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Die Anschlussbude Monumentenbrücke geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 18.02.26, 17:37 |
Bleiben wir noch einen Moment im Berlin der 80er Jahre. Wir stehen auf der Brücke der Kolonnenstraße in Berlin-Schöneberg und blicken einem Stadtbahner hinterher, welcher auf der S 2 Richtung Frohnau unterwegs ist und als nächstes den S-Bahnhof Yorckstraße erreichen wird. Zahllose Gleise liegen hier nebeneinander, und früher führte die Trasse zum Anhalter Bahnhof. In den 80er Jahren waren außer der beiden S-Bahngleise nur noch ein Anschlussgleis im linken Vordergrund befahren, ferner der Abzweig zum Postbahnhof und zur Monumentenhalle. Wir erkennen das Stellwerk Abm, dessen offizielle Bezeichnung "Anhalter Bahnhof Mitte" lautete. Gern wurde etwas salopp auch die Bezeichnung "Anschlussbude Monumentenbrücke" verwendet. Das Stellwerk wurde 1899 errichtet, wurde aber im Zuge der umfangreichen Erneuerungen der Gleisanlagen zum Nord-Süd-Tunnel im Jahr 2002 außer Betrieb genommen und abgerissen. Kurios ist die Sicherung des Anschlussgleises durch ein Sv-Signal der S-Bahn.
Der Vergleich mit einer Aufnahme aus dem Jahr 2018, nur wenige Meter weiter: [www.drehscheibe-online.de]. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 23.05.1987 Ort: Berlin Kolonnenbrücke [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte |
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Wo die Ringbahn heute das Nordkreuz erreicht geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 15.02.26, 18:21 |
Kurz hinter dem S-Bahnhof Schönhauser Alle war in westlicher Richtung die Ringbahn zu Ende, und die Züge knickten nach Norden Richtung Pankow ab. Wir beobachten zwischen den Häuserzeilen das rege Treiben auf der S-Bahn, welche an dieser Stelle mit fast allen Baureihen vorbei kam, die damals bei der Reichsbahn eingesetzt waren. Man sah Stadtbahner, 276.1, die etwas schnittigeren 277 und die "Cola-Dosen", wie wir die neuen Züge der Baureihe 270 nannten. Hier rauscht gerade ein Zug der Baureihe 277 auf der Zuggruppe O nach Blankenburg vorbei. Über der Häuserzeile wacht der "betende Riese vom Humannplatz". So wurde im Volksmund die Kirche St. Augustinus in der Dänenstraße genannt.
Am 02.09.1991 waren die hinter mir liegenden parallelen Ferngleise wegen Bauarbeiten gesperrt. Heute ist der Ring längst geschlossen, und hinter dem Fotografen befindet sich das Nordkreuz, mit zahlreichen Über- und Unterführungen sowohl für die S-Bahn als auch für die Fernbahn. Von einer langen Fußgängerbrücke hat man heutzutage einen tollen Blick auf das Verkehrsgeschehen an dieser Stelle: [www.drehscheibe-online.de] Und nur wenige Meter weiter sah es 1992 so aus: [www.drehscheibe-online.de] Und wie dicht und dennoch unerreichbar die beiden Stadthälften vor der Wende waren, mag dieses Bild aus Gesundbrunnen verdeutlichen - der Kirchturm des "betenden Riesen" ist hinter der Millionenbrücke gut zu erkennen: [www.drehscheibe-online.de] Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 02.09.1991 Ort: Berlin Nordkreuz [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 5 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Mietskasernen und Brandschutzmauern geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 08.02.26, 13:54 |
Zwischen Mietskasernen und Brandschutzmauern verlief in Berlin der östliche Innenring zwischen den Bahnhöfen Prenzlauer Allee und dem Grenzstreifen an der Bösebrücke. Am 13.06.89 war der Prenzlauer Berg für mich noch "drüben", und anlässlich irgend einer Veranstaltung ging es in jene Richtung, mit einem Abstecher zur Brücke der Dunckerstraße, von welcher kürzlich in die Gegenrichtung dieser Blick [www.drehscheibe-online.de] gezeigt wurde. Nun, hier sehen wir den Blick auf den S-Bahnhof Prenzlauer Allee, dessen 1891/92 erbautes Empfangsgebäude im Klinkerstil im Hintergrund zu erkennen ist. Im Bahnhof ist soeben ein Stadtbahner im Hauptstadtlack eingetroffen und es geht gleich weiter Richtung Ostkreuz.
Die Gleise im Vordergrund wurden zu jenem Zeitpunkt gerade saniert und für die Elektrifizierung vorbereitet. Berühmt ist der Fotopunkt aus früheren Zeiten, als hier noch die Schnellzüge Richtung Ostsee mit ölgefeuerten Stralsunder 03.10 vorbeikamen. Lang ist´s her... Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 13.06.1989 Ort: Berlin Prenzlauer Allee [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 12 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Blick von der Kynastbrücke zur Wendezeit geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 07.02.26, 17:24 |
Wie sehr sich Berlin in den letzten 30 Jahren verändert hat, kann man an zahllosen Orten in der Hauptstadt beobachten. Insbesondere von den Brücken östlich vom Ostbahnhof lässt sich die Veränderung des Stadtbildes kaum in Worte fassen. Warschauer Brücke, Modersohnbrücke, Kynastbrücke - die Bilder, die hier die Jahrzehnte durchstreifen, erzählen Geschichten.
Der Blick von der Kynastbrücke, unmittelbar neben dem oberen Ringbahnsteig am Bahnhof Ostkreuz gelegen, ist schon desöfteren in der Galerie gezeigt worden. Interessant ist hier im Vergleich zu heute, wie sehr sich hier nach dem Umbau die Lage der S-Bahn-Gleise geändert hat - und welche Gebäude heute noch stehen und welche nicht. Kommen wir in den Spätsommer 1990. Die Rücktour einer Fotoaktion auf der Schöneiche-Rüdersdorfer Straßenbahn führte quer durch die Stadt, mit einer Knipspause an der Kynastbrücke. Der Stadtbahner war damals noch sehr präsent. Hier sehen wir einen Vollzug auf der Zuggruppe G zur Friedrichstraße im "Hauptstadtlack". Bereits Anfang der 90er Jahre war bei den Stadtbahnern der Reichsbahn diese Lackierung häufiger vertreten als der ursprüngliche Farbton in Rot/Ocker, und es gab mitunter Züge, welche aus Vierteln beider Lackierungsvarianten bestanden. Völlig bunt wurde es dann nach der Wende, als Stadtbahner der BVG mit den Reichsbahnzügen im gemeinsamen Zugverband liefen. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 02.09.1990 Ort: Berlin Ostkreuz [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Im Humboldthain geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 01.02.26, 11:33 |
Der Humboldthain. Ein Volkspark in Berlin-Gesundbrunnen, im Bezirk Wedding. Ein geschichtsträchtiger Ort, über den kürzlich an dieser Stelle [www.drehscheibe-online.de] berichtet wurde. Die S-Bahn umrundet an seiner Nordwestseite den Park, und wir stehen auf der Brücke der Grenzstraße unweit des gleichnamigen S-Bahnhofes und beobachten im Herbst 1988 einen ausfahrenden Stadtbahner auf der S 1, welcher demnächst in den Nord-Süd-Tunnel einfahren wird. Auf diesem Bild haben wir die Brücke der Grenzstraße im Hintergrund: [www.drehscheibe-online.de]
Wir sehen die Gleise der S-Bahn und rechts daneben noch die Trasse zum Stettiner Bahnhof. Früher tobte auf der Trasse das Leben, mit Urlauberzügen Richtung Ostseeküste, deren Weg im Stettiner Bahnhof begann. Im Herbst 1988 erkennen wir man gerade noch ein Gleis, welches sogar eine Stromschiene besaß, für die Anbindung eines Werkes der S-Bahn auf dem Gelände des früheren Stettiner Bahnhofs, später in Nordbahnhof umbenannt - nur, damit kein falscher Eindruck gegenüber den Folgen des 2. Weltkrieges aufkommt... Die gleiche Szene 20 Jahre später. Die Natur erobert, wo sie kann. [www.drehscheibe-online.de] Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 22.10.1988 Ort: Berlin Humboldthain [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Morgens in Gesundbrunnen geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 31.01.26, 13:09 |
Machen wir weiter mit ein bissel Berlin-Geschichte..;-)
Bereits einige Bilder sind aus Berlin-Gesundbrunnen in die Galerie gelangt. Aktuelle wie historische. Jetzt ein einzelnes Bild zu verlinken wäre den übrigen Bildern nicht gerecht. Daher empfehle ich dem geneigten und interessiertem Berlin-Besucher die Lektüre sämtlicher Bildtexte. Wir schreiben den 16.06.88. Ein früher Juni-Morgen, welcher in erster Linie dem Franzosenzug diente, welcher hier 3 x pro Woche morgens gegen 7 Uhr aufzukreuzen pflegte. Als Beifang entstand an jenem Morgen die Aufnahme einer S 2 nach Frohnau, wie sie soeben den Bahnhof Gesundbrunnen verlässt. Wir sehen links daneben die beiden weiteren Bahnsteige: in der Mitte, fast vollständig von der Natur zurückerobert, der Bahnsteig für die Vorort-und Fernzüge, welche vom Stettiner Bahnhof kommend, ihren Weg in Richtung Ostseebäder eingeschlagen haben. Links daneben der ehemalige Ringbahnsteig. Was muss hier früher los gewesen sein...? Genau: das, was in etwa heute los ist, wenn man auf der Swinemünder Brücke steht und sich den Verkehr anschaut. Im Juni 1988 kam alle zehn Minuten eine S-Bahn - und sonst nur der Franzosenzug sowie der überschaubare Güterverkehr nach Schönholz und Tegel - auf einem einzigen Gleis. Was sehen wir noch? Links im Hintergrund erkennen wir ein metallenes Denkmal auf einem Hügel. Hierhinter verbirgt sich der Humboldthain, benannt nach dem großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Das Denkmal wurde zur Erinnerung an die deutsche Einheit aufgestellt und zeigt zwei getrennte Hälften, welche von einem Ring zusammengehalten werden und somit die Symbolik der Teilung Deutschlands darstellen. Aber worauf steht das Denkmal? Nun, spulen wir die Zeit in den zweiten Weltkrieg zurück. Hier entstand Anfang der 40er Jahre ein hoher Flakturm sowie daneben ein Leitturm zur Verteidigung der Stadt gegen Luftangriffe der Alliierten. Innerhalb des Turms existiert eine siebenetagige Bunkeranlage, welche heutzutage besichtigt werden kann. Der Hügel um die Türme herum entstand erst nach dem 2. Weltkrieg als Trümmerberg, und die Bunker wurden nach dem Krieg nie gesprengt. Und jetzt kommt wieder die Eisenbahn ins Spiel: Gesundbrunnen war damals in der französischen Besatzungszone, und die Franzosen wollten vermeiden, dass durch die Sprengung die unmittelbar darunter liegenden Gleise der Reichsbahn beeinträchtigt werden, sprich: man wollte die russische Besatzungsmacht nicht unnötig provozieren. Wir verdanken somit mitten in der Stadt dieses sehenswerte Denkmal deutscher Geschichte, und ich kann nur jedem Berlin-Besucher empfehlen, den etwas mühsamen Anstieg über diverse Treppen hoch zum Bunkerplateau auf sich zu nehmen. Allein der Blick auf die Stadt entschädigt! Scan vom Fuji-Kleinbilddia. Einige wirklich unästhetische Baukräne wurden digital zu Fall gebracht. Datum: 16.06.1988 Ort: Berlin Gesundbrunnen [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Berlin Wollankstraße geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 29.01.26, 16:52 |
Berlin, Bahnhof Wollankstraße, im April 1988. Die ersten Sonnenstrahlen laden zu einer Radtour ein. Es geht quer durch die Innenstadt, hoch Richtung Wedding. Hier und da entstehen ein paar Fotos entlang der Stadtbahn und der Nord-Süd-Strecke. Die Wollankstraße endet jäh an der S-Bahn-Trasse, es geht nicht weiter. Hinter der Trasse liegt Berlin-Pankow, ganz nah dran und doch so weit weg. Man glaubt, das Quietschen der Räder der Reko-Straßenbahnen zu hören, welche "drüben" ihre Kreise ziehen.
Die Trasse der S-Bahn liegt hier erhöht an der Nordbahn, und sie war ein politisches Kuriosum: der Bahnhof lag bereits auf Ost-Berliner Gebiet, hatte jedoch nur einen einzigen Zugang von Berlin (West). Reisende wurden auf diese Situation hingewiesen. Unmittelbar hinter dem Bahnhof lag der Grenzstreifen. Ein weiteres Kuriosum bestand darin, dass der Bahnhof auch nach Übernahme der West-Berliner S-Bahn durch die BVG zur Reichsbahndirektion Berlin gehörte; die Personale in Reichsbahnuniform kamen bis zur Wiedervereinigung aus Ost-Berlin. Wir beobachten einen einfahrenden Stadtbahner der BVG. Auch die parkenden Autos sind heutzutage einen Blick wert. Die Wollankstraße heute: wie selbstverständlich fährt man unter der S-Bahn-Trasse vom Wedding nach Pankow. Kaum einer erinnert sich hier an die kuriose Situation vor der Wende. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 17.04.1988 Ort: Berlin Wedding [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 11 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Grau in grau geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 28.01.26, 17:40 |
Berlin Prenzlauer Berg. Ein diesiger Märztag anno 1987. Graue Häuserschluchten umgeben mich; man hat den Eindruck, alle Gebäude tragen den gleichen Farbton. Es riecht etwas nach Braunkohle. Ich stehe etwas verstohlen auf der Brücke der Dunckerstraße und beobachte den S-Bahnbetrieb auf dem östlichen Innenring. Passanten huschen vorbei. Die meisten nehmen keine Notiz von dem Fotografen, einige beäugen einen höchstens etwas neugierig. Hinter mir ist der S-Bahnhof Prenzlauer Allee. Alle Nasenlang kommen S-Bahnen vorbei, und gleich einer der ersten Züge, die ich erwische, ist der Prototyp des Bankierszuges. Er entschwindet Richtung Schönhauer Allee, und ich denke mir: der kommt demnächst wieder zurück. Bingo! Treffer für das nachfolgende Motiv am S-Bahnhof, wo hinter mir der Verkehr auf der Prenzlauer Allee tobt. Es sollte jenes Bild entstehen [www.drehscheibe-online.de], und dem Bankierszug folgte sogleich ein weiteres Schmankerl in Form eines noch nicht modernisierten Triebzuges der Baureihe 277, noch mit alter Kopfform.
Infos zum Bankierszug bitte ich dem verlinkten Bild zu entnehmen. Der Tag führte mich kreuz und quer durch den "anderen" Teil der Hauptstadt, immer auf der Suche nach den besonderen, noch nicht modernisierten Fahrzeugen der Baureihen 276 und 277. Ob mich jemand beobachtet hat? Ob sich ein "Organ" für den klassenfeindlichen Fotografen interessiert hat. Abends, bei der "Ausreise" (was für Wörter , heutzutage...) am Bahnhof und Grenzübergang Friedrichstraße war ich einer von vielen Bürgern von "drüben". Und machen wir uns nichts vor: eine gewisse Erleichterung war immer zu spüren, wenn man in die S-Bahn Richtung Berlin-Wannsee stieg, so mit Anfang 20, alleine im "Osten". Unvorstellbar... Scan vom Fuji 100 Kleinbilddia Datum: 15.03.1987 Ort: Berlin Prenzlauer Allee [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte |
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Mitten auf der Dresdener Bahn geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 26.01.26, 11:18 |
Machen wir eine Zeitreise in die 80er Jahre des alten "West-Berlins". Die S-Bahn war in der Hand der BVG, und man hatte seine drei Linien. Es gab zu jener Zeit bei den Triebwagen nur eine Bauform, den "Stadtbahner" der Baureihe 275. Entweder kam er einem in ocker/rot entgegen oder in dem etwas gelberen BVG-Senfton.
Hier mal eine Aufnahme der S 2 von Frohnau nach Lichtenrade, welche -wohnortbedingt- fotografisch etwas seltener besucht wurde als die Wannsee- oder Stadtbahn. Aber am 07.02.86, vor fast genau 40 Jahren, gab es mal einen Fotostop in Berlin-Mariendorf, unweit des ehemaligen Gaswerkes, von welchem wir im Hintergrund einen der wuchtigen Gasspeicher erkennen. Wir befinden uns auf einem schmalen Fußweg zu einer Laubenkolonie und blicken einem Stadtbahner auf seinem Weg nach Frohnau hinterher. Jahrzehnte später: genau dort, wo wir standen, donnert jetzt der Fernverkehr nach Dresden oder der Airport-Express zum Flughafen Berlin-Brandenburg durch. Die Dresdener Bahn ist seit kurzem wieder eröffnet, und die Züge sieht man hinter den meterhohen Schallschutzwänden nicht. Die Laubenpieper gibt es nicht mehr, ebenso wenig das Gaswerk Mariendorf geschweige den Stadtbahner. Wir erkennen auf dem Bild im Hintergrund einen Anschluss zu einem Tanklager - und dieser Anschluss war Thema jener Aufnahmen, auf welchen die Bauarbeiten auf der Dresdener Bahn gerade im Gange waren: [www.drehscheibe-online.de], [www.drehscheibe-online.de]. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 07.02.1986 Ort: Berlin Mariendorf [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Glühlampen und Holzklasse geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 16.12.24, 17:04 |
Naa, wer möchte da nicht sofort einsteigen und eine Zeitreise starten..? ;-)
Bei der Übernahme der Betriebsrechte der S-Bahn durch die BVG standen 114 betriebsfähige Viertelzüge für das Netz in Berlin (West) zur Verfügung. Davon wiesen 29 Viertel eine Glühlampenbeleuchtung auf; der Rest besaß Leuchtstoffröhren. Wir nehmen Platz auf den Holzsitzen, welche gar nicht mal so unbequem waren, und genießen das sonore Singen der Fahrmotoren sowie das Geräusch der Bremsanlage, wenn der Zug im Bahnhof zum Stehen kommt -ein Geräusch, als ob jemand pfeifend ausatmet. Man lauscht der kaum verständlichen Abfertigung über Funk und schaut bei der Fahrt auf Hinterhöfe, Fassaden, Industriegebiete - oder genießt den Grunewald bei der endlosen Fahrt entlang der Avus von Nikolassee zum gleichnamigen Bahnhof. Man rauscht über die Stadtbahn, vorbei an geschichtsträchtigen Bauten. Die Halle vom Bahnhof Zoo. Die Siegessäule, die "schwangere Auster", der Reichstag. Friedrichstraße, dann der Dom, das Rote Rathaus, der Alex. Dann die Passage entlang der Spree, bis wir in die imposanten Hallen des Ostbahnhofes einrollen. Die Fenster in den "Stadtbahnern" konnten geöffnet werden. "Nicht hinauslehnen" stand in vier Sprachen auf einem kleinen Schild auf dem Fensterbrett. So war er, der Stadtbahner in Berlin. Vom Politikum in Berlin (West) zum Kultobjekt... Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 1987 Ort: Berlin [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Westkreuz geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 15.12.24, 10:34 |
So, wie es in Berlin ein Ostkreuz gibt -über welches bereits ein eigenes Buch verfasst wurde- , gibt es das Nordkreuz im Bereich der Bösebrücke / Behmstraße, es gibt den S- und Fernbahnhof Südkreuz - und den Kreuzungsbahnhof Westkreuz.
Ist so ähnlich wie bei Monopoly, nur dass es hier Kreuze und keine Bahnhöfe gibt...;-) Rücken wir also zum Westkreuz vor - aber nicht über Los...! :-) Am S-Bahnhof Westkreuz trifft die Ringbahn auf die Stadtbahn, und bereits einige sehenswerte Aufnahmen von diesem Bahnhof sind in der Galerie enthalten. Nehmen wir also dieses Bild volley [www.drehscheibe-online.de] und kurbeln die Zeit in die guten alten Achtziger zurück. Man lebte in Berlin (West) und nicht in Westberlin (!). Birne war Kanzler, "Ebse" Diepgen war Regierender, und hinter der Mauer war "drüben". Die S-Bahn fuhr bereits unter BVG-Regie, und bis auf einen Wannseebahn-Beiwagen waren auf dem Westnetz nur "Stadtbahner" unterwegs. Und von denen gab es noch 20 nicht modernisierte Viertel, die bereits erwähnten "Passviertel". Züge ohne Sifa, aber mit Steuerleitung, d.h. sie konnten nur zwischen den bereits modernisierten Vierteln "eingepasst" werden, daher der Name. Sie bestachen durch ihre Oberwagenlaternen und besaßen nur einen Frontscheinwerfer - und waren für unsere Generation so etwas wie die "Ur-S-Bahn". Im Frühjahr 1987 wurde in Berlin die 750jahr-Feier begangen, hüben wie drüben. Aus diesem Anlass fand am 26.04.1987 auf dem Kurfürstendamm ein vielbeachteter Auto- und Buskorso statt, und auf der Stadtbahn war ein "Hörnerzug" zwischen den Bahnhöfen Zoologischer Garten und Grunewald unterwegs. Natürlich war da die hiesige Fangemeinde aus dem Häuschen, und jedes Treppenhaus, jedes Dach, jede Brücke musste für ein Foto dieser herrlichen Fuhre herhalten. Sic: [www.drehscheibe-online.de] Wir stehen hier auf der Brücke der Halenseestraße und blicken auf den Bahnhof Westkreuz. Der Dreiviertelzug, bestehend aus den Vierteln 275 753, 737 und 625, rollt soeben von Grunewald kommend in den Bahnhof ein. Über die dustere Brücke rumpelte seinerzeit der Güterverkehr von Ruhleben oder "HuL" Richtung Grunewald oder Neukölln, und wir erkennen noch das Stellwerk "Wk", mit einer Höhe von 20 Metern über den Stadtbahngleisen der höchste Stellwerksturm Berlins. Wegen Problemen mit dem Untergrund neigte sich das Gebäude im Laufe der Zeit nach vorne und musste im Jahr 1993 abgerissen werden. Die Neigung ist hier im Vergleich zu dem danebenstehenden Gebäude erkennbar. Der Ersatz der Brücke der Gütergleise erfolgte im Jahr 2004. So, bissel Stadtgeschichte...;-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 26.04.1987 Ort: Berlin Westkreuz [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Entlang der Wannseebahn geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 14.12.24, 10:28 |
Bleiben wir noch einen Moment auf der Wannseebahn - deren Vorstadtcharakter hier ganz gut sichtbar wird. Links und rechts hinter den Bäumen befinden sich zwei ausgedehnte Wohngebiete, welche über eine Fußgängerbrücke miteinander verbunden sind. Von dieser Brücke hat man einen Blick auf die Trassen der Wannseebahn und der parallelen Stammbahn, welche früher von Potsdam schnurgeradeaus über Dreilinden und Düppel-Kleinmachnow Richtung Zehlendorf verlief und dann parallel zur Wannseebahn bis zum Potsdamer Bahnhof in Berlin geführt wurde. Das Gleis der Stammbahn wurde zum Aufnahmezeitpunkt für den Militär- und Güterverkehr nach Lichterfelde West genutzt, und wir sehen hier das Einfahrsignal für diesen Bahnhof. Das verkrautete Vorsignal dürfte sich schon lange nicht mehr bewegt haben, denn hinter dem Bahnhof fand Richtung Steglitz so gut wie kein Verkehr mehr statt. Aber in Lichterfelde West war der Verkehr nicht unerheblich und forderte werktags immer einen Goldbroiler als Rangierlok sowie einen weiteren für die Bedienung diverser Anschließer am Ende der Goerzbahn in Zehlendorf Süd.
Auf der parallelen Wannseebahn ist ein "Stadtbahner" auf der S 1 unterwegs und hat soeben den im Hintergrund erkennbaren S-Bahnhof Sundgauer Straße verlassen - welcher ebenfalls die Brademannsche Handschrift zeigt, welche wir schon von verschiedenen Stellwerken kennen gelernt haben. Man beachte auch die Propangasflaschen für die Beleuchtung des Hauptsignals. Relikte vergangener Zeiten... Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 13.05.1988 Ort: Berlin Sundgauer Straße [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 3 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Neulich, am S-Bahnhof Feuerbachstraße geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 11.12.24, 13:13 |
Wie bereits mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] berichtet, stand das letzte Septemberwochenende des Jahres 1988 ganz im Zeichen des 150jährigen Jubiläums der Bahnstrecke von Berlin nach Potsdam. Zu diesem Anlass waren auf der S 1 von Berlin-Wannsee zum Anhalter Bahnhof sowohl die beiden Prototypen der Baureihe 480 als auch ein „Hörnerzug“ der Baureihe 275 unterwegs. Diese Züge wurden mangels Zugbahnfunk hin und wieder als „Passviertel“ zur Verstärkung in der Zugmitte eingesetzt und bestachen durch ihr historisches Outfit mit nur einer Stirnlampe und den herrlichen Oberwagenlaternen. Furore brachte die (Wieder-)Eröffnung der Wannseebahn im Jahr 1985, als derartige Züge monatelang als Halbzug im Fahrgastbetrieb verkehrten und auf den S-Bahnhöfen „manuell“ (mit Kelle !) abgefertigt werden mussten.
Heute finden sich noch wenige Exemplare dieser Bauart im Besitz des Vereins „Historische S-Bahn e.V.“, aber am letzten Septemberwochenende ´88 sorgte dieser Halbzug für Aufsehen, welcher auf der S 1 lief und somit von der lokalen Fangemeinde akribisch verfolgt wurde. Hier sehen wir diesen Zug, wie er soeben am S-Bahnhof Feuerbachstraße einen kurzen Halt eingelegt hat, um seinen Weg Richtung Anhalter Bahnhof fortzusetzen. Ein Zug, welcher uns am 24. und 25.09.88 den ganzen Tag beschäftigt hat. Den S-Bahnhof Feuerbachstraße haben wir hier [www.drehscheibe-online.de] schon gesehen. Als Vergleich ein Zug der Reihe 275 in der damals aktuellen Version, noch in der rot-ockerfarbigen Version anstelle des „Sandgelbs“ der BVG. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 25.09.1988 Ort: Berlin Feuerbachstraße [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 5 Punkte |
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Brandschutzmauern geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 10.12.24, 17:22 |
Brandschutzmauern. Mietskasernen. Ein Formsignal zeigt Halt auf einem Gleis, über welches seit Jahren kein Zug mehr gefahren ist. Brücken erinnern an die Gleise, die hier einst mal lagen und zum Anhalter und Potsdamer Bahnhof geführt haben. Die Natur holt sich ihr Terrain wieder zurück und lässt nur Platz für die beiden S-Bahn-Gleise der Wannseebahn.
September 1988. Wir stehen auf dem verlassenen oberen Bahnsteig des S-Bahnhofes Berlin-Schöneberg, am Ende einer großen Bahnsteighalle entlang der damals noch brach liegenden Ringbahn. Niemand außer Eisenbahnfreunden oder Obdachlosen traute sich hierher in diese einsame Welt inmitten der Hauptstadt. Einer Welt für sich... Unten, auf dem Wannseebahnsteig des Kreuzungsbahnhofes Schöneberg, rollt ein Zug der Baureihe 275 ein. Nach kurzem Halt geht die Reise Richtung Anhalter Bahnhof weiter, das typische Singen der Fahrmotoren hallt an den kahlen Wänden wider. Anhalter Bahnhof. Ein Name voller Ehrfurcht, Respekt und Sehnsucht. Stolze Schnellzüge begannen und endeten dort. Der Henschel-Wegmann-Zug zum Beispiel. Heute erinnert nur noch die Ruine des Portikus an längst vergangene Zeiten, als man von hier noch ins "Anhaltinische" fuhr, oder nach Dresden. Anhalter Bahnhof, unten. Der Endpunkt unseres 275 auf der S 1... Die Wende kam erst ein gutes Jahr später, und wie besoffen grölte jeder das Wort "Wahnsinn"...! Berlin, wie haste dir verändert... Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 24.09.1988 Ort: Berlin Schöneberg [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 11 Punkte |
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Baumschulenweg geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 09.12.24, 16:29 |
Bleiben wir noch einen Moment bei der Berliner S-Bahn. Das denkmalgeschützte Stellwerk "Wsk" in Berlin-Wannsee vom Architekten Richard Brademann [www.drehscheibe-online.de] wurde schon desöfteren in der Galerie gezeigt. Die gleiche Bauform fand sich "drüben" auf dem S-Bahnhof Baumschulenweg. Dieser Bahnhof, gelegen an der Görlitzer Bahn, hatte früher auch einen Vorortbahnsteig. Wir befinden uns auf diesem Bahnsteig und beobachten den Verkehr auf den benachbarten S-Bahn-Gleisen. Ein Zug der Baureihe 276.1 (modernisierter 275) auf der Zuggruppe K Richtung Schönefeld rollt ein und wird nach kurzem Halt seinen Weg zum folgenden Bahnhof Schöneweide fortsetzen.
Wir schreiben den 15.03.1987 - einer von zwei Tagen, welche im März 1987 ganz der S-Bahn in der Hauptstadt der DDR gewidmet wurden. Leider trübte es sich an jenem Tag ab mittags etwas ein, aber noch kam genug Sonne durch, um die Szenerie zu beleuchten, und irgendwie passt es auch zu dem gesamten Flair. Man beachte den Braunkohlenbriketthaufen vor dem Stellwerk. Baumschulenweg heute: einen Vorort- oder Fernbahnsteig gibt es nicht mehr. Aber das Stellwerk hat die Modernisierungen überlebt, wobei die Bahnsteige verkürzt und etwas nach Nordwesten verlagert wurden. Die Gleisführungen und Bahnsteigbelegungen wurden mittlerweile geändert, weil sich hinter dem Bahnhof nunmehr die Strecken trennen Richtung Neukölln oder Richtung Plänterwald / Treptower Park. Früher befand sich ein weiterer Bahnsteig für nordwärts fahrende Züge im Bild nicht sichtbar etwas versetzt hinter dem S-Bahnsteig. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 15.03.1987 Ort: Berlin Baumschulenweg [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 10 Punkte 1 Kommentar [»] |
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VEB Berliner Bremsenwerk geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 08.12.24, 10:55 |
"VEB Berliner Bremsenwerk" stand in großen Lettern am Turm des mächtigen Fabrikgebäudes in der Hirschberger Straße in Berlin Lichtenberg. Früher hieß das Unternehmen "Knorr-Bremse".
Bleiben wir nach der Aufnahme vom Treptower Park [www.drehscheibe-online.de] noch einem Moment beim 10.03.1987 - einem Tag, der von mir von morgens bis abends fast ausschließlich der S-Bahn in "drüben" gewidmet wurde. Man konnte für wenige Mark eine Tageskarte erwerben, mit der man dann kreuz und quer auf dem Netz der S-Bahn unterwegs war. Viele Bilder entstanden auf S-Bahnhöfen oder von Brücken entlang des Innenrings. So auch diese Aufnahme, entstanden vom Ende des Ringbahnsteiges im Bahnhof Ostkreuz. Rechts erkennen wir die Fernbahngleise, welche entweder geradeaus entlang des Rings verlaufen oder hinter dem Turm nach rechts zum Bahnhof Lichtenberg abzweigen. Wir sehen einen damals ganz gewöhnlichen Zug der Zuggruppe K nach Schönefeld, gebildet aus einem Vollzug (sprich: vier Viertel, acht Wagen) der Baureihe 276.1 im Hauptstadtlack - ehemalige Stadtbahn- oder Wannseebahnwagen der Baureihe 275, welche sich in den 80er Jahren im RAW Schöneweide einem umfassenden Umbauprogramm mit neuer, gerader Kopfform mit nur noch zwei Fenstern unterzogen haben. Nicht zu verwechseln mit den modernisierten 277, welche eine ähnliche, aber eher runde Kopfform erhielten. VEB Berliner Bremsenwerk, 10.03.87...ich hätte NIE gedacht, dass dieses Gebäude Jahre später zu einem riesigen Bürogebäude umgebaut und erheblich erweitert wurde, in das für einige Jahre mein späterer Arbeitgeber einziehen würde und somit vorübergehend für diverse Fotomöglichkeiten sorgen würde. Heute ist das Gebäude wieder entmietet und steht somit anderen Brötchengebern zur Verfügung. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 10.03.1987 Ort: Berlin Ostkreuz [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 7 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Neulich, am Treptower Park geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 07.12.24, 10:21 |
Vor kurzem wurde dieses Bild aus Berlin vom Weihnachtszug [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie aufgenommen. Kurbeln wir die Zeit zurück in den März 1987. Die gleiche Stelle, die gleiche Baureihe - ein Stadtbahner.
Im März 1987 wurden zwei Tage mal nicht mit "Einreisen" zu den Dampflokhochburgen der Deutschen Reichsbahn unternommen, sondern es ging nach "Ostberlin" (pfui..;-) ), um den ganzen Tag damit zu verbringen, den damals hochinteressanten S-Bahn-Betrieb einzufangen. Im "Westen" gab es nur die Stadtbahner, aber "drüben" rollte alles vor die Linse, was es noch an Baureihen gab: ebenfalls die Stadtbahner, im Hauptstadtlack oder noch, wie hier, im ursprünglichen Lack. Es gab noch 277 mit ihrer ursprünglichen runden Kopfform, es gab den Prototyp der Baureihe 270, es gab den "Suppenzug" oder die "Bouletten-Susi", als Peenemünde-Viertel zur Versorgung der Personale auf den Bahnsteigen unterwegs. Es gab noch den Wannseebahnwagen mit seiner besonderen Kopfform, den Bankierszug der Baureihe 276 und natürlich zahllose modernisierte 277 oder 276.1. Sprich: man stellte sich irgendwohin, und jeder Zug war eine andere Baureihe oder Farbvariante. Und nicht zu verachten: der Beifang auf den Fernbahngleisen nebenbei. Damals kam ich mir irgendwie mulmig vor, als 22jähriger allein über den Grenzübergang Friedrichstraße in den anderen Teil, sprich in die "Hauptstadt der DDR" einzureisen. Würde man mich beobachten? Mit zwei Minoltas um den Hals fiel man sofort auf, Klamotten hin oder her. Gestalten in viel zu engen, braunen Lederjacken sah man überall. Oder war es immer der Gleiche...? Aber man tat ja nicht wirklich etwas verbotenes. Die Tage verliefen völlig harmlos, und mit zahlreichen belichteten Filmen ging es über den "Tränenpalast" wieder nach Hause nach Nikolassee. Heute schmunzelt man drüber, aber irgendwie war es eine geile Zeit, damals... Und auf diese Weise entstand das Bild eines gewöhnlichen Stadtbahners, wie er auf der Zuggruppe "Otto" die Spreebrücke überquert und sogleich den S-Bahnhof Treptower Park erreicht. Ich lade zum Vergleich ein...! ;-) Das Bild ist steinalt und sieht auch genauso alt aus. Hier geht´s mir einfach um den Vergleich. Ich hätte es ohne die Steilvorlage nie herausgekramt. Datum: 10.03.1987 Ort: Berlin Treptower Park [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 8 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Weihnachtszug über der Spree geschrieben von: KBS443 (595) am: 03.12.24, 09:00 |
Olli hat ja schon vorgelegt und die vormittägliche Runde des Weihnachtszugs am Bahnhof Halensee gezeigt [www.drehscheibe-online.de] , gerne wäre ich da auch schon vor Ort gewesen, aber mein ICE fuhr nur wenige Minuten vor seiner Aufnahme über die im Hintergrund befindliche Stadtbahn. Am Nachmittag stapelte sich eine kleine Fotografenrunde am Bahnsteigende am Treptower Park, damit auch alle irgendwie einen Blick vorbei an den Signalen erhaschen können. Über die Dekoration gab es vor Ort schon den ein oder anderen kritischen Kommentar, ich finde man sollte froh sein die historischen Fahrzeuge überhaupt wieder erleben zu können.
Drei, teils angeschnittene, Baukräne habe ich digital entfernt. Datum: 01.12.2024 Ort: Berlin Treptower Park [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Historische S-Bahn e.V. Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 6 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Der Weihnachtszug geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 01.12.24, 22:25 |
So langsam kommt ja die besinnliche Zeit ins Rollen. Zahlreiche Sonderzüge klappern diverse Weihnachtsmärkte ab, historische Straßenbahnen kurven geschmückt durch zahlreiche Städte, und auch in Berlin ist seit dem letzten Jahr nach endlos langer Abstinenz wieder ein historischer S-Bahn-Zug unterwegs. Der Zug ist als sogenannter "Halbzug" unterwegs, bestehend aus zwei Vierteln. Das eine Viertel ist ein "Stadtbahner" der Baureihe 275, das andere Viertel ist ein ET 167 aus den 30er Jahren. Beide Viertel sind derzeit die einzigen betriebsfähigen Fahrzeuge des Vereins "Historische S-Bahn e.V.", welcher eine größere und ansehnliche Fahrzeugflotte besitzt, die im Depot in Erkner untergebracht ist.
An allen Adventswochenenden ist der Zug samstags und sonntags mit jeweils drei Fahrten unterwegs - und es sind alle Fahrten ausverkauft ! Es spricht für das Interesse der Berliner an "ihrer" S-Bahn. Hier werden Erinnerungen wach, und der typische Sound der Fahrmotoren klingt wieder ins Ohr und lässt die Vergangenheit wieder aufleben, in der man mit den Zügen zur Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen oder einfach um des Fahrens Willen seine Runden über das Schienennetz gedreht hat. Am Wochenende 30.11./ 01.12.24 war wohl so ziemlich alles aus dem Häuschen. Es herrschte glasklares und kaltes Spätherbstwetter, aber man musste ganz schön zirkeln, welche Motive in der Hauptstadt noch umsetzbar waren oder bereits in den Schatten versanken. Hier stehen wir in Berlin-Halensee auf der Kurfürstendammbrücke und beobachten den weihnachtlich geschmückten Halbzug, wie er aus der Verbindungskurve der Stadtbahn kommt und sich im Bahnhof Halensee in den Südring einfädeln wird. Datum: 01.12.2024 Ort: Berlin Halensee [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Historische S-Bahn e.V. Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Auf der Mauer, auf der Lauer... geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 26.02.23, 13:03 |
...sitzt´n Fotograf...
Bornholmer Straße, am ersten Weihnachtsfeiertag des Wendejahres. Bis zur Gans sind es noch ein paar Stunden Zeit. Zeit genug, sich mit neuen Motiven in der wiedervereinigten Stadt zu beschäftigen. Motive, die man oft sah - aber nie umsetzen konnte. Bornholmer Straße. Ein Synonym für einen der wenigen Grenzügergänge, den man von Berlin (West) in die Hauptstadt der DDR mit dem PKW passieren konnte. An Absurdität und Scham grenzende Szenen, die man immer in Erinnerung behalten wird. "Hamse Waffen, Munitioonen, Sendeanlaachen und Fungjeräde dabei...?" "Wieso, braucht man das hier..?" Diese Frage haben wir uns nie getraut, zu stellen. Bei den Verwandtenbesuchen im Ostteil der Stadt gab es immer was am Grenzübergang zu beobachten. Manchmal war die Autoschlange so lang, dass man auf der Brücke stand - und beobachten konnte, wie ein Güterzug mit einer Dampflok drunter durchpaffte. Alt genug war ich damals , um zu erkennen, ob es eine 44 (aus Eberswalde) oder eine der zahllosen 52 war. Die Grenze war mir pupsegal. Ich wollte die Dampfloks sehen - und die quietschenden Reko-Wagen auf dem Weg zum Onkel in Pankow. Bornholmer Straße, Weihnachten 1989. Die Wende war noch jung, die Mauer stand noch. Verlassene Wachtürme standen da, wie Mahnmale. Endlich kam man legal auf die Brücke, mit Fotoapparat. Zahlreiche S-Bahn-Züge dröhnten unter uns hindurch, ohne Halt. Den gab es erst später, wie uns dieses eindrucksvolle Foto belegt: [www.drehscheibe-online.de] Und die Brücke von diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] ist auch dabei; die kleine, die damals noch übrig war. Die gleiche Szene, nur von der anderen Seite. Einer der wenigen nicht modernisierten Züge der Baureihe 277 im Hauptstadtlack passiert die Szene wie selbstverständlich. Formschöne Fahrzeuge, bis heute als Museumsfahrzeug erhalten und hoffentlich bald wieder fahrfähig. Bornholmer Straße. Heute fährt wie selbstverständlich die Tram wieder "rüber" bis zum Virchow-Klinikum. Seltsam...wir sagen immer noch "rüber"... Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 25.12.1989 Ort: Berlin Bornholmer Straße [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 21 Punkte 7 Kommentare [»] |
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Botanik geschrieben von: Johannes Poets (750) am: 26.02.23, 10:00 |
Auch für dieses Bild diente die Swinemünder Brücke als Fotostandpunkt. Hier befindet sich der Bahnhof Gesundbrunnen im Rücken des Fotografen. Die S-Bahn N I 1 Frohnau – Lichtenrade mit dem 275 475-2 an der Spitze kommt dort gleich zum Halten. Vor lauter Botanik mag man gar nicht glauben, hier inmitten einer Millionenstadt zu sein.
--- Scan vom Kleinbild-Dia (Ektachrome 64) Datum: 24.09.1981 Ort: Berlin Gesundbrunnen [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 8 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Bauliche Veränderungen geschrieben von: Johannes Poets (750) am: 24.02.23, 20:00 |
Im Jahr 1981 lag der Bahnhof Gesundbrunnen noch im Berliner Dornröschenschlaf. Ein Vergleich mit den in der Galerie befindlichen Bildern vom heutigen Zustand dieses Bahnhofs veranschaulicht eindrucksvoll die in den vergangenen 40 Jahren vorgenommenen baulichen Veränderungen. Wir sehen den 275 379-6 an der Spitze einer S-Bahn N II 6 Lichterfelde – Heiligensee.
--- Scan vom Kleinbild-Dia (Ektachrome 64) Datum: 24.09.1981 Ort: Berlin Gesundbrunnen [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 12 Punkte 7 Kommentare [»] |
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Die Ulbricht-Kurve geschrieben von: 475er (101) am: 24.02.23, 09:23 |
In Berlin gab es einige Orte, wo die Absurdität der Teilung der Stadt für mich besonders sichtbar wurde.
Neben dem Bahnhof Friedrichstraße, an dem man durch eine Blechwand geteilt, die Lautsprecherdurchsagen und S-Bahnfahrten in Ost und West hören konnte, wo der Zugang zum anderen Bahnsteig aber oftmals eine Welt entfernt lag, gehörten insbesondere die Bahnanlagen an der Bösebrücke zu diesen Orten. In der Mitte des Areals trennte der Todesstreifen die Bahnanlagen von Ost und West. So nah und doch so unerreichbar... Um ein Überklettern der Mauer aus einem Zug heraus zu unterbinden, wurde in diesem Bereich die Mauer besonders hoch ausgeführt. Eine gute Darstellung dieser Anlagen wurde kürzlich hier gezeigt [www.drehscheibe-online.de] Vor dem Mauerbau war der Bahnhof Bornholmer Straße ein wichtiger Umsteigepunkt. So kreuzte die Strecke von der Schönhauser Allee nach Pankow jeweils vor und hinter dem Bahnhof Bornholmer Straße die Fernbahngleise, um auf die Seite der Strecke Gesundbrunnen nach Schönholz zu gelangen und einen bequemen Umstieg zwischen diesen Linien zu ermöglichen. Dieser Zustand stellte mit dem Mauerbau aber ein Problem dar, da der Bahnhof Bornholmer Straße auf dem Gebiet von Berlin (West) lag und somit die Züge nicht mehr von der Schönhauser Allee gen Pankow kamen. Um wieder eine Verbindung dieser Strecken herzustellen, wurde auf der östlichen Seite eine neue Verbindungskurve gebaut, die im Volksmund als "Ulbricht-Kurve" nach dem damals amtierenden Staatsratsvorsitzenden der DDR, Walter Ulbricht, bezeichnet wurde. Noch bis 2001 war diese Trasse in Betrieb. Im Zusammenhang mit den Umfangreichen Umbaumaßnahmen im Bereich Gesundbrunnen mit Einführung des Pilzkonzepts wurde dann wieder der Zustand vor der Teilung hergestellt. So kann man heute wieder ganz selbstverständlich an diesem Bahnhof in alle Himmelsrichtungen umsteigen. Zum Aufnahmezeitpunkt im Sommer 1999 sind die Grenzanlagen bereits verschwunden, lediglich die Mauer links vom Zug ist noch ein kleines Überbleibsel aus der Zeit der deutschen Teilung. Die Aufnahme entstand von der Bösebrücke mit Blick in Richtung Innenstadt, wo man den Fernsehturm im Hintergrund erkennen kann. Links die Häuser gehören zum Bezirk Pankow. Scan vom 6*6 Datum: 07.1999 Ort: Böse Brücke, Bornholmer Straße [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Immer an der Wand lang geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 23.02.23, 17:58 |
Zu dieser Aufnahme muss man unbedingt diese weitere Aufnahme hinzuziehen: [www.drehscheibe-online.de]. Und hier sei insbesondere auf die Kommentare zu der anderen Aufnahme hingewiesen.
Wir stehen unweit der Bösebrücke, auch Bornholmer Brücke genannt. Bis 1986 gab es hier eine Trassenführung für die Güter- und Militärzüge von Tegel über Schönholz Richtung Gesundbrunnen über die beiden -infolge der Grenzziehung nutzlosen- Brücken, und insbesondere das hintere Gleis, über welches u.a. der berühmte "Franzosenzug" von Tegel nach Strasbourg geführt wurde, verlief im wahrsten Sinne des Wortes in greifbarer Nähe zur Mauer. Diese Situation änderte sich später, wie wir auf der verlinkten Aufnahme sehen. Die größere der beiden Brücken ist verschwunden, und die Militär- und Güterzüge von Tegel nahmen den Weg nur noch über die kleinere Brücke. Im Februar 1986 ist ein "Stadtbahner" der Baureihe 275 in Richtung Frohnau jedoch noch vor der Kulisse aus beiden Brücken unterwegs. Der Blick heute..? Fahrt mal hin; ihr erkennt nichts wieder...;-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 02.1986 Ort: Berlin Wedding [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 13 Punkte 7 Kommentare [»] |
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Ein Panoramablick an der Spree geschrieben von: 475er (101) am: 23.02.23, 17:21 |
Zwischen 1999 und 2009 konnte man in Berlin eine Stadtrundfahrt der besonderen Art genießen. Eine speziell für Sonderfahrten hergerichtete S-Bahn war meist zum Wochenende auf einem Rundkurs vom Ostbahnhof über den Südring und die Stadtbahn unterwegs.
In bequemen und drehbaren Sesseln konnte man die Stadt an sich vorbeiziehen lassen. Für einen guten Ausblick sorgten bis weit ins Dach gezogene Panoramascheiben, die dem Zug zu seinem Namen verhalfen. Unter den geschätzt 150.000 Fahrgästen, die Berlin auf diese Weise erkundet haben, gehörte auch Queen Elizabeth II. Am 3. November 2004 nutzte sie den Zug für eine Fahrt vom Ostbahnhof nach Potsdam. Leider sprechen alle Zeichen gegen eine erneute Aufarbeitung dieses besonderen Einzelstücks. Immerhin ist es museal erhalten und kann so auch heute noch als Ausstellungsstück bewundert werden. Am Aufnahmetag im Februar 2002 konnten die Fahrgäste der Panorama-S-Bahn sicher einen tollen Ausblick bei der Überfahrt über die Spreebrücken am Treptower Park genießen. Nummerntechnisch war das Fahrzeug in die Baureihe 488 eingeordnet. Aufgrund des Bezugs zur Baureihe 477 habe ich es in Ermangelung einer Baureihe 488 in der Liste in diese Kategorie einsortiert. Scan vom 6*6 Velvia Zuletzt bearbeitet am 24.02.23, 08:22 Datum: 02.02.2002 Ort: Treptower Park [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Die Dachluke geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 22.02.23, 13:06 |
September 1989. Man war noch jung und ambitioniert. Irgendwie waren das damals die kreativsten Jahre, was Fotomotive anbelangt. Wie bereits bei einigen weiteren Einstellungen aus der Hauptstadt berichtet, war seinerzeit vor uns kein Dachboden sicher, von dem man einen Blick auf die Gleisanlagen hatte. Nun war das im früheren Arbeiterbezirk Wedding einfacher als in der City. Wo woanders Hausflure offen standen und Dachböden nicht verschlossen waren, gab es hier "The German Angst" und Gegensprechanlagen. Also half nur die überzeugend wirkende Kommunikation...;-)
Wie bereits einige Jahre zuvor erfreute uns die Reichsbahn ein Mal pro Jahr mit ihren "Informationsfahrten". Hier fuhr für eine Woche eine Dampflok aus dem Traditionspark der DR mit einer historischen Garnitur ein Dreieck zwischen Zoo, Spandau und Wannsee. 03 001 war am Start, 38 1182, 74 1230, 38 205...und im Jahr 1989 war der "Bausatz" 02 0201 in Berlin zu sehen, vor einer authentischen (..pffft) Doppelstockgarnitur in den Berliner Farben rot-weiß, wie man sie als Sputniks zwischen Karlshorst und Potsdam kannte. Dennoch wurde dieser Fuhre aus allen Rohren aufgelauert, und wir haben den Hausmeister einer Schule in Berlin-Charlottenburg dazu bewegt, uns für ca. 30 Minuten den Zugang zum Dachboden zu ermöglichen, von wo man aus mehreren Dachluken einen grandiosen Blick auf die Stadtbahn hatte. Gesagt - getan. In den 30 Minuten kam zwar der Dampfzug, jedoch leider kein Transitzug mit Ludmilla. Beifang waren natürlich mehrere 275er, von denen wir hier einen auf seinem Weg vom Bahnhof Zoo zum nächsten Halt am Savignyplatz sehen. Ja, der Baukran...:-( Kein Berlin-Bild ohne Baukran. Dass der natürlich so dermaßen doof stand, dass er die Gedächtniskirche und den i-Punkt verdeckt, war tragisch. Aber der Kran spielt demnächst auf einem weiteren Bildvorschlag noch eine wichtige Rolle...coming soon..! ;-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 01.09.1989 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven Top 3 der Woche: 17 Punkte 9 Kommentare [»] |
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Der heimliche Museumszug geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 21.02.23, 13:27 |
Was sich hinter dem Begriff "Passviertel" verbirgt, haben wir vor kurzem mit diesem Bild [www.drehscheibe-online.de] thematisiert. Nach der Übernahme der Betriebsrechte durch die BVG im Jahr 1984 verblieben im Westteil der Stadt mindestens ein Dutzend Passviertel, welche jedoch mangels Funk im regulären Betrieb nicht eingesetzt werden konnten. Eine Ausnahme bildete das Frühjahr 1985, als mit der (Wieder-)Inbetriebnahme der Wannseebahn nicht genug reguläre Züge vorhanden waren und somit Halbzüge, bestehend aus zwei Passvierteln, zwischen Wannsee und dem Anhalter Bahnhof zum Einsatz kamen, im Zweimannbetrieb mit Fahrer und Zugabfertiger. Diese Passviertel waren i.d.R. aus einem Trieb- und einem Beiwagen gebildet; reine Steuerviertel waren früher nur zwischen Zehlendorf und Düppel im Einsatz. Das Herrliche an den Triebwagen war ihre ursprüngliche Ausstattung mit nur einem Frontlicht und den beiden Oberwagenlaternen als Schlusslicht.
Nun, bei einem S-Bahn-Betrieb mit Fahrzeugen aus den späten 20er Jahren von einem Museumszug zu sprechen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Im Prinzip war -aus heutiger Sicht- jeder 275er ein Museumszug...;-). Dennoch fanden seitens der BVG hin und wieder Fahrten statt, bei denen bewusst aus den Passvierteln ein Sonderzug gebildet wurde. Nicht nur die BVB (ost) begeisterte zur 750Jahr-Feier der Stadt mit einem restaurierten Museumszug, sondern auch die BVG schickte am 26.04.1987 zu einem besonderen Festanlass einen Dreiviertelzug auf die Reise, bestehend aus den Passvierteln 275 753, 737 und 625. Dieser Zug pendelte den ganzen Tag auf der Stadtbahn zwischen Grunewald und Zoologischer Garten, und im Prinzip wurde von uns damals jeder Schotterstein, den der Zug passierte, verewigt. Wir sehen hier diese herrliche Garnitur, wie sie den Bahnhof Zoologischer Garten verlassen hat und soeben dieses beeindruckende Gebäude an der Stadtbahn passiert. Nächster Halt ist Savignyplatz. Wie es da heute aussieht? Keine Ahnung, aber vor 20 Jahren sah es so aus: [www.drehscheibe-online.de] Erneute Einstellung nach Korrektur der stürzenden Linien (gegen alle Regeln der Optik..;-) ), ferner Änderung der Farbtemperatur Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Zuletzt bearbeitet am 21.02.23, 21:44 Datum: 26.04.1987 Ort: Berlin Charlottenburg [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 6 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Das Stellwerk OKO am alten Ostkreuz geschrieben von: 475er (101) am: 17.02.23, 21:25 |
Die aktuelle Reihe schöner Bilder der alten Berliner S-Bahn möchte ich gerne um ein Bild des Bahnhofs Ostkreuz erweitern.
Die Aufnahme zeigt den Bahnhof im Jahr 1999 im Zustand vor dem großen Umbau. Damals waren die Züge der Baureihe 477 noch ebenso selbstverständlich, wie die Hl-Signale, die aus dem Stellwerk Oko gesteuert wurden. Im hier gezeigten Zustand vor dem Umbau liefen die Trassen aus Lichtenberg und Rummelsburg als parallele Strecken bis zur Warschauer Straße. Erst dahinter, auf dem Weg zum damaligen Hauptbahnhof (heute Ostbahnhof), erfolgte die Verschwenkung der Strecken auf dem Weg zur Stadtbahn. Der Blick von der Kynastbrücke zeigt an diesem sommerlichen Nachmittag die Einfahrt eines Vollzuges aus Richtung Lichtenberg. Auch heute noch hat man von dieser Stellen einen sehr fotogenen Blick auf die Bahnanlagen. Allerdings prägt nunmehr ein großes Überwerfungsbauwerk die heutige Szenerie, da die aus östlicher Richtung kommenden Strecken schon vor dem Bahnhof kreuzungsfrei verschwenkt werden. Scan vom 6*6 Datum: 08.1999 Ort: Ostkreuz [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 8 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Der Museumszug geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 15.02.23, 18:53 |
Was wäre die Berliner S-Bahn ohne ihre Museumszüge..? Nun kann man fragen, wozu man damals einen Museumszug brauchte, wenn man ohnehin in einem "Stadtbahner" der späten 20er und 30er Jahre durch Berlin fuhr. Im "Westen" hatte man einige sogenannte Passviertel im Bestand; Züge, welche wegen fehlender Technik nur mit einem Schaffner unterwegs sein durften, jedoch mit einer Steuerleitung ausgestattet waren und somit nur in der Zugmitte eingesetzt wurden. Erkennbar an ihren herrlichen Oberlichtern und nur einer Frontlaterne. Lange als echtes Steuerviertel eingesetzt auf der Strecke von Zehlendorf nach Düppel (wo ich diese Züge noch als Stippi erleben durfte, aber nie ein Foto gemacht habe). Dann hat der S-Bahn-Betrieb im "Osten" zur 750-Jahr-Feier der Stadt mit einem frisch restauriertem Museumszug überrascht, im Original-Outfit der 30er Jahre und blauer Lackierung des 2.-Klasse-Bereiches. 1987 wurde dieser Zug erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, was uns sofort zu einer "Tageseinreise" in die Hauptstadt der DDR animiert hat. Und siehe da: für die Restauration wurde der 275 659 herangezogen - eines der wenigen noch vorhandenen Steuerviertel, und bis 1980 auf der Strecke Zehlendorf-Düppel im Einsatz. Der Zug kam nach der Trennung von Reichsbahn und BVG 1983 in den Ostteil der Stadt - und wurde 1990 um einen weiteren Viertelzug ergänzt, der jedoch nur aus einem Trieb- und Beiwagen bestand. Hier wurde der 275 815 herangezogen, welcher bis dato auf dem Ost-Netz im Einsatz war.
Am 07.07.1991 fand auf der Stadtbahn eine Veranstaltung statt, zu der mehrere historische S-Bahn-Züge auf der Stadtbahn unterwegs waren. Wir sehen hier einen Halbzug, bestehend aus dem Steuerviertel 2303/ 5447 sowie aus dem Viertel 3662/ 6121, aufgenommen vom Bahnsteigende des Lehrter Stadtbahnhofes, 1987 unter Denkmalschutz gestellt und dennoch dem Hauptbahnhof geopfert. Damals mit der Charité im Hintergrund einer der großen Motivklassiker - und heute noch..ich nenn´es mal: umsetzbar: [www.drehscheibe-online.de] Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 07.07.1991 Ort: Berlin Lehrter Bahnhof [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Mit der Zuggruppe L durch die Kurve am Ostkreuz geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 14.02.23, 17:07 |
Bleiben wir noch eine Weile bei der Berliner S-Bahn. Zwei Tage im März 1987 standen ganz im Zeichen der S-Bahn im Ostteil der Stadt. Wir stehen hier auf einem Bahnsteig am Bahnhof Ostkreuz, welcher damals nur werktags von der Zuggruppe L (Warschauer Straße - Berlin-Buch) bedient wurde und im Zuge der Umbaumaßnahmen längst verschwunden ist. Verschwunden ist seit über 20 Jahren auch die Baureihe 276.1, von der hier ein Zug Richtung Buch soeben den Bahnhof Ostkreuz verlässt - einer Baureihe, welche als Rekonstruktion aus den Stadt- und Wannseebahnern der Baureihe 275 entstanden ist (sogenannte "Nieten-Reko").
Dies ist leider die einzige Aufnahme, welche ich von dieser Stelle habe. Es ist aber weniger der abgebildete Zug, als eher der Blick runter auf die Neue Bahnhofsstraße mit all ihren PKW aus DDR-Produktion, auf das Flair jener Zeit. Vergangenheit, eingefroren auf einem Schnipsel in 24x36 mm, mit Geschichten, welche -wie das Dia- nach 35 Jahren wieder an die Oberfläche gespült werden. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Zuletzt bearbeitet am 14.02.23, 17:09 Datum: 10.03.1987 Ort: Berlin Ostkreuz [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 0 Punkte |
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Ein Wannseebahnwagen geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 13.02.23, 13:38 |
1932/33 entstand für den Verkehr auf der Wannseebahn sowie als Ergänzung der Bankierszüge zwischen dem Potsdamer Bahnhof und Wannsee eine weitere Serie von 49 Viertelzügen, welche sich von den "Stadtbahnern" optisch durch versenkt genietete Wagenkästen unterschied: die Bauart "Wannseebahnwagen", ET/EB 165.8, ab 1970 275.9. Viele von ihnen wurden in das Reko-Programm zur Baureihe 276.1 aufgenommen, aber am 03.02.91 war mit dem 275 963 noch ein Vertreter von ihnen an der Spitze dieses Zuges als H 8 nach Wannsee unterwegs. Die Aufnahme entstand von dem legendären Bilka-Parkhaus am Bahnhof Zoo, damals ein beliebter Fotopunkt in Berlin.
Und erst jetzt, 30 Jahre nach dieser Aufnahme, stellt man fest, dass man, wenn man in das längst vergessene Thema wieder einsteigt, tatsächlich auch mal eine Besonderheit in Form dieser Wagen erwischt hat. Stadtbahner gab es wie Sand am Meer, aber Wannseebahnwagen waren zu jener Zeit bereits selten, und auch bei der Durchsicht früherer Aufnahmen aus dem Ostteil Berlins tauchen höchstens drei oder vier Wannseebahnwagen im Dia-Bestand auf - unter ihnen der bis heute erhaltene Prototyp 275 959 mit seiner geraden Fensterfront. Ob sich die Aufnahme dieses Wagens als galeriefähig erweist, wird sich demnächst zeigen...;-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 03.02.1991 Ort: Berlin Zoologischer Garten [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte |
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Anfang 1935 wurde von der Deutschen Reichsbahn ein Versuchszug für den S-Bahn-Schnellverkehr vom Berlin Potsdamer Fernbahnhof und Wannsee in Dienst gestellt. Dieser Schnellverkehr nutzte zwischen dem Potsdamer Bahnhof und Zehlendorf die parallel zur Wannseebahn verlaufende Stammbahn und fädelte sich erst in Zehlendorf wieder in die Wannseebahn ein, um über die Sationen Lindenthaler Allee, Schlachtensee und Nikolassee ihren Endpunkt in Wannsee zu erreichen. Wegen der Villenvororte zwischen Zehlendorf und Wannsee wurde diese Züge im Volksmund rasch "Bankierszüge" genannt. Die Einfädelung von der Stammbahn in die Wannseebahn in Zehlendorf wurde bereits mit dieser Aufnahme erwähnt: [www.drehscheibe-online.de]
Die Bankierszüge erhielten ein schnittiges Äußeres und hatten anfangs eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Sie benötigten zwischen Zehlendorf und dem Potsdamer Bahnhof nur elf Minuten und waren damit fast doppelt so schnell wie die regulären S-Bahn-Züge. Geliefert wurden nach dem Prototyp bis 1936 weitere zehn Viertelzüge für eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h sowie 34 Viertelzüge für eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h (sog. "Olympiazüge"). in den 70er Jahren wurden alle Bankiers- und Olympiazüge in ein Modernisierungsprogramm einbezogen und in die Baureihe ET 167/ 277 eingeordnet. Lediglich die vier Viertel des Prototyps blieben bis 1988 erhalten. Hier sehen wir einen Dreiviertelzug des Prototypen, bestehend aus den Wagen 276 035, 021 und 025. Alle drei Wagen weisen unterschiedliche Kopfformen auf, wobei der 276 025 der einzige Treibwagen ist, der die ursprüngliche Kopfform mit getrennten Stirnlampen und darunter angeordneten Schlusslichtern trägt. Wir sehen hier diese Garnitur, wie sie am 15.03.1987 den Bahnhof Prenzlauer Allee erreicht. Im Hintergrund die damals typische Bebauung in ihrer zeitgemäßen Patina. Das gleiche Motiv etliche Jahre später: [www.drehscheibe-online.de] (danke, Toaster! ) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 15.03.1987 Ort: Berlin Prenzlauer Allee [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 27 Punkte 11 Kommentare [»] |
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Herbst an der Langenscheidtbrücke geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 06.02.23, 13:42 |
Bleiben wir noch einen Moment auf der Wannseebahn in Berlin. Neulich wurde diese Aufnahme mit dem Blick auf die Langenscheidtbrücke [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie aufgenommen, und von dieser Brücke sind ebenfalls Aufnahmen auf die Trasse der Wannseebahn möglich: wir stehen am 01.10.1986 auf der Langenscheidtbrücke und blicken auf einen "Stadtbahner" Richtung Wannsee, welcher soeben den S-Bahnhof Großgörschenstraße (heute Yorckstraße) hinter sich gelassen hat und seinem nächsten Halt in Schöneberg zustrebt. Der Blick ist geprägt durch die typische Berliner Hinterhofgegend, vermischt mit Industrie. Wir sehen erneut Reste einer Fassadenwerbung. Die Trasse ist hier recht breit, denn parallel zur Wannseebahn lagen früher die Gleise der sogenannten Südringspitzkehre, welche den Ring mit der Strecke zum Potsdamer Bahnhof verbunden hat. Nähere Ausführungen hierüber sind hier [www.drehscheibe-online.de] zu lesen. Man beachte auch das etwas unscheinbare Sv-Blocksignal, aus einem Signalsystem, welche nur bei der Berliner und Hamburger S-Bahn zu finden war bzw. ist.
Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Zuletzt bearbeitet am 06.02.23, 13:46 Datum: 01.10.1986 Ort: Berlin Langenscheidtbrücke [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte |
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Neulich in Friedenau geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 05.02.23, 21:19 |
Vor kurzem wurde diese Aufnahme aus Berlin-Friedenau [www.drehscheibe-online.de] in die Galerie aufgenommen. Und auch hier drehen wir das Rad der Zeit ein gutes Dutzend Jahre zurück. Ein Motiv, welches sich aufgrund der Bebauung im Hintergrund insbesondere für die blattlose Zeit angeboten hat, konnte man hier doch die herrlichen Stadtvillen aus Berlin-Friedenau mit den "Stadtbahnern" im Vordergrund ablichten. Eine Berlin-typische Situation ist jedoch auf beiden Bildern erkennbar: die kahlen Fassaden zur S-Bahn-Trasse wurden früher gern für Werbungen genutzt, und hier prangt der Schriftzug einer bekannten Berliner Tageszeitung an der Fassade, welcher sich dort bis heute gehalten hat. Das Wohnhaus war zwar Ende der 80er Jahre für eine Renovierung fällig, aber der Werbeschriftzug blieb erhalten und ist auch auf der verlinkten Aufnahme erkennbar.
Im Vordergrund rauscht ein "Stadtbahner" auf der S 1 Richtung Wannsee. Das vordere Gleis gehört zur Stammbahn und wurde in den 80er Jahren nur selten für einen sporadischen Güterverkehr zum Güterbahnhof Steglitz genutzt. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 09.11.1986 Ort: Berlin Friedenau [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Blick von der Kolonnenstraße im Wandel der Zeit geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 04.02.23, 11:06 |
Der Blick auf die Langenscheidtbrücke, aufgenommen von der Brücke an der Kolonnenstraße anno 1998: [www.drehscheibe-online.de]. Damals ein Motiv, welches insbesondere durch die interessante Häuserkulisse besticht. Bereits 10 Jahre früher war dieser Blick ebenfalls ein begehrtes Motiv an der Wannseebahn. Wir sehen hier den in dem anderen Bild erwähnten ehemaligen Bahnsteig des S-Bahnhofes Kolonnenstraße, gelegen an der Südringspitzkehre für Züge vom Potsdamer Bahnhof zum Innenring.
Ein BVG-"Stadtbahner" rauscht auf der S 1 nach Wannsee unter uns hindurch und passiert die Häuserkulisse, welche sich im Laufe eines Jahrzehnts bereits gewandelt hat. Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Zuletzt bearbeitet am 04.02.23, 11:08 Datum: 12.03.1988 Ort: Berlin Kolonnenstraße [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 11 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Bahnhof Feuerbachstraße geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 03.02.23, 22:34 |
Kaum ist man ein paar Tage nicht da, kommt ein Kollege daher und beginnt eine Serie mit sehr ansprechenden Bildern von der Berliner S-Bahn aus den Jahren 1998 bis 2003. Diese Steilvorlage kann ich nicht ungenutzt lassen...;-)
Nehmen wir also diese Aufnahme vom Steglitzer Kreisel [www.drehscheibe-online.de] und schrauben die Zeit noch einmal weitere 15 Jahre zurück. Wir schreiben den 13.07.1988. Auf der S 1 verkehrten, wie auf den anderen beiden Linien zu BVG-Zeiten auch, ausschließlich die "Stadtbahner" der Baureihe 275, wahlweise in rot/ocker oder dem etwas gelberen BVG-Ton. Wir stehen ebenfalls auf der Feuerbachbrücke und blicken auf den Steglitzer Kreisel, zu dem in der anderen Aufnahme bereits einiges erzählt wurde. Unser Augenmerk liegt aber eher auf dem Gebäude des S-Bahnhofs Feuerbachstraße aus dem Jahr 1933 mit seiner Rotunde aus Klinker. Wie bereits beim Bahnhof Berlin-Wannsee mit seinem T-Stellwerk Wsk [www.drehscheibe-online.de] oder beim Bahnhof Eichkamp (heute Messe Süd) zeichnet auch hier der bekannte Architekt Richard Brademann verantwortlich, welcher in der Zeit von 1922 bis 1939 zahlreiche Gebäude der Berliner S-Bahn entworfen hatte. Nicht nur Bahnhofsbauten stammten aus seinem Fundus, sondern auch viele Umspann- und Gleichrichterwerke. Unser "Stadtbahner" hat soeben den Bahnhof erreicht, zur Weiterfahrt zum Anhalter Bahnhof. Und auf dem Bild ist ein weiteres Relikt der Telekommunikationsgeschichte erkennbar: die gelbe Telefonzelle...! ;-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 13.07.1988 Ort: Berlin Feuerbachstraße [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 8 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Berlin Friedenau geschrieben von: 475er (101) am: 02.02.23, 07:31 |
In der aktuellen Reihe von Bildern der S1 im Südwesten Berlins möchte ich heute ein Bild von der Saarstraße vorschlagen.
Von diesem Standort kann man einen schönen Blick entlang der Gleise schweifen lassen. Ein 3/4-Zug der Baureihe 476 hat soeben auf dem Weg nach Wannsee den Bahnhof Friedenau verlassen. Folgt man dem Verlauf der Gleise, erkennt man im Hintergrund die Ringbahnhalle in Schöneberg, die den dortigen Wannseebahnsteig überspannt. Noch weiter im Hintergrund ragt die mächtige Kuppel des Berliner Doms in das Bild. Auch wenn diese Aufnahme nun schon fast 25 Jahre alt ist, lässt sich dieses Motiv auch heute noch in fast gleicher Form umsetzen. Lediglich die Fernbahngleise, die damals noch der Anbindung der Baustelle am Potsdamer Platz dienten, sind heute nicht im Betrieb. Allerdings wird mit der geplanten Wiederinbetriebnahme der Stammbahn von Potsdam auch auf diese Gleise der Bahnbetrieb zurückkehren. Scan vom 6*6 Dia Zweiter Versuch: Bild aufgehellt und Farben dezent überarbeitet. Datum: 08.1999 Ort: Friedenau, Saarstraße [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 3 Punkte |
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Die Wannseebahn an der Kolonnenstraße geschrieben von: 475er (101) am: 31.01.23, 10:33 |
Der Streckenabschnitt zwischen der Berliner Kolonnenstraße und der Langenscheidtstraße hat sich über die vergangenen Jahrzehnte mehrfach geändert. Ursprünglich befand sich zwischen diesen Brücken der Bahnhof Kolonnenstraße an dem die nördlichen Verbindungskurven der Ringbahn in die Gleise der Wannseebahn einmündeten (Südringspitzkehre). Dieser Bahnhof wurde 1944 ersatzlos aufgegeben. Lediglich die breite Schneise in der Bebauung und einige Bahnsteigreste zeugten in den Folgejahren noch von dem ehemaligen Bahnhof.
Der Zustand, dass es in dem dicht bebauten Bereich zwischen den Bahnhöfen Schöneberg und Großgörschenstraße (heute Yorkstraße) keinen weiteren Halt gab, wurde als unbefriedigend angesehen. Im Jahr 2008 wurde daher an dieser Stelle der neue Bahnhof Julius-Leber-Brücke eröffnet. Sowohl der Wiederaufbau der Stammbahn als auch der Ausbau der S21 im südlichen Bereich werden diese Streckenabschnitt erneut erheblich verändern. Aus der Zeit des vergleichsweisen Dornröschenschlafs stammt diese Aufnahme aus dem Sommer 1998. Ohne Halt fährt die S1 vom Bahnhof Großgörschenstraße gleich unter der Kolonnenstraße hindurch auf dem Weg zum Bahnhof Schöneberg. Scan vom Velvia 6*6-Dia Datum: 08.1998 Ort: Berlin Kolonnenstraße [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 4 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Der Westturm geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 26.01.23, 19:47 |
Kehren wir zurück zur Berliner S-Bahn! Neben dem Norddturm [www.drehscheibe-online.de], sprich dem früheren Stellwerk an der Strecke zum Stettiner Bahnhof gab es in den 80er Jahren noch zahlreiche weitere Relikte der Vergangenheit. Spielen wir eine Runde Monopoly: "Machen Sie einen Ausflug zum Westbahnhof...";-) Beim Monopoly gibt es vier Bahnhöfe, und in Berlin gab es neben einem Nordturm auch einen Westturm in Form des Stellwerkes "Zwt". Es steht für "Zehlendorf Westturm". Dieses Stellwerk war von 1913 bis zum Frühjar 1982 in Betrieb und regelte als Bahnhofs- und Streckenblock sowohl die Zufahrt zum Güterbahnhof Zehlendorf als auch die Überleitung der Wannseebahn in die Stammbahn. Wir erinnern uns an die sogenannten "Bankierszüge", welche von Wannsee kommend über Schlachtensee die noblen Villenviertel abklapperten und ab Zehlendorf auf den Gleisen der Stammbahn parallel zur Wannseebahn zum Potsdamer Bahnhof in die Innenstadt von Berlin fuhren, in unmittelbarer Nähe zum berühmten Anhalter Bahnhof.
Nun, unser S-Bahn-Zug fährt nicht über "Los", aber auch zum Anhalter Bahnhof, als S1 von Wannsee, wenige Monate nach der Übernahme der S-Bahn durch die BVG. Er passiert das Stellwerk "Zwt", welches als ungenutzte Ruine erst Mitte der 90er Jahre abgerissen wurde. Der Zug trägt eine Seitenwerbung eines bekannten Berliner Anzeigenblattes. Damals gab es noch kein ebay, keine Kleinanzeigen. Wer etwas zu verhökern hatte, inserierte in der "Zweiten Hand". Kurioser Polit-Gag am Rande: Züge mit dieser Werbung sah man überwiegend auf der Wannsee- oder Nord-Süd-Bahn, wo es weitgehend ohne Halt durch den Tunnel ging. Da der Fahrzeugbestand der West-Berliner S-Bahn ab 1984 von der Reichsbahn zur BVG wechselte, waren Züge mit der Aufschrift "Zweite Hand" am Bahnhof Friedrichstraße (mit Grenzübergang) nicht gern gesehen...;-) Und was das Spiel anbelangt: Zum "Ostturm" fällt mir bestimmt auch noch eine Aufnahme in die Hand! P.S. Kürzlich wurde in Wannsee das Stellwerk "Wot" abgerissen...:-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 13.04.1986 Ort: Berlin Zehlendorf [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Der Nordturm geschrieben von: Olli Sydow (1736) am: 18.01.23, 18:11 |
Mal ein neues Thema: die Berliner S-Bahn in der Zeit seit der Übernahme durch die BVG bis zu den Wendejahren. Was waren das damals für unterschiedliche Baureihen auf den Gleisen der S-Bahn! Im Westteil der Stadt fuhren die alten "Stadtbahner" der Baureihe 275, wahlweise im herkömmlichen Lack oder in dem etwas gelberen BVG-Lack. Im Ostteil der Stadt fuhren Ende der 90er Jahre neben den Stadtbahnern und modernisierten 276.1 und 277 -die roten "Cola-Dosen" der Baureihe 270 nicht vergessen!- noch unmodernisierte Olympia-Züge, Peenemünde-Viertel und Bankierszüge der Baureihe 276, an Eleganz nicht zu überbieten und wahlweise im ebenfalls herkömmlichen Lack oder im rot-weißen "Hauptstadt-Outfit".
Ein herrlicher Bildband eines Freiburger Verlages...o.k., lassen wir das (...;-) ) und kommen zu den "Stadtbahnern". Diese waren im Westteil der Stadt auf den Linien S1 bis S3 im Einsatz. Kommen wir zu einem eher unbekannten Motiv an der Nord-Süd-Strecke, sprich der S2. Hier gab es ein Motiv, für welches zunächst die Mauer fallen musste, um dorthin zu gelangen: unmittelbar vor der Einfahrt in den Nord-Süd-Tunnel stand das Stellwerk "Ntm", unweit der ehemaligen Grenzanlagen. Hierhinter verbarg sich das Stellwerk "Nordturm" des ehemaligen Stettiner Bahnhofes. Das Stellwerk bediente früher zahllose Weichen und Signale und wurde mit der Stilllegung des Stettiner Bahnhofes weitgehend überflüssig. Zum Zeitpunkt der Aufnahme im Sommer 1991 war es längst nicht mehr besetzt, aber sein endgültiger Abriss sollte noch bis in das Jahr 2019 warten. Wir sehen hier einen "Stadtbahner" der Baureihe 275 im BVG-Lack, wie er auf der S2 nach Lichtenrade das fotogene Stellwerk passiert. Die beiden rechten Gleise waren längst nicht mehr im Betrieb, und in der Bildmitte erblicken wir ein für die Berliner S-Bahn typisches Sv-Signal. Nun, wie man an die Fotostelle gelangt...? Dit jeht euch übahaupt nüscht an...! ;-) Scan vom Fuji-100 Kleinbilddia Datum: 07.07.1991 Ort: Berlin Humboldthain [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 10 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Die dritte Spreequerung der Berliner Stadtbahn geschrieben von: 475er (101) am: 01.12.22, 09:30 |
Insgesamt viermal überquert die Berliner Stadtbahn in ihrem Verlauf vom Bahnhof Zoo nach Ostbahnhof die Spree. Die Brücken drei und vier aus westlicher Richtung befinden sich vor und hinter der Museumsinsel.
Während von der Brücke auf der östlichen Seite der Museumsinsel bereits eine Vielzahl schöner Aufnahmen in der Galerie gezeigt werden, fehlt eine Darstellung der westlichen Brücke bisher komplett. Zwar ist das Brückenbauwerk selbst nicht besonders aufregend, aber die Kulisse mit den angrenzenden Bauten des Bode- und des Pergamonmuseums doch aus meiner Sicht sehenswert. Zwischen den mächtigen Bauten wirkt die S-Bahn der Baureihe 476 fast winzig. Im Sommer 1998 passiert 476 404 die Museumsinsel in Richtung Friedrichstraße. Die Ausmusterung dieses Viertelzuges erfolgte nur wenige Monate später, im November 1998. Scan vom 6*6 Dia Zuletzt bearbeitet am 02.12.22, 19:03 Datum: 07.1998 Ort: Berlin, Am Kupfergraben [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 10 Punkte 4 Kommentare [»] |
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Das alte Ostkreuz an den längsten Tagen des Jahres geschrieben von: 475er (101) am: 15.04.22, 11:42 |
Nachdem ich den aktuellen Blick von der Modersohnbrücke auf den Bahnhof Ostkreuz gezeigt hatte (https://www.drehscheibe-online.de/galerie/ds_galerie.php?DS=2&action=show&id=3288064&ix=3), reisen wir nun zurück in den Juni 2000.
Wie bei dem Vergleichsbild kommt der abgelichtete Zug vom Bahnhof Treptower Park und fährt über die Verbindungskurve zum Bahnhof Warschauer Straße. Damals hielt der Zug jedoch noch an dem im Hintergrund zu sehenden Bahnsteig. In der umgebauten Version des Bahnhofs ist nicht nur der Bahnsteig an der Verbindungskurve verschwunden, sondern auch die gesamte zweite Verbindungskurve vom nördlichen Ring aus Richtung Frankfurter Allee. Zum Aufnahmezeitpunkt dieses Bildes war diese zweite Verbindung zwar noch befahrbar, wurde aber nicht mehr im Linienverkehr bedient. Größter Gewinn für die Reisenden sind sicherlich die neu angelegten drei Regionalbahnsteige, die eine Vielzahl neuer Umsteigemöglichkeiten bieten. In der hier gezeigten Version war der Bahnhof ein reiner S-Bahnhof. Ergänzung: Bild ist ein Scan vom Fuji Velvia 6*6 Zuletzt bearbeitet am 15.04.22, 12:12 Datum: 06.2000 Ort: Modersohnbrücke [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Bahn und Infrastruktur Top 3 der Woche: 9 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Ein Berliner Klassiker geschrieben von: 475er (101) am: 08.04.22, 13:12 |
Liebe DSO-Gemeinde, bei einem kürzlichen Fotoausflug traf ich einen in der Galerie gut vertretenen Hobbykollegen, der meinte, ich solle doch hier auch mal Bilder vorschlagen. Dieser Idee wollte ich auch gerne nachkommen. Aber es stellte sich mir die Frage, wie ich angesichts der vielen hochwertigen Fotos die Galerie noch bereichern kann. Naja, ein paar weiße Flecken gibt es auf RailView schon noch, die ich vielleicht helfen kann zu füllen :-)
Der Bahnhof Berlin-Schöneweide gehört sicher nicht zu den weißen Flecken bei DSO, gibt es doch in der Galerie bereits einige herrliche Fotos aus der Dampflokzeit. Allerdings dachte ich, dass es ein angemessener Start in dieser Runde wäre, ein Foto der Baureihe zu präsentieren, die für mich als Berliner über viele Jahre ständiger Begleiter war und auch als mein Nutzername Verwendung findet. Gerade noch rechtzeitig vor Ausmusterung der letzten 475er hatte ich mir im Herbst 1996 eine neue Kamera zugelegt und verfolgte - mit neuer Technik ausgestattet - intensiv die letzten Einsätze. Nachdem die 475er von den Nord-Süd-Strecken abgezogen worden waren, kamen sie für die letzten Monate auf den Stadtbahnlinien und der S10 zum Einsatz. An einem schönen Sommerabend im Jahre 1997 fährt 475 080 als führender Triebwagen auf der S10 aus Richtung Oberspree kommend in den Bahnhof Schöneweide ein. Nur wenige Monate später endete der Einsatz dieser legendären Baureihe endgültig. Datum: 08.1997 Ort: Berlin-Schöneweide [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 6 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Betriebspause geschrieben von: Itzenplitz (54) am: 10.07.19, 20:27 |
Dieser nächtliche Blick ins Bw Friedrichsfelde der Berliner S-Bahn ist mittlerweile fast ein Vierteljahrhundert alt. Damals parkierten hier noch einige Züge der Bauart "Stadtbahn" in der sogenannten "Hauptstadtlackierung" (Elfenbeinweiß-Bordeauxrot). In den letzten 25 Jahren haben sich jedoch nicht nur die "Bewohner" dieses Bw geändert, sondern auch das Werk an sich, in dem in Kürze die Komplettsanierung beendet sein wird.
Aufgenommen auf Diapositivfilm (Kamera: Praktika BX20S) und digitalisiert. Datum: 01.01.1995 Ort: Bw Friedrichsfelde [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 5 Punkte 1 Kommentar [»] |
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Veteran der Schiene geschrieben von: Itzenplitz (54) am: 25.06.19, 20:11 |
Zur Zeit weilt in der Hauptwerkstatt Berlin-Schöneweide ein Viertelzug der neuesten Generation Berliner S-Bahntriebwagen, die Baureihe 483/484, und harrt dort seiner offiziellen Übergabe an die S-Bahn Berlin GmbH, um seine ersten Testfahrten im Netz anzutreten - freilich noch ohne Fahrgäste. In Anbetracht dieser ziemlich nahen Zukunft ist ein Blick in die Vergangenheit um so reizvoller, wenn man sich vor allem vergegenwärtigt, dass der Abstand zwischen alter und neuer Technik so unendlich viel größer ist als der Abstand zwischen jenen Jahren, als diese Veteranen das letzte Mal fuhren. Das vorliegende Bildmaterial datiert auf das Jahr 1995. Es sollten noch zwei Jahre vergehen, bevor der hier zu sehende "Stadtbahner" (ET165 / BR 475) seine endgültig letzte Fahrt antrat. Insgesamt fast sieben Jahrzehnte orchestrierte diese Baureihe mit ihren röhrenden Gleichstrommotoren und den sich unter einem lauten Pfeifen lösenden Bremsen den Klang der Großstadt Berlin. Kein Nahverkehrsmittel prägte diese Stadt mehr als der gute alte 475er. Lang, lang ist´s her.
Aufgenommen auf Diapositivfilm (Kamera: Praktika BX20S) und digitalisiert. Zuletzt bearbeitet am 25.06.19, 20:14 Datum: 15.10.1995 Ort: S-Bahnhof Mahlsdorf [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: S-Bahn Berlin Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 1 Punkt |
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Ntm geschrieben von: NAch (813) am: 25.07.18, 07:09 |
Harte Kontraste:
Frisches Maigrün - rußgeschwärztes Stellwerk Westen vorne (also im Norden) - Osten hinten (das ist dann Süden) Neuzeitliche "Architektur" links - Backsteinbau rechts stillgelegte Fernbahngleise - die S-Bahn gerade wieder zum Leben erwacht Das Stellwerk Ntm (Nordturm) des Stettiner Bahnhofs war von 1896 (Umbau Stettiner Bahnhof) bis 1984 (Übernahme S-Bahn durch die BVG) in Betrieb. Nun wird es abgerissen, der obere Teil fehlt schon. Scan vom Dia Datum: 05.1984 Ort: Berlin Gesundbrunnen [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Stimmungen mit Zug Top 3 der Woche: 4 Punkte 2 Kommentare [»] |
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Berlin Nordbahn geschrieben von: bsbw (3) am: 12.02.18, 20:58 |
Berlin (West), Nordbahn anno September 1983. Naja, nicht ganz optimal ausgelöst. Da ist der erste Triebwagen des Zuges genau in Höhe des Einfahrsignales Waidmannslust. Man möge mir dieses Missgeschick verzeihen. Denn diese Aufnahme entstand von einer auch für mich ungewöhnlichen Perspektive. Für ein gutes Foto klettere ich auch schon mal auf einen Baukran. Als dann aber der Kranführer meinte, den besten Blick hätte ich doch vom Ausleger, und er würde mich doch begleiten… und das in 35 Meter Höhe! Wir sehen einen Halbzug Baureihe 275 der Deutschen Reichsbahn und im Hintergrund das Märkische Viertel. Zuletzt bearbeitet am 12.02.18, 20:59 Datum: 09.1983 Ort: Berlin (West) Waidmannslust [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven Top 3 der Woche: 6 Punkte 3 Kommentare [»] |
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Berlin (West) Wannsee 1978 geschrieben von: bsbw (3) am: 01.02.18, 12:21 |
Einige von Euch werden mich vielleicht noch als ehemaligen Berlin Redakteur der Zeitschrift Drehscheibe in Erinnerung haben. Seit wenigen Tagen habe ich mich nun als User hier registriert und im Testforum mal ein Bildchen hochgeladen. Hier möchte ich nun mein erstes „offizielles“ Foto präsentieren. Als „West-Berliner“ hatte ich ja die Möglichkeit in beiden Teilen Berlins mich fotografisch bewegen zu dürfen. Die Betriebsrechte für die Eisenbahn (inkl. der S-Bahn) in Berlin (West) hatte die Deutsche Reichsbahn. Beginnen wir also mit einem Bild aus dem Sommer 1978 im Amerikanischen Sektor. Wir stehen am Bahnsteigende des S-Bahnhofes Wannsee. Ein S-Bahnzug Bauart „Peenemünde“ verlässt auf der Zuggruppe L verkehrend die Station und wird über die Stadtbahn dann den Grenzbahnhof Friedrichstraße erreichen (und dort enden… und zurückfahren). Das Stellwerk Wsk links im Bild gibt es heute noch (natürlich ausser Betrieb). Auch lässt sich das Motiv fast zu 100 % noch so umsetzen. Auf den Fernbahngleisen fahren statt Ludmillas nun ICE und anderer neumodischer Kram. Datum: 1978 Ort: Berlin Wannsee [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 2 Punkte 2 Kommentare [»] |
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FIN DU SECTEUR FRANÇAIS geschrieben von: Johannes Poets (750) am: 24.09.17, 07:00 |
"Ende des Französischen Sektors" ist auf dem Schild rechts neben dem Urtyp des Altglas-Containers (seit wann gibt es die eigentlich?) zu lesen, und die Zigarettenmarke "kim" ("Für Männerhände viel zu chic") brüstet sich am Bahnhof Wollankstraße zweideutig damit, "immer zu wissen, wo es lang geht."
Der Bahnhof Wollankstraße an der Berliner Nordbahn bildete während des Bestehens der Berliner Mauer eine Ausnahme unter den Berliner Bahnhöfen. Er gehörte zum westlichen Teilnetz der S-Bahn, lag aber im damaligen Ost-Berliner Stadtbezirk Pankow. Der Bahnhof hatte einen Ausgang zum Westsektor direkt auf der Grenzlinie und konnte daher von West-Berlin aus ohne Kontrolle benutzt werden. Ein Schild neben dem Eingang wies Passanten auf diese Situation hin. Die Berliner Mauer verlief unmittelbar östlich des Bahnhofs, dessen Ausgänge in Richtung Ost-Berlin versperrt waren. Vom Bahnsteig aus bot sich ein Ausblick auf den sogenannten Todesstreifen. Die Aufnahme zeigt den 275 339-0 an der Spitze einer S-Bahn N II 6 Heiligensee – Lichterfelde-Süd beim Verlassen dieser politisch-historisch interessanten Station. --- Scan vom Kleinbild-Dia (Ektachrome 64), "EXIF-Daten": Hersteller: Minolta, Modell: SRT 100b, Belichtungszeit: 1/500 sec, Blende: F/5,6, Empfindlichkeit (ISO): 64, Brennweite: 24 mm Zuletzt bearbeitet am 18.02.23, 22:22 Datum: 24.09.1981 Ort: Wollankstraße [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: Deutsche Reichsbahn Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 11 Punkte 5 Kommentare [»] |
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Sonne lacht - Blende acht geschrieben von: NAch (813) am: 26.08.17, 09:50 |
Mit solchen Merksätzen hat man sich früher beholfen. Damals, als die Photoapparate kleiner wurden und auch billiger. Jedes Familienoberhaupt sollte es sich leisten konnte, beim Sonntagsausflug seine Liebsten ablichten. Die ersten elektrischen Belichtungsmesser wurden erst 1932 hergestellt.
Nach meinen Aufzeichnungen habe ich jedoch Blende 5,6 genommen, denn für die S-Bahn musste ich meine kürzeste Verschlusszeit nehmen. Scan vom Dia, zwei Zweige wurden leicht gestutzt, die Belichtung habe ich nun etwas heller gehalten. Datum: 28.10.1984 Ort: Grunewald [info] Land: Berlin BR: 475,476,477 (alte Berliner S-Bahn) Fahrzeugeinsteller: BVG Kategorie: Zug schräg von vorn Top 3 der Woche: 5 Punkte 3 Kommentare [»] |
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