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Blick auf Entrevaux geschrieben von: DB 399 101-5 (168) am: 09.08.26, 15:11 |
Am Treffpunkt zweier Täler liegt in der Provence das mittelalterliche Dorf Entrevaux (Entrevaus, von Entre=zwischen und Vau=Tal). Hoch auf einem Felsen wurde dort oberhalb des Dorfes eine Zitadelle errichtet, zu der in vielen Serpentinen dem Hang ein steinerner schmaler Weg abgerungen wurde. Einen Besuch zum Sonnenaufgang kann ich nur wärmsten empfehlen. Es gibt keine Öffnungszeiten, man muss nur für 5€ einen Coin lösen, mit dem sich das Drehkreuz unten am Beginn des Serpentinenweges füttern lässt.
Obwohl die CP am anderen Ufer des Var fast direkt am mittelalterlichen Festungsteil des Ortes vorbeifährt, schien es mir trotz mehrmaligem Sichten nahezu unmöglich, die Bahn und das Dorf mit seiner reichlich spektakulären Lage an der Felsklamm vernünftig in einer Perspektive unterzubringen. Damit war es ein Fall für die Drohne. AMP 805+806 kommt als Zug 2 aus Annot und hat soeben den Bahnübergang hinter Entrevaux passiert. Bildmaipulation: Die Aufnahme wurde als Panorama aus drei Drohnenbildern zusammengesetzt. In der untersten rechten Ecke musste ein wenig Fluss und Stein ergänzt werden. Datum: 20.04.2026 Ort: Entrevaux [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-AMP 800 Fahrzeugeinsteller: Chemins de fer de Provence (CP) Kategorie: Drohne Top 3 der Woche: 6 Punkte |
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U 600 sur les hauteurs geschrieben von: Julian en voyage (551) am: 08.08.26, 18:27 |
Die Chemin de Fer du Haut-Forez (CFHF), in jüngerer Zeit auch als Train Touristique du Haut-Forez auftretend, zählt für mich zu den schönsten Museumsbahnen im Massif Central. Westlich von Saint-Étienne auf den Höhen des Forez gelegen führt der Parcours, immer auf die 1000 Meter-Marke Kurs haltend, von Estivareilles über Craponne-sur-Arzon nach Sembadel und weiter bis La Chaise-Dieu mit seinem monumentalen Benediktinerkloster. Neben dem bekanntesten Kunstbau der Strecke, dem Viaduc de Pontempeyrat, säumen vielerorts noch alte Bahnhofsgebäude und Postenhäuschen, Telegrafenmasten und Steinbogenbrücken den Weg über die nadelbaumbestandenen Hochplateaus.
Zum Fahrzeugbestand zählt mit X 2425 unter anderem einer der fünf noch erhaltenen (davon aktuell drei betriebsfähig) X 2400. Die ab 1951 von Decauville an die SNCF gelieferten Autorails stellten einen Wendepunkt im französischen Triebwagenbau dar. Während man bei den ersten Nachkriegstriebwagen - den 300 PS starken "Picassos" und den aus heutiger Sicht eher skurrilen, nur 150 PS aufbringenden "Mobylettes" - wie schon bei vielen Vorkriegsmodellen auf einen zentralen Führerstand in einer kleinen Dachkanzel setzte, sprengte der gut 27 Meter lange X 2400 die Grenzen dieses für den Lokführer obendrein recht unbequemen Konzepts, sodass man wieder zu zwei klassischen Endführerständen zurückkehrte. Zugleich war er ein Übergangsprodukt, denn der Stand der Technik war Anfang der 50er Jahre offenbar noch nicht so weit, die gewünschte Leistung mit einem einzigen Motor zu erbringen, sodass die 600 PS, die der Baureihe den Beinamen "U 600" (das U steht dabei für "Unifié") einbrachten, auf zwei Renault-Motoren verteilt werden mussten. Ein Malus, der Steuerung und Instandhaltung gleichermaßen anspruchsvoll gestaltete und knapp zehn Jahre später mit den X 2800 behoben wurde. Im Sommer 2023 war der zwischenzeitlich neu lackierte Triebwagen noch in einem leicht "abgerockten" äußerlichen Zustand unterwegs, was ihn fotografisch aber aus meiner Sicht eher zusätzlich attraktiv machte. So ähnlich sahen sie aus, die letzten Planeinsätze im Périgord und der Bretagne Ende der 1980er Jahre... Auf dem Rückweg von Craponne-sur-Arzon nach Estivareilles beobachtete ich "U 600" Nr. 2425 durch das Geländer einer alten Waldwegbrücke bei Orcerolles. Datum: 22.08.2023 Ort: Orcerolles [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 2400 Fahrzeugeinsteller: Chemin de Fer du Haut-Forez (CFHF) Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven Top 3 der Woche: 20 Punkte 9 Kommentare [»] |
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Minimalbetrieb während der großen Hitze geschrieben von: Voreifel-218er (42) am: 02.08.26, 07:58 |
Cahors ist ein durchaus sehenswertes Städtchen an der Hauptstrecke Paris–Orléans–Limoges–Toulouse (POLT). Neben der Altstadt ist die (hier nicht zu sehende) historische Brücke Pont Valentré aus dem 14. Jahrhundert das Wahrzeichen der Stadt. Wenn man diese überquert, führt am gegenüberliegenden Ufer ein schmaler Pfad, der Teil des Jakobswegs ist, auf einen Bergrücken. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf die Stadt und die Bahnstrecke.
Bei fast 40 °C stieg ich am 6. Juli den besagten Pfad hinauf, um einen der wenigen Intercités auf der POLT zu beobachten, der an diesem Tag nicht – wie auch schon während der beiden vorherigen Hitzewellen dieses Jahres – temperaturbedingt ausfiel. Hier zu sehen ist der INT 3694 (Toulouse Matabiau – Paris Austerlitz), der, gezogen von einer unbekannten BB 26000 in der Livrée „Carmillon“, über den Lot in den Bahnhof von Cahors einrollte. Datum: 06.07.2026 Ort: Cahors [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-BB 26000 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 14 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Au Bassin potassique geschrieben von: Julian en voyage (551) am: 31.07.26, 19:11 |
Im Süden der Plaine d'Alsace, vor den Toren von Mulhouse, liegt das Bassin Potassique, das oberelsässische Kalirevier. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1904 zurück, als bei von der Amateurgeologin Amélie Zurcher initiierten Probebohrungen statt des erhofften Öls erstmals Kali entdeckt wurde. Zu ihren Ehren wurde das erste Bergwerk auf den Namen "Amélie" getauft. Viele weitere sollten in der folgenden Dekade entstehen und die Gegend rund um Richwiller, Wittelsheim und Wittenheim, das sogenannte Ochsenfeld, erlebte einen industriellen Boom. In einer Tiefe von 400 bis über 1000 Metern konnte dort der begehrte Rohstoff abgebaut werden.
Während die Anfangsjahre noch in die Zeit des "Reichslandes" fielen, als das Elsass dem Deutschen Kaiserreich angegliedert war, wurden die Bergwerke nach dem ersten Weltkrieg von den Mines (domaniales) de potasse d’Alsace (MDPA) betrieben, deren Logo mit einem Storch vor dem Straßburger Münster noch heute ikonisch anmutet. Ab den 1960er Jahren gingen Fördermenge und Zahl der Bergleute langsam zurück, ehe sich diese Entwicklung in den 80er und 90er Jahren beschleunigte und schließlich 2002 in der Schließung des letzten Kalibergwerks gipfelte. Die meisten von ihnen sind heute vollständig abgerissen, vereinzelt ragen aber immer noch Fördertürme als Landmarken in der flachen Rheinebene empor. Eine von ihnen ist das 64 Meter hohe Fördergerüst des einstigen Puits Théodore in Wittenheim. Während die imposante Stahlkonstruktion als Monument historique heute nur noch die Tricolore in den Himmel trägt, dient ein Teil der umliegenden, architektonisch sehenswerten Industriegebäude aus verschiedensten Epochen (vgl. [inventaire.grandest.fr] ) dem Kali-Giganten K+S als Granulier-, Lager- und Umschlagstandpunkt für sein Frankreich-Geschäft. Beinahe täglich wird das Werk per Bahn mit Kaliumchlorid aus den deutschen Bergwerken beliefert. Teilweise weiterverarbeitet oder neu gemischt treten die Fertigprodukte anschließend per Zug oder Lkw ihre Weiterreise an. Dafür ist der Standort Wittenheim über eine rund 6 Kilometer lange Anschlussbahn, ihres Zeichens letzter Rest des einstmals ausgedehnten Werkbahnnetzes der MDPA, mit dem Bahnhof Richwiller an der Hauptbahn Mulhouse - Straßburg verbunden. Wesentlich spannender als die im Hauptlauf von Europorte eingesetzten BB 37000 oder €4000 ist dabei das Vehikel für die Anschlussbahn, wo unermüdlich eine BB 4800 durch den Forêt de Nonnenbruch zum Puits Théodore schaukelt. Die von Brissonneau & Lotz gebauten ehemaligen Zechenbahnloks können ihre enge Verwandtschaft zu den SNCF-Baureihen BB 63000 und BB 63500 nicht verhehlen. Am Abend des 27. März 2026 ist BB 4803 gerade aus Richwiller angekommen und nimmt Position für ihre Wochenendruhe. Im Schatten des Förderturms kann die Lok, die in ihrem früheren Leben bei den Houillères du Bassin du Nord et du Pas-de-Calais (HBNPC) Kohlezüge durch das nordfranzösische Industrierevier zog, noch einmal einen Hauch Zechenatmosphäre schnuppern... Datum: 27.03.2026 Ort: Wittenheim [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-BB 4800 Fahrzeugeinsteller: Europorte Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 10 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Die Ruinen von Pietralba geschrieben von: DB 399 101-5 (168) am: 29.07.26, 20:53 |
Generell sind die zu Haltepunkten degradierten, ehemaligen Bahnhöfe entlang der CFC in einem eher schlechten Zustand, wenn sie nicht gerade in Privatbesitz übergegangen und entsprechend instand gehalten worden sind. Die Speerspitze bildet hier sicher der Bahnhof von Pietralba. Vom Bahnhofsgebäude und dem Güterschuppen stehen nurmehr die Seitenwände, die Dächer sind längst eingestürzt. Und obwohl der Haltepunkt weiterhin im Fahrplan steht, ist die mit der einseitigen Einzäunung des Bahnhofes nun offizielle Zuwegung eher ein Rätsel. Überhaupt findet sich keinerlei ersichtlicher Hinweis darauf, dass sich dort ein Halt der CFC befindet. Ich bin mir aber recht sicher, dass der Zug schon halten würden, wenn am nicht vorhandenen Bahnsteig ein potenzieller Fahrgast winken würde. Das dürfte allerdings eher selten vorkommen, denn der Ort selbst liegt rund 4km nördlich. Datum: 17.04.2026 Ort: Pietralba [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-AMG 800 Fahrzeugeinsteller: CFC Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 5 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Mit einer „Nez cassé“ nach Paris geschrieben von: Voreifel-218er (42) am: 25.07.26, 12:15 |
Auch in Frankreich werden die Einsätze klassischer lokbespannter Reisezüge immer seltener. Mit etwas Suchen lassen sich aber durchaus noch einige sichere Einsatzgebiete finden. So zum Beispiel zwischen Le Mans und Paris Montparnasse, wo man neben einigen Ouigo trains classiques (Nantes – Le Mans – Paris) zu den Hauptverkehrszeiten auch noch aus bis zu neun Corail-Wagen gebildete TERs antreffen kann. Bespannt werden diese Züge mit den markanten „Nez cassé“-Loks der Reihen BB 22200 bzw. BB 7200 in diversen Farbvarianten.
Am Morgen des 21. Juli machte ich mich in aller Frühe auf den Weg zur Strecke, um nahe der Ortschaft Hanches einer kleinen „Knicknasenparade“ aus drei lokbespannten Zügen innerhalb von ca. einer Stunde beizuwohnen. Auf dem Foto ist der zweite der drei Züge zu sehen: TER 862504, der an jenem Morgen von der BB 7281 in der Livrée „Beton“ (sogar noch mit altem SNCF-Logo auf der „gebrochenen Nase“) in die Capitale befördert wurde. Zwei hinter der Lok stehende weiße Lieferwagen wurden digital umgeparkt. Datum: 21.07.2026 Ort: Hanches [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-BB 7200 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 5 Punkte |
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[FR] Lavaufranche (2000) geschrieben von: Jochen Schüler (113) am: 23.07.26, 21:27 |
Bei der zweiten großen Frankreichtour gerieten wir zum ersten Mal in die SNCF typische Streikfalle. Bis 14:40 hatten wir am 27.09.2000 noch keine Aufnahme eines rollenden Zuges gemacht, obwohl wir seit der letzten Aufnahme am Vortag in der Nähe von St. Germain des Fossés schon einige Kilometer gefahren waren und es auch das ein oder andere Motiv gegeben hätte.
Aber auf der Strecke zwischen Busseau sur Creuse und Montlucon hätte es auch im Normalfall an diesem Mittwoch keinen Stress gegeben. Die SNCF hatte zwei nächtliche lokbespannte Fernverkehrszüge Lyon – Bordeaux, zwei Turbotrain Fernverkehrszüge Lyon – Bordeaux und zwei TER-Triebwagen über den ganzen Tag verteilt. Nach dem TER um 8:25 klaffte eine lange Betriebsruhe bis zum nächsten Zug zum 14:40. Der übersichtliche Bahnhof Lavaufranche mit seiner Signalbrücke hatte es uns angetan und wir nahmen es in Kauf, dass der nächste Zug „nur“ ein Nachschuss war und die Sonne auch schon knapp über die Gleisachse gedreht hatte. Der RTG 2021/22, unterwegs als GL 6380/1 Bordeaux Saint Jean - Lyon Perrache, unterbrach nur kurz die Ruhe im ländlichen Bahnhof. Auf dem Bahnsteig warteten der Fahrdienstleiter und mein Mitfahrer auf den Zug. Der Fahrdienstleiter musste noch auf die letzten beiden Zügen des Tages warten und konnte dann gegen 17:40 in den Feierabend gehen. Mein Mitfahrer lauerte auf die Ausfahrt mit dem Ausfahrsignal. Datum: 27.09.2000 Ort: Lavaufranche [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-RTG 2000 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 3 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Ältester Straßenbahnbetrieb Frankreichs geschrieben von: DB 399 101-5 (168) am: 19.07.26, 08:00 |
Als einer von nur drei französischen Straßenbahnbetrieben überstand St. Etienne neben Lille und Marseille die große Einstellungswelle der Nachkriegszeit. Mit Eröffnung 1881 ist es damit der älteste in Frankreich und auch die Fahrzeuge vom Typ "TFS St. Ètienne" gehören mit Baujahren ab 1991 heute zu den ältesten noch eingesetzten Straßenbahnen im Land. Obwohl sie der Fahrzeuggruppe TFS (Tramway français standard) von GEC Alsthom zugeordnet werden, sind sie keine nahen Verwandten der zeitgleich gebauten TFS 2 für Grenoble, Paris und Rouen, sondern der für Meterspur und Einrichtungsnetzte konstruierten, von Vevey und Duewag für Bern und Genf gebauten Be 4/6 und Be 4/8.
Inzwischen werden die TFS in St. Étienne von CAF Urbos 3 verstärkt und die ältere Serie ist teilweise abgelöst. Dennoch sind die Fahrzeuge weiterhin unverzichtbar. Hier ist Wagen 931 in der Rue Charles de Gaulle kurz vor dem Place Jean Jaures als T1 Richtung Solaure zu sehen. Bildmanipulation: Eine ins Bild rennende, schwarze Silhouette im Vordergrund wurde entfernt. Datum: 25.04.2026 Ort: St. Étienne, Rue Charles de Gaulle [info] Land: Europa: Frankreich BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: STAS Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 2 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Sur la transversale qui n'en est plus une geschrieben von: Julian en voyage (551) am: 12.07.26, 19:19 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 26.07.26 |
Formsignale und X 2800 im blau-weißen «Massif Central»-Look: Das ist eine Kombination, die ich - neben den spektakulären Brücken- und Gebirgsmotiven - in besonderem Maß mit vielen Fotos der Bahnlandschaft zwischen Rhône und Atlantik aus den 80er, 90er und frühen 2000er Jahren verbinde. Von der abseitigen Nebenbahn bis hin zu mancher Transversale und (nachrangigen) Radialverbindung atmete diese Verbindung das Fluidum der "klassischen" SNCF, die sich bis zur großen Umbruchsphase ab der Jahrtausendwende gefühlt über Dekaden nur wenig verändert hatte.
Und während die Viadukte und Bergpanoramen sich (mit anderen Fahrzeugen) häufig auch heute noch ganz ähnlich umsetzen lassen, muss man nach der Kombi aus X 2800 und Formsignal schon länger suchen. Der kernige MGO-Sound der Triebwagen ist seit dem Ausscheiden aus dem Plandienst nur noch im Rahmen von sporadischen Sonderfahrten zu bestaunen, vor allem aber hat sich auch die Infrastruktur merklich verändert. Gerade in größeren Bahnhöfen wie Ussel, Guéret oder Montluçon sind Sémaphore, Carré und Co, auch wenn sie dort teils noch erstaunlich lange durchgehalten haben, zwischenzeitlich verschwunden, einstige Kreuzungsbahnhöfe wurden zum einfachen Haltepunkt zurückgebaut und mehr als eine Nebenbahn ist vollständig von der Landkarte verschwunden... Fündig wurde ich am 13. Juni 2026 allerdings in Louroux-de-Bouble, einem kleinen Landbahnhof an der Transversale (Lyon -) Gannat - Montluçon - Saint-Sulpice-Laurière (- Bordeaux), gelegen zwischen zweien der großen Eisenviadukte des aus Württemberg stammenden Paris-Orléans-Chefingenieurs Wilhelm Nördling, für die die Strecke bekannt ist (siehe u.a. [www.drehscheibe-online.de] und [www.drehscheibe-online.de] ). Der Begriff "Transversale" mutet mittlerweile allerdings allzu hochtrabend an... Denn die Zeiten, als man diesen Streckenkilometern Bedeutung für eine paneuropäische Verbindung Bordeaux - Odessa beimaß, die Ära der (Nacht-)Schnellzüge Mailand/Genf - Bordeaux, später der "Turbotrains", all das ist längst vorbei. Und seit Einstellung der letzten durchgehenden Intercités Lyon - Bordeaux via Montluçon (zuletzt mit X 72500) im Jahr 2012 erschöpft sich das Angebot in einer je nach Abschnitt mehr oder minder geringen Zahl an TER-Verbindungen und einem noch überschaubareren Güterverkehr. Jegliche Revitalisierungsversuche haben sich bislang leider als jedenfalls vorläufige Sackgasse erwiesen. Die Liquidation der genossenschaftlich organisierten Kooperative Railcoop, in die man vor Ort große Hoffnungen gesetzt hatte, ist nur eines der Kapitel. So fristen die Bahnhöfe, häufig wie Louroux-de-Bouble durchgeschaltet, bis auf weiteres ein beschauliches Dasein. Gleichwohl lassen sich nicht alle entmutigen - Unter anderem die Mitglieder des 2024 gegründeten Vereins "Les Amis de Railcoop", die sich für eine Verbesserung des Zugangebots einsetzen und mit diesem Anliegen immer wieder die Öffentlichkeit suchen. Ihnen ist auch das gezeigte Foto zu verdanken, hatten sie doch am Aufnahmetag den X 2900 der AAATV-Sektion Montluçon gechartert, um die Strecke zu bereisen und an mehreren Zwischenstationen in Dialog zur Kommunal- und Regionalpolitik zu treten. Als er morgens um kurz nach acht unter der Zugnummer 801438 (Montluçon - Clermont-Ferrand) die Signalbrücke von Louroux-de-Bouble passierte, war er allerdings noch leer unterwegs, um rund eine Stunde später in der auvergnatischen Hauptstadt seine Fahrgäste aufzunehmen. Zuletzt bearbeitet am 17.07.26, 18:56 Datum: 13.06.2026 Ort: Louroux-de-Bouble [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 2800 Fahrzeugeinsteller: AAATV Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 21 Punkte 8 Kommentare [»] |
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Beobachtungen an der Halles Sainte-Claire geschrieben von: DB 399 101-5 (168) am: 07.07.26, 15:33 |
Mit das schönste an der Straßenbahnfotografie ist es, einfach eine Weile an einem belebten Platz auszuharren und zu beobachten. Selbst in dichtem Takt benötigt es oft lang, bis dabei auch eine passende Aufnahme mit Straßenbahn gelingt, bis dahin bleibt dafür viel Zeit, sich mit der Szenerie bekannt zu machen und neue Perspektiven zu entdecken.
An der Halles Sainte-Claire im Herzen Grenobles ist bis zum frühen Nachmittag Marktzeit. Nicht nur in der Ende des 19. Jahrhunderts erbauten, historischen Markthalle, sondern auch rund herum bauen am Vormittag Händler ihre Stände auf und bieten Obst, Gemüse und anderes feil. Offensichtliche Stammkunden kommen vorbei, kaufen ein paar Äpfel und halten einen kleinen Plausch. Ein anscheinend Obdachloser blickt sich verstohlen um und lässt eine Banane mitgehen, die er wenig unauffällig direkt vor Ort verspeist. Auf der anderen Straßenseite sitzen laut palavernd, Kaffee trinkend und die Frühlingssonne genießend Gäste vor dem Tabac. Eine Gruppe junger Läuferinnen hat den Markt als morgendlichen Startpunkt der sportlichen Runde auserkoren. Ein White-Van rangiert auf das Bahnsteigende der Haltestelle "Sainte-Claire - Les Halles" und hält es für den optimalen Parkplatz, während er auf dem Markt seine Waren verkauft. Einfach ein herrlich buntes Treiben. Dazwischen rollen in dichtem Takt die Bahnen der Linien B und D, hier erstere mit dem Citadis 402 Nr. 6048 Richtung Oxford. Datum: 24.04.2026 Ort: Grenoble, Halles Sainte-Claire [info] Land: Europa: Frankreich BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: Straßenbahn Grenoble Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven Top 3 der Woche: 11 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Saubere Überraschung geschrieben von: Amberger97 (806) am: 20.06.26, 12:18 |
Nach vorabendlicher Ankunft auf Korsika, erwartete ich am nächsten Morgen zwischen Bodri und L'Île-Rousse die erste Tramway de Balagne des Urlaubs. Im Gegensatz zum Juni-Aufenthalt, bog die nicht großflächig mit Graffiti besprühte Einheit aus X 97051 und XR 9701 um die Ecke. Die nächsten Tage wechselten die Garnituren aber. Datum: 11.10.2025 Ort: L'Île-Rousse [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 97050 Fahrzeugeinsteller: CFC Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 5 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Doppelte Sybic geschrieben von: Jens Naber (544) am: 09.06.26, 21:09 |
Einer der Klassiker in Südfrankreich ist sicherlich der Blick auf die kleine Ortschaft von Pompignan westlich von Toulouse. Insofern landeten wir während unseres Urlaubs im Sommer 2021 nahezu unweigerlich auch mal irgendwann am Ufer des Canal latéral à la Garonne und warteten, was uns die SNCF bieten würde. Ideale Bedingungen herrschten zum Abschluss bei der Durchfahrt des INT 4764 auf seiner Fahrt von Marseille-St-Charles nach Bordeaux-St-Jean. Die für die Traktion zuständige BB 26155 eilt mit ihren Corail-Wagen nahezu pünktlich dem nächsten Halt in Montauban entgegen, während drei Fotografen auf den Auslöser drücken. Der Weg rechts im Bild ist Teil des Jakobswegs nach Santiago de Compostela, was uns während der Wartezeit einen bunten Mix an verschiedenen Nationalitäten bescherte. Datum: 30.06.2021 Ort: Pompignan [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-BB 26000 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 9 Punkte |
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"TGV Morvan" geschrieben von: Julian en voyage (551) am: 04.06.26, 19:29 |
Einen TGV im planmäßigen Fahrgasteinsatz mittels eigens dafür mit Mittelpufferkupplung ausgerüsteter CC 72000 zu einem Ziel fernab des elektrischen Bahnnetzes zu schleppen, klingt zunächst nach einer aberwitzigen Idee. Allerdings nicht aberwitzig genug, als dass man sie nicht Anfang des Jahrtausends zwischen Nantes und Les-Sables-d’Olonne in die Tat umgesetzt hätte, um überwiegend ferienhungrige Hauptstädter umsteigefreie an die Atlantikküste zu bringen. Von Mai 2000 bis Ende 2004, also immerhin viereinhalb Jahre, währte das Spektakel des "TGV Vendée", dem Jochen in der Galerie bereits ein Denkmal gesetzt hat: [www.drehscheibe-online.de]
Dass eine ähnliche Kombination zwanzig Jahre später einmal den Weg auf die verträumten Nebenbahnen des westlichen Morvan finden würde, hätte ich bis Anfang April dieses Jahres nicht für möglich gehalten. Doch irgendwann sickerte durch, dass eine geplante Überführung des Weltrekord-TGV Sud Est Nr. 16, der am 26. Februar 1981 bei Pasilly (Yonne) im Verlauf der LGV Sud-Est mit 380 km/h den seinerzeitigen Geschwindigkeitsrekord für Schienenfahrzeuge aufgestellt hat, von seinem heutigen Abstellort Villeneuve-Saint-Georges zu einer Ausstellung in Le Creusot ab Laroche-Migennes die PLM-Hauptstrecke tatsächlich links liegen lassen und über Auxerre, Cravant-Bazarnes, Clamecy, Corbigny und Cercy-la-Tour sein Ziel erreichen sollte... Also ein im ureigensten Wortsinn "Schleichweg" einmal quer durch die Kanal- und Weidelandschaft des Burgunds, teils auf maroden und planmäßig kaum noch befahrenen Gleisen. Je konkreter die Pläne wurden, desto breitere Kreise zog das Ereignis. Die Fangemeinde war natürlich schnell im Bilde, aber auch die örtlichen Tageszeitungen griffen den erwarteten Besuch des emblematischen, orangefarbenen TGV, der einen plakativen Kontrast zu den immer wieder aufkeimenden Stilllegungsplänen wegen herabgewirtschafteter Infrastruktur versprach, dankbar auf - Und publizierte die Fahrzeiten, auch wenn der Zug nur wenige Minuten im Bahnhof des jeweiligen Städtchens anhalten oder gar nur vorüber rollen sollte. Auch das makellose Frühlingswetter, das am großen Tag schließlich herrschte, trug seinen Teil dazu bei, dass der 24. April 2026 entlang des Schienenstrangs Volksfestcharakter annahm. An jedem Bahnübergang grüßten Anwohner, jeder Bahnsteig - einschließlich der überhaupt nicht mehr bedienten Stationen - war von einer Traube Schaulustiger gefüllt und auch der Tross begleitender Fotografen durfte natürlich nicht fehlen. Mehr als einmal wurde den Wartenden und Verfolgern von Anwohnern spontan ein Kaffee angeboten oder zum Plausch eingeladen - Schön zu sehen, dass so ein Großereignis auch noch in positiver Stimmung ablaufen kann und mitunter Wildfremde für kurze Zeit zu spontaner Gemeinschaft zusammenbringt! Trotzdem habe ich versucht, neben dem Treffen mit alten und neuen Bekannten auch die ein oder andere individuelle Perspektive abseits des Trubels umzusetzen. Fündig wurde ich unter anderem bei Marigny-sur-Yonne, kurz vor Corbigny, wo eine alte Klappbrücke den hier sehr schmalen Canal du Nivernais überquert, über den einst vor allem Brennholz aus den Wäldern der Umgebung nach Paris transportiert wurde. Die filigrane Eisenkonstruktion bildete in der hier flachen Landschaft einen willkommenen Vordergrund für das illustre Gespann aus CC 72084 (SNCF), CC 72064 (ARCET) und TGV Nr. 16, das sich als Zug 428981 (Laroche-Migennes - Le Creusot) in Schrittgeschwindigkeit seinen Weg über die mit maximal 30 bis 40 km/h befahrbaren Gleise bahnte. PS: Schildermast und punktuell Strauchwerk am Bahndamm nachträglich digital eingekürzt Zuletzt bearbeitet am 04.06.26, 20:45 Datum: 24.04.2026 Ort: Marigny-sur-Yonne [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-CC 72000 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 18 Punkte 7 Kommentare [»] |
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Diagonale du vert geschrieben von: Julian en voyage (551) am: 31.05.26, 19:25 |
Als "Diagonale du vide" (deutsch: Diagonale der Leere) beschreiben französische Wissenschaftler ein sozio-regionales Phänomen, das sich vom agrarisch geprägten Département Meuse im Nordosten einmal diagonal durch die Republik bis zu den Sümpfen und Kiefernwäldern der Landes im Südwesten erstreckt - Und darüber hinaus seine Fortsetzung in den Weiten der Iberischen Halbinsel findet. Die Bevölkerungsdichte ist in diesem Korridor, der weit abseits der großen Metropolregionen liegt, verglichen mit dem restlichen Frankreich sehr gering und liegt teils unter 30 Einwohnern pro Quadratkilometer.
Die Landflucht als Kehrseite der Urbanisierung des 19. und 20. Jahrhunderts hält vielerorts weiter an. Krankenhäuser und Schulen, (Familien-)Betriebe und Geschäfte schließen. Dennoch mehren sich Stimmen, die die überkommene Bezeichnung für allzu abwertend halten und unterbreiten alternative Namensvorschläge. Und tatsächlich sollte eines nicht aus den Augen geraten (was mit dem, mitunter verklärten, Blick des Reisenden natürlich umso leichter ist): Der Korridor ist zugleich auch ein Hort der Ruhe, der Felder und kleinen Orte mit historischer Bausubstanz, in denen die Zeit stehen geblieben scheint, vor allem aber der ausgedehnten Wälder und Weiden, in deren satten Grüntönen man sich regelrecht verlieren kann... Also vielleicht eher eine "Diagonale du vert" als eine der Leere...? Denn Nichts ist das alles nicht und lädt zur Kontemplation abseits des Alltags ein. Dementsprechend mag ich es immer wieder, sich auch beim Eisenbahn-Hobby einfach mal entlang einer der noch vorhandenen (natürlich auch längst nicht mehr so zahlreichen) Nebenbahnen treiben zu lassen, wo zwischen den wenigen Zugbewegungen genug Zeit bleibt für eine Siesta im Gras oder ein Picknick auf einer Bank (die doch meist irgendjemand an der passenden Stelle errichtet hat) und man trotzdem kein Motiv verpasst, wenn der nächste Zug ohnehin erst wieder in vier oder fünf Stunden durch den pittoresken Landschaftsblick oder in den verträumten Dorfbahnhof rollt. So beschloss ich nach einem denkwürdigen, gleichermaßen netten wie doch recht überlaufenen Spektakel am Vormittag (dazu natürlich bald mehr ;)), die zweite Tageshälfte des 24. April 2026 und den folgenden Samstag mit dem planmäßigen Triebwagen-Betrieb auf den Nebenbahnen im nördlichen Morvan zu verbringen, wo die AGC in (noch) vanille/fraise, dem gefälligen Design der ehemaligen Région Bourgogne, dominieren. Im letzten Licht, das die schwindende Sonne bei Givry ins Tal des Cousin (!), eines kleinen Nebenflusses der Cure, warf, rollte einer von ihnen als TER 892307 (Montereau - Avallon) seinem Zielbahnhof entgegen, der mit 6300 Einwohnern Metropolen-gleichen Sous-préfecture des Départments Yonne. Datum: 24.04.2026 Ort: Givry [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-B 81500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 13 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Le Messie en action geschrieben von: Julian en voyage (551) am: 23.05.26, 20:44 |
Aktuell beschert uns Hochdruckgebiet "Zeno" erstmals in diesem Jahr richtige Sommer-Vibes und lädt mit seinen lauen Temperaturen selbst abends noch zum Verweilen im Freien ein. Nicht weniger schön finde ich auf ganz andere Art die ersten sonnigen Frühlingstage, an denen es plötzlich überall zu blühen und zu sprießen beginnt und der Winter-Blues endgültig von Mensch und Natur abfällt. In der elsässischen Rheinebene war einer dieser Tage der 18. März 2026, den ich nutzte, um an das ein oder andere grenznahe Motiv, das bislang noch der Umsetzung harrte, einen Haken zu setzen.
So fand ich mich am frühen Nachmittag im (heutigen) Bahnhof Volgelsheim ein, dem Endpunkt der aus Colmar kommenden VUTR (= voie unique à trafic restreint), der früher - und in den SNCF-Fahrplansystemen auch weiterhin - den Namen Neuf-Brisach trägt/trug. Errichtet wurde er ursprünglich, wir reisen noch weiter in der Zeit zurück, 1880 während der Zugehörigkeit des Elsass zum deutschen Kaiserreich unter dem Namen „Neubreisach-Feldbahnhof“. Seit 1917 zweigte hier auch die südwärts führende und vornehmlich strategischen Zwecken dienende Strecke nach Bantzenheim ab. Das aus rotem Sandstein errichtete Empfangsgebäude wird von einem Eckturm, der an einen trutzigen Bergfried erinnert, mit der obligatorischen Bahnhofsuhr flankiert und trägt auch sonst unverkennbar die Handschrift der Bahnhofsbauten aus Zeiten, als die "Kaiserliche Generaldirektion der Eisenbahnen in Elsaß-Lothringen (EL)" für den Bahnbau und -betrieb im damaligen "Reichsland" verantwortlich war. Während der reguläre Personenverkehr nach Colmar schon seit 1969 Geschichte ist, hat der Güterverkehr in den letzten Dekaden eine bemerkenswerte Wendung genommen. Nachdem die jährlich beförderte Tonnage Mitte der Siebzigerjahre noch bei nur rund 150.000 Tonnen lag, brachte das neue Jahrtausend Spitzen von weit über 300.000 Tonnen. Möglich machte diese Verdoppelung das nordostwärts an die SNCF-Infrastruktur anknüpfende, rund 20 Kilometer lange Anschlussgleis der Chambre de Commerce et d’Industrie de Colmar (Industrie- und Handelskammer Colmar), das gleich mehrere Großkunden anbindet: Neben dem Rheinhafen selbst sind das das Constellium-Aluminiumwalzwerk in Biesheim, die CEVA-Autologistikplattform in Marckolsheim und wenig weiter am Streckenendpunkt das Werk der Tereos Starch & Sweeteners Europe. Auch wenn die Spitzenzahlen aus dem Jahr 2015 (385.817 Tonnen) aktuell meines Wissens nicht mehr ganz erreicht werden, kann man sich über die Entwicklung, die in einem frappierenden Kontrast zur ganz überwiegenden Zahl der französischen Nebenbahnen steht, die eher von Agonie denn Prosperität gezeichnet sind, nur freuen! Interessant ist auch die Betriebsführung zu den o.g. Kunden. Denn für die Loks der "großen" EVU (neben Hexafret aktuell vor allem Lineas und CFL Cargo) ist im Bahnhof Volgelsheim / Neuf-Brisach Schluss. Für die "letzte Meile" über die Anschlussbahn übernimmt ab hier die Hafenbahn mit ihren eigenen Loks. Dazu zählt BB 66612, eine Veteranin aus dem Jahr 1962, die in ihrem früheren Staatsbahnleben als Vertreterin der kleinen, etwas leistungsfähigeren Sub-Serie der BB 66000 vom Dépôt Avignon aus unter anderem im Güterverkehr auf der Cevennenbahn zum Einsatz kam. Nach ihrer Ausmusterung 1997 gelangte sie zunächst zum Gleisbauunternehmen Pichenot Bouillé, wo sie auf den Namen "Le Messie" (Der Messias) getauft wurde - Eine durchaus bemerkenswerte Namenswahl. In profaner Mission unterwegs war der "Messias", als er eine lange Schlange leerer GATX-Getreidewagen (und einen farblichen Ausreißer von Ermewa) vom nördlichen Ende des Anschlussgleises bis in den Übergabebahnhof schleppte, um sie hier für den rund anderthalb Stunden später abfahrenden Lineas-Zug 60857 (Neuf-Brisach - Culmont-Chalindrey) bereitzustellen. Datum: 18.03.2026 Ort: Volgelsheim / Neuf-Brisach [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-BB 66600 Fahrzeugeinsteller: Port Rhénan Colmar Neuf-Brisach Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 10 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Vers l'escale geschrieben von: Julian en voyage (551) am: 17.05.26, 17:55 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 31.05.26 |
Unter dem Titel "Escale à Sète" treffen sich in der Hafenstadt am Mittelmeer alle zwei Jahre Traditionssegler aus aller Herren Länder. Seit der ersten Auflage 2010 hat sich das Event zur festen Größe für Schiffsbegeisterte entwickelt und zieht zahllose Schaulustige an. Neben den französischen Stars wie der Dreimastbark "Belem" von 1896, die 2024 die olympische Flamme von Athen ins Gastgeberland Frankreich brachte, sind regelmäßig weitere Schiffe aus ganz Europa und darüber hinaus zu Gast. Ein Blick auf die Teilnehmerliste 2026 zeigt dabei, dass auch an der "Escale" die Weltpolitik nicht spurlos vorübergeht: Während russische Großsegler wie die "Krusenstern" seit dem Angriff auf die Ukraine außen vor bleiben, war in diesem Jahr mit der "Sudarshini" erstmals ein Segelschulschiff der indischen Marine mit von der Partie...
So schön es auch sein mag, über den Quai zu flanieren und die maritime Atmosphäre zu genießen, hatte ich mir das Ereignis aus einem anderen Grund im Kalender markiert. Ebenso traditionell wie die "Escale" selbst, organisieren nämlich die (süd-)französischen Eisenbahnvereine Zubringerzüge zum Großereignis. 2026 war das neben dem "Train historique de Toulouse", der mit seiner frisch aufgearbeiteten BB 7338 aus der Ville Rose nach Sète kam, die Association des Passionnés de l’X2800, welche mit der immer wieder begeisternden X 2800er-Garnitur von Langogne aus anreiste. Die perfekte Gelegenheit, einen lang gehegten Plan in die Tat umzusetzen: Einen MGO auf dem Viaduc de Chamborigaud! Die Vegetation zeigte sich am 4. April erfreulicherweise noch kahl genug, um die Wunschperspektive auf das emblematische Bauwerk der Cevennen-Südrampe umzusetzen - Die Symbiose aus Eisenbahnviadukt und ebenso historischer Straßenbrücke über den Luech. Während zum Aufnahmezeitpunkt am Vormittag, als der Train spécial 801391 (Langogne - Sète) in Form des stilechten Gespanns aus X 2914, dem Beiwagen XR 6091 und X 2819 unter dem typischen Röhren des MGO-Motors in luftiger Höhe über das Tal brummte, noch ein kalter Wind aus den Bergen herabwehte, sollte sich der Karsamstag im weiteren Tagesverlauf so schön entwickeln, dass am Nachmittag bei über 25 Grad in den plätschernden "Fluten" des Flüsschens die Badesaison eingeläutet werden konnte. Datum: 04.04.2026 Ort: Chamborigaud [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 2800 Fahrzeugeinsteller: Association des passionnés de l'X2800 (AP2800) Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 25 Punkte 14 Kommentare [»] |
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Sommerabend im Loire-Tal geschrieben von: Bw Husum (185) am: 11.05.26, 22:06 |
Auch im August ist es im der Gegend um Tours noch relativ lange hell, die Sommerzeit macht es möglich. Im Abendlicht nach einem heißen Sommertag fährt der Regionalzug in den Haltepunkt Limeray ein. Datum: 12.08.2016 Ort: Limeray [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-Z 21500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 0 Punkte |
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Aigues-Mortes geschrieben von: iw (77) am: 10.05.26, 12:05 |
Aigues-Mortes ist eine Stadt, die im Mittelalter eine Hafenstadt war und entsprechend bedeutend. Heute liegt sie (durch Verlandung) etwa 5 km vom Meer entfernt, ihre mittelalterliche Stadtmauer hat sie aber immer noch. Zwischen der Stadtmauer und dem Kanal zum Meer veläuft sowohl die Straße als auch die Bahnlinie, auf der (gemäß Fahrplan) 3,5 Zugpaare pro Tag verkehren. Das abendliche Zugpaar von Nîmes nach Le Grau-du-Roi und zurück wurde am 31.3.2026 mit X73562 und X73610 gefahren. Datum: 31.03.2026 Ort: Aigues-Mortes [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 15 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Mittagsblumen an der Bucht von Algajola geschrieben von: DB 399 101-5 (168) am: 08.05.26, 14:11 |
Die Mittagsblumengewächse haben sich an den Küsten Korsikas weit verbreitet und bilden teils große, im April wunderschön blühende Teppiche. Die prächtigen, großen Blüten öffnen sich erst mit den Sonnenstrahlen, woher vermutlich auch der Name stammt.
Heimisch sind die Pflanzen hier ursprünglich nicht, dennoch nimmt man sie gern als motivbereicherndes Element mit auf. So auch bei der abendlich letzten Runde der Tramway de la Balagne Richtung Ile-Rousse in der Bucht von Algajola. Die Blüten beginnen mit den wachsenden Schatten und dem nahen Sonnenuntergang bereits sich zu schließen. Nach dem Motto "zeigen was ist", statt Bullerbü, habe ich den von Calvi nach Ile-Rousse pendelnden X97054 samt Steuerwagen genauso siffig und verratzt gelassen, wie die CFC aktuell meint, ihn von außen und innen den Gästen der Küstenorte präsentieren zu müssen. Bildmanipulation: Focus Stacking aus fünf Einzelaufnahmen Datum: 16.04.2026 Ort: Algajola [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 97050 Fahrzeugeinsteller: CFC Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 5 Punkte |
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Morgens von Calvi nach Ponte Leccia geschrieben von: DB 399 101-5 (168) am: 03.05.26, 07:54 |
Die Strecke von Calvi nach Ponte Leccia ist im bergigen Abschnitt ab Lisula Rossa die am dünnsten befahrene Strecke auf Korsika. Nur zwei tägliche Züge verkehren hier je Richtung. Aus Calvi startet der Erste je nach Wochentag etwa um sieben, der Zweite erst um 16:15 Uhr.
Wir fuhren dem Frühzug am 18. Apri 2026 voraus und ein ordentlicher Vorsprung ist hier auch von Nöten, denn bis man eine Stelle gefunden und diese auch erreicht hat, dauert es an den teilweise ziemlich im Nichts gelegenen Bahnhöfen dieser Strecke eine Weile. Gegen halb neun ist der Frühzug aus Calvi schon 1 1/2 Stunden unterwegs und hat sich bis zum über eine schmale Asphaltpiste erreichbaren Bahnhof Novella schon ein gehöriges Stück von der Küste in die Höhe geschraubt. Anders als viele andere Bahnhöfe der Strecke, ist das Bahnhofsgebäude Novella in Privatbesitz und bestens gepflegt. Die Bahnsteige wurden ein Stück vom Bahnhofsgebäude weg versetzt. Auch ohne Drohne lässt sich an dieser Stelle etwas seitlicher von einer kleinen Rodung aus aktuell etwas umsetzen, mir gefiel dieser Teleblick des Quadrocopters allerdings im Nachinein etwas besser. Datum: 18.04.2026 Ort: Novella, Korsika [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-AMG 800 Fahrzeugeinsteller: CFC Kategorie: Drohne Top 3 der Woche: 9 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Le Pielstick ne chôme pas geschrieben von: Julian en voyage (551) am: 02.05.26, 21:46 |
Sie lassen einen einfach nicht los, die 67400 im über die Jahre liebgewonnenen Bruche-Tal und jenseits des Col de Saales in Lothringen :)
Auch wenn sie es einem gegenüber den Vorjahren nicht gerade leichter machen - LED-Beleuchtung und von oben bis unten versprayte RRR-Garnituren lassen grüßen - locken sie nicht nur mich auch im Jahr 2026 noch in die Vogesen. Und die oben geschilderten Probleme beflügeln die Kreativität zusätzlich: Hier ein neues Motiv, bei dem man nur die Lok sieht und die an die Endzeitstimmung der letzten Lothringer Caravelle-Einsätze erinnernden RRR-Wracks gnädig kaschieren kann, dort eine spitze Perspektive, die den Fokus voll auf die betagte Maschine legt. Also alles händelbar, man lebt das im Billig-PR-Duktus eines bekannten deutschen (mittlerweile) Gebrauchtwagenhändlers gehaltene Zitat der "dornigen Chancen"... ;) Besondere Anziehungskraft üben dabei nach wie vor jene Gelegenheiten aus, die sich erst durch ein von der Norm abweichendes Programm ergeben. So auch am gestrigen 1. Mai, der dies- wie jenseits der Grenze Feiertag der Arbeiterbewegung ist. Artikel L3133-4 des französischen Code du travail legt in für die Juristerei seltener Kürze und Klarheit fest: "Le 1er mai est jour férié et chômé." Also nicht nur ein Feiertag, sondern - bei unseren Nachbarn keine Selbstverständlichkeit - auch noch einer mit verordneter Arbeitsruhe. Um deren Ausmaß und Einschränkung wird aktuell mal wieder eine lebhafte Debatte geführt... Doch nach dem Status quo gibt es nur ganz wenige Ausnahmen und auch Bäcker und Floristen dürfen zwar öffnen, ihre Mitarbeiter haben aber frei. Weniger Glück hatten der Lokführer (der gehört zu den Ausnahmen) und die über 50-jährige BB 67515. Während die BB 67400 bislang an Feiertagen in der Regel einfach aussetzten, um am nächsten Tag in den vorgesehenen Plänen weiter zu fahren, hat sich 2026 sowohl am Karfreitag als auch am Maifeiertag eine (für mich) neue Praxis gezeigt: Eine der am Vorabend nach Saint-Dié gekommenen lokbespannten Garnituren wird noch am Feiertag zurück nach Straßburg ins Dépôt überführt. Dabei verlässt sie Saint-Dié-des-Vosges, sous-préfecture des gleichnamigen Départements, allerdings nicht wie an allen anderen Tagen üblich schon um kurz nach sechs morgens, sondern erst um kurz vor acht. Knapp zwei Stunden später, die fotografisch Welten ausmachen! Eines der sonst nicht mit Sonne möglichen Motive steuerte ich gestern früh also ganz gezielt an: Die Ausfahrt aus Saint-Dié. Durch das Tele-Objektiv fällt der Blick auf die Silhouette der Stadt. Markanteste Landmarke ist neben einem alten geziegelten Schornstein direkt an der Bahnstrecke die neoromanische Église Saint-Martin von 1902 mit ihrem aus rosa Sandstein errichteten Turm. Zwischen beiden grüßt aus dem Hintergrund ein weiterer, eher unscheinbarer Sakralbau. Es ist die Dorfkirche von Saint-Michel-sur-Meurthe, von meinem Standpunkt gut 7 Kilometer entfernt. Noch ehe die Glocken der Kirchen acht Uhr schlagen konnten, durchbrach das Wummern des aufschaltenden Pielstick-Diesels die Stille des Feiertagsmorgens. Wenig später schob sich die BB 67515 mit TER 831863 (St-Dié - Strasbourg) in den passenden Sonnenspot. Links des Zuges liegt derweil das Gleis der Nebenbahn nach Épinal, das die gen Saales/Molsheim/Straßburg führende Strecke bis zur Stadtgrenze begleitet, ehe es in süd-südwestliche Richtung abknickt. Datum: 01.05.2026 Ort: Saint-Dié-des-Vosges [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-BB 67400 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 11 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Renault-Klänge am Viaduc de la Donne geschrieben von: DB 399 101-5 (168) am: 02.05.26, 20:13 |
In der Nebensaison finden auf der Chemin de fer de Provence an Sonntagen regelmäßig Fahrten mit dem historischen Renault ABH 1 ZZ6 zwischen Puget-Théniers und Annot statt. Vormittags Richtung Annot und nachmittags Richtung Puget-Théniers bedeutet leider, dass diese Fahrten immer im Gegenlicht stattfinden. Das wurde zum Problem, als für uns überraschend auch der Beiwagen RL3 mitgenommen wurde. Erfreulich natürlich, dass die Nachfrage groß genug war, um auch diesen auszulasten, unseren Fotoplänen machte es aber eher einen Strich durch die Rechnung. Für die Rückfahrt blieb eigentlich nur das Viaduc de la Donne zwischen Les Scaffarels und St. Benoit als halbwegs ordentliche Option. Nur ob es erreichbar wäre, war mehr als fraglich. Ich hatte mich schon darauf eingestellt die Drohne loszuschicken, doch direkt auf der Südseite der Straße ließ sich ein felsiger Grat hoch genug besteigen, um einen erstklassigen Blick auf das Viadukt zu erlangen. Bei der lautstarken Durchfahrt des hübschen Gepanns spielte dann auch die Sonne mit und belohnte den kurzen Aufstieg. Datum: 19.04.2026 Ort: Les Scaffarels [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-ABH 1 Fahrzeugeinsteller: Chemins de fer de Provence (CP) Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 14 Punkte 3 Kommentare [»] |
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An der Mosel auf dem Weg nach Paris geschrieben von: Jörg der Saarländer (56) am: 30.04.26, 08:38 |
Südlich von Metz führt die Strecke am Moselufer vorbei und bietet Einiges an Zügen, so muss im Prinzip alles hier durch, was von Metz, Woippy / Thionville oder Saarbrücken in Richtung Paris oder Südfrankreich will. Dazu kommt ein relativ dichter Regionalverkehr sowie einige lokale Güterzüge. Die Strecke ist hier nicht umsonst viergleisig.
Am Morgen des 22. April 2026 hatte der TGV 2656 auf seinem Weg nach Paris Est vor wenigen Minuten Metz-Ville verlassen, um wenige Kilometer weiter auf die Schnellfahrstrecke zu wechseln. Ich hatte erst überlegt, den Bauschutt über dem Triebkopf digital fachgerecht getrennt zu entsorgen, da hätte ich aber wahrscheinlich mehr dabei kaputt als gut gemacht. So bleibt es dabei und ich hoffe, der Betrachter kozentriert sich mehr auf das eigentliche Motiv, als auf die Überreste der Zivilisation... Zuletzt bearbeitet am 30.04.26, 12:51 Datum: 22.04.2026 Ort: Novéant-sur-Moselle [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-TGV Réseau Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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À vélo le long de la Meuse : Aiglemont geschrieben von: Volker Blees (112) am: 27.04.26, 11:58 |
Hoch über dem Tal der Meuse und der Bahnstrecke Charleville-Mézières – Givet thront imposant der 1.700-Seelen Ort Aiglemont – so zumindest wirkt es von der voie verte am westlichen Meuse-Ufer aus. Einem Einfangen der Szenerie steht dort aber der dichte Baumbestand am Ufer entgegen.
Findet man sich daher nach längerem Umweg über Charleville am östlichen Meuse-Ufer ein, den Blick unverstellt auf Aiglemont gerichtet, bleibt von „thronen“ und „imposant“ aufgrund der veränderten Perspektive nicht mehr allzu viel übrig – vom Fuß des Hügels aus gesehen steht halt nur noch ein Kirchlein auf dem Berg. Was für ein Glück, dass wenigstens die Wolken für ein wenig Imposanz sorgen und überdies noch die silber-grau-blaue Farbsprache des vorbeieilenden AGC aufgreifen! Datum: 27.08.2025 Ort: Aiglemont [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 76500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 3 Punkte 1 Kommentar [»] |
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À vélo le long de la Meuse : Fépin geschrieben von: Volker Blees (112) am: 26.04.26, 09:19 |
Zwischen Charleville-Mézières und Givet begleitet eine zweigleisige Bahnstrecke die Meuse bei ihrem ebenso idyllischen wie erfolgreichen Bestreben, die Ardennen zu durchbrechen. Mit 17 Zugpaaren an Werktagen ist hier das Zugangebot für französische Verhältnisse und gemessen an den gerade mal 35.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in den Orten entlang der Strecke ungewohnt umfangreich.
Dass die Strecke trotz ihrer landschaftlichen Attraktivität und der relativ hohen Zugdichte in der DSO-Galerie bislang kaum vertreten ist, mag an ihrer – von Deutschland aus gesehen – abseitigen Lage im Windschatten von Luxemburg, aber auch am eintönigen Fahrzeugpark liegen: außer kurzen AGCs in Einfachtraktion ist hier nichts zu sehen. Diese aber traten Mitte 2025 in immerhin drei Farbvarianten auf, was für ein Mindestmaß an Abwechslung sorgt. Unweit Fépin rollt X 76669/70 im alten Champagne-Ardenne-Livrée als TER nach Charleville-Mézières zwischen Fluss und Fels entlang und lässt sich dabei von der perfekt ausgebauten Voie verte Trans'Ardennes am anderen Ufer aus ablichten. Die bunte Livrée der früheren Région Champagne-Ardennes hebt sich gut von den umgebenden Naturfarben ab. Datum: 27.08.2025 Ort: Fépin [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 76500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 0 Punkte |
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Eiffel-Viadukt geschrieben von: Amberger97 (806) am: 26.04.26, 09:48 |
Zug 2 überquert den markanten Viadukt von Gustave Eiffel im korsichen Hinterland bei Vivario. Darunter liegt die Brücke der zentralen Hauptstraße, deren Funktion mittlerweile von einer neuen, deutlich höheren Brücke im Rücken der Drohne übernommen wurde. Datum: 24.06.2025 Ort: Vivario [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-AMG 800 Fahrzeugeinsteller: CFC Kategorie: Drohne Top 3 der Woche: 7 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Die Isère-Brücke bei Romans geschrieben von: iw (77) am: 13.04.26, 22:37 |
Die Brücke über die Isère zwischen Romans und Bourg-de-Péage ist bisher noch nicht in der Galerie vertreten, was daran liegen mag, dass sie ohne weitere Hilfsmittel kaum umsetzbar ist.
Am 11.4.2026 überquerte ein 2NNG im AURA-Design die Brücke als TER von Valence über Grenoble nach Annecy. Seit 2013 ist die Bahnstrecke mit mit 25 kV/50 Hz Wechselspannung elektrifiziert, sodass der (in der Galerie vertretene) Diesellokeinsatz der Vergangenheit angehört. Statt eines 2NNG lassen sich auch BB 22200 mit Wendezügen auf der Strecke ablichten, der 2NNG passt aber doch ganz gut auf die Stahlkonstruktion der Brücke und die Farbgabung gefällt mir auch besser als das silbergrau der Wendezüge. Zum Thema Hilfsmittel: Statt der von mir verwendeten Drohne kann man die Brücke auch mit einem Hochstativ von der Bushaltestelle Beauregard an der D 196 aufnehmen. Eine weitere, sicher weniger beliebte Methode wäre der massive Einsatz von Kettensäge und Freischneider... Zuletzt bearbeitet am 07.05.26, 07:09 Datum: 11.04.2026 Ort: Bourg-de-Péage [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-Z 24500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Drohne Top 3 der Woche: 9 Punkte 2 Kommentare [»] |
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ETG geschrieben von: Depot Chalindrey (5) am: 06.04.26, 18:42 |
Die Elements a Turbine Gaz ( ETG ) der Baureihe T 1000 / 1500 waren die erste Generation von Gasturbinentriebwagen bei der SNCF. Die Vierteiligen Fahrzeuge waren mit je einem Gasturbinen-Triebkopf und einem Diesel-Triebkopf versehen.Zum Ende ihrer Einsatzzeit allesamt
beim Depot Lyon-Vaise beheimatet und im Eilzugdienst beschäftigt.Das Foto zeigt den EIR59554/5 Dijon-Clermnot-Ferrand, bestehend aus ETG -1002/1502 und T 1009/1509, am Abend des 15 Mai 1998 bei St.Gilles im Burgund. Datum: 15.05.1998 Ort: Saint-Gilles [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-ETG 1000/1500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Erdbeere mit Vanille geschrieben von: Jens Naber (544) am: 22.03.26, 16:57 |
Mit den roten bzw. gelben Köpfen setzte das livrée "vanille/fraise" der ehemaligen Region Bourgogne aus meiner Sicht sehr ansprechende Farbakzente auf Frankreichs Schienen. Dementsprechend recht war es mir auch, als ein solcher AGC am 31. Oktober 2017 bei Fourbanne vor unsere Kameras fuhr. Der Triebwagen war unterwegs als Regionalzug nach Belfort-Ville und passiert, neben einem Gehöft, auch eine der vielerorts für das Doubstal charakteristischen Felsformationen. Datum: 31.10.2017 Ort: Fourbanne [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-Z 27500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 2 Punkte |
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Nur für kurze Zeit geschrieben von: Jens Naber (544) am: 21.02.26, 17:52 |
Bis heute drehen die Klassiker der Reihe BB 67400 ihre Runden durch das Breuschtal, um dort im Berufsverkehr die notwendigen Kapazitäten bereitzustellen. Das Konzept ist seit vielen Jahren das Gleiche wie heute: Zwei frühe Leistungen nach Strasbourg, zwei abendliche Leistungen in die Vogesen - tagsüber Pause im heimatlichen Dépôt. Damit die Garnituren, nach ihrem Einsatz freitagabends, das Wochenende nicht in den Endbahnhöfen Saales bzw. Saint-Dié verbringen müssen, sah der Umlaufplan darüber hinaus stets die Rückführung am Samstag nach Strasbourg vor. In Details wurde hier ab und an mal etwas verschoben, grundsätzlich erfolgten die Fahrten jedoch in jedem Fahrplanjahr als zwei frühmorgendliche TER zurück in die Rheinebene. Einzig im Jahr 2022 wich man, aus welchen Gründen auch immer, von diesem Konzept ab und überführte eine der beiden Garnituren als Leerzug am frühen Samstagnachmittag zurück nach Strasbourg. Statt bestehende Lücken im Angebot tagsüber zu schließen, rollten damals Samstag für Samstag über 500 freie Sitzplätze durch die Vogesen - als Außenstehender eine ziemlich abstruse Idee...
Für die interessierten Fotografen handelte es sich hierbei allerdings um eine ausgesprochen willkommende Leistung, denn endlich musste man sich mal nicht mit langen Schatten beschäftigen und auch die an der Strecke sonst allgegenwärtige Frage "schafft es die Sonne rechtzeitig über den Berg?" war obsolet. Also durchaus ein lohnenswertes Ziel, das mich außerhalb der Hochlichtzeit gleich mehrfach an die Strecke lockte. Am 26. März 2022 steuerte ich dabei den Ausgangspunkt der Leistung an und platzierte mich auf einer Fußgängerbrücke direkt in Saint-Dié-des-Vosges. Nahezu pünktlich auf die Minute passierte die Strasbourger BB 67515 mit dem W 752445 Saint-Dié - Strasbourg meinen Standpunkt und sorgte für zufriedene Gesichter der anwesenden Hobbykollegen. Merci an Julian, der damals bei der Ideenfindung zur Umsetzbarkeit des Motivs ebenfalls seinen Anteil hatte! :) Datum: 26.03.2022 Ort: Saint-Dié-des-Vosges [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-BB 67400 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 7 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Beim Strand von Bodri 2 geschrieben von: Amberger97 (806) am: 20.02.26, 18:29 |
Mitte Oktober ist am frühen Abend nicht viel los an den Stränden Korsikas. Der Strand von Bodri besitzt einen Haltepunkt, den die Tramway de Balagne nach Calvi gleich ansteuert. Aber auch da hielt sich der Andrang um diese Jahreszeit eher in Grenzen. Dafür kann man ruhiger die wunderschöne korsische Küste genießen Datum: 11.10.2025 Ort: Bodri [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 97050 Fahrzeugeinsteller: CFC Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Petit Traine Jaune bei Olette geschrieben von: DB 399 101-5 (168) am: 22.01.26, 17:23 |
Ernüchterung brachte am Morgen des 31. Dezember 2025 der Ausfall des morgendlichen Langläufers aus Latour, ebenso wie der Ausfall des vormittäglichen Langläufers nach ebendort. So blieb zunächst viel Zeit für Streckenkunde auf dem unteren Abschnitt zwischen Villefranche und Font-Romeu für den nun einzigen verbliebenen Zug bei Tageslicht, der Mittagsfahrt nach Font-Romeu und retour. Dieser zumindest wurde von einer hübschen dreiteiligen Garnitur ohne “Verschönerungen” bedient. Eine erste Aufnahme ohne Flughilfe gelang hinter Olette. Der Zug wurde an diesem Tag gebildet aus den Triebwagen 105 und 106 und dem Mitteleinstiegwagen 004. Datum: 30.12.2025 Ort: Olette [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-Z 100 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 6 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Aus den Schatten der Var-Schlucht geschrieben von: DB 399 101-5 (168) am: 16.01.26, 16:20 |
Erst am frühen Nachmittag fährt auf der Chemin de fer de Provence der gegen halb elf in St. André ankommende Zug 1 als Zug 4 wieder zurück nach Nizza. So lange steht er drei Stunden tatenlos am derzeitigen Endpunkt der Strecke in Saint-André-les-Alpes herum. Nach zwischenzeitlich langer Fahrt durch die Schatten der Provence-Schluchten, kam der Doppeltriebwagen AMP 805+806 im weiten Tal bei Plan du Var-Vésubie noch einmal in schönstes Dezemberlicht. Über der Szenerie thront auf der Bergspitze malerisch das kleine Dorf Bonson. Ab hier verstärkt der Vorortverkehr von Nizza das äußerst dürftige Zugangebot auf einen ungefähren Stundentakt, der ab Colomars-La Manda noch einmal verdichtet wird. Datum: 29.12.2025 Ort: Plan du Var [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-AMP 800 Fahrzeugeinsteller: Chemins de fer de Provence (CP) Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 10 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Langlauf entlang des Montblanc-Express geschrieben von: DB 399 101-5 (168) am: 06.01.26, 19:57 |
Die meiste Zeit ist die Meterspurstrecke des Montblanc-Express, also der Bahnlinie auf französischer Seite von St-Gervais-les-Bains über Chamonix nach Vallorcine und von dort mit den Schweizern weiter über Le Châtelard nach Martingy, eher beengt oder verläuft in dichter Siedlungsstruktur. Eine Ausnahme bildet das Hochtal zwischen Le Buet und Vallorcine kurz vor der Schweizer Grenze. Hier bieten sich zahlreiche Motive auf wenigen Kilometern und es geht im Gegensatz zum Wintersporttrubel aus Chamonix auch sehr beschaulich zu. Nur einige wenige Langläufer waren auf den geradeso befahrbaren Loipen unterwegs. Das geniale Fotowetter zwischen den Jahren hatte dem Neuschnee der vorherigen Woche schon wieder merklich zugesetzt und raubte den Skifahrern nach und nach den weißen Grund unter den Brettern.
Der Z850 56 der SNCF ist soeben vom Umsteigebahnhof Vallorcine gestartet und rollt das Hochtal zum Scheitelpunkt der Strecke Richtung Le Buet entlang. Datum: 27.12.2025 Ort: Vallorcine [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-Z850 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 4 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Die neue Tramway du Mont Blanc geschrieben von: DB 399 101-5 (168) am: 05.01.26, 17:40 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 18.01.26 |
Im Winter wird die Strecke der Tramway du Mont Blanc nur bis Bellevue befahren und bedient das dortige, kleine Skigebiet am Col de Voza. Im winterlichen Hauptsaisonfahrplan bei gutem Wetter Mitte Dezember bis Anfang Januar und an Wochenenden aber in einem durchgehenden, etwas krummen Stundentakt zwischen 9 und 16 Uhr mit der letzten Talfahrt um 16.45 Uhr. Ab dem zweiten Zug hat es selbst Ende Dezember immer irgendwo auf diesem kurzen Streckenabschnitt passend Sonnenschein. Hinten zu erkennen die mitten auf der Strecke liegende, immer etwas provisorisch wirkende Haltestelle Bellevue, die im Winter als Endpunkt dient.
Bei der 15 Uhr Talfahrt war wieder "Marie" - eigentlich "Marie II" - an der Reihe. Die vier neuen Stadler-Triebzüge haben die drei alten Garnituren im Fahrgasteinsatz vollständig abgelöst. Im Winterverkehr bis Bellevue werden planmäßig nur deren zwei benötigt. Interessant an den Fahrzeugen, dass quasi das alte Konzept aus Triebwagen und Steuerwagen beibehalten wurde und nicht etwa ein Stadler-Fahrzeug "von der Stange" gekauft wurde. So bietet der antriebslose, bergseitige Steuerwagen einen großzügigen Niederflurbereich, während beim Triebwagen nur der kurze Bereich um die Einstiege niederflurig ausgeführt ist. Ein Durchgang zwischen den beiden Wagenteilen ist für die Fahrgäste nicht möglich. Die Fahrzeuge sind in Konfiguration und Design aktuell einmalig. Die drei alten Züge, der grüne Zug "Anne", der blaue Zug "Marie" und der lila Zug "Jaenne", benannt nach den Töchtern des Direktors bei Beschaffung der ersten Triebwagengeneration, wurden mit Namen und Farbgestaltung nachbesetzt - ein weiteres schönes Detail. Der vierte neue Zug "Marguerite" erhielt einen neuen Namen samt Farbgestaltung in rot und weiß. Bildmanipulation: Zwei angesägte Figuren wurden entfernt. Datum: 26.12.2025 Ort: Col de Voza, Bellevue [info] Land: Europa: Frankreich BR: 4XAusl (sonstige ausländische Elektrotriebwagen) Fahrzeugeinsteller: Tramway du Mont-Blanc (TMB) Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 19 Punkte 9 Kommentare [»] |
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Die Ponts des Eléphants bei Entrevaux geschrieben von: DB 399 101-5 (168) am: 04.01.26, 19:48 |
Etwa drei Kilometer nordwestlich von Entrevaux überspannen im Abstand von gut 150 Metern die zwei Ponts des Eléphants die Straße und Bahnstrecke der Chemin de fer de Provence (CP) im engen Var-Tal. Die Bauwerke dienen dem Abfluss von Sturzregenfällen und damit dem Schutz von Straße und Bahnstrecke vor den Wassermassen, die auf diese Weise direkt in den Var übergeleitet werden.
Für nur etwa eine halbe Stunde liegt Ende Dezember der aus Entrevaux gesehen hintere der beiden Eléphants zwischen 9.30 Uhr und 10.00 Uhr in der Sonne. Glücklicherweise kommt genau in diesem Zeitfenster im äußerst dünnen Fahrplan der CP der erste Langläufer des Tages in Richtung des derzeitigen Streckenendes nach Saint-André-les-Alpes durch. Am Morgen des 29. Dezember 2025 war der AMP-Doppeltriebwagen 805+806 für diesen Dienst eingeteilt und rauscht auf den kleinen Haltepunkt Agnerc bei den Häusern im Hintergrund zu. Die Ponts des Eléphants lassen sich auch bodennah zwischen Straße und Bahntrasse stehend problemlos umsetzen, für mich brachte im Nachhinein die Perspektive aus der Luft die Szenerie aber wesentlich besser zur Geltung. Datum: 29.12.2025 Ort: Entrevaux [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-AMP 800 Fahrzeugeinsteller: Chemins de Fer de Provence (CP) Kategorie: Drohne Top 3 der Woche: 7 Punkte 1 Kommentar [»] |
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An der Chapelle Notre-Dame de Rouet geschrieben von: Saarpfälzer (6) am: 26.12.25, 11:01 |
Ende Juni 2025 hatte ich das Glück am letzten Tag des Mistrals an der Côte Bleue anzukommen. Die Luft war klar und die Farbe des Wassers machte dem Namen der Küste alle Ehre.
Die Zeit der lokbespannten Züge ist bis auf sporadischen Güterverkehr leider vorbei. Nichtsdestotrotz bietet die Strecke einige Highlights in puncto Landschaft und Kunstbauten. Die bekannten Viadukte in La Redonne, Méjean und La Vesse sind ja bereits würdig in der Galerie vertreten, der Viaduc des Eaux Salées fehlt allerdings noch. Nachdem an der Chapelle Notre-Dame-du-Rouet das Schild „Danger de mort!“ kurz ignoriert wurde und das Stativ mit Kamera jenseits der Holzbarrikade in Position gebracht wurde, konnte man auch im sicheren Bereich gemütlich im Schatten die Füße hochlegen und auf den nächsten Zug warten, Fernauslöser sei Dank. Bildmanipulation: an der Stützmauer links wurden diverse Graffiti entfernt. EXIF-Daten: Hersteller: Canon, Modell: Canon EOS 77D, Belichtungszeit: 1/500 sec, Blende: F/10.0, Datum/Uhrzeit: 16.06.2025 16:30:39, Brennweite: 25 mm Datum: 16.06.2025 Ort: Carry-le-Rouet [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 72500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Le cirque de Morez geschrieben von: Julian en voyage (551) am: 13.12.25, 10:30 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 21.12.25 |
Mit meinem letzten Galerie-Beitrag [www.drehscheibe-online.de] habe ich euch mitgenommen an die „Ligne des Hirondelles“, die „Schwalbenlinie“, im französischen Jura, die auf ihrem Weg von Andelot bis (einstmals) La Cluse die verschiedenen Landschaftstypen und Höhenebenen des Gebirgsmassivs durchquert und dabei auf eine Vielzahl von Kunstbauten - insgesamt 18 Viadukte und 36 Tunnel - angewiesen ist.
Den Höhepunkt der ingenieurtechnischen Meisterleistung stellt die Streckenentwicklung rund um das am Oberlauf der Bienne in einer engen Cluse gelegene Städtchen Morez dar. Der Abstieg innerhalb weniger Kilometer vom Scheitelpunkt der Strecke am Col de la Savine (948 Meter) entlang der schroffen Felshänge bis zum auf nur noch 737 Metern über dem Meer gelegenen Kopfbahnhof von Morez verlangt dem Schienenstrang einen aberwitzigen Tanz über Viadukte und Schleifen, durch Seitentäler und Tunnels ab. Hier soll auch der Beiname der Bahnlinie entstanden sein: Angeblich beobachteten die Einwohner von Morez zur Entstehungszeit der Strecke kurz vor der Jahrhundertwende durch ihre Fenster die Arbeiter, die an den Viadukten hoch oberhalb des Orts schufteten. Sie hatten dabei den Eindruck, als würden die Arbeiter von ihrem luftigen Arbeitsort aus direkt mit den Schwalben ("hirondelles" auf Französisch) kommunizieren... Die Abfolge von Viadukten und Tunnels beginnt kurz hinter dem Bahnhof Morbier zunächst mit dem (im Bild nicht sichtbaren) Viaduc de Morbier, ehe hinter dem kurzen Tunnel des Crottes der gleichnamige Viadukt folgt, der mit 165 Metern zwar nicht ungewöhnlich lang ist, aber ob seiner exponierten Lage an der Felsflanke markant ins Auge sticht. Im Anschluss fährt die Strecke hufeisenförmig das Tal des Bachs Évalude aus, ehe sie den Bahnhof Morez erreicht, von wo aus es - nach einem Fahrtrichtungswechsel - seit 1912 über den Viaduc de Morez (hier links im Bild) weiter in Richtung Saint-Claude geht: [fr.wikipedia.org] . Entsprechend vielfältig sind die auf wenigen Kilometern geballten Fotomöglichkeiten - Zu praktisch jeder Tageszeit liegt irgendein Motiv im passenden Licht. Mittags bietet sich nach einer schweißtreibenden Freischnittaktion, die unsere vierköpfige Gruppe trotz vollen Einsatzes eine komplette Stunde kostete, dabei auch wieder der gezeigte Blick auf die verschiedenen Ebenen mit dem langsam nach Morez einfahrenden X 73612 als TER 895503 (Dole - Saint-Claude). Datum: 12.10.2025 Ort: Morez [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 73500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 32 Punkte 10 Kommentare [»] |
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Bei Sant'Ambroggio das Ziel vor Augen geschrieben von: Amberger97 (806) am: 12.12.25, 20:56 |
Ein unbekannter AMG 800 nahm am 12.10.2025, wie jeden Tag, die weite Reise on Bastia nach Calvi auf, an diesem Sonntag mit der Zugnummer 103D. Der Triebwagen ließ soeben Sant'Ambroggio hinter sich. Nach ein paar Bögen im kommenden felsigen Abschnitt bei Lumio wird bald schon der Golf von Calvi erreicht und es ist nicht mehr weit bis zum Endbahnhof. Datum: 12.10.2025 Ort: Sant'Ambroggio [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-AMG 800 Fahrzeugeinsteller: CFC Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 8 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Vol d'hirondelle au-dessus de l'Ain geschrieben von: Julian en voyage (551) am: 29.11.25, 22:38 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 14.12.25 |
Die „Ligne des Hirondelles“, die „Schwalbenlinie“, im französischen Jura zählt ohne Zweifel zu den landschaftlich besonders herausragenden Bahnstrecken im Hexagon. Auf ihrem Weg von Andelot bis (einstmals) La Cluse durchquert sie von Nord nach Süd die Gebirgslandschaft des Jura mit all ihren Facetten – Von engen Schluchten über sanft geschwungene, aber gerade im Winter von eisigem Klima geprägte Hochebenen bis zu den schroffen Felshängen, die ihr oberhalb von Morez einen für eine Bahnstrecke aberwitzigen Tanz über Viadukte und Schleifen, durch Seitentäler und Tunnels aufzwingen.
Diese ingenieurtechnische Ausnahmeerscheinung ist ihr gleichermaßen Fluch und Segen – Einerseits hat auch die Region den touristischen Wert grundsätzlich erkannt und preist eine Fahrt über den geschwungenen Schienenstrang als Erlebnis der Extraklasse an, andererseits drohen die immensen Instandhaltungskosten, die in den letzten Jahrzehnten auf das absolut nötige Minimum heruntergefahren wurden, immer wieder, ihr zum Verhängnis zu werden. Während der die Regionengrenze überquerende Abschnitt südlich von Saint-Claude [www.drehscheibe-online.de] schon seit Dezember 2017 aus Mangel an finanziellen Ressourcen in den Dornröschenschlaf verfallen ist, konnte dieses Schicksal für den spektakulären Abschnitt zwischen Andelot und Saint-Claude bislang noch abgewendet werden, zuletzt Mitte Oktober 2025 durch eine Finanzspritze der Region, ohne die eine Stilllegung schon zum kommenden Fahrplanwechsel gedroht hätte: [www.latribune.fr] Doch bei diesen 12,2 Millionen Euro handelt es sich, wenn man ehrlich ist, nur um einen Tropfen auf den heißen Stein und eine langfristige Sicherung steht leider noch in den Sternen: [www.radiofrance.fr] Wenige Tage vor der Abstimmung im Conseil régional über die einstweilige Rettung lockte eine bei bestem Herbstwetter angekündigte Sonderfahrten-Serie des jungen Vereins AS-BB 25500 aus Dijon [asbb25500.wixsite.com] Basti, Urs, Lauritz und mich für ein Wochenende in die Gegend. Und trotz technischer Probleme an der angemieteten Wagengarnitur am zweiten Tag sollte sich die Anreise mehr als gelohnt haben – Sonne satt, leuchtende Herbstfarben und zwei schöne Abende in der Gîte auf einem ehemaligen Bauernhof bei Champagnole. Nicht weit hatten wir es von dort zur – jedenfalls für den am Samstagmorgen etwas gemütlicher veranlagten Teil der Gruppe ;) – ersten Fotostelle des Tages: Dem inmitten ausgedehnter Herbstwälder gelegenen Viaduc de Syam, der in luftiger Höhe die Schlucht des hier noch jungen Ain überspannt. Trotz eines etwas rutschigen Hangs unter den Füßen und Temperaturen nur knapp oberhalb des Gefrierpunkts ein Ort, wie er zum Warten auf den Zug kaum schöner sein könnte. Und als schließlich mit etwas Verspätung die Pielstick-Klänge der BB 67456 die Stille durchbrachen und sich die RRR-Garnitur des Train spécial 801205 (Dijon - Morez) über die rostige Fachwerkkonstruktion schob, konnte man schon vollauf zufrieden sein. Trotzdem klickten die Kameras natürlich bis zum Sonntagabend noch viele weitere Male, sowohl für den Sonder- als auch Planbetrieb. Mehr davon vielleicht demnächst auf dieser Welle…;) Zuletzt bearbeitet am 30.11.25, 16:19 Datum: 11.10.2025 Ort: Syam [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-BB 67400 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 22 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Kurztrip in den Grand Est geschrieben von: 797 505 (417) am: 28.11.25, 16:35 |
Durch einen Termin im westlichen Württemberg ergibt sich am zeitigen Morgen des 2. Juli 2025 die unerwartete Möglichkeit für eine doppelte Grenzüberschreitung von Württemberg ins Badische und weiter in den Grand Est. Und das wo doch der Wecker gar nicht gestellt war und eher zufällig bei einer "Schlafunterbrechung" in der SNCF-Connect-App die Bildung des TER 830700 als Zug mit Lok angezeigt wird ...
So ergibt sich nach vielen Jahren mal wieder ein Besuch in Lauterbourg. BB 67515 ist gerade mit dem TER aus Strasbourg angekommen. Während von Gleis 1 das "Zäpfchen" als 628-Ersatz nach Wörth startet und mich brummelnd passiert. Das letzte Mal war ich übrigens ein paar Jährchen eher vor Ort: [www.drehscheibe-online.de] Das Dreilicht-Spitzensignal war zum Zeitpunkt der Aufnahme vom denzent ausgefahrenen Hochstaiv leider nimmer an und wurde mit einem kurz zuvor bodenständig festgehaltenen wieder illuminiert. Ferner musste ein Schatten auf der Lokfront weichen. Datum: 02.07.2025 Ort: Lauterbourg [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-BB 67400 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 10 Punkte 5 Kommentare [»] |
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Viaduc d'Anthéor geschrieben von: LEO162 (38) am: 17.11.25, 22:15 |
Eigentlich war mein Urlaubsziel ja die Region Cinque Terre. Für jenen Tag war allerdings schlechtes Wetter angesagt, erst Richtung Frankreich sollte es schöner werden. Die Strecke entlang der ligurischen Küste ist ja inzwischen leider verbaut, und so traf ich nach knapp 4 Stunden Fahrzeit in Frankreich ein. Bis Ventimiglia ging es mit dem Auto, Dank französischer Mautkosten danach mit dem TER weiter. Bei der Vorbeifahrt an Cannes am Morgen erspähte ich einen schicken Ganzzug, sowie zwei gelbe Infra-Loks. Ob sich da noch was tun würde?
Tatsächlich kamen die BB 675 034 und 675 091 kurz vor dem nächsten TER, der mit +20 (etwa wegen des Infrazuges?) unterwegs war über das Viadukt bei Anthéor. Für ihn ging es als 66168 von Cannes-Marchandises - Poste 1(Triage) nach Miramas - FSC réception - für mich nach einem weiteren TGV Bild wieder nach Italien, wo ich meine Unterkunft knapp 5 Stunden später wieder erreichte - ein Dank an die italienischen Nachtbaustellen. Datum: 11.09.2025 Ort: Anthéor [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-BB 75000 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 8 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Ein letzter Hauch Herbst geschrieben von: Biebermühlbahner (282) am: 13.11.25, 19:59 |
Wenigstens noch etwas Herbst erleben, das war die Devise für mich am vergangenen Samstag. Die Inversionswetterlage lud dazu ein, für etwas Sonne in höhere Lagen aufzubrechen. Ich entschied mich für die Vogesen, wo natürlich eben wegen der Höhe viele Bäume ihr Laub bereits verloren hatten, aber einige gelb-orangene Farbtupfer boten die Wälder noch. In St. Blaise-la-Roche konnte man es sich auf dem sonnigen Hügel bequem machen, bis dieser X 76500, welcher noch in der Champagne-Ardenne-Folierung unterwegs war, als TER Épinal - Strasbourg im herbstlichen Streiflicht vorbeikam. Datum: 08.11.2025 Ort: Saint-Blaise-la-Roche [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 76500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 12 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Beim Strand von Bodri geschrieben von: Amberger97 (806) am: 11.11.25, 20:43 |
Relativ kurz nach Sonnenaufgang ist der Strand von Bodri noch ohne Besuch. Auch der erste Zug aus Calvi hat das nicht geändert. Im späteren Verlauf des Vormittags wird sich dies ändern und auch die Züge in der Balagne werden sich stärker füllen. Datum: 11.10.2025 Ort: Bodri [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 97050 Fahrzeugeinsteller: CFC Kategorie: Drohne Top 3 der Woche: 8 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Der Regenbogen von Béziers geschrieben von: Biebermühlbahner (282) am: 28.10.25, 22:23 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 09.11.25 |
Manchmal hat man unverschämt viel Glück. Bei meiner Reise von Cerbére nach Nizza am 24.10.2023 legte ich einen kleinen Zwischenstopp in Béziers ein, um mich dem tollen Brückenmotiv an der "Transversale sud" zu widmen, wo die Strecke die Orb überquert. Die Wetter-App versprach für Béziers im speziellen relativ viel Sonne im Gegensatz zum restlichen näheren Umfeld, wobei ich beim Anblick des Himmels erstmal skeptisch war. Nach einer kurzen Dusche riss der Himmel aber tatsächlich schnell auf für die nächsten 2-3 Stunden. Direkt nach Abzug des Regens kam dann dieser Z 27500 als TER Avignon Centre - Narbonne vorbei, wobei eines der ganz seltenen Bilder der Kategorie Zug + Regenbogen entstand - Jackpot für einen kurzen Zwischenstopp! Dazu noch einer der AGCs in der neuen knallroten lio-Farbgebung der Région Okzitanien, viel besser als die ausgelutschten silber-roten Fahrzeuge, was will man mehr? Zuletzt bearbeitet am 28.10.25, 23:30 Datum: 24.10.2023 Ort: Béziers [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-Z 27500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 27 Punkte 6 Kommentare [»] |
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Nachts im Grenzbahnhof geschrieben von: Stumpfgleisanzeiger (16) am: 27.10.25, 22:25 |
Der Bahnhof Lauterbourg ist einer dieser Bahnhöfe, deren beste Zeit schon lange vorüber ist. Allerdings ist vielerorts alles einfach verfallen und außer Betrieb, nicht aber im Bahnhof Lauterbourg. Die Gleise sehen auf den ersten Blick stillgelegt aus: Morsche Schwellen, viel Gestrüpp, rostige Formsignale. Der Bahnsteig gleicht einer hohen Wiese, die sich je nach Wetterlage in ein Schlammloch bzw. eine staubige Steppe verwandelt. An den Bahnhofsköpfen steht jeweils ein etwa 30 Meter hoher, rostiger Lichtmast mit großen Scheinwerfern. Alles wirkt alt und verlassen, wenn man sich die LED-Abfahrtstafel und die Wartehäuschen mal wegdenkt. Doch gegen Abend ändert sich diese "Lostplace-Idylle" grundlegend. Nach Einschalten der Scheinwerfer wirkt alles eher wie eine Zeitreise. Durch die Dunkelheit fällt der schlechte Zustand der Infrastruktur nicht direkt ins Auge und durch die Helligkeit im gesamten Bahnhofsbereich wirkt es wie eine fleißig genutzte Bahnhofsanlage. Wer den Bahnhof und den dortigen Verkehr nicht kennt, würde sich also wahrscheinlich nicht über rege Rangierbewegungen oder ratternde Güterzüge im Grenzbahnhof wundern.
Auch wenn es nachts anders zu sein scheint: Der Bahnhof wird von französischer Seite nur mit unregelmäßigen TER aus Strasbourg bedient. Auf deutscher Seite ist es eine stündliche Regionalbahn, sie verkehrt fast ausschließlich mit VT 628. Sonntags werden einige TER aus Strasbourg nach Wörth durchgebunden, diese fahren dann auf deutscher Seite in der Fahrplanlage der RB. Der 628 setzt also ein Zugpaar aus und steht währenddessen in Lauterbourg. Das Fotografieren ist sonst eher schwierig, da der Zug normalerweise nur wenig Wendezeit in Lauterbourg hat. Unter der Woche steht nur der Zug in der 21. Stunde des Tages ganze 20 Minuten. So fuhren wir an einem Sonntag nach Lauterbourg, um die ganze Stunde Aufenthalt ausgiebig zu nutzen. Am linken Bildrand steht übrigens ein französischer Triebzug, der für einen der morgendlichen TER nach Strasbourg vorgesehen ist. Datum: 26.10.2025 Ort: Lauterbourg [info] Land: Europa: Frankreich BR: 628 Fahrzeugeinsteller: DB Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 8 Punkte |
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Umlaufdurcheinander geschrieben von: Amberger97 (806) am: 20.10.25, 18:38 |
Für den 15.10. hat sich die korsische Eisenbahn was Besonderes ausgedacht: Bisher waren mir nur Fotos der Tramway de Balagne (Vorortverkehr Calvi - L'Île-Rousse) bekannt, bei denen die beiden von Calvi aus eingesetzten X 97050-Einheiten aus X 97051 mit Steuerwagen XR 9701 sowie X 97054 und unbekanntem Steuerwagen bestanden. An besagtem Tag waren die Steuerwagen aber getauscht worden. Das erste Tramway-Zugpaar kam mit X 97054 und XR 9701. Kurioserweise war das zweite Zugpaar die andere Einheit mit dem auf der Südseite verschmierten, unbekannten Steuerwagen. Dazu wurden im Gegensatz zu Juni die beiden nachmittäglichen Zugpaare mit dem aus Bastia anwesenden AMG 800 gefahren, was teilweise dazu führte, dass morgens und abends die jeweils andere X 97050-Garnitur zum Einsatz kam, aber in ursprünglicher Konfiguration.
Auf die Rückfahrt des ersten Zugpaares nach Calvi wartete ich bei Lumio in Sichtweite des Flughafens, der später am selben Tag der Startpunkt für meine Heimreise werden sollte. Allerdings nicht mit einem Flugzeug sondern einem Bus als Luftersatzverkehr nach Bastia wegen zu starkem Wind. Bedingt durch Sonnenstand und Geländebeschaffenheit fällt der Blick für den Zug aber nicht auf den Flughafen, sondern in die entgegengesetzte Richtung aufs Mittelmeer. Datum: 15.10.2025 Ort: Lumio [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 97050 Fahrzeugeinsteller: CFC Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 5 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Die roten Felsen von L'Île-Rousse geschrieben von: Amberger97 (806) am: 16.10.25, 22:42 |
Den ganzen Tag lag die Fähre von Corsica Linea im Hafen von L'Île-Rousse, um wahrscheinlich wenige Minute nach dem Foto um 18.00 Uhr nach Marseille zu starten. Die roten Felsen, insbesondere die Île de la Pietra, wo sich er Leuchtturm befindet gaben der Stadt L'Île-Rousse, auf korsisch Isula Rossa, ihren Namen, wobei ich sie gar nicht so rot finde. Aber vielleicht war das früher anders.
Wie so oft verließ eine Garnitur aus Trieb- und Steuerwagen den dortigen Bahnhof, um größtenteils Touristen entlang der Balagne zu transportieren. Der nächste Halt wird gleich der Strandhaltepunkt Bodri sein. Am Steuerwagen habe ich Graffiti-Rückstände digital entfernt. Zuletzt bearbeitet am 17.10.25, 00:05 Datum: 11.10.2025 Ort: Bodri [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 97050 Fahrzeugeinsteller: CFC Kategorie: Drohne Top 3 der Woche: 6 Punkte |
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Kurz den Zug anschauen geschrieben von: Jens Naber (544) am: 12.10.25, 12:55 |
So wirklich groß war unsere Motivation am frühen Abend des 08. August 2020 nicht, einen kleinen Hügel westlich von Guainville zu erklimmen: Die Hitze drückte bei knapp 40 Grad gewaltig und die Wolkensituation stimmte uns alles Andere als positiv. Letztendlich siegte der Gedanke, dass man sich den Zug ja zumindest mal kurz anschauen könnte zum Glück dann doch, denn wenige Minuten vor der Durchfahrt des TER 3345 bildete sich eine Wolkenlücke und der Zug erschien sogar mit der gewünschten Bespannung: Eine gute halbe Stunde Verspätung bringt BB 15010 an diesem hochsommerlichen Sonntag mit, als sie auf ihrer Fahrt von Paris-St-Lazare nach Caen zwei deutschte Fotografen passierte. Der Zug legt die knapp 250 Kilometer lange Strecke in rund zwei Stunden ohne einen einzigen Zwischenhalt zurück. Heute wird die Leistung mit modernen "Omneo"-Triebwagen abgewickelt und die Lok, eine der Vertreter im klassischen Arzens-Livrée, wurde zwischenzeitlich abgestellt. Zuletzt bearbeitet am 12.10.25, 18:45 Datum: 08.08.2020 Ort: Guainville [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-BB 15000 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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À vélo le long de la Meuse : Monthermé geschrieben von: Volker Blees (112) am: 08.10.25, 06:09 |
Monthermé zählt mit seinen rund 2.500 Einwohnerinnen und Einwohnern schon zu den größeren Orten an der Meuse zwischen Charleville-Mézières und Givet. Allerdings liegt es etwas ungünstig an einer weit ausholenden Flussschleife, die von der Bahnstrecke in deren Bemühen, einer möglichst direkten Linie zu folgen, mit einer Tunnel-Brücken-Tunnel-Kombination abgeschnitten wird. Dies hat zur Folge, dass der Bahnhof von Monthermé in rund 3 km Entfernung vom Ort auf dem Territorium der Nachbargemeinde Bogny-sur-Meuse zwischen Tunnel und Brücke gequetscht werden musste. Und auf diesem engen Raum zweigte zudem noch eine Anschlussbahn ab, welche der Anbindung der in der Gründerzeit wohl nicht ganz unbedeutenden Industrie von Monthermé diente.
Von der beengten Situation erkennt man auf dem Foto allenfalls einen indirekten Hinweis: die unterschiedliche Ausführung der beiden westlichen (links) und der beiden östlichen Brückenfelder. Bei genauem Hinsehen lässt sich über dem rechten der drei Brückenpfeiler ein Lampenmast mit Stationsschild erahnen, und das erklärt dann auch die merkwürdige Brückenkonstruktion: der Bahnsteig reicht angesichts der Platznot bis in die Mitte der Meuse. Wie viele Stellen es im Bahnnetz wohl noch gibt, an denen man, nur mit Badehose oder Bikini bekleidet, aus dem Zug steigen und nach drei Schritten mit einem Kopfsprung ins Wasser hechten könnte? Datum: 27.08.2025 Ort: Monthermé [info] Land: Europa: Frankreich BR: FR-X 76500 Fahrzeugeinsteller: SNCF Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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