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Circumetnea - V
geschrieben von: Julian en voyage (356) am: 09.11.19, 18:34 Top 3 der Woche vom 24.11.19
- Fortsetzung zu [www.drehscheibe-online.de] -

Zwischen Lavafeldern und verlassenen Wein- und Obstgärten finden sich entlang der Circumetnea auch immer wieder die Ruinen alter Gutshöfe, Scheunen und Lagerschuppen, die - wenn nicht bereits wieder von der Vegetation zurückerobert oder als Müllkippe missbraucht - aus ihrem Inneren den ein oder anderen interessanten Blickwinkel auf die Bahn erlauben.

Nur wenige Meter vom letzten Foto meiner FCE-Serie entfernt bietet sich durch einen längst seiner Funktion beraubten Türrahmen diese Aussicht auf den nachmittäglichen Zug 26 (Riposto - Randazzo) und die Weinberge (Tipp für Freunde schwerer Rotweine: Der vorzügliche Nerello Mascalese "O’scuru o’scuru" der Kooperative Al Cantàra von 2016!) bis hin nach Castiglione di Sicilia.

Dessen sehenswerter Ortskern thront oberhalb der Alcantara-Schlucht auf einem Bergsporn und ist leider heute - anders als die Fraktion Solicchiata, deren Bahnhof der Triebwagen vor wenigen Minuten verlassen hat - nicht mehr per Bahn erreichbar. Der betreffende, aufwendig trassierte Abschnitt der Circumetnea wurde schon 1961 stillgelegt und ab Linguaglossa durch eine erheblich kürzere Variante ersetzt. 1994 folgte schließlich auch die Einstellung des regulären Personenverkehrs auf der Regelspurstrecke Alcantara - Randazzo, die Castiglione ebenfalls bediente. Letztere blickt möglicherweise aber einer Renaissance im Ausflugsverkehr entgegen, wobei derartige Pläne gerade in Süditalien mit einer gehörigen Portion Skepsis zu genießen sind, obgleich auf Basis eines entsprechenden Gesetzes zur Förderung und Wiederbelebung des touristischen Bahnverkehrs in den letzten Jahren doch teils beachtliche Leistungen erbracht wurden...

Datum: 13.09.2019 Ort: Solicchiata [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ADe Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: ungewöhnliche Perspektiven
Top 3 der Woche: 13 Punkte

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Circumetnea - IV
geschrieben von: Julian en voyage (356) am: 03.11.19, 00:32
- Fortsetzung zu [www.drehscheibe-online.de] -

Fünf Jahre waren seit meinem letzten Besuch bei der Ferrovia Circumetnea, jener Schmalspurbahn, die den Ätna auf Sizilien einmal (fast) umrundet, vergangen, als ich im September 2019 wieder für knapp zwei Wochen auf der größten Mittelmeerinsel weilte. Einiges hat sich seitdem verändert: Die Neubautriebwagen "Vulcano" von Newag sind längst ins Rollen gekommen, die letzten RALn 64 im Gegenzug jüngst aus dem Betriebsdienst ausgeschieden, ein beachtlicher Teil der ADe modernisiert und in die neuen weiß-grünen Unternehmensfarben getaucht sowie (leider) ein systematischer Bruch aller Zugläufe in Randazzo etabliert. Aber großen Spaß macht die kleine 950mm-Bahn nach wie vor - Sowohl aus Mitfahrer- als auch aus Fotografen-Perspektive! :)

In letzterer Eigenschaft übte ich mich am Abend des 13. September 2019, als ich bei Solicchiata den Zug 29 (Randazzo - Riposto), der die letzte Bahnverbindung des Tages runter an die Küste darstellt, erwartete. So nervenaufreibend wie faszinierend war das Wechselspiel aus Licht und Schatten, das die Wolken, die sich rund um den in meinem Rücken liegenden Ätna mal wieder gebildet hatten, auf die Landschaft projizierten. Schlussendlich klappte es haarscharf mit der Sonne, als der modernisierte ADe pfeifend und quietschend zwischen verlassenen Landgütern, Steinmäuerchen und Wolkenschatten auf die Bühne trat. Im Tal unterhalb der ebenfalls vom Licht- und Schattenspiel marmorierten Hänge, die die südlichsten Ausläufer der wild-schönen Monti Nèbrodi bilden, liegt - rechts im Bild - der Ort Mojo Alcantara, dahinter der Monte Mojo, ein erloschener Vulkankrater.

Nach dem geglückten Foto ging es zufrieden in eine urige Pizzeria in einer Nebenstraße von Francavilla di Sicilia, wo der Abend mit Pizza und einem "Messina", dem Getränk, das sie vor Ort als "Birra di Sicilia" bezeichnen und auf das man in Ermangelung eines Moretti oder - noch besser - einer birra artigianale zurückgreift, beschlossen wurde...;)

Datum: 13.09.2019 Ort: Solicchiata [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ADe Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 11 Punkte

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Von der Lava zurückerobert
geschrieben von: Yannick S. (684) am: 04.12.17, 18:56 Bild des Tages vom 14.11.18
Es gehört immer ein bisschen Hoffnung dazu an den Hängen des Etna ein Haus zu bauen, oder einen Weinberg anzulegen; Hoffnung, dass der Berg sich das Grundstück nicht zurückholt. Im Falle des Weinberges in der Nähe des Ortes Solicchiata hat der Berg gewonnen, der Weinberg und einige Häuser sind längst verlassen, alte Gässchen verwildern und doch beginnt schon wieder neues Leben, denn es grünt bereits auf der Lava. Am Fuße des Weinberges fährt derweil Treno 17 vorbei auf seinem Weg gen Riposto vorbei.

Datum: 03.11.2017 Ort: Solicchiata [info] Land: Europa: Italien
BR: IT-ADe Fahrzeugeinsteller: Ferrovia Circumetnea (FCE)
Kategorie: Bahn und Landschaft
Top 3 der Woche: 8 Punkte

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