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Die 'Kleine 01' geschrieben von: 1600TL (88) am: 16.04.26, 13:32 |
Anfang Oktober 1991 war es wider soweit. Eine große Plandampfaktion im Raum Dresden wurde angekündigt. Dabei waren natürlich die Dresdner Maschinen 01, 03 und 62. Am 5.10.1991 hatte 62 015 einen Personenzug von Dresden nach Bautzen zu befördern. Bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Arnsdorf konnte sie noch einmal zeigen, was in ihr steckte. 1928 gebaut, und seit 1975 Traditionslok der DR war sie bis zum Herbst 1997 im Einsatz, ein Kesselschaden zwang sie zur Abstellung. Seit 2005 gehört sie als Leihgabe zur IG Bw Dresden-Altstadt.
Scan vom MF-Dia Farben wurden angepasst Datum: 05.10.1991 Ort: Arnsdorf [info] Land: Sachsen BR: 060-098 (Tenderlokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Die alte Elbbrücke bei Hämerten geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 06.04.26, 12:19 |
Die Stammbahn weist in ihrem Verlauf von Berlin Richtung Oebisfelde zwei Flußüberquerungen auf: in Rathenow geht es über die Havel, und bei Hämerten, kurz vor Stendal, ist die Elbe zu überqueren.
Eine erste Brücke wurde hier in den Jahren 1869 bis 1871 errichtet, bestehend aus 19 Brückenfeldern mit einer Gesamtlänge von über 800 Metern. Durch die Erhöhung der Brückenlasten wurde im Jahr 1926 eine neue Brücke erforderlich, welche mit ihren Pfeilern parallel zur alten Brücke errichtet wurde. Die Überbauten der alten Brücke wurden demontiert, aber bis auf zwei Pfeiler blieben die alten Pfeiler für einen geplanten viergleisigen Ausbau bestehen. Zum Kriegsende wurden zwei Hauptpfeiler der neuen Brücke von der Wehrmacht gesprengt. Im Herbst 1945 wurde eine hölzerne Behelfsbrücke errichtet, welche eineinhalb Jahre später durch Eisstoß einstürzte. Daher wurde im Sommer 1947 eine weitere Behelfsbrücke als Stahl-Fachwerkbrücke errichtet. In dieser Form, mit nur einem Gleis, bestand die Brücke bis zum Neubau infolge der Schaffung der Schnellfahrstrecke in den neunziger Jahren. Vom Neubau der Brücke, welcher teilweise auf den bestehenden Pfeilern ausgeführt wurde, sind bereits einige Aufnahmen in der Galerie enthalten. Diese Aufnahme verdeutlicht diese Situation: [www.drehscheibe-online.de] Im Hochsommer 1992 führten uns einige Fototouren an die Stammbahn, aber erst am späten Abend war diese Aufnahme möglich: wir stehen am Ende der Brücke auf den ehemaligen Wehrtürmen, welche eher an Bunker erinnerten. Die Höhe war nur zu erreichen, wenn man eine ausklappbare Leiter auf 4, 80 m Länge an die Wehrtürme anlehnt. Von dort hatte man einen grandiosen Blick Richtung Elbufer und sah die wenigen Züge, die hier verkehrten, infolge der Höchstgeschwindigkeit auf der Brücke von nur 30 km/h bereits rechtzeitig kommen. Am späten Abend des 17.06.1992 war die Sonne so weit rum, dass sie für die 232 203 mit ihrem E 3578 ausreichte. Anschließend ging es mit schlotternden Knien wieder hinab vom Turm, in der Absicht, die oberste Sprosse der Leiter auf 4,80 m Höhe zu treffen...;-) Scan vom Fuji-100 6x6-Dia Datum: 17.06.1992 Ort: Hämerten [info] Land: Sachsen-Anhalt BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Der Blick auf den Bahnhof von Rathenow geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 05.04.26, 19:16 |
Bleiben wir noch an der Stammbahn von Berlin Richtung Oebisfelde. Nach der Wende führten uns verschiedene Fototouren an diese Strecke, die im Prinzip der Magistrale in nichts nachstand, vielleicht von den fehlenden Telegrafenleitungen und dem hochwertigen Fernverkehr mal abgesehen. Wie an der Magistrale gab es auch hier eine herrliche Infrastruktur mit tollen Bahnhofsgebäuden, Blockstellen, Stellwerken und zwei großartigen Brücken über die Havel und die Elbe. Kommen wir nach Rathenow, dessen Blick von der Fußgängerbrücke Richtung Osten wir kürzlich in der Galerie gesehen haben. Noch viel interessanter war der Blick nach Westen auf den imposanten Bahnhof mit seinem Wasserturm. Am frühen Vormittag des 16.05.92 beobachten wir die Einfahrt des E 2841 von Hannover nach Berlin Hauptbahnhof - so hieß 1992 noch der frühere Ostbahnhof von Berlin. Der Zug hatte vor Berlin noch einen recht bemerkenswerten Zuglauf: kurz hinter Wustermark bog er auf den westlichen Berliner Außenring nach Süden ab, um über Potsdam Stadt und Berlin-Wannsee seinen Zielort zu erreichen.
Scan vom Fuji-100 6x6-Dia Datum: 16.05.1992 Ort: Rathenow [info] Land: Brandenburg BR: 232,233,234,241 (alle Ludmilla-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 8 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Reichsbahnwelt in Rathenow geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 03.04.26, 12:33 |
Die Optik-Stadt Rathenow - zu DDR-Zeiten ein bedeutender Standort der optischen Industrie. Bahnhof an der Stammbahn von Berlin nach Lehrte, und Kreuzungspunkt mit der Brandenburgischen Städtebahn von Neustadt/ Dosse nach Belzig.
Ein Fototag führte mich im Herbst 1990 in diese Region. Über den Bahnhof mit seinen damals noch ausgedehnten Gleisanlagen führt eine Fußgängerbrücke, von der sich in beide Richtungen recht ansprechende Aufnahmen anfertigen ließen. Am späten Mittag des 28.10.90 erschien dann aus östlicher Richtung eine Ost-V 100, im Schlepp eine Doppelstockgarnitur. Der Zug kam aus Neustadt/ Dosse und fuhr nach kurzem Aufenthalt weiter bis nach Premnitz. Derartige Doppelstückzüge waren nach der Wende auf der Städtebahn noch üblich; auch zwischen Brandenburg und Belzig waren solche Garnituren noch an der Tagesordnung. Viel zu selten fotografiert - aber allein dieser Zug auf dem Nordabschnitt der Städtebahn sollte zwei Jahre später erneut Thema werden: [www.drehscheibe-online.de] Die Städtebahn heute: die Abschnitte zwischen Neustadt und Rathenow sowie Brandenburg und Bad Belzig sind längst stillgelegt und abgebaut. Aber am 28.10.90 gab es in Rathenow noch Reichsbahnatmosphäre mit Lokschuppen und weiteren Gerätschaften. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 28.10.1990 Ort: Rathenow [info] Land: Brandenburg BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 5 Punkte |
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Blockstelle 112 geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 01.04.26, 18:56 |
Neben der Magistrale gab es noch eine weitere Hauptstrecke, welche insbesondere nach der Wende sehr in unserem Fokus lag und ebenfalls mit einer herrlichen Infrastruktur aufwarten konnte: die Stammbahn von Berlin nach Lehrte, und hier natürlich der Abschnitt zwischen dem westlichen Berliner Ring über Stendal bis Oebisfelde. Herrliche Bahnhöfe gab es damals, und infolge der Eingleisigkeit immer mit Ausweichmöglichkeiten. Dazu Stellwerke, Formsignale, Wassertürme wie z.B. in Rathenow, ebenso die herrliche Havelbrücke bei Rathenow - und es gab besetzte Blockstellen. Insbesondere auf dem Abschnitt zwischen Stendal und Oebisfelde fanden sich mehrere Blockstellen wie z.B. die Blockstelle 101 bei Jävenitz, welche bereits ihren Weg in die Galerie gefunden hat. Eher unbekannt war die Blockstelle 112 bei Solpke. Diese lag am späten Nachmittag gut im Licht, und wir beobachten die Vorbeifahrt der 219 163 mit ihrem N 4616, fast nur aus grünen Wagen bestehend. Natürlich haben wir uns vorher beim Blockstellenwärter angemeldet, und er beobachtet bei der Vorbeifahrt des Zuges, ob wir auch ja profilfrei stehen.
All diese Elemente der "echten" Eisenbahn sind heute Geschichte; das herrliche Bahnhofsgebäude von Rathenow versteckt sich samt Wasserturm hinter einer monströsen Schallschutzwand, und die SFS führt unmittelbar an dem Ensemble vorbei. Aber erinnern wir mit diesem Bild an die Vergangenheit. Weitere Bilder der Stammbahn werden folgen...coming soon! ;-) Scan vom Fuji-100 6x6-Dia - farblich nicht so übertrieben wie der Velvia. Wie immer: Fluch wie Segen im Auge des Betrachters...;-) Datum: 08.07.1992 Ort: Solpke [info] Land: Sachsen-Anhalt BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 12 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Morgennebel über der Magistrale geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 31.03.26, 12:20 |
Wenn man in der Galerie den Aufnahmeort "Kade" eingibt, so erscheinen zwei Bilder mit den Wellblechtriebwagen der AKN bei Kaden. Kade -gelegen an der Magistrale von Berlin nach Magdeburg- kennt hingegen auch keine Sau...;-) Endlose Weiten zwischen Genthin und Wusterwitz, ländlich und waldreich geprägt, und ein Ort der absoluten Ruhe. Schnurstracks verläuft hier die Magistrale, in den 90er Jahren noch ohne Strippe, dafür mit Telegrafenleitungen. Personenzüge kommen hier vorbei, von Brandenburg nach Magdeburg, oft bespannt mit den "Dicken". Allein dieser Grund rechtfertigte diverse Ausflüge an die Magistrale. Der hochwertige Fernverkehr war meist den Ludmillen vorbehalten, welche hier oft weit im Voraus hörbar ihre D- oder Intrecityzüge gen Hauptstadt droschen. Zur Abwechslung erschien dann die glücklose Baureihe 229, welche in erster Linie für den Einsatz von Fernzügen auf der Strecke von Berlin nach Hamburg gedacht war, aber auch einige Züge auf der Magistrale bespannte. Kommen wir also nach Kade und erleben am 05.06.1993 den Sonnenaufgang. Flacher Bodennebel liegt noch über den feuchten Wiesen, als in der Ferne ein Zug ausgemacht wird. Das Dröhnen wird stärker, und es erscheint die 229 128 mit ihrem Nachtzug D 1945 von Bonn, den sie Richtung Hauptstadt ziehen wird. Der Zug entschwindet in der Ferne, und es kehrt wieder Ruhe ein. Ich bleibe vor Ort, denn zwei Personenzüge werden noch folgen, bevor die Sonne in die Gleisachse geht.
Scan vom Fuji Velvia 6x6-Dia. Es liegt übrigens nicht an der Filmplanlage: der Telegrafenmast ist unten tatsächlich so krumm...;-) Datum: 05.06.1993 Ort: Kade [info] Land: Sachsen-Anhalt BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 6 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Umsteigen in Falkenhagen geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 30.03.26, 10:57 |
Kommen wir noch einmal zurück nach Falkenhagen, diesem Umsteigebahnhof im Nichts der Weiten des Berliner Außenrings, dessen Lage heute per Earth nur noch schwer auszumachen ist.
Zur Wendezeit war da noch richtig Aktion! Am Mittag des 03.10.1990 spielte sich hier binnen einer halben Stunde folgendes ab: zunächst erschien auf dem hinteren Gleis ein Holzroller mit einer Dosto-Garnitur aus Potsdam Hauptbahnhof, dem heutigen Pirschheide, unterwegs auf der KBS 125. Dann tauchte aus Staaken (bei Berlin) auf der KBS 131 eine LVT-Einheit auf. Nach kurzem Halt setzte die Einheit in ein Stumpfgleis hinter dem Bahnhof um, um Platz für eine weitere Dosto-Einheit aus Falkensee zu machen, welche mit einem weiteren Holzroller auf der KBS 130 nach Birkenwerder unterwegs sein sollte. Nach der Abfahrt des Zuges nach Birkenwerder fuhr die LVT-Garnitur wieder an den Hausbahnsteig, um dann auf der KBS 134 nach Brieselang zu entschwinden. Kurz danach fuhr die Dosto-Einheit auf dem hinteren Gleis wieder nach Potsdam Hauptbahnhof ab. Zwischendurch sprang ein Signal auf den mittleren Gleisen auf grün, für den D 534 von Berlin-Lichtenberg nach Wismar. Danach kehrte wieder Ruhe ein - bis sich dieses Spiel zur nächsten vollen Stunde wiederholen sollte...;-) Alltag zu Reichsbahn-Zeiten. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Zum Bild: es gibt leider keine frühere Auslösung (falls die Frage aufkommt...). Datum: 03.10.1990 Ort: Falkenhagen [info] Land: Brandenburg BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 7 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Ein Sputnik über dem Templiner See geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 28.03.26, 13:58 |
Bleiben wir noch beim Sputnik-Verkehr der Reichsbahn um Berlin-West herum. Kürzlich wurde an die Verkehre nach Falkensee und Albrechtshof erinnert, und es gab ähnliche Züge von Berlin-Karlshorst über Potsdam nach Werder. Hier wurden jedoch keine grünen Dostos eingesetzt, sondern solche in dem attraktiven "Hauptstadt-Lack" in Bordeaux-Elfenbein. Sechsteilige Züge mit Doppelstock-Einzelwagen waren auf dem südlichen Außenring unterwegs, bespannt mit der damals noch brandneuen Baureihe 243. Infolge der Verkehrsrückgänge schrumpften die Garnituren in den Folgejahren auf zwei bis drei Wagen zusammen, aber die Baureihe 243 blieb.
Kommen wir zu einem Motiv, welches schon in zahlreichen Varianten in der Galerie enthalten ist; sozusagen zu Wasser, zu Lande und aus der Luft. In den letzten Jahren ist es etwas ruhiger um die Brücke über den Templiner See geworden. Ihre erste urkundliche Erwähnung fand hingegen am 04.08.90 statt, als erstmals ein neugieriger Eisenbahnfreund zu ihr vorgedrungen ist. Damals gab es nur auf der Nordseite der Brücke einen Fußgängerüberweg, der aber kaum frequentiert wurde. Auf der Südseite war jedoch der Weg unmittelbar neben dem Betrachter unterbrochen, und man musste sich für den Fotostandpunkt am Geländer entlanghangeln. Was kam damals so vorbei? Das Notizbuch verrät einen D-Zug mit 132, einen Güterzug mit 250 sowie stündlich den Pendel auf der KBS 120 von Berlin-Karlshorst nach Werder, der an diesem Tag mit der schachtelfrischen 243 613 bespannt wurde. Der Zug wird unmittelbar hinter dem Betrachter in Potsdam "Hauptbahnhof" halten, dem späteren Bahnhof Pirschheide - welcher im Anschluss in einen jahrelangen Dornröschenschlaf fallen sollte und erst seit kurzem wieder als Haltepunkt für Züge am Außenring reaktiviert wurde. Der damalige Pendel nach Werder galt als "Berliner S-Bahn-Verkehr" und durfte mit S-Bahn-Fahrkarten benutzt werden. Es gab im Berufsverkehr einige eingetaktete Züge, welche über Werder hinaus bis Brandenburg liefen und dieselbespannt waren. Diese Züge galten als "Fernzüge", S-Bahn-Fahrkarten hatten keine Gültigkeit. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 04.08.1990 Ort: Potsdam Templiner See [info] Land: Brandenburg BR: 143 Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 13 Punkte |
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Gelenkig durch Falkensee geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 24.03.26, 14:21 |
Kommen wir noch einmal auf den Sputnik-Verkehr der Reichsbahn in der Nachwendezeit zurück. Bereits mit diesem Bild (sowie einer weiteren Verlinkung) [www.drehscheibe-online.de] hatte ich den Wendezugbetrieb auf dem Berliner Außenring sowie seine Zuführungen in die am unmittelbaren Stadtrand von Berlin liegenden Strecken vorgestellt. Züge mit Doppelstockgarnituren, teils mit Jakobs-Drehgestell, teils als Gliederzüge, waren hier bis Anfang der 90er Jahre im Einsatz, meist bespannt mit Holzrollern. Erstaunlich lange hielten sich hier die kuriosen Gliederzüge, welche in den 70er Jahren für die Vorortverkehre verschiedener Ballungsräume in der DDR beschafft wurden - u.a. für den Sputnik-Verkehr um Berlin herum.
Am 03.10.90 war ich am nordwestlichen Stadtrand von Berlin unterwegs, um mir diese Wendezugverkehre mal genauer anzuschauen - und wie immer hat man insbesondere im Raum Falkenhagen/ Falkensee/ Birkenwerder viel zu wenige Aufnahmen von den Garnituren unter Draht gemacht; man war "gefangen" im Dieselfieber der Babelsberger Dicken, welche mit solchen Garnituren zwischen Berlin-Wannsee und Potsdam und später auch zwischen Berlin-Charlottenburg und Nauen unterwegs waren. Kommen wir somit noch einmal nach Falkensee, wo uns die schaurig-schöne 211 037 mit einem Gliederzug aus Albrechtshof begegnet. Wir stehen auf einem Bahnsteig im Bahnhof von Falkensee - welcher heute seit dem Ausbau der Berlin-Hamburger Bahn nicht mehr wiederzuerkennen ist. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 03.10.1990 Ort: Falkensee [info] Land: Brandenburg BR: 109,142,171 (alle Holzroller) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 10 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Die "Dicke" erreicht Kirchmöser geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 14.03.26, 10:41 |
Juni 1993. Dieselklänge über der Magistrale. So könnte man fast ein Video benennen, aber aus jener Zeit wurden immer nur Plandämpfe als Videoformate vermarktet. Aber war war die Magistrale damals für eine grandiose Strecke! Riesige Bahnhofsbauten, die fast schon an Burgen erinnerten; siehe Genthin. Besetze Blockstellen, irgendwo mitten im Wald, fernab jeder Zivilisation. Telegrafenmasten bis zum Horizont, und schnurgerade Streckenabschnitte. Und auf so einer Strecke hörte man die Züge schon kilometerweit. Intercity-Züge mit ihren Ludmillen oder der glücklosen 229. Oder Personenzüge mit der legendären "Dicken" aus Babelsberg. Das Bw Brandenburg hatte einen ganzen Stall davon, und neben den Wendezügen nach Berlin-Wannsee über Potsdam zählten auch diverse Personenzüge nach Magdeburg dazu, oder aber auch Leistungen auf der Städtebahn. Mit anderen Worten: ein Dieselparadies vom feinsten! Diverse Bilder in der Galerie zeugen davon.
Und was wäre ein historisches Foto einer E 03, wenn man ihr nicht ein historisches Foto einer V 180 gegenüberstellt...?! ;-) Wir sind erneut in Kirchmöser, im Prinzip am gleichen Standort wie hier:[www.drehscheibe-online.de] . Der Bahnhof hatte damals noch Ein- und Ausfahr-Formsignale, ein ansprechendes Stellwerk, hölzerne Bahnsteigüberdachungen und weitere Details. Und in diese Szene schob sich am späten Nachmittag des 04.06.93 die 228 675 mit ihrem N 7624, gebildet aus drei grünen Halberstädtern und einem Erste-Klasse-Bautzener. Das waren noch Züge...! ;-) Wie es wohl heute auf dem Bahnsteig in Kirchmöser aussieht...? Scan vom Fuji- Velvia 6x6-Dia, aufgehellt und an das beliebte Kleinbildformat angepasst. Datum: 09.06.1993 Ort: Kirchmöser [info] Land: Brandenburg BR: 228 (V180) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte 1 Kommentar [»] |
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La Tortuga geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 26.02.26, 12:16 |
Uns verfolgt immer noch der "Anhalter"...;-)
Mit dieser Einstellung möchte ich an eine eher seltsame und nicht unumstrittene Aktionskunst aus dem Jahr 1987 erinnern. Auf dem Gelände des früheren Anhalter Bahnhofs fand im Sommer 1987 unter dem Namen "Mythos Berlin" eine Ausstellung im Rahmen der 750-Jahr-Feier von Berlin statt. Verschiedene künstlerische Installationen wurden auf dem Gelände gezeigt, und beabsichtigt war, auf diesem Wege die Geschichte der Stadt zu erschließen. Bei den Besuchern blieb das Ziel der Veranstaltung jedoch weitgehend im Verborgenen; man reagierte oft mit Unmut oder Verständnislosigkeit und konnte einen Zusammenhang der Ausstellung mit der Stadtgeschichte nicht immer herleiten. Letztendlich erwies sich die Ausstellung als Flop. Höhepunkt der Veranstaltung war ein Event des Aktionskünstlers Wolf Vostell unter dem Namen "La Tortuga", in welchem die Wustermarker 52 2751 von mehreren Autokränen umgedreht und auf den Kopf gestellt wurde. Die Lok soll die Symbolik des Missbrauchs der Industrie und Technik für den Krieg darstellen, ferner den Niedergang historischer Industriezweige. (aha...) Nach dem Ende der Ausstellung verblieb die Lok als auf dem Rücken liegende Schildkröte auf dem Gelände des Anhalter Bahnhofs, bis sie 1991 in dieser Position vor dem Theater in Marl platziert wurde. An den Aktionskünstler Vostell erinnern heute noch die beiden Beton-Cadillacs am Kreisverkehr des Rathenauplatzes in Berlin, wo der Kurfürstendamm beginnt. Vostells Intention war hier der "24-stündige Tanz der Autofahrer ums Goldene Kalb" (sic!). Na, denn... Scan vom Fuji-100 Kleinbiddia Datum: 21.10.1988 Ort: Berlin Anhalter Bahnhof [info] Land: Berlin BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Stillleben Top 3 der Woche: 5 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Erinnerungen an den "Anhalter" geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 23.02.26, 15:22 |
Bleiben wir noch einen Moment im alten West-Berlin zur Vorwendezeit. Den Güterzug vom Anhalter Güterbahnhof über Papestraße und Tempelhof nach Grunewald haben wir kürzlich erst gesehen, und hier folgt eine weitere Aufnahme dieses Zuges, ebenfalls aufgenommen von der Monumentenbrücke. Und immer wieder war auch auf weiteren Bildern immer die Rede vom "Anhalter". Nun, der Anhalter Bahnhof war früher DER Inbegriff für Kopfbahnhöfe in Berlin. Er war nicht der älteste Kopfbahnhof, wohl aber der imposanteste. Dies wird der riesigen, fast 35 Meter hohen Halle geschuldet sein, und zahllose Bilder sind bekannt, auf denen namhafte Schnellzüge den "Anhalter" erreichen oder verlassen.
Über der Lok ist ein Stahlbogen zu erkennen, welcher im Rahmen der Ausstellung "Mythos Berlin" anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt 1987 errichtet wurde, um an die Größe der Halle zu erinnern. Ursprünglich war vorgesehen, eine Nachbildung des imposanten Südportals des "Anhalters" darzustellen, aber letztendlich blieb es bei dem Stahlbogen, welcher im Jahr 1990 wieder abgebaut wurde. Er verdeutlicht auf unserem Bild in etwa die Größe der Bahnhofshalle. Vom Bahnhof selbst ist heute nur noch der Portikus am Askanischen Platz erhalten geblieben. Er erinnert an das gewaltige, fast monströse Bauwerk, welches nach dem Krieg noch halbwegs erhalten war, jedoch Ende der 50er Jahre unter massivem Protest der Bevölkerung gesprengt wurde. Unsere 106 rollt mit ihrem Güterzug vom Anhalter Güterbahnhof soeben am Stellwerk "Agb" vorbei. Zwei Flügel sind frei für den Weg Richtung Grunewald. Der Schornstein sowie die Mühle am linken Bildrand gehören zum Gelände des Deutschen Technikmuseums, dessen Eisenbahnabteilung in den beiden Ringlokschuppen des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Anhalter Bahnhof besichtigt werden kann. Zum Bild: die Beleuchtungssituation der Güterwagen mag nicht optimal sein. Die Einstellung habe ich aber dennoch geschichts- und themenbezogen vorgenommen. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 24.06.1989 Ort: Berlin Monumentenbrücke [info] Land: Berlin BR: 344-347 (alle V60-ost) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 10 Punkte 6 Kommentare [»] |
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Usedomer Inselbahn geschrieben von: Marlo (190) am: 22.02.26, 20:11 |
Im Jahr 1991 war die Bäderbahn auf der Insel Usedom ein wirklicher Inselbetrieb, denn eine Verbindung zum Festland war nicht (mehr) vorhanden.
Das alte Fährschiff "Stralsund" über den Peenestrom in Wolgast war seit 1990 nicht mehr in Betrieb und somit mussten die Fahrgäste den Weg von Wolgast Hafen nach Wolgast Fähre zu Fuß zurücklegen. Die Verbindung von Ducherow nach Heringsdorf über die Karniner Hubbrücke war bereits seit dem Kriegsende unterbrochen. Ausserdem führte die Strecke im Bereich Swinemünde nach dem Krieg wegen neuer Grenzziehung einige Kilometer über Polnisches Gebiet und die Gleise wurden als Reparationsleistung in die Sowjetunion abtransportiert. Daher war von Seiten der DR im Jahr 1992 die Stillegung der Inselbahn beantragt, was aber zum Glück letztlich nicht erfolgte und schließlich die Usedomer Bäderbahn zunächst mit LVT und dann mit neuen GTW den Betrieb übernahm. Im Jahr 2000 wurde dann die neue Brücke über den Peenestrom in Wolgast eröffnet und seit dem gibt es durchgehende Züge von Züssow nach Heringsdorf, Ahlbeck und seit 2008 auch wieder nach Swinemünde/Świnoujście. Am 12. April 1991 jedoch ist 110 380 noch im reinen Inselbetrieb mit dem P 18177 bei Zempin unterwegs in das Seebad Heringsdorf, wobei mir ein Jägerhochsitz eine leicht erhöhte Position ermöglichte. Bei den Positionsdaten bin ich nach 35 Jahren nicht mehr sicher und hoffe, dass ich nicht ganz daneben liege. Datum: 12.04.1991 Ort: Zempin [info] Land: Mecklenburg-Vorpommern BR: 202,204 (alle V100-Ost-Baureihen) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 8 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Ein seltener Fang in Berlin-Wilmersdorf geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 22.02.26, 13:36 |
Kommen wir zurück in den Hochsommer 1989. Wie so oft in dieser Jahreszeit stromerten wir damals am südlichen Berliner Innenring umher, um frühmorgens dem Frachtenzug von Grunewald zum Anhalter Güterbahnhof aufzulauern, welcher hier morgens regelmäßig gegen 7 Uhr aufkreuzte, bespannt mit einer Babelsberger Dicken. Mehrere Aufnahmen in der Galerie zeigen diesen Zug, und sehr häufig kam vor diesem Zug mindestens eine weitere Übergabe mit einem Goldbroiler. Diese ging häufig mit Kopfmachen in Tempelhof Richtung Marienfelde. Am Morgen des 07.07.89 staunten wir nicht schlecht, als uns die 106 240 mit dieser Fuhre entgegen kam: hinter dem Emil mit den Briketts hing das Eichfahrzeug nebst Beiwagen vom RAW Tempelhof. Ein uns bis dato völlig unbekanntes Gefährt. Nähere Recherche ergab, dass es sich hierbei um ein Fahrzeug zum Eichen von Gleiswaagen handelt. Diese Garnituren beinhalteten immer den recht kurzen Eichwagen sowie einen etwas längeren Eichbeiwagen für die Mitführung von Gewichten. Eichwagen waren bei der Reichsbahn bestimmten Bahnbetriebswerken zugeordnet, u.a. in Hoyerswerda, Reichenbach, Falkenberg, Magdeburg und Erfurt. Bei unserem Zug vermute ich die Fahrt zur Heimatdienststelle, sprich zum RAW Tempelhof.
Einige Zeit später erschien an dem Tag dann die Babelsbergerin mit ihrem Zug zum "Anhalter". Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 07.07.1989 Ort: Berlin Wilmersdorf [info] Land: Berlin BR: 344-347 (alle V60-ost) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Bahnlandschaften im Herzen der Hauptstadt geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 19.02.26, 14:32 |
Bleiben wir im West-Berlin der Vorwendezeit und kommen zu einem Fotopunkt, welcher nur eine Brücke von dem Standort dieser Aufnahme entfernt liegt [www.drehscheibe-online.de] : der Monumentenbrücke. Von dieser Brücke hatte man ebenfalls einen Blick auf die Nord-Süd-S-Bahn - aber fast noch interessanter war der Blick auf die ausgedehnten Bahnanlagen des Anhalter Güterbahnhofs. Hier verzweigten sich die Gleise zu diversen Anschließern, u.a. zum ehemaligen Postbahnhof des Postamtes 77 an der Luckenwalder Straße, unweit des Deutschen Technikmuseums entfernt. Morgens erschien hier ein Frachtenzug aus Berlin-Grunewald, welcher bereits hier [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie gezeigt wurde. Nach mehrmaligem Köpfen in den Güterbahnhöfen Tempelhof und Papestraße erreichte dieser Zug über völlig zugekrautete Gleise den Anhalter Güterbahnhof, und von hier wurden die Wagen auf diverse Anschließer verteilt. Um die Mittagszeit verließ dann ein Zug mit einem der zahllosen Goldbroiler der Baureihe 106 den Anhalter Güterbahnhof, um dann den gleichen Weg Richtung Grunewald einzuschlagen. Hier hatte sich im Frühherbst `89 die 106 271 mit ihrem Zug auf den Weg in Richtung Papestraße gemacht; die letzten Wagen passieren noch das Stellwerk Agb.
Wir sehen im Hintergrund die Kuppel eines Wasserturms. Dieser gehört zum ehemaligen Bw Anhalter Bahnhof und ist Element des Deutschen Technikmuseums. Und hier der Kulturschock: unmittelbar am DTM vorbei verläuft heute die Strecke zum Nord-Süd-Tunnel, um zum Berliner Hauptbahnhof zu gelangen - nur wenige Meter weiter links von der selben Brücke aufgenommen: [www.drehscheibe-online.de]. Das Gelände rechts neben der Trasse beinhaltet heute den Dora-Duncker Park und hinter den Yorckbrücken den Park am Gleisdreieck. Und durch all diese Anlagen kofferte in den 30er Jahren der Henschel-Wegmann-Zug zum Anhalter Bahnhof.... Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 09.1989 Ort: Berlin Monumentenbrücke [info] Land: Berlin BR: 344-347 (alle V60-ost) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Wo die Ringbahn heute das Nordkreuz erreicht geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 15.02.26, 18:21 |
Kurz hinter dem S-Bahnhof Schönhauser Alle war in westlicher Richtung die Ringbahn zu Ende, und die Züge knickten nach Norden Richtung Pankow ab. Wir beobachten zwischen den Häuserzeilen das rege Treiben auf der S-Bahn, welche an dieser Stelle mit fast allen Baureihen vorbei kam, die damals bei der Reichsbahn eingesetzt waren. Man sah Stadtbahner, 276.1, die etwas schnittigeren 277 und die "Cola-Dosen", wie wir die neuen Züge der Baureihe 270 nannten. Hier rauscht gerade ein Zug der Baureihe 277 auf der Zuggruppe O nach Blankenburg vorbei. Über der Häuserzeile wacht der "betende Riese vom Humannplatz". So wurde im Volksmund die Kirche St. Augustinus in der Dänenstraße genannt.
Am 02.09.1991 waren die hinter mir liegenden parallelen Ferngleise wegen Bauarbeiten gesperrt. Heute ist der Ring längst geschlossen, und hinter dem Fotografen befindet sich das Nordkreuz, mit zahlreichen Über- und Unterführungen sowohl für die S-Bahn als auch für die Fernbahn. Von einer langen Fußgängerbrücke hat man heutzutage einen tollen Blick auf das Verkehrsgeschehen an dieser Stelle: [www.drehscheibe-online.de] Und nur wenige Meter weiter sah es 1992 so aus: [www.drehscheibe-online.de] Und wie dicht und dennoch unerreichbar die beiden Stadthälften vor der Wende waren, mag dieses Bild aus Gesundbrunnen verdeutlichen - der Kirchturm des "betenden Riesen" ist hinter der Millionenbrücke gut zu erkennen: [www.drehscheibe-online.de] Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 02.09.1991 Ort: Berlin Nordkreuz [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 5 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Mietskasernen und Brandschutzmauern geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 08.02.26, 13:54 |
Zwischen Mietskasernen und Brandschutzmauern verlief in Berlin der östliche Innenring zwischen den Bahnhöfen Prenzlauer Allee und dem Grenzstreifen an der Bösebrücke. Am 13.06.89 war der Prenzlauer Berg für mich noch "drüben", und anlässlich irgend einer Veranstaltung ging es in jene Richtung, mit einem Abstecher zur Brücke der Dunckerstraße, von welcher kürzlich in die Gegenrichtung dieser Blick [www.drehscheibe-online.de] gezeigt wurde. Nun, hier sehen wir den Blick auf den S-Bahnhof Prenzlauer Allee, dessen 1891/92 erbautes Empfangsgebäude im Klinkerstil im Hintergrund zu erkennen ist. Im Bahnhof ist soeben ein Stadtbahner im Hauptstadtlack eingetroffen und es geht gleich weiter Richtung Ostkreuz.
Die Gleise im Vordergrund wurden zu jenem Zeitpunkt gerade saniert und für die Elektrifizierung vorbereitet. Berühmt ist der Fotopunkt aus früheren Zeiten, als hier noch die Schnellzüge Richtung Ostsee mit ölgefeuerten Stralsunder 03.10 vorbeikamen. Lang ist´s her... Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 13.06.1989 Ort: Berlin Prenzlauer Allee [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 12 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Blick von der Kynastbrücke zur Wendezeit geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 07.02.26, 17:24 |
Wie sehr sich Berlin in den letzten 30 Jahren verändert hat, kann man an zahllosen Orten in der Hauptstadt beobachten. Insbesondere von den Brücken östlich vom Ostbahnhof lässt sich die Veränderung des Stadtbildes kaum in Worte fassen. Warschauer Brücke, Modersohnbrücke, Kynastbrücke - die Bilder, die hier die Jahrzehnte durchstreifen, erzählen Geschichten.
Der Blick von der Kynastbrücke, unmittelbar neben dem oberen Ringbahnsteig am Bahnhof Ostkreuz gelegen, ist schon desöfteren in der Galerie gezeigt worden. Interessant ist hier im Vergleich zu heute, wie sehr sich hier nach dem Umbau die Lage der S-Bahn-Gleise geändert hat - und welche Gebäude heute noch stehen und welche nicht. Kommen wir in den Spätsommer 1990. Die Rücktour einer Fotoaktion auf der Schöneiche-Rüdersdorfer Straßenbahn führte quer durch die Stadt, mit einer Knipspause an der Kynastbrücke. Der Stadtbahner war damals noch sehr präsent. Hier sehen wir einen Vollzug auf der Zuggruppe G zur Friedrichstraße im "Hauptstadtlack". Bereits Anfang der 90er Jahre war bei den Stadtbahnern der Reichsbahn diese Lackierung häufiger vertreten als der ursprüngliche Farbton in Rot/Ocker, und es gab mitunter Züge, welche aus Vierteln beider Lackierungsvarianten bestanden. Völlig bunt wurde es dann nach der Wende, als Stadtbahner der BVG mit den Reichsbahnzügen im gemeinsamen Zugverband liefen. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 02.09.1990 Ort: Berlin Ostkreuz [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Winter Plandampf geschrieben von: 1600TL (88) am: 03.02.26, 12:09 |
Wenige Tage vor diesem Winterplandampf in Thüringen konnte die bekannte 52 6666 ihren neu aufgearbeiteten Steifrahmentender in Meinigen abholen. Mit diesem kam sie dann auch zu besagtem Plandampf zum Einsatz. Leider war dies anschließend kaum noch der Fall, bis zu ihrer Abstellung Mitte 1994, war sie nur noch sporadisch unter Dampf. Seit 1996 gehört sie zum DB Museum und wird von den Eisenbahnfreunden Berlin betreut.
Mit P 9015 ist sie an diesem schönen Februartag nach Meiningen unterwegs. Sie beschleunigt den Zug eben aus dem Bahnhof Rohr. Scan MF Dia, Umwandlung in s/w Datum: 21.02.1991 Ort: Rohr [info] Land: Thüringen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 7 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Grau in grau geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 28.01.26, 17:40 |
Berlin Prenzlauer Berg. Ein diesiger Märztag anno 1987. Graue Häuserschluchten umgeben mich; man hat den Eindruck, alle Gebäude tragen den gleichen Farbton. Es riecht etwas nach Braunkohle. Ich stehe etwas verstohlen auf der Brücke der Dunckerstraße und beobachte den S-Bahnbetrieb auf dem östlichen Innenring. Passanten huschen vorbei. Die meisten nehmen keine Notiz von dem Fotografen, einige beäugen einen höchstens etwas neugierig. Hinter mir ist der S-Bahnhof Prenzlauer Allee. Alle Nasenlang kommen S-Bahnen vorbei, und gleich einer der ersten Züge, die ich erwische, ist der Prototyp des Bankierszuges. Er entschwindet Richtung Schönhauer Allee, und ich denke mir: der kommt demnächst wieder zurück. Bingo! Treffer für das nachfolgende Motiv am S-Bahnhof, wo hinter mir der Verkehr auf der Prenzlauer Allee tobt. Es sollte jenes Bild entstehen [www.drehscheibe-online.de], und dem Bankierszug folgte sogleich ein weiteres Schmankerl in Form eines noch nicht modernisierten Triebzuges der Baureihe 277, noch mit alter Kopfform.
Infos zum Bankierszug bitte ich dem verlinkten Bild zu entnehmen. Der Tag führte mich kreuz und quer durch den "anderen" Teil der Hauptstadt, immer auf der Suche nach den besonderen, noch nicht modernisierten Fahrzeugen der Baureihen 276 und 277. Ob mich jemand beobachtet hat? Ob sich ein "Organ" für den klassenfeindlichen Fotografen interessiert hat. Abends, bei der "Ausreise" (was für Wörter , heutzutage...) am Bahnhof und Grenzübergang Friedrichstraße war ich einer von vielen Bürgern von "drüben". Und machen wir uns nichts vor: eine gewisse Erleichterung war immer zu spüren, wenn man in die S-Bahn Richtung Berlin-Wannsee stieg, so mit Anfang 20, alleine im "Osten". Unvorstellbar... Scan vom Fuji 100 Kleinbilddia Datum: 15.03.1987 Ort: Berlin Prenzlauer Allee [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte |
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Fahrradausflug in die Mark Brandenburg geschrieben von: 1600TL (88) am: 13.12.25, 16:38 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 28.12.25 |
Anfang Mai 1982 gab es an zwei Tagen Sonderfahrten mit der 74 1230 von Nauen über Kremmen nach Basdorf. Der Anlass für die Fahrten ist mir nicht bekannt. Mit dem Fahrrad waren mein Fotokollege und ich damals nicht unterwegs, sondern mit dem Auto. Wir kamen durch Zufall zu diesem Motiv. Ob die Fahrräder anderen Fotografen gehörten kann ich heute nicht mehr sagen. Auf jeden Fall beobachteten Pferd und Kutscher andächtig den Dampfzug. Ein alternativer Titel für das eingestellte Bild war für mich, frei nach Loriot, "Das Bild ist schief". Auch nach endlosem hin-und herprobieren war immer irgendetwas schief oder kippte, entweder der Zug oder Kutscher und Pferd. Schlussendlich habe ich mich für die nun eingestellte Version entschieden.
Die Mark Brandenburg entstand 1157 aus der Nordmark und entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte zum Kernland Preußens und zum Bundesland Brandenburg. Scan vom MF s/w Negativ. Ein störendes Verkehrszeichen wurde entfernt. Datum: 09.05.1982 Ort: Kremmen [info] Land: Brandenburg BR: 060-098 (Tenderlokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 15 Punkte 8 Kommentare [»] |
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Als Plandampf noch Plandampf war geschrieben von: 1600TL (88) am: 25.11.25, 16:46 |
Die großen, oft mehrtägigen, Plandämpfe Anfang der neunziger Jahre waren keine Fotozugveranstaltungen, sondern noch realer Einsatz vor planmäßigen Zügen. So auch die legendäre Aktion rund um Saalfeld im Mai 1992. Neben vielen bekannten, heute leider nicht mehr einsatzfähigen Loks war auch die Dresdner Traditionslok 03 001 beteiligt. Am Morgen des 6. Mai hatte sie die Aufgabe den bekannten E 800 von Saalfeld nach Leipzig zu befördern. Die Steigung bei Oberwellenborn bewältigte sie ohne Probleme.
Scan vom MF-Dia Zweiteinstellung , neuer Scan Datum: 06.05.1992 Ort: Oberwellenborn [info] Land: Thüringen BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 9 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Ein Scherenschnitt geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 14.11.25, 07:46 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 23.11.25 |
Die frühen 90er Jahre. Geprägt durch zahllose Besuche der Nebenstrecken der Reichsbahn. Es gab viel zu entdecken, im Berliner Umland, in Mecklenburg, im Anhaltinischen, in Sachsen, Thüringen, überall. Verträumte Nebenstrecken mit einer Infrastruktur, die man inzwischen im Zeitalter des corporate design mit der Lupe suchen muss.
Im Havelland war der LVT zu Hause. Unscheinbar wippte dort das Pendant zum Uerdinger über die Gleise, entlang von herrlichen Bahnhofsgebäuden, welche heute entweder in privater Hand sind oder verrotten. Der 18.10.1993 war so ein Tag, der den Ferkeltaxen im Raum Neuruppin gehörte. Sie schaukelten von dort nach Herzberg, Velten, Neustadt/ Dosse und hoch nach Wittstock. Keine Spur eines sanitärfarbenen und anfangs so ungeliebten LVT im neuen Design. Blutblasen, wo man hinsah. Der Tag endete mit dem Versuch eines Scherenschnitts in den Weiten Brandenburgs, wo man zwischen Beetz-Sommerfeld und Kremmen etwas tiefer stand als die SOK. Nach Sonnenuntergang kündigt sich das LVT-Gespann mit seiner charakteristischen Tröte an einem der zahlreichen unbeschrankten Bahnübergänge an und wippt bedächtig weiter gen Velten. Scan vom Fuji-100 6x6-Dia Datum: 18.10.1993 Ort: Kremmen [info] Land: Brandenburg BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 25 Punkte 7 Kommentare [»] |
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Drei auf einen Streich geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 11.11.25, 17:14 |
Vor kurzem hatten wir in der Galerie eine Challenge über die längste Uerdinger-Garnitur oder das Bild mit den meisten Schienenbussen auf einen Schlag. Dehnen wir die Challenge auf die Ferkeltaxen der Reichsbahn aus...! ;-) Ich biete hier den Bahnhof von Neuruppin an! Ein Nebenbahnknoten, welcher u.a. bereits mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] vorgestellt wurde. Und was war hier damals los...?! Aus allen Himmelsrichtungen kamen zu bestimmten Zeiten die Ferkeltaxen in den Bahnhof gekullert: man kam aus Hennigsdorf über Kremmen, man fuhr nach Wittstock über Walsleben, man kam aus Herzberg/ Mark mit vorherigem Anschluss einer Ferkeltaxe von Löwenberg nach Rheinsberg, man fuhr nach Neustadt in der Dose. Kurzum: ein Nebenbahnknoten, wie man ihn heute fast vergeblich sucht. Auf allen Strecken waren LVT´s unterwegs, teilweise noch mit erhabenem Zierstreifen.
Der Nachmittag des 09.04.93 wurde auf dem Bahnhof von Neuruppin verbracht, und vor dem imposanten Bahnhofsgebäude haben sich von links nach rechts folgende Protagonisten versammelt: als N 5068 ist der 772 103 mit seinem Steuerwagen 972 703 aus Hennigsdorf eingetrudelt. In der Mitte steht der 772 173 mit seinem Steuerwagen 972 773, unterwegs als N 6587 von Wittstock nach Herzberg. Ganz rechts ist der 772 122 mit seinem Steuerwagen 972 722 von Neustadt an der Dosse als N 6465 eingetroffen. Damals ganz normaler Alltag - und wir haben schon wenig später verächtlich die Nase gerümpft, als die erste sanitärfarbene Ferkeltaxe das blutrote Stelldichein versaut hat... Scan vom Fuji-100 6x6-Dia Datum: 09.04.1993 Ort: Neuruppin [info] Land: Brandenburg BR: 772 (alle Schienenbusse Bauart Reichsbahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 14 Punkte 6 Kommentare [»] |
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Neulich, in Neugersdorf geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 16.10.25, 20:06 |
Die Lausitz lockte uns zum Ende der Dampfära recht häufig mit verschiedenen Güterzugleistungen, welche mit Zittauer, Bautzener, Görlitzer oder Löbauer 52.80 bespannt wurden. Hierzu zählte ein morgendlicher Nahgüterzug ab Löbau, welcher in Neugersdorf einen Rangierhalt eingelegt hat. Am 22.08.1987 war die Löbauer 52 8080 vor dem Zug eingesetzt, und wir beobachten von einer Straßenbrücke das umfangreiche Rangiermanöver.
Man beachte all die Elemente, welche damals zum ganz normalen Eisenbahnalltag gehörten: den Portalkran, ferner Formsignale (mit Propangasflaschen), welche eher im Weg standen, als dass sie bildbereichernd waren. Ausgedehnte Gleisanlagen mit fast schon historisch anmutenden Güterwagen, die typischen Pilz- und Silberfischchenlampen, ein ganz normaler Mittelbahnsteig, eine Babelsbergerin mit einem kreuzenden Güterzug, ein blauer W 50 inmitten von Güterwagen, beladen mit Kohle. Alltag bei der Reichsbahn. Neugersdorf heute: ein (!) Gleis liegt noch, als Haltepunkt für Triebwagen zwischen Bischofswerda und Zittau. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia. P.S. falls die Lok zu dicht ist: eine andere Auslösung ist als KB-Dia aus dieser Position nicht vorhanden. Datum: 22.08.1987 Ort: Neugersdorf [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Herbstsonne auf dem Abschiedszug geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 12.10.25, 17:49 |
Wir haben vor einiger Zeit eine Reise auf verschiedenen Dieselstrecken durch die Lausitz gemacht und waren u.a. auf dieser Fußgängerbrücke in Ebersbach, unmittelbar an der Grenze zu Tschechien: [www.drehscheibe-online.de].
Nur knappe fünf Jahre vorher ist etwa an der gleichen Stelle diese Aufnahme entstanden: sie zeigt die Abschiedsfahrt der Baureihe 52.80 beim Bw Zittau, die wir bereits auf diesem Foto [www.drehscheibe-online.de] gesehen haben. Ebenfalls unmittelbar an der Grenze zu den Tschechen wartet eine größere Gruppe von Fotografen die Vorbeifahrt des letzten dampfgeführten Zuges des Bw Zittau ab. Im Hintergrund erkennen wir eine "Brotbüchse", bereits auf tschechischem Gebiet. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 28.10.1989 Ort: Ebersbach [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Im Land der Sorben geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 11.10.25, 09:08 |
Bleiben wir noch einen Moment auf der Strecke von Baruth nach Bautzen, wo jüngst diese Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] ihren Einzug in die Galerie gefunden hat. Wir sind in einer Gegend, welche durch ihre Zweisprachigkeit auffällt - im Land der Sorben. Gut, von Sorben und Wenden hat man vielleicht mal im Geschichtsunterricht etwas gehört, wenn man zu dem Zeitpunkt nicht gerad Kreide holen war...;-) Hier wird auf die Zweisprachigkeit an allen Städte- und Bahnhofsnamen hingewiesen. Die Sorben gelten als westslawische Minderheit und pflegen in der Lausitz ihre Tradition, Kultur und Sprache - was u.a. bei der Ausführung der Städtenamen zum Ausdruck kommt.
Kommen wir zu unserem Güterzug von Baruth nach Bautzen. Wir haben uns am 01.05.87 das Rangiergeschäft in Baruth angeschaut und den Zug bei Sdier abgepasst. Danach ging es schnell weiter nach Großdubrau mit seiner Aufschrift in deutsch und sorbisch. Unsere 52 8198 hatte an dem Tag keine Wagen für Großdubrau, also ging es ohne Halt durch den Bahnhof weiter Richtung Bautzen. Sorben in Deutschland...Mit Anfang 20 wieder was gelernt...! ;-) Komisch...in Bayern stehen alle Namen auf deutsch...(*duck und weg...*) :-)) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia. Datum: 01.05.1987 Ort: Großdubrau [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Ein Bahnwärterhaus an einer vergessenen Strecke geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 10.10.25, 16:52 |
Zurück in die Lausitz! Wir hatten vor einiger Zeit die Bahnstrecke von Baruth nach Bautzen am Wickel und sehen hier [www.drehscheibe-online.de] eine Rangierszene im damaligen Endbahnhof der Strecke, welche einst von Löbau nach Radibor geführt hat.
Am 01.05.87 waren wir ebenfalls einen ganzen Tag in der Lausitz, und das Programm verlief diesmal ohne den Dampfbetrieb auf der Strecke von Bischofswerda nach Zittau. Wir hatten uns den Vormittag um Bautzener 52.80 auf den von Bautzen ausgehenden Strecken Richtung Hoyerswerda und Königswartha gekümmert, bevor es am Nachmittag zum "Baruther" ging. Wiederum war zunächst das Rangiergeschäft in Baruth zu erleben, bevor die Fuhre dann über Großdubrau und Radibor gen Bautzen gehen sollte. Für den Zug haben wir uns an diesem Bahnübergang bei einer Ortschaft namens Sdier postiert, und nach einiger Zeit kam der Zug mit seiner 52 8198 dann auch angedampft. Nach der Aufnahme ging es hinterher, und in Großdubrau sowie bei Kleinwelka klickten die Knipsen erneut. Das Bahnwärterhaus steht heute noch. Auf Google Earth ist es erkennbar, völlig zugewachsen hinter einer Baumreihe von jungen Laubbäumen, welche auf der ehemaligen Trasse gewachsen sind. Der Vergleich lohnt sich... Scan vom Fuhi-100 Kleinbilddia Datum: 01.05.1987 Ort: Sdier [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Trabi-Begnung geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 19.09.25, 23:28 |
Als am 27.05.1987 am späten Nachmittag endlich die schon in der Lokeinsatzstelle Löbau gesichtete 52 8080 mit ihrer kurzen Übergabe auftauchte, begegneten sich ausgerechnet in diesem Moment zwei Trabis auf dem Überführungsbauwerk. Was uns damals sehr verärgerte, da wir von einem durch die Trabis verdorbenen Motiv ausgingen.
Nach nahezu 40 Jahren betrachte ich die Trabis als ebenso typisch für die DDR wie die damals noch eingesetzten Loks der Baureihe 52.80. Scan vom 6x7 Farbnegativ Datum: 27.05.1987 Ort: Löbau [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 10 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Ein Güterzug mit "Wumme" durch Zeitz-Zangenberg geschrieben von: Der Rollbahner (338) am: 15.09.25, 17:40 |
In Zeitz ließen sich die "Taigatrommeln" der Deutschen Reichsbahn bis 1994 ziemlich verläßlich auch während einer ihrer Einsätze abbilden.
Als im Hintergrund bereits eine Schlechtwetterfront aufzog, gelang noch mit etwas Restsonne in Zeitz-Zangenberg dieses Foto von 220 367-7 und ihrem Güterzug in Richtung Weißenfels. Scan vom Fuji KB-Dia Zweiter Versuch: Bild nach rechts gedreht. Datum: 05.09.1992 Ort: Zeitz-Zangenberg [info] Land: Sachsen-Anhalt BR: 1120 (alle V200-ost Taigatrommeln) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 7 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Dampf trifft Feldbahn geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 14.09.25, 19:32 |
Lassen wir ein paar Dampfwolken über der Lausitz wehen - und kommen zu einer Strecke, die nur noch die Senioren unter uns kennen dürften: es gab im Umlauf der Bautzener 52.80 einen nachmittäglichen Nahgüterzug von Baruth nach Bautzen. Dieser befuhr von Baruth eine ehemalige Bahnstrecke, welche von Löbau nach Radibor geführt hat, wo sie dort auf eine weitere Strecke von Hoyerswerda nach Bautzen traf. An der Strecke lagen einige bedeutende Industriestandorte wie z.B. das Basaltwerk in Baruth, welches für Güteraufkommen sorgte. Die Strecke hatte im Personenverkehr nur eine untergeordnete Rolle, und dieser wurde bereits 1972 zwischen Löbau und Baruth sowie später auch bis Radibor eingestellt. Der Güterverkehr war jedoch weiterhin von Bedeutung, und so existierte diese Strecke bis Ende der 90er Jahre und wurde in mehreren Abschnitten stillgelegt. Der Abbau der Strecke erfolgte dann im Jahr 2004 - sprich: vor über 20 Jahren.
Das Basaltwerk besaß eine eigene 300 m lange Feldbahn mit einer Spurweite von 600 mm zur Beförderung des Basaltschotters vom heute noch als Museum existierenden Brechergebäude zur Verladestelle. Reste der Feldbahn sind heute noch vorhanden, jedoch stark überwuchert, während sämtliche Normalspur-Gleisanlagen nur noch über Google Earth erahnbar sind. Es gab einen weiteren Werksanschluss in Baruth mit einer eigenen V 15, und aus der Erinnerung heraus kam am Nachmittag hier immer eine Fuhre mit der Werkslok an, bevor ein emsiges Rangiergeschäft in Baruth einsetzte und am Ende die Reise Richtung Bautzen losging. Da diese Leistung gut im Licht verlief, war das Fotoprogramm in der Lausitz immer so gestrickt, dass man sich vormittags bis zum frühen Nachmittag um die Dampfzüge in der südlichen Oberlausitz zwischen Löbau, Bischofswerda und Zittau gekümmert hat, bevor es nachmittags zum "Baruther" hoch ging, mit dem man infolge Ortskenntnis, einer sehr niedrigen Streckenhöchstgeschwindigkeit sowie Rangieraufenthalten gut zu tun hatte. Auf der Aufnahme vom Nachmittag des 22.08.87 beginnt die saubere und optisch auch recht ansprechende 52 8123 ihr Rangiergeschäft, während links oben die Feldbahn zu sehen ist. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia, abgekühlt und leicht gedreht Datum: 22.08.1987 Ort: Baruth [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 5 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Nachdem am Vormittag des 13. April 1986 der erste Güterzug nach Aue Tender voraus mit 50 3551 [www.drehscheibe-online.de] bespannt war, wartete ich circa eine Stunde später auf den nächsten Zug Richtung Aue. Ziel war dieses Mal die bekannte Signalbrücke in Wiesenburg. Mit Volldampf donnerte 50 3628 durch den Bahnhof Wiesenburg ihrem Ziel Aue entgegen. Während Signalbrücke und Bahnhof nicht mehr existieren, überlebte 50 3628 und steht heute im Sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz Hilbersdorf.
Scan vom MF-Dia Datum: 13.04.1986 Ort: Wiesenburg [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 19 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Normalspurdampf-Abschied in Zittau geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 10.09.25, 15:26 |
Das Putzkauer Viadukt. Weithin bekannt als eines der markantesten Motive der Strecke von Bischofswerda nach Zittau. Erst vor kurzem haben wir diese Aufnahme [www.drehscheibe-online.de] in der Galerie gesehen, und wir kurbeln die Zeit zurück auf den 28.10.89. Die letzten Dampfwolken über Zittau waren noch gar nicht lange verflogen, und am spätherbstlichen Nachmittag des 28.10.89 stand hier die Abschiedsfahrt der Baureihe 52.80 vom Bw Zittau an - ein Brauch, welcher in jener Zeit sehr häufig gepflegt wurde, meist mit Aufschriften auf der Lok oder einem Schild.
Ganz ohne Schild, aber herrlich blankgeputzt kommt hier auf dem Putzkauer Viadukt die 52 8195 mit einer Fuhre Halberstädtern an einer größeren Abordnung von Hobbykollegen vorbei. Rasch ging es hinterher, und am Viadukt von Schirgiswalde, in Ebersbach und in Eibau klickten die Knipsen erneut...;-) Mit diesem Zug ging dann in Zittau eine langjährige Ära zu Ende. Das Wort "Plandampfveranstaltung" kannte damals noch keiner...Und nur wenige Tage später begann dann das, was immer nur mit "Wahnsinn" beschrieben wurde. Und wer jetzt sagt: Dampf vor grün-gelben Wagen gab es nie planmäßig, dem sei diese Aufnahme des legendären P 19408/ 19413 ans Herz gelegt - DER damaligen Starleitung der 50.35 vom Bw Halberstadt: [www.drehscheibe-online.de] [www.drehscheibe-online.de] Scan vom Fuji 100 Kleinbilddia Datum: 28.10.1989 Ort: Putzkau [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 7 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Im Jahr 1986 herrschte noch reges Treiben im Bahnhof Wilkau-Haßlau. Während 50 3551 mit ihrem langen Güterzug den Bahnhof nach Aue durchfährt, rangiert fleißig im Hintergrund 106 134. Was habe ich mich damals geärgert, dass 50 3551 mit Tender voraus den Zug bespannte. Das war fast so schlimm, wie eine Bespannung mit Diesel. Heute sehe ich das Bild als Zeitdokument, auf dem es viel zu entdecken gibt. Wie ich anderen Bildern aus der Galerie entnehmen konnte, die später entstanden sind, gibt es nur noch einen Haltepunkt an anderer Stelle in Wilkau-Haßlau. 50 3551 ist 1992 in Meiningen verschrottet worden.
Scan vom MF-Dia Datum: 13.04.1986 Ort: Wilkau-Haßlau [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 19 Punkte 8 Kommentare [»] |
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Dampf über der Oberlausitz geschrieben von: Olli Sydow (1750) am: 08.09.25, 19:42 |
Was wäre die Oberlausitz ohne einige Bilder vom Dampfbetrieb zu Vor-Wendezeiten...? ;-) Neben der Börde und dem Harzvorland, dem Erzgebirge, Nossen und dem Muldetal führten uns in der 2. Hälfte der 80er Jahre auch einige Fototouren in die Gegend zwischen Löbau, Bautzen und Zittau. Hier war die Baureihe 52.80 heimisch und wurde von verschiedenen Betriebswerken noch munter vor Güterzügen eingesetzt. Zittau bespannte z.B. diese Nahgüterzüge nach Bischofswerda und zurück, mit ihren endlos langen und häufigen Rangieraufenthalten, welche dazu führten, dass der Zug zwischen jedem Rangierhalt ein anderes Zugbild aufwies. Löbau fuhr "um den Kirchturm", und Bautzen war auf der Hauptstrecke zwischen Görlitz und Bischofswerda unterwegs sowie auf Nebenstrecken, die man heute nur noch mit Mühe über Google Earth findet.
Wir erwähnten bereits die sieben Viadukte auf der Strecke zwischen Zittau und Löbau über Herrnhut, und auch eine weitere Strecke von Löbau nach Ebersbach wies in der Ortslage von Ebersbach kurz vor dem Bahnhof dieses Viadukt auf. Am Morgen des 22.08.1987 waren die Straßen menschenleer, und wir erkennen die für die Lausitz so berühmten Umgebindehäuser. Die Löbauer 52 8080 war mit dem Nahgüterzug 65221 unterwegs, den wir bis Seifhennersdorf verfolgt haben. Hier rauscht sie mit ihrer Fuhre über das Viadukt und wird sogleich im Bahnhof einen kurzen Rangieraufenthalt einlegen; ein weiterer folgt in Neugersdorf, nur wenige Kilometer weiter. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 22.08.1987 Ort: Ebersbach [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Der dritte Oktober 1990 geschrieben von: 1600TL (88) am: 08.09.25, 09:33 ![]() ![]() Top 3 der Woche vom 21.09.25 |
war der erste Tag der deutschen Einheit nach der Wiedervereinigung. Natürlich denkt man sofort an die große Plandampfveranstaltung an diesem Tag im Saaletal. Neben den Dampfleistungen gab es natürlich noch Planverkehr, der oft genug unbeachtet geblieben ist. So bin ich froh, dass ich bei 119 161 den Auslöser betätigt habe. Die Lok kam an diesem Tag unterhalb der Dornburger Schlösser mit einem Güterzug nach Saalfeld daher.
Scan vom MF-Dia Zweiteinstellung mit Farbkorrektur Datum: 03.10.1990 Ort: Dornburg [info] Land: Thüringen BR: 219,229 (alle U-Boote) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 22 Punkte 8 Kommentare [»] |
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Dicker Rauch geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 25.08.25, 23:58 |
Am 11.02.1982 qualmen die Mügelner 99 1608 und 99 1542 vor ihrer heimischen Lokleitung um die Wette: Normaler Alltag: Die 99 1542 wird sogleich einen Güterzug nach Kemmlitz übernehmen.
Ein störender Mast wurde entfernt. Scan vom 6x7 Farbnegativ Zuletzt bearbeitet am 26.08.25, 13:32 Datum: 11.02.1982 Ort: Mügeln [info] Land: Sachsen BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Klein Lok mit grossen Waggons geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 16.08.25, 00:21 |
Im Rahmen des Restbetriebes von Wolkenstein bis Niederschmiedeberg verlässt die bestens gepflegte 99 1582 den schmalspurigen Güterteil des Bahnhofs Wolkenstein am 09.09.1986 mit einer stattlichen Anzahl aufgeschemelter Normalspurwaggons. Bestimmt war die Fracht für die Kühlschrankfabrik in Niederschmiedeberg, die heute ebenso von der Bildfläche verschwunden ist, wie der damals befahrene Streckenabschnitt.
Im Hintergrund am Berghang wird die Altstadt von Wolkenstein sichtbar. Scan vom 6x7 Farbnegativ Zuletzt bearbeitet am 16.08.25, 11:00 Datum: 09.09.1986 Ort: Wolkenstein [info] Land: Sachsen BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 14 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Späte Stunde geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 23.06.25, 23:00 |
Zweiter Versuch: Nachdem ab 06.04.1980 gleichzeitig in beiden deutschen Staaten die heute noch praktizierte Sommerzeit eingeführt wurde, war es auch möglich noch weit nach 20.00 h Tageslichtaufnahmen zu machen, wie hier am 11.08.1980 unterhalb von Unterwellenborn. Wir sehen die kohlegefeuerte bestens gepflegte 01 1518, die mit ihrem E 807 soeben ohne Halt den Bahnhof Unterwellenborn durchfahren hat und in wenigen Minuten Saalfeld pünktlich um 20:39 h erreichen wird.
Bildprägend im Hintergrund ist die Stahlhütte namens Maxhütte zu erkennen. Eines der ersten "Jugendobjekte" der DDR war übrigens um 1950 die mit letzterer zusammenhängende Aktion "Max braucht Wasser". Scan vom KB Dia Fuji RD 100 Datum: 11.08.1980 Ort: Unterwellenborn [info] Land: Thüringen BR: 001-019 (Schnellzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 6 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Noch planmässig nach Jöhstadt geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 22.06.25, 00:00 |
Am 16.08.1980 konnte man Jöhstadt von Wolkenstein aus noch planmässig auf der Schiene erreichen. Hier passiert die 99 1590 den blütenprächtigen Garten am Haltepunkt Schlössel mit P 14287 von Wolkenstein nach Jöhstadt. Sein Ziel wird er nach weiteren fünf Minuten Fahrt pünktlich um 11:00 h erreichen.
Scan vom KB Dia Fuji RD 100 Zuletzt bearbeitet am 22.06.25, 20:27 Datum: 16.08.1980 Ort: Schlössel [info] Land: Sachsen BR: 099 (Schmalspur kleiner 1000mm Spurweite) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 11 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Durchblick geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 20.06.25, 19:54 |
Beim obligatorischen Saalfeld-Besuch während unserer DDR-Tour zu viert (unser "Gipfeltreffen") bot sich dieser zufällige Durchblick durch de geöffneten Schiebetüren eines auf dem vorderen Gleis im Zugverband stehenden Güterwagens auf das Führerhaus der gepflegt wirkenden 44 0414. Nach der Weiterfahrt des Güterzuges entstand natürlich auch noch ein Portrait der "ganzen" 44.
Scan vom KB DiaFuji RD 100 Datum: 11.08.1980 Ort: Saalfeld [info] Land: Thüringen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven Top 3 der Woche: 7 Punkte |
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Noch reichlich Dampf geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 18.06.25, 20:14 |
Reichlich Dampf gab es im August 1980 noch in und um Saalfeld herum. Hier verlässt 44 0280 den Bahnhof Saalfeld mit einem langen Güterzug in Richtung Gera. Für die gleich anschliessende Steigung bis Unterwellenborn wird ordentlich "eingekachelt".
Auch im Bw herrscht noch Dampf vor; auf die nächsten Einsätze warten unter anderem 44 0393, 01 2114, 01 2204 und einige 01.5 . Scan vom KB Dia auf Fuji RD 100 Datum: 11.08.1980 Ort: Saalfeld [info] Land: Thüringen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Gleich geschafft geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 17.06.25, 23:08 |
Auf der Steigung von Saalfeld nach Unterwellenborn legt sich die 44 0567 am 11.08.1980 kurz vor Erreichen des Brechpunktes im Bahnhof Unterwellenborn nochmal richtig ins Zeug. Auffallend ist auch der ausserordentlich gute Pflegezustand der 44. Ein leichter rotbrauner Ton in der Landschaft stammt von den Schornsteinen der nahegelegenen Maxhütte.
Scan vom 6x6 Farbnegativ Datum: 11.08.1980 Ort: Unterwellenborn [info] Land: Thüringen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 12 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Halle - Hettstetter geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 10.06.25, 21:00 |
Im August 1979 konnten wir auf Vermittlung meines Hobbykollegen aus dem Bezirk Suhl erstmals in Halle/Saale bei seinen Schwiegereltern in spe übernachten, um die Anfahrt in den Harz zu verkürzen. Bevor wir morgens in den Harz aufbrachen, wollte mein Freund mir noch den Lokschuppen der ehemaligen Halle-Hettstetter Eisenbahn (HHE) im Hallenser Industriegebiet zeigen. Neben der namensgebenden Normalspurstrecke betrieb die HHE auch eine meterspurige Güterbahn zur Bedienung der zahlreichen zum Teil mit sehr engen Radien ausgeführten Anschlussgleise im Stadtgebiet von Halle. Die Bedienung erfolgte ausschließlich mit Normalspurwagen auf Rollböcken.
Als wir nach einigen Irrfahrten den Lokschuppen gefunden hatten, standen wir in der morgendlichen Stille vor geschlossenen Toren. Als wir schon die Fotosachen einpackten, näherte sich ein bemützter Mann, schloss ein Tor auf und fuhr die 199 004 vor das Tor um irgenwelche Wartungsarbeiten an der Lok vorzunehmen. Die langen Kuppelstangen waren für diese Bahn typisch, da die aufgebockten Waggons ohne Pufferwagen gekuppelt wurden. Leider nahmen wir uns keine Zeit für weitere Aufnahmen mit dem Rollbockzug, sondern brachen zur GHE auf. Datum: 03.08.1979 Ort: Halle an der Saale [info] Land: Sachsen-Anhalt BR: 399 (alle deutschen Schmalspur-Kleinloks) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 7 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Bei Tauwetter durchs Steinachtal geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 09.06.25, 20:51 |
Bei leichtem Tauwetter arbeitet sich die 95 0004 am 03.03.1980 mit P 18004 von Sonneberg nach Saalfeld das Steinachtal in Richtung Lauscha bergan. Während Sonneberg Hbf auf 386 m über NN liegt, sind es in Lauscha bereits 610 m über NN, der höchste Punkt der Strecke wird aber erst in km 48,2 ab Sonneberg in Ernstthal (am Rennsteig) mit 769 m über NN erreicht.
Bereits im Sommerfahrplan 1980 wurden die BR 95 des Bw Probstzella auf der Strecke von Sonneberg nach Saalfeld weitgehend von neu angelieferten Dieselloks der BR 119 aus rumänischer Produktion abgelöst, während der Streckenast nach Eisfeld noch gelegentlich bis Anfang 1981 der BR 95, Einsatzstelle Sonneberg, verblieb. Scan vom 6x6 Farbnegativ Datum: 03.03.1980 Ort: Blechhammer [info] Land: Sachsen BR: 060-098 (Tenderlokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 12 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Hf 2 Einfahrt Lauscha geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 08.06.25, 10:57 |
Einfahrt in abzweigendes Gleis für 95 0044 mit P 18004 nach Ernstthal. Wegen Bauarbeiten am Lichter Viadukt war die Strecke ab Ernstthal gesperrt, hinter der Lok zwei Dienstschotterwagen für die Baustelle. Die abzweigende Einfahrt wurde bei der DDR Reichsbahn als Hf (meines Wissens für Hauptformsignal) 2 bezeichnet. Hier ist das Einfahrsignal preußischer Länderbahnbauart neben der preußischen T 20 alias BR 95 bemerkenswert.
Scan vom KB sw-Negativ Datum: 04.08.1979 Ort: Lauscha [info] Land: Thüringen BR: 060-098 (Tenderlokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 10 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Ende März bei Markersbach geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 07.06.25, 23:03 |
Als 50 3670 am 22.03.1986 mit dem bekannten "Containerzug" von Aue nach Annaberg-Buchholz das Markersbacher Viadukt überquert, liegt noch etwas Schnee im Erzgebirge. Dem Gesamtbild kommt zugute, dass der Zug überwiegend aus geschlossenen Güterwagen besteht.
Die Zwickauer 50 3670 zeigt sich allerdings "betriebsgerecht verschmutzt". Zweiter Versuch da beim ersten versehentlich die falsche Vorlage geladen wurde, was ich aber nicht mehr rückgängigmachen konnte. Scan vom 6x7 Farbnegativ Datum: 22.03.1986 Ort: Markersbach [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 7 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Mit dem Sandzug über die Mulde geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 21.05.25, 00:23 |
Am 06.10.1987 lud herbstliches Sonnenwetter zum fotografieren der noch dampfbespannten Sandzüge im Muldental ein. Hier überquert die bestens herausgeputzte 50 3576 der Einsatzstelle Rochlitz des Bw Glauchau die Muldenbrücke unterhalb des Rochlitzer Schlosses. Das Bild wurde vom Schloßhof aus aufgenommen.
Schon mit Fahrplanwechsel zum Sommerfahrplan 1988 war der Dampfbetrieb im Muldental Geschichte. Scan vom 6x7 Farbnegativ Datum: 06.10.1987 Ort: Rochlitz [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 12 Punkte 5 Kommentare [»] |
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Weisse Pracht geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 16.05.25, 00:27 |
Bei eiskaltem aber sonnigen Winterwetter verlässt die Glauchauer 50 3519 den Bahnhof Lichtenstein an der Nebenstrecke von St. Egidien nach Oelsnitz mit ihrem Nahgüterzug. Um einen Zylinderschaden zu vermeiden, sind die Zylinderentwässerungshähne weit geöffnet, wodurch die Szene von weissem Dampf bestimmt wird. Auch der Rauhreif in den Bäumen trägt zur Winterstimmung bei.
Scan vom 6x7 Farbnegativ Datum: 03.01.1987 Ort: Lichtenstein [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 10 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Mit 52 8064 in den Frühlingstag geschrieben von: Michael Haschek (41) am: 15.05.25, 00:34 |
Am 25.03.1986 war der Nahgüterzug mit der farblich und auch sonst herausgeputzten 52 8064 des Bw Bautzen bespannt. Zur gepflegten Lok passt auch das sonnige Frühjahrswetter. Die Aufnahme entstand einige hundert meter hinter dem Bautzener Spreeviadukt.
Scan vom 6x7 Farbnegativ Datum: 25.03.1986 Ort: Bautzen [info] Land: Sachsen BR: 040-059 (Güterzug-Dampflokomotiven) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 9 Punkte 1 Kommentar [»] |
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