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Vorbereitende Rangierarbeiten geschrieben von: Yannick S. (1254) am: 09.02.26, 12:46 |
Aus mir nicht bekannten Gründen fand ich am Vormittag des 16. April 2024 am Bahnhof von San Antonio de los Cobres nicht einfach nur den fertig am Bahnsteig bereit stehenden Tren a las Nubes vor, sondern konnte davor noch einige Zeit recht umfangreiche Rangierarbeiten beobachten. Entweder wird der Zug je nach Vorbuchungen mal kürzer und mal länger gefahren, oder man rangierte einen Schadwagen aus.
Die Formsignale hier in dieser gottverlassenen Gegend sind natürlich schon lange außer Betrieb. Datum: 16.04.2024 Ort: San Antonio de los Cobres, Argentinien Land: Übersee: Südamerika BR: AR-EMD GT22 Fahrzeugeinsteller: Trenes Argentinos Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte |
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In Argentinien gibt es eine geradezu legendäre Bahnstrecke von Salta nach Chile; die berühmte Ramal C-14. Salta liegt auf 1187m, der höchste Punkt der Bahn liegt auf 4188m! Überwiegend führt die Bahn durch eine gottverlassene Gegend aus Sand, Steinen und ein paar Lamas. Den touristischen Wert dieser Bahn hat man in Argentinien bereits in den frühen 1970er Jahren erkannt, als man mit dem Tren a las Nubes einen auf Touristen ausgerichteten Personenzug einführte. Anfangs fuhr er nur auf extra Bestellung, seit 1985 in der Saison einmal die Woche, inzwischen sogar mehrmals die Woche. Während man viele Jahre lang morgens in aller Frühe in Salta startete und bis zum Höhepunkt der Fahrt dem Viaducto La Polvorilla knapp 200km zurücklegen musste, hat man inzwischen die Zugstrecke massiv eingekürzt auf nur noch etwa 22km pro Richtung.
Aus Salta werden die Fahrgäste somit heutzutage mit Bussen bis San Antonio de los Cobres gebracht, wo der Zug dann bereits am Bahnsteig bereit steht. Im Betriebsbahnhof Mina Concordia umfährt die Lok den Zug, um ihn im Anschluss bis über das Viadukt zu schieben, damit alle Reisenden den Ausblick genießen können. Im Anschluss können die Fahrgäste aussteigen, ein paar Fotos machen, auf einem kleinen Markt ein paar Souvenirs oder Essen kaufen und den Tänzen der Locals zuschauen. Gerne wollte ich diesen Zug auf dem Viadukt fotografieren, doch das ist keine einfach zu erledigende Aufgabe. Grundsätzlich führt unterm Viadukt die längste Straße Argentiniens hindurch, die RN40. Leider hat diese RN40 in diesem Abschnitt den Begriff Straße aber nicht verdient. Von Norden her kommend ist sie nahezu komplett unpassierbar (das zu sehende Bachbett ist die Straße), von Süden her kommend geht es zumindest meistens, wenn nicht gerade mal wieder einer der seltenen Regengüsse die "Straße" weggespült hat. Hat man das Viadukt dann mühevoll erreicht bleibt noch das andere Thema... die Höhe. Zum Glück waren wir schon ein paar Tage auf dieser Höhe unterwegs, sodass es mit viel Zeit und noch mehr Wasser an den Aufstieg ging. Untem vom Straßenniveau über die Serpentinen der lokalen Händler bis zum Gleis und dann querfeldein noch weiter und höher. Am Ende zeigte die Uhr eine Höhe von 4228m und eine Luftfeuchtigkeit von 10% an. Immerhin war das Wetter eine 1+, sodass der Wolkenzug immerhin bei strahlendem Sonnenschein die Brücke passierte, sodass ich höchst zufrieden den Abstieg angehen konnte. Abgesehen von diesem Zug gibt es auf der Strecke übrigens keinen weiteren planmäßigen Verkehr mehr. Sie wird aber nach wie vor auf gesamter Länge unterhalten. * Unten auf dem Parkplatz habe ich drei parkende Autos entfernt. Datum: 16.04.2024 Ort: Viaducto La Polvorilla, Argentinien Land: Übersee: Südamerika BR: AR-EMD GT22 Fahrzeugeinsteller: Trenes Argentinos Kategorie: Bahn und Landschaft Top 3 der Woche: 29 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Der Tankhalt geschrieben von: Yannick S. (1254) am: 27.09.24, 15:47 |
Eigentlich waren wir auf dem Weg von Buenos Aires nach Cordoba und wollten eigentlich auch nur in Cordoba ankommen. Die Landschaft in diesem Teil Argentiniens hat man sehr schnell gesehen. Unser Auto hatte aber einen recht kleinen Tank, so langsam müssten wir mal tanken. Meine Freundin suchte nichtsahnend einen Ort raus, wo Google einige Tanken kannte. Cañada de Gómez, nie gehört davon. Tanken war auch kein Problem, doch mein geübter Blick beim Tanken erblickte am Ende der Straße ein Andreaskreuz. Na also die fünf Minuten haben wir doch sicher noch, um da mal kurz zu gucken? Flehender Blick zum Beifahrersitz... ein Nicken.
Aber oh upps, das war ja richtig nett hier, so ein richtig schöner Landbahnhof, sogar noch mit Formsignalen. In der Wärterbude am BÜ war Leben. Englisch sprach man aber leider nicht. Aber meine Frage nach dem nächsten Zug verstand man trotzdem. Nur mit der Antwort rechnete ich nicht: Zehn Minuten! Tatsächlich, wenige Minuten später tauchte am Ende der Geraden ein Licht auf. In den Bahnhof fuhr eines von drei werktäglichen Zugpaare, die aus Rosario kommend hier enden, ein. Nur dieses eine verkehrt allerdings bei Tageslicht. Was ein Zufall! Datum: 08.04.2024 Ort: Cañada de Gómez, Argentinien Land: Übersee: Südamerika BR: AR-EMD GT22 Fahrzeugeinsteller: Trenes Argentinos Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 8 Punkte 4 Kommentare [»] |
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