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Im neuen Outfit durch den Grenzbahnhof
geschrieben von: Leon (608) am: 23.11.20, 19:41
Das 608. Galeriebild verlangt -natürlich- nach einem VT 08. Nun verfüge ich zwar über keine Bilder aus der Epoche III, aber es gab ja einen Triebzug, der tatsächlich die Baureihennummer 608 trug. Dieser Zug wurde vor gar nicht langer Zeit von Johannes in der Galerie gezeigt ( [www.drehscheibe-online.de] , und dieser hat das Fahrzeug sogar noch mit seiner älteren Stirnfront erwischt. Ich nehme daher Johannes´ Bild mal volley und verweise zum Hintergrund des Fahrzeuges auf seinen ausführlichen Bildtext.
Der Triebwagen war relativ häufig in Berlin-Lichterfelde West zu Gast. Die United States Army hat ja als eine der vier Besatzungsmächte bis zur Wende eine nicht unbedeutende Präsenz im Südwesten von Berlin gezeigt, und immer wieder waren in Lichterfelde die Triebwagen der Army zu sehen. Neben dem VT 08 kam auch häufig ein weiterer Triebwagen zum Einsatz. Dieser wird aber erst beim 633. Bild gezeigt...;-)
Genaue Fahrzeiten dieser Triebwagen waren nur sehr schwer zu beschaffen. Meist war "Kommissar Zufall" zur Stelle, wenn man in Berlin-Lichterfelde über die Brücke des Dahlemer Weg fuhr und unten eines dieser Fahrzeuge in Bewegung war. Am 15 09.90 haben wir jedoch rechtzeitig von einer derartigen Fahrt erfahren, und nach der Wende ergaben sich bis dato völlig neue, bislang unerreichbare Fotomöglichkeiten: der ehemalige Grenzbahnhof Griebnitzsee war nun problemlos begehbar, und wir lauerten dort dem seltenen Gefährt auf. Hinter dem Triebwagen erhebt sich der markante Wachturm, von dem man den gesamten Bahnhof überblicken konnte.
Der Triebwagen präsentiert sich hier im Gegensatz zu Johannes´ Bild mit seiner neuen Stirnfront, welche er Ende der 80er Jahre erhalten hat. Neben anderen Scheinwerfern hat man dem Zug auch ein neues Frontfenster verpasst, welches eher an die Baureihe 103 oder aber an ein Verkehrsflugzeug erinnert...



Zuletzt bearbeitet am 23.11.20, 19:54

Datum: 15.09.1990 Ort: Potsdam Griebnitzsee [info] Land: Brandenburg
BR: 608 (alle histor. VT08, 612, 613) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Irgendwo in der Niederlausitz
geschrieben von: Leon (608) am: 20.11.20, 22:30
Die Niederlausitzer Eisenbahn. Eine Nebenbahn, welche bis Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts noch Personenverkehr aufwies. Eine eingleisige Strecke von Beeskow über Lübben nach Falkenberg, auf der zwischen Beeskow und Lübben die Gebäude aller Haltepunkte den gleichen Baustil hatten. Es ging durch urige Dörfer, entlang von Feldern, durch endlose Wälder. Dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu scheint. Wir stehen auf einem Fahrweg aus Kopfsteinpflaster, zur Linken ein altes Gehöft. Telegrafenmasten säumen den Streckenverlauf. Der nahe Haltepunkt wird durch die Haltepunkttafel Ne 6 angekündigt. In die Gegenrichtung sehen wir die Eckentafel Lf 5, welche auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung wegen eines technisch nicht gesicherten Bahnübergangs hinweist. Welche Geschwindigkeitsbeschränkung hier wohl konkret gemeint ist, möchte man sich fragen...Nach kurzer Wartezeit erscheint ein Zug. Eine völlig ausgeblichene 202 zieht ihren grünen Halberstädter hinter sich her, kommt im langsamen Tempo angeschaukelt, wird in 150 Metern am Haltepunkt Wittmannsdorf anhalten. Niemand steigt aus. Niemand steigt ein an diesem Sonntagmorgen im März 1995. Zwei Monate später fährt hier der letzte Zug...

Die Trasse ist heute noch erkennbar. Auf ihr wachsen Laubbäume. Das Gehöft steht noch. Wenn man auf die Karte von Wittmannsdorf klickt, fällt als erstes die Seniorenresidenz auf. Honi soit quí mal y pense...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 05.03.1995 Ort: Wittmannsdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn

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In Schnellzugqualität durch die Niederlausitz
geschrieben von: Leon (608) am: 19.11.20, 10:51
Erinnerungen an die Niederlausitzer Eisenbahn! Diese führte einst von Falkenberg über Luckau und Lübben nach Beeskow. Inzwischen ist nur noch ein kleines Reststück der Strecke von Lübben nach Luckau befahrbar. Der Rest der Strecke wurde abgebaut. Bis 1995 wurde auf dem Abschnitt von Beeskow nach Lübben noch planmäßiger Personenverkehr durchgeführt. Zum Einsatz kam eine V 100, die dann meist nur einen Halberstädter oder sogar UIC-Y- Wagen hinter sich herzog und auf Grund des inzwischen desolaten Oberbaus mit einer endlos langen Reisezeit aufwarten konnte. Dafür kam man in den Genuss von völlig verträumten Bahnanlagen, und bei Briescht wurde sogar die Spree auf einer Beton-Bogenbrücke überquert. Kurz vor der Brücke fand sich der Bahnhof von Briescht. Gleisreste in die Natur lassen die frühere Bedeutung des Bahnhofes erahnen. Wir erleben am Mittag des 05.03.1995 die Ankunft des N 4151 in Schnellzugqualität, bestehend aus einem UIC-Y/B70- Wagens und der 202 787. Nach kurzem Halt wird dieser Mini-Schnellzug seine Reise gen Lübben fortsetzen und in wenigen Augenblicken die Spree überqueren.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

P.S. wenn man die Positionsdaten bei DSRailview eingeben will, erscheint auf der Karte ein Hinweis auf die Bahnbrücke - vorübergehend geschlossen. "Vorübergehend"...Bei einer Stilllegung vor 25 Jahren anscheinend ein dehnbarer Begriff…;-)

Zuletzt bearbeitet am 19.11.20, 10:55

Datum: 05.03.1995 Ort: Briescht [info] Land: Brandenburg
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Im Dschungel der autogerechten Stadt
geschrieben von: Leon (608) am: 16.11.20, 08:31
Hin und wieder gibt es Baureihen, die mit der Anzahl der eingestellten Bilder in der Galerie übereinstimmen. Zur Baureihe 605 kann ich zwar kein Bild aus den Planeinsätzen auf der Vogelfluglinie beisteuern, aber es gibt ja noch das "Advanced TrainLab", welches für Versuchs- und Messfahrten so gut wie überall unterwegs sein kann. Im Sommer 2019 hat sich dieses Gefährt in die Hauptstadt verirrt und unternahm eine Runde auf dem Berliner Innenring. Eigentlich war der Zug für die Gegenrichtung nach Neukölln angekündigt, aber Fahrpläne und Realität waren an dem Tag zwei verschiedene paar Schuhe. Und somit sehen wir diesen Zug hier am Mittag des 12.06.19 an einer sowohl lichttechnischen als auch motivlichen Zumutung in Berlin-Wilmersdorf. Rechts das Heizkraftwerk von Wilmersdorf, und links, rechts und über dem Zug die Auswirkungen der 60er Jahre, welche bestenfalls mit dem Begriff "autogerechte Stadt" umschrieben werden können. Aber auch so ein (An-) Blick gehört zur Großstadt hinzu: Autobahnab- und Auffahrten in alle Himmelsrichtungen. Dazwischen irgendwo die Gleise des südlichen Innenrings, auf dem sich das "TrainLab" fast lautlos Richtung Grunewald bewegt.

Mir ist bewusst, dass es deutlich harmonischere Blickwinkel auch in Großstädten geben kann. Den Verkehrstag sowie die Uhrzeit konnte ich mir leider nicht aussuchen. Aber vielleicht ist dieses wirklich fiese Motiv ja gerade deswegen so ansprechend, dass es dennoch seinen Weg in die Galerie findet.

Datum: 12.06.2019 Ort: Berlin Wilmersdorf [info] Land: Berlin
BR: 605 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur

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Es trommelt vor Zeitz
geschrieben von: Leon (608) am: 14.11.20, 08:57
Vor kurzem wurden ja in die Galerie einige Bilder von der Holzlandbahn aufgenommen. Bleiben wir noch ein wenig in der Gegend um Gera und Zeitz. Während der Bahnhof von Zeitz heute mit seiner Reichsbahnatmosphäre und den vielen Formsignalen das Ziel zahlloser Eisenbahnfreunde ist, waren Formsignale vor 25 -30 Jahren das Normalste auf der Welt. Schrauben wir die Zeit ins Jahr 1993 zurück: eine Fototour führte uns damals im Mai 1993 zur Strecke von Leipzig nach Zeitz. Ziel war des, den damals noch sehr umfangreichen Einsatz der "Wummen" zu erleben. Verschiedene Betriebswerke, u.a. Gera und Leipzig-Wahren, hatten noch eine recht stattliche Anzahl dieser Lokomotiven im Bestand, und auf der Strecke nach Zeitz waren zudem noch recht viele Güterzüge unterwegs. Auch die lange Kurve von Zeitz zu einem chemischen Betrieb nach Tröglitz wurde noch befahren; sie führte über eine sehr fotogene, jedoch schon damals marode Brückenkonstruktion über die Auen der Weißen Elster.
Die Landschaft zwischen Leipzig und Zeitz selbst ist extrem flach,aber der Verkehr lockte zu sehr, als dass man immer nur den Blick "vom Hang mit Kirche im Dorf" vor Augen hatte. Von verschiedenen Feldwegbrücken boten sich gute Fotomöglichkeiten an, insbesondere kurz vor Zeitz und in Reuden. Es trommelte daher lautstark, als am Nachmittag des 08.05.93 die 220 227 mit ihrer Fuhre aus Schüttgutwagen bei Reuden unter einer der Feldwegbrücken Richtung Zeitz hindurchfuhr.
Der Tag sollte noch viele weitere Wummen ins Netz gehen lassen, aber den Bahnhof von Zeitz selbst haben wir nie besucht...
Und vom "Tag der Befreiung" war 3 1/2 Jahre nach der Wende in dieser Gegend nix mehr zu spüren.

Scan vom Fuji-Provia 100 - 6x6-Dia, auf Klein(st)bildformat zurechtgeschnitten...;-)

Datum: 08.05.1993 Ort: Reuden [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 1120 (alle V200-ost Taigatrommeln) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Huiii....
geschrieben von: Leon (608) am: 13.11.20, 15:53
Vor kurzem wurde von Nils ein hervorragendes Bild von einem IC auf der Mitte-Deutschland-Verbindung bei Lehnstedt gezeigt. Der 07.11.20 war ein Foto-Tag, wie er im Buche steht: morgens zwar kurz Nebel, aber ab 08.30 Uhr bis zum Sonnenuntergang wolkenlos und extrem klar. Da lässt man doch so einen Tag gern an einer relativ dicht befahrenen Diesel-Hauptstrecke ausklingen, insbesondere, wenn hinter einem nur ein flacher Hang Bilder bis nach 16 Uhr ermöglicht - und das im November...:-)
Neben der mehrmals täglich verkehrenden IC-Züge von und nach Gera wird der Regionalverkehr auf der Strecke von Weimar über Jena und Gera weitgehend mit Neigetechnik-Triebwagen der Baureihe 612 betrieben, wobei sich zweistündlich Langläufe bis Göttingen ergeben und in der anderen Richtung eine Flügelung nach Greiz und Glauchau statt findet. Die Züge können auf der kurvenreichen Strecke ihre Neigetechnik voll zur Entfaltung bringen. Wir sehen hier am Nachmittag des 07.11.20 ein 612-Doppel, wie es bei Lehnstedt Richtung Weimar um die Kurve fegt. Der Winkel der Neigung ist hier gut sichtbar; die tiefstehende Sonne schafft es sogar auf die Innenseite der hinteren Räder.

Datum: 07.11.2020 Ort: Lehnstedt [info] Land: Thüringen
BR: 612 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Am Datschenhang von Hermsdorf vor 25 Jahren
geschrieben von: Leon (608) am: 12.11.20, 20:49
Nils´ Bild vom Datschenhang bei Hernsdorf ließ mich in tiefes Nachdenken fallen, ob ich diese Stelle in etwas anderer Form nicht schon einmal gesehen habe. Und siehe da - mir fiel eine Plandampfaktion vom Herbst 1995 ein, die inzwischen fast völlig der Vergessenheit anheim gefallen ist. Damals wurde für zwei Tage ein Kesselzug von Altenburg über Zeitz nach Gera und von dort über die Holzlandbahn bis nach Weimar und zurück angeboten. Eingesetzt wurde die 58 3047, welche früher in dieser Region zu Hause war. Die Lok ist seit über 20 Jahren wegen abgelaufener Kesselfrist abgestellt, steht aber als rollfähiges Exponat der IG 58 3047 in Glauchau. Im September 1995 sehen wir sie hier jedoch noch in voller Aktion, wie sie ihre Kesselwagenfuhre in den nahen Bahnhof von Hermsdorf-Klosterlausnitz wuchtet. Die auf dem Bild von Nils präsentierte Datschensiedlung ist rechts im Bild erkennbar. Es war schon imposant, damals diese Lok mit ihrem typischen Dreizylindersound erleben zu dürfen...viel Krach auf wenigen Metern, aber irgendwie geil...;-)

Scan vom Fuji Velvia - natürlich im 6x6..:-) (sic!)

Datum: 10.09.1995 Ort: Hermsdorf-Klosterlausnitz [info] Land: Thüringen
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: DR/ IG 58 3047
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Am Elefantentor
geschrieben von: Leon (608) am: 11.11.20, 16:47
In Anlehnung an einen netten Brauch, den ich hier schon desöfteren erlebt habe, wähle ich für mein 601. Galeriebild eine Aufnahme eines Triebzuges -natürlich- der Baureihe 601...;-)
Die Galerie ist nicht gerade üppig bestückt mit dieser wohl formschönsten und elegantesten deutschen Triebzug-Baureihe, und ich selbst habe diese Fahrzeuge im IC-Dienst nur als Stippi in Hannover oder Göttingen erlebt, mit einer "Ritsch-Ratsch-Klick" in der Hand, oder später im Rahmen der TMT-Touren, aber dort auch nur meist aus Zufall oder als Beifang. Grandios war daher der Einsatz einer aus Italien zurückgeholten 601-Einheit als IC "Max Liebermann" zwischen Berlin und Hamburg im Sommer 1990, von welcher bislang nur eine Handvoll Aufnahmen in der Galerie enthalten sind. Der Einsatz dieser Garnitur währte nur zwei Monate, und wie bereits den Bildtexten der weiteren Aufnahmen dieses Einsatzes zu vernehmen ist, bestand die Ambition darin, Nachschüsse anzufertigen, da der Zug weitgehend aus dem Licht fuhr. Anfang August 1990 bestand eine recht stabile Wetterlage, und dieser Zug gehörte zu unserem damaligen Morgenprogramm.
Nach der Wende waren zwar die Grenzanlagen weitgehend verwaist, aber sie standen noch. Direkt an der damaligen Stadtgrenze von Berlin ging es hinter Staaken durch eine Mauerschlucht. Ein riesiges Tor diente damals als Sicherung eines Bahnüberganges, "Elefantentor" genannt. Wir stehen in der Nähe dieses Bahnüberganges und erwarten die Vorbeifahrt der 601-Garnitur. Das Bild zeigt als Nachschuss diesen imposanten Triebwagen inmitten der damaligen Grenzanlagen.
In welche Kategorie passt so eine Aufnahme? "Bahn und Landschaft" wohl weniger. "Zug schräg von vorn" wäre mir zu trivial, "Zug von hinten" schon passender. Nun, das Bild ist ein Zeitzeugnis der Gegebenheiten der Geschichte, wie wir sie -auch vor der Wende- erlebt haben. Ich nenn´das Ganze daher mal so unpolitisch wie möglich "Bahn und Infrastruktur"...eigentlich müsste man es "Verfremdung" nennen...:-0

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Die Schlieren im Himmel sind Nebelreste, keine Bearbeitungsspuren.

Datum: 07.08.1990 Ort: Staaken [info] Land: Brandenburg
BR: 601 (histor. VT11.5) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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The wind that shakes the barley
geschrieben von: Leon (608) am: 09.11.20, 17:34 Top 3 der Woche vom 22.11.20
Stille. Nur das leise Rauschen des Windes im Kornfeld war zu verspüren. Ein schlonziger Sommermorgen auf Seeland, irgendwo auf der HTJ zwischen Holbaek und Hoeng. Gegen Sonnenaufgang erwarte ich den zwei Mal wöchentlich verkehrenden Güterzug nach Hoeng zu einem Futtermittel herstellenden Betrieb. Nach einer Weile des Wartens war ein leises Brummen zu vernehmen - das unverkennbare Geräusch einer Mx-Lokomotive. Deutlich dezenter als ihre große Schwester, der Reihe My, rollt sie hier langsam mit ihrer Güterwagenfuhre durch den noch frühen Junimorgen des Jahres 2000. Es zieht eine der vier Mx-Lokomotiven der OHJ/ HTJ. Das Ziel in Hoeng ist bald erreicht. Mit gemäßigtem Brummen zieht die Nohab mit ihrem Zug am Betrachter vorbei. Dann kehrt wieder Stille ein, nur unterbrochen durch das Rauschen des Windes, welcher in Verbindung mit der fast offenen Blende der Rollei für die mystische Unschärfe im Vordergrund sorgt.

Der Bildtitel ist einem gleichnamigen und düsteren Film über den irischen Unabhängigkeitskrieg entnommen.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 29.06.2000 Ort: Kirke Eskilstrup [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-MX Fahrzeugeinsteller: OHJ/ HTJ
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 16 Punkte

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Über die renovierte Havelbrücke
geschrieben von: Leon (608) am: 04.11.20, 17:53
Wir erinnern uns: im Sommer 2020 führten zahllose Fototouren zu den "Quenz-Umleitern" an die Strecke von Rathenow nach Brandenburg Altstadt. Bedingt durch eine umfangreiche Restaurierung der Havelbrücke wurde für mehrere Wochen der Güterverkehr von und zum Stahl- und Walzwerk auf dem Quenz über Rathenow umgeleitet. In der Galerie sind mehrere Bilder dieser Umleiterverkehre enthalten. Nach Beendigung der Renovierungsarbeiten läuft der Betrieb seit Mitte August wieder auf direktem Weg über Brandenburg Altstadt nach Brandenburg und weiter nach Seddin. Seitdem ist es etwas ruhiger geworden, was die fotografischen Ambitionen in dieser Gegend anbelangt.
Nachdem der Oktober sich so gar nicht von seiner goldenen Seite zeigen wollte, versucht wenigstens der November, hier noch etwas aufzuholen. Heute lohnte das Wetter für einen Abstecher an die Havelstadt, und somit stehen wir abermals an dem Bahnübergang unweit der renovierten Havelbrücke und harren die Dinge, die da kommen sollten. Nach einigen ODEG-646 gab sich dann die 232 128 mit dem mittäglichen Güterzug vom Stahlwerk nach Seddin die Ehre.
Das Motiv ist bereits zu einer anderen Jahreszeit in der Galerie enthalten. Die Herbststimmung mit der renovierten Brücke im Hintergrund lässt mich aber dennoch auch diese Aufnahme für die Galerie vorschlagen.

Datum: 04.11.2020 Ort: Brandenburg Altstadt [info] Land: Brandenburg
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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614-Herbst im Pegnitztal
geschrieben von: Leon (608) am: 03.11.20, 20:16
Das der diesjährige Herbst -wie schon desöfteren hier erwähnt- von der Anzahl der Sonnenstunden recht überschaubar war, möchte ich mit diesem Bild an den Herbst 2004 erinnern - in doppelter Hinsicht. Es gab zwar noch Tage, an denen im Herbst von früh bis spät die Sonne schien, aber der sprichwörtliche Herbst war damals bereits für die Baureihe 614 eingetreten, die seinerzeit noch fleißig mit Regionalbahnen im Pegnitztal unterwegs war, aber inzwischen in Deutschland von den Gleisen verschwunden ist. Wir stehen hier am Mittag des 24.10.2004 an bekannter Stelle und blicken auf eine 614-Garnitur, wie sie als RB 30160 zwischen Velden und Rupprechtstegen unterwegs war. Damals galt das Augenmerk hauptsächlich den ludmillenbespannten IC´s von Dresden. Der 614 galt somit als klassischer Beifang. Heute, 16 Jahre später, ist so gut wie jedes Fahrzeug wertvoll, was damals aus dem Tunnel kam...:-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 24.10.2004 Ort: Lungsdorf [info] Land: Bayern
BR: 614 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Morgendliche Nohab-Überraschung auf Lolland
geschrieben von: Leon (608) am: 02.11.20, 09:56
Von der Lollandsbanen sind ja in jüngster Zeit einige Bilder in die Galerie aufgenommen worden. Neben des Einsatzes der formschönen Lynetter bestach die Bahn durch die Güterverkehre zur Windkraftanlagenfabrik in Nakskov sowie zu einem weiteren Güterkunden in Nykoebing/ Falster. Von der Lollandsbanen wurden 1988 von der DSB die beiden Mx 1031 und 1033 erworben und als M 34 und M 35 in den Dienst gestellt. 1991 folgten die ex-DSB Mx 1043 als M 36 und 1004 als M 37. Da diese nicht mit dem dänischen Sicherungssystem ATC ausgestattet waren, gelang im Jahr 2001 die ex-DSB My 1153 zur Lollandsbanen und wurde hier als M 38 eingereiht. Mit dieser Lok war es möglich, den mehrmals pro Woche verkehrenden Güterzug bereits ab Naestved zu übernehmen.
Ein Sommerurlaub führte im Jahr 2003 nach Falster, und die Lollandsbanen war häufiges Ziel der Fotoexkursionen. Der Lollandsbanen-Güterzug bestand meist nur aus Flachwagen mit Blechen für die Windkraftanlagenfabrik sowie aus einigen Ha-Wagen für Nykoebing/ Falster. Nur im Sommer war es möglich, den morgendlichen Leerzug ab Nakskov fotografisch umzusetzen. Man steht somit am frühen Morgen gegen 6 Uhr unweit von Radstedt und erwartet den Zug von Nakskov. An diesem Morgen wurde der Zug zur Freude des Fotografen neben der üblichen M 38 auch mit einer der vier Mx-Lokomotiven bespannt. Die Mx verblieb anschließend in Nykoebing, und die weitere Reise nach Naestved wurde nach einem längeren Rangieraufenthalt in Nykoebing mit der M 38 angetreten.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 26.06.2003 Ort: Radstedt [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-MY Fahrzeugeinsteller: Lollandsbanen
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Alte Infrastruktur in Laußig
geschrieben von: Leon (608) am: 01.11.20, 17:58
Laußig. Ein verträumter Ort in Nordsachsen, südlich der Dübener Heide. Eine einsame Bahnstrecke zieht sich durch die Landschaft. Formsignale stehen im Hintergrund, und von den Telegrafenmasten hängen die Enden der gekappten Leitungen hinunter. Ein Ferkeltaxi nährt sich, rumpelt vorüber, mit Ziel in Wittenberg.
Wir schreiben den Reformationstag 2019. Der Förderverein Berlin-Anhaltinische Eisenbahn hat für diesen Tag Sonderfahrten mit einer Ferkeltaxengarnitur durch die Dübener Heide angeboten. Jüngst wurden als Erinnerung an diese Tour zwei Bilder in die Galerie aufgenommen, und mit dieser Aufnahme möchte ich ein weiteres Bild des Tages nachlegen - und gleichzeitig anregen, ein Auge auf die Veranstaltungen des Vereins zu werfen, welcher bereits schon früher diese ebenso verträumte wie sehenswerte Nebenbahn von Lutherstadt Wittenberg über Bad Schmiedeberg und Bad Düben nach Eilenburg bereist hat.
Hoffen wir, dass nach Beseitigung der Oberbaumängel auch in Zukunft hin und wieder das typische Tröten einer Ferkeltaxe in der Dübener Heide zu hören ist.

Datum: 31.10.2019 Ort: Laußig [info] Land: Sachsen
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Eisenbahnnostalgie Vogtland
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Zur Abfahrt in Nakskov bereit
geschrieben von: Leon (608) am: 31.10.20, 09:40
Bleiben wir noch einen Moment bei der Lollandsbanen in Dänemark. Vor kurzem wurde eine vierteilige Lynetter-Garnitur auf der Brücke kurz vor Nykoebing/ Falster gezeigt. Hier steht die gleiche Tour am frühen Morgen des 27.07.2004 zur Abfahrt im Endbahnhof der Lollandsbanen in Nakskov bereit. Zur rechten, im Bild nicht sichtbar, befinden sich die weiträumigen Depotanlagen der Bahn. Der Triebwagen wird alsbald seine Reise in das gut 50 km entfernte Nykoebing / Falster antreten.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 27.07.2004 Ort: Nakskov [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-ML Fahrzeugeinsteller: Lollandsbanen
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Historische Infrastruktur in Pretzsch
geschrieben von: Leon (608) am: 30.10.20, 18:31
Vor einem Jahr fanden bemerkenswerte Sonderfahrten mit einer Ferkeltaxen-Garnitur durch die Dübener Heide statt. Der Förderverein Berlin-Anhaltinische Eisenbahn hatte Fahrten von Lutherstadt Wittenberg nach Eilenburg angeboten; eingesetzt wurde der 772 312 und der 972 771 der Eisenbahnnostalgie Vogtland. Die Fahrten fanden überregional eine recht große Beachtung, zumal eine Strecke befahren wurde, welche den Charme vergangener Tage noch sehr in sich trägt. Verträumte Unterwegsbahnhöfe, teilweise noch mit mechanischer Sicherungstechnik, ließen Erinnerungen an vergangene Zeiten wieder aufleben. Selbst wenn nur ein Gleis befahrbar war und der Rest der Gleisanlagen völlig überwuchert war, war es ein Genuss, nach langer Zeit mal wieder ein Ferkeltaxi zu erleben, welches mit dem Sound seiner typischen Hupe über die Gleise wippte. Wir sehen hier die Garnitur, wie sie soeben den Bahnhof von Pretzsch erreicht. EZMG-Signale bestimmen das Bild, dazu ein Wasserkran und ein respektables Bahnhofsgebäude, welches für das passende Ambiente sorgt.
Leider konnten seitdem keine weiteren Sonderfahrten auf dieser verträumten, durch Wiesen und Wälder führenden Nebenbahn mehr angeboten werden, da dem Infrastrukturbetreiber der Strecke der Betrieb infolge von Oberbaumängeln untersagt wurde. Wie jedoch der Verein auf seiner Homepage erwähnt, ist man hier jedoch zugange und hofft, zur Adventszeit wieder Fahrten anbieten zu können.

Datum: 31.10.2019 Ort: Pretzsch [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Eisenbahnnostalgie Vogtland
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Ein Lynetter auf der HFHJ
geschrieben von: Leon (608) am: 28.10.20, 11:55
Eine Bahn, die bislang noch nicht in der Galerie vertreten ist, liegt im Norden der dänischen Insel Sjaelland: die Hilleroed-Frederiksvaerk-Hundested Jernbane, kurz HFHJ, auch Frederiksvaerkbanen genannt. Eigentlich kennt man diese Bahn nur wegen ihres Stahlzuges vom Stahlwerk im namengebenden "Frederiksvaerk", welcher früher mit zwei Nohab-Lokomotiven der Baureihe Mx bespannt wurde. Hauptsächlich für diese Verkehre hatte die HFHJ in den Jahren 1989/90 vier Lokomotiven dieser Baureihe von der DSB erworben.
Erste Lynetter erhielt die HFHJ zusammen mit der Lollandsbanen aus der ersten Lieferung von Uerdingen im Jahr 1965. Weitere Fahrzeuge kamen in den Jahren 1970 und 1984 hinzu. Die HFHJ hat bereits seit den 50er Jahren eng mit der Gribskovbanen (GDS) zusammengearbeitet, welche ebenfalls ihren Ausgangspunkt in Hilleroed hat. Insgesamt wurden somit 15 Trieb- und Steuerwagen sowie 9 Mittelwagen von Uerdingen bzw. Duewag/ Scandia an die HFHJ/ GDS ausgeliefert, wo sie bis zum Jahre 2007 im Norden von Sjaelland im Einsatz waren. Am 09.09.2002 sehen wir eine dreiteilige Lynetter-Garnitur vor typisch dänischer Kulisse mit Kirche und Windmühle bei Melby auf ihrem Weg von Hundested nach Hilleroed. Frederiksvaerk ist gleich erreicht.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 09.09.2002 Ort: Melby [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-ML Fahrzeugeinsteller: HFHJ
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Ankunft in Engelsdorf
geschrieben von: Leon (608) am: 29.10.20, 18:42
Die vormittägliche Ausfahrt der E 94 mit ihrem berühmten Güterzug nach Dresden von der Brücke am Rangierbahnhof Leipzig-Engelsdorf hat vor einiger Zeit ihren Einzug in die Galerie erhalten. Der 19.05.90 war damals so ein typischer Mai-Matschtag. Er begann recht diesig mit den ersten Aufnahmen vor der Halle des Leipziger Hauptbahnhofes, und bereits am frühen Vormittag tauchten in Engelsdorf die ersten Quellwolken auf. Weitere Motive dieses Zuges auf der Muldebrücke von Wurzen klappten noch ganz gut bzw. wurden in Oschatz schon zum Vabanque-Spiel, aber danach war Feierabend mit der Sonne. Meine Unterlagen geben leider nicht mehr her, womit wir uns zwischendurch die Zeit vertrieben haben, aber wir haben dann der Rückfahrt des Eisenschweins von Dresden erneut am Einschnitt in Niederau aufgelauert, welche grandios in den Wolken unterging. Spannend war es immer, was ab Dresden für eine Garnitur am Haken der E 94 hing. Am dem Tag sollte es ein Kesselzug sein. Nun, auch ein weiteres Motiv an der Muldebrücke von Wurzen ging klassisch in die Hose; die Hetztour über die Landstraßen entpuppte sich fast als reines Benzinverkutschen. Dann, kurz vor Engelsdorf gab es das sprichwörtliche Licht am Ende des "Wolkentunnels". Wir stehen erneut auf der Brücke in Engelsdorf, und die Sonne hatte -wenn auch recht milchig- ein Einsehen mit uns und der 254 052, wie sie ihre ellenlange Fuhre von der Hauptstrecke von Dresden in die weitläufigen Anlagen des Rangierbahnhofes zerrt.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 19.05.1990 Ort: Leipzig Engelsdorf [info] Land: Sachsen
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Nasse Füße für eine E 44
geschrieben von: Leon (608) am: 27.10.20, 09:02
Das Thema "Altbauelloks bei der DR" ist noch nicht ganz durch; ein paar Bilder liegen noch im Skat..;-) Sehr fotogen war früher der P 3498 von Lutherstadt Wittenberg nach Dessau, den wir bereits aus einer höheren Position in Lutherstadt gesehen haben. Hier haben wir uns am Nachmittag des 19.03.1988 nasse Füße geholt, als wir uns über die überfluteten Wiesen an den Elbe- und Muldeauen zwischen Roßlau und Dessau einen Pfad zum Fotostandpunkt suchen mussten. Ergiebige Regenfälle sowie die Schneeschmelze haben hier für ein eher versumpftes Biotop gesorgt, was uns aber dennoch nicht davon abhielt, an einer der zahlreichen Brücken südlich von Roßlau der einzigen Nachmittagsleistung ins Licht aufzulauern. Extrem langsam kam die 244 108 mit ihrer kurzen Bghw-Fuhre über die Brücke gepoltert und hinterließ drei zufriedene Gesichter, denen die nassen Socken danach völlig egal waren. Der Zug wurde zudem noch von einem wummenbespannten Güterzug verfolgt, der bereits vor längerer Zeit seinen Weg in die Galerie gefunden hat.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 19.03.1988 Ort: Roßlau [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 144,145 (histor. E44) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Herbst am BAR
geschrieben von: Leon (608) am: 26.10.20, 10:52
Beim BAR von "Landschaft" zu sprechen mag gewagt klingen, aber die lange Gerade zwischen dem "Schweineohr" und Diedersdorf eignet sich aus vielen Perspektiven für ein Foto, wie die Galerie zeigt. Inzwischen ist auch hier der Herbst eingekehrt, und die Laubfärbung sorgt für ein passendes Ambiente für einen der bekanntesten Güterzüge, die den südlichen BAR passieren: den KLV-Shuttle zwischen Rotterdam und Swardez bei Poznan. Dieser Zug ist schon mit diversen Bespannungen in die Galerie gewandert und besticht durch seine polnischen, britischen und niederländischen Sattelauflieger. Führendes EVU ist die LTE Logistic- and Transport GmbH, welche u.a. für diese Verbindung fünf Lokomotiven der Baureihe 186 mit verschiedenen Motiven und dem Schriftzug "attracktive forces" versehen hat. Wir sehen hier die 186 945, wie sie ihre farbenfrohe Fuhre entlang der Diedersdorfer Wiesen gen Osten befördert.

Datum: 24.10.2020 Ort: Diedersdorf [info] Land: Brandenburg
BR: 186 (Bombardier TRAXX F140 MS) Fahrzeugeinsteller: LTE
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Vierteilig über den Guldborgsund
geschrieben von: Leon (608) am: 24.10.20, 22:06
Die Inseln Falster und Lolland trennt in Dänemark der Guldborgsund. Kurz vor Nykoebing/ Falster verbindet eine kombinierte Schienen- und Straßenbrücke die beiden Inseln, und die Strecken von Nakskov und Roedby F. werden hier gebündelt. Die Brücke trägt den Namen "Kong Frederik d. IX´s Bro" und besitzt ein Klappsegment, welches für die Passage größerer Schiffe geöffnet werden kann.
Die Strecke nach Nakskov wird von der Lollandsbanen betrieben. Im Jahr 2004 waren hier noch Lynetter-Triebwagen im Einsatz. Die Lollandsbanen erhielt 1965 aus der ersten Serie von 10 Lynettern als erste Privatbahn Dänemarks vier dieser formschönen Triebwagen sowie passende Bei- und Mittelwagen. Weitere Lynetter wurden erst ab 1983 an die Lollandsbanen geliefert. Typisch für die Bahn war der Einsatz von vierteiligen Zügen. Hierzu wurden Ende der 90er Jahre sogar zwei Steuerwagen in Mittelwagen umgebaut, um mindestens zwei vierteilige Einheiten einsetzen zu können. Wir sehen hier am Vormittag des 27.07.2004 ein Gespann, welches an beiden Enden die Triebköpfe Ym 60 und 61 aufweist. Somit sind hier die beiden ersten für dänische Privatbahnen ausgelieferten Lynetter abgebildet. Der Zug überquert soeben die Kong Frederik d IX´s Bro und wird in wenigen Augenblicken den Bahnhof von Nykoebing/ Falster erreichen. Nach einer Weile steht die Rückfahrt in das gut 50 km entfernte Nakskov an.
Für verkehrsschwachere Zeiten standen auch zwei zweiteilige Garnituren zur Verfügung. Der Einsatz der Lynetter auf der Lollandsbanen endete im Jahr 2007.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 27.07.2004 Ort: Nykoebing/ Falster [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-ML Fahrzeugeinsteller: Lollandsbanen
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Ein Lynetter auf der Vestbanen
geschrieben von: Leon (608) am: 23.10.20, 17:54
Nur 16 Bilder von den formschönen Lynetter-Triebwagen aus Dänemark sind in der Galerie enthalten, davon allein 14 von der Lemvigbanen, zwei von der Vestbanen, und die der anderen dänischen Privatbahnen finden überhaupt nicht statt...Geht ja GAR nicht..!;-) Wird Zeit, dies zu ändern...:-)

Von unserem Herbst-Urlaub in Dänemark wurde jüngst ein Bild in die Galerie aufgenommen. Es zeigt einen Arriva-Triebwagen, wie er heutzutage auf der Strecke der Vestbanen von Varde nach Noerre Nebel zu finden ist. Bis zum Jahr 2012 waren auf der Vestbanen noch Lynetter im Einsatz. Die Bahn hat erst relativ spät , erst im Jahr 1983 zwei Lynetter erhalten. Die erste Auslieferung der insgesamt 76 Triebwagen plus diverser Bei- und Mittelwagen fand in Dänemark ab dem Jahr 1965 statt. Von Uerdingen, später Duewag (in Zusammenhang mit Scandia) gefertigt, konnte sich das Fahrzeug in unseren Gefilden nicht durchsetzen; über einen Erprobungszug kam es nicht hinaus. In Dänemark war der Lynetter hingegen DAS Standardfahrzeug auf nahezu jeder Privatbahn, und die DSB selbst hatte die Anzahl von sieben Triebwagen als Reihe ML im Bestand, welche auf der Strecke von Hilleroed nach Helsingoer eingesetzt wurden.
Zurück zur Vestbanen. Als Ergänzung zu den nur zwei Treibwagen mit den Nummern Ym 71 und 72 kam 1998 ein dritter Triebwagen als Ym 73 von der Lollandsbanen hinzu. Kurioser Weise verfügte man nunmehr über zwei Triebwagen aus dem Jahr 1983 mit Puffern und Schraubenkupplung sowie ein Fahrzeug aus dem Lieferjahr 1965 ohne Puffer, dafür mit Scharfenbergkupplung. Da aber Traktionen nicht vorgesehen waren, spielte dies für die Vestbanen keine Rolle.
Am 04.09.2001 hat der Triebwagen Ym 71 mit seinem Beiwagen Ys 81 den Endbahnhof Noerre Nebel rechtzeitig vor der drohenden Wolkenfront erreicht. Das Bahnhofsgebäude ist heute noch vorhanden, präsentiert sich aber aus diesem Blickwinkel fast unfotografierbar hinter einer meterhohen, hölzernen Schutzwand.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Zuletzt bearbeitet am 23.10.20, 17:58

Datum: 04.09.2001 Ort: Noerre Nebel [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-ML Fahrzeugeinsteller: Vestbanen
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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An der Neckarschleuse bei Hirschhorn
geschrieben von: Leon (608) am: 22.10.20, 17:52
Vom 07.01.1986 ist bereits mit dem Bahnwärterhaus vor Neckargemünd ein Bild einer 194 in die Galerie aufgenommen worden. Wir wussten damals, dass in sehr zeitnaher Folge bis zu drei 194-bespannte Güterzüge durch das Neckartal fuhren und sind nach dem ersten Zug bei Neckargemünd weiter in das Tal gefahren, um festzustellen, dass die Sonne an einem 07.01. derart tief steht, dass sich nur wenige Fotomöglichkeiten ergeben haben. Wenn auch nur mit ambitioniertem Streiflicht umsetzbar, hat uns aber dennoch die Ausfahrt aus dem Tunnel unterhalb des Schlosses Hirschhorn recht gut gefallen. Wir stehen in der Nähe der Neckarschleuse, und bereits nach kurzem Warten kam die zweite E 94 des Tages mit einem langen Güterzug in Richtung Heilbronn aus dem Tunnel gerauscht. Ein dritter Güterzug kam fast im Blockabstand, der aber zu unserer immensen Enttäuschung "nur" mit einer grünen 150 bespannt war. Jammern auf hohem Niveau...;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 07.01.1986 Ort: Hirschhorn [info] Land: Hessen
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Die "Lorraine" grüßt die Mosel
geschrieben von: Leon (608) am: 20.10.20, 20:38
Die Moselbrücke von Ediger-Eller ist bereits mit einigen Bildern in der Galerie vertreten, aber die meisten Aufnahmen zeigen die Brücke in den Morgenstunden. Vor 27 Jahren war der Blick auf die Brücke auch nachmittags machbar. Wir sehen den D 2430, wie er von der 181 211 gen Trier gezogen wird. Wieder ist der erste Wagen hinter der Lok ein farblicher Ausreißer, welcher bereits die damals neuen Produktfarben trägt. Die Lok trägt den Beinamen "Lorraine", auf deutsch "Lothringen" - eine Region im Nordosten Frankreichs mit Grenzen zu Belgien, Luxemburg und Deutschland.
Und erneut wird deutlich, dass eine blaue 181 an dieser Stelle farblich untergegangen wäre. Im Sommer 1993 habe ich zwei Anläufe zu diesem Motiv unternommen; den zweiten, um die Stelle mit einer blauen Lok zu erwischen. Aus heutiger Sicht hätte der erste Anlauf genügt..;-) Und wie gut, dass man damals ein wenig Ausdauer am Motiv mitgebracht hat, denn entweder kurz vor oder kurz nach dem Zug kam der Erzpendel - zünftig bespannt mit zwei o/b-151 mit automatischer Kupplung.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 29.06.1993 Ort: Ediger-Eller [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 181 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Arriva auf der Vestbane
geschrieben von: Leon (608) am: 21.10.20, 19:08
Der diesjährige Herbsturlaub führte mal wieder in unser nördliches Nachbarland. Die Zeit der Nohab-bespannten Güterzüge ist bis auf wenige Hotspots fast vorbei, und wer eine DSB-Rundnase vor einem Güterzug sehen will, muss ins Legoland nach Billund fahren...;-) Auch die formschönen Lynetter-Triebwagen sind bis auf die Lemvigbane leider schon Geschichte. Bis zum Jahr 2012 waren sie jedoch noch auf der Vestbane zwischen Varde und Noerre Nebel aktiv. Inzwischen ist dort längst der Verkehr durch Lint 41 von Arriva übernommen worden, und die Züge sind inzwischen bis Esbjerg durchgebunden. Auch wenn die irgendwie türkisblau gefärbten Triebwagen nichts mehr mit der früheren Lynetter-Herrlichkeit zu tun haben, kann man bei gescheitem Wetter dennoch ein paar Stunden von der Familie abknapsen und ein paar Fotos machen. Hier sehen wir so ein Gefährt, wie es auf seinem Weg von Esbjerg nach Noerre Nebel in wenigen Augenblicken den Haltepunkt von Outrup erreicht.

Datum: 14.10.2020 Ort: Outrup [info] Land: Europa: Dänemark
BR: DK-648 Fahrzeugeinsteller: Arriva
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Die "Saar" entlang der Mosel
geschrieben von: Leon (608) am: 18.10.20, 20:20
Vor kurzem wurde in der Galerie das Feld "Baureihe 181 an der Mosel" beackert. Hier sehen wir erneut eine Aufnahme aus dem Moseltal, welche beweist, dass die damals recht verpönte Lackierung in "o/b" aus heutiger Sicht gar nicht so schlecht war...;-) Natürlich wäre hier auch eine blaue Lok sehr edel rübergekommen, wie bereits eine Aufnahme in der Galerie von dieser Stelle zeigt. Am 01.07.1993 musste ich mich aber "nur" mit der 181 213 begnügen, die hier ihren D 2538 gen Trier zieht, jedoch mit ihrem Namen "Saar" nicht ganz den richtigen Fluss trifft...Optisch kann der rot-beige 1.Klasse-Wagen als kleiner Ausreißer bezeichnet werden; er gibt aber dem Zug noch einen zusätzlichen Farbklecks. Vielleicht wird mit diesem Bild deutlich, warum in der Generation Ü50 die Epoche IV so beliebt ist..;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 01.07.1993 Ort: Neef [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 181 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Der Geruch von Braunkohle und Zweitaktmotoren
geschrieben von: Leon (608) am: 17.10.20, 13:34 Top 3 der Woche vom 01.11.20
Leipzig-Lindenau, am 09.Februar 1989. Dicker Nebel lag über der Stadt, es roch nach Braunkohle und Zweitaktmotoren. An einem Fenster hängt ein Wäscheständer - man möchte nicht glauben, dass in dieser Suppe tatsächlich etwas trocknet. Einige ältere Reisende stehen auf dem Bahnsteig. Sie nehmen kaum Notiz von uns. Halb aus dem Gegenlicht erscheint in langsamer Fahrt und unter mühsamen Geknarze ein Güterzug, gezogen von einer E 44, mit der man schon fast Mitleid haben muss, dass sie ihr Ziel erreicht...Die Reisenden schenken dem Zug kaum Beachtung. Alltag im Februar´89...

Eigentlich war für den Tag strahlender Sonnenschein angesagt. Ziel waren wie so oft in dieser Zeit die letzten Altbauelloks der Reichsbahn. Wir sind bei sternenklarem Nachthimmel von Berlin aus gen Leipzig aufgebrochen, aber bereits ab dem Fläming hat sich eine dicke Nebelsuppe breit gemacht, die sich für den Rest des Tages nicht wirklich auflösen sollte. In Leipzig angekommen, haben wir zunächst -eher aus Langeweile- vor dem Hauptbahnhof auf alles draufgehalten, was so an Straßenbahnen vorbeikam. Tatras, Gotha-Gelenkzüge usw. Dann sind wir in die bei Nebel wirklich stockfinsteren Hallen des Hauptbahnhofes, um festzustellen, dass der übliche Personenzug nach Großkorbetha heute mit einem Holzroller statt mit der ersehnten 244 verkehren sollte...:-(
Als sich dann am Mittag der Nebel etwas lichtete und die Sonne zu erahnen war, haben wir diverse Haltepunkte in Leipzig angesteuert, in der Hoffnung, irgend etwas brauchbares einzufangen. In Leipzig-Lindenau haben wir eine etwas längere Fotopause eingelegt. Diverse Züge sind ins Archiv gewandert. Bilder, von denen man jahrelang keine Notiz genommen hat. Von einem Tag, der sich nicht wirklich in die Erinnerung einbrannte.
Heute, über 30 Jahre später. Man freut sich über historische Trams in Leipzig, den Holzroller in der Halle, den Alltag aus 118, 132, 250, 242 in Leipzig-Lindenau sowie an diversen anderen Fotopunkten - und über die 244 048 mit ihrem Güterzug. Es sollte -abgesehen von wettermäßig unterirdischen Aufnahmen in Plagwitz mit einigen 254- die einzige Altbauellok sein, die wir an dem Tag halbwegs mit "Sonne" eingefangen haben...

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 09.02.1989 Ort: Leipzig Lindenau [info] Land: Sachsen
BR: 144,145 (histor. E44) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 36 Punkte

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Damals, die Steige hinab
geschrieben von: Leon (608) am: 10.10.20, 06:23
Dieser Blick auf den oberen Abschnitt der Geislinger Steige kurz vor Amstetten wurde vor nicht allzu langer Zeit in der Galerie gezeigt, und ich mutmaße mal, dass das Fotomotiv an der Treppe parallel zu den Gleisen so alt ist wie die Steige selbst. Generationen von Fotografen werden hier schon gestanden haben, und wer weiß, was man hier in 33 Jahren zu Gesicht bekommen wird...;-)
Schrauben wir aber die Zeit einmal 33 Jahre zurück: der Schiebebetrieb auf der Geislinger Steige war fest in der Hand der Baureihe 194, und häufig konnte hier ein schiebendes Krokodil fotografisch eingefangen werden, kurz bevor es seinem Zug einen letzten Schubs gibt und die Steige wieder hinabrollt nach Geislingen West, bereit für weitere Aufgaben. Häufig kam bereits der nächste Güterzug die Steige emporgekrochen, unterstützt von einer weiteren 194, oder früher einer 193. Darüber hinaus waren hier auch weitere 194 mit Güterzügen zwischen Stuttgart, Ulm, Augsburg und München unterwegs, wenn auch in den letzten Einsatzjahren nicht mehr sehr häufig.
Hier kommt am Nachmittag des 26.08.1987 die 194 075 mit ihrer Fuhre aus Richtung Amstetten um die Kurve und wird die Steige gen Stuttgart hinabrollen. Später wird ihr eine blaue Kasten-110 mit einem Eilzug folgen, der wiederum eine grüne 150 mit einem Güterzug nach Kornwestheim folgt. Mann, waren das noch Zeiten...;-)

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 26.08.1987 Ort: Amstetten [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Vor den Hallen des Leipziger Hauptbahnhofes
geschrieben von: Leon (608) am: 08.10.20, 15:39
Die "Eisenschweine" der Baureihe 254 fanden bei der DR nicht nur vor Güterzügen Verwendung, sondern kamen vereinzelt auch vor Nahverkehrszügen oder Abstellzügen in den Leipziger Hauptbahnhof. Zum Ende ihrer Einsatzzeit sah der Umlaufplan einen Nahverkehrszug von Großkorbetha nach Leipzig und anschließend einen Abstellzug nach Taucha vor. Am frühen Morgen des 19.05.90 hat die 254 040 ihre Bghw-Fuhre in die Halle des Hauptbahnhofes gezogen und wartet nun mit ihrem Abstellzug, gebildet aus der Garnitur des D 498 von Krakau über Forst (!) nach Leipzig auf den Abfahrtsauftrag. Nur mit diesem Zug war es im Frühjahr 1990 möglich, eine E 94 vor der Kulisse des Leipziger Hauptbahnhofes zu erwischen.
Die Lok ist nach ihrer z-Stellung am 01.09.90 zum 30.01.92 ausgemustert worden. Von 1993 bis 1996 wurde sie in Basdorf bei Berlin aufbewahrt und ist nach einem kurzen Aufenthalt in Jüterbog in das Dampflokmuseum Hermeskeil überführt worden.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 08.10.20, 17:07

Datum: 19.05.1990 Ort: Leipzig Hauptbahnhof [info] Land: Sachsen
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Blaue Lok neben blauem Fluss
geschrieben von: Leon (608) am: 06.10.20, 18:30
Vor kurzem wurde von Nils ein Bild von einer blauen 181 in die Galerie aufgenommen, welches eine recht kontroverse Meinungskette hinter sich herzog. Nun, da der Plandienst dieser Baureihe seit einiger Zeit vorüber ist, möchte ich mit dieser Aufnahme an die Glanzzeiten der Loks erinnern, als sie noch Schnell- und Eilzüge durchs Moseltal zogen. Ein Frühsommerurlaub im Jahr 1993 führte mich an die Mosel, und die Zahl an blauen Lokomotiven dieser Baureihe war noch recht beachtlich. Durchschnittlich jeder zweite Zug tauchte mit einer blauen Vertreterin ihrer Baureihe auf, und ich habe mich damals als bekennender Fetischist altlackierter Loks einen Kullerkeks gefreut, an all den Klassikern blaue Exemplare erwischt zu haben: die Moselbrücke von Bullay von oben, Ediger-Eller aus dem Hang u.v.a.m. An orientrote Exemplare war damals noch nicht zu denken. Heute, 27 Jahre später, schaut man sich die Bilder viel kritischer an - und stellt fest, dass man die blauen Loks vor ihren weitgehend ozeanblau-beigen Garnituren auf den ersten Blick oft gar nicht sieht. Meist war die o/b-Variante die bessere Wahl...shit happens..;-)
Einzig bei dieser Aufnahme aus den Weinbergen oberhalb von Pünderich kommt eine blaue Lok prima zur Geltung - und was hätte man für ein Foto machen können, wäre das Graffiti auf dem 2. Wagen oder -noch viel schlimmer- das unsägliche Sanitärdesign des dritten Wagens nicht präsent...
Wir sehen den stinknormalen Eilzug E 3971 im Outfit der frühen 90er Jahre.

Falls jemandem die Fotostelle bekannt vorkommt: "Die DB heute" war Pate...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 27.06.1993 Ort: Pünderich [info] Land: Rheinland-Pfalz
BR: 181 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Zufallstreffer in Dessau
geschrieben von: Leon (608) am: 05.10.20, 10:09
Am Nachmittag des 15.04.1988 stromerten wir bei einer unserer Altbau-Elloktouren im Bw Dessau herum. Eine dort abgestellte 244 lud uns zum ausgiebigen Fotografieren ein. Wir waren mit unserem Foto-Shooting gerade fertig, als völlig unerwartet ein Eisenschwein aufkreuzte und sich direkt vor dem Stellwerk an der Nordausfahrt des Bahnhofs Dessau postierte. Vom Gelände des Betriebswerkes ließ sich somit zusätzlich zu der 244 auch die 254 069 verewigen. Mit welcher Zugleistung die Lok nach Dessau oder Roßlau gekommen ist, entzog sich unserer Kenntnis; eine Planleistung kann es nicht gewesen sein.
Die 254 069 wurde nur wenig später wegen Drehgestellschäden am 16.05.88 z-gestellt. Wir trafen die Lok bei späteren Fototouren in Engelsdorf wieder - oder dem, was von ihr übrig war. Die Lok wurde dort als Ersatzteilspender benutzt und bis 1990 verschrottet. Bei einem Besuch im Mai 1990 waren von ihr nur noch die Reste des Rahmens und der Drehgestelle erkennbar.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia, entzerrt und weniger gelb.

Datum: 15.04.1988 Ort: Dessau [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Das Reiterstellwerk im Bayerischen Bahnhof
geschrieben von: Leon (608) am: 04.10.20, 20:36
Von dem Personenzug vom Bayerischen Bahnhof in Leipzig nach Böhlen mit der Baureihe E 44 ist vor kurzem ein Bild in die Galerie aufgenommen worden. Bereits einige Tage vorher führte uns eine Fototour in diese Region, aber der Tag war wettertechnisch etwas diesiger. Wir schreiben den 04.04.1988. Nachdem wir einige Aufnahmen von dem Zug im Bayerischen Bahnhof von Leipzig angefertigt haben, fiel uns im Gleisvorfeld dieses Reiterstellwerk auf. Über eine Fahrstraße parallel zu den Gleisen war es erreichbar, nur waren wir dort auf der falschen Sonnenseite. Nun denn, buddeln wir alte Jugendsünden wieder auf. Selbstverständlich war der Fotostandort mit keinerlei Bahnpersonal abgesprochen. Als der Zeitpunkt der Planabfahrt näher rückte und keine weitere Zugbewegung erkennbar war, sind wir kackfrech über die Gleise gehopst und haben uns in sicherer Entfernung zum Durchfahrgleis postiert. Wir sehen die Vorbeifahrt der 244 048 mit ihrem P 5633 nach Espenhain; im Hintergrund ist noch der Bayerische Bahnhof erkennbar. Danach hieß es: Socke geben..;-) Gesagt hat niemand etwas - aber eine Aktion, die heute, über 30 Jahre danach, völlig undenkbar ist. Ja, wir waren damals nicht immer artig...:-) Aber ich bin mir sicher, dass jeder von uns derartige "Leichen im Keller hat". Deshalb: wer frei von Schuld, der werfe...;-)

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 06.10.20, 13:07

Datum: 04.04.1988 Ort: Leipzig Bayerischer Bahnhof [info] Land: Sachsen
BR: 144,145 (histor. E44) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Rangierpause in Weißenfels
geschrieben von: Leon (608) am: 03.10.20, 18:16
Bis zum Anfang der 90er Jahre wurden die Lokomotiven der Baureihe E 44 bei der DR noch für Rangieraufgaben genutzt. Eine dieser Loks war die 244 128, die im Rangierbahnhof Weißenfels verwendet wurde. Am Abend des 10.11.90 haben wir der Lok einen Besuch abgestattet, in der Hoffnung, irgendwie eine Nachtaufnahme anfertigen zu können. Die Lok pausierte gerade, aber es war stockdunkel, und mit nur einer einzigen Stirnbeleuchtung sowie wenig Umgebungslicht war kein Löten an der Holzkiste..:-( Da fiel uns die Besandungsanlage auf. Mit einiger Überredungskunst gelang es uns, die Personale dazu zu bringen, ihr Gefährt einige Meter weiter unter diese Anlage zu fahren - was auch gelang. Und somit kamen wir in den Genuss von Aufnahmen einer weiteren E 44 der DR, die uns noch fehlte...:-)
Es sollte die vorletzte Aufnahme einer noch im Plandienst der DR befindlichen 244 werden. Das Finale wird in einer völlig anderen Region statt finden...doch dazu später mehr an dieser Stelle..:-)

Scan vom Agfa-Kleinbilddia

Datum: 10.11.1990 Ort: Weißenfels [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 144,145 (histor. E44) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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Imposante Fracht auf den Gleisen der OHE
geschrieben von: Leon (608) am: 02.10.20, 16:28
Dieser Panzerzug auf den Gleisen der OHE vom 18.09.20 hat bereits vor einigen Tagen seinen Einzug in die Galerie erhalten. Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: ein "Russe" liefert den Support beim Abzug amerikanischer Truppen aus Bergen.
Bereits weithin hörbar war die 232 589, als sie mit ihrer militärischen Fracht am Fotografen bei Huxahl vorbeidröhnte. Sehr interessant fand ich die Beschreibung der Panzer in dem Bild von dem Kollegen; seit den Revell-Bausätzen zu meiner Jugendzeit sowie seit den Panzerkolonnen der Amis von den McNair-Barracks im damaligen West-Berlin direkt an meinem Elternhaus vorbei zum Schießplatz im Grunewald hab´ ich mich mit Panzern nie wieder beschäftigt...Ja, es war als Kind immer sehr imposant, wenn auf der Hauptverkehrsstraße gen Wannsee der Verkehr plötzlich verstummte und dann das Gedröhne eine herannahende Panzerkolonne ankündigte. Wir sind immer zum Gartenzaun gaffen gerannt und haben uns diese unheimlichen Teile mit ihren manchmal grimmig, manchmal freundlich dreinschauenden Besatzungen reingezogen. War schon eine verrückte und erlebnisreiche Zeit damals, als die Alliierten noch präsent waren...

Datum: 18.09.2020 Ort: Huxahl [info] Land: Niedersachsen
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Herbst am Teltowkanal
geschrieben von: Leon (608) am: 30.09.20, 19:05
Ich hatte dieses Motiv vom Teltowkanal in Berlin-Mariendorf bereits schon einmal im Frühjahr vorgestellt. Mittlerweile hat in Berlin der Herbst Einzug erhalten und präsentiert sich hier in seinen Farben am Ufer des Teltowkanals. Für heute mittag war erneut die Bedienung des Tanklagers in Mariendorf angekündigt; eine Aufgabe für die LEG. Leider hat sie uns ihre äußerlich wenig ansprechende 232 416 geschickt, aber..Russe bleibt Russe! Also wurde zunächst die Brücke der Lankwitzer Straße aufgesucht, um zu schauen, wie weit die Vorbereitungen für die Abfahrt schon erfolgt sind. Da derzeit ein Umsetzen im Güterbahnhof Berlin-Marienfelde nicht möglich ist, wurde für die Transporte zum Tanklager-Anschluss eine neue Weichenverbindung auf die S-Bahn-Gleise geschaffen, d.h. der Zug drückt nach Süden aus dem Anschluss heraus, um danach Richtung Norden auf die S-Bahn-Gleise zu schwenken. Wir stehen derweil am Ufer des Teltowkanals und lauschen bereits in der Ferne das typische Herannahen der Ludmilla mit ihrer Kesselwagenfuhre nach Stendell. Der Zug wird im Güterbahnhof Berlin-Tempelhof Kopf machen und dann über Halensee, Jungfernheide und Gesundbrunnen seinen Weg fortsetzen. Die rush-hour war in Berlin heute nachmittag nicht soo dicke, als dass man dem Zug nicht auf der Höhe des S-Bahnhofes Hohenzollerndamm erneut auflauern wird..:-)

Datum: 30.09.2020 Ort: Berlin Mariendorf [info] Land: Berlin
BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: LEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Detailstudie
geschrieben von: Leon (608) am: 29.09.20, 19:15
Erhabene Schilder, erhabene Flächen. Ein elektrisierender und anmutiger Anblick...zeitlose Eleganz in einer Welt für sich..;-)

Wir gedenken der Personale und ihrem harten Alltag auf den robusten, unverwüstlichen Maschinen. Wir gönnen ihnen von Herzen eine kleine Versüßung ihres Alltages. Mögen sie sich auf ihrem Einsatz nicht zu sehr den Kopf verdreht haben lassen...;-) Aber (Verkehrs-)Unfälle infolge Unachtsamkeit sind von den Einsätzen der 254 nicht überliefert...:-)
Da bekommt der Begriff des "Eisenschweins" eine ganz andere Bedeutung...! Honi soit qu´il mal y pense...;-) Wir wünschen eine bequeme Einfahrt...in den Güterbahnhof; Ihr Banausen! :-)

Heiterer Scan vom Fuji-Kleinbilddia, zufällig gesehen in Engelsdorf

Datum: 19.05.1990 Ort: Leipzig Engelsdorf [info] Land: Sachsen
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Über die Mulde bei Wurzen
geschrieben von: Leon (608) am: 28.09.20, 08:30
Der berühmte Dg 53635 von Engelsdorf nach Dresden-Friedrichstadt wurde hier schon desöfteren erwähnt, und unser Fototag am 20.02.90 begann bei der Jagd auf die letzten Altbau-Elloks der DR mit dem ersten Motiv an der Muldebrücke von Wurzen. Diese Brücke wurde von uns recht häufig aufgesucht, und es gibt wohl kaum eine Ellokbaureihe der DR, die auf dieser Brücke nicht verewigt werden sollte. Im Zuge einer Neutrassierung wurde die Brücke bald nach der Wende durch einen Neubau ersetzt. Am 20.02.90 haben wir jedoch "den" Dg erwartet, und an diesem Tag hatte die 254 106 die Aufgabe, ihn nach Dresden zu ziehen. Hierbei handelte es sich um die Lok, die als letztes "Eisenschwein" der DR am 28.11.1986 im RAW Dessau eine Hauptuntersuchung erhalten hat und nur wenige Monate später am 11.08.90 den letzten planmäßig mit einer E 94 bespannten Güterzug der DR befördern wird.
Durch einen Knick der Strecke nach Nordosten ist an der Muldebrücke in Wurzen im Februar kein Frontlicht zu erwarten. Die tiefe Sonne leuchtet jedoch die Brücke sowie den Zug recht gut aus. Nach der Vorbeifahrt ging es für uns quer durch den Süden von Leipzig, um dem Kokszug von Espenhain aufzulauern.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 20.02.1990 Ort: Wurzen [info] Land: Sachsen
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Als Traditionslok vor Planzugehren !
geschrieben von: Leon (608) am: 27.09.20, 16:56
Machen wir einen kurzen Abstecher zur E 04...;-) Für die Wiedereröfnung des elektrischen Zugbetriebes in Mitteldeutschland ließ die DR vom RAW Dessau zuerst nur Lokomotiven der Baureihe E 44 instand setzen. Als zweite Baureihe folgte die E 04, von der insgesamt 14 Exemplare aufgearbeitet wurden. Ihr Einsatz erfolgte zunächst im Schnellzugdienst auf der Strecke von Magdeburg nach Halle über Köthen. Später kamen die Strecken von Halle nach Leipzig sowie von Leipzig über Bitterfeld und Dessau nach Magdeburg hinzu. Mit der Elektrifizierung weiterer Strecken gelangten die Lokomotiven auch bis nach Erfurt, Camburg, Reichenbach oder Dresden. Schließlich wurden die Loks bis Mitte der 70er Jahre zusehends in den Personenzug- oder Güterexpresszugdienst verdrängt, bevor ihr Einsatz Ende November 1976 zu Ende ging. Viele der Loks wurden nach ihrer Z-Stellung als stationäre Trafoanlagen oder Energieversorgungsgeräte für elektrodynamische Gleisbremsen verwendet. Sehr fotogen war hier die E 04 08, welche für mein erstes Foto einer E 04 in jugendlichen Jahren auf dem Gebiet der DR aus einem fahrenden Transitzug hergehalten hat. Erst Jahre später hat man den Zusammenhang erfahren, warum die Lok da ohne Stromabnehmer, jedoch mit einem Kabel am Fahrdraht immer an der gleichen Stelle stand...;-)
Erhalten geblieben sind von den DR-Maschinen neben der auf dem Museumsgleis des Leipziger Hauptbahnhofes befindlichen Traditionslok E 04 01 die E 04 07 im Traditions-Bw Staßfurt sowie die 204 011 im Eisenbahnmuseum Weimar.
Hin und wieder kam die E 04 01 zu Sonderzug- oder Planzugehren. Einer ihrer letzten Einsätze fand am 29.06.1991 statt, als aus besonderem Anlass neben ihr auch die 218 031, die 244 139 sowie die 254 056 vor planmäßigen Personenzügen im Raum Leipzig - Halle - Eilenburg - Dessau unterwegs waren. Hier sehen wir die Lok, als 204 001 beschriftet, vor dem P 8208 nach Dessau in der Halle des Leipziger Hauptbahnhofes stehen.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 29.06.1991 Ort: Leipzig Hauptbahnhof [info] Land: Sachsen
BR: 104 (histor. E04) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Entlang des Bergsees bei Güntersberge
geschrieben von: Leon (608) am: 26.09.20, 16:33
Wie aus den "aktuellen Fahrplanänderungen " der Harzer Schmalspurbahnen zu entnehmen war, wurde Mitte September für einige Zeit ein Harz-Kamel von Nordhausen auf einem Umlauf eingesetzt, der sonst i.d.R. einem Triebwagen vorbehalten war. Der Umlauf führte das Kamel von Nordhausen über Eisfelder Talmühle und Stiege zur Selketalbahn und dort bis nach Harzgerode und zurück. Für den Nachmittag standen einige weitere Leistungen von Nordhausen nach Eisfelder Talmühle und zurück auf dem Programm. Eingesetzt wurde die 199 874 mit zwei Personen- und dem zweiachsigen Packwagen.
Wir sehen hier das illustre Züglein auf seiner Rückfahrt nach Nordhausen, wie es den Bergsee bei Güntersberge passiert - ein Motiv, welches nur über einen gemütlichen Spaziergang erreichbar ist.

Datum: 20.09.2020 Ort: Güntersberge [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 299 (alle deutschen Schmalspur-Dieselloks) Fahrzeugeinsteller: HSB
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Die Nordeinfahrt von Straußfurt
geschrieben von: Leon (608) am: 25.09.20, 16:55
Derzeit ist ja in der Galerie die KBS 601 Nordhausen-Erfurt en vogue. Dies nicht ohne Grund, denn es findet sich ohne weiteres keine weitere Nebenstrecke auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Reichsbahn, die über eine derartige Fülle von mechanischer Sicherungstechnik verfügt. Die Bahnhöfe von Kleinfurra, Sondershausen, Hohenebra, Wasserthaleben und Straußfurt weisen noch Formsignale auf, und allein die morbide Kulisse hinter dem Bahnhof von Hohenebra ist eine Reise wert. Nachdem woanders jüngst die letzten Formsignale gefallen sind oder im Inbegriff des Fallens sind -beispielsweise in Templin oder Beeskow- muss man schon eine etwas weitere Strecke vom Berliner "Speckgürtel" zurücklegen, um eine solche Infrastruktur zu erleben. Gut, hot spots wie Haldensleben oder Bernburg sind fotografisch ja schon fast "totgeschossen", aber nachdem auch auf der nicht weit von der KBS 601 liegenden KBS 357 die Bahnhöfe Niedersachswerfen und Woffleben kürzlich an das ESTW angeschlossen wurden und auf niedersächsicher Seite auch in Gittelde und Münchehof die ersten Lichtsignale stehen, gewinnt die Strecke von Nordhausen nach Erfurt eine besondere Priorität. Und so wundert es nicht, wenn ein hanseatisch-hannoveranisch-brandenburgisches Fotokollektiv am letzten Wochenende diese Strecke heimgesucht hat und sozusagen "zwischen dem EBS-Städteexpress" versucht hat, noch möglichst viele Motive einzusammeln...;-)
Wir sehen am frühen Nachmittag den 642 018, wie er das malerische Stellwerk an der Nordeinfahrt von Straußfurt passiert. Ein Bild mit allen vier Signalen fiel den bereits hier vorhandenen Baggern zum Opfer - Bauarbeiten, die sich demnächst mit einer Weiche oberhalb des Bahnhofs Straußfurt beschäftigen werden.

Datum: 19.09.2020 Ort: Straußfurt [info] Land: Thüringen
BR: 642 (Siemens Desiro Classic) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Damals im Einschnitt bei Niederau-Gröbern
geschrieben von: Leon (608) am: 24.09.20, 16:25
Im Rahmen der Errichtung der Bahnstrecke Leipzig-Dresden wurde in den Jahren 1837 bis 1839 bei Oberau ein gut 500 m langer Tunnel gebohrt. Da sich sein Lichtraumprofil als zu gering erwies und darüber hinaus Wasser- und Frostschäden zu vernehmen waren, entschloss man sich, den Tunnel in den Jahren 1933/34 aufzuschlitzen. Seitdem verläuft die Bahnstrecke an dieser Stelle in einem tiefen Einschnitt. An den Tunnel erinnert ein heute fast zugewachsener Obelisk, welcher aus dem Originalmaterial der Tunnelportalbekrönung entstand.
Im Frühjahr 1990 war der Obelisk noch gut sichtbar. Wie so oft in jenem Frühjahr haben wir uns den Altbauellokeinsätzen des Bw Engelsdorf verschrieben, und der Vormittag gehörte dem legendären Dg 53635 von Engelsdorf nach Dresden-Friedrichstadt, bespannt wie so häufig mit der 254 052. Spannend war immer die Frage nach der Rückleistung. An diesem Tage haben wir die Gegend um Niederau für ein passendes Motiv abgegrast, als plötzlich im Bahnhof von Niederau die 254 052 als Lz aus Richtung Dresden aufkreuzte und sich hier vor einen Ganzzug aus gedeckten Güterwagen hing. Wir sind dem Zug vorausgefahren und fanden in dem Einschnitt von Niederau-Gröbern ein erstes Motiv. Glücklicherweise hat man damals auf alles raufgehalten, was durch den Einschnitt entgegen kam, so dass heute neben dem Eisenschwein auch ein Schnellzug mit 211 sowie zwei Güterzüge mit 242 und 250 im Archiv schlummern. Irgendwann kreuzte dann das "Schwein" auf, und wieder ging es an eine Zugverfolgung, die man heutzutage nur als komplett bescheuert beschreiben kann, aber es finden sich weitere Aufnahmen von diesem Zug bei Oschatz und im Bahnhof Dahlen/ Sachsen...aber vor 30 Jahren tickten die Uhren anders..;-)

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 10.04.1990 Ort: Niederau-Gröbern [info] Land: Sachsen
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Vor Sonnenaufgang in Lutherstadt Wittenberg
geschrieben von: Leon (608) am: 23.09.20, 20:08 Top 3 der Woche vom 04.10.20
Wie verrückt muss man eigentlich sein, wenn man vor der Wende statt zu den üblichen Dampflokhochburgen einen thematischen Abstecher zu den Altbau-Elloks der Deutschen Reichsbahn unternommen hat und in aller Herrgottsfrühe am Grenzübergang Dreilinden die "Einreise" in Richtung Lutherstadt Wittenberg angetreten hat..?! :-) Wir haben damals, als in vielen Betriebswerken der Dampfbetrieb bereits beendet wurde, mit diesen Fahrzeugen weitergemacht und bemerkt, dass wir damit ein ziemlich unbestelltes Feld beackert haben. Jedenfalls kann ich mich an einige fragende Gesichter erinnern, als wir damals im April 1988 mit unseren Stativen auf dem noch stockdunklen Bahnhof von Lutherstadt Wittenberg aufkreuzten. Morgens verließen hier hintereinander zwei Züge den Bahnhof, um 04.56 Uhr ein Personenzug von Falkenberg nach Dessau sowie um 05.50 Uhr ein weiterer, hier einsetzender Zug, ebenfalls nach Dessau. Der erste Zug war mit der 244 137 bespannt und diente eher zum "Warmwerden", weil wir nicht genau wussten, auf welcher Höhe des Bahnsteiges der Zug halten würde. Der zweite Zug wurde aber schon lange im Voraus bereit gestellt, und wir konnten uns entsprechend austoben. Und so sehen wir hier die 244 108, wie sie mit ihrem P 5484 nach Dessau auf die Abfahrt wartet. Die Uhr zeigte 06.20 Uhr, als wir diesem Zug in Coswig erneut aufgelauert haben.
Der Rest des Tages sollte noch diverse weitere Altbauellok-Bilder im Raum Leipzig für uns in petto haben...;-)

Ich habe den Pfeil für DS Railview dorthin gesteckt, wo sich heute der Bahnhof von Wittenberg befindet. Im Zuge der Modernisierung der Anhalter Bahn wurde der Bahnhof "auf links gedreht"; das ehemalige Empfangsgebäude ist längst verschwunden.

Scan vom Agfa-Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 23.09.20, 20:15

Datum: 04.04.1988 Ort: Lutherstadt Wittenberg [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 144,145 (histor. E44) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Im Bayerischen Bahnhof zu Leipzig
geschrieben von: Leon (608) am: 22.09.20, 22:02
Neben den Einsätzen der Baureihe 244 vom Bw Lutherstadt Wittenberg wurden die Lokomotiven der DR-E 44 auch von den Bahnbetriebswerken Halle, Leipzig-Wahren und Leipzig-West eingesetzt. Bis zum Ende der Planeinsätze der Leipziger Loks gehörten einige Personenzüge zum festen Repertoire, wobei man immer damit rechnen musste, dass eine 211 oder 242 vor den Zügen einsprang. Beide Leipziger Bahnbetriebswerke haben zum Schluss nur noch dreitägige Umlaufpläne aufgestellt, und planmäßig erreichten am Tag einige dieser Loks die riesige Halle des Hauptbahnhofes. Eine Leistung begann jedoch im Bayerischen Bahnhof. Dieser wurde 1842 von der Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn Compagnie in Betrieb genommen. Heute ist hiervon nur noch der restaurierte Portikus erhalten; die Gleisanlagen wurden im Zuge der Bauarbeiten für den City-Tunnel vollständig entfernt.
Am 15.04.1988 war an einen City-Tunnel noch nicht zu denken. Wir stehen im Bayerischen Bahnhof und sehen den Portikus im Hintergrund. 244 127 steht mit ihrer Bghw-Garnitur als P 5633 nach Espenhain zur Abfahrt bereit; der Zug wartet auf Fahrgäste. Das Bild lädt zur Detailstudie ein: wir sehen, dass an den Drehgestellen nur noch zwei Sandkästen pro Seite vorhanden sind. Die Lok weist Neubaustromabnehmer auf, welche zu Beginn der 70er Jahre die alten SBS 10 abgelöst haben. Der Pflegezustand der Lok war so, wie man die Loks damals kannte. Wenigstens lassen die Drehgestelle sowie die Pufferbohle erahnen, dass man ab den 60er Jahren zwecks Erkennung von Rissen bei den Altbau-Elloks der Baureihen E 04, E 17, E 18, E 44 und E 94 die Drehgestelle, den Rahmen und die Pufferbohlen mit roter Farbe versehen hat. Die Museumslok E 44 046, welche in der Halle des Leipziger Hauptbahnhofes zu bewundern ist, wurde bewusst im Stil der 50er Jahre gelassen: mit schwarzen Drehgestellen und vier Sandkästen pro Drehgestellseite. Um die Neubaustromabnehmer kam die Lok nicht herum...
Kommen wir wieder zu unserer 244 127 zurück. Der Zug wird bald nach Böhlen aufbrechen; seine Rückfahrt ab Böhlen wird ihn in die Halle des Leipziger Hauptbahnhofes bringen.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 06.10.20, 13:08

Datum: 15.04.1988 Ort: Leipzig Bayerischer Bahnhof [info] Land: Sachsen
BR: 144,145 (histor. E44) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Über die Flutbrücken bei Roßlau
geschrieben von: Leon (608) am: 21.09.20, 09:39
Über die Einsätze der Baureihe E 44 bei der DR wurde ja jüngst berichtet. Realtiv zuverlässig waren die Altbau-Elloks des Bw Lutherstadt Wittenberg damals vor einigen Personenzügen zwischen Dessau und Falkenberg unterwegs. Wir sehen hier die einigermaßen saubere 244 148 mit ihrem P 5493 Richtung Lutherstadt, wie sie am Nachmittag des 08.09.1987 über eine der zahlreichen Brücken poltert, die sich zwischen Dessau und Roßlau befanden - und zwischenzeitlich längst modernisiert wurden. Beachtenswert ist neben der Lok auch die Garnitur des Personenzuges, die noch aus dreiachsigen Rekowagen bestand.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 23.09.20, 16:02

Datum: 08.09.1987 Ort: Roßlau [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 144,145 (histor. E44) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Über den Dächern von Lutherstadt Wittenberg
geschrieben von: Leon (608) am: 16.09.20, 16:34 Top 3 der Woche vom 27.09.20
Kommen wir zur zweiten Altbauellok-Baureihe, welche sich bei der Reichsbahn einige Jahre länger hielt als bei der Bundesbahn: die E 44. Unter der Bezeichnung 244 hielten sich bis zum Ende der 80er Jahre noch Vertreterinnen dieser Baureihe bei den Betriebswerken Lutherstadt Wittenberg, Leipzig-Wahren und Leipzig-West, ferner in Halle. Man sah sie auch als Rangierloks in Weißenfels und Braunsbedra, und einige Maschinen hat es als Heizloks in den hohen Norden nach Schwerin; Rostock und Wismar verschlagen.
Bis zum Ende des Winterfahrplans 1987/1988 hielt sich die Baureihe 244 mit drei Maschinen beim Bw Lutherstadt Wittenberg und wurde hier insbesondere vor Personenzügen zwischen Falkenberg und Dessau eingesetzt. Nur sonntags gab es eine Personenzugleistung von Magdeburg nach Dessau.
Am 16.04.1988 stand am Nachmittag ein Personenzug von Lutherstadt Wittenberg nach Dessau auf dem Programm. Wir wollten mit diesem Zug irgendwie die Schlosskirche in Szene setzen, wie man es aus früheren Veröffentlichungen kannte. Irgendwann kamen wir auf die Idee, nach einem erhöhten Fotostandpunkt Ausschau zu halten. Da fiel uns hinter unserem Rücken ein Wohnhaus mit relativ flachem Dach auf. Mit viel Überredungskunst haben wir die Bewohner von unserem Vorhaben überzeugt, und sie ließen sich (und uns) tatsächlich aufs Dach steigen. Oben angekommen, ging es durch die Luke des Schornsteinfegers, und mit mehr Schiss als Vaterlandsliebe hangelten wir uns dort noch zu einer einigermaßen passablen Fotoposition zurecht, aber das Ende des Daches verhinderte eine komplette Hereinnahme des Andreaskreuzes und der Fahrzeuge. Der Zug mit der Wittenberger 244 137 sollte nicht lange auf sich warten lassen, aber wie man sieht, haben wir erst mal tief durchgeatmet, als der aus der Gegenrichtung heranrollende Güterzug die Szene rechtzeitig passiert hat. Der Abstieg und die Verabschiedung von den Hausbewohnern muss recht schnell vonstatten gegangen sein, denn für den gleichen Tag vermerkt das Notizbuch eine Eintragung desselben Zuges in Meinsdorf, kurz vor Roßlau.

Das 500jährige Jubiläum der Reformation ist noch nicht lange her. Der Überlieferung nach hatte der Reformator seine 95 Thesen an die Tür der abgebildeten Schlosskirche genagelt.

Scan vom Fuji-Kleinbilddia



Datum: 16.04.1988 Ort: Lutherstadt Wittenberg [info] Land: Sachsen-Anhalt
BR: 144,145 (histor. E44) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 19 Punkte

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Alte Loks unter neuem Draht
geschrieben von: Leon (608) am: 15.09.20, 21:18
Eine Strecke, die erst relativ spät in den Fokus der Altbauellok-Freunde gerückt ist, ist die Verbindung von Nürnberg über Ansbach nach Crailsheim. Erst Mitte der 80er Jahre wurde zwischen Ansbach und Crailsheim die Strippe gezogen, und sogleich wurden die Güterzüge zwischen Stuttgart und Nürnberg ab Crailsheim mit Nürnberger 194 bespannt.
Im Rahmen der Herbst´85-TMT-Tour wurde -wie schon bereits an weiteren Tagen dieser Tour- das Angebot des "Fahrrads am Bahnhof" genutzt, und es ging dann per Drahtesel ab dem Bahnhof Crailsheim entlang der neu elektrifizierten Strecke in Richtung Ansbach. Bald hinter Crailsheim bot sich bei Satteldorf dieser Blick auf den Ort und die Strecke, wobei die neuen Betonmasten irgendwie wie Zahnstocher entlang der Strecke postiert sind und so gar nicht zu Zügen passten, die noch mit Altbauelloks bespannt wurden. Bald nach dem Erreichen des Fotopunktes erschien aus Richtung Crailsheim ein 194-bespannter Güterzug und rauschte am Betrachter vorbei gen Nürnberg. Weitere Leistungen dieser Baureihe sollten aus beiden Richtungen folgen, bevor am Nachmittag das Fahrrad in Crailsheim wieder abgegeben wurde - damit man rechtzeitig mit dem Zug Ansbach erreicht, denn dort wartete eine weitere 194 mit dem bereits in der Galerie gezeigten E 3398...;-)

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Datum: 11.10.1985 Ort: Satteldorf [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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Über das Wiederitzscher Viadukt
geschrieben von: Leon (608) am: 14.09.20, 15:11
Im Verlauf der Leipziger Güterumgehungsbahn von Wahren in Richtung Leipzig-Schönefeld oder Engelsdorf findet sich mitten im Stadtgebiet von Leipzig das Wiederitzscher Viadukt. Es hat eine Länge von gut 300 m, besteht aus 20 gemauerten Bögen und wurde in den Jahren von 1903 bis 1906 erbaut. Am 04.02.1989 führte uns eine Fototour nach Leipzig mit dem Ziel, sowohl diverse Straßenbahnbilder anzufertigen als auch den Einsätzen der Altbauelloks auf die Spur zu gehen. Und so fanden wir uns im Laufe des Tages an der Delitzscher Landstraße ein, welche von der Güterumgehungsbahn überquert wird. Der Trick bestand darin, sowohl die Tatras aufzunehmen, die unter der Eisenbahnbrücke (nicht sichtbar rechts von uns) hindurchfuhren, als auch immer einen Blick auf die Strecke zu werfen, denn ob ein Zug kam, sah man bereits von weitem. Nach gar nicht langer Zeit erschien dann aus Richtung Wahren ein Güterzug, welcher mit der 254 059 bespannt war. Wir sehen hier diesen Zug, der nur aus gedeckten Güterwagen bestand, wie er in der fahlen Februarsonne langsam über das Viadukt poltert. Wir haben gehofft, dass ein Bild möglich wäre, auf dem gleichzeitig das Eisenschwein über die Straßenbrücke rollt und unter ihr ein Tatra-Gespann hindurchrollt - aber das wäre wahrscheinlich zu viel erwartet.
Der weitere Verlauf des Tages sollte uns noch zum Rangierbahnhof Gaschwitz bringen, in dem eine 244 fleißig am Ablaufberg tätig war.

Der Blick heute: das Viadukt ist stark graffitiert, und auf der Freifläche vor ihm verläuft die Südtangente - eine Neubaustraße parallel zu den Bahnanlagen.

Datum: 04.02.1989 Ort: Leipzig Wiederitzsch [info] Land: Sachsen
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Ein "Schwein" vor dem Kokszug
geschrieben von: Leon (608) am: 11.09.20, 16:55
Ein weiterer, neben dem schon legendären Dg von Leipzig-Engelsdorf nach Dresden-Friedrichstadt recht zuverlässiger "Eisenschwein"-Zug war der Gag 56672 von Espenhain nach Großkorbetha. Dieser Zug bestand aus Wagen der Gattung Slmmp und war mit Behältern für Grudekoks ausgestattet, einem Abfallprodukt der Braunkohlenschwelung. Die Wagen waren Privatgüterwagen und wurden mit unterschiedlichen Aufbauten für Koks oder Kalk geliefert. Heute sind diese Wagen mit ähnlichen Aufbauten immer noch für die Fels-Werke in Rübeland unterwegs. Auch für den Verkehr zwischen den Werken Trostberg und Garching wurden einige dieser Wagen für den Transport von Karbidflaschen umgebaut - der berühmte "Flaschenzug" stellt somit ein inhaltliche Verbindung zu den hier gezeigten Wagen her!
Am 20.02.1990 führte der Weg einer Fotografengruppe zunächst an die Muldebrücke in Wurzen, um dort den o.g. Dg nach Friedrichstadt abzupassen - an dem Tag mit der 254 106. Danach ging es quer durch Leipzig nach Espenhain, um hier den Kokszug zu erwischen - bespannt mit der 254 066. Diese Lok hatte als Besonderheit auf einer Seite ihre Betriebsnummer seitlich auf dem Vorbau. Wir sehen hier diesen attraktiven und für die Gegend typischen Zug kurz vor Böhlen.

Ich habe versucht, die Stelle bei DSrailview nach bestem Wissen und Gewissen wiederzufinden. Aber 30 Jahre Aufschwung haben ihre Spuren hinterlassen...;-)

Scan vom Fuji-Kleinbilddia



Datum: 20.02.1990 Ort: Böhlen [info] Land: Sachsen
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Damals in Neckargemünd
geschrieben von: Leon (608) am: 09.09.20, 17:17
Über die Einsätze der Baureihe 194 im Neckartal wurde ja jüngst in der Galerie bereits berichtet. Regelmäßig waren Mitte der 80er Jahre vormittags bis zu drei Güterzüge mit diesen Lokomotiven bespannt und verkehrten in einem recht dichten Zeitfenster. Im Rahmen meiner Herbst-TMT-Tour anno ´85 hieß es erneut: Fahrrad am Bahnhof ausleihen. Hier fiel die Wahl auf Heidelberg, und mit dem Drahtesel ging es dann durch das herbstliche Neckartal. Ziel war es u.a., mindestens einen dieser drei Güterzüge auf der Neckarbrücke in Neckargemünd zu erwischen. Man unterschätzt jedoch gewisse Entfernungen, insbesondere, wenn man die Züge im Nacken hat. Für den ersten der drei Güterzüge musste dann ein "Notbild" vor Neckargemünd herhalten; ein ursprünglich avisiertes Motiv erwies sich als etwas zugewachsen. Da nach dem ersten Güterzug zunächst einige Personenzüge folgen sollten, ging es, so schnell es möglich war, durch den Ort zum Neckarufer. Dort erschien nach nicht langer Wartezeit die nächste 194, und wir sehen 194 160 vor dem Dg 53659. Im Block hinter diesem erschien bereits die dritte 194, die aber wegen eines unvorsichtigen Standortwechsels nur suboptimal eingefangen wurde. Der Rest des Tages wurde mit diversen 456 verbracht - und am Nachmittag kam eine der 194 mit einem Güterzug von Heilbronn wieder zurück.

Scan vom Fuji Kleinbilddia

Datum: 03.10.1985 Ort: Neckargemünd [info] Land: Baden-Württemberg
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Alte Liebe rostet nicht
geschrieben von: Leon (608) am: 07.09.20, 12:03
Die E 94. Für die ältere Generation der Inbegriff des Güterverkehrs auf süddeutschen Strecken. Unvergessen der krisselnde Klang des Tatzlagerantriebs, wenn neben einem so ein Ungetüm vor einem schweren Zug anfährt. Einige nannten sie "Krokodil", in Anlehnung an die Schweizer Be oder Ce 6/8 - ein Begriff, der jedoch nicht flächendeckend verwendet wurde. Im Osten hießen sie "Eisenschwein". Nun, viele von uns hatten auf ihre Art ihren Zugang zu diesen Maschinen; meiner entstand evtl. durch das uralte Märklin-Modell auf Vaterns Modellbahn, in typisch Göppinger Machart ohne Sonnenblenden und ohne erhabene Griffstangen auf den Vorbauten, aber schwer genug, um damit Nägel in die Wand zu schlagen...:-)
Von dem Nahverkehrszug in Ansbach ist ja bereits ein Bild in die Galerie aufgenommen worden, und dieser Zug stand damals im Oktober 1985 derart toll im Licht, dass ich einige Dias für ein paar Detailfotos gespendet habe. Diese Version mit der für die Loks typischen Laterne sowie all den Schrauben am Lokkasten hat mir besonders gefallen, so dass ich sie der Galerie nicht vorenthalten mag. Ansbach, 11.10.1985, kurz vor 17 Uhr...gleich geht dieses magische Gebrumm der Anfahrt los..;-)

Scan vom Fuji 100-Kleinbilddia

Datum: 11.10.1985 Ort: Ansbach [info] Land: Bayern
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Bundesbahn
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Damals in Engelsdorf
geschrieben von: Leon (608) am: 08.09.20, 16:47 Top 3 der Woche vom 20.09.20
Kommen wir zur Reichsbahn-Variante der E 94, den sogenannten "Eisenschweinen". Unter diesem Begriff liefen bis kurz nach der Wende noch einige Loks dieser Baureihe beim Bw Leipzig-Engelsdorf. In der Galerie sind ja bereits einige Aufnahmen dieser Ungetüme enthalten, aber nur wenige zeigen den damaligen Planbetrieb, für welchen eine gewisse Portion Geduld aufgebracht werden musste. Meistens fand man diese Loks -unter ihrer von der DR vergebenen Baureihennummer 254- auf den Strecken von Leipzig nach Dresden oder in südliche Richtung gen Zwickau, aber auch Halle oder Dessau wurden erreicht, in früheren Jahren sogar Berlin-Schönefeld. Neben zahlreichen Sonderleistungen, die immer wieder für unerwartete Überraschungen sorgten, gab es sichere Leistungen wie den bereits in der Galerie enthaltenen Dg 53635 von Engelsdorf nach Dresden. Dieser Zug war regelmäßig Bestandteil jeder E94-Exkursion, wobei tatsächlich meist die 254 052 vor diesem Zug zu erleben war. Im Frühjahr 1990 fanden diverse Fototouren zu den "Eisenschweinen" statt und brachten neben einigen Bildern insbesondere der Leistung nach Dresden und zurück desöfteren auch mal einige Enttäuschungen, wenn sich trotz stundenlangem Warten kein "Schwein" blicken ließ. Am 19.05.90 war der Dg nach Dresden jedoch mit seiner Stammlok bespannt, und wir passen den Zug an der Ausfahrt des Rangierbahnhofes Engelsdorf ab. Aus heutiger Sicht völlig irre Autoaktionen ermöglichten am selben Tage weitere Aufnahmen dieses Zuges an der Muldebrücke in Wurzen sowie im Bahnhof Oschatz...aber so etwas ist inzwischen 30 Jahre her..! ;-)

Scan vom Fuji-Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 09.09.20, 19:44

Datum: 19.05.1990 Ort: Leipzig Engelsdorf [info] Land: Sachsen
BR: 194 (histor. Krokodile Bauart E93, E94) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 21 Punkte

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