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Einfahrt in die kleine Halle an der Warschauer Str
geschrieben von: Der Rollbahner (348) am: 05.06.26, 15:00
An einem wolkenverhangenen Junimorgen wird der Doppeltriebwagen 586/587 in die kleine Fahrzeughalle an der Hochbahn-Station Warschauer Str. (Endpunkt der U-Bahnlinie U1) rangiert.

Längst ist das 1994 von ABB hergestellte Fahrzeug der Baueihe A3L 92.2 verschrottet worden. Die kurz nach 1900 gebaute und heute unter Denkmalschutz stehende Wagenhalle gehört dagegen nach wie vor zum Urgestein der Berliner U-Bahn-Anlagen und dient neben dem Abstellen der Kleinprofilfahrzeuge auch als einmaliges Zeugnis früher Verkehrsarchitektur.

Manipulation: Das Gesicht des Fahrers wurde etwas verpixelt.


Datum: 10.06.2016 Ort: Berlin, Hochbahn-Station Warschauer Str. [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Der Dienstpendel am Zoo
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 24.05.26, 18:00
Bleiben wir noch bei den Ferkeltaxen in der Hauptstadt. Wie hier bereits gezeigt [www.drehscheibe-online.de], war der heute noch in Luckau vorhandene 172 171 zur Wendezeit auf dem neu eingerichteten Pendel zwischen Nauen und Berlin-Charlottenburg unterwegs. Aber es gab nicht nur jenen Einsatz, der mit Wustermarker Ferkeltaxen bestritten wurde, sondern es existierte noch der Dienstpendel von und zum Betriebswerk in Berlin-Grunewald, welcher mehrmals täglich auf der Stadtbahn verkehrte. Auch von jener Leistung sind bereits Fotos in der Galerie enthalten: [www.drehscheibe-online.de] [www.drehscheibe-online.de]. Planfahrzeug für den Dienstpendel war der 171 065. Aber man sah hin und wieder auch andere Ferkeltaxen, mitunter sogar den 171 022 mit Panoramascheibe. Hier ist es erneut der 172 171, der uns beim Blick vom ehemaligen Bilka-Parkhaus am Bahnhof Zoologischer Garten entgegen kommt.
Der weiße Punkt im Himmel rechts oberhalb der Bahnhofshalle ist ein in Berlin-Tegel landendes Flugzeug...Ja, es gab ein Leben vor dem BER..;-)
Und man beachte das kleine Verkehrschaos unten auf der Kantstraße...:-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 05.11.1990 Ort: Berlin Zoologischer Garten [info] Land: Berlin
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte
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Das Formsignalballett von "Spg"
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 21.05.26, 16:37 sternsternstern Top 3 der Woche vom 31.05.26
Bleiben wir noch einen Moment in der Hauptstadtregion und erleben erneut die Vorbeifahrt einer Ferkeltaxe auf ihrem Weg von Nauen nach Berlin-Charlottenburg an einem Motiv, welches früher für uns den normalen Alltag darstellte, aber heute, über 35 Jahre später, innehalten lässt. Wir befinden uns am Stellwerk am Berlin-Spandauer Güterbahnhof, kurz "Spg". Hier sorgten diverse Signale dafür, dass man immer etwas im Zug "zerschneiden" musste - aus heutiger Sicht jedoch nachrangig, denn wo findet man heutzutage noch eine derartige Ansammlung an Formsignalen?
Am 07.10.90 klappte eines der Formsignale auf "Fahrt frei", und die bestens gepflegte Taxe mit der Nummer 172 105 nebst Steuerwagen wippt vorbei gen - Stresow. So nannte sich damals der Bahnhof von Berlin-Spandau, nur jenseits der Havel gelegen. Weiter ging es nach kurzem Halt ins nächste Freilichtmuseum, dem Bahnhof Berlin-Charlottenburg, welcher mit weiteren Formsignalen und Stellwerken aufwartete.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

P.S. das Bild ist nicht schief. Ab hier geht es ein Stück bergauf, auf die Höhe der ehemaligen S-Bahn-Trasse, dessen Stellwerk am ehemaligen S-Bahnhof Spandau-West rechts im Hintergrund erkennbar ist.

Datum: 07.10.1990 Ort: Berlin Spandau [info] Land: Berlin
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 19 Punkte

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Die Ferkeltaxen erobern Charlottenburg
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 19.05.26, 16:23
Berlin-Charlottenburg und sein Signalausleger. Vielfach fotografiert, und auch schon in mehreren Versionen in der Galerie enthalten. Aber der Reihe nach: hier [www.drehscheibe-online.de] sehen wir eine Aufnahme aus dem Februar 1987 mit dem berühmten Dienstpendel in Form des LVT 171 065. Einige Jahre später wurden die Bahnsteige renoviert; neue Farbe wurde spendiert, es gab neue Treppenaufgänge, und die kuriose Lampenaufhängung wurde durch eine modernere Form ersetzt: [www.drehscheibe-online.de]. Geblieben ist der Signalausleger. Quetschen wir daher diesen Galerievorschlag zeitlich zwischen die beiden Bilder: bevor der Einsatz der herrlichen Wendezugeinheiten mit ihren Babelsberger Dicken begann, gab es eine mehrmonatige Zeit, in der die ersten Verbindungen zwischen der Hauptstadt und dem Havelland nach der Wende in Form von Ferkeltaxen bestritten wurden. Diese Episode begann im Herbst 1990 und dauerte bis zum Sommer 1991.

Es gab bereits eine Verbindung mit Wustermarker Ferkeltaxen bis direkt an den westlichen Stadtrand, nach Staaken. Unter der KBS 131 existierte eine Verbindung mit LVT von Falkenhagen am westlichen BAR nach Staaken über Wustermark. Direkt hinter einem eingemauerten Korridor, durch den die Fern- und Güterzüge Richtung Berlin-Spandau rollten, gab es den Endpunkt Staaken zur Anbindung jener Gemeinde, welche sich bis zum Beginn der 90er Jahre hielt.
Aber kommen wir zurück nach Berlin-Charlottenburg: zwei Flügel frei für den blitzsauberen 172 010 nebst Steuerwagen auf seinem Weg nach Nauen!

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 23.10.1990 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte
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Die Ferkeltaxen erobern die Hauptstadt
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 18.05.26, 10:29
Vor kurzem wurde in der Galerie auf den Förderverein Niederlausitzer Eisenbahn e.V. hingewiesen, welcher zwei Ferkeltaxen in seiner Obhut hat: den 172 132 und den 172 171. Erstgenannter war Ende April 2026 zu Pendelfahrten auf der Strecke Luckau-Lübben unterwegs, aber der weitere LVT mit der Nummer 172 171 hatte Ende November 2025 Fristablauf, ist aber in Luckau weiterhin vorhanden.
Nach verschiedenen Eigentümerwechseln kam der Triebwagen im Jahr 2024 nach Luckau. Zu seiner aktiven Zeit bei der DR und DB war er u.a. in der Zeit von Oktober 1984 bis April 1994 in Wustermark beheimatet. In jener Zeit war er auf dem nach der Wende im Jahr 1990 eingerichteten Pendel zwischen Nauen und Berlin-Charlottenburg eingesetzt. Von den Einsätzen der Ferkeltaxen zwischen Berlin und dem westlichen Umland ist bislang noch kein Bild in der Galerie enthalten, nur von den hier wenig später eingesetzten Wendezügen mit den Babelsberger Dicken. Somit sehen wir hier den 172 171 mit seinem Steuerwagen, wie er sich durch den Dschungel in Berlin-Westend seinen Weg nach Charlottenburg sucht, aufgenommen von der Olympischen Brücke.
Wie extrem sich der Blick von der Olymischen Brücke im Laufe der Jahre verändert hat, zeigen zahlreiche Bilder in der Galerie!

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 07.10.1990 Ort: Berlin Olympische Brücke [info] Land: Berlin
BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Zweierlei Nahverkehr
geschrieben von: hbmn158 (758) am: 09.05.26, 11:45
Den Bahnhof Berlin Ostkreuz erreichen auf der unteren Ebene Gleise mit Oberleitung (hier ausgeblendet), mit Stromschiene und ein stromloses Gleis. Auf Diesem verkehren die Nahverkehrszüge in das östliche Berliner Umland, die aktuell von der Niederbarnimer Eisenbahn betrieben werden. Die NEB setzen ihre neueste Fahrzeuggeneration Zwei-System-Siemens Mireos ein, die ihre Energie aus der Oberleitung oder Akkus beziehen. Je nach dem …
Hier erreicht 563 049 als RB 61441 aus Müncheberg/Mark ihren Endbahnhof, gleichzeitig ist ein 481 als S5 nach Mahlsdorf in Richtung Stadtgrenze unterwegs.
Im Hintergrund sieht man den 40 Meter hohen Schrotkugelturm aus dem Jahr 1908 der Bleigießerei und Maschinenfabrik Juhl & Söhne, hier wurden bis zum Ende der 1930er Jahre Bleikugeln gegossen. Oben im Turm wurden Bleiplatten geschmolzen, im freien Fall formten sich die Bleitropfen dann zu perfekt gerundeten Schrotkugeln. Rechts daneben ragt der Kirchturm der Erlöserkirche in der Nöldnerstrasse in den Himmel.


Datum: 17.04.2026 Ort: Berlin Ostkreuz [info] Land: Berlin
BR: 563 (Siemens Mireo plus B/H) Fahrzeugeinsteller: NEB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Noch ist Leben im Güterbahnhof B-Lichterfelde West
geschrieben von: Der Rollbahner (348) am: 04.05.26, 16:58
Mit der Einstellung des sog. Ford-Zuges (und auch mangels weiterer Güterumschlags-Kunden) schien der Güterbahnhof Berlin-Lichterfelde West vor fast acht Jahren nahezu bedeutungslos zu werden. Dennoch begannen sich die nicht zurückgebauten Gleise des ehemaligen US-Militärbahnhofes nach und nach wieder zu füllen, da sie sich, wohl auch aufgrund von Kapazitätsengpässen an anderer Stelle, für das Abstellen von Güterwagen einen gewissen logistischen Nutzen bewahren konnten.

Und wo (auch) betriebsfähige Güterwagen abgestellt sind, da könnten doch hin- und wieder einige davon benötigt und bewegt werden...? Genau so scheint es am letzten Dienstag im April gewesen zu sein, als die Lokomotive 203 006-2 der Fa. Willke Logistics plötzlich auf der alten Preußischen Stammbahn auftauchte und vor dem Hintergrund des Geländes der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) von der Brücke des Dahlemer Weges dabei beobachtet werden konnte, wie sie um die Mittagszeit mit vier Flachwagen am Haken wieder in Richtung Wannsee entschwand.

Datum: 28.04.2026 Ort: Berlin-Lichterfelde [info] Land: Berlin
BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Willke Logistics
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Experimente in Spandau
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 03.05.26, 08:43
Mit 440 Metern Länge gilt die Bahnsteighalle von Berlin-Spandau als längste ihrer Art in Deutschland. Spätabends scheint auch die Sonne genau in die Halle hinein und bietet Gelegenheiten zu Experimenten, welche man eigentlich als "45-Grad-Sonne-von-hinten-Fotograf" viel zu selten ausprobiert.
Am 01.05.26, einem Tag, an dem im Prinzip kaum ein Güterzug unterwegs war, habe ich mich in der Hauptstadt nach langer Abstinenz mal wieder dem Regional-und Fernverkehr gewidmet, und der Weg führte abends nach Spandau. Die Lichtstimmung in der Halle hat mich animiert, hier einfach mal einige Varianten auszuprobieren, und somit blicken wir hier einer 146 hinterher, welche soeben ihren RE 4 Richtung Stendal aus der Halle herausschiebt.

Datum: 01.05.2026 Ort: Berlin Spandau [info] Land: Berlin
BR: 146 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Betagte Kleinprofilwagen im Grünen
geschrieben von: Der Rollbahner (348) am: 30.04.26, 10:18
Die modernisierten Doppeltriebwagen der Kleinprofil-Baureihe A3E gehören wohl zu den dienstältesten noch im Regelbetrieb eingesetzten U-Bahn-Wagen Deutschlands. Da die Serienauslieferung bereits 1964/66 begann, blicken sie inzwischen auf mehr als 60 stolze Dienstjahre zurück.

Am U-Bahnhof Thielplatz in Berlin-Dahlem (heute "Freie Universität"), läuft gerade das Pärchen 486+487 zum Endbahnhof Krumme Lanke vorn, anschließend folgen vier A3L92-Wagen (auch von oben zu erkennen an der unterschiedlichen Form des Daches), welche seit der Modernisierung der A3 64/66E (in den Jahren 2003-2005) frei mit diesen gekuppelt werden können. Ein weiteres A3 64/66E-Paar komplettiert schließlich den Zug.

Leider begleitet die Umgebung das würdevolle Altern der Fahrzeuge nicht uneingeschränkt, wie sich unschwer an den sinnlosen Graffiti-Verzierungen der Hochbauten ablesen lässt. Ich habe mich dennoch gegen ein Überstempeln entschieden, da die Welt nun einmal nicht überall so ist, wie sie mir (besser) gefallen würde.

Datum: 28.04.2026 Ort: Berlin-Dahlem [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte
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Unicef
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 22.04.26, 15:46
Es gab mal eine Zeit, in der die Tschechen-Intercitys noch einheitlich ein orange-weißes Farbschema aufwiesen. Ist so ca. 15 Jahre her. Damals waren derartige Garnituren von Prag über Berlin Richtung Hamburg und Stettin unterwegs und sorgten für eine freudige Abwechslung zum Lazarettzug-Outfit der DB. Wenige Jahre später waren die ersten blau-weißen Wagen in den Zügen zu sehen - und heute verkehrt in der Relation Prag-Berlin der Railjet, bespannt mit den eleganten Vectronen der CD. Der Baureihe 101 verbleiben aktuell in der Hauptstadt nur noch einige Nachtzüge.
Kommen wir zum frühen Nachmittag des 22.09.2010. Wir haben Position auf der Beusselbrücke am Berliner Westhafen genommen und hauten im Prinzip auf alles rauf, was den Hauptbahnhof (tief) Richtung Spandau verlässt oder von Gesundbrunnen daher kommt. Attraktivster Zug des Tages war der EC 176 von Prag nach Hamburg, bespannt mit der -na, wer erinnert sich?- 101 016 in ihrer Werbung für Unicef.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 22.09.2010 Ort: Berlin Beusselbrücke [info] Land: Berlin
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Alltag an der Heerstraße
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 20.04.26, 09:30
Die "nuller" Jahre in Berlin: geprägt von intensiver Fotografie der Baureihe 103 aus allen Rohren. Wenn ich mir heute nach 25 Jahren die Dia-Bestände anschaue, lagern da mehr Aufnahmen der Baureihe 103 auf der Stadtbahn als von allen anderen Baureihen zusammen. Und heute? Es muss schon viel passieren, dass mich eine 103 hinter dem Ofen hervorholt. Und es sind wie immer die Beifänge aus jener Zeit, welche heute in den Vordergrund treten: Knödelpressen vor den Berlin-Warschau-Expressen oder der ganz normale Regio-Alltag in seinen vielen Farben: Man sah mint, rot, sogar teilweise noch Dostos im Senftopf-Design oder in den Hauptstadtfarben. Dazu das gesamte Sicken-Portfolio: 112.0, 112.1, 143, später 114. Dazu alle damals gängigen Farbvarianten, vom 143-bordeaux über das Lätzchen bis zu verkehrsrot. Bei der 103 zählte nur "blond" - ein Begriff, den wir seinerzeit nie verwendet haben.

Stellvertretend für den Regio steht daher der RE 33113 von Stralsund nach Hoyerswerda, mit seiner 143 135 und einem Potpourri an den damals üblichen Farben und Garnituren. Der Zug unterquert in Berlin am S-Bahnhof Heerstraße die gleichnamige Straße.
Fast auf den Tag genau 18 Jahre später wurde dieses Bild aufgenommen: [www.drehscheibe-online.de]. Viel hat sich nicht verändert. Neue Dächer, ein paar Pappeln weniger. Aber warum die jungen Bäume nicht angewachsen sind, wird ein Rätsel bleiben.

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 19.03.2000 Ort: Berlin Heerstraße [info] Land: Berlin
BR: 143 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 0 Punkte
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Wannsee- und Stammbahn in Berlin-Zehlendorf
geschrieben von: Der Rollbahner (348) am: 14.04.26, 11:40
Wer einen kleinen, nordwestlich von der Berlepschstraße abzweigenden Fußweg findet, wird schon nach wenigen Schritten auf ein rostiges und zugewachsenes Gleis treffen. Es handelt sich dabei um Reste der ersten preußischen Eisenbahnlinie zwischen Potsdam und Berlin, der 1838 eröffneten Stammbahn.

Wer dann dem Gleis vorsichtig zwischen den Bäumen in Richtung des Zehlendorfer Bahnhofs folgt, erhält schon nach wenigen Minuten bei sicherem Abstand eine gute Gelegenheit, den S-Bahn Betrieb auf der nebenan verlaufenden Wannseebahn zu beobachten. Am Bahnsteig steht gerade der Zug in Richtung Oranienburg. Bei der in Richtung Wannsee ausfahrenden Garnitur läuft 481 272-3 vorn.

Über das Gleis ohne Stromschiene (im Vordergrund) verkehrte früher der Ford-Zug. Gut zu erkennen ist hinten rechts auch der seit -zig Jahren funktionslose Bahnsteig der Stammbahn; das zugehörige, aber auf dem Foto nicht sichtbare Gleis, welches zuletzt über Zehlendorf-Süd bis Düppel befahren wurde, ist deshalb auch schon längst nicht mehr angebunden. Regulären Zugverkehr gab es auf diesem Stammbahn-Stummel bis zum Reichsbahnerstreik von 1980; ein letzter Museumszug verkehrte im Jahre 1987 anläßlich der 750-Jahr-Feier Westberlins.

Nach offiziellen politischen Verlautbarungen soll die älteste Bahnverbindung zwischen Potsdam und Berlin zukünftig wieder reaktiviert werden. Zu sehen ist davon auf ganzer Länge bisher noch nichts.

Zweitvorschlag: Bild aufgehellt und Farbsättigung reduziert.

Datum: 11.04.2026 Ort: Berlin-Zehlendorf [info] Land: Berlin
BR: 481 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Treffen sich zwei Nachtzüge im Abendlicht
geschrieben von: grünerT am: 08.04.26, 14:24 sternsternstern Top 3 der Woche vom 19.04.26
Bei schönstem Sonnenuntergang treffen sich der European Sleeper ES 474 nach Paris Gare du Nord und der Nightjet NJ 457 nach Graz, zusammen mit EN40457 nach Budapest-Nyugati auf der Berliner Stadtbahn. Das Foto habe ich aufgenommen aus dem Fenster meknes Liegewagenabteils.

Datum: 06.04.2026 Ort: Berlin [info] Land: Berlin
BR: 188 (Bombardier TRAXX MS3) Fahrzeugeinsteller: Railpool
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 19 Punkte

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Zwischen Bode- und Pergamonmuseum (reloaded)
geschrieben von: claus_pusch (558) am: 16.03.26, 00:25
Anfang September 2025 führte mich eine Dienstreise nach Berlin: ein mehrtägiger Workshop in einem Gebäude der Humboldt-Universität am Hegelplatz, unmittelbar neben der Stadtbahn. Ich war sicher der einzige Teilnehmer, der sich über die im Minutenabstand vorbeirauschenden Züge gefreut hat. An einem Nachmittag nahm ich die Fotoausrüstung mit, um aus einem zur Georgenstraße weisenden Fenster ein paar Aufnahmen von Zügen beim Passieren der Museumsinsel zu machen. Dabei rollte mir auch der EuroNight 344 von Berlin nach Stockholm, bespannt mit RDC-101 027, vors Objektiv. Am späten Nachmittag rechnet man nicht mit einem Nachtzug, aber vermutlich wurde wegen des Umwegs aufgrund der Streckensperrung Berlin-Hamburg früher an der Spree losgefahren.
Den Bildtitel habe ich mir bei Olli Sydow ausgeborgt, der ihn für dieses Bild von derselben Stelle in den 1990er Jahren gewählt hatte. Seine damalige - ungleich bessere - Position hätte ich nicht einnehmen können, denn die wenigen Fenster an der Ostseite des Uni-Gebäudes waren für mich nicht zugänglich.

Datum: 03.09.2025 Ort: Berlin Museumsinsel [info] Land: Berlin
BR: 101 Fahrzeugeinsteller: RDC
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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La Tortuga
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 26.02.26, 12:16
Uns verfolgt immer noch der "Anhalter"...;-)

Mit dieser Einstellung möchte ich an eine eher seltsame und nicht unumstrittene Aktionskunst aus dem Jahr 1987 erinnern. Auf dem Gelände des früheren Anhalter Bahnhofs fand im Sommer 1987 unter dem Namen "Mythos Berlin" eine Ausstellung im Rahmen der 750-Jahr-Feier von Berlin statt. Verschiedene künstlerische Installationen wurden auf dem Gelände gezeigt, und beabsichtigt war, auf diesem Wege die Geschichte der Stadt zu erschließen. Bei den Besuchern blieb das Ziel der Veranstaltung jedoch weitgehend im Verborgenen; man reagierte oft mit Unmut oder Verständnislosigkeit und konnte einen Zusammenhang der Ausstellung mit der Stadtgeschichte nicht immer herleiten. Letztendlich erwies sich die Ausstellung als Flop.
Höhepunkt der Veranstaltung war ein Event des Aktionskünstlers Wolf Vostell unter dem Namen "La Tortuga", in welchem die Wustermarker 52 2751 von mehreren Autokränen umgedreht und auf den Kopf gestellt wurde. Die Lok soll die Symbolik des Missbrauchs der Industrie und Technik für den Krieg darstellen, ferner den Niedergang historischer Industriezweige. (aha...)

Nach dem Ende der Ausstellung verblieb die Lok als auf dem Rücken liegende Schildkröte auf dem Gelände des Anhalter Bahnhofs, bis sie 1991 in dieser Position vor dem Theater in Marl platziert wurde.

An den Aktionskünstler Vostell erinnern heute noch die beiden Beton-Cadillacs am Kreisverkehr des Rathenauplatzes in Berlin, wo der Kurfürstendamm beginnt. Vostells Intention war hier der "24-stündige Tanz der Autofahrer ums Goldene Kalb" (sic!). Na, denn...

Scan vom Fuji-100 Kleinbiddia

Datum: 21.10.1988 Ort: Berlin Anhalter Bahnhof [info] Land: Berlin
BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Erinnerungen an den "Anhalter"
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 23.02.26, 15:22
Bleiben wir noch einen Moment im alten West-Berlin zur Vorwendezeit. Den Güterzug vom Anhalter Güterbahnhof über Papestraße und Tempelhof nach Grunewald haben wir kürzlich erst gesehen, und hier folgt eine weitere Aufnahme dieses Zuges, ebenfalls aufgenommen von der Monumentenbrücke. Und immer wieder war auch auf weiteren Bildern immer die Rede vom "Anhalter". Nun, der Anhalter Bahnhof war früher DER Inbegriff für Kopfbahnhöfe in Berlin. Er war nicht der älteste Kopfbahnhof, wohl aber der imposanteste. Dies wird der riesigen, fast 35 Meter hohen Halle geschuldet sein, und zahllose Bilder sind bekannt, auf denen namhafte Schnellzüge den "Anhalter" erreichen oder verlassen.

Über der Lok ist ein Stahlbogen zu erkennen, welcher im Rahmen der Ausstellung "Mythos Berlin" anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt 1987 errichtet wurde, um an die Größe der Halle zu erinnern. Ursprünglich war vorgesehen, eine Nachbildung des imposanten Südportals des "Anhalters" darzustellen, aber letztendlich blieb es bei dem Stahlbogen, welcher im Jahr 1990 wieder abgebaut wurde. Er verdeutlicht auf unserem Bild in etwa die Größe der Bahnhofshalle. Vom Bahnhof selbst ist heute nur noch der Portikus am Askanischen Platz erhalten geblieben. Er erinnert an das gewaltige, fast monströse Bauwerk, welches nach dem Krieg noch halbwegs erhalten war, jedoch Ende der 50er Jahre unter massivem Protest der Bevölkerung gesprengt wurde.
Unsere 106 rollt mit ihrem Güterzug vom Anhalter Güterbahnhof soeben am Stellwerk "Agb" vorbei. Zwei Flügel sind frei für den Weg Richtung Grunewald.
Der Schornstein sowie die Mühle am linken Bildrand gehören zum Gelände des Deutschen Technikmuseums, dessen Eisenbahnabteilung in den beiden Ringlokschuppen des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Anhalter Bahnhof besichtigt werden kann.

Zum Bild: die Beleuchtungssituation der Güterwagen mag nicht optimal sein. Die Einstellung habe ich aber dennoch geschichts- und themenbezogen vorgenommen.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 24.06.1989 Ort: Berlin Monumentenbrücke [info] Land: Berlin
BR: 344-347 (alle V60-ost) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Ein seltener Fang in Berlin-Wilmersdorf
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 22.02.26, 13:36
Kommen wir zurück in den Hochsommer 1989. Wie so oft in dieser Jahreszeit stromerten wir damals am südlichen Berliner Innenring umher, um frühmorgens dem Frachtenzug von Grunewald zum Anhalter Güterbahnhof aufzulauern, welcher hier morgens regelmäßig gegen 7 Uhr aufkreuzte, bespannt mit einer Babelsberger Dicken. Mehrere Aufnahmen in der Galerie zeigen diesen Zug, und sehr häufig kam vor diesem Zug mindestens eine weitere Übergabe mit einem Goldbroiler. Diese ging häufig mit Kopfmachen in Tempelhof Richtung Marienfelde. Am Morgen des 07.07.89 staunten wir nicht schlecht, als uns die 106 240 mit dieser Fuhre entgegen kam: hinter dem Emil mit den Briketts hing das Eichfahrzeug nebst Beiwagen vom RAW Tempelhof. Ein uns bis dato völlig unbekanntes Gefährt. Nähere Recherche ergab, dass es sich hierbei um ein Fahrzeug zum Eichen von Gleiswaagen handelt. Diese Garnituren beinhalteten immer den recht kurzen Eichwagen sowie einen etwas längeren Eichbeiwagen für die Mitführung von Gewichten. Eichwagen waren bei der Reichsbahn bestimmten Bahnbetriebswerken zugeordnet, u.a. in Hoyerswerda, Reichenbach, Falkenberg, Magdeburg und Erfurt. Bei unserem Zug vermute ich die Fahrt zur Heimatdienststelle, sprich zum RAW Tempelhof.

Einige Zeit später erschien an dem Tag dann die Babelsbergerin mit ihrem Zug zum "Anhalter".

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 07.07.1989 Ort: Berlin Wilmersdorf [info] Land: Berlin
BR: 344-347 (alle V60-ost) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Bahnlandschaften im Herzen der Hauptstadt
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 19.02.26, 14:32
Bleiben wir im West-Berlin der Vorwendezeit und kommen zu einem Fotopunkt, welcher nur eine Brücke von dem Standort dieser Aufnahme entfernt liegt [www.drehscheibe-online.de] : der Monumentenbrücke. Von dieser Brücke hatte man ebenfalls einen Blick auf die Nord-Süd-S-Bahn - aber fast noch interessanter war der Blick auf die ausgedehnten Bahnanlagen des Anhalter Güterbahnhofs. Hier verzweigten sich die Gleise zu diversen Anschließern, u.a. zum ehemaligen Postbahnhof des Postamtes 77 an der Luckenwalder Straße, unweit des Deutschen Technikmuseums entfernt. Morgens erschien hier ein Frachtenzug aus Berlin-Grunewald, welcher bereits hier [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie gezeigt wurde. Nach mehrmaligem Köpfen in den Güterbahnhöfen Tempelhof und Papestraße erreichte dieser Zug über völlig zugekrautete Gleise den Anhalter Güterbahnhof, und von hier wurden die Wagen auf diverse Anschließer verteilt. Um die Mittagszeit verließ dann ein Zug mit einem der zahllosen Goldbroiler der Baureihe 106 den Anhalter Güterbahnhof, um dann den gleichen Weg Richtung Grunewald einzuschlagen. Hier hatte sich im Frühherbst `89 die 106 271 mit ihrem Zug auf den Weg in Richtung Papestraße gemacht; die letzten Wagen passieren noch das Stellwerk Agb.

Wir sehen im Hintergrund die Kuppel eines Wasserturms. Dieser gehört zum ehemaligen Bw Anhalter Bahnhof und ist Element des Deutschen Technikmuseums. Und hier der Kulturschock: unmittelbar am DTM vorbei verläuft heute die Strecke zum Nord-Süd-Tunnel, um zum Berliner Hauptbahnhof zu gelangen - nur wenige Meter weiter links von der selben Brücke aufgenommen: [www.drehscheibe-online.de]. Das Gelände rechts neben der Trasse beinhaltet heute den Dora-Duncker Park und hinter den Yorckbrücken den Park am Gleisdreieck. Und durch all diese Anlagen kofferte in den 30er Jahren der Henschel-Wegmann-Zug zum Anhalter Bahnhof....


Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 09.1989 Ort: Berlin Monumentenbrücke [info] Land: Berlin
BR: 344-347 (alle V60-ost) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Die Anschlussbude Monumentenbrücke
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 18.02.26, 17:37
Bleiben wir noch einen Moment im Berlin der 80er Jahre. Wir stehen auf der Brücke der Kolonnenstraße in Berlin-Schöneberg und blicken einem Stadtbahner hinterher, welcher auf der S 2 Richtung Frohnau unterwegs ist und als nächstes den S-Bahnhof Yorckstraße erreichen wird. Zahllose Gleise liegen hier nebeneinander, und früher führte die Trasse zum Anhalter Bahnhof. In den 80er Jahren waren außer der beiden S-Bahngleise nur noch ein Anschlussgleis im linken Vordergrund befahren, ferner der Abzweig zum Postbahnhof und zur Monumentenhalle. Wir erkennen das Stellwerk Abm, dessen offizielle Bezeichnung "Anhalter Bahnhof Mitte" lautete. Gern wurde etwas salopp auch die Bezeichnung "Anschlussbude Monumentenbrücke" verwendet. Das Stellwerk wurde 1899 errichtet, wurde aber im Zuge der umfangreichen Erneuerungen der Gleisanlagen zum Nord-Süd-Tunnel im Jahr 2002 außer Betrieb genommen und abgerissen. Kurios ist die Sicherung des Anschlussgleises durch ein Sv-Signal der S-Bahn.

Der Vergleich mit einer Aufnahme aus dem Jahr 2018, nur wenige Meter weiter: [www.drehscheibe-online.de].

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 23.05.1987 Ort: Berlin Kolonnenbrücke [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Wo die Ringbahn heute das Nordkreuz erreicht
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 15.02.26, 18:21
Kurz hinter dem S-Bahnhof Schönhauser Alle war in westlicher Richtung die Ringbahn zu Ende, und die Züge knickten nach Norden Richtung Pankow ab. Wir beobachten zwischen den Häuserzeilen das rege Treiben auf der S-Bahn, welche an dieser Stelle mit fast allen Baureihen vorbei kam, die damals bei der Reichsbahn eingesetzt waren. Man sah Stadtbahner, 276.1, die etwas schnittigeren 277 und die "Cola-Dosen", wie wir die neuen Züge der Baureihe 270 nannten. Hier rauscht gerade ein Zug der Baureihe 277 auf der Zuggruppe O nach Blankenburg vorbei. Über der Häuserzeile wacht der "betende Riese vom Humannplatz". So wurde im Volksmund die Kirche St. Augustinus in der Dänenstraße genannt.

Am 02.09.1991 waren die hinter mir liegenden parallelen Ferngleise wegen Bauarbeiten gesperrt. Heute ist der Ring längst geschlossen, und hinter dem Fotografen befindet sich das Nordkreuz, mit zahlreichen Über- und Unterführungen sowohl für die S-Bahn als auch für die Fernbahn. Von einer langen Fußgängerbrücke hat man heutzutage einen tollen Blick auf das Verkehrsgeschehen an dieser Stelle: [www.drehscheibe-online.de]

Und nur wenige Meter weiter sah es 1992 so aus: [www.drehscheibe-online.de]

Und wie dicht und dennoch unerreichbar die beiden Stadthälften vor der Wende waren, mag dieses Bild aus Gesundbrunnen verdeutlichen - der Kirchturm des "betenden Riesen" ist hinter der Millionenbrücke gut zu erkennen: [www.drehscheibe-online.de]

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia


Datum: 02.09.1991 Ort: Berlin Nordkreuz [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Ein Hauch von Winter an der Spree
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 10.02.26, 12:22
Bleiben wir im Berlin der Nachwendejahre. Bunte Züge prägten die Stadtbahn, und sie waren bis auf die ICE allesamt lokbespannt! Eine enorme Baureihenvielfalt tummelte sich damals auf den Gleisen. Die Fernzüge waren in der Hand der 103, 112.0, 112.1 oder 120, später der 101. Vor Nacht- und Turnuszügen sah man auch die Baureihen 110, 111 oder 155. Den Verkehr nach Polen wickelten die Knödelpressen ab. Und vor den Regios sah man ausschließlich Sicken in allen Varianten und Farbgebungen. Auch die Zuggarnituren waren bunt: von der früheren Reichsbahnfarbe über mint bis verkehrsrot war alles dabei, und die Fernzüge teilten sich auf in Interregios oder IC-Züge. Vivat Epoche V...;-)

Kommen wir an eine recht häufig fotografierte Spreebrücke in Berlin-Moabit. Die meisten Aufnahmen entstehen hier mit einem Tele-Objektiv von der Brücke der Paulstraße. Aber man kann auch etwas dichter herangehen, wie auf dieser Aufnahme vom 31.01.2021: [www.drehscheibe-online.de].
Kurbeln wir die Zeit auf den Tag genau 22 Jahre zurück: wir schreiben den 31.01.99. Die Stadt war leicht mit Schnee überzuckert, und wir stehen erneut am Spreeufer, nur ein paar Bäume weiter. Eine 112.1 schiebt sich ins Bild, noch in orientrot mit Latz. Der zweite Wagen verrät den Zug: am Haken hängt der EC 175 "Comenius" von Hamburg nach Budapest, mit seinen herrlichen ungarischen Wagen.

Als Fotograf fällt man an dieser Stelle auf: direkt links neben uns befinden sich die Anlagen vom Schloss Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten. Die Polizei patrouilliert, nimmt Notiz vom Fotografen und lässt gewähren. Eisenbahnfotografen gelten als harmlos...;-)

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 31.01.1999 Ort: Berlin Bellevue [info] Land: Berlin
BR: 112 (Ost-Baureihe) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Mietskasernen und Brandschutzmauern
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 08.02.26, 13:54
Zwischen Mietskasernen und Brandschutzmauern verlief in Berlin der östliche Innenring zwischen den Bahnhöfen Prenzlauer Allee und dem Grenzstreifen an der Bösebrücke. Am 13.06.89 war der Prenzlauer Berg für mich noch "drüben", und anlässlich irgend einer Veranstaltung ging es in jene Richtung, mit einem Abstecher zur Brücke der Dunckerstraße, von welcher kürzlich in die Gegenrichtung dieser Blick [www.drehscheibe-online.de] gezeigt wurde. Nun, hier sehen wir den Blick auf den S-Bahnhof Prenzlauer Allee, dessen 1891/92 erbautes Empfangsgebäude im Klinkerstil im Hintergrund zu erkennen ist. Im Bahnhof ist soeben ein Stadtbahner im Hauptstadtlack eingetroffen und es geht gleich weiter Richtung Ostkreuz.
Die Gleise im Vordergrund wurden zu jenem Zeitpunkt gerade saniert und für die Elektrifizierung vorbereitet. Berühmt ist der Fotopunkt aus früheren Zeiten, als hier noch die Schnellzüge Richtung Ostsee mit ölgefeuerten Stralsunder 03.10 vorbeikamen. Lang ist´s her...


Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 13.06.1989 Ort: Berlin Prenzlauer Allee [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Blick von der Kynastbrücke zur Wendezeit
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 07.02.26, 17:24
Wie sehr sich Berlin in den letzten 30 Jahren verändert hat, kann man an zahllosen Orten in der Hauptstadt beobachten. Insbesondere von den Brücken östlich vom Ostbahnhof lässt sich die Veränderung des Stadtbildes kaum in Worte fassen. Warschauer Brücke, Modersohnbrücke, Kynastbrücke - die Bilder, die hier die Jahrzehnte durchstreifen, erzählen Geschichten.

Der Blick von der Kynastbrücke, unmittelbar neben dem oberen Ringbahnsteig am Bahnhof Ostkreuz gelegen, ist schon desöfteren in der Galerie gezeigt worden. Interessant ist hier im Vergleich zu heute, wie sehr sich hier nach dem Umbau die Lage der S-Bahn-Gleise geändert hat - und welche Gebäude heute noch stehen und welche nicht.
Kommen wir in den Spätsommer 1990. Die Rücktour einer Fotoaktion auf der Schöneiche-Rüdersdorfer Straßenbahn führte quer durch die Stadt, mit einer Knipspause an der Kynastbrücke. Der Stadtbahner war damals noch sehr präsent. Hier sehen wir einen Vollzug auf der Zuggruppe G zur Friedrichstraße im "Hauptstadtlack". Bereits Anfang der 90er Jahre war bei den Stadtbahnern der Reichsbahn diese Lackierung häufiger vertreten als der ursprüngliche Farbton in Rot/Ocker, und es gab mitunter Züge, welche aus Vierteln beider Lackierungsvarianten bestanden. Völlig bunt wurde es dann nach der Wende, als Stadtbahner der BVG mit den Reichsbahnzügen im gemeinsamen Zugverband liefen.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 02.09.1990 Ort: Berlin Ostkreuz [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Im Humboldthain
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 01.02.26, 11:33
Der Humboldthain. Ein Volkspark in Berlin-Gesundbrunnen, im Bezirk Wedding. Ein geschichtsträchtiger Ort, über den kürzlich an dieser Stelle [www.drehscheibe-online.de] berichtet wurde. Die S-Bahn umrundet an seiner Nordwestseite den Park, und wir stehen auf der Brücke der Grenzstraße unweit des gleichnamigen S-Bahnhofes und beobachten im Herbst 1988 einen ausfahrenden Stadtbahner auf der S 1, welcher demnächst in den Nord-Süd-Tunnel einfahren wird. Auf diesem Bild haben wir die Brücke der Grenzstraße im Hintergrund: [www.drehscheibe-online.de]
Wir sehen die Gleise der S-Bahn und rechts daneben noch die Trasse zum Stettiner Bahnhof. Früher tobte auf der Trasse das Leben, mit Urlauberzügen Richtung Ostseeküste, deren Weg im Stettiner Bahnhof begann. Im Herbst 1988 erkennen wir man gerade noch ein Gleis, welches sogar eine Stromschiene besaß, für die Anbindung eines Werkes der S-Bahn auf dem Gelände des früheren Stettiner Bahnhofs, später in Nordbahnhof umbenannt - nur, damit kein falscher Eindruck gegenüber den Folgen des 2. Weltkrieges aufkommt...

Die gleiche Szene 20 Jahre später. Die Natur erobert, wo sie kann. [www.drehscheibe-online.de]

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 22.10.1988 Ort: Berlin Humboldthain [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Morgens in Gesundbrunnen
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 31.01.26, 13:09
Machen wir weiter mit ein bissel Berlin-Geschichte..;-)

Bereits einige Bilder sind aus Berlin-Gesundbrunnen in die Galerie gelangt. Aktuelle wie historische. Jetzt ein einzelnes Bild zu verlinken wäre den übrigen Bildern nicht gerecht. Daher empfehle ich dem geneigten und interessiertem Berlin-Besucher die Lektüre sämtlicher Bildtexte.

Wir schreiben den 16.06.88. Ein früher Juni-Morgen, welcher in erster Linie dem Franzosenzug diente, welcher hier 3 x pro Woche morgens gegen 7 Uhr aufzukreuzen pflegte. Als Beifang entstand an jenem Morgen die Aufnahme einer S 2 nach Frohnau, wie sie soeben den Bahnhof Gesundbrunnen verlässt. Wir sehen links daneben die beiden weiteren Bahnsteige: in der Mitte, fast vollständig von der Natur zurückerobert, der Bahnsteig für die Vorort-und Fernzüge, welche vom Stettiner Bahnhof kommend, ihren Weg in Richtung Ostseebäder eingeschlagen haben. Links daneben der ehemalige Ringbahnsteig. Was muss hier früher los gewesen sein...? Genau: das, was in etwa heute los ist, wenn man auf der Swinemünder Brücke steht und sich den Verkehr anschaut. Im Juni 1988 kam alle zehn Minuten eine S-Bahn - und sonst nur der Franzosenzug sowie der überschaubare Güterverkehr nach Schönholz und Tegel - auf einem einzigen Gleis.

Was sehen wir noch? Links im Hintergrund erkennen wir ein metallenes Denkmal auf einem Hügel. Hierhinter verbirgt sich der Humboldthain, benannt nach dem großen Naturforscher Alexander von Humboldt.
Das Denkmal wurde zur Erinnerung an die deutsche Einheit aufgestellt und zeigt zwei getrennte Hälften, welche von einem Ring zusammengehalten werden und somit die Symbolik der Teilung Deutschlands darstellen. Aber worauf steht das Denkmal? Nun, spulen wir die Zeit in den zweiten Weltkrieg zurück. Hier entstand Anfang der 40er Jahre ein hoher Flakturm sowie daneben ein Leitturm zur Verteidigung der Stadt gegen Luftangriffe der Alliierten. Innerhalb des Turms existiert eine siebenetagige Bunkeranlage, welche heutzutage besichtigt werden kann. Der Hügel um die Türme herum entstand erst nach dem 2. Weltkrieg als Trümmerberg, und die Bunker wurden nach dem Krieg nie gesprengt. Und jetzt kommt wieder die Eisenbahn ins Spiel: Gesundbrunnen war damals in der französischen Besatzungszone, und die Franzosen wollten vermeiden, dass durch die Sprengung die unmittelbar darunter liegenden Gleise der Reichsbahn beeinträchtigt werden, sprich: man wollte die russische Besatzungsmacht nicht unnötig provozieren. Wir verdanken somit mitten in der Stadt dieses sehenswerte Denkmal deutscher Geschichte, und ich kann nur jedem Berlin-Besucher empfehlen, den etwas mühsamen Anstieg über diverse Treppen hoch zum Bunkerplateau auf sich zu nehmen. Allein der Blick auf die Stadt entschädigt!

Scan vom Fuji-Kleinbilddia. Einige wirklich unästhetische Baukräne wurden digital zu Fall gebracht.

Datum: 16.06.1988 Ort: Berlin Gesundbrunnen [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Berlin Wollankstraße
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 29.01.26, 16:52
Berlin, Bahnhof Wollankstraße, im April 1988. Die ersten Sonnenstrahlen laden zu einer Radtour ein. Es geht quer durch die Innenstadt, hoch Richtung Wedding. Hier und da entstehen ein paar Fotos entlang der Stadtbahn und der Nord-Süd-Strecke. Die Wollankstraße endet jäh an der S-Bahn-Trasse, es geht nicht weiter. Hinter der Trasse liegt Berlin-Pankow, ganz nah dran und doch so weit weg. Man glaubt, das Quietschen der Räder der Reko-Straßenbahnen zu hören, welche "drüben" ihre Kreise ziehen.
Die Trasse der S-Bahn liegt hier erhöht an der Nordbahn, und sie war ein politisches Kuriosum: der Bahnhof lag bereits auf Ost-Berliner Gebiet, hatte jedoch nur einen einzigen Zugang von Berlin (West). Reisende wurden auf diese Situation hingewiesen. Unmittelbar hinter dem Bahnhof lag der Grenzstreifen. Ein weiteres Kuriosum bestand darin, dass der Bahnhof auch nach Übernahme der West-Berliner S-Bahn durch die BVG zur Reichsbahndirektion Berlin gehörte; die Personale in Reichsbahnuniform kamen bis zur Wiedervereinigung aus Ost-Berlin.
Wir beobachten einen einfahrenden Stadtbahner der BVG. Auch die parkenden Autos sind heutzutage einen Blick wert.

Die Wollankstraße heute: wie selbstverständlich fährt man unter der S-Bahn-Trasse vom Wedding nach Pankow. Kaum einer erinnert sich hier an die kuriose Situation vor der Wende.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 17.04.1988 Ort: Berlin Wedding [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Grau in grau
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 28.01.26, 17:40
Berlin Prenzlauer Berg. Ein diesiger Märztag anno 1987. Graue Häuserschluchten umgeben mich; man hat den Eindruck, alle Gebäude tragen den gleichen Farbton. Es riecht etwas nach Braunkohle. Ich stehe etwas verstohlen auf der Brücke der Dunckerstraße und beobachte den S-Bahnbetrieb auf dem östlichen Innenring. Passanten huschen vorbei. Die meisten nehmen keine Notiz von dem Fotografen, einige beäugen einen höchstens etwas neugierig. Hinter mir ist der S-Bahnhof Prenzlauer Allee. Alle Nasenlang kommen S-Bahnen vorbei, und gleich einer der ersten Züge, die ich erwische, ist der Prototyp des Bankierszuges. Er entschwindet Richtung Schönhauer Allee, und ich denke mir: der kommt demnächst wieder zurück. Bingo! Treffer für das nachfolgende Motiv am S-Bahnhof, wo hinter mir der Verkehr auf der Prenzlauer Allee tobt. Es sollte jenes Bild entstehen [www.drehscheibe-online.de], und dem Bankierszug folgte sogleich ein weiteres Schmankerl in Form eines noch nicht modernisierten Triebzuges der Baureihe 277, noch mit alter Kopfform.
Infos zum Bankierszug bitte ich dem verlinkten Bild zu entnehmen. Der Tag führte mich kreuz und quer durch den "anderen" Teil der Hauptstadt, immer auf der Suche nach den besonderen, noch nicht modernisierten Fahrzeugen der Baureihen 276 und 277. Ob mich jemand beobachtet hat? Ob sich ein "Organ" für den klassenfeindlichen Fotografen interessiert hat. Abends, bei der "Ausreise" (was für Wörter , heutzutage...) am Bahnhof und Grenzübergang Friedrichstraße war ich einer von vielen Bürgern von "drüben". Und machen wir uns nichts vor: eine gewisse Erleichterung war immer zu spüren, wenn man in die S-Bahn Richtung Berlin-Wannsee stieg, so mit Anfang 20, alleine im "Osten". Unvorstellbar...

Scan vom Fuji 100 Kleinbilddia

Datum: 15.03.1987 Ort: Berlin Prenzlauer Allee [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Mitten auf der Dresdener Bahn
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 26.01.26, 11:18
Machen wir eine Zeitreise in die 80er Jahre des alten "West-Berlins". Die S-Bahn war in der Hand der BVG, und man hatte seine drei Linien. Es gab zu jener Zeit bei den Triebwagen nur eine Bauform, den "Stadtbahner" der Baureihe 275. Entweder kam er einem in ocker/rot entgegen oder in dem etwas gelberen BVG-Senfton.
Hier mal eine Aufnahme der S 2 von Frohnau nach Lichtenrade, welche -wohnortbedingt- fotografisch etwas seltener besucht wurde als die Wannsee- oder Stadtbahn. Aber am 07.02.86, vor fast genau 40 Jahren, gab es mal einen Fotostop in Berlin-Mariendorf, unweit des ehemaligen Gaswerkes, von welchem wir im Hintergrund einen der wuchtigen Gasspeicher erkennen. Wir befinden uns auf einem schmalen Fußweg zu einer Laubenkolonie und blicken einem Stadtbahner auf seinem Weg nach Frohnau hinterher.

Jahrzehnte später: genau dort, wo wir standen, donnert jetzt der Fernverkehr nach Dresden oder der Airport-Express zum Flughafen Berlin-Brandenburg durch. Die Dresdener Bahn ist seit kurzem wieder eröffnet, und die Züge sieht man hinter den meterhohen Schallschutzwänden nicht. Die Laubenpieper gibt es nicht mehr, ebenso wenig das Gaswerk Mariendorf geschweige den Stadtbahner. Wir erkennen auf dem Bild im Hintergrund einen Anschluss zu einem Tanklager - und dieser Anschluss war Thema jener Aufnahmen, auf welchen die Bauarbeiten auf der Dresdener Bahn gerade im Gange waren: [www.drehscheibe-online.de], [www.drehscheibe-online.de].

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia



Datum: 07.02.1986 Ort: Berlin Mariendorf [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Neue Bahn, "Alttechnik" und eine Illusion
geschrieben von: Jan vdBk (1093) am: 23.01.26, 19:09
Es gibt in Berlin nicht mehr viele Betriebsstellen, die nicht per ESTW aus den Betriebszentralen von Fern- und S-Bahn gesteuert werden. Der Bahnhof Berlin-Schöneweide hat sie noch, die "Alttechnik", also die alte Signaltechnik mit örtlich bedienten Hl-Signalen. Auch nachdem die Bahnsteige einer Kernsanierung unterzogen worden sind und vorbildlich mit den historischen Überdachungen wiedererrichtet wurden und die Berliner S-Bahn inzwischen ihre neueste Fahrzeuggeneration ins Rennen schickt, werden die Signale von Stellwerken vor Ort gesteuert. Prächtigster Blickfang der alten Signaltechnik ist das Stellwerk Swn am nördlichen Ende der Bahnsteige. Und fast könnte man denken, dass von dort auch anno 2026 der Verkehr noch geregelt wird. Doch das Stellwerk ist bereits seit 2019 außer Betrieb und der Fdl sitzt in einem Container, der hier gerade von der einfahrenden S47 nach Spindlersfeld verborgen wird.

Datum: 19.01.2026 Ort: Berlin-Schöneweide [info] Land: Berlin
BR: 483 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Eis über der Spree
geschrieben von: KBS443 (605) am: 13.01.26, 12:24
Nur bei laublosen Bedingungen ist diese Lücke in der Bebauung für eine Aufnahme des Zugverkehrs tauglich. Gestern war das allerdings nicht mein Hauptanlass, den die gänzlich zugefrorene Oberfläche der Spree war durchaus aufsehenerregender. In der passenden Länge passierte einer der mittlerweile auf der Stadtbahn ziemlich häufig anzutreffenden Treibwagen der ODEG den Bildausschnitt.

Datum: 11.01.2026 Ort: Berlin Friedrichstraße [info] Land: Berlin
BR: 445 (Stadler KISS) Fahrzeugeinsteller: ODEG
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Schon wieder Neukölln?
geschrieben von: t_s_f (8) am: 11.01.26, 03:42
Die Geschichten aus Neukölln sind eigentlich alle erzählt - Der Blick von der Hertabrücke mit den vielen Formsignalen. Bekannt, schön und doch schon mehrfach in der Galerie vertreten. Ist man so wie ich erst kürzlich nach Berlin gezogen und wollte einfach nur mal eben ein paar Bilder von der S-Bahn und den Formsignalen machen, fällt einem auf den ersten Blick gar nicht unbedingt eine wesentliche Veränderung an besagter Fotostelle auf: Unübersehbar wurde ein Gebäude hochgezogen, welches eine gewisse Ähnlichkeit mit der in Frankfurt am Main stehenden Europäischen Zentralbank hat (findet zumindest der Fotograf, der bis vor kurzem noch in besagter Stadt viele Jahre gelebt hat). Es handelt sich um den Estrel-Tower, welcher seit 2021 im Bau ist und nach Fertigstellung als Hotelturm der Estrel-Hotels dienen soll. Er liegt an der berühmten Sonnenallee.

Und etwas weiteres ist mir aufgefallen: Im Sommer verbogen hinter Gebüsch und Bäumen lässt sich in der kalten Jahreszeit auch die Feuerwache Neukölln gut auf dem Foto erkennen. Bereits seit über 100 Jahren bekommt der Bürger im Brennpunkt Neukölln von hier aus Hilfe. Ikonisch sind an diesem Gebäude auch die Fensterläden. Leider ziert schon seit vielen Jahren ein unschönes Graffiti die Seitenwand der Feuerwache.

Datum: 21.11.2025 Ort: Neukölln [info] Land: Berlin
BR: 481 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Woltersdorfer Winter Wonderland
geschrieben von: Todd (7) am: 08.12.25, 13:33
Im Februar 2025 war auf der Woltersdorfer Straßenbahn das Ende der regulären Einsätze der inzwischen historisch anmutenden Gotha Triebwagen eingeläutet. Am Tag der Aufnahme dieses Fotos war schon einer der neu gelieferten modernen Triebwagen im Einsatz und so nutzte ich während eines Aufenthaltes in Berlin die Chance, die schönen alten Wagen noch einmal zu fotografieren. Und siehe da: Das Wetter spielte mit und zauberte eine Winterlandschaft wie aus dem Bilderbuch, die allerdings leider nur für ein paar Stunden hielt. Schon bald wurde aus dem herrlichen Weiß ein grauer Matsch, was dieses Bild zum Glück noch nicht zu erkennen gibt.

Datum: 14.02.2025 Ort: Rahnsdorf [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: SRS
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Zahlensalat in Rostkruste mit Elaskonsoße
geschrieben von: bahnmotive (40) am: 10.10.25, 11:43
Ein Stück vom B-Radsatz der S 10, als 17 008 im Berliner Technikmuseum. Je nachdem, wie die Radsätze bewegt werden, sieht man die Schlagzahlen auf den Radsätzen mal mehr, mal weniger. Die Lok ist Baujahr 1911. Die Kuppelachse kam dann wohl 1912 dazu ..... :-)
Die Reflektion vom Blitz wurde etwas nachbelichtet.

Datum: 10.12.2014 Ort: berlin [info] Land: Berlin
BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Preußische Staatsbahn
Kategorie: Stillleben
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Am Bahnübergang Ahrensfelde
geschrieben von: emef am: 27.09.25, 02:54
Am frühen Morgen des 25.09.2025 überquert der erste Zug der Regionalbahnlinie RB25 den Bahnübergang über die Ahrensfelder Chaussee in Richtung Ostkreuz. Der aus Werneuchen kommende Batterietriebwagen vom Typ Siemens Mireo Plus B der Niederbarnimer Eisenbahn hat die Fahrzeugnummer NEB 563 041.

Datum: 25.09.2025 Ort: Berlin, Ahrensfelder Chaussee [info] Land: Berlin
BR: 563 (Siemens Mireo plus B/H) Fahrzeugeinsteller: NEB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Form und Farbe
geschrieben von: SeBB (211) am: 25.09.25, 18:51
Jede Baureihe der Berliner S-Bahn hat ihr eigenes charakteristisches Gesicht. Angefangen bei den "Stadtbahnern" und "Rundköpfen", über die "Coladosen", "Toaster", "Taucher"- oder auch "Klobrillen" bis zu den "Lichtschaltern". Überwiegend gemeinsam ist ihnen die Farbgebung bordeauxrot/ocker, abgesehen von einigen offiziellen Farbexperimenten und inoffiziellen temporären Lackierungen ;)
In der Halle von Berlin Ostbahnhof trafen sich hier der "Toaster", der auf der Linie S3 eine Bahnsteigwende vollzog, sowie die "Klobrille".

Datum: 19.09.2025 Ort: Berlin Ostbahnhof [info] Land: Berlin
BR: 480 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
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Zementierte Teilung
geschrieben von: railpixel (615) am: 24.09.25, 13:53
Im Berliner Nordbahnhof erinnert eine ständige Ausstellung an die Teilung der Stadt und ihre Grenz- und Geisterbahnhöfe. Am 19. Februar 2017 habe ich eines der Bilddokumente mit der einfahrenden S-Bahn 481 181-6 fotografiert.

Mein Selbstportrait, die Spiegelung im Zug, habe ich euch erspart :).

Datum: 19.02.2017 Ort: Berlin Nordbahnhof [info] Land: Berlin
BR: 481 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
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Wannsee- und Stammbahn in Berlin-Lichterfelde West
geschrieben von: Der Rollbahner (348) am: 17.09.25, 16:05
Bis zum Brand eines Wagens der Baureihe 480 im Nord-Süd Tunnel (Anhalter Bahnhof), am 10. August 2004, verkehrten die "Toaster" auch auf der S-Bahn-Linie S1 zwischen Oranienburg und Berlin-Wannsee. Das Bild zeigt eine 3/4 -Garnitur, in nördlicher Richtung fahrend, als "Nachschuß" bei der Einfahrt in den S-Bahnhof Berlin-Lichterfelde West.

Gleichzeitig setzt sich im benachbarten, der 1838 zwischen Potsdam und Berlin eröffneten Preußischen Stammbahn zugerechneten, Güterbahnhof die Ludmilla 232 577-7 an den Ford-Zug des Zulieferers Visteon aus dem Industriegebiet am Zehlendorfer Stichkanal, um ihn ca. eine Stunde später, gegen 17:30 Uhr, nach Wannsee zu befördern. Zuvor war die im Hintergrund sichtbare V60 West (= Dreibein) für die Zusammenstellung und Abholung dieses Zuges über die Goerzbahn, entlang des Dahlemer Weges, verantwortlich gewesen.

Die Personen im Gleis haben mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas mit der nur wenige Tage nach dieser Aufnahme startenden Generalsanierung und Streckensperrung der Neuen Wannseebahn, zwischen den S-Bahnhöfen Sundgauer Straße und Anhalter Bahnhof, zu tun. Die Neue Wannseebahn, zwischen Berlin, Steglitz und Zehlendorf als separate Vorortbahn parallel zur alten Stammstrecke gebaut, ist deutlich jünger als diese und wurde 1891 in Betrieb genommen.

Scan vom Fuji KB-Dia

Datum: 23.05.2001 Ort: Berlin-Lichterfelde West [info] Land: Berlin
BR: 480 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Berliner Unterwelten
geschrieben von: Martin Brosow (81) am: 29.08.25, 10:42
Fahrzeug- und Fahrgastfluss. Das sich ewig alle paar Minuten wiederholende Spiel im U-Bahnhaltepunkt Bernauer Straße in Berlin.

Datum: 22.08.2025 Ort: Bernauer Straße [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Ein 762er Steuerwagen in Ruhleben
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 11.07.25, 12:40
Steuerwagen stehen ja eher weniger im Fokus der Eisenbahnfreunde, und machen wir uns nichts vor: meist gehen die Mundwinkel nach unten, wenn statt der erhofften Wunschbespannung ein Steuerwagen aufkreuzt.
Aber es gibt Ausnahmen, meist verbunden mit der Seltenheit eines Fahrzeuges. Ein Karlsruher oder Wittenberger Kopf gilt inzwischen als Kult, von den legendären Hasenkästen ganz zu schweigen. Fast unbemerkt, aber dennoch auf dem absterbenden Ast sind Steuerwagen der Gattung 761 und 762. In der Galerie kaum vertreten, und auch im eigenen Berlin-Brandenburger Revier nur noch selten anzutreffen. Kürzlich erschien sogar in hiesigen Foren die Nachricht, dass auf dem RE 3 von Stralsund ein 762er Steuerwagen auf die Hauptstadt zurollt. So weit ist es schon, dass ein Steuerwagen eine Meldung wert ist! ;-)
Nun, von der gemischtklassigen und klimatisierten Unterbauart 762 gab es wohl nur 30 Stück, im Gegensatz zu 68 Exemplaren des DBbzf 761. Hier kommt uns auf der RB 10 von Berlin-Südkreuz nach Nauen in Berlin-Ruhleben ein 762er Steuerwagen entgegen, und seien wir ehrlich: eigentlich waren wir eher auf die 143 am anderen Ende der Garnitur scharf ! Das Bild entstand dann auch eher aus einer Laune heraus, zwischen diversen ICE, ODEG- und sonstigen Triebwagen der DB. Und heute, vier Jahre später: eines von an einer Hand abzählbaren Bilder eines 762er Steuerwagens. Wer weiß, wie lange es diese Wagen noch gibt...;-)

Datum: 01.10.2021 Ort: Berlin Ruhleben [info] Land: Berlin
BR: Steuerwagen (außer von Triebwagen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Bei den Laubenpiepern von Ruhleben
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 10.07.25, 12:39
Landschaft oder Infrastruktur? Berlin ist grüner, als man denkt...;-) Wir stehen am Rande einer Kleingartenkolonie in Berlin-Ruhleben, unweit des Heizkraftwerkes Reuter West. Rechts im Hintergrund dümpelt die Spree vorüber, und im Hintergrund sind verschiedene Industriebetriebe erkennbar. Unter uns verlaufen die Gleisanlagen vom Bahnhof Spandau bzw. dem Güterbahnhof Ruhleben Richtung Moabit oder Grunewald. Was an Fern- und Regionalzügen vom Berliner Hauptbahnhof (tief) in westlicher Richtung unterwegs ist, muss hier vorbei - und entsprechend hoch ist die Zugdichte. ICEs und Regionalbahnen wechseln sich in rascher Folge ab, und der optische Höhepunkt sind die Eurocities von Hamburg Richtung Prag mit ihren sehr ansprechenden Garnituren. Und somit fegt an uns am späten Vormittag des 06.09.20 die 193 293 der CD mit ihrem EC 379 Richtung Hauptbahnhof (tief) vorbei.

Bereits zwei Jahre später hat sich die Natur diese Sichtachse wieder zurückerobert. Ob der Blick heute noch -oder wieder- möglich ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Datum: 06.09.2020 Ort: Berlin Ruhleben [info] Land: Berlin
BR: CZ-193 Fahrzeugeinsteller: CD
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Licht und Schatten
geschrieben von: KBS443 (605) am: 10.07.25, 12:09
Die starke Auslastung entlang der Stadtbahn in Berlins Mitte selbst an Sonntagen ist auf ein starkes Touristenaufkommen zurückzuführen. An diesen Tagen war zusätzlich noch die Fernbahn wegen Bauarbeiten gesperrt und so war es nicht der erste Versuch, der zum gewünschten Ergebnis unter der Bahnhofshalle am Hackeschen Markt geführt hat. Nur als der Rückstau auf den Gleisen zu unmittelbar hintereinander fahrenden Zügen geführt hat, war der Bahnsteig beim zweiten Zug dann leer genug, um das Licht Schatten Spiel festzuhalten.

Zuletzt bearbeitet am 18.07.25, 16:59

Datum: 14.06.2025 Ort: Berlin Hackescher Markt [info] Land: Berlin
BR: 481 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Der Himmel über Berlin vor über 30 Jahren
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 08.07.25, 14:36
Bevor wir uns mit diesem Bild beschäftigen, werfen wir einen Blick auf diese Aufnahme aus dem Jahr 2013: [www.drehscheibe-online.de]. Jenes Bild ist am 05.06.2013 entstanden - und wir spulen mal die Zeit zurück in den Juni 1994, sprich fast auf den Tag genau 19 Jahre vorher: Bereits damals haben wir an heißen Tagen den Himmel über Berlin aus 125 Metern Höhe genossen. Wir stehen auf der Aussichtsplattform des Funkturms und blicken auf die Stadtbahn. Der Fahrdraht ist hier bereits montiert, aber der Großteil der Züge obliegt noch der Dieseltraktion. Damals war die Baureihe 219 noch aktiv, und wir sehen hier ein U-Boot, wie es seine Interregio-Leergarnitur vom Abstellbahnhof Grunewald zum Bahnhof Zoologischer Garten schiebt.
Auf den ersten Blick hat sich nicht soo viel verändert in den 19 Jahren. Oder doch? Im Jahr 1994 gab es noch den Güterbahnhof Halensee im Hintergrund, gesichert durch mehrere Formsignale. Später wurde auf dem Gelände ein riesiger Baumarkt errichtet, welcher im Jahr 2013 noch im Bau war. Diverse Hausfassaden haben im Laufe der Jahre einen neuen Anstrich erhalten, oder auf die oberste Etage wurde ein Loft draufgesetzt. Auf der Ringbahn dominierte die "Cola-Dose" der Baureihe 485, und ein Exemplar ist auch in der unteren Halle des Bahnhofs Westkreuz erkennbar. Der Stellwerksturm am Bahnhof war noch vorhanden, und der geneigte Betrachter wird noch viele weitere Unterschiede entdecken.
Wiederum einige Jahre später ist im Sommer 2019 diese Aufnahme entstanden: [www.drehscheibe-online.de]. Der Baumarkt ist fertig, und es wurden noch einige weitere Fassaden renoviert. Und wir sehen den Zug, der aktuell die Bildberichte bei DSO prägt wie kein weiterer Zug in Berlin: den Kaffeezug. Ab August gibt´s auf dem südlichen Innenring nur noch Tee...:-(

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia, entsättigt, aufgewärmt.

Datum: 20.06.1994 Ort: Berlin Funkturm [info] Land: Berlin
BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Auf einen Kaffee nach Neukölln
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 15.06.25, 21:32
Wenn man den Auguren traut, soll es dem letzten planmäßigen Güterzug auf dem nicht elektrifizierten Abschnitt des Innenrings in Berlin ab Anfang August an den Kragen gehen. Ab dann ist vorgesehen, dass der Zug nicht mehr nach Berlin-Neukölln um Güterbahnhof Treptow geführt wird, sondern zum Terminal in den Berliner Westhafen. Von dort erfolgt die weitere Reise der Container per LKW (sic!) zur Kaffeerösterei nach Neukölln. Wer den chronisch verstopften Berliner Stadtring kennt, der zudem für eine längere Zeit durch den Abriss zweier Brücken in Westend stark gehandicapt ist, kann sich die Ernsthaftigkeit dieses Vorhabens nur schwer vermitteln lassen. Na, warten wir ab, ob wir tatsächlich ab August auf dem Stadtring den LKW mit ihren 20`- Containern im Stau zuwinken können.

Noch ist der Kaffeezug jedenfalls noch fast jeden Werktag zu erleben. Während die Hinleistung ab Seddin meist bereits deutlich vor 6.00 Uhr morgens am Ziel ist, erfolgt die Rückfahrt meist zwischen 17 und 18 Uhr. Eingesetzt werden derzeit sowohl die neuen 249 als auch wie bisher die 298, und immer wieder kommt auch eine der wenigen V 90 von Seddin zum Zuge. Am 11.06.25 war es erneut die 294 574, welche wir schon von dieser Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] aus Berlin-Wannsee kennen.

Im Hintergrund erhebt sich der monströse Estrel Tower, mit 176 Metern wird er das höchste Hochhaus von Berlin. Zum Vergleich: die Aussichtsplattform auf dem Funkturm am Messegelände misst nur lumpige 125 Meter...

Datum: 11.06.2025 Ort: Berlin Neukölln [info] Land: Berlin
BR: 294 (alle V90-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Warten auf Godot
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 06.06.25, 12:32 Bild des Tages vom 05.06.26
Der südliche Berliner Innenring. Wie ein gallisches Dorf hält sich hier seit Jahrzehnten ein bislang nicht elektrifizierter Abschnitt zwischen Berlin-Grunewald über Halensee, Tempelhof und Neukölln, um dahinter in Baumschulenweg wieder den Fahrdraht zu erreichen. Einziger planmäßig auf dieser Strecke verkehrender Zug ist der bereits schon desöfteren in der Galerie gezeigte "Kaffeezug", welcher auch regelmäßiges Thema bei den Bild-Sichtungen bei DSO ist. Ansonsten verkehren nur Sonderleistungen - oder es verirrt sich mal eine Lz oder ein Bauzug auf diese Strecke.
Nun waren in der laufenden Woche Bauarbeiten auf dem südlichen Berliner Außenring, verbunden mit der Hoffnung, dass wenigstens aus diesem Anlass mal ein dieselbespannter Güterzug über den Innenring geleitet werden würde. Hin und wieder erfährt man ja "aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen", dass eine Sonderleistung fährt - oder es kommt das Phänomen des Zufalls zum Tragen.
Parallel zu den Fernbahngleisen verläuft die Berliner S-Bahn. Hier sind natürlich regelmäßig Zugfahrten zu beobachten, aber auf diesem Abschnitt des Innenrings verkehren seit geraumer Zeit nur noch "Lichtschalter". Und spätestens nach zwei Vorbeifahrten wird es langweilig - weil: haste einen, haste alle...! ;-)

Pustekuchen...! Natürlich hat sich während meines ca. 90minütigen Aufenthaltes außer einer schnöden G 1206 als Lz aus der Gegenrichtung nix brauchbares blicken lassen - aber wir vergleichen mal dieses Bild mit einer Aufnahme aus dem Sommer 1988: [www.drehscheibe-online.de]. Auch damals kam "nur" eine Lz in Form einer Babelsbergerin - aber das Umfeld hat sich erheblich gewandelt! Sogar die Busse auf der Halenseebrücke sind moderner geworden...;-)

Viel Spaß beim Wimmeln...!

Datum: 03.06.2025 Ort: Berlin Paulsborner Brücke [info] Land: Berlin
BR: 484 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Ein kurzes Innehalten am Rosinenbomber
geschrieben von: Der Rollbahner (348) am: 08.05.25, 15:00
Seit dem 8.Mai 1999 hängt die Douglas C-47 Skytrain am Gebäude des Deutschen Technikmuseums in Berlin-Kreuzberg. Das markante Wahrzeichen soll an die Versorgung der Westsektoren per Luftbrücke während der Berlin-Blockade 1948/49 erinnern.

Ziemlich passend dazu verläuft die nahe U-Bahntrasse hier in Hochlage und sollte aufmerksamen Fahrgästen eine gute Aussicht auf den Rosinenbomber bieten. Fast scheint es so, als würde der Zug in Richtung Warschauer Str. gerade aus einem BVG-Bürogebäude herausfahren. Tatsächlich wird die Bahn aber in wenigen Sekunden den Landwehrkanal überquert haben, während der momentan für einen Augenblick ruhende Straßenverkehr dann wieder Stoßstange an Stoßstange das Tempelhofer Ufer füllen dürfte.

Datum: 01.04.2012 Ort: Berlin-Kreuzberg [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Das höchst seltene Wunschmotiv
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 30.03.25, 15:02
Am 22.03.2025 veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn (AGU) eine einzigartige Sonderfahrt mit dem historischen AI-Dreiwagenzug im Stil der 1930er Jahre vom Klein- ins Großprofil. Ausgangspunkt der Fahrt war der U-Bahnhof Olympia-Stadion, in dessen historischem Stillwerk sich das Berliner U-Bahnmuseum befindet.
Ab dem heutigen U-Bahnhof Mohrenstraße ging es auf den Spuren früherer Überführungsfahrten durch den „Klostertunnel“ – inklusive Stromabnehmer-Umbau – zur Betriebswerkstatt Friedrichsfelde (Großprofil). Der „Klostertunnel“ wurde zum 50jährigen Jubiläum der Berliner U-Bahn im Jahr 1952 eröffnet und ermöglichte die Gleisverbindung der auf Ost-Berliner Gebiet liegenden Strecken A (U-Bahnhof Kosterstraße / Kleinprofil) und E (Kehranlange Alexanderplatz / Großprofil). Nach dem Mauerbau wurde er intensiv genutzt, um Kleinprofilwagen zur einzigen U-Bahn-Betriebswerkstatt in Friedrichsfelde bzw. von dort zurück ins Kleinprofil zu bringen.
Die öffentliche Sonderfahrt endete in der Betriebswerkstatt Friedrichsfelde, anschließend fuhr der Zug die gesamte Strecke als geschlossene Sonderfahrt zurück. Nach diesem höchst seltenen Ausflug ins Großprofilnetz nahm der historische AI wieder seine Abstellposition in der Betriebswerkstatt Grunewald ein.

Seit etlichen Jahren hatte ich das bekannte Motiv am Gleisdreieck mit dem markanten ex-Reichsbahn-Gebäude (Flügelrad) und dem 30er Jahre AI im Kopf. Doch der historische Zug fährt nur alle Jubeljahre an dieser Stelle vorbei - und wenn dann war in den vergangenen Jahren nicht solch ein Traumwetter sowie der passende Sonnenstand. Auf der Rückfahrt des Zuges gelang dieses Foto nun endlich!

Datum: 22.03.2025 Ort: Berlin Gleisdreieck [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Feierabend
geschrieben von: Rainer.Patzig (128) am: 19.03.25, 09:11
Obwohl es noch nicht einmal 17:00 ist, setzen die ersten Züge U1 / U3 an der Warschauer Straße aus. Dazu kommen sie auf dem eher weniger genutzten Außenbahnsteig an und werden über eine Sägefahrt in die Halle zur "Nachtruhe" und oftmals auch kleinen Wartung bugsiert. Sonst sind, zumindestens im Winter, die Tore zu.

Der hier zu sehende Zug ist ein HK 06, gebaut 2006 von Bombardier. Er zählt zu den moderneren Baureihen im Kleinprofil. Ansonsten kann man auf der U1 / U3 so ziemlich alles antreffen, was an Kleinprofilzügen der BVG fahrfähig ist. Der Verkehrsbetrieb hat Fahrzeugmangel und fährt, was er hat.

Datum: 08.01.2024 Ort: Warschauer Straße [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Kein Interesse an der Straßenbahn Woltersdorf ...
geschrieben von: 118 766 (4) am: 23.02.25, 14:49 sternsternstern Top 3 der Woche vom 09.03.25
... hatte ein Wildschweinrotte im Berliner Stadtwald nahe der Waldweiche. Während Tw 27 auf die Kreuzung wartete, eilten rund 25 Schwarzkittel quer durch den Wald.

Zuletzt bearbeitet am 23.02.25, 23:17

Datum: 20.02.2025 Ort: Waldweiche (an der Grenze zw. Berlin und Woltersdo [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Woltersdorfer Straßenbahn
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 24 Punkte

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Auf einen Bordeaux nach Berlin-Spindlersfeld !
geschrieben von: Olli Sydow (1770) am: 21.02.25, 20:14
Zur Zeit sorgt ja die Delta-Rail mit ihren "Ladies" im Berlin-Brandenburger Raum für Furore, denn eine Lok nach der anderen verlässt die heiligen Hallen des AW Dessau in der historischen Lackierung.
Es gab aber mal eine Zeit, in der bordeauxrote 143 Alltag waren. Nicht ganz so häufig waren Mitte der 90er Jahre hingegen bordeauxrote 155. Es gab noch diverse Loks davon in dieser Farbgebung, auch in orientrot mit Latz, aber es ging dann sehr schnell, bis der Großteil dieser Baureihe im verkehrsroten Design umherfuhr.

Nach dem offiziellen Ende dieser Baureihe bei der DB sind aber immer noch zahlreiche Loks bei privaten Anbietern unterwegs, und erfreulich viele zeigen sich im historischen Gewand in bordeaux oder orientrot.

Am 07.05.1997 war es jedoch noch ein ganz normaler Güterzug, welcher hier abends in nördliche Richtung in Berlin-Spindlersfeld über die Spree poltert. Ein Motiv, welches seinerzeit noch aus diversen Richtungen umsetzbar war und auch heute noch zu begeistern mag - auch wenn der waagerechte Blechträger der Brücke inzwischen hoffnungslos mit Graffiti beschmiert ist. Die Galerie zeigt die Metamorphose der Brücke in ihrer vollen Detailtreue.

P.S.: ....unbeschmierte H- und Ha- Wagen. Heute unvorstellbar...

Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia

Datum: 07.05.1997 Ort: Berlin Spindlersfeld [info] Land: Berlin
BR: 155 Fahrzeugeinsteller: DB
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Frostiger Morgen am Ostkreuz
geschrieben von: KED Halle (12) am: 18.02.25, 00:27
Eigentlich hätte ich gar nicht hier sein sollen. Ich war auf dem Weg nach Frankfurt an der Oder. Aber aufgrund mutwillig beschädigter Signalkabel am Abzweig Ostendgestell fuhren die RE 1 mit Umleitung über Karower Kreuz eher nach Zufallsprinzip. Die EC fuhren teilweise gar nicht ab Berlin, da auch in Polen ein Rechnerstellwerk schwächelte.
Also versuchte ich es mit der S-Bahn bis Erkner, um dann mal weiter zu schauen.
Nachdem ich in Ostkreuz natürlich erstmal die falsche Treppe nahm und dem Toaster noch beim Ausfahren zuschauen konnte, war die nächste S3 wegen Reparatur am Fahrzeug im Ausfall.
So wurde die Zeit ein wenig zum Fotografieren genutzt. Das Überwerfungsbauwerk im Vorfeld ist mit seinen Rampen ein interessantes Motiv und schon mehrfach in der Galerie vertreten. Im Zuge vom Umbau des Ostkreuzes wurde es errichtet, womit aus dem Linien-Betrieb der S-Bahnen unten ein Richtungsbetrieb wurde. Den Blick vom Bahnsteig aus an einem frostigen Wintermorgen gibt's bisher noch nicht in der Galerie.



Datum: 14.02.2025 Ort: Berlin [info] Land: Berlin
BR: 480 Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 16 Punkte

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