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Güterverkehr im italienischen Nichts
geschrieben von: KBS720 (61) am: 02.07.20, 17:42
Unsere Auslands-Frühlings-Tour 2019 war recht diesellastig und führte uns in den Südosten von Italien. Neben den Küsten-IC wollten wir uns auch ein bisschen um die bekannten Güterzüge zum Fiat-Werk kümmern. Julien hatte uns freundlicherweise (Herzlichen Dank an dieser Stelle!) mit den nötigen Güterzugfahrzeiten versorgt und so fuhren wir morgens ans Wunschmotiv nahe Candela, wo wir auf den ersten Freighttrain warteten.

Und tatsächlich, fast auf die Minute pünktlich traten D345 1091 + 1121 mit ihrem E-Wagen-Güterzug auf die Bühne. Rasch wurde die Verfolgung aufgenommen und nahe Roccetta S. Antonio klickten die Cams erneut.

Datum: 16.04.2019 Ort: Rocchetta Scalo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D345 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Tigre smagliante, casa fatiscente
geschrieben von: Julian en voyage (356) am: 21.01.20, 17:37
Gegensätzlicher könnte das Erscheinungsbild der beiden "Protagonisten" dieses Bildes kaum sein: Während der "Tigre" E 652 171 - ganz untypisch für Loks von Mercitalia Rail - aussieht wie ein junger Gott, ist das alte Bahnwärterhaus am Streckenkilometer 64 (gezählt von Trofarello bei Turin aus, wo die Strecke nach Cuneo und Savona jene nach Asti/Alessandria verlässt) seit geraumer Zeit dem Verfall preisgegeben und bietet eher einen traurigen Anblick.

Fotografisch gesehen reizte es mich allerdings durchaus, denn landschaftliche Höhepunkte sucht man in der landwirtschaftlich geprägten Ebene zwischen Fossano und Cuneo vergeblich, sodass die Ruine eine markante Landmarke am Schienenstrang darstellt. Nachdem sie den entgegenkommenden Klinker-Zug von Robilante nach Trino Vercellese hat passieren lassen, schleicht die E 652 171 mit TRA 50901 (Torino Orbassano - Cuneo) langsam aus der Kreuzung im Bahnhof Centallo und passiert das Bauwerk, ehe sie die letzte Etappe bis zum Zielbahnhof in Angriff nimmt.

Von Cuneo aus werden die Getreidewagen noch am selben Abend mit der D 445 1018 nach Busca gebracht und in den Anschluss des Stärke-, Futtermittel- und Rohalkoholherstellers Sedamyl zugestellt werden. Die Rückfahrt von ebendort war am nächsten Morgen mein Ziel: [www.drehscheibe-online.de]

Grazie Federico fürs Vormelden der Fuhre! :)

Zuletzt bearbeitet am 21.01.20, 17:54

Datum: 10.10.2019 Ort: Centallo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E652 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 6 Punkte
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Einer der allerletzten seiner Art
geschrieben von: Yannick S. (684) am: 18.12.19, 16:59
Der Stern der letzten älteren E-Lok Baureihen bei Trenitalia ist stetig am sinken. Sei es im Personenverkehr die E444, oder im Güterverkehr die E632 oder E656; um eine dieser Loks noch einmal zu erwischen braucht man eine gehörige Portion Glück.

So wie am 04. September 2019 an der Ostküste Italiens bei Pedaso. Eigentlich waren Julian und ich dorthin gefahren, um unser Glück mit den E444 herauszufordern, die eigentlich nur noch dort, zum damaligen Zeitpunkt, halbwegs planbar fuhren. Nachdem der IC mit einer E444 geklappt hatte, standen für die nächste Zeit erst einmal nur Triebwagen an. Nachdem ich die allerdings bereits nach einem Foto gefühlt gesehen hatte, wagte ich es mal an das andere Ortsende von Pedaso zu fahren, um dort beim nordfahrenden IC auf eine ziehende Lok zu hoffen. Dieser Wunsch blieb mir natürlich verwehrt. Ich war noch dazu etwas angefressen als dann kurz darauf eine E405 mit einem Güterzug gen Süden fuhr, mit der ich hier so rein gar nichts anfangen konnte. Wir waren per WhatsApp schon wieder am ausmachen eines Treffpunktes, um anschließend eine Stelle für den nächsten im Licht fahrenden IC zu suchen, da schreckte mich eine WhatsApp erheblich auf! Sie lautete: "Caimano mit KeWa!!!" und Sekunden hinterher "Aber auch Graffiti". Uff! Ich konnte es kaum fassen und kurz darauf kam tatsächlich ein Caimano im Einsatz für Mercitalia über die Brücke gerumpelt! Leider behielt Julian allerdings auch in Sachen Graffiti recht...

Erst zu Hause, als mir Julian mitteilte, dass noch wesentlich weniger Caimanos überhaupt noch im Einsatz stehen würden, als wir zuerst angenommen hatten, entschied ich mich das Mammutprojekt anzugehen und den Caimano eine letzte Reinigung zu verpassen. Es war doch etwas Arbeit, aber so war der Abschied vom Caimano dann innerlich doch etwas leichter zu ertragen. ;-)

Datum: 04.09.2019 Ort: Pedaso [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 1 Punkt

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D345 im historischen Gewand!
geschrieben von: KBS720 (61) am: 28.11.19, 19:54
Im Frühjahr 2019 waren wir ein paar Tage rund um Melfi im fotografischen Einsatz. Am 16. April wollten wir uns hauptsächlich um die (noch)Dieselpiste von Foggia zum Fiat-Werk in Melfi kümmern, die von "häßlichen Kuttern" (O-Ton eines Bekannten) befahren wird.

Teile unserer Reisegruppe hatten allerhöchste Zweifel, weil im Grund genommen weder die Landschaft noch die Bahnstrecke den Anschein machten, als würde es hier Güterverkehr zu einem großen Autowerk geben (über die Geschichte des Fiat-Werks gabs bei DSO ja schon einiges zu lesen, Stichwort Förderung strukturschwacher Regionen). Und so standen wir morgens auf einer Brücke und harrten der Dinge, die da kommen mögen. Und tatsächlich, nur wenige Minuten nach der fahrplanmäßigen Durchfahrtszeit senkten sich die Schranken und laut röhrend zogen zwei D345 unter den Fotografen hindurch. Im ersten Moment waren wir leicht enttäuscht, daß sich die D345 1121 an zweiter Stelle befand. Aber gemäß dem Motto "Was nach hinten fährt, muß auch wieder vorkommen" suchten wir zur Vormittagszeit dann eine Stelle, an der wir die Lok etwas frontaler fuzzen konnten.

Nahe Roccetta S. Antonio laufen die Strecken von Melfi sowie der Fiat-Anschluß zusammen. Gemeinsam mit dem alten verfallenen Bahnhofsgebäude eine tolle Kombi, oder? Rechtzeitig positionierten wir uns und wurden nicht enttäuscht: Nach einer längeren Pause im Werk fuhr das D345-Doppel 1121 + 1091 nahezu planmäßig an den Fotografen vorbei.

Datum: 16.04.2019 Ort: Rocchetta Scalo [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D345 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte

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Avanti, Tigre, avanti!
geschrieben von: Julian en voyage (356) am: 17.11.19, 11:58
Am Morgen des 3. September 2019 fanden wir uns in einem Hotel in der Peripherie von Prato wieder. Eigentlich viel weiter nördlich, als wir gemäß grober Urlaubsplanung sein wollten. Aber ehe man im Mezzogiorno im Regen sitzt, rödelt man eben auch von Rom noch mal in die Toskana hoch...

Ziel am Vormittag sollte die alte Direttissima Bologna - Prato (- Florenz) sein, die ab 1934 DIE Querung des Apennin darstellte und erst mit Eröffnung der parallelen Hochgeschwindigkeitsstrecke 2009 wieder etwas an Bedeutung einbüßte.

Einen tollen Ausblick hatten wir oberhalb von Carmignanello in unmittelbarer Nachbarschaft der Burgruine auf dem Rocca di Cerbaia gefunden. Zusammen mit der kleinen Wanderung vom Talgrund hinauf und einer Burgbesichtigung (umfangreiche, zweisprachige Infotafeln informieren) ein schönes Ausflugsprogramm, aber irgendwie ganz ohne Zug bei Sonne dann doch nicht so schön, wie es sein könnte...;)

Als sich mal wieder ein größerer Sonnenspot vor Ort ausgebreitet hatte, aber planmäßig kein Zug anstand, hofften wir dementsprechend stark darauf, dass sich doch bitte irgendetwas außerplanmäßig auf den Gleisen tun sollte. Und tatsächlich tauchte dort hinten nach längerer Warterei ein Mercitalia-Containerzug mit einem "Tigre" in XMPR-Lack auf. Leider aber unerträglich langsam, sodass der nächste Wolkenschatten schon wieder bedrohlich schnell heran rückte... Es hallten also in purer Verzweiflung Anfeuerungsrufe durch das Tal - Avanti, Tigre, avanti!

Letztlich klappte es wirklich haarscharf mit der Sonne. Dank 86 Minuten Verfrühung passte auch das Seitenlicht noch wunderbar für den TME 52225 (Verona Quadrante Europa - La Spezia Migliarina).

PS: Das Bild ist aus zwei übereinander angeordneten Querformat-Aufnahmen entstanden, um noch ein bisschen mehr vom Wolkenhimmel zeigen zu können.

Datum: 03.09.2019 Ort: Carmignanello [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E652 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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Agrarland
geschrieben von: Julian en voyage (356) am: 01.11.19, 15:09
Hierzulande denkt man bei Italien, seit jeher nicht nur im Sommer Traumziel der Deutschen, zuerst an ausgedehnte Strände, pittoreske Orte und spektakuläre Steilküsten, vielleicht noch an die Berggipfel der Dolomiten oder das Landhaus in der Toskana. Doch gerade im Norden zeigt sich das Land häufig von einer anderen Seite, der landwirtschaftlich geprägten nämlich. Und das sind dort in der Regel nicht Wein- und Olivenanbau! Vom Fuße der Alpen über die Poebene bis nach Venetien und in die Romagna dominieren weitgehend flache Korn-, Mais- und Reisfelder das Landschaftsbild.

Fotografisch können diese Gegenden - obwohl von einem Bahnnetz durchzogen, das so dicht ist, wie kaum wo anders im Land - einen schier zur Verzweiflung treiben, denn prägnante (Landschafts-)Motive springen nicht gerade häufig ins Auge. Da muss man dann eben die Ansprüche etwas herunter schrauben und sich auf die Suche nach den eher moderaten Hinguckern machen. Sitzt man dann erstmal am Rande eines vor sich hin glucksenden Bewässerungskanals im Schatten des zum Motiv auserkorenen Baums und wartet auf den Zug, so erliegt man früher oder später doch dem durchaus vorhandenen, wenngleich diskreten Charme des von Höfen und Baumreihen durchzogenen Landstrichs...

Am Morgen des 11. Oktober 2019 spielte mir zudem das Glück in die Hand, denn die morgendliche Übergabe von Busca nach Cuneo war - wie ich nach einem überhasteten Besuch am Bahnhof, wo die im Leerlauf vor sich hin brummende D 445 1018 auch weit nach der Planabfahrt noch stand, festgestellt hatte - mit etwa einer Stunde Verspätung unterwegs, sodass die Herbstsonne noch genug Zeit hatte, sich über den Horizont zu schieben und wenigstens teilweise gegen den Dunst anzukämpfen.

Bei Roata Rossi, kurz vor der Bivio Madonna dell'Olmo, wo die Strecke aus Richtung Saluzzo/Verzuolo/Busca sich mit der elektrifizierten Linie aus Fossano und der stillgelegten aus Mondovì vereinigt, hatte ich einen der oben zitierten Plätze gefunden. Nach kurzer Wartezeit zog die 1975 gebaute Maschine mit ihrem bunten Sammelsurium aus Getreidewagen als TRA (= Tradotta/Übergabe) 39727 (Busca - Cuneo) vorbei.

Dieser Verkehr von Mercitalia Rail für den Stärke-, Futtermittel- und Rohalkoholhersteller Sedamyl ist erst im Spätsommer 2019 wieder angelaufen, sodass es trotz des Wegfalls vieler Verkehre zur Papierfabrik Burgo in Verzuolo, wo der Produktionsprozess derzeit von Holz auf Altpapier als Grundstoff umgestellt wird, auch für Freunde von Staatsbahn-Dieseln spannend in dieser Ecke des Piemonts bleiben dürfte! Darüber hinaus erreichen auch private EVU (v. a. die SNCF-Tochter Captrain Italia und RTC) weiterhin mit Ganzzügen den Bahnhof Busca.

PS: Falls sich jemand fragen sollte, was das orangefarbene "Etwas" unterhalb der Zweige des Baums ist - Da segelt gerade ein Blatt zu Boden! Angesichts des glücklichen (?) Zufalls, dass das pünktlich zur Zugdurchfahrt geschah, habe ich es mal im Bild gelassen, auch wenn davon in der vorliegenden Auflösung nicht viel zu erkennen ist...;)

Zuletzt bearbeitet am 02.11.19, 15:19

Datum: 11.10.2019 Ort: Roata Rossi [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D445 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 2 Punkte
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Testimone di un'altra epoca
geschrieben von: Julian en voyage (356) am: 29.09.19, 12:40 Top 3 der Woche vom 13.10.19
Ganz, ganz vereinzelt gibt es sie auch in Zeiten der Ablieferung neuester TRAXX-Lokomotiven der Reihe E 494 noch im Einsatzbestand von Mercitalia Rail, der Güterverkehrssparte der FS: Lokomotiven, die das Farbkleid vergangener Epochen tragen!

Im E-Loksektor sind es m. W. noch derlei drei (E 656 607, E 633 204 und E 652 003), sodass es schon ein absoluter Glücksgriff ist, eine der Maschinen auf der Strecke zu erwischen, wenn man nicht vorab informiert ist.

Entsprechend war die Freude groß, als E 633 204 mit TC 64642 (Genova Voltri - Padova Interporto) am Abend des 29. August 2019 völlig überraschend über die Orba-Brücke in Ovada rumpelte, während ich hüfttief im Fluss stand, um die Türme der Altstadt (Chiesa di Nostra Signora Assunta, 1772 - 1781) stimmig unter dem Brückenbogen zu platzieren.

Dieser Zug war einer der zwischen dem 16. und 29. August 2019 recht zahlreichen Umleiter über die ansonsten nur schwach genutzte Verbindung von Genua über Ovada nach Alessandria. Hintergrund dieser Aktion waren Instandhaltungsarbeiten an mehreren Viadukten der Succursale dei Giovi, der direkten Strecke von Genua in Richtung Po-Ebene.

PS: Ein Graffito an der Lok habe ich mittels Photoshop entfernt, nicht jedoch die charakteristischen Roststellen und übrigen Abnutzungserscheinungen, die das nahende Einsatzende der Lok zu prädeterminieren scheinen... Ebenso habe ich die Stromleitungen im Himmel mal an Ort und Stelle gelassen - Gehören irgendwie ja auch dazu. ;)

Datum: 29.08.2019 Ort: Ovada [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E633 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 26 Punkte

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In mezzo al nulla
geschrieben von: Julian en voyage (356) am: 12.07.19, 00:06
Vor allem in den Achtziger- und Neunzigerjahren versuchte man in Italien mit der gezielten Ansiedlung gigantischer, oft (teil-)staatlicher Industrie-Anlagen in strukturschwachen, traditionell von Landwirtschaft geprägten Gebieten die Arbeitslosigkeit im „Mezzogiorno“ zu bekämpfen.

Skurril muten diese Versuche heute leider häufig an, wenn man die verwaisten Anlagen längst wieder geschlossener Betriebe, wie etwa des Chemiewerks nördlich von Crotone, betrachtet. Auch die Stahlindustrie in Taranto/Tarent ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Empfindliche Narben in die Umwelt gerissen haben sie dennoch…

Verhältnismäßig als Erfolgsgeschichte gesehen werden kann dagegen wohl das heutige FCA-Fahrzeugwerk Melfi, das zwischen 1991 und 1993 auf einer Fläche von 270 Hektar im Niemandsland des letzten Nordzipfels der Basilikata errichtet wurde. Seit 2014 zeichnet es für die Produktion des Jeep Renegade und des Fiat 500X verantwortlich.

Ein nicht unerheblicher Teil der Neuwagen verlässt die Basilikata dabei mit der Eisenbahn, wofür die Strecke zum Werk – Teil der einstigen Verbindung von Rocchetta über Spinazzola nach Gioia del Colle – gemeinsam mit der Linie Foggia – Potenza in den kommenden Jahren sogar elektrifiziert werden soll.

Bislang sind die Züge bis Foggia aber fest in Händen der Dieseltraktion, wobei Mercitalia hier schwerpunktmäßig noch auf die mittlerweile über vierzig Jahre alten Maschinen der Reihe D 345 zurückgreift.

Am Abend des 5. Juni 2018 müht sich D 345 1096 gemeinsam mit einer Schwesterlok im Altlack gehörig ab, den Auto-Ganzzug MRS 58408 (San Nicola di Melfi - San Ferdinando) aus der Senke zwischen Rocchetta S. Antonio und Candela zu wuchten. Aus dem Hintergrund grüßt der 1326 Meter hohe Monte Vulture, ein erloschener Vulkan, an dessen Hängen DOC-Weine reifen.

PS: Eine Eisenstange, die - aus dem sichtbaren Geländer am Gleis empor ragend - der Lokfront gefährlich nahe kam, habe ich per Photoshop entfernt.

Datum: 05.06.2018 Ort: Candela [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D345 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 14 Punkte

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Caimano im Schnee
geschrieben von: 1116er (275) am: 27.03.19, 22:29
Sehr erfreut war ich über die Bespannung des EUC 47247 nach Bologna, der von der "Caimano" 656 467 bespannt wurde und unweit des Abfahrtsbahnhofes abgelichtet werden konnte.

Datum: 14.02.2018 Ort: Tarvisio [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E656 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 3 Punkte
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Acqua, acqua dappertutto
geschrieben von: Julian en voyage (356) am: 26.03.19, 12:11
Wasser - Wasser ist überall! Eine Aussage, die wohl zu Schulzeiten fast jeder schon einmal von seinem Bio- oder Chemielehrer energisch eingetrichtert bekam...

Es stimmt ja auch - In Bellano am Comer See, dem flächenmäßig drittgrößten Wasserreservoir Italiens, umso mehr.

Selbst den Güterverkehr auf den Schienen am Ostufer prägt das Element: Bis zu zwei werktägliche Übergaben transportieren ab Tirano Levissima-Mineralwasser, das vom Quellort Cepina zunächst mit Lastwagen bis zur nächstmöglichen Bahnverladung gebracht wird, nach Lecco Maggianico. Ab dort geht es für die nun zu längeren Ganzzügen zusammenrangierten Wagen weiter an verschiedene Zielbahnhöfe im ganzen Lande!

Am Mittag des 23. März 2018 rollte E 633 224 mit einer jener Übergaben, TRA 51911 (Tirano - Lecco Maggianico), gemächlich in den Bahnhof Bellano-Tartavalle Terme, um hier mit einem entgegenkommenden Regionale aus Mailand zu kreuzen.

Ich beobachtete das Spektakel aus luftiger Höhe, was einen Panoramablick über das alte Wasserkraftwerk (was auch sonst...? ;)), das einst die nötige Energie für die direkt am Ausgang der Pioverana-Schlucht erbaute Baumwollspinnerei lieferte, hinweg auf den See und die verschneiten Gipfel der Lepontinischen Alpen erlaubte.

Datum: 23.03.2018 Ort: Bellano [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E633 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 6 Punkte

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Autos aus dem Nirgendwo
geschrieben von: Gunar Kaune (384) am: 20.02.19, 19:14
Für Italien in mehrerer Hinsicht ungewöhnlich ist die Strecke von Foggia nach San Nicola di Melfi. Sie führt durch die weite Hügellandschaft zwischen Apulien und der Basilikata und ist - eher untypisch für Italien - relativ frei von Bewuchs, so dass sie zahlreiche Fotomöglichkeiten bietet. Und die braucht man auch, denn es gibt hier – in Italien ebenfalls nicht selbstverständlich – regelmäßigen Güterverkehr. Und diesen sogar noch mit Dieselloks, ein paar D345 und D445 mühen sich mit mehreren Zügen pro Tag zu einem Fiatwerk ab, das in den 1990er Jahren zur Förderung der strukturschwachen Region nahe der Stadt Melfi errichtet wurde.

Recht zuverlässig ist der Fahrplan der Züge, durch den Personenverkehr und die beschränkte Anzahl an Loks sind die Möglichkeiten für Fahrten überschaubar. Jeweils am Nachmittag verlässt der MRS 58408 mit fabrikneuen Fahrzeugen den Werkbahnhof und macht sich auf den Weg in Richtung Norden nach San Ferdinando. Ich musste an diesem Nachmittag allerdings eine ganze Weile auf den zug warten. Zwar wusste ich, dass die Loks im Werkbahnhof sind, aber die Abfahrt verzögerte sich eine ganze Weile. Es wurde schon fast Sonnenuntergang, bis die zwei D345 endlich mit ihrer Wagenschlange am Horizont auftauchten und kurz darauf meinen Standort unweit von Candela passierten. Im Hintergrund zeigt dieser Blick sogar noch den Ausgangsort des Zuges, das mitten im Nirgendwo errichtete Autowerk, sowie zahlreiche Windräder, die sich in dieser Ecke Italiens recht großer Beliebtheit erfreuen.

Zuletzt bearbeitet am 23.02.19, 19:15

Datum: 25.09.2018 Ort: Candela [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-D345 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 5 Punkte

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Im letzten Licht durch Südtirol
geschrieben von: Steffen O. (601) am: 21.01.19, 00:11
Auf der italienischen Seite der Brennerstrecke in Südtirol bieten sich nachmittags einige schöne Fotomöglichkeiten. Unweit Brixen liegt die kleine Ortschaft Albeins, welche von E412 004 + E412 019 im letzten Licht mit einem KLV Zug in Richtung Bozen passiert wurde.

Zuletzt bearbeitet am 21.01.19, 00:14

Datum: 26.09.2017 Ort: Albeins / Albes [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E412 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 2 Punkte

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Merci Rapido Vuoto
geschrieben von: Julian en voyage (356) am: 15.07.18, 17:30 Bild des Tages vom 26.06.19
Die drei Buchstaben MRV für "Merci Rapido Vuoto", das ins Deutsche übersetzt soviel wie "Schneller Leergüterzug" bedeutet, bezeichnen in Italien Züge, die exklusiv aus nicht beladenen Güterwagen gebildet sind. Eine Info in den (internen) Fahrplantabellen, die einem als Fotograf manch unerfreuliche Überraschung erspart, wenn es sich etwa um leere Rungen- oder Coiltransportwagen handelt...! ;)

Auch im leeren Zustand unverändert fotogen zeigen sich hingegen die italientypischen Schotterwagen der Bauart Faccs, die am 1. Juni 2018 von E 652 063 (noch im XMPR-Farbschema) und einer Schwesterlok, die bereits das neue Mercitalia-Gewand trägt, als MRV 58622 (Brindisi - Roma Smistamento) bei Maddaloni Superiore nordwärts geführt wurden. Gut erkennbar ist aus der erhöhten Perspektive die Struktur der Wagen mit dem entsprechenden Schattenwurf der Außenwände. Und auch dem Adjektiv "rapido" machte der Zug an jenem Abend alle Ehre, tauchte er doch unerwartet schnell in der Kurve auf und ließ mir gerade noch genug Zeit, die Kamera hoch zu reißen... Möglicherweise war man bestrebt die beinahe übliche Verspätung von etwa 100 Minuten bis zur Ankunft in der Hauptstadt wenigstens etwas zu reduzieren. Immerhin rief für das Personal nicht nur der Feierabend, sondern am nächsten Tag auch die Festa della Repubblica, der italienische Nationalfeiertag!

Dieser beinahe tägliche Verkehr zwischen Apulien und Rom zählt neben dem Transport fabrikneuer Lieferwagen von Fossacesia nach Pontecagnano sowie bevorzugt in den Nachtstunden verkehrender Autozüge zu den wenigen Güterzug-Leistungen, die die bis heute überwiegend eingleisige und nicht ohne Steigungen (bis zu 23 Promille im Apennin jenseits von Benevento) auskommende Bahnlinie Caserta - Foggia nutzen. Wer sich näher mit der Strecke, die hier an ihrem westlichen Ende so malerisch am Berghang entlang läuft (perspektivisch ist es geplant, diesen Abschnitt zu ersetzen), befassen möchte, dem sei zum Einstieg folgender Link ans Herz gelegt: [www.lestradeferrate.it] . Auf den von Ginster übersäten Berghängen thronen indes die Reste der in normannische Zeit zurückreichenden Festungsanlagen von Maddaloni.

PS: Die Lokfront habe ich digital von einem krakeligen Tag befreit.

Datum: 01.06.2018 Ort: Maddaloni Superiore [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E652 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn
Top 3 der Woche: 9 Punkte

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Ein alter Tiger am Giovi
geschrieben von: Julian en voyage (356) am: 06.05.18, 11:37 Bild des Tages vom 26.04.20
Die Anreise hatte uns einen Wintereinbruch in den Schweizer Alpen beschert, was uns zu einer verwegenen Autozug-Mitfahrt durch den Simplontunnel mit regelrechten Wasserfällen aus Schmelzwasser brachte, aber am Abend des 28. April 2017 stand ich schließlich in Begleitung von Yannick und Nico doch noch im milden Sonnenschein bei Mignanego an der Linea Succursale dei Giovi.

Über diese zwischen 1889 und 1922 eröffnete zweite Querung des Giovi-Passes rollt bis heute der gesamte Fernverkehr und große Teile des Güterverkehrs aus dem Großraum Genua nach Norden. Ab 2022 – Hundert Jahre nach Eröffnung der letzten Etappe der Linea Succursale – wird damit voraussichtlich Schluss sein, denn dann soll das Großprojekt „Terzo Valico“ (-> [www.terzovalico.it] ) in Betrieb gehen, das eine deutlich steigungsärmere dritte parallele Strecke umfasst.

Sehr viel näher liegt indes das Ende der ältesten „Tigre“ der Reihe E 633, die – anders als die weiterentwickelten E 652 – im Zuge der beschlossenen Verjüngungskur von Mercitalia Rail alsbald aus dem Bestand ausscheiden werden, gegebenenfalls noch im Laufe des Jahres 2018. Dankenswerterweise ließen sich im Laufe des Nachmittags gleich zwei der zu diesem Zeitpunkt nur noch etwa zwanzig im Einsatz stehenden Maschinen am Giovi blicken. Bei der E 633 237, die den Papier-Ganzzug MRS 56328 (Porcari - Chiasso) am Haken hatte, habe ich versucht, im Nachhinein mittels Photoshop ein paar allzu auffällige Graffiti zu entfernen, ohne den typischen „Used Look“ italienischer Güterzugloks komplett zu verbergen. ;)

Zuletzt bearbeitet am 24.03.19, 18:16

Datum: 28.04.2017 Ort: Mignanego [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E633 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Bahn und Landschaft
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Der Mann mit der eisernen Maske
geschrieben von: Julian en voyage (356) am: 03.12.17, 12:27
Um kaum einen historischen Strafgefangenen ranken sich wohl so viele Gerüchte, wie um den "Mann mit der eisernen Maske", dessen Identität bis heute nicht annähernd geklärt ist. Spätestens Alexandre Dumas verschaffte dem Mysterium mit seinem Abenteurroman "Le Vicomte de Bragelonne" Weltruhm.

Als belegt gilt hingegen, dass der Staatsgefangene des Sonnenkönigs Ludwig XIV. zwischen 1681 und 1687 in der Festung Exilles interniert war. Eben jene Festung auf einem Felssporn zwischen Grajischen und Cottischen Alpen im piemontesischen Val di Susa ist das markante Bauwerk, das sich dem Betrachter zeigt, wenn er den Blick vom Tunnelportal oberhalb des ehemaligen Haltepunkts von Exilles nach links ins Tal schweifen lässt...

Überragt wird die herbstliche Szene vom 3538 Meter hohen Rocciamelone, der sich im Hintergrund aus Dunst und Smog der nahen Großstadt Turin schält. Aufgrund des großen Höhenunterschieds zwischen Berg und Tal galt er früher (fälschlicherweise) als höchster Berg der Alpen.

Und was bewegt sich da eigentlich auf den Gleisen...? E 652 091 von Mercitalia Rail, wie sich die FS-Gütertochter seit 1.1.2017 nennt, erklimmt mit dem freitäglichen Holz-Leerzug MRI 49306 (Cuneo - Modane) die Fréjus-Bergstrecke hin zum Mont-Cenis-Tunnel.

Datum: 13.10.2017 Ort: Exilles [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E652 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn
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Freienfeld - Campo di Trens
geschrieben von: Dispolok_E189 (272) am: 28.04.17, 14:15
Freienfeld oder auch Campo di Trens an der Brennerbahn war schon oft ein Ziel meiner Ausflüge. Letztes Jahr wurden im südlichen Bereich des ehemaligen Bahnhofes die Gleisanlagen weitestgehend zurück gebaut. Lediglich die beiden Hauptgleise und ein Stück Verladerampe wurden verschont. Dies führte auch dazu, dass der Bahnhof zur Haltestelle herunter gestuft wurde. Nicht nur die Gleise sondern auch der Bewuchs entlang der Strecke wurde komplett entfernt, sodass dieser Blick nun auf die Bahnstrecke möglich ist.

Am 22.04.2017 war es den ganzen Tag über fast wolkenlos, nur am Abend kamen größere Wolken ins Südtiroler Land. Dies führte allerdings auch dazu, dass so mancher Zug leider im Schatten an mir vorbei fuhr. Als 412 006 und eine weitere 412er samt Paneuropa / Terratrens Klv gegen 16:45 Uhr kamen, waren die Wolken noch ein gutes Stück von der Sonne entfernt.

Datum: 22.04.2017 Ort: Freienfeld / Campo di Trens [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-E412 Fahrzeugeinsteller: Mercitalia Rail
Kategorie: Zug schräg von vorn
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