahn mit dem Künstlerhaus St. Lukas zur linken sowie der Gedächtniskirche und dem Europa-Center im Hintergrund noch ungehindert möglich. Der VT 08 hat soeben den Bahnhof Zoologischer Garten verlassen und rollt in Richtung des Bahnhofes Charlottenburg.

Scan vom Fuji -100 Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 10.12.20, 21:11

Datum: 30.08.1991 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin
BR: 608 (alle histor. VT08, 612, 613) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Flaches Herbstlicht bei Lehnstedt
geschrieben von: Leon (660) am: 06.12.20, 14:18
Eigentlich war vorgesehen, für das 612. Bild standesgemäß einen VT 12.5 als Galeriebild vorzuschlagen. Die ganz Erwachsenen unter uns können sich vielleicht noch an die Nahverkehrsvariante der formschönen "Eierköppe" erinnern, welche bis 1984 nach ihrer langen Karriere in Schleswig-Holstein im Harzvorland ihr Gnadenbrot verdienen durften. Da aber mein Bestand an Aufnahmen dieser Baureihe extrem überschaubar ist und selbst diese Aufnahmen der Galerie nicht gewachsen waren, muss halt die Neubesetzung der Ziffer 612 herhalten: der RegioSwinger von Bombardier.

Der 07.11.20 war ein Tag, wie er im Buche stand: anfangs eine extrem zähe Nebeldecke über dem Thüringer Becken, die sich auch den ganzen Tag über nur zögerlich auflöste und mich wenige Kilometer vor dem Zielort fast zum Wahnsinn trieb: man fährt bei wolkenlosem Himmel im Südharz los, Ziel war die Holzlandbahn mit ihrem Diesel-Intercityverkehr. Noch weit vor Nordhausen tauchte man in die Suppe ein, und selbst nach dem Tunnel an der Hohen Schrecke war noch alles dicht. Erst hinter Erfurt hörte der Nebel wie mit der Rasierklinge geschnitten jäh auf, und es sollte bis zum Sonnenuntergang ein wolkenloser Herbsttag werden. Wir trieben uns den ganzen Tag in einem Dreieck zwischen Weimar, Gera und Zeitz umher, und von dem Tag sind bereits mehrere Fotos in die Galerie gewandert. Ein fotografisch extrem ergiebiger Ort war Lehnstedt, gleich hinter Weimar gelegen. Die Holzlandbahn umkurvt hier eine Ortskulisse , und von einem sanften Hang südlich des Ortes gibt es von vormittags bis zum Sonnenuntergang zahllose Fotomöglichkeiten. Wir sehen hier am Nachmittag dieses 612-Gespann, wie es als RE 3910 von Altenburg nach Erfurt die herbstliche Landschaft bei Lehnstedt passiert. Der Tag endete mit weiteren 612-Aufnahmen, und zwischendurch war Zeit hierfür: [www.drehscheibe-online.de]

Datum: 07.11.2020 Ort: Lehnstedt [info] Land: Thüringen
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 0 Punkte
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Auf Augenhöhe mit der Ostbahn
geschrieben von: Leon (660) am: 30.11.20, 09:54 Top 3 der Woche vom 13.12.20
Viele von uns können sich noch an die Doppeltelegrafenmasten entlang der Ostbahn erinnern. Auch heute finden sich noch vereinzelt einige Streckenabschnitte, so z.B. zwischen Weißwasser und Görlitz, an denen solche Relikte früherer Eisenbahn-Infrastruktur noch zu bewundern sind.
So in etwa zwischen Ostbahn und Oberlausitz gab es jedoch bis zur Mitte der 90er Jahre eine völlig unbeachtete Strecke, an welcher ebenfalls noch Doppeltelegrafenmasten standen: die Strecke zwischen Frankfurt/ Oder über Grunow nach Cottbus. Während der nördliche Teil von Frankfurt über Grunow Richtung Beeskow längst modernisiert wurde und auch in Beeskow jüngst die letzten Formsignale gefallen sind, kann heutzutage nur noch mit Mühe die einstige Trasse der Strecke von Grunow über Weichensdorf nach Cottbus ausgemacht werden. Bis 1996 gab es noch durchgehenden Personenverkehr, kurz danach wurde für wenige Jahre nur noch das Reststück zwischen Peitz und Cottbus mit Ferkeltaxen bedient.
Der landschaftlich schönste Abschnitt dieser Strecke fand sich ein paar Kilometer südlich von Grunow, bei Groß Briesen. Hier standen die herrlichen Doppeltelegrafenmasten artig Spalier, als am Nachmittag des 05.03.1995 die 202 691 mit ihrem N 5511 nach Cottbus durch typisch märkische Landschaft fuhr. Allein die Gruppe der Waldkiefern mit ihren schon fast glockenhaft gewölbten Baumkronen verraten die Mark Brandenburg.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 02.12.20, 09:39

Datum: 05.03.1995 Ort: Groß Briesen [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 26 Punkte

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