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Re: Wo ein Wille ist, ist ein Weg! (Bentheimer Eisenbahn)

geschrieben von: meister-röhrich

Datum: 10.02.21 08:33

Hallo.

Ja, wenn man sich (vorher) Mühe gibt geht auch Eisenbahnverkehr bei ordentlichen Minusgraden und Schnee. In der Schweiz und Österreich (und bei der Bentheimer Eisenbahn) hat man Erfahrung damit, wie man winterlicher Witterung trotzt.

Auch wenn wieder kommt: "Ach, die gute alte Bundesbahn, da war alles besser." Es war aber besser zu Zeiten der Deutschen Bundesbahn. Entsprechendes Personal wurde eingesetzt und die entsprechende Technik. Das Extremereignis Winter 1978/79 brachte aber auch die DB an ihre Grenzen, dass will ich nicht unterschlagen. Das aber derzeit bei etwas Schnee und Frost "vorsorglich" der Bahnverkehr eingestellt wird ist den Einsparungen der letzten Jahrzehnte zu verdanken. Funktionstüchtige Weichenheizungen sind eher die Ausnahme als die Regel. Funktionstüchtige Schneeräumtechnik (Schneepflüge, Schneefräsen und fest angebaute Schneepflüge) sind auch eher die Ausnahme als die Regel.

Ich persönlich kenne da eine Bahngesellschaft im Süden Deutschlands, die sich für diese Witterungsverhältnisse eine schwere Diesellok "leistet", welche mit fest angebautem Schneepflug seit Jahren schon bei der entsprechenden Wetterlage alle von der Gesellschaft befahrenen Strecken in einem Mittelgebirge vor allem nachts befährt und damit auch für die leichteren Dieseltriebwagen befahrbar hält. Eigentlich ist ja die Bahngesellschaft gar nicht für die Freihaltung der Strecken verantwortlich, sondern der Netzbetreiber. Da aber die den ÖPNV betreibende Gesellschaft sich selber darum kümmert läuft es auch.

Es geht, wenn man will!

Ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass selbst bei unserer Museumsbahn mit etwas Vorbereitung ein Betrieb im Winter möglich war. Dafür reichte schon die rechtzeitige (vor dem Frost) Schmierung der Weichengleitstühle und eine Schneeräumfahrt mit Behandlung der Bahnübergänge am Vortag. Schon konnten wir fahren!

Freundliche Grüße
Klaus Röhrich

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