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Die Anschlussbude Monumentenbrücke
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 18.02.26, 17:37
Bleiben wir noch einen Moment im Berlin der 80er Jahre. Wir stehen auf der Brücke der Kolonnenstraße in Berlin-Schöneberg und blicken einem Stadtbahner hinterher, welcher auf der S 2 Richtung Frohnau unterwegs ist und als nächstes den S-Bahnhof Yorckstraße erreichen wird. Zahllose Gleise liegen hier nebeneinander, und früher führte die Trasse zum Anhalter Bahnhof. In den 80er Jahren waren außer der beiden S-Bahngleise nur noch ein Anschlussgleis im linken Vordergrund befahren, ferner der Abzweig zum Postbahnhof und zur Monumentenhalle. Wir erkennen das Stellwerk Abm, dessen offizielle Bezeichnung "Anhalter Bahnhof Mitte" lautete. Gern wurde etwas salopp auch die Bezeichnung "Anschlussbude Monumentenbrücke" verwendet. Das Stellwerk wurde 1899 errichtet, wurde aber im Zuge der umfangreichen Erneuerungen der Gleisanlagen zum Nord-Süd-Tunnel im Jahr 2002 außer Betrieb genommen und abgerissen. Kurios ist die Sicherung des Anschlussgleises durch ein Sv-Signal der S-Bahn.

Der Vergleich mit einer Aufnahme aus dem Jahr 2018, nur wenige Meter weiter: [www.drehscheibe-online.de].

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 23.05.1987 Ort: Berlin Kolonnenbrücke [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte
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Im Humboldthain
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 01.02.26, 11:33
Der Humboldthain. Ein Volkspark in Berlin-Gesundbrunnen, im Bezirk Wedding. Ein geschichtsträchtiger Ort, über den kürzlich an dieser Stelle [www.drehscheibe-online.de] berichtet wurde. Die S-Bahn umrundet an seiner Nordwestseite den Park, und wir stehen auf der Brücke der Grenzstraße unweit des gleichnamigen S-Bahnhofes und beobachten im Herbst 1988 einen ausfahrenden Stadtbahner auf der S 1, welcher demnächst in den Nord-Süd-Tunnel einfahren wird. Auf diesem Bild haben wir die Brücke der Grenzstraße im Hintergrund: [www.drehscheibe-online.de]
Wir sehen die Gleise der S-Bahn und rechts daneben noch die Trasse zum Stettiner Bahnhof. Früher tobte auf der Trasse das Leben, mit Urlauberzügen Richtung Ostseeküste, deren Weg im Stettiner Bahnhof begann. Im Herbst 1988 erkennen wir man gerade noch ein Gleis, welches sogar eine Stromschiene besaß, für die Anbindung eines Werkes der S-Bahn auf dem Gelände des früheren Stettiner Bahnhofs, später in Nordbahnhof umbenannt - nur, damit kein falscher Eindruck gegenüber den Folgen des 2. Weltkrieges aufkommt...

Die gleiche Szene 20 Jahre später. Die Natur erobert, wo sie kann. [www.drehscheibe-online.de]

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 22.10.1988 Ort: Berlin Humboldthain [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Morgens in Gesundbrunnen
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 31.01.26, 13:09
Machen wir weiter mit ein bissel Berlin-Geschichte..;-)

Bereits einige Bilder sind aus Berlin-Gesundbrunnen in die Galerie gelangt. Aktuelle wie historische. Jetzt ein einzelnes Bild zu verlinken wäre den übrigen Bildern nicht gerecht. Daher empfehle ich dem geneigten und interessiertem Berlin-Besucher die Lektüre sämtlicher Bildtexte.

Wir schreiben den 16.06.88. Ein früher Juni-Morgen, welcher in erster Linie dem Franzosenzug diente, welcher hier 3 x pro Woche morgens gegen 7 Uhr aufzukreuzen pflegte. Als Beifang entstand an jenem Morgen die Aufnahme einer S 2 nach Frohnau, wie sie soeben den Bahnhof Gesundbrunnen verlässt. Wir sehen links daneben die beiden weiteren Bahnsteige: in der Mitte, fast vollständig von der Natur zurückerobert, der Bahnsteig für die Vorort-und Fernzüge, welche vom Stettiner Bahnhof kommend, ihren Weg in Richtung Ostseebäder eingeschlagen haben. Links daneben der ehemalige Ringbahnsteig. Was muss hier früher los gewesen sein...? Genau: das, was in etwa heute los ist, wenn man auf der Swinemünder Brücke steht und sich den Verkehr anschaut. Im Juni 1988 kam alle zehn Minuten eine S-Bahn - und sonst nur der Franzosenzug sowie der überschaubare Güterverkehr nach Schönholz und Tegel - auf einem einzigen Gleis.

Was sehen wir noch? Links im Hintergrund erkennen wir ein metallenes Denkmal auf einem Hügel. Hierhinter verbirgt sich der Humboldthain, benannt nach dem großen Naturforscher Alexander von Humboldt.
Das Denkmal wurde zur Erinnerung an die deutsche Einheit aufgestellt und zeigt zwei getrennte Hälften, welche von einem Ring zusammengehalten werden und somit die Symbolik der Teilung Deutschlands darstellen. Aber worauf steht das Denkmal? Nun, spulen wir die Zeit in den zweiten Weltkrieg zurück. Hier entstand Anfang der 40er Jahre ein hoher Flakturm sowie daneben ein Leitturm zur Verteidigung der Stadt gegen Luftangriffe der Alliierten. Innerhalb des Turms existiert eine siebenetagige Bunkeranlage, welche heutzutage besichtigt werden kann. Der Hügel um die Türme herum entstand erst nach dem 2. Weltkrieg als Trümmerberg, und die Bunker wurden nach dem Krieg nie gesprengt. Und jetzt kommt wieder die Eisenbahn ins Spiel: Gesundbrunnen war damals in der französischen Besatzungszone, und die Franzosen wollten vermeiden, dass durch die Sprengung die unmittelbar darunter liegenden Gleise der Reichsbahn beeinträchtigt werden, sprich: man wollte die russische Besatzungsmacht nicht unnötig provozieren. Wir verdanken somit mitten in der Stadt dieses sehenswerte Denkmal deutscher Geschichte, und ich kann nur jedem Berlin-Besucher empfehlen, den etwas mühsamen Anstieg über diverse Treppen hoch zum Bunkerplateau auf sich zu nehmen. Allein der Blick auf die Stadt entschädigt!

Scan vom Fuji-Kleinbilddia. Einige wirklich unästhetische Baukräne wurden digital zu Fall gebracht.

Datum: 16.06.1988 Ort: Berlin Gesundbrunnen [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Berlin Wollankstraße
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 29.01.26, 16:52
Berlin, Bahnhof Wollankstraße, im April 1988. Die ersten Sonnenstrahlen laden zu einer Radtour ein. Es geht quer durch die Innenstadt, hoch Richtung Wedding. Hier und da entstehen ein paar Fotos entlang der Stadtbahn und der Nord-Süd-Strecke. Die Wollankstraße endet jäh an der S-Bahn-Trasse, es geht nicht weiter. Hinter der Trasse liegt Berlin-Pankow, ganz nah dran und doch so weit weg. Man glaubt, das Quietschen der Räder der Reko-Straßenbahnen zu hören, welche "drüben" ihre Kreise ziehen.
Die Trasse der S-Bahn liegt hier erhöht an der Nordbahn, und sie war ein politisches Kuriosum: der Bahnhof lag bereits auf Ost-Berliner Gebiet, hatte jedoch nur einen einzigen Zugang von Berlin (West). Reisende wurden auf diese Situation hingewiesen. Unmittelbar hinter dem Bahnhof lag der Grenzstreifen. Ein weiteres Kuriosum bestand darin, dass der Bahnhof auch nach Übernahme der West-Berliner S-Bahn durch die BVG zur Reichsbahndirektion Berlin gehörte; die Personale in Reichsbahnuniform kamen bis zur Wiedervereinigung aus Ost-Berlin.
Wir beobachten einen einfahrenden Stadtbahner der BVG. Auch die parkenden Autos sind heutzutage einen Blick wert.

Die Wollankstraße heute: wie selbstverständlich fährt man unter der S-Bahn-Trasse vom Wedding nach Pankow. Kaum einer erinnert sich hier an die kuriose Situation vor der Wende.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 17.04.1988 Ort: Berlin Wedding [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Mitten auf der Dresdener Bahn
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 26.01.26, 11:18
Machen wir eine Zeitreise in die 80er Jahre des alten "West-Berlins". Die S-Bahn war in der Hand der BVG, und man hatte seine drei Linien. Es gab zu jener Zeit bei den Triebwagen nur eine Bauform, den "Stadtbahner" der Baureihe 275. Entweder kam er einem in ocker/rot entgegen oder in dem etwas gelberen BVG-Senfton.
Hier mal eine Aufnahme der S 2 von Frohnau nach Lichtenrade, welche -wohnortbedingt- fotografisch etwas seltener besucht wurde als die Wannsee- oder Stadtbahn. Aber am 07.02.86, vor fast genau 40 Jahren, gab es mal einen Fotostop in Berlin-Mariendorf, unweit des ehemaligen Gaswerkes, von welchem wir im Hintergrund einen der wuchtigen Gasspeicher erkennen. Wir befinden uns auf einem schmalen Fußweg zu einer Laubenkolonie und blicken einem Stadtbahner auf seinem Weg nach Frohnau hinterher.

Jahrzehnte später: genau dort, wo wir standen, donnert jetzt der Fernverkehr nach Dresden oder der Airport-Express zum Flughafen Berlin-Brandenburg durch. Die Dresdener Bahn ist seit kurzem wieder eröffnet, und die Züge sieht man hinter den meterhohen Schallschutzwänden nicht. Die Laubenpieper gibt es nicht mehr, ebenso wenig das Gaswerk Mariendorf geschweige den Stadtbahner. Wir erkennen auf dem Bild im Hintergrund einen Anschluss zu einem Tanklager - und dieser Anschluss war Thema jener Aufnahmen, auf welchen die Bauarbeiten auf der Dresdener Bahn gerade im Gange waren: [www.drehscheibe-online.de], [www.drehscheibe-online.de].

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia



Datum: 07.02.1986 Ort: Berlin Mariendorf [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Berliner Unterwelten
geschrieben von: Martin Brosow (81) am: 29.08.25, 10:42
Fahrzeug- und Fahrgastfluss. Das sich ewig alle paar Minuten wiederholende Spiel im U-Bahnhaltepunkt Bernauer Straße in Berlin.

Datum: 22.08.2025 Ort: Bernauer Straße [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 10 Punkte

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Ein kurzes Innehalten am Rosinenbomber
geschrieben von: Der Rollbahner (338) am: 08.05.25, 15:00
Seit dem 8.Mai 1999 hängt die Douglas C-47 Skytrain am Gebäude des Deutschen Technikmuseums in Berlin-Kreuzberg. Das markante Wahrzeichen soll an die Versorgung der Westsektoren per Luftbrücke während der Berlin-Blockade 1948/49 erinnern.

Ziemlich passend dazu verläuft die nahe U-Bahntrasse hier in Hochlage und sollte aufmerksamen Fahrgästen eine gute Aussicht auf den Rosinenbomber bieten. Fast scheint es so, als würde der Zug in Richtung Warschauer Str. gerade aus einem BVG-Bürogebäude herausfahren. Tatsächlich wird die Bahn aber in wenigen Sekunden den Landwehrkanal überquert haben, während der momentan für einen Augenblick ruhende Straßenverkehr dann wieder Stoßstange an Stoßstange das Tempelhofer Ufer füllen dürfte.

Datum: 01.04.2012 Ort: Berlin-Kreuzberg [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Das höchst seltene Wunschmotiv
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 30.03.25, 15:02
Am 22.03.2025 veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn (AGU) eine einzigartige Sonderfahrt mit dem historischen AI-Dreiwagenzug im Stil der 1930er Jahre vom Klein- ins Großprofil. Ausgangspunkt der Fahrt war der U-Bahnhof Olympia-Stadion, in dessen historischem Stillwerk sich das Berliner U-Bahnmuseum befindet.
Ab dem heutigen U-Bahnhof Mohrenstraße ging es auf den Spuren früherer Überführungsfahrten durch den „Klostertunnel“ – inklusive Stromabnehmer-Umbau – zur Betriebswerkstatt Friedrichsfelde (Großprofil). Der „Klostertunnel“ wurde zum 50jährigen Jubiläum der Berliner U-Bahn im Jahr 1952 eröffnet und ermöglichte die Gleisverbindung der auf Ost-Berliner Gebiet liegenden Strecken A (U-Bahnhof Kosterstraße / Kleinprofil) und E (Kehranlange Alexanderplatz / Großprofil). Nach dem Mauerbau wurde er intensiv genutzt, um Kleinprofilwagen zur einzigen U-Bahn-Betriebswerkstatt in Friedrichsfelde bzw. von dort zurück ins Kleinprofil zu bringen.
Die öffentliche Sonderfahrt endete in der Betriebswerkstatt Friedrichsfelde, anschließend fuhr der Zug die gesamte Strecke als geschlossene Sonderfahrt zurück. Nach diesem höchst seltenen Ausflug ins Großprofilnetz nahm der historische AI wieder seine Abstellposition in der Betriebswerkstatt Grunewald ein.

Seit etlichen Jahren hatte ich das bekannte Motiv am Gleisdreieck mit dem markanten ex-Reichsbahn-Gebäude (Flügelrad) und dem 30er Jahre AI im Kopf. Doch der historische Zug fährt nur alle Jubeljahre an dieser Stelle vorbei - und wenn dann war in den vergangenen Jahren nicht solch ein Traumwetter sowie der passende Sonnenstand. Auf der Rückfahrt des Zuges gelang dieses Foto nun endlich!

Datum: 22.03.2025 Ort: Berlin Gleisdreieck [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Feierabend
geschrieben von: Rainer.Patzig (128) am: 19.03.25, 09:11
Obwohl es noch nicht einmal 17:00 ist, setzen die ersten Züge U1 / U3 an der Warschauer Straße aus. Dazu kommen sie auf dem eher weniger genutzten Außenbahnsteig an und werden über eine Sägefahrt in die Halle zur "Nachtruhe" und oftmals auch kleinen Wartung bugsiert. Sonst sind, zumindestens im Winter, die Tore zu.

Der hier zu sehende Zug ist ein HK 06, gebaut 2006 von Bombardier. Er zählt zu den moderneren Baureihen im Kleinprofil. Ansonsten kann man auf der U1 / U3 so ziemlich alles antreffen, was an Kleinprofilzügen der BVG fahrfähig ist. Der Verkehrsbetrieb hat Fahrzeugmangel und fährt, was er hat.

Datum: 08.01.2024 Ort: Warschauer Straße [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Glühlampen und Holzklasse
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 16.12.24, 17:04
Naa, wer möchte da nicht sofort einsteigen und eine Zeitreise starten..? ;-)

Bei der Übernahme der Betriebsrechte der S-Bahn durch die BVG standen 114 betriebsfähige Viertelzüge für das Netz in Berlin (West) zur Verfügung. Davon wiesen 29 Viertel eine Glühlampenbeleuchtung auf; der Rest besaß Leuchtstoffröhren.

Wir nehmen Platz auf den Holzsitzen, welche gar nicht mal so unbequem waren, und genießen das sonore Singen der Fahrmotoren sowie das Geräusch der Bremsanlage, wenn der Zug im Bahnhof zum Stehen kommt -ein Geräusch, als ob jemand pfeifend ausatmet. Man lauscht der kaum verständlichen Abfertigung über Funk und schaut bei der Fahrt auf Hinterhöfe, Fassaden, Industriegebiete - oder genießt den Grunewald bei der endlosen Fahrt entlang der Avus von Nikolassee zum gleichnamigen Bahnhof.
Man rauscht über die Stadtbahn, vorbei an geschichtsträchtigen Bauten. Die Halle vom Bahnhof Zoo. Die Siegessäule, die "schwangere Auster", der Reichstag. Friedrichstraße, dann der Dom, das Rote Rathaus, der Alex. Dann die Passage entlang der Spree, bis wir in die imposanten Hallen des Ostbahnhofes einrollen. Die Fenster in den "Stadtbahnern" konnten geöffnet werden. "Nicht hinauslehnen" stand in vier Sprachen auf einem kleinen Schild auf dem Fensterbrett.

So war er, der Stadtbahner in Berlin. Vom Politikum in Berlin (West) zum Kultobjekt...

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia



Datum: 1987 Ort: Berlin [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Westkreuz
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 15.12.24, 10:34
So, wie es in Berlin ein Ostkreuz gibt -über welches bereits ein eigenes Buch verfasst wurde- , gibt es das Nordkreuz im Bereich der Bösebrücke / Behmstraße, es gibt den S- und Fernbahnhof Südkreuz - und den Kreuzungsbahnhof Westkreuz.
Ist so ähnlich wie bei Monopoly, nur dass es hier Kreuze und keine Bahnhöfe gibt...;-) Rücken wir also zum Westkreuz vor - aber nicht über Los...! :-)

Am S-Bahnhof Westkreuz trifft die Ringbahn auf die Stadtbahn, und bereits einige sehenswerte Aufnahmen von diesem Bahnhof sind in der Galerie enthalten. Nehmen wir also dieses Bild volley [www.drehscheibe-online.de] und kurbeln die Zeit in die guten alten Achtziger zurück. Man lebte in Berlin (West) und nicht in Westberlin (!). Birne war Kanzler, "Ebse" Diepgen war Regierender, und hinter der Mauer war "drüben".

Die S-Bahn fuhr bereits unter BVG-Regie, und bis auf einen Wannseebahn-Beiwagen waren auf dem Westnetz nur "Stadtbahner" unterwegs. Und von denen gab es noch 20 nicht modernisierte Viertel, die bereits erwähnten "Passviertel". Züge ohne Sifa, aber mit Steuerleitung, d.h. sie konnten nur zwischen den bereits modernisierten Vierteln "eingepasst" werden, daher der Name. Sie bestachen durch ihre Oberwagenlaternen und besaßen nur einen Frontscheinwerfer - und waren für unsere Generation so etwas wie die "Ur-S-Bahn".
Im Frühjahr 1987 wurde in Berlin die 750jahr-Feier begangen, hüben wie drüben. Aus diesem Anlass fand am 26.04.1987 auf dem Kurfürstendamm ein vielbeachteter Auto- und Buskorso statt, und auf der Stadtbahn war ein "Hörnerzug" zwischen den Bahnhöfen Zoologischer Garten und Grunewald unterwegs. Natürlich war da die hiesige Fangemeinde aus dem Häuschen, und jedes Treppenhaus, jedes Dach, jede Brücke musste für ein Foto dieser herrlichen Fuhre herhalten. Sic: [www.drehscheibe-online.de]

Wir stehen hier auf der Brücke der Halenseestraße und blicken auf den Bahnhof Westkreuz. Der Dreiviertelzug, bestehend aus den Vierteln 275 753, 737 und 625, rollt soeben von Grunewald kommend in den Bahnhof ein. Über die dustere Brücke rumpelte seinerzeit der Güterverkehr von Ruhleben oder "HuL" Richtung Grunewald oder Neukölln, und wir erkennen noch das Stellwerk "Wk", mit einer Höhe von 20 Metern über den Stadtbahngleisen der höchste Stellwerksturm Berlins. Wegen Problemen mit dem Untergrund neigte sich das Gebäude im Laufe der Zeit nach vorne und musste im Jahr 1993 abgerissen werden. Die Neigung ist hier im Vergleich zu dem danebenstehenden Gebäude erkennbar. Der Ersatz der Brücke der Gütergleise erfolgte im Jahr 2004. So, bissel Stadtgeschichte...;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 26.04.1987 Ort: Berlin Westkreuz [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Entlang der Wannseebahn
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 14.12.24, 10:28
Bleiben wir noch einen Moment auf der Wannseebahn - deren Vorstadtcharakter hier ganz gut sichtbar wird. Links und rechts hinter den Bäumen befinden sich zwei ausgedehnte Wohngebiete, welche über eine Fußgängerbrücke miteinander verbunden sind. Von dieser Brücke hat man einen Blick auf die Trassen der Wannseebahn und der parallelen Stammbahn, welche früher von Potsdam schnurgeradeaus über Dreilinden und Düppel-Kleinmachnow Richtung Zehlendorf verlief und dann parallel zur Wannseebahn bis zum Potsdamer Bahnhof in Berlin geführt wurde. Das Gleis der Stammbahn wurde zum Aufnahmezeitpunkt für den Militär- und Güterverkehr nach Lichterfelde West genutzt, und wir sehen hier das Einfahrsignal für diesen Bahnhof. Das verkrautete Vorsignal dürfte sich schon lange nicht mehr bewegt haben, denn hinter dem Bahnhof fand Richtung Steglitz so gut wie kein Verkehr mehr statt. Aber in Lichterfelde West war der Verkehr nicht unerheblich und forderte werktags immer einen Goldbroiler als Rangierlok sowie einen weiteren für die Bedienung diverser Anschließer am Ende der Goerzbahn in Zehlendorf Süd.

Auf der parallelen Wannseebahn ist ein "Stadtbahner" auf der S 1 unterwegs und hat soeben den im Hintergrund erkennbaren S-Bahnhof Sundgauer Straße verlassen - welcher ebenfalls die Brademannsche Handschrift zeigt, welche wir schon von verschiedenen Stellwerken kennen gelernt haben.

Man beachte auch die Propangasflaschen für die Beleuchtung des Hauptsignals. Relikte vergangener Zeiten...

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 13.05.1988 Ort: Berlin Sundgauer Straße [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Neulich, am S-Bahnhof Feuerbachstraße
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 11.12.24, 13:13
Wie bereits mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] berichtet, stand das letzte Septemberwochenende des Jahres 1988 ganz im Zeichen des 150jährigen Jubiläums der Bahnstrecke von Berlin nach Potsdam. Zu diesem Anlass waren auf der S 1 von Berlin-Wannsee zum Anhalter Bahnhof sowohl die beiden Prototypen der Baureihe 480 als auch ein „Hörnerzug“ der Baureihe 275 unterwegs. Diese Züge wurden mangels Zugbahnfunk hin und wieder als „Passviertel“ zur Verstärkung in der Zugmitte eingesetzt und bestachen durch ihr historisches Outfit mit nur einer Stirnlampe und den herrlichen Oberwagenlaternen. Furore brachte die (Wieder-)Eröffnung der Wannseebahn im Jahr 1985, als derartige Züge monatelang als Halbzug im Fahrgastbetrieb verkehrten und auf den S-Bahnhöfen „manuell“ (mit Kelle !) abgefertigt werden mussten.

Heute finden sich noch wenige Exemplare dieser Bauart im Besitz des Vereins „Historische S-Bahn e.V.“, aber am letzten Septemberwochenende ´88 sorgte dieser Halbzug für Aufsehen, welcher auf der S 1 lief und somit von der lokalen Fangemeinde akribisch verfolgt wurde.

Hier sehen wir diesen Zug, wie er soeben am S-Bahnhof Feuerbachstraße einen kurzen Halt eingelegt hat, um seinen Weg Richtung Anhalter Bahnhof fortzusetzen. Ein Zug, welcher uns am 24. und 25.09.88 den ganzen Tag beschäftigt hat.

Den S-Bahnhof Feuerbachstraße haben wir hier [www.drehscheibe-online.de] schon gesehen. Als Vergleich ein Zug der Reihe 275 in der damals aktuellen Version, noch in der rot-ockerfarbigen Version anstelle des „Sandgelbs“ der BVG.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 25.09.1988 Ort: Berlin Feuerbachstraße [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 5 Punkte
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Brandschutzmauern
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 10.12.24, 17:22
Brandschutzmauern. Mietskasernen. Ein Formsignal zeigt Halt auf einem Gleis, über welches seit Jahren kein Zug mehr gefahren ist. Brücken erinnern an die Gleise, die hier einst mal lagen und zum Anhalter und Potsdamer Bahnhof geführt haben. Die Natur holt sich ihr Terrain wieder zurück und lässt nur Platz für die beiden S-Bahn-Gleise der Wannseebahn.

September 1988. Wir stehen auf dem verlassenen oberen Bahnsteig des S-Bahnhofes Berlin-Schöneberg, am Ende einer großen Bahnsteighalle entlang der damals noch brach liegenden Ringbahn. Niemand außer Eisenbahnfreunden oder Obdachlosen traute sich hierher in diese einsame Welt inmitten der Hauptstadt. Einer Welt für sich...

Unten, auf dem Wannseebahnsteig des Kreuzungsbahnhofes Schöneberg, rollt ein Zug der Baureihe 275 ein. Nach kurzem Halt geht die Reise Richtung Anhalter Bahnhof weiter, das typische Singen der Fahrmotoren hallt an den kahlen Wänden wider.

Anhalter Bahnhof. Ein Name voller Ehrfurcht, Respekt und Sehnsucht. Stolze Schnellzüge begannen und endeten dort. Der Henschel-Wegmann-Zug zum Beispiel. Heute erinnert nur noch die Ruine des Portikus an längst vergangene Zeiten, als man von hier noch ins "Anhaltinische" fuhr, oder nach Dresden.
Anhalter Bahnhof, unten. Der Endpunkt unseres 275 auf der S 1...

Die Wende kam erst ein gutes Jahr später, und wie besoffen grölte jeder das Wort "Wahnsinn"...!

Berlin, wie haste dir verändert...

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia



Datum: 24.09.1988 Ort: Berlin Schöneberg [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte
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Stammbahn
geschrieben von: Philosoph (812) am: 21.06.24, 07:14
Am 18. Februar 1902 wurde die erste Teilstrecke der Stammbahn (Stralauer Tor – Potsdamer Platz - Knie) der Berliner Hoch- und Untergrundbahn offiziell eröffnet. Vom Bahnsteig der Haltestelle Möckernbrücke hat man einen schönen Blick auf das älteste Teilstück der Stammstrecke sowie den Landwehrkanal. Im Hintergrund die Heilig-Kreuz-Kirche Berlin-Kreuzberg.

Datum: 14.05.2024 Ort: Berlin [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Berliner Sternenhimmel
geschrieben von: bahn2001 (171) am: 02.06.24, 22:16
Die Haltestelle Museumsinsel der U-Bahn Linie 5 ist mit einem Sternenhimmel ausgestattet. Dessen Gestaltung mit 6662 Lichtpunkten ist dem Bühnenbild der Oper "Die Zauberflöte" nachempfunden. Alle Lichter gemeinsam auf ein Foto zu bringen, ist schwierig ;-) Ein Teil davon ist aber während der Einfahrt des U-Bahn-Zuges Nr. 2534 zu erkennen. Es handelt sich um einen Wagen des Typ F74 aus den 1970er Jahren.

Datum: 31.05.2024 Ort: Berlin Museumsinsel [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Frühlingsabend an der Spree
geschrieben von: Philosoph (812) am: 02.06.24, 11:42
Normalerweise verbietet es sich ja, ein fast identisches Motiv im Abstand von einem Jahr erneut in der Galerie vorzuschlagen. Im nachinnein war ich aber mit diesem Bild

[www.drehscheibe-online.de]

auch aufgrund der berechtigten Hinweise nicht so glücklich. Daher ein erneuter Versuch bei deutlich besserem Licht und einem geänderten Bildaufbau. Der Musiker war diesmal zwar optisch nicht so attraktiv, wusste aber mit Metallica, Nirvana, U2 und Co. musikalisch mehr zu überzeugen. Die Hoffnung, dass der Baukran rechts nicht mehr steht, erfüllte sich natürlich nicht, gehört zu Berlin aber irgendwie dazu.





Datum: 14.05.2024 Ort: Berlin Oberbaumbrücke [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Stammstrecke
geschrieben von: Philosoph (812) am: 22.05.24, 20:33
Am 18. Februar 1902 wurde die erste Teilstrecke der Stammbahn (Stralauer Tor – Potsdamer Platz - Knie) der Berliner Hoch- und Untergrundbahn offiziell eröffnet. Triebwagen Nr. 532 in Richtung Krumme Lanke befindet sich in der Kurve vor der Haltestelle Schlesisches Tor somit auf dem ältesten Teilstück der Stammbahn. Die linke Hausfassade mit Baujahr 1895 ist tatsächlich noch einige wenige Jahre älter.

PS: Ein Kranausleger rechts wurde elektronisch abgebaut.

Datum: 14.05.2024 Ort: Berlin Schlesisches Tor [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte
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Ab in den Tunnel
geschrieben von: Rainer.Patzig (128) am: 29.02.24, 09:50
Der Zug der U2 hat gerade den oberirdischen Teil der Station Nollendorfplatz verlassen und wird gleich den Tunnelbahnhof Wittenbergplatz erreichen.

Der Doppeltriebwagen 564/565 der Reihe A3L 92.2 wurde 1994 von ABB gebaut. Er gehört zu der ersten Serie mit Drehstromtechnik für das Kleinprofil der BVG. Insgesamt wurden 51 DTW A3L 92 gebaut.

Datum: 11.08.2023 Ort: Berlin [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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U-Bahnzeit am Gleisdreieck
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 22.11.23, 20:35
Eine Minute vor 4 Uhr nachmittags bahnt sich ein Kleinprofilzug der Reihe A3L92 seinen Weg in Richtung Gleisdreieck. Das Ziel ist Kurfürstendamm Ecke Uhlandstraße, welches der Zug nicht mehr im schönsten Herbstlicht sondern in der Finsternis des Tunnels erreichen wird.

Datum: 04.11.2023 Ort: Berlin Gleisdreieck [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 21 Punkte

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Frühlingsmorgen an der Spree
geschrieben von: Philosoph (812) am: 03.11.23, 12:25
Einen der ersten warmen Frühlingstage in Berlin nutzte ich am 15.05.2023 für einen Besuch an der Oberbaumbrücke. Am frühen Morgen lässt sich dir Brücke von der Ostseite aus den verschiedensten Blickwinkeln umsetzen. Am besten gefällt mir die Brücke dabei im warmen Morgenlicht und aus der Nahdistanz. Der Schiffsverkehr ist hier leider äusserst gering.

Datum: 15.05.2023 Ort: Berlin Oberbaumbrücke [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 7 Punkte

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Abends an der kurzen Strecke
geschrieben von: zugumlaufstrecke (11) am: 13.09.23, 18:19
Am Abend 19.08.2023 war ich mit dem Stativ und der Kamera in Berlin unterwegs, um ein paar Langzeitbelichtungen aufzunehmen.

Unter anderem war ich an der südlichen Endstation der U4, welche die kürzeste U-Bahn Linie Berlin's ist. Am Innsbrucker Platz steht dabei der Wagen 503 der BVG zur Abfahrt zum Nollendorfplatz bereit. Nach 2,9 Kilometern Strecke und 6 Minuten Fahrt erreicht der Triebwagen der Baureihe A3E sein Ziel.

Zuletzt bearbeitet am 14.09.23, 20:36

Datum: 19.08.2023 Ort: U Innsbrucker Platz [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Wieder ein Stück mehr Straßenbahn in West-Berlin!
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 10.09.23, 13:26
Am 09.09.2023 um kurz nach 12 Uhr war es soweit: die verlängerte M10 bis zum U-Bahnhof Turmstraße ging in Betrieb. Hat ja nur knapp 10 Jahre gedauert, seit die Strecke zum Hauptbahnhof in Betrieb ging...Aber egal! Trotz aller politischen Wirrungen und gesellschaftlichen Schwierigkeiten in Berlin kehrte die Elektrische nach gut 60 Jahren wieder auf die Turmstraße zurück. Entlang der Strecke gibt es einige interessante Motive, wie die JVA Moabit und das dazugehörige Kriminalgericht, dessen Türme man im Hintergrund sieht. Den Auftakt mache ich mit der Ecke Turmstraße/Stromstraße am noch recht neuen "Schultheiss-Quartier", einem Einkaufszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Schultheiss-Brauerei. Hier mit dem langen Flexity-Zweirichter 9009 vom Hauptbahnhof kommend.

Datum: 09.09.2023 Ort: Berlin Turmstraße [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Molecule Man
geschrieben von: Philosoph (812) am: 04.08.23, 07:40
Der Molecule Man ist ein Berliner Monumentalkunstwerk, das im Mai 1999 von dem amerikanischen Bildhauer Jonathan Borofsky geschaffen wurde. Es handelt sich um eine Drei-Personen-Skulptur, die in der Spree zwischen Elsenbrücke und Oberbaumbrücke nahe dem Schnittpunkt der drei Ortsteile Kreuzberg, Alt-Treptow und Friedrichshain aufgestellt wurde. Quelle: [de.wikipedia.org]

Die Löcher in den Figuren symbolisieren die Moleküle, aus denen sie bestehen. Eine Großbaustelle auf der Elsenbrücke verhinderte leider die angedachte Umsetzung zusammen mit der Oberbaumbrücke weiter links. Aber auch diese Perspektive gefällt mir gut und ist in dieser Variante in der Galerie auch noch nicht vorhanden. Die Kunst bestand darin, den Kirchturm so unterzubringen, dass keine der Figuren berührt wurde.

Ein Baukran wurde digital abgebaut.

Datum: 15.05.2023 Ort: Berlin Oberbaumbrücke [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Frühlingsabend an der Spree
geschrieben von: Philosoph (812) am: 18.06.23, 16:44
Einen der ersten warmen Frühlingsabende in Berlin nutzte ich am 16.05.2023 für einen Besuch an der Oberbaumbrücke. Von der Westseite sieht man ja auch hier in der Galerie eher wenige Bilder. Nach einigen Standardfotos setzte ich mich in den örtlichen Biergarten und lauschte bei Berliner Weiße den durchaus talentierten Gitarrenklängen der jungen Musikerin. Zum Abschied gab es dann einige wohlverdiente Taler sowie ein Abschiedsbild der entspannten Atmosphäre mit Oberbaumbrücke. Leider zog von Osten bereits einiger Schlonz herein.

Zuletzt bearbeitet am 21.06.23, 12:52

Datum: 16.05.2023 Ort: Berlin Oberbaumbrücke [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Bunter Nollendorfplatz bei Nacht
geschrieben von: West Train (8) am: 19.04.23, 23:09
Die Tunneleinfahrt mit dem markanten Bahnhofsgebäude des U-Bahnhofs Nollendorfplatz im Hintergrund ist zurecht schon mehrfach in der Galerie vertreten, nicht aber bei Nacht. Dabei kommt der Clou der Kuppel erst dann richtig zur Geltung: sie wird nämlich jede Nacht in Regenbogenfarben beleuchtet. Ursprünglich als Besonderheit während der Aktion „Lichter im Regenbogenkiez – Lichter für Toleranz und Vielfalt“ im Dezember 2013 geplant, hat man sich entschlossen, die Lichtinstallation dauerhaft beizubehalten und so die den Nollendorfkiez prägende LGBT-Szene zu repräsentieren.
Die Buntheit wird dann noch durch die Begegnung der beiden U-Bahn-Generationen IK (links, nach Ruhleben) und GI (rechts, Richtung Spittelmarkt) und einem Stadtbus auf der parallel verlaufenden Kleiststraße perfekt gemacht - bei dem abendlichen 10-Minuten-Takt auf der U2 sind Begegnungen hier selten und kommen vor allem bei Verspätungen vor.

Datum: 09.04.2023 Ort: Berlin Nollendorfplatz [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
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Der Ur-Toaster
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 27.02.23, 14:46
Bislang noch nicht in der Galerie enthalten sind die vier Prototypen des Toasters der Baureihe 480. Jüngst ist ja diese recht ansprechende Aufnahme vom Eichkamp [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie gewandert, und wir erfuhren etwas über neue Einsatzgebiete dieser Baureihe.
Im September 1988 gab es noch keine Serienlieferung. Bislang wurden den Berlinern im Jahr 1986 vier Doppeltriebwagen zum Fraß vorgeworfen, im Auftrag der BVG, gefertigt von der AEG, Siemens und der Waggon-Union. Zwei Triebwagen erhielten die klassische Lackierung der Berliner S-Bahn, die beiden anderen waren auf Vorschlag des beteiligten Designbüros in kristallblau mit nachtblauem Fensterband abgeliefert worden. Eine völlig ungewöhnliche Farbgebung, welche von der Bevölkerung sogleich vehement abgelehnt wurde. Beim Serienbau ab 1990 wurde dieses Lackierungskonzept nicht weiter verfolgt, und die beiden Doppeltriebwagen mit den Nummern 480 001/501 und 002/502 wurden später in das traditionelle Farbschema umlackiert.
Nicht immer hielt man in den ersten vier Jahren an der farblich passenden Traktion fest. Es gab hin und wieder Zugzusammenstellungen aus einem kristallblauen mit einem bordeaux-ocker lackierten "Viertel".

Am letzten September-Wochenende des Jahres 1988 gab es anlässlich des 150. Jubiläums der Stammbahn Berlin-Potsdam (Wir erinnern uns: 1838...) eine kleine Fahrzeugschau im Güterbahnhof Berlin-Zehlendorf, mit Museumsfahrten des Vereins "Berliner Eisenbahnfreunde" auf einem reaktivierten Teilstück der Stammbahn. Ferner waren auf der Wannseebahn beide 480-Prototypen im Einsatz, darüber hinaus -natürlich- ein Passviertel-Halbzug, gebildet aus zwei Hörnerzügen. Keine Frage, dass all diese Züge von uns an jenem Wochnenede aus allen denkbaren Blickwinkeln umgesetzt werden wollten...;-) Hier sehen wir den komplett kristallblauen Prototypen im Bahnhof Lichterfelde West.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 25.09.1988 Ort: Berlin Lichterfelde West [info] Land: Berlin
BR: 480 Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Immer an der Wand lang
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 23.02.23, 17:58
Zu dieser Aufnahme muss man unbedingt diese weitere Aufnahme hinzuziehen: [www.drehscheibe-online.de]. Und hier sei insbesondere auf die Kommentare zu der anderen Aufnahme hingewiesen.
Wir stehen unweit der Bösebrücke, auch Bornholmer Brücke genannt. Bis 1986 gab es hier eine Trassenführung für die Güter- und Militärzüge von Tegel über Schönholz Richtung Gesundbrunnen über die beiden -infolge der Grenzziehung nutzlosen- Brücken, und insbesondere das hintere Gleis, über welches u.a. der berühmte "Franzosenzug" von Tegel nach Strasbourg geführt wurde, verlief im wahrsten Sinne des Wortes in greifbarer Nähe zur Mauer. Diese Situation änderte sich später, wie wir auf der verlinkten Aufnahme sehen. Die größere der beiden Brücken ist verschwunden, und die Militär- und Güterzüge von Tegel nahmen den Weg nur noch über die kleinere Brücke. Im Februar 1986 ist ein "Stadtbahner" der Baureihe 275 in Richtung Frohnau jedoch noch vor der Kulisse aus beiden Brücken unterwegs.

Der Blick heute..? Fahrt mal hin; ihr erkennt nichts wieder...;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia



Datum: 02.1986 Ort: Berlin Wedding [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Die Dachluke
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 22.02.23, 13:06
September 1989. Man war noch jung und ambitioniert. Irgendwie waren das damals die kreativsten Jahre, was Fotomotive anbelangt. Wie bereits bei einigen weiteren Einstellungen aus der Hauptstadt berichtet, war seinerzeit vor uns kein Dachboden sicher, von dem man einen Blick auf die Gleisanlagen hatte. Nun war das im früheren Arbeiterbezirk Wedding einfacher als in der City. Wo woanders Hausflure offen standen und Dachböden nicht verschlossen waren, gab es hier "The German Angst" und Gegensprechanlagen. Also half nur die überzeugend wirkende Kommunikation...;-)
Wie bereits einige Jahre zuvor erfreute uns die Reichsbahn ein Mal pro Jahr mit ihren "Informationsfahrten". Hier fuhr für eine Woche eine Dampflok aus dem Traditionspark der DR mit einer historischen Garnitur ein Dreieck zwischen Zoo, Spandau und Wannsee. 03 001 war am Start, 38 1182, 74 1230, 38 205...und im Jahr 1989 war der "Bausatz" 02 0201 in Berlin zu sehen, vor einer authentischen (..pffft) Doppelstockgarnitur in den Berliner Farben rot-weiß, wie man sie als Sputniks zwischen Karlshorst und Potsdam kannte. Dennoch wurde dieser Fuhre aus allen Rohren aufgelauert, und wir haben den Hausmeister einer Schule in Berlin-Charlottenburg dazu bewegt, uns für ca. 30 Minuten den Zugang zum Dachboden zu ermöglichen, von wo man aus mehreren Dachluken einen grandiosen Blick auf die Stadtbahn hatte. Gesagt - getan. In den 30 Minuten kam zwar der Dampfzug, jedoch leider kein Transitzug mit Ludmilla. Beifang waren natürlich mehrere 275er, von denen wir hier einen auf seinem Weg vom Bahnhof Zoo zum nächsten Halt am Savignyplatz sehen.
Ja, der Baukran...:-( Kein Berlin-Bild ohne Baukran. Dass der natürlich so dermaßen doof stand, dass er die Gedächtniskirche und den i-Punkt verdeckt, war tragisch. Aber der Kran spielt demnächst auf einem weiteren Bildvorschlag noch eine wichtige Rolle...coming soon..! ;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 01.09.1989 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
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Der heimliche Museumszug
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 21.02.23, 13:27
Was sich hinter dem Begriff "Passviertel" verbirgt, haben wir vor kurzem mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] thematisiert. Nach der Übernahme der Betriebsrechte durch die BVG im Jahr 1984 verblieben im Westteil der Stadt mindestens ein Dutzend Passviertel, welche jedoch mangels Funk im regulären Betrieb nicht eingesetzt werden konnten. Eine Ausnahme bildete das Frühjahr 1985, als mit der (Wieder-)Inbetriebnahme der Wannseebahn nicht genug reguläre Züge vorhanden waren und somit Halbzüge, bestehend aus zwei Passvierteln, zwischen Wannsee und dem Anhalter Bahnhof zum Einsatz kamen, im Zweimannbetrieb mit Fahrer und Zugabfertiger. Diese Passviertel waren i.d.R. aus einem Trieb- und einem Beiwagen gebildet; reine Steuerviertel waren früher nur zwischen Zehlendorf und Düppel im Einsatz. Das Herrliche an den Triebwagen war ihre ursprüngliche Ausstattung mit nur einem Frontlicht und den beiden Oberwagenlaternen als Schlusslicht.
Nun, bei einem S-Bahn-Betrieb mit Fahrzeugen aus den späten 20er Jahren von einem Museumszug zu sprechen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Im Prinzip war -aus heutiger Sicht- jeder 275er ein Museumszug...;-). Dennoch fanden seitens der BVG hin und wieder Fahrten statt, bei denen bewusst aus den Passvierteln ein Sonderzug gebildet wurde. Nicht nur die BVB (ost) begeisterte zur 750Jahr-Feier der Stadt mit einem restaurierten Museumszug, sondern auch die BVG schickte am 26.04.1987 zu einem besonderen Festanlass einen Dreiviertelzug auf die Reise, bestehend aus den Passvierteln 275 753, 737 und 625. Dieser Zug pendelte den ganzen Tag auf der Stadtbahn zwischen Grunewald und Zoologischer Garten, und im Prinzip wurde von uns damals jeder Schotterstein, den der Zug passierte, verewigt.
Wir sehen hier diese herrliche Garnitur, wie sie den Bahnhof Zoologischer Garten verlassen hat und soeben dieses beeindruckende Gebäude an der Stadtbahn passiert. Nächster Halt ist Savignyplatz.
Wie es da heute aussieht? Keine Ahnung, aber vor 20 Jahren sah es so aus: [www.drehscheibe-online.de]

Erneute Einstellung nach Korrektur der stürzenden Linien (gegen alle Regeln der Optik..;-) ), ferner Änderung der Farbtemperatur

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 21.02.23, 21:44

Datum: 26.04.1987 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Herbst an der Langenscheidtbrücke
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 06.02.23, 13:42
Bleiben wir noch einen Moment auf der Wannseebahn in Berlin. Neulich wurde diese Aufnahme mit dem Blick auf die Langenscheidtbrücke [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie aufgenommen, und von dieser Brücke sind ebenfalls Aufnahmen auf die Trasse der Wannseebahn möglich: wir stehen am 01.10.1986 auf der Langenscheidtbrücke und blicken auf einen "Stadtbahner" Richtung Wannsee, welcher soeben den S-Bahnhof Großgörschenstraße (heute Yorckstraße) hinter sich gelassen hat und seinem nächsten Halt in Schöneberg zustrebt. Der Blick ist geprägt durch die typische Berliner Hinterhofgegend, vermischt mit Industrie. Wir sehen erneut Reste einer Fassadenwerbung. Die Trasse ist hier recht breit, denn parallel zur Wannseebahn lagen früher die Gleise der sogenannten Südringspitzkehre, welche den Ring mit der Strecke zum Potsdamer Bahnhof verbunden hat. Nähere Ausführungen hierüber sind hier [www.drehscheibe-online.de] zu lesen. Man beachte auch das etwas unscheinbare Sv-Blocksignal, aus einem Signalsystem, welche nur bei der Berliner und Hamburger S-Bahn zu finden war bzw. ist.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 06.02.23, 13:46

Datum: 01.10.1986 Ort: Berlin Langenscheidtbrücke [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
Top 3 der Woche: 4 Punkte
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Neulich in Friedenau
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 05.02.23, 21:19
Vor kurzem wurde diese Aufnahme aus Berlin-Friedenau [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie aufgenommen. Und auch hier drehen wir das Rad der Zeit ein gutes Dutzend Jahre zurück. Ein Motiv, welches sich aufgrund der Bebauung im Hintergrund insbesondere für die blattlose Zeit angeboten hat, konnte man hier doch die herrlichen Stadtvillen aus Berlin-Friedenau mit den "Stadtbahnern" im Vordergrund ablichten. Eine Berlin-typische Situation ist jedoch auf beiden Bildern erkennbar: die kahlen Fassaden zur S-Bahn-Trasse wurden früher gern für Werbungen genutzt, und hier prangt der Schriftzug einer bekannten Berliner Tageszeitung an der Fassade, welcher sich dort bis heute gehalten hat. Das Wohnhaus war zwar Ende der 80er Jahre für eine Renovierung fällig, aber der Werbeschriftzug blieb erhalten und ist auch auf der verlinkten Aufnahme erkennbar.
Im Vordergrund rauscht ein "Stadtbahner" auf der S 1 Richtung Wannsee. Das vordere Gleis gehört zur Stammbahn und wurde in den 80er Jahren nur selten für einen sporadischen Güterverkehr zum Güterbahnhof Steglitz genutzt.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 09.11.1986 Ort: Berlin Friedenau [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Blick von der Kolonnenstraße im Wandel der Zeit
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 04.02.23, 11:06
Der Blick auf die Langenscheidtbrücke, aufgenommen von der Brücke an der Kolonnenstraße anno 1998: [www.drehscheibe-online.de]. Damals ein Motiv, welches insbesondere durch die interessante Häuserkulisse besticht. Bereits 10 Jahre früher war dieser Blick ebenfalls ein begehrtes Motiv an der Wannseebahn. Wir sehen hier den in dem anderen Bild erwähnten ehemaligen Bahnsteig des S-Bahnhofes Kolonnenstraße, gelegen an der Südringspitzkehre für Züge vom Potsdamer Bahnhof zum Innenring.
Ein BVG-"Stadtbahner" rauscht auf der S 1 nach Wannsee unter uns hindurch und passiert die Häuserkulisse, welche sich im Laufe eines Jahrzehnts bereits gewandelt hat.

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Zuletzt bearbeitet am 04.02.23, 11:08

Datum: 12.03.1988 Ort: Berlin Kolonnenstraße [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Bahnhof Feuerbachstraße
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 03.02.23, 22:34
Kaum ist man ein paar Tage nicht da, kommt ein Kollege daher und beginnt eine Serie mit sehr ansprechenden Bildern von der Berliner S-Bahn aus den Jahren 1998 bis 2003. Diese Steilvorlage kann ich nicht ungenutzt lassen...;-)
Nehmen wir also diese Aufnahme vom Steglitzer Kreisel [www.drehscheibe-online.de] und schrauben die Zeit noch einmal weitere 15 Jahre zurück. Wir schreiben den 13.07.1988. Auf der S 1 verkehrten, wie auf den anderen beiden Linien zu BVG-Zeiten auch, ausschließlich die "Stadtbahner" der Baureihe 275, wahlweise in rot/ocker oder dem etwas gelberen BVG-Ton. Wir stehen ebenfalls auf der Feuerbachbrücke und blicken auf den Steglitzer Kreisel, zu dem in der anderen Aufnahme bereits einiges erzählt wurde. Unser Augenmerk liegt aber eher auf dem Gebäude des S-Bahnhofs Feuerbachstraße aus dem Jahr 1933 mit seiner Rotunde aus Klinker. Wie bereits beim Bahnhof Berlin-Wannsee mit seinem T-Stellwerk Wsk [www.drehscheibe-online.de] oder beim Bahnhof Eichkamp (heute Messe Süd) zeichnet auch hier der bekannte Architekt Richard Brademann verantwortlich, welcher in der Zeit von 1922 bis 1939 zahlreiche Gebäude der Berliner S-Bahn entworfen hatte. Nicht nur Bahnhofsbauten stammten aus seinem Fundus, sondern auch viele Umspann- und Gleichrichterwerke.
Unser "Stadtbahner" hat soeben den Bahnhof erreicht, zur Weiterfahrt zum Anhalter Bahnhof. Und auf dem Bild ist ein weiteres Relikt der Telekommunikationsgeschichte erkennbar: die gelbe Telefonzelle...! ;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 13.07.1988 Ort: Berlin Feuerbachstraße [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Der Westturm
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 26.01.23, 19:47
Kehren wir zurück zur Berliner S-Bahn! Neben dem Norddturm [www.drehscheibe-online.de], sprich dem früheren Stellwerk an der Strecke zum Stettiner Bahnhof gab es in den 80er Jahren noch zahlreiche weitere Relikte der Vergangenheit. Spielen wir eine Runde Monopoly: "Machen Sie einen Ausflug zum Westbahnhof...";-) Beim Monopoly gibt es vier Bahnhöfe, und in Berlin gab es neben einem Nordturm auch einen Westturm in Form des Stellwerkes "Zwt". Es steht für "Zehlendorf Westturm". Dieses Stellwerk war von 1913 bis zum Frühjar 1982 in Betrieb und regelte als Bahnhofs- und Streckenblock sowohl die Zufahrt zum Güterbahnhof Zehlendorf als auch die Überleitung der Wannseebahn in die Stammbahn. Wir erinnern uns an die sogenannten "Bankierszüge", welche von Wannsee kommend über Schlachtensee die noblen Villenviertel abklapperten und ab Zehlendorf auf den Gleisen der Stammbahn parallel zur Wannseebahn zum Potsdamer Bahnhof in die Innenstadt von Berlin fuhren, in unmittelbarer Nähe zum berühmten Anhalter Bahnhof.
Nun, unser S-Bahn-Zug fährt nicht über "Los", aber auch zum Anhalter Bahnhof, als S1 von Wannsee, wenige Monate nach der Übernahme der S-Bahn durch die BVG. Er passiert das Stellwerk "Zwt", welches als ungenutzte Ruine erst Mitte der 90er Jahre abgerissen wurde.
Der Zug trägt eine Seitenwerbung eines bekannten Berliner Anzeigenblattes. Damals gab es noch kein ebay, keine Kleinanzeigen. Wer etwas zu verhökern hatte, inserierte in der "Zweiten Hand". Kurioser Polit-Gag am Rande: Züge mit dieser Werbung sah man überwiegend auf der Wannsee- oder Nord-Süd-Bahn, wo es weitgehend ohne Halt durch den Tunnel ging. Da der Fahrzeugbestand der West-Berliner S-Bahn ab 1984 von der Reichsbahn zur BVG wechselte, waren Züge mit der Aufschrift "Zweite Hand" am Bahnhof Friedrichstraße (mit Grenzübergang) nicht gern gesehen...;-)

Und was das Spiel anbelangt: Zum "Ostturm" fällt mir bestimmt auch noch eine Aufnahme in die Hand!
P.S. Kürzlich wurde in Wannsee das Stellwerk "Wot" abgerissen...:-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 13.04.1986 Ort: Berlin Zehlendorf [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Der Nordturm
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 18.01.23, 18:11
Mal ein neues Thema: die Berliner S-Bahn in der Zeit seit der Übernahme durch die BVG bis zu den Wendejahren. Was waren das damals für unterschiedliche Baureihen auf den Gleisen der S-Bahn! Im Westteil der Stadt fuhren die alten "Stadtbahner" der Baureihe 275, wahlweise im herkömmlichen Lack oder in dem etwas gelberen BVG-Lack. Im Ostteil der Stadt fuhren Ende der 90er Jahre neben den Stadtbahnern und modernisierten 276.1 und 277 -die roten "Cola-Dosen" der Baureihe 270 nicht vergessen!- noch unmodernisierte Olympia-Züge, Peenemünde-Viertel und Bankierszüge der Baureihe 276, an Eleganz nicht zu überbieten und wahlweise im ebenfalls herkömmlichen Lack oder im rot-weißen "Hauptstadt-Outfit".
Ein herrlicher Bildband eines Freiburger Verlages...o.k., lassen wir das (...;-) ) und kommen zu den "Stadtbahnern". Diese waren im Westteil der Stadt auf den Linien S1 bis S3 im Einsatz. Kommen wir zu einem eher unbekannten Motiv an der Nord-Süd-Strecke, sprich der S2. Hier gab es ein Motiv, für welches zunächst die Mauer fallen musste, um dorthin zu gelangen: unmittelbar vor der Einfahrt in den Nord-Süd-Tunnel stand das Stellwerk "Ntm", unweit der ehemaligen Grenzanlagen. Hierhinter verbarg sich das Stellwerk "Nordturm" des ehemaligen Stettiner Bahnhofes. Das Stellwerk bediente früher zahllose Weichen und Signale und wurde mit der Stilllegung des Stettiner Bahnhofes weitgehend überflüssig. Zum Zeitpunkt der Aufnahme im Sommer 1991 war es längst nicht mehr besetzt, aber sein endgültiger Abriss sollte noch bis in das Jahr 2019 warten.
Wir sehen hier einen "Stadtbahner" der Baureihe 275 im BVG-Lack, wie er auf der S2 nach Lichtenrade das fotogene Stellwerk passiert. Die beiden rechten Gleise waren längst nicht mehr im Betrieb, und in der Bildmitte erblicken wir ein für die Berliner S-Bahn typisches Sv-Signal.

Nun, wie man an die Fotostelle gelangt...? Dit jeht euch übahaupt nüscht an...! ;-)

Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia

Datum: 07.07.1991 Ort: Berlin Humboldthain [info] Land: Berlin
BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Historisch durch Oberschöneweide
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 22.11.22, 17:37
Die letzten Themenfahrten des Denkmalpflegevereins Nahverkehr Berlin mit historischen Straßenbahnen der BVG in diesem Jahr führten am 13. November durch Köpenick, Oberschöneweide und Johannisthal. Warum nicht Richtung Innenstadt gefahren werden konnte, zeigen die SEV-Busse für die gesperrte Straßenbahntrasse entlang der südlichen Treskowallee. Auch nach der Wiederinbetriebnahme dieses Abschnitts ist fraglich, ob die fahrtüchtigen Museumsfahrzeuge nach der Fahrspannungsumstellung noch uneingeschränkt im Netz verkehren können.
In historischer Industriekulisse zwischen der früheren Leuchtenfabrik (links) und dem ehemaligen AEG-Werk (rechts) ist der Gotha TDE-Großraumwagen 218 001-2 gerade auf bestem Wege die Spree im Zuge der Treskowbrücke zu überqueren. Im Hintergrund ist durch meinen erhöhten Standpunkt sogar die Kirchturmspitze von Sankt Antonius zu sehen.

Datum: 13.11.2022 Ort: Berlin Oberschöneweide [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Eine Perle an der Ringbahn (II)
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 22.10.22, 14:09
Ein historisch wertvolles Schmuckstück an der Berliner Ringbahn ist das gesamte Ensemble rund um den Bahnhof Prenzlauer Allee. Nicht nur das stattliche Empfangsgebäude sowie die Bahnsteigüberdachung haben die letzten 130 Jahre nahezu ohne Veränderungen überdauert, auch die Brücke der Prenzlauer Allee ist noch heute in ihrer ursprünglichen Form vorhanden. Die Mauerbögen sind dabei so eng, dass elektrische Züge bei der Unterquerung den Pantografen absenken müssen. Interessanterweise findet darüber auch noch Straßenbahnverkehr in Form der Linie M2 statt. Diese verbindet Heinersdorf mit dem Alexanderplatz und überquert hier die Gleise der Ringbahn. Eingesetzt werden mittlerweile nahezu ausschließlich lange Flexity-Multigelenkwagen, hier der Zweirichter 9012 mit Bandwerbung für "Wellensteyn".

Datum: 20.10.2022 Ort: Berlin Prenzlauer Allee [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Linie 1
geschrieben von: Rainer.Patzig (128) am: 04.10.22, 11:51
Wenn man Linie 1 hört, denkt man in erster Linie an Musical oder Film. Es geht aber auch viel profaner. Die Kleinprofillinie U1 fährt auf dem Kreuzberger Viadukt und verbindet die Warschauer Straße mit dem Zentrum West. Die Linienführung hat über die Jahre variiert. Momentan gibt es auf Grund der Bauarbeiten auf der U2 gar keine U1. Temporär (wie in Berlin üblich über viele Monate) verkehrt die Linie U12 zwischen Warschauer Straße und Ruhleben.

Der Vorteil dieser Betriebsführung besteht darin, dass man auf dem Kreuzberger Viadukt so ziemlich alles sehen kann, was an Kleinprofilfahrzeugen vorhanden ist. Hier hat ein Zug der Reihe Gl/1E gerade den Haltepunkt Hallesches Tor verlassen und strebt seinem Ziel Warschauer Straße entgegen. Im Hintergrund sonnt sich die Heilig-Kreuz-Kirche.

Die Reihe G hat eine bewegte Geschichte. Vom Prototyp 1974 bis zu den letzten Lieferungen 1989 ist der Beschaffungszeitraum (wenn auch in verschiedenen Unterbaureihen) DDR-typisch sehr lang. Ein Teil der Fahrzeuge wurde direkt an die Metro Athen geliefert, ein teil nach Pjöngjang verkauft. Der hier zu sehende Zug wurde 1989 im LEW in Hennigsdorf gebaut (Doppel-Tw) und 2008 zum Gl/1E (Vierwagenzug) umgebaut.

Zuletzt bearbeitet am 05.10.22, 08:42

Datum: 02.10.2022 Ort: Berlin-Kreuzberg [info] Land: Berlin
BR: 4XDE (sonstige deutsche Elektrotriebwagen) Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Bahn und Infrastruktur
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Angriffsziel Oberbaumbrücke
geschrieben von: mavo (339) am: 29.08.22, 12:39
"Wir sind die Borg, senken Sie Ihre Schilde und ergeben Sie sich!"

Jedem StarTrek-Fan dürften diese Worte in den Sinn kommen, wenn er die abendliche "Space mäßige" Außenbeleuchtung des Eierkühlhauses, in dem sich die deutsche Niederlassung der "Universal Music Group" befindet, sieht.
Man kann nur hoffen das zumindest die für ihre lustigen Werbesprüche bekannte Marketingabteilung der BVG von der Assimilierung verschont bleibt...

"WIDERSTAND IST ZWECKLOS!"

(Auf Wunsch, extrem entrauscht, durch "Komposit" aus zwei Fotos)

Datum: 21.05.2015 Ort: Berlin [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Stimmungen mit Zug
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"Grosse Berliner Strassenbahn" unterwegs
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 26.07.22, 17:12
Zum vorerst letzten Mal fuhren am 24.07.2022 historische Straßenbahnen der BVG durch die Berliner Innenstadt. Angesichts der baubedingten Netztrennung auf der Treskowallee können die weiteren Themenfahrten in diesem Jahr ausschließlich durch den Südosten der Stadt führen. Wegen der geplanten Umstellung der Fahrspannung ist fraglich, ob zukünftig überhaupt noch alle historischen Fahrzeuge im Gesamtnetz fahren können.
Für diesen besonderen Anlass hat man diesmal zwei "Oldies" eingesetzt, neben dem West-Berliner T24 mit zwei Beiwagen fuhr nach mehreren Jahren mal wieder der Maximum-Triebwagen 2990 (Bj. 1910) mit Beiwagen 808 (Bj. 1906) öffentlich durch die Innenstadt. Beide entstammen der "Grossen Berliner Strassenbahn" und symbolisieren die Hochphase der "Elektrischen" in Berlin. Leider wurde für die drei Runden eine äußerst unfotogene Fahrstrecke vom Alexanderplatz durch Prenzlauer Berg und Weißensee gefahren, obwohl ästhetische Themenfahrten über historische Innenstadtstrecken wie durch die Oranienburger Straße bzw. zur ältesten Straßenbahnendstelle Berlins (am Kupfergraben nahe Bahnhof Friedrichstraße) lange überfällig sind. Auch die Aussetzfahrt nach Köpenick führte nicht durch Straßenzüge, in denen man den schönen Zug etwas authentisch hätte umsetzen können. So entschied ich mir für die Position am Frankfurter Tor mit sozialistischer Architektur der 1950er Jahre, denn nur dort stand die Sonne innerhalb der Innenstadt im passenden Winkel. Auch ist einer der wenigen Mittelbahnsteige in Berlin sehenswert.
Das obligatorische "Ampelmännchen" in orange ist kein Fotografenschreck, sondern an nahezu jeder Kreuzung zur Phasen-Anforderung zu Fuß bzw. per Schlüssel erforderlich.

Datum: 24.07.2022 Ort: Berlin Frankfurter Tor [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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"Schon auf Tram-Zeitreise gewesen?"
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 12.06.22, 12:20
Der Bildtitel war das Motto beim diesjährigen 'Tag der offenen Tür' im Straßenbahnbetriebshof Köpenick, welcher u.a. die historische Fahrzeugsammlung beheimatet. Teil des Programms war eine Fahrzeugausstellung auf der Freifläche - vom 'Maximum' bis zum Tatra KT4D, zwei Wagen kamen bei Rundfahrten durch die Köpenicker Altstadt auch in Bewegung.
Aus der richtigen Perspektive war tatsächlich eine fotografische Zeitreise möglich, hier z.B. in die Ära des 'VEB Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe' Mitte der 1980er Jahre, als die neue 'Hauptstadtlackierung' elfenbeinbeige/rotorange eingeführt wurde. Von vorne nach hinten sind hier die Wagen 219 481-3 (Tatra KT4D), 219 282-8 (Tatra KT4D), 218 001-2 (Gotha TDE) und durch die Fensterscheiben 217 055-8 mit Beiwagen (Reko) zu sehen. Als nettes Detail ist auf den linken Blinker-Positionsleuchten "Made in Czechoslovakia" zu lesen.

Datum: 11.06.2022 Ort: Berlin Köpenick [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Seltener Glückstreffer
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 11.06.22, 22:12
Der Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin schreibt über das Fahrzeug: "Der Triebwagen stammt aus der größten für Berlin gebauten Serie Typ T 24 (500 Wagen) und wurde 1925 gebaut. Er befindet sich im Umbauzustand der 60er Jahre und war zuletzt im Westteil der Stadt im Einsatz."
Der Wagen ist normalerweise regelmäßig bei den beliebten Themenfahrt im Einsatz, allerdings sieht man ihn nur selten ohne Beiwagen im Netz. So konnte ich mein Glück kaum fassen, als 5984 plötzlich am Schlossplatz Köpenick in Richtung Köllnische Vorstadt solo auftauchte und die Sonne mitbrachte. Eigentlich wartete ich dort auf die planmäßigen Rundfahrten mit Gotha- und Maximumtriebwagen, die jedoch den unfotogenen rechten Abzweig Richtung Betriebshof nahmen. Dieses Motiv mit dem schmucken Eckhaus ist wie gemacht für einen kurzen Solo-Triebwagen, wenn man genau hinschaut kann man auf einem der Blumenkübel sogar einen Reko-Straßenbahnzug erkennen.

Datum: 11.06.2022 Ort: Berlin Köpenick [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 4 Punkte

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Wo die Sterne immer funkeln
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 15.01.22, 22:36
Der neue U-Bahnhof Museumsinsel bietet mit seiner außergewöhnlichen Gestaltung viele Möglichkeiten, die fotografische Kreativität auszuleben. Auch an trüben Winter-Tagen leuchtet dort unten immer der berühmte Sternenhimmel, unter dem H97-Zug Nummer 5004 auf dem Weg nach Kaulsdorf-Nord gerade einfährt.

Datum: 15.01.2022 Ort: Berlin Museumsinsel [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Der erste Schnee in diesem Winter
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 11.12.21, 20:19
In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag gab es ungewöhnlich viel Schneefall in Berlin, der sogar einige Zeit liegen blieb. So machte ich mich Freitag-Nachmittag auf den Weg nach Mitte, zur einzigen noch in Betrieb befindlichen Straßenbahnstrecke im historischen Zentrum Berlins. Die "Kupfergraben-Schleife" blickt auf eine lange Tradition zurück:
"Am 22. Juni 1865 begann das Zeitalter der Straßenbahn in Deutschland. Die Berliner Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft E. Besckow nahm den Betrieb auf. Die erste Linie führte vom Brandenburger Tor über die Berliner Straße (heute die Achse Straße des 17. Juni, Otto-Suhr-Allee) nach Charlottenburg zum damaligen Pferdebahnhof an der Kreuzung des Spandauer Damms mit der Sophie-Charlotten-Straße. Sie wurde am 28. August über die Dorotheenstraße zum Kupfergraben an der Museumsinsel verlängert. Die Endstelle ist bis heute in Betrieb." (Wikipedia)
Der Bereich zwischen Bahnhof Friedrichstraße, Stadtbahn, Museumsinsel und dem Boulevard Unter den Linden ist eine echte Ruhe-Oase, wie auf dem Bild ersichtlich ist. Flexity F6Z 4003 nimmt auf der Linie 12 eine kurze Wendezeit, ehe es u.a. durch den quirligen Prenzlauer Berg nach Weißensee geht. Nebenbei bemerkt ist die Linie 12 die letzte "nicht-Metrotram", welche in der Berliner Innenstadt unterwegs ist.

Datum: 10.12.2021 Ort: Berlin Mitte [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 1 Punkt
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Berliner Weihnachtsgrüße
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 10.12.21, 23:17
Entspannte Tanne unterm Sternenhimmel. ;-)

Datum: 10.12.2021 Ort: Berlin Museumsinsel [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Zum Abschied grüßt der Hauptmann von Köpenick
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 01.11.21, 11:10
Es war ein langer und ereignisreicher Tag im Südosten Berlins. Die Neubaustrecke Adlershof - Schöneweide ist eröffnet und die Tatra-Abschiedszüge kommen von ihrer letzten Eröffnungs-Runde zurück. Die KT4Dt-Traktion 7011+7012 durchquert ein letztes Mal an diesem Tag die Köpenicker Altstadt und trifft in der "blauen Stunde" am hiesigen Rathaus die Statue des berühmten Hauptmanns.

Datum: 30.10.2021 Ort: Berlin Köpenick [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Stimmungen mit Zug
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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BVG-Aktionstag
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 31.10.21, 14:52
Der durchweg gelungene "BVG-Aktionstag" am 30.10.2021 lässt sich schwer in einem Satz zusammenfassen, denn drei verschiedene Anlässe wurden durch den langen "Pandemie-Stau" in einem Großevent gemeinsam veranstaltet. Einerseits ging die Neubaustrecke zwischen Adlershof und Schöneweide in Betrieb, andererseits wurde das Mockup der neuen Flexity Berlin 2 im Rahmen eines Tages der offenen Tür auf dem Betriebshof Köpenick vorgestellt. Und weil man die Tatras noch nicht feierlich aus dem Plandienst verabschiedet hat, wurde dies im Rahmen einer geschickten Kombination beider Anlässe nachgeholt. Erst zeigten sich alle Museumswagen sowie der bis Mai 2021 im Plandienst befindliche Wagen 6166 in Paradeaufstellung auf dem Hof und brachen dann nachmittags hintereinander zu mehreren Rundfahrten über die frisch eröffnete Neubaustrecke auf. Zusätzlich drehte der DVN mit Zweiachsern aus der "Kaiserzeit" viele Runden vom Hof durch die Altstadt und zurück. Zutritt zum Veranstaltungsgelände gab es nach 3G-Regelung und für die Besichtigung des Mockups sowie die Tatra-Rundfahrten musste man sich zuvor online registrieren.

Goldenes Herbstwetter rundete das tolle Programm ab, jedoch entstanden meinerseits nur wenige Bilder. Die exakt zweijährige Abstinenz von öffentlichen Fahrten mit historischen Straßenbahnwagen in Berlin animierte mich zu ausgiebigen Mitfahrten. Dennoch gelang ein schneller Abstecher in die Köpenicker Altstadt, um die ersten Abfahrten in Form der beiden "originalen" KT4D abzupassen. Schnell ging es zurück zum Hof und es folgten zahlreiche Runden bis in den Abend hinein.

Datum: 30.10.2021 Ort: Berlin Köpenick [info] Land: Berlin
BR: Straßenbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Na, wer zieht den Kürzeren...? :-)
geschrieben von: Olli Sydow (1751) am: 29.10.21, 19:50 sternsternstern Top 3 der Woche vom 07.11.21
Sanitäre Entspannung, gefunden oberhalb der Berliner Hochbahn an einem düsteren Februartag des Jahres 1992.

Ebenso schwieriger wie heiterer Scan vom Kleinbilddia.

Datum: 15.02.1992 Ort: Berlin [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 31 Punkte

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Wandel der Beschilderungen
geschrieben von: Toaster 480 (470) am: 01.08.21, 17:15
Als Teil der neuartigen Ausstellung "Von A bis J" stehen sich im Deutschen Technikmuseum Berlin u.a. der älteste erhaltene Berliner U-Bahnwagen sowie das Mockup-Modell der neuesten U-Bahn-Generation gegenüber. Eine spannende Idee wie ich finde, so lassen sich die Entwicklungen der letzten gut 120 Jahre im Detail studieren...

Datum: 01.08.2021 Ort: Berlin Technikmuseum [info] Land: Berlin
BR: Untergrund- und Hochbahnen Fahrzeugeinsteller: BVG
Kategorie: Stillleben
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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